Herm. Fichtner Hof GmbH
An der Hohensaas 8, 95030 Hof, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Diegelmann seit 21.11.2022 | Geschäftsführer |
Matthias Frisch seit 26.8.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Guck Verwaltungs-GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Herm. Fichtner Hof GmbHHof (Saale)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für Offenlegungszwecke1. Grundlagen des Unternehmens Die Herm. Fichtner Hof GmbH ist ein seit über 120 Jahren inhabergeführtes Familienunternehmen. An unserem Stammsitz in Hof stehen wir unseren Kunden mit ca. 80 Mitarbeitern zur Verfügung. Geschäftsgegenstand ist der Handel mit Eisenwaren, Baubeschlägen, Bauelementen und Werkzeugen, wobei die Bedeutung der Bereiche Baubeschläge und Bauelemente über die letzten Jahre stetig zunahm und heute den Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit ausmacht. Zudem gewinnt der Bereich Sicherheitstechnik und Mechatronik zunehmend an Bedeutung und wird mit einer separaten Abteilung an unserem Standort in der Karolinenstraße in Hof geführt. Weiter bieten wir unseren Kunden Farb- und Lackmischungen nach Wunsch, Zuschnitt von Fensterbänken, Ausstellungen von Baubeschlag und Bauelementen sowie Shop-in-Shop-Lösungen im Werkzeugbereich. Abnehmer der über 33.000 verschiedenen Lagerartikel sind vor allem Handwerksbetriebe und produzierende Firmen im sich laufend erweiternden Umkreis, während Heimwerker und private Bauherren weiterhin nur einen minimalen Anteil des Umsatzes ausmachen. Die Warenlieferung erfolgt über unsere Spedition, Paketdienste, eigene Expressdienste oder per Strecke direkt vom Lieferanten. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Im vergangenen Jahr hatten wir prognostiziert, dass das Jahr 2023 ein herausforderungsvolles Jahr für die Baubranche werden würde. Herausforderungen wie Baustoffmangel, hohe Baustoffpreise, steigende Zinsen und die damit einhergehende geringere Nachfrage von Bauleistungen sollten die Branche prägen und die Baukonjunktur im Jahr 2023 negativ beeinflussen. Insbesondere im Wohnungsbau sahen - trotz ambitionierter Ziele der Bundesregierung - die Prognosen für 2023 nicht durchweg positiv aus und auch ein Rückgang der Anzahl der Beschäftigten wurde erwartet. Die reale Entwicklung der Baubranche von Januar bis Dezember 2023 war durchwachsen. Laut Statistischem Bundesamt ergibt sich folgendes Bild: Umsatz im Bauhauptgewerbe, Januar bis Dezember 2023: -3,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum (real) +3,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum (nominal) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe, Januar bis Dezember 2023: -4,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum (real) +3,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum (nominal) Auch im Jahr 2023 wurde die Bauwirtschaft weiterhin maßgeblich von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und den damit einhergehenden Herausforderungen beeinflusst. Steigende Energiepreise und die zunehmende Inflation verstärkten die bereits angespannte wirtschaftliche Situation. Die weltwirtschaftliche Lage macht eine Planung schwierig. Die Material- und Energiepreise steigen stetig. Laut ifo-Institut sind im Oktober 2023 22,2 Prozent der befragten Unternehmen von Stornierungen im Wohnungsbau betroffen. Die Auftragsstornierungen im Wohnungsbau erreichen damit einen neuen Höchststand. "Projekte scheitern am gestiegenen Zinsniveau und den teuren Baupreisen", so Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Umfragen. Die Anzahl der Baugenehmigungen geht laut den Angaben des Statistischen Bundesamts drastisch zurück. Von Januar bis Dezember 2023 wurden 90.200 Wohnungen weniger genehmigt als im Vorjahreszeitraum - das entspricht einem Rückgang von 29,7 Prozent. Besonders bemerkbar macht sich der Negativtrend bei Ein- und Zweifamilienhäusern. 2.2 Geschäftsverlauf Nach einem sehr starken Jahr 2022 und einer relativ schlechten Prognose für 2023 hat unser Umsatz unsere Erwartungen für das Jahr 2023 nicht ganz erreicht. Geplant wurde mit einem Umsatz von TEUR 22.100. Erreicht haben wir einen Umsatz von TEUR 21.280 und damit TEUR 820 weniger als geplant. Das geplante Jahresergebnis von TEUR 288 wurde mit TEUR 342 um TEUR 54 übertroffen. Dies liegt vor allem am Wareneinsatz, der mit TEUR 15.686 um TEUR 579 unter dem Planwert von TEUR 16.265 lag. 2.3 Wirtschaftliche Lage des Unternehmens, Ertragslage/Vermögenslage/Finanzlage
Die Bilanzsumme verminderte sich um 1.015 TEUR auf 5.752 TEUR. Die Vorräte sind mit TEUR 2.310 um TEUR 953 geringer als im Vorjahr. Die liquiden Mittel sind um TEUR 402 auf TEUR 789 gestiegen. Die Kapitalstruktur ist durch einen stabilen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme gekennzeichnet. Das Eigenkapital erhöhte sich durch den Jahresüberschuss um 223 TEUR auf 2.603 TEUR. Dies entspricht einer Quote von 45,3 % (Vorjahr 35,2 %) an der Bilanzsumme.
Das Jahresergebnis belief sich 2023 auf 342 TEUR nach 354 TEUR in 2022. Die Gesamtleistung liegt ca. 9,3 % unter dem Vorjahr. Der Materialaufwand verringerte sich dabei gegenüber 2022 um 1.792 TEUR; bezogen auf die Betriebsleistung entsteht eine Minderung von 74,5 % auf 73,7 %. Die verminderte Gesamtleistung führte dazu, dass die Prognose des Rohergebnisses aus dem Vorjahr nicht erreicht wurde. Es wurde mit einem Rohergebnis von TEUR 5.835 geplant, welches um TEUR 241 verfehlt wurde. Hinsichtlich des Jahresergebnisses konnten wir unsere Erwartungen trotzdem erfüllen und mit TEUR 342 die geplanten TEUR 288 um TEUR 54 übertreffen. Wir beurteilen die Geschäftsentwicklung insgesamt als positiv. 2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren Die Gesellschaft lässt sich hauptsächlich am Umsatz und am Eigenkapital messen. Die Erlöse sind in 2023 um 9,3 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das Eigenkapital erhöhte sich im Wesentlichen durch den Jahresüberschuss 20223 um 223 TEUR auf 2.603 TEUR. Dies entspricht einer Quote von 45,3 % (Vorjahr 35,2 %). 3. Risiko- und Chancenbericht 3.1 Risiken der künftigen Entwicklung Unter Risikomanagement verstehen wir ein verantwortungsbewusstes und vorausschauendes Verhalten beim Umgang mit Unsicherheiten. Dies betrifft in unserem unternehmerischen Umfeld u. a. finanzielle Risiken, Forderungssicherung, Datensicherheit, Unfallverhütung, Brand- bzw. Diebstahlschutz und weitere. Lieferverzögerungen und minderwertige Qualität wirken sich direkt auf das Kundenvertrauen aus, aus dem sich eine negative Entwicklung für unsere Gesellschaft ergeben könnte. Wir verfügen über ein Informationssystem, das die Unternehmensleitung in die Lage versetzt, signifikante und bestandsgefährdende finanzielle Risiken frühzeitig zu identifizieren, diese zu analysieren und zu reduzieren. Dem Risiko von Zahlungsausfällen versuchen wir durch Kreditlimits, deren Höhe nur durch die Geschäftsleitung geändert werden kann und durch die Umstellung auf Anzahlungskunden (= Kunde, der nicht nur vor Anlieferung zahlen muss, sondern dessen Sonderbestellung auch erst nach Zahlung ausgelöst wird) entgegenzutreten. Aufgrund der aktuellen politischen Lage kommt es zu Rohstofmangel und erhöhten Preisen. Fichtner reagiert mit einer Kombination aus effizientem Ressourceneinsatz, dem Einsatz von Alternativen wie Recycling oder erneuerbaren Materialien, einer diversifizierten und abgesicherten Beschaffung, einer genauen Analyse und Optimierung der Kosten sowie der Förderung nachhaltiger Projekte, die sowohl Ressourcen schonen als auch langfristig Vorteile für die Kunden schaffen, während gleichzeitig eine flexible Anpassung an sich ändernde Marktbedingungen sichergestellt wird. Fichtner verfolgt eine proaktive Strategie, um den Fachkräftemangel anzugehen. Dazu gehört die Förderung einer attraktiven Arbeitgebermarke, um Talente anzuziehen und langfristig zu binden. Innovative Rekrutierungsansätze, gezielte Weiterbildungsmöglichkeiten und die Nutzung digitaler Plattformen tragen dazu bei, Fachkräfte zu gewinnen und weiterzuentwickeln. Gleichzeitig wird auf eine Kultur der Zusammenarbeit und auf Arbeitsmodelle wie Homeoffice und flexible Arbeitszeiten gesetzt, um Mitarbeiter zufriedenzustellen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu stärken. Durch diese Maßnahmen positioniert sich Fichtner als moderner Arbeitgeber, der sich den Herausforderungen der Arbeitswelt stellt. Das Gesamtbild der Risikolage, welches sich aus der Zusammenfassung der beschriebenen Risiken anhand von Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit ergibt, führt zu unserer Einschätzung, dass weder einzelne Risiken noch die Risiken in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter haben. Wir sind überzeugt, die sich aus den oben genannten Risiken ergebenden Herausforderungen auch in den kommenden Jahren erfolgreich zu meistern. 3.2 Chancen der künftigen Entwicklung Durch ein Risikomanagementsystem sehen wir gute Zukunftschancen für unser Unternehmen. Unsere Niederlassung in Hallstadt bei Bamberg bietet für das Handwerk vor Ort eine Möglichkeit Ware abzuholen und vor allem auch in der teilweise digitalen Türenausstellung mit deren Kunden Beratungen durchzuführen. Diese Nähe zum Kunden ist eine grundlegende Basis für den Erfolg in einer Region. Die stetig wachsende Region Bamberg ist auch durch ihre Kaufkraft eine sinnvolle Zukunftsinvestition für unser Unternehmen. Durch die Übernahme des Standortes Marktredwitz der Firma Stöcker, Hochstadt und deren Mitarbeiter im Januar 2024, versprechen wir uns eine stärkere Präsenz in der Region und einen weiteren Ausbau unseres Absatzmarktes. Auch in den kommenden Jahren streben wir an, durch einfachere, schnellere und fehlerfreie Prozesse sowie eine Reduzierung der Kostenstruktur im Unternehmen unsere Ertragssituation weiter zu verbessern. 4. Prognosebericht Nach einem herausforderungsvollen Jahr 2023 blicken wir mit einer Mischung aus Vorsicht und Optimismus auf das Jahr 2024. Die aktuelle Wirtschaftslage, insbesondere im Bausektor, stellt uns vor Herausforderungen, weshalb wir für das kommende Jahr einen leichten Umsatzrückgang prognostizieren. Wir planen mit einem Umsatz von TEUR 20.600. Zudem wird unser Jahresergebnis durch zwei wesentliche Faktoren negativ beeinträchtigt: Zum einen ist die allgemeine positive Stimmung im Bausektor noch nicht erkennbar und zum anderen erwarten wir, dass die Notwendigkeit besteht, unsere Warenbestände punktuell abzuwerten. Für 2024 planen wir mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 294. Das Jahr 2024 stellt die Baubranche vor bedeutende Herausforderungen, geprägt durch sich verändernde politische und ökonomische Rahmenbedingungen. Die aktuelle Zurückhaltungvon privaten und gewerblichen Investoren im Bausektorentwickelt sich zurück, wird aber erst mit Verzögerung in unserer Branche zu einer Entspannung führen. In der aktuellen Marktsituation rechnen wir mit einer fortschreitenden Konsolidierung im Markt. Durch unsere wirtschaftliche Entwicklung in den vergangenen Jahren befinden wir uns in einer Position, um von diesen Marktveränderungen positiv zu profitieren.
Hof, den 11.12.2024 Herm. Fichtner Hof GmbH Matthias Frisch, Geschäftsführer Frank Diegelmann, Geschäftsführer Bilanz für OffenlegungszweckeAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für Offenlegungszwecke
Anhang für OffenlegungszweckeI. Vorbemerkung Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind Vermerke zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang ausgewiesen. II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Herm. Fichtner Hof GmbH, Hof (Saale), wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist beim Registergericht Hof unter der Nummer HRB 720 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 264a Abs. 1 i. V. m. § 267 Abs. 2 HGB auf. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter werden ebenfalls linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis Euro 800,00 Euro wurden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Abs. 2 EstG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Für die Zugänge in Vorjahren bei den geringwertige Anlagegegenständen (geringwertige Wirtschaftsgüter) werden die steuerlichen Vorschriften zur Bildung eines Sammelpostens zur Auflösung über fünf Jahre (§6 Abs. 2a EstG) auch in der Handelsbilanz angewendet, da diese Handhabung der tatsächlichen Nutzungsdauer nicht entgegensteht. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen sind in dem beigefügtem Anlagenspiegel gesondert dargestellt. Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die bezogenen Waren werden zu den Anschaffungskosten bewertet. In den Fällen, in denen der Marktpreis am Bilanzstichtag niedriger ist, wird dieser Wert angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht miteinbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten wird durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die liquiden Mittel sind zu Nominalbeträgen in der Bilanz ausgewiesen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag betreffen. Die Bildung erfolgt gem. § 250 Abs. 1 HGB. Das Eigenkaptial ist zum Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten und deren Besicherung ergeben sich aus dem beigefügtem Verbindlichkeitenspiegel. Die Besicherung erfolgt durch Grundschulden, Bürgschaften, Globalzession und Sicherungsübereignung des Warenbestandes. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge nach dem Bilanzstichtag betreffen. Die Bildung erfolgt gem. § 250 Abs. 2 HGB. IV. Angaben zur Bilanz In den Finanzanlagen befinden sich folgende Anteile an verbundenen Unternehmen:
Die im Umlaufvermögen ausgewiesenen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände setzen sich wie dargestellt zusammen und gliedern sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt: Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um gewährte Darlehen. Die Forderungen aus Lieferung und Leistung betragen im Jahr 2023 TEUR 1.265 (im VJ: TEUR 1.273) und haben eine Restlaufzeit bis ein Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen im Jahr 2023 TEUR 484 (im VJ: TEUR 720) und haben eine Restlaufzeit bis ein Jahr. Innerhalb des Bilanzpostens sonstige Vermögensgegenstände ist u.a. gemäß § 268 Abs. 4 Satz 2 HGB ein Betrag in Höhe von 194 TEUR (Vorjahr: 206 TEUR) für noch ausstehende Lieferantenboni enthalten. Eigenkapital Die Dartsellung des Eigenkapitals erfolgt gem. § 272 HGB unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrages. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden eines nahestehenden Unternehmes gesichert. Zwischen der Herm. Fichtner GmbH und der E/D/E Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH besteht eine Forderungsabtretung hinsichtlich der Boni aus den mit der EBH AG abgeschlossenen Konditionsvereinbarungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus kreditorischen Debitoren und Verbindlichkeiten aus Steuern zusammen. Sonstige Angaben Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit, aus der vorgenannten Verpflichtung in Anspruch genommen zu werden, aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. Während des Wirtschaftsjahres 2023 waren durchschnittlich 81 Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) beschäftigt, davon 4 Auszubildende und 11 geringfügig entlohnte Beschäftigte nach § 8 Absatz 1 Nummer 1 SGB IV. Geschäftsführer der Gesellschaft sind: - Herr Matthias Frisch, Hof, ausgeübter Beruf: Kaufmann - Herr Frank Diegelmann, Flieden, ausgeübter Beruf: Kaufmann Vom Schutzrecht nach § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Vergütungen der Geschäftsführungsorgane wird Gebrauch gemacht. Die Gesellschaft hat verschiedene Mietverträge und sonstige Vertragsverpflichtungen über Lagerräume und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Zweck der Verträge ist die Finanzierung und Beschaffung von betriebsnotwendigem Anlagevermögen. Die finanziellen Verpflichtungen i.S.v. § 285 Nr. 3 HGB oder nach § 251 HGB aus diesen Geschäften belaufen sich auf:
Risiken können sich durch den Abschluss teurerer Anschlussverträge zu höheren Kosten nach Auslaufen dieser Verträge ergeben. Vorteile, die zu der Entscheidung zur Durchführung bzw. Beibehaltung dieser Geschäfte geführt haben, sind hauptsächlich in der für die Gesellschaft nicht notwendigen Kapitalbindung bei der Beschaffung betriebsnotwendigen Anlagevermögens zu sehen. Darüber hinaus ergibt sich durch die Anmietung für die Gesellschaft kein Verwertungsrisiko, eine effektive Bewirtschaftung und die Möglichkeit der kurzfristigen Sicherung des aktuellen technischen Entwicklungsstands. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresabschluss in Höhe von 342.233,59 EUR auf neue Rechnungen vorzutragen.
Hof, den 11.12.2024 Bestätigungsvermerk für OffenlegungszweckeAn die Herm. Fichtner Hof GmbH, Hof (Saale) Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Herm. Fichtner Hof GmbH, Hof (Saale), - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Herm. Fichtner Hof GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kassel, den 11. Dezember 2024 Strecker
Berger + Partner mbB
Torben Teichmann, Wirtschaftsprüfer Marco Schumacher, Wirtschaftsprüfer" Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Herm. Fichtner Hof GmbH, Hof (Saale), wurde am 17.12.2024 festgestellt. |
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