Stammdaten

Register
Amtsgericht Hof HRB 2231
Vorher
purus Arzberg GmbH
Eingetragen
19.8.2003
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
umweltfreundliche Aufbereitung, Behandlung und Verarbeitung von Kunststoffen und recycelbaren Kunststoffen, sowie die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von Kunststofferzeugnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Manzer
seit 10.10.2025
Prokura
Daniel Koffmane
seit 10.10.2025
Prokura
Geschäftsführer
Waltraud Zeisel
seit 7.1.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
SUS-TINEO Vermögensverwaltungs GmbH
Germany
143.000 €
55.00%
Tohema GmbH
Germany
117.000 €
45.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

PURUS PLASTICS GmbH

Arzberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht 31.12.2020

PURUS PLASTICS GmbH

Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir betreiben ein zweistufiges Geschäftsmodell. Im ersten Schritt der Wertschöpfungskette werden aus Altkunststoffen (Post Consumer) der Dualen Systeme Kunststoffregranulate hergestellt. Im zweiten Verarbeitungsschritt produzieren wir daraus Spritzgussartikel. Heute umfasst unser Produktprogramm an Spritzgussartikeln drei Produktlinien: ein wasserdurchlässiges Bodenbefestigungssystem der Marke Ecoraster, Kunststoffleichtpaletten und seit 2018 auch Kunststoffspulen. Die Produkte werden international mit Schwerpunkt Europa von uns vertrieben.

2. Forschung und Entwicklung

Unsere Entwicklungstätigkeit konzentriert sich auf die Weiterentwicklung unserer Produkte und Prozesse. Ziel unserer Entwicklung im Bereich des Produktprogramms Ecoraster ist die Etablierung eines Baukastensystems mit unterschiedlichen Produktvarianten und Zubehörteilen, um wasserdurchlässige Bodenbefestigungen in optisch ansprechender Gestaltung anbieten zu können. Bei der Entwicklung weiterer Paletten- und Kabelspulentypen stellen wir auf die unterschiedlichen Belastungs- und Größenanforderungen unserer Kunden ab. Gleichzeitig erarbeiten wir Verfahrensverbesserungen unserer Produktionsprozesse in der Rohstoffaufbereitung und beim Kunststoffschweißen.

Im Bereich Entwicklung haben wir ein Innovationsteam gebildet, das sich aus Mitarbeitern der Bereiche Technik, Vertrieb und Produktmanagement rekrutiert. Unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Geschäftsjahr rund 100 T€ (0,4 % vom Umsatz). Schützenswerte Neuerungen an unseren Produkten melden wir zum Gebrauchsmuster bzw. Patent an.

I. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2020 ist in Deutschland das BIP aufgrund der weltweiten Corona-Krise um 5 % gesunken. Erst im vierten Quartal des Jahres 2020 konnte ein Teil der Rückgänge der Vorquartale wieder aufgeholt werden. Insbesondere die Automobil- und deren Zulieferindustrie waren dabei von der Unterbrechung der Lieferketten betroffen.

Innerhalb der EU, unserem hauptsächlichen Absatzmarkt außerhalb Deutschlands sank das BIP um mehr als 6%.

In der Branche der Kunststoffverpackungen war in 2020 eine leicht rückläufige Umsatzentwicklung (-4,8 %) zu verzeichnen. Die Bauindustrie als unser Hauptabnehmer hat im Gegensatz dazu - unbeeindruckt vom Corona-Geschehen - die Gesamtkonjunktur in Deutschland und Europa gestützt.

In unserem direkten Marktumfeld herrscht in allen drei Produktsparten (Ecorastern, Kunststoffpaletten und Kunststoffspulen) ein starker Wettbewerb. Im Ecorastergeschäft behaupten wir unsere Rolle als Markt- und Qualitätsführer. Im Paletten- und Kabelspulengeschäft stellen wir uns einem intensiven Preiswettbewerb.

2. Geschäftsverlauf

Der Gesamtumsatz der PURUS PLASTICS GmbH lag im Geschäftsjahr 2020 mit 25,7 Mio € um 13 % über dem Vorjahr. Der Umsatzanstieg war insbesondere beim Ecoraster- sowie dem Recyclinggeschäft zu verzeichnen. Der Regranulatumsatz reduzierte sich aufgrund des höheren Eigenverbrauchs. Das Palettengeschäft lag coronabedingt leicht unter Vorjahr.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor gut.

a. Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2020 wurde der Rohertrag aufgrund der hohen Betriebsleistung erneut gesteigert. Die Personalkosten lagen aufgrund der pandemiebedingten Kurzarbeit im zweiten Quartal leicht unter Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten in Summe reduziert werden. Hier fielen besonders die ausgefallenen Messen und reduzierte Reisekosten ins Gewicht.

Das Jahresergebnis nach Steuern liegt auf dem bisher höchsten Wert von 568 T€.

b. Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens ist stabil. Durch den Bestandsabbau während der Phase der Kurzarbeit und den gleichzeitig hohen Unternehmensumsatz wurde Liquidität freigesetzt. Die Liquiditätslage des Unternehmens ließ es zu, Lieferantenverbindlichkeiten grundsätzlich innerhalb der Skontofrist zu begleichen. Die vorhandenen Kontokorrentlinien wurden saisonabhängig genutzt. Die Tilgungsverpflichtungen des Unternehmens wurden während des Geschäftsjahres ordnungsgemäß erledigt. Die Liquidität der Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahres gesichert. Es wurden keine Corona-Hilfskredite in Anspruch genommen.

c. Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr gegenüber Vorjahr um 9% von 18,4 Mio € auf 16,7 Mio € reduziert. Das Anlagevermögen hat sich abschreibungsbedingt reduziert. Das Umlaufvermögen liegt 0,7 Mio € unter Vorjahresniveau, sowohl Bestände als auch Forderungen wurden gegenüber dem Vorjahr reduziert

Im Geschäftsjahr 2020 wurden 2,4 Mio € investiert. Mit der Investitionssumme wurde die Erneuerung unserer Recyclinganlage fortgesetzt, eine Abwasserreinigungsanlage installiert sowie Erweiterungen im Bereich Spritzguss durchgeführt. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte durch Leasing, Mietkauf, Darlehen sowie aus Eigenmitteln.

Langfristige Anlagen sind langfristig finanziert. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote liegt bei 49 % und hat sich damit gegenüber Vorjahr um 8 %-Punkte verbessert.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Unternehmenssteuerung ist vor allem die Outputleistung unserer Rohstoff-Aufbereitungsanlage für den eigenen Bedarf von Bedeutung. Die Outputleistung der Aufbereitungsanlage lag in 2020 um 400 to unter dem Vorjahr. Die Reduzierung ergibt sich aus der Kurzarbeit in den Monaten Mai bis Juli. Die Tagesdurchschnittsleistung konnte gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden.

Als weitere wichtige Kennzahl für die Unternehmenssteuerung ziehen wir den EBITDA heran. Der EBITDA liegt mit rund 3,3 Mio. € in 2020 um 0,6 Mio über dem Vorjahreswert. Die EBITDA-Marge hat sich damit um 1 %-Punkt auf 12,8 % erhöht.

Insgesamt ist die Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage somit als stabil zu bewerten und konnte trotz der Corona-Pandemie verbessert werden.

II. Prognosebericht

Für 2021 gehen wir von einem Jahresumsatz von 24,6 Mio € aus.

Unsere Produktlinie Ecoraster wird sich nach wie vor positiv entwickeln. Die Exporttätigkeit vor allem ins europäische Ausland wird durch die kontinuierliche Erweiterung unseres Vertriebsnetzes forciert. Im Inlandsgeschäft wird der Bekanntheitsgrad der Ecoraster für wasserdurchlässige Bodenbefestigungen bei Planern und Architekten weiter erhöht und auch hier das vorhandene Netzwerk ausgebaut. Der Nachhaltigkeitsaspekt unserer Produkte gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Im Palettengeschäft gehen wir im Teilsegment Projektgeschäft von einem weiteren Wachstum aus. Im übrigen Palettenvertrieb planen wir eine stabile Geschäftsentwicklung.

Im Bereich Kabelspule haben wir die exklusive Zusammenarbeit mit unserem bisherigen Vertriebspartner gelöst und vertreiben nun die Kunststoffspulen in Eigenregie. Wir erwarten bei den Anwendungen in der Kabelindustrie einen Umsatzanstieg. Gleichzeitig bearbeiten für auch verstärkt den Markt für sonstige Wickelgüter.

Die Zuzahlungen für die Hereinnahme von Kunststoffabfällen werden in 2021 zurückgehen, da wir stark verunreinigte Kunststofffolienabfälle nicht mehr annehmen. Die Durchsatzleistung unserer Anlage wird sich in 2021 weiter positiv entwickeln, da wir bisherige Kapazitätsengpässe der Anlage investiv beseitigen werden.

In 2021 sind weitere Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen geplant.

Die Personalgewinnung durch eigene Ausbildung werden wir in 2021 kontinuierlich fortführen. Die hierfür erforderlichen Ausbildungsplätze wurden bereits besetzt.

Für das Geschäftsjahr 2021 erwarten wir insgesamt eine Fortführung und kontinuierliche Verbesserung der positiven Ertragslage.

Die Versorgung mit Altkunststoffen ist für 2021 gesichert. Wir haben uns diesbezüglich breit aufgestellt und arbeiten mit mehreren Lieferanten zusammen. Die Stromversorgung ist mit festen Lieferverträgen zu definierten Preisen abgesichert.

Um eventuelle Liquiditätsengpasse rechtzeitig zu erkennen wird ein rollierender Liquiditätsplan erstellt, der laufend an aktuelle Änderungen angepasst wird. Die sich aus den Finanzierungsverträgen ergebenden finanziellen Verpflichtungen werden weiterhin planmäßig bedient werden können. Die Liquidität ist ausreichend, es werden keine Engpässe erwartet

III. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Wir sind sowohl im Ecoraster- als auch teilweise im Palettengeschäft von der wirtschaftlichen Entwicklung in der Baubranche abhängig. Sollte sich hier ein Konjunkturrückgang abzeichnen, so kann dies die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Hieraus können für uns Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Derzeit ist für uns ein Abflauen der Nachfrage im Baubereich nicht erkennbar. Welche Wirkungen der Brexit auf die Entwicklung unseres Absatzmarktes in England hat, ist heute noch nicht abzusehen. Bisher können wir seit der Brexit-Entscheidung noch keine negativen Auswirkungen ableiten

Mit der Einführung des neuen Verpackungsgesetzes seit 2019 sind für Kunststoffverpackungen höhere werkstoffliche Verwertungsquoten gefordert. Gleichzeitig erlassene Importverbote für Altkunststoffe in China und Indonesien führen in Summe zu einer hohen Verfügbarkeit von Altkunststoffen. Die Herausforderung unseres Geschäftsmodells liegt derzeit eher im Bereich der Abfallentsorgung. Denn mit dem Anstieg der werkstofflichen Verwertung werden die Abfälle mengenmäßig ansteigen, jedoch sind die Abfallverwertungskapazitäten nicht in gleichem Umfang vorhanden. Wir arbeiten aktiv an der Sicherstellung dieser Verwertungsmöglichkeit.

Ertragsorientierte Risiken:

Durch die Weiterentwicklung unseres Paletten- und Ecoraster-Produktprogramms versprechen wir uns mittelfristig eine weitere Erhöhung unserer Marktanteile.

Aufgrund der Vollauslastung unserer Recyclinganlage sind wir schon heute auf Zukäufe von Regranulaten zur Versorgung unseres Spritzgussbetriebes angewiesen. Eine anhaltende Kunststoffknappheit von Primärwaren führt zur Erhöhung der Nachfrage nach Regranulaten. Dies kann zu Preissteigerungen bei Zukäufen von Regranulaten bei uns führen.

Der Nachfrageanstieg bei Regranulaten kann sich zukünftig negativ auf die Höhe der Zuzahlungen bei Altkunststoffen auswirken.

Die politische Entscheidung der Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien führt zu Stromkostenerhöhungen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein Debitorenmanagement mit adäquatem Mahnwesen.

Währungsrisiken bestehen bisher aufgrund ausschließlicher Geschäftsabwicklung auf Euro-Basis nicht.

Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend, es sind keine Engpässe zu erwarten.

2. Chancenbericht

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und hohe Produktqualität begegnen. Chancen sehen wir insbesondere in der Weiterentwicklung unseres Vertriebsnetzes in Deutschland sowie im europäischen und außereuropäischen Ausland. Die Weiterentwicklung der Kabelspule forcieren wir aktiv als unser drittes Produktstandbein. Auf der Lieferantenseite können wir auf eine breite Palette von Rohstoffliefermöglichkeiten zurückgreifen. Dort sind wir als stabiler und zuverlässiger Abnehmer bekannt. Weitere Investitionen im Bereich Produktion und Energieeffizienz werden die Ertragskraft kontinuierlich verbessern.

3. Gesamtaussage

Als Risiko der künftigen Entwicklung besteht die konjunkturelle Abhängigkeit von der Bauindustrie. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten sind derzeit nicht erkennbar.

IV. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden im Ecorasterbereich. Das Palettengeschäft ist kreditversichert.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen oder unter Nutzung von Skonto gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein rollierender Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -ingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

V. Bericht über Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

 

Arzberg, den 31.5.2021

Gez. Jürgen Manzei, Geschäftsführer

Gez. Thomas Manzei, Geschäftsführer

Gez. Waltraud Zeisel, Geschäftsführerin

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 12.356.228,85 13.326.413,12
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 226.877,79 290.157,79
II. Sachanlagen 11.475.996,42 12.058.197,38
III. Finanzanlagen 653.354,64 978.057,95
B. Umlaufvermögen 4.111.432,74 4.862.691,12
I. Vorräte 2.680.225,49 3.358.704,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.260.184,07 1.425.724,29
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 171.023,18 78.262,63
C. Rechnungsabgrenzungsposten 193.821,60 177.035,94
Summe Aktiva 16.661.483,19 18.366.140,18

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 6.934.900,55 6.412.680,59
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 260.000,00 260.000,00
II. Gewinnvortrag 6.152.680,59 5.896.089,73
III. Jahresüberschuss 522.219,96 256.590,86
B. Rückstellungen 1.224.451,60 740.399,00
C. Verbindlichkeiten 8.502.131,04 11.213.060,59
Summe Passiva 16.661.483,19 18.366.140,18

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 16.891.187,62 15.774.397,26
2. Personalaufwand 4.779.646,74 4.649.584,48
a) Löhne und Gehälter 3.995.695,10 3.838.261,93
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 783.951,64 811.322,55
soziale Abgaben 741.989,40 770.567,37
davon für Altersversorgung 41.962,24 40.755,18
3. Abschreibungen 2.091.968,33 1.915.922,25
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.049.708,33 1.915.922,25
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 42.260,00 0,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.866.946,19 8.475.841,53
5. Erträge aus Beteiligungen 55.038,95 42.769,11
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.654,26 1.011,47
davon sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von verbundenen Unternehmen 770,12 770,12
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 371.908,74 421.699,64
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 269.378,72 67.940,29
9. Ergebnis nach Steuern 568.032,11 287.189,65
10. sonstige Steuern 12.102,15 11.298,81
11. Verlust- bzw. Gewinnabführung (Tochter) -33.710,00 -19.299,98
a) aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 33.710,00 19.299,98
Jahresüberschuss 522.219,96 256.590,86

Anhang zum Jahresabschluss 2020

der PURUS PLASTICS GmbH

Sitz der Gesellschaft: Am Blätterrangen 4, 95659 Arzberg

HRB: 2231, Handelsregister Hof

A. Anwendung der Rechnungslegungsvorschriften

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff HGB aufgestellt. Soweit Angaben wahlweise in der Bilanz bzw. im Anhang erfolgen können, sind sie im Anhang enthalten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Alle "davon-Vermerke", die in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung nach den Rechnungslegungsvorschriften anzugeben sind, sind aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit im Anhang enthalten.

B. Allgemeine Angaben zur Gliederung des Jahresabschlusses 2020

Die Gliederung der Bilanz wurde unter Beachtung der handelsrechtlichen Ausweisvorschriften erstellt. Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag die Größenmerkmale einer mittleren Kapitalgesellschaft auf. Größenabhängige Erleichterungsregelungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden in Anspruch genommen .

Der vorliegende Jahresabschluss weist keine Abweichungen in der Darstellungsform zum Jahresabschluss des Vorjahres auf. Die Abschlussposten des Geschäftsjahres 2020 sind mit denen des Vorjahres betragsmäßig vergleichbar. Betragsmäßige Anpassungen zu den Abschlussposten des Vorjahres waren nicht notwendig. Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild.

Bei der Gliederung der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurde auf den tatsächlichen Inhalt abgestellt. Die Position Geschäfts- und Firmenwert wurde aus diesem Grund durch die Bezeichnung Kundenstamm ersetzt.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Jahresabschluss 2020

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber 2019 unverändert beibehalten: Der Jahresabschluss weist keine Abweichungen von den gesetzlich vorgeschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf. In 2020 haben wir die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis 800 € in vollem Umfang abgeschrieben.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Zugänge des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und unter Zugrundelegung der jeweils geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Abschreibungsmethode planmäßig abgeschrieben. Abschreibungen wurden durchweg aktivisch gekürzt. Die in den Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen bleiben, soweit sie nicht bereits in 2005 korrigiert wurden, noch erhalten. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Einzelanschaffungspreis bis € 800 wurden im Zugangsjahr im vollen Umfang abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Beteiligung an der kanadischen Tochtergesellschaft wurde zum Zeitpunkt der Einzahlung mit dem Umrechnungskurs 1,432 CAD = 1 EUR bilanziert.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet. Erforderliche Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden unter Berücksichtigung ihres Fertigstellungsgrades zu Herstellungskosten, bestehend aus Materialeinzel- und Materialgemeinkosten und Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten, bewertet. Zinsen für Fremdkapital sind in der Bewertung nicht enthalten. Erforderliche Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bilanziert. Alle erkennbaren Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung von 1 v.H. Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel wurden mit den Nominalwerten angesetzt.

Das gezeichnete Kapital entspricht dem im Handelsregister eingetragenen Stammkapital von € 260.000,00.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Finanzanlagen wurden zu dem am Entstehungstag maßgeblichen Wechselkurs bilanziert. Bei laufenden Geschäftsvorgängen in Fremdwährung erfolgte die Umrechnung zum maßgeblichen Stichtagskurs.

D. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung 2020

I. Erläuterungen zur Bilanz 2020

Nachstehend erfolgt die gesonderte Angaben von Bilanzposten gemäß § 327 Nr. 1 HGB:

Bilanzposten 2020
EUR
2019
EUR
Aktiva
A I 2. Kundenstamm 1,00 4.938,00
A II 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.352.918,60 5.271.845,60
A II 2. Maschinen 4.458.347,00 4.978.277,00
A II 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.540.127,00 1.291.491,00
A II 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 124.603,82 516.583,78
A III 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 213.018,35 477.721,66
A III 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 78.346,50 78.346,50
A III 3. Beteiligungen 352.576,11 352.576,11
A III 4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 9.413,68 69.413,68
Passiva
C 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.668.279,94 7.119.075,50

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist nachfolgend dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres:

Anschaffungs-
/Herstellungskosten
Abschreibungen kumuliert Buchwert
1.1.2020 31.12.2020
Zugänge Abgänge Umbuchungen
1.1.2020 31.12.2020
Abschreibungen Zuschreibungen
Abgänge
1.1.2020 31.12.2020
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte und EDV-Software 1.669.204,71 42.964,36 1.383.984,92 101.307,36 0,00 285.219,79
1.712.169,07 0,00 1.485.292,28 0,00 226.876,79
0,00
Kundenstamm 60.000,00 0,00 55.062,00 4.937,00 0,00 4.938,00
60.000,00 0,00 59.999,00 0,00 1,00
0,00
1.729.204,71 42.964,36 1.439.046,92 106.244,36 0,00 290.157,79
1.772.169,07 0,00 1.545.291,28 0,00 226.877,79
0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.935.626,84 82.037,06 5.663.781,24 336.038,08 0,00 5.271.845,60
11.352.737,92 0,00 5.999.819,32 0,00 5.352.918,60
335.074,02
Maschinen 17.009.108,97 394.991,04 12.030.831,97 1.028.101,88 388.341,32 4.978.277,00
17.128.939,53 388.342,32 12.670.592,53 0,00 4.458.347,00
113.181,84
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.281.719,49 817.757,78 3.990.228,49 579.324,01 40.173,46 1.291.491,00
6.069.506,04 53.950,75 4.529.379,04 0,00 1.540.127,00
23.979,52
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 516.583,78 262.125,80 0,00 0,00 0,00 516.583,78
124.603,82 181.870,38 0,00 0,00 124.603,82
-472.235,38
33.743.039,08 1.556.911,68 21.684.841,70 1.943.463,97 428.514,78 12.058.197,38
34.675.787,31 624.163,45 23.199.790,89 0,00 11.475.996,42
0,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 699.721,66 0,00 222.000,00 0,00 0,00 477.721,66
435.018,35 264.703,31 222.000,00 0,00 213.018,35
0,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 80.947,31 0,00 2.600,81 0,00 0,00 78.346,50
80.947,31 0,00 2.600,81 0,00 78.346,50
0,00
Beteiligungen 352.576,11 0,00 0,00 0,00 0,00 352.576,11
352.576,11 0,00 0,00 0,00 352.576,11
0,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 69.413,68 0,00 0,00 0,00 0,00 69.413,68
9.413,68 60.000,00 0,00 0,00 9.413,68
0,00
1.202.658,76 0,00 224.600,81 0,00 0,00 978.057,95
877.955,45 324.703,31 224.600,81 0,00 653.354,64
0,00
Summe Anlagenspiegel 36.674.902,55 1.599.876,04 23.348.489,43 2.049.708,33 428.514,78 13.326.413,12
37.325.911,83 948.866,76 24.969.682,98 0,00 12.356.228,85
0,00

Darstellung des Anteilsbesitzes:

Name Sitz Eigenkapital Anteil
in %
Jahresergebnis
ECORA GmbH Arzberg 124 T€ 100 % 8 T€
Purus North America Inc. Toronto, Canada -41 T€ 85 % 12 T€
Purus North America Ecoraster Inc. Listowel Canada 135 T€ 44 % 36 T€
OOO ECOGERUS Moskau, Russland 267 T€ 40 % 123 T€
Globus Purus Plastics GmbH Arzberg 16 T€ 30 % -9 T€
Ecovegetal S.A. Broué, Frankreich 2.138 T€ 15 % 859 T€

Eigenkapital und Jahresergebnis der o.g. Gesellschaften wurden aus den Jahresabschlüssen 2019 entnommen. Bei der Gesellschaft OOO Ecogerus wurde ein Umrechnungskurs von 90,65 Rubel = 1 € zugrunde gelegt. Bei den Gesellschaften Purus North America Inc und Purus North America Ecoraster Inc. wurde ein Umrechnungskurs von 1,48 kan. $ = 1 € zugrunde gelegt.

Für folgende in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wird nachstehend die Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten dargestellt:

Vermögens- bzw. Schuldposten Betrag in € (Vorjahr
in Tausend €)
Bilanzausweis unter Mitzugehörigkeit zu Bilanzposten
Verbindlichkeiten 0,00 (Vj.: 47) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Forderungen 0,00 (Vj.: 3) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Forderungen 163.441,77 (Vj.: 337) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen an Unternehmen,mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Verbindlichkeiten 14.988,78 (Vj. : 31) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Forderungen 14.961,44 (Vj.: 27) sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen weisen folgende Restlaufzeiten auf:

Gesamtbetrag
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
davon Restlaufzeit über 1 Jahr
davon Antizipationen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.260.184,07 1.162.764,84 97.419,23 56.652,15
Vorjahr in Tausend 1.425,7 1.265,9 159,8 66,0

Der Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" enthält antizipative Posten von € 56.652,15 (Vj.: 66,0 T€).

In der Position "Sonstige Vermögensgegenstände" sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 13.715,00 € (Vj.: 0 T€) enthalten.

Die Restlaufzeiten, die gesicherten Beträge sowie Art und Form der Sicherung bei den Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Gesamtbetrag
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
davon Restlaufzeit über 1 Jahr
davon Restlaufzeit zw. 1 und 5 Jahre
davon Restlaufzeit über 5 Jahre
davon dinglich besichert Art der Sicherung
Verbindlichkeiten 8.502.131,04 3.885.273,26 4.616.857,78 4.243.648,78 373.209,00 7.760.326,59
Sicherungsübereignung Zession Grundschuld Bürgschaften, Eigentumsvorbehalte, Eigentumsvorbehalt, Sicherungsübereignung
Vorjahr in Tausend 11.213,1 6.389,9 4.823,1 4.288,0 535,1 10.317,9
Sicherungsübereignung Zession Grundschuld Bürgschaften, Eigentumsvorbehalte, Eigentumsvorbehalt Sicherungsübereignungen

In der Position "Sonstige Verbindlichkeiten" sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 200.000,00 € (Vj.: 200 T€) enthalten.

Der Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" enthält Steuerverbindlichkeiten von € 59.003,32 (Vj.: 52 T€) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 10.443,72 € (Vj.: 58 T€),

Am Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB: Bürgschaftsverpflichtungen und Schuldbeitritten in Höhe von 0 T€ (Vj.: 565 T€), davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 T€ (Vj: 525 T€).

Außerbilanzielle Geschäfte sind in Form von Leasingverträgen angefallen. Deren Restlaufzeiten betragen zwischen einem und 6 Jahre. Aus den abgeschlossenen Leasingverträgen resultiert eine finanzielle Belastung von TEUR 81 p. a., d. h. über die noch verbleibende Vertragslaufzeit insgesamt TEUR 2.290. Die Leasinggeschäfte verringern insbesondere die Kapitalbindung und verbessern die Eigenkapitalquote, führen aber während der Vertragslaufzeit auch zur Bindung an die geleasten Sachanlagen.

Zum Geschäftsjahresende bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von rd. T€ 133. Es handelt sich hierbei überwiegend um Miet- und Pachtverträge. Die Leasingverpflichtungen sind unter außerbilanzielle Geschäfte angegeben. Das Bestellobligo zum 31.12.2020 beträgt 728 T€.

II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 2020

Unter dem Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von € 41.962,24 (Vj.: T€ 41) ausgewiesen.

Auf Sachanlagen wurden im Geschäftsjahr außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 18.046,00 € (Vj.: 0 T€) vorgenommen.

In der Position "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 770,12 € (Vj.: 0,8 T€) enthalten.

In der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 100 € (Vj: 0,09 T€) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 9.389,14 € (Vj.: 0,5 T€) enthalten.

E. Sonstige Angaben zum Jahresabschluss 2020

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr Herr Thomas Manzei (Beruf: Techniker), Herr Jürgen Manzei (Beruf: Wirtschaftsingenieur) und Frau Waltraud Zeisel (Beruf: Diplom-Kauffrau). Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.

An die Geschäftsleitung wurden Kredite gewährt, über die nachstehend berichtet wird:

Kreditentwicklung:
Stand bisheriger Kredite 0,00
Neuvergaben im Berichtsjahr 200.000,00
Rückzahlungen im Berichtsjahr 0,00
= neuer Kreditstand per 31.12.2020 200.000,00

Es handelt sich um eine Kaufpreisforderung mit Fälligkeit zum 31.12.2020. Sicherheiten wurden nicht gewährt, die Forderung wurde in 2020 nicht verzinst. Die Tilgung der Forderung soll in 2021 erfolgen.

Hinsichtlich der Angabepflicht gemäß § 285 Nr. 17 HGB wurde die Erleichterung gemäß § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich beschäftigt (ohne Geschäftsführung):

70 Lohnempfänger und

31 Gehaltsempfänger

2 geringfügig Beschäftigte

103 Mitarbeiter (davon 10 Auszubildende)

Die Geschäftsleitung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss von 522.219,96 € auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Arzberg, den 31.5.2021

Gez. Jürgen Manzei, Geschäftsführer

Gez. Thomas Manzei, Geschäftsführer

Gez. Waltraud Zeisel, Geschäftsführerin

Bestätigungs-/Versagungsvermerk/Bescheinigungstext

Der nachstehend wiedergegebene Bestätigungsvermerk wurde zu dem vollständigen Jahresabschluss zum 31.12.2020 erteilt und betrifft nicht die Fassung des offen gelegten Jahresabschlusses 2020.

An die PURUS PLASTICS GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der !PURUS PLASTICS GmbH - bestehend aus der Bilanz zum !31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom!1. Januar 2020 bis zum !31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der!PURUS PLASTICS GmbH für das Geschäftsjahr vom!1. Januar 2020 bis zum !31. Dezember 2020 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum!31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom!1. Januar 2020 bis zum !31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Marktredwitz, den 2.6.2021

Gez. Dipl-Kfm. Michael Vater, Wirtschaftsprüfer

Ort

Marktredwitz

Datum

2.6.2021

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 17.6.2021.

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