Elektrobit Automotive GmbH
Am Wolfsmantel 46, 91058 Erlangen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Franz Christoph Herzig seit 18.2.2025 | Geschäftsführer |
Niclas Kamm seit 14.12.2023 | Prokura |
Christine Dipl.-Psych. Kirbach seit 3.5.2023 | Prokura |
Maria Anhalt seit 29.1.2021 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Elektrobit Automotive GmbHErlangenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014LageberichtGeschäftsjahr 2014der Elektrobit Automotive GmbH, ErlangenUnternehmensporträtDie Erlanger Elektrobit Automotive GmbH, im Folgenden EB Automotive genannt, hat sich seit ihrer Gründung 1988 (damals 3SOFT GmbH) als führender Anbieter von Standard-Software-Lösungen für Embedded Systeme in Kraftfahrzeugen etabliert. Embedded Systeme sind Mikroprozessoren, die als integraler Bestandteil elektronischer Geräte deren Steuerung übernehmen. EB Automotive ist ein etablierter Softwareanbieter im Automotive Markt. Zu den Kunden zählen die Marktführer der Branche (Fahrzeughersteller, Zulieferer sowie auch Halbleiterhersteller). Zum Jahresende beschäftigt das Unternehmen 976 fest angestellte Mitarbeiter, wovon allein im Berichtsjahr 90 Mitarbeiter neu hinzugewonnen wurden.
I. Rahmenbedingungen und GeschäftDie Elektrobit Automotive GmbH erzielte 2014 eine Gesamtleistung von 118,5 Millionen Euro. Dies ist ein Plus von 18% gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtleistung enthält keine dem Anlagevermögen zuzuordnenden aktivierten selbst erstellten Entwicklungsleistungen im Berichtszeitraum. Das Betriebsergebnis liegt bei 6,5 Millionen Euro und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich. In 2013 lag das Betriebsergebnis bei 2,6 Millionen Euro. Automobilindustrie 2014 solide Trotz der anhaltenden Absatzschwäche in Europa konnte die deutsche Automobilindustrie 2014 sowohl Umsatz (385,5 Milliarden Umsatz - plus 7% gegenüber dem Vorjahr) wie auch die Anzahl der Beschäftigten (plus 2% gegenüber dem Vorjahr) steigern. Dabei trägt maßgeblich das Engagement deutscher Automobilhersteller und-zulieferer im Ausland, vor allem in den asiatischen Märkten und den USA, bei. Trotz zunehmender Lokalisierung werden ausländische Märkte immer noch zu einem erheblichen Teil aus Deutschland heraus beliefert. So legte beispielsweise der Wert der Exporte deutscher Automobile nach China im Zeitraum 2008 bis 2014 um fast 300 Prozent zu. Damit ist China der drittgrößte Exportmarkt der deutschen Autoindustrie, nach den USA und Großbritannien. Für die in Deutschland beheimateten Automobilkonzerne waren die vergangenen Jahre insgesamt sehr erfolgreich: Während die weltweite PKW-Produktion in den letzten zehn Jahren um 41 Prozent zulegte, erhöhten die deutschen Autohersteller ihre Produktion um 56 Prozent. Ihr Anteil an der weltweiten Pkw-Produktion stieg von 17 Prozent im Jahr 2005 auf 19 Prozent im Jahr 2014. Somit stellte das Jahr 2014 in Bezug auf Umsatz und in der Anzahl der Beschäftigten ein Rekordjahr in der Automobilbranche dar. Hersteller wachsen stärker als Zulieferer Allerdings profitieren Hersteller und Zulieferer vom Branchenwachstum höchst unterschiedlich. Während die Autohersteller mit ihren Betrieben in Deutschland seit 2006 ihren Umsatz um 29 Prozent steigern konnten, war der Anstieg für die Zulieferer nur halb so groß (plus 14 Prozent). Im Jahr 2014 betrug das Umsatzwachstum der Hersteller sieben Prozent, das der Zulieferer fünf Prozent. Während die Autobauer damit 303 Milliarden Euro verdienten, kamen die Zulieferer auf gut 73 Milliarden Euro. Automobilindustrie vor grundlegendem Wandel Die Automobilindustrie befindet sich im Umbruch. Der demografische Wandel in den Industrieländern, starkes Bevölkerungswachstum in den Schwellenländern, ein verändertes Mobilitätsverhalten, der Trend zu mehr Nachhaltigkeit und die zunehmende Digitalisierung - all diese Entwicklungen werden die Automobilindustrie in den kommenden Jahren massiv verändern. Ob Connected Car, autonomes Fahren, Carsharing, E-Mobility - all diese Trends können nur mit intelligenter Software zum Markterfolg gebracht werden. Neue, bislang branchenfremde Player aus dem Internet- beziehungsweise Technologiebereich werden zunehmend die Automobilbranche befruchten. Software und Elektronik: Große Chancen, wachsende Herausforderung Die Elektronik und die darauf basierende Softwarefunktionalität stellen den mit Abstand größten Innovationstreiber der Automobilindustrie dar. Das notwendige Know-how, insbesondere im Bereich funktionaler Integration und Software, aber auch die Rationalisierung und Implementierung neuer Architekturen sind Kernkompetenzen solcher Zulieferer wie Elektrobit. In einer Industrie, die traditionell stark durch mechanische Integration, Stücklisten und Montage getrieben ist, wirft die Elektronik besondere Herausforderungen auf. Sie folgt anderen Gesetzmäßigkeiten, da sie im Prinzip ebenfalls aus einzelnen Komponenten besteht. Die eigentliche Funktion aber wird immer öfter durch Software realisiert, die immer seltener einzelnen Komponenten zuzuordnen ist. Elektronik erfordert eigene, agile Entwicklungsmethoden und stellt völlig neue Anforderungen an die Planung, die Realisierung und den Betrieb von Funktionen. Die in den letzten Jahren stark zunehmende Dominanz softwarebasierter und vernetzter Funktionalität im Fahrzeug hat zuletzt mit der Vernetzung des Fahrzeuges selbst eine neue Qualität erreicht, die durch und durch neue Wertschöpfungsketten erfordert. Hinzu kommt, dass sich die meisten Weiterentwicklungen bei Sicherheit, Komfort und Infotainment sowie Verbrauch und Umweltverträglichkeit nur noch durch die Nutzung von komplexen vernetzten elektronischen Komponenten im Fahrzeug realisieren lassen. Nicht selten geschieht dies über mehrere Domänen im Fahrzeug hinweg. Die steigende Leistungsfähigkeit elektronischer Systeme in den Fahrzeugen ermöglicht moderne Fahrerassistenz- und Infotainment-Systeme bis hin zu teil- oder hochautomatisierten Fahrfunktionen. Die Integration von zusätzlichen Informationen aus der Infrastruktur, von anderen Fahrzeugen und Verkehrsteilnehmern sowie von Service- und Diensteanbietern über "Vehicle-to-Vehicle-Kommunikation" und das "Internet der Dinge" treibt diese Entwicklung voran. Neben der Aufgabe, Garant für die Erfüllung von Mobilitätswünschen ihrer Nutzer zu sein, wird das moderne Fahrzeug mehr und mehr zum Datensammler. Dabei entstehen neuartige Geschäftsmodelle und neue Wettbewerber werden in den Automobilzulieferermarkt eintreten. Die Zunahme neuer Funktionen sowie deren Vernetzung und Integration schaffen allerdings eine Komplexität, die heute schon von OEMs und den traditionellen Zulieferern nur schwer bewältigt werden kann. Dies birgt damit neue Chancen für spezialisierte Zulieferer wie Elektrobit oder e.solutions (gemeinsames Joint Venture mit Audi und EB), die diese Gesamtintegration organisieren können. Entwicklung der Geschäftsbereiche und Veränderung der Businessmodelle EB Automotive versteht sich als Solution Provider, der seinen Kunden nicht nur innovative Produkte, sondern auch Dienstleistungen um diese herum aus einer Hand anbieten kann. Dabei bietet EB seinen Kunden Lösungen in den folgenden zwei Business Domains: ECU (Electronical Control Units) Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um die Produktfamilie EB tresos® und damit verbundener Service und Maintenance Leistungen. Der Produktanteil des Leistungsspektrums stellt sich zurzeit wie folgt dar: EB tresos EB tresos ist eine integrierte Produktfamilie zur Steuergeräteentwicklung. Sie entspricht den Anforderungen der von der Automobilindustrie definierten Standards AUTOSAR und FlexRay. EB tresos® kommt vor allem in den Bereichen Body Electronic, Chassis und Comfort zum Einsatz und wird zur Entwicklung vernetzter und verteilter Steuergerätefunktionen genutzt. EB unterstützt bei der Entwicklung und Integration von Anwendungen und Funktionen in sicherheitsrelevanten Systemen gemäß den Anforderungen der neuen ISO-Norm 26262 und hat hierfür bereits konkrete Konzepte und Mechanismen geschaffen, um Steuergeräte-Software trotz gestiegener Anforderungen effizient integrieren zu können. Realisiert werden diese Sicherheitsmechanismen in den Produkten der EB tresos® Produktlinie. Hervorzuheben ist auch das erste im Berichtsjahr 2012 nach ISO 26262 sicherheitszertifizierte Betriebssystem seiner Art (EB tresos saftey), das der höchsten sicherheitsrelevanten Kategorie ASIL D entspricht. Infotainment EB GUIDE Bei EB GUIDE handelt es sich um eine Produktfamilie bestehend aus Werkzeugen zur Entwicklung von Bedienoberflächen (Human Machine Interface: HMI) und zur Integration von Sprachbedienung sowie um Gerätesoftware für Bedienoberflächen. EB GUIDE ermöglicht die Simulation eines HMI-Prototyps schon in einer frühen Entwicklungsphase und die Generierung von großen Teilen des Softwarecodes für die jeweilige Zielplattform. Durch Unterstützung von dreidimensionalen graphischen Darstellungen und anspruchsvollen graphischen Animationen, wie sie von Smartphones bekannt sind, wird der anhaltende Trend nach hochwertiger Grafikdarstellung in Fahrzeugdisplays befriedigt. Gleichzeitig kann mit EB GUIDE5 der große und wachsende Markt von vollgraphischen Kombiinstrumenten bedient werden. Im Berichtszeitraum konnte erstmalig ein positiver Deckungsbeitrag der Produktfamilie erwirtschaftet werden. Im Folgejahr ist eine neue Version (GUIDE 6) geplant, die erweiterte Funktionalitäten, eine verbesserte Nutzeroberfläche und ein anderes Lizenzmodell aufweisen wird. EB street director Mit EB street director ist EB Automotive erfolgreich auf dem Markt für Fahrzeugnavigationssoftware. Die Einsatzmöglichkeiten werden durch die folgenden zwei Szenarien definiert:
Die wichtigsten Wettbewerbsvorteile der EB Automotive Navigationslösung liegen in der Plattformunabhängigkeit sowie der Trennung der eigentlichen Navigationsfunktion von der graphischen Benutzeroberfläche. Somit ermöglicht EB Automotive verschiedenen Partnern im Tier 1- und Konsumgütermarkt, das Produkt EB street director in ihre jeweiligen Systeme zu integrieren und mit dem eigenen Markendesign zu versehen. Wie schon in den vorangegangenen Berichtsjahren war auch 2014 geprägt von diversen Großprojekten, bei denen es sich um Folgegenerationen bestehender, sich im Markt befindlicher Systeme handelt. Erwähnenswert sind hierbei insbesondere die Weiterentwicklung von MIBH und MIB-S, die in mehr und mehr Fahrzeuglinien integriert werden. Elektrobit profitiert dabei von steigenden Stückzahlenvolumina und daraus resultierenden Lizenzeinnahmen. Zudem konnte in 2014 mit BMW das im Vorjahr begonnene Infotainmentprojekt im Entry-Segment erfolgreich fortgeführt werden. Im Folgejahr wird EB street director umfangreiche Funktionserweiterungen erhalten, um den zukünftigen Herausforderungen einer mit dem Internet verbundenen Navigationslösung besser gerecht zu werden. Niederlassungen als Erfolgsfaktor durch Kundennähe EB Automotive setzt seine erfolgreiche Strategie der direkten Kundenbetreuung vor Ort fort. Die bereits in den vergangenen Jahren aufgebauten deutschen Niederlassungen in Braunschweig, Gaimersheim (bei Ingolstadt), Böblingen, Radolfszell und München sowie der neue Standort in Ulm waren und sind erfolgsentscheidend in der Zusammenarbeit mit deutschen Automobilherstellern und deren wichtigsten Zulieferern. Wichtigster Erfolgsfaktor ist das vor Ort aufgebaute technische Wissen. Dieses weiter auszubauen ist eines der vorrangigen Ziele der nächsten Jahre. Erreicht werden soll dies durch qualitativ hochwertigen Personalaufbau und kontinuierliche Weiterbildung. Erschließung der Auslandsmärkte und neue Standorte Elektrobit ist mittlerweile an 10 ausländischen Standorten vertreten. Davon entfallen auf Europa und Asien jeweils 4 Standorte und auf die Vereinigten Staaten von Amerika 2 Standorte. Dabei ist es von strategischer Bedeutung dort vor Ort zu sein, wo die Kunden von Elektrobit ihre Forschungs- und Entwicklungsstandorte betreiben, um eine größtmögliche Nähe zu den Entscheidungsträgern sicherzustellen. Darüber hinaus unterhält Elektrobit drei reine R&D-Entwicklungszentren, um einerseits Technologieexpertise vor Ort (beispielsweise Standort Wien mit Fahrzeuginfrastruktur-Know-how), Kostenskalierungseffekte (Standort Brasov/Rumänien) oder den im Berichtsjahr neu gegründeten Standort Oulu/Finnland zur Gewinnung zusätzlicher Softwareentwicklungsressourcen zu gewährleisten. Im Jahr 2014 konnten alle Auslandsniederlassungen positive Ergebnisbeiträge vermelden. II. Ertragslage
Wirtschaftliche Veränderungen Gegenüber dem Vorjahr konnte die Gesamtleistung erneut um 17,7% gesteigert werden und übertraf damit unsere Planung. Dies ist insbesondere auf den Ausbau des Produktgeschäftes sowie auf eine beständig steigende Nachfrage nach Ingenieurs-Dienstleistungen zurückzuführen. Dies zeigt sich insbesondere in der ganzjährigen hohen Auslastung über den gesamten Berichtszeitraum in nahezu allen Bereichen. Ein wesentlicher Anteil des Zuwachses resultiert dabei aus einer Intensivierung der Kooperation mit dem Tochterunternehmen e.solutions GmbH, Ingolstadt. Selbst erstellte immaterielle Eigenleistungen wurden seit dem Berichtsjahr 2012 nicht mehr aktiviert, da die Projektentwicklungen erfolgreich fertig gestellt wurden. Der Anstieg des betrieblichen Aufwands um 14,2% ist zum einen auf den weiteren Aufbau interner Mitarbeiterkapazitäten und zum anderen auf die Nutzung externer Mitarbeiterressourcen und Dienstleistungen zur Abarbeitung verschiedener Großprojekte zurückzuführen. Das Betriebsergebnis beläuft sich mit TEUR 6.474 auf 5,5% der Gesamtleistung und übersteigt damit unsere Planung. Das Ergebnis vor Ertragsteuern ist mit 6.494 TEUR gegenüber dem Vorjahr deutlich positiv ausgefallen. Es konnten Großprojekte abgeschlossen werden, so dass die in den Vorperioden nicht realisierbaren Gewinnanteile (Abgrenzung nach Kosten) nunmehr vereinnahmt werden konnten. Die Ertragsteuern belaufen sich unter Berücksichtigung vorhandener Verlustvorträge auf 1.082 TEUR im Geschäftsjahr. III. FinanzlageAus dem operativen Geschäft konnte in diesem Jahr ein positiver Cashflow in Höhe von 7.797 TEUR (VJ: 14.384 TEUR) erzielt werden. Dies ist insbesondere durch eine gute Auftragslage mit einer hohen Auslastung in den Serviceprojekten zu begründen. Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein Finanzierungsbedarf von -9.642 TEUR im Vergleich zu -2.288 TEUR im Vorjahr. Die Auszahlungen betrafen mit 680 TEUR Investitionen in Sachanlagen, mit 1.986 TEUR Investitionen in immaterielle Vermögenswerte sowie mit 7.254 TEUR Investitionen in das Finanzanlagevermögen. Die Einzahlungen betrafen Einnahmen mit 190 TEUR durch den Abgang von immateriellen Sachanlagevermögen sowie mit 88 TEUR durch den Abgang von Finanzanlagevermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 0 TEUR im Vergleich zu 7.000 TEUR im Vorjahr. Dies ist auf eine Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 7.000 TEUR im Vorjahr zurückzuführen. Hiernach ergibt sich für 2014 ein Cashflow von insgesamt -1.845 TEUR, im Vorjahr war der Cashflow 19.096 TEUR. Elektrobit rechnet in den Finanzmittelfonds die flüssigen Mittel sowie kurzfristige Kontokorrentkredite ein. Der Finanzmittelfonds betrug zum Bilanzstichtag -1.100 TEUR gegenüber 745 TEUR im Vorjahr. Die zur Verfügung stehende Cash-Pool-Kreditlinie blieb unverändert gegenüber dem Vorjahr bei 20.000 TEUR und wurde zum Stichtag mit -1.239 TEUR in Anspruch genommen. Getätigte Sachinvestitionen wurden, wie auch in den Vorjahren, zu weiten Teilen über Leasingfinanzierungen abgedeckt, um das weitere Wachstum aus eigenen Mitteln finanzieren zu können. IV. VermögenslageEB Automotive hat im Geschäftsjahr 2014, wie auch im Vorjahr, die erhaltenen Anzahlungen offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt. Dabei überstieg der Bestand an unfertigen Leistungen die erhaltenen Anzahlungen, so dass eine Verrechnung auf der Aktivseite erfolgte. Vermögens- und Kapitalstruktur
Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Bilanzsumme von 40.527 TEUR auf 51.287 TEUR. Im Einzelnen entwickelten sich die langfristigen Vermögenswerte wie folgt: Der Anstieg des Anlagevermögens ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Anteile an verbundenen Unternehmen um 7.221 TEUR zurückzuführen. Dieser resultiert aus dem Kauf der Elektrobit Automotive Americas Inc., Bothell, USA. Beim Sachanlagevermögen stehen den Nettozugängen in Höhe von 242 TEUR Nettoabschreibungen von 223 TEUR gegenüber, so dass sich der Bestand um 19 TEUR erhöht hat. Der überwiegende Teil des Bedarfes an Betriebs- und Geschäftsausstattung (Hardware, PKW, Büroausstattung) wurde wie in den Vorjahren nicht durch Eigenanschaffungen gedeckt, sondern wurde über Leasingverträge finanziert, so dass diese genutzten Vermögenswerte nicht in der Bilanz abgebildet werden. Die Finanzanlagen umfassen Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen für die erteilten Pensionszusagen, soweit sie nicht als Deckungsvermögen qualifiziert wurden, sonstige Ausleihungen sowie die Anschaffungskosten von Tochtergesellschaften. Im Berichtszeitraum umfasst das Beteiligungsportfolio die Gesellschaften EB Nippon KK, Tokyo, Japan, EB Austria GmbH, Wien, Österreich, EB France SAS, Paris, EBA Software Shanghai, China, EB Automotive Romania, Brasov, Rumänien, Elektrobit Automotive Americas Inc., Bothell, USA, EB Automotive Finland Oy, Oulu, Finnland sowie die e.solutions GmbH, Ingolstadt, ein Joint-Venture mit der Audi Electronic Venture GmbH. Bei den sonstigen Ausleihungen handelt es sich um ein Darlehen an das Tochterunternehmen EB Nippon KK, Tokyo, Japan in Höhe von ursprünglich 50 Mio. JPY. Die aktuellen Rückkaufwerte der erteilten Pensionszusagen belaufen sich auf insgesamt 847 TEUR gegenüber 801 TEUR im Vorjahr. Hiervon wurden jedoch 324 TEUR mit den Rückstellungen für Pensionen verrechnet, da es sich hierbei um Deckungsvermögen handelt. Die unfertigen Leistungen erhöhten sich im Berichtszeitraum von 28.855 TEUR auf 59.035 TEUR, diesen stehen erhaltene Anzahlungen in Höhe von 57.195 TEUR gegenüber. Die Positionen wurden auf der Aktivseite saldiert. Bei den langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich die Pensionsrückstellungen von 1.477 TEUR um 224 TEUR auf 1.701 TEUR. V. NachtragsberichtNach dem Bilanzstichtag sind folgende Vorgänge eingetreten, die für die Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung sein können:
VI. RisikofaktorenOperative Risiken EB Automotive ist oftmals in komplexe Entwicklungsprojekte der Kunden eingebunden. Diese Projekte enthalten ein Realisierungsrisiko bezüglich des Kosten- und Zeitrahmens. Überschreitungen können zu einer Verschlechterung der Ertragslage sowie zu Schadensersatzansprüchen führen. Mit steigender Größe der Projekte ist ein weiteres Ansteigen der Projektrisiken festzustellen, da EB Automotive deutlich mehr Verantwortung übernimmt. Durch das Unternehmensziel "Software-Tier-1" ist neben den oben genannten operativen mit zusätzlichen Risiken zu rechnen, da die Systemverantwortung der etablierten Systemzulieferer teilweise auf EB Automotive übergeht. Als Software-Tier-1 wird EB Automotive in stärkerem Maße Unterlieferanten beauftragen und aussteuern, was weitere operative Risiken zur Folge hat, die nicht vollständig an Kunden weitergegeben werden können. Um diesen Risiken zu begegnen, wird EB Automotive verstärkt Erfahrung im Projektmanagement sowie entsprechende Prozesse und Qualitätsmanagementsysteme aufbauen. Gleichzeitig wird EB Automotive eine höhere Sichtbarkeit am Markt haben und damit einem höheren Risiko von Patentklagen ausgesetzt sein. Finanzierungsrisiko Insbesondere in der Domain Infotainment sieht sich Elektrobit vermehrt Businessmodellen ihrer Kunden gegenübergestellt, die z.T. erhebliche Projekt-Vorfinanzierungen benötigen. So sind insbesondere die Bereiche Navigation und Fahrerassistenz meist durch ein Stück-Preis-Lizenz-Vergütungsmodell davon abhängig, welche Produktionsvolumina beim Kunden über einen Zeitraum von mehreren Jahren erreicht werden können. Hierin besteht ein erhebliches Risiko, dass ursprünglich getätigte Volumina-Schätzungen nicht realisiert werden können. Kostendruck in der Automobilindustrie Nahezu alle Automobilhersteller und großen Zulieferer sehen sich schon seit längerem von einer deutlich verbesserungswürdigen Wirtschaftlichkeit herausgefordert. Investitionskosten und Risiken werden noch stärker an Zulieferer entlang der gesamten Wertschöpfungskette weitergegeben. In der Elektronikentwicklung wirkt sich dies in zeitlich weiter nach hinten verlegten Vergabeentscheidungen aus, was höhere operative Risiken zur Folge hat. Des Weiteren werden Entwicklungskosten soweit möglich auf die Zulieferer abgewälzt, die damit die Entwicklungen verstärkt vorfinanzieren. Zusätzlich findet eine vermehrte Umlage von Entwicklungskosten auf Fahrzeug-Stückkosten statt, um dadurch Entwicklungsbudgets zu entlasten. Da typische Entwicklungszeiten in der Automobilindustrie zwei bis drei Jahre betragen, werden Entwicklungskosten häufig erst nach einem Zeitraum von fünf Jahren amortisiert. Neben den Finanzierungskosten liegt auch das Risiko im Hinblick auf die kalkulierten abzusetzenden Stückzahlen bei EB Automotive. EB Automotive wird diesem zusätzlichen Kostendruck nur durch qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen sowie durch Alleinstellungsmerkmale begegnen können. Im Geschäft mit Dienstleistungen ist weiterhin mit starker Konkurrenz aus Niedriglohnländern wie Indien und Osteuropa und folglich hohem Preisdruck zu rechnen. Um diesem Preisdruck zu begegnen, hat EB Automotive selbst Leistungen im Unterauftrag an osteuropäische und indische Unternehmen vergeben. Entsprechende Vereinbarungen wurden mit Unternehmen aus Polen, Tschechien und Indien geschlossen. VII. Ausblick und Chancen2014 war für die deutsche Automobilindustrie wiederum ein sehr erfolgreiches Jahr. Sämtliche Automobilhersteller, mit denen Elektrobit Geschäftsbeziehungen unterhält, konnten steigende Absatz- und Zulassungszahlen gegenüber dem Vorjahr vermelden. Als wesentliche für das Unternehmen relevante Trends in der Automobilindustrie sind zu sehen:(1) Reduktion von Treibstoffverbrauch und Emissionen, sowie Elektromobilität, (2) Sicherheit und Assistenzsysteme (hier insbesondere das autonome Fahren) und (3) Online-Dienste und Einbindung von Konsumelektronik. Embedded Software spielt eine zentrale Rolle bei der Realisierung all dieser Trends. Es ist davon auszugehen, dass bei (1) der Beitrag von EB Automotive eher indirekt ist, z.B. durch Reichweitenanzeigen für Elektrofahrzeuge in der Navigationssoftware EB street director. Dagegen sind im Bereich der Fahrerassistenzsysteme größere Wachstumschancen für EB Automotive absehbar. Die Nutzung von Online-Diensten und so genannten Connected Services im Fahrzeug erlebt momentan eine sehr starke Nachfrage im Markt und beeinflusst die Entwicklungskosten der Automobilhersteller und ihrer Zulieferer im Bereich der Fahrzeugelektronik wesentlich. Bei der Erschließung des Geschäftsfelds "Connected" wird die Dynamik weiter zunehmen. Das Geschäftsjahr 2015 wird durch erhöhten Forschungs- und Entwicklungsaufwand gekennzeichnet sein, um den von sämtlichen Automobilherstellern eingeschlagenen Weg hin zum autonomen Fahren zu unterstützen. Hersteller und Zulieferer müssen sich auch weiterhin auf steigenden Kostendruck einstellen und sich dabei noch stärker auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und darüber hinausgehende Leistungen zukaufen. EB Automotive gibt das die Möglichkeit, ihre Produkte und ihr spezielles Know-how der Embedded Software in der Automobilindustrie zu vermarkten. Insbesondere bei Zulieferern geht der Trend hin zu "Buy" (zukaufen) und weg von "Make" (selbst herstellen). Die gute Marktposition von EB Automotive und das überzeugende Produktportfolio bieten sehr gute Möglichkeiten, neue Kunden zu gewinnen, Märkte zu erschließen sowie dem gestiegenen Druck auf die Stundensätze im Dienstleistungsgeschäft zu begegnen. EB Automotive geht daher davon aus, dass das Wachstum des Geschäftsjahres 2014 in 2015 übertroffen werden kann. So wird gegenüber dem Geschäftsjahr 2014 wieder eine Steigerung der Gesamtleistung auf Vorjahresniveau sowie eine leichte Steigerung des Betriebsergebnisses erwartet, wobei keine weiteren Aktivierungen von selbst erstellten immateriellen Entwicklungsleistungen geplant sind. Der bisher zu verzeichnende Auftragseingang von neuen bzw. Erweiterungen von bestehenden Großprojekten wird einen weiteren Anstieg der Belegschaft um ca. 10% notwendig machen. Die geplanten Aufwendungen für R&D werden in 2015 bei ca. 10% des Umsatzes liegen. Insbesondere werden im Wesentlichen Investitionen für die Produktentwicklung im Bereich Navigation und Connected getätigt. Die zur Verfügung stehenden Kreditlinien sowie der Anstieg der Lizenzeinnahmen decken den nach der Finanzplanung erwarteten Liquiditätsbedarf ab.
Erlangen, 30. Juni 2015 Alexander Kocher Gregor Zink Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2014
Anhang für 2014Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150,00 (bis zum 31. Dezember 2007 EUR 410,00) sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00, die nach dem 31. Dezember 2007 angeschafft worden sind, wurde der jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in die Handelsbilanz übernommen und pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen sind mit dem versicherungsmathematischen Aktivwert bilanziert. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt wurden. Darüber hinaus werden angemessene Teile der Kosten für allgemeine Verwaltung einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Die erhaltenen Anzahlungen wurden von den unfertigen Leistungen offen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode in Form der Projected Unit Credit Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 4,62% (Vj. 4,90%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen waren nicht zu berücksichtigen. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2% berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0% berücksichtigt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Es handelt sich dabei um verpfändete Rückdeckungsversicherungen. Der beizulegende Zeitwert eines Rückdeckungsversicherungsanspruchs besteht aus dem sog. geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zzgl. eines etwa vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sog. Überschussbeteiligung). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Den aus der Aktivierung selbst erstellter Immaterieller Vermögensgegenstände resultierenden passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.401 stehen aktive latente Steuern aus zeitlichen Bewertungsunterschieden von Finanzanlagen und Rückstellungen in Höhe von TEUR 460 sowie steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 3.575 gegenüber. Die Aktivierung latenter Steuern (Aktivüberhang) unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Der Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 31,0% zugrunde gelegt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen solche gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 6). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Personal (Urlaub, Überstunden, variable Gehaltsbestandteile), ausstehende Rechnungen sowie für Gewährleistungsverpflichtungen gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 233) und resultieren aus Lieferungen und Leistungen.
Außerbilanzielle Geschäfte Zur Verlagerung des Liquiditätsbedarfs wurden Investitionen in Software und Sachanlagen von insgesamt TEUR 6.507 über sale and lease-back Geschäfte finanziert. Es handelt sich dabei um Operating-Leasingverträge mit Restlaufzeiten bis zu 58 Monaten. Im Geschäftsjahr wurden Leasingverträge über ein Investitionsvolumen von TEUR 1.480 abgeschlossen. Die über die verbleibende Laufzeit der Leasingverträge zu zahlenden Leasingraten sind aus der Angabe der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ersichtlich. Nachteilig wirken sich die leasingtypischen höheren Gesamtausgaben aus. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Es bestehen keine angabepflichtigen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen. Ausschüttungssperre In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB aus Aktivierungen eine Gewinnausschüttungssperre in Höhe von insgesamt TEUR 7.744. Diese verteilen sich wie folgt:
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige AngabenGeschäftsführung
Unter Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB erfolgt keine Angabe der Geschäftsführerbezüge. Gesamtbezüge des Management Boards Die Bezüge betrugen im Geschäftsjahr 2014 TEUR 61. Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung Eine Angabe der Gesamtbezüge für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung unterbleibt unter Verweis auf die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2014 nach Saldierung des Erfüllungsbetrags mit dem Zeitwert des Deckungsvermögens auf TEUR 530 (Vj. TEUR 469). Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Elektrobit Oyj, Oulu, Finnland, einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird im Internet unter www.Elektrobit.com veröffentlicht. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für
Erlangen, 30. Juni 2015 Die Geschäftsführung Gregor Zink Alexander Kocher Entwicklung des Anlagevermögens 2014
BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Elektrobit Automotive GmbH, Erlangen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Nürnberg, 14. Juli 2015 Ernst
&Young GmbH
Schuberth, Wirtschaftsprüfer Sperber, Wirtschaftsprüfer |
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