Speidel Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Wittlinger seit 22.7.2025 | Prokura |
Scott Marcus Wernet seit 4.1.2024 | Geschäftsführer |
Swenja Maria Speidel seit 13.6.2022 | Geschäftsführer |
Alexander Beck seit 13.6.2022 | Geschäftsführer |
Andreas Nill seit 13.6.2022 | Prokura |
Thomas Eigner seit 13.10.2021 | Prokura |
Achim Frühhaber seit 21.11.2011 | Prokura |
Gisela Carmen Geißler seit 23.1.2007 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Speidel GmbHBodelshausenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die Speidel GmbH entwickelt, produziert, beschafft und vertreibt Damenunterbekleidung, insbesondere im Wäsche- und Miederbereich. Gesamtwirtschaftliche Lage und konjunkturelle Entwicklung in Deutschland Deutschland ist im Jahr 2023 mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von rund 4,12 Billionen Euro die größte Volkswirtschaft der Europäischen Union (EU). Das gesamte Bruttoinlandsprodukt der EU-27 hat im Jahr 2023 rund 17,0 Billionen Euro betragen und liegt damit hinter den USA und knapp vor China. Im Jahr 2023 ist das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands nominal deutlich gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt ist die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr in eine Rezession gerutscht, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. Branchenentwicklung Während die Unternehmen der Bekleidungsindustrie steigende Kennzahlen bei Umsatz, Beschäftigung und im Einzelhandel verzeichnen konnten, waren die Konjunkturdaten der Textilhersteller meist von Rückgängen geprägt. Nach wie vor leiden die Textilhersteller mehr unter dem Margendruck, der durch immer noch sehr hohe Beschaffungs- und Energiekosten besteht. Hier reichen die nur mäßig steigenden Erzeugerpreise als Ausgleich oft nicht aus. Der Außenhandel leistete ebenfalls keinen positiven Beitrag. Insgesamt sanken die Exporte und insbesondere die Importe deutlich. Die gesamte Branche schließt das Jahr 2023 mit einem Umsatzplus von +2,7 % ab. Allerdings verlief das vergangene Jahr für die beiden Teilsegmente Textil und Bekleidung sehr unterschiedlich: Während Textil mit -1,9 % trotz Inflation Umsatzrückgänge verbuchen musste, steigerte der Bekleidungssektor seine Umsätze deutlich um +10,8 % (TW) ***. Neben ihrer Innovationsstärke investieren die deutschen Mode- und Bekleidungshersteller auch in die Digitalisierung. Dies zieht sich quer durch die Lieferkette. Produktion und Vertrieb werden durch die Digitalisierung in vielen Bereichen immer enger verzahnt, es entstehen viele neue Geschäftsmodelle, bei denen die Produzenten immer mehr zum Händler ihrer Waren werden. Ein besonderes Augenmerk liegt hier auf der Individualisierung von Kundenwünschen. Hier werden sich in den nächsten Jahrzehnten noch viele neue Entwicklungen vollziehen. Die Regulatorik auf EU-Ebene wird die Branche zunehmend beschäftigen. Bei der Green Claims Richtlinie und der Ökodesign-Verordnung konnte im Trilog eine Einigung erzielt werden. Die europäische Lieferketten-Richtlinie CSDDD steht ebenfalls vor der Einigung. Andere bereits verabschiedete Normungen wie die Nachhaltigkeitsberichterstattung und die EU-Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten sind bereits demnächst umzusetzen **. Die Belastung durch erhöhte Strom- und Gaskosten sowie Rohstoffe zusammen mit der hohen Inflation endete in hohen Lohnabschlüssen durch die Gewerkschaften. Noch immer sind die meisten Unternehmen nicht wieder auf Vor-Corona-Niveau (TW). Entwicklung der Gesellschaft Die Firma Speidel hat weitere Produktentwicklungen und neue Kollektionen vorangetrieben und erfolgreich im Markt platziert. Mit eigener Produktion in Europa und hoher Fertigungstiefe hat Speidel die Lieferkette weitgehend selbst in der Hand und konnte weiterhin weitgehend unabhängig von Lieferproblemen in Fernost, Kunden jederzeit zuverlässig bedienen. In dem Speidel-Segment Damen-Tagwäsche konnte man mit mittlerer Preispositionierung, hoher Qualität und hoher Liefer-Zuverlässigkeit sowie mit überzeugenden neuen Produkten die Marktposition weiter ausbauen. Umsatzentwicklung Die Speidel-eigenen Outlets realisieren ein Umsatzplus, während uns im Bereich des Online-Verkaufs die Kunden weitgehend treu blieben. Insgesamt hat die Firma Speidel in 2023 einen leichten Umsatzrückgang von -1,6 % zu verzeichnen (VJ +11,0 %) und liegt damit hinter dem Branchenergebnis Textil+Mode (laut Branchenverband Textil+Mode +2,7 %) *. Entwicklung des Gesamtumsatzes nach Region Die Exporte sanken im Vergleich zum Vorjahr um rund 25,8 %. Der Anteil der Exporte am Gesamtumsatz lag damit zum Jahresende bei etwa 13,3 %. Der Inlandsumsatz hat sich hingegen um etwa 3,4 % erhöht. Entwicklung des Gesamtumsatzes nach Bereichen Die einzelnen Absatzbereiche haben sich im Geschäftsjahr 2023 unterschiedlich entwickelt. Im Bereich Miederware ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr mit 40,0 % deutlich gestiegen. Im Wäschesegment ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 5,7 % zu verzeichnen. Der Umsatz im Direktverkauf (Outlet, Webshop, etc.) konnte in allen Bereichen erneut gesteigert werden (+2,2 %). Kennzahlen / Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Zur Steuerung und Überwachung der Unternehmenstätigkeit sowie zur Kontrolle der Risiken und Chancen setzt die Geschäftsführung ausgewählte Kennzahlen als finanzielle Leistungsindikatoren ein. Diese sind insbesondere Gesamtleistung und operatives Ergebnis (EBITDA: Ermittlung siehe nachfolgend). Nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind für uns die Produktionstiefe sowie die hieraus resultierenden hohen Qualitätsstandards unserer Produkte. Das abgelaufene Berichtsjahr konnte erneut zufriedenstellend abgeschlossen werden. Die Gesamtleistung hat sich leicht verbessert, die Rohertragsquote hat sich etwas verringert. Das operative Vorjahresergebnis (EBITDA) bezogen auf die Gesamtleistung von 7,3 % konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 6,6 % nicht ganz erreicht werden. Für das Geschäftsjahr 2023 betrug der Jahres-Cashflow (Jahresüberschuss + Veränderung langfristiger Rückstellungen + planmäßige Abschreibungen auf Anlagevermögen) TEuro 2.812,3 (Vorjahr: TEuro 2.625,5). Der Wareneinsatz im Verhältnis zur Gesamtleistung hat sich im Jahr 2023 durch höhere Beschaffungskosten erhöht. Die Gesamtkosten gemessen an der Gesamtleistung sind im Vergleich zum Vorjahr weitgehend stabil. Ohne Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge entwickeln sich die Leistungsindikatoren wie folgt:
Die Eigenkapitalsituation der Gesellschaft ist als sehr gut zu bezeichnen. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beläuft sich auf 83,5 % (Vorjahr: 84,9 %). Der Vorratsbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Im Verhältnis zum Gesamtkapital beträgt das Vorratsvermögen ca. 31,4 %. Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen hat sich gegenüber dem Vorjahresbestand um TEuro 50,0 bzw. 0,7 % verringert. Die Liquiditätslage kann als gut bezeichnet werden. Sowohl im kurzfristigen als auch im mittelfristigen Bereich stehen Liquiditätsreserven zur Verfügung. Somit ist die Firma von Fremdkapitalgebern unabhängig und in der Lage, die anstehenden Investitionen aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Produktion Bei der Produktion der Erzeugnisse achten wir in allen Produktionsstufen und Zulieferstufen auf gleichbleibend hohe Qualitätsstandards mit Kontrollen vom Rohmaterial bis zum Endprodukt. Auf der Beschaffungsseite setzen wir insbesondere auf bewährte Kernlieferanten. Personal Im Jahresdurchschnitt waren bei der Firma Speidel einschließlich Geschäftsführer und Auszubildende 259 Mitarbeiter beschäftigt. Der Jahresdurchschnitt im Vorjahr betrug 250 Mitarbeiter. Der Personalkostenanteil, gemessen an der Gesamtleistung, liegt bei 26,4 % und damit auf dem Vorjahresniveau. Prognose für 2024 und Folgende Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (auch Wirtschaftsweise genannt) rechnet im aktuellen Frühjahrsgutachten damit, dass das BIP im Jahr 2024 um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr wachsen wird. Auch laut Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Es wird für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung gerechnet als noch Ende 2023. Die Auswirkungen der ansteigenden Preise im Energiesegment und allgemein der hohen Inflation sowie die allgemeine weltwirtschaftliche Schwäche, unter anderem bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, belasten die deutsche Wirtschaft deutlich. Speidel als Hersteller von dem Bedarfsartikel Wäsche ist jedoch gut gerüstet, auch in schwierigem Umfeld zu bestehen und seine Stellung im Markt auszubauen. Als produzierendes Familienunternehmen mit hoher Fertigungstiefe und eigenen Fertigungsstätten wird echtes Made in Europe mit hohen Qualitätsstandards nachhaltig produziert, weitgehend unabhängig von weltweiten Lieferketten. Das schafft Zuverlässigkeit und Vertrauen. Dies ist gerade in schwierigen Zeiten wichtig. Weitere Neuentwicklungen werden auch im kommenden Jahr vorangetrieben und schaffen die Basis für eine weiterhin erfolgreiche Zukunft. Die (Teil-) Einführung eines neuen EDV-Systems hat bei Speidel in 2023 und anteilig 2024 Ressourcen gebunden. Die anhaltend schwache wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa belasten die Nachfrage der Konsumenten. Dennoch rechnen wir für das Jahr 2024 sowohl mit einer stabilen Gesamtleistung als auch mit einem stabilen EBITDA. Risiko- und Chancenbericht Um Entwicklungen, die die Prozesse und die Geschäftsentwicklung des Unternehmens gefährden könnten, zu identifizieren, aber auch um Chancen frühzeitig zu erkennen, bedient sich das Unternehmen einer Reihe von aufeinander abgestimmten Kontrollsystemen: Überwachung der Auftragseingänge, das interne Berichtswesen und das interne Kontrollsystem. Die Instrumente sollen gewährleisten, Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen und einzuschätzen, um geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Das interne Berichtswesen liefert aktuelle und notwendige Informationen über die Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen und Leistungsindikatoren. Das interne Kontrollsystem soll sicherstellen, dass alle Regelungen zur Reduzierung von Risiken eingehalten werden. Die wesentlichen Chancen und Risiken, die bedeutende Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Leistungsindikatoren haben können, sind wie folgt gegliedert: Markt und Kunden, Beschaffung, Produkte, Finanzen, Mitarbeiter, Prozesse. Markt und Kunden Die Firma ist im Rahmen ihrer Aktivitäten in den Absatzmärkten unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Diese können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage betreffen. Das Unternehmen hat zur Früherkennung der Risiken Controlling Instrumentarien eingesetzt. Sie sollen den Entscheidungsträgern frühzeitig Informationen geben, damit rechtzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Die Gesellschaft verfügt über eine breite Kundenbasis, zu der zum Teil sehr lange Geschäftsbeziehungen bestehen. Durch intensive Qualitätssicherungsmaßnahmen und Liefertreue werden wir auch künftig versuchen, unsere Kundenbeziehungen zu intensivieren und auszubauen. Beschaffung Zur Vermeidung von Abhängigkeiten gegenüber Lieferanten hat die Gesellschaft eine ausgewogene Produkt- und Lieferantenauswahl getroffen. Diese Maßnahmen reduzieren erheblich das Risiko von Zulieferengpässen. Auch bei den Lieferanten wird auf gleichbleibend hohe Qualität und Zuverlässigkeit geachtet. Mögliche Ressourcen-Verknappung und die einhergehenden möglichen Preiserhöhungen werden genau und weitblickend betrachtet. Durch die hohe Fertigungstiefe ist das Risiko im Vergleich zur Branche, die teilweise im Vollzukauf arbeitet, vergleichsweise niedrig. Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft hat einen solventen Kundenstamm. Nennenswerte nicht gedeckte Forderungsausfälle haben sich in der Vergangenheit nicht ereignet. Verbindlichkeiten werden innerhalb der Fälligkeit bezahlt. Währungsrisiko Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft ist die Gesellschaft nur in geringem Maße ausgesetzt. Rechnungen werden ausschließlich in Euro fakturiert, sodass dieses für das Unternehmen kein Risiko darstellt. Für diverse Beschaffungsprodukte werden Konten in ausgesuchten Fremdwährungen zur Vermeidung von Kursrisiken geführt. Personal Qualifizierte Fach- und Führungskräfte sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Risiken bestehen darin, Schlüsselpositionen für zukünftige Anforderungen nicht entsprechend besetzen zu können. Mit vielfältigen Aktivitäten ist es uns gelungen, beste Fach- und Führungskräfte an unser Unternehmen zu binden. Eine gute Positionierung als attraktiver Arbeitgeber trägt dazu bei. Durch gezielte betriebliche und außerbetriebliche Aus- und Weiterbildung sowie die Unterstützung und Förderung von aufstrebenden Nachwuchskräften setzt die Firma ein Fundament für die gut bewährte Personalpolitik. Rechtliche Risiken Die Gesellschaft ist aktuell in keine Gerichts- oder Schiedsverfahren verwickelt, die einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft haben können. Chancen Speidel - conscious since 1952. Mit dieser Headline schärfen wir unser Markenprofil und fokussieren uns noch stärker auf die Themen Nachhaltigkeit, Qualität und Transparenz. Wäsche von SPEIDEL steht für Langlebigkeit, die Hand in Hand mit einem einmaligen Tragegefühl geht. Für uns als Familienunternehmen am schwäbischen Standort Bodelshausen ist der hohe Anspruch an Qualität "Made in Europe" mit Respekt vor Natur und Umwelt kein neuer Trend, sondern eine Selbstverständlichkeit - und das seit über 70 Jahren. Dieser Ansatz sichert uns auch künftig zufriedene Kunden und eine stabile Geschäftsentwicklung.
Bodelshausen, den 31. Juli 2024 * https://textil-mode.de/de/themen/konjunktur/ ** Fachvereinigung Wirkerei-Strickerei *** file:///C:/Users/swernet/Downloads/2024-02_Konjunkturbericht%20(4).pdf BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Speidel GmbH, BodelshausenAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Sitz der Speidel GmbH ist in Bodelshausen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 381153 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Bilanz wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften des § 275 HGB aufgestellt. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Dabei kommt die lineare Abschreibung zur Anwendung mit einer Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger, nutzungsbedingter linearer Abschreibungen. Dabei kommt die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung mit Nutzungsdauern von drei bis 23 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis Euro 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs und den folgenden vier Jahren linear abgeschrieben. Die im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten oder ihrem niedrigeren Kurswert zum Bilanzstichtag (Wertpapiere) bewertet. Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Material- und Fertigungseinzelkosten sowie notwendige Teile der Gemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, sind einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bei der Bewertung wird dem strengen Niederstwertprinzip Rechnung getragen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2,0 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Teilwertverfahren ermittelt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen wurden keine Lohn- und Gehaltssteigerungen und keine Rentensteigerungen unterstellt. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem von der deutschen Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,82 %. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum Bilanzstichtag TEuro 6,5. Der Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung würde vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine passive latente Steuer. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sowie Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Euro-Referenzkurs, veröffentlicht von der Deutschen Bundesbank, am Bilanzstichtag umgerechnet. Angaben zur Bilanz Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen stellen TEuro 42,4 (Vorjahr: TEuro 32,7) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar. Der nicht durchfrei verfügbare Eigenkapitalbestandteile gedeckte gegen Ausschüttung gesperrte Betrag beträgt TEuro 6,5 (Vorjahr: TEuro 29,4). In dem Posten sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen, Urlaub und Erlösschmälerungen enthalten. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stellen TEuro 360,3 (Vorjahr: TEuro 34,2) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEuro 136,1 (Vorjahr: TEuro 141,5) enthalten. Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Passive latente Steuern betreffen im Wesentlichen Bilanzierungsunterschiede in Bezug auf die Beteiligung an der Ernst Haase GmbH & Co. KG. Aktive Steuerlatenzen resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen der Pensionsrückstellungen und Urlaubsrückstellungen. Aktive und passive Latenzen wurden verrechnet und der verbleibende Saldo als passive Steuerlatenz ausgewiesen. Die Ermittlung der aktiven latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von rund 28,0 % (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer). Bei den passiven latenten Steuern wurde aufgrund der resultierenden Steuerlast (ohne Gewerbesteuer) ein Steuersatz von 15,8 % für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag angesetzt. Die latenten Steuerschulden in der Bilanz entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt:
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie folgt auf:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEuro 14,1 (Vorjahr: TEuro 6,8) sowie periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEuro 23,0 (Vorjahr: TEuro 2,3) und aus abgeschriebenen Forderungen in Höhe von TEuro 0,8 (Vorjahr: TEuro 15,4) enthalten. In dem Posten soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind TEuro 5,6 (Vorjahr: TEuro 7,6) für Altersversorgung enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEuro 18,6 (Vorjahr TEuro 45,2) enthalten. In den Erträgen aus Beteiligungen sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEuro 0,0 (Vorjahr: TEuro -6,3) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEuro 29,4 (Vorjahr: TEuro 29,1) enthalten. In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEuro 11,7 (Vorjahr: TEuro 11,7) sowie Aufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEuro 11,6 (Vorjahr: TEuro 10,5) enthalten. Aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern resultieren Aufwendungen (Vorjahr: Erträge) in Höhe von TEuro 60,0 (Vorjahr: TEuro -46,3). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen: Die Gesellschaft hat diverse Pachtverträge für die Überlassung von Grundstücken und sonstigen Anlagegütern abgeschlossen. Die Verträge dienen der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Eigenkapitalquote. Die Miet- und Pachtzahlungen für die Verkaufsflächen, das Betriebsgebäude und für die Überlassung von Anlagegütern betrugen im Berichtsjahr TEuro 2.960,9. Künftig ist mit jährlichen Pachtzahlungen in einer etwa gleichen Größenordnung zu rechnen. Sonstige Angaben Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar setzt sich aus Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEuro 35,5, Leistungen für steuerliche Beratung in Höhe von TEuro 14,7 und wirtschaftliche Beratung in Höhe von TEuro 3,0 zusammen. Geschäftsführer der Gesellschaft sind bzw. waren: - Herr Alexander Beck, Geschäftsführer - Frau Swenja Maria Speidel, Geschäftsführer - Herr Günter Speidel, Geschäftsführer (bis 04.01.2024) - Herr Scott Wernet, Geschäftsführer (ab 04.01.2024) Die Angaben über die Gesamtbezüge wurden unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen. Angaben zu Unternehmen, an denen ein Anteilsbesitz von mindestens 20 % besteht Speidel Romania S.R.L Sitz: Focsani, Rumänien. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TLeu 108,6. Der Anteil der Speidel GmbH beträgt 100 %. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 liegt vor. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von TLeu 180,4 ab. Das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TLeu 9.796,3. Der Umrechnungskurs beträgt zum Bilanzstichtag: 1 Euro = 4,9707 Leu. Speidel Hungária Kft. Sitz: Szombathely, Ungarn. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt THUF 3.000. Der Anteil der Speidel GmbH beträgt 100 %. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 liegt vor. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag von THUF 81.754,0 ab. Das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt THUF 574.577,0. Der Umrechnungskurs beträgt zum Bilanzstichtag: 1 Euro = 381,80 HUF. Ernst Haase GmbH & Co. KG Sitz: Bisingen. Das Kommanditkapital der Gesellschaft beträgt TEuro 76,7. Der Anteil der Speidel GmbH beträgt 100 %. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 liegt vor. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Verlust von TEuro 42,3 ab. Das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEuro 34,4. Haase - Verwaltungsgesellschaft m.b.H. Sitz: Bisingen. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEuro 26,1. Der Anteil der Speidel GmbH beträgt 100 %. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 liegt vor. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss von TEuro 3,4 ab. Das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft beträgt TEuro 74,1.
Bodelshausen, den 31. Juli 2024 gez. Swenja Maria Speidel gez. Scott Wernet gez. Alexander Beck Ergebnisverwendung Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der GeschäftsleitungDer Jahresüberschuss des Geschäftjahres in Höhe von Euro 2.017.476,18 wird mit dem bestehenden Gewinnvortrag verrechnet und auf neue Rechnung vorgetragen. AnlagespiegelEntwicklung des Anlagevermögens
Die Zugänge der Abschreibung sind zugleich die Abschreibung des laufenden Jahres. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung Der Jahresabschluss wurde am 16.12.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Speidel GmbH, Bodelshausen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Speidel GmbH, Bodelshausen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Speidel GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (I DVV) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Reutlingen, den 27. September 2024 RWT
Reutlinger Wirtschaftstreuhand GmbH
gez. Frank Stäudle, Wirtschaftsprüfer gez. Uli Glaser, Wirtschaftsprüfer |
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