Hertel GmbH DresdenLiquidiert
Zum Hutbergblick 12, 01328 Dresden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Langfeld seit 6.12.2018 | Geschäftsführer |
Axel Steiner seit 11.1.2005 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hertel GmbH DresdenDresdenJahresabschluss zum 31. August 2017BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Hertel GmbH Dresden, Dresden, für das Geschäftsjahr vom 1. September 2016 bis 31. August 2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie der ergänzenden Bestimmung des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie der ergänzenden Bestimmung des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Leipzig, 27. November 2017 Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Mandler Franke Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. August 2017
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2016 bis 31. August 2017
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. September 2016 - 31. August 2017A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden1. VorbemerkungDie Hertel GmbH Dresden, Dresden, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter der Nummer HRB 12113 eingetragen. Die Gesellschaft ist nach den Größenordnungskriterien des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert geblieben. Es wurden folgende Bewertungsgrundsätze beachtet: - die formelle Bilanzkontinuität, - das going-concern-Prinzip, - das Stichtagsprinzip, - der Grundsatz der Einzelbewertung, - das Vorsichtsprinzip und als Ausdruck dessen, das Imparitätsprinzip sowie das Realisationsprinzip. Auf den Ausweis eines Aktivsaldos latenter Steuern nach § 274 HGB, begründet im Wesentlichen aus einer temporären Differenz durch die steuerrechtliche Bilanzierung der Abtretung von Pensionszusagen an einen Pensionsfond, wurde verzichtet. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Dabei erfolgte die Fortführung der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Posten Jahresüberschuss in Anlehnung an § 158 Abs. 1 AktG. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr wurde wie im Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
2. BilanzpositionenDie Gliederung und Veränderungen des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt. Der Ansatz der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Aktivierung der Finanzanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Bestände an unfertigen Leistungen sind mit den Fertigungs- und Materialeinzelkosten zuzüglich anteiliger Gemeinkosten bzw., sofern niedriger, mit den erwarteten Verkaufserlösen abzüglich der geschätzten Vertriebskosten bewertet. Erhaltene Anzahlungen wurden i.H.v. 1.349 T€ offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt. Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte sowie die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. In Einzelfällen erfolgte bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Einzelwertberichtigung sowie generell eine Pauschalwertberichtigung von 1 % vom Nettowert der Forderungen am Bilanzstichtag. Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft gemäß Gesellschaftsvertrag in der Fassung vom 07. August 2015 beträgt 51,2 T€. Es wird zum Nennwert bilanziert. Aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2017 i.H.v. 84,3 T€ wurden entsprechend den Vorschriften des Gesellschaftsvertrages 4,2 T€ in die satzungsmäßigen Rücklagen eingestellt, so dass sich ein Bilanzgewinn i.H.v. 80,1 T€ ergibt. Der Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2016 betrug 242,5 T€. Dieser wurde in Höhe von 2,5 T€ in andere Gewinnrücklagen eingestellt und 240 T€ an die Gesellschafter ausgeschüttet. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind zu Rückzahlungsbeträgen angesetzt und resultieren aus der Nutzung von Kontokorrent- und Finanzierungslinien sowie Mietkauf- und Finanzierungsverträgen. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich insbesondere um Verpflichtungen aus Umsatz- und Lohnsteuer gegenüber dem Finanzamt (88 T€) und Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern aus Lohn- und Gehaltszahlungen (188 T€).
3. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungAufgrund der durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) geänderten Definition von Umsatzerlösen gemäß § 277 Abs. 1 HGB, wurden erstmals die Schrotterlöse aus den sonstigen betrieblichen Erträgen in den Posten Umsatzerlöse i.H.v. 44 T€ (Vorjahreseffekt 26 T€) umgegliedert. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von 44 T€. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen (39 T€). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 11 T€. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von EUR 80.121,79 wie folgt zu verwenden: Der Bilanzgewinn i.H.v. EUR 80.121,79 soll in voller Höhe in andere Gewinnrücklagen eingestellt werden.
B. Ergänzende Angaben1. Angaben zu Restlaufzeiten und Sicherheiten zu den VerbindlichkeitenBei den Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:
Zur Sicherung der Darlehen zur Finanzierung der Anschaffung von Montagegeräten und Fahrzeugen sind die entsprechenden Vermögenswerte sicherungsübereignet. Sicherheiten gemäß § 285 Nr. 1b HGB für Verbindlichkeiten bestehen lediglich in Form der üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Halbfabrikaten und Waren.
2. Sonstige finanzielle VerpflichtungenNach § 285 Nr. 3a HGB ist der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, auszuweisen, sofern diese Angabe zur Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung ist. Mit Vertrag vom 20. November 2001 mietet die Hertel GmbH Dresden das Betriebsgrundstück in Dresden-Weißig beginnend ab 1. Juli 2002. Das Mietverhältnis wurde auf eine Dauer von 5 Jahren abgeschlossen und verlängerte sich danach, sowie 2012, auf weitere 5 Jahre. Der monatliche Mietzins beträgt 3,6 T€. Aus Leasingverpflichtungen entstehen in den kommenden Jahren folgende Zahlungsverpflichtungen.
Die Verträge enden zwischen 2017 und 2020.
3. Anzahl der beschäftigten ArbeitnehmerIm Geschäftsjahr waren bei der Gesellschaft durchschnittlich 108 (i.V.: 106) Arbeitnehmer beschäftigt. Sie setzen sich aus 78 (i.V. 74) gewerblichen Arbeitnehmern und 30 (i.V. 32) Angestellten zusammen.
4. GeschäftsführungIm Geschäftsjahr wurden die Geschäfte von den Herren Dipl.-Ing. (FH) Axel Steiner sowie Dipl.-Ing. Hendryk Rößler (bis 15.08.2017) geführt.
5. Prüfungskosten JahresabschlussDie Angaben sind im Konzernabschluss der Hertel Industrie Service GmbH enthalten, in welchen die Hertel GmbH Dresden einbezogen wird.
6. GeschäftsführerbezügeAngaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Sinne des § 285 Nr. 9a HGB sind in Ausübung des Wahlrechts des § 286 Abs. 4 HGB unterblieben.
7. Name und Sitz des MutterunternehmensDie Geschäftsanteile der Hertel GmbH Dresden, Dresden, werden zu 50,98 % von der Hertel GmbH Leipzig mit Sitz in Leipzig gehalten. Die Hertel GmbH Dresden wird in den Konzernabschluss der Hertel Industrie Service GmbH für das Geschäftsjahr einbezogen. Dieser ist beim Amtsgericht Osnabrück unter der Handelsregisternummer HRB 209515 erhältlich. Die zur Offenlegung dieses Konzernabschlusses gemäß § 325 HGB bestimmten Unterlagen sind über den elektronischen Bundesanzeiger erhältlich. Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, welches den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Altrad Investment Authority S.A.S. mit Sitz in Montpellier. Dieser Konzernabschluss wird in Frankreich veröffentlicht.
8. NachtragsberichtEreignisse nach dem Bilanzstichtag mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Gesellschaft haben sich nicht ergeben.
Dresden, den 10.10.2017
Axel Steiner
Anlagenspiegel zum 31. August 2017
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. September 2016 bis 31. August 2017Geschäft und RahmenbedingungenGrundlagen der GesellschaftDie Hertel GmbH Dresden führt Planungen, Lieferungen und Leistungen im Anlagen- und Rohrleitungsbau aus, insbesondere in den Geschäftsfeldern Chemieindustrie, Kraftwerkstechnik, Halbleiterindustrie, Pharmaindustrie sowie Allgemeine Industrie. Unser Produktportfolio umfasst vor allem Maintenance- Leistungen, sowie die Abwicklung von kleineren und mittleren Projekten.
Entwicklung von Branche und GesamtwirtschaftFür die Branche des ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbaus ist im Zeitraum des abgelaufen Geschäftsjahres ein Aufwärtstrend zu verzeichnen. Ein Großteil der Branchenunternehmen sieht die Geschäftslage positiv, welches sich auch in einem Auftragsplus von ca. 4% wiederspiegelt. In der Chemieindustrie, der drittgrößten Branche in Deutschland, konnten gute Zuwächse verzeichnet werden, da eine kontinuierlich stabile Auftragslage in Kombination mit günstigen Marktentwicklungen und positiven Wachstumsaussichten einhergeht. Nur im Energiesektor, in welchem schon seit 2015 ca. 50% aller geplanten Kraftwerksneubauten in Frage gestellt wurden, gibt es auf Grund der fehlenden Investitionsanreize keine positiven Impulse. Dies gilt aufgrund des EEG (Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien) auch weiterhin für kleinere, dezentrale Biomasseheizkraftwerke. Am Markt werden derzeit eher Energieeffizienzsteigerungsmaßnahmen vorgenommen.
GeschäftsverlaufDas Geschäftsjahr wurde vom 01. September 2016 bis 31. August 2017 gebildet. Dieses Geschäftsjahr hat, was die Auftragslage und die Umsatzrealisierungen betrifft, einen zufriedenstellenden Verlauf genommen. Die eigenen Produktionskapazitäten waren nur knapp unter denen des Vorjahres. Durch unsere erfolgreiche Strategie, den Ausbau von Geschäftsbeziehungen zu mehreren wichtigen regionalen und überregionalen Auftraggebern zu halten bzw. auszubauen und damit die breite Palette unserer Dienstleistungen in der Chemischen, Energietechnischen, Pharmazeutischen, Halbleiter- sowie Allgemeinen Industrie zu erhalten, verteilten sich unsere Umsätze auf mehrere Industriebereiche. Dem weiterhin stagnierenden Absatzpreis im normalen Rohrleitungsbau konnten wir durch die Fortführung unserer relativ breiten Angebotspalette innerhalb der Chemischen-, Kraftwerkstechnischen-, Halbleiter, Pharmazeutischen und Allgemeinen Industrie, sowie dem Anbieten von komplexeren Aufträgen, entgegenwirken. Diese breite Aufstellung ermöglicht es uns weiterhin, Schwankungen in den einzelnen Geschäftsbereichen auszugleichen. Durch die aktuell vorgeschauten Aufträge zeichnet sich für die Hertel GmbH Dresden ein ausgeglichener Mix zwischen Projekt- und Maintenancegeschäft ab. Der derzeitige Auftragsvorlauf in Höhe von ca. EUR 10,2 Mio. für das kommende Geschäftsjahr resultiert zu ca. 70% aus dem Maintenance- und 30% aus dem Projektgeschäft.
Produktion und InvestitionUnsere Bemühungen, stabile Auftragsbeziehungen zu sicheren Auftraggebern auszubauen, prägten auch die zurückliegenden Monate, so dass ein Großteil unserer Kapazitäten durch Rahmenverträge und Langzeitbaustellen gebunden wurden. Die leistungsstärksten Bereiche waren im Geschäftsjahr wiederum die Chemieindustrie, die Halbleiter- und Pharmazeutische Industrie sowie die Energie und allgemeine Industrie. Die durchgeführten Investitionen von TEUR 93 wurden vorwiegend für die Erneuerung von Montagegeräten, Fahrzeugen, Büro- und Kommunikationstechnik verwendet.
PersonalbereichDer Personalstamm ist im Geschäftsjahr leicht gesunken. Durch die sinkenden Arbeitslosenzahlen gestaltet sich die Personalakquise immer schwieriger. Perspektivisch muss es daher das Ziel sein, unseren Personalstamm wieder auszubauen. Unsere seit vielen Jahren bewährte Ausbildung von Anlagenmechanikern ist dabei eine wichtige Kenngröße. Zur Deckung von Auftragsspitzen setzen wir weiterhin Fremdpersonal ein. Die Anwendung von modernen Arbeitszeitsystemen, wie flexible Arbeitszeitregelung, Jahresarbeitszeit und leistungsbezogene Entlohnung, hat im Unternehmen einen hohen Stellenwert. Ein wichtiger Punkt bei unserer Unternehmensplanung und den Investitionsentscheidungen bleibt die Aus- und Fortbildung unseres Personals, sowie die Ausbildung von Lehrlingen.
Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDas Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR 93 ist zum Vorjahr um über 60% zurückgegangen. Trotzdem sehen wir auch weiterhin eine positive und stabile Geschäftsentwicklung. Die Betriebsleistung ist, verglichen mit dem Geschäftsjahr 2016 um ca. 11% zurückgegangen. Die eigenen und fremden Montageleistungen haben sich um ca. 5% reduziert, wohingegen der Einkauf von Fremdleistungen und Material um reichlich 10% gesunken ist. In unseren beiden Geschäftsbereichen Maintenance- und Projektgeschäft erzielten wir eine Betriebsleistung in Höhe von EUR 13 Mio. gegenüber dem vorherigen Geschäftsjahr in Höhe von EUR 14,6 Mio. Diese Gesamtleistung verteilte sich auf ca. 55% Maintenance (Vorjahr 60%) und 45% Projektgeschäft (Vorjahr 40%). Gleichzeitig wurden Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von ca. TEUR 194 realisiert. Das Unternehmen war jederzeit in der Lage seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und beglich einen Teil seiner Verbindlichkeiten innerhalb der Skontofrist. Mit einem täglich nutzbaren Dispositions- und Avalkredit in Höhe von EUR 6,4 Mio. ist das Unternehmen ausreichend ausgestattet. Der Dispositionskredit wird für die Abdeckung von Finanzierungsspitzen im Maintenance- und Projektgeschäft genutzt. Die nachfolgenden Kennzahlen zur Liquidität verdeutlichen das: Liquidität 1. Grades 24,8% (2016: 38,8%) Liquidität 2. Grades 80,5% (2016: 152,5%) Liquidität 3. Grades 175,0% (2016: 231,6%). Somit ist auch weiterhin ein guter Grundstock zur internen Finanzierung unserer Maintenance- und Projektleistungen gelegt. Auch die nachfolgend aufgeführten Kennzahlen zu Rentabilität, Eigenkapitalquote, Verschuldungsgrad und Anlagevermögen verdeutlichen das.
¹⁾Rumpfgeschäftsjahr vom 01.01. - 31.08.15 ²⁾errechnet sich aus dem Fremdkapital und dem Eigenkapital ³⁾errechnet aus dem Jahresüberschuss vor Steuern und Zinsen und dem betriebsnotwendigen Vermögen. ⁴⁾ermittelt aus dem Jahresüberschuss vor Ertragssteuern und dem Eigenkapital zum Bilanzstichtag. ⁵⁾ermittelt aus dem Jahresüberschuss vor Steuern und Zinsen und den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres. ⁶⁾ermittelt aus dem Jahresüberschuss vor Steuern und Zinsen und der Gesamtleistung.
Risiko- und ChancenberichtZiel des Risikomanagementsystems ist es, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen und etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen, oder bestandsgefährdende Entwicklungen, frühzeitig zu erkennen. Das Risikomanagementsystem umfasst detaillierte Planungsrechnungen zu Beginn des Geschäftsjahres. Die Planungsrechnungen werden im Rahmen fortlaufender Überarbeitungen (Forecasts) quartalsmäßig an die Änderungen in der Geschäftstätigkeit, sowie die Branchenentwicklung und Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes angepasst. Im Zuge der Erstellung der Monatsergebnisse werden "Soll-Ist-Vergleiche" durchgeführt und Abweichungen analysiert, um mögliche Risiken zu erkennen. Diese "Varianz-Analysen" sind Bestandteil des monatlichen Reportings an die Muttergesellschaft. Die wesentlichen Ergebnisse sind zudem Bestandteil der Besprechungen der ersten Führungsebene. Die bisherigen Risiken der Branche, wie Überangebot an Kapazitäten, schlechte Zahlungsmoral, verlängerte Zahlungsziele, Vergabepraxis verschiedener Investoren, hoher Preisdruck durch Billiganbieter, Unterauslastung der eigenen Mitarbeiter, werden sich sicher in den kommenden Jahren, aufgrund der Marktbedingungen, nicht verringern. Für die Hertel GmbH Dresden sind hier vor allem das verlängerte Zahlungsziel einiger Kunden (Erhöhung der Finanzierungsaufwendungen), sowie der hohe Preisdruck durch Billiganbieter ein relevantes Risiko im bedienten Geschäftsfeld. Um diesem Risiko entgegenzuwirken muss dem eigenen Cashmanagement (längeres Zahlungsziel bei Lieferanten, konsequenteres und zeitigeres Mahnwesen, sowie eine schnellere Abrechnung der eigenen Leistungen) ein höherer Stellenwert beigemessen werden. Die Akquisition von guten Mitarbeitern auf dem knapper werdenden Personalmarkt, wird für mittelständische Unternehmen immer schwieriger. Aus diesem Grund muss der Fokus noch intensiver auf die Aus- und Weiterbildung des eigenen Personals gerichtet werden. Durch den hohen Ausbildungsgrad unseres Personals haben wir die Chance, bei mittelgroßen Projekten einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Unser Unternehmen wird auch künftig auf wichtige Tendenzen angemessen reagieren. So bleibt die bestehende Warenkreditversicherung bei Vorbereitung und Abschluss von Verträgen eine wichtige Entscheidungshilfe. Weiterhin werden, um auf Projekt- und Marktveränderungen rechtzeitig reagieren zu können, die regelmäßigen Auswertungen der momentanen Lage mit dem Management fortgesetzt und gezielte Weiterbildungsmaßnahmen von Mitarbeitern durchgeführt. Die eigene Lehrausbildung wird fachlich ständig verbessert, um auch weiterhin eine Rekrutierung des notwendigen Personals aus den eigenen Reihen zu gewährleisten. Die Zusammenarbeit mit Konzernunternehmen soll, neben einer breiten Spezialisierung und der Nischenproduktion, weiterhin ein wesentlicher Baustein zur neuen Kundenakquise werden. Das Management geht jedoch von keiner Bestandsgefährdung, weder von einem einzelnen Risiko noch von Risiken im Verbund, aus.
PrognoseberichtDie bisherige erfolgreiche Unternehmensführung wird von der durch Qualität und fachlichen Kompetenz getragenen Beziehung zu langjährigen Auftraggebern, der anerkannten Position des Unternehmens auf dem regionalen Markt, Kundennähe, Termintreue und der stetigen Akquisition von Neukunden im Bereich der allgemeinen Industrie bzw. anderer Geschäftsfelder unterlegt. Dies schafft auch weiterhin die Basis für eine gute Entwicklung, vor allem für den Ausbau unserer vorgenannten Geschäftsfelder. Die Erwartungen und Prognosen, wie sie im Lagebericht des Vorjahres mit ca. EUR 12 - 13 Mio. Betriebsleistung und einem EBIT-Ergebnis in Höhe von ca. 4,5% dargestellt waren, haben sich im Geschäftsjahr mit EUR 13 Mio. Betriebsleistung erfüllt aber mit einem EBIT-Ergebnis in Höhe von 1,1% nur teilweise eingestellt. Der Auftragsvorlauf von ca. EUR 10,2 Mio. ist in dem von kurzer Angebots- und Auftragsvergabe geprägten Markt zufriedenstellend. Auch im kommenden Geschäftsjahr wird angestrebt, den Auftragsanteil von ca. 50% -im Maintenance und 50% im Projektgeschäft zu erreichen, um mit dieser ausgewogenen Produktmischung auf eventuelle Marktschwankungen in den einzelnen Segmenten der Chemischen-, Allgemeinen-, Kraftwerkstechnischen-, Halbleiter- und Pharmazeutischen Industrie erfolgreich entgegensteuern zu können. Auch in den kommenden Jahren sind Investitionen in Höhe der Abschreibungen für die Modernisierung und den weiteren Ausbau unserer Montagegeräte geplant, um den Forderungen unserer Kunden, sowie den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Durch den Verbund mit der Hertel Germany und dem Mutterkonzern Altrad sind unsere Möglichkeiten der Auftragsakquise am nationalen und globalen Markt weiter gestiegen, da die Kunden immer mehr Komplettleistungen anfragen. Durch den Unternehmensverbund können größere und komplexere Aufträge/ Projekte angeboten und realisiert werden, welche natürlich auch die Möglichkeiten und Chancen der Umsatz- und Ertragssteigerung bieten. Wir erwarten für die Geschäftsjahre 2018 und folgende eine Betriebsleistung in Höhe von ca. EUR 13 - 14 Mio. und ein EBIT-Ergebnis von ca. 5%.
Übrige AngabenDas Unternehmen hat eine Zweigniederlassung in Nünchritz, welche unter dem Firmennamen Hertel GmbH Dresden, Niederlassung Nünchritz, firmiert. Im Bereich Forschung und Entwicklung erfolgten im Geschäftsjahr keine Aktivitäten der Gesellschaft.
Dresden, den 10.10.2017
Axel Steiner
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