Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 5189
Vorher
Seubert Recycling Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
9.3.1995
Branche
Großhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit Altmaterialien und Reststoffen
Gegenstand
ist der Handel mit Glas, Metall, Schrott sowie anderen Rohprodukten aller Art, die Aufbereitung der vorgenannten Rohprodukte, die Erbringung von Entsorgungsdienstleistungen sowie der Transport und die Lagerung der vorgenannten oder anderer Güter.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Stefan Mayer-Kastner
seit 21.1.2009
Geschäftsführer
Alexander Dietrich
seit 21.1.2009
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
38.66%
14.67%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MS-Umweltservice GmbHEigenbeteiligung
33.33%

Gesellschafter
Beta

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
MS-Umweltservice GmbH
Germany
30.000 €
33.33%
TM Holding GmbH
Germany
30.000 €
33.33%
K**** M****
13.200 €
14.67%
N***** M****
12.000 €
13.33%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MS Umweltservice GmbH

Lohr

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der MS Umweltservice GmbH, Lohr am Main

1. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses

1.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die gesamtwirtschaftliche Lage in der Bundesrepublik Deutschland war im Jahr 2023 immer noch stagnierend und von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt. Die Glasbranche profitierte weiterhin von einem guten privaten Konsum, während sich die Nachfrage im Industrie-Hohlglasbereich wieder leicht erholt. Baudienstleistungen wurden von privater und öffentlicher Hand noch nachgefragt, waren aber geprägt vom hohen Zinsniveau. Wiederrum sehr starke Lohnsteigerungen gingen mit gewohnt stark steigenden Kosten bei Rohstoffen und Dienstleistungen einher.

1.2 Geschäftsfelder und Einsatztätigkeit

Die Haupttätigkeit der MS Umweltservice GmbH ist die Entsorgung von Hohlglas und Flachglassorten bei gewerblichen Kunden. Dieses Glas wird in der eigenen Aufbereitungsanlage von Fremdstoffen befreit und auf den Einsatz in der Glasschmelze vorbereitet. Weiterhin tätig ist die MS Umweltservice GmbH in der kommunalen Glaserfassung auf Landkreisebene. Regional steht der Containerdienst und Wertstoffhof für Privat und Gewerbe als Entsorgungsdienstleistungen im Fokus.

1.3 Entwicklungen im Berichtsjahr

Im Jahr 2023 stieg der Umsatz der MS Umweltservice GmbH um 19 %. Trotz gestiegener Aufwendungen, insbesondere in den Bereichen Personalkosten und sonstige betriebliche Aufwendungen, konnte der Jahresüberschuss um T€ 1.322 auf T€ 1.647 gesteigert werden.

Probleme bereiten immer stärker vor allem der Fachkräftemangel im Bereich der Berufskraftfahrer. Die Akquise von Lager- und Sortierpersonal hat sich aufgrund der geänderten Situation auf dem Arbeitsmarkt weiterhin leicht verbessert. Die wachsenden Anforderungen im Bereich Qualitäts- und Umweltauflagen belasten aber weiterhin den Arbeitsablauf.

Die Steuerung unseres Unternehmens erfolgt nicht mit Hilfe von bestimmten finanziellen Leistungsindikatoren. Insofern erfolgt auch keine gesonderte Berichterstattung hierüber. Gleichwohl ist die Entwicklung von Umsatz und Roh- sowie Jahresergebnis für uns von Bedeutung. Zur Entwicklung dieser Größen im Berichtsjahr finden sich Ausführungen in der nachfolgenden Darstellung zur Ertragslage der Gesellschaft.

2. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1 Ertragslage

Im Berichtsjahr erhöhte sich der Jahresüberschuss um T€ 1.322 auf T€ 1.647. Dank einer Steigerung der Umsatzerlöse um 19 % konnte das Rohergebnis aufgrund eines im Verhältnis gesunkenen Materialaufwands um T€ 2.121 auf T€ 11.131 gesteigert werden. Im sonstigen Aufwandsbereich haben sich insbesondere die Personalaufwendungen um T€ 115 (aufgrund von Lohnsteigerungen) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 78, hier insbesondere die Fahrzeugkosten, erhöht, bei gleichzeitiger Erhöhung der Abschreibungen um T€ 69.

2.2 Finanzlage

Die Tilgung langfristiger Kredite und Finanzierungen erfolgt nach Plan. Im Berichtsjahr wurden die Bankverbindlichkeiten um T€ 438 auf T€ 1.134 reduziert. Die Liquidität der Gesellschaft ist gewährleistet. Die kurzfristigen Vermögensgegenstände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten am Bilanzstichtag. Darüber hinaus stehen ungenutzte Kredit- und Avalrahmen bei Kreditinstituten zur Verfügung.

2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich zum 31.12.2023 um T€ 1.970 auf T€ 9.610 erhöht.

Auf der Aktivseite der Bilanz ist insbesondere das Anlagevermögen um T€ 828 auf T€ 4.976 angestiegen. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (um T€ 535) ist eine Erhöhung zu verzeichnen. Die liquiden Mittel haben sich um T€ 661 erhöht.

Bei den Passiva haben sich die Pensionsrückstellungen (um T€ 23), die Steuerrückstellungen (um T€ 519), die sonstigen Rückstellungen (um T€ 35), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (um T€ 133) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (um T€ 50) erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich hingegen um T€ 438 verringert. Das Eigenkapital ist um T€ 1.647 auf T€ 5.908 angestiegen, was eine Eigenkapitalquote am 31. Dezember 2023 von 61,5 % (Vorjahr: 55,8 %) zur Folge hat.

3. Risiken und Chancen der voraussichtlichen Entwicklung

Risikomanagement steht bei der MS Umweltservice GmbH für sämtliche organisatorische Prozesse, durch die Risiken frühzeitig identifiziert sowie geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung entwickelt und umgesetzt werden. Als Risiken gelten alle Entwicklungen, die sich negativ auf das Erreichen der qualitativen und quantitativen Unternehmensziele auswirken können.

Es ist unser Ziel, das Risikobewusstsein der Mitarbeiter konsequent zu verbessern bzw. auf einem hohen Standard zu halten. Die MS Umweltservice GmbH legt dabei besonderen Wert auf eine offene Kommunikation sowie die Verbesserung der organisatorischen Prozesse und der informationstechnologischen Systeme.

Einen wesentlichen Anteil am Gesamtrisiko des Unternehmens machen Vertragsrisiken und die politischen Rahmenbedingungen aus. Darüber hinaus sind Finanzrisiken, Markt-, Personal- und interne Risiken zu beachten.

3.1 Vertragsrisiken und -chancen

Vertragsrisiken erwachsen im Wesentlichen aus der Beziehung mit Großkunden. Im Folgenden werden die Risiken und Gegensteuerungsmaßnahmen näher beschrieben.

Alle Angebote für ausgeschriebene Leistungen werden von erfahrenen Angestellten auf Basis der Angebotsanfragen bzw. Ausschreibungsbedingungen erarbeitet und von der Geschäftsleitung geprüft und genehmigt. Leistungsverträge beruhen oftmals auf vorliegenden Bedingungen der Ausschreibungsführer.

Aufgrund sich ändernder Marktbedingungen, aufgrund gesetzlicher Änderungen und Entwicklungen bei den Dualen-Systemen beginnt sich der Markt in diesem Segment zu wandeln. Die MS Umweltservice GmbH beobachtet diese Entwicklung genau, um sich bei möglicherweise vom Markt scheidender Vertragspartner Optionen offen zu halten, und das Geschäftsverhalten anpassen zu können. Dem Konzentrationsprozess am Entsorgungsmarkt wird durch eine hohe eigene Flexibilität und Entscheidungsfähigkeit entgegengewirkt; strategische Partnerschaften untermauern die eigene Marktposition.

Obwohl die MS Umweltservice GmbH mit einigen Geschäftspartnern hohe Umsätze generiert, sind wir von keinem einzelnen Kunden oder Lieferanten existenziell abhängig. Auslaufende Verträge konnten allesamt verlängert werden.

Um eine größtmögliche Kalkulations- und Versorgungssicherheit zu gewährleisten, werden, soweit möglich, langlaufende projektbezogene Lieferverträge zu festen Konditionen mit dem Auftraggeber vereinbart. Ähnliche Vereinbarungen schließen wir für weitere Schlüsselprodukte und die Beschaffung wesentlicher Leistungen. Das Beschaffungsmanagement und enge Kooperationen mit Lieferanten der MS Umweltservice GmbH gewährleisten, dass leistungsfähige Partner ausgewählt werden. Durch ständige Marktbeobachtungen und enge Kontakte zu Lieferanten und Institutionen können wir Veränderungen im Beschaffungsmarkt zeitnah erkennen und entsprechend darauf reagieren.

3.2 Finanzrisiken

Die Liquiditätsversorgung des Unternehmens ist wegen der vorhandenen Kassen- und Bankguthaben, sowie der freien ungenutzten Bar- und Avalkreditlinien ausreichend sichergestellt. Währungsrisiken sind bei der MS Umweltservice GmbH aktuell nicht gegeben.

3.3 Rohstoffpreisrisiken

Das mittlerweile wieder steigende Niveau der Rohstoff- und speziell der Rohölbörse mit perspektivisch weiter eher steigenden als fallenden Preisen kann die wirtschaftliche Situation des Unternehmens zukünftig weiter negativ beeinflussen, wenn diese Preisentwicklung nicht gespiegelt weitergegeben werden kann.

3.4 Personal- und interne Risiken

Aufgrund fehlender Führerscheinneulinge besteht ein erheblicher Wettbewerb um erfahrenes und qualifiziertes Fahrpersonal im gewerblichen Bereich. Die MS Umweltservice GmbH investiert daher verstärkt in die Weiterbildung Ihrer Mitarbeiter und versucht sie auch mit verbesserten Sozialleistungen langfristig an das Unternehmen zu binden. Zusammen mit externen Fachleuten begegnet die MS Umweltservice GmbH potenziellen informationstechnologischen Risiken. Der Einsatz von moderner Hard- und Softwaretechnologie gewährleistet zudem die Verfügbarkeit und Sicherheit der Daten und den Schutz vor unerlaubtem Zugriff. Versicherbaren Risiken für unser Unternehmen haben wir durch einen umfassenden Versicherungsschutz Rechnung getragen.

3.5 Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken

Risiken, die den Bestand unseres Unternehmens gefährden oder seine Entwicklung wesentlich beeinträchtigen könnten, sind nicht erkennbar.

3.6 Marktentwicklung und Chancenpotenziale

Im hart umkämpften Recyclingmarkt behauptet sich die MS Umweltservice GmbH mit Service und Kundennähe sowie bester Qualität bei der Vermarktung der gehandelten Stoffe. Diese Strategie und die ständige Verbesserung und Erweiterung der Sortier- und Aufbereitungskapazitäten stellen die Weichen für die kommenden Jahre. Hieraus ergeben sich gute Chancen für das Unternehmen, da die Gesetzgebung in Deutschland die Ressourcenschonung durch Wiederaufbereitung als eine wichtige Zielsetzung vorgegeben hat.

Die MS Umweltservice GmbH ist hinsichtlich der Herausforderungen im Wettbewerb sehr gut aufgestellt und wird die eigene Marktposition weiter ausbauen. Grundlage hierfür ist die Strategie einer hohen Flexibilität, um auf die Markterfordernisse und Kundenbedürfnisse unverzüglich zu reagieren. Dies eröffnet Chancen, wirtschaftlich interessante Tätigkeitsfelder neu zu besetzen und auszubauen und neue Kunden zu finden.

Die Kapazitätsauslastung der Sortieranlage ist bis auf weiteres gesichert. Auch der Fuhrpark ist ausgelastet, kann aber im Falle sich ändernder Marktbedingungen jederzeit flexibel angepasst werden.

4. Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den in unserem Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, liquide Mittel und Verbindlichkeiten. Die Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, denen die Gesellschaft in Bezug auf diese Finanzinstrumente ausgesetzt ist, sind nach unserer Einschätzung gering und daher für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung unserer Gesellschaft nicht von besonderer Bedeutung.

Wir verfügen über einen solventen Kundestamm mit guter Bonität. Mit vielen Kunden besteht eine langjährige Zusammenarbeit. Forderungsausfälle sind daher selten. Soweit Ausfallrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele unter Ausnutzung von Skonto gezahlt.

Es werden keine Geschäfte in fremder Währung getätigt. Darüber hinaus setzen wir keine derivativen Finanzinstrumente ein.

5. Prognosebericht

Angesichts der bestehenden Auftragslage und der beschriebenen Chancenpotenziale für unser Unternehmen beurteilen wir die zukünftig zu erwartende Geschäftsentwicklung weiterhin als verhalten positiv.

Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir davon aus, dass die Umsatzerlöse, das Rohergebnis sowie der Jahresüberschuss nahe an dem Niveau von 2023 liegen werden.

 

Lohr am Main, den 04.09.2024

F. Seubert

A. Dietrich

S. Mayer-Kastner

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.976.014,58 4.147.784,58
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.173,00 8.338,00
II. Sachanlagen 4.955.691,58 4.139.296,58
III. Finanzanlagen 150,00 150,00
B. Umlaufvermögen 4.581.980,70 3.422.905,77
I. Vorräte 197.676,50 234.746,75
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.032.253,79 1.497.041,29
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 42.465,36 7.166,21
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.352.050,41 1.691.117,73
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.775,40 12.698,20
D. Aktive latente Steuern 43.635,00 56.353,50
Summe Aktiva 9.610.405,68 7.639.742,05

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.908.008,16 4.261.153,06
I. Gezeichnetes Kapital 90.000,00 90.000,00
II. Bilanzgewinn 5.818.008,16 4.171.153,06
B. Rückstellungen 1.724.908,70 1.146.810,93
C. Verbindlichkeiten 1.977.488,82 2.231.778,06
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.134.218,84 1.571.997,42
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 543.312,89 694.887,76
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 590.905,95 877.109,66
2. sonstige Verbindlichkeiten 843.269,98 659.780,64
davon aus Steuern 99.216,36 95.859,05
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 4.419,63 66.265,04
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 843.269,98 659.780,64
Summe Passiva 9.610.405,68 7.639.742,05

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.130.549,67 9.009.902,19
2. Personalaufwand 3.315.537,03 3.200.711,37
a) Löhne und Gehälter 2.660.326,75 2.564.407,18
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 655.210,28 636.304,19
davon Aufwendungen für Altersversorgung 44.560,12 56.712,55
3. Abschreibungen 1.340.095,04 1.271.259,64
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.340.095,04 1.271.259,64
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.072.870,58 3.994.823,06
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 24.884,95 2.289,73
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 41.476,26 36.242,26
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 15.353,00 15.829,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 688.090,41 134.960,26
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 9.197,10
b) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 12.718,50
8. Ergebnis nach Steuern 1.697.365,30 374.195,33
9. sonstige Steuern 50.510,20 49.478,20
Jahresüberschuss 1.646.855,10 324.717,13

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der MS Umweltservice GmbH, Lohr am Main

I. Allgemeine Angaben

Die MS Umweltservice GmbH hat ihren Sitz in Lohr a. Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Würzburg (Reg. Nr. 5189).

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses (§§ 276, 288 HGB) wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266, 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB.

II. Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

Die Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften in den §§ 264 ff. HGB vorgenommen. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich beibehalten.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer abzüglich planmäßiger Abschreibungen, angesetzt. Die beweglichen Anlagegüter werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear abgeschrieben.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ihr sofortiger Abgang wird unterstellt.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungsnebenkosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag angesetzt. Einzelwertberichtigungen werden bedarfsweise gebildet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen worden.

Die flüssigen Mittel sind in Höhe ihres Nennwerts angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird mit dem Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital von € 90.000,00 ist in voller Höhe eingezahlt.

Bei Bildung der Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen worden. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem jeweiligen Erfüllungsbetrag passiviert.

III. Angabe zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt (Anlagenspiegel).

Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus abweichenden Bilanzansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz betreffend die Bilanzpositionen Pensionsrückstellungen, immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz von 30,00 %.

Im Berichtsjahr ergab sich eine Minderung der aktiven latenten Steuern von T€ 13.

Eigenkapital

Im Posten Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von € 4.171.153,06 (Vorjahr: € 3.846.435,93) enthalten.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem versicherungsmathematischen Barwertverfahren bewertet.

Grundlegende Annahmen der Berechnung sind ein 10-Jahres-Durchschnittszins von 1,82 %, sowie die Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck, Köln 2018 G.

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht Gebrauch, den notwendigen Zuführungsbetrag aufgrund der BilMoG-Umstellung auf 15 Jahre zu verteilen. Zum Bilanzstichtag beträgt der noch nicht erfasste Zuführungsbetrag (Unterdeckung) € 5.412,00.

Der Unterschiedsbetrag zur Ermittlung der Ausschüttungssperre beträgt € 4.649,00.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von T€ 4 (Vorjahr: T€ 97).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignungen von Sachanlagevermögen besichert.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB haben zum Bilanzstichtag nicht bestanden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB bestehen aus Miet- und Pachtverträgen in Höhe von T€ 254 (Vorjahr: T€ 254) p.a.

Darüber hinaus bestehen keine finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind.

IV. Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB (Aufstockung der Pensionsrückstellung) in Höhe von € 5.412,00.

V. Sonstige Angaben

Ausschüttungssperre

Der nach § 253 Abs. 6 HGB zur Ausschüttung gesperrte Unterschiedsbetrag aus Altersversorgungsverpflichtung ermittelt sich wie folgt:

Rückstellung mit Abzinsungssatz von 1,82% - 10 Jahres-Durchschnitt: 822.086
Rückstellung mit Abzinsungssatz von 1,74% - 7 Jahres-Durchschnitt: 826.735
Ausschüttungssperre = 4.649.

Darüber hinaus besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe der aktiven latenten Steuern von € 43.635. Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge beläuft sich somit auf € 48.284.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von € 5.818.008,16 auf neue Rechnung vorzutragen.

Belegschaft

Im Jahresdurchschnitt waren 77 Mitarbeiter beschäftigt, davon 7 Angestellte, 53 gewerbliche Arbeitnehmer und 17 Aushilfen.

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bzw. sind:

Name, Vorname Tätigkeit/ausgeübter Beruf
Mayer, Klaus strategische Geschäftsführung (bis 19. Januar 2023)
Seubert, Frank strategische Geschäftsführung
Dietrich, Alexander kaufmännischer Geschäftsführer
Mayer-Kastner, Stefan technischer Geschäftsführer

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleibt unter Inanspruchnahme von § 286 Abs. 4 HGB.

Die Bezüge ehemaliger und versorgungsbezugsberechtigter Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im Berichtsjahr € 79.804,80. Für diese Personengruppe sind am 31. Dezember 2023 Rückstellungen für laufende Pensionen mit einem Erfüllungsbetrag von € 816.674,00 gebildet.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ereignet.

 

Lohr am Main, den 04.09.2024

F. Seubert

A. Dietrich

S. Mayer-Kastner

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und gewerbliche Schutzrechte 45.523,59 22.395,00 0,00 0,00 67.918,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.826.616,64 0,00 0,00 0,00 1.826.616,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.197.010,05 274.500,00 0,00 7.400,00 1.478.910,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.957.540,89 1.923.781,12 1.503.312,53 85.724,92 11.463.734,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.920,00 79.204,92 0,00 -93.124,92 0,00
13.995.087,58 2.277.486,04 1.503.312,53 0,00 14.769.261,09
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 150,00 0,00 0,00 0,00 150,00
Anlagevermögen gesamt 14.040.761,17 2.299.881,04 1.503.312,53 0,00 14.837.329,68
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und gewerbliche Schutzrechte 37.185,59 10.560,00 0,00 47.745,59
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 715.015,06 50.844,00 0,00 765.859,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 962.281,05 70.712,00 0,00 1.032.993,05
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.178.494,89 1.207.979,04 1.371.756,53 8.014.717,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
9.855.791,00 1.329.535,04 1.371.756,53 9.813.569,51
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen gesamt 9.892.976,59 1.340.095,04 1.371.756,53 9.861.315,10
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und gewerbliche Schutzrechte 20.173,00 8.338,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.060.757,58 1.111.601,58
2. Technische Anlagen und Maschinen 445.917,00 234.729,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.449.017,00 2.779.046,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 13.920,00
4.955.691,58 4.139.296,58
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 150,00 150,00
Anlagevermögen gesamt 4.976.014,58 4.147.784,58

Beschlüsse

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschluss über die Ergebnisverwendung

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 sowie der Beschluss über die Ergebnisverwendung erfolgten am 25. September 2024.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die MS Umweltservice GmbH, Lohr am Main

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der MS Umweltservice GmbH, Lohr am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der MS Umweltservice GmbH, Lohr am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Blankenbach, 4. September 2024

Ralph Marks, Wirtschaftsprüfer

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