Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 41050
Eingetragen
11.6.2004
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
An- und Verkauf von neuen und gebrauchten EDV-Systemen und elektronischen Artikeln, Export und Import von neuen und gebrauchten EDV-Systemen und elektronischen Artikeln, Erbringung von EDV-Dienstleistung und Beratung, Implementierung inkl. Professional Service und Installation von EDV-Systemen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frank Josef Breuning
seit 26.5.2025
Prokura
Stefan Hofmann
seit 16.9.2024
Geschäftsführer
Felix Pohl
seit 8.10.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

dacoso Group GmbH & Co. KG
Germany
500.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

dacoso GmbH

Langen (Hessen)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Langen und ist beim Amtsgericht Offenbach am Main im Handelsregister, Abteilung B, unter Nummer 41050 seit dem 11. Juni 2004 eingetragen.

Die dacoso GmbH (kurz: "dacoso") ist ein IT-Unternehmen mit Hauptsitz in Langen (Hessen) und versteht sich als herstellerunabhängiger Berater, Systemintegrator und Betreiber von IT-Lösungen. Die Gesellschaft verfügt inzwischen über eine flächendeckende Präsenz in Deutschland und in der DACH-Region. Die Geschäftstätigkeit der dacoso ist in drei Segmente gegliedert: Optical Networks, Intelligent Networks und Cyber Security. Der Bereich Optical Networks umfasst Services rund um die die Anbindung von Rechenzentren oder Standorten mit Glasfasertechnologie, der Bereich Intelligent Networks die Transformation von statischen Netzwerken zu dynamischen, cloudbasierten Netzwerken durch hochflexible Lösungskonzepte und der Bereich Cyber Security die Überwachung von Unternehmensnetzwerken aus dem zertifizierten Security Operations Center (SOC).

Dieses Leistungsportfolio liefert einen wertvollen Beitrag zur Stabilität und Zukunftssicherheit der mehr als 250 Kunden, davon eine Vielzahl von DAX-notierten Unternehmen und weiteren, namhaften Kunden aus der Industrie, Banken, Handel sowie dem öffentlichen Bereich. Dieses breit gefächerte Kundenspektrum schafft eine wirtschaftliche Stabilität und Resilienz der dacoso.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft betreibt aus der Geschäftstätigkeit als IT-Dienstleister Forschungs- und Entwicklungsleistungen zur Weiter- und Neuentwicklung von Produkten zu eigenen Zwecken als auch im Rahmen von Kundenprojekten. Dies umfasst insbesondere den Bereich Netzwerkautomatisierung und -überwachung sowie das Management und Monitoring im Bereich Cyber Security.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Unsicherheiten aufgrund des Ukraine-Konfliktes mit Auswirkungen auf die Erzeuger- und Verbraucherpreise bestanden im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam dabei in einem krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Neben den Preisentwicklungen dämpften steigende Finanzierungszinsen sowie eine gesunkene Nachfrage aus dem In- und Ausland die wirtschaftliche Entwicklung.

Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der EU stagnierte im Gesamtjahr 2023 gemäß der Statistik der EU-Kommission bei 0% (Vorjahr 3,3%). In Deutschland schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut dem Statistischen Bundesamt um -0,3% (Vorjahr +1,8%). Damit fiel die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im europäischen Vergleich weiterhin deutlich niedriger aus. Der ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland lag mit 86,4 Punkten im Dezember 2023 unter dem Vorjahreswert vom Dezember 2022 mit 88,6 Punkten. Damit blieb die Stimmung innerhalb der deutschen Wirtschaft eingetrübt.

Gegenüber dem Vorjahr zeigte sich der gesamte ITK Markt in Deutschland im Jahr 2023 nicht ganz so wachstumsstark, lag aber mit +2,0% laut Branchenverband bitkom immer noch deutlich über dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum.

2. Geschäftsverlauf

Durch ein erhöhtes Auftragsvolumen aus dem Bereich der ITK Infrastruktur konnte die Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr mit einer Ausweitung der Umsatzerlöse auf 150 Mio.€ deutlich gesteigert werden. Dieses resultiert auch in einem gestiegenen Rohertrag gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr, mit dem das Geschäftsjahr erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Begleitend setzten wir auch unsere Investitionen in verbesserte Aufbaustrukturen und Ablaufprozesse fort, und erhöhten weiterhin die Anzahl unserer Mitarbeiter im Geschäftsjahresverlauf.

Die dacoso GmbH kann sich weiter im Markt behaupten und trotz der schwierigen Rahmenbedingungen überdurchschnittliche Wachstumsraten realisieren. Als weiterhin wesentlichen Wettbewerbsvorteil sieht die Geschäftsführung nach wie vor die umfangreiche Projekterfahrung und das Know-how der eigenen Mitarbeiter. Die qualifizierte Führung des Unternehmens wird sowohl durch die erreichten ISO-9001 als auch ISO-27001 Zertifizierungen weiterhin bestätigt.

3. Lage

a) Vermögenslage & Kapitalstruktur

30.09.2023 30.09.2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen
Immaterielle VG 2.182 97 2.085 2.143,3%
Sachanlagen 2.649 470 2.179 463,8%
Finanzanlagen 5.036 3.271 1.765 54,0%
Umlaufvermögen
Vorräte 21.807 19.492 2.315 11,9%
Forderungen und sonstige VG 18.563 26.998 -8.435 -31,2%
Kassenbestand, Bank 16.586 0 16.586 100,0%
ARAP 1.456 517 939 181,8%
Bilanzsumme Aktiva 68.279 50.844 17.435 34,3%
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 500 500 - -
Gewinnvortrag 10.319 6.902 3.417 49,5%
Jahresüberschuss 965 3.416 -2.451 -71,7%
Rückstellungen 1.692 1.687 5 0,3%
Verbindlichkeiten 47.990 35.237 12.753 36,2%
PRAP 6.239 3.101 3.138 101,2%
Passive Latente Steuern 574 0 574 100,0%
Bilanzsumme Passiva 68.279 50.844 17.435 34,3%

Die Vermögens- und Kapitalstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 verändert. Das langfristig gebundene Vermögen erhöhte sich um insgesamt TEUR 6.029. Dieses resultierten aus erhöhten Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Investitionen in unser Digitalisierungsprogramm sowie einem korrigierten Ausweis unserer IaaS Anlagen im Rahmen unserer Managed Services, welche zuvor im Vorratsvermögen bilanziert worden waren.

Das kurzfristig gebundene Vermögen erhöhte sich um insgesamt TEUR 11.406 vor allem aufgrund gestiegener Vorräte, die sich aufgrund der Ausweitung unserer Geschäfts- und Auftragsvolumens ebenfalls erhöht haben.

Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 aufgrund des Gewinns um TEUR 965 erhöht. Die Eigenkapitalquote fiel von 21,3% auf 17,3%.

Die Rückstellungen blieben im Vergleich zum vorherigen Geschäftsjahr mit TEUR 5 Zunahme nahezu unverändert.

Die Zunahme der Verbindlichkeiten ist im Wesentlichen auf eine Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 5.585 zurückzuführen, welches in der Ausweitung des Geschäftsvolumens begründet liegt.

Der Ausweis passiver latenter Steuern erfolgt aufgrund einer Differenz zwischen Handels- und Steuerbilanz infolge der Aktivierung immaterieller Vermögenswerte in Höhe von TEUR 2.163. Ertragssteuerlich sind diese nicht zu aktivieren, sondern sofort als Aufwand zu erfassen.

Eine Finanzierung ausschließlich aus dem operativen Geschäft kann derzeit aus eigener Kraft gewährleistet werden. Die Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit sowie die Zahlungsfähigkeit sind sichergestellt.

b) Ertragslage

30.09.2023 30.09.2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Umsatzerlöse 150.315 98.454 51.860 52,7%
Bestandsveränderung 7.085 -250 7.335 2.935,2%
Sonstige Erträge 1.960 1.615 345 21,4%
Materialaufwand -110.701 -56.417 -54.283 -96,2%
Personalaufwand -28.516 -25.764 -2.752 -10,7%
Abschreibungen -1.042 -405 -637 -157,1%
Sonstige Aufwendungen -16.212 -11.689 -4.523 -38,7%
Sonstige Steuern -124 -26 -98 -380,5%
Betriebsergebnis 2.765 5.518 -2.753 -49,9%
Zinserträge 132 28 104 378,0%
Zinsaufwendungen -1.328 -594 -734 -123,7%
Finanzergebnis -1.196 -566 -630 -111,2%
Ertragsteuern -604 -1.536 932 60,7%
Jahresüberschuss 965 3.416 -2.451 -71,7%

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 150.315 (Vorjahr: TEUR 98.454) an. Dieser Anstieg ist durch eine erhöhte Kundennachfrage und den Gewinn von zusätzlichen Großaufträgen und Neukunden begründet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 1.961) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Verrechnung sonstiger Sachbezüge TEUR 1.199, Investitions- und Förderzuschüsse von TEUR 266, Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 112, Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 259 sowie Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 3.

Auf der Kostenseite haben sich die Aufwendungen für den Materialaufwand aufgrund von zusätzlichen bezogenen Waren im Berichtsjahr um TEUR 54.283 im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Ausschlaggebend hierfür sind der erhöhte Anteil Hardware-bezogener Leistungen auf der Absatzseite.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahr auf Mio.€ 28,5 (Vorjahr: Mio.€ 25,8) durch die Einstellung neuer Mitarbeiter.

Die Abschreibungen haben sich infolge des Ausbaus der Managed Service Leistungen und eines korrigierten Ausweises des Anlage- gegenüber dem Vorratsvermögen im Geschäftsjahr 2022/2023 um TEUR 637 erhöht. Hiervon entfallen auf aktivierte immaterielle Vermögenswerte TEUR 181 und auf Abschreibungen auf Sachanlagen TEUR 861.

Im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außerordentliche Belastungen von TEUR 3.467 aus Vorjahren enthalten. Die übrigen Aufwendungen stiegen im Berichtsjahr um TEUR 1.057, oder 9% gegenüber Vorjahr. Hierin enthalten sind Steigerungen im Bereich mitarbeiterbezogener Kosten (Reise- und Fortbildungskosten) von TEUR 378, Abgänge aus Anlagevermögen von TEUR 265 sowie um TEUR 263 gestiegene EDV-Kosten.

Das Betriebsergebnis reduzierte sich insbesondere aufgrund der Belastungen aus Vorjahren daher insgesamt um TEUR 2.753 auf TEUR 2.765.

Unter Berücksichtigung des negativen Finanzergebnisses von TEUR 1.196 (Vorjahr: TEUR 566) sowie der Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 605 (Vorjahr: TEUR 1.536), ergibt sich insgesamt für das Berichtsjahr 2022/2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 965 (Vorjahr: TEUR 3.416).

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozentpunkte geringer und beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr 0,6 %.

Das EBITDA für das Geschäftsjahr 2022/2023 beläuft sich auf TEUR 3.932 (Vorjahr: TEUR 5.949) und ist damit um TEUR 2.018 gesunken. Ohne Berücksichtigung der periodenfremden Aufwendungen von TEUR 3.467 beträgt das bereinigte EBITDA TEUR 7.398.

Der Jahresüberschuss fiel insgesamt zurück auf TEUR 965 und damit TEUR 2.451 geringer aus als im vorhergehenden Geschäftsjahr.

III. Prognosebericht

Die weltpolitische Lage bleibt geprägt von einer Reihe von Herausforderungen, darunter geopolitische Spannungen und Handelskonflikte. Die zunehmende Fragmentierung der internationalen Beziehungen und der Protektionismus einiger Länder können die globale Wirtschaft weiterhin belasten und die Dynamik des internationalen Handels beeinträchtigen.

Für das Jahr 2024 wird in Deutschland ein moderates Wirtschaftswachstum erwartet. Die Bundesregierung prognostiziert in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 ein reales BIP- Wachstum von 0,2%. Diese Prognose stützt sich auf eine stärkere Inlandsnachfrage, anhaltende Investitionen und ein robustes Exportwachstum. (Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)

Für die Europäische Union wird ebenfalls ein moderates Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 erwartet. Die Europäische Kommission prognostiziert ein reales BIP-Wachstum von etwa 0,8% für die Eurozone und 0,9% für die gesamte EU. Dieses Wachstum wird durch eine allmähliche Erholung der Verbrauchernachfrage, erhöhte Investitionen und eine verbesserte Exportleistung unterstützt. (Quelle: Europäische Kommission)

Infolge des stabilen Wachstums in der IT-Branche und der immer größer werdenden Bedeutung von IT-Sicherheit, Automatisierungslösungen und Bandbreite erwartet dacoso im Geschäftsjahr 2023/2024 einen vergleichbar hohen Rohertrag bei einer weiterhin konstanten Gewinnsituation vor periodenfremden Aufwendungen.

IV. Chancen und Risikobericht

1. Risikobericht

Die nachfolgend beschriebenen Risiken könnten nach Einschätzung der Geschäftsführung nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft haben. Dennoch sind hier nicht alle Risiken dargestellt, denen das Unternehmen möglicherweise ausgesetzt ist. Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die aktuell als unwesentlich eingeschätzt werden, könnten die Geschäftsentwicklung des Unternehmens ebenfalls beeinträchtigen. Neben den Risiken mit Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage ermittelt dacoso auch nichtfinanzielle Risiken.

Die Investitionsbereitschaft unserer Kunden ist unter anderem von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und einem positiven Konjunkturverlauf abhängig. Bei einer schwächeren oder gar rückläufigen Konjunktur bestehen entsprechende Risiken für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage. Die Folgen der Covid-19 Pandemie sind im Berichtsjahr nicht mehr relevant. Insgesamt zeigte sich der IT-Markt trotz dieser belastenden Rahmenbedingungen recht robust. Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit des Eintritts der Risiken aus Gesamtwirtschaft und Markt als mittel ein.

Der Markterfolg von dacoso hängt davon ab, die Produkte und Services in Qualität und Zeit entsprechend nach den Kundenbedürfnissen bereitzustellen. Daher besteht das Risiko, die vom Markt geforderte Qualität der Services nicht zu erreichen, mit der technischen Entwicklung nicht Schritt zu halten und damit die Kundenforderungen nicht erfüllen zu können. Die damit zusammenhängenden wesentlichen Risiken liegen in der Qualität des Leistungsportfolios, dem Kundenbestand, der eigenen Kostenstruktur und den Mitarbeitern.

Zur Erbringung des Leistungsportfolios konkurriert dacoso mit zahlreichen Anbietern auf dem IT-Markt, in dem die Wettbewerbsintensität in den letzten Jahren stetig zugenommen hat. Die dacoso ist jedoch mit seiner flächendeckenden Präsenz in der DACH-Region und dem guten Kundenzugang sowie guter Kundenbindung im Vorteil. Die Servicequalität und Kundenorientierung der erfahrenen und qualifizierten Mitarbeiter sollte weiterhin einen Wettbewerbsvorteil der dacoso darstellen.

Der Kundenbestand der dacoso umfasst klassische Unternehmenskunden, Telekommunikationsunternehmen ("Carrier") sowie die öffentliche Hand. Obwohl das Kundenportfolio recht breit ist, könnte der Verlust von Kunden signifikante Auswirkungen auf die dacoso GmbH haben. Die dacoso begegnet diesem Risiko mit dem gelebten Prinzip der sehr engen und persönlichen Betreuung des Kunden und einer optimalen Leistungserbringung.

Die Kostenstruktur der dacoso ist von einem hohen Anteil an Kosten für die Materialbeschaffung geprägt. Die Materialkosten umfassen zu wesentlichen Teilen Hardwarebeschaffung für Netzwerkinfrastruktur. Diese Komponenten werden von wenigen Herstellern produziert, sodass sich Abhängigkeiten hinsichtlich Verfügbarkeit und Konditionen ergeben.

Die Mitarbeiter sind ein wesentlicher Schlüsselfaktor für den Erfolg der dacoso. Wichtig für den Wachstumskurs des Unternehmens ist die Fähigkeit, neue Mitarbeiter zu gewinnen. Zu den größten Personalrisiken zählt daher, dass es nicht gelingt, die erforderliche Anzahl an qualifizierten Personen für dacoso zu gewinnen und diese langfristig an das Unternehmen zu binden. Es wurden verschiedenen Initiativen fortgesetzt sowie neu gestartet, um dacoso als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren und damit dieses Risiko zu reduzieren.

2. Chancenbericht

Wachsende Nachfrage nach Digitalisierung: Die fortschreitende Digitalisierung in verschiedenen Branchen bietet unserem Unternehmen zahlreiche Chancen. Unternehmen suchen vermehrt nach IT-Dienstleistungen, um ihre Prozesse zu optimieren, ihre Effizienz zu steigern und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Die kontinuierliche Entwicklung und Einführung neuer Technologien wie künstliche Intelligenz, Netzwerkautomatisierung und IT-Sicherheit eröffnen uns Möglichkeiten, innovative Lösungen anzubieten und unsere Wettbewerbsposition zu stärken.

Die Bildung strategischer Partnerschaften und Kooperationen mit anderen Unternehmen oder Organisationen ermöglicht es uns, unser Leistungsangebot zu erweitern, neue Kunden zu gewinnen und unseren Marktzugang zu verbessern.

Im IT-Markt zeigen sich hohe technologische Innovationsgeschwindigkeiten verbunden mit vergleichsweise kurzen Produktzyklen. Die Bedeutung der IT nimmt aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung stetig zu. IT ist damit integrativer Bestandteil der betrieblichen Wertschöpfung und ein bestimmender Erfolgsfaktor bei fast allen Unternehmen. Die Komplexität der IT führt gleichzeitig dazu, dass viele Unternehmen für den erfolgreichen und sicheren Betrieb ihrer IT-Infrastruktur kompetente Partner benötigen. Die dacoso ist strategisch und strukturell so aufgestellt, dass Marktchancen schnell und flexibel genutzt werden können.

dacoso verfügt über ein breite Kundenstruktur aus Industrie, Banken, Telekommunikation sowie dem öffentlichen Sektor. Daraus ergibt sich die Chance, dass eventuelle Schwächen in den einzelnen Segmenten ausgeglichen werden können. Eine wichtige Kundengruppe sind Telekommunikationsunternehmen, die aktuell sehr stark in den Ausbau der Netzinfrastruktur investieren (Stichwort 5G). Hier sieht dacoso weiterhin Potential entsprechende Aufträge zu generieren. Ein weitere Kundengruppe im Fokus sind die öffentlichen Auftraggeber. Durch eine weitere Spezialisierung auf die Anforderungen des öffentlichen Sektors können sich Chancen ergeben, da deren Investitionsverhalten regelmäßig weniger konjunkturabhängig ist als die Gesamtwirtschaft.

Die Kunden erwarten von IT-Dienstleistern maßgeschneiderte Lösungen, hohe Flexibilität Serviceorientierung und Lösungskompetenz. Zudem spielen Aspekte wie Sicherheit und Verlässlichkeit eine zunehmende Rolle. Diese Faktoren haben unmittelbar Einfluss auf die Wahl des Dienstleisters.

Die dacoso wird von ihren Kunden seit vielen Jahren für das hervorragende Know-how im Projekt- und Servicegeschäft in unseren drei Geschäftsfeldern geschätzt. Die Kundenbasis konnte weiter ausgebaut werden und inbesondere in den Geschäftsfeldern Cyber Security und Intelligent Networks konnte ein überproportionales Wachstum und viele Neukunden gewonnen werden. Zudem entsteht bei der Quantenverschlüsselung ein aussichtsreicher Zukunftsmarkt, in den dacoso bereits frühzeitig investiert hat und erste Vertriebserfolge erzielt. Für dacoso ergeben sich damit als innovationsstarker und verlässlicher Partner mit sehr guter Marktreputation weitere Chancen für ein nachhaltiges Unternehmenswachstum.

3. Gesamtaussage

Die Bewertung der Chancen- und Risikosituation durch die Geschäftsführung der dacoso basiert auf der Betrachtung aller wesentlichen Risiken und deren Abwägung gegenüber den sich ergebenden Chancen. Nach Überzeugung der Geschäftsführung bewegen sich die dargestellten Risiken im beherrschbaren Rahmen. Die Geschäftsführung ist sich dem Chancen- und Risikoprofil der dacoso bewusst und erwartet, dass die dargestellten Risiken den operativen Erfolg des Unternehmens nicht gefährden und die Chancen mehrheitlich genutzt werden können.

 

Langen, den 17. April 2024

dacoso GmbH

Geschäftsführung

Thomas Joswig

Felix Pohl

Bilanz zum 30. September 2022/2023

Aktiva

30.09.2023 30.09.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten 2.162.595,00 0,00
2. und Werten 19.189,00 97.346,00
2.181.784,00 97.346,00
II. Sachanlagen
1. Technische Maschinen und Anlagen 2.287.331,04 20.762,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 361.490,00 449.040,00
2.648.821,04 469.802,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 611.003,81 111.003,81
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.425.000,00 3.159.468,75
5.036.003,81 3.270.472,56
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-,Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 0,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 8.419.406,04 1.334.250,29
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 13.278.063,57 18.158.126,66
4. geleistete Anzahlungen 109.285,64 0,00
21.806.755,25 19.492.376,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.480.338,70 25.758.078,46
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 320.747,15 461.838,88
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.762.025,95 777.803,45
18.563.111,80 26.997.720,79
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.586.384,15 0,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.455.713,43 516.489,98
Summe Aktiva - 68.278.573,48 50.844.208,28

Passiva

30.09.2023 30.09.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnvortrag 10.318.584,88 6.902.265,65
III. Jahresüberschuss 965.374,56 3.416.319,20
11.783.959,44 10.818.584,85
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 31.035,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.692.354,15 1.656.047,10
1.692.354,15 1.687.082,10
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.817.761,17 8.300.447,64
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.241.351,23 20.655.944,66
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 952.923,76 776.227,69
4. Sonstige Verbindlichkeiten 10.977.899,54 5.504.580,93
47.989.935,70 35.237.200,92
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.238.888,19 3.101.340,41
E. Passive Latente Steuern 573.436,00 0
Summe Passiva 68.278.573,48 50.844.208,28

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit Geschäftsjahre 2022/2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 150.314.625,45 98.454.433,41
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 7.085.155,75 -249.896,01
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.960.669,82 1.615.242,84
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 109.347.581,09 53.981.057,96
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.352.978,06 2.436.173,89
110.700.559,15 56.417.231,85
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 24.876.787,85 22.610.158,48
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Untersützung 3.639.228,34 3.153.877,15
davon für Altersversorung (-T€ 537, Vorjahr -T€ 523)
28.516.016,19 25.764.035,63
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 1.041.850,73 405.176,73
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.212.379,46 11.688.823,13
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 132.271,39 27.669,79
9. Zinsen und ähnliche Aufwendung 1.327.814,27 4.978.543,49
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 604.745,85 1.536.426,26
12. Ergebnis nach Steuern 1.089.356,76 3.442.120,26
13 Sonstige Steuern 123.982,20 25.801,06
14. Jahresüberschuss 965.374,56 3.416.319,20

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Die dacoso GmbH hat ihren Sitz in Langen und ist beim Amtsgericht Offenbach am Main im Handelsregister, Abteilung B, unter Nummer 41050 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften unter Beachtung der Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 30. September 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

1. Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungs-bzw. Herstellungskosten aktiviert und zwischen zwei und fünf Jahren linear abgeschrieben.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden planmäßig unter Anwendung der linearen Abschreibungsmethode ermittelt. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt bei den technischen Anlagen und Maschinen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 14 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen mit den Anschaffungskosten und Ausleihungen mit dem Nennbetrag angesetzt.

2. Vorräte

Die Vorräte werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Risiken in den Vorräten, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

3. Forderungen und andere Gegenstände des Umlaufvermögens

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen werden keine Wertberichtigungen vorgenommen, da erkennbare Einzelrisiken nicht vorliegen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen pauschalen Wertabschlag von 1 % ausreichend Rechnung getragen.

4. Liquide Mittel

Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der deutschen Bundesbank veröffentlichtem, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

7. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

8. Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

9. Fremdwährungsumrechnung

Kurzfristige Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

10. Passive Latente Steuern

Latente Steuern wurden auf Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

1. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens einschließlich der Abschreibungen des Geschäftsjahres ergibt sich aus nachstehendem Anlagespiegel:

ANLAGENSPIEGEL ZUM 30. SEPTEMBER 2023

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.10.2022 Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.265.378,21
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 411.679,44
411.679,44 2.265.378,21 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.121.624,77 697.427,21
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.762.153,18 100.311,28
4.883.777,95 797.738,49 0,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 111.003,81 500.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.159.468,75 1.265.531,25
3.270.472,56 1.765.531,25 0,00
8.565.929,95 4.828.647,95 0,00
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Umbuchungen Währungsdifferenzen 30.09.2023
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.265.378,21
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 411.679,44
0,00 0,00 2.677.057,65
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.242.191,07 5.061.243,05
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.862.464,46
2.242.191,07 0,00 7.923.707,51
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 611.003,81
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.425.000,00
0,00 0,00 5.036.003,81
2.242.191,07 0,00 15.636.768,97
Kumulierte Abschreibungen
01.10.2022 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Währungsdifferenzen 30.09.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 102.783,21 102.783,21
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 314.333,44 78.157,00 392.490,44
314.333,44 180.940,21 0,00 0,00 495.273,65
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.100.862,77 673.049,24 2.773.912,01
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.313.113,18 187.861,28 2.500.974,46
4.413.975,95 860.910,52 0,00 0,00 5.274.886,47
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4.728.309,39 1.041.850,73 0,00 0,00 5.770.160,12
Buchwert
30.09.2023 30.09.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.162.595,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 19.189,00 97.346,00
2.181.784,00 97.346,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.287.331,04 20.762,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 361.490,00 449.040,00
2.648.821,04 469.802,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 611.003,81 111.003,81
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.425.000,00 3.159.468,75
5.036.003,81 3.270.472,56
9.866.608,85 3.837.620,56

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen ergeben sich aus der nachfolgenden Aufstellung des Anteilsbesitzes.

Beteiligungsunternehmen Sitz Anteil Eigenkapital Jahresüberschuss (Jahresfehlbetrag)
%
dacoso GmbH Dietikon, Schweiz 100,0 CHF 522.636,68 CHF 46.092,69
dacosoplus GmbH 1 München 100,0 EUR -3.428.157,86 EUR -995.260,96
dacoso GmbH Wien, Österreich 100,0 EUR 731.036,50 EUR 371.824,04
All About Carrier Service GmbH München 100,0 EUR -99.044,86 EUR -270,20
dacoso Sequrium GmbH Langen 100,0 EUR 93.663,30 EUR 52.821,99

1) Es handelt sich dabei um die ehemalige we. Networks GmbH

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von EUR 2.973. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Rückforderungen auf Grund von Gewerbesteuer- und Körperschaftssteuerüberzahlungen in Höhe von TEUR 1.563 enthalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus folgenden Positionen zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
- Verpflichtungen aus dem Personalbereich 1.604 1.203
- Rückstellung ausstehende Eingangsrechnungen 0 260
- Jahresabschlusskosten 78 78
- Lohnsteuerprüfung 0 70
- Prozesskosten 0 35
- Sonstige 10 10
1.692 1.656

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der in § 285 Nr. 1 und 2 HGB geforderten Angaben ergibt sich aus nachstehendem Verbindlichkeitenspiegel:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit Restlaufzeit
30.09.2023 bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.817.761,17 7.072.490,77 2.745.270,40 -,--
(Vorjahr) (8.300.447,64) (8.300.447,64) (-,--) (-,--)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.241.351,23 26.241.351,23 -,-- -,--
(Vorjahr) (20.655.944,66) (20.655.944,66) (-,--) (-,--)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 952.923,76 952.923,76 -,-- -,--
(Vorjahr) (776.227,69) (776.227,69) (-,--) (-,--)
Sonstige Verbindlichkeiten 10.977.899,54 10.977.899,54 -,-- -,--
(Vorjahr) (5.504.580,93) (5.504.580,93) (-,--) (-,--)
davon aus Steuern 409.774,03 409.774,03 -,-- -,--
(Vorjahr) (500.019,19) (500.019,19) (-,--) (-,--)
davon i.R. der sozialen Sicherheit 86.348,96 86.348,96 -,-- -,--
(Vorjahr) (66.977,45) (66.977,45) (-,--) (-,--)
Verbindlichkeiten gesamt 47.989.935,70 45.244.665,30 2.745.270,40 -,--
(Vorjahr) (35.237.200,92) (35.237.200,92) (-,--) ( -,-- )

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von EUR 10.446.497,60 (2022: EUR 4.235.044,88). Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen Verbindlichkeiten.

Latente Steuern

Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bei der Bilanzierung von immateriellen Vermögensgegenständen. Bei der Berechnung wurde ein Gewerbesteuersatz von 14% zu Grunde gelegt. Zum Stichtag bestanden passive latente Steuern in Höhe von EUR 573.436,00 (2022: EUR 0).

Ausschüttungssperre

Zum Bilanzstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB:

Selbst geschaffene imm. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 2.163
abzüglich passiver latenter Steuern TEUR -573
Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge TEUR 1.590

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren aus dem Verkauf und der Implementierung von EDV- Systemen sowie der Erbringung von EDV-Dienstleistungen, die überwiegend im Inland erzielt werden.

Die Umsatzerlöse gliedern sich in die folgenden Bereiche:

Umsatzerlöse TEUR 150.315
Optical Networks TEUR 140.685
Intelligent Networks TEUR 7.132
Cyber Security TEUR 2.498

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Verrechnung sonstiger Sachbezüge TEUR 1.199 (2021/2022: TEUR 1.376), Investitions- und Förderzuschüsse von TEUR 266 (2021/2022: TEUR 24), Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 112 (2021/2022: TEUR 149), Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 259 (2021/2022: TEUR 0), Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 3 (2021/2022: TEUR 27) sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 0 (2021/2022: TEUR 22). Des Weiteren sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (2021/2022: TEUR 2) enthalten.

Erträge von außergewöhnlicher Bedeutung mit nahestehenden Personen

Im Berichtsjahr sind TEUR 13.824 Erträge aus dem Warenverkauf an die PJ Handels GmbH enthalten. Der Verkauf erfolgte im Rahmen einer Zwischenlagerung und -finanzierung eines größeren Kundenprojektes zu marktüblichen Konditionen. Nach Bilanzstichtag erfolgte eine Rückkauf der Ware, um diese im folgenden Geschäftsjahr im Rahmen eines Großauftrages bereitstellen zu können.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.468 (2021/2022: TEUR 3), Aufwendungen aus der Zuführung zu den Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 147 (2021/2022: TEUR 19), Fremdarbeiten in Höhe von TEUR 1.473 (2021/2022: TEUR 2.155) sowie EDV-Kosten in Höhe von TEUR 1.476 (2021/2022: TEUR 1.226). Des Weiteren sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 8 (2021/2022: TEUR 3) enthalten.

Die periodenfremden Aufwendungen entstehen durch den gemäß IDW RS HFA 6 korrigierten Ausweis der laaS Anlagen als Anlagevermögen statt als Vorratsvermögen und der entsprechend nachzuholenden Abschreibungen (TEUR 2.098), der Darstellung abgeschlossener Leasingverträge als Finanzierungsleasing statt als operatives Leasing (TEUR 1.035) und aus der Abgrenzung eines Wartungsvertrags (TEUR 334).

IV. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse gemäß § 251 und § 268 Abs. 7 HGB bestehen in Höhe von TEUR 1.015 (2021/2022: TEUR 988) aus Kreditverträgen. Bei den Kreditverträgen handelt es sich um die gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft für den Bankkreditrahmen der dacoso GmbH, Österreich sowie der dacoso GmbH, Schweiz, der zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 337 in Anspruch genommen war.

Für die angeführten Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten aufgrund des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft derzeit nicht zu rechnen ist. Bis zum Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses liegen keine Erkenntnisse vor, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverpflichtungen für Büroräume und Fahrzeuge. Die Mietverpflichtungen aus Büroräumen haben Laufzeiten bis 2034, die der Leasingverträge für Fahrzeuge bis 2026. Die Gesamtverpflichtung aus Mietverträgen für Büroräume beträgt TEUR 7.688.

Bei den Kfz-Leasingverträgen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Die Gesamtverpflichtung aus Kfz-Leasingverträgen beträgt TEUR 1.249.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Zum 01. Januar 2024 erfolgte die Anmietung neuer Büroflächen im Erstbezug für die Zentrale des Unternehmens am Standort Langen. Nach vorbereitenden Umbauten und technischer Installation wurden hier im März 2024 ein Großteil der nicht Logistik-bezogenen Funktionen hin umgezogen und die Bekenntnis zum Standort damit mittelfristig gefestigt.

4. Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Thomas Joswig, Dipl.-Ing., Gesamtgeschäftsführer

Herr Felix Pohl, Dipl.-Ing., Gesamtgeschäftsführer

Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

5. Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022/2023 im Durchschnitt 230 (Vorjahr 213) Arbeitnehmer.

Bereich Durchschnitt
Operations 180
Sales & Marketing 25
G+A 19
Management 6
Gesamt 230

6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Hinsichtlich des Gesamthonorars des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird auf die Angaben im Konzernabschluss der dacoso GmbH verwiesen.

7. Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB für die in der vorstehenden Aufstellung des Anteilsbesitzes aufgeführten Tochterunternehmen. Die Gesellschaft erstellt für den größten Teil der Unternehmen für das Geschäftsjahr 2022/2023 einen Konzernabschluss nach den Bestimmungen der §§ 290 ff. HGB. Der Konzernabschluss der dacoso GmbH wird im elektronischen Unternehmensregister bekannt gemacht.

8. Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 11.283.959, der sich aus dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 965.375 zuzüglich Gewinnvortrag in Höhe von EUR 10.318.584 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Langen, den 17. April 2024

dacoso GmbH

Geschäftsführung

Thomas Joswig

Felix Pohl

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die dacoso GmbH, Langen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der dacoso GmbH, Langen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der dacoso GmbH, Langen, für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 17. April 2024

CONLATA Geißelmaier & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

TIM RICHTER, WIRTSCHAFTSPRÜFER

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