Stammdaten

Register
Amtsgericht Münster HRB 8062
Eingetragen
26.1.2000
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
1) Der Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Metallerzeugnissen aller Art, die Baugruppenfertigung von Blechteilen, die Konstruktion und Fertigung von Vorrichtungen und Maschinen für alle Bereiche der Wirtschaft, die Planung, Herstellung von und der Handel mit landwirtschaftlichen Geräten, Einrichtungen und Maschinen. 2) Die Gesellschaft ist zu solchen Handlungen berechtigt, die mittelbar oder unmittelbar dem Unternehmenszweck zu dienen geeignet sind

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rainer Klaus Pumpe
seit 10.1.2024
Geschäftsführer
Stefan Pumpe
seit 20.4.2017
Geschäftsführer
Silke Abke
seit 31.10.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
250.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Konrad Pumpe GmbH

Sendenhorst

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Konrad Pumpe GmbH, Sendenhorst

I. Darstellung uns Analyse des Geschäftsverlaufes

1. Geschäftsmodell der Konrad Pumpe GmbH

Der Kampf gegen den Klimawandel ist die größte globale Herausforderung, der sich die Menschheit in den kommenden Jahren und Jahrzehnten stellen muss. Klimaschutz und Ressourceneffizienz haben eine entscheidende Bedeutung für unser Leben, für das Leben zukünftiger Generationen und für unseren Planeten. Die Ziele des Pariser Klimaabkommens sind mehr als eine Absichtserklärung, sie sind die einzige Möglichkeit, die anhaltende Erderwärmung noch in den Griff zu bekommen. Gemeistert werden kann diese Herausforderung nur mit moderner Technologie. Der Ausbau erneuerbarer Energien ist dafür ebenso unverzichtbar wie eine bessere Nutzung und Wiederverwertung aller Ressourcen.

Die Konrad Pumpe GmbH mit ihrem Sitz in Sendenhorst ist einer der führenden Anbieter von Lager- und Dosiersystemen für Biogas- und Recyclinganlagen. Das Unternehmen deckt als Allrounder die gesamte Wertschöpfungskette für die Lagerung, Aufbereitung und Dosierung von Abfall- und Reststoffen aus der Agrarwirtschaft ab. Dazu gehört die Herstellung der eigens entwickelten Komponenten, aber ebenso deren Steuerungsbau, Montage, Inbetriebnahme und After-Sales-Service.

Mit unserer kundenorientierten Bauweise setzen wir Maßstäbe bei der Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit unserer Anlagenkomponenten. Unsere Anlagen können sämtliche Inputstoffe von organischen Abfällen bis zu nachwachsende Rohstoffe verarbeiten.

2. Ziele, Strategie & Wettbewerb

Wir haben uns in den vergangenen Jahren eine führende Position im Bereich Biogas - und Recyclingmarkt erarbeitet. Die aktuell wichtigsten geographischen Märkte sind neben dem Hauptmarkt Deutschland das europäische Ausland wie Frankreich, die skandinavischen Länder und Großbritannien sowie das internationale Ausland hier insbesondere Indien und Brasilien. Unser strategisches Ziel ist es, nachhaltig zu wachsen und unsere Marktstellung als Komponentenanbieter auszubauen. Oberste Priorität hat dabei die Zufriedenheit unserer Kunden und deren Einbindung in die Weiterentwicklung unserer Anlagen entsprechend ihren Wünschen. Wir beobachten weltweit die Entwicklung der Rahmenbedingungen für Biogas- und Recyclinganlagen. Sobald in einem Land belastbare Strukturen entstehen, prüfen wir diese und entscheiden dann über einen Markteintritt. Der Bereich Service hat in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Dieser Expansionsprozess soll fortgeführt werden. Das Unternehmensziel ist unter anderem der Ausbau des Angebotes.

3. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

3.1. Wirtschaftlicher Überblick

Die Weltwirtschaft verliert an Schwung, dieses resultiert im Wesentlichen aus einer schwachen Industrieproduktion und den in den meisten Weltregionen stark gestiegenen Zinsen.

Während sich die durch die Pandemie unterbrochenen Lieferketten weitgehend erholt haben, zeigt das globale verarbeitende Gewerbe angesichts des schwachen Produktivitätswachstums, des Auslaufens der Stützmaßnahmen im Zuge der Covid-Krise und der schwierigen finanziellen Bedingungen Schwächen.

Der Internationale Währungsfonds bescheinigt im Gesamtjahr 2023 eine Schwächung des globalen Wirtschaftswachstums auf 3,0 %, im Vergleich zu 3,5% im Jahr 2022. Dieses wird vor allem auf die nachlassende Erholung nach der Pandemie, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die straffenden geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen zurückgeführt.

In der Eurozone fällt das Wachstum von 3,3% im Jahr 2022 auf 0,7 % im Jahr 2023. In den für die Konrad Pumpe GmbH besonders wichtigen Märkten wie Deutschland fällt das Wachstum auf -0,5 %, in Frankreich 1,0 %, in Dänemark 1,8 % und in Großbritannien auf 0,5 %.

3.2. Preisentwicklung im Bereich Stahl und Edelstahl

Marktteilnehmer rechnen wegen steigender Energiepreise und einem schwachen Handel von Importstahl mit einem Preisanstieg.

Die Edelstahlindustrie ist durch erhebliche Marktvolatilität gekennzeichnet, die durch die Auswirkungen des schwachen deutschen Marktes auf Europa noch verstärkt werden.

Exportverbote aus Indonesien oder eine reduzierte Produktion von Nickel in Indonesien, um die Nickelreserven für kommende Generationen sicherzustellen, haben Einfluss auf den Edelstahlpreis. Zum Jahresende wurde ein Höchststand für Erdgas prognostiziert, so ist davon auszugehen, dass die Rohstoffpreise erneut anziehen.

3.3. Preisentwicklung sonstiges Material

Die Teuerungsraten für z.B. Antriebstechnik, Getriebe, Elektromaterial und Dienstleistungen sind aufgrund schwachen Produktivitätswachstums, des Auslaufens der Stützmaßnahmen im Zuge der Covid-Krise und der schwierigen finanziellen Bedingungen ansteigend.

Die globale Kerninflation, gemessen ohne Lebensmittel- und Energiepreise, dürfte im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal bei 6,9 % liegen, was die Weitergabe der Energiepreise, den Kostendruck in der Lieferkette und die angespannte Lage auf den Arbeitsmärkten, insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften, reflektiert. Der Krieg in der Ukraine und der Nahost-Konflikt verschärfen die Preise für z.B. Brennstoffe erheblich.

4. Entwicklung der Branche

4.1. Deutschland

Das Geschäftsjahr 2023 war für den Biogassektor von tiefgreifenden Veränderungen geprägt, die sich analog zu den geopolitischen Verschiebungen des vergangenen Jahres mit dem Begriff Zeitenwende passend umschreiben lassen.

Basierend auf dem fundamentalen Bedürfnis nach einer sicheren und unabhängigen Energieversorgung ist der wesentliche langfristige Treiber dieser neuen Dynamik die Bekämpfung des Klimawandels. Zusätzlich hat nun der Krieg in der Ukraine und der Nahost-Konflikt nicht nur zu kurzfristigen Verwerfungen am Energiemarkt geführt, sondern eine neue weltpolitische Situation geschaffen, die die Bedeutung Energiewende noch deutlicher hervorhebt. Neue regulatorische Vorgaben und höchst ambitionierte Ausbauziele für erneuerbare Energien, die rund um den Globus in schneller Folge verabschiedet werden, machen die Zeitenwende sichtbar.

Auf europäischer Ebene gehen seit 2022 wichtige Impulse für Biogasproduzenten vom sogenannten REPowerEU-Plan aus. Dieser sieht vor, durch den Einsatz von Biomethan, eine Unabhängigkeit von fossilen Energiequellen aus Russland zu erreichen. Der Krieg in der Ukraine und der Nahost-Konflikt verschärfen die Preise für z.B. Brennstoffe erheblich.

Die deutsche EEG-Novelle sieht vor, den Anteil von Wind-, Solar- und Wasserkraft am Bruttostrom bis 2030 auf 80% zu erhöhen. Biogas und Biomethan spielen in den Regierungsplänen nur eine untergeordnete Rolle. Die aktuellen Regelungen sind damit weiterhin nicht ausreichend, um den potenziellen Beitrag von Biogas zu einer signifikanten Beschleunigung der Energiewende in Deutschland zu realisieren. Immer größere Bedeutung gewinnt der Einsatz von Biogas und Biomethan im Verkehrs- und Wärmesektor. So ist im Gesetz zur Treibhausgasminderungsquote (THG-Gesetz) der europäischen RED-II-Richtlinie eine Steigerung der Nutzung erneuerbarer Energien im Verkehrssektor festgeschrieben. Demnach muss der Anteil erneuerbarer Energie am gesamten Energieverbrauch im Verkehrssektor bis 2030 bei mindestens 14% liegen, wobei Deutschland sich hier mit 25% höhere Ziele gesetzt hat.

4.2. International

Im Mittelpunkt der europäischen Bemühungen steht der REPowerEU-Plan. Ziel des Plans ist es, möglichst rasch von fossilen Energiequellen aus Russland unabhängig zu werden. Dazu sollen bis zum Jahr 2030 unter anderem 20 % der europäischen Gasimporte aus Russland mit Biomethan substituiert werden. Als konkretes Ziel wurden 35 Mrd. Nm 3 Biomethan im Jahr 2030 festgelegt, was einer Verzehnfachung der aktuellen Produktionsmengen entspräche. Bis 2050 kann sich dieses Potenzial verdreifachen und auf weit über 100 Mrd. Nm 3 anwachsen und 30-50 % des künftigen EU-Gasbedarfs decken. Um das heute vorgestellte Ziel zu erreichen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen öffentlichem und privatem Sektor erforderlich, um Kapitalinvestitionen anzureizen. Die deutliche Steigerung der Biogasproduktion wird den EU-Bürgern erschwingliche und nachhaltige Energie sichern und die Widerstandsfähigkeit der EU-Wirtschaft fördern. Die gesamte Versorgungskette der Biogasproduzenten und -nutzer ist bereit, weiter in den Sektor zu investieren und mit Unterstützung der nationalen und europäischen Entscheidungsträger erneuerbares Gas für Europa bereitzustellen.

Weiter an Bedeutung gewinnen die Absatzmärkte in Skandinavien, Indien, Kanada und Brasilien.

5. Entwicklung des Rohergebnisses

Der Rohertrag ist um 2.229 T€ bzw. 16,8 % (Vj. 13.248 T€) gestiegen. Der Anstieg geht einher mit der Umsatzsteigerung um 21,4 %. Die Materialaufwandsquote ist um 6,6 % gestiegen. Der deutsche Markt (Direktkunden sowie deutsche Anlagenerbauer) macht rund 67 % der Umsatzerlöse aus. Auf dem deutschen Markt wurde eine Umsatzsteigerung von 33,0 % erzielt. Mit französischen Anlagenerbauern wurden weiterhin hohe Umsätze erzielt. Der Umsatzanteil lag bei 15,8 %.

6. Beschaffung

Ein Großteil der benötigten Komponenten und Materialien werden aus Deutschland bezogen, nur einzelne Komponenten werden aus dem Europäischen Ausland beschafft.

7. Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von 640 T€ getätigt.

8. Finanzierungsmaßnahmen

Die Finanzierung der Investitionen erfolgte aus dem Cashflow der Vorjahre.

9. Personal- und Sozialbereich

Die Zahl der bei der Konrad Pumpe GmbH im Jahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug 79,0 (Vj. 65,75). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Mitarbeiter demnach um 20 % gestiegen.

II. Darstellung und Analyse der Lage

1. Vermögenslage

Gegenüber dem Vorjahr ist das Gesamtvermögen gestiegen (12.339 T€; Vj. 9.935 T€). Das langfristig gebundene Vermögen hat sich um 25 T€ verringert und das kurzfristig gebundene Vermögen um 2.429 T€ erhöht. Die liquiden Mittel haben sich um 1.838 T€ erhöht. Der Liquiditätszufluss geht einher mit den auf der Passivseite bilanzierten erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 1.131 T€ (Vj. 0 T€). Das Eigenkapital erhöht sich durch das positive Jahresergebnis auf nunmehr 8.425 T€. Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote i. H. v. 68 %.

2. Finanzlage

Die Liquidität und Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sind gesichert. Bei Gewährung von Skonto wird dieser zu 100 % in Anspruch genommen. Investitionen werden aus dem Cash-Flow getätigt.

3. Ertragslage

Die Gesamtleistung ist im Jahr 2023 gestiegen. Das Betriebsergebnis ist mit 3.239 T€ (Vj. 2.655 T€) angestiegen. Nach Steuern des Geschäftsjahres ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.521 T€.

III. Risiko und Chancenbericht

1. Risiken aus gesetzlichen Maßnahmen

Wir sind ein international tätiges Unternehmen, das sich in einem sich dynamisch verändernden Marktumfeld bewegt. Daraus ergeben sich Risiken, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln in Verbindung stehen. Grundsätzlich lassen sich Risiken durch Änderungen der Rahmenbedingungen oder technologische Weiterentwicklungen nicht völlig vermeiden. Wir passen daher unser Risikomanagement kontinuierlich den neuen Entwicklungen an. Risiken, die nichts mit den Kernzielen der Unternehmensentwicklung zu tun haben, werden im Unternehmen nicht eingegangen.

Zu unseren Kernzielen im Zusammenhang mit der Unternehmensentwicklung zählen:

Entwicklung und Umsetzung des Geschäftsmodells und eine nachhaltige Unternehmenswertentwicklung

Sicherstellung der Liquidität

Bestandsgefährdende Risiken sind der Geschäftsführung nicht bekannt. Im Folgenden werden Einzelrisiken, die die Geschäftsentwicklung und den Unternehmenswert gefährden können, beschrieben.

Risiken aus Zugangs- und Reisebeschränkungen

Potenzielle Risiken für das Unternehmen können aus restriktiven Zugangs- und Reisebeschränkungen im Zuge des Ukraine-Kriegs sowie des Nahost-Konfliktes bei grenzüberschreitenden Geschäftsbereichen erwachsen. Dies betrifft im Wesentlichen die dadurch eingeschränkte Reisetätigkeit von Mitarbeitern im Servicebereich. Dadurch können sich Verzögerungen bei Wartungs- und Serviceaufträgen ergeben. Bisher war keine Beeinflussung des Geschäftsablaufs gegeben.

Umfeld- und Branchenrisiken

Der wirtschaftliche Erfolg der von der Konrad Pumpe GmbH angebotenen Produkte und Serviceleistungen ist von der Förderung erneuerbarer Energien durch rahmenpolitische Vorgaben abhängig. Hierzu zählt in Deutschland beispielsweise das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), in Europa der REPowerEU-Plan. Mit dem EEG vergleichbare Regelungen bestehen auch in den meisten anderen Mitgliedsländern der EU und in einigen Ländern außerhalb der EU. Diese Regelungen sind für den dortigen Erfolg des Biogassektors ebenfalls von maßgeblicher Bedeutung. Sowohl beim Errichten als auch beim Erweitern der Biogas- und Recyclinganlagen sind baurechtliche und immissionsschutzrechtliche Vorschriften zu beachten. Diese sehen zum Teil eine Privilegierung von Biogasanlagen im Vergleich zu anderen Anlagen, insbesondere größenabhängige Erleichterungen des Genehmigungsverfahrens bei ihrer Errichtung im baurechtlichen Außenbereich vor.

Eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Errichten und das Erweitern von Biogasanlagen in Deutschland oder in anderen Staaten kann sich vor- und nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Konrad Pumpe GmbH auswirken.

Aufgrund der Anpassungen des im Jahr 2014 verabschiedeten EEG ist der Biogasmarkt in Deutschland praktisch zum Erliegen gekommen.

Die europäische "Erneuerbare-Energien-Richtline" Renewable Energy Directive II (RED II) ist in jedem EU-Mitgliedstaat in nationales Recht umzusetzen. Die RED II hat zum Ziel, den Anteil an Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 auf 32% innerhalb der EU zu erhöhen. Diese wurde mit der Biomassestrom-Nachhaltigkeitsverordnung "BioSt-NachV" in Deutschland zum 24. November 2021 umgesetzt.

Das Unternehmen konzentriert sich seither primär auf ausländische Wachstumsmärkte. Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen gibt es zum Teil Vorbehalte von Bürgern und Interessengruppen gegenüber Biogasanlagen und deren Bau. Die Konrad Pumpe GmbH beabsichtigt, die internationalen Aktivitäten weiter auszubauen und damit Wachstumschancen zu nutzen. Hieraus resultiert eine Reihe von Risikofaktoren. Dazu zählen zum Beispiel mögliche Veränderungen der in den einzelnen Ländern herrschenden politischen, volkswirtschaftlichen, sozialen, rechtlichen, kulturellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Hinzu kommt die Möglichkeit einer unerwarteten Änderung der ausländischen Gesetze und Vorschriften, die sich negativ auf die Geschäftstätigkeit der Konrad Pumpe GmbH auswirken können. So hat der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union sowohl das gesamtwirtschaftliche Klima als auch das Branchenumfeld negativ geprägt. Mit Umsätzen in Großbritannien in Höhe von <5 % im Geschäftsjahr 2023 ist die Bedeutung dieses Länderrisikos insgesamt jedoch gering. Bestehende Währungsrisiken wurden durch die Fakturierung in Euro abgesichert (siehe "Währungsrisiken").

Zusammengefasst beurteilt die Konrad Pumpe GmbH derzeit die genannten Umfeld- und Branchenrisiken als strategische Risiken, deren Eintritt insgesamt unwahrscheinlich ist. Bei Eintritt eines Risikos schätzt sie die Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Finanz- und Ertragslage des Unternehmens aber als moderat ein.

Besonders im Hinblick auf den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine und die damit einhergehende Energieknappheit sowie die deutliche Verteuerung im europäischen Raum ist davon auszugehen, dass sich der Fokus auf den Ausbau der erneuerbaren Energien legt. Das Unternehmen erwartet politischen Umsetzungswillen und Neuregulierungen, um den Ausbau und die Erweiterung von Biogas- und Recyclinganlagen voranzutreiben.

Das Unternehmen bezieht die für die Erstellung der Produkte erforderlichen Komponenten von Lieferanten. Insbesondere Antriebe, Getriebe, Stahl und Edelstähle werden weltweit nur von wenigen Herstellern angeboten und geliefert. So können für Komponenten Lieferengpässe entstehen oder die Preise stark schwanken. Wir beugen dieser Entwicklung durch enge Geschäftsbeziehungen und fest vereinbarte Konditionen vor. Unsere Lagerbestände gewährleisten dem Unternehmen einen störungsfreien Fertigungsablauf. Teilweise werden Vorräte für bis zu 1 Jahr angelegt. Das Unternehmen beurteilt derzeit die Lieferengpässe als operative Risiken in Folge der aktuellen Energiekrise ausgelöst durch den russischen Angriffskrieg als moderat ein.

2. Planungs- und Ausführungsrisiken

Der Auf- und Ausbau der internen Strukturen muss mit den sich wandelnden Herausforderungen einhergehen. Innerhalb der Konrad Pumpe GmbH wird in allen wesentlichen Bereichen mit einem entsprechenden ERP-System gearbeitet. Insbesondere die Angebotserstellung, die Auftragsbearbeitung, die Materialbeschaffung, die Fertigung sowie die Nachkalkulation werden über ein ERP-System abgebildet. Dieses Informationssystem dient der Geschäftsleitung als Steuerungs- und Lenkungssystem. So werden z.B. Lieferverzögerungen und Preissteigerungen bei Einkaufsmaterialien erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Die Konrad Pumpe GmbH treibt die Digitalisierung konsequent voran. Zuletzt wurden Investitionen in die IT-Sicherheit, Monitoring Systeme und ein eigenes Intranet getätigt. Gestiegene Anforderungen im IT-Bereich führten dazu, einen eigenen Informationstechniker zu beschäftigen. Das ermöglicht der Konrad Pumpe GmbH, entsprechende Systemanalysen bzgl. Verbesserungsmaßnahmen zeitnahe umzusetzen und notwendige IT-Projekte voranzutreiben.

3. Währungsrisiken und sonstige Risiken

Umsätze und Einkäufe werden grundsätzlich in der Unternehmenswährung Euro ausgeführt. Wesentliche Währungsrisiken resultieren hieraus nicht.

IV. Prognosebericht

1. Branchenausblick

Studien belegen, dass durch die Biogasaufbereitung zu BIO-CNG (gasförmiger Treibstoff) oder BIO-LNG (flüssiger Treibstoff) nahezu 100 % aller gesundheitsschädlichen Feinstaub- und Stickoxidemissionen vermieden werden können. Auch können mehr als 90 % der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen vermieden werden. Gerade im europäischen Ausland, in Nord- und Südamerika sowie in Indien haben manche Länder dieses erkannt und es bestehen daher stabile Rahmenbedingungen für die Biogaseinspeisung. In Frankreich dürfte sich jedoch das sehr hohe Ausbautempo aufgrund von sinkenden Einspeisevergütungen und steigenden Zinsen verlangsamen. Die Ende 2020 in Deutschland eingeführten Verbesserungen des EEG, welche zum 01.01.2021 in Kraft traten, schaffen zwar für Bestandsanlagen eine neue Perspektive, eine deutliche Belebung im Bereich des Neubaus von Biogasanlagen ist jedoch nicht zu erwarten. Hoffnung besteht jedoch, dass sich im Zuge der Umsetzung der RED II im Gesetz zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungsquote die Rahmenbedingungen verbessern. Hier bleibt jedoch die konkrete Umsetzung der bindenden EU-Richtlinie abzuwarten. Auch in nichteuropäischen Ländern wird das hohe Potenzial von Biogas zum Klimaschutz gesehen. Exemplarisch soll hier China und Indien genannt werden, welches ambitionierte Ausbauziele hat. In weiten Teilen der Welt besteht erhebliches Potenzial, mit Hilfe von Biogas und der Vergärung von organischen Abfällen / Reststoffen Strom, Wärme, aber auch Treibstoff zu erzeugen und so einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

2. Unternehmensausblick

In unserem Hauptmarkt Frankreich rechnen wir auch im Geschäftsjahr 2024 mit weiter konstanten Umsätzen. Im Fokus stehen immer häufiger Industrieabfälle anstelle von Agrarabfällen. Aufgrund eines guten Auftragsbestandes gehen wir davon aus, dass wir im nächsten Jahr einen großen Teil unseres Umsatzes dort erzielen werden. Die Rahmenbedingungen für den Neubau von Biogasanlagen werden ebenfalls in skandinavischen Ländern vorangebracht. Hier geht die Geschäftsführung von höheren Umsätzen als in der Vergangenheit aus. Erste Projekte wurden im Jahr 2023 bereits realisiert und weitere werden im Jahr 2024 folgen. In Nordamerika bestehen positive Rahmenbedingungen für Biogasanlagen mit dem Schwerpunkt Biogasaufbereitung und Einspeisung. Wir rechnen im Jahr 2024 und 2025 daher mit ersten Aufträgen. Für Deutschland erwarten wir 2024 steigende Umsätze. Insbesondere im RePowering/ Flexibilisierungsmarkt gehen wir von einer steigenden Nachfrage aus. Derzeit rechnen wir für 2024 insgesamt mit einer gleichbleibenden Gesamtleistung und einer Verschlechterung des Betriebsergebnisses. Die Verschlechterung ist auf die Energiekrise und damit einhergehenden Preissteigerungen bei Material- und Energiekosten zurückzuführen. Es bleiben die weiteren Entwicklungen bzgl. des russischen Angriffskrieges abzuwarten.

V. Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen ist auf eine praxisorientierte F&E-Arbeit fokussiert. Neue Projekte werden direkt mit Herstellern und Kunden vorangetrieben. Darüber hinaus praktizieren wir die Zusammenarbeit mit Hochschulen, Instituten, Vertretern der Industrie und Landwirtschaft auch im Sinne der Nachwuchsförderung. Im Jahr 2023 investierte die Konrad Pumpe GmbH in diverse Weiterentwicklungen im technischen Bereich, wodurch kurzfristig neue Märkte erschlossen werden sollen.

In Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen wurde Lager- Dosier- und Fördertechnik unter anderem für die Verarbeitung von Restmüll weiterentwickelt. Diese wurden in das Anlagenkonzept der Konrad Pumpe GmbH integriert und über die Automatisierungstechnik gesteuert.

Des Weiteren werden Substratproben aus Süd- und Nordamerika sowie Indien beschafft, um die dortigen Agrarabfälle hier im Werk in Sendenhorst im Probebetrieb zu verarbeiten. So sollen gemeinsam mit unseren Partnern neue, internationale Märke erschlossen werden.

Jegliche Veränderungen bzgl. Aussagen seit dem Bilanzstichtag bis zur Erstellung dieses Lageberichtes sind in diesen Lagebericht eingeflossen und erwähnt worden. Insbesondere wurde auf die schwer prognostizierbaren Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und Nahost-Konfliktes eingegangen. Weitere unternehmensgefährdende oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage betreffende Veränderungen haben sich nicht ergeben.

 

Sendenhorst, den 26. September 2024

gez.

Rainer Pumpe

&

Stefan Pumpe

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.008.386,23 2.033.871,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 42.397,00 69.156,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42.397,00 69.156,00
II. Sachanlagen 1.965.839,23 1.964.565,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.212,00 12.524,00
2. technische Anlagen und Maschinen 1.059.800,00 1.172.505,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 885.027,00 769.086,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.800,23 10.450,00
III. Finanzanlagen 150,00 150,00
1. Sonstige Finanzanlagen 150,00 150,00
a. Genossenschaftsanteile 150,00 150,00
B. Umlaufvermögen 10.125.441,91 7.835.487,08
I. Vorräte 4.661.714,49 4.341.676,89
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.746.109,50 3.578.908,06
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.133.234,17 2.300.230,01
3. fertige Erzeugnisse und Waren 686.893,82 861.229,34
4. geleistete Anzahlungen 176.703,75 0,00
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (offen aktivisch abgesetzt) 1.081.226,75 2.398.690,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.580.629,89 2.449.050,86
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.562.553,72 2.324.320,47
2. sonstige Vermögensgegenstände 18.076,17 124.730,39
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.883.097,53 1.044.759,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 205.138,00 65.804,00
Summe Aktiva 12.338.966,14 9.935.162,08

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.425.249,41 7.904.744,19
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 250.000,00 250.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 400.000,00 400.000,00
III. Bilanzgewinn 7.775.249,41 7.254.744,19
B. Rückstellungen 1.564.923,05 976.735,05
1. Steuerrückstellungen 370.893,19 261.652,05
2. sonstige Rückstellungen 1.194.029,86 715.083,00
C. Verbindlichkeiten 2.348.793,68 994.003,84
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.130.554,28 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 212.532,09 180.801,98
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.005.707,31 813.201,86
D. Passive latente Steuern 0,00 59.679,00
Summe Passiva 12.338.966,14 9.935.162,08

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 3.239.167,97 2.654.345,16
a) Rohergebnis 15.476.612,53 12.967.321,09
b) Personalaufwand 6.743.762,58 5.986.224,10
c) Abschreibungen 626.150,39 496.180,31
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 626.150,39 496.180,31
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 4.867.531,59 3.830.571,52
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis 12.036,48 1.318,03
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.036,48 2.381,03
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 1.063,00
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.707.530,36 1.480.131,96
4. Ergebnis nach Steuern 1.543.674,09 1.175.531,23
5. sonstige Steuern 23.168,87 26.002,24
Jahresüberschuss 1.520.505,22 1.149.528,99

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Konrad Pumpe GmbH hat ihren Sitz in Sendenhorst und wird beim Amtsgericht Münster im Handelsregister Nr. B 8062 geführt.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss basierenden Bewertungsmethoden wurden beibehalten, so dass die Vergleichbarkeit der Geschäftszahlen mit den Vorjahreszahlen gegeben ist.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung des Unternehmens sowie den Vorgaben des Gesellschaftsvertrages beachtet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ist wie im Vorjahr das Gesamtkostenverfahren angewandt worden.

Der vorliegende Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Die Gesellschaft gilt gemäß § 267 Abs. 2 HGB als mittelgroße Gesellschaft.

Sämtliche Erleichterungsvorschriften bei der Aufstellung und Offenlegung des Anhangs werden in Anspruch genommen.

Im Vorjahr wurden Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von insgesamt € 298.242,87 ausgewiesen. Enthalten waren Aufwendungen für Leiharbeitnehmer in Höhe von € 280.131,59. Der Vorjahresausweis wurde geändert, die Aufwendungen für Leiharbeitnehmer werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Sachanlagen, immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Es werden alle steuerlich zulässigen Abschreibungsmöglichkeiten genutzt.

Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Vorräte

Die Vorräte sind durch körperliche Bestandsaufnahme zum Bilanzstichtag ermittelt. Sie werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Wertansätze entsprechen den Anschaffungs- und Herstellungskosten. Das Niederstwertprinzip fand Beachtung.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen zum Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 HGB mit den Rohstoffkosten zuzüglich angefallener Verarbeitungskosten, entsprechend der zum Bilanzstichtag erreichten Fertigungsstufe, angesetzt. Gemeinkosten wurden durch die Verwendung von angemessenen Zuschlägen berücksichtigt.

Erhaltene Anzahlungen werden offen von den Vorräten gemäß § 268 Abs. 5 HGB abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wurde für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2% auf den Nettoforderungswert gebildet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die angesetzten Nominalwerte entsprechen den vorgelegten Tagesnachweisen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Bei dem Rechnungsabgrenzungsposten handelt es sich um transitorische Abgrenzungen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital wird mit dem Nennwert bilanziert.

Steuerrückstellungen

Der Berechnung der Steuerrückstellungen wurden die maßgeblichen steuerlichen Vorschriften zugrunde gelegt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt worden und decken alle erkennbaren Risiken in angemessenem Umfang.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.

Latente Steuern

Nach § 274 HGB ergaben sich aufgrund unterschiedlicher handels- und steuerrechtlicher Wertansätze aktive und passive latente Steuern. Vom Saldierungswahlrecht aktiver und passiver latenter Steuern wurde zum Bilanzstichtag Gebrauch gemacht. Zum Stichtag ergibt sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Das Ausweiswahlrecht gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wurde nicht in Anspruch genommen.

4. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anlagenspiegel

Konrad Pumpe GmbH

AK/HK 01.01.2023 AK/HK Zugänge AK/HK Abgänge Umbuchungen AK/HK 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 362.590,29 47.441,26 40.097,68 0,00 369.933,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 100.160,64 0,00 0,00 0,00 100.160,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.355.776,05 112.712,39 640.986,00 80.830,00 2.908.332,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.140.584,01 399.157,74 225.877,21 0,00 2.313.864,54
4. Anlagen im Bau 10.450,00 81.180,23 0,00 -80.830,00 10.800,23
5.606.970,70 593.050,36 866.863,21 0,00 5.333.157,85
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 150,00 0,00 0,00 0,00 150,00
150,00 0,00 0,00 0,00 150,00
5.969.710,99 640.491,62 906.960,89 0,00 5.703.241,72
Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen Zugänge Abschreibungen Abgänge Abschreibungen 31.12.2023 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 293.434,29 36.153,26 2.050,68 327.536,87 42.397,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 87.636,64 2.312,00 0,00 89.948,64 10.212,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.183.271,05 306.241,39 640.980,00 1.848.532,44 1.059.800,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.371.498,01 281.443,74 224.104,21 1.428.837,54 885.027,00
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 10.800,23
3.642.405,70 589.997,13 865.084,21 3.367.318,62 1.965.839,23
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 150,00
0,00 0,00 0,00 0,00 150,00
3.935.839,99 626.150,39 867.134,89 3.694.855,49 2.008.386,23
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69.156,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.524,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.172.505,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 769.086,00
4. Anlagen im Bau 10.450,00
1.964.565,00
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 150,00
150,00
2.033.871,00

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus dem Bilanzansatz für die Umsatzsteuer T€ 734 (VJ: T€ 81), in der Folgeperiode abzugsfähigen Vorsteuern T€ 10 (VJ: T€ 10), sowie debitorischen Kreditoren T€ 42 (VJ: T€ 2). Forderungen gegenüber Gesellschaftern sind in Höhe von T€ 10 (Vorjahr: T€ 9) enthalten.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestehen keine.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Berücksichtigt wurden anteilige Wartungsgebühren, Messekosten und Versicherungen die sich auf Leistungen der Folgejahre beziehen (transitorische Abgrenzungen).

Sonstige Rückstellungen

T€
Gewährleistungen 862
Urlaub und Überstundenansprüche 302
Abschluss- und Prüfungskosten 19
Aufbewahrungspflicht 11
1.194

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeigen der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Gesamt
EURO
mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EURO
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
EURO
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
EURO
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 988.413,64 988.413,64 0,00 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 212.532,09 212.532,09 0,00 0,00
Vorjahr 180.801,98 180.801,98 0,00 0,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.147.847,95 1.147.847,95 0,00 0,00
Vorjahr 813.201,86 813.201,86 0,00 0,00
davon aus Steuern € 1.006.214,45 Vorjahr: € 734.289,26
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 4.730,25 Vorjahr: € 2.730,77
Summe Geschäftsjahr 2.348.793,68 2.348.793,68 0,00 0,00
Summe Vorjahr 994.003,84 994.003,84 0,00 0,00

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Immobilien- und Mobilienmietverträgen mit unbefristeter Laufzeit mit jährlichen Zahlungen in Höhe von T€ 805 und aus sonstigen Miet- und Leasingverträgen mit geschäftsüblicher Laufzeit in Höhe von jährlich T€ 61.

5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Personalaufwendungen

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 95 (Vorjahr: T€ 95) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Steueraufwand beinhaltet latente Steuern in Höhe von T€ -60 (Vorjahr: T€ 41).

Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine Aufwendungen oder Erträge aus Währungsdifferenzen enthalten.

6. Sonstige Angaben

Anzahl der Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 79 Mitarbeiter (Vorjahr: 66).

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl gliedert sich in die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen:

gewerbliche Arbeitnehmer 43
Angestellte 25
Teilzeitbeschäftigte 11
Gesamt 79

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern waren während des Geschäftsjahres bestellt:

Herr Konrad Pumpe, Sendenhorst (bis 31.12.2023)

Herr Stefan Pumpe, Sendenhorst

Herr Rainer Pumpe, Geseke (ab 01.01.2024)

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Bezifferung der Vergütungen der Geschäftsführer.

 

Sendenhorst, den 15. August 2024

gez.

Rainer Pumpe

&

Stefan Pumpe

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten, verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Konrad Pumpe GmbH

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Konrad Pumpe GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Konrad Pumpe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Beckum, den 02. Oktober 2024

gez. Dipl.-Kfm. Peter Frölich, Wirtschaftsprüfer

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