Solzbacher GmbH & Co. KG
Selbe AdresseVeredlung von Holzwaren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sarah Christin Müller seit 8.2.2017 | Geschäftsführer |
Michael Jean Martin Solzbacher seit 12.1.2017 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SOBA Investitions- und Beteiligungs GmbHBad HonnefKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2016 bis zum 30.06.2017Anhang zum 30. Juni 2017der SOBA Investitions- und Beteiligungs
GmbH, Bad Honnef
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| Gezeichnetes Kapital | Anteile | |
| Konsolidierungskreis | EURO | in % |
| SOBA Investitions- und Beteiligungs GmbH, Bad Honnef - Mutterunternehmen - | 2.600.000,00 | |
| talk2move Fundraising GmbH, Bad Honnef | 28.000,00 | 100 |
| GFS Fundraising Solutions GmbH | 400.000,00 | 80 |
| Dritte-Welt-Shop-Gesellschaft für Entwicklungsförderung mbH | 2.560.000,00 | 88 |
| GFS probono GmbH | 25.000,00 | 100 |
Die GFS Fundraising Solutions GmbH wurde zum 1. Januar 2016 in den Konzernkreis aufgenommen. Die Dritte-Welt-Shop-Gesellschaft für Entwicklungsförderung mbH wurde zum 30. Juni 2016 in den Konzernkreis aufgenommen. Die GFS probono GmbH wurde zum 1. Januar 2017 in den Konzernkreis aufgenommen.
Von den im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften nehmen die Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Jahresabschlusses und eines Lageberichtes nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
| • |
talk2move Fundraising GmbH |
| • |
GFS Fundraising Solutions GmbH |
| • |
Dritte-Welt-Shop-Gesellschaft für Entwicklungsförderung GmbH |
| • |
GFS probono GmbH |
Konsolidierungsmethoden
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte durch Verrechnung des "fair values" der Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung (Neubewertungsmethode).
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge wurden eliminiert. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden aufgerechnet. Zwischenergebnisse wurden eliminiert.
Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung
Der vorliegende Konzernabschluss wurde unverändert zum Vorjahr nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.
Die Jahresabschlüsse der in die Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung bewertet.
Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist dem nachfolgenden Konzernanlagenspiegel zu entnehmen.
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||
| Stand 1.7.2016 | Zugang | Abgang | Stand 30.06.2017 | |
| Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.584.263,30 | 27.935,73 | 0,00 | 1.612.199,03 |
| 2. Geschäfts- und Firmenwert | 5.014.099,10 | 326.855,41 | 0,00 | 5.340.954,51 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 151.124,97 | 0,00 | 0,00 | 151.124,97 |
| Summe Immaterielle VG | 6.749.487,37 | 354.791,14 | 0,00 | 7.104.278,51 |
| II. Sachanlagevermögen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 4.600.000,00 | 91.523,84 | 0,00 | 4.691.523,84 |
| 2. Andere Anlagen, BGA | 1.929.950,77 | 368.638,14 | 65.900,62 | 2.232.688,29 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 13.998,00 | 0,00 | 13.998,00 | 0,00 |
| Summe Sachanlagevermögen | 6.543.948,77 | 460.161,98 | 79.898,62 | 6.924.212,13 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Wertpapiere des AV | 725,00 | 0,00 | 0,00 | 725,00 |
| Summe Finanzanlagen | 725,00 | 0,00 | 0,00 | 725,00 |
| Anlagevermögen gesamt | 13.294.161,14 | 814.953,12 | 79.898,62 | 14.029.215,64 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 1.7.2016 | Zugänge | Abgänge | Stand 30.06.2017 | |
| Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.096.904,00 | 275.142,60 | 0,00 | 1.372.046,60 |
| 2. Geschäfts- und Firmenwert | 2.484.342,33 | 864.405,10 | 0,00 | 3.348.747,43 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 150.000,00 | 0,00 | 150.000,00 |
| Summe Immaterielle VG | 3.581.246,33 | 1.289.547,70 | 0,00 | 4.870.794,03 |
| II. Sachanlagevermögen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 0,00 | 290.158,91 | 0,00 | 290.158,91 |
| 2. Andere Anlagen, BGA | 1.008.090,90 | 312.783,65 | 53.892,62 | 1.266.981,93 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Sachanlagevermögen | 1.008.090,90 | 602.942,56 | 53.892,62 | 1.557.140,84 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Wertpapiere des AV | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Finanzanlagen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Anlagevermögen gesamt | 4.589.337,23 | 1.892.490,26 | 53.892,62 | 6.427.934,87 |
| Buchwert Stand 30.06.2017 | Buchwert Stand 30.06.2016 | |
| Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 240.152,43 | 487.359,30 |
| 2. Geschäfts- und Firmenwert | 1.992.207,08 | 2.529.756,77 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 1.124,97 | 151.124,97 |
| Summe Immaterielle VG | 2.233.484,48 | 3.168.241,04 |
| II. Sachanlagevermögen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 4.401.364,93 | 4.600.000,00 |
| 2. Andere Anlagen, BGA | 965.706,36 | 921.859,87 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 13.998,00 |
| Summe Sachanlagevermögen | 5.367.071,29 | 5.535.857,87 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Wertpapiere des AV | 725,00 | 725,00 |
| Summe Finanzanlagen | 725,00 | 725,00 |
| Anlagevermögen gesamt | 7.601.280,77 | 8.704.823,91 |
(1) Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 7 Jahren entsprechend dem Werteverzehr abgeschrieben. Aus der Kapitalkonsolidierung werden nach Abschreibungen Firmenwerte von T€ 1.992,2 ausgewiesen. Die Firmenwerte werden über einen Zeitraum von 5 bzw. 10 Jahren abgeschrieben.
(2) Sachanlagen
Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 8 Jahren linear abgeschrieben.
Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten zwischen € 150,00 und € 1.000,00 wurden im Jahr des Zugangs in einem GWG-Pool gesammelt und linear verteilt über fünf Jahre abgeschrieben.
(3) Vorräte
Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Handelsware einschließlich der Versandkataloge/Verpackungsmaterial wurde zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungskosten und notwendigen Abschreibungen bewertet. Die zum Bilanzstichtag unterwegs befindliche Ware sowie die auf Lager befindliche Katalog-Neuware sind von der Abschreibung ausgenommen.
(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Das Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 KStG wurde zum Barwert und die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt. Für erkennbare Risiken wurden angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen gebildet.
In Höhe von T€ 9,8 (Vj.: T€ 9,8) bestehen Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr.
(5) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert angesetzt.
(6) Latente Steuern
Latente Steuern wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung einer Tochtergesellschaft im Rahmen der Neubewertungsmethode sowie für die erstmalige Nutzung eines steuerlichen Verlustvortrages erfasst und auf der Passivseite ausgewiesen.
Die passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
| 30.06.2017 | 30.06.2016 | |
| T€ | T€ | |
| - Neubewertung | -743,3 | -743,3 |
| - steuerliche Verlustvorträge | 583,6 | 1.349,9 |
| -159,7 | 606,6 |
(7) Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag darstellen.
(8) Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital des Mutterunternehmens beträgt € 2.600.000,00. Zur Ausschüttung an die Gesellschafter stehen € 168.423,94 (30. Juli 2016 € 649.532,02) zur Verfügung.
(9) Rückstellungen
Die Rückstellungen enthalten alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB bewertet.
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 30.06.2017 | 30.06.2016 | |
| T€ | T€ | |
| - Personalrückstellungen | 769,2 | 629,9 |
| - Ausstehende Rechnungen und Leistungen | 505,5 | 435,8 |
| - Aufbewahrung Geschäftsunterlagen | 51,4 | 46,6 |
| - Sonstige | 17,4 | 18,4 |
(10) Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind mit ihren voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen erfasst.
Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender Übersicht:
| Davon mit einer Restlaufzeit | ||||
| Gesamt | bis zu 1 Jahr | zwischen 1 u. 5 Jahren | über 5 Jahren | |
| (10) Verbindlichkeiten | T€ | T€ | T€ | T€ |
| Verbindlichkeiten aus emittierten Genussrechten | 6.478,0 | 2.260,0 | 4.218,0 | 0,0 |
| (6.588,5) | (32,0) | (6.556,5) | (0,0) | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.226,2 | 465,3 | 1.158,7 | 2.602,2 |
| (1.622,9) | (91,6) | (437,5) | (1.093,8) | |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 582,9 | 582,9 | 0,0 | 0,0 |
| (1.054,4) | (1.054,4) | (0,0) | (0,0) | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.106,0 | 1.056,0 | 50,0 | 0,0 |
| (1.213,9) | (1.113,9) | (100,0) | (0,0) | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 157,9 | 157,9 | 0,0 | 0,0 |
| (1.997,6) | (355,9) | (0,0) | (1.641,7) | |
| Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen | 400,0 | 100,0 | 300,0 | 0,0 |
| (520,0) | (20,0) | (500,0) | (0,0) | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.828,0 | 1.372,3 | 137,5 | 318,2 |
| (1.358,1) | (1.358,1) | (0,0) | (0,0) | |
| 14.799,0 | 5.994,4 | 5.864,2 | 2.920,4 | |
| (14.355,3) | (4.025,4) | (7.594,0) | (2.735,5) | |
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen T€ 1.498,6 (Vj.: T€ 1.160,0) und betreffen im Wesentlichen Miet- und Pachtverpflichtungen sowie Leasing von Software und Hardware.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(10) Umsatzerlöse
Die Konzernumsätze wurden fast ausschließlich im Inland erzielt.
(11) Sonstige Angaben
Personalbestand
Der durchschnittliche Personalbestand setzt sich gem. § 267 Abs. 5 HGB wie folgt zusammen:
| 2016/17 | Vorjahr | |
| Angestellte | 312 | 327 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 30 | 0 |
| Gesamt | 342 | 327 |
(12) Honorar des Abschlussprüfers
Das für das Geschäftsjahr 2016/17 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers von T€ 95.154,60 berücksichtigt T€ 63.270,00 Abschlussprüferleistungen und T€ 31.884,00 Steuerberatungsleistungen.
Geschäftsführung
|
Ferdinand Solzbacher, Gesamtgeschäftsführer, Bad Honnef |
|
|
Sebastian Solzbacher, Gesamtgeschäftsführer, Rheinbreitbach |
Jeder Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.
Die Angabe der Geschäftsführergehälter unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB i.V.m. § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB.
Bad Honnef, 24. November 2017
Ferdinand Solzbacher
Sebastian Solzbacher
An die "SOBA Investitions- und Beteiligungs GmbH"
Wir haben den von der SOBA Investitions- und Beteiligungs GmbH, Bad Honnef, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, 4. Dezember 2017
Sauerland
Rybka und Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Sören Flohr, Wirtschaftsprüfer
Wolfgang Rogalli, Wirtschaftsprüfer
Aktiva
| Vorjahr | ||
| € | T€ | |
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 240.152,43 | 487,3 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.992.207,08 | 2.529,8 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 1.124,97 | 151,1 |
| 2.233.484,48 | 3.168,2 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten | 4.401.364,93 | 4.600,0 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 965.706,36 | 921,9 |
| 3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 14,0 |
| 5.367.071,29 | 5.535,9 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 725,00 | 0,7 |
| Anlagevermögen gesamt | 7.601.280,77 | 8.704,8 |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Unfertige Erzeugnisse und Waren | 32.982,00 | 55,2 |
| 2. Fertige Erzeugnisse und Waren | 3.699.619,49 | 3.280,2 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 90.068,54 | 54,1 |
| 3.822.670,03 | 3.389,5 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.471.366,72 | 2.450,0 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 21.564,99 | 0,0 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 69.160,12 | 442,0 |
| 2.562.091,83 | 2.892,0 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 5.237.798,47 | 2.348,8 |
| Umlaufvermögen gesamt | 11.622.560,33 | 8.630,3 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 294.298,91 | 260,0 |
| D. Aktive latente Steuern | 0,00 | 606,6 |
| 19.518.140,01 | 18.201,7 | |
|
Passiva |
||
| Vorjahr | ||
| € | T€ | |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 2.600.000,00 | 2.600,0 |
| II. Bilanzverlust | -198.542,83 | -495,2 |
| - davon Verlustvortrag € 495.254,07 (Vj.: T€ -1.789,8) | ||
| III. Anteile anderer Gesellschafter | 580.149,38 | 583,9 |
| Eigenkapital gesamt | 2.981.606,55 | 2.688,7 |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 254.433,00 | 26,9 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 1.343.473,21 | 1.130,7 |
| Rückstellungen gesamt | 1.597.906,21 | 1.157,6 |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten aus Orderschuldverschreibungen | 6.478.000,00 | 6.588,5 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.226.219,48 | 1.622,9 |
| 3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 582.885,31 | 1.054,4 |
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.105.878,25 | 1.213,9 |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 157.875,00 | 1.997,6 |
| 6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 400.000,00 | 520,0 |
| 7. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.828.091,72 | 1.358,1 |
| - davon aus Steuern: € 551.324,16 (Vj.: T€ 371,7) | ||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 4.082,04 (Vj.: T€ 5,9) | ||
| Verbindlichkeiten gesamt | 14.778.949,76 | 14.355,4 |
| D. Passive latente Steuern | 159.677,49 | 0,0 |
| 19.518.140,01 | 18.201,7 |
| Eigenkapital des MUTTERUNTERNEHMEN | ||||
| Gezeichnetes Kapital | Gewinnvortrag | Konzernjahres- überschuss/- fehlbetrag der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist | Bilanzgewinn | |
| EURO | EURO | EURO | EURO | |
| Stand am 1. Juli 2015 | 2.600.000,00 | 1.294.521,58 | 0,00 | 1.294.521,58 |
| Änderung des Konsolidierungskreises | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Konzernjahresüberschuss | 0,00 | 0,00 | -1.789.775,65 | -1.789.775,65 |
| Stand am 30. Juni 2016 | 2.600.000,00 | 1.294.521,58 | -1.789.775,65 | -495.254,07 |
| Nicht beherrschende Anteile | Konzerneigenkapital | |||
| Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis | Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste | Summe | Summe | |
| EURO | EURO | EURO | EURO | |
| Stand am 1. Juli 2015 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.894.521,58 |
| Änderung des Konsolidierungskreises | 588.167,64 | 0,00 | 588.167,64 | 588.167,64 |
| Konzernjahresüberschuss | 0,00 | -4.215,00 | -4.215,00 | -1.793.990,65 |
| Stand am 30. Juni 2016 | 588.167,64 | -4.215,00 | 583.952,64 | 2.688.698,57 |
| Eigenkapital des MUTTERUNTERNEHMEN | ||||
| Gezeichnetes Kapital | Gewinnvortrag | Konzernjahres- überschuss/- fehlbetrag der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist | Bilanzgewinn | |
| EURO | EURO | EURO | EURO | |
| Stand am 1. Juli 2016 | 2.600.000,00 | -495.254,07 | 0,00 | -495.254,07 |
| Konzernjahresüberschuss | 0,00 | 0,00 | 296.711,24 | 296.711,24 |
| Stand am 30. Juni 2017 | 2.600.000,00 | -495.254,07 | 296.711,24 | -198.542,83 |
| Nicht beherrschende Anteile | Konzerneigenkapital | |||
| Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis | Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/Verluste | Summe | Summe | |
| EURO | EURO | EURO | EURO | |
| Stand am 1. Juli 2016 | 588.167,64 | -4.215,00 | 583.952,64 | 2.688.698,57 |
| Konzernjahresüberschuss | 0,00 | -3.803,26 | -3.803,26 | 292.907,98 |
| Stand am 30. Juni 2017 | 588.167,64 | -8.018,26 | 580.149,38 | 2.981.606,55 |
| 2016/2017 | 2015/2016 | Veränderung | ||
| T€ | T€ | T€ | ||
| Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheiten-gesellschaftern) | 608,7 | 1.294,5 | -685,8 | |
| + | Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 1.892,5 | 972,2 | 920,3 |
| -/+ | Abnahme/Zunahme der Rückstellungen | 212,8 | 184,6 | 28,2 |
| +/- | Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 11,0 | 0,0 | 11,0 |
| +/- | Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 12,0 | 0,0 | 12,0 |
| +/- | Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -137,7 | 1.459,6 | -1.597,3 |
| -/+ | Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -2.378,4 | -392,5 | -1.985,9 |
| +/- | Ertragsteueraufwand/- ertrag | 1.024,8 | -1.349,5 | 2.374,3 |
| -/+ | Ertragsteuerzahlungen | -28,1 | -0,5 | -27,6 |
| -/+ | Korrektur wegen Zinsen und Dividenden | 585,2 | 26,7 | 558,5 |
| = | Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.802,8 | 2.195,1 | -392,3 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und Sachanlagevermögen | -812,0 | -313,9 | -498,1 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens | 0,0 | 2,7 | -2,7 |
| - | Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen | 0,0 | -272,8 | 272,8 |
| + | Erhaltene Zinsen | 0,4 | 52,1 | -51,7 |
| = | Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -811,6 | -531,9 | -279,7 |
| - | Gezahlte Zinsen | -585,6 | -78,8 | -506,8 |
| - | Gezahlte Dividenden an Gesellschafter der Mutterunternehmens | -120,0 | -1.036,2 | 916,2 |
| + | Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankkrediten | 3.146,0 | 1.542,9 | 1.603,1 |
| - | Auszahlungen aus der Tilgung von Bankkrediten | -542,7 | 0,0 | -542,7 |
| = | Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 1.897,7 | 427,9 | 1.469,8 |
| = | Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | 2.888,9 | 2.091,1 | 797,8 |
| + | Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 2.348,8 | 257,7 | 2.091,1 |
| = | Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 5.237,7 | 2.348,8 | 2.888,9 |
| Vorjahr | |||
| € | € | T€ | |
| 1. Umsatzerlöse | 33.377.558,29 | 11.135,7 | |
| 2. Bestandsveränderungen | -5.152,34 | -14,0 | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 104.180,82 | 147,8 | |
| 4. Materialaufwand | |||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 7.036.422,17 | -319,1 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 1.832.563,82 | - 8.868.985,99 | -1.746,9 |
| 5. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 9.579.193,78 | -5.133,3 | |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 1.715.248,20 | - 11.294.441,98 | -762,2 |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -1.892.490,26 | -972,2 | |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -9.184.068,27 | -2.348,2 | |
| 8. Sonstige Aufwendungen | 0,00 | -15,9 | |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 364,52 | 52,1 | |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -585.569,18 | -78,8 | |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.024.840,09 | 1.349,5 | |
| 12. Ergebnis nach Steuern | 626.555,52 | 1.294,5 | |
| 13. Sonstige Steuern | -17.897,54 | 0,0 | |
| 14. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn | -311.946,74 | 0,0 | |
| 15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 296.711,24 | 1.294,5 | |
| 16. Verlust/-Gewinnvortrag | -495.254,07 | -1.789,8 | |
| 17. Bilanzgewinn/-verlust | -198.542,83 | -495,3 |
Inhaltsverzeichnis
| I. |
Grundlagen des Konzerns Geschäftsmodell des Konzerns |
||||||||||||
| II. |
Wirtschaftsbericht
|
||||||||||||
| III. |
Prognosebericht |
||||||||||||
| IV. |
Chancen- und Risikobericht
|
||||||||||||
| V. |
Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten |
I. Grundlagen des Konzerns
Geschäftsmodell des Konzerns
Die SOBA Investitions- und Beteiligungs GmbH mit ihrem Sitz in Bad Honnef hat als Geschäftszweck das Halten und Verwalten von Beteiligungen an anderen Gesellschaften und die Durchführung von gewerblichen Investitionen sowie die Beteiligung, Verwaltung und Vermarktung jeglicher Art. Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurde eine weitere Beteiligung erworben und konsolidiert. Der Konzern ist in den Bereichen Fundraising und Versandhandel im Markt tätig.
Ausbau des Konzernbereichs Fundraising
Der Konzern hat den Geschäftsbereich Fundraising (Dienstleistungen mit Non Profit Organisationen) durch den Erwerb der Geschäftsanteile an der GFS probono GmbH mit Wirkung zum 01. Januar 2017 erweitert. Für eine weitere Stärkung wurde nach dem Bilanzstichtag der außenstehende Anteil an der GFS Fundraising Solutions GmbH vollständig übernommen, so dass die Ergebnisse der GFS Fundraising Solutions GmbH im nächsten Jahr zu 100 % dem Konzern zufließen.
II. Wirtschaftsbericht
1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen
Deutschland:
Dass gesamtwirtschaftliche Wachstum in Deutschland hat sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals beschleunigt. Für das gesamte Kalenderjahr 2017 wird mit einer Steigerung des BIP von 2,0% gerechnet. Der Arbeitsmarkt entwickelte sich in der ersten Jahreshälfte 2017 anhaltend positiv, so dass im Vergleich zum Vorjahreszeitraum für das Kalenderjahr 2017 weiterhin mit einer steigenden Anzahl der Erwerbstätigen gerechnet wird. Dies wiederum wird dem privaten Konsum zusätzliche positive Impulse verleihen und in Verbindung mit der anhaltenden Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt zu einem weiteren Anstieg der Inlandsnachfrage beitragen.
Branche Fundraising:
Die Spendenbereitschaft der Deutschen ist ungebrochen. Laut dem deutschen Spendenmonitor von TNS Infratest lagen die Spendeneinnahmen bei rund € 3,6 Mrd. 38 % der Deutschen spendeten in 2016 an die unterschiedlichen Non-Profit Organisationen. Während die Anzahl der Spender in den vergangenen Jahren leicht rückläufig war erhöhte sich die durchschnittliche Spende auf derzeit € 146. Die große Herausforderung innerhalb der Branche ist insbesondere die Neuspendergewinnung.
Branche Versandhandel:
Der deutsche Online- und Versandhandel ist laut Bundesverband E-Commerce und Versand-handel Deutschland (bevh) im Jahr 2016 mit 12,5 % deutlich schneller gewachsen, als der Einzelhandel im Ganzen. Der Umsatz von Waren und Dienstleistungen im Distanzhandel erhöhte sich laut bevh um 10,8 % Prozent auf 72,4 Milliarden Euro. Der Anteil des Versandhandels am gesamten Einzelhandel erhöhte sich zum Vorjahr geringfügig um 1 % auf 12,7 %. Der Umsatz mit Waren betrug im Onlinehandel im vergangenen Jahr 57,1 Milliarden Euro (2015: 52,4 Milliarden Euro). Die beliebtesten Warengruppen beim Einkauf im E-Commerce im Jahr 2016 waren, wie schon im Vorjahr, Bekleidung mit 11,1 Mrd. Euro Umsatz, Unterhaltungselektronik mit 8,7 Mrd. Euro Umsatz sowie Computer, Spiele und Zubehör mit 3,6 Mrd. Euro Umsatz. Aufgrund des guten Konsumklimas in Deutschland geht der bevh auch für das Jahr 2017 von einer erneuten Steigerung aus und prognostiziert für den gesamten interaktiven Handel ein Plus von 8 Prozent auf 61,7 Milliarden Euro und für den E-Commerce allein betrachtet, ein Wachstum von 11 Prozent auf 58,5 Milliarden Euro.
2. Geschäftsverlauf
Der Geschäftsverlauf im Bereich Fundraising war erfreulich. Die talk2move Fundraising GmbH konnte auch im Geschäftsjahr 2016/17 einen leichten Umsatzanstieg erreichen. Die GFS Fundraising Solutions GmbH erreichte nach einer Phase der Konsolidierung und Umstrukturierung ein leicht positives Ergebnis.
Der Bereich Versandhandel hat sich sehr positiv entwickelt. Insgesamt konnte ein deutliches Umsatzplus von 13 % erzielt werden. Dies hat die positiven Erwartungen nochmals übertroffen.
Insgesamt tragen alle Bereiche mit einem positiven Ergebnis zum Konzern bei.
3. Lage
a) Ertragslage
Die Ertragslage des Geschäftsjahres 2016/2017 ist nur bedingt mit der des Vorjahres zu vergleichen. Der Grund liegt in der erstmalig vollkonsolidierten DW-Shop GmbH als auch daran, dass nun die GFS Fundraising Solutions GmbH mit dem ersten vollen Geschäftsjahr an den Ergebnissen des Konzerns teilnimmt.
Die Gesamtleistung im Konzern beträgt rd. € 33,4 Mio. Wesentlicher Anteil mit € 18,8 Mio. trägt der erstmalig einzubeziehende Bereich Versandhandel. Sowohl die nur mit einem halben Jahr erfasste Gesamtleistung der GFS Fundraising Solutions GmbH, als auch die bereits im Vorjahr ganzjährig erfasste Gesamtleistung der talk2move Fundraising GmbH erreichten moderate Erhöhungen.
Die Anzahl der im Konzern tätigen Mitarbeiter hat sich leicht erhöht. Die Anzahl der Mitarbeiter/-innen ist im Jahresverlauf auf durchschnittlich 342 Mitarbeiter/-innen angestiegen. Im Vergleichsvorjahr waren durchschnittlich 327 Personen im Konzern beschäftigt.
In den Abschreibungen sind Aufwendungen aus der Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von T€ 863 (Vj.: T€ 693) enthalten.
Der Zinsaufwand ist stark geprägt von der Tochtergesellschaft Dritte-Welt-Shop GmbH. Dies resultiert insbesondere dadurch, dass sie zur Refinanzierung Genußscheine bei Ihren Kunden platziert hat. Von den T€ 6.478 bestehenden Genussscheinen werden im laufenden Geschäftsjahr aufgrund der guten Ertragslage vorzeitig T€ 2.295 an die Inhaber zurückgezahlt. Dies führt in der Zukunft zu einer deutlichen Entlastung des Zinsaufwandes.
Die in Vorjahren ertragswirksame Erfassung von aktiven latenten Steuern belasten das Ergebnis aufgrund des Verbrauchs von steuerlichen Verlustvorträgen in diesem Jahr in der Höhe von T€ 796. Dadurch reduziert sich der Bestand von T€ 1.349 auf T€ 553.
b) Finanzlage
Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit verzeichnete im Wesentlichen eine Kreditaufnahme über T€ 3.146 deren Tilgungen und Zinsen gegenüberstanden. Diese Kreditaufnahme diente der Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter sowie dem Aufbau der flüssigen Mittel.
Der Finanzmittelfonds zum 30. Juni 2017 beträgt T€ 5.237,7 (Vj.: T€ 2.348,8). Der Finanzmittelfonds umfasst die flüssigen Mittel, die sich ausschließlich aus Bankguthaben und Kassenbeständen zusammensetzen.
Über weitere Einzelheiten gibt die folgende Kapitalflussrechnung Auskunft:
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2015/16
| 2016/17 | 2015/16 | |
| T€ | T€ | |
| = Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.802,8 | 2.195,1 |
| = Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit | -811,6 | -531,9 |
| = Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit | 1.897,7 | 427,9 |
| = Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 2.888,9 | 2.091,1 |
| = Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 5.237,7 | 2.348,8 |
c) Vermögenslage
Die Kapitalstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig geändert. Die Erstkonsolidierung der probono GmbH hatte auf die Vermögenslage keine Auswirkung, da es sich um eine Gründung handelt.
Nachfolgende Übersicht gibt Aufschluss über die einzelnen Bilanzposten im Vergleich zum Vorjahr.
| 30.06.2017 % | 30.06.2016 % | |||
| € | € | |||
| Anteile an der Bilanzsumme: | ||||
| Anlagevermögen | 7.601,4 | 38,8 | 8.704,9 | 47,8 |
| Umlaufvermögen einschl. ARAP | 11.916,8 | 61,1 | 9.496,8 | 52,2 |
| Eigenkapital | 2.401,0 | 12,3 | 2.104,7 | 11,6 |
| Anteile Fremder | 580,2 | 3,0 | 584,0 | 3,2 |
| Fremdkapital einschl. latente Steuern und ARAP | 16.536,6 | 84,7 | 15.513,0 | 85,2 |
30.06.2017
Das Anlagevermögen hat sich absolut und proportional verringert. Diese Verringerung ist im Wesentlichen auf die hohe Abschreibung der Firmenwerte der talk2move GmbH und der Dritte-Welt-Shop GmbH in Höhe von T€ 848 begründet. Darüber hinaus lag die Abschreibung des Anlagevermögens über den Investitionen des Geschäftsjahres.
Wesentliche Ursache für die Erhöhung des Umlaufvermögens war die Erhöhung der flüssigen Mittel um T€ 2.889. Dieser Erhöhung stand durch die Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge die Verringerung der aktiven latenten Steuern mit T€ 606,6 gegenüber.
Auf der Passivseite führte das positive Jahresergebnis zu einer gegenüber dem Vorjahr rd. 14 %-igen Erhöhung des Eigenkapitals.
Der Aufnahme eines Darlehens über T€ 3.000 stand die Rückführung einer Verbindlichkeit gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von insgesamt T€ 1.811 gegenüber.
4. Finanzielle Leistungsindikatoren
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite und den Finanzmittelbestand heran.
Die Umsatzrendite beträgt 0,8% (Vj.: 11,6%). Wesentlich für das geringe Ergebnis ist die Belastung aus dem Verbrauch von aktiven latenten Steuern in der Höhe von T€ 796 sowie die hohen Firmenwertabschreibungen in Höhe von T€ 863. Für das kommende Geschäftsjahr wird eine steigende positive Umsatzrendite erwartet.
Der monatliche Liquiditätsstatus wird laufend überprüft.
Die wirtschaftliche Lage des Konzerns ist stabil. Die Ertragslage des Konzerns ist als gut zu bewerten.
III. Prognosebericht
Für das nächste Geschäftsjahr rechnen wir mit weiterhin guten Ergebnissen im Bereich Versandhandel. Bei dem guten Konsumklima gehen wir von Umsätzen im Bereich des sehr guten Vorjahres aus. Im Segment Fundraising erwarteten wir durch stärke Synergien insbesondere auch auf Basis des Zukaufs der GFS probono GmbH leicht steigende Umsatzerlöse.
Das Konzernergebnis wird nächstes Jahr weiterhin durch die Auflösung von aktiv latenten Steuern belastet. Die Belastung aus den planmäßigen Firmenwertabschreibungen wird sich von T€ 863 auf T€ 473 reduzieren.
Trotz dieser weiterhin hohen Belastungen erwarten wir für 2017/18 ein positives Ergebnis über Vorjahresniveau.
Auch zukünftig werden wir in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen und planen zusätzlich die Verbindlichkeiten zu reduzieren, insbesondere im Bereich der Genussrechte werden wir dieses Jahr bereits T€ 2.295 an die Inhaber zurückzahlen.
IV. Chancen- und Risikobericht
1. Risikobericht
Branchenspezifische Risiken (Non-Profit):
Die Branchenrisiken für den Sektor der Fördergewinnung für Non-Profit-Organisationen als auch für das Direkt Dialog-Marketing sind aufgrund der stabilen Spendeneinnahmen der Organisationen eher gering. Zudem ist in den letzten beiden Jahren wieder eine stärkere Orientierung hin zum Outsourcing bei den Spendenorganisationen festzustellen. Die Herausforderungen innerhalb der Branche bleiben jedoch die Neuspendergewinnung. Hier ist der Konzern mit Face-to-Face Marketing durch die talk2move Fundraising GmbH als Marktführer in Deutschland hervorragend aufgestellt. Insbesondere durch den schnellen Return on Investment (<2 Jahre) steigen die Budgets für dieses Neuspendergewinnungsinstrument bei den Organisationen seit Jahren. Mit der GFS Fundraising Solutions GmbH hat man darüber hinaus ein Unternehmen, das mit über 20 Jahren Erfahrung im Non-Profit Bereich viel Expertise und ein breites Kundenportfolio mitbringt. Mit der GFS probono GmbH konnten zudem erste Cross Selling Projekte umgesetzt werden und somit die erwarteten Synergien heben.
Branchenspezifische Risiken (Versandhandel):
Sollten sich die weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten wieder verstärken und sich dadurch die Konjunktur abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus könnten für uns entsprechende Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen. Weiterhin besteht ein Wettbewerbsrisiko aufgrund der steigenden Anzahl von Anbietern mit Umweltzertifikaten und Bio-Baumwolle. Durch die Stärkung des Bereiches Corporate Responsibility sowie zusätzliche Investitionen in neue Kollektionen soll der besondere Charakter unserer Produkte weiter hervorgehoben und gesichert werden.
Ertragsorientierte Risiken (Non-Profit):
Ertragsorientierte Risiken bestehen auf Grund des zum Teil kräftigen Preiswettbewerbes im Direkt Dialog-Marketing. Dem wird mit konsequenter Steuerung der Einkaufsprozesse entgegengewirkt. Eine weitreichende Kopplung und Bündelung von Auftragsvolumina in der Produktion unterstützt die Einhaltung der Kostenziele. Im Bereich des Face-to-Face Marketings werden mehrheitlich Jahresverträge abgeschlossen um Risiken im Bereich Personaldisposition abzufangen. Ansteigende Personalkosten durch die Einführung des Mindestlohnes konnten über angepasste Preise weitergegeben werden. Durch die Einführung des Mindestlohnes konnte aber auch besser qualifiziertes Personal akquiriert und langfristiger gebunden werden. Dies hat durch einen verbesserten Leistungsoutput zu Ertragssteigerungen geführt. Wir hoffen dies auch zukünftig durch unsere starke Markposition durchsetzen zu können.
Ertragsorientierte Risiken (Versandhandel):
Ertragsrisiken im Versandhandel entstehen insbesondere durch Währungsrisiken. Die Einkaufspolitik ist so ausgerichtet, dass unter Beachtung der Wechselkursentwicklung im Einzelfall entschieden wird, ob Einkäufe auf US-Dollar- oder Euro-Basis getätigt werden. Ein weiteres Risiko besteht in der allgemeinen Entwicklung der Rohstoffpreise, z.B. bei Baumwolle. Sollte es hierdurch zu Preiserhöhungen bei Wareneinkäufen kommen, muss mit einer Reduzierung der Handelsspanne gerechnet werden, da aufgrund der aktuellen Wettbewerbssituation die Verkaufspreise nicht oder nicht ausreichend angehoben werden können. Jedoch sind auch hier weiterhin entsprechende Diversifikationen durch die Einkaufspolitik im Bereich der Bestellmengen (Erstorder - und Nachorder-Volumen) sowie durch eine Frachtkostenoptimierung (Inanspruchnahme von See- / Luftfracht) möglich, um einer erheblichen Preisanpassung entgegen zu wirken.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Aufgrund der Liquiditätssituation unserer Unternehmensgruppe sind Liquiditätsrisiken derzeit überschaubar. Die Liquiditätslage ist gut; es sind keine Engpässe zu erwarten. Mittelfristig steht insbesondere die Stärkung der Eigenkapitalbasis im Fokus.
2. Chancenbericht
Durch den Zukauf der GFS probono GmbH kann der Konzern im Bereich Fundraising nun die gesamte Produktpalette abdecken. Neben dem klassischen Direkt Dialog-Marketing zählen Outbound Telefonie und Geldauflagenmarketing zum Produktportfolio. Darüber hinaus bietet Sie auch Dienstleistungen im Bereich Datenanalyse und in der Mitgliederverwaltung. Dadurch wird man am Markt als Fullservice Dienstleiter wahrgenommen, der in der Lage ist, alle benötigten Kanäle zu bedienen. Der zusätzliche Bereich des Face-to-Face Marketings erfreut sich weiterhin sehr großem Interesse. So sind bei der talk2move Fundraising GmbH die Auftragsbücher gut gefüllt und übersteigen weiterhin deren Kapazität.
Die DW-Shop GmbH konnte in den letzten beiden Jahren eine nachhaltige Umsatz- und Ertragssteigerung zeigen. Durch das Engagement der DW-Shop GmbH für nachhaltig und ökologisch fair produzierte Textilien partizipiert man an dem derzeitigen Trend zu immer bewusster einkaufenden Konsumenten. So weisen etwa die Umsätze mit Fair Trade-Produkten, gemessen vom TransFair - Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt, regelmäßig zweistellige Wachstumsraten auf.
3. Gesamtaussage
Der Konzern konnte durch weitere Zukäufe gestärkt werden und ist für die Zukunft gut gerüstet. Die Auftragslage Im Non-Profit Bereich ist sehr gut und das gute Konsumklima in der Bevölkerung lässt auf eine weiterhin gute Nachfrage im Versandhandelsbereich schließen.
Vor dem wirtschaftlichen Hintergrund und aufgrund der finanziellen Ausganglage sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gerüstet. Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, sind daher derzeit nicht erkennbar.
V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Zu den in dem Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Orderschuldverschreibungen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Unternehmensgruppe verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Hierdurch ist das Risiko von bestandsgefährdenden Forderungsausfällen deutlich reduziert.
Bad Honnef, 24. November 2016
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