Loacker erneuerbare Energien GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Photovoltaikmodulen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Ortner seit 16.9.2025 | Prokura |
Sascha Raupach seit 11.3.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Loacker Recycling GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Loacker Recycling GmbHDonauwörthJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Grundlagen der Gesellschaft Die Loacker Recycling GmbH (Donauwörth, Deutschland) ist zu 100 % Tochterunternehmen der Loacker Recycling GmbH (Götzis, Österreich) und in die internationale Loacker Recycling Unternehmensgruppe eingebunden. Die Gesellschaft betreibt einen Standort in Donauwörth. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt im Recycling von Schrott und Nichteisenmetallen. Daneben ist die Gesellschaft auch im Recycling von Wertstoffen (Kunststoff, Papier, Glas, ...) sowie der Entsorgung von Restmüll tätig. Mit diesem Angebot an Dienstleistungen kann die Gesellschaft gegenüber ihren Geschäftspartnern als Komplettentsorger auftreten. In der Beschaffung der Metalle und Wertstoffe sind die Geschäftspartner Unternehmen der metallverarbeitenden Industrie, lokale Abfallwirtschaftsverbände sowie sonstige Industrie- und Handelsunternehmen. Der Verkauf der Metalle und Wertstoffe erfolgt hauptsächlich an die jeweilige produzierende Industrie (z. B. Stahlwerk) oder große Handelsunternehmen. Im Jahresdurchschnitt waren 102 Mitarbeiter beschäftigt. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die europäische Wirtschaft musste nach einem kräftigem Start in das Jahr 2023 eine deutliche Verlangsamung über den Sommer verzeichnen. Die starken Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Bekämpfung der Inflation haben vor allem die produzierende Industrie, den Investitionsgüterbereich und die Bauwirtschaft geschwächt. Die Industrieproduktion ist seit mehreren Quartalen rückläufig (Quelle: Pressemitteilung des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz vom 07. Februar 2024). Zwar ist der Konsum zu Beginn des Geschäftsjahres noch gestiegen, gegen Ende der Berichtsperiode hat die Dynamik aber nachgelassen. Zudem haben die Unternehmen nach Auflösung der Lieferkettenprobleme ihre teils hohen Lagerbestände an Vorprodukten wieder abgebaut (Quelle: Pressemitteilung der Europäische Kommission vom 15. November 2023). Nach aktuellen Einschätzungen der Europäischen Kommission beträgt das reale BIP-Wachstum in der EU im Jahr 2023 nur 0,5 %. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Für die Loacker Recycling GmbH bedeutete dieses wirtschaftliche Umfeld rückläufige Mengen aus den Sektoren Bau, Maschinenbau, Konsumgüter und aus der Investitionsgüterindustrie. In der europäischen Automobilindustrie hat sich die Lage bei den Lieferketten deutlich entspannt, wodurch sich die Nachfrage gegenüber dem Vorjahr verbessert hat. Die knappe Verfügbarkeit von Schrotten sorgte zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres zunächst für eine Erholung der Stahlschrottpreise, die nach der Hochphase im ersten Halbjahr 2022 in der zweiten Jahreshälfte 2022 stark gesunken waren. Von Januar bis April 2023 bewegten sich die Preise seitwärts oder stiegen leicht an. Im Mai gaben die Preise stark nach. Begründet wurde der Rückgang mit dem begrenzten Bedarf der Stahlwerke aufgrund der geringen Nachfrage nach Baustahl. Diese Preisentwicklung setzte sich im Jahresverlauf fort. Laut Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen e.V. (BDSV) betrug der Durchschnittspreis für die Leitschrottsorte 2 im Jahr 2023 340 Euro und lag damit um 74 Euro oder knapp 18 % unter dem durchschnittlichen Wert des Vorjahresvergleichszeitraums von 414 Euro. Die rückläufige Nachfrage der Baubranche nach NE-Metallen konnte nicht vollständig durch die verbesserte Absatzsituation im Automobilsektor kompensiert werden. Nachdem die chinesische Regierung ihre Null-Covid-Strategie beendet hatte, stiegen die Kurse für NE-Metalle an der Londoner Metallbörse Anfang des laufenden Geschäftsjahres zunächst rasant an. Die weiterhin hohe Inflation und die zu ihrer Bekämpfung erhöhten Zinsen bewirkten jedoch, dass die Notierungen der Industriemetalle in den Folgemonaten kontinuierlich nachgaben. Erst zum Jahresende fand eine leichte Erholung bei den Kupfer- und Aluminiumpreisen statt. Der Preis für Aluminium sank im Vergleich zum Vorjahr um 15 % auf im Schnitt 2.295 Euro pro Tonne. Der durchschnittliche Preis für eine Tonne Kupfer verringerte sich um 2 % auf 8.535 Euro. Der Durchschnittspreis für eine Tonne Nickel sank um 17% auf 20.935 Euro (Quelle: Boerse.de). Im Bereich der Wertstoffe war bei den Kunstoffen die erste Jahreshälfte von Preisrückgängen geprägt. Im weiteren Jahresverlauf konnte aber wieder eine leichte Preiserholung verzeichnet werden. Im Papierbereich war die Preisentwicklung je Sorte nicht einheitlich. Im Karton sind die Preise gestiegen, wohingegen bei Akten und Deinking weiterhin Preisrückgänge zu verzeichnen sind. Unsichere Zukunftsprognosen, hohe Inflation, geringere Kaufkraft und die weiterhin hohe Kosten für die Produktion führten zu teilweisen Abstellmaßnahmen der Papierindustrie. Geschäftsverlauf Die in Abschnitt II geschilderten Rahmenbedingungen sorgten bei der Loacker Recycling GmbH für einen heterogenen Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023. Das erste Quartal 2023 verlief besser als erwartet und war von einem hohen Absatz geprägt. Im weiteren Verlauf entwickelte sich das Geschäftsumfeld der Loacker Recycling GmbH im Einklang mit der zunehmenden Volatilität der Märkte jedoch herausfordernd. Im Wesentlichen wirkten sich hier makroökonomische Entwicklungen wie die Verteuerung der Energiepreise, Inflation, Zinspolitik und stark rückläufige Direktinvestitionen auf verschiedene Wirtschaftssektoren wie den Automobilsektor oder den Bausektor aus. In der Folge verzeichneten bedeutende Abnehmerindustrien der Loacker Recycling GmbH Nachfragerückgänge. Der erwartete Konjunkturrückgang war im Geschäftsjahres 2023 deutlich spürbar. So fiel der Umsatzrückgang mit 11 % höher aus als erwartet. Dies ist vor allem auf den Mengenrückgang von 5,6 % im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Beim Rohertrag konnten wir hingegen eine Erhöhung von 8 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Bedingt durch die fehlenden Mengen wurde die geplante Zunahme des Rohertrags von 19 % dennoch verfehlt. Die hohen Zinskosten haben das Ergebnis 2023 stark belastet. Trotzdem konnte wie erwartet ein Jahresergebnis erzielt werden, das leicht über dem Niveau des Vorjahres liegt. Bereich Schrott Zu Beginn des Berichtsjahres 2023 verzeichneten wir im FE-Bereich aufgrund der knappen Verfügbarkeit von Schrotten steigende Preise. Im Jahresverlauf unterlagen die Preise für Stahlschrott vor allem aufgrund der stark konjunkturabhängigen Nachfrage der Stahlwerke erheblichen Schwankungen. In Summe lagen die gehandelten FE-Mengen im Jahr 2023 4,2 % unter den gehandelten Tonnagen des Vorjahresvergleichszeitraums und somit unter den geplanten Mengen. Bereich Metall Das zurückliegende Geschäftsjahr war im NE-Bereich sehr herausfordernd. Das Geschäftsjahr begann aufgrund der steigenden Börsenpreise vielversprechend. Dieser Anstieg hielt jedoch nicht sehr lange an. Schon vor Ende des 1. Quartals fielen die Preise kontinuierlich. Der Preisrückgang an der Börse ging mit steigenden LME-Lagerbeständen einher. Mengenmäßig mussten wir in diesem Bereich einen deutlichen Rückgang verzeichnen. In Summe lagen die vermarkteten NE-Mengen im Jahr 2023 9,2 % unter den Mengen des Vorjahresvergleichszeitraums sowie unter den Erwartungen des Managements. Bereich Wertstoffe Die Mengenentwicklung im Wertstoffbereich war 2023 mit knapp 4,3 % gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Die Mengenrückgänge sind auf das reduzierte Konsumverhalten und die somit geringere Produktion zurückzuführen. Ertragslage Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung als finanzielle Leistungsindikatoren die Kennzahlen Umsatz sowie Rohertrag heran. Der Umsatz reduzierte sich von TEUR 80.852 auf TEUR 72.284. Dieser Umsatzrückgang ist auf die Mengenrückgänge zurückzuführen. 18 % (VJ 19 %) der Umsätze entfallen auf Schrott, 69 % (VJ 70 %) auf Metalle. Die restlichen 13 % (VJ 11 %) verteilen sich auf die Bereiche Wertstoffe und kommunale Dienstleistungen. Der Rohertrag beträgt TEUR 11.358 (VJ TEUR 10.484). Die Marge des Rohertrags erhöhte sich von 13,0 % auf 15,7 %. Das Betriebsergebnis beträgt TEUR 842 (VJ TEUR 269). Nach einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR -47 im Vorjahr wird ein Ergebnis von TEUR 14 im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgewiesen. Finanzlage Sachanlagen Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden TEUR 1.434 (VJ TEUR 1.154) in Sachanlagen investiert. Cash-Flow-Rechnung Aus laufender Geschäftstätigkeit konnte ein Netto-Geldfluss in Höhe von TEUR 1.568 (VJ TEUR -2.236) erzielt werden. Aus Investitionen in Sachanlagen, Beteiligungen und sonstigen, auch kurzfristigen Finanzanlagen resultiert ein Netto-Geldfluss in Höhe von TEUR -1.434 (VJ TEUR -1.154). Aus der Finanzierungstätigkeit resultiert ein Netto-Geldfluss in Höhe von TEUR -993 (VJ TEUR -1.480). Der Finanzmittelfonds ist mit TEUR -9.033 ausgewiesen, die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands beträgt TEUR -859. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten sowie aus Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool mit der Muttergesellschaft zusammen. Vermögenslage Das Anlagevermögen hat einen Anteil von 38 % (VJ 39 %) an der Bilanzsumme. Auf das Umlaufvermögen entfallen 62 % (VJ 61 %) der Bilanzsumme. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 10,7 % auf 15,90 %. Langfristige Verbindlichkeiten haben einen Anteil von 9,3 % (VJ 11,7 %) an der Bilanzsumme. Der Anteil der kurzfristigen Verbindlichkeiten beträgt 59,0 % (VJ 60,8 %). Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Als nicht-finanzielle Leistungsindikatoren nutzen wir Maßnahmen zur Personalentwicklung und Umweltschutzaspekte. Personalentwicklung / Talentmanagement Die Personalentwicklung der Loacker Recycling GmbH basiert sowohl auf lokalen, spezifischen Maßnahmen als auch auf Trainingsmaßnahmen, die am Zentralstandort Götzis entwickelt werden und für die gesamte Unternehmensgruppe angeboten werden. Umwelt und Nachhaltigkeit Im Konzernverbund der Loacker Recycling GmbH hat das ökologische Sammeln und Behandeln von Abfällen (Wertstoffe) oberste Priorität. Stetig wird an der Weiterentwicklung aller Anlagen gearbeitet, um einerseits diese am aktuellen Stand der Technik zu halten und andererseits die sortenreine Trennung der Wertstoffe zu verbessern. Dies kommt vor allem auch mit dem Aufbau eines umfassenden Managementsystems zum Ausdruck. Chancen- und Risikobericht sowie Prognosebericht Risiko- und Chancenbericht Preisänderungsrisiko Dem Preisänderungsrisiko für Schrott und Metalle wird entgegengetreten indem wesentliche Lagerbestandsmengen vorverkauft sind und somit ein Verlust durch fallende Rohstoffpreise weitestgehend vermieden wird. Außerdem wird der Markt permanent beobachtet, um auf Preisänderungen schnell reagieren zu können. Mit der Begrenzung des Risikos sind auch die Chancen, die sich aus Preisänderungen ergeben begrenzt. Forderungsausfallsrisiko Das Ausfallrisiko bei Kundenforderungen wird durch Wertberichtigungen und durch ein Debitorenmanagement (striktes Mahnwesen, Kreditlimit, Kreditinformationen) und eine Warenkreditversicherung begrenzt. Zinsänderungsrisiko Die Finanzierung erfolgt variabel, es bestehen bei allen Bankverbindlichkeiten Vereinbarungen mit Anpassung an den Euribor (3-Monats-Euribor). Das Zinsänderungsrisiko wird laufend überwacht und gegebenenfalls durch Zinsabsicherungsgeschäfte gesteuert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Zinsabsicherungsgeschäfte eingesetzt. Da Zinssenkungen nur noch in sehr geringem Umfang möglich sind, ergeben sich nur sehr geringe Chancen aus einer Reduzierung der Zinsen. Liquiditätsrisiko Die Betriebsmittelfinanzierung erfolgt durch den Cash Pool der Loacker Gruppe. Somit kann die Gesellschaft auf ausreichend freie Kreditlinien zurückgreifen. Sonstige Risiken Alle uns im Bilanzerstellungszeitraum bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen aber aktuell nicht gegeben. Chancen der künftigen Entwicklungen Chancen sehen wir in einer mittelfristigen Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie in Synergieeffekten aus der Loacker-Gruppe. Prognosebericht Im Jahr 2023 wurde das Wachstum durch die erhebliche geldpolitische Straffung und die teilweise Rücknahme der fiskalpolitischen Unterstützungsmaßnahmen gebremst. Aktuell ist der Konjunkturrückgang immer noch spürbar. Die zinssensitiven Segmente Bau, Maschinenbau sowie Konsumgüterindustrie haben sich deutlich abgeschwächt und werden aus heutiger Sicht auch in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres keine deutliche Erholung zeigen. Es wird jedoch erwartet, dass sich die Wirtschaftstätigkeit im weiteren Jahresverlauf allmählich verbessern wird. Da die Inflation weiter abflaut, dürften das Reallohnwachstum und ein robuster Arbeitsmarkt zu einer Erholung des Konsums beitragen. Darüber hinaus sollte die Aussicht auf erste Zinssenkungen zusätzlich für Konjunkturoptimismus sorgen. Das erwartete Wachstum in der EU liegt gemäß jüngster Prognose der Europäischen Kommission bei 0,9 %. Das globale Umfeld ist jedoch nach wie vor sehr unsicher. Die aktuellen geopolitischen Spannungen können sich weiterhin jederzeit negativ auf Wachstum und Inflation auswirken. Wir gehen davon aus, dass ein Großteil unserer Abnehmerindustrien im Jahresverlauf wieder moderate Zuwächse verzeichnen werden. Lediglich für die Baubranche gehen wir davon aus, dass die Auftragslage schwierig bleiben wird und in 2024 noch keine Erholung einsetzen wird. Die geringe Materialverfügbarkeit wird deshalb sicher noch über die nächsten Wochen weiter bestehen. Daher werden wir mit herausfordernden wirtschaftlichen Entwicklungen in allen Kernmärkten konfrontiert sein. Wir sind dennoch zuversichtlich, dass wir sowohl im NE-Bereich als auch im FE-Bereich die geplanten Mengen erreichen werden. Wir rechnen daher insgesamt mit einer Mengensteigerung von ca.12 %. Die Marge des Rohertrag soll von 15,7 % auf 16,7 % steigen. Das Management erwartet somit für 2024 einen Jahresgewinn, der deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres liegen wird.
Donauwörth, 25. April 2024 Loacker Recycling GmbH Sascha Raupach, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023LOACKER RECYCLING GMBH, DONAUWÖRTHAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023Allgemeine Grundlagen Die Gesellschaft ist unter der Firma Loacker Recycling GmbH mit Sitz in Donauwörth im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg unter der Nummer HRB 507 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus gleichem Grunde wurden die Angaben zu Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen linear entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Bei Zugängen während des Geschäftsjahres erfolgen die Abschreibungen zeitanteilig. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst. Ein sofortiger Abgang wird unterstellt. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten und Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Zur Berücksichtigung von Kreditrisiken wurden nicht versicherte Kundenforderungen, soweit erforderlich, einzeln wertberichtigt. Liquide Mittel und das Eigenkapital sind zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der PUC-Methode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wird pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Jahren bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 15 Jahren von 1,81 % (Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Zur Erfüllung der Altersvorsorgeverpflichtungen werden Versicherungen zur Rückdeckung von Pensionsverpflichtungen verwendet. Diese werden mit dem aktivierungspflichtigen Deckungskapital zuzüglich der bisher angefallenen Überschussanteile bewertet. Das Vermögen ist zugunsten der Anspruchsberechtigten verpfändet und wird als Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der Rückstellung verrechnet. Übersteigt das Deckungsvermögen den Rückstellungsbetrag, so wird ein aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung ausgewiesen. Der Wertansatz der Rückdeckungsversicherungen wird gem. IDW RH FAB 1.021 nach dem Primat der Passivseite mit dem kongruent rückgedeckten Teil der Pensionsrückstellung ermittelt. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit ihren unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2023 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Vorräte Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. Gegen den Gesellschafter bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.949 (VJ TEUR 2.966). Die Sonstigen Vermögensgegenstände teilen sich wie folgt auf:
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung Aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) ergibt sich zum 31.12.2023 ein passiver Überhang, für den eine Pensionsrückstellung gebildet wurde. Im Vorjahr ergab sich eine aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 11. Eigenkapital Das Stammkapital in Höhe von EUR 1.400.000 ist voll einbezahlt. Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine andere Zuzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in Höhe von EUR 1.000.00,00 vorgenommen. Rückstellungen Pensionsrückstellungen Für die Erfüllung der Pensionsverpflichtung wurden Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung an den Versorgungsberechtigten verpfändet. Dieser Vermögenswert wurde mit dem Rückstellungsbetrag saldiert. Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 5.697 (VJ TEUR 6.411) durch Hypotheken besichert. Für die restlichen Verbindlichkeiten bestehen keine dinglichen Sicherheiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 9.083 (VJ TEUR 8.251) Verbindlichkeiten aus dem Cash-Pool mit der Gesellschafterin Loacker Recycling GmbH, Götzis/AT, in Höhe von TEUR 1.250 (VJ TEUR 1.750) Darlehen der Gesellschafterin Loacker Recycling GmbH, Götzis/AT, und in Höhe von TEUR 3 (VJ TEUR 28) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Haftungsverhältnisse Am 14.06.2007 hat die Firma Loacker Recycling GmbH, Götzis/AT, vor dem Notar Dr. Christian Auer in Donauwörth auf das in ihrem Eigentum stehende Grundstück in Donauwörth - Riedlingen, vorgetragen im Grundbuch des Amtsgerichts Nördlingen für Riedlingen, Blatt 2074 und Blatt 2378, eine Grundschuld in Höhe von EUR 2.000.000 zu Gunsten der Dornbirner Sparkasse Bank AG mit dem Sitz in Österreich bestellt. Mit Kaufvertrag vom 20.12.2018 wurde das Grundstück in Donauwörth ins Eigentum der Loacker Recycling GmbH, Donauwörth übertragen. Die bestellte Grundschuld bleibt zur Kaufpreisfinanzierung aufrecht und dient zur Besicherung einer neuen Finanzierung der Dornbirner Sparkasse. Geschäfte mit nahe stehenden Personen Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen zu nicht marktüblichen Konditionen bzw. zu drittvergleichsfremden Bedingungen abgeschlossen. Die bestehenden Verträge sehen keine Differenzierungen zwischen Dritten und nahestehenden Personen vor. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 86 (VJ TEUR 221). Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten. Sonstige Angaben Geschäftsführung Die Geschäftsführung im Jahr 2023 wurde durch Herrn Benjamin Maier wahrgenommen. Herr Benjamin Maier wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 7.2.2024 als Geschäftsführer abberufen. Herr Sascha Raupach wurde zum gleichen Zeitpunkt als Geschäftsführer bestellt. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Organbezüge unterbleibt unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB. Mitarbeiter
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Loacker Recycling GmbH (Götzis/AT) einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Firmenbuch des Landesgerichts Feldkirch/AT offengelegt. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beläuft sich für Prüfungsleistungen auf TEUR 19. Das Honorar für Steuerberatungsleistungen beläuft sich auf TEUR 4. Gewinnverwendung/GewinnverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss in Höhe von EUR 14.166,78 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Donauwörth, 25. April 2024 Der Geschäftsführer Sascha Raupach
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Loacker Recycling GmbH, Donauwörth Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Loacker Recycling GmbH, Donauwörth, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Loacker Recycling GmbH, Donauwörth, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 25. April 2024 Linn
Goppold Treuhand GmbH
Schierl, Wirtschaftsprüfer Fleischmann, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde mit Beschluss am 27.05.2024 festgestellt. |
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