Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 7457
Vorher
ARAPP Spezialarmaturen Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
4.5.1977
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebWärme- und KältehandelHerstellung von Schlössern und Beschlägen aus unedlen Metallen
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Armaturen, Apparaten und Maschinen aller Art, insbesondere für die Hochdruck-, Wärme- und Kältetechnik sowie der Handel mit gleichen Artikeln, die Verwertung von Patenten, Lizenzen, Gebrauchsmustern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Schlosser
seit 17.12.2025
Geschäftsführer
Mathias Kuhn
seit 8.4.2024
Prokura
Matthias Reuber
seit 8.4.2024
Prokura
Peter Heine
seit 15.11.2022
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
240.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SCHROEDAHL GmbH

Reichshof

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

der Firma SCHROEDAHL GmbH, Reichshof

Gliederung

A. Grundlagen der Gesellschaft

B. Wirtschaftsbericht

B.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

B.2 Geschäftsverlauf

B.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

B.3.1 Ertragslage

B.3.2 Finanzlage

B.3.3 Vermögenslage

C. Prognosebericht

D. Chancen- und Risikobericht

A. Grundlagen der Gesellschaft

Die SCHROEDAHL GmbH, Reichshof, ist seit April 2015 ein Unternehmen der CIRCOR-Gruppe mit der CIRCOR International Inc., Burlington (MA), USA, als Konzerngesellschaft und der CIRCOR German Holdings GmbH & Co. KG, Radolfzell am Bodensee, als deutsche Zwischenholding. Das Geschäft der SCHROEDAHL GmbH umfasst die Entwicklung und Fertigung von Spezialarmaturen für Kraftwerke, Industrieanlagen sowie für Förder- und Produktionssysteme im Öl- und Gasbereich sowie den Handel mit gleichen Artikeln. Der Geschäftsbetrieb wird auf angemieteten Grundstücken in Reichshof-Mittelagger geführt. Der Hauptabsatzmarkt der Unternehmung ist das Ausland. Hier sind vor allem die EU-Staaten sowie der asiatische Markt zu nennen.

Am 17. Oktober 2023 wurde die endgültige Übernahme der CIRCOR International, Inc., Burlington (MA), USA, durch Investmentfonds bekannt gegeben, die von KKR & Co. Inc., New York (NY), USA, einer führenden globalen Investmentgesellschaft, verwaltet werden.

Im Jahr 2016 wurde ein Gewinnabführungsvertrag mit der CIRCOR German Holdings GmbH & Co. KG abgeschlossen, der am 21. Dezember 2016 in das Handelsregister eingetragen wurde und unverändert fortbesteht.

Im Geschäftsjahr 2023 ergaben sich keine weiteren Veränderungen - mit Ausnahme der Übernahme der Circor Gruppe durch die KKR & Co. Inc., New York (NY), USA - im rechtlichen Umfeld der Gesellschaft.

Produktgruppen

Die Produkte des Unternehmens bestehen im Wesentlichen aus drei Produktgruppen: Pumpenschutzarmaturen (ARV), Regelarmaturen (CV) und Ersatzteile. Die Mehrheit der Umsätze entfallen dabei auf die Pumpenschutzarmaturen.

Personal- und Sozialbereich

Ergänzend zu den im Anhang angegebenen durchschnittlichen Beschäftigtenzahlen beträgt die Gesamtzahl der Mitarbeiter inkl. Geschäftsführung zum Stichtag 144 Mitarbeiter davon 63 Angestellte, 79 gewerbliche Mitarbeiter sowie 2 Aushilfen.

Beschaffungs- und Personalpolitik

Um künftig eine höhere Flexibilität in der Beschaffung zu erreichen, wurden weitere Lieferanten für Kernkomponenten in Zusammenarbeit mit dem Konzern aufgebaut. Rohstoffpreisschwankungen werden durch langfristige Rahmenverträge reguliert.

Die Gesellschaft ist nicht tarifgebunden, orientiert sich aber an den Tarifabschlüssen der IG Metall.

Forschung und Entwicklung

Im Rahmen der Grundlagenforschung sowie der Entwicklung und Weiterentwicklung der Produkte - insbesondere hinsichtlich kundenspezifischer Problemlösungen - sind ständig ein Teil der Mitarbeiter aus dem Ingenieur-Bereich in diesem Bereich tätig.

B. Wirtschaftsbericht

B.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,3 % gesunken. Nachdem die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Quartalen in etwa stagnierte, nahm die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023 ab. Besonders die preis-, saison- und kalenderbereinigten Investitionen in Bauten und in Ausrüstungen waren deutlich niedriger als im Vorquartal. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)

weiter mitteilt, ging das preisbereinigte BIP im Jahr 2023 um 0,3 % zurück, preis- und kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1 %. 1

In dem für Schroedahl wichtigen europäischen Markt konnte sich das Wachstum weiter fortsetzen - wenn auch deutlich abgeschwächt -, sodass das BIP im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 % gestiegen ist. 2

In der für Schroedahl relevanten Branche des Maschinen- und Anlagenbaus folgten die Branchendaten im Jahr 2023 in etwa der allgemeinen Konjunkturentwicklung. In der EU-27 wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 laut dem Internationalen Währungsfonds kaum. Der Anstieg wird auf +0,5 Prozent geschätzt. Das ist weniger als vor einem Jahr erwartet und ein merklicher Wachstumsverlust gegenüber dem Kalenderjahr 2022 (+3,4 Prozent). Sowohl Exporte als auch die Importe schrumpften. Die Investitionen stiegen in der EU-27 voraussichtlich um +1 Prozent. Die Ausrüstungsinvestitionen entwickelten sich mit +4 Prozent abermals dynamischer, wobei die Niederlande, Frankreich und erneut Italien die Wachstumstreiber waren. Die Industrieproduktion in der EU wurde durch die schwache Nachfrage und die hohen Energiekosten gedämpft 3.

Folgende wesentliche Entwicklungen sind nach den Statistiken des VDMA festzustellen:

Der Branchenumsatz des Maschinenbaus in Deutschland erreicht im Jahr 2023 263,7 Mrd. € (VJ: 244,0 Mrd. €) und war damit das zweite Mal in Folge über dem Niveau vor der Corona Pandemie (Jahr 2019: 228,7 Mrd. €).

Der Exportanteil in der Branche betrug 206,9 Mrd. € oder 69 % (VJ: 192,4 Mrd. € oder 68 %).

B.2 Geschäftsverlauf

Für das Geschäftsjahr 2023 ist festzustellen, dass die SCHROEDAHL GmbH mit einer Steigerung der Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr von € 2,62 Mio. oder rund 10 % ein nur um rd. € 0,1 Mio. besseres Ergebnis erzielt hat. Aufgrund der nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen (z. B. Ukraine-Krieg, Energiekrise und Inflation) ist die Geschäftsführung trotz alledem mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023 zufrieden. Die allgemeine Zinswende trifft die Gesellschaft nicht mittelbar, da das Unternehmen sich zu 100% aus eigenen Mitteln finanziert. Zu den einzelnen Auswirkungen wird auf die Ausführungen im Prognosebericht dieses Lageberichts verwiesen.

1 Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorquartal - Statistisches Bundesamt (destatis.de)
2 https://ec.europa.eu/eurostat/documents/2995521/18507488/2-14022024-AP-DE.pdf/bcbe
3 VDMA Textbausteine "Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024"

B.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

B.3.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 sind im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 um 8,2% auf nunmehr € 27,0 Mio. angestiegen. Dieser Zugang beruht hauptsächlich auf einen Zuwachs im margenschwächeren Geschäft mit Regelarmaturen. Die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung) ist von 20,8 % auf nunmehr 23,2 % angestiegen. Absolut sind die Materialaufwendungen um 1.222 T€ oder 23,5 % höher als im Jahr 2022. Dieser überproportionale Anstieg der Materialaufwendungen ist in erster Linie auf den unvorteilhaften Produktmix zurückzuführen.

Bezogen auf die wesentlichen Produktgruppen beträgt der Anteil der Umsatzerlöse an Pumpenschutzarmaturen im Geschäftsjahr rund 80,0 % (VJ 82,8 %), der Regelarmaturen rund 13,9 % (VJ 12,0 %) und der Ersatzteile 4,9 % (VJ 5,2 %).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um 147 T€ auf 241 T€ (VJ: 388 T€) gesunken.

Der Personalaufwand ist mit 9.669 T€ gegenüber dem vergangenen Geschäftsjahr angestiegen (+ 1.054 T€). Der Anstieg ist insbesondere auf mehr im Durchschnitt beschäftigte Mitarbeiter sowie laufende Gehaltserhöhungen zurückzuführen.

Die Abschreibungen sind aufgrund von Investitionen im vorherigen als auch im aktuellen Jahr mit 674 T€ (VJ: 579 T€) gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit 6.733 T€ gegenüber dem Vorjahresniveau (6.740 T€) leicht gesunken. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich hauptsächlich um Fremdarbeiten bzw. Aufwendungen für Leiharbeiter mit 1.121 T€ (VJ: 945 T€), um Provisionen mit 387 T€ (VJ: 468 T€) und um Konzernumlagen an verschiedene Konzerngesellschaften in Höhe von 1.762 T€ (VJ: 2.202 T€).

Das Geschäftsjahr schließt somit mit einem Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von 4.758 T€ (VJ: 4.673 T€) ab.

Wesentliche Steuerungskennzahlen sind, die im Rahmen des US-Konzernreportings auf Grundlage US-amerikanischer Rechnungslegungsvorschriften (US-GAAP), ermittelten "Net Revenues" sowie das "Adjusted Operating Income" deren Zusammensetzung und Überleitung auf das handelsrechtliche Ergebnis nachfolgend dargestellt ist.

Ausgehend von den "Net Revenues" abzüglich "Costs of Goods Sold" ergibt sich die "Gross Margin", davon werden die "SGA - Selling, General and Administrative Expenses" abgezogen. Dies ergibt dann das "Adjusted Operating Income".

Zum 31. Dezember 2023 betrugen die "Net Revenues" 26.948 T€ und das "Adjusted Operating Income" 4.662 T€. Die "Net Revenues" und das "Adjusted Operating Income" lassen sich wie folgt auf die handelsrechtlichen Umsatzerlöse und das Ergebnis nach Steuern anwenden:

Net Revenues 26.948 T€ (VJ: 24.616 T€)
+ HGB / US GAAP Anpassungen 26 T€ (VJ: 315 T€)
Umsatzerlöse HGB 26.974 T€ (VJ: 24.931 T€)

Das "Adjusted Operating Income" lässt sich wie folgt auf das Ergebnis nach Steuern (vor Ergebnisabführung) überleiten:

Adjusted Operating Income 4.662 T€ (VJ: 4.312 T€)
+ Korrektur Finanzergebnis, Wertberichtigungen und periodenfremde Aufwendungen und Erträge 95 T€ (VJ: 361 T€)
Ergebnis nach Steuern (vor Ergebnisabführung) 4.757 T€ (VJ: 4.673 T€)

Insgesamt kann das Geschäftsjahr für unser Unternehmen trotz den globalen Unsicherheiten - Krieg in der Ukraine, Spannungen zwischen USA und China, Inflation, Energiekrise usw. - als gut bezeichnet werden. Mit einem Net Revenue in Höhe von 26,9 Mio. € haben wir unsere im Vorjahr getroffene Prognose von 25,9 Mio. € übertroffen. Beim Auftragseingang konnte der geplante Wert von 27,5 Mio € mit insgesamt 27,6 Mio € leicht übertroffen werden. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 fällt der Auftragseingang um 2,5 Mio. € (Vorjahr: 25,1 Mio. €) höher aus. Im Vorjahr wurde für ein Adjusted Operating Income in Höhe von 5,7 Mio. € prognostiziert. Diese Erwartung wurde mit einem Adjusted Operating Income in Höhe von 4,7 Mio. € nicht erfüllt. Die Ursache hierfür liegt in einer Verfehlung der geplanten Aufwendungen sowie einen unvorteilhaften Produktmix.

B.3.2 Finanzlage

Die Finanzierung ist seit Ende April 2015 ausschließlich über die Gesellschafterin bzw. die Einbindung in den CIRCOR-Konzern sichergestellt. Externe Bankverbindlichkeiten oder extern eingeräumte Kreditlinien existieren somit nicht. In nachrangigem Umfang finanzieren wir uns zudem über erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen. Unsere Bankguthaben belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 2.699 T€ (VJ: 2.492 T€).

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags unverändert zum Vorjahr. Die Eigenkapitalquote vermindert sich durch die höhere Bilanzsumme auf 56,6 % (VJ: 60,3 %).

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist mit T€ 399 (VJ: 479 T€) positiv. Dieser Entwicklung liegt vor dem Hintergrund des positiven Jahresergebnisses im Wesentlichen die Abführung aus dem Ergebnisabführungsvertrages entgegen. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -192 T€ (VJ: - 384 T€) betrifft unter anderem die Erweiterung und Anpassung des Betriebsgeländes. Einen Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten gibt es hingegen nicht, da die Gesellschaft sich aus eigenen Mitteln finanziert. Das Gesamtdarlehen an die Gesellschafterin valutiert unverändert mit 10.200 T€ (VJ: 10.200 T€). Insgesamt führte der positive Cashflow im Geschäftsjahr 2023 zu einem stichtagsbezogenen Anstieg der liquiden Mittel in Höhe von 347 T€.

Die Finanzlage beurteilen wir unter Berücksichtigung der o.a. Faktoren insgesamt als stabil. Die Fähigkeit der Gesellschaft, eigene Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, war zu jedem Zeitpunkt im Geschäftsjahr gegeben.

B.3.3 Vermögenslage

Die Vermögensstruktur zum 31. Dezember 2023 ist durch einen Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von 51,2% (VJ: 55,5%) gekennzeichnet. Ursache für den Rückgang sind die Abschreibungen, welche wertmäßig die Investitionen übersteigen.

Das Vorratsvermögen hat sich um 165 T€ auf 3.854 T€ im Vergleich zum Vorjahr vermindert und ist im Wesentlichen auf eine Bestandsminderung der Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe um 767 T€ bei einem gleichzeitigen Anstieg und der fertigen- und unfertigen Erzeugnisse in Summe von 688 T€ sowie dem Anstieg der erhaltenen Anzahlungen von 108 T€ zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 941 T€ auf 4.285 T€ gestiegen. Ihr Anteil an der Bilanzsumme beläuft sich auf 18% (VJ: 15%).

Die liquiden Mittel zum Stichtag sind im Vergleich zum Vorjahr um 207 T€ auf 2.699 T€ angestiegen.

Die Rückstellungen sind im Wesentlichen wie im Vorjahr auf bestehende Risiken aus der laufenden Betriebsprüfung zurückzuführen. Der Bestand der sonstigen Rückstellungen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 190 T€ auf 1.224 T€ erhöht. Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Gewährleistungen (424 T€) ausstehende Personalkosten (356 T€) und Provisionen (253 T€).

Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 210 T€ auf 585 T€ (VJ: 795 T€) ist stichtagsbedingt. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin um 1.544 T€ auf 6.303 T€ (VJ: 4.759 T€) ist aufgrund ausstehender Verpflichtungen aus der Ergebnisabführung des Jahres 2022 zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter beinhalten überwiegend die Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung.

C. Prognosebericht

Der Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen über erwartete Entwicklungen, Chancen und Risiken. Diese Aussagen basieren auf aktuellen Einschätzungen, Erwartungen und Ansichten und sind naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ereignisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen.

Konjunkturelle Aussichten 2024

Die globalen Wachstumsaussichten haben sich zum Ende des Jahres 2023 weiter eingetrübt, die Risiken haben zugenommen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dämpft in allen Regionen das Wachstum, treibt die Inflation und verstärkt Knappheiten in Einzelmärkten. Der Rückgang des Wachstums in China - bedingt durch die dortige Immobilienkrise und die strikte Corona-Eindämmungspolitik - bremst die Entwicklung zusätzlich. Von höheren Energiepreisen ist Europa besonders betroffen. Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 Prozent. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die US-amerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 Prozent geschätzt. China (+4,6 Prozent) und Indien (+6,5 Prozent) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 Prozent). Mehr Dynamik erwartet der IWF hingegen in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (+2,9 Prozent) sowie Subsahara-Afrika (+3,8 Prozent). 4

Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Risiken, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern. 4

Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024

Globaler Maschinenbau

Für das Jahr 2024 erwarten die VDMA-Volkswirte erneut eine Stagnation des preisbereinigten Weltmaschinenumsatzes. Für alle vier großen Produktionsstandorte in Asien wird Wachstum im Jahr 2024 vorhergesagt, wobei Indien (+5 Prozent) erneut Spitzenreiter sein dürfte. Die Ausgangslage in den anderen drei Ländern ist recht unterschiedlich: So folgt der kleine Zuwachs in Süd-Korea und Japan (jeweils +1 Prozent) auf einen vergleichsweise hohen Rückgang im Jahr 2023. In China sollte sich das Wachstum mit +2 Prozent fortsetzen, was ein signifikanter Tempoverlust wäre, verglichen mit den Jahren vor der Corona- Pandemie. Da die Auftragseingänge in der EU-27 als auch in den USA im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich den Vorjahreswert verfehlten, wird für 2024 ein realer Umsatzrückgang von jeweils 2 Prozent prognostiziert.

Quelle: "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023

Deutsche Konjunktur

Nach Ansicht der Bundesregierung nimmt die Wirtschaftsleistung mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,2 Prozent im Jahr 2024 nur geringfügig zu. Geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten die erwartete Erholung. Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8 Prozent für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 Prozent der EZB. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften im gleichen Zeitraum jedoch um 3,8 Prozent zulegen. In Folge geringerer Inflationsraten steigen dadurch die Reallöhne, wovon im Verein mit einer robuste Arbeitsmarktentwicklung im Jahresverlauf die Konjunktur profitieren und eine zaghafte binnenwirtschaftliche Erholung eingeleitet werden kann. Auch die Exporte dürften wieder mit 0,6 Prozent leicht zulegen. Insgesamt bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck.

Dieser aktuellen Schwächephase will die Bundesregierung mit umfassenden und zielgerichteten Maßnahmen begegnen. Das Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort zu stärken, etwa durch das Wachstumschancengesetz, das Entlastungen für die deutsche Wirtschaft in Aussicht stellt. Durch die Entlastungen soll die Investitionsdynamik verstärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert werden. Um Innovationsanreize zu setzen, soll die Forschungszulage erhöht werden. Überbordende Bürokratie - beispielsweise bei der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland - soll reduziert werden. 4

Quelle: Bundesregierung (Jahreswirtschaftsbericht)

In unserem zu Anfang des Jahres aufgestellten Budget haben wir einen Auftragseingang in Höhe von 29,6 Mio. € und Net Revenues von 29,8 Mio. € für das Jahr 2024 geschätzt. Für das Jahr 2024 erwarteten wir darüber hinaus ein EBITDA von 7,8 Mio. €. Die Umsatzsteigerung wird durch einen höheren Backlog als wir ihn zu Beginn des Jahres 2023 hatten gestützt. Im aktuellen Forecast des Jahres haben wir an die Ziele für Auftragseingang mit 30,5 Mio. € und Net Revenue 28,8Mio. € angepasst und korrigeren unsere Erwartungen an den EBITDA auf 6,5 Mio. €. Im Wesentlichen war die Sales Gross Margin in unserem bestehenden Produktmix sowie das Umsatzvolumen zu ambitioniert angesetzt.

D. Chancen- und Risikobericht

Die Zugehörigkeit zu einer international operierenden Firmengruppe bringt nach wie vor neue Perspektiven und Chancen. Auch von der eingangserwähnten Übernahme durch KKR erhoffen wir uns weitere positive Synergien und Impulse. Die Geschäftsführung sieht für die Zukunft weiterhin Möglichkeiten selbständig zu wachsen, dies wird durch verschiedene Projekte und Maßnahmen im personellen und operativen Bereich unterstützt. Die Produktpalette wird insgesamt erweitert. Bestehende Produkte werden überarbeitet und verbessert. Weitere Chancen sieht die Gesellschaft im Ausbau der Digitalisierung, sowie der weiteren Automatisierung von Prozessabläufen, welche voraussichtlich zu weiteren Kostenvorteilen führen werden. Durch Intensivierung von Vertriebsaktivitäten besteht die Möglichkeit, weitere Marktanteile dazuzugewinnen. Weitere Chancen sieht die Gesellschaft in der Implementierung eines Upgrades des genutzten ERP-Systems. Hier erhoffen wir uns weitere Optimierungen im Bereich der Digitalisierung und der weiteren Optimierung von Geschäftsprozessen. Darüber hinaus wurde eine neue Maschine bestellt, welche den Maschinenpark insgesamt deutlich verjüngen wird und mehrere Arbeitsschritte in sich vereint. Dadurch werden sich die Produktionsabläufe weiter verbessern und verschnellern. Die Anlieferung der Maschine ist für November 2024 vorgesehen, sodass dieser Vorgang sich vermutlich ab dem Jahr 2025 positiv auswirken wird.

4 VDMA Textbausteine "Maschinenbaukonjunktur 2023/Ausblick 2024"

Zum 31. Dezember 2023 und bis zum Aufstellungszeitpunkt bestehen keine wesentlichen Rechtsstreitigkeiten. Grundsätzlich bestehen Risiken aus Gewährleistungsansprüchen, diese werden im Einzelfall, falls erforderlich, durch Rückstellungsbildung berücksichtigt. Darüber hinaus bestehen in näherer Zukunft Risiken durch einen drohenden Fachkräftemangel sowie auf der Vertriebsseite u. a. durch Fremdwährungsrisiken. Der Abschluss entsprechender Sicherungsgeschäfte ist derzeit nicht geplant.

Rohstoffpreisschwankungen werden durch langfristige Rahmenverträge mit Lieferanten und Rahmenbestellungen für Stahl abgesichert, um sich langfristig günstigere Konditionen zu sichern. Mögliche Engpässe in den Lieferketten bzw. in unserer Beschaffung können zwar nicht gänzlich ausgeschlossen werden, allerdings sind derzeit dafür keine Anzeichen erkennbar. Diesem Risiko wird durch einen moderat hohen Vorratsbestand entgegengewirkt. Seitens der Geschäftsführung überwiegt die Sicherstellung der Lieferfähigkeit den Nachteil der damit einhergehenden höheren Kapitalbindung.

Das Forderungsausfallrisiko konnte durch ein weiter verbessertes Monitoring des Zahlungsverhaltens unserer Kunden sowie ein eingerichtetes Mahnwesen gesenkt werden. Das Liquiditätsrisiko ist daher, auch durch die Möglichkeit der Darlehensfinanzierung im Konzernverbund, als untergeordnet zu betrachten.

Die Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2011-2016 birgt das grundsätzliche Risiko von Steuernachzahlungen bzw. weiteren Steueraufwendungen aufgrund von Feststellungen der Finanzbehörden. Die bis dato gewonnene Erkenntnisse aus den vorläufigen Feststellungen der Finanzbehörden sowie den Diskussionen im Rahmen des laufenden Verständigungsverfahrens sind durch angemessene Rückstellungen berücksichtigt. Es wird davon ausgegangen, dass das vorgenannte Verständigungsverfahren im Jahre 2024 zum Abschluss gebracht wird. Das Verständigungsverfahren ist zwischen den deutschen und den Behörden in den USA abgeschlossen, ausstehend sind hier noch die Steuerbescheide.

Für das Geschäftsjahr 2024 wurde ein Budget erstellt und wird sofern erforderlich im Rahmen des Forecasts angepasst.

Spezielle Risiken, mit Ausnahme der möglichen weiteren Ausweitungen des Ukraine Konfliktes sowie der Eskalation weiterer Konflikte (z. B. China/ Taiwan, mittlerer Osten), der wesentliche Einfluss auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage haben, oder haben könnten, sind nicht erkennbar. Für das Unternehmen besteht die grundsätzliche Abhängigkeit von der allgemeinen Konjunkturentwicklung. Durch die breite Streuung bestehen keine Abhängigkeiten von einzelnen Kunden oder Märkten, die den Bestand des Unternehmens bedrohen. Die weitere kontinuierliche Entwicklung ist aber davon abhängig, dass auch künftig Impulse aus dem Markt aufgenommen und sofort in neue Produkte oder Varianten umgesetzt werden.

Wesentliche Risiken, die die Fortführung der Geschäftstätigkeit des Unternehmens im Geschäftsjahr 2024 gefährden, können wir derzeit nicht identifizieren.

 

Reichshof-Mittelagger, 20. Dezember 2024

gez. Patrick Christmann, Geschäftsführer

gez. Peter Heine, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 695.535,00 966
II. Sachanlagen 1.427.040,22 1.372
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 512.085,00 373
2. Technische Anlagen und Maschinen 286.624,00 412
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 575.080,00 498
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53.251,22 89
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an Gesellschafter 10.200.000,00 10.200
12.322.575,22 12.538
B. Umlaufvermögen 11.710.490,58 10.050,00
I. Vorräte 3.854.049,90 4.019
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.157.230,87 3.540
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 474.800,18 99
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.699.209,81 2.492
C. Rechnungsabgrenzungsposten 54.181,86 22
24.087.247,66 22.610

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. Eigenkapital 13.626.483,92 13.626
I. Gezeichnetes Kapital 1.200.000,00 1.200
abzgl. Nennbetrag eigener Anteile 204.000,00 - - 204
996.000,00 996
II. Gewinnvortrag 12.630.483,92 12.630
B. Rückstellungen 3.331.833,54 3.117
C. Verbindlichkeiten 7.128.930,20 5.866
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 154.306,86 223
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 6.302.554,06 4.759
3. übrige Verbindlichkeiten 672.069,28 884
- davon aus Steuern EUR 87.137,51 (Vj. TEUR 89)
24.087.247,66 22.610

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR TEUR
1. Rohergebnis 21.483.565,36 20.235
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.145.675,38 7.268
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.522.838,80 1.346,00
davon für Altersversorgung EUR 0,00 (Vj. TEUR 25)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 674.430,54 579
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.733.152,16 6.740
8. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 449.233,89 449
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 449.233,89 (Vj. EUR 449)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 406,31 0
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.960,00 77
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 74.155,34 0
12. Ergebnis nach Steuern 4.757.993,34 4.673
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags abgeführter Gewinn 4.757.993,34 4.673
14. Jahresergebnis 0,00 0

Für die Offenlegung wurden die Erleichterungen des § 327 HGB in Anspruch genommen.

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Firma SCHROEDAHL GmbH, Reichshof

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die SCHROEDAHL GmbH ist im Rahmen der Anwachsung der ehemals Schroedahl-ARAPP Spezialarmaturen GmbH & Co. KG auf die ehemalige ARAPP Spezialarmaturen GmbH mit Wirkung zum 1. November 2015 entstanden. Das der Gesellschaft als übernehmender Rechtsträger nach § 24 UmwG analog zustehende Wahlrecht hat die Gesellschaft dahingehend ausgeübt, dass die Vermögensgegenstände und Schulden der Schroedahl-ARAPP Spezialarmaturen GmbH & Co. KG im Anwachsungszeitpunkt mit den Buchwerten fortgeführt wurden.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Reichshof und wird beim Amtsgericht Siegburg im Handelsregister B unter der Nummer 7457 geführt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgebaut.

Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke und die Vermerke die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, werden aus Gründen der Klarheit teilweise im Anhang erläutert.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.

II. Angaben zur Bilanz

AKTIVA

A. ANLAGEVERMÖGEN

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem "Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023" zu entnehmen.

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und soweit abnutzbar vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Ein Teil der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde mit einem Festwert in Höhe von 14.350 € angesetzt. Anschaffungskosten erfassen auch direkt zuordenbare Anschaffungsnebenkosten.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden pro rata temporis linear mit Nutzungsdauern zwischen 3 und 7 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen werden bei den Sachanlagen linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt 10 bis 80 Jahre bei den Gebäuden, 10 bis 20 Jahre bei den Außenanlagen, 3 bis 10 Jahre bei den technischen Anlagen und Maschinen sowie 3 bis 10 Jahre bei den anderen Anlagen der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Bei beweglichen Anlagegütern wurde für Zugänge des Jahres 2022 die Jahresabschreibung pro rata temporis vorgenommen. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 250,00 € werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 1.000,00 € werden 5 Jahre über ein Sammelkonto abgeschrieben.

Die Ausleihungen an Gesellschafter werden als langfristige Darlehen unter dem Finanzanlagevermögen zum Nennwert ausgewiesen.

B. UMLAUFVERMÖGEN

Die Vorräte werden grundsätzlich mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips auf der Basis der letzten Einkaufspreise bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist, eingerechnet. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie der Vertriebskosten werden nicht in die Bewertung einbezogen. Ebenso werden Zinsen für Fremdkapital nicht in die Herstellungskosten einbezogen. In den Vorräten liegende Risiken werden durch entsprechende Abschläge auf den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert berücksichtigt. Die erhaltenen Kundenanzahlungen werden zum Nominalwert offen von den Vorräten abgesetzt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Geleistete Anzahlungen sind zum Nominalwert bilanziert.

Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen Rechnung getragen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von 100.272,98 € (VJ: 99.203,42 €) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und bestehen zu 374.527,20 € (VJ: 0,00 €) aus sonstigen Vermögensgegenständen. Dabei entfallen 417.604,42 € (VJ: 43.077,22 €) auf Forderungen gegen die Gesellschafterin.

Die übrigen Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Aufwendungen des Jahres 2024 welche bereits im Jahr 2023 gezahlt worden sind.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls oder zum ungünstigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet; Verluste aus Kursänderungen sind stichtagsbezogen berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden stets zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

PASSIVA

A. Eigenkapital

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet.

Mit Datum vom 19.10.2015 hat die Gesellschaft 17% von ihrem gezeichneten Kapital als eigene Anteile erstanden. Der Nennbetrag der eigenen Anteile wird in der Bilanz offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Der Gewinnvortrag besteht ausschließlich aus vororganschaftlichen Gewinnvorträgen.

B. RÜCKSTELLUNGEN

Die Steuerrückstellungen werden unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen in Höhe der zu erwartenden Nachzahlungen gebildet und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Es handelt sich hierbei um Risikovorsorgen für vororganschaftliche Geschäftsvorfälle aus der Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2011 - 2016.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1.223.554,80 € (VJ: 1.033,514,85 €) betreffen im Wesentlichen Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von 424.000,00 € (VJ: 114.000,00 €), Urlaubsverpflichtungen in Höhe von 198.839,96 € (VJ: 204.046,96 €) Tantiemen in Höhe von 157.301,00 € (VJ: 128.879,00 €), Ausstehende Rechnungen in Höhe von 40.377,84 € (VJ: 275.885,85 €), Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von 64.000,00 € (VJ: 37.300,00 €) sowie Provisionen in Höhe von 252.506,00 € (VJ: 151.500,00 €) und wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

C. VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Neben den üblichen Eigentumsvorbehalten seitens der Lieferanten bestehen darüber hinaus keine weiteren Besicherungen von Verbindlichkeiten.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich in Höhe von 154.306,86 € (VJ: 222.897,63 €) wie auch im Vorjahr um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aus dem Ergebnisabführungsvertrag in Höhe von 6.302.554,06 € (VJ: 4.673.227,54 €) sowie weitere Verbindlichkeiten in Höhe von 76.902,62 € (VJ: 86.183,49 €), die vorbehaltlich des gesonderten Ausweises auf sonstige Verbindlichkeiten entfallen.

Alle ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung von 90.683,15 € (VJ: 201.057,05 €)

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von 111.463,29 € (VJ: 121.919,01 €).

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von 449.233,89 € betreffen, wie schon im Vorjahr, ausschließlich Erträge an verbundene Unternehmen (VJ: 448.714,67 €).

Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag fallen wegen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der CIRCOR German Holdings GmbH & Co. KG, mit Sitz in Radolfzell am Bodensee, nicht mehr an.

IV. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 1.015.541,66 € (VJ: 973.847,84 €) von denen 315.195,97 € (VJ: 230.294,29 €) innerhalb eines Jahres sowie, 700.345,69 € (VJ: 743.553,55 €) zwischen 1 - 5 Jahren fällig sind.

Haftungsverhältnisse:

Sonstige Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht.

Organe der Gesellschaft:

Zu Geschäftsführern sind bestellt:

Herr Patrick Christmann, Karlsruhe, Vice President Valves EMEA (seit 1. April 2023)

Herr Dr. Roger Ingemey, Vice President Valves EMEA (bis 31. März 2023)

Herr Peter Heine, Director Plant Manager

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB.

Mitarbeitende:

Die durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung) während des Geschäftsjahres betrug:

2023 2022
- Kaufmännische Angestellte 63 59
- Gewerbliche Arbeitnehmer 81 78
144 137

Konzernabschluss:

Der Jahresabschluss unseres Unternehmens wird in den Konzernabschluss der CIRCOR International, Inc., Burlington (MA), USA, einbezogen, welcher zeitgleich den größten und kleinsten Konsolidierungskreis darstellt.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB sind nicht eingetreten.

 

Reichshof-Mittelagger, 20. Dezember 2024

gez. Patrick Christmann, Geschäftsführer

gez. Peter Heine, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.586.751,40 106.677,86 595,00 0,00 2.692.834,26
2.586.751,40 106.677,86 595,00 0,00 2.692.834,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 404.092,09 180.204,84 0,00 0,00 584.296,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.565.678,75 15.083,12 0,00 0,00 8.580.761,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.329.870,81 87.924,40 110.160,47 107.332,86 2.414.967,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 88.659,26 71.924,82 0,00 -107.332,86 53.251,22
11.388.300,91 355.137,18 110.160,47 0,00 11.633.277,62
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an Gesellschafter 10.200.000,00 0,00 0,00 0,00 10.200.000,00
10.200.000,00 0,00 0,00 0,00 10.200.000,00
24.175.052,31 461.815,04 110.755,47 0,00 24.526.111,88
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.620.525,40 376.773,86 0,00 1.997.299,26
1.620.525,40 376.773,86 0,00 1.997.299,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.430,09 40.781,84 0,00 72.211,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.153.664,75 140.473,12 0,00 8.294.137,87
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.831.573,81 116.401,72 108.087,93 1.839.887,60
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
10.016.668,65 297.656,68 108.087,93 10.206.237,40
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
11.637.194,05 674.430,54 108.087,93 12.203.536,66
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 695.535,00 966.226,00
695.535,00 966.226,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 512.085,00 372.662,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 286.624,00 412.014,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 575.080,00 498.297,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53.251,22 88.659,26
1.427.040,22 1.371.632,26
III. Finanzanlagen
Ausleihungen an Gesellschafter 10.200.000,00 10.200.000,00
10.200.000,00 10.200.000,00
12.322.575,22 12.537.858,26

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2024 festgestellt.

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte Jahresabschluss ist nach § 327 HGB verkürzt. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SCHROEDAHL GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SCHROEDAHL GmbH, Reichshof - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SCHROEDAHL GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg i.Br., 20. Dezember 2024

EY GmbH & Co. KG
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Schmidt, Wirtschaftsprüfer

Nietzer, Wirtschaftsprüfer

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