Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 193435
Eingetragen
2.8.2011
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenUnternehmensberatung
Gegenstand
Beratung von Unternehmen in Fragen der Werbung und des Vertriebs; Entwicklung und Durchführung von Werbe- und Verkaufsförderungskonzepten für Herstellungs- und Handelsbetriebe im Food- und Nonfood Bereich; Planung und Durchführung von verkaufsfördernden Maßnahmen mit Einsatz einer Leasing-Sales Force, einer Merchandiser-, einer Promoter- und einer Teleselling-Organisation; Planung und Durchführung von Maßnahmen im Bereich Database-Marketing Services.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Max Chambers
seit 3.12.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Advantage Smollan B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
125.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

COMBERA GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Firma COMBERA GmbH, München

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 liegt das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt in Deutschland bei -0,3% (Vorjahr: 1,8%). Die privaten Konsumausgaben liegen preisbereinigt um 0,8% unter dem Vorjahr. Der Dienstleistungsbereich verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr ein marginales Plus von 0,3%. 1

Die COMBERA GmbH ist auf Grund des konzeptionellen und operativen Service-Portfolios, basierend auf dem seit 1976 aufgebauten Marketing-/Vertriebs-Know-how ein in Industrie und Handel anerkannter Ansprechpartner. Diese Anerkennung zeigt sich in der Tatsache, dass das Kundenportfolio der COMBERA GmbH große Konzerne wie z.B. MarsWrigley, Red Bull, Bosch und Sony umfasst.

2. Geschäftsverlauf der COMBERA GmbH 2023

Die COMBERA GmbH gehört unserer Einschätzung nach zu den umsatzstärksten POS-Agenturen (Point of Sale) in Deutschland mit Full-Service-Angebot. Mit den Divisionen POS Marketing, POS AS Intelligence und POS Sales bietet das Unternehmen seinen Kunden integrierte Lösungen für kurzfristig taktische oder langfristig strategische personalgestützte Maßnahmen im Vertriebsbereich und darüber hinaus konzeptionelle Unterstützung bei der Erstellung ganzheitlicher Marketing- und Vertriebskonzepte sowie deren zielgenauer Umsetzung.

Insgesamt beschäftigt die COMBERA GmbH zum 31. Dezember 2023 (ohne kurzfristige Beschäftigte) 395 angestellte Mitarbeiter und 583 freie Mitarbeiter, davon 50 Promoter.

Die Unternehmenspolitik konzentriert sich auf den anhaltenden Ausbau der Marktposition sowie um die Integration neuer Services.

Im Jahr 2023 kam es zu Kundenfluktuation. Die bestehenden Kunden konnten nicht in der Gesamtheit gehalten werden. Dem damit verbundenen Rückgang an Umsatz wurde durch Reduktion der Kosten Rechnung getragen. Eng mit dem jeweiligen Auftrag verbundene Kosten wurden eliminiert und auf der Ebene der übergreifenden Ausgaben ebenfalls reduziert.

3. Leistungsindikatoren/Prognose-Ist-Vergleich

Als finanziellen Leistungsindikator zur Steuerung des Unternehmens zieht die Gesellschaft die Umsatzerlöse heran.

Die Gesellschaft verzeichnete im Jahr 2023 einen Umsatzrückgang um 7,7 % von T€ 39.626 auf T€ 36.592. Dies entspricht nahezu dem ursprünglich geplanten Umsatzrückgang auf € 36,3 Mio. in 2023. Das leichte Übertreffen der Prognose geht im Wesentlichen auf einen Umsatzzuwachs bei einem Großkunden zurück.

4. Umsatz- und Auftragsentwicklung:

Der Umsatz der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr um T€ 3.034 oder 7,7 % im Vergleich zum Vorjahr auf T€ 36.592 gesunken.

Ausschlaggebend für den Umsatzrückgang sind Kundenverluste, die dem rückläufigen Konsumklima geschuldet sind.

5. Investitionen:

Die Investitionen des Geschäftsjahres 2023 betrugen T€ 10,7.

Diese Investitionen lagen im Wesentlichen im Bereich der Geschäftsausstattung.

6. Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben:

Die Gesellschaft finanziert sich weitgehend über den laufenden Cash Flow und erhaltene Anzahlungen von Kunden. Ein darüber hinausgehender Liquiditätsbedarf wird über die Patronatserklärung der obersten Konzern-Muttergesellschaft, der Advantage Smollan Ltd. UK, in welcher bis zu einem Betrag von 0,5 Mio. € die Finanzierung der Gesellschaft zugesagt wird, gedeckt. Die Patronatserklärung hat eine Laufzeit von zwei Jahren ab der Feststellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023. Der Bilanzgewinn beträgt unverändert T€ 1.524,4.

7. Personal- und Sozialbereich:

Die Anzahl der fest angestellten Mitarbeiter (ohne kurzfristige Beschäftigte) am Bilanzstichtag belief sich auf:

Beschäftige am Bilanzstichtag 2023 2022
Angestellte 395 476
Aushilfen 0 5

Weiterhin waren für das Unternehmen 583 (VJ 593) freiberufliche Außendienst-Mitarbeiter tätig.

B. Darstellung der Lage der Gesellschaft:

Die COMBERA GmbH hat im Jahr 2023 einen Umsatzrückgang auf T€ 36.592 (VJ T€ 39.626) zu verzeichnen. Dies entspricht einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 7,7 %.

Es wurde ein Jahresfehlbetrag von T€ -737,1 (VJ T€ -668,2) erwirtschaftet. Auf Grund des Gewinnabführungs- bzw. Verlustübernahmevertrages mit der Muttergesellschaft Advantage Smollan GmbH beträgt das Jahresergebnis 0,0 €.

1. Darstellung der Vermögenslage

In der folgenden Übersicht sind die Bilanzposten zum 31.12.2023 sowie zum 31.12.2022 dargestellt.

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ % T€ % T€
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,0 0,0 0,1 0,0 -0,1
Andere Anlagen, Geschäftsausstattg. 188,7 2,3 260,6 3,0 -71,9
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,1 0,0 0,1 0,0 0,0
Langfristig gebundenes Vermögen 188,8 2,3 260,8 3,0 -72,0
Unfertige Leistungen 249,0 3,0 223,1 2,6 25,9
Forderungen aus LuL 3.794,4 46,3 5.165,8 60,2 -1.371,4
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.204,5 26,9 1.851,7 21,6 352,8
Sonstige Vermögensgegenstände 278,7 3,4 288,1 3,3 -9,4
Liquide Mittel 1.399,3 17,1 675,4 7,9 723,9
Rechnungsabgrenzung 85,3 1,0 119,3 1,4 -34,0
Mittel-/kurzfristig gebund. Vermögen 8.011,2 97,7 8.323,4 97,0 -312,2
8.200,0 100,0 8.584,2 100,0 -384,2

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
T€ % T€ % T€
Eigenkapital 125,0 1,5 125,0 1,5 0,0
Kapitalrücklage 1.332,2 16,3 1.332,2 15,5 0,0
Bilanzgewinn 1.524,4 18,6 1.524,4 17,8 0,0
Langfristig verfügbares Kapital 2.981,6 36,4 2.981,6 34,8 0,0
Sonstige Rückstellungen 1.008,2 12,3 980,9 11,4 27,3
Erhaltene Anzahlungen 2.130,8 26,0 2.414,5 28,1 -283,7
Verbindlichkeiten LuL 840,2 10,2 738,5 8,6 101,7
Verbindlichkeiten LuL gegen verbundene Unternehmen 585,4 7,1 434,4 5,0 151,0
Sonstige Verbindlichkeiten 653,8 8,0 1.034,3 12,1 -380,5
Mittel-/kurzfristig verfüg. Kapital 5.218,4 63,6 5.602,6 65,2 -384,2
8.200,0 100,0 8.584,2 100,0 -384,2

Das Gezeichnete Kapital beträgt T€ 125,0.

Da die COMBERA GmbH durch die personalstarke Leistungserbringen mit Löhnen in Vorleistungen gehen muss, wurde mit einigen Kunden eine Anzahlung auf die Gesamtleistung vereinbart.

Das Jahresergebnis beträgt € 0,0. Es liegt ein Gewinnabführung- bzw. Verlustübernahmevertrag mit der Muttergesellschaft, der Advantage Smollan GmbH, vor.

Zur Analyse der Vermögenslage der Gesellschaft wurden die folgenden Vermögens- und Kapitalstrukturkennzahlen ermittelt.

Kennzahl Kennzahldefinition
Anlagenintensität = Anlagevermögen / Gesamtvermögen
Forderungsintensität = Forderungen / Gesamtvermögen
Kundenziel = Forderungen / Gesamtleistung x 360
Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Gesamtkapital
Fremdkapitalquote = Fremdkapital / Gesamtkapital
Kennzahl 2023 /
%
2022 /
%
Anlagenintensität 2,3 3,0
Forderungsintensität 46,3 65,2
Kundenziel 37,3 50,9
Eigenkapitalquote 36,4 34,7
Fremdkapitalquote 63,6 65,3

Der Rückgang der Forderungsintensität resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Umsatzerlöse.

Der Rückgang in der Höhe des Kundenziels resultiert im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme der Supplier Finance Chain (Factoring Vereinbarung) seit März 2022 bei einem Großkunden. Die Verlängerung des Zahlungszieles auf 120 Tage und der damit verbundene negative Einfluss auf Kundenziel und Liquidität konnten somit abgefangen werden. Der Effekt ist in 2023 erstmalig für das gesamte Wirtschaftsjahr enthalten.

2. Darstellung der Ertragslage und des Geschäftsergebnisses

In der folgenden Übersicht sind die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres aufbereitet.

2023 2022
T€ % T€ %
Umsatzerlöse 36.592,4 39.625,8
Bestandsveränderung 24,2 -126,0
Gesamtleistung 36.616,6 100,0 39.499,8 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 1.000,5 2,7 1.147,3 2,9
Materialaufwand -9.821,5 -26,8 -11.247,8 -28,5
Rohergebnis 27.795,6 75,9 29.399,3 74,4
Personalaufwand -20.273,0 -55,4 -21.968,5 -55,6
Abschreibungen -83,2 -0,2 -150,3 -0,4
Sonstiger betrieblicher Aufwand -7.997,0 -21,8 -7.950,6 -20,1
Betriebsergebnis -557,6 -1,5 -670,1 -1,7
Sonstige Zinsen / Erträge 3,8 0,0 3,8 0,0
Zinsen / ähnliche Aufwendungen -183,3 -0,5 -1,9 0,0
Finanzergebnis -179,5 -0,5 1,9 0,0
Steuern vom EuE 0,0 0,0 0,0 0,0
Ergebnis nach Steuern -737,1 -2,0 -668,2 -1,7
Sonstige Steuern 0,0 0,0 0,0 0,0
Erträge aus Verlustübernahme 737,1 2,0 668,2 1,7
Jahresergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0

Die Gesamtleistung beträgt T€ 36.616,6. Hieran waren der Bereich 'Strategisch' mit 75% und der Bereich 'Taktisch' mit 25% beteiligt.

Im Materialaufwand sind im Wesentlichen Rechnungen der freien Mitarbeiter enthalten. Bezogen auf die Gesamtleistung beträgt der Materialaufwand 26,8 %. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr basiert auf der Tatsache, dass zunehmend weniger Freelancer zum Einsatz kommen.

Bezogen auf die Gesamtleistung beträgt die Personalkostenquote 55,4 %. Die Personalkostenquote ist im Vergleich zum Vorjahr annähernd gleich. Sie entspricht der Tatsache, dass bevorzugt festangestelltes Personal zum Einsatz kommt. Dadurch ergibt sich auch der Rückgang in der Materialquote (siehe oben).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind annähernd auf Vorjahresniveau geblieben. Hier konnten auf Grund langjähriger Verträge Kostenreduktionen nicht so zügig umgesetzt werden wie im Personalbereich. Erfolgte Kostenreduktionen wurden teilweise wieder durch steigende Preise in anderen Kostensegmenten aufgezehrt.

Zur Analyse der Ertragslage der Gesellschaft wurden die folgenden Rentabilitätskennzahlen und Aufwandsstrukturkennzahlen ermittelt.

Kennzahl Kennzahldefinition
Gesamtkapitalrentabilität = (Jahresüberschuss vor Zinsen / Gesamtkapital)
Materialquote = Materialaufwand / Gesamtleistung
Personalquote = Personalaufwand / Gesamtleistung
Kennzahl 2023 /
%
2022 /
%
Gesamtkapitalrentabilität 0 0
Materialquote 26,8 28,0
Personalquote 55,4 56,0

3. Darstellung der Finanzlage

Zur Analyse der Finanzlage wurden unter Berücksichtigung der Fristigkeit von Forderungen und Vermögensgegenständen die folgenden Deckungsgrade im Verhältnis zu den Verpflichtungen innerhalb eines Jahres ermittelt:

Kennzahl 2023 /
T€
2022 /
T€
Finanzmittelbestand 1.399,3 675,3
Kurzfristige Rückstellungen bis 1 Jahr -1.008,2 -980,9
Kurzfristige Verbindlichkeiten bis 1 Jahr -4.210,2 -4.621,8
Liquidität 1. Grades -3.819,1 -4.927,4
Kurzfristige Forderungen bis 1 Jahr 6.277,50 7.305,60
Liquidität 2. Grades 2.454,8 2.378,2
Vorratsbestände 249,0 223,1
Liquidität 3. Grades 2.707,4 2.601,3

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft ist positiv. Im Berichtszeitraum sind keine Liquiditätsengpässe eingetreten. Nach der Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2025 sind Liquiditätsengpässe auszuschließen. Für den Fall eines unerwarteten Liquiditätsengpasses, hat die oberste Konzern-Muttergesellschaft, die Advantage Smollan Ltd, UK mit Datum Juni 2024 in einer Patronatserklärung die Finanzierung der Gesellschaft bis zu einem Bedarf von 0,5 Mio. € zugesichert. Die Erklärung hat eine Laufzeit von 2 Jahren ab Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023.

4. Zusammenfassende Beurteilung

Das geplante Umsatzziel (Leistungsindikator) von € 36,3 Mio. wurde erreicht.

Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr hat seine Ursache, wie bereits ausgeführt, in einer schwächer werdenden Konjunktur mit Kaufzurückhaltung im privaten Konsum und damit verbundenen Kundenverlusten.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts beurteilt die Geschäftsführung die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nach wie vor ausgeglichen und positiv. Liquiditätsengpässe haben sich bislang auch in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 nicht ergeben. Zukünftige mögliche Engpässe sind über die Patronatserklärung der Muttergesellschaft Advantage Smollan Ltd, UK abgedeckt.

C. Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung - Prognosebericht

Einige der im Lagebericht enthaltenen Angaben betreffen zukunftsbezogene Aussagen. Diese wurden auf der Grundlage der Erwartungen und Einschätzungen der Geschäftsführung über künftige, die Gesellschaft betreffende Ereignisse und Maßnahmen formuliert. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken und Ungewissheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse der COMBERA GmbH abweichen oder schlechter ausfallen. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Prognoseberichtes geht daher die Geschäftsleitung weiterhin von einem erheblichen wirtschaftlichen Einfluss des Ukrainekrieges aus, dessen Folge hohe Energiekosten, eine hohe Inflation sowie Zurückhaltung im privaten Konsum sind.

Für das Jahr 2023 ist auf Basis der Ist-Zahlen zum 31. Dezember 2023 ein Umsatz in Höhe von rd. € 36,6 Mio. erreicht worden. Die Geschäftsleitung hatte aufgrund des Ukrainekrieges und der schwachen Konjunktur die Umsatzerwartung 2023 entsprechend angepasst. Für das Geschäftsjahr 2024 ist ein Umsatz von € 30 Mio. geplant (Stand November 2024).

Für 2024 ist die weiterführende Integration lokaler Strukturen in die jeweilige des Mutterkonzerns geplant. Hierunter fallen insbesondere die weitergehende Integration in das gruppenweite CRM-System (customer relationship management) und die Fortführung der Harmonisierung des Finanzreportings. Prognostiziert werden durch diese Maßnahmen Einsparungen im Kostenbereich durch die Nutzung von Synergieeffekten und die Verschlankung von Arbeitsabläufen.

Zusammenfassend prognostiziert die Geschäftsleitung im Moment auf Grund bereits eingeleiteter Veränderungen und weiterer geplanter Maßnahmen das Unternehmen gut aufgestellt in die Zukunft zu führen.

D. Risiken

1. Grundlagen des Risikomanagements

Die Gesellschaft ist als Full Service Agentur Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um insbesondere bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen das Risiko zu überwachen, sind eine Reihe Kontrollverfahren festgelegt, die den aktuellen Entwicklungen angepasst werden. Die Zweckmäßigkeit und Effizienz der kaufmännischen Abläufe wird durch ein internes Kontroll- und Risikomanagement laufend überprüft. Das Mahnwesen überwacht nach Ablauf des Zahlungsziels wöchentlich die Forderungen, um bei Zahlungsverzögerung sofort die internen Kontrollsysteme zu aktivieren. Um das Ausfallrisiko zu minimieren, werden bei neuen Kunden und bei neuen Aufträgen von bestehenden Kunden Vorkassen angefordert. Erst bei Zahlung der Vorkasse wird die Gesellschaft aktiv. Die Vorkasse kann bis zu 75 % des Auftragswerts betragen. Für jeden Kunden wird laufend eine Einschätzung der Bonität gebildet.

Der Zugang zu den Buchhaltungsapplikationen (DATEV und Microsoft Dynamics 365) ist auf wenige autorisierte Mitarbeiter beschränkt. Die Datenübernahme und Buchung von Geschäftsvorfällen erfolgt ebenfalls ausschließlich durch diese autorisierten Mitarbeiter. Auf monatlicher Basis erfolgt eine Kontrolle der Buchungsvorgänge durch die Geschäftsleitung anhand von festgelegten Auswertungen, insbesondere betriebswirtschaftlicher Natur. Die monatliche Kostenstellenrechnung ermöglicht Abweichungen in den einzelnen Divisionen sofort zu analysieren um evtl. Maßnahmen zur Steuerung einzuleiten.

Im Rahmen des Risikomanagements wird der Markt in den Fachmedien und durch Kundengespräche beobachtet, um auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können durch Investitionen in die einzelnen Dienstleistungsbereiche, strategische Planung oder angepasste Preisgestaltung.

Da die betriebswirtschaftlichen Auswertungen äußerst zeitnah, monatlich abgegrenzt und kontrolliert bis zum dritten Werktag des Folgemonats vorliegen, könnten erforderliche Maßnahmen zur Stabilisierung der Lage sofort getroffen werden. Monatlich werden die Zahlen des laufenden Jahres analysiert und wird auf Abweichungen reagiert. Alle betriebswirtschaftlichen Zahlen sowie die Einhaltung oder Abweichung der Forecasts unterliegen einer kontinuierlichen Überwachung und Analyse durch die Unternehmensleitung.

Im Rahmen des Risikomanagements wird die Liquiditätsplanung monatlich und ggfs. auch wöchentlich von der Geschäftsleitung überwacht, um entsprechend reagieren zu können und nötigenfalls Maßnahmen zu ergreifen.

Um die Klarheit und Übersichtlichkeit von Chancen- und Risiken zu erhöhen, sind die einzelnen Chancen und Risiken in einer Rangfolge bzw. in Kategorien geordnet, wobei größere Risiken und Chancen vor geringeren Risiken und Chancen geordnet werden. Die Bedeutung einzelner Chancen und Risiken ermittelt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Höhe der möglichen Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Prognosen und Ziele der Gesellschaft.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich keine Änderungen der eingeschätzten Risiken ergeben.

Die Realisierung von Risiken kann zu Veränderungen oder zum Nichteintreten der Annahmen führen, die den Erwartungen der Geschäftsführung über den künftigen Geschäftsverlauf zugrunde liegen und kann damit die Prognosen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung gefährden.

Das Risikomanagementsystem der COMBERA GmbH dient der Früherkennung, Beurteilung und Steuerung interner und externer Risiken. Diese werden als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen (Risiko im engeren Sinn) oder positiven (Chance) Zielabweichung führen können, verstanden. Das Risikomanagement wird ständig weiter entwickelt und in monatlichen Auswertungen anhand Planabweichungsanalyse der Kundenumsätze mit dem Management besprochen, sowie Maßnahmen zur Gegensteuerung beschlossen. Aufgrund des aufgezeigten Risikomanagementsystems ist die Gesellschaft vorbereitet, Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der gesamtwirtschaftlichen Situation zu begegnen.

2. Risiken aus dem konjunkturellen Umfeld

Auf Grund des breit gefächerten Angebots der COMBERA GmbH im Dienstleistungssegment, können negative Auswirkungen auf den Umsatz in einem Bereich durch positive in anderen Bereichen möglicherweise kompensiert werden (geringes Risiko - geringe Eintrittswahrscheinlichkeit).

Die Werbeausgaben der Unternehmen sind eng verbunden mit der wirtschaftlichen Situation der Werbekunden. Eine Verschlechterung der konjunkturellen Lage hat eine unmittelbare Auswirkung auf die Werbeausgaben der Kunden und damit auf die wirtschaftliche Situation der COMBERA GmbH. Dies betrifft den Bereich Marketing & Promotion der COMBERA GmbH (hohes Risiko - hohe Eintrittswahrscheinlichkeit - voraussichtlich hohe Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage).

3. Forderungs-Ausfall-Risiko

Die Gesellschaft ist aus ihrem operativen Geschäft einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Daher werden die Außenstände fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken würden mittels Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Außenstände sind jedoch im Regelfall über Vorkassen abgesichert, so dass ein evtl. Schaden für die COMBERA GmbH begrenzt wäre (geringes Risiko - geringe Eintrittswahrscheinlichkeit und geringe voraussichtliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage).

4. Risiken aus dem möglichen Verlust von Schlüsselkunden

Ein Wegfall von Schlüsselkunden hat unabdingbar einen Rückgang der Umsatzerlöse zur Folge. Aufgrund der zeitlich verzögerten Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen ist eine schlechtere Ergebnissituation die Folge.

Nachdem es sich bei den Schlüsselkunden der COMBERA GmbH jedoch um KeyPlayer des Markenartikelbereichs handelt, ist das genannte Risiko als durchschnittlich einzustufen (mittleres Risiko - mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und hohe voraussichtliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage).

5. Risiken aus dem Verlust von Schlüsselpersonal

Für beratende Unternehmen ist qualifiziertes Personal sehr wichtig für die erfolgreiche Umsetzung von Aufträgen. Durch den Wegfall von Schlüsselpersonal oder dadurch, dass für Wachstum nötiges Personal nicht ausreichend besetzt werden kann, resultiert ein unmittelbares, wirtschaftliches Risiko.

Aufgrund des Umsatzrückganges war in 2023 und weiterführend in 2024 eine Personalreduktion unumgänglich durchzuführen. Hiervon war auch Schlüsselpersonal betroffen.

Die bereits 2017 eingeführten Maßnahmen zur Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung haben sich als wirkungsvoll herausgestellt. Es konnte trotz der durchgeführten Restrukturierungsmaßnahme ein Großteil hochqualifizierter Mitarbeiter gehalten werden. So wird das Risiko, in den folgenden Jahren Mitarbeiter in größerer Anzahl zu verlieren, als gering eingestuft (geringe Eintrittswahrscheinlichkeit und geringe voraussichtliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage).

6. Risiken aus Änderungen der Schlüsseltechnologien

Veränderungen von Schlüsseltechnologien im Bereich der Kommunikation bergen Risiken sowohl hinsichtlich bestehender als auch zukünftiger Kundenbeziehungen. Wenn Technologietrends nicht frühzeitig erkannt werden und für die Kunden nicht oder verspätet als Kommunikationsideen angeboten werden können, reduzieren sich bestehende Werbebudgets der Kunden oder neue Budgets können nicht erfolgreich akquiriert werden.

Mit Hilfe des Einsatzes neuer Technologien (u.a. REX, Image Recognition, CACI) im Bereich AS Intelligence soll diese Gefahr abgewandt werden. Der Bereich AS Intelligence wird künftig als eine der tragenden Säulen der COMBERA GmbH gesehen. Ziel ist es nicht nur Up-To-Date zu bleiben, sondern vielmehr einen Mehrwert durch den Einsatz neuer Technologien zu schaffen (geringes Risiko - geringe Eintrittswahrscheinlichkeit und geringe voraussichtliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage).

Zusammenfassend ist das Geschäftsmodell der COMBERA GmbH zwar von äußeren Faktoren abhängig, die Früherkennungsmaßnahmen, welche durch das Risikomanagement eingeführt wurden, sind taugliche Mittel, um rechtzeitig Maßnahmen ergreifen zu können. Das Risiko ist gesamt als gering einzustufen (geringe Eintrittswahrscheinlichkeit und geringe voraussichtliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage).

Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht.

E. Chancen

Durch die unter C genannten Maßnahmen ist die COMBERA GmbH in der Lage, sich zukunftssicher aufzustellen und somit ein kontinuierliches Wachstum zu gewährleisten. Wie auch im Vorjahr liegen die Chancen für 2024/2025 darin, dass durch die neue Struktur neben den bekannten Tätigkeiten künftig auch Beratungsleistungen (Weiterentwicklung Vertriebsstrategien und -strukturen, Portfolio- und Outletanalysen) angeboten werden können. Hierdurch kann zum einen die Marge gesteigert werden. Zum anderen rundet dies das Alleinstellungsmerkmal der COMBERA GmbH als Dienstleistungsunternehmen ab.

Durch die Eigentümerveränderung und die damit verbundene Zugehörigkeit zu einem globalen Unternehmen in dieser Branche bestehen die Chancen die Synergien im Kundenbereich länderübergreifend aufzubauen (u.a. Global Client Lead Programme) und neue Kundenbeziehungen leichter zu entwickeln bei gleichzeitiger Kosteneinsparung.

Entsprechende Veränderungen sind eingeleitet und werden in 2024 weiter ausgebaut. Die Chancen sind hoch.

F. sonstige Angaben

Mit dem 08. April 2024 wurde Matthias Christoffel als Geschäftsführer abberufen und Monique Bernds neu zur Geschäftsführerin bestellt.

Zweigniederlassungen:

Die COMBERA GmbH verfügt neben dem Hauptsitz in München über zwei inländische Niederlassungen in:

Kohlgartenstr. 13, 04315 Leipzig

Selkamp 12, 44287 Dortmund

Die größte Niederlassung, in Leipzig, besteht aus IT und Kundenmanagement, sowie in Dortmund mit Kundenmanagern und Projektleitern.

 

München, den 27. Dezember 2024

Monique Bernds, Geschäftsführerin

1 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilungen Nr. 019/24 vom 15.01.2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 188.811,58 260.877,72
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 128,49
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 127,49
II. Sachanlagen 188.708,32 260.646,97
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 85.754,02 104.097,29
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 102.954,30 156.549,68
III. Finanzanlagen 102,26 102,26
B. Umlaufvermögen 7.925.796,66 8.204.055,52
I. Vorräte 248.962,91 223.151,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.277.508,70 7.305.589,12
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.204.485,38 1.851.675,72
2. sonstige Vermögensgegenstände 4.073.023,32 5.453.913,40
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.399.325,05 675.315,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 85.348,46 119.326,46
Summe Aktiva 8.199.956,70 8.584.259,70

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.981.564,30 2.981.564,30
I. Gezeichnetes Kapital 125.000,00 125.000,00
II. Kapitalrücklage 1.332.166,44 1.332.166,44
III. Bilanzgewinn 1.524.397,86 1.524.397,86
davon Gewinnvortrag 1.524.397,86 1.524.397,86
B. Rückstellungen 1.008.164,60 980.858,49
C. Verbindlichkeiten 4.210.227,80 4.621.836,91
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 585.408,63 434.482,62
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 585.408,63 434.482,62
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.624.819,17 4.187.354,29
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.624.819,17 4.187.354,29
Summe Passiva 8.199.956,70 8.584.259,70

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 27.795.565,45 29.399.358,72
2. Personalaufwand 20.272.954,58 21.968.550,73
a) Löhne und Gehälter 17.057.736,96 18.393.904,62
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.215.217,62 3.574.646,11
davon für Altersversorgung 5.966,32 -4.615,60
3. Abschreibungen 83.203,49 150.270,17
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 83.203,49 150.270,17
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.996.908,80 7.950.656,49
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.891,97 8.750,23
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.759,65 3.759,65
davon aus verbundenen Unternehmen 3.759,65 3.759,65
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 1,53
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 183.327,16 1.855,83
davon an verbundene Unternehmen 1.855,83
8. Ergebnis nach Steuern -737.068,93 -668.213,32
9. Erträge aus Verlustübernahme 737.068,93 668.213,32
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.524.397,86 1.524.397,86
12. Bilanzgewinn 1.524.397,86 1.524.397,86

Anhang

der COMBERA GmbH München für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für mittelgroße Kapitalgesellschaften und nach den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch (§§ 288 und 276 HGB).

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: COMBERA GmbH
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 193435

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Firma ausgegangen (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und linear in 3 bis 10 Jahren planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände zwischen 3 und 13 Jahre linear vorgenommen.

Die Geringwertigen Wirtschaftsgüter werden nach § 6 Abs. 2 EStG in voller Höhe abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und bewertet.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Abschreibungen erfolgen lediglich bei dauerhafter Wertminderung.

Vorräte

Die Vorräte (unfertige Leistungen) wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Sofern der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger war, wurde dieser angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und zum Nennwert angesetzt. Es wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 0,25% der Nettoforderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstitut

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtagausgewiesen, soweit sie einen Aufwand für einen bestimmten Tag nach diesem Tag darstellen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Es wird vom Alleingesellschafter, der Advantage Smollan GmbH, gehalten.

Die Kapitalrücklage setzt sich aus nicht in das Nennkapital geleistete Einlagen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 in Höhe von 1.332.166,44 € zusammen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, sind laut § 253 Abs. 2 HGB mit den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten fristkongruenten durchschnittlichen Marktzinssätzen der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst worden.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen, werden gem. § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von kleiner als einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die Zugangsbewertung der kurzfristen Fremdwährungsforderungen und Verbindlichkeiten werden bei erstmaliger Bilanzierung mit dem aktuellen Geldkurs in Euro bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Fremdwährungsbewertung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- bzw. Imparitätsprinzips.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Ertragsteuern sind aufgrund der Einbeziehung in den ertragsteuerlichen Organkreis nicht zu bilden.

Umsatzerlöse:

Die Umsatzrealisierung findet zum Zeitpunkt der Leistungserbringung statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Jahr 2023 ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) erläutert.

Vorräte

Die unfertigen Leistungen enthalten Leistungen, die zum Stichtag noch nicht vollständig erbracht wurden.

Forderungen

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig und gliedern sich wie folgt:

31.12.2023
31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.794.352 5.165.799
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.204.485 1.851.676
- davon Forderungen gegen Gesellschafter 2.160.817 1.507.499
Sonstige Vermögensgegenstände 278.671 288.114
6.277.508 7.305.589

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen insgesamt 2.204.485 € (Vorjahr 1.851.676 €) und teilen sich auf in Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 43.668 € (Vorjahr: 431.687 €) sowie Forderungen gegen den Gesellschafter aus der Ergebnisabführung in Höhe von 2.045.240 € (Vorjahr 1.308.172 €), sowie Forderungen gegen Gesellschafter aus Darlehen in Höhe von 115.576 € (Vorjahr 111.817 €). Die Forderungen gegen Gesellschafter aus Lieferungen und Leistungen betragen 32.006 € (Vorjahr 87.510 €).

Passiva

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt 125.000 €. Es besteht seit dem Jahr 2017 ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Combera GmbH und dem Alleingesellschafter, der Advantage Smollan GmbH.

Rückstellungen

Eine Steuerrückstellung für Ertragsteuern war nicht zu bilden, da eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Advantage Smollan GmbH besteht und keine Umlage der Steuer vertraglich vereinbart ist. Aus der eigenständigen Abgabepflicht der Steuererklärungen besteht kein Rückstellungsbedarf.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023
T€
2022
T€
Prüfungs-/Steuerberatungskosten 136,3 114,7
Urlaubsrückstellung 53,7 58,3
Aufbewahrungsrückstellung 14,2 14,4
Rechtsstreitigkeiten 66,0 8,6
Berufsgenossenschaft 0,0 88,7
Prämien Tantiemen Abfindungen 88,9 167,7
Schwerbehindertenabgabe 12,0 0
Ausstehende Rechnungen 629,2 516,8
Sonstige Rückstellungen 7,9 11,7
1.008,2 980,9

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Es bestehen darüber hinaus gestellte Bank-Bürgschaften in Höhe von 17.772 € für Mietkautionen.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 585.408 € (Vorjahr 434.483 €), davon gegenüber Gesellschafter in Höhe von 0 € (Vorjahr 1.856 €); sie resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 585.408 € (Vorjahr 432.627 €).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften in Anspruch (§§ 288 und 276 HGB).

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 1.000.485 € (Vorjahr 1.147.330 €) sind Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten in Höhe von 8.356 € (Vorjahr 0 €), sowie periodenfremde Erträge in Höhe von 5.000 € (Vorjahr 40.536 €) enthalten.

Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 581 (613 Vorjahr). Die Zahl der leitenden Angestellten betrug 6 (6 Vorjahr). Es waren 0 (0 Vorjahr) gewerbliche Mitarbeiter angestellt. Die Zahl der Aushilfen betrug 2 (5 Vorjahr).

Geschäftsführung

Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023:

Matthias Christoffel, München (bis 8. April 2024)

Kaufmann, zuständig für alle Belange der Gesellschaft

Monique Bernds, RT Den Haag/Niederlande (seit 8. April 2024)

Kaufmann, zuständig für alle Belange der Gesellschaft

Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 6.125 €. Diese gliedern sich wie folgt:

Vertragsart Bis 1 Jahr
in TEUR
1-5 Jahre
in TEUR
>5 Jahre
in TEUR
Leasingverträge KFZ 1.676 922 0
Mietvertrag Büros 656 1.926 849
Mietvertag Geräte 26 70 0

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag liegen keine Haftungsverhältnisse vor.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Es bestehen Verträge mit einem Großkunden und einer Bank, in welchem die Bank die Zahlungsverpflichtung dieses Kunden vor dem eigentlich gesetzten Zahlungsziel übernimmt. Zweck dieser Verträge ist die kurzfristigere Finanzierung des Unternehmens. Diesbezüglich hat die Combera GmbH einen zinsähnlichen Aufwand an die Bank zu entrichten. Die Verträge sind auf unbegrenzte Zeit abgeschlossen. Ein Risiko aus diesem Geschäft besteht nicht. Der Diskontertrag für die Bank beträgt 0,85% zuzüglich eines Zuschlages, der vom Euribor abhängig ist.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen:

Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen oder Personen zu marktunüblichen Bedingungen getätigt.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Eine Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist unter Anwendung von § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB unterblieben.

Gesellschafter und Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Advantage Smollan Ltd. mit Sitz in Wokingham, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen.

Der Konzernabschluss ist am Registergericht der Gesellschaft in Wokingham erhältlich. Die Gesellschaft wird unter der Registernummer 9506907 geführt.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird zudem in den Konzernabschluss der Global Smollan Holdings mit Sitz in Mauritius (Registration number 082910/GBC), die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist nicht öffentlich einsehbar.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresfehlbetrag für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 in Höhe von -737.068,93 € wird aufgrund des bestehenden Gewinn- und Verlustübernahmevertrages von der Advantage Smollan GmbH, Sitz der Gesellschaft ist München, ausgeglichen. Eine entsprechende Forderung gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschafter ist erfasst.Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von 1.524.397,86 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Mit Beschluss vom 08. April 2024 wurde Matthias Christoffel als Geschäftsführer abberufen und Monique Bernds neu zur Geschäftsführerin berufen.

 

München, den 27. Dezember 2024

COMBERA GmbH

vertreten durch Monique Bernds, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 162.722,76 0,00 0,00 0,00 162.722,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 410.697,53 0,00 0,00 0,00 410.697,53
573.420,29 0,00 0,00 0,00 573.420,29
II . Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 169.825,08 0,00 368,46 0,00 170.193,54
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.814.559,09 10.768,89 0,00 0,00 1.825.327,98
1.984.384,17 10.768,89 368,46 0,00 1.995.521,52
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 102,26 0,00 0,00 0,00 102,26
102,26 0,00 0,00 0,00 102,26
2.557.906,72 10.768,89 368,46 0,00 2.569.044,07
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 162.595,27 127,49 0,00 162.722,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 410.696,53 0,00 0,00 410.696,53
573.291,80 127,49 0,00 573.419,29
II . Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 65.727,79 18.711,73 0,00 84.439,52
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.658.009,41 64.364,27 0,00 1.722.373,68
1.723.737,20 83.076,00 0,00 1.806.813,20
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
2.297.029,00 83.203,49 0,00 2.380.232,49
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 127,49
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
1,00 128,49
II . Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 85.754,02 104.097,29
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 102.954,30 156.549,68
188.708,32 260.646,97
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 102,26 102,26
102,26 102,26
188.811,58 260.877,72

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez.

Monique Bernds, Geschäftsführerin

Angaben zur Feststellung

Der Jahresabschluss wurde am 07.04.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die COMBERA GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der COMBERA GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der COMBERA GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

o entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

o vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

o identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

o gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

o beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

o ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

o beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

o beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

o führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 27. Dezember 2024

Grant Thornton AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer

Magdalena d`Argent, Wirtschaftsprüferin

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