OWG Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Roman Michael Istanbuli seit 4.3.2026 | Prokura |
Timothy Grygotis seit 28.1.2025 | Geschäftsführer |
Karsten Behmenburg seit 28.1.2025 | Prokura |
Edvard Kramer seit 28.1.2025 | Prokura |
Oliver Franik seit 28.1.2025 | Geschäftsführer |
Ralf Tüselmann seit 28.1.2025 | Prokura |
Alexander Weiland seit 28.1.2025 | Prokura |
Friedhelm Glormann seit 28.1.2025 | Geschäftsführer |
Julia von Specht seit 28.1.2025 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
LKQ Europe GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
PV Technik GmbHAufgelöst | 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PV Automotive GmbHDuisburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017Die PV Automotive GmbH ist im Groß- und Einzelhandel für Kraftfahrzeugzubehör, Ersatzteile und Werkstattausrüstung und daraus resultierenden Dienstleistungen tätig. Hauptkundengruppen sind freie Reparaturwerkstätten, Reifenketten, Handelsunternehmen und Tankstellen. Regional sind wir mit 83 Standorten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Hessen, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg, Sachsen und Thüringen vertreten. In unserem Sortiment führen wir mehr als 800.000 Artikel, davon sind etwa 237.000 lagernd. Unser strategischer Fokus liegt in der Sicherstellung einer bestmöglichen Verfügbarkeit der Ware, der Optimierung der Logistikkette und einer Kostenminimierung in den Funktionen der Wertschöpfungskette. Die PV Automotive GmbH ist Teil des STAHLGRUBER Otto Gruber AG Konzerns, Poing, der über die STAHLGRUBER Holding GmbH 66,67 % der Anteile der PV Automotive GmbH hält. 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Politisch war das Jahr 2017 von vielen Wirren gekennzeichnet. Ein amerikanischer Präsident, der sich in kein bekanntes Schema einordnen lässt, ein französischer Präsident, der in Europa als Heilsbringer gesehen wird, im eigenen Land aber schnell an Zustimmung verliert, Wahlen in Deutschland, die den regierenden Parteien trotz wirtschaftlich hervorragender Rahmenbedingungen herbe Verluste bescherten und die Bildung einer stabilen Regierung zum gordischen Knoten werden ließen. Der militärische Konflikt in Syrien tobte gleichzeitig unvermindert weiter, während die UN, blockiert durch die geopolitischen Interessen der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates, untätig zusehen musste. Während viele Länder, die zur Wiege der Demokratie zählen, in einer Selbstfindungsphase gefangen sind, wird das kommunistische China mehr und mehr zur Dreh- und Angelscheibe der Weltpolitik. Wirtschaftlich hat das Land den Schritt zur Supermacht durch seine arbeitssame Bevölkerung ohnehin schon lange vollzogen. Unabhängig von der politischen Entwicklung herrschte wirtschaftlich in 2017 die meiste Zeit Optimismus vor. Weiterhin angefacht durch eine Politik des billigen Geldes und die niedrigen Rohstoffpreise konnte in den meisten Industriestaaten ein stabiles Wachstum erzielt werden. In den vereinigten Staaten von Amerika kam die Erwartung auf eine umfangreiche Absenkung des Steuerniveaus für die Wirtschaft hinzu. Getrübt wurde die Stimmung erst Anfang 2018, als die Androhung von Importzöllen für Stahl- und Aluminiumprodukte des amerikanischen Präsidenten das Szenario eines weltweiten Handelskriegs auf einmal als realistisch erscheinen ließ. Trotz der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten am Jahresanfang 2018 und der höheren Volatilität am Aktienmarkt geht die vorherrschende Meinung aber von einer weiteren positiven wirtschaftlichen Entwicklung aus. Die Wirtschaft in Deutschland entwickelte sich auf hohem Niveau. Alle gesamtwirtschaftlichen Ziele, nämlich die Preisniveaustabilität, ein hoher Beschäftigungsstand, stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum und außenwirtschaftliches Gleichgewicht, konnten im Wesentlichen erreicht werden. Lediglich die Leistungsbilanz wies, wie schon in den Vorjahren, deutliche Überschüsse aus, was Deutschland international wiederum erhebliche Kritik einbrachte. Infolge der sinkenden Anzahl Arbeitssuchender befanden sich viele Gewerkschaften in einer günstigen Verhandlungsposition und konnten umfangreiche Lohnerhöhungen durchsetzen. Die Wettbewerbsfähigkeit der Industrieproduktion hat darunter aber noch nicht wesentlich gelitten. 2. Branchenentwicklung Von der stabilen Aufwärtsentwicklung konnte der Independent Aftermarket (IAM) nur partiell profitieren. Das ist nicht verwunderlich, zeichnet sich unsere Branche doch durch eine weitgehend antizyklische Entwicklung aus. Mit steigendem Einkommen und niedrigem Risiko der Arbeitslosigkeit sind die Konsumenten eher bereit, in die Neuanschaffung eines PKW zu investieren als in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Damit geht eine sinkende Nachfrage nach Verschleißteilen einher, die durch die höhere Fahrleistung nur teilweise kompensiert wird. So reduzierte sich das mäßige Wachstum von 2 % in 2016 auf nahezu Null in 2017. Das Marktvolumen im deutschen Kfz-Aftermarket wurde für 2017 auf ca. 30,5 Mrd. EUR geschätzt (VR Branchen special, Bericht Nr. 54 vom November 2017). Davon entfallen auf Löhne ca. 10,5 Mrd. EUR und auf Teile ca. 20,0 Mrd. EUR, jeweils gemessen an Endverbraucher-abgabepreisen. Auf dem Markt für Kfz-Ersatzteile konkurrieren dabei im Wesentlichen zwei Systeme, nämlich die Fahrzeughersteller im gebundenen Markt mit den Ihnen angeschlossenen Händlern und Werkstätten sowie der freie Kfz-Dienstleistungsmarkt, auf dem der freie Kfz-Teilegroßhandel als Bindeglied zwischen den Teileherstellern und dem Handwerk/Einzelhandel primär die freie Werkstatt versorgt. Als dritte Säule etabliert sich allmählich der Handel im Internet. Seine Stärke zieht der freie Kfz-Teilegroßhandel aus seiner Sortimentsbreite und seiner Logistikkompetenz. Er ist in der Lage, seine Kunden auch mehrmals am Tag bei vertretbaren Kosten zu beliefern. Gleichzeitig ist er in Teilbereichen lieferfähiger als die Automobilhersteller. Neben dem OES-Ersatzteil liefert der Kfz-Teilegroßhandel qualitativ akzeptable Alternativmarken zu meist deutlich günstigeren Preisen. Im Gegenzug kann der freie Teilegroßhandel nicht das komplette Lieferspektrum für alle Hersteller abdecken, da insbesondere die sichtbaren Teile der Kraftfahrzeuge häufig dem Designschutz unterliegen. Die Teilehändler werden meist in drei Größenklassen eingeteilt: Die Superlogistiker, die eine deutschlandweite Versorgung anbieten, regionale Großhändler mit Schwerpunkt auf einem oder mehreren Bundesländern und kleine Unternehmen mit meist nur einem Verkaufshaus und einem Einzugsgebiet von bis zu 70 km im Umkreis. Insgesamt haben nach Angaben des Branchenverbandes GVA ca. 500 Teilegroßhändler und ca. 2.000 Teileeinzelhändler eine Bedeutung auf diesem Markt. In ihren Größenklassen entwickelten sich die Unternehmen sehr unterschiedlich. Insbesondere kleinere Unternehmen kommen zunehmend unter Druck, da sie mit den Anforderungen des Marktes hinsichtlich Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit immer schlechter Schritt halten können. Prognosen gehen deshalb davon aus, dass sich die Anzahl der Marktteilnehmer in den nächsten Jahren halbieren wird. Ein höheres Wachstum konnte wiederum der Internethandel erzielen, aber auch hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Ohne erhebliche Investitionen in eine eigene Infrastruktur und ohne massive Marketingkampagnen wird es vielen Anbietern nicht gelingen, sich substantiell vom Wettbewerb zu differenzieren. Von den Unternehmen, die den Wettbewerb nur über den Preis führen können, werden viele in den nächsten Jahren wieder aus dem Markt ausscheiden müssen. Erfolgreich ist dieser Vertriebskanal insbesondere in Bereichen mit geringem Beratungsbedarf und in der Zielgruppe Endkunden. Das Geschäft mit Verschleißteilen ist demgegenüber von erheblich größerer Komplexität und im Regelfall von der Notwendigkeit eines fachmännischen Einbaus sowie der Forderung nach einer Sofortverfügbarkeit der Teile geprägt. Der Wettbewerb zwischen dem freien und dem gebundenen Kfz-Ersatzteilmarkt ist ungebrochen hoch und wird nicht immer mit fairen Mitteln geführt. Der Designschutz ist eine Waffe der Automobilhersteller, die Freigabe von notwendigen Daten zur Teileidentifikation oder der Telematikdaten eine andere. Zudem versuchen die Hersteller verloren gegangene Kunden mithilfe der schnell voranschreitenden Internet-Vernetzung und mit Programmen zur zeitwertgerechten Reparatur in ihre Markenwerkstätten zurückzuholen. Der Konsolidierungsprozess in der Branche hat sich weiter beschleunigt. Nach der Genehmigung des Zusammenschlusses der WM SE und der Trost SE in 2016 erwarb in 2017 zunächst die Genuine Parts Company (GPC) mit Sitz in Atlanta, USA, 100 % der Anteile an der Alliance Automotive Group, einem der führenden Großhändler für den IAM in Frankreich und Großbritannien, der auch in Deutschland Fuß gefasst hat. Am 10. Dezember 2017 kam es schließlich zum vorläufigen Höhepunkt der Konsolidierung. An diesem Tag schlossen die LKQ Corporation, Chicago, Illinois 60661, USA (LKQ) und die STAHLGRUBER Otto Gruber AG eine verbindliche Vereinbarung über den Erwerb von 100 % der Anteile an der STAHLGRUBER GmbH. Damit vergrößert LKQ seine Präsenz in Europa nochmals deutlich. Mit Ausnahme von Frankreich und Spanien ist LKQ nunmehr in allen wesentlichen Wirtschaftsnationen Europas mit namhaften Tochterunternehmen vertreten. Die Akquisition steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die europäische Kartellbehörde. Abgeschlossen ist der Konsolidierungsprozess damit noch nicht. Neben LKQ werden insbesondere Intercars und GPC ihre Präsenz in Europa durch organisches aber auch durch anorganisches Wachstum weiter ausbauen wollen. Wie sich die weiteren Wettbewerber wie WM oder Hella aufstellen werden, lässt sich aus heutiger Sicht noch nicht abschließend beurteilen. 3. Ertragslage
Bei einer Gesamtleistung von 365.300 TEUR (Vj. 356.174 TEUR) belief sich das EBIT der Gesellschaft auf 4.921 TEUR (Vj. 6.435). Der Druck auf die Margen hat sich auch in 2017 deutlich erhöht. Die Wareneinsatzquote ist leicht um 0,3 %-Punkte gestiegen. Das Rohergebnis konnte um 2.053 TEUR verbessert werden. Der Personalaufwand ist um 3.237 TEUR gestiegen und resultierte aus dem zur Unterstützung des Umsatzwachstums notwendigen Personalaufwand und den im Juli 2016 und November 2017 erfolgten Lohn- und Gehaltserhöhungen. Die Erhöhung der Abschreibungen ist im Wesentlichen auf die höhere Investitionsbereitschaft zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 64 TEUR gesunken. Das Finanzergebnis hat sich im Berichtsjahr um 389 TEUR verbessert. Die Veränderung der Ertragssteuern hängt im Wesentlichen mit der Einbuchung der Betriebs-prüfungsrisiken zusammen. Die Geschäftsführung hat im Vorjahreslagebericht für das Geschäftsjahr 2017 eine leichte Verbesserung des Jahresergebnisses prognostiziert. Die Erwartungen der Geschäftsführung sind nicht eingetreten. 4. Vermögens- und Finanzlage
Am 19. September 2014 wurde eine neue Finanzierung im Rahmen eines Konsortialdarlehensvertrags über insgesamt 80.000 TEUR mit einer Laufzeit bis zum 19. September 2018 abgeschlossen. Der Konsortialdarlehensvertrag setzt sich aus 55.000 TEUR Tilgungsdarlehen und 25.000 TEUR Betriebsmittellinie zusammen. Im Berichtsjahr wurden 5.500 TEUR getilgt. Zum 31. Dezember 2017 betrugen die Bankverbindlichkeiten 38.528 TEUR. Die Betriebsmittellinie in Höhe von 25.000 TEUR wurde zum Bilanzstichtag ausschließlich durch die Inanspruchnahme von Avalen in Höhe von 3.883 TEUR in Anspruch genommen Die Liquidität der Gesellschaft ist sichergestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen durch planmäßige Abschreibungen gesunken. Das Sachanlagevermögen hat sich im Saldo um 2.557 TEUR erhöht. Neue Immobilienprojekte wurden in Mönchengladbach, Braunschweig und Hamburg gestartet. Die Vorratsbestände sind um 1.223 TEUR gestiegen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch das laufende Factoring beeinflusst. Unter den sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen Personalrückstellungen (3.862 TEUR, Vj. 3.071 TEUR) und PV : Pluspunkte (3.225 TEUR, Vj. 3.029 TEUR) passiviert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Tilgung in Höhe von 5.500 TEUR auf 38.528 TEUR gesunken (Vj. 44.004 TEUR). Lieferantenverbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Beachtung der vereinbarten Zahlungsziele beglichen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen enthielten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 18.094 TEUR und betreffen im Wesentlichen die STAHLGRUBER GmbH. 5. Personalentwicklung Der Mitarbeiterbestand beträgt zum 31. Dezember 2017 1.676 Mitarbeiter. Positiv beeinflusst wurde unsere Personalentwicklung wie auch in den zurückliegenden Jahren durch ein qualitativ hochwertiges Ausbildungssystem. In diesem Rahmen kommen wir unserer unternehmerischen Verantwortung freiwillig durch die Bereitstellung von Ausbildungsplätzen nach. Wir bilden 106 Mitarbeiter in sieben Ausbildungsberufen aus. Zusätzlich wird permanent der Aus- und Weiterbildungsbedarf aller Mitarbeiter stellenbezogen analysiert und mit den individuellen Bedürfnissen des Stelleninhabers abgeglichen. 6. Risikobericht Zielsetzung unseres Risikomanagements ist es, frühzeitig Risiken zu identifizieren, die die Ertragskraft der PV Automotive GmbH kurz- oder mittelfristig negativ beeinflussen können und rechtzeitig entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, die diesen Effekten entgegenwirken. Das Unternehmen refinanziert sich überwiegend durch Eigenkapital, Gesellschafterdarlehen, Bankverbindlichkeiten und Lieferantenverbindlichkeiten. Fremdwährungsrisiken aus Forderungen oder Verbindlichkeiten sind von untergeordneter Bedeutung, da der überwiegende Teil des Geschäftsvolumens in EURO abgerechnet wird. Bedingt durch die Forderungsstruktur hatten einzelne Forderungsausfälle in der Vergangenheit keinen wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage der Gesellschaft. Durch eine ständige Verbesserung des Forderungsmanagements wird versucht, das Risiko zu minimieren. Nicht ausschließen lässt sich eine weitere Verschärfung des Verdrängungswettbewerbs. Aufgrund unserer herausragenden Marktstellung und der ausgefeilten Logistikkette des Konzerns sehen wir uns gegenüber den wesentlichen Wettbewerbern aber gut aufgestellt. Die großen notwendigen Investitionen für den Aufbau der logistischen Prozesse stellen aus unserer Sicht hohe Markteintrittsbarrieren dar, sodass wir auf absehbare Zeit nicht mit dem Auftreten wesentlicher neuer Konkurrenten im stationären Ersatzteilhandel rechnen. Zunehmende Konkurrenz erwarten wir hingegen durch den Internethandel in Deutschland und im europäischen Ausland. Wir beobachten hier den Markt sehr aufmerksam, um bei Bedarf auch kurzfristig reagieren zu können. Nach unserer Auffassung wird die steigende Zulassungszahl von Elektroautos bis zum Jahr 2030 nur leichte Auswirkungen auf den automobilen Aftermarket haben. Während reine Batteriefahrzeuge weniger komplex sind, steigt die Komplexität von Hybridfahrzeugen. Die langfristige Entwicklung des automobilen Aftermarkets hängt von der weiteren Entwicklung der Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen ab. Nach unserer Auffassung wird dies kurz- bis mittelfristig keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der PV Automotive GmbH haben. Risiken, welche die Entwicklung der PV Automotive GmbH einzeln oder kumulativ nachhaltig beeinträchtigen oder gar zu einer Bestandsgefährdung führen könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. Basierend auf dem monatlichen internen Berichtswesen erfolgen regelmäßige Ergebnisbesprechungen im Managementteam und mit den Gesellschaftern, bei denen die Abweichungen zwischen Plan- und Ist-Werten im Vergleich zum Vorjahr analysiert sowie die oben genannten Risiken betrachtet und hieraus entsprechende Maßnahmen abgeleitet werden. Weitere Risiken, die die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des PV-Konzerns kurzfristig akut gefährden könnten, sind derzeit nicht ersichtlich. 7. Chancenmanagement Die Entwicklung der PV Automotive GmbH wird wesentlich davon abhängen, wie schnell wir die Verbesserungen in der Lieferfähigkeit auf alle unsere Vertriebsstandorte umsetzen können. Die Leistungsfähigkeit der Prozesse bei der PV Automotive GmbH muss weiterhin auf alle Standorte ausgeweitet werden, um das gesteigerte Warenvolumen mit derselben oder mit einer höheren Zuverlässigkeit zu bewältigen. Die Aktivitäten im Vertrieb müssen weiter ausgebaut werden, um die optimale Kundenansprache zu erreichen. Die ersten geplanten strategischen Maßnahmen konnten bereits im Berichtsjahr umgesetzt werden und zeigten die ersten Erfolge. Für 2018 wird mit einem verbesserten Betriebsergebnis gegenüber dem Niveau des Geschäftsjahres 2017 gerechnet. 8. Voraussichtliche Entwicklung Die politische Entwicklung für 2018 bleibt vor allem eins, unsicher. Gewinnen gemäßigte Kräfte oder Hardliner im Weißen Haus an Einfluss, erhält Trump in den Midterm Elections Rücken- oder Gegenwind, gelingt Macron der wirtschaftliche Umbau in Frankreich, hält die Regierung in Deutschland vier Jahre durch? Werden die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei wieder aufgenommen, kann der Syrienkrieg beendet werden, kommt es im Nahen Osten zu weiteren militärischen Konflikten? Rationales Handeln scheint auf dem Rückzug zu sein, Populismus auf dem Vormarsch. Umso schwieriger wird es, Prognosen für die politischen Fragen der nächsten Jahre zu erstellen. Unsicherheit aber ist Gift für die Wirtschaft. Zwar sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen derzeit so gut wie selten zuvor, die Volatilität am Aktienmarkt hat aber deutlich zugenommen Zusätzlich belastet wird der Aktienmarkt durch die allgemeine Skepsis, ob es auch in Zukunft immer nur besser werden kann. Nach der weltweiten wirtschaftlichen Rezession in 2009 ging es, getrieben durch die Politik des billigen Geldes und die niedrigen Rohstoffpreise, mit allenfalls kurzfristigen Rückschlägen tatsächlich immer nur aufwärts. Was aber geschieht, wenn sich die Rahmenbedingungen nicht immer noch weiter verbessern, wenn vielleicht sogar die Interventionen der Zentralbanken zurückgefahren werden? Ist der Aufschwung dann selbsttragend oder blicken viele Gesellschaften und viele Staaten dann in einen schwarzen Abgrund, und wer wird alles mitgerissen? Bedarf es eines großen Schocks, um die Weltwirtschaft zum Schwanken zu bewegen, oder reichen schon ein paar enttäuschte Erwartungen aus? Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft war Anfang 2018 jedenfalls noch sehr gut, wenn auch mit leicht sinkender Tendenz. Sieht man Aktienindices aber auch als Instrument zur Prognose der mittelfristigen Entwicklung, hat sich zumindest das Risiko eines Rückschlags jedoch deutlich erhöht. Der IAM wird sich nach unserer Einschätzung die nächsten Jahre weitgehend stabil aber ohne großes Wachstum entwickeln. Unterstützung findet unsere Branche durch den weiter wachsenden Fuhrpark und das zunehmende Alter der Fahrzeuge. Wurde vor wenigen Jahren noch das Ende des Autos als Individualfahrzeug verkündet, die Zukunft sollte dem Car Sharing gehören, beweist die aktuelle Entwicklung das Gegenteil. Nie war die Fahrzeugdichte in Deutschland höher als heute. Die bessere Haltbarkeit der Fahrzeuge und lange Wartungsintervalle bremsen hingegen das Wachstum. Durch die zunehmende Komplexität der Fahrzeuge, durch Designschutz und durch die restriktive Weitergabe von Fahrzeugdaten versuchen die Automobilproduzenten, den IAM zugunsten der markengebundenen Werkstätten zurückzudrängen. Letztlich ist hier auch die Politik gefordert, bestehende Handelshindernisse abzubauen und durch die Verpflichtung zu Datenweitergabe an den IAM den Wettbewerb der Systeme zu fördern und den monopolistischen Tendenzen der Fahrzeughersteller entgegenzuwirken. Die Elektromobilität wird die nächsten 10 Jahre noch keinen wesentlichen Einfluss auf unser Geschäftsmodell haben. Zu groß ist der Fuhrpark, zu lange die Lebensdauer der Fahrzeuge. Zudem sind vor einer Massenproduktion der elektrisch betriebenen Fahrzeuge noch zahlreiche Fragen zu klären: Reichweite, Ladestationen, seltene Erden, Entsorgungskosten. Massentauglich ist das Elektroauto heute noch nicht. Auf einem stabilen Markt wird PV weiter wachsen. Die Sortimentsbreite und die Sofortverfügbarkeit stellen einen Wettbewerbsvorteil dar, den viele Wettbewerber nicht kopieren können. Hinzu kommt eine neue Eigenmarke mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Für 2018 erwarten wir Umsatzerlöse von 381 Mio. EUR und ein EBITDA von 13 Mio. EUR. Im Herbst 2018 stehen die Kreditlinien zur Neuverhandlung an. Bei weiter planmäßiger Entwicklung der Liquidität können diese aber auch durch Eigenmittel aus dem Konzern abgelöst werden. Einen nicht unerheblichen Einfluss kann der anstehende Gesellschafterwechsel auf unser Unternehmen haben. Derzeit ist aber noch nicht absehbar, ob es, wie angestrebt, tatsächlich zu einem Closing in Q2 kommen wird. Zwar ist das Geschäftsjahr gut angelaufen und die Stimmung der Belegschaft ist gelassen, wichtige strategische Entscheidungen können aber ohne den neuen Investor nicht sinnvoll getroffen werden. Neben dem weiteren Ausbau der Logistik zählt hierzu insbesondere auch die Weiterentwicklung der IT-Landschaft. Zusätzliche Ertragspotenziale sollen durch die Bündelung von Einkaufsvolumina erzielt werden. Der dazu notwendige Austausch von Daten und die gemeinsamen Verhandlungen mit den Lieferanten sind aber erst nach der Freigabe durch die Kartellbehörden und das zeitnahe Closing möglich. Nicht ausgeschlossen werden kann darüber hinaus, dass das europäische Kartellamt Auflagen erteilt, die beispielsweise in der Veräußerung von Unternehmensteilen bestehen können. Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage lassen sich naturgemäß erst nach deren Festlegung abschätzen. Basierend auf den obigen Prämissen erwarten wir für 2018 ein positives Jahresergebnis. Auch für die Jahre 2019 ff. sehen wir optimistisch in die Zukunft. Ohne Synergien mit unserem künftigen Gesellschafter planen wir in 2019 Umsatzerlöse von 390 Mio. EUR und ein EBITDA von 16 Mio. EUR. 9. Zusammenfassende Beurteilung Der vorgelegte Lagebericht, ergänzt um den Abschluss der PV Automotive GmbH, vermittelt ein zutreffendes Bild von der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.
Duisburg, den 23. April 2018 Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2017AKTIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Anhang für das Geschäftsjahr 2017Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum JahresabschlussZum 31. Dezember 2017 erfüllt die Gesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB die Merkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde unter Beachtung der für große, nicht kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften sowie der einschlägigen Vorschriften des Gesetzes für Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. Die PV Automotive GmbH hat ihren Sitz in Duisburg und wird beim Amtsgericht Duisburg unter HRB 6256 geführt. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und überwiegend über drei bis zehn Jahre linear abgeschrieben. Das Markenrecht an der in 2010 neu erworbenen Wort- und Bild-Marke "pitstop" unterliegt keiner Abnutzung und wird bei Anzeichen einer dauernden Wertminderung abgeschrieben. Die erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte werden über einen Zeitraum von fünf Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibung nach der linearen Methode, angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden entsprechend den jeweiligen steuerlichen Vorschriften behandelt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen. Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert, Ausleihungen grundsätzlich mit Nennwerten oder mit dem niedrigeren Barwert des Bilanzstichtages angesetzt. Die Vorräte werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Be-wertungsvereinfachungsverfahren angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet. Dem allgemeinen Lagerhaltungsrisiko, insbesondere dem der Ungängigkeit, wird bei der Vorratsbewertung durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Ausfallrisiken werden durch Wertberichtigungen angemessen berücksichtigt. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gebildet für Auszahlungen im Berichtsjahr oder früher, die Aufwand einer späteren Periode darstellen. Es bestehen für die PV Automotive GmbH und ihre Organgesellschaften von den Handelsbilanzen abweichende Steuerbilanzen. Aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft der PV Automotive GmbH zu ihren Organtochtergesellschaften sind die latenten Steuern der Organgesellschaften auch in der Bilanz des Organträgers PV Automotive GmbH aktiviert worden. Die einzelnen Abweichungen führen sowohl zu aktiven als auch zu passiven Unterschiedsbeträgen; saldiert betrachtet ergibt sich für die PV Automotive GmbH und ihre Organgesellschaften ein Aktivüberhang latenter Steuern in Höhe von 764 TEUR (Ausschüttungssperre). Die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung sind mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz (32,00 %) im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Pensionsverpflichtungen wurden nach der Projected-Unit-Credit-Methode mit einem Rechnungszinssatz im 10-Jahresdurchschnitt von 3,68 % (Vj. 4,01 %) bewertet. Der Bewertung liegen die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Der Rententrend beträgt wie im Vorjahr 0,00 %. Es wird von der im HGB vorgesehenen Vereinfachungsregel Gebrauch gemacht und einheitlich der Rechnungszins mit einer pauschalen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren verwendet. Der Bewertungsgewinn aus der Umstellung des Durchschnittszinssatzes in Höhe von 205 TEUR ist ausschüttungsgesperrt. Jedoch liegt nach § 253 Abs. 6 HGB keine Ausschüttungssperre vor. In dem Zinsaufwand sind Zinserträge (1 TEUR) verrechnet, welche im Rahmen der Saldierung von Pensionsrückstellungen mit dem Deckungskapital entstanden sind. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Langfristige Rückstellungen werden mit einem laufzeitangepassten Zinssatz diskontiert, zu erwartende wesentliche Preissteigerungen werden berücksichtigt. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Transaktionen in fremder Währung werden zum Kurs am Tage des jeweiligen Geschäftsvorfalls eingebucht. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlageposten mit ihren historischen Anschaffungskosten und den kumulierten Abschreibungen ist im Anlagengitter dargestellt. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 31. Dezember 2017 wurden weitere Anteile in Höhe von 40,00 % an der PV: Bauer GmbH, Dormagen erworben. Zum 31. Dezember 2017 beträgt der Anteil am Kapital 100,00 % (Vj. 60,00 %). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 782 TEUR (Vj. 975 TEUR) enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Beträge in Höhe von 165 TEUR (Vj. 343 TEUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten sind in Höhe von 2.166 TEUR (Vj. 2.552 TEUR) an ein Factoringinstitut verpfändet. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Der sonstige Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Provisionen, die im Rahmen des Konsortialdarlehensvertrages über 80.000 TEUR vom 19. September 2014 gezahlt wurden und über die Laufzeit abgegrenzt werden. Aktive latente Steuern
Gezeichnetes Kapital
Bilanzgewinn
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Beträge für
Verbindlichkeiten
Für die Darlehen in Höhe von 38.528 TEUR (Vj. 44.004 TEUR) besteht eine gesamtschuldnerische Haftung für PV Automotive GmbH durch PV Technik GmbH, Annex-Technik GmbH, Lubus GmbH, Autoteileland AL GmbH und BRUNN GmbH. Diese sind durch Sicherungsübereignung der Warenbestände der PV Automotive GmbH, PV Technik GmbH, Annex-Technik GmbH und BRUNN GmbH besichert. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 16.593 TEUR (Vj. 13.284 TEUR) enthalten. Derivative Finanzinstrumente Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Schwankungen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen, Zinssätzen und Marktpreisen zurückgehen. Zur Absicherung von Zahlungsstromschwankungen aus variablem Zinsänderungsrisiko werden Zinsswaps (zinsbezogene Geschäfte) eingesetzt. Grundsätzlich werden die Merkmale der Sicherungsgeschäfte deckungsgleich zu den originären Finanzgeschäften ausgebildet. Zinsswaps wurden zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus aufgenommenen Darlehen abgeschlossen. Durch die Zinsswaps wird die variable Verzinsung in eine Festverzinsung getauscht. Sie stehen in einer Sicherungsbeziehung (Mikro-Hedges) zu den bilanzierten Darlehen. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird laufend mittels der Short-Cut-Methode überprüft. Da für die derivativen Finanzinstrumente kein öffentlicher Markt besteht, erfolgen die Angaben der Marktwerte aufgrund der von den beteiligten Kreditinstituten mitgeteilten Beträge, zu denen eine Aufhebung der Vertragseinheiten möglich wäre (buy-out-calculation). Am Bilanzstichtag sind keine derivativen Finanzinstrumente vorhanden. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Am Abschlussstichtag bestehen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von 2.200 TEUR (Vj. 2.500 TEUR) und Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von 3.883 TEUR (Vj. 3.955 TEUR). Für die Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen besteht eine gesamtschuldnerische Haftung für PV Automotive GmbH durch PV Technik GmbH, Annex-Technik GmbH, Lubus GmbH, Autoteileland AL GmbH und BRUNN GmbH, welche durch Sicherungsübereignung der Warenbestände der PV Automotive GmbH, PV Technik GmbH, Annex-Technik GmbH und BRUNN GmbH besichert sind. Die Gesellschaft geht Haftungsverhältnisse nur nach Abwägung aller Risiken und nur im Zusammenhang mit der eigenen Geschäftstätigkeit ein. Bis zum Aufstellungszeitpunkt liegen der Gesellschaft keine Erkenntnisse über Haftungsinanspruchnahmen vor. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als nicht wahrscheinlich eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen resultieren zukünftige Verpflichtungen (gerechnet über die Restlaufzeit der jeweiligen Miet- und Pachtverträge) in Höhe von 32.218 TEUR (Vj. 43.484 TEUR). Außerbilanzielle Geschäfte Die PV Automotive GmbH verkauft Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wege des echten Factorings an ein Factoringinstitut. Das Delkredere-Risiko obliegt dem Factoringinstitut. Der Forderungsverkauf wird den Kunden nicht angezeigt (stilles Factoring). Neben der Factoringgebühr stellt das Factoringinstitut Zinsen auf Basis des 3 Monats-EURIBOR zuzüglich eines festen Zinsaufschlages in Rechnung. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungSonstige betriebliche Erträge Dieser Posten enthält Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (328 TEUR, Vj. 238 TEUR), Erstattung aus Schadensfällen (271 TEUR, Vj. 362 TEUR), Erträge aus Inkasso (133 TEUR, Vj. 168 TEUR), Erträge aus Wertberichtigungen (29 TEUR, Vj. 223 TEUR) und Erträge aus dem Abgang des Anlagevermögens (25 TEUR, Vj. 2 TEUR). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Auf die Aufzinsung von Pensionsrückstellungen entfallen 101 TEUR (Vj. 109 TEUR). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Auf Latente Steuern entfällt ein Aufwand von 747 TEUR (Vj. 506 TEUR). Sonstige AngabenAufstellung Anteilsbesitz i. S. v. § 285 Nr. 11, 11a HGB
*) Zur PV Automotive GmbH besteht ein
Gewinnabführungsvertrag.
Geschäftsführung
Gesellschafterausschuss
Zahl der durchschnittlich im Geschäftsjahr 2017 beschäftigten Arbeitnehmer
In der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl sind die Auszubildenden (106) und die Angestellten in Altersteilzeit (1) nicht berücksichtigt. Bezüge der Geschäftsführung Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2017 betragen 1.037 TEUR. Konzernzugehörigkeit Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 wird die PV-Gruppe in den Konzernabschluss der mittelbaren Mehrheitsgesellschafterin STAHLGRUBER Otto Gruber AG, Poing, einbezogen. Da die PV Automotive GmbH als oberstes Mutterunternehmen der PV-Gruppe zugleich Tochterunternehmen der STAHLGRUBER Otto Gruber AG, Poing, ist, braucht sie entsprechend § 291 Abs. 1 HGB einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht nicht aufzustellen, wenn ein Konzernabschluss entsprechend den Anforderungen des § 291 Abs. 2 HGB erstellt wird. Demnach besteht grundsätzlich keine Verpflichtung zur Aufstellung eines Teilkonzernabschlusses. Die Aufstellung und Offenlegung des Teilkonzernabschlusses erfolgt daher freiwillig. Der Konzernabschluss der PV Automotive GmbH ist nach seiner Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger abrufbar. Honorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da die erforderlichen Angaben in dem die Gesellschaft einbeziehenden Konzernabschluss der PV Automotive GmbH, Duisburg, enthalten sein werden. Angabe zum Organkreis Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen bestehen zur PV Technik GmbH, Essen, Annex-Technik GmbH, Bielefeld, BRUNN GmbH, Essen, sowie der Lubus GmbH, Essen, und der Autoteileland AL GmbH, Essen, umsatzsteuerliche, gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaften, mit der PV Automotive GmbH als Organträgerin. Nachtragsbericht Am 16. Februar 2018 wurde ein Verschmelzungsvertrag zwischen der PV Automotive GmbH und der PV: Bauer GmbH geschlossen. Die PV: Bauer GmbH soll rückwirkend zum 1. Januar 2018 auf die PV Automotive GmbH verschmolzen werden. Die STAHLGRUBER Otto Gruber AG hat sich für einen Verkauf der STAHLGRUBER GmbH an die LKQ Corporation, inklusive aller nationalen und internationalen Tochterunternehmen, zu denen auch die PV-Gruppe gehört, entschieden. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Behörden. Mit dem Verkauf soll sichergestellt werden, dass die STAHLGRUBER GmbH im Lichte der fortschreitenden europäischen Konsolidierung des Autoteile-Großhandels auch weiterhin erfolgreich und strategisch positioniert bleibt. Durch den Zusammenschluss mit LKQ Corporation kann die STAHLGRUBER GmbH die herausragende Marktposition im europäischen Kfz-Teilemarkt halten und weiter ausbauen. Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die in einem Nachtragsbericht zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet. Jahresergebnisbeschluss Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2017 auf neue Rechnung vorzutragen.
Duisburg, den 23. April 2018 Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der PV Automotive GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Duisburg, den 23. April 2018 PKF
FASSELT SCHLAGE
Dr. Kußmann, Wirtschaftsprüfer Müller-Kemler, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss der PV Automotive GmbH zum 31. Dezember 2017 ist am 12. Juni 2018 festgestellt worden. |
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