Erbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Active Nutrition International GmbH
Zielstattstraße 38, 81379 München, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Rücker seit 15.1.2026 | Prokura |
Dirk Michael Glassner seit 15.1.2026 | Geschäftsführer |
Peter Wörner seit 15.1.2026 | Prokura |
Marc Stephen Mollere seit 19.2.2025 | Geschäftsführer |
Craig Louis Rosenthal seit 20.8.2020 | Geschäftsführer |
Stefan Horneber seit 18.4.2019 | Prokura |
Lisa Friedrich seit 3.1.2019 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Dymatize Enterprises, LLC | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Active Nutrition International GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022LageberichtDie Active Nutrition International GmbH unterstützt einen aktiven und gesunden Lebensstil mit trendigen aber wissenschaftlich basierten Ernährungsprodukten. Das Produktportfolio setzt sich bis dato aus den Marken Powerbar, Dymatize und Premier Protein zusammen. Diese Produkte werden sowohl am eigenen Standort in Voerde, Nordrhein-Westfalen, als auch bei Fremdfertigern hergestellt und an den Vertriebsstandorten München, Manchester, UK und Bern, CH vertrieben. 1. Geschäftliche Rahmenbedingungen und wirtschaftliches Umfeld Im Jahr 2022 zeigte die Weltwirtschaft eine gemischte Entwicklung. Die Erholung von der COVID-19-Pandemie verlief unterschiedlich schnell in verschiedenen Regionen. Während einige Länder eine starke Erholung verzeichneten, kämpften andere weiterhin mit den wirtschaftlichen Folgen. Geopolitische Spannungen, insbesondere der Krieg in der Ukraine, führten zu Unsicherheiten und Störungen in den globalen Lieferketten. Weltweit stiegen die Inflationsraten, was teilweise auf gestiegene Energie- und Rohstoffpreise zurückzuführen war. Das globale BIP-Wachstum lag bei etwa 3,2 %, wobei Schwellenländer wie China und Indien eine stärkere Wachstumsdynamik zeigten.1 Die deutsche Wirtschaft erlebte 2022 ein herausforderndes Jahr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 1,9 %, was eine Verlangsamung im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die Inflationsrate erreichte mit 7,9 % den höchsten Wert seit fast 50 Jahren, hauptsächlich bedingt durch steigende Energie- und Nahrungsmittelpreise. Trotz der Herausforderungen nahm der Außenhandel zu. Die Exporte stiegen preisbereinigt um 3,2 %, während die Importe um 6,7 % zunahmen. Der Arbeitsmarkt blieb relativ stabil, trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten.2 Diese Entwicklungen zeigen, dass sowohl die globale als auch die deutsche Wirtschaft 2022 vor erheblichen Herausforderungen standen, aber auch Zeichen der Erholung und Anpassung zeigten. 2. Branchenentwicklung Der globale Markt für Sporternährung erreichte im Jahr 2022 ein Volumen von 45,25 Milliarden USD und wird voraussichtlich bis 2030 auf 75,0 Milliarden USD anwachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 7,5 % im Zeitraum 2024-2030 entspricht.3 In Deutschland, dem wichtigsten Absatzmarkt für die Active Nutrition International GmbH, wird für den Zeitraum 2024-2030 ein CAGR von 8,5 % prognostiziert, mit einem erwarteten Umsatzwachstum von 1,086 Milliarden USD im Jahr 2023 auf 1,924 Milliarden USD im Jahr 2030. 4 Haupttreiber des Wachstums sind weiterhin Protein-Riegel, diätunterstützende Produkte und Energy-Drinks. Weitere Faktoren für die positive Entwicklung sind ein steigendes verfügbares Einkommen, eine fortschreitende Urbanisierung und der damit verbundene Anstieg in der Anzahl von Fitnessstudios und Sportzentren, die ein Wachstum der Fitness- und Sporternährungsbranche begünstigen. Das dominierende Segment sind weiterhin (Protein-)Pulver mit einem Anteil von mehr als 50 %. Die Hauptzielgruppe stellen Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren dar, die einen Anteil von 68,5 % global ausmachen. Der Großteil der Konsumenten ist als 'Light-Users' zu kategorisieren mit einem Anteil von 72,5 % (vs. Heavy User mit 25,7 %). Nordamerika bleibt der führende Markt mit einem Anteil von 25,4 % am globalen Marktvolumen im Jahr 2023. Die Vormachtstellung des amerikanischen Marktes wird durch eine zunehmende Sensibilität für einen gesunden Lebensstil sowie durch verschiedene, von der Regierung initiierte Kampagnen zur Verbesserung von Lebensgewohnheiten gestützt. 5 In Europa hat sich während der Corona-Pandemie ein zunehmendes Gesundheitsbewusstsein der Endkonsumenten, insbesondere für den Konsum von Immun-Boost, Vitamin-Präparaten oder (regionalen) Bioprodukten manifestiert. Außerdem sehen wir einen starken Zuwachs in Outdooraktivitäten und Trainingsangeboten. Dieser Trend setzt sich auch in der Sporternährung fort. Hier stellen wir eine steigende Nachfrage mit gleichzeitig wachsendem Angebot vegetarischer und organischer Produkte fest. Außerdem setzen immer mehr Athleten und Sportler auf eine pflanzlich basierte Ernährung, motiviert durch die Intention eines gesünderen, nachhaltigeren Lebenswandels. Die Kategorie Sporternährung (exkl. Getränke) in den für uns wichtigsten Absatzmärkten in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) verzeichnete im Gesamtjahr 2022 ein deutliches Wachstum. Im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und Drogeriefachhandel (DFH) betrug der Gesamtumsatz rund EUR 340 Mio., was einem Wachstum von ca. +23 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. 70 % des Branchenumsatzes entfielen dabei auf Deutschland, 13 % auf Österreich und 17 % auf die Schweiz. 6 Bei der Umsatzentwicklung führte weiterhin die Schweiz mit einem Zuwachs von +18,5 % (inkl. gekühlte Protein Ready-to-Drink [RTD] Produkte), gefolgt von Deutschland mit +21,9 % und Österreich mit +17,3 %. Sport-(Protein-)Riegel blieben das größte Segment in der DACH-Region mit einem Anteil von etwa 60 % (ca. EUR 204 Mio.), gefolgt von der Kategorie Pulver mit rund 23 % Marktanteil (ca. EUR 78 Mio.). 7 Der Ausblick für die Marktentwicklung in der DACH-Region und Europa blieb auch 2022 positiv und lag über den globalen Wachstumsraten. Besonders stark entwickelte sich der deutsche Markt, der im Zeitraum März 2021 bis März 2022 um +23 % zulegte. Das größte Wachstum wurde erneut im Segment der Riegel verzeichnet, mit einem Anstieg von 26,1 % auf EUR 161 Mio. 8 Während der stationäre Handel nach der Pandemie eine starke Erholung zeigte und um mehr als 20 % wuchs, verlangsamte sich das Wachstum im Online-Channel von zuvor zweistelligen Raten auf ein solides einstelliges Niveau. Dennoch setzte sich der Strukturwandel in der Distribution fort, weg vom Fachhandel hin zum klassischen Lebensmittelhandel sowie zu Online-Marktplätzen. 9 Trotz dieser positiven Entwicklung sah sich die Branche 2022 mit erheblichen Kostensteigerungen bei Rohstoffen konfrontiert. Insbesondere die Preise für Whey Protein Isolate, Whey Protein Concentrate und Calciumcaseinat stiegen im Vergleich zu 2021 um über 200 % und erreichten neue Höchststände. Diese Kostenexplosion erhöhte den Margendruck auf Hersteller erheblich und konnte bislang nur teilweise an den Handel oder die Endverbraucher weitergegeben werden. 10 Die damit verbundenen Mehrkosten in der Produktion können aktuell nur bedingt an den Handel weitergegeben werden und Preissteigerungen für den Endkunden sind gegenwärtig noch kaum im Markt zu erkennen. Diese Situation erhöhte den Margendruck insbesondere auf Hersteller von Proteinprodukten im Jahr 2022 signifikant. Um dieser Situation entgegenzuwirken, planen wir neben unserer neuen True Range in 2022/23 die Einführung weiterer veganer Proteinriegel und -pulver. Dies ermöglicht uns, zusätzliche Zielgruppen zu erreichen und den Kostenanstieg für Molke Protein auszugleichen. 3. Unternehmensspezifische Lage Die Active Nutrition International GmbH konnte ihre Leistung im Geschäftsjahr 2021/22 im Vergleich zum Vorjahr signifikant steigern. Die Gesamtleistung wurde, wie bereits im Vorjahr erneut deutlich verbessert. Die Gesamtleistung erhöhte sich auf TEUR 50.118 (Vorjahr: TEUR 46.380). Trotz deutlich gestiegener sonstiger betrieblicher Aufwendungen konnte im Geschäftsjahr erstmals seit 2018/2019 wieder ein positives Ergebnis erzielt werden. Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr beträgt TEUR 1.132. Im Vorjahr betrug der Jahresfehlbetrag TEUR 1.276. Unser Unternehmen besitzt eine breit gefächerte Kundenstruktur ohne Abhängigkeiten von einzelnen Marktsegmenten oder Märkten. Lediglich zwei Kunden liegen bei einem Umsatzanteil von mehr als 5%, dadurch sind auch die Abhängigkeiten von der Entwicklung einzelner Kunden verhältnismäßig gering. Aufgrund der beschriebenen Entwicklung der Branche sehen wir uns weiterhin für die Zukunft positiv aufgestellt und erwarten für die nächsten Jahre ein Wachstum. 4. Ertragslage des Unternehmens Die Gesamtleistung des Unternehmens hat sich im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr von TEUR 46.380 auf TEUR 50.118 deutlich verbessert. Dies entspricht einem Zuwachs von TEUR 3.738 bzw. 8,1 %. Dementsprechend ist auch der Materialaufwand gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.436 auf TEUR 25.021 gestiegen. Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 1.815 (im Vorjahr: TEUR 404) beläuft sich das Rohergebnis zum 30. September 2022 auf TEUR 26.912 und liegt damit um TEUR 1.713 über dem Vorjahreswert von TEUR 25.199. Die Personalkosten sind im Geschäftsjahr von TEUR 13.019 auf TEUR 11.054 gesunken, da im Vorjahr aufgrund von Abfindungen Sondereffekte aufgetreten sind. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen liegen mit TEUR 694 um TEUR 21 unter dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr dagegen um TEUR 1.284 auf TEUR 13.685. Der Anstieg ist insbesondere auf die erhöhten Marketingkosten zurückzuführen. Zinsen und ähnliche Aufwendungen haben das Jahresergebnis mit TEUR 321 (Vorjahr: TEUR 326) belastet. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich vor dem Hintergrund der dargestellten Effekte um TEUR 2.420 auf TEUR 1.158 im Berichtsjahr. Unter Berücksichtigung der Steuer in Höhe von TEUR 26 beläuft sich der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2021/22 auf TEUR 1.132 und liegt damit TEUR 2.408 über dem Vorjahresergebnis. Den Geschäftsverlauf 2021/2022 beurteilen wir grundsätzlich als günstig. Die Erwartungen der Geschäftsführung hinsichtlich der Prognose im Vorjahr für die wesentlichen Leistungsindikatoren wurden weitgehend erreicht. Der Umsatz stieg um 7,7 % auf 48.850 TEUR und übertraf das Niveau vor der Corona-Pandemie. Damit konnte das Ziel eines ausgeglichenes Jahresergebnis deutlich übertroffen werden. 5. Finanzlage Die Zahlungsfähigkeit der Active Nutrition International GmbH war im Geschäftsjahr 2021/22 zu jeder Zeit gegeben. Die flüssigen Mittel, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich kurzfristiger Kredite erhöhte sich um TEUR 425 auf TEUR 7.933 zum 30. September 2022. Den Finanzmitteln im Geschäftsjahr 2021/2022 sind mit 5,7 % etwas über dem Niveau des Vorjahrs. Die Bilanz der Active Nutrition International GmbH weist nahezu ausschließlich Kredite von verbundenen Unternehmen aus und die Vermögenswerte der Firma sind nahezu ausschließlich über Eigenkapital finanziert, was einen positiven Einfluss auf die Liquidität des Unternehmens hat und die Unabhängigkeit von Kreditinstituten gewährleistet. 6. Vermögenslage Die Vermögenslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr bei weitgehend ähnlicher Struktur um TEUR 4.021 auf TEUR 34.162 erhöht (im Vorjahr: TEUR 30.141). Das Anlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 6.445) um TEUR 503 auf TEUR 6.948. Betragsmäßig erhöhte sich das Vorratsvermögen in Summe um TEUR 4.013 auf TEUR 10.601 (im Vorjahr TEUR 7.401). Innerhalb des Bilanzpostens erhöhte sich stichtagbezogen der Bestand an RHB-Stoffen um TEUR 1.936, ebenso erhöhten sich der Bestand von fertigen Erzeugnissen um TEUR 1.269. Lediglich die unfertigen Erzeugnisse reduzierten sich um TEUR 5. Bei den Forderungen nahmen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 202 auf TEUR 7.784 zu (Vorjahr: TEUR 7.582). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 17 verminderten sich moderat gegenüber dem Vorjahresniveau (TEUR 39). Die sonstigen Vermögensgestände fallen bedingt durch den Sondereffekt der hohen Steuerrückforderungen aus dem Vorjahr um TEUR 256 auf TEUR 563. Die flüssigen Mittel lagen mit TEUR 7.933 etwas über dem Vorjahreswert von TEUR 7.508. Bei den Passiva stiegen die Rückstellungen mit TEUR 6.471 relativ deutlich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 5.522. Hierbei nahmen im Geschäftsjahr insbesondere die Rückstellungen für Prämien und die sonstigen Rückstellungen zu. Zusätzlich gibt es Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr TEUR 0). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen stichtagsbezogen mit TEUR 4.337 über dem Vorjahresniveau (Vorjahr TEUR 2.677). Der Anstieg resultierte hauptsächlich aus der Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2021/22 und dem dadurch erhöhten Materialaufwand. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich um TEUR 9 auf TEUR 6.288 und lagen damit auf dem Niveau des Vorjahres. Durch den Jahresüberschuss erhöhte sich das Eigenkapital am Bilanzstichtag auf TEUR 16.371 (im Vorjahr: TEUR 15.239). Die Eigenkapitalquote zum 30. September 2022 reduzierte sich von 50,6 % im Vorjahr auf 47,9 % zum Bilanzstichtag, was im Wesentlichen auf die Erhöhung der Bilanzsumme zurückzuführen ist. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die Active Nutrition International GmbH nach wie vor in einer sehr soliden Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage befindet. 7. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland wuchs im Jahr 2022 um 1,4 %, während es in den Jahren 2023 und 2024 um 0,3 % bzw. 0,2 % schrumpfte. Im Jahr 2025 wird das BIP im Vergleich zum Vorjahr stagnieren. Für das Jahr 2026 wird ein Wirtschaftswachstum von 1,1 % prognostiziert.11 In der Schweiz wuchs das BIP im Jahr 2022 um 3,0 %, im Jahr 2023 um 0,7 % und im Jahr 2024 um 1,3 %. Für 2025 und 2026 werden Wachstumsraten von 1,0 % bzw. 2,0 % vorhergesagt.12 Für Großbritannien betrugen die Wachstumsraten in den Jahren 2022 bis 2024 4,8 %, 0,3 % und 1,1 %. Für die Jahre 2025 und 2026 werden Wachstumsraten von jeweils 1,5 % geschätzt.13 Mit Abklingen der Corona-Pandemie konnten sich im Jahr 2022 unsere Kernmärkte weiter regenerieren, waren aber immer noch nicht auf Vorkrisenniveau. Das ungebrochene Bewusstsein für Gesundheit, Fitness und der Nachholeffekt aufgrund der zuvor bestehenden Einschränkungen während der Corona-Pandemie sind die Treiber dieser Entwicklung. Das Wachstum in der Branche wird durch den Krieg in der Ukraine nicht negativ beeinflusst, da die Ukraine und Russland derzeit keine große Bedeutung als Absatz- oder Beschaffungsmarkt haben. Allerdings ist auch unser Unternehmen von der Ressourcenknappheit, den weltweiten Logistikproblemen und den Lieferengpässen betroffen, die sich durch den Konflikt in der Ukraine weiter verschärft haben. Eine größere Herausforderung und ein Risiko sowohl für die Branche als auch für unser Unternehmen werden vor diesem Hintergrund die aktuellen und zukünftigen Preissteigerungen für Rohstoffe darstellen. Wie schon in den Jahren zuvor werden die Rohmaterialien immer teurer. Seit Beginn der Lieferengpässe haben sich die Proteinpreise nahezu verdoppelt. Die Preiserhöhungen müssen wir auch an unsere Kunden weitergeben. Die Kundenreaktion bleibt dabei abzuwarten. Tendenziell ist mit einer moderat sinkenden Nachfrage zu rechnen. Unverändert begegnet die Gesellschaft den Herausforderungen des Marktes mit einer breit aufgestellten Lieferantenbasis, Erhöhungen der Verkaufspreise und Projekten zur Senkung der Produktionskosten. Die seit der Ukrainekrise gestiegenen Energiepreise hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertragslage, da die Produktion wenig energieintensiv und die Frachtvolumina sind vergleichsweise gering, so dass die negativen Ergebniseffekte moderat ausfallen dürften. Weiterhin bestehen niedrige Eintrittsbarrieren in den Markt, die das Risiko des Neueintritts von Wettbewerbern relativ hochhalten und damit auch ein Verlust von Kunden nicht auszuschließen ist. Durch Innovationen sowie einer beständig hohen Qualität unserer Produkte minimieren wir indes das Risiko von Kundenverlusten. Auf kurzfristige Anfragen kann die Gesellschaft durch ihre getätigten Investitionen und Vorteile in der Produktion gut reagieren und zügig liefern. Zusätzlich orientieren wir uns konsequent an den Marktdaten und richten unsere Vertriebsteams entsprechend aus, um in den Wachstumssegmenten E-Commerce und Massenmarkt kontinuierlich Kunden hinzuzugewinnen und Chancen aus unserer etablierten Marktstellung zu nutzen. Aufgrund flacher Hierarchien und einer dynamischen Organisation sehen wir uns in der Lage, jederzeit flexibel und rasch auf Änderungen des Marktes zu reagieren, wie auch vor allem die Corona-Pandemie gezeigt hat. Daraus ergeben sich Geschäfts- und Wachstumschancen aus Marktveränderungen und neuen Trends. Die Active Nutrition International GmbH partizipiert signifikant am Marktwachstum von Energie- und Proteinriegeln im Bereich der Sporternährung und plant eine Ausweitung des Sortiments in dieser Produktgruppe. Entsprechend wird die Kapazitätsgrenze der eigenen Riegelproduktion am Produktionsstandort Voerde innerhalb der kommenden Jahre erreicht. Als Konsequenz wird derzeit geprüft, ob die steigenden Absatzmengen durch eine Kapazitätserweiterung oder den Einkauf bei Drittlieferanten abgedeckt werden können. Im Geschäftsjahr 2022 erzielten wir einen Umsatz von EUR 48,9 Mio. (+7,7% zum Vorjahr). In den Jahren 2023 und 2024 konnten wir den Umsatz auf EUR 55,7 Mio. bzw. EUR 65,1 Mio. steigern, was einem Zuwachs von 14,0% bzw. 18,2% im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr entsprach. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir ein Umsatzwachstum auf EUR 73,5 Mio., was einer Steigerung von 13,0% gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde.
Nach auskömmlichen Gewinnen in den Jahren 2022 bis 2024 erwarten wir für das Jahr 2025 aufgrund erheblicher Preissteigerungen im Materialbereich, die aktuell nicht durch höhere Verkaufspreise kompensiert werden können, einen Verlust im niedrigen einstelligen Millionenbereich.
München, 13. Mai 2025 Active Nutrition International GmbH Marc Mollere, Geschäftsführer Craig L. Rosenthal, Geschäftsführer 1 Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz - Schlaglichter der Wirtschaftspolitik 2 Statistisches Bundesamt Pressemitteilung - 13. Januar 2023 3 Grand View Research Report - Sports nutrition market analysis - November 2023 4 Grand View Research Report - Sports nutrition market size & Outlook, 2023-2030 - April 2025 5 Grand View Research Report - Sports nutrition market size & Outlook, 2023-2030 - April 2025 6 IRI-Germany (Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriefachhandel) 7 IRI-Germany und GfK - Interne Marktberichte und Branchenanalysen 2022 8 Grand View Research - Sports Nutrition Market - Europe Outlook 2022 9 Euromonitor - Online Grocery & Nutrition Trends Post-COVID, 2022 10 Market reports von Mintec und DairyReporter 11 statista.com - Entwicklung des realen (BIP) in Deutschland von 2010 bis 2024 und Prognose des DIW bis 2026 12 Staatssekretariat für Wirtschaft SECO - Konjunkturprognosen 13 Statista.com - Großbritannien: Wachstum des realen BIP von 1980 bis 2024 und Prognosen bis 2030 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022Active Nutrition International GmbHAllgemeine Angaben zum Unternehmen Die Active Nutrition International GmbH mit Sitz in München ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 135076 eingetragen. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der vorliegende Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der vorliegende Jahresabschluss wird gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB aufgestellt. Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden werden einzeln bewertet. Die Aufwendungen und Erträge sind auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. Das Realisationsprinzip bzw. das Imparitätsprinzip sowie der Grundsatz der Vorsicht (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) werden beachtet. Die unter den immateriellen Vermögensgegenstände ausgewiesenen entgeltlich erworbenen Konzessionen und ähnliche Rechte sowie Lizenzen werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear planmäßig abgeschrieben. Die unter den Sachanlagen ausgewiesenen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, die technischen Anlagen und Maschinen, die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind jeweils zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer: Die betriebsüblichen Nutzungsdauern sind:
Geleistete Anzahlungen werden mit ihrem Nominalwert bilanziert. Der Bilanzansatz der Anlagen im Bau erfolgt zu Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden Einzelkosten, angemessene und anteilige Gemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die aktuellen Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger sind, werden diese angesetzt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegendem Wert. Bei der Bewertung des Vorratsvermögens wird angenommen, dass die Vermögensgegenstände mit dem kürzeren Mindesthaltbarkeitsdatum als erstes verwendet bzw. veräußert werden. Dies entspricht dem Lager- und Auslieferungsmanagement. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen sowie fertige Erzeugnisse und Waren werden zu Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten sowie der Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Das Wahlrecht angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten zu aktivieren nimmt die Gesellschaft nicht in Anspruch. Fremdfinanzierungskosten werden nicht aktiviert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die sonstige Vermögensgegenstände, der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nominalwerten bzw. Anschaffungskosten aktiviert. Mögliche Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung wird mit 1,0% aus dem Nettoforderungsbestand nach Abzug der Forderungen gegenüber Zentralregulierern und verbundenen Unternehmen berechnet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Zahlungen, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen werden für voraussichtliche Steuerzahlungen gebildet, die das Geschäftsjahr oder Vorjahre betreffen aber am Bilanzstichtag noch nicht veranlagt sind. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Sie werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB entsprechend ihrer Restlaufzeit zum Bilanzstichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank herausgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten, bestehend aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie sonstigen Verbindlichkeiten, werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet sind. Forderungen in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber liegt, ist dieser angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Alle wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet worden. Angaben zur Bilanz Sachanlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem nachstehenden Anlagenspiegel zu entnehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Angaben und Erläuterungen zu den Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Positionen:
Verbindlichkeiten Die Laufzeit und Besicherung der Verbindlichkeiten zum 30. September 2022 sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse der Gesellschaft in Höhe von EUR 48.849.826,71 wurden im Inland und Ausland erzielt und verteilen sich auf die einzelnen geografischen Märkte wie folgt:
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 463.349,55 (Vorjahr: EUR 198.086,94). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 203.986,62 (Vorjahr: EUR 202.080,07) enthalten. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von EUR 0,54 (Vorjahr: EUR 5,40) sowie die Zinsen und ähnliche Aufwendungen über EUR 320.974,78 (Vorjahr: EUR 326.073,02) betreffen im Geschäftsjahr ausschließlich verbundene Unternehmen. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2021/2022 waren durchschnittlich 149 Mitarbeiter (Vorjahr: 146) im Unternehmen beschäftigt, wovon 141 Mitarbeiter (Vorjahr: 138) im Inland und 8 Mitarbeiter (Vorjahr: 8) im Ausland tätig waren. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Die Gesellschaft wurde im Berichtsjahr durch nachfolgende Geschäftsführer vertreten: - Herr Stefan Geisenberger, Kaufmann, (bis 19. Februar 2025) - Herr Craig Louis Rosenthal, Rechtsanwalt - Herr Marc Stephan Mollere, Kaufmann, (ab 19. Februar 2025) Die Geschäftsführer sind jeweils einzeln vertretungsberechtigt. Die Angaben der Gesamtbezüge der gesetzlichen Vertreter unterbleiben in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 30. September 2022 bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von EUR 322.151,04 (Vorjahr: EUR 216.661,06), die in den folgenden Jahren und Monaten bis zum 27. Januar 2025 zu bezahlen sind. Zudem bestehen zum 30. September 2022 Verpflichtungen aus nachfolgenden Mietverträgen: - EUR 144.436,30 p.a.; gekündigt per 31. Dezember 2022. - EUR 63.007,63 p.a.; gekündigt per 31. Dezember 2022. - EUR 1.510,80 p.a., Kündigungsfrist drei Monate zum Monatsende. - CHF 11.644,14 p.a.; Kündigungsfrist sechs Monate zum Monatsende. - CHF 1.108,97 p.a.; Kündigungsfrist ein Monat zum Monatsende. Honorar des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf TEUR 33 für die Abschlussprüfung, TEUR 4,5 für die Steuererklärungen sowie TEUR 4 für sonstige Beratungsleistungen. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.131.811,59 auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Active Nutrition International GmbH wird in den Konzernabschluss der BellRing Brands, Inc., Missouri, US, (www.bellring.com) einbezogen. AnlagespiegelAnlagengitter 2022
sonstige Berichtsbestandteile
München, 13. Mai 2025 Active Nutrition International GmbH Marc Mollere, Geschäftsführer Craig L. Rosenthal, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 28.05.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die Active Nutrition International GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Active Nutrition International GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Active Nutrition International GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 14. Mai 2025 Ring-Treuhand
GmbH & Co. KG
MÜLLER, Wirtschaftsprüfer RENKL, Wirtschaftsprüfer |
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