Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 31924 HB
Vorher
KPS Finanzdienstleistungs GmbH
Eingetragen
12.12.2016
Branche
Institute für Factoring-GeschäfteBeteiligungsgesellschaftenVerbriefungszweckgesellschaften a. n. g.
Gegenstand
Die Erbringung von Factoring-Leistungen im Sinne des § 1 Abs. 1 a Satz 2 Nr. 9 KWG.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nils Wessels
seit 27.12.2023
Geschäftsführer
Jens Romahn
seit 24.3.2021
Geschäftsführer
Bernd Welge
seit 11.11.2020
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

KPS Factoring GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht der KPS Factoring GmbH - Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die KPS Factoring GmbH (nachstehend KPS-F) ist ein Factoringunternehmen mit Sitz in Bremen, das 2016 gegründet wurde.

Als Finanztechnologie-Unternehmen bietet die KPS-F ambulanten Pflegediensten ihre Factoringdienstleistung an und strebt dabei eine zunehmende Digitalisierung der Abwicklung an. Kernprodukt der KPS-F ist das unechte Factoring.

Die KPS-F besitzt für ihre Geschäftstätigkeit als Finanzdienstleistungsinstitut im Bereich Factoring seit Mai 2020 eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG.

Ziel der Gesellschaft ist es, nachhaltig stabile Erträge zu generieren, um einen Fortbestand der Gesellschaft sicherzustellen. Zur Steuerung der Gesellschaft werden folgende finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen.

Factoringvolumen

Factoringgebühren

Bestand an liquiden Mitteln und freien Refinanzierungslinien

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft rd. zwei Mitarbeiter:innen beschäftigt.

2. Wirtschaftsbericht

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lt. Pressemitteilung vom 23. Februar 2024 um 0,3% niedriger als im Vorjahr. 1 Die Bundesrepublik Deutschland ist im Jahr 2023 in eine Rezession gerutscht. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration für die Folgejahre. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, im Jahr 2023 kam es nun sogar zu einer Rezession. 2

Im 4. Quartal 2023 waren rund 46,2 Millionen Personen in Deutschland erwerbstätig. Im 4. Quartal 2023 trugen erneut überwiegend die Dienstleistungsbereiche zum Anstieg der Erwerbstätigenzahl gegenüber dem Vorjahresquartal bei. 3

1 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 066 vom 23. Februar 2024, Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023, https://www.destatis.de/DE/Presse/ Pressemitteilungen/2024/02/PD24_066_811.html, abgerufen am 07.03.2024.

2 Statista, Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland gegenüber dem Vorjahr von 1992 bis 2023, https://de.statista.com/ statistik/daten/studie/2112/umfrage/veraenderung-des-bruttoinlandprodukts-im-vergleich-zum-vorjahr/, abgerufen am 07.03.2024.

3 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 059 vom 16. Februar 2024, Zahl der Erwerbstätigen steigt im 4. Quartal 2023 auf 46,2 Millionen, https://www.destatis.de/DE/ Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_059_13321.html, abgerufen am 07.03.2024.

Gemäß dem Rundschreiben des Deutschen Factoring-Verbands e.V. vom 23. April 2024 konnte das Umsatzwachstum der Mitgliedsunternehmen im Berichtsjahr erneut gesteigert werden. Es stieg um 3,1% auf nunmehr 384,4 Mrd. Euro (Vorjahr 372,9 Mrd. Euro). Im Berichtsjahr nutzen 106.400 Kunden (Vorjahr: 105.000) die Dienstleistung des Factoring. Im Jahresbericht 2023 des Deutschen Factoring-Verbandes e.V. wird die Branche Gesundheitswesen mit einem Anteil von rd. 15,0% (Vorjahr 14,7%) als die zweitgrößte Schwerpunktbranche im Factoring ausgewiesen. 4 Im Ausblick wird nach einem Jahr der Stagnation bis hin zur Rezession für das Jahr 2024 mit einem minimal steigenden BIP (0,1 bis 0,2%) gerechnet. Es besteht eine vorsichtig positive Einschätzung für die zweite Hälfte des Jahres durch einen in der ersten Jahreshälfte fortschreitenden Rückgang der Inflation. Die aber weiterhin bestehenden Unsicherheiten bezüglich der konjunkturellen Entwicklung spiegeln sich auch in der jährlichen Konjunkturabfrage unter den Verbandsmitgliedern wider. Der Ausblick zeigt mit einer Gesamtnote von 2,6 (gegenüber dem Vorjahr mit Gesamtnote 2,5), dass sich die Stimmung und Erwartungen für das Jahr 2024 geringfügig verschlechtern. 5 Die Factoring-Quote als Verhältnis zwischen dem angekauften Forderungsvolumen der Mitgliedinstitute und dem deutschen Bruttoinlandsprodukt entwickelte sich leicht rückläufig auf 9,3% im Jahr 2023 (Vorjahr 9,7%). 6

3. Geschäftsverlauf und Ertragslage

Das Factoringvolumen der KPS-F konnte gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Das geplante Factoringvolumen für das Geschäftsjahr 2023 wurde jedoch erneut deutlich verfehlt. Sowohl die geplante Anzahl an Neukunden als auch das angestrebte Durchschnittsvolumen je Kunde wurden nicht erreicht. Die Factoringgebühren konnten ebenso gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden, blieben aber entsprechend auch deutlich unter den Erwartungen für das Geschäftsjahr 2023. Im Bereich der allgemeinen Verwaltungsausgaben konnten sowohl bei den Personalaufwendungen mit TEUR 409,7 als auch bei den anderen Verwaltungsaufwendungen mit TEUR 206,7 gegenüber der Planung verbesserte Werte erzielt werden.

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 betrug TEUR 551,4 (Vorjahr TEUR 547,6). Das geplante Ergebnis von -436,4 TEUR konnte nicht erreicht werden. Die Abweichung resultiert im Wesentlichen aus der Nichterreichung der geplanten Erträge, die teilweise durch Kosteneinsparungen kompensiert werden konnten.

Der Geschäftsverlauf und die Ertragslage für das Geschäftsjahr 2023 werden als nicht zufriedenstellend beurteilt.

4 Deutscher Factoring-Verband e. V., Jahresbericht 2023, 04/2024, S. 4 f.

5 Deutscher Factoring-Verband e. V., Jahresbericht 2023, 04/2024, S. 25.

6 Deutscher Factoring-Verband e. V., Jahresbericht 2023, 04/2024, S. 9.

4. Vermögens- und Finanzlage

Die Struktur der Aktivposten der Bilanz der KPS-F ist im Wesentlichen gekennzeichnet durch Forderungen an Kunden sowie Forderungen an Kreditinstitute, die jeweils rd. 21,2% respektive 78,0% der Bilanzsumme ausmachen. Die Forderungen an Kunden lagen am 31.12.2023 bei TEUR 508,8. Bei den Forderungen an Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.870,0 (Vorjahr TEUR 839,3) handelt es sich um täglich fällige Kontoguthaben.

Die KPS-F verfügte im Geschäftsjahr 2023 jederzeit über ausreichende Refinanzierungsmittel. Die Refinanzierung des Forderungsbestandes erfolgt über einen Refinanzierungspartner mit fester Refinanzierungszusage sowie aus Eigenmitteln. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Inanspruchnahmen von Kreditlinien bei Kreditinstituten oder dem Refinanzierungspartner. Der Gesellschaft standen jederzeit ausreichend liquide Mittel zur Verfügung, um sämtlichen Verpflichtungen nachzukommen.

Der Bestand an liquiden Mitteln und freien Refinanzierungslinien bewegte sich im Geschäftsjahr 2023, wie auch im Vorjahr, durchgehend deutlich innerhalb der definierten Limite.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden resultieren aus Sicherungseinbehalten und betrugen zum Bilanzstichtag 34,9 TEUR. Die Eigenkapitalquote belief sich zum Bilanzstichtag auf 96,0%.

Vor dem Hintergrund des erwartet negativen Jahresergebnisses des Geschäftsjahres 2023 wurde zur Stärkung des Eigenkapitals durch die Gesellschafterversammlung vom 04. Dezember 2023 eine Stammkapitalerhöhung um TEUR 2.000,0 auf TEUR 4.700,0 beschlossen und umgesetzt.

Die Vermögens- und Finanzlage im Geschäftsjahr 2023 wird als gut beurteilt.

5. Risikobericht

Die Grundsätze des Risikomanagementsystems der KPS-F sind in der Geschäfts- und Risikostrategie festgeschrieben. Sowohl in der Risikostrategie als auch in spezifizierenden Arbeitsanweisungen - insbesondere auch zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung - sind die zur Umsetzung der Risikosteuerung erforderlichen Maßnahmen operationalisiert. Hierdurch wird eine angemessene Identifizierung, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken gewährleistet. Die Risikostrategie wird mindestens jährlich sowie ggf. anlassbezogen auf Wirksamkeit hin überprüft und wurde zuletzt am 22.12.2023 überarbeitet. Mindestens einmal jährlich erfolgt die Durchführung einer Risikoinventur für sämtliche Risikoarten. Als wesentliche Risiken gem. der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) wurden das Adressenausfallrisiko, das Marktpreisrisiko, das Liquiditätsrisiko und das operationelle Risiko eingestuft.

Die Risikotragfähigkeit wird mindestens halbjährlich unter Berücksichtigung der wesentlichen Risiken der KPS-F in Verbindung mit dem Risikodeckungspotenzial ermittelt.

5.1 Adressenausfallrisiko (Veritäts- und Bonitätsrisiko)

Die KPS-F betreibt mit ihren Kunden ausschließlich "unechtes Factoring". Das Delkredererisiko verbleibt bei den Kunden. Die Regulierung sämtlicher Zahlungen aus den Vertragsverhältnissen erfolgt über die Abrechnungsstelle der KPS Software GmbH. Mit dem Begriff der "Verität" wird der rechtliche Bestand einer Forderung bezeichnet. Das Veritätsrisiko betrifft somit das Risiko der KPS-F, dass eine Forderung ggü. Dritten nicht besteht oder ihren Bestand verliert. Die KPS-F geht grundsätzlich davon aus, dass ein Teil der eingereichten Forderungen der Kunden nicht werthaltig ist und von den Kostenträgern zurückgewiesen wird. Der Anteil zurückgewiesener Forderungen wird von der KPS-F überwacht.

Ein Bonitätsrisiko kann aus der Insolvenz eines bestehenden Factoring-Kunden entstehen. Das Risiko wird schlagend, wenn angekaufte Forderungen sich als nicht werthaltig (Veritätsrisiko) erweisen und ein Einzug nicht beglichener Forderungen scheitert. Entsprechende Planwerte werden in der Risikotragfähigkeitsberechnung und der Geschäftsplanung berücksichtigt. Die KPS-F stuft ihre Kunden grundsätzlich auf Basis der von einer Wirtschaftsauskunftei ermittelten und mitgeteilten Ausfallwahrscheinlichkeit in interne Risikoklassen ein. Die Ausfallwahrscheinlichkeit der Kunden wird lfd. durch die Wirtschaftsauskunftei in einem Monitoringverfahren überwacht und übermittelt. Für Einzelfälle wie z. B. für Existenzgründer hat die KPS-F ein internes Verfahren für die Festlegung und Überwachung der internen Risikoklassen entwickelt. Die Entwicklung der Risikoklassen des Portfolios wird in einem monatlichen Risikoreport dargestellt. Das Adressenausfallrisiko Debitor besteht ggü. den gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen (gesetzliche Kostenträger) und klassifiziert das Risiko, dass werthaltige abgetretene Forderungen der Kunden aufgrund mangelnder Zahlungsfähigkeit der gesetzlichen Kostenträger nicht bezahlt werden. Zum Kassenwettbewerb gehören notwendigerweise auch Regelungen über die Folgen, wenn eine Krankenkasse aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation nicht mehr in der Lage ist, am Kassenwettbewerb teilzunehmen und daher abgewickelt werden muss. Reicht das Vermögen der geschlossenen Krankenkasse zur Erfüllung aller Ansprüche der Versicherten und Leistungserbringer nicht aus, haften dafür die übrigen Krankenkassen. Die Haftungsverteilung nimmt der Spitzenverband Bund vor. 7 Für die KPS-F besteht somit kein wesentliches Debitorenadressenausfallrisiko.

5.2 Liquiditätsrisiken

Unter dem Liquiditätsrisiko versteht die KPS-F Zahlungsunfähigkeits- und Refinanzierungsrisiken. Dabei beschreibt das Zahlungsunfähigkeitsrisiko die Gefahr, Zahlungsverpflichtungen nicht in voller Höhe oder nicht fristgerecht nachkommen zu können. Das Refinanzierungsrisiko wird definiert als die Gefahr einer negativen Abweichung vom Erwartungswert der Refinanzierungskosten. Das Zahlungsunfähigkeitsrisiko ist isoliert betrachtet kaum quantifizierbar und wird nicht in die Risikotragfähigkeitsermittlung einbezogen.

Für die KPS-F besteht ein wesentliches Liquiditätsrisiko durch das Refinanzierungsrisiko. Das Refinanzierungsrisiko wird in der Risikotragfähigkeitsberechnung berücksichtigt. Die Refinanzierungsmittel werden durch einen privaten Kapitalgeber über eine unbefristete Kreditlinie zur Verfügung gestellt. Die Geschäftsleitung der KPS-F geht insofern davon aus, dass die erforderlichen Refinanzierungsmittel jederzeit sichergestellt sind und der Bestand des Unternehmens nicht gefährdet ist.

5.3 Marktpreisrisiken

7 Bundesministerium für Gesundheit, Fragen und Antworten bei Schließung oder Insolvenz der Krankenkasse, https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ themen/krankenversicherung/online-ratgeber-krankenversicherung/krankenversicherung/wahl-und-wechsel-der-krankenkasse/faq-kassenschliessung.html,

abgerufen am 02.04.2024.

Die KPS-F definiert Marktpreisrisiken als die Gefahr von Verlusten, die aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussender Parameter eintreten kann. Im Detail werden das Kursrisiko, das Zinsänderungsrisiko sowie das Währungsrisiko als Marktpreisrisiken definiert. Das Zinsänderungsrisiko aus der Refinanzierung wird in der Risikotragfähigkeitsberechnung anhand eines Risikoaufschlags berücksichtigt. Andere Preisänderungsrisiken (Kurs- und Währungsrisiken) bestehen bei der KPS-F nicht.

5.4 Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten, die infolge von nicht angemessenen oder versagenden internen Abläufen, Mitarbeitern, der internen Infrastruktur oder Systemen sowie von externen Einflüssen eintreten. Der Begriff des operationellen Risikos umfasst darüber hinaus Reputationsrisiken, Rechts-/Rechtsänderungsrisiken, Compliance-Risiken, Outsourcing-Risiken, Fraud-Risiken, Verwundbarkeiten im Rahmen des Notfall- und Krisenmanagements sowie Modellrisiken. Ferner subsumiert die KPS-F hier auch ihre Personalrisiken. Diese bestehen insbesondere in der Abwanderung oder dem Ausfall von qualifizierten Mitarbeitern in Verbindung mit dem Risiko, keinen geeigneten Ersatz akquirieren zu können. Die KPS-F ist dem operationellen Risiko aufgrund ihres Geschäftsmodells grundsätzlich ausgesetzt. Das operationelle Risiko wurde als wesentliches Risiko eingestuft. Die KPS-F verwendet zur Messung des operationellen Risikos den Basisindikatoransatz gem. CRR. Der Anrechnungsbetrag entspricht dabei 15% des Dreijahresdurchschnitts des Bruttoertrages.

6. Prognose und Chancenbericht

Die Bundesregierung erwartet für das Kalenderjahr 2024 nur ein leichtes Wirtschaftswachstum. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine lastet weiterhin auf der deutschen Wirtschaft. Die Wirtschaft kommt langsamer darüber hinweg als gehofft. Der Arbeitsmarkt zeigt sich der Prognose zufolge weiter robust. 8

8 Bundesministerium für Gesundheit, Zahlen und Fakten zur Pflegeversicherung, https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/ Dateien/3_Downloads/Statistiken/Pflegeversicherung/Zahlen_und_Fakten/Zahlen_und_Fakten_Dezember_2023.pdf,

abgerufen am 07.03.2024; Die Bundesregierung, Jahreswirtschaftsbericht 2024: Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig stärken, https://www.bundesregierung.de/ breg-de/aktuelles/jahreswirtschafsbericht-2024-2261242, abgerufen am 07.03.2024.

Mit dem Jahr 2020 kam es europaweit zu einem pandemiebedingten Einbruch der Lebenserwartung, der in dieser geografischen Breite und Schwere einmalig in der Nachkriegszeit ist. Dies verändert allerdings nicht den grundsätzlichen Trend der Bevölkerungsalterung. Der weltweite Anteil der Bevölkerung ab 65 Jahren gemessen an der Gesamtbevölkerung wird nach einem Szenario der Vereinten Nationen von 22,4% im Jahr 2022 auf 26,2 % im Jahr 2030 ansteigen. 9 Die aktuellen Zahlen der Pflegestatistik weisen für das Jahr 2022 rd. 5,19 Mio. (VJ 4,96 Mio.) Pflegbedürftige aus. 10 Im Jahr 2011 lag die Anzahl der Pflegebedürftigen noch bei etwa 2,5 Mio. Die Zahl der Pflegebedürftigen hat sich somit - unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Einführung des erweiterten Pflegebedürftigkeitsbegriffs zum 01. Januar 2017 - in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. 11

Das Wachstum der Pflegebedürftigen wurde bislang auf 6,1 Mio. Pflegebedürftige bis in das Jahr 2050 prognostiziert. Nach der jüngsten Pflegevorausberechnung des Statistischen Bundesamts wird die Zahl bei einer konstanten Pflegequote auf rd. 6,8 Millionen Pflegebedürftige ansteigen. 12 Der Markt wird allein auf der Seite der Nachfrager in den kommenden Jahren deutlich wachsen. Regelmäßig erfolgt die Pflege durch pflegende Angehörige. Häufig werden sie dabei von einem ambulanten Pflegedienst unterstützt. Bewohnerinnen und Bewohner in einer vollstationären Pflege machen nur rund ein Sechstel der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland aus. Gemäß Gesundheitsberichterstattung des Bundes wurden im Jahr 2021 rd. 1,05 Millionen Menschen durch eine ambulante Pflege betreut. 13 Im gleichen Jahr bestanden 15.376 ambulante Pflegedienste. Die Zahl ist in den Jahren zwischen 2017 und 2021 um rund 9,5% gestiegen. 14

Mit wachsender Zahl pflegebedürftiger Menschen nimmt auch der Bedarf an Personal im Pflegebereich stetig zu. Dabei spielen ambulante Dienste eine zunehmend wichtige Rolle, um die pflegenden Angehörigen zu entlasten. Zum Jahresende 2021 waren in Deutschland 442.900 Personen in ambulanten Pflegeeinrichtungen beschäftigt.

9 Jonas Schöley, 2023, Bevölkerungsalterung unter Pandemiebedingungen, Wirtschaftsdienst - Zeitschrift für Wirtschaftspolitik, 103. Jahrgang, Heft 2, S. 144-146.

10 Statistisches Bundesamt, Pflegebedürftige nach Versorgungsart, Geschlecht, und Pflegegrade 2021, https://www.destatis.de/DE/ Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Pflege/Tabellen/pflegebeduerftigepflegestufe.html, abgerufen am 02.04.2024.

11 Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung mbH, Unsere Zahl des Monats 03/2023: Zahl der Pflegebedürftigen verdoppelt sich in Deutschland innerhalb von zehn Jahren auf 5 Mio., https://www.gws-os.com/de/ die-gws/news/detail/unsere-zahl-des-monats-03-2023,

abgerufen am 02.04.2024.

12 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 124 vom 30. März 2023, Pflegevorausberechnung: 1,8 Millionen mehr Pflegebedürftige bis zum Jahr 2055 zu erwarten, https://www.destatis.de/DE/ Presse/Pressemitteilungen/2023/03/PD23_124_12.html,

abgerufen am 02.04.2024.

13 Gesundheitsberichterstattung des Bundes (2023), Von ambulanten Pflege- und Betreuungsdiensten betreute Pflegebedürftige (Anzahl). Gliederungsmerkmale: Jahre, Deutschland, Alter, Geschlecht, Träger, Pflegegrad, https://www.gbe-bund.de/ gbe/pkg_isgbe5.prc_menu_olap?p_uid=gast&p_aid=66618909&p_sprache=D&p_help=2&p_indnr=887&p_indsp=&p_ityp=H&p_fid=, abgerufen am 02.04.2024.

14 Statistisches Bundesamt, Pflegeheime und ambulante Pflegedienste, https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/ Gesundheit/Pflege/Tabellen/pflegeeinrichtungen-deutschland.html, abgerufen am 02.04.2024.

Das waren 134 % mehr als im Jahr 2001, wie das Statistische Bundesamt aus Anlass des Internationalen Tages der Pflege am 12. Mai mitteilt. Damals arbeiteten 189.600 Menschen bei ambulanten Pflegediensten. Die Zahl der Pflegebedürftigen, die von solchen Diensten zu Hause versorgt werden, ist im selben Zeitraum um 141 % gestiegen. 15 Umgerechnet in Vollzeitäquivalente (VZÄ) ergibt sich sogar eine noch etwas höhere Steigerung um 15,2% von 266.041 auf 306.380 VZÄ. 16

Die Tariftreueregelung wurde zum 1. September des Jahres 2023 in Kraft gesetzt. Im Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz als dem zentralen Gesetzesvorhaben im Bereich der Langzeitpflege wurden Leistungsanpassungen sowohl bei der häuslichen als auch bei der stationären Pflege vorgenommen. Für die Entwicklung der auf den Pflegesektor fokussierten KPS-F ergeben sich daraus positive Wachstumschancen.

Treiber des geplanten Wachstums der KPS-F im Geschäftsjahr 2024 ist die Gewinnung von Neukunden durch den Vertrieb der Abrechnungsdienstleistung der Schwesterfirma KPS Software GmbH mit ihrer Appbasierten Software Bärcare, die ambulante Pflegedienste bei ihrem täglichen Dienst am Patienten spürbar von administrativen Tätigkeiten entlastet. Das Factoringgeschäft rundet im Rahmen einer Dienstleistung aus einer Hand das Angebot in Form der sofortigen Bereitstellung von Liquidität durch den Ankauf der Forderungen ggü. den gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen sowie privat versicherten Patienten ab.

Die App-basierte Software wurde zunächst im Jahr 2023 und wird auch im 1. Halbjahr 2024 umfassend überarbeitet und an die gespiegelten Anforderungen der Kunden angepasst. Vor diesem Hintergrund hat die KPS-F ihre Erwartungen für das Geschäftsjahr 2024 gegenüber den bisherigen Erwartungen erneut angepasst und mit entsprechenden Planzahlen hinsichtlich der Anzahl der zu gewinnenden Neukunden, des Factoring-Volumens sowie des daraus resultierenden Ertrags unterlegt. Die KPS-F sieht für das Geschäftsjahr 2024 in der zweiten Jahreshälfte einen Anstieg des Factoringvolumens und des Ertrags durch Factoringgebühren vor. Der Personalaufwand wurde über dem Vorjahresniveau geplant. Im Geschäftsjahr 2024 sowie in den Folgejahren ist hier ein kontinuierlicher Ausbau der Mitarbeiterkapazitäten in Anlehnung an die Unternehmensentwicklung geplant. Bei den anderen Verwaltungsaufwendungen wurden mit Blick auf das angestrebte Factoringvolumen ebenso höhere Aufwandsbeträge angesetzt. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsleitung insgesamt ein negatives Jahresergebnis, welches gegenüber 2023 um einen niedrigen sechsstelligen Wert ansteigt. Sie geht davon aus, dass die Unternehmensplanung im Geschäftsjahr 2024 eingehalten wird.

15 Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. N029 vom 11. Mai 2023, Zahl der Beschäftigten in ambulanten Pflegediensten binnen 20 Jahren mehr als verdoppelt, https://www.destatis.de/DE/ Presse/Pressemitteilungen/2023/05/PD23_N029_23.html,

abgerufen am 02.04.2024.

16 Dr. Rolf Müller, Prof. Dr. Heinz Rothgang, Barmer Pflegereport 2023, S. 12.

17 Dr. Rolf Müller, Prof. Dr. Heinz Rothgang, Barmer Pflegereport 2023, S. 8 f.

Die Vermögens- und Liquiditätslage waren im Geschäftsjahr 2023 zu jeder Zeit geordnet und gegeben. Die durchgeführten Planungsrechnungen kommen auch für das Geschäftsjahr 2024 zu dem Ergebnis, dass der Bestand der Bestand an liquiden Mitteln und freien Refinanzierungslinien sich innerhalb der definierten Limite bewegen wird.

Auch die nach dem Bilanzstichtag weiterhin andauernde Krise bezüglich des Angriffs Russlands auf die Ukraine wird insbesondere mit Blick auf die erlassenen Sanktionen gegenüber Russland und Belarus zu sichtbaren Spuren in der Wirtschaftsleistung der Bundesrepublik Deutschland führen. Es besteht weiterhin ein Konsens, die negativen Auswirkungen auf die eigene Wirtschaftsentwicklung als Konsequenz aus den Sanktionen gemeinsam zu schultern. Die Ukraine erhält zunehmende unterstützende Waffenlieferungen und humanitäre Leistungen. Die KPS-F sieht unter der Prämisse, dass sich die kriegerischen Handlungen weiter auf die Ukraine beschränken, keine schwerwiegenden Auswirkungen auf ihren Geschäftsverlauf.

7. Zusammenfasssende Beurteilung

Vor dem Hintergrund der beschriebenen Entwicklung im Gesundheitswesen schätzt die KPS Factoring GmbH ihre Wachstumschancen als gut ein.

 

Bremen, den 24. April 2024

KPS Factoring GmbH

gez. Jens Romahn

gez. Nils Wessels

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 1.869.952,60 839.330,57
2. Forderungen an Kunden 508.772,50 54.845,10
3. Immaterielle Anlagenwerte
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 139 472
4. Sachanlagen 5.400,00 4.895,00
5. Rechnungsabgrenzungsposten 12.260,41 19.410,02
2.396.524,51 918.952,69

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
b) andere Verbindlichkeiten 0 0
ba) täglich fällig 34.879,96 0
2. Sonstige Verbindlichkeiten 30.390,41 37.421,73
3. Rückstellungen
c) andere Rückstellungen 31.558,50 30.426,69
4. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 4.700.000,00 2.700.000,00
b) Bilanzverlust -2.400.304,36 -1.848.895,73
2.299.695,64 851.104,27
2.396.524,51 918.952,69

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 55.997,32 9.412,18
2. Zinsaufwendungen -6.801,47 49.195,85 0
3. Sonstige betriebliche Erträge 20.497,71 16.757,66
4. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwendungen -359.367,60 -321.647,58
aa) Löhne und Gehälter
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für -50.308,01 -29.855,27
Altersvorsorge und für Unterstützung
- davon für Altersvorsorge EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
-409.675,61 -351.502,85
b) andere Verwaltungsaufwendungen -206.653,78 -216.388,64
-616.329,39 -567.891,49
5. Abschreibungen und Wertberichtigung auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen -3.686,00 -4.595,97
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -555,8 -714
7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -550.877,63 -547.031,62
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 0
9. Sonstige Steuern -531 -531
10. Jahresfehlbetrag -551.408,63 -547.562,62
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -1.848.895,73 -1.301.333,11
12. Bilanzverlust -2.400.304,36 -1.848.895,73

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Die KPS Factoring GmbH hat ihren Sitz in Bremen und ist beim Registergericht Bremen unter der Nr. HRB 31924 HB eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den Vorschriften über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den Bestimmungen des § 340 a HGB unter Berücksichtigung der RechKredV (Formblatt 1und 3) gegliedert.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer Kleinstkapitalgesellschaft gemäß § 267a Abs. 1 HGB auf. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind jedoch gem. § 340 a HGB nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften nach der RechtKredV gegliedert. Erleichterungen gem. § 288 HGB können ebenfalls nicht in Anspruch genommen werden.

Die Gesellschaft wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 23. November 2016 errichtet und am 12. Dezember 2016 in das Handelsregister eingetragen.

Mit Eintragung vom 27. Dezember 2023 ist das Stammkapital um TEUR 2.000 auf TEUR 4.700 erhöht und der Gesellschaftsvertrag in § 3 (Stammkapital) geändert worden.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Forderungen an Kreditinstitute wurden zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen an Kunden wurden zum Nominalwert angesetzt.

Die immateriellen Anlagewerte und die Sachanlagen wurden zu Ihren Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben und gleichzeitig der Abgang unterstellt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert angesetzt.

Aufgrund von Verlustvorträgen bestehen zum 31. Dezember 2023 aktive Steuerlatenzen, die gemäß den Planzahlen in den nächsten fünf Jahren verrechnet werden können. Eine passive Steuerabgrenzung war nicht erforderlich. Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde verzichtet. Die Ermittlung erfolgte unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von etwa 32,28 % (Körperschaft- und Gewerbesteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag).

Die Verbindlichkeiten sind mit Ihren Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bemessen.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Erläuterung zur Bilanz:

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel:

Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kreditinstitute beinhalten die Bankbestände zum Bilanzstichtag. Diese sind durch Kontoauszüge nachgewiesen und stimmen mit diesen überein.

Die Forderungen an Kunden sind Forderungen aus den Factoringleistungen. Sämtliche Forderungen an Kunden (EUR 508.772,50) haben eine Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten entfallen auf Sicherheitseinbehalte (EUR 34.879,96).

Sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Diese enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 19.867,96. Des Weiteren bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 9.463,13 aus Lohn- und Kirchensteuer und in Höhe von EUR 992,52 im Rahmen sozialer Sicherheit.

Rückstellungen

Die Rückstellungen beinhalten hauptsächlich Rückstellungen für den Abschluss nebst Steuererklärungen sowie Kosten für die Jahresabschlussprüfung 2023.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapitalbeträgt EUR 4.700.000,00 zum Bilanzstichtag und ist voll eingezahlt.

3. Sonstige Angaben

Abschlussprüferhonorar Das Abschlussprüferhonorar beläuft sich auf rd. TEuro 25 (inkl. Umsatzsteuer).

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft rd. zwei Mitarbeiter beschäftigt.

Geschäftsführung

Herr Jens Romahn, Dipl.-Sparkassenbetriebswirt, Jork und Herr Nils Wessels, Bachelor of Science Betriebswirtschaftslehre, Twistringen, seit 4. Dezember 2023 jeweils mit der Befugnis die Gesellschaft alleine zu vertreten. Herr Romahn verantwortet den Geschäftsführungsbereich Markt, Herr Wessels den Geschäftsführungsbereich Marktfolge.

Die Geschäftsführung ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in voller Höhe von EUR 551.408,63 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bremen, den 28. März 2024

KPS Factoring GmbH

gez. Jens Romahn

gez. Nils Wessels

Erläuterungen zur Bilanz:

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich nachfolgend aus dem Anlagenspiegel:

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand Zugänge Abgänge Stand
01.01.2023 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
1. Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Software 1.000,00 0 0 1.000,00
2. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.700,71 3.858,00 0 23.558,71
20.700,71 3.858,00 0 24.558,71
kumulierte Abschreibungen
Stand Zugänge Abgänge Stand
01.01.2023 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
1. Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Software 528 333 0 861
2. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.805,71 3.353,00 0 18.158,71
15.333,71 3.686,00 0 19.019,71
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Immaterielle Anlagewerte
Entgeltlich erworbene Software 139 472
2. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.400,00 4.895,00
5.539,00 5.367,00

Weitere Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 25. Juli 2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die KPS Factoring GmbH, Bremen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KPS Factoring GmbH, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KPS Factoring GmbH, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Instituts zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Instituts. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt ''Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts'' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Instituts vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Instituts zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Instituts vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Instituts vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme des Instituts abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Instituts zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass das Institut seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Instituts vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Instituts.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunfts- orientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Bremen, den 19. Juli 2024

FIDES Treuhand GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Noodt, Wirtschaftsprüfer

gez. Spanier, Wirtschaftsprüfer

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