Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 381349
Vorher
Hörn Hartstoffe GmbH
Eingetragen
18.5.1992
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Die Herstellung von Hartstoffen und deren Verkauf an die Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH für deren Eigenbedarf.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Walter Wiedenhöfer
seit 14.10.2025
Prokura
Prokura
Matthias Rommel
seit 17.3.2023
Geschäftsführer
Markus Horn
seit 10.4.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Markus HornHartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Horn Hartstoffe GmbH

Tübingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 10,10 3
II. Sachanlagen 5.527.481,63 5.592
5.527.491,73
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 7.536.439,71 6.928
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.323.852,52 1.777
III. Flüssige Mittel 481.002,80 1.160
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29.403,55 45
15.898.190,31 15.505
31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 410.000,00 410
II. Gewinnvortrag 14.043.469,67 13.931
III. Jahresüberschuss 111.975,90 14.565.445,57 113
B. Rückstellungen 360.942,55 408
C. Verbindlichkeiten 971.802,19 643
15.898.190,31 15.505

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR TEUR
1. Rohergebnis 10.511.589,06 9.890
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.332.965,34 4.781
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.193.513,08 6.526.478,42 1.097
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.456.534,78 1.526
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.398.883,99 10.381.897,19 2.353
129.691,87 133
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29.992,81 2
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 29.992,81 0
159.684,68 135
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 46.942,78 21
8. Ergebnis nach Steuern 112.741,90 114
9. Sonstige Steuern 766,00 1
10. Jahresüberschuss 111.975,90 113

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023 der

Horn Hartstoffe GmbH, Tübingen

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma Horn Hartstoffe GmbH mit Sitz in Tübingen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 381349 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist entsprechend § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Von der Möglichkeit der größenabhängigen Erleichterung für mittelgroße Kapitalgesellschaften bei der Offenlegung nach § 327 HGB wird Gebrauch gemacht.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Allgemeine Grundsätze

Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Posten wurden wie folgt bewertet:

Aktiva

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.

Die zu Anschaffungskosten aktivierten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear pro rata temporis über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Vorräte

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten und -preisminderungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden mit den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Herstellungskosten und die Handelswaren zu Anschaffungskosten angesetzt. In den Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Anteile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Auf ungängige Artikel im Vorratsbereich werden Gängigkeitsabschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert angesetzt. Erkennbaren Einzelrisiken ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen worden.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Aufwendungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind unter dem Rechnungsabgrenzungsposten aktiv abgegrenzt.

Passiva

Rückstellungen

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

Fremdwährungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Diese Anlage ist integraler Bestandteil des Anhangs. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in voller Höhe Forderungen gegen Gesellschafter und resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 13 eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Flüssige Mittel

Der Posten enthält neben dem Kassenbestand die Guthaben bei Kreditinstituten.

Aktive latente Steuern

Von dem Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB wurde kein Gebrauch gemacht.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 410.000,00 und ist in voller Höhe einbezahlt.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Tantieme-, Urlaubs-, Gleitzeit- und Jubiläumsansprüche der Mitarbeiter, Instandhaltungs- und Gewährleistungsverpflichtungen sowie Jahresabschluss- und Beratungskosten.

Verbindlichkeiten

Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 - 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 600.121,26 0,00 0,00 600.121,26
Sonstige Verbindlichkeiten 371.680,93 0,00 0,00 371.680,93
971.802,19 0,00 0,00 971.802,19

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
EUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 129.463,52
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 13.315,99
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 228.901,42
371.680,93

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden ausschließlich durch den Verkauf von Hartstoffen im Inland erzielt.

Sonstige betrieblich Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 131,53 (i.V. TEUR 0).

Aufwendungen für Altersversorgung

Im Posten soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 81.304,72 (i.V. TEUR 77) enthalten.

V. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 2.412 und betreffen im Wesentlichen das Bestellobligo für technische Anlagen und Maschinen, Anlagen im Bau sowie für Rohstoffe. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

VI. Sonstige Angaben

Zum Geschäftsführer bestellt ist:

- Markus Horn, Tübingen

- Matthias Rommel, Dußlingen (ab 17. März 2023)

- Lothar Horn, Tübingen (bis 5. Februar 2023)

Hinsichtlich der Angabe zu den Gesamtbezügen der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a HGB wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 81 Mitarbeiter (i.V. 76 Mitarbeiter). Es ergibt sich folgende Zusammensetzung:

Personen
Angestellte 18
Gewerbliche Arbeitnehmer 63
81

Die Geschäftsführung schlägt vor den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 14.155.445,57 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

VII. Nachtragsbericht

Nach dem Abschlussstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

 

Tübingen, 10. April 2024

Horn Hartstoffe GmbH

Markus Horn, Geschäftsführer

Matthias Rommel, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 132.753,73 3.075,45 0,00 0,00 135.829,18
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 9.083.692,31 817.961,08 0,00 548.672,40 10.450.325,79
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 16.122.107,19 115.445,40 130.252,42 0,00 16.107.300,17
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 897.022,40 452.985,88 0,00 - 548.672,40 801.335,88
26.102.821,90 1.386.392,36 130.252,42 0,00 27.358.961,84
26.235.575,63 1.389.467,81 130.252,42 0,00 27.494.791,02
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 130.074,63 5.744,45 0,00 0,00 135.819,08
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.704.000,87 1.307.547,48 0,00 0,00 6.011.548,35
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 15.806.939,90 143.242,85 130.250,89 0,00 15.819.931,86
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
20.510.940,77 1.450.790,33 130.250,89 0,00 21.831.480,21
20.641.015,40 1.456.534,78 130.250,89 0,00 21.967.299,29
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 10,10 2.679,10
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 4.438.777,44 4.379.691,44
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung 287.368,31 315.167,29
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 801.335,88 897.022,40
5.527.481,63 5.591.881,13
5.527.491,73 5.594.560,23

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Unternehmen

Das Werk der Horn Hartstoffe GmbH umfasst aktuell 5.000 m 2 , davon 4.500 m 2 Produktionsfläche. Eine wirtschaftliche Formgebung bedingt hochgenaue Spritzguss- oder Presswerkzeuge - Qualitätsprodukte, wie sie der interne Werkzeugbau produziert. Mit unterschiedlichen Formgebungsverfahren (Strang-, Isostat- und Axialpressen, Spritzgießen), Sintern und bei der Pulveraufbereitung repräsentiert die Hartstoffproduktion den neuesten Stand der Technik. Die Hartmetallproduktion ist nach Materialflussprinzipien mit in Reihe gegliederten Prozessen organisiert.

"Beste Ergebnisse lassen sich nur dann erzielen, wenn ich bei meinen Werkzeugen auf die gesamte Prozesskette einwirken kann!" Diese Philosophie von Paul Horn, dem HORN - Firmengründer, wird von seinem Enkel Markus Horn als Grundlage für den Unternehmenserfolg konsequent weiterverfolgt. Die Horn Hartstoffe bildet die Basis zur flexiblen Versorgung von innovativen Hartmetall-Rohlingen auf höchstem Niveau für die Hartmetallwerkzeugfabrik Paul Horn GmbH.

Auf Basis der modernen Verfahrenstechnik und der prozesssicheren Arbeitsweise wird jeder Fertigungsschritt überwacht, geprüft und kontrolliert. Die Qualitätskontrolle sichert mit umfassenden Prüfungen und modernsten Mess- und Prüfanlagen die hohen Anforderungen an die Hartmetallrohlinge. Alle Produkte werden ausschließlich für die Hartmetallwerkzeugfabrik Paul Horn GmbH gefertigt und an diese verkauft.

Allgemeine Wirtschaftsentwicklung

Die Weltwirtschaft hat im Jahr 2023 um 3,2 % zugelegt. Dieses Wachstum ist im historischen Vergleich zwar verhalten, aber angesichts der Belastungen dennoch robust. Vielerorts wurde die konjunkturelle Entwicklung durch hohe Energiepreise, stark gestiegene Zinsen, Kaufkraftverluste infolge der erhöhten Inflation sowie geopolitische Krisen und Unsicherheiten belastet. In den meisten Ländern schwächelte dadurch in erster Linie die Industrie, während sich die Dienstleistungen vielerorts etwas besser behaupten konnten. Die Eurozone wuchs mit 0,5 % deutlich weniger. Die hohe Inflation blieb ein bedeutendes Problem. Sie lag im Schnitt zwischen 5-6 %, was die Kaufkraft minderte und das Wirtschaftswachstum belastete.

Im Gesamtjahr 2023 entwickelte sich die deutsche Wirtschaft gegenüber der Eurozone, und erst recht gegenüber der Weltwirtschaft, deutlich schlechter. Die preisbereinigte Entwicklung des Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag mit - 0,2 % (Vorjahr: + 1,8 %) nochmals deutlich niedriger als im bereits schwachen Vorjahr und eine Schrumpfung gab es ansonsten in kaum einem anderen Land der Eurozone. Es liegen deutliche Signale einer beginnenden Rezession vor.

Die Industrie gilt nicht umsonst als Motor der deutschen Wirtschaft, trägt sie doch zu etwas mehr als einem Viertel zum hiesigen Bruttoinlandsprodukt bei. Dieser Motor stottert gewaltig. So ist die Industrieproduktion im November 2023 zum sechsten Monat in Folge gefallen. Eine vergleichbar lange Negativserie hatte es zuletzt 2008 während der Finanzkrise gegeben. Die Produktion liegt fast vier Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie um mehr als 9 % unter dem Niveau von davor. Das Auftragspolster im Maschinenbau wurde abgearbeitet und die Auslastung in den Betrieben ist stark gesunken. Kurzarbeit ist in vielen Betrieben wieder ein Thema in 2024 geworden nachdem die Zahl in 2023 stark reduziert worden war.

Letztes Jahr konnte die Inlandsproduktion der Automobilindustrie wie schon im Vorjahr ausgebaut werden. Nach einem Plus von 12 Prozent 2022 ging es 2023 sogar um 18 Prozent aufwärts. Damit liegt die heimische Fertigung jedoch immer noch 12 Prozent oder über eine halbe Millionen Fahrzeuge unterhalb des Niveaus vom Vorkrisenjahr 2019. Zunehmend findet jedoch die Wertschöpfung für diese Produktion nicht mehr in Deutschland statt, sondern wird vermehrt außerhalb erbracht.

Zudem schaffen geopolitische Spannungen wie in der Ukraine und seit Oktober 2023 im Nahen Osten ein Klima zunehmender Unsicherheit und führen nicht zu den erwarteten Investitionen. Eine Beruhigung ist auch zum aktuellen Zeitpunkt nicht absehbar.

Präzisionswerkzeuge (Branchensituation)

Die Erwartungen der Präzisionswerkzeug-Industrie gemäß VDMA Fachgruppe Präzisionswerkzeuge lagen zu Beginn des Jahres 2023 bei einem Umsatzplus von 8 Prozent. Tatsächlich wuchs der Umsatz in der Branche nominal um nur 3 Prozent.

Gründe hierfür sind Kostensteigerungen, Steuerlast und steigende Bürokratieaufwände, die den Gewinn auffressen. Der Inlandsmarkt für Werkzeuge setzte trotz des schwachen gesamtwirtschaftlichen Umfelds mit einem Plus von 4 Prozent positive Akzente. Insbesondere die wieder funktionierenden Lieferketten und die dadurch stark gestiegene Inlandsproduktion der deutschen Autoindustrie und die hohe Produktionsauslastung und Auslieferung im Maschinenbau machten sich hier bemerkbar. Allerdings blieben gestiegene Materialpreise und Energiekosten herausfordernd für die Unternehmen.

Das Exportgeschäft konnte insgesamt leicht um 2 Prozent gesteigert werden, allerdings mit deutlich unterschiedlicher Entwicklung in den einzelnen Teilbranchen und nach Zielländern. Trotz aller Bemühungen seitens der amerikanischen Regierung kommen die USA nicht in Schwung. Auch eine anhaltende Schwäche im Chinageschäft war gegeben.

Der Ausblick auf das Jahr 2024 ist eher verhalten. Die Auftragsbestände vieler Kunden schwinden und die lange Zeit stabile Kapazitätsauslastung geht zurück.

Der Produktionswert Präzisionswerkzeuge lag 2023 bei geschätzt 9,7 Mrd. Euro und die Prognose für 2024 bewegt sich auf identischem Niveau (Quelle: Statistisches Bundesamt, Schätzung 2023 und Prognose 2024 VDMA).

Es zeichnet sich ein generell schwaches Investitionsklima in 2024 ab, 31 % der Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau bewerten ihre aktuelle Lage als schlecht oder sehr schlecht.

Von der wichtigsten europäischen Messe der AMB in Stuttgart vom 10. - 14. September 2024, erwarten die ausstellenden Branchen Zerspanwerkzeuge und Spanntechnik nachhaltige Konjunkturimpulse, denn innovative Produktionstechnologie wird immer gebraucht - insbesondere jetzt, weil Präzisionswerkzeuge beim Umbau zur klimaneutralen Produktion eine Schlüsselrolle spielen.

Negativ auf die Branche wirkt sich auch der stetig zunehmende Bürokratismus aus. Der Aufwand für die mittelständige Industrie in Deutschland wächst zu einer leidvollen, nicht wertschöpfenden Belastung an. Studien zeigen, dass der Aufwand zur Erfüllung der bürokratischen Auflagen die gleiche Höhe wie Forschungs- und Entwicklungsausgaben erreicht.

Das Ziel einer klimaneutralen Wirtschaft sehen wir als eine große Belastung für unseren Heimatmarkt Deutschland. Die durch die Regierung fortgesetzt erzeugte Unsicherheit durch permanente Richtungswechsel und somit einem einhergehenden Verlust von Planungssicherheit schafft kein Klima zur Investition in Deutschland, sondern sorgt dafür, dass Investitionen selbst von deutschen Unternehmen deutlich verstärkt im Ausland stattfinden. Die politisch indizierten Kostensteigerungen und im internationalen Vergleich sich zum Standortnachteil entwickelnden Energiekosten sorgen für eine Schließung und Verlagerung energetisch intensiverer Produktionen. Dies zeigt eindrucksvoll die chemische Industrie mit signifikantem Abbau in Deutschland und massiven Investitionen im Ausland. Die fortschreitende Deindustrialisierung in Deutschland setzt sich deutlich weiter fort und lässt den Markt der spanenden Produktion deutlich schrumpfen.

Allgemeiner Überblick

Der VDMA teilte in seiner Pressekonferenz im Januar 2024 mit, dass der Umsatz 2023 mit Präzisionswerkzeugen um nominal 3% gegenüber Vorjahr gesteigert werden konnte. Die im Jahr zuvor vorgetragene Umsatzsteigerung in Höhe von 8% konnte bei weitem nicht erreicht werden. Bemängelt aber gleich, dass durch Kostensteigerung, Inflation, steigender Bürokratieaufwand etc. in der Branche bereits existenzbedrohende Zustände herrschen.

Der Inlandsmarkt zeigte sich mit einem Plus von 4% ordentlich, jedoch legte gemäß den Zahlen des Verbands der Export nur um 2% zu.

Konnte in der Branche Automotive in 2023 noch ein Produktionszuwachs, bedingt durch entspannte Liefersituationen aus 2022 heraus, erreicht werden, so ist die Situation in 2024 durch stark rückläufige Zahlen geprägt. Maschinenbau wird in seiner Nachfrage auf dem Niveau von 2023 gesehen. Medizintechnik und Aerospace sollen in 2024 weiter wachsen.

Die Erwartungen für 2024 formuliert der Verband in der Form, dass im ersten Halbjahr 2024 bestenfalls eine Seitwärtsbewegung möglich sei und eine Steigerung frühestens mit dem 2. Halbjahr 2024 erwartet wird.

Umsatzentwicklung

Die Verkaufsumsätze in 2023 der Gesellschaft erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 14,5 %. Die positive Auftragseingangstendenz brachte nochmals einen deutlichen Umsatzschub mit sich. Im Jahr 2023 erreichte die Gesellschaft einen Auftragseingang von knapp 18,65 Mio. EUR.

Produktion

Produziert wird ausschließlich in Deutschland am Sitz in Tübingen, Steinlachwasen 14 - 16. Ein Ziel der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 bestand darin, die vorhandenen Produktionsressourcen effizient zu nutzen sowie mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen eine hohe Gutteilmenge pro Zeiteinheit auszubringen. Eine höhere Auslastung der Produktionsmittel, Reduzierung von Stillstandzeiten sowie die konsequente Vermeidung von Ausschuss ermöglichten eine effektive Stückausbringung. Das erreichte Produktionsvolumen lag bei über 7,5 Millionen Stück.

Beschaffung

Gemäß unserer Unternehmensstrategie wurde bei der Materialbeschaffung sehr stark auf Qualität und Wirtschaftlichkeit geachtet, gefolgt von Preis- und den Umweltaspekten. Der bewährte Lieferantenstamm konnte weiterhin berücksichtigt werden. Zur Risikominimierung wurde der Lieferantenstamm an der einen und anderen Stelle erweitert und Alternativlieferanten weiter aufgebaut. Eine höhere Bevorratung von Ausgangsmaterialien ist notwendig, um eine Verbesserung in der stabilen Materialbereitstellung und -versorgung vor allem vor dem Hintergrund der deutlich gestiegenen Output-Menge zu erreichen. Passend zum Produktionsanstieg wurde auch das Niveau der Bevorratung von Eingangsmaterialien angepasst. Zu Beginn des Jahres 2023 hat sich die Versorgungslage wieder weitgehend beruhigt und einher ging eine beginnende Normalisierung der Preissituation.

Investitionen

Im Jahr 2023 wurden bei der Horn Hartstoffe GmbH Neuinvestitionen (mit geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau) in Höhe von 1,389 Mio. EUR (VJ. 1,388 Mio. EUR) getätigt.

Diese gliedern sich wie folgt:

Immaterielle Vermögensgegenstände 0,003 Mio. EUR
Technische Anlagen und Maschinen 0,818 Mio. EUR
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,115 Mio. EUR
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,453 Mio. EUR
Summe 1,389 Mio. EUR

Im Bereich Spritzgießen wurden in 2022 Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen bestellt, die in 2023 erfolgreich in Betrieb genommen wurden. Eine neue Messautomation wurde in 2022 bestellt und kam zur Auslieferung in 2023. Im Bereich Werkzeugbau wurden weitere Investitionen mit Schwerpunkt Fräsen und Erodieren in Betrieb genommen. In 2023 ist ein Sinterofen bestellt worden. Im üblichen Rahmen wurden weitere Investitionen zur Kapazitätserweiterung und Qualitätsverbesserung für 2024 geplant.

Alle Investitionen wurden vollständig aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert.

Personal / Mitarbeiter/innen

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl lag mit insgesamt 81 Arbeitnehmer/-innen (VJ. 76 Arbeitnehmer/-innen) etwas über dem Vorjahresniveau. Zur Abfederung der Schwankungen im Kapazitätsbedarf wurde im Jahr 2023 wieder auf Leiharbeiter zurückgegriffen.

Die Personalkosten betrugen 5,333 Mio. EUR zzgl. dem Arbeitgeberanteil zur Sozial-versicherung mit 0,961 Mio. EUR und den sonstigen sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von 0,233 Mio. EUR. Insgesamt erhöhten sich die Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um 0,648 Mio. EUR. Ursächlich für diesen Zuwachs waren hierbei insbesondere die gestiegene Mitarbeiterzahl, die planmäßige, den allgemeinen Gegebenheiten angepasste Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie die freiwilligen Zahlungen einer Einmalzahlung. Der variable Einsatz von Leihkräften in 2023 trug ebenfalls zur Kostenerhöhung bei.

Qualitätssicherung und Umweltschutz

Die Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH ist bereits seit 1996 nach ISO 9001 und zudem nach VDA 6.4 zertifiziert. Die Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH verfolgt im Rahmen der Zertifizierung sowie der laufenden Überwachungsaudits das Ziel, diesen Weg der kontinuierlichen Verbesserung der Organisation fortzusetzen. Zudem ist die Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH seit dem Jahr 2000 gemäß Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 und seit 2013 gemäß Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Dieses Qualitätsdenken und der aktive Umweltschutz sind auch in der Horn Hartstoffe GmbH tief verankert. Die Horn Hartstoffe GmbH ist ebenfalls nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert und unterliegt der Überwachung.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert EUR 410.000,00 und ist in voller Höhe einbezahlt.

Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von + 0,112 Mio. EUR. Das Eigenkapital erhöhte sich von 14,453 Mio. EUR auf 14,565 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote verminderte sich aufgrund der erhöhten Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr von 93,2 % auf 91,6 %.

Der Wert der Warenvorräte betrug 7,536 Mio. EUR (VJ. 6,929 Mio. EUR). Insbesondere die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden aufgrund des Nachfrageanstiegs und zur Sicherstellung der Materialversorgung gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich erhöht.

Die Bilanzsumme der Horn Hartstoffe GmbH ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und beträgt zum Abschlussstichtag 15,898 Mio. EUR (VJ. 15,505 Mio. EUR).

Finanzlage

Die Finanzmittel betrugen am Abschlussstichtag 0,481 Mio. EUR (VJ. 1,160 Mio. EUR). Sie verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,679 Mio. EUR. Ursächlich für den Liquiditätsrückgang waren im Wesentlichen die erhöhten Vorratsbestände sowie die erhöhten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände. Gegenläufig wirkt die stichtagsbedingte Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Ertragslage

Die Produktivität des Unternehmens konnte auch im Geschäftsjahr 2023 fortgesetzt verbessert werden. Zur Verbesserung der Lieferfähigkeit wurde der Lagerbestand durch die Produktion von Fertigprodukten kontinuierlich erhöht und wirkte im gesamten Jahr 2023 leicht lagerbestandserhöhend. Zusätzlich wurde im Bereich Rohmaterial der Pulverbestand durch hohe Bestellmengen und Kontrakte weiterhin bewusst aufgebaut.

Investitionstätigkeiten in Anlagevermögen wurden fortgesetzt und konnten aus dem erwirtschafteten Cash-Flow bezahlt werden. Beim Aufbau der Vorräte halfen die aufgebauten Liquiditätsreserven, die nur teilweise in Anspruch genommen werden mussten. Unter den genannten Bedingungen ist das erreichte Ergebnis in 2023 zwar nicht zufriedenstellend, aber entspricht unseren Erwartungen. Das Unternehmen war zu keinem Zeitpunkt einer Gefährdung ausgesetzt.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohertragsquote II (Rohertrag abzüglich Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung), Umsatzrendite und den Cash-Flow heran. Die Umsatzrendite berechnen wir mit dem EBIT im Verhältnis zur Gesamtleistung, den Cash-Flow aus der Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen.

Entsprechend der Vorjahresprognose stellen sich unsere Leistungsindikatoren wie folgt dar. Die Rohertragsquote II beträgt im Geschäftsjahr 16,83 % und liegt um 2,77 Prozentpunkte unter Vorjahresniveau. Der Cash-Flow beträgt im Geschäftsjahr 1,569 Mio. Euro (Vorjahr: 1,639 Mio. Euro). Die Umsatzrendite liegt bei 0,5 % (Vorjahr: 0,6 %) und liegt somit auf dem Niveau des Vorjahres.

Forschung und Entwicklung

Die Aktivitäten in diesem Bereich waren im Jahr 2023 gerichtet auf die folgenden Schwerpunkte:

Reduzierung der Ausschussquote in der Produktion,

Optimierung und Qualifizierung sowohl bestehender als auch neuer und technologisch verbesserter HM-Sorten und deren Produktionsparameter,

Verbesserung der Stabilität aller Produktionsprozesse,

Substitution fehleranfälliger Verfahren durch optimierte Prozesse und Produktionsmittel, Schaffung und Optimierung innovativer Werkzeugkonzepte,

gezielte Erweiterung und Prozessverbesserung im Werkzeugbau und

Entwicklungsprojekte im Bereich mehrachsigem Pulverpressen

Zu den genannten Schwerpunkten konnten im Geschäftsjahr 2023 Fortschritte erzielt werden. Die Aktivitäten werden auch in 2024 fortgesetzt.

Risiken und Chancen

Mögliche Risiken resultieren aus der Abhängigkeit vom einzigen Kunden Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH und den konjunkturellen Einflüssen in den für diesen Kunden relevanten Märkten.

Ertrags- und Umsatzrisiken ergeben sich im Wesentlichen aus der bestehenden politischen Unsicherheit in Europa und der hohen Inflation, die das Verbraucherverhalten und die Investitionsneigung der Marktteilnehmer negativ beeinflussen.

Der in 2022 ausgebrochene und andauernde Krieg in der Ukraine sowie die vor allem zu Beginn des Jahres weiter anhaltende Lieferketten-Thematik, hohe Energiekosten und hohe Inflationsraten hatten deutliche, teilweise irrationale Preissteigerungen zur Folge. Die Maßnahmen der EZB, den Leitzins in mehreren Stufen seit September 2022 deutlich über 12 Monate bis auf ein Niveau von 4,5 % zu erhöhen, zeigten im Jahresverlauf hierauf positive Auswirkungen, wirken sich jedoch negativ auf die Investitionstätigkeit von Unternehmen aus. In 2024 rechnen wir weiter mit rückläufigen Inflationsraten und Leitzinssenkungen. Der beschriebene Zweitrundeneffekt traf in 2023 ein und hielt ein hohes Preisniveau.

Es erhärtet sich der Trend beim Automobil hin zur Elektromobilität. Diese Problematik wird sicherlich in Zukunft eine bedeutende Rolle spielen und muss sehr sorgfältig beobachtet werden. Die erwähnte weltweite Produktionslücke von Fahrzeugen bis 2025 hat ebenfalls ihren Einfluss auf die Werkzeugnachfrage.

Chancen ergeben sich aus der Erweiterung des Hartmetall-Produktportfolios, das auch für externe Kunden außerhalb der Horn Unternehmensgruppe interessant sein könnte. Zudem können wir die Anforderungen nach Rohlingen mit anspruchsvollen Geometrien durch komplexe Werkzeuglösungen in den Formgebungsverfahren erfüllen.

In wieweit sich die zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung weltweiten politischen Spannungen sowie die Folgen des Krieges in der Ukraine und die Entwicklung im Nahen Osten weiterhin auswirken werden, kann kaum prognostiziert werden. Das Decoupling USA und China führt zu einer weiteren, schwierig in der Auswirkung einzuschätzenden Situation auf den Märkten. Die Beschaffungspreise für Materialien, Energie, Logistik und Produktionshilfsmittel sind in 2023 nach einer zu Beginn sich andeutenden Seitwärtsbewegung in der Folge zu einer weiteren Teuerungsentwicklung umgeschwenkt. Nur wenige Produkte konnten bis heute wieder auf ein Niveau vor 2022 zurückgeführt werden. Durch längerfristige Liefervereinbarungen und eine hohe Bevorratung konnten die Auswirkungen auf die Ertragskraft der Gesellschaft vorerst einigermaßen begrenzt werden. Selbstverständlich kann sich durch drastische Änderungen bei Lieferanten und Kunden, die derzeit nicht erkennbar sind, die Situation noch tendenziell und nachhaltig ändern.

Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, bestehen aktuell nicht. Die Gesellschaft verfügt mit der Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH nur über einen Kunden, der jedoch sehr solvent ist und in dieser Konstellation seit Unternehmensgründung zusammengearbeitet wird. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und benötigt keinerlei Finanzkredite. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Management

Mit großem Bedauern und tiefer Trauer mussten wir am 5. Februar 2023 vom Tode des geschäftsführenden Gesellschafters und Sohn des Firmengründers Lothar Horn erfahren. Er verstarb nach schwerer Krankheit.

Matthias Rommel wurde am 17. März 2023 neben Markus Horn zum weiteren Geschäftsführer bestellt.

Voraussichtliche Entwicklung, Planungen, Prognosen und Ausblick auf 2024

Die positive Entwicklung des Auftragseingangs lässt eine stabile Umsatz- und Ertragssituation im Geschäftsjahr 2024 erwarten. Somit planen wir für 2024, auf einem ähnlichen Umsatzniveau ein positives Jahresergebnis aufgrund gesteigerter Produktivität zu erreichen. Preisanpassungen wurden zu Beginn des Jahres umgesetzt. Die genehmigten Investitionsschwerpunkte für 2024 liegen auf der Erweiterung und Erneuerung einzelner Produktionskapazitäten, der fortgesetzten Erweiterung der Kapazitäten im eigenen Werkzeugbau, Erweiterung automatisierter Endproduktprüfungen sowie Flexibilisierung in der Pulveraufbereitung. Im Personalbereich werden Lücken bedingt durch natürliche Fluktuation rechtzeitig geschlossen. Fortgesetzte Entwicklung in innovative Werkzeug- und Produktionstechnologien werden neue Produkte und hoch effizient produzierte Hartmetallteile hervorbringen. Wir schauen mit begründetem Optimismus in eine erfolgversprechende Zukunft.

 

Tübingen, den 10. April 2024

Horn Hartstoffe GmbH

Markus Horn, Geschäftsführer

Matthias Rommel, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Horn Hartstoffe GmbH, Tübingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Horn Hartstoffe GmbH, Tübingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Horn Hartstoffe GmbH, Tübingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss ohne Inanspruchnahme von Erleichterungen für die Offenlegung.

 

Stuttgart, den 10. April 2024

Dr. Breuer + Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Tobias Wittemann, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.