Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 26381
Eingetragen
21.5.1991
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBeteiligungsgesellschaftenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Erbringung von unabhängigen und qualitativ hochwertigen Beratungsleistungen (Consulting), Unterstützungsleistungen (Support) und von anderen technischen Dienstleistungen (Services), weitestgehend auf dem Gebiete der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) sowie damit zusammenhängenden betriebswirtschaftlichen Themen und dem projektbezogenen Handel mit Software, Hardware und ICT-Zubehör. Gegenstand des Unternehmens ist ferner der Erwerb, der Besitz und die Verwaltung sowie die Veräußerung von Beteiligungen an Gesellschaften jeder Art und Rechtsform im In- und Ausland. Gegenstand des Unternehmens ist weiter die Erbringung von Dienstleistungen aller Art für die Beteiligungsgesellschaften, insbesondere von Finanz- und Managementdienstleistungen soweit solche nicht nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften genehmigungspflichtig sind.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Torsten Werner
seit 4.9.2023
Prokura
Dennis Montanje
seit 10.7.2023
Vorstandsmitglied
Holger Maul
seit 10.7.2023
Vorstandsmitglied
Torsten Schneider
seit 25.5.2021
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Softline AG

Leipzig

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Softline AG Kennzahlen (HGB)

2020

2019

Ergebnis

Umsatzerlöse

TEUR

502 747

Operatives Ergebnis (EBITDA)

TEUR

-171 -213

Betriebsergebnis (EBIT)

TEUR

-778 -2.626

Jahresergebnis vor Steuern (EBT)

TEUR

-674 -2.515

Jahresergebnis (EAT)

TEUR

-682 -2.525

Jahresergebnis (EAT) je Aktie

EUR

-0,40 -1,47

Bilanz

Anlagevermögen

TEUR

6.302 7.164

Umlaufvermögen

TEUR

55 138

Eigenkapital

TEUR

6.054 6.737

Eigenkapitalquote

%

94,92 91,89

Sonstige

Auftragsbestand Softline Gruppe (zum 31.12.)

TEUR

36,5 23,7

Mitarbeiter Softline AG

Anzahl

-

-

Mitarbeiter Softline Gruppe

Anzahl

205 201

Softline AG Abschlussbericht 2020 // Inhaltsverzeichnis

1 Aktionärsbrief

2 Aktie und Investor Relations

3 Lagebericht

3.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Marktentwicklung

3.2 Entwicklung der Softline AG

3.3 Entwicklung der einzelnen Tochtergesellschaften und sonstige Veränderungen in der Softline Gruppe

3.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Softline AG

3.4.1 Vermögenslage

3.4.2 Finanzlage

3.4.3 Ertragslage

3.4.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Softline Gruppe

3.5 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

3.6 Risikobericht

3.7 Chancenbericht

3.8 Prognosebericht

3.9 Schlusserklärung des Vorstandes gemäß § 312 Abs. 3 AktG

4 Einzelgesellschaftsabschluss

4.1 Gewinn- und Verlustrechnung

4.2 Bilanz

5 Anhang Softline AG

5.1 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

5.2 Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

5.3 Erläuterungen zur Bilanz

5.4 Sonstige Angaben

6 Bericht des Aufsichtsrates

7 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

8 Kontakt und Impressum

1 Aktionärsbrief

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, Leserinnen und Leser,

ein herausforderndes Jahr liegt hinter uns. Die sich seit Anfang 2020 ausbreitende Corona-Pandemie hat uns als Unternehmen, jedoch insbesondere auch unserer Mannschaft einiges abverlangt. Umso mehr freuen wir uns, dass unsere Belegschaft gesund durch das Jahr gekommen ist und wir darüber hinaus die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre fortsetzen konnten.

Trotz der pandemiebedingten Beeinträchtigungen im Jahr 2020 hat die Softline AG es mit ihren Tochtergesellschaften geschafft, den Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht zu steigern und auch das operative Ergebnis auf EBITDA-Ebene annähernd gemäß Plan zu erwirtschaften. Der Umsatz in den Geschäftsbereichen IT-Asset Management und IT-Consulting, mit den Kernthemen Informations- und IT-Sicherheit sowie Cloud und Future Datacenter, konnte gegenüber den Vorjahren weiter ausgebaut werden. Auch im Managed Service konnten wir einen erneuten Zuwachs feststellen.

Der Ausbruch der Pandemie im ersten Halbjahr 2020 hatte auch sofortige Auswirkungen auf das Geschäft der Softline Gruppe. Sämtliche Kundentermine und Veranstaltungen wurden abgesagt bzw. auf Eis gelegt und auch die gesamte Mannschaft der Softline Gruppe musste blitzschnell ihre Arbeitsweise an die neuen Gegebenheiten anpassen. Homeoffice war die neue Normalität, teilweise mit zusätzlichen Belastungen durch nicht zufriedenstellende Infrastruktur, nicht ausreichende Internet-Bandbreiten und die Doppelbelastung durch fehlende Kinderbetreuung und Homeschooling. Als IT-Beratungsunternehmen waren wir bereits gut aufgestellt, um auch remote arbeiten zu können. Dennoch haben auch wir intern die Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse vorangetrieben.

Waren Digitalisierung und Virtualisierung bereits im vergangenen Jahr die beherrschenden Themen, so haben die Herausforderungen der Pandemie diese ganz vorn auf die Agenda gesetzt. Unternehmen jeder Größenordnung mussten sich zwangsläufig mit der Anpassung ihrer Geschäfts- und IT-Architektur auf neue Technologien, der Cloud-Transformation und allgemeinen IT-Modernisierungen beschäftigen.

Veranstaltungen und Messen fanden ab der zweiten Jahreshälfte digital statt, teilweise mit einer höheren Teilnehmerquote als in den Vorjahren. Die bereits in der ersten Jahreshälfte 2020 deutlich steigende Nachfrage bzgl. Digitalisierungs- und Cloud-Transformationsprojekten aller Branchen und Unternehmensbereiche spiegelte sich auch im Auftragseingang und der Auslastung unserer Spezialisten wider.

Auch wenn wir den steigenden Bedarf an hochqualifizierten Spezialisten insgesamt in 2020 aufgrund der Pandemie nur schwer decken konnten, haben wir dennoch intensiv in das Wachstum und die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insbesondere in den Bereichen Beratung und Vertrieb, investiert. Die strategischen Weichenstellungen der vergangenen Jahre, die permanente Optimierung unserer Geschäftsprozesse sowie die Erweiterung unseres Service- und Produktportfolios haben in 2020 bereits Früchte getragen.

Liebe Aktionärinnen und Aktionäre,

wir freuen uns, trotz der pandemiebedingten Einschränkungen und Herausforderungen unseren Umsatz gesteigert und ein deutlich positives Ergebnis auf EBITDA-Ebene erwirtschaftet zu haben. Wir sind dankbar, über eine stetig wachsende, hoch motivierte und bestens ausgebildete Mannschaft zu verfügen, welche es schafft, unsere Kunden nachhaltig zu begeistern und mit ihrem Einsatz und Team-Spirit die Softline stetig nach vorn zu bringen!

Wir haben es erneut geschafft, unseren Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahr deutlich zu steigern (36,5 Mio. EUR zum 31.12.2020) und unsere Pipeline signifikant auszubauen. Wir haben kontinuierlich unsere Produktivität erhöht und unsere Kosten insgesamt sehr gut unter Kontrolle gehalten.

Mit den umfangreichen Investitionen in unsere Mannschaft und die stetige Weiterentwicklung unseres Beratungsportfolios haben wir die Grundlage für weiteres Wachstum in den kommenden Jahren geschaffen. Durch die bereits Ende 2020 eingeleitete (und im März 2021 umgesetzte) Verschmelzung der ehemaligen deutschen Tochtergesellschaften auf die Softline AG haben wir nochmals die Komplexität und Kostenbasis im Unternehmen reduziert.

Darüber hinaus haben wir mit dem Ende 2020 bereits angekündigten und im April 2021 vollzogenen Wechsel des Hauptaktionärs nun einen strategischen Investor an unserer Seite, welcher es der Softline AG und ihren internationalen Tochtergesellschaften ermöglicht, national und insbesondere international nicht nur organisch, sondern auch anorganisch deutlich zu wachsen.

Die erfolgreiche Geschäftsentwicklung in den vergangenen Jahren sorgt auch weiterhin für stabile Liquidität. Wir haben die Krise bereits in 2020 gut überstanden und freuen uns darauf, die Softline Gruppe in den nächsten Jahren auf ein neues Umsatz- und Ergebnisniveau weiterentwickeln zu können!

Unter dem Motto "Achieving Compliance, Control and Cost savings for your IT" werden wir uns auf stetiges Wachstum und die strategische Weiterentwicklung fokussieren, insbesondere in unseren wachstums- und margenstärksten Kernportfoliobereichen IT-Asset Management sowie Cloud und Future Datacenter. Regional werden wir den Schwerpunkt auf die Regionen DACH sowie Nordeuropa (Benelux, Großbritannien und Nordics) legen und an unseren Standorten weiterhin intensiv in unseren Vertrieb, unsere Beratungsmannschaft und in die Entwicklung neuer Services für unsere Kunden investieren.

Wir danken Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, für Ihr Vertrauen in unsere Gesellschaft und Ihre Unterstützung bei der Verfolgung des eingeschlagenen Kurses unserer Unternehmensgruppe.

 

Martin A. Schaletzky
Vorstand

2 Aktie und Investor Relations

Der Softline Aktienkurs hat sich im Geschäftsjahr 2020 insbesondere in der zweiten Jahreshälfte positiv entwickelt.

Die Leitindizes konnten im vergangenen Jahr nach einer Berg-und-Tal-Fahrt in der ersten Jahreshälfte 2020 aufgrund der Corona-Pandemie zum Jahresende 2020 bereits einen überwiegend positiven Kursanstieg verzeichnen. Während der EURO STOXX 50 noch etwas hinter dem Jahresanfangswert liegt, haben sich DAX, TecDAX und insbesondere die Technologiewerte deutlich positiv entwickelt. Während sich die Corona-Pandemie überwiegend belastend auf konjunkturelle Entwicklungen in der gesamten Welt ausgewirkt hat, haben die Technologie-affinen Bereiche zulegen können.

Kursentwicklung Aktie Softline AG

Der Aktienkurs der Softline Aktie ist am Jahresanfang auf den Tiefstkurs von 5,40 EUR gesunken, um dann in der zweiten Jahreshälfte aufgrund der trotz der Corona-Pandemie positiven Geschäftsentwicklung sukzessive auf ein Kursniveau um 6,80 EUR zu steigen. Nach zwei Zwischenhochs zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen (7,35 EUR) sowie der Neun-Monats-Zahlen (7,10 EUR) konnte der größte Kursanstieg am Jahresende verbucht werden. Nach Publizierung des bevorstehenden Wechsels des Hauptaktionärs Mitte Dezember 2020 stieg der Kurs bis zum Jahresende auf den Höchststand von 8,80 EUR. Das Management der Softline Gruppe ist mit der aktuellen Kursentwicklung, die sich in den ersten Monaten des Geschäftsjahrs 2021 deutlich positiv fortgesetzt hat, sehr zufrieden. Sowohl die positive Entwicklung des Unternehmens, insbesondere unter den Auswirkungen der Corona-Krise, als auch das Entwicklungspotenzial aufgrund des Einstiegs des neuen Hauptaktionärs spiegeln sich deutlich in der aktuellen Kursentwicklung wider.

30.12.2020

02.01.2020

Veränderung in %

Softline AG

8,80 € 6,65 € +32,3 %
EURO STOXX 50 3.574 3.748 -4,6 %

DAX

13.719 13.386 +2,5 %

TecDAX

3.213 3.015 +6,6 %

Technology All Share

3.518 2.943 +19,5 %

Marktkapitalisierung und Handelsvolumen

Auf Basis des Schlusskurses vom 31. Dezember 2020 ergibt sich für die Softline AG zum Jahresende 2020 eine Marktkapitalisierung von rund 15,1 Mio. EUR.

Die deutlich positive Kursentwicklung im vergangenen Jahr spiegelt nach Ansicht des Vorstands der Unternehmensgruppe die nachhaltig positive Geschäftsentwicklung wider. Sowohl die Zwischenhochs als auch insbesondere das Kurs-Hoch am Jahresende zeigen sowohl die bereits erzielten Ergebnisse als auch das deutliche Entwicklungspotenzial der Unternehmensgruppe. Wie bereits in den vergangenen Jahren wird es auch weiterhin wichtig sein, die Entwicklungsmöglichkeiten der gesamten Unternehmensgruppe, aber auch die Erfolge und Steigerungen in den Geschäftsergebnissen zu belegen und nach außen zu kommunizieren.

Analysteneinschätzungen

Im Berichtsjahr 2020 wurde keine Analysteneinschätzung der Softline AG vorgenommen. Die Unternehmensgruppe hat durch ihre unternehmenseigenen Publikationen sowie ihre starke Präsenz auf verschiedenen Social-Media-Plattformen eine aktuelle Berichterstattung gewährleistet. Neben dem verpflichtend zu veröffentlichenden Jahresabschluss der Softline AG hat die Gruppe freiwillig den konsolidierten Konzernabschluss sowie regelmäßig Quartalszahlen publiziert.

Investorenkontakte

Wie bereits in den Vorjahren hat die Softline Gruppe auch im Geschäftsjahr 2020 an der m:access Fachkonferenz der Börse München teilgenommen. Darüber hinaus wurden in Gesprächen mit institutionellen Investoren die Geschäftsentwicklung sowie die Wachstumspläne der Softline Gruppe präsentiert und das Investitionspotenzial der Softline Aktie erläutert. Unsere Investor-Relations-Aktivitäten werden wir auch in 2021 entsprechend fortführen.

Investor Relations

Die Investor-Relations-Aktivitäten der Softline Gruppe haben den Anspruch einer kontinuierlichen, verlässlichen und offenen Information aller Kapitalmarktteilnehmerinnen und -teilnehmer. Ergänzend zu den Pflichtpublikationen bieten wir auf Kapitalmarktkonferenzen und Analystentreffen bestehenden sowie potenziellen Aktionärinnen und Aktionären sowie Finanzanalyst(inn)en und -journalist(inn)en die Möglichkeit, sich durch transparente Berichterstattung ein umfassenderes Bild von der Entwicklung der Softline Gruppe zu machen. Interessierten Anleger(inne)n stellen wir auf unserer Internetseite im Bereich "Investor Relations" vielfältige Informationen zur Verfügung. Neben Geschäftsberichten und Zwischenmitteilungen sind hier auch allgemeine Informationen zur Unternehmensstrategie, zum Management und zur Aktie einsehbar. Darüber hinaus informiert die Softline Gruppe regelmäßig per Pressemitteilungen oder auf Social-Media-Plattformen über neue Kunden, aktuelle Projekte, Auszeichnungen und Erfolge bei der Restrukturierung.

Finanzkalender für das Geschäftsjahr 2021

Geschäftsbericht 2020 (Einzelabschluss der AG) Mai 2021
Konzernabschluss 2020 (untestiert) Juni 2021
Drei-Monats-Bericht 2021 Juni 2021
Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2021 09. Juli 2021
Halbjahresbericht 2021 August 2021
Neun-Monats-Bericht 2021 November 2021

Kennzahlen zur Aktie

2020

2019

Höchstkurs

EUR

8,80 8,15

Tiefstkurs

EUR

5,40 5,05

Jahresschlusskurs (Xetra)

EUR

8,80 6,65

Anzahl Aktien

Mio.

1,71 1,71
Marktkapitalisierung (zum 31.12.)

Mio. EUR

15,1 11,40
KGV (zum 31.12.)

-

Neg.

Neg.

Börsennotierung

Die Aktie der Softline AG ist innerhalb des Börsensegments Freihandel an der Börse München (m:access) gelistet. Daraus ergeben sich Informations- und Transparenzanforderungen, die das Unternehmen in vollem Umfang erfüllt. Der weitere Handel der Softline Aktie erfolgt im Freiverkehr an den Börsen Frankfurt (Quotation Board), Berlin, Düsseldorf und Stuttgart.

Informationen zur Aktie

ISIN

DE000A2DAN10

Kürzel

SFD1

Börsensegment

Freiverkehr

Handelsplätze

München (m:access), Xetra, Frankfurt a. M., Berlin, Düsseldorf und Stuttgart

Designated Sponsor

ODDO SEYDLER BANK AG

3 Lagebericht

3.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Marktentwicklung

Nachdem im Vorjahr die deutsche Wirtschaft noch ein Wachstum von 0,6 Prozent erwirtschaftet hatte, ist das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 gegenüber 2019 um 5,0 Prozent gesunken. Die deutsche Wirtschaft ist damit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Vorläufigen Berechnungen zufolge fiel der konjunkturelle Einbruch im Jahr 2020 allerdings weniger stark aus als in 2009 mit -5,7 Prozent.

Kalenderbereinigt errechnet sich für 2020 ein Rückgang des BIP um 5,3 Prozent, da das abgelaufene Jahr mehr Arbeitstage hatte als das Jahr 2019.

Die Corona-Pandemie hinterließ im Jahr 2020 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion wurde sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im produzierenden Gewerbe teilweise massiv eingeschränkt.

Im produzierenden Gewerbe ohne Bau, welches gut ein Viertel der Gesamtwirtschaft ausmacht, ging die preisbereinigte Wirtschaftsleistung gegenüber 2019 um 9,7 Prozent zurück; im verarbeitenden Gewerbe sogar um 10,4 Prozent. Die Industrie war vor allem in der ersten Jahreshälfte von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen, u. a. durch die zeitweise gestörten globalen Lieferketten.

Besonders deutlich zeigte sich der konjunkturelle Einbruch in den Dienstleistungsbereichen, die zum Teil so starke Rückgänge wie noch nie verzeichneten. Exemplarisch hierfür steht der zusammengefasste Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe, dessen Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 6,3 Prozent niedriger war als 2019. Allerdings gab es hier auch gegenläufige Entwicklungen: Der Onlinehandel nahm kräftig zu, während der stationäre Handel zum Teil tief im Minus war.

In der Krise behaupten konnte sich das Baugewerbe - hier nahm die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Vorjahresvergleich sogar um 1,4 Prozent zu.

Deutlich sichtbar waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie auch auf der Nachfrageseite. Die privaten Konsumausgaben gingen im Jahr 2020 im Vorjahresvergleich 6,0 Prozent zurück und damit so stark wie noch nie. Die Konsumausgaben des Staates wirkten dagegen mit einem preisbereinigten Anstieg von 3,4 Prozent auch in der Corona-Krise stabilisierend, wozu unter anderem die Beschaffung von Schutzausrüstungen und Krankenhausleistungen beitrug.

Die Bruttoanlageinvestitionen verzeichneten preisbereinigt mit -3,5 Prozent den deutlichsten Rückgang seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Dabei legten die Bauinvestitionen entgegen diesem Trend um 1,5 Prozent zu.

Auch im Außenhandel wirkte sich die Corona-Pandemie massiv aus: Die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen gingen im Jahr 2020 erstmals seit 2009 zurück, die Exporte preisbereinigt um 9,9 Prozent, die Importe um 8,6 Prozent. Besonders groß war der Rückgang der Dienstleistungsimporte, was vor allem am hohen Anteil des stark rückläufigen Reiseverkehrs lag.

Am Arbeitsmarkt endete nach 14 Jahren aufgrund der Corona-Pandemie der stetige Aufwärtstrend mit durchschnittlich 44,8 Mio. Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland im Jahr 2020. Das sind 477.000 Personen oder 1,1 Prozent weniger als 2019. Besonders betroffen waren geringfügig Beschäftigte sowie Selbstständige, während die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stabil blieb. Vor allem die erweiterten Regelungen zur Kurzarbeit dürften hier Entlassungen verhindert haben.

Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2020 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 158,2 Mrd. EUR. Das war das erste Defizit seit 2011 und das zweithöchste seit der deutschen Wiedervereinigung, nur übertroffen vom Rekorddefizit des Jahres 1995, in welchem die Treuhandschulden in den Staatshaushalt übernommen wurden. Gemessen am nominalen BIP errechnet sich für den Staat im Jahr 2020 eine Defizitquote von 4,8 Prozent. Der europäische Referenzwert des Stabilitäts- und Wachstumspakts von 3,0 Prozent und die Zielgröße für die nationale Schuldenbremse wurden demnach deutlich verfehlt. Allerdings wurde die Anwendung beider Zielgrößen aufgrund der Corona-Pandemie für die Jahre 2020 und 2021 ausgesetzt. 1

Marktentwicklung

Die Trendthemen in 2019 sowie für die Jahre 2020 und 2021 waren laut einer Anfang 2020 von Lünendonk durchgeführten Studie die Anpassung der Business- und IT-Architektur auf neue Technologien, die Cloud-Transformation sowie die allgemeine IT-Modernisierung (z. B. Microservices, APIs, Legacy). In diesem Zusammenhang erwarten die befragten IT-Dienstleister eine hohe Nachfrage an Beratungs-Know-how zum Umbau der gesamten Business- und IT-Architektur. Infolge des prognostizierten Anstiegs der Cloud-Transformationsprojekte erwarten die befragten IT-Unternehmen auch eine deutliche Nachfrage zu den Themen Datenschutz sowie Cyber- und Informationssicherheit. 2

Auch die Ergebnisse der vom BDU durchgeführten Marktstudie "Facts & Figures zum Beratermarkt 2021" sowie der im März 2021 durchgeführten Geschäftsklimabefragung zeigen, dass die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie vor der Unternehmensberatungsbranche nicht haltgemacht haben. Erstmalig seit zehn Jahren ist der Gesamtumsatz im Jahr 2020 mit einem Minus von 3,2 Prozent auf 34,6 Mrd. EUR gesunken (2019: 36,0 Mrd. EUR). Für das laufende Jahr prognostizieren die Consultants allerdings bereits eine Rückkehr zum Wachstum mit einem erwarteten Plus von 9,0 Prozent.

Gemäß der im Februar/März 2021 durchgeführten Geschäftsklimabefragung im Consultingmarkt meldeten 40,0 Prozent der Firmen eine gute Geschäftslage; 44,0 Prozent eine befriedigende. Für die kommenden sechs Monate sehen die Geschäftsaussichten noch besser aus. Hier erwarten bereits 44,0 Prozent günstigere und 41,0 Prozent immerhin gleichbleibende Rahmenbedingungen.

Die Sanierungsberater erwarten vor dem Hintergrund der auslaufenden Hilfsprogramme der Regierung einen steigenden Unterstützungsbedarf bei Restrukturierung und Reorganisation mit einem Wachstum von bis zu 15,0 Prozent. Auch in den Beratungsfeldern Reorganisation, Prozessoptimierung, IT-Anwendungen und -Infrastruktur oder Change-Management werden jeweils zehnprozentige Umsatzsteigerungen prognostiziert.

1 Destatis Pressemitteilung, 14.01.2021: "Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2020 um 5,0 % gesunken" (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/01/PD21_020_811.html).
2 Lünendonk-Studie 2020 - Der Markt für IT-Beratung und IT-Service in Deutschland.

3.2 Entwicklung der Softline AG

Da die Softline AG vorwiegend als nicht-operative Holding fungiert, waren die operativen Leistungen der etablierten Tochtergesellschaften in Deutschland, Benelux und Großbritannien von entscheidender Bedeutung. Die Softline AG erzielte innerhalb des Konzerns einen Umsatz von 502 TEUR (Vorjahr: 747 TEUR) durch Weiterberechnung der Konzern- und Managementumlage. Darüber hinaus hat die Gesellschaft sonstige betriebliche Erträge i. H. v. 1,2 Mio. EUR erzielt; davon 800 TEUR durch die Wertaufholung eines Intercompany-Darlehens der Softline AG an die Softline Services GmbH sowie 245 TEUR durch Weiterberechnung von Vertriebs- und Verwaltungskosten. Demgegenüber stehen sonstige betriebliche Aufwendungen i. H. v. 761 TEUR. Unter Berücksichtigung von Abschreibungen i. H. v. 1.400 TEUR ergibt sich somit ein EBIT von -778 TEUR (Vorjahr: -2.626 TEUR) sowie ein EBITDA von -171 TEUR (Vorjahr: -213 TEUR).

3.3 Entwicklung der einzelnen Tochtergesellschaften und sonstige Veränderungen in der Softline Gruppe

Entwicklung der Tochtergesellschaften 3

Die Softline Gruppe, mit der in Leipzig ansässigen Muttergesellschaft Softline AG sowie deren nationalen und internationalen Tochtergesellschaften, konnte wie bereits im Vorjahr auch im Jahr 2020 ihre Position als herstellerunabhängiger Marktführer in dem Bereich IT-Asset Management weiter deutlich ausbauen. Darüber hinaus wurden in den Geschäftsbereichen IT-Consulting (mit den Kernthemen Informations- und IT-Sicherheit, Cloud und Future Datacenter sowie Digital Workplace) und Managed Services deutliche Umsatzsteigerungen erzielt. Die bestehenden Partnerschaften sowohl mit Technologieführern als auch mit ausgewählten IT-Spezialisten konnten weiter ausgebaut und um neue Partnerschaften ergänzt werden.

Mit notariell beurkundetem Verschmelzungsvertrag vom 26. Januar 2021 übertragen die Softline Solutions GmbH, Leipzig, und die Softline Services GmbH, Aschheim, jeweils ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Ausschluss der Abwicklung gem. §§ 2 ff. UmwG i. V. m. §§ 36 ff. UmwG, §§ 46 ff. UmwG, §§ 56 ff. UmwG auf die Softline AG, Leipzig, im Wege der Verschmelzung zur Aufnahme.

Die Übernahme des Vermögens der übertragenden Gesellschaften erfolgt im Innenverhältnis mit Wirkung zum Ablauf des 30. Novembers 2020 (Verschmelzungsstichtag i. S. d. § 5 Abs. 1 Nr. 6 UmwG). Vom 1. Dezember 2020 bis zum Erlöschen der Gesellschaften gem. § 20 Abs. 1 Nr. 2 UmwG gelten alle Handlungen und Geschäfte als für Rechnung der Softline AG, Leipzig, vorgenommen.

Die Softline AG hat sich durch die Verschmelzung ihrer deutschen Tochtergesellschaften noch stärker für weiteres nationales und internationales Wachstum aufgestellt.

Die Softline Solutions GmbH und die Softline Services GmbH waren als deutsche Tochtergesellschaften der Softline AG mehr als zehn Jahre ein wichtiger Teil der international agierenden Softline Gruppe, mit weiteren Schwestergesellschaften in den Niederlanden, Belgien und Großbritannien. Mit der Verschmelzung der beiden deutschen Gesellschaften auf die Softline AG, die am 12. März 2021 rechtskräftig wurde, hat sich die Muttergesellschaft mit einheitlichem Portfolio und gebündelten Kräften auf weiteres nationales und internationales Wachstum vorbereitet. Die Verbindung der drei Gesellschaften wird zudem zu einer deutlichen Reduzierung des internen Aufwands führen, da ab sofort keine Verrechnungen zwischen den drei Gesellschaften mehr notwendig und administrative Aufwendungen geringer sein werden.

Da die Verschmelzung erst am 12. März 2021 rechtskräftig geworden ist, bezieht sich dieser Jahresabschluss noch auf die Softline AG vor der Verschmelzung. Im Nachtragsbericht sind die bilanziellen Auswirkungen der Verschmelzung im Detail erläutert sowie eine Bilanz und eine Gewinn-und-Verlust-Rechnung der verschmolzenen Softline AG zum 01.01.2021 enthalten.

Martin Schaletzky, Vorstand der Softline AG, freut sich sehr über die Verschmelzung: "Die Gesellschaften Softline Solutions GmbH und Softline Services GmbH sind in der vergangenen Dekade durch Shared Services wie Finanzwesen, Controlling, IT, Personal, Vertrieb, Marketing und General Management, jedoch insbesondere durch die erbrachten Beratungsleistungen und Services immer enger zusammengewachsen. Wir haben daher schon seit einiger Zeit darüber nachgedacht, das Portfolio der Gesellschaften zu vereinheitlichen und zusätzlich die Komplexität sowie die Kosten innerhalb der deutschen Softline Gesellschaften zu reduzieren. Mit dem gebündelten Know-how und der Expertise der Mitarbeiter/-innen der beiden ehemaligen Gesellschaften werden wir kontinuierlich das Ziel verfolgen, in der DACH-Region weiter zu wachsen und auch mit unseren internationalen Tochtergesellschaften als Softline Gruppe durch weltweite Projekte neue Märkte zu erschließen.

Das Ergebnis der Softline Solutions GmbH und der Softline Services GmbH ist aufgrund der Verschmelzung ab dem 1. Dezember 2020 der Softline AG zuzurechnen. Aus Gründen der Vergleichbarkeit zum Vorjahr sind im Folgenden die Aufwendungen und Erträge der beiden Gesellschaften für das Gesamtjahr 2020 dargestellt.

Die Leipziger Gesellschaft Softline Solutions GmbH hat im Geschäftsjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr ihren Umsatz erneut steigern können. Mit einem Gesamtumsatz von 15,9 Mio. EUR und der Fokussierung auf die Portfoliobereiche IT- und Software Asset Management, Informations- und IT-Sicherheit, Cloud und Future Datacenter sowie Digital Workplace liegt die Gesellschaft ca. 1,0 Mio. EUR über dem Vorjahr (7,0 Prozent), allerdings aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen in der ersten Jahreshälfte ca. 0,4 Mio. EUR unter Plan. Das Ergebnis auf EBITDA-Ebene liegt aufgrund der hohen Investitionen in die Entwicklung neuer Themen, neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Vertrieb und Consulting sowie der Aus- und Weiterbildung der bestehenden Belegschaft mit ca. 0,5 Mio. EUR deutlich unter Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand liegt zum Jahresende 2020 mit 26,6 Mio. EUR hingegen sehr deutlich über dem des Vorjahres (10,4 Mio. EUR).

Die Softline Services GmbH in Aschheim bei München hat im Geschäftsjahr 2020 einen Gesamtumsatz von 4,6 Mio. EUR erzielt und schließt damit wie geplant ca. 2,8 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert ab. Im Bereich Recruiting Services wurde ein Umsatz von 2,1 Mio. EUR erzielt und im Bereich Managed Field Services von 2,3 Mio. EUR. Der Auftragsbestand ist durch die Abarbeitung auslaufender Serviceverträge wie geplant von ca. 5,1 Mio. EUR auf 3,9 Mio. EUR reduziert worden.

Die XPERTLINK GmbH in Aschheim - eine Tochtergesellschaft der Softline Services GmbH - war im Geschäftsjahr 2020 nicht operativ tätig. Das Kerngeschäft der XPERTLINK GmbH, die Vermittlung von fachlich hoch spezialisiertem IT-Personal, wurde bereits in 2014 in die damalige Prometheus GmbH (seit 2017 Softline Services GmbH) integriert.

Softline Solutions Benelux (bestehend aus den Gesellschaften Softline Solutions Netherlands B.V., Nieuwegein, Niederlande, und Softline Solutions N.V., Brüssel, Belgien) mit Hauptsitz in Nieuwegein und der Fokussierung auf IT-Asset Management, IT-Service Management sowie Managed Cloud Services konnte ihren Umsatz gegenüber Vorjahr von ca. 4,8 Mio. EUR deutlich auf 6,7 Mio. EUR steigern. Auch das Ergebnis auf EBITDA-Ebene hat sich im gesamten Jahr, trotz des Einflusses durch die Corona-Pandemie, sehr gut entwickelt. Die Gesellschaft hat ihr EBITDA von einer schwarzen Null im Vorjahr auf 0,4 Mio. EUR ausbauen können. Der Auftragsbestand liegt aufgrund der hohen Auslastung in 2020 und der sukzessiven Abarbeitung bestehender Projekte mit 6,0 Mio. EUR unter dem Wert des Vorjahres (8,4 Mio. EUR). Eine gut gefüllte Pipeline verspricht eine deutliche Steigerung im Jahresverlauf 2021.

Softline Solutions UK mit Sitz in London hat im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatz von 1,1 Mio. EUR erzielen können; davon fielen ca. 0,8 Mio. EUR auf den Lizenzvertrieb und 0,3 Mio. EUR auf Beratung. Die Investition in lokalen Vertrieb und Marketing haben sich ausgezahlt. Die Beratung der Kunden in UK wird durch die Kolleginnen und Kollegen der Softline Solutions Benelux erbracht. Auf der Ergebnisseite hat die Gesellschaft, wie im vergangenen Jahr, auf EBITDA-Ebene knapp eine schwarze Null erreicht. Für das neue Geschäftsjahr 2021 wird mit einer deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerung gerechnet.

Aufgrund der weiteren Fokussierung der Softline Gruppe auf strategisches Wachstum in den Regionen DACH und Nordeuropa sowie der Fokussierung auf IT-Beratung und begleitende Dienstleistungen wurde die französische Tochtergesellschaft Softline Solutions France im Geschäftsjahr 2020 abgewickelt. Das Software-Geschäft wurde zusammen mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an das französische IT-Unternehmen Itancia verkauft und die Gesellschaft befindet sich in Auflösung. Kosten im Zusammenhang mit der Schließung der Gesellschaft wurden bereits im Jahresabschluss 2019 berücksichtigt und belasten nicht mehr das Ergebnis der Softline Gruppe.

3 Lt. vorläufigen Einzelabschlüssen (untestiert).

Umsätze der Tochterunternehmen 4

2020

2019

Softline Solutions GmbH // Deutschland

TEUR

15.933 14.968

Softline Services GmbH // Deutschland

TEUR

4.589 7.417

XPERTLINK GmbH // Deutschland

TEUR

0 0

Softline Solutions B.V. // Niederlande

TEUR

6.419 4.389

Softline Solutions N.V. // Belgien

TEUR

284 379

Softline Solutions France // Frankreich

TEUR

0 2.500

Softline Solutions UK // Großbritannien

TEUR

1.118 1.604

4 Lt. veröffentlichtem Einzelabschluss (untestiert).

EBITDA der Tochterunternehmen 5

2020

2019

Softline Solutions GmbH // Deutschland

TEUR

539 1.226

Softline Services GmbH // Deutschland

TEUR

-157 365

XPERTLINK GmbH // Deutschland

TEUR

0 3

Softline Solutions B.V. // Niederlande

TEUR

395 -48

Softline Solutions N.V. // Belgien

TEUR

-2 48

Softline Solutions France // Frankreich

TEUR

0 -224

Softline Solutions UK // Großbritannien

TEUR

-37 -7

5 Lt. veröffentlichtem Einzelabschluss (untestiert).

Die einzelnen Tochtergesellschaften der Softline Gruppe verfügen über folgende Geschäftsmodelle:

Softline Solutions GmbH // Deutschland

Die Softline Solutions GmbH ist ein herstellerunabhängiges IT-Beratungsunternehmen mit Sitz in Leipzig und Wolfsburg. Nationale und internationale Kunden vertrauen auf die Lösungskompetenz der IT-Spezialisten in den Kernbereichen IT- und Software Asset Management, Cloud und Future Datacenter, Informations- und IT-Sicherheit sowie Digital Workplace. Die Gesellschaft wurde am 12. März 2021 rechtskräftig auf die Softline AG verschmolzen.

Softline Services GmbH // Deutschland

Seit mehr als 15 Jahren unterstützt die Softline Services GmbH Endkunden, Systemhäuser sowie Hard- und Softwarehersteller mit Managed Remote und Onsite Services sowie Recruiting Services dabei, den reibungslosen Betrieb ihrer IT-Infrastrukturen sicherzustellen. Die Gesellschaft wurde am 12. März 2021 rechtskräftig auf die Softline AG verschmolzen.

XPERTLINK GmbH // Deutschland

Der Geschäftszweck der XPERTLINK GmbH, eines 100%igen Tochterunternehmens der Softline Services GmbH, ist die Unterstützung ihrer Kunden bei der Suche und Auswahl hochrangiger IT-Spezialisten. Das Leistungsspektrum der Gesellschaft wurde bereits im Jahr 2014 in die Softline Services GmbH integriert.

Softline Solutions B.V. // Niederlande

Als Experte in den Bereichen IT-Asset Management und Lizenzberatung bietet die Softline Solutions B.V. ihren Kunden Lösungen an, die ihnen beim Management von Installationen, Nutzen und Kosten von Software helfen und so Transparenz schaffen.

Softline Solutions N.V. // Belgien

Wie alle anderen Softline Solutions Gesellschaften fokussiert sich auch das belgische Tochterunternehmen auf die Bereitstellung von erstklassigen IT-, Beratungs- und Support-Dienstleistungen mit besonderem Fokus auf IT-Asset Management/ Lizenzmanagement.

Softline Solutions Ltd. // Großbritannien

Die im Oktober 2015 gegründete Gesellschaft ist im Bereich Software Asset Management aktiv und dient darüber hinaus als Dienstleistungsgesellschaft für internationale Rollout-Projekte.

Softline Solutions France // Frankreich

Das Geschäft der Gesellschaft, Dienstleistungen und Software mit Spezialisierung auf die Bereiche Packaging, Softwareentwicklung und Business Intelligence, wurde an die französische Itancia-Gruppe veräußert. Die Gesellschaft befindet sich in Auflösung.

Sonstige Veränderungen bei der Softline AG

Änderung der Hauptaktionärsstruktur: Softline & Softline AG bündeln Kräfte, um international zu wachsen

Im Dezember 2020 hat die Axion Holding Cyprus Limited, eine Holdinggesellschaft der von der Softline AG unabhängigen russischen, international agierenden Softline Group (Softline International), mit dem bisherigen Hauptaktionär der Softline AG, der S.K. Management- und Beteiligungsgesellschaft mbH (SKMB), einen Aktienkaufvertrag über den Verkauf sämtlicher von der SKMB gehaltenen Aktien der Softline AG an die Axion Holding unterschrieben. Die Axion Holding hat am 08. April 2021 1.086.951 Aktien der Softline AG erworben und hält damit derzeit Aktien im Umfang von 63,38 Prozent des Grundkapitals der Softline AG.

Der Einstieg des internationalen IT-Unternehmens in die Softline AG bedeutet eine Bündelung der Kräfte und legt den Grundstein, um international weiter zu wachsen. Softline International ist ein international tätiges IT-Dienstleistungsunternehmen mit rund 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, welches nicht nur unser Geschäft versteht, sondern auch in über 50 Ländern weltweit erfolgreich tätig ist. Der zukünftige Zugang zu den Regionen, Märkten und Kunden von Softline bietet für die Softline AG und ihre Tochtergesellschaften völlig neue Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten, basierend auf dem Fachwissen und der Erfahrung, insbesondere in den Kernportfoliobereichen SAM und ITAM, Cloud, Informations- und IT-Sicherheit sowie Digital Workplace. Softline International schätzt die umfassende Expertise und Erfahrung, insbesondere im Bereich Software Asset Management, jedoch auch in den anderen Kernportfoliobereichen. Wir werden mit der Umsetzung unseres Dreijahresplans fortfahren, der 2020 begonnen hat, und jetzt mit noch mehr Potenzial für gemeinsames internationales Wachstum auch die Wahrscheinlichkeit erhöhen, unsere für die Zukunft festgelegten Pläne möglicherweise zu übertreffen.

Die Beratungsfähigkeiten der Softline AG im Bereich IT- und Software Asset Management sowie Managed Services sind für das Management der Cloud und die immer komplexer werdende Softwarelizenzierung von entscheidender Bedeutung. Ihr Ansatz hilft IT-Verantwortlichen, Tools und Strategien zu identifizieren und zu bewerten, mit denen die IT effektiv verwaltet und bewertet werden kann. Die Zusammenarbeit mit der Softline AG, die Zugang zu umfangreichem Fachwissen und Know-how bietet und zusammen mit unserer weltweiten Markteinführungsabdeckung enorme Wachstumschancen für beide Unternehmen bereithält, ist für Softline International ein wichtiger strategischer Schritt in Richtung Europa und zur Globalisierung des gesamten Geschäfts.

Portfolioschärfung

Die Softline AG hat mit ihren Tochtergesellschaften wie in den vergangenen Jahren ihr Portfolio weiter geschärft und bietet zu den Fokusthemen IT- und Software Asset Management, Cloud und Future Datacenter, Informations- und IT-Sicherheit sowie Digital Workplace umfangreiche Lösungen, Beratungs- und Managed-Service-Leistungen an und entwickelt diese stetig weiter. Neben dem Ausbau des Umsatzes mit Bestandskunden konnte die Softline AG zusätzlich nationale und internationale Projekte bei bekannten Banken, Versicherungsgruppen und Automobilherstellern gewinnen.

Hat die Softline AG bisher das Ziel verfolgt, der marktführende und herstellerunabhängige Anbieter für IT-Asset Management und IT-Consulting in Europa zu werden, hat sich die Gesellschaft nach Bündelung der Kräfte mit Softline International vorgenommen, als weltweiter herstellerunabhängiger Marktführer die IT-Assets ihrer Kunden - sowohl Software als auch Hardware - zu managen, zu kontrollieren, zu optimieren und insbesondere zu schützen.

Die strategischen Partnerschaften mit marktführenden IT-Systemhäusern und Software-Anbietern wurden auch im vergangenen Jahr weiter ausgebaut und auf Kundenseite die langjährigen Geschäftsbeziehungen zu mittelständischen Unternehmen und internationalen Konzernen gefestigt.

3.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Softline AG

Die Muttergesellschaft Softline AG fungierte im Geschäftsjahr 2020 vorwiegend als nicht-operative Holdinggesellschaft, unterstützt aber ihre Tochtergesellschaften bei administrativen Fragestellungen und gibt deren Strategie vor. Die operativen Geschäftstätigkeiten werden vollumfänglich von den einzelnen spezialisierten Tochterunternehmen in deren jeweiligen Ländern ausgeführt. Die Softline AG ist als Holding von dem wirtschaftlichen Erfolg ihrer Tochtergesellschaften abhängig.

3.4.1 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Softline AG wies zum 31. Dezember 2020 ein Volumen von 6,4 Mio. EUR (Vorjahr: 7,3 Mio. EUR) auf.

Das Anlagevermögen der Softline AG belief sich zum Bilanzstichtag auf 6,3 Mio. EUR. Gegenüber dem Anlagevermögen zum 31. Dezember 2019 in Höhe von insgesamt 7,2 Mio. EUR wurden eine Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert in Höhe von 1,4 Mio. EUR sowie eine Zuschreibung auf ein Darlehen in Höhe von 0,8 Mio. EUR der Softline Services GmbH im Bereich der Finanzanlagen vorgenommen. Insgesamt haben sich die Ausleihungen an verbundene Unternehmen um 0,5 Mio. EUR auf 6,0 Mio. EUR erhöht.

Ferner beträgt das Umlaufvermögen zum Bilanzstichtag 55 TEUR (2019: 0,1 Mio. EUR).

Auf der Passivseite der Bilanz ist das Eigenkapital mit 6,1 Mio. EUR ca. 0,7 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau.

Die Rückstellungen liegen mit 0,2 Mio. EUR ca. 0,2 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau.

Die Verbindlichkeiten liegen mit 0,1 Mio. EUR zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 insbesondere aufgrund der Tilgung des Darlehens der französischen Gesellschaft an die Softline AG ca. 0,1 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau von 0,2 Mio. EUR. Darin enthalten sind 0,1 Mio. EUR Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Damit hat die Softline AG zum 31. Dezember 2020 Verbindlichkeiten gegenüber Dritten kleiner als 0,1 Mio. EUR.

3.4.2 Finanzlage

Als Finanz- und Managementholding ist die Softline AG davon abhängig, dass die operativ tätigen Tochtergesellschaften positive Ergebnisse erwirtschaften und darüber hinaus ausreichend Liquidität zur Rückführung der gewährten Darlehen zur Verfügung haben. Im Berichtsjahr konnten von der Tochtergesellschaft Softline Solutions GmbH, Leipzig, insgesamt Darlehen in Höhe von 0,3 Mio. EUR und von der Tochtergesellschaft Softline Services GmbH, Aschheim, insgesamt Darlehen in Höhe von 0,1 Mio. EUR an die Muttergesellschaft zurückgeführt werden.

Somit belaufen sich zum 31. Dezember 2020 die gewährten Darlehen an die Softline Solutions GmbH auf 2.700 TEUR (Vorjahr: 2.947 TEUR), an die Softline Services GmbH auf 3.069 TEUR (Vorjahr: 2.282 TEUR) sowie an die Softline Solutions Netherlands B.V. auf 240 TEUR (Vorjahr: 236 TEUR).

Die S. K. Management- und Beteiligungs GmbH, Baden-Baden, hat im Geschäftsjahr 2014 einen Forderungsverzicht gegen Besserungsschein in Höhe von 1.000 TEUR erklärt. Die Softline AG hat diesen Forderungsverzicht gegen Besserungsschein in Höhe von 1.000 TEUR an die Tochtergesellschaften Softline Solutions GmbH, Leipzig, und Softline Services GmbH, Aschheim, weitergegeben.

Für das Geschäftsjahr 2020 betrugen die berechneten Zinsen für die gewährten Darlehen insgesamt 104 TEUR. Hiervon wurden 0 TEUR im Geschäftsjahr 2020 ausbezahlt.

Kapitalstruktur

Zum Jahresende 2020 betrug das gezeichnete Kapital der Softline AG wie im Vorjahr 1.714 TEUR. Hinsichtlich der Angaben zu eigenen Aktien verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang.

Die Kapitalrücklage ist wie im Vorjahr bei 13,9 Mio. EUR.

Der Bilanzverlust beträgt -9,5 Mio. EUR. Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres von -0,7 Mio. EUR ist hierin ebenfalls berücksichtigt.

Wie bereits in Vorjahren nutzen wir als außerbilanzielles Finanzinstrument Leasing.

Es wurden keine weiteren Darlehen aufgenommen. Das verbliebene Darlehen der französischen Tochtergesellschaft Softline Solutions France i. H. v. 116 TEUR wurde im Geschäftsjahr 2020 im Rahmen des Verkaufs des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie deren Abwicklung komplett getilgt.

Liquidität

Die Liquidität des Jahres 2020 der Softline AG und ihrer Tochtergesellschaften war aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung sowie des in allen operativen Tochtergesellschaften implementierten Factorings und bereits im Jahr 2014 eingeräumter umfangreicher Kontokorrentlinien durchweg ausgeglichen.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2020 wurden in der Einzelgesellschaft Softline AG keine nennenswerten Investitionen getätigt.

3.4.3 Ertragslage

Die Softline AG ist, wie bereits erläutert, vorwiegend als Holdinggesellschaft für ihre Tochtergesellschaften tätig und verfügt über nahezu kein operatives Eigengeschäft.

Im Geschäftsjahr 2020 erzielte die Softline AG Umsatzerlöse von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR). Diese umfassen insbesondere die Konzern- und Managementumlage (0,5 Mio. EUR).

Die für die Geschäftsjahre 2019 und 2020 berechneten Umsatzerlöse enthalten nach Finalisierung der Neudefinition des BilRUG 6 keine Erträge aus Konzernumlagen aus konzerninternen Weiterberechnungen. Daher sind weiterberechnete Aufwendungen, z. B. für Pkw-Kosten und Leasinggebühren, in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf 1,2 Mio. EUR und beinhalten eine Darlehenszuschreibung i. H. v. 0,8 Mio. EUR, die Auflösung von Rückstellungen i. H. v. 0,2 Mio. EUR sowie weiterberechnete Aufwendungen (0,2 Mio. EUR).

Vor dem Hintergrund, dass die Softline AG nicht operativ tätig ist, sind im Geschäftsjahr 2020 keine Materialkosten angefallen. Die Personalkosten von 346 TEUR sind gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund der Rückstellungen für den erfolgsabhängigen Bonus im Vorstandsbereich um 74 TEUR höher.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen lagen mit 6 TEUR auf dem Vorjahresniveau.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 0,8 Mio. EUR deutlich unter dem Niveau des Vorjahres von 1,2 Mio. EUR. Hier finden sich neben Pkw- und Reisekosten (0,2 Mio. EUR) die Rechts- und Beratungskosten (0,1 Mio. EUR), Versicherungen (0,1 Mio. EUR) sowie die Kosten für das Finance Center und die Verwaltung der Softline AG (je ca. 0,1 Mio. EUR) wieder.

Abschreibungen auf Finanzanlagen fielen im Geschäftsjahr 2020 in Höhe von 1,4 Mio. EUR an. Die Abschreibung wurde auf den Beteiligungsbuchwert der Softline Services GmbH vorgenommen.

Steuerungsgrößen der Softline AG und ihrer Tochtergesellschaften sind neben dem Umsatz und Deckungsbeitrag insbesondere das EBITDA und EBIT. Da die Softline AG kein operatives Geschäft hat, wurde keine Planung für Umsatz und Deckungsbeitrag vorgenommen. Auf EBITDA-Ebene hat die Softline AG aufgrund der gegenüber Vorjahr deutlich niedrigeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen bei gestiegenen Personalaufwendungen mit -171 TEUR über dem Ergebnis des Vorjahrs (-213 TEUR) abgeschlossen.

Insgesamt liegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter den Plankosten (Versicherungen -11 TEUR, Buchhaltungs- und Prüfungsgebühren -13 TEUR, Reisekosten -17 TEUR, Kfz-Kosten -3 TEUR). Auf EBIT-Ebene hat sich das Ergebnis der Softline AG im Jahr 2020 mit -778 TEUR aufgrund der geringeren Abschreibung auf Finanzanlagen sowie der Zuschreibung des Darlehens gegenüber dem Vorjahr (-2.626 TEUR) deutlich verbessert. Der Jahresfehlbetrag liegt daher mit -682 TEUR deutlich über dem Vorjahresergebnis von -2.525 TEUR.

6 Am 22.07.2015 wurde das BilRUG (Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetz) im BGBI verkündet. Damit sind die Änderungen erstmals anwendbar für Geschäftsjahre, die am 31. Dezember 2015 beginnen. Zu den wichtigsten Änderungen des BilRUG zählen eine Neudefinition der Umsatzerlöse sowie eine Konkretisierung und Ausweitung der Anhangangaben sowie eine Konkretisierung im Bereich der Konzernrechnungslegung.

3.4.4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Softline Gruppe

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts beurteilt der Vorstand die weitere Geschäftsentwicklung der Softline AG und ihrer Tochtergesellschaften als sehr positiv. Die Trennung von unprofitablen Tochtergesellschaften, die strukturellen Anpassungen in der Vergangenheit und die Fokussierung auf profitable Kernbereiche haben die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe nachhaltig gestärkt.

3.5 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2020 war in der Muttergesellschaft Softline AG neben dem Vorstand kein weiterer Mitarbeiter beschäftigt. Die gesamte Softline Gruppe beschäftigte im gleichen Zeitraum durchschnittlich 202 Mitarbeiter/-innen und 205 Mitarbeiter/-innen zum Stichtag 31. Dezember 2020.

3.6 Risikobericht

Risikomanagement und Steuerungssystem

Die zur Steuerung der Unternehmensgruppe notwendigen Kennzahlen (u. a. Auftragseingang [AE], Auftragsbestand [AB], Umsatz, Deckungsbeitrag [DB], EBITDA [Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen] und EBIT [Ergebnis vor Zinsen und Steuern]) stehen dem Management der Softline AG nach vorheriger Aufbereitung zur Verfügung und werden laufend mit den Planvorgaben und Vorjahreswerten verglichen. Die Softline AG verfügt über ein zentrales Berichts- und Kontrollwesen, dessen laufend bereitgestellte und aufbereitete Daten den Informationsansprüchen des Managements hinsichtlich der frühzeitigen Erkennung von bestandsgefährdenden Risiken, entsprechend der Größe und Übersichtlichkeit der Softline Gruppe, als Basiswerk genügt, aber stetig weiterentwickelt wird.

Über das zentrale Berichts- und Kontrollwesen werden wöchentlich mit den lokalen Führungskräften die aktuellen Themen, Chancen und Risiken besprochen. Innerhalb der Gruppe finden im monatlichen Rhythmus länder- und bereichsübergreifende Management-Meetings statt.

Unternehmerische Risiken

Das unternehmerische Risiko der Softline AG liegt vorwiegend in der optimalen Steuerung der Tochterunternehmen, welche das operative Kerngeschäft der Gruppe ausüben.

Durch das schlanke Management erfolgen die Steuerung und die Kontrolle der einzelnen Bereiche und Gesellschaften deutlich direkter.

In Verbindung mit der Durchführung von Aktivitäten von Tochterunternehmen bestehen Risiken durch deren weitere Integration, die Notwendigkeit zur Restrukturierung sowie Risiken aus Geschäftsaktivitäten, die bisher nicht zum Kerngeschäft der Softline Gruppe gehörten.

Zudem sind große Beratungsgeschäfte schwer prognostizierbar und können zu Abhängigkeiten von einzelnen Großkunden führen.

Marktrisiken

Die Softline AG mit ihren Tochtergesellschaften unterliegt trotz der internationalen Ausrichtung Marktrisiken. Die IT-Branche ist in allen Ländern, in denen die Softline Gruppe vertreten ist, durch starke dynamische Veränderungen gekennzeichnet.

Allgemeine Änderungen bei Herstellern und Lieferanten, Produkten und Technologien, welche Einfluss auf Preise und Umsätze haben, überwachen wir permanent durch einen intensiven Kontakt mit unseren nationalen und internationalen Partnern, Herstellern und Kunden.

Durch eine vertikale Integration innerhalb der europäischen Gruppe, eine Vereinheitlichung von Produkten und Services sowie die Integration von Lösungen, Produkten, Services und Business-Plattformen sind wir in der Lage, ein ausgewogenes Dienstleistungsportfolio anzubieten, welches sich Marktschwankungen zügig anpassen kann.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Softline AG sowie ihre Tochtergesellschaften unterliegen grundsätzlich Liquiditäts-, Zins- und Bonitätsrisiken. Die Softline AG, als reine Holding ohne eigene nennenswerte Umsätze und Erträge, ist auf die Liquiditätszuflüsse aus den Tochtergesellschaften in Form von Darlehensrückzahlungen bzw. über Konzernumlagen angewiesen.

Die ausreichende Liquidität, welche die Softline Gruppe durch geeignete Maßnahmen sicherstellen muss, ist eines der zentralen Finanzrisiken sowohl für die Gruppe als auch für die Softline AG als Muttergesellschaft. Neuausrichtung, Umstrukturierung sowie das weitere Wachstum der einzelnen Tochtergesellschaften müssen durch entsprechende Finanzierungsmaßnahmen, Kostenoptimierung und effektiven Personaleinsatz sichergestellt werden. Maßnahmen zur Eigenkapitalstärkung, Gesellschafterdarlehen mit Rangrücktritt, Sale-and-lease-back sowie Factoring, aber auch das Eintreten der Planprognosen einschließlich Überwachung und schneller Reaktionsmöglichkeiten bei Abweichungen sind die Basis für die weitere Sicherstellung der Liquidität und der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit. Gemäß der Planung des Vorstands ist die Liquidität der Softline Gruppe bis Ende 2022 sichergestellt.

In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass zukunftsbezogene Aussagen naturgemäß stets mit Unsicherheiten behaftet sind und die tatsächlich eintretenden Ergebnisse von den prognostizierten abweichen können.

Das Ausfallrisiko von Forderungen bzw. geplanten Kundenprojekten führt weiterhin zu einem möglichen Liquiditätsrisiko, welchem durch ein intensives Liquiditäts- und Cashflow-Management über alle Gesellschaften entgegengewirkt wird. Mögliche Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch ein aktives Forderungsmanagement reduziert. Bestehenden Risiken aufgrund drohender Forderungsausfälle wird durch Wertberichtigungen in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Die Softline AG und ihre Tochtergesellschaften unterliegen aktuell keinen Zinsrisiken, da die Softline Gruppe aktuell keine Fremdfinanzierung benötigt. Ebenso ist das Factoring bei Tochtergesellschaften durch vertraglich festgelegte Konditionen definiert.

Eine ausreichende Bonität der Softline AG und damit auch der Softline Gruppe ist die wesentliche Grundlage für die Gewährung von Fremdkapital, insbesondere durch Gesellschafter, Banken und Lieferanten, und somit auch Grundvoraussetzung für das langfristige Bestehen des Unternehmens. Daher ist es das Ziel, eine Verbesserung der Bonitätsbeurteilung und die jederzeitige Sicherstellung der Liquidität der Softline AG und der Softline Gruppe durch Steigerungen der Ertragskraft zu erarbeiten, um Risiken für die Gruppe zu mindern.

Sonstige Risiken

Der Ausbruch einer globalen Pandemie mit daraus resultierenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, außerordentlicher Belastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie beeinträchtigten Lieferketten und Vertriebskanälen wird nicht als separates Risiko betrachtet und bewertet.

Die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit auch unter außergewöhnlichen Bedingungen wird im Rahmen der Evaluierung von Risiken u. a. in den Bereichen "Wichtige Risiken der Unternehmensführung", "Kommunikation und Dokumentation", "Human Resources Management", "Leistungserbringung" und "Informationstechnologie" betrachtet. Dementsprechend konnte das Unternehmen bei Beginn der Pandemie bereits sehr schnell auf mobiles Arbeiten umstellen. Die Unternehmenskommunikation konnte umgehend auch ohne physische Präsenz beibehalten werden und eine gesunde und offene Unternehmens- und Führungskultur hat dazu beigetragen, auch die Gesundheit, Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einem hohen Niveau zu halten.

Finanz- oder marktwirtschaftliche Risiken als Folge der Pandemie sind für unser Unternehmen aufgrund der beschleunigten Digitalisierung in den Unternehmen nicht absehbar.

3.7 Chancenbericht

Nach einer bereits positiven Wirtschaftsentwicklung im zweiten Halbjahr 2020 hat die zweite Welle der Corona-Pandemie, nach Aussage des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel, die Erholung in Deutschland unterbrochen. Sie erwartet für das erste Quartal 2021 sogar einen deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung.

Sie prognostiziert aber auch mit dem Fortschreiten der Impfkampagne ein Nachlassen der wirtschaftlichen Belastung und eine Erholung in hohem Tempo. Bei der Betrachtung der Auswirkung auf die Wirtschaftsentwicklung im Winterhalbjahr 2020/2021 zeigt sich bei den unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen ein sehr heterogenes Bild. Während insbesondere die konsumnahen Dienstleistungsbranchen durch die zweite Corona-Welle in Mitleidenschaft gezogen werden, wurde die Industriekonjunktur zwar auch abgebremst, blieb aber dank eines steigenden Auslandsgeschäfts weiterhin aufwärtsgerichtet.

Ausgehend von einem Rückgang der wirtschaftlichen Beeinträchtigungen durch sukzessive Rücknahme der öffentlichen Maßnahmen zum Infektionsschutz - insbesondere die Geschäftsschließungen in den Bereichen des Einzelhandels und des Gastgewerbes - sowie den zunehmenden Impfschutz der Bevölkerung, rechnet das IfW mit einem deutlichen Ansteigen der Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte 2021. 7

Auch der Branchenverband Bitkom berichtet bereits von einer guten Stimmung bei Unternehmen der IT und Telekommunikation. Diese sei so gut wie zuletzt vor der Corona-Krise. Das Geschäftsklima in der Digitalbranche zeige sich aktuell stark verbessert und sei auf den höchsten Stand seit zwei Jahren geklettert.

Mit dieser guten Konjunktur geht auch eine wachsende Nachfrage nach Arbeitskräften einher. Die Mehrheit der Unternehmen will in den kommenden Monaten sogar zusätzliche Arbeitskräfte einstellen. 8

Auslöser für diesen Konjunkturschub ist laut Bitkom die Corona-Krise selbst. Im Zuge der Corona-Pandemie hat die Digitalisierung in den Unternehmen deutlich an Bedeutung gewonnen. 6 von 10 Industrieunternehmen (63,0 Prozent) haben angegeben, dass ihnen digitale Technologien helfen, die Corona-Pandemie zu bewältigen. Drei Viertel (77,0 Prozent) haben festgestellt, dass Unternehmen, deren Geschäftsmodell bereits digitalisiert ist, besser durch die Krise kommen. Die IT-Industrie hat entsprechend reagiert und ihre Produkte und Dienstleistungen entsprechend angepasst. Bitkom geht davon aus, dass die Corona-Pandemie in den kommenden Monaten für einen anhaltenden Digitalisierungsschub in den Fabriken sorgen wird. 61,0 Prozent der Unternehmen wollen als Corona-Folge langfristig die Digitalisierung vorantreiben und 62,0 Prozent sehen einen Innovationsschub für das eigene Unternehmen. 9

Nach einem starken Rückgang des Geschäfts in einigen Geschäftsbereichen der Softline Gruppe im ersten Halbjahr 2020 konnte die Gesellschaft im zweiten Halbjahr die verlorenen Umsätze und Erträge nahezu komplett wieder aufholen. Die umgehende Umstellung des eigenen Geschäftsbetriebs, u. a. durch die Einführung von flächendeckendem Homeoffice, der Nutzung von Kurzarbeit und auch der Beschleunigung der internen Digitalisierungsvorhaben, hat dazu beigetragen, auch das Corona-Jahr 2020 zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr zu machen.

Die Weiterentwicklung des Unternehmensportfolios an den Anforderungen und Erwartungen des Marktes und speziell unserer Kunden wurde deutlich vorangetrieben und wie prognostiziert hat sich die Corona-Pandemie positiv auf das Wachstum der Softline Gruppe ausgewirkt. Die von uns bearbeiteten Themen sind auch weiterhin sehr relevant und unterliegen einer steigenden Nachfrage.

Wir sehen auch im Jahr 2021 und darüber hinaus einen sehr großen Beratungsbedarf und ein deutliches Marktwachstum in den Bereichen IT-Asset Management und Cloud-Dienstleistungen. Wir haben in 2020 wie geplant intensiv in die Ausbildung und Weiterentwicklung von Themen, Lösungen und Dienstleistungen für unsere Kunden investiert, konnten aber, bedingt durch die Corona-Pandemie, nicht im geplanten Umfang neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen. Wir werden dies aber dementsprechend in 2021 nachholen.

Das Thema Personalentwicklung und Gewinnung neuer hochmotivierter Berater/-innen und Spezialist(inn)en für die Softline Gruppe ist auch weiterhin eine der höchsten Prioritäten. Wir werden durch die frühzeitige Einbindung von Nachwuchskräften durch ein eigenes Ausbildungsprogramm, Praktika, Master- und Bachelorarbeiten sowie die enge Zusammenarbeit mit Universitäten und Fachhochschulen dem Mangel an qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entgegensteuern und führen auch unsere Zusammenarbeit mit der studentischen Unternehmensberatung "CampusInform" der Universität Leipzig als Kurator fort.

Die erstmalige Nennung von Softline unter den "Global Top 10" im "Gartner Magic Quadrant für SAM Managed Services" hat erneut die Anerkennung unserer Expertise und Erfahrung im Bereich IT-Asset Management bestätigt.

Unter dem Motto "Achieving Compliance, Control and Cost savings for your IT" werden wir uns, wie auch in den vergangenen Jahren, mit den wichtigsten Digitalthemen des Jahres beschäftigen. Neben Informations- und IT-Sicherheit gehören Cloud-Computing und die digitale Integration bzw. die Digitalisierung von Geschäftsprozessen zu den wichtigsten und herausforderndsten Aufgabenstellungen, denen wir uns gerne als "Trusted Advisor" und auch mit der Business-Beratung, der technischen Beratung und Implementierung, aber auch als Managed-Services-Dienstleister stellen. Wir unterstützen unsere mittelständischen und großen Kunden auf ihrem Weg der Digitalisierung und übernehmen nach Beratung und Umsetzung auch die Betreuung und den Betrieb ihrer IT-Infrastruktur, damit diese sich auf ihr eigentliches Kerngeschäft konzentrieren können.

Durch die Verschmelzung der deutschen Tochtergesellschaften Softline Solutions GmbH und Softline Services GmbH auf die Softline AG haben wir die Komplexität im Unternehmen nochmals reduziert und darüber hinaus die Voraussetzung geschaffen, mit gebündelten Kräften national und international weiter zu wachsen.

Die Liquidität der Softline AG entwickelt sich aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften durch die Tilgung von Intercompany-Darlehen sehr gut. Aufgrund der erfolgten Verschmelzung wirken sich zukünftige Gewinne in den operativen Geschäftsbereichen direkt positiv im Ergebnis der Softline AG aus. Die in 2017 abgeschlossene Restrukturierung der Bilanz durch Umwandlung von Darlehen in Eigenkapital hat für eine deutliche Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Dritten sowie für eine nachhaltige Stärkung des Eigenkapitals gesorgt. Damit erschließen sich der Aktiengesellschaft neue Finanzierungsmöglichkeiten für Investitionen zur Finanzierung des geplanten weiteren Wachstums der Softline Gruppe.

Der Einstieg des von der Softline AG und ihren Tochtergesellschaften unabhängigen globalen IT-Unternehmens Softline Group mit Hauptsitz in London als neuer Hauptinvestor (die Übertragung der Aktien des ehemaligen Investors SKMB ist am 07. April 2021 erfolgt) hat die Wachtsums- und Entwicklungsmöglichkeiten der Softline AG nochmals deutlich gesteigert. Mit der Softline International hat die Softline AG nun ein globales IT-Unternehmen mit rund 4.500 Mitarbeiter(inne)n in 50 Ländern an ihrer Seite. In den vergangenen Monaten wurde bereits begonnen, gemeinsame Projekte voranzutreiben, in denen Softline ihre weitreichende Expertise und Erfahrung, insbesondere im Bereich Software Asset Management, jedoch auch in ihren anderen Kernportfoliobereichen, erfolgreich einbringen kann.

7 IfW, Medieninformation, 18.03.2021 - IfW Kieler Konjunkturberichte Nr. 77 (2021/Q1): "Erholung vor zweitem Anlauf".
8 Bitkom Pressemitteilung, 06.04.2021: "Geschäftsklima in der Digitalbranche erreicht Zweijahreshoch".
9 Bitkom Pressemitteilung, 07.04.2021: "Corona führt zu Digitalisierungsschub in der deutschen Industrie".

3.8 Prognosebericht

Wachstumsprognosen laut BDU für 2021:

Der BDU geht auf Basis der befragten Unternehmen von einer Rückkehr zu hohen Wachstumsraten in wichtigen Kundenbranchen aus. Für die Beratungsunternehmen wird in der Branche Healthcare mit meinem Plus von 12,5 Prozent, in der Chemie-/Pharma-Branche mit einem Plus von 10,5 Prozent und auch im Handel mit einem Plus von 10,5 Prozent gerechnet. Aber auch im Projektgeschäft mit Kunden aus der Konsumgüterindustrie und dem Maschinenbau gehen die Consultants von zehnprozentigen Wachstumsraten aus. 10

Wettbewerbssituation

Nach dem Corona-Schock im Jahr 2020 stehen Anfang 2021 die Zeichen in der Bitkom-Branche wieder auf Wachstum. Bereits im Januar hat Bitkom ein Marktwachstum in Deutschland für IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik von 2,7 Prozent auf 174,4 Mrd. EUR prognostiziert. 11

In einer Pressemitteilung vom 06. April 2021 berichtet Bitkom bereits über eine weitere Steigerung des Geschäftsklimaindex in der Digitalbranche auf ein Zweijahreshoch von 26,5 Punkten (Mitte Januar noch 19,7 Punkte). Mit der guten Konjunktur geht auch die Nachfrage nach Arbeitskräften einher. Darüber hinaus gehen viele Unternehmen für das kommende Quartal von steigenden Preisen aus. 12

Die Corona-Pandemie hat die deutsche Industrie zwar mit voller Wucht getroffen, aber gleichzeitig zu einem Digitalisierungsschub in den Unternehmen geführt. Digitale Technologien haben geholfen, die Corona-Pandemie zu bewältigen und Unternehmen, deren Geschäftsmodell bereits digitalisiert war, haben festgestellt, dass sie besser durch die Krise gekommen sind. Dieser Digitalisierungsschub wird sich auch in den kommenden Monaten deutlich fortsetzen und sich dementsprechend positiv auf den Gesamtmarkt auswirken.

Wettbewerb wird es vorwiegend auf dem Arbeitsmarkt bei der Suche nach geeigneten Fachkräften und Spezialist(inn)en geben.

Die Prognose für die Softline AG basiert auf der Prognose der Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften.

Mit den erzielten Umsätzen im vergangenen Jahr, dem erwirtschafteten operativen Ergebnis und dem umfangreichen Auftragsbestand zum Jahresende haben wir unseren geplanten Wachstumspfad eingehalten und die Grundlagen für weiteres deutliches Wachstum geschaffen. Wir haben im vergangenen Jahr, trotz der Einschränkungen und Auswirkungen durch die Corona-Pandemie, deutlich investiert und unsere Umsätze in den margenstarken Geschäftsbereichen wie geplant steigern können. Unserem Ziel, unser Ergebnis in drei Jahren mit einer optimierten Margenqualität auf EBITDA-Ebene gegenüber 2019 zu verdreifachen, sind wir einen guten Schritt näher gekommen.

Wir werden in diesem und den kommenden Jahren weiter intensiv in das Wachstum in den Bereichen IT- und Software Asset Management, Cloud und Managed Services investieren und rechnen für das kommende Jahr mit Wachstumskosten von ca. 0,8 bis 1,0 Mio. EUR. Daraus resultierend prognostizieren wir für das Geschäftsjahr 2021 ein operatives Ergebnis auf EBITDA-Ebene von 1,0 bis 1,5 Mio. EUR. Auf EBIT-Ebene prognostizieren wir für die Unternehmensgruppe in 2021 ein Ergebnis von 0,8 bis 1,3 Mio. EUR und für 2022 von 2,5 bis 3,5 Mio. EUR. 13

Wie bereits im Vorjahr haben wir neben mehrjährigen Projekten in den Bereichen Software Asset Management und IT-Sicherheit in den vergangenen zwölf Monaten in allen Geschäftsbereichen weitere Beratungs- und Dienstleistungsprojekte bei vielen Neukunden gewinnen können.

Die Budget- und Mittelfristplanung erfolgt in allen Gesellschaften einmal pro Jahr für einen Zeitraum von drei Jahren und wird auf Konzernebene konsolidiert. Diese wird von den Geschäftsführern bzw. Führungskräften der einzelnen Gesellschaften, basierend auf den Vorjahreswerten, dem bestehenden Auftragsbestand, einer gewichteten Pipeline und der Gesamtentwicklung des Marktes, erstellt. Mit jedem Quartalsabschluss wird auf Basis der aktuellen Zahlen eine neue Vorschau zum Jahresende sowie eine Prognose für die Folgejahre abgegeben.

Zur Erreichung des geplanten Wachstums, der weiteren Internationalisierung der Softline Gruppe und steigender Profitabilität werden wir wie in den vergangenen Jahren in unser wichtigstes und stärkstes Asset investieren - unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir werden unsere Beratungs- und Vertriebsmannschaft in allen operativen Gesellschaften im In- und Ausland weiter deutlich verstärken und ebenso intensiv wie bisher in deren Aus- und Weiterbildung investieren. Darüber hinaus werden wir weiterhin nach potenziellen Partnern zur Erweiterung unserer Lösungskompetenz und unserer Verfügbarkeit Ausschau halten. Für dieses Wachstumsvorhaben benötigen wir neben den bereits eingeleiteten Umsatz- und Profitabilitätssteigerungsmaßnahmen zusätzliches Kapital. Daher sind der Vorstand und Aufsichtsrat der Softline AG bereits in Gesprächen bzgl. weiterer Finanzierungsoptionen zu deren Umsetzung.

Gemäß der Planung des Vorstands ist die Liquidität der Softline Gruppe bis Ende 2023 sichergestellt.

Für das Geschäftsjahr 2021 rechnen wir aufgrund der Verschmelzung der Softline Solutions GmbH sowie der Softline Services GmbH auf die Softline AG mit einem EBITDA zwischen 1,0 und 1,5 Mio. EUR.

10 BDU e.V. 2020 Pressemitteilung, 17.03.2021: "Consultingmarkt: 2020 mit Bremsspuren, 2021 Rückkehr zum Wachstum".
11 Bitkom Newsletter, 13.01.2021: "Bitkom-Branche wieder auf Wachstumskurs" (https://www.bitkom-research.de/de/pressemitteilung/bitkom-branche-wieder-auf-wachstumskurs).
12 Bitkom Newsletter, 06.04.2021 (https://www.bitkom-research.de/de/geschaeftsklima-der-digitalbranche-erreicht-zweijahreshoch).
13 Vor Konzernkonsolidierung, ohne Abschreibungen auf Konzernebene.

Strategischer Ausblick

Die immer noch andauernde Corona-Pandemie hat nichts an unserer langfristigen Strategie für die nächsten Jahre geändert. Digitalisierung, Informations- und IT-Sicherheit, Cloud, IoT und Künstliche Intelligenz sind auch in diesem Jahr und in den nächsten Jahren die wichtigsten Herausforderungen in Industrie und Mittelstand, aber auch im öffentlichen Dienst und in der Verwaltung.

Mit ihren über 200 bestens ausgebildeten, hoch qualifizierten und gut motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Softline Gruppe hervorragend aufgestellt, viele dieser Themen im Rahmen ihres Beratungs- und Dienstleistungsportfolios auf Basis ihrer umfangreichen Erfahrung und des starken und wachsenden Partnernetzwerks erfolgreich zu bedienen. Wir werden uns im Rahmen unserer Wachstumsstrategie deutlich auf die Themen "IT-Asset Management" und "Cloud und Future Datacenter" konzentrieren, sind jedoch auch in den anderen Kernbereichen "Informations- und IT-Sicherheit" und "Digital Workplace" weiterhin sehr gut aufgestellt, mit Beratungsansätzen, Lösungen und Dienstleistungen die wachsenden Herausforderungen unserer Kunden zu bedienen.

Die Komplexität dieser Herausforderungen nimmt im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung in allen Bereichen und Branchen stetig zu und Unternehmen sind bereits heute nicht mehr in der Lage, diesen Herausforderungen allein zu begegnen bzw. das entsprechende Know-how aufzubauen oder vorzuhalten.

Die Softline Gruppe ist mit ihren hoch qualifizierten Berater(inne)n und ihrer umfangreichen Expertise und Erfahrung bestens gerüstet, diesen Herausforderungen gemeinsam mit dem Kunden zu begegnen. Mit Lösungskompetenz aus einer Hand, angefangen bei der Erstellung des Digitalisierungskonzepts über die Umsetzung und Implementierung, Auswahl der richtigen Hard- und Software bis hin zum anschließenden Managed Service über alle Portfoliobereiche, ist die Softline Gruppe in der Lage, ihre Kunden zu entlasten, damit diese sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.

Unter Führung der Muttergesellschaft Softline AG, mit Standorten in Leipzig, Wolfsburg und Aschheim bei München, planen wir auch in den kommenden Jahren mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebniswachstum in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz). In Softline DACH bieten wir bereits das gesamte Softline Portfolio an und planen, durch neue Kunden sowie neue Dienstleistungen und Beratungsprodukte unseren Marktanteil deutlich zu vergrößern.

Mit dem Namen Softline Solutions Northern Europe haben wir die Gesellschaften in den Niederlanden, Belgien und Großbritannien sowie die Region Nordics zusammengefasst. Unter der Führung der niederländischen Gesellschaft planen wir, in allen Regionen weiter zu wachsen und unser Portfolio, bisher liegt hier der Fokus auf IT-Asset Management, deutlich auszubauen. Insbesondere in den Bereichen Informations- und IT-Sicherheit sowie Cloud-Dienstleistungen sehen wir einen deutlich steigenden Bedarf.

Durch den Einstieg unseres neuen Hauptaktionärs mit Standorten in über 50 Ländern ergeben sich darüber hinaus komplett neue Wachstumsmöglichkeiten, mit unserer Expertise und Erfahrung in unseren Kernportfoliobereichen, aber auch deutlich darüber hinaus.

3.9 Schlusserklärung des Vorstandes gemäß § 312 Abs. 3 AktG

Hiermit erklärt der Vorstand, dass die Softline AG, Leipzig, bei denen im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die ihm zum Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen wurden weder getroffen noch unterlassen.

 

Leipzig, den 27. April 2021

Martin A. Schaletzky
Vorstand

4 Einzelgesellschaftsabschluss

4.1 Gewinn- und Verlustrechnung

2020

2020

2019

EUR

EUR

EUR

1. Umsatzerlöse 502.013,60 757.303,90
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.232.699,72 501.073,71
3. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter

-321.173,96 -247.479,55
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung- davon für Altersversorgung: EUR 19.742,48 (Vorjahr: EUR 20.164,08) -24.481,88 -24.628,32
-345.655,84 -272.107,87
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -6.390,37 -7.429,87
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -760.539,40 -1.199.503,98
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 103.516,54 (Vorjahr: EUR 116.504,49) 103.516,54 116.561,03
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens -1.400.000,00 -2.405.748,21
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 54,46 (Vorjahr: EUR 4.984,95) -54,46 -5.031,95
9. Ergebnis nach Steuern -674.410,21 -2.514.883,24
10. Sonstige Steuern -7.928,00 -9.983,25
11. Jahresfehlbetrag -682.338,21 -2.524.866,49
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -8.844.879,60 -6.320.013,11
13. Bilanzverlust -9.527.217,81 -8.844.879,60

4.2 Bilanz

A K T I V A

EUR

EUR

EUR

31.12.2020

31.12.2020

31.12.2019

A. ANLAGEVERMÖGEN

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

16.599,28 20.077,30

II. Sachanlagen

andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

2.829,33 4.489,64

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen 273.592,00 1.673.592,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.009.133,77 5.465.617,23
6.282.725,77 7.139.209,23

B. UMLAUFVERMÖGEN

I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 684,16 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 620,08 120.189,06
3. sonstige Vermögensgegenstände 41.927,41 9.438,16
43.231,65 129.627,22

II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

11.836,10 8.574,80

C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

20.817,11 29.060,08
6.378.039,24 7.331.038,27

P A S S I V A

EUR

EUR

EUR

31.12.2020

31.12.2020

31.12.2019

A. EIGENKAPITAL

I. Gezeichnetes Kapital

1.714.389,00 1.714.389,00

II. Kapitalrücklage

13.867.093,15 13.867.093,15

III. Bilanzverlust

-9.527.217,81 -8.844.879,60
6.054.264,34 6.736.602,55

B. RÜCKSTELLUNGEN

sonstige Rückstellungen

187.988,46 388.876,92

C. VERBINDLICHKEITEN

1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.965,82 62.611,71
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 101.761,09 118.359,74
3. sonstige Verbindlichkeiten- davon aus Steuern: EUR 7.333,66 (Vorjahr: EUR 21.670,13) 8.059,53 24.587,35
135.786,44 205.558,80
6.378.039,24 7.331.038,27

5 Anhang Softline AG

5.1 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss der Softline AG für das Geschäftsjahr 2020 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 1 HGB teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Auf der Grundlage der vorgelegten Unternehmensplanung ist die Finanzierung in einem Drei-Jahres-Zeitraum ab dem Bilanzstichtag jederzeit sichergestellt.

Die Softline AG hat ihren Sitz in Leipzig und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Leipzig unter der Register-Nr. HRB 26381.

5.2 Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen zum Nennwert bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Sind die Gründe für einen niedrigeren Wertansatz nicht mehr gegeben, erfolgt eine Zuschreibung gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Risikobehafteten Positionen ist durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Liquide Mittel sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Vorauszahlungen für künftige Zeiträume, die zeitanteilig abgegrenzt werden.

Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bemessen und erfassen alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten in angemessenem Umfang. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

5.3 Erläuterungen zur Bilanz

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen betreffen folgende Tochtergesellschaften:

Beteiligung
in %

Währung

Eigenkapital
in TEUR

Ergebnis
in TEUR

Inland

XPERTLINK GmbH, Aschheim1) 100,0

EUR

-410 -1

Ausland

Softline Solutions Netherlands B.V., Nieuwegein, Niederlande

100,0

EUR

38 270
Softline Solutions N.V., Antwerpen, Belgien2) 100,0

EUR

-648 -3
Softline France S.A.S., Vélizy, Frankreich3) 100,0

EUR

0 0

Softline Solutions Ltd., London, Großbritannien

100,0

GBP

-51 -27

1) Bisher über Softline Services GmbH, Aschheim; nach der Verschmelzung direkt über die Softline AG
2) Bisher 1,0 % über Softline Solutions GmbH, Leipzig; nach der Verschmelzung direkt 100,0 % über die Softline AG
3) Befindet sich seit dem 20. Oktober 2020 in Abwicklung nach französischem Recht

Die Softline Solutions GmbH, Leipzig, und Softline Services GmbH, Aschheim, wurden mit Verschmelzungsvertrag vom 26. Januar 2021 auf die Softline AG, Leipzig, zum 1. Dezember 2020 verschmolzen. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 12. März 2021. Aus diesem Grund entfällt die Pflicht zur Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2020 für diese Gesellschaften.

Auf den Beteiligungsbuchwert der Softline Services GmbH, Aschheim, erfolgte im Geschäftsjahr eine außerplanmäßige Abschreibung auf den beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von 1.400 TEUR. Im Vorjahr erfolgte auf den Beteiligungsbuchwert der Softline SA, Vélizy/Frankreich, eine Abwertung auf den beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von 2.155 TEUR.

Die sonstigen Ausleihungen betreffen Darlehen an die Softline Solutions GmbH, Leipzig, von 2.700 TEUR, die Softline Services GmbH, Aschheim, von 3.069 TEUR, die Softline Solutions Netherlands B.V., Nieuwegein, Niederlande, von 240 TEUR.

Bei dem an die Softline Services GmbH, Aschheim, gewährten Darlehen erfolgte im Berichtsjahr eine Zuschreibung von 800 TEUR. Das gewährte Darlehen an die Softline Solutions N.V., Antwerpen, Belgien, ist im Nennwert von 645 TEUR wertberichtigt. In 2014 erfolgten Forderungsverzichte mit Besserungsabreden von 1.000 TEUR, die bereits in 2013 als Wertberichtigungen abgebildet waren. Die Verzichte sind gegenüber der Softline Services GmbH, Aschheim, in Höhe von 600 TEUR sowie der Softline Solutions GmbH, Leipzig, in Höhe von 400 TEUR erklärt worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Gezeichnetes Kapital

31.12.2020

31.12.2019

Anzahl Stückaktien (Nennbetrag 1,00) 1.714.889 1.714.889

Grundkapital (in EUR)*

1.714.889 1.714.889

Eigene Anteile (in EUR)

500 500

Gezeichnetes Kapital

1.715.389 1.715.389

* enthält das Grundkapital der eigenen Aktien

Eigene Aktien

Die Gesellschaft hielt durch Erwerb am 30. März 2011 zum 31. Dezember 2011 die Anzahl von 105.000 eigenen Aktien. Diese waren für ein Incentive-Programm für die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften vorgesehen. In 2012 wurden im Rahmen der Einigung mit dem ehemaligen Vorstand Harry Kloosterman insgesamt 100.000 eigene Aktien unentgeltlich übertragen. Die eigenen Aktien waren zu einem Preis von 277 TEUR erworben worden.

Zum 31. Dezember 2020 sind noch 500 eigene Aktien im Bestand. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 0,03 % (Vorjahr: 0,03 %).

Genehmigtes Kapital (2015/I)

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. September 2015 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 28. September 2020 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals um insgesamt bis zu 5.149.042,00 EUR zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2015/I). Das genehmigte Kapital 2015/l ist zum 28. September 2020 ausgelaufen.

Bilanzverlust

Im Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag in Höhe von 8.845 TEUR enthalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kosten im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss, Aufsichtsratsvergütungen sowie Verpflichtungen aus dem Personalbereich gebildet.

Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind 7 TEUR aus Steuern enthalten.

Alle Werte in TEUR

Summe

< 1 Jahr

1 - 5 Jahre

> 5 Jahre

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

26(Vj. 63) 26(Vj. 63) 0(Vj. 0) 0(Vj. 0)

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

102(Vj. 118) 102(Vj. 118) 0(Vj. 0) 0(Vj. 0)

Sonstige Verbindlichkeiten

8(Vj. 25) 8(Vj. 25) 0 (Vj. 0) 0(Vj. 0)

Summe Verbindlichkeiten

135(Vj. 206) 135(Vj. 206) 0(Vj. 0) 0(Vj. 0)

Haftungsverhältnisse

Es bestehen insgesamt 522 TEUR Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften (Vorjahr: 558 TEUR Bürgschaften). Das Risiko der Inanspruchnahme wird als niedrig eingeschätzt, da die Hauptgläubiger ihren Verpflichtungen nachkommen.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Zum 31. Dezember 2020 bestehen Rechte aus Besserungsscheinen in Höhe von 1.000 TEUR (Vorjahr: 1.000 TEUR).

5.4 Sonstige Angaben

Mitglieder des Vorstands

Dipl.-Ing. Dipl.-Oec. Martin A. Schaletzky, Augsburg, Vorstandsvorsitzender

Mitglieder des Aufsichtsrats

Prof. Dr. Knut Löschke - selbstständiger Unternehmer, Leipzig (Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Florian Schulte - Geschäftsführer der S.K. Management- und Beteiligungs GmbH, Baden-Baden (stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats)

Karl-Heinz Warum - Geschäftsführer SBC-Strategic Business Consulting, Schweitenkirchen

Mitarbeiter/-innen

Die Gesellschaft beschäftigte in 2020 keine Mitarbeiter/-innen.

Mitteilungen nach § 20 AktG

Die S. K. Management- und Beteiligungs GmbH, Baden-Baden, teilte gemäß § 20 AktG mit, dass ihr mehr als die Hälfte der Aktien unmittelbar gehören.

Konzernverhältnisse

Zum 31. Dezember 2020 gilt die S. K. Management- und Beteiligungs GmbH, Baden-Baden, auch verhältnismäßig als verbundenes Unternehmen der Softline AG. Die S. K. Management- und Beteiligungs GmbH, Baden-Baden, ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit.

Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Mit notariell beurkundetem Verschmelzungsvertrag vom 26. Januar 2021 übertragen die Softline Solutions GmbH, Leipzig, und die Softline Services GmbH, Aschheim, jeweils ihr Vermögen als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Ausschluss der Abwicklung gem. §§ 2 ff. UmwG i. V. m. §§ 36 ff. UmwG, §§ 46 ff. UmwG, §§ 56 ff. UmwG auf die Softline AG, Leipzig, im Wege der Verschmelzung zur Aufnahme.

Die Übernahme des Vermögens der übertragenden Gesellschaften erfolgt im Innenverhältnis mit Wirkung zum Ablauf des 30. Novembers 2020 (Verschmelzungsstichtag i. S. d § 5 Abs. 1 Nr. 6 UmwG). Vom 1. Dezember 2020 bis zum Erlöschen der Gesellschaften gem. § 20 Abs. 1 Nr. 2 UmwG gelten alle Handlungen und Geschäfte als für Rechnung der Softline AG, Leipzig, vorgenommen.

Die Eintragung der Verschmelzung im Handelsregister erfolgte am 12. März 2021. Die bilanziellen Auswirkungen der Verschmelzung können erst im Geschäftsjahr 2021 dargestellt werden. Das Bilanzbild der Softline AG verändert sich unter Ausübung der Wahlrechte zum 1. Januar wie folgt:

Aktivseite

1. Januar 2021 in TEUR

1. Januar 2021 in TEUR

A.

Anlagevermögen

I.

Immaterielle Vermögensgegenstände

7.543

II.

Sachanlagen

506

III.

Finanzanlagen

409 8.458

B.

Umlaufvermögen

I.

Vorräte

163

II.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

3.237

III.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

1.171 4.571

C.

Rechnungsabgrenzungsposten

2.241

Bilanzsumme

15.270

Passivseite

1. Januar 2021 in TEUR

1. Januar 2021 in TEUR

A.

Eigenkapital

I.

Gezeichnetes Kapital

1.714

II.

Kapitalrücklage

13.867

III.

Verlustvortrag

-9.527

IV.

Ergebnis aus der Verschmelzung

3.387 9.441

B.

Rückstellungen

885

C.

Verbindlichkeiten

2.296

D.

Rechnungsabgrenzungsposten

2.648

Bilanzsumme

15.270

Die S. K. Management- und Beteiligungs GmbH, Baden-Baden, teilte gemäß § 20 AktG am 8. April 2021 mit, dass sie nicht mehr an der Softline AG beteiligt ist, somit deren Beteiligung in einer nach § 20 Abs. 1, 3 oder 4 AktG mitteilungspflichtigen Höhe nicht mehr besteht.

Die Axion Holding Cyprus Limited hat uns am 15. April 2021 gemäß § 20 Abs. 1, 3 und 4 AktG mitgeteilt, dass ihr unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der Softline AG und eine Mehrheitsbeteiligung an der Softline AG gemäß § 20 Abs.1, 3 und 4 AktG gehören.

Die Softline Group Inc. (BVI) hat uns darüber hinaus mitgeteilt, dass ihr mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der Softline AG und eine Mehrheitsbeteiligung an der Softline AG gemäß § 20 Abs. 1 Satz 2, Abs. 3 und Abs. 4 in Verbindung mit § 16 Abs. 4 AktG gehören, da ihr unmittelbar die von der Axion Holding gehaltenen Aktien gemäß 16 Abs. 4 AktG zugerechnet werden.

Weiterhin hat uns Igor Borovikov mitgeteilt, dass ihm mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der Softline AG und eine Mehrheitsbeteiligung an der Softline AG gemäß § 20 Abs. 1 Satz 2, Abs. 3 und Abs. 4 in Verbindung mit § 16 Abs. 4 AktG gehören, da ihm mittelbar die von der Softline Group gehaltenen Aktien gemäß 16 Abs. 4 AktG zugerechnet werden.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Softline AG erzielte im Jahr 2020 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -682 TEUR, der Bilanzverlust zum 31. Dezember 2020 beträgt -9.527 TEUR. Dieser wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Leipzig, den 27. April 2021

Softline AG

Martin A. Schaletzky
Vorstand

6 Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der Softline AG hat im Geschäftsjahr 2020 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung der Gesellschaft regelmäßig beraten und seine Tätigkeit sorgfältig überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat direkt und rechtzeitig eingebunden. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig und zeitnah sowohl schriftlich wie mündlich umfassend über die Finanz-, Liquiditäts- und Ertragslage sowie über die aktuelle und zu erwartende Geschäftssituation. Der Aufsichtsrat wurde rechtzeitig über bevorstehende geschäftliche, fachbezogene und personelle Maßnahmen informiert, welche vom Aufsichtsrat insbesondere hinsichtlich ihrer Rechtmäßigkeit und Zweckmäßigkeit geprüft wurden. In gleicher Weise wurde das Risikomanagement erörtert. Das Jahr 2020 war durch die weltweite Corona-Pandemie und die deswegen erlassenen deutschen und europäischen Regelungen geprägt, die teilweise starke und einschränkende Auswirkungen auf das geschäftliche Umfeld und auch auf die Arbeit des Aufsichtsrates hatten.

Im Geschäftsjahr 2020 fanden fünf ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats und zwei ausführliche informelle Gespräche statt, die mit Ausnahme der vom 30.01.2020 sämtlich als Video-Konferenzen bzw. als Telefon-Konferenzen organisiert werden mussten.

Besonderes Augenmerk galt deshalb im Geschäftsjahr 2020 der aktuellen und zukünftigen inhaltlichen Ausrichtung und der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens unter dem Eindruck der Corona-Situation. Diese Themen wurden in jeder Aufsichtsratssitzung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Marktfaktoren und der volatilen Pandemie-Lage mit dem Vorstand ausführlich auch unter Beteiligung weiterer Mitglieder des Managements diskutiert.

Darüber hinaus standen die Aufsichtsratsmitglieder für direkte Unterstützung und Erfahrungsaustausch auf Anfragen des Vorstands und anderer Manager der Gesellschaft zur Verfügung.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats hat außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrats mit dem Vorstand und den leitenden Mitarbeitern der Gesellschaft regelmäßig Kontakt gehalten und mit ihnen die Strategie, die Geschäftsentwicklung, besondere Kundensituationen sowie wichtige Geschäftsvorfälle und das Risikomanagement der Gesellschaft erörtert. Im Geschäftsjahr 2020 fanden in jedem Monat des Jahres ein Treffen des Aufsichtsratsvorsitzenden mit dem Vorstand sowie mit anderen Führungskräften der Gesellschaft als Video-Konferenz statt.

Die im Berichtszeitraum dem Aufsichtsrat von der Geschäftsführung nach § 111 Abs. 4 AktG zur Zustimmung vorgelegten Geschäfte wurden genehmigt.

Interessenkonflikte der Aufsichtsratsmitglieder im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglieder der Softline AG sind nicht aufgetreten.

Jahresabschluss

Die zum Abschlussprüfer gewählte KAISER HAMMER GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Baden-Baden, hat den Jahresabschluss und den Lagebericht zum 31. Dezember 2020 unter Einbeziehung der Buchführung und unter Beachtung der entsprechenden gesetzlichen Vorschriften geprüft. Die Prüfung des Abschlussprüfers hat zu keinen Einwendungen geführt. Der Abschlussprüfer hat dem Jahresabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Dieser Abschluss und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Sie wurden in einer virtuellen Sitzung am 29. April 2021 von Aufsichtsrat und Vorstand im Beisein des Wirtschaftsprüfers erörtert. Sämtliche Fragen des Aufsichtsrats wurden ausführlich beantwortet. Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat erhebt nach eigener Prüfung keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat billigt einstimmig den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss. Der Jahresabschluss gilt somit als festgestellt.

Abhängigkeitsbericht

Gemäß § 312 AktG hat der Vorstand über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das Geschäftsjahr 2020 einen Abhängigkeitsbericht erstellt. Der Abhängigkeitsbericht umfasste die Geschäftsbeziehungen der Softline AG einschließlich ihrer verbundenen Unternehmen zur S. K. Management und Beteiligungs GmbH, Baden-Baden, einschließlich der mit dieser verbundenen Unternehmen.

Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands mit folgendem Bestätigungsvermerk versehen:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Geschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Aufsichtsrat kommt auch nach seiner eigenen Prüfung zu dem abschließenden Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen die vom Vorstand im Bericht abgegebene Erklärung über die Beziehungen der verbundenen Unternehmen zu erheben sind. Weiterhin stimmt der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch die Abschlussprüfer zu.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für ihre Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr Dank und Anerkennung aus.

 

Leipzig, den 29. April 2021

Prof. Dr. Knut Löschke
Vorsitzender des Aufsichtsrats

7 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Softline AG, Leipzig

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Softline AG, Leipzig, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Softline AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Die im Lagebericht enthaltenen Abschnitte zur Entwicklung der einzelnen Tochtergesellschaften und zu sonstigen Veränderungen in der Softline Gruppe (Unterabschnitt 3) sowie zur Prognose der Tochtergesellschaften (Unterabschnitt 8) haben wir inhaltlich nicht geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter im Unterabschnitt 6 (Risikobericht, Finanzwirtschaftliche Risiken) des Lageberichts, in welchem ausgeführt wird, dass die Gesellschaft auf die Liquiditätszuflüsse aus den Tochtergesellschaften in Form von Darlehensrückzahlungen bzw. über Konzernumlagen für die weitere Sicherstellung der Liquidität und der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit angewiesen ist. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss ist diesbezüglich nicht modifiziert.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts mit Ausnahme des Jahresabschlusses, Lageberichts und unseres Bestätigungsvermerks. Die sonstigen Informationen umfassen außerdem die im Lagebericht enthaltenen Abschnitte zur Entwicklung der einzelnen Tochtergesellschaften und zu sonstigen Veränderungen in der Softline Gruppe (Unterabschnitt 3) sowie zur Prognose der Tochtergesellschaften (Unterabschnitt 8).

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Baden-Baden, 28. April 2021

KAISER HAMMER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sabine Gehring
Wirtschaftsprüferin

Michael Kuhn
Wirtschaftsprüfer

8 Kontakt und Impressum

Adresse

Softline AGGutenberg-GalerieGutenbergplatz 104103 Leipzig

Telefon

+49 341 24051-0

Telefax

+49 341 24051-199

E-Mail

info@softline-group.com

Vorstand

Martin A. Schaletzky

Aufsichtsratsvorsitzender

Prof. Dr. Knut Löschke

Einträge im Handelsregister

Sitz der Gesellschaft: LeipzigAmtsgericht LeipzigHRB: 26381
Umsatzsteuer-Identifikationsnummergemäß § 27 a Umsatzsteuergesetz DE142585606

Kontakt Investor Relations

Softline AGFrau Vanessa ZehGutenbergplatz 104103 Leipziginvestors@softline-group.com

Druck und Bindung

RT Reprotechnik.de GmbHPrager Str. 13D-04103 Leipzig

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

13 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.