Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 172905
Eingetragen
26.3.2008
Branche
Erbringung von sonstigen InformationsdienstleistungenForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieMarkt- und Meinungsforschung
Gegenstand
Entwicklung, Vermarktung und Betrieb einer Internet-Suchmaschine, weiterhin Entwicklung und Vermarktung von Softwareprodukten und Dienstleistungen sowie Erstellung und Vermarktung von Marktforschungsergebnissen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nikolai Dr. Visnjic
seit 5.12.2017
Prokura
Benjamin Jost
seit 26.3.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (8)

NameAnteil
Benjamin Jost
49.51%
3.68%
1.94%

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
TY Holding GmbHEigenbeteiligung
1.22%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
TY Holding GmbH
Germany
58.085 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Trustyou GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die TrustYou GmbH, München, im Nachfolgenden "TrustYou" genannt, betreibt eine Gästefeedbackplattform. Das Kerngeschäft besteht darin, Hotels, Tourismusverbänden und anderem Gastgewerbe das Onlinefeedback von deren Kunden in anonymisierter Form zur Verfügung zu stellen. Der Mehrwert dieses Online-Services für den Kunden schafft einen Wettbewerbsvorteil, in dem das Online-Feedback von Kunden so analysiert und aufbereitet wird, dass Stärken aber auch Verbesserungsvorschläge hervorgehoben werden.

Weiterhin evaluiert TrustYou laufend die Möglichkeit, seine technische Expertise bzw. Erfahrungen im Feedbackmanagement in weiteren Bereichen zu etablieren.

TrustYou entwickelt und vertreibt zusammen mit ihren Tochtergesellschaften in 5 Ländern (U.S.A., Singapur, Japan, Spanien, Rumänien) seine Produkte als "Software as a Service" (SaaS) weltweit mit Fokus auf die Regionen EMEA, USA, Japan und APAC, und mit der Vision, sich zur weltweit führenden Gästefeedbackplattform für alle Arten von Transaktionen und Rezessionen zwischen Hotels und Gast, zu entwickeln.

Alleiniger Gesellschafter ist die TY Holding GmbH, München, Deutschland.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nachdem sich die Covid-19-Pandemie aufgrund des Verbots von Inlands- und Auslandsreisen stark restriktiv auf die Reisebranche auswirkte, entwickelt sich die Branche aktuell weiterhin deutlich expansiv. Der globale Umsatz in der Branche lag im Jahr 2023 lag nur noch 4% unter dem entsprechenden Wert für 2019. Für 2024 wird prognostiziert, dass der globale Umsatz einen neuen Höchststand erreicht. Es wird in der Branche über die nächsten 10 Jahre global von einem zweistelligen Wachstum ausgegangen.

Die Situation im Gästefeedbackgeschäft für Hotels ist in den letzten Jahren durch eine gestiegene Anzahl von (im Wesentlichen kleineren) Anbietern gekennzeichnet. Die Gesellschaft begegnet dem Wettbewerb durch eine ständige Weiterentwicklung ihrer Kernprodukte, dem Hinzufügen von neuen Produkten zur Komplettierung der Plattform sowie einer ständigen Optimierung des Servicelevels.

Unser direktes Geschäftsumfeld bestehend aus Hotels, Gastgewerbe und Tourismusverbänden gewinnt global immer mehr an Relevanz. Dadurch ergibt sich automatisch auch ein wachsender Markt für die Auswertung von Gästefeedback und die zeitnahe Auswertung dieser Daten zur Steigerung der Kundenzufriedenheit auf Seite des Gastgewerbes. Des Weiteren verschiebt sich der Trend hin zur Echtzeitanalyse und schnelleren Reaktionsgeschwindigkeit durch den immer größer werdenden Einfluss der digitalen Medien und Devices im Alltag.

Geschäftsverlauf

Durch die Änderung der Gesellschafterstruktur Anfang 2023 war 2022 das letzte Geschäftsjahr für die TrustYou GmbH als Tochter der Recruit Holdings Co., Ltd.. Unter der neuen Struktur liegt der Fokus des Unternehmens auch in 2023 weiterhin auf der Akquisition von neuen Partnern, Tourismusverbänden sowie der Gewinnung von neuen Hotelketten.

Lage

Das Unternehmen sieht die Kenngrößen Umsatzerlöse, Nettoneuumsatz und EBITDA als die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren an, anhand derer das Unternehmen gesteuert wird.

Ertragslage

Die Umsätze erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 um 12% (TEUR 1.163) auf TEUR 10.844, da eine weitere Entspannung der COVID-19 Krise im Vergleich zu den Vorjahren stattfand und fast alle Hotels wieder für Urlaubsreisende geöffnet hatten. Der Umsatzanstieg lag damit über dem im Vorjahr im einstelligen Prozentbereich prognostizierten Anstieg. Die Investitionsbereitschaft von Hotels im Allgemeinen nahm weiter zu, was sich positiv auf Nettoneuumsätze im Geschäftsjahr 2023 und schließlich positiv auf die Umsätze im Geschäftsjahr 2023 ausgewirkt hat. Die Umsatzerlöse bestehen im Wesentlichen aus jährlichen "Subscription Fees".

Der Nettoneuumsatz auf Jahresbasis wird ermittelt als Umsatzerlöse des Geschäftsjahres mit Neukunden abzüglich der im Geschäftsjahr realisierten Umsatzerlöse mit Kunden, die Verträge nicht verlängert haben. Der Nettoneuumsatz ist im Geschäftsjahr 2023 aufgrund von geringeren Kündigungen durch Bestandskunden im Vergleich zu Umsätzen mit Neukunden, wie im Vorjahr bereits für 2023 erwartet, positiv ausgefallen. Dies hat im Verlauf des Jahres 2023 zu einer Erholung der Umsatzerlöse beigetragen.

Das EBITDA ermittelt sich aus den Umsatzerlösen, den anderen aktivierten Eigenleistungen sowie den sonstigen betrieblichen Erträgen abzüglich der Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Insgesamt weist TrustYou ein positives EBITDA in Höhe von TEUR 2.111 auf. Damit weist das EBITDA gegenüber dem Vorjahr eine positive Veränderung um TEUR 1.965 auf. Das EBITDA lag damit über dem im Vorjahr zweistelligen Prozentbereich prognostizierten Anstieg. Die erwartete Verbesserung des EBITDAs resultiert im Vergleich zum Vorjahr neben gestiegener Umsätze im Wesentlichen aus der Aktivierung der Entwicklungskosten die aus der Investition in die Produktentwicklung resultieren.

Der Personalaufwand ist im Jahr 2023 um TEUR 359 auf TEUR 4.955 gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf eine Änderung der Entlohnungsstruktur und Zielerreichungsvergütungen zurückzuführen. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 58 Mitarbeiter (Vorjahr: 55 Mitarbeiter).

Die Abschreibungen belaufen sich im Berichtsjahr auf TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 49).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind leicht um TEUR 120 auf TEUR 7.619 gesunken.

Finanzlage

Die flüssigen Mittel sind gegenüber dem Vorjahresstichtag um TEUR 3.457 auf TEUR 1.405 zurückgegangen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und die Bezahlung von Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu überwachen.

Im Geschäftsjahr wurde aus der laufenden Geschäftstätigkeit ein positiver operativer Cash Flow in Höhe von TEUR 1.405 erzielt. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR 24, welcher sich aus geringfügigen Aufwendungen für Betriebs- und Geschäftsausstattung zusammensetzt. Aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich ein Cash Flow von TEUR 0.

Hierbei sind auch die Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter in Höhe von TEUR 2.700 enthalten.

Das Unternehmen ist vollständig eigenfinanziert und verfügt über keine Fremdkapitalverbindlichkeiten. Die Kapitalstruktur besteht ausschließlich aus Eigenkapital.

Die Liquidität des Unternehmens wird durch einen positiven operativen Cash Flow sowie durch eine stringente Steuerung der Zahlungsflüsse gewährleistet. Der Rückgang der flüssigen Mittel ist insbesondere auf die Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter zurückzuführen.

Vermögenslage

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind im Geschäftsjahr um TEUR 618 auf TEUR 939 gestiegen. Der Grund hierfür ist ein in Kapital umgewandelter Kredit an die TrustYou Pte Ltd, Singapur.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betrugen TEUR 3.599 (Vorjahr: TEUR 4.061) und wurden zur Finanzierung der Anlaufkosten ausgereicht. Die Reduzierung ergibt sich im Wesentlichen aus der Wertberichtigung einer Ausleihung an ein verbundenes Unternehmen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 18 auf TEUR 288 gesunken. Das Forderungsmanagement beinhaltet die wöchentliche Überwachung der Forderungsbestände.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 1.201 gestiegen.

Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 285 auf TEUR 1.081 gesunken. Grund dafür ist primär die Reduzierung der variablen Vergütungen sowie Urlaubsrückstellungen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 225 gestiegen. Die Verbindlichkeiten können innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von TEUR 921 auf TEUR 762 gesunken.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 3.016 auf TEUR 4.178 gestiegen. Grund dafür ist der Umsatzanstieg im Wirtschaftsjahr, welcher sich im passiven Rechnungsabrechnungsposten widerspiegelt.

Die immateriellen Wirtschaftsgüter sind im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 0 auf TEUR 2.694 gestiegen. Grund hierfür ist die Aktvierung des selbstgeschaffenen immateriellen Wirtschaftsguts. Dies spiegelt sich im Anlagevermögen wider. Die geplante Nutzungsdauer wird auf 3 Jahre geschätzt.

Gesamtaussage

Aus Sicht der Geschäftsführung schätzen wir die Umsatz- und Ergebnisentwicklung insgesamt günstig und im Einklang mit der Marktentwicklung ein. Die Finanzierung ist derzeit durch den Bestand an flüssigen Mitteln ausreichend gedeckt.

III. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Gegenstand der Entwicklungstätigkeit ist die Anwendung unseres Know-How bzw. unserer Technologie im erweiterten Gastgewerbe Technologie Sektor. Unsere Entwicklungstätigkeiten fokussieren sich darüber hinaus auf die kontinuierliche Effizienz- und Relevanzsteigerung unseres bestehenden Produktangebots. Im Bereich Entwicklung beschäftigen wir 12 Mitarbeiter (Vorjahr: 16 Mitarbeiter).

IV. Prognosebericht

Wesentliche Änderungen der Geschäftspolitik sind nicht geplant. Die Gesellschaft wird weiterhin die Akquise von Einzelhotels und Hotelketten, die gezielte Betreuung von Bestandskunden sowie das Nutzerwachstum forcieren.

Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einer positiven Umsatzentwicklung aus. Die voraussichtliche mittel- bis langfristige Entwicklung des Unternehmens beurteilen wir vor dem Hintergrund der anhaltenden Digitalisierung im Hotelbereich ebenfalls positiv.

Wir beobachten und analysieren unsere ausstehenden Forderungen sowie unseren Cashflow täglich. Global sind mit Anfang des Jahres 2024 ebenso wie schon in 2023 eindeutig positive Tendenzen zu erkennen, die sich ebenfalls positiv auf den realisierten Nettoneuumsatz auswirken. Regional bestehen jedoch Unterschiede in der Entwicklung der Märkte.

Im Bereich des Kostenmanagements sind wir bei Bedarf in der Lage, Einsparungen vorzunehmen, ohne kurzfristig an Produktivität einzubüßen. So kann, falls erforderlich, signifikantes Kosteneinsparungspotential in Teilen des operativen Bereichs realisiert werden.

Für das kommende Geschäftsjahr 2024 erwarten wir im einstelligen Prozentbereich höhere Umsatzerlöse im Vergleich zum Niveau der Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023.

Weiterhin erwarteten wir für das kommende Geschäftsjahr 2024 im Vergleich zum Jahr 2023 weiter steigende und deutlich positive Nettoneuumsätze. Dies resultiert aus einem Anstieg des Neukundengeschäfts sowie einer geringeren Anzahl an Kunden, die kündigen.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir ein in etwa ausgeglichenes EBITDA. Steigenden Umsätzen steht im Zuge der erwarteten weiteren Branchenerholung ein signifikantes Investment in der Produktentwicklung gegenüber.

Die Liquidität des Unternehmens wird sich im Geschäftsjahr 2024 voraussichtlich nah am EBITDA orientieren und damit ausgeglichen entwickeln. Wesentliche Abweichungen können temporär durch den Zeitpunkt von Zahlungen entstehen. Durch unser bewährtes Cashflow-Management und eine starke operative Basis erwarten wir, dass die Liquidität jederzeit gesichert bleibt.

V. Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Um etwaige bestehende und zukünftige Risiken zu analysieren bzw. frühzeitig zu erkennen, überwacht die Geschäftsführung der TrustYou GmbH durch regelmäßige interne Besprechungen im Leitungskreis sowie einem monatlichen Berichtswesen die wesentlichen finanziellen Kennzahlen. Weiterhin besteht ein monatliches Berichtswesen an den Gesellschafter und die Geschäftsentwicklung sowie die Risiken und Chancen werden mit dem Advisory Board diskutiert und entsprechende wesentliche Entscheidungen getroffen. Die betrachteten Risiken betreffen hauptsächlich Wettbewerb, Umsätze, Liquidität sowie rechtliche Risiken.

Wettbewerbsrisiko

Die Wettbewerbsrisiken fokussieren sich auf wenige große Wettbewerber, die zum Teil auch mit Preisdruck im Markt agieren. Durch die Komplettierung unserer Plattform im Hotel Feedback Bereich durch neue Produkte und die Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios gehen wir davon aus, dass wir unsere Marktanteile mittel- und langfristig weiter steigern können.

Umsatzrisiko

Kurzfristig und mittelfristig gehen wir von einer weiteren Erholung des Marktes aus. Des Weiteren spielt der Ukraine Konflikt nach wie vor weder global noch regional in (Ost-) Europa eine wesentliche Rolle bei unserer Geschäftsentwicklung. Der Anteil des Russlandgeschäfts am Gesamtvolumen ist nicht relevant.

Liquiditätsrisiko

Im Rahmen des Finanzmanagements werden Chancen und Risiken fortlaufend überwacht, quantifiziert und nach den Unternehmenszielen entsprechend aktiv gesteuert:

- Kostenreduzierungsmaßnahmen zur Verbesserung der EBITDA Zielerreichung;

- Monatliche Analysen der Plan-/Ist-Abweichungen in Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung;

- Mindestens wöchentliche Analyse des Forderungsbestands aufgrund von zum Teil verzögerten Zahlungen bzw. geänderten Zahlungsintervallen;

- Liquiditätssteuerung ausgehend von der mittelfristigen Unternehmensplanung und aktuellen Hochrechnung und Abweichungsanalysen der Neukundenakquise sowie Bestandskundenpflege.

Die nach Ausschüttung eines Teils des Bilanzgewinns vorhandenen liquiden Mittel (bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) reichen aus, um die im Geschäftsjahr 2024 und 2025 fälligen Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber Dritten zu bedienen.

Chancenbericht

Unseren Technologievorsprung konnten wir über die letzten Jahre erfolgreich verteidigen, was sich in einem deutlichen Zuwachs an Kunden niedergeschlagen hat. Dies gilt insbesondere für den Markt in Deutschland, aber auch für unsere Tochterunternehmen im Ausland. Momentan sind unsere Kunden in über 100 Ländern aktiv.

Durch unsere überwiegend jährlichen Vertragslaufzeiten mit Kunden, werden wir viele Bestandskunden auch im Geschäftsjahr 2024 weiter intensiv betreuen können. Darüber hinaus erwarten wir substanzielle Vorteile durch aktuelle Produktentwicklungen, die kurz vor dem Abschluss stehen. Für unsere SaaS-Produkte sehen wir große Chancen, insbesondere für unsere datenbasierten Lösungen, die durch zusätzliche Entwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz (AI) weiter an Bedeutung gewinnen werden.

Die zunehmende Nachfrage nach AI-gestützten SaaS-Lösungen bietet erhebliches Potenzial zur Steuerung unserer Marktanteile.

Zusätzlich eröffnen sich durch die fortschreitende Digitalisierung in der Hotelbrache neue Geschäftsmöglichkeiten. Wir sind optimal positioniert, um von diesen Entwicklungen zu profitieren, insbesondere durch die Weiterentwicklung unserer SaaS-Produktpalette und den Ausbau unserer Präsenz in Schwellenmärkten.

Gesamtaussage

Risiken für die künftige Entwicklung sehen wir in den kommenden Monaten vor allem durch geopolitische Spannungen und deren potenzielle Auswirkungen auf globale Märkte. Dennoch geht die Geschäftsleitung davon aus, dass die bestehenden Risiken den Fortbestand des Unternehmens nicht gefährden. Aufgrund der deutlichen Stabilisierung und positiven Entwicklung des Reisemarktes sowie unserer starken Positionierung im SaaS-Bereich hat sich das Gesamtrisikoprofil im Vergleich zu den Vorjahren weiter verbessert.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.271.703,56 4.539.677,27
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.695.875,42 1.401,00
1. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 2.694.474,42
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.401,00 1.401,00
II. Sachanlagen 37.623,46 155.720,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.623,46 155.720,00
III. Finanzanlagen 4.538.204,68 4.382.556,27
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 939.315,01 321.367,62
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.598.889,67 4.061.188,65
B. Umlaufvermögen 3.232.326,16 5.418.789,93
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.827.627,22 556.383,07
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.201.113,89
2. sonstige Vermögensgegenstände 626.513,33 556.383,07
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 150.249,70 117.925,41
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.404.698,94 4.862.406,86
C. Rechnungsabgrenzungsposten 330.427,87 269.398,52
Summe Aktiva 10.834.457,59 10.227.865,72

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.144.016,19 4.504.115,44
I. Gezeichnetes Kapital 58.085,00 58.085,00
II. Bilanzgewinn 4.085.931,19 4.446.030,44
davon Gewinnvortrag 1.746.030,44 -10.232.186,38
B. Rückstellungen 1.080.832,13 1.366.292,72
C. Verbindlichkeiten 1.431.462,68 1.340.966,26
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 762.003,51 920.936,84
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 762.003,51 920.936,84
2. sonstige Verbindlichkeiten 669.459,17 420.029,42
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 669.459,17 420.029,42
D. Rechnungsabgrenzungsposten 4.178.146,59 3.016.491,30
Summe Passiva 10.834.457,59 10.227.865,72

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.685.126,03 12.908.421,20
2. Personalaufwand 4.955.220,51 5.313.988,76
a) Löhne und Gehälter 4.053.545,35 4.478.665,41
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 901.675,16 835.323,35
davon für Altersversorgung 7.379,07 7.654,01
3. Abschreibungen 36.329,68 49.295,42
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 36.329,68 49.295,42
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.619.061,90 7.738.925,48
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 147.271,02 298.603,69
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 76.065,25
davon aus verbundenen Unternehmen 76.065,25
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 210.762,75 139.035,94
davon aus verbundenen Unternehmen 190.737,79 137.787,43
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18.429,23 17.428,09
davon an verbundene Unternehmen 18.429,23 17.328,42
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.011,96 1.908,57
9. Ergebnis nach Steuern 2.339.900,75 -74.089,18
10. Jahresüberschuss 2.339.900,75 -74.089,18
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.746.030,44
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 10.232.186,38
13. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 14.752.306,00
14. Bilanzgewinn 4.085.931,19 4.446.030,44

Anhang

TrustYou GmbH, München (HRB 172905 im Handelsregister des Amtsgerichts München)

I. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Bilanzierung und Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 242 bis 256a HGB sowie den Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften nach §§ 264 bis 277 HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) vorgenommen. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 2 HGB und hat von den größenabhängigen Erleichterungsvorschriften des § 288 Absatz 2 HGB Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft entspricht dem Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen (3 bis 5 Jahre, lineare Methode) vermindert.

Selbst erstelle immaterielle Vermögensgegenstände wurden mit Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen (3 Jahre, lineare Methode) vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen (3 bis 13 Jahre, lineare Methode) vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 800 wurden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert erforderlich ist.

Anteile an verbundenen Unternehmen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Falls erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Flüssige Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet, soweit Ausgaben im Geschäftsjahr Aufwand künftiger Geschäftsjahre darstellen.

Das Stammkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet, soweit Einnahmen im Geschäftsjahr Erträge künftiger Geschäftsjahre darstellen. Die Gesellschaft erzielt im Wesentlichen Einnahmen aus Lizenzvergütungen für einen Zeitraum von zwölf Monaten, die zu Beginn des Lizenzzeitraums zur Zahlung fällig werden. Die Lizenzverträge verlängern sich im Normalfall automatisch um ein weiteres Jahr, wenn sie nicht 90 Tage vor Vertragslaufzeitende gekündigt werden.

Die Umsatzerlöse werden periodengerecht bei Leistungserbringung erfasst.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag angesetzt.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
In Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2.694.474,42 0,00 2.694.474,42
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 85.747,86 0,00 0,00 85.747,86
85.747,86 2.694.474,42 0,00 2.780.222,28
II Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 445.482,95 24.889,35 108.838,44 361.533,86
445.482,95 24.889,35 108.838,44 361.533,86
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 321.367,62 617.947,39 0,00 939.315,01
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.061.188,65 0,00 462.298,98 3.598.889,67
4.382.556,27 617.947,39 462.298,98 4.538.204,68
4.913.787,08 3.337.311,16 571.137,42 7.679.960,82
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
In Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00 0,00 2.694.474,42 0,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 84.346,86 0,00 0,00 84.346,86 1.401,00 1.401,00
84.346,86 0,00 0,00 84.346,86 2.695.875,42 1.401,00
II Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 289.762,95 36.329,68 2.182,23 323.910,40 37.623,46 155.720,00
289.762,95 36.329,68 2.182,23 323.910,40 37.623,46 155.720,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 939.315,01 321.367,62
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 3.598.889,67 4.061.188,65
0,00 0,00 0,00 0,00 4.538.204,68 4.382.556,27
374.109,81 36.329,68 2.182,23 408.257,26 7.271.703,56 4.539.677,27

Immaterielle Vermögensgegenstände

Es wurden selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände gem. § 248 Abs. 2 HGB aktiviert und über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren linear abgeschrieben. Dabei handelt es sich um die Entwicklung einer Software. Der Restbuchwert zum 31.12.2023 betrug EUR 2.694.474,42. Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB.

Sachanlagen

Im Geschäftsjahr erfolgten Investitionen im Wesentlichen in Hard- und Software im EDV- und Telekommunikationsbereich.

Finanzanlagen

Die Gesellschaft hat im Jahr 2012 eine Beteiligung an der neu gegründeten TrustYou Inc., USA, erworben. Im Jahr 2015 hat die Gesellschaft zudem Beteiligungen an den neu gegründeten Unternehmen TrustYou PTE Ltd., Singapur, und TrustYou K.K., Japan, im Jahr 2019 eine Beteiligung an der neu gegründeten TrustYou SL, Spanien, sowie im Geschäftsjahr 2020 an der neu gegründeten Tochtergesellschaft TRUSTYOU ROMANIA S.R.L., Cluj, Rumänien, erworben.

Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an den folgenden Gesellschaften. Zum 31. Dezember 2023 ergeben sich folgende Geschäftszahlen nach den lokalen Rechnungslegungsstandards:

TrustYou Inc., San Diego, USA

Eigenkapital: -3.218.678,98 USD Jahresergebnis: -142,164.09 USD Wechselkurs 1 USD = 0,905 EUR

TrustYou PTE Ltd., Singapur

Eigenkapital: -215.158,69 USD Jahresergebnis: 17.702,96 USD Wechselkurs 1 USD = 0,905 EUR

TrustYou K.K., Tokio, Japan

Eigenkapital: -16.999.680 JPY Jahresergebnis: 9.202.391 JPY Wechselkurs 1 JPY = 0,006 EUR

TrustYou SL, Madrid, Spanien

Eigenkapital: 426.642,34 EUR

Jahresergebnis: 117.523,09 EUR

TRUSTYOU ROMANIA S.R.L., Cluj, Rumänien

Eigenkapital: 1.039.156,44 RON Jahresergebnis: 301.215,40 RON Wechselkurs 1 RON = 0,201 EUR

Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen langfristige Darlehen an:

TrustYou Inc., San Diego, USA 3.598.890 EUR

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 288.305 (Vorjahr: € 306.227), Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 1.201.113 (Vorjahr: € 0) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von € 338.208 (Vorjahr: € 250.156).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Kautionen in Höhe von € 150.250 (Vorjahr: € 117.925) mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Im Übrigen handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzsteuerguthaben.

Eigenkapital

Die gesamte Kapitalrücklage in Höhe von € 14.752.306 wurde in 2023 aufgelöst und mit den Verlustvorträgen verrechnet. Zur Finanzierung der Unternehmensgruppe wurde ein Teil des Eigenkapitals (i.H.v. € 2.316.472) an den Gesellschafter ausgeschüttet.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet.

Folgende Rückstellungen wurden gebildet:

31.12.2023
31.12.2022
Ausstehende Rechnungen 437.494 148.713
Umsatzprovision 320.900 233.840
Nicht genommenen Urlaub und Sabbatical 181.200 294.649
Abschluss- und Prüfungskosten 70.000 121.000
Übrige 59.338 50.538
Mitarbeiterboni 11.900 517.553
Summe 1.080.832 1.366.293

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 487.093 (Vorjahr: € 253.175), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 762.003 (Vorjahr: € 920.937) und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 191.365 (Vorjahr: € 166.854).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind bis auf handelsübliche Eigentumsvorbehalte unbesichert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse in Höhe von € 10.843.869 (Vorjahr: € 9.681.484) resultieren im Wesentlichen aus der Bereitstellung und Lizenzierung von Software über das Internet (Software as a Service, SaaS) und auf der Bereitstellung von Lizenzen zur Nutzung von Daten (Data as a Service, DaaS).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus der Verrechnung von Leistungen gegenüber Tochtergesellschaften in Höhe von € 2.509.926 (Vorjahr: € 2.595.400).

Weitere Erträge ergaben sich im Geschäftsjahr aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 148.114 (Vorjahr: € 478.089), der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 132.943 (Vorjahr: € 76.646), der Erstattung von Personalkosten in Höhe von € 44.710 (Vorjahr: € 61.947), Erlöse aus Sachanlageverkäufen von € 34.788 (Vorjahr: € 1.953), sowie Erträge aus abgeschriebenen Forderungen von € 24.474 (Vorjahr: € 12.920).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023
2022
Kosten für Externes Personal und Entwicklung 3.850.649 4.200.908
Kosten für Web-Hosting und Software 1.367.785 1.296.973
Rechts- und Beratungskosten 534.209 527.682
Werbe- und Reisekosten 473.368 391.475
Raumkosten 180.227 344.951
Buchführungs- und Abschlusskosten 200.495 244.035
Fremdarbeiten Vertrieb 526.743 173.010
Wertberichtigungen auf Forderungen 107.276 101.048
Übrige 378.309 458.843
Summe 7.619.061 7.738.925

In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 147.271 (Vorjahr: € 298.604) enthalten. Daneben umfasst diese Position auch Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von € 93.381 (Vorjahr: € 524).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Verzinsung von Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 190.738 (Vorjahr: € 137.787).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsaufwand beträgt im Geschäftsjahr € 18.429 (Vorjahr: € 17.428) und besteht komplett aus Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen € 18.429 (Vorjahr: € 17.328).

V. Sonstige Angaben

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Für die Einschätzung der mit dem Ukraine-Russland Krieg verbundenen Risiken wird auf den Lagebericht hingewiesen.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine Risiken aus Haftungsverhältnissen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietvertrag mit einer unbefristeten Laufzeit mit einer Kündigungsfrist von 6 Monaten zum Ablauf des Kalendervierteljahres, davon sind TEUR 14 innerhalb von einem Jahr fällig.

Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 58 Mitarbeiter (Vorjahr: 55).

Arbeitnehmergruppen

- Angestellte: 40
- Leitende Angestellte: 18

Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Benjamin Jost, Hamburg, Geschäftsführer (Diplom-Elektroingenieur, technischer Bereich)

Bezüglich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel gem. § 286 IV HGB in Anspruch genommen, da weniger als drei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten haben.

sonstige Berichtsbestandteile

 

München, den 21. Februar 2025

gez. Benjamin Jost

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.03.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TrustYou GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TrustYou GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TrustYou GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, di wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Grünwald b. München, den 21. Februar 2025

LKC Grünwald GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Joachim D. Heinrich, Wirtschaftsprüfer

gez. Nicole Schimpfhauser, Wirtschaftsprüfer

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