RP Crest GmbHLiquidiert

83661 Lenggries, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 191104
Vorher
Blitz 11-315 GmbH
Eingetragen
17.3.2011
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für DritteManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Verwaltung des eigenen Vermögens.

Historie

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Management

NameRolle
Liquidator

Konzern- und Jahresabschlüsse

RP Crest GmbH

Lenggries (vormals: München)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht

1. Allgemeine Lage und Geschäftsentwicklung

1. Das Geschäftsmodell von RP Crest

Die RP Crest GmbH wurde im April 2011 gegründet und ist ein von der BaFin reguliertes und zugelassenes Finanzdienstleistungsinstitut.

Die Gesellschaft hat sich auf die Erschließung der sogenannten Volatilitätsrisikoprämie spezialisiert. Der entsprechende Investmentprozess wird einzig im von der Universal-Investment Gesellschaft mbH verwalteten Publikumsfonds RP Gamma implementiert, für den RP Crest als ausgelagerter Portfolio Manager agiert. Dafür erhält RP Crest eine volumen- und erfolgsabhängige Asset Management Vergütung.

Der RP Gamma Fonds bietet Kapitalmarktinvestoren Zugang zur Ertragsquelle Volatilitätsrisikoprämien (VRP). Die VRP ist die Vergütung für die Bereitstellung von Kapitalmarktrisikoversicherung und damit eine systematische Kapitalmarktrisikoprämie (sogenanntes "Beta"). Die Bereitstellung von Versicherung erfolgt über den Verkauf von Optionen.

Der RP Gamma Fonds entfaltet sich typischerweise besonders gut, wenn die Nachfrage nach Absicherung in Aktien und Anleihen groß ist. Phasen unerwartet hoher Volatilität hingegen führen zu Schadensregulierung und der Versicherungsgeber erleidet Verluste. Phasen anhaltend hoher Risikoneigung produzieren eine unterdurchschnittliche Ertragsentwicklung, da die Nachfrage nach Versicherung nachlässt und die Marge des Versicherungsgeschäfts schrumpft.

2. Allgemeine Lage und Marktumfeld

Kapitalmarktumfeld

Nach herben Verlusten im Jahr 2018 und einem turbulenten Jahreswechsel 2018/2019 setzen die Aktienmärkte bereits im Januar 2019 zu einer fulminanten Erholung an und legten im Jahresverlauf zweistellig zu (z.B. S&P 500 +31%, DJ EuroStoxx 50 +30%, DAX +25%). Auch die meisten anderen Anlageklassen verzeichneten eine gute Kursentwicklung. Die bestehenden Sorgen, von der Krise in Italien, über den Brexit und den eskalierenden Handelskonflikt zwischen den USA und China belasteten die Märkte immer nur kurz - lediglich während des Juli und August kam es zu größeren Verwerfungen, die insbesondere an den Anleihenmärkten für außergewöhnlich hohe Volatilität und rekordtiefe Zinsen sorgten.

Das Jahr 2019 war ein unterdurchschnittliches Jahr für Volatilitätsrisikoprämien (VRP), insbesondere im Fixed Income Segment. Dafür waren maßgeblich zwei Ereignisse verantwortlich: erstens die sehr schnelle, und von hoher realisierter Volatilität begleitete Erholung der Aktienmärkte im ersten Quartal. Zweitens die turbulente Marktphase im August, in deren Verlauf die globalen Aktienmärkte nach einer überraschenden Eskalation des Handelskrieges zwischen den USA und China um 5-10% einbrachen. Dabei drückte eine starke Fluchtbewegung in sichere Anleihen die Renditen von Staatsanleihen auf neue Rekordtiefs. Über das Jahr betrachtet erlebten die Marktteilnehmer in 2019 einen Rückgang der Anlageklassen übergreifenden impliziten Volatilitäten. Im Jahresverlauf lagen die realisierten Volatilitäten im Durchschnitt leicht unter den zuvor in den Optionspreisen implizierten Volatilitäten, die VRP war deshalb moderat positiv.

Produktperformance

Der RP Gamma Fonds (Anteilklasse IL) entwickelte sich in diesem Umfeld mit einer Performance von +3,1% positiv, wenn auch etwas unterhalb der durchschnittlich erwarteten Renditeerwartung. Die Hauptkomponenten des Anlageprozesses entwickelten sich wie folgt: das Collateral verzeichnete aufgrund des Negativzinsumfelds einen kleinen Verlust, Volatilitätsrisikoprämien von Aktien lieferten einen signifikant positiven Performancebeitrag, während die Volatilitätsrisikoprämien von Fixed Income einen leicht negativen Beitrag erwirtschafteten.

Innerhalb seiner Peergroup liegt der RP Gamma Fonds 2019 im mittleren Bereich. Mit seinem Schwerpunkt auf dem Risikofaktor Gamma (Differenz zwischen impliziter und realisierter Volatilität) lag er vor allem hinter Konkurrenzprodukten, die den Risikofaktor Vega (Veränderungen im Niveau der impliziten Volatilität) stärker gewichten.

3. Geschäftsentwicklung

Im Jahr 2019 hat die Gesellschaft einen Jahresüberschuss von TEUR 122,2 nach zuvor TEUR 523,8 erwirtschaftet. Dieser Rückgang ist vor allem dem rückläufigen Fondsvolumen geschuldet.

In 2019 verzeichnete der RP Gamma Fonds Netto-Mittelabflüsse von ca. 145 Mio. EUR. Von Kundenseite wurden diese vor allem mit der schwach ausgeprägten Erholung nach dem Verlustjahr 2018 und dem Abschneiden gegenüber ausgewählten Konkurrenzprodukten begründet. Das verwaltete Volumen sank auf Jahressicht unter Berücksichtigung der erzielten Performance von ca. 579 Mio. EUR auf ca. 448 Mio. EUR.

Mit der Erreichung eines positiven Jahresüberschusses kommt wieder das Mitarbeiter-Gewinnpartizipationsprogramm zum Tragen. Dieses Vergütungsmodell ist zur Sicherstellung der Interessenskongruenz zwischen Gesellschaftern, Mitarbeitern und Investoren extrem wichtig für RP Crest und sorgt außerdem für eine langfristige unternehmerische Einbindung der Mitarbeiter in die Gesellschaft.

Der inhaltliche Fokus lag weiterhin auf der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Anlageprozesses und dem fortlaufenden Ausbau der Handels- und Risikomanagement-Infrastruktur von RP Crest. Unsere Researcherkenntnisse zum Management der Gamma- und Vega-Risikoprämien setzten wir zügig und konsequent im Anlageprozess um. Zusätzlich nutzten wir diese Erkenntnisse, um eine Verbreiterung unserer Produktpalette vorzubereiten.

2. Ertragslage

Der Jahresüberschuss beläuft sich auf TEUR 122,2 nach TEUR 523,8 im Vorjahr.

Wichtigste Ertragsquelle der Gesellschaft war wieder der Provisionsüberschuss in Höhe von TEUR 2.739,4 (im Vorjahr TEUR 3.823,3). Der Rückgang resultiert maßgeblich aus dem gesunkenen Fondsvolumen. Es wurde keine performanceabhängige Vergütung vereinnahmt. Den Brutto-Provisionserträgen von TEUR 5.678,9 (im Vorjahr TEUR 6.816,3) standen Provisionsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.939,6 (im Vorjahr TEUR 2.993,0) gegenüber, überwiegend für die Zahlung von Rückvergütungen an Kunden. Die Marge ist aufgrund der Struktur der Assets under Management gesunken. Der Zinsertrag belief sich auf TEUR 10,7 (im Vorjahr TEUR 8,7) und stammt vor allem aus Zinsen und ähnlichen Erträgen aus den Wertpapieren des Anlagevermögens. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen TEUR 24,1 (im Vorjahr TEUR 39,4).

Der Verwaltungsaufwand betrug TEUR 2.514,7 (im Vorjahr TEUR 3.028,6). Der Personalaufwand machte davon TEUR 1.827,6 (im Vorjahr TEUR 2.031,1) aus. Der Rückgang geht zum größten Teil auf eine deutlich reduzierte Rückstellung für die Mitarbeiter-Gewinnpartizipation in Höhe von TEUR 81,4 (im Vorjahr TEUR 349,2) zurück. Damit wird die beabsichtigte unmittelbare und periodengerechte Anpassung der Personalkosten an die Gewinnentwicklung sichtbar. Die anderen Verwaltungsaufwendungen konnten vor allem durch Einsparungen bei den Werbe- und Beratungskosten entsprechend dem letztjährigen Prognosebericht gesenkt werden: sie betrugen TEUR 687,0 in 2019 nach TEUR 997,5 im Vorjahr. Die Abschreibungen waren weitgehend unverändert und beliefen sich auf TEUR 40,0 (im Vorjahr TEUR 37,4). Der Steueraufwand fiel aufgrund des gesunkenen Ergebnisses und betrug TEUR 60,7 (im Vorjahr TEUR 263,6).

3. Finanz- und Vermögenslage

4. Grundsätzliches zum Finanzmanagement

Die Steuerung und Überwachung der eigenen Zahlungsfähigkeit erfolgt basierend auf den Zahlen der Finanzbuchhaltung direkt durch die Geschäftsführung. Damit stellen wir sicher, dass die Gesellschaft ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen kann. Grundsätzlich steuern wir innerhalb unseres Finanzmanagements den Einsatz liquider Mittel dergestalt, dass die Ausgaben durch die Einnahmen mehr als gedeckt werden, um auf den Einsatz von Fremdmitteln im normalen Geschäftsbetrieb verzichten zu können.

Die Liquidität wird in der Regel in täglich fälligen Guthaben, Termingeldanlagen und gegebenenfalls als kurzfristig realisierbare Liquiditätsreserve in Form von Geldmarktfonds gehalten.

Der Erwerb von anderen Wertpapieren (insbesondere ETFs und Anteile am RP Gamma Fonds) dient der mittel- bis langfristigen Anlage von Firmenvermögen. Dabei wird auf eine ausreichende Liquidität und Handelbarkeit geachtet und der prognostizierte zukünftige Liquiditätsbedarf der Gesellschaft zuzüglich eines Sicherheitspuffers berücksichtigt.

5. Finanzlage

Die Finanz- und Liquiditätslage war über das gesamte Geschäftsjahr positiv, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit vollumfänglich gewährleistet. Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag TEUR 552,3 (im Vorjahr TEUR 159,7). Aus kurzfristig fälligen Forderungen abzüglich korrespondierender Verbindlichkeiten aus Rückvergütungen an Kunden resultiert eine kurzfristig realisierbare Netto-Forderung in Höhe von 576,9 TEUR (im Vorjahr TEUR 811,2).

6. Vermögenslage

Die Bilanzsumme belief sich Ende 2019 auf TEUR 5.128,1 nach TEUR 3.784,1 EUR im Vorjahr.

Die Gesellschaft verfügt über ein Eigenkapital von TEUR 4.222,5 (im Vorjahr TEUR 2.449,5) und eine Eigenkapitalquote von 82,3% (im Vorjahr 64,7%). Die Erhöhung beim Eigenkapital und der Eigenkapitalquote resultiert aus der im letztjährigen Lagebericht angekündigten und im Februar 2019 vollzogenen Kapitalerhöhung. Dabei hat die RP Crest Beteiligungs GmbH & Co. KG II TEUR 2.000,1 in die RP Crest GmbH eingebracht.

Um dem Null- bzw. Negativzinsumfeld Rechnung zu tragen und das Adressenausfallrisiko zu diversifizieren wurde weiterhin ein Teil (TEUR 2.931,6 nach TEUR 1.743,1 im Vorjahr) des Anlagevermögens der Gesellschaft in Wertpapiere investiert. Die Anlage erfolgte dabei in geldmarktnahe Fonds, ETFs und den von uns gemanagten RP Gamma Fonds.

Die Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 735,2 (im Vorjahr TEUR 840,7) sind ausschließlich kurzfristiger Natur und resultieren zum größten Teil aus fälligen Rückvergütungen an Kunden in Höhe von TEUR 662,4 (im Vorjahr TEUR 763,0).

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Anzahl der Mitarbeiter reduzierte sich im Berichtsjahr um einen auf zwölf Vollzeit-Mitarbeiter. Neben dem Ausscheiden eines Software-Entwicklers hatten wir 2019 keinen Personalwechsel zu verzeichnen. Das Kernteam um die Partner ist bereits seit Aufnahme des operativen Geschäftsbetriebes in 2012 unverändert.

Die Dienstleistungen der RP Crest GmbH verursachen keine nennenswerten umweltbelastenden Auswirkungen. Unternehmensintern wird großer Wert auf einen schonenden Ressourceneinsatz gelegt. Das Gebäude, in dem sich unsere Büroräume befinden, verfügt über eine LEED-Zertifizierung in Gold, in der Dienstwagenrichtlinie werden Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt.

Das Team von RP Crest ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. In Abstimmung mit allen Mitarbeitern und Gesellschaftern wurde beschlossen, beginnend ab dem Geschäftsjahr 2017, einen Anteil des Gewinns vor Steuern und Mitarbeitergewinnpartizipation für wohltätige Zwecke zu spenden. In 2019 wurden in diesem Kontext TEUR 6,2 (nach TEUR 20,7 im Vorjahr) gespendet.

5. Risikobericht

7. Grundsätzliches zum Risikomanagement

Die RP Crest GmbH unterliegt als Finanzdienstleistungsinstitut den Mindestanforderungen an das Risikomanagement der BaFin (MaRisk) und hat diese unter Berücksichtigung der Institutsgröße sowie von Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten umzusetzen. Verantwortlich für das Risikomanagementsystem ist die Geschäftsführung der RP Crest GmbH. Alle Mitarbeiter sind jedoch durch ein besonderes Gesellschafts- und Vergütungsmodell eingebunden, das ein zentrales Instrument der Gesellschaft ist, um eine hohe Interessenskongruenz zwischen Mitarbeitern, Fondsinvestoren und Gesellschaftern herzustellen und alle Mitarbeiter zu einem nachhaltigen Risikomanagement motiviert.

Die Gesellschaft hat ein Risikomanagementsystem implementiert, um die wesentlichen Risiken zu identifizieren, beurteilen und steuern zu können. Ziel der Risikostrategie ist die Einhaltung der regulatorischen Anforderungen und die Erhaltung der Ertragskraft des Unternehmens. Als wesentliches innerbetriebliches Steuerungselement dient ein regelmäßiger Risikoreport dem Controlling und der Steuerung der als relevant identifizierten Risiken. Folgende wesentliche Risikobereiche wurden identifiziert und dazugehörige Maßnahmen festgelegt und, soweit nötig, ergriffen.

8. Einzelne Risikobereiche der Risikomanagementstrategie

Strategische und Produktrisiken

Das Geschäfts- und Kapitalmarktumfeld für Asset Manager ist äußerst dynamisch und nur schwer prognostizierbar. Das Geschäftsmodell der Gesellschaft bringt es mit sich, dass Risiken unterschiedlicher Art und Ausprägung bestehen, die den Geschäftsverlauf und das Ergebnis der Gesellschaft, mitunter auch erheblich, beeinträchtigen können. RP Crest ist in hohem Maße von der Performance der Anlagestrategie zur Erschließung von Volatilitätsrisikoprämien abhängig. In für die Strategie ungünstigen Kapitalmarktszenarien kann es zu einer negativen absoluten bzw. einer im Vergleich zur Peergroup unterdurchschnittlichen relativen Wertentwicklung kommen. Auch könnte die Stimmung der Investoren im Allgemeinen negativ beeinflusst werden, so dass es zu einer Reduzierung der verwalteten Assets under Management kommen kann, die unmittelbar zu einer Reduzierung der laufenden Erträge führt. Das Risiko von Mittelabflüssen stufen wir weiterhin als hoch ein. Ein weiteres Risiko ist eine für ein junges Unternehmen typische erhöhte Kundenkonzentration. RP Crest begegnet diesen Risiken durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Produktqualität, eine angemessene Risikostruktur im RP Gamma Fonds, eine sehr intensive Kundenbetreuung sowie die Bestrebung einer Verbreiterung des Kundenkreises und der Produktpalette. Des Weiteren ist die Kapitalisierung und Kostenstruktur der Gesellschaft so gestaltet, dass sie eine vorübergehende Ertragsschwäche überdauern kann, ohne den Fortbestand unmittelbar zu gefährden.

Liquiditäts- und Adressenausfallrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht pünktlich bei Fälligkeit erfüllen kann. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird die Liquidität der Gesellschaft durch die Geschäftsführer anhand einer Cash-Flow Planung überwacht und ein Liquiditätspuffer vorgehalten. Die zur Liquiditätshaltung eingesetzten Instrumente verfügen zum überwiegenden Teil über tägliche Liquidität. Die Einnahmen der Gesellschaft hängen direkt vom verwalteten Vermögen ab und sind somit zumindest kurzfristig vergleichsweise gut prognostizierbar.

Das Adressenausfallrisiko steht für die Möglichkeit des Ausfalls eines Kreditinstitutes, bei dem RP Crest Geld angelegt hat, den Ausfall der Kapitalverwaltungsgesellschaft, für die RP Crest Fonds verwaltet und den Ausfall von direkt oder über Fonds bzw. ETFs gehaltenen Wertpapieren. Wir legen unsere liquiden Barmittel diversifiziert über zwei Banken an, beobachten deren Risiko fortlaufend und haben zudem Gelder in einen Geldmarktfonds ausgelagert. Das Vermögen des von uns betreuten Fonds wird getrennt vom Vermögen der Kapitalverwaltungsgesellschaft geführt, was das Ausfallrisiko erheblich mindert. Zudem wird die Verwaltungsvergütung quartalsweise abgerechnet. Die Ausfallrisiken unserer Wertpapieranlagen sind breit gestreut.

Marktpreisrisiken

Diese beschreiben das Risiko eines Wertverfalls der gehaltenen Anlagen. Im ungünstigen Fall führen adverse Szenarien zu einem gleichzeitigen Eintritt mit anderen hier beschriebenen Risiken. RP Crest überwacht diese Risiken fortlaufend und begrenzt die Marktpreisrisiken durch eine konservative Anlagepolitik mit einem überschaubaren Anteil an risikobehafteten Anlagen. Das Risiko der eigenen Bestände im täglich handelbaren RP Gamma Fonds wird durch das eigene Risikomanagement ohnehin intensiv verfolgt.

Operationelle Risiken

In diesen Risikobereich fallen mehrere Risikoarten. Zum einen können Fehler, insbesondere im Kerngeschäft Portfolio Management (z.B. Verstoß gegen gesetzliche und vertragliche Anlagegrenzen), zu erheblichen Schäden führen. Dem wirkt RP Crest durch systemseitig implementierte Kontroll- und Prüfroutinen (ex-ante und ex-post) in Verbindung mit der Lizensierung der auch von der Kapitalverwaltungsgesellschaft des RP Gamma Fonds eingesetzten Fondsverwaltungs-Software entgegen. Sonstigen Compliance-Risiken wirkt die Gesellschaft durch ein Compliance-Regelwerk entgegen. Personelle Risiken (z.B. Abhängigkeit von einzelnen Personen, Fluktuation, Abwesenheiten durch Urlaub und Krankheit) werden durch die Dopplung aller wichtigen Funktionen, Vertretungsregelungen, ein gutes Betriebsklima und ein leistungs- und marktgerechtes Vergütungssystem vermieden. EDV-Risiken (insbesondere Ausfall von Systemen, Datenverlust, Schadsoftware) werden durch ein modernes EDV-System, ein regelmäßig getestetes Notfallkonzept und den Einsatz von aktueller Antiviren-Software reduziert.

Im Allgemeinen werden die operationellen Risiken durch ein umfangreiches Regelwerk und die Dokumentation der Geschäftsabläufe im Organisationshandbuch der Gesellschaft gemindert. Zusätzlich hat RP Crest eine Versicherung zur Deckung von D&O und E&O Schadensfällen abgeschlossen.

Rechtsrisiken

Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass von Seiten der Investoren oder Geschäftspartner Ansprüche gegenüber der Gesellschaft geltend gemacht werden. Aufgrund der Größe der Gesellschaft beschäftigt RP Crest keinen eigenen Jurist, lässt sich aber in rechtlichen Fragen bedarfsweise von einer externen Kanzlei beraten. Aktuell ist kein konkreter Rechtsstreit anhängig oder absehbar.

Regulatorische Risiken

Änderungen im regulatorischen Rahmen können sich deutlich negativ auswirken, sofern sie das Geschäftsmodell von RP Crest stark einschränken oder die Attraktivität des RP Gamma Fonds für institutionelle Investoren beeinträchtigen. Aufgrund der bewussten Fokussierung kann die Gesellschaft dieses Risiko nur sehr begrenzt steuern, z.B. durch die Evaluierung alternativer, weniger stark regulierter Produktverpackungen.

9. Zusammenfassende Risikobeurteilung

Die dargestellten Risiken werden von der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und mit den genannten Risikomanagementstrategien gesteuert.

Das Hauptrisiko besteht derzeit in der Gefahr weiterer Mittelabflüsse, die unmittelbar zu einer Verschlechterung der Ertragslage der Gesellschaft führen.

6. Prognosebericht mit Stand 31.12.2019

Die zukünftige Geschäftsentwicklung der RP Crest GmbH hängt auch weiterhin ganz wesentlich von den erzielten Performance-Ergebnissen und darauf aufbauend von dem Erhalt der vorhandenen bzw. der Gewinnung neuer Assets under Management ab.

Mit Blick auf das Jahr 2020 befindet sich RP Crest in einer angespannten Situation. Die Jahre 2018 und 2019 waren insgesamt ein schlechtes Umfeld für Volatilitätsrisikoprämien und der RP Gamma Fonds verzeichnete eine sowohl absolut als auch relativ enttäuschende Performance. Daher müssen wir auch für das Jahr 2020 mit einem Rückgang der Assets under Management und damit einhergehend mit einem Rückgang der volumenbasierten Asset Management Vergütung rechnen.

Die aus unseren Researcherkenntnissen abgeleiteten Ergebnisse für das Gamma- und Vega-Management erachten wir für aussichtsreich und setzen sie im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Anlageprozesses in unserem Kernprodukt RP Gamma um. Parallel haben wir im Verlauf des Jahres 2019 eine Erweiterung unserer Produktpalette vorbereitet, um unsere Ertragsbasis zu diversifizieren und zu stabilisieren. Sowohl für den RP Gamma Fonds als auch für die geplanten Neuprodukte rechnen wir jedoch mit einem signifikanten zeitlichen Vorlauf, bis sich auf Basis eines positiven Track records neue Vermarktungspotentiale erschließen lassen.

Um diesen zeitlichen Vorlauf finanzieren und das Team halten zu können, planen wir, sowohl die Personalkosten als auch die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen in 2020 durch konsequentes Kostenmanagement zu senken. Dennoch erwarten wir in unserem Basisszenario für das Jahr 2020 ein negatives Ergebnis vor erfolgsabhängiger Asset Management Vergütung. Aufgrund der in allen Anteilklassen hohen Abstände zu den sogenannten "High Watermarks" rechnen wir für 2020 nicht mit einer erfolgsabhängigen Vergütung. Weitere Mittelabflüsse, Kapitalmarktturbulenzen und eine unter den Erwartungen liegende absolute bzw. relative Fondsperformance stellen die Hauptrisiken dar und würden die Rückkehr auf den Wachstumspfad mit dem RP Gamma Fonds und den geplanten Neuprodukten deutlich erschweren.

Der Ausblick unterliegt Unsicherheiten, insbesondere aufgrund des nicht vorhersehbaren wirtschaftlichen Umfeldes, der nicht planbaren zukünftigen Performance sowie der oben dargestellten Risikofaktoren. Entsprechend kann sich das Ergebnis auch signifikant schlechter oder besser als geplant entwickeln.

7. Vorgänge nach Abschluss des Geschäftsjahres

Im Januar 2020 verzeichnete der RP Gamma Fonds massive Rückflüsse, das Fondsvolumen sank deutlich unter 100 Mio. EUR. Dadurch hat sich die Ertragslage der Gesellschaft stark verschlechtert. Die bereits in 2019 vorbereiteten Maßnahmen zur Kostensenkung können dies nicht auffangen. Da auch intensive Bemühungen, alternative Mandate zu gewinnen oder eine Auffanglösung zu strukturieren, nicht erfolgreich waren, hat die Gesellschafterversammlung im März 2020 die weitgehende Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs beschlossen.

 

München, März 2020

Matthias van Randenborgh, Geschäftsführer

Dr. Wolf-Dieter Freitag, Geschäftsführer

Christian Mardeck, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Forderungen an Kreditinsitute (täglich fällig) 552.284,30 159.706,92
B. Forderungen an Kunden 1.239.360,14 1.574.244,36
C. Finanzanlagen 2.931.556,06 1.743.114,09
D. Immaterielle Anlagewerte 1.618,00 21.274,00
E. Sachanlagen 56.300,00 93.408,00
F. sonstige Vermögensgegenstände 345.405,80 161.863,39
G. Rechnungsabgrenzungsposten 1.556,94 30.524,58
Bilanzsumme, Summe Aktiva 5.128.081,24 3.784.135,34

Passiva

   
31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (täglich fällig) 813,88 5.619,14
B. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 662.430,52 763.019,35
C. Sonstige Verbindlichkeiten 71.920,83 72.112,74
D. Steuerrückstellungen 0,00 16.272,90
E. andere Rückstellungen 170.365,00 477.657,00
F. Gezeichnetes Kapital 87.313,00 79.375,00
G. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 122.145,88 523.781,58
H. Kapitalrücklage 3.838.496,24 1.846.296,38
I. Gewinnvortrag 174.595,89 1,25
Bilanzsumme, Summe Passiva 5.128.081,24 3.784.135,34

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 10.702,96 8.654,24
2. Zinsaufwendungen 154,39 5.605,13
3. Provisionserträge 5.678.938,67 6.816.268,47
4. Provisionsaufwendungen 2.939.568,39 2.992.976,06
5. Sonstige betriebliche Erträge 24.117,58 39.426,89
6. Löhne und Gehälter 1.613.185,65 1.835.858,91
a) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 214.446,30 195.202,93
andere Verwaltungsaufwendungen 687.025,59 997.508,84
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 39.998,00 37.401,83
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 36.552,72 12.378,66
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 182.828,17 787.417,24
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 60.682,29 263.635,66
11. Ergebnis nach Steuern 122.145,88 523.781,58
12. Jahresüberschuss 122.145,88 523.781,58

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Gesellschaft RP Crest GmbH wurde die Erlaubnis nach § 32 Abs. 1 KWG zum Erbringen von Finanzdienstleistungen erteilt.

Nach § 340 a Abs. 2 HGB sind die Größenklassen des § 267 HGB auf Finanzdienstleistungsinstitute nicht anzuwenden. Es finden die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften Anwendung.

Der Jahresabschluss der RP Crest GmbH, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (insbesondere §§ 340 ff. HGB) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: RP Crest GmbH

Firmensitz laut Registergericht: München

Registereintrag: 09.02.2012

Registergericht: München

Register-Nr.: HRB 191104

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ist bei der Bewertung grundsätzlich von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Concern) auszugehen, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Aufgrund der Entscheidung der Gesellschafter, den operativen Geschäftsbetrieb der Gesellschaft weitgehend einzustellen, ist der Jahresabschluss grundsätzlich unter Abkehr von der Going-Concern-Annahme aufzustellen. Dies führt im vorliegenden Fall im Vergleich zur Going-Concern-Annahme jedoch nicht zu abweichenden Wertansätzen.

Bei der Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden die allgemeinen Bewertungsgrundsätze (§§ 252 ff. HGB) sowie die für Kreditinstitute geltenden besonderen Bewertungsvorschriften des § 340 e HGB beachtet. Von den nach § 340 f HGB gegebenen Verrechnungsmöglichkeiten für bestimmte Aufwendungen und Erträge wurde kein Gebrauch gemacht.

Der Ausweis der Forderungen an Kreditinstitute und anderer Forderungen erfolgt mit dem Nominalbetrag bzw. den fortgeführten Anschaffungskosten.

Die Bewertung der Wertpapiere des Anlagevermögens erfolgte mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten. Soweit der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger war, wurden entsprechende Abschreibungen vorgenommen. Zuschreibungen wurden vorgenommen, soweit aufgrund eines Anstiegs des beizulegenden Wertes der Grund für die vorangegangene Abschreibung entfallen ist.

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gem. § 255 Abs. 2 bis 3 HGB) bilanziert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu drei Jahren), bewertet. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben für zukünftige Geschäftsjahre.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert.

Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute ist das täglich fällige Bankguthaben i.H.v. Euro 552.284,30 (Vorjahr EUR 159.706,92) ausgewiesen.

Aufgliederung der Wertpapiere

Börsennotierte Wertpapiere WKN
ISHARE.EURO STOXX UCITS ETF DE INH.ANT. A0D8Q0
ISHAR.PFANDBRIEFE UCITS ETF DE INH.ANT. 263526
ISHSIII-EO CBX-F1-5YR EOD FUNDS A0RPWP
DWS EURO MONEY MARKET A0F426
DB X-TR.MSCI WORLD IDX.ETF INH.ANT.1C O.N. DBX1MW
ISHIII-EO CBX-F1-4YR EOD FUNDS A0RPWP
SPDR MSCI ACWI UCITS ETF FUNDS A1JJTC
Nicht börsennotierte Wertpapiere  
RP GAMMA INHABER-ANTEILE IL A1JSUA

Eigenkapital

Das Stammkapital i.H.v. EUR 87.313,00 (Vorjahr EUR 79.375,00) ist voll eingezahlt.

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Gesellschaft führt die Geschäftstätigkeit in angemieteten Büroräumen aus. Der Restbuchwert der im Sachanlagevermögen enthaltenen Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt zum Abschlussstichtag EUR 56.300,00 (Vorjahr EUR 93.408,00).

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel (siehe Anlage) ersichtlich.

Zinsen für Fremdkapital wurden bei keinem Posten des Anlagevermögens aktiviert.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus der Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2019 zu entnehmen.

Aufgliederung von einzelnen Bilanzpositionen nach Restlaufzeiten

Forderungsspiegel

Art der Forderungen Gesamtbetrag Restlaufzeit bis 3 Monate Restlaufzeit 3 Mo bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
An Kreditinstitute 552.284,30 552.284,30 0,00 0,00 0,00
An Kunden 1.239.360,14 1.239.360,14 0,00 0,00 0,00
Aus Lief. u. Leistungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
An verb. Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
An Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige 345.405,80 345.405,80 0,00 0,00 0,00
Gesamtsumme 2.137.050,24 2.137.050,24 0,00 0,00 0,00

Angabe der wichtigsten Einzelbeträge

HypoVereinsbank lfd. Konto 399.895,13 € (Vorjahr 0,00 €)
KSt- und GewSt-Rückforderung 284.846,47 € (Vorjahr 101.313,17 €)
Portfolio Management Leistungen 1.239.360,14 € (Vorjahr 1.574.244,36 €)

Verbindlichkeitsspiegel

Art der Verbindlichkeiten Gesamtbetrag Restlaufzeit bis 3 Monate Restlaufzeit 3 Mo bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
An Kreditinstitute 813,88 813,88 0,00 0,00 0,00
An Kunden 662.430,52 662.430,52 0,00 0,00 0,00
Aus Lief. u. Leistungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
An verb. Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
An Gesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige 71.920,83 71.920,83 0,00 0,00 0,00
Gesamtsumme 735.165,23 735.165,23 0,00 0,00 0,00

Angabe der wichtigsten Einzelbeträge

Verbindlichkeiten ggü. Kunden 662.430,52 € (Vorjahr 763.019,35 €)
Lohn- und Kirchensteuer 35.734,92 € (Vorjahr 37.038,43 €)

Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen betragen 170.365,00 € (Vorjahr 477.657,00 €). Diese setzen sich hauptsächlich zusammen aus Rückstellungen für Personalkosten i.H.v. 81.430,00 € (Vorjahr 349.187,00 €).

Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss für den Zeitraum 01.01. bis 31.12.2019 beträgt Euro 122.145,88.

Davon soll ein Teilbetrag i.H.v. 81.430,00 € ausgeschüttet werden.

Der Restbetrag i.H.v. 40.715,88 € soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Sonstige Pflichtangaben

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte von folgenden Personen geführt:

Geschäftsführer:

Matthias van Randenborgh, Kaufmann, Lenggries

Christian Mardeck, Kaufmann, Eichenau

Dr. Wolf-Dieter Freitag, Kaufmann, Fürstenfeldbruck (ab 22.07.2019)

Gesamtbetrag der Geschäftsführungsbezüge

Es erfolgt keine Angabe, da sich hierdurch die Bezüge der einzelnen Mitglieder verlässlich schätzen lassen. (§ 286 Abs. 4 HGB)

Verbindlichkeiten an Geschäftsführer

Verrechnungskonto Matthias van Randenborgh: Euro 9.445,29 (Vorjahr EUR 5.851,62) täglich fällig.

Angaben über die sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Leasingverträge:

RP 2: Jahresbetrag der Leasingraten 9.197,52 €, Laufzeit bis 04.02.2020

Mietvertrag:

Jahresbetrag der Grundmieten 147.967,56 €, Laufzeit bis 30.04.2025

Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Im Unternehmen sind im Durchschnitt 12 Angestellte beschäftigt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 12 für Abschlussprüfungsleistungen.

Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Forderungen: Euro 0
Verbindlichkeiten: Euro 0

Vorgänge nach Abschluss des Geschäftsjahres

Im Januar 2020 verzeichnete der RP Gamma Fonds massive Rückflüsse, das Fondsvolumen sank unter 100 Mio. EUR. Dadurch hat sich die Ertragslage der Gesellschaft deutlich verschlechtert. Die bereits in 2019 vorbereiteten Maßnahmen zur Kostensenkung können dies nicht auffangen. Da auch intensive Bemühungen, alternative Mandate zu gewinnen oder eine Auffanglösung zu strukturieren, nicht erfolgreich waren, hat die Gesellschafterversammlung im März 2020 die weitgehende Einstellung des operativen Geschäftsbetriebs beschlossen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

München, März 2020

Matthias van Randenborgh, Geschäftsführer

Dr. Wolf-Dieter Freitag, Geschäftsführer

Christian Mardeck, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten 01.01.2019
in EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten 31.12.2019
in EUR
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2019
in EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 55.884,08   29.998,00   25.886,08 34.610,08
Sachanlagen 222.921,01   24.807,58   198.113,43 129.513,01
Finanzanlagen 1.743.114,09 1.188.441,97     2.931.556,06  
Gesamt 2.021.919,18 1.188.441,97 54.805,58   3.155.555,57 164.123,09
Abschreibugen Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2019
in EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Buchwert 31.12.2019
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 9.242,00 19.584,00   24.268,08   1.618,00
Sachanlagen 30.756,00 18.455,58   141.813,43   56.300,00
Finanzanlagen           2.931.556,06
Gesamt 39.998,00 38.039,58   166.081,51   2.989.474,06

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.04.2020 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die RP Crest GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RP Crest GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RP Crest GmbH für das Geschäftsjahr vom

1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir verweisen auf die Ausführungen der Geschäftsführer im Anhang im Rahmen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze und Vorgänge nach dem Bilanzstichtag und auf den Prognosebericht des Lageberichts, welche den Beschluss der Gesellschaft zur weitgehenden Einstellung der operativen Geschäftstätigkeit und die darauf basierende Bilanzierung aufgrund der Abkehr vom Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beschreiben. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 6. April 2020

WEDDING & Cie. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Johannes Wedding, Wirtschaftsprüfer

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