HS 3D Performance GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Maschinen für die additive Fertigung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Gebauer-Günther seit 5.1.2024 | Geschäftsführer |
Stefanie Schaarschmidt seit 7.7.2020 | Prokura |
Heike Gießmann seit 5.1.2018 | Prokura |
Holger Stichel seit 4.4.2005 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KOBRA Formen GmbHLengenfeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des UnternehmensDie KOBRA Formen GmbH entwickelt und produziert Stahlformen für die Betonsteinindustrie und ist in diesem Segment eines der führenden Unternehmen weltweit. KOBRA wird als innovatives Unternehmen von unseren Kunden geschätzt und ist anerkannter Partner bei der Umsetzung von kundenspezifischen Entwicklungen, Standardformen und Sonderformen. 2. Forschung und Entwicklung Im Bereich Forschung und Entwicklung arbeitet KOBRA mit einem Netzwerk aus eigenen Mitarbeitern und externen Partnern in den Bereichen Produktentwicklung und zukunftsweisenden Technologien. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage stellt sich zum Jahreswechsel 2023/24 im Zuge der Nachwirkungen der vorangegangenen Krisen, insbesondere den erheblichen Kaufkraftverlusten als Folge des massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiegs, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung, der geopolitischen Krisen sowie den geldpolitischen Straffungen weiterhin sehr schwach dar. Das preis-, saison- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) gab im Schlussquartal 2023 in Deutschland um 0,3% nach, nachdem es davor seit dem Frühjahr 2022 mehr oder weniger stagniert hatte. Für das Gesamtjahr 2023 ergibt sich damit ein Rückgang des BIP von 0,3%. Zu der schrumpfenden Wirtschaftsleistung Ende letzten Jahres trugen unter anderem die spürbar rückläufigen Investitionen in Ausrüstungen (-3,5%) bei, die in den ersten drei Quartalen des Jahres noch deutlich zugelegt hatten. Nach einer ersten Schätzung der Jahreswachstumsrate für 2023 durch Eurostat, basierend auf saison- und kalenderbereinigten Quartalsdaten, ist das BIP sowohl im Euroraum als auch in der EU um 0,5% gestiegen. Im 4. Quartal 2023 ist das reale BIP in den USA saisonbereinigt und hochgerechnet auf das Jahr geschätzt um 3,2% gegenüber dem Vorquartal und um 3,1% gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen. Im Jahr 2023 ist die US-amerikanische Wirtschaft um geschätzt 3,1% gewachsen. Im Baugewerbe machten sich, neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel, insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon ist vor allem der Hochbau betroffen gewesen. Dagegen ist die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert worden. Insgesamt habe das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2% erreicht. Der private Hausbausektor ist auf einem historischen Tiefstand angekommen, Belebungsprogramme der aktuellen Regierung sind nicht wirksam. Gegenüber Dezember 2022 stieg die Produktion im Baugewerbe gem. Eurostat im Dezember 2023 im Euroraum um 1,9% und in der EU um 2,4%. Die internationalen Märkte, Europa, Canada/USA, der mittlere Osten, Afrika und Australasien sind nicht ungewöhnlich volatil in 2023 gewesen und auch in den Aussichten für 2024 immer im Einzelnen von den lokalen ökonomischen Bedingungen beeinflusst. In den USA präparieren wir weiterhin langsam steigende Produktionskapazitäten in der Teileproduktion, um auch hier den schwankenden Nachfragen, aber in Zukunft besser über den gesamten Kontinent mit Nord-, Mittel- und Südamerika, gerecht werden zu können, sowie Einzelentwicklungen im Gesamten besser auszugleichen. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber 2022 erhöht. Damit fiel die Inflationsrate für 2023 geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9% gelegen. Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022. Sie ist mit knapp 6% aber weiterhin auf einem hohen Stand. Die Inflationsrate in der EU, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex HVPI, lag 2023 im Jahresdurchschnitt bei 6,3%. Im Vergleich zum Vorjahr (2022: 9,2%) sanken die Preise, verdeutlichen jedoch eine weiterhin angespannte Preisentwicklung. Im Dezember hatte die Inflationsrate in den USA noch bei 3,4% gelegen. Damit ist sie nach einer Abschwächung im vergangenen Oktober und November wieder gestiegen. 2. Geschäftsverlauf Der Start in das Geschäftsjahr 2023 war durch einen gegenüber 2022 fallenden Auftragsbestand und einem über das gesamte Jahr auf "Vor-Corona-Niveau" stagnierenden Auftragseingang gekennzeichnet. Die Produktionskapazitäten des Unternehmens waren über das gesamte Geschäftsjahr auf normales Niveau, aber immer noch gut ausgelastet. Der im Geschäftsjahr 2023 realisierte Umsatz stellt gegenüber der Vorperiode einen Zuwachs von rund 4% dar. Diese Umsatzsteigerung kommt nahezu vollständig aus der Kostenexplosion. Der Exportanteil von 77% des Gesamtumsatzes wurde zu 52% in Europa und zu 48% im sonstigen Weltmarkt erzielt. Das Umsatzwachstum wurde durch die Entwicklungen am Roten Meer gedämpft, da die Auslieferungen durch eine Neuausrichtung der Schifffahrtsroute verzögert wurden. Der schon seit Jahren anhaltende Preiswettbewerb hielt auch im Geschäftsjahr 2023 an. Das EBIT beträgt 10.276 TEUR und liegt damit nahezu auf Vorjahresniveau (Vj. 10.337 TEUR). Die für das Geschäftsjahr gesetzte Prognose einer "weiterhin positiven Geschäftsentwicklung" und einem "EBIT auf Vorjahresniveau" konnte damit erfüllt werden. 3. Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage Das Gesamtvermögen ist im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 3.137 TEUR auf 55.290 TEUR gestiegen. Die Investitionen in das Anlagevermögen, die vollständig aus dem freien Cashflow finanziert werden konnten, betragen 4.122 TEUR. Das Vorratsvermögen ist durch die oben genannten Auslieferungsverzögerungen um 1.190 TEUR angestiegen. Am 31.12.2023 betrug das bilanzielle Eigenkapital 45.645 TEUR. Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 82,6%. Gegenüber dem Vorjahr ist das Eigenkapital, trotz einer Ausschüttung an die Gesellschafter, um 5.481 TEUR gestiegen. Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die KOBRA Formen GmbH einen Gewinn in Höhe von 8.481 TEUR. Somit wurde der anhaltende Trend in der Netto-Ergebnisrealisierung erneut wiederholt. Der Umsatz konnte preis- und mengenmäßig gehalten werden. Die Materialaufwandsquote liegt mit 36,4% leicht über dem Vorjahresniveau (36,2%). Ursache für die weiterhin erhöhte Materialaufwandsquote sind die Preisentwicklungen auf dem Rohstoff- und Energiemarkt. Der Personalaufwand ist um 2.499 TEUR im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Maßgeblich für den Anstieg sind die gezahlten Lohn- und Gehaltserhöhungen sowie die Zahlung der Inflationsausgleichprämie an alle Mitarbeiter als freiwillige Zusatzleistung. Das Unternehmen stellt sich weiterhin gut kapitalisiert dar. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war über das gesamte Geschäftsjahr deutlich positiv, somit verfügte das Unternehmen immer über ausreichende Liquidität. Der ordentliche Cashflow wird für Investitionen, Tilgung langfristiger Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten und Ausschüttungen an die Gesellschafter verwendet. Die im Geschäftsjahr 2023 getroffenen Investitionen betrafen im Wesentlichen die Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen in den Maschinenpark am Standort Lengenfeld. Für das Geschäftsjahr 2024 sind weitere Erweiterungs- und Rationalisierungsinvestitionen geplant. Die weltweit agierenden Tochtergesellschaften der KOBRA Formen GmbH haben das Geschäftsjahr ebenfalls mit positiven Ergebnissen abgeschlossen und mit Ausschüttungen an die Muttergesellschaft mit 1.401 TEUR (Vj. 845 TEUR) positiv zum Jahresergebnis beigetragen. 4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche Leistungsindikatoren und Steuerungsgrößen sind der Rohertrag und das EBIT, welche auf gleichem Niveau gehalten werden konnten. Im Jahr 2023 waren in unserem Unternehmen durchschnittlich 382 Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 291 gewerbliche Mitarbeiter, 70 Angestellte und 21 Auszubildende. Unsere qualifizierten und leistungsmotivierten Mitarbeiter halten unser Unternehmen innovations- und wettbewerbsfähig. Wir setzten auf die intensive Ausbildung von Jugendlichen in unserer eigenen mit modernsten Maschinen ausgerüsteten Lehrwerkstatt, hohe Arbeitsschutzstandards sowie die gezielte Förderung des Führungsnachwuchses. 5. GesamtaussageDie wirtschaftliche Lage der KOBRA Formen GmbH ist insgesamt als sehr gut zu bezeichnenIII. Prognosebericht Die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft aufgrund der geopolitischen Konflikte und Verwerfungen hat die Wirtschaftsperspektiven in Deutschland für das Jahr 2024 eingetrübt. Dazu kommen die zwar nachlassenden, aber immer noch wirkenden Belastungen durch den Energie- und Inflationsschock. Alle Frühindikatoren für die deutsche Wirtschaft deuten auf eine spürbare weitere Eintrübung der Konjunktur für das Jahr 2024 hin. noch nicht auf eine spürbare konjunkturelle Belebung zu Beginn des Jahres 2024 hin. In der Winterprognose der Europäischen Kommission wird das Wachstum für das Jahr 2024 auf 0,9% (von 1,3%) in der EU und 0,8% (von 1,2%) im Euro-Währungsgebiet korrigiert. Die Inflation dürfte sich rascher abschwächen als im Herbst projiziert. In der EU insgesamt wird der harmonisierte Verbraucherpreisindex voraussichtlich von 6,3% im Jahr 2023 auf 3,0% im Jahr 2024 und 2,5% im Jahr 2025 sinken. Im Euroraum dürfte er sich von 5,4% im Jahr 2023 auf 2,7% im Jahr 2024 und 2,2% im Jahr 2024 abschwächen. Das statistische Bundesamt geht hinsichtlich des Wachstums des BIP in den USA von einem Wachstum von 1,48% für das Jahr 2024 aus. Dämpfend auf die konjunkturelle Entwicklung könnten sich neben anhaltend hohen Krankenständen auch die Streiks im öffentlichen Nah- und Fernverkehr zu Anfang des Jahres 2024 sowie die anhaltenden geopolitischen Spannungen, insbesondere Lieferzeitenverzögerungen und Transportkostensteigerungen infolge der Huthi-Attacken im Roten Meer, bemerkbar machen. Weiterhin Verschärfen der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine erhöht die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung beträchtlich, dämpft das Wachstum und trägt zum Anstieg der Energie-, Rohstoff- und Verbraucherpreise bei. Zukünftig erhöhte Verteidigungsetats werden den Finanzhaushalt Deutschland stärker belasten und wirtschaftliche Konjunkturbestrebungen der deutschen Wirtschaft erschweren. In der Summe können diese Faktoren dazu führen, dass sich die erwartete wirtschaftliche Erholung weiter verzögert, oder ausbleibt in den Jahren 2024 und 2025. Die bestehende Preisentwicklung der Energie- und Rohstoffe sowie die Problematik von verlässlichen Lieferketten ist entscheidend für die weitere wirtschaftliche Entwicklung. Auswirkungen auf unseren Bereich der Baubranche und damit auf die KOBRA Formen GmbH ergaben sich jedoch nur in Deutschland, nicht in den internationalen Märkten. Ob und inwieweit dies so verbleibt ist weder abschätzbar noch quantifizierbar. Trotz eines leichten Rückganges bei den Auftragseingängen startet das Unternehmen in das Geschäftsjahr 2024 mit einem wiederum gleichhohen Auftragsbestand, der die Kapazitätsauslastung der Gesellschaft über das 1. Quartal 2024 hinaus derzeit noch absichert. Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir weiter von einer positiven aber sich leicht abschwächenden Geschäftsentwicklung aus und rechnen mit einem Rohertrag und EBIT auf Vorjahresniveau.Der Preiswettbewerb wird voraussichtlich auch in 2024 in allen Märkten anhalten. IV. Chancen- und Risikobericht Die KOBRA Formen GmbH ist mit einer Reihe von Risiken konfrontiert, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Positionierung von Produkten, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Unsere Geschäftspolitik ist darauf gerichtet, die Vermögens- Finanz- und Ertragslage langfristig stabil zu halten und kontinuierlich zu verbessern. Aufgabe unserer Risikopolitik ist es, die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen. Risikomanagement ist daher fester Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind der Planungs- und Controlling-Prozess, das konzerninterne Regelwerk sowie das Berichtswesen. Im folgendem werden die Risiken, die sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken könnten, nach ihrer Bedeutung absteigend dargestellt: Die weitere Entwicklung der Wirtschaft ist nicht abschätzbar und mit hoher Unsicherheit behaftet. Für die KOBRA Formen GmbH können sich die Risiken, die sich aus dem starken Preisanstieg für Energieprodukte und Rohstoffe ergeben, nachteilig auf die Absatzentwicklung und die Vertriebsprozesse auswirken. Die KOBRA Formen GmbH wird durch Preisklauseln, insbesondere für den Strom- und Gasbezug, die Preise stabil halten können. Produkt- und Haftungsrisiken begegnen wir mit einem internen Qualitätssicherungssystem und einem intensiven technischen Austausch mit unseren Kunden. Detaillierte Ursachenanalysen sind die Basis für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Währungseinflüsse werden durch die konsequente Fakturierung in EUR minimiert. Zahlungsströme in Fremdwährungen wurden wie in den Vorjahren durch geeignete Finanzinstrumente gesichert und konnten trotz der hohen Volatilität der Währungsmärkte berechenbar gehalten werden. Schwankungen auf den Finanz-, Rohstoff-, und Währungsmärkten sowie politische Entscheidungen können kurzfristig zu einer deutlichen Zurückhaltung im Bestellverhalten unserer Kunden führen. Zudem stellt sich die aktuell zu verzeichnende konjunkturelle Entwicklung in den einzelnen Vertriebsgebieten unterschiedlich dar. Die Darlehen der KOBRA Formen GmbH sind im Wesentlichen variabel verzinst. Zur Absicherung von Zinsrisiken werden Zins-Payer-Swaps und Zins-Cap eingesetzt. Mit einer Zinssteigerung wird aktuell und aufgrund der wirtschaftlichen Lage nicht gerechnet. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Unser Kundenstamm ist solvent und bonitätsstark. Mit einem Großteil unserer Kunden besteht eine langjährige gute Zusammenarbeit. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen unter Ausnutzung von Skonti beglichen. Die kurzfristige Finanzierung ist über Eigenmittel, Lieferantenkredite sowie Kreditlinien gesichert. Unsere Risikopolitik bezüglich der Finanzpositionen ist konservativ. Das Finanz- und Risikomanagement ist auf Sicherstellung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art ausgerichtet. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Der Einfluss von Zahlungsschwierigkeiten einzelner Kunden wird durch ein aktives Forderungsmanagement minimiert. Zur Vermeidung von Forderungsausfällen von Kunden in schwer einschätzbaren Märkten wurden risikominimierte Zahlungsbedingen umgesetzt. Die aktuelle Ertrags- und Liquiditätslage als auch die Vorschau auf die kurz- und mittelfristigen Geschäftsdaten lassen keine unternehmensgefährdenden Risiken erkennen.
Lengenfeld, 09.02.2024 Gezeichnet Holger Stichel, Geschäftsführer Jan Streckenbach, Geschäftsführer Andreas Gebauer-Günther, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangA. Allgemeine AngabenDer vorliegende Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Grundsätze der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert, soweit nicht auf Änderungen hingewiesen wird. Von dem Saldierungswahlrecht nach § 268 Absatz 5 Satz 2 HGB, die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von den Vorräten offen abzusetzen, wurde Gebrauch gemacht. Eine Mitzugehörigkeit von Vermögensgegenständen und Schulden zu anderen Posten der Bilanz bestand nicht. B. BilanzierungsmethodenIm Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB sind nachfolgend gesondert angegeben, sofern welche bestanden. C. BewertungsmethodenDie Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmten mit denen der Schlussbilanz des vorhergehenden Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Für die Bilanzierung und Bewertung gelten die gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unveränderten nachfolgenden Grundsätze: Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Sachanlagevermögen Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet und aktiviert. Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen erfolgten nach der linearen und degressiven Methode unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Finanzanlagen Die Bewertung erfolgte zu den Anschaffungskosten oder - soweit erforderlich - zum niedrigeren beizulegenden Wert. Umlaufvermögen Die Vorräte wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zum Bilanzstichtag bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 HGB bewertet. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringung mit erkennbaren Risiken behaftet ist, wurden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet. Fremdwährung Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr wurden mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Für Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr wurde §§ 253 Abs. 1 und 252 (1) Nr. 4 HS 2 beachtet. Eigenkapital Das Eigenkapital ist zum Nennwert angesetzt. Sonderposten für Investitionszuschüsse Erhaltene Investitionszuschüsse für Gegenstände des Anlagevermögens wurden als Sonderposten für Investitionszuschüsse passiviert und über die Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter ertragswirksam aufgelöst. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden aufgrund der vertraglichen Versorgungsansprüche gebildet. Die versicherungsmathematische Bewertung der Versorgungsverbindlichkeiten erfolgte nach Anwartschaftsbarwertverfahren. Maßgeblich für die Berechnung des Erfüllungsbetrags sind die Vorschriften des § 253 HGB. Die sonstigen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Verbundenen Unternehmen Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Anteile an verbundenen Unternehmen:
MU = KOBRA Formen GmbH; USA = KOBRA USA Holdings Inc. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag nicht. D. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Umlaufvermögen Die Herstellungskosten von Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:
Sonderposten für Investitionszuschüsse Die erhaltenen Investitionszuschüsse wurden gemäß der Stellungnahme des Hauptausschusses des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V. (HFA 1/1984) passiviert und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der bezuschussten Wirtschaftsgüter aufgelöst. Die Auflösung im Geschäftsjahr 2023 beträgt 38,7 T€ und wurde als sonstiger Ertrag ausgewiesen. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde, basierend auf einem versicherungsmathematischen Gutachten, nach der Barwert-Methode gebildet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82% angesetzt. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,82%) ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,74%) ein Unterschiedsbetrag von 0,8 T€. Dieser Unterschiedsbetrag ist gem. § 253 Abs. 6 HGB für die Ausschüttung gesperrt. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungen, für Personalkosten, für Provisionen, für ausstehende Rechnungen, für Urlaubsansprüche, für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, für Abschluss- und Prüfungskosten sowie für Beiträge zur Berufsgenossenschaft. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte sowie der relevanten Sachanlagegüter abgesichert. E. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Insgesamt wurden 23% des Umsatzes im Inland und 77% im Ausland realisiert. Vom Exportanteil betreffen 51,7% den europäischen Markt und 48,3% den sonstigen Weltmarkt. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge durch die Auflösung von Rückstellungen von 53,4 T€. Periodenfremde Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von 8,8 T€ enthalten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 2,6 T€ enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wurde im Geschäftsjahr 2023 durch Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 3.021,4 T€ belastet. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB bestehen branchenüblich hinsichtlich der Gewährleistungsverpflichtungen für die Leistungen gemäß BGB. In Höhe der erwarteten Inanspruchnahme wurden Rückstellungen von 700 T€ gebildet. Des Weiteren bestehen Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB in Höhe von 2.735,2 T€ für aufgenommene Darlehen der Tochtergesellschaft KOBRA USA Holdings, Inc., Hudson, USA. Zum Bilanzstichtag bestanden Miet- und Leasingverpflichtungen (bis 2027) in Höhe von 227,7 T€. Die Verträge enden in den Jahren 2024, 2025, 2026 und spätestens am 30.09.2027. Darüber hinaus bestanden keine weiteren, über den Rahmen unserer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit hinausgehenden Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage unseres Unternehmens von Bedeutung wären. F. Sonstige Angaben Abschlussprüferhonorar Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt 62,4 T€ für Abschlussprüfungsleistungen. PersonalDie durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug, getrennt nach Gruppen:
Derivative Finanzinstrumente Wir setzen derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Sicherung von Währungspositionen ein, um durch Wechselkursschwankungen bedingte Währungsrisiken bzw. Finanzierungskosten zu minimieren. Als Instrumente nutzen wir hierzu marktgängige Devisentermin- und -optionsgeschäfte und Zinsswaps. Zum Zwecke der Zinssicherung für Darlehen in Höhe von 2.500 T€ wurden Sicherheitsgeschäfte (Swap u. Cap) abgeschlossen. Geschäftsführungsorgane Im Geschäftsjahr 2023 waren zu Geschäftsführen bestellt: Herr Holger Stichel, 08485 Lengenfeld, Geschäftsführer Herr Jan Streckenbach, 08304 Schönheide, Geschäftsführer Zum 1. Januar 2024 wurde zum Geschäftsführer bestellt: Herr Andreas Gebauer-Günther, 08107 Kirchberg, Geschäftsführer Die KOBRA Formen GmbH macht hinsichtlich der Angaben zu Organbezügen gemäß § 285 Nr. 9 HGB von den Erleichterungen gemäß § 286 Abs. 4 HGB gebrauch. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 8.481,3 T€ auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernangaben Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen und stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss wird nicht im Bundesanzeiger offengelegt. Die Rieker Finance Group Holding AG, Reiden/Schweiz, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Nachtragsbericht Nach dem Jahresabschluss gab es keine Veränderungen, die einen Einfluss auf den Geschäftsablauf haben.
Lengenfeld, 09.02.2024 Gezeichnet Holger Stichel, Geschäftsführer Jan Streckenbach, Geschäftsführer Andreas Gebauer-Günther, Geschäftsführer Bericht des AufsichtsratsEs besteht kein Aufsichtsrat. sonstige Berichtsbestandteile
Lengenfeld, 09.02.2024 Gezeichnet Holger Stichel, Geschäftsführer Jan Streckenbach, Geschäftsführer Andreas Gebauer-Günther, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 10.06.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkNach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit dem Datum vom 9. Februar 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die KOBRA Formen GmbH mit Sitz in Lengenfeld: Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der KOBRA Formen GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KOBRA Formen GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerkes weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystemes und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerkes erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt, einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zu Grunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Heidenheim, den 26. März 2024 Helmer und Partner mbB Gezeichnet Dominik Schüller, Wirtschaftsprüfer Dr. Rüdiger Frieß, Wirtschaftsprüfer |
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