H & W Beteiligungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Schillhahn seit 30.9.2021 | Geschäftsführer |
Marcus Krümmling seit 30.9.2021 | Prokura |
Nadine Zelonke seit 30.9.2021 | Prokura |
Ekkehard Jungmann seit 13.10.2005 | Prokura |
Thomas Warnatsch seit 13.10.2005 | Geschäftsführer |
Horst Dr. Hermsdorf seit 13.10.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
H & W Beteiligungs-gesellschaft mbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MIKROMAT GmbHDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2022 bis zum 31.08.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Mit unseren JIG-Werkzeugmaschinen stellen wir die weltweit führende Technologie zur Präzisionsbearbeitung zur Verfügung. MIKROMAT-Systeme sorgen dafür, dass die Präzisionsfertigung noch präziser, die Produktion noch produktiver und die Fertigungskompetenz zum Alleinstellungsmerkmal wird. Mit unseren individuell auf Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnittenen Lösungen für die Industrieautomation sorgen wir nicht nur für eine Effizienzsteigerung der Produktion, sondern ermöglichen unseren Kunden gleichzeitig neue Möglichkeiten der Fertigung. Höchste Genauigkeit bei der Bearbeitung der Werkstücke mit Präzisionssystemen von MIKROMAT sowie die Steigerung der Effektivität und Effizienz ihrer Produktion durch MIKROMAT-Automationslösungen können den Wettbewerbsvorteil der Produkte und Produktion erheblich steigern. Dabei sind unsere Anlagen und Systeme nicht nur auf Funktionalität, sondern auch auf Wirtschaftlichkeit und wettbewerbsfähige Konditionen optimiert. Die komplexe 5-Seiten- bzw. 5-Achs-Bearbeitung der Werkstücke in möglichst wenig Spannlagen sowie die kundenindividuelle Entwicklung von Automationslösungen erhöht die Produktivität der Abläufe und spart Kosten und Arbeitszeit.1 2. Forschung und Entwicklung Insbesondere die Maschinen der V-Präzisions-Portale zum Bohren und Fräsen mit vertikaler Spindel und der G-Reihe (Präzisions-Rotationsform-Schleifmaschinen) bestimmen derzeit den Weltstand. In beiden Bereichen wurden die Produkte weiterentwickelt. Im Luft- und Raumfahrtbereich wurde der neu erschlossene Anwendungsbereich Composit-Wabenverbundteile mit erheblichem Potential deutlich ausgebaut, da dort wachsend höhere Genauigkeiten gefordert werden. Entsprechend der Auftrags- und Projektentwicklung werden weitere planmäßige Investitionen vorbereitet. Mechanisierung und Automatisierung haben eine neue Bedeutung erreicht, da Änderungen in der Gesellschaft (Worklife-Balance) zu Kapazitätsengpässen führen, wenn der Bedienaufwand nicht signifikant reduziert wird. II. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft Die Entwicklung der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie war im Geschäftsjahr 2022/2023 gekennzeichnet durch das Ende der coronabedingten Schwierigkeiten und den Kriegsbeginn zwischen Russland und der Ukraine. Die MIKROMAT GmbH war von dieser Entwicklung vollumfänglich betroffen. Alle Projekte in Russland wurden sanktions- und vernunftbedingt aufgegeben. Auf der anderen Seite wurden neuartige Projekte bei neuen und bekannten Kunden insbesondere in der Luft- und Raumfahrt, im allgemeinen Maschinen- und Energiemaschinenbau sowohl bzgl. WZM als auch bzgl. Produkt- und Prozessentwicklung erreicht. Insbesondere die Lieferung von Großmaschinen für Bohren und Fräsen war im Berichtszeitraum ausschließlich durch die Kapazität begrenzt. Es wird mit hoher Priorität investiert, wenn neue Anwendungen und/oder Präzision bzw. Ultrapräzision das erfordern. Ersatzinvestitionen finden im geringen Umfang statt. MIKROMAT profitiert von dieser Entwicklung in nahezu allen Geschäftsbereichen. Entsprechend wurden sowohl bei der Lieferung von Maschinen als auch im Value-Engineering/Präzisionsfertigung Umsatz und Ertrag gesteigert. In verschiedenen Anwendungen der Elektromobilität ist weiter Wachstum zu erkennen, wovon MIKROMAT insbesondere in den Geschäftsbereichen Universal- und Profilschleifen sowie dazugehörigem Value Engineering profitiert. 2. Geschäftsverlauf Umsatz- und Auftragsentwicklung Der Verkauf von Neumaschinen war sowohl nach China als auch EU im geplanten Umfang möglich, wobei Russland natürlich vollständig (inzwischen planmäßig) ausfiel. Der Umsatz im Bereich der Großteilefertigung unterlag im Berichtszeitraum wiederum erheblichem Wachstum. Im Geschäftsjahr 2022/23 wurde die auftragsbedingt erwartete Erhöhung des Umsatzvolumens Maschinen erreicht. Der Tätigkeitsbereich von MIKROMAT RAPID TECHNOLOGIES (MRT) am Standort Freiberg verbesserte sich im Lauf des Geschäftsjahres. Es gelang in diesem Bereich eine systematische Entwicklung des Portfolios einhergehend mit Gewinnung von Neukunden mit positiven Auswirkungen auch für die anderen Geschäftsbereiche. Produktion Im Berichtszeitraum wurden Präzisionsportale und Rotationsformschleifmaschinen planmäßig und qualitätsgerecht produziert und geliefert. Zum Stichtag befanden sich sowohl V- als auch G-Maschinen in der Fertigung. Der Bereich Präzisionsfertigung für andere Maschinen-Hersteller ist erheblich gewachsen. Die neu gewonnenen Kapazitäten wurden dabei vollständig ausgelastet. Die Kapazitäten im Engineering und in der Montage waren ebenfalls vollständig ausgelastet. Die neue Betriebsstätte war im Berichtszeitraum durch zusätzliche Neuentwicklungen und Ausbau des Portfolios (Topologie-Optimierung) weitestgehend ausgelastet. Beschaffung Zur Sicherung der Zulieferqualität werden die Lieferanten bewertet und qualifiziert. Bei der Fertigung projektspezifisch angepasster Baugruppen profitiert MIKROMAT weiterhin vom Bereich des Engineerings und der Präzisionsfertigung für andere Maschinen-Hersteller. Durch langfristige vertragliche Bindungen kann so ein planmäßiger Projekt-Ablauf erreicht werden. Es wird eingeschätzt, dass dieser Prozess weiterhin große Aufmerksamkeit erfordert, da internationale Lieferketten Unplanmäßigkeiten bei Lieferzeiten und Preisen erzeugen. Direkt ist MIKROMAT davon gering betroffen. Im Berichtszeitraum vorhandene Preissteigerungstendenzen gingen zurück, erfordern jedoch weiter starke Aufmerksamkeit. Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten wurden unter Inanspruchnahme möglicher Skonti beglichen. Personal- und Sozialbereich Am Ende des Geschäftsjahres waren 115 Mitarbeiter (VBE) in der Gesellschaft beschäftigt. Regelungen zur gleitenden Arbeitszeit ermöglichen eine bedarfsgerechte Auslastung der Produktionsanlagen. Die Belegschaft ist überdurchschnittlich qualifiziert und motiviert. Hervorzuheben ist die stark ausgeprägte Identifikation mit dem Unternehmen. Ein großer Teil der Mitarbeiter ist seit langem, zum Teil sogar in 3. oder 4., in einem Fall sogar in der 5. Generation beschäftigt. Die Lehrausbildung soll diese Gegebenheit fördern, indem unserer Mitarbeiter motiviert werden, ihren Nachwuchs bei MIKROMAT ausbilden zu lassen. Durch die erfolgten Neueinstellungen und die inzwischen in der Fertigung tätigen Azubis ist der Altersdurchschnitt ausgeglichen. Umweltschutz Produktionsanlagen und -prozesse werden vom Umweltschutzbeauftragten mit dem Ziel der minimalen Umweltbelastung überwacht. Die Umweltschutz-Auflagen sind in vollem Umfang eingehalten. Geschäftsverlauf Sowohl die Umsatz- als auch die Ertragsentwicklung der MIKROMAT GmbH im Geschäftsjahr 2022/2023 sind gegenüber der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung überdurchschnittlich positiv. Die Gesamtleistung hat sich im Berichtsjahr daher von TEuro 20.392,3 auf TEuro 20.776,5 nochmals erhöht. Das Jahresergebnis ist von TEuro 2.275,0 auf TEuro 2.048,6 nur leicht gesunken. 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der MIKROMAT GmbH hat sich im Geschäftsjahr 2022/2023 weiter positiv entwickelt. Vermögenslage Die Erhöhung der Bilanzsumme der MIKROMAT GmbH von TEuro 19.582,1 auf TEuro 19.614,0 ist vor allem auf der Vermögensseite der Erhöhung der unfertigen Erzeugnisse in Höhe von TEuro 2.082 zu begründen. Dem gegenüber steht der Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEuro 778,1) und der flüssigen Mittel (TEuro 1.410,6). Das wirtschaftliche Eigenkapital der MIKROMAT GmbH hat sich auf TEuro 9.887,3 erhöht. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote liegt 2022/2023 bei 50% (Vorjahr: 46%). Ertragslage Die Gesamtleistung hat sich im Berichtsjahr von TEuro 20.392,3 auf TEuro 20.776,5 weiter erhöht. Im Geschäftsjahr 2022/2023 ist das Jahresergebnis gegenüber 2021/2022 von TEuro 2.275,00 auf TEuro 2.048,6 konstant geblieben. Das Ergebnis vor Steuern vom 1. September 2022 bis 31. August 2023 liegt bei TEuro 3.005,9). Den gestiegenen Personalkosten (um TEuro 875,5) sowie den gestiegenen Fremdleistungen (um TEuro 1.742,0) stehen Reduzierungen der Kosten der Warenabgabe in Höhe von TEuro 1.245,0 gegenüber. Finanzlage Der Cash-Flow aus der Geschäftstätigkeit beträgt TEuro 2.008. Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden keine neuen Kredite und Finanzierungen aufgenommen. Darlehen und Kredite wurden in Höhe von TEuro 868 getilgt. Der Cash-Flow der Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf TEuro -3.058,5. Das Fremdkapital wurde im Berichtszeitraum weiter abgebaut (um TEuro 898,8). Die Gesellschaft arbeitete im Berichtsjahr aktiv mit fünf Banken zusammen. Deren teilweise kombinierte Linien bieten die erforderliche Basis für die Finanzierung vorhandener und geplanter Aufträge und mögliches Wachstum. Investitionen In den letzten Monaten des letzten Berichtszeitraums erfolgten planmäßige Investitionen im Bereich Montage zur Vorbereitung von beauftragten Groß-Projekten, in der Präzisions-Fertigung, am Standort Freiberg sowie in allen Engineering-Bereichen. Es wurden im Berichtsjahr Investitionen in Höhe von TEuro 429 getätigt. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEuro -360,5. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesamtleistung stieg im Geschäftsjahr um 2%. Die Kennzahl "Gesamtleistung pro im Durchschnitt 2022/2023 beschäftigter Mitarbeiter (113 VBE) betrug TEuro 184. 4. Gesamtaussage Für das Geschäftsjahr 2022/2023 wurde durch konjunkturbedingte Veränderungen insbesondere in der Präzisionsfertigung sowie bei Fremdmontagen ein wesentlicher Umsatzanstieg erreicht. III. Prognosebericht Bedeutendstes Geschäftsfeld ist der Verkauf von Präzisions-Bearbeitungszentren MIKROMAT V und Rotationsformschleifmaschinen MIKROMAT G. Wichtigster Kundenkreis ist die Luft- und Raumfahrt, die Wälzlager-Industrie, die Werkzeugmaschinen-Industrie sowie der Werkzeugbau. Verstärkt werden Komponenten für Antriebslösungen innerhalb der Elektromobilität entwickelt und vertrieben. Potentielle Kunden befinden sich vor allem in Deutschland, China, BENELUX, Polen, Indien, Korea, Ungarn, Schweden, der Türkei und Frankreich. In allen genannten Ländern konnte im Berichtszeitraum ein effektives Vertriebssystem genutzt und ausgebaut werden. Im Berichtszeitraum hatte der Umsatz nach Russland keine Bedeutung. Zum Berichtszeitpunkt ist einzuschätzen, dass jeglicher Umsatz nach Russland auf absehbare Zeit ausfallen wird. Fördernd in der erforderlichen Strukturänderung wirkt der Umsatz aus Präzisionsfertigung. So kompensiert inzwischen Baugruppen- und Maschinenfertigung für andere Partner Umsatz- und Ertragsausfälle in Russland. Ohnehin hat dieser Bereich Türöffner-Funktion insbesondere in Deutschland und Mitteleuropa (Schweiz, Österreich, Tschechien, Ungarn, Benelux, Polen). Kunden werden hauptsächlich durch die Möglichkeiten der eigenen Präzisionsfertigung akquiriert. Die umfängliche Messebeteiligung ist inzwischen mindestens wieder auf dem Niveau von vor Corona. Schwerpunkt der Kundenbetreuung ist eine umfassende Begleitung im Value-Engineering, welches am Standort Freiberg zur Prozessoptimierung erweitert wurde. Das Kompetenz-Zentrum Präzisionsfertigung hat Möglichkeiten in der Überführung einer Idee in optimale Serienfertigung (Produkt- und Prozessoptimierung), welche einen erheblichen Wettbewerbsfaktor mit weltweiter Alleinstellung erreicht hat. Kritisch muss der Export insbesondere nach China eingeschätzt werden, da es erhebliche Verzögerungen bei der Erteilung von Exportgenehmigungen gibt. Dadurch ist zum Berichtszeitpunkt klar, dass ein Schlüsselprojekt MIKROMAT 40V5D in das Geschäftsjahr 2024/25 verschoben wird. Dieses hat zusätzlich negative Auswirkungen auf den Auftragseingang. Zusätzlich wirken staatliche Unplanmäßigkeiten (überraschende Streichung der E-Auto-Prämie, überraschende Haushaltsengpässe Ende 2023, etc.) negativ, so dass zum Berichtszeitpunkt ein erheblicher Umsatz- und Ertragsrückgang für 2023/2024 zu erwarten ist. Allerdings lässt die realisierte Umstellung der Planung der Geschäftstätigkeit und inzwischen erhaltene Exportgenehmigung positiv dynamische Entwicklung für 2024/2025 erwarten.2 Zum Berichtzeitpunkt verfügt MIKROMAT über einen auskömmlichen Auftragsbestand im Bereich von V-Maschinen und Dienstleistung, einen sehr guten im Bereich MRT. IV. Chancen- und Risikobericht Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken Branchenspezifische Risiken Die sich nach Ende des Berichtszeitraumes stark verschärfende Eintrübung des Wirtschaftsklimas bildet in allen Bereichen ein Risiko. Davon ausgenommen ist im Moment MRT, da viele Partner sich neu ausrichten und in großem Umfang Customizing und Neuentwicklungen ausführen. Dass aus den gesetzlichen Regelungen zur Vertragsabwicklung resultierende Risiko wurde durch Veränderungen in der Angebots- und Vertragsgestaltung teilweise durch Einführung von Gleitklauseln deutlich reduziert. Insbesondere bei langlaufenden Maschinenaufträgen erfordert die Preisentwicklung weiter hohe Aufmerksamkeit. Risiko besteht weiterhin im Export außerhalb EU bzgl. der Exportgenehmigungen ganz besonders nach China. Russland kommt in der kurz- und mittelfristigen Umsatzplanung nicht mehr vor. Ein weiteres Risiko stellt die Dollar-Entwicklung dar. Direkt ist MIKROMAT davon nur wenig betroffen, da Aufträge fast ausschließlich in EUR angeboten und fakturiert werden. Indirekt wird der Vertrieb in den Dollar-Raum jedoch durch die EURO-Stärke/-Schwäche (insbesondere gegenüber der US-amerikanischen, chinesischen und der indischen Währung) beeinflusst. Ertragsorientierte Risiken Im Sondermaschinenbau liegen in jedem Projekt kalkulatorische, technologische und organisatorische Risiken. Diese können sich ertragsmindernd auswirken. Chancenbericht Das geschaffene Kompetenz-Zentrum Präzisionsfertigung hat Möglichkeiten in der Überführung einer Idee in optimale Serienfertigung (Produkt- und Prozessoptimierung), welche einen erheblichen Wettbewerbsfaktor mit weltweiter Alleinstellung erreicht hat. Dieses eröffnet MIKROMAT zusätzliche Chancen bei der Gewinnung von Neukunden und beim Ausbau der Geschäftstätigkeit mit langjährigen Partnern. Vor dem Hintergrund einer finanziellen Stabilität, eines bewährten Mitarbeiterstamms und der ständigen technologischen Weiterentwicklung sieht sich MIKROMAT auch für die Zukunft gut gerüstet. Das Unternehmen hat eine stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragsperspektive, so dass gegenwärtig keine wirtschaftliche Bestandsgefährdung erkennbar ist. Um die eigene Marktposition zu verteidigen, sind hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung unerlässlich. Insbesondere im High-Tech-Segment müssen wir unsere Produkte stetig weiterentwickeln, um unseren Kunden lukrative Angebote unterbreiten zu können. Praktisch alle Kunden weltweit haben Schwierigkeiten, qualifizierte Mitarbeiter im 3-Schichtsystem zu gewinnen bzw. zu halten. Vertrieb ist so oft nur möglich, wenn Maschinen und Systeme für bedienarmen Betrieb durch Mechanisierung und Automatisierung ausgerüstet sind. Dieser seit Jahren im Bereich der Volumenfertigung erkennbare Trend ist inzwischen auch in der Einzel- und Kleinserienfertigung im Hoch- und Ultra-Präzisions-Bereich angekommen. Gelingt die bedienarme Fertigung durch die derzeit laufende Investition MIKROMAT 20VF im eigenen Kompetenz-Zentrum ist mit starker Erhöhung der Bestellung 20VF bzw. 40VF bei Schlüsselkunden zu rechnen. Diese haben oft anhaltend Kapazitätsprobleme, die sie ohne Erweiterung der Mitarbeiter lösen müssen. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Das Unternehmen hat eine stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragsperspektive, so dass gegenwärtig keine wirtschaftliche Bestandsgefährdung erkennbar ist. Nachtragsbericht Trotz den kriegsbedingten Veränderungen ist vor allem die Industriekonjunktur und die Nachfrage nach unseren Leistungen im In- und Ausland weiter ein wichtiger Impulsgeber. V. VI. Bericht über Zweigniederlassungen MIKROMAT hat eine unselbständige Zweigniederlassung in Bobritzsch - Hilbersdorf.
Dresden, im November 2023 Thomas Warnatsch, Geschäftsführer Dr. Horst Hermsdorf, Geschäftsführer Peter Schillhahn, Geschäftsführer 1 Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers: Der Abschnitt wurde von uns nicht geprüft. 2 Vermerk des unabhängigen Abschlussprüfers: Der Abschnitt wurde von uns nicht geprüft. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss1. Angaben zum Unternehmen Die MIKROMAT GmbH hat ihren Sitz in Dresden. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter HRB 24019 eingetragen. 2. Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG unter grundsätzlicher Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze aufgestellt. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden weitgehend unverändert angewandt. Abweichungen, insbesondere Ergänzungen und Erweiterungen, wurden vorgenommen, weil dadurch die Aussagefähigkeit des Abschlusses erhöht wurde. Auf die Erleichterung nach § 276 Abs. 1 Satz 1 HGB wurde verzichtet. Die Gliederung der Bilanz ist gemäß § 265 Abs. 5 HGB und § 42 Abs. 3 GmbHG um folgenden Posten erweitert worden: • Sonderposten für Zuschüsse, • Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden nach § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt, soweit diesen bereits unfertigen Erzeugnissen bzw. Leistungen entgegenstehen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibungen ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen und den abnutzbaren Sachanlagen erfolgt die Abschreibung linear. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis Euro 810,00 wurden aus Vereinfachungsgründen in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten, soweit nicht im Einzelfall ein niedrigerer beizulegender Wert anzusetzen war (Niederstwertprinzip). Die Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse/unfertigen Leistungen werden mit den Einzelkosten zuzüglich eines Gemeinkostenzuschlagsatzes bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt. Posten der aktiven Rechnungsabgrenzung wurden in der Höhe angesetzt, wie Zahlungen vor dem Abschlussstichtag geleistet wurden und Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 HGB). Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden (§ 253 Abs. 2 Sätze 1 und 4 HGB). Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Posten, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassakurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a Abs. 2 HGB bewertet (§ 284 Abs. 2 Nr. 2 HGB). C. Angaben zur Bilanz1. AnlagevermögenDer aktivierte entgeltlich erworbene Geschäfts- oder FirmenwertMikromat wurde über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren linear abgeschrieben. Die FirmenwerteAutomation und Direkt Form wurden über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben. Die Firmenwerte sind zum Bilanzstichtag vollständig abgeschrieben. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres. 2. Unfertige ErzeugnisseDie erhaltenen Anzahlungen (TEuro 200,0) wurden auftragsbezogen gem. § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den unfertigen Erzeugnissen (TEuro 3.253,9) abgesetzt. 3. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeSämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände besitzen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 4. Sonderposten für ZuschüsseUnter der Position Sonderposten für Zuschüsse werden die erhaltenen Investitionszuschüsse (GRW) ausgewiesen. Die Auflösung erfolgt verteilt auf die Nutzungsdauer der zuschussbegünstigten Vermögensgegenstände. 5. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEuro 4.640,1 setzen sich wie folgt zusammen:
6. Latente SteuernDie latenten Steuern beruhen auf Differenzen in der steuerlichen Abschreibung des Anlagevermögens. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 30 %, der sich aus der Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag und der Gewerbesteuer zusammensetzt. 7. VerbindlichkeitenDer Verbindlichkeitenspiegel zum 31. August 2023 ergibt sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert: • betragsmäßig beschränkte Bürgschaften durch die Gesellschafterin und • Negativerklärung. Die Mietkaufverträge sind üblicherweise durch Sicherungsübereignung besichert. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. 8. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB bestehen aus einem Mietvertrag in Höhe von TEuro 60 pro Jahr. Darüber hinaus bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in betriebsgewöhnlichem Umfang. D. Sonstige Angaben1. PersonalDie Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Wirtschaftsjahr durchschnittlich 112 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer und Auszubildende), davon 36 Angestellte, 72 gewerbliche Arbeitnehmer sowie 4 geringfügig Beschäftigte bzw. Teilzeitkräfte. 2. Zusammensetzung der GeschäftsführungDipl.-Ingenieur für Konstruktion Dr. Horst Hermsdorf, Bannewitz, Handwerksmeister für Maschinenbau Peter Schillhahn, Freiberg, und Dipl.-Ingenieur für Konstruktion Thomas Warnatsch, Heidenau. Die Geschäftsführer Hermsdorf und Warnatsch sind einzelvertretungsberechtigt. Die Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB sind den beiden Geschäftsführern erteilt. Auf die Angaben nach § 285 Nr. 9 lit. a HGB wird mit Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. ErgebnisverwendungsvorschlagDas Jahresergebnis beträgt im Geschäftsjahr Euro 2.048.684,05. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterin vor, von dem Jahresüberschuss einen Betrag in Höhe von Euro 1.000.000,00 auszuschütten sowie den verbleibenden Betrag in Höhe von Euro 1.048.684,05 auf neue Rechnung vorzutragen. 4. NachtragsberichtZu potenziellen Auswirkungen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine auf die MIKROMAT GmbH verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.
Dresden, im November 2023 Thomas Warnatsch, Geschäftsführer Dr. Horst Hermsdorf, Geschäftsführer Peter Schillhahn, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis 31. August 2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 12.08.2024 festgestellt. Das Jahresergebnis beträgt im Geschäftsjahr Euro 2.048.684,06. Die Gesellschafterin hat beschlossen von dem Jahresüberschuss einen Betrag in Höhe von Euro 1.200.000,00 auszuschütten sowie den verbleibenden Betrag in Höhe von Euro 848.684,06 auf neue Rechnung vorzutragen. BestätigungsvermerkFür den vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, Jahresabschluss wurden gesetzlich zulässige Offenlegungserleicherungen in Anspruch genommen. Der Abschlussprüfer hat zum vollständigen Jahresabschluss der MIKROMAT GmbH, Dresden mit einer Bilanzsumme von Euro 19.614.079,29 und einem Jahresüberschuss von Euro 2.048.684,05 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: An die MIKROMAT GmbH, Dresden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MIKROMAT GmbH, Dresden, bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis 31. August 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MIKROMAT GmbH, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis 31. August 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2022 bis 31. August 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Chemnitz, den 19. Juli 2024 A.V.A.T.I.S. Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Schmidt, Wirtschaftsprüfer |
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