Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 460699
Eingetragen
11.5.1998
Branche
BeteiligungsgesellschaftenKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die unmittelbare oder mittelbare Tätigkeit auf dem Gebiet der Entwicklung, der Herstellung und des Vertriebs von Erzeugnissen und der Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere in folgenden Geschäftszweigen: -Relais -Stellantrieben -Elektromagneten -Elektronischen Komponenten und Geräten, sowie ähnlichen Produkten -Verwaltung und Entwicklung von Immobilien -Hotel und Gaststätten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Spreitzer
seit 20.11.2018
Vorstandsmitglied
Wolfgang Dr. Spreitzer
seit 20.10.2010
Vorstandsmitglied
Patrick Spreitzer
seit 20.10.2010
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gruner Aktiengesellschaft

Wehingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsfelder der Gruner AG sind die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Relais, elektromechanischen und elektronischen Komponenten und Geräten sowie ähnlichen Produkten. Neben Relais zählen insbesondere Stellantriebe und Magnete zu den Hauptproduktbereichen der Gesellschaft.

Relais, Stellantriebe und Magnete der Gruner AG werden seit vielen Jahren weltweit vertrieben und eingesetzt.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft

Die globale Wirtschaft hat sich 2023 nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit einem Wachstum von 3,2 Prozent angesichts diverser Belastungsfaktoren (u.a. Inflation und Kaufkraftschock, Ukraine- und Gaza-Krieg, hohes Zinsniveau) robust gezeigt. Der Zuwachs blieb allerdings hinter dem historischen Durchschnitt von 3,8 Prozent (2000-2019) zurück. Gerade die US- Wirtschaft hat sich mit einem BIP-Anstieg in Höhe von 2,5 Prozent 2023 positiver entwickelt, als zu Jahresbeginn von vielen Ökonomen erwartet worden war. Die "sanfte Landung" - also das Verhindern einer Rezession trotz wirksamer geldpolitischer Inflationsbekämpfung - scheint in den USA zu gelingen. Demgegenüber fiel das Wirtschaftswachstum innerhalb der Eurozone 2023 gedämpft aus (+0,4%). Die chinesische Wirtschaft wuchs lauf IWF im vergangenen Jahr um 5,2 Prozent. Die dortigen Probleme (Immobiliensektor, Konsumschwäche, Demografie u.a.) dürften die chinesischen Wachstumsaussichten jedoch nicht nur kurzfristig verschlechtern.

Die robuste Entwicklung der Weltwirtschaft bei weiter zurückgehender Inflation werde sich dem IWF zufolge auch 2024 fortsetzen. So prognostiziert der Währungsfonds für das globale Wachstum im aktuellen Jahr erneut ein Plus von 3,2 Prozent. Dabei geht der IWF davon aus, dass eine Rezession in den USA weiterhin ausbleibt (stattdessen +2,7%). Die Eurozone sollte mit einem BIP-Wachstum in Höhe von 0,8 Prozent nach wie vor nur verhalten zulegen können. In China würde der BIP-Anstieg im Jahr 2024 laut Vorhersage mit 4,6 Prozent unterhalb von fünf Prozent liegen.

Deutsche Wirtschaft

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im vergangenen Jahr um 0,2 Prozent zurückgegangen. Unter den zehn größten Volkswirtschaften weltweit war Deutschland damit die einzige, deren Wirtschaft im letzten Jahr real geschrumpft ist. Ursächlich für die schwache Entwicklung 2023 waren in erster Linie gestiegene Lebenshaltungs- bzw. noch hohe Energiekosten - auch wenn sich die Preisdynamik im Jahresverlauf abschwächte - sowie das höhere Zinsniveau. So belasteten auf der Verwendungsseite insbesondere niedrigere private Konsumausgaben, die für gut die Hälfte des BIPs stehen, aber auch geringere Bauinvestitionen. Die reale Produktion im Verarbeitenden Gewerbe reduzierte sich im vergangenen Jahr um 1,0 Prozent. Beim Ausblick für 2024 wird für die deutsche Wirtschaft größtenteils nur mit verhaltenen BIP-Zuwachsraten gerechnet. Beispielsweise prognostizierte der IWF für Deutschland hier zuletzt einen Anstieg von 0,2 Prozent.

Deutsche Elektro- und Digitalindustrie

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat im Gesamtjahr 2023 - trotz nachlassender Dynamik im zweiten Halbjahr - erneut ein Umsatzwachstum erzielt. Unterm Strich stand für 2023 ein Branchenumsatz von 237,9 Milliarden Euro zu Buche, was einem Plus von 6,0 Prozent gegenüber 2022 entspricht. Die reale Produktion - also ohne Preiseffekte - stagnierte zwar im letzten Jahr (+0,1%), die Branche bleibt aber die einzige große Industriebranche in Deutschland, deren Produktionstätigkeit heute wieder über dem Vor-Corona-Niveau liegt. Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie lieferte im vergangenen Jahr Waren im Wert von 253,8 Milliarden Euro (+2,7%) ins Ausland. Wie schon in den letzten Jahren war China, in das Exporte in Höhe von 25,6 Milliarden Euro gingen, das größte Einzelabnehmerland, wenngleich hier das Vorjahresniveau um 3,5 Prozent verfehlt wurde. Die Ausfuhren in die USA erhöhten sich 2023 um 5,4 Prozent auf 24,9 Milliarden Euro, jene in die Eurozone legten um 5,6 Prozent auf 86,3 Milliarden Euro zu. Ende 2023 beschäftigte die deutsche Elektroindustrie insgesamt 908.000 Menschen. Das waren nicht nur 1,1% Prozent bzw. 10.000 Personen mehr als ein Jahr zuvor, sondern auch so viele wie seit Ende 1995 nicht mehr.

Im Rahmen seiner aktuellen Prognose rechnet der ZVEI für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie mit einem Rückgang der realen Produktion um zwei Prozent im aktuellen Jahr. Eine insgesamt schwache Industriekonjunktur in Deutschland, die nachlassende eigene Produktionstätigkeit im zweiten Halbjahr 2023 und rückläufige Auftragseingänge (-1,7% im Jahr 2023) lasten auf dem Ausblick. Dabei dürfte es sich angesichts der weiterhin intakten Megatrends hin zu mehr Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung aber eher um eine konjunkturelle Wachstumsdelle handeln.

2. Geschäftsverlauf

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Umsätze der Gruner AG wurden wie in den Vorjahren im Wesentlichen aus dem Verkauf von Relais, Stellantrieben und Magneten erzielt. Die Umsatzerlöse und die Gesamtleistung (Umsatzerlöse plus/minus Bestandsveränderungen plus andere aktivierte Eigenleistungen) im Kalenderjahr 2023 liegen mit 92,2 Mio € (Vorjahr 112,8 Mio. €) bzw. 90,3 Mio € (Vorjahr 112,6 Mio. €) deutlich unter dem Vorjahr.

Die fakturierten Produkte und Leistungen der Gruner AG haben sich gegenüber dem Vorjahr spürbar unter den Erwartungen entwickelt. Die Umsatzerlöse liegen mit 92,2 Mio. um € 18,3 % bzw. 20,6 Mio. € unter den Vorjahresumsätzen.

Der Umsatzrückgang 2023 gliedert sich auf die Bereiche Relais (-19,4 Mio. €) und Stellantriebe (-0,6 Mio. €). Die sonstigen Erlöse (insbesondere Kundenwerkzeuge, Reparaturen, Handelswaren und Lizenzzahlungen) haben sich im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls vermindert (-2,0 Mio. €). Die Umsatzentwicklung im Geschäftsbereich Relais blieb hinter den Erwartungen zurück. Der bereits in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2023 einsetzende negative Trend setzte sich auch im Rest des Jahres 2023 fort. Die hier erzielten Umsätze sind um 25,8 % gesunken. Ursächlich für diese Entwicklung sind im Wesentlichen Nachfragerückgänge im Bereich Automobil und Nachfragerückgänge bei mehreren Großkunden aus dem industriellen Bereich aufgrund fehlender Elektronikkomponenten.

Die Tochtergesellschaft in Indien verzeichnete auch im Jahr 2023 eine niedrige Auslastung. Nach einem kurzen Aufwärtstrend Ende 2023 / Anfang 2024 setzt sich dieser Trend auch in 2024 fort.

Im Bereich der Stellantriebe sind die Umsatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 % gesunken. Diese Entwicklung ist auf die sich abkühlende Baukonjunktur zurückzuführen. Dennoch konnten die erreichten Wachstumszahlen aus 2022 auf Grund der konsequenten Marktdurchdringung im Segment der Volumenstromregler (VAV) und Brandschutzantrieben (F&S) gehalten werden.

Die Umsätze im Bereich Magnete (9,1 Mio. €) sind gegenüber dem Vorjahr (8,0 Mio. €) um 13,8 % gestiegen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beläuft sich auf 171 TEUR (Vorjahr: 4,8 Mio. €). Insgesamt erzielte die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 26 TEUR (Vorjahr: Jahresüberschuss von 2,7 Mio. €).

Investitionen

Neuinvestitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden bei der Gruner AG im Jahr 2023 in Höhe von 4,1 Mio. € (Vorjahr: 6,5 Mio. €) getätigt. Die Investitionen betreffen hauptsächlich den Logistikneubau in Wehingen und neue Produkte, sowie technische Anlagen und Maschinen. Es handelt sich bei letzterem überwiegend um Ersatzinvestitionen und Modernisierungsmaßnahmen, sowie Produktionsmittel für neue Produkte.

Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben

Die getätigten Investitionen wurden im Wesentlichen durch mittel- und langfristige Bankkredite finanziert.

Personal- und Sozialbereich

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 403 (Vorjahr: 398) Personen (einschl. Auszubildende) beschäftigt.

3. Lage des Unternehmens

Ertragslage

Die Gesamtleistung der Gruner AG hat sich gegenüber 2022 um 19,8 % bzw. 22,3 Mio. € auf 90,3 Mio. € vermindert. Ursächlich für diese Entwicklung waren im Wesentlichen Nachfragerückgänge im Bereich Automobil sowie bei einigen unserer Großkunden. Diese Nachfragerückgänge sind auf die gestörten Lieferketten zurückzuführen, was eine schleppende Erholung der Wirtschaft mit sich bringt.

Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge ist in erster Linie auf höhere (periodenfremde) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Einzelgewährleistungs- und Schadensfälle sowie der Auflösung von Pensionsrückstellungen zurückzuführen.

Der Materialaufwand ist um 14,1 Mio. € bzw. 20 % gesunken. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung hat sich mit 62,1 % (Vorjahr: 62,3 %) nur unwesentlich verändert. Ursächlich für diese Entwicklung sind die anhaltend hohe Preise bei Vormaterialien, welche nicht unmittelbar an die Kunden durchgereicht werden konnten.

Das Rohergebnis des Geschäftsjahres 2023 liegt mit 37,5 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (44,9 Mio. €).

Die Aufwendungen für Personal haben sich um 0,5 Mio. € vermindert. Der Personalstand (inkl. der Auszubildenden) im Geschäftsjahr betrug durchschnittlich 403 (Vorjahr: 398) Mitarbeiter. Zum Ende des Jahres wurden 369 (Vorjahr: 397) Mitarbeiter beschäftigt.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 2,2 Mio. € gesunken. Es waren insbesondere niedrigere Aufwendungen für Risikovorsorgen für Einzelgewährleistungs- und Schadensfälle ursächlich für die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Das Finanzergebnis liegt mit -0,3 Mio. € leicht unter Vorjahresniveau (-0,4 Mio. €).

Insgesamt wird ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von -80 T€ (Vorjahr: 4,4 Mio. €) ausgewiesen. Nach Abzug aller Steuern wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresfehlbetrag von -26 T€ (Vorjahr: Jahresüberschuss 2,7 Mio. €) erzielt.

Vermögenslage

Die Bilanz weist zum Stichtag 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von 48,4 Mio. € (Vorjahr: 48,4 Mio. €) aus. Im Geschäftsjahr 2023 wurde die defensive Ausschüttungspolitik der Vorjahre fortgesetzt. Durch eine verminderte Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr konnte die Eigenkapitalquote von 51,1 % auf 54,0 % erhöht werden.

Langfristiges Vermögen ist durch Eigenkapital und langfristige Finanzierungsmittel gedeckt. Auf das Sachanlagevermögen entfallen insgesamt 21,6 Mio. € (Vorjahr: 20,6 Mio. €). Dies entspricht 24,1 % der Bilanzsumme (Vorjahr: 21,7 %). Der wesentliche Teil des Sachanlagevermögens entfällt mit 8,7 Mio. € (Vorjahr: 9,1 Mio. €) auf Grundstücke und Gebäude.

Die Finanzanlagen belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf 21,6 Mio. € (Vorjahr: 19,1 Mio. €). Wesentliche Zugänge betreffen die Ausreichung eines Darlehens an die Gruner India in Höhe von 3,0 Mio. € zum Zweck der Finanzierung lokaler Investitionen in das Sachanlagevermögen.

Das Vorratsvermögen nahm gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Mio. € ab. Die Vorräte machen 26,1 % (im Vorjahr: 31,9 %) der Bilanzsumme aus.

Finanzlage

Ziel unseres Finanzmanagements ist es, Forderungen jedweder Art innerhalb der gewährten Zahlungsziele zu vereinnahmen und Verbindlichkeiten aus den laufenden Geschäftsvorfällen innerhalb der gesetzten Zahlungsfristen unter Ausnutzung von eingeräumten Skontierungsmöglichkeiten zu begleichen.

Das wichtigste Ziel unseres Finanzmanagements lautet Absicherung der Liquidität. Zum Stichtag betragen die liquiden Mittel 2,4 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €).

Im Geschäftsjahr wurde ein verkürzter Cash Flow aus operativer Tätigkeit (Jahresergebnis plus Abschreibungen plus/minus Veränderung der Rückstellungen) in Höhe von 285,0 T€ (Vorjahr: 6,0 Mio. €) erzielt. Ursächlich für den Rückgang ist insbesondere der deutliche Rückgang des Jahresergebnisses gegenüber dem Vorjahr. Demgegenüber ergaben sich positive Liquiditätseffekte aus dem Abbau des Vorratsbestands.

Die Bankverbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. € angestiegen. Mittel- und langfristige Bankverbindlichkeiten (Restlaufzeit > 1 Jahr) sind dabei leicht gesunken, im kurzfristigen Bereich haben sich die Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten insgesamt um 2,0 Mio. € erhöht.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen leicht über Vorjahresniveau und belaufen sich auf 3,4 % der Bilanzsumme. Sie werden pünktlich unter Ausnutzung von Skontierungsvereinbarungen ausgeglichen.

Die Liquiditätslage im Geschäftsjahr 2023 war wesentlich gekennzeichnet durch vergleichsweise hohe Mittelbindungen im kurzfristigen Vermögensbereich (Vorratsbestände, Forderungen aus Lieferungen). Investitionen in das Finanz- und Sachanlagevermögen (7,6 Mio. €) wurden demzufolge überwiegend durch mittel- und langfristige Bankkredite finanziert. Unter Beachtung der o.g. Effekte kann die Liquiditätslage der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr dennoch als zufriedenstellend beurteilt werden.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gruner AG verwendet zur internen Steuerung verschiedene finanzielle Kennzahlen, die monatlich ermittelt und analysiert werden. Hierzu zählen neben den für uns bedeutsamsten Kennzahlen Umsatzerlöse und dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auch EBIT-Marge, Umsatzrendite, Material- und Personalintensität sowie Cashflow-Kennzahlen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse von 92,2 Mio. € (Vorjahr: 112,8 Mio. €) und ein EBIT (earnings before interest and tax) von 171 T€ (Vorjahr: 4,8 Mio. €) erzielt.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Neben der Überwachung von finanziellen Indikatoren werden von der Gruner AG insbesondere auch die Kundenzufriedenheit, Arbeitnehmerbelange und Umweltthemen anhand spezieller Indizes fortlaufend kontrolliert. Die Zufriedenheit der Kunden wird z.B. anhand von Reklamationsquoten und der Termin- bzw. Mengentreue ermittelt. Darüber hinaus fließen die Bewertungen unserer Kunden mit ein.

Die Mitarbeiterbefindlichkeiten werden mit Hilfe des Krankenstands und der Fluktuation analysiert. Das Gesundheitsmanagementsystem dient dem Ziel, die Krankheitsquote weiter zu reduzieren.

Die Zufriedenheit der Kunden und die der Mitarbeiter sind für die Gruner AG wesentliche Voraussetzungen für kontinuierlichen Unternehmenserfolg.

Die Umweltthemen werden konsequent bearbeitet und deren Erfolge im Umweltbericht auf der Webseite der Gruner AG veröffentlicht. Ein jährliches Audit gewährleistet ein funktionierendes System zur Verbesserung der Umweltleistung der Gesellschaft.

Gesamtaussage

Insgesamt kann die wirtschaftliche Lage des Unternehmens vor dem Hintergrund der äußerst schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und ihren Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf im abgelaufenen Geschäftsjahr noch als zufriedenstellend beurteilt werden.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Die Weichen für die deutsche Konjunktur sind tendenziell auf Erholung gestellt. Die Stimmung unter den Unternehmen hat sich seit Jahresbeginn aufgehellt. Den ifo Konjunkturumfragen zufolge wird zwar die Lage von den meisten Unternehmen nach wie vor schlecht bewertet. Allerdings konnten in allen Wirtschaftsbereichen die Erwartungen im Hinblick auf die Entwicklung in den kommenden Monaten zulegen. Dazu dürften zum einen die allmähliche Verbesserung des Klimas auf den deutschen Absatzmärkten und die damit verbundene Hoffnung auf steigende Neuaufträge im Verarbeitenden Gewerbe beigetragen haben. Zum anderen haben die Energiekosten für Industrieunternehmen ihren Abwärtstrend fortgesetzt und mittlerweile den Stand des Jahres 2020 erreicht.

Alles in allem wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,4% und im kommenden Jahr um 1,5% zunehmen. Im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose vom Frühjahr 2024 wurde damit die Wachstumsrate für das laufende Jahr um 0,2 Prozentpunkte angehoben.

Im Euroraum belebte sich die Konjunktur im ersten Quartal merklich. Die Inflation ist in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen. Es ist zu erwarten, dass die Inflation bereits zu Jahresende 2024 unter 2% sinkt. Im Durchschnitt des laufenden Jahres dürfte sie dann bei 2,3% liegen und im Jahresdurchschnitt 2025 weiter auf 1,6% zurückgehen. Im Sommerhalbjahr dürfte sich die Konjunktur merklich beschleunigen. Dazu trägt einerseits bei, dass die Realeinkommen weiter zunehmen. Die Lockerung der Geldpolitik und das Anziehen des Welthandels wird aber ebenso die Nachfrage stützen, wenngleich die Dynamik der Export- und Investitionsnachfrage wohl erst gegen Jahresende an Schwung gewinnt. Alles in allem wird die gesamtwirtschaftliche Produktion im Euroraum im Jahr 2024 nur um knapp 1% zulegen. Im Jahr 2025 dürfte sich die anziehende Konjunkturdynamik dann in einem Zuwachs von knapp 2% niederschlagen.

Alles in allem dürfte die gesamtwirtschaftliche Produktion der Welt in den Jahren 2024 und 2025 um jeweils 2,5% zulegen. Der Welthandel, der im Vorjahr zurückgegangen war, dürfte im laufenden Jahr um etwa 1,5% und im kommenden Jahr um knapp 3% steigen.

Die eher wieder positiven gesamtwirtschaftlichen Prognosen treffen demgegenüber auf die Erwartungen in den Hauptabnehmerbranchen der Gruner AG nicht zu. Die Produktionszahlen in der PKW-Industrie sind im ersten Halbjahr 2024 nochmals unter dem Niveau des Vorjahres geblieben. Die Nachfrage nach E-Fahrzeugen verlief in der letzten Zeit schwächer als erwartet; insgesamt bleibt die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen speziell in Deutschland nach wie vor schwach. Insgesamt wird für das Jahr 2024 weiterhin mit einer Stagnation bei den Absatzzahlen gerechnet (VDA, Pressemitteilung vom 3. Juli 2024).

Gleichermaßen fällt It. Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) die Konjunkturprognose für das Bauhauptgewerbe 2024 negativ aus. Der HDB rechnet für das aktuelle Jahr 2024 mit einem weiteren Rückgang um 4,0% (HDB, Pressemitteilung vom 25. Juni 2024).

Die letztgenannten Rahmenbedingungen haben sich auch in dem Geschäftsverlauf in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2024 niedergeschlagen. Umsatz und Ergebnis bewegen sich unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Wir gehen davon aus, dass sich die Gruner AG den Folgen der o.g. branchenkonjunkturellen Entwicklungen auch im Geschäftsjahr 2024 nicht wird entziehen können. Auf Basis, der uns aktuell zur Verfügung stehenden Informationen gehen wir davon aus, dass sowohl der Umsatz als auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) deutlich unterhalb des Vorjahresniveaus liegen werden.

Investitionen (einschl. Leasing) planen wir in Höhe von rd. 4,2 Mio. € hauptsächlich für die Entwicklung neuer Produkte, teilweise für die Erweiterung und Ersatz des Maschinenparks, sowie in geringem Umfang für die Fertigstellung der baulichen Erweiterungen in Wehingen.

Risikobericht

Als Hersteller von elektronischen und elektromechanischen Komponenten unterliegt die Gruner AG den spezifischen Risiken dieser Branche. Diese bestehen insbesondere in der Gefahr von Kopien oder Nachbauten unserer Produkte durch asiatische Hersteller und dem Preisdruck, der durch die Absatzpreise asiatischer Wettbewerber am Markt entsteht, aber auch in den kaufmännischen Besonderheiten der ausländischen Märkte sowie den jeweiligen wirtschaftlichen und politischen Länderrisiken. Außerdem unterliegt die Gruner AG als Zulieferunternehmen der Automobilbranche den branchenimmanent höheren Risiken aus Produkthaftungs-, Gewährleistungs- und Rückrufansprüchen. Zur frühzeitigen Erkennung von strategischen Risiken werden alle verfügbaren internen und externen Informationsquellen ausgewertet. Die Ergebnisse werden regelmäßig im Vorstand und Aufsichtsrat erörtert.

Im Relaisbereich hat sich an dem hohen Preisdruck durch Wettbewerber aus China nichts geändert und auch für die Zukunft wird dieser bestehen bleiben. Durch eine konstant hohe Qualität unserer Produkte, intensive Kundenpflege und produktbezogene Innovationen gehen wir dennoch davon aus, unsere Position halten und langfristig an dem weiterhin wachsenden Markt teilhaben zu können. Die Innovationen der Gruner AG werden so weit als möglich durch Patentrechte oder vergleichbare Rechte geschützt.

Im Geschäftsbereich Stellantriebe rechnen wir mit leichtem Wachstum bedingt durch Innovationen und Ausweitung unserer Marktanteile.

Im Geschäftsbereich Magnete rechnen wir mit einem leichten Wachstum.

Im Beschaffungsmarkt haben wir in der Regel mehrere Lieferanten sowohl für Einzelteile als auch für Rohstoffe. Risiken aus dem Ausfall eines Lieferanten werden so minimiert. Auf der Beschaffungsseite bestehen jedoch derzeit Risiken aus den nach wie vor bestehenden Störungen in den Lieferketten und Materialpreissteigerungen.

Zur Sicherung des Produktionsprozesses sind für unsere dafür zwingend erforderlichen Stanz- und Spritzwerkzeuge feuerfeste Lager eingerichtet.

Zur Absicherung gegen Liquiditätsrisiken wird ein rollierender Liquiditäts- und Finanzplan geführt. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute haben überwiegend mittel- bis langfristige Laufzeiten, so dass kein wesentliches Zinsänderungsrisiko besteht.

Darüber hinaus ist festzustellen, dass IT- und Cyberrisken in der jüngeren Vergangenheit spürbar zugenommen haben. Diesem Risiko begegnet die Gruner AG mit Kampagnen zur Bewusstseinsschärfung, sowie mit einer vertieften Partnerschaft mit externen Partnern.

Die Gruner AG ist weiterhin Beklagte in einem Verfahren auf vermeintlichen Schadenersatz in Höhe von rd. 9,5 Mio. €. Die Klägerin ist der Ansicht, dass ein von der Gruner AG geliefertes Produkt Mängel aufwies, die für Ausfälle ihrer eigenen Produkte und damit verbundener Kosten verantwortlich waren. Die behaupteten Ansprüche werden zum Teil durch eine Versicherung gedeckt. Die Gruner AG hat alle Ansprüche vollumfänglich zurückgewiesen. Wir gehen davon aus, dass der Mangel unzweifelhaft auf den Weiterverarbeitungsprozess bei der Klägerin zurückzuführen ist und die Klage abgewiesen wird. Die von den Parteien inzwischen jeweils in Auftrag gegebenen Gutachten kommen zu gegensätzlichen Ergebnissen. Unverändert zum Vorjahr ist mit einer längeren Verfahrensdauer zu rechnen. Der Ausgang des Rechtsstreits lässt sich weiterhin nicht eindeutig vorhersagen. Zur Abbildung des erwarteten Restrisikos wurde - wie bereits in den Vorjahren - eine Rückstellung gebildet.

Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Die bei der Gruner AG bestehenden Finanzinstrumente sind im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen, Liquide Mittel und Verbindlichkeiten. Die Gruner AG verfolgt eine konservative Risikopolitik.

Unsere Kunden sind ihren Zahlungsverpflichtungen in der Vergangenheit vereinbarungsgemäß nachgekommen. Bonitätsbedingte Zahlungsausfälle sind eine Ausnahme. Um Ausfallrisiken weiterhin gering zu halten, werden Neukunden auf Kreditwürdigkeit überprüft. In unsichere Länder wird entweder gegen Letter of Credit ("L/C") oder Vorauskasse geliefert. Eine Warenkreditversicherung besteht nicht. Verbleibende Ausfallrisiken bei Forderungen werden durch Wertberichtigungen bilanziell abgebildet.

Investitionen in die Produktionskapazitäten der Tochtergesellschaften wurde in den letzten Jahren im Wesentlich durch die Gruner AG (langfristig) finanziert. Die Investitionen führten zu einer Erhöhung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen und damit zu einer veränderten Risikoposition auf der Ebene des Mutterunternehmens. Wertminderungsrisiken bei Anteilen an verbundenen und Beteiligungsunternehmen sowie Ausleihungen an diese Unternehmen werden durch Ertragswertanalysen überwacht und ggf. durch Wertberichtigungen bilanziell abgebildet.

Chancenbericht

Neuentwicklungen in unseren drei Produktbereichen Relais, Stellantriebe und Magnete sowie die Weiterentwicklung unserer bestehenden Produktpalette sind die Basis für das angestrebte Wachstum in den kommenden Jahren. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit wird daher unvermindert fortgesetzt.

Wir erwarten auch in den kommenden Jahren weiteres Wachstum durch den anhaltenden Trend in der Elektromobilität, wo wir Produkte zum Einsatz in Hybridfahrzeugen und Elektrofahrzeugen, aber auch der Ladeinfrastruktur und Speicherlösungen anbieten können.

Für die Zukunft sehen wir einen steigenden Bedarf bei Klappenantrieben, um die steigenden Anforderungen an die Energieeffizienz in Gebäuden zu erfüllen. Durch die steigenden Energiekosten und die weiter anhaltende Debatte um Nachhaltigkeit und Umweltschutz sehen wir hier auch im Bereich bestehender Gebäude einen langfristig weiterhin wachsenden Markt.

Die Aufwendungen für F&E betragen ca. 10 % des Umsatzes. Beschäftigt werden in diesem Bereich ca. 75 Ingenieure, Techniker und Fachangestellte.

 

Wehingen, 7. Juli 2024

Gruner AG

vertreten durch

gez. Dr. Wolfgang Spreitzer

gez. Patrick Spreitzer

gez. Martin Spreitzer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 43.425.858,33 39.916.058,92
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 145.771,00 279.845,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 145.771,00 279.845,00
II. Sachanlagen 21.636.045,78 20.582.911,19
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.746.533,35 9.078.350,35
2. technische Anlagen und Maschinen 3.352.445,00 3.575.886,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.284.987,00 1.304.050,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.252.080,43 6.624.624,84
III. Finanzanlagen 21.644.041,55 19.053.302,73
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.760.248,22 3.760.248,22
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 17.183.043,33 14.642.304,51
3. Beteiligungen 350.750,00 300.750,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 350.000,00 350.000,00
B. Umlaufvermögen 46.018.688,08 54.686.755,19
I. Vorräte 23.394.270,40 30.198.027,82
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.520.378,38 19.728.872,47
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.755.609,92 3.143.776,19
3. fertige Erzeugnisse und Waren 5.374.577,49 7.420.936,73
4. geleistete Anzahlungen 381.294,60 690.244,75
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -637.589,99 -785.802,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 20.241.549,23 23.533.691,71
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.417.913,24 12.479.569,19
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.697.874,91 8.454.633,17
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 668.213,54 611.590,20
4. sonstige Vermögensgegenstände 1.457.547,54 1.987.899,15
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.382.868,45 955.035,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 261.687,60 129.759,07
Bilanzsumme, Summe Aktiva 89.706.234,01 94.732.573,18

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 48.401.786,48 48.427.916,05
I. gezeichnetes Kapital 1.800.000,00 1.800.000,00
II. Kapitalrücklage 1.041.146,77 1.041.146,77
III. Gewinnrücklagen 34.400.000,00 33.100.000,00
1. gesetzliche Rücklage 1.800.000,00 1.800.000,00
2. andere Gewinnrücklagen 32.600.000,00 31.300.000,00
IV. Bilanzgewinn 11.160.639,71 12.486.769,28
B. Rückstellungen 6.153.119,12 8.594.877,21
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 880.889,00 1.511.709,00
2. Steuerrückstellungen 27.394,05 44.300,00
3. sonstige Rückstellungen 5.244.836,07 7.038.868,21
C. Verbindlichkeiten 35.151.328,41 37.709.779,92
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 28.853.543,94 28.343.615,35
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.090.693,86 3.045.523,88
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.674.007,39 4.087.847,76
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein 0,00 58.997,49
Beteiligungsverhältnis besteht
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.533.083,22 2.173.795,44
Bilanzsumme, Summe Passiva 89.706.234,01 94.732.573,18

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 92.188.161,30 112.809.058,12
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.434.525,51 -1.021.926,37
3. andere aktivierte Eigenleistungen 591.476,98 838.765,30
4. sonstige betriebliche Erträge 3.210.538,64 2.484.174,84
5. Materialaufwand 56.077.000,34 70.207.929,23
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 38.125.956,85 47.174.725,30
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 17.951.043,49 23.033.203,93
6. Rohergebnis 37.478.651,07 44.902.142,66
7. Personalaufwand 24.315.258,69 24.842.618,30
a) Löhne und Gehälter 20.402.024,27 21.055.514,17
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.913.234,42 3.787.104,13
8. Abschreibungen 2.753.308,25 2.828.956,17
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.753.308,25 2.828.956,17
9. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.211.596,42 12.429.063,98
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 373.036,63 181.747,25
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 116.780,11 419,06
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 200.202,91
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 768.571,64 376.001,86
14. Steuern vom Einkommen und Ertrag -81.341,81 1.680.914,06
15. Ergebnis nach Steuern 1.074,62 2.726.551,69
16. sonstige Steuern 27.204,19 23.288,73
17. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -26.129,57 2.703.262,96

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
17. Jahresfehlbetrag (Vorjahr: Jahresüberschuss) -26.129,57 2.703.262,96
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 12.486.769,28 9.783.506,32
19. Einstellungen in Gewinnrücklagen 1.300.000,00 0,00
a) in andere Gewinnrücklagen 1.300.000,00 0,00
20. Bilanzgewinn 11.160.639,71 12.486.769,28

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Firmenname laut Registereintrag: Gruner AG
Firmensitz laut Registereintrag: Wehingen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stuttgart
Register-Nr.: 460699

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB auf.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Bilanz wird gemäß den Gliederungsvorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß den Gliederungsvorschriften des § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses sind die "Davon-Vermerke" im Anhang statt in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt.

Aus dem gleichen Grund werden Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten ebenfalls im Anhang gemacht.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Aktivseite

Anlagevermögen

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Die Nutzungsdauern betragen zwischen 2 und 50 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis Euro 800,00 wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für den niedrigeren Wertansatz werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Umlaufvermögen

In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Einstandspreisen am Jahresende bewertet. Auf nicht gängige Artikel wurden angemessene Abschläge vorgenommen.

Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB bewertet. Allgemeine Verwaltungskosten sind nicht in den Herstellungskosten enthalten. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, abgeschrieben.

Waren sind mit den Einstandspreisen unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt; soweit erforderlich wurden Einzelwertberichtigungen in Abzug gebracht. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Passivseite

Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem modifizierten Teilwertverfahren ermittelt. Die Rückstellungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,82%. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 5. Der Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Soweit Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen sind, werden diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Forderungen und Verbindlichkeiten werden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt die Fremdwährungsumrechnung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- bzw. Imparitätsprinzips.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergibt sich insgesamt eine nicht bilanzierte aktive latente Steuer.

IV. Einzelangaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist integraler Bestandteil des Anhangs; hierin sind auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres enthalten.

Anteilsbesitz

Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Gruner AG Anteile hält:

Stammkapital Anteil Ende Geschäftsjahr Eigenkapital E Ergebnis
Landeswährung % TEuro TEuro
Societe GRUNER SARL * (Sitz Tunis, Tunesien) TND 50.000 99 31.12.2023 644 -631
Gruner Serbian, d.o.o. (Sitz Vlasotince, Serbien) RSD 54.988.000 100 31.12.2023 1.610 -3.154
Gruner India Private Limited (Sitz Haridwar, Indien) INR 80.000.000 98 31.03.2023 960 -1.726
Gruner Automation Asia Pacific Ltd. (Sitz Hongkong, China) HKD 10.000 50 31.12.2022 -1.358 -69
Hotel Schlossberg Betriebsgesellschaft mbH* (Sitz Wehingen, Deutschland) EUR 25.000 100 31.12.2023 -720 -91
IT-AT GmbH (Sitz Dillenburg, Deutschland) EUR 33.400 25,2 31.12.2022 -70 -108

* vorläufig

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Passive latente Steuern betreffen im Wesentlichen das Sachanlagevermögen sowie die Währungsumrechnung kurzfristiger Fremdwährungsverbindlichkeiten. Aktive latente Steuern betreffen im Wesentlichen sonstige Rückstellungen, Pensionsrückstellungen, sowie die Währungsumrechnung kurzfristiger Fremdwährungsforderungen. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen wurden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht aktiviert.

Der Berechnung wird ein Steuersatz von 27,7 % zu Grunde gelegt.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft ist eingeteilt in 3.000 Stückaktien (Stammaktien) mit einem rechnerischen Wert von Euro 600,00 je Aktie. Die Aktien lauten auf den Namen.

Der Bilanzgewinn beträgt TEuro 11.161 (Vorjahr: TEuro 12.487), darin ist ein Gewinnvortrag in Höhe von TEuro 12.487 (Vorjahr: TEuro 9.784) enthalten.

Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres wurden mit Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juli 2023 TEuro 1.300 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Pensionsrückstellungen

In den Rückstellungen für Pensionen sind Pensionsansprüche von Hinterbliebenen ehemaliger Vorstände in Höhe von TEuro 880 enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Garantie- und Personalverpflichtungen (u.a. nicht genommener Urlaub, Prämien und variable Vergütungen).

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten hinsichtlich der Laufzeit sowie Art und Form der Sicherheit ist nachfolgend dargestellt.

Restlaufzeit
Bis 1 Jahr Über 1 Jahr Davon über 5 Jahre Summe Sicherheit
TEuro TEuro TEuro TEuro
gegenüber Kreditinstituten 9.663 19.190 8.787 28.853 (1)
(Vorjahr) (7.683) (20.661) (9.896) (28.344)
aus Lieferungen und Leistungen 3.091 0 0 3.091 (2)
(Vorjahr) (3.045) (0) (0) (3.045)
gegenüber verbundenen Unternehmen 1.674 0 0 1.674
(Vorjahr) (4.088) (0) (0) (4.088)
gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
(Vorjahr) (59) (0) (0) (59)
sonstige Verbindlichkeiten 1.533 0 0 1.533
(Vorjahr) (2.174) (0) (0) (2.174)
18.843 19.190 8.787 35.151
(17.049) (20.661) (9.896) (37.710)
TEuro
(1) Grundschulden 17.106
(2) Bei Lieferung von Waren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen bestehen übliche Eigentumsvorbehalte

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEuro 113 (Vorjahr: TEuro 62) und aus Steuern in Höhe von TEuro 857 (Vorjahr: TEuro 1.362) enthalten.

Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2023 besteht eine Garantie zu Gunsten eines verbundenen Unternehmens in Höhe von TEuro 1.500. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen, da davon auszugehen ist, dass die Verpflichtungen von dem verbundenen Unternehmen erfüllt werden.

V. Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich nach Tätigkeitsbereichen und Sitz des Auftraggebers wie folgt zusammen:

Inland EU Drittland Gesamt
TEuro TEuro TEuro TEuro
Relais 14.285 20.192 21.463 55.940
Stellantriebe 5.720 11.038 3.273 20.031
Magnete 1.125 5.579 2.348 9.052
Übrige Erlöse 1.298 387 6.756 8.441
Erlösminderungen -344 -790 -142 -1.276
22.084 36.406 33.698 92.188

Aufwendungen für Altersversorgung

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEuro 108 (Vorjahr TEuro 97) enthalten.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Geschäftsjahres sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEuro 2.037 enthalten, die aus der Auflösung von Rückstellungen, der Herabsetzung von Wertberichtigungen zu Forderungen, Versicherungsentschädigungen und dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens stammen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus dem Abgang von Sachanlagen in Höhe von TEuro 130 enthalten.

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

In den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEuro 373 (Vorjahr: TEuro 182) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen umfassen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEuro 26 (Vorjahr: TEuro 28).

Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEuro 37 (Vorjahr: TEuro 18) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEuro 120 (Vorjahr: TEuro 17) enthalten.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

VI. Sonstige Angaben

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft hat diverse Miet- und Leasingverträge für Räume, Maschinen, Kraftfahrzeuge, Software sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Die Leasinggeschäfte dienen der mittelfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Verbesserung der Eigenkapitalquote. Weitere Vorteile bestehen in der kurzen Vertragsbindung, da die Maschinen bei technischem Fortschritt ausgetauscht werden können. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie den Refinanzierungskosten.

Die Miet- und Leasingverpflichtungen gliedern sich wie folgt:

Verpflichtung bis 1 Jahr Gesamt- verpflichtung
rd. TEuro rd. TEuro
Mietverpflichtungen 43 43
Leasingverpflichtungen 520 1.480
563 1.523

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte abgeschlossen. Im Zuge von sale and lease back-Transaktionen wurde aus Liquiditätsgesichtspunkten im Wesentlichen Software und Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einem Gesamtvolumen von rd. TEuro 912 unmittelbar nach der Anschaffung an Leasinggesellschaften verkauft. Buchgewinne wurden durch die Transaktionen nicht realisiert, die Leasingobjekte wurden zu den Anschaffungskosten an die Leasinggesellschaften veräußert. Dem Vorteil durch den Finanzmittelzufluss aus dem Verkauf stehen die Höhe und die Dauer der künftigen Leasingraten als Risiken gegenüber. Die finanziellen Verpflichtungen sind in den vorstehend genannten Beträgen enthalten.

Zudem wurde mit einem Factoring Unternehmen die Abtretung bestimmter fälliger Forderungen vereinbart. Zum 31. Dezember 2023 wurden Forderungen in Höhe von TEuro 2.327 an das Factoringunternehmen verkauft.

Zielsetzung ist in beiden Fällen außerdem die schnellere Verfügbarkeit flüssiger Mittel, woraus entsprechende Zinsbelastungen resultieren.

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden Mitarbeiter in folgendem Umfang durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 188 189
Angestellte 198 186
Auszubildende 17 23
403 398

Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEuro 36, für Steuerberatungsleistungen TEuro 7 und für sonstige Leistungen TEuro 4.

Vorstand der Gruner AG

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung der Gruner AG durch:

Dr. Wolfgang Spreitzer, Dipl.-Ingenieur,

Patrick Spreitzer, Dipl.-Betriebswirt,

Martin Spreitzer, Dipl.-Ingenieur.

Aufsichtsrat der Gruner AG

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzte sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt zusammen:

Eduard Spreitzer (Vorsitzender), Betriebswirt (bis 05. April 2023)

Karl-Werner Bode (stellv. Vorsitzender; Vorsitzender ab 05. April 2023), Rechtsanwalt,

Anwaltskanzlei Bode & Schumacher,

Karl Leibinger, Dipl.-Ingenieur; Geschäftsführer der Karl Leibinger GmbH & Co. KG, Daniel Haaga, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwalt (ab 22. Juni 2023).

Für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben wurden Gesamtbezüge in Höhe von TEuro 39 aufgewendet.

Angabe gem. § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Es besteht eine Beteiligung an der Gesellschaft von mehr als 25 %, aber nicht mehr als 50 %, die von der RMS Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG gehalten wird.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt vor den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Wehingen, 7. Juli 2024

Gruner AG,

vertreten durch

gez. Dr. Wolfgang Spreitzer

gez. Patrick Spreitzer

gez. Martin Spreitzer

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen 2.897.720,48 Rechten und Werten 101.529,61 0,00 40.350,71 3.039.600,80
Summe I. 2.897.720,48 101.529,61 0,00 40.350,71 3.039.600,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.769.446,75 304.110,89 231.561,29 0,00 17.841.996,35
2. technische Anlagen und Maschinen 29.009.525,95 717.308,61 601.219,05 721.210,01 29.846.825,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.179.643,80 721.236,13 167.073,08 823.453,29 10.557.260,14
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.624.624,84 2.212.469,60 0,00 1.585.014,01 7.252.080,43
Summe II. 62.583.241,34 3.955.125,23 999.853,42 -40.350,71 65.498.162,44
Summe I. und II. 65.480.961,82 4.056.654,84 999.853,42 0,00 68.537.763,24
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.760.248,22 0,00 0,00 0,00 3.760.248,22
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 15.797.871,77 3.640.068,08 1.099.329,26 0,00 18.338.610,59
3. Beteiligungen 300.750,00 50.000,00 0,00 0,00 350.750,00
0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 350.000,00 0,00 0,00 0,00 350.000,00
Summe III. 20.208.869,99 3.690.068,08 1.099.329,26 0,00 22.799.608,81
Anlagevermögen 85.689.831,81 7.746.722,92 2.099.182,68 0,00 91.337.372,05
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.617.875,48 275.954,32 0,00 0,00 2.893.829,80
Summe I. 2.617.875,48 275.954,32 0,00 0,00 2.893.829,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.691.096,40 506.221,89 101.855,29 0,00 9.095.463,00
2. technische Anlagen und Maschinen 25.433.639,95 1.421.016,62 360.276,05 0,00 26.494.380,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.875.593,80 550.115,42 153.436,08 0,00 8.272.273,14
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe II. 42.000.330,15 2.477.353,93 615.567,42 0,00 43.862.116,66
Summe I. und II. 44.618.205,63 2.753.308,25 615.567,42 0,00 46.755.946,46
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.155.567,26 0,00 0,00 0,00 1.155.567,26
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe III. 1.155.567,26 0,00 0,00 0,00 1.155.567,26
Anlagevermögen 45.773.772,89 2.753.308,25 615.567,42 0,00 47.911.513,72
Buchwerte
31.12.2023 Vorjahr
Euro Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 145.771,00 279.845,00
Summe I. 145.771,00 279.845,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.746.533,35 9.078.350,35
2. technische Anlagen und Maschinen 3.352.445,00 3.575.886,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.284.987,00 1.304.050,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.252.080,43 6.624.624,84
Summe II. 21.636.045,78 20.582.911,19
Summe I. und II. 21.781.816,78 20.862.756,19
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.760.248,22 3.760.248,22
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 17.183.043,33 14.642.304,51
3. Beteiligungen 350.750,00 300.750,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 350.000,00 350.000,00
Summe III. 21.644.041,55 19.053.302,73
Anlagevermögen 43.425.858,33 39.916.058,92

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der GRUNER AG hat während des gesamten Geschäftsjahres 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

Hierzu gehören der regelmäßige Informationsaustausch mit dem Vorstand und die Überwachung der Tätigkeit des Vorstands der Gesellschaft. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat laufend und umfassend über die Lage und Entwicklung des Unternehmens, über die Ertragslage, die Liquidität sowie die Risikolage unterrichtet.

Im Geschäftsjahr 2023 haben vier Aufsichtsratssitzungen am Sitz der Gesellschaft stattgefunden.

Die Beschlussfassungen erfolgten regelmäßig innerhalb der Sitzungen.

Soweit bei Entscheidungen oder Maßnahmen der Geschäftsführung die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, holte der Vorstand diese Zustimmung ein.

Der Jahresabschluss sowie der Lagebericht der GRUNER AG für das am 31.12.2023 endende Geschäftsjahr, wurde von der RWT-Crowe GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Reutlingen geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Jahresabschluss und Lagebericht der GRUNER AG für das am 31.12.2023 abgelaufene Geschäftsjahr wird allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zusammen mit dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers, dem Bericht des Aufsichtsrats sowie dem Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns vor der Bilanzsitzung zur Verfügung gestellt.

Erörterung, Prüfung und Fetstellung erfolgen in der Hauptversammlung am 17.07.2024.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern der GRUNER AG für die erbrachte Leistung und Einsatzbereitschaft, die im schwierigen Umfeld zu diesem Ergebnis geführt haben. Wehingen, 19.06.2024

 

gez. Karl-Werner Bode, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Gruner AG, Wehingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gruner AG, Wehingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gruner AG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts - Unsicherheit hinsichtlich des Ausgangs einer Rechtsstreitigkeit

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in Abschnitt III. des Lageberichts, welche die Unsicherheit hinsichtlich des Ausgangs einer außergewöhnlichen Rechtsstreitigkeit, in dem die Gruner AG weiterhin Beklagte in einem Verfahren auf Schadenersatz in Höhe von Euro 9,5 Mio. ist, beschreibt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrat für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Reutlingen, den 12. Juli 2024

RWT Crowe GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Siegbert Dierberger, Wirtschaftsprüfer

gez. Michael Jetter, Wirtschaftsprüfer

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