Stammdaten

Register
Amtsgericht Jena HRB 209134
Eingetragen
11.2.2002
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenGroßhandel mit WerkzeugmaschinenHerstellung von elektrischem Installationsmaterial
Gegenstand
Vertrieb von Diagnostik-Tools für die Inbetriebnahme, Fehlersuche und Diagnose in industriellen Kommunikationsbussystemen, das Erbringen aller damit verbundenen Dienstleistungen, der Handel mit Infrastrukturkomponenten für industrielle Feldbustechnik, die Schulung, der technische Support und die Projektunterstützung sowie das Marketing-Projektmanagement in Unternehmen der Elektroindustrie

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Yvonne Heidl
seit 22.10.2021
Prokura
René Heidl
seit 3.4.2006
Geschäftsführer
Karl-Heinz Richter
seit 3.4.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
95.00%
5.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Rene Heidl
04626 Heukewalde
12.500 €
50.00%
Rete Holding GmbH
Germany
12.500 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Indu-Sol GmbH

Schmölln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Indu-Sol GmbH wurde 2001 gegründet und ist ein inhabergeführtes mittelständisches Unternehmen der Automatisierungsbranche.

Als herstellerneutrales, branchenübergreifendes und international agierendes Technologieunternehmen ist die Indu-Sol GmbH Schlüssellieferant für eine zuverlässig arbeitende Netzwerk-Infrastruktur in der Produktion (Operational Technology/OT) und der Industrial IT (IIT). Das Unternehmen verfügt zudem über langjährige Erfahrungen in der Diagnose von Datenkommunikationsqualität.

Die Lösungen und Produkte der Indu-Sol GmbH, die dem sicheren und störungsfreien Betrieb produzierender Maschinen und Anlagen dienen, finden in zahlreichen Branchen, die Automatisierungstechnik einsetzen, Anwendung - so z. B. in der Automobil-, Papier-, Stahl- oder Nahrungsmittelindustrie.

Unsere Kunden erhalten "alles aus einer Hand". Egal ob PROFIBUS, PROFINET, Industrial Ethernet oder andere branchenübliche Netzwerke - von der Neuanlagen-Planung bzw. Anlagenmodernisierung über die Abnahmeüberwachung bis hin zu Messungen & Troubleshootings sind wir der Partner unserer Kunden.

Als zertifiziertes Training und Competence Center der Dachorganisation PROFIBUS & PROFINET International (PI) gibt die Indu-Sol GmbH ihr Wissen in praxisnahen Schulungen an ihre Kunden weiter.

Eine hauseigene mit über 20 Mitarbeitern am Hauptsitz in Schmölln garantiert innovative Produkte und ermöglicht eine schnelle Reaktion auf Kundenwünsche.

Das weltweite wird ständig erweitert. Dadurch gewährleisten wir international eine lokale Betreuung. Produkte und Leistungen sind so weltweit abrufbar.

2. Rahmenbedingungen

2.1 Entwicklung Gesamtwirtschaft

Im Jahr 2023 zeigte sich die allgemeine Wirtschaftslage in Deutschland angespannt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank preisbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr. Damit stagnierte die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Vor allem Preissteigerungen und steigende Zinsen dämmten die inländische Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen (vgl. Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024 (). Sowohl die politischen Rahmenbedingungen angesichts des anhaltenden Angriffskriegs von Russland in der Ukraine als auch der Gaza-Konflikt und die daraus resultierenden Einschränkungen des Seefrachtverkehrs im Suezkanal haben zu Lieferproblemen, gestiegenen Frachtpreisen und allgemeinen Preissteigerungen geführt. Ein weiteres massives Problem im internationalen Im- und Export über den Seeweg stellen die Angriffe von militant-islamistischen Huthi dar. Diese Einschränkungen in der Seefracht werden laut der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) auch 2024 die globalen Lieferketten und Preisstrukturen massiv beeinflussen und auf den Weltmärkten zu einer höheren Inflation führen (vgl. "SCM: Probleme im Suez- und Panamakanal treiben Frachtkosten nach oben", https://logistik-heute.de/news/scm-probleme-im-suez-und-panamakanal-treiben- frachtkosten-nach-oben-88552.html;).

Der differenzierte Blick auf einzelne Wirtschaftsbereiche zeigt, dass die deutsche Wirtschaftsleistung im Jahr 2023 im produzierenden Gewerbe (ohne Bau) mit -2,0 % überdurchschnittlich sank. Dies ist auf Drosselungen in der Energieversorgung als Folge des Russland-Ukraine-Konflikts zurückzuführen. Die hohen Energiepreise machten vor allem energieintensiven Branchen wie der Chemie- und der Metallindustrie zu schaffen. Auch das verarbeitende Gewerbe (ohne Bau) wies preisbereinigt ein Minus von 0,4 % aus. Trotz Fachkräftemangels, hoher Baukosten und unvorteilhafter Zinsentwicklung hat das Baugewerbe preisbereinigt ein Plus von 0,2 % realisiert (vgl. Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024 (a.a.O.).

Für leicht positive Signale beim Bruttoinlandsprodukt sorgten vor allem die Dienstleistungsbereiche. Vor allem das Segment Information und Kommunikation ist mit +2,6 % deutlich gewachsen. Positiv entwickelten sich auch die Bereiche öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit (+1,0 %) und Unternehmensdienstleister (+0,3 %). In Handel, Verkehr und Gastgewerbe jedoch zeigte sich ein preisbereinigter Rückgang von 1,0 %, maßgeblich beeinflusst von Rückgängen im Groß- und Einzelhandel (vgl. Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024 (a.a.O.).

Die hohen inflationsgetriebenen Verbraucherpreise setzten dem privaten Konsum zu. Er sank preisbereinigt um 0,8 % gegenüber 2022. Die privaten Haushalte reduzierten ihren Konsum vor allen in jenen Warengruppen, bei denen die Preise 2023 anhaltend auf hohem Niveau verblieben oder aber bei denen die Preise im Vergleich zum Vorjahr sogar noch weiter angestiegen waren. Vor allem die Segmente langlebige Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte erlebten erhebliche Einbrüche: Hier sanken die Ausgaben um 6,2 % im Vorjahresvergleich. Aufgrund des Wegfalls staatlicher Subventionen wie jene für Corona-Impfungen sind außerdem die staatlichen Konsumausgaben um 1,7 % reduziert worden (vgl. Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024 (a.a.O.).

Die schwache Inlandsnachfrage beeinflusste auch die Importe nach Deutschland. Sie nahmen 2023 preisbereinigt um 3,0 % ab. Weil die Exportquote Deutschlands preisbereinigt nur um 1,8 % gesunken ist, hat sich ein positiver Außenbeitrag ergeben, wovon das BIP profitierte. (vgl. Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024 (a.a.O.).

Das deutsche BIP 2023 ist von rund 45,9 Millionen Erwerbstätigen erwirtschaftet worden (0,7 % mehr als 2022). Damit zeigt sich der Arbeitsmarkt stabil, auch dank einer steigenden Erwerbsbeteiligung der Deutschen. Ein signifikanter Ausbau der Beschäftigtenzahlen fand jedoch fast ausschließlich in Dienstleistungsbranchen statt. (vgl. Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024 (a.a.O.).

2.2 Entwicklung der Branche

Die Umsätze der deutschen Automatisierungsindustrie im Jahr 2023 erhöhten sich im Vergleich zu den Jahren 2021 und 2022. So setzte die deutsche Automatisierungsbranche in den Jahren 2021 und 2022 rund 52 bzw. 59 Milliarden Euro um. Im Jahr 2023 waren es über 63 Milliarden Euro. Der Umsatz deutscher Unternehmen aus der Messtechnik- und Sensorikbranche stieg dabei um 6 Prozent gegenüber dem Jahr 2022 (vgl.

3. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung der Indu-Sol GmbH ist konsequent auf die innovative Ausweitung des bestehenden Produktportfolios ausgerichtet. Eine zweite Säule der Forschungs- und Entwicklungsarbeit bildet die optimierende und weiterentwickelnde Bestandsproduktpflege.Unsere eigene Entwicklungsabteilung ermöglicht es, intelligente Produkte zu entwickeln, die sich noch stärker an den Bedürfnissen unserer Kunden orientieren.

4. Darstellung des Geschäftsverlaufs in 2023

Die Indu-Sol GmbH konnte im Jahr 2023 ein Umsatzwachstum um 4,72 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnen.Der Umsatz wurde wie bereits in den Vorjahren durch die Produkte im Bereich des Netzwerk-Monitoring & Diagnose angetrieben. Mittels eines breiten internationalen Vertriebspartnernetzwerkes konnte ein Auslandsumsatzanteil in Höhe von 32 % (im Vorjahr 31 %) erzielt werden. Kernländer lagen dabei im europäischen Raum.

5. Ertragslage, Vermögens- und Kapitalstruktur

Die wesentlichen Kennzahlen stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung ggü. Vorjahr
Gesamtleistung (in TEUR) 20.191,4 18.712,3 1.479,1 7,9
Materialaufwand (in TEUR) 6.180,2 5.316,7 863,5 16,2
Rohertrag (in TEUR) 14.011,2 13.395,6 615,6 4,6
Rohertragsquote (in % zur Ges.leistg.) 69,4 71,6 -2,2
Personalaufwand (in TEUR) 8.997,7 7.809,3 1.188,4 15,2
Personalaufwandsquote (in % zur Ges.leistg.) 44,6 41,7 2,8
Mitarbeiter (Ø Anzahl, inkl.Geschäftsführung) 143,0 136,0 7,0 5,1
EBITDA (in TEUR) 2.126,6 3.577,3 -1.450,7 -40,6
EBITDA-Quote (in % zur Ges.leistg.) 10,5 19,1 -8,6
Jahresergebnis (in TEUR) 1.552,8 2.412,9 -860,1 -35,6
Rentabilität der Gesamtleistung (in%) 7,7 12,9 -5,2
Bilanzsumme (in TEUR) 13.357,2 13.180,0 177,2 1,3
Investitionen (in TEUR) 509,5 342,1 167,4 48,9
Working Capital * (in TEUR) 7.825,9 6.940,5 885,4 12,8
Liquide Mittel (in TEUR) 1.015,1 2.479,9 -1.464,8 -59,1
Bilanzielles Eigenkapital (in TEUR) 8.166,9 7.614,1 552,8 7,3
Eigenkapitalquote (in %) 61,1 57,8 3,4

*) Kurzfristige Vermögenswerte (inkl. liquide Mittel) ./. Kurzfristiges Fremdkapital

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) stieg gegenüber dem Vorjahr um 7,9 %. Infolge des um 16,2 % gestiegenen Materialeinsatzes verminderte sich dabei die Rohertragsquote leicht um 2,2 %-Punkte auf 69,4 %. Margennachteile resultieren planmäßig aus der strategisch orientierten Erweiterung des Produktportfolios und einer entsprechend risikoorientierten Markteinführungs- sowie Einkaufsstrategie. Der genannte Effekt wird sich im Laufe des Produktlebenszyklus über eine stetige Erhöhung der Absatz- bzw. Beschaffungsmengen langfristig umkehren.

Trotz der Erhöhung der Mitarbeiterzahl um sieben Stellen und den weiteren Kostensteigerungen, insb. im Materialbereich, beträgt die Rentabilität der Gesamtleistung insgesamt 7,7 %. Gegenüber dem Vorjahr 2022 bedeutete dies eine Rückgang um 5,2 %-Punkte.

Dennoch konnte auch in 2023 ein positives Jahresergebnis in Höhe von 1,6 Mio. EUR erzielt werden.

Die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2023 um 177,2 TEUR und beläuft sich zum Stichtag auf 13.357,2 Mio. EUR.

Das Working Capital (Saldo aus kurzfristigen Vermögenswerten und kurzfristigem Fremdkapital, ohne Sonderposten) hat sich gegenüber dem Vorjahr um 855,4 TEUR erhöht. Während auf der Aktivseite vor allem Zunahmen bei den Vorräten und den Forderungen aus Lieferung und Leistung zu verzeichnen sind, haben sich auf der Passivseite der Bilanz die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringert.

Die Eigenkapitalquote der Indu-Sol GmbH stieg auf 61,1 % (im Vorjahr 57,8 %). Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich insbesondere aufgrund einer erfolgten Ausschüttung gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Mio. EUR auf 1,0 Mio. EUR verringert.Dennoch kann die finanzielle Situation des Unternehmens weiterhin als gut und stabil bezeichnet werden.

6. Voraussichtliche Entwicklung, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf gegenwärtigen Erwartungen, Markteinschätzungen und Prognosen der Geschäftsführung sowie den ihr derzeit zur Verfügung stehenden Informationen. Obwohl die Geschäftsführung überzeugt ist, dass die gemachten Aussagen und ihre zugrundeliegenden Überzeugungen und Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf Annahmen, die sich möglicherweise als nichtzutreffend erweisen.

Die Indu-Sol GmbH beobachtet Risiken und Chancen sehr genau, um eine finanziell stabile Entwicklung der Gesellschaft zu gewährleisten. Die Produktion des Maschinen- und Anlagenbaus verzeichnete im letzten Jahr einen Auftragsrückgang in Höhe von 12 % im Vergleich zum Vorjahr. Der VDMA geht für das Jahr 2024 von einem Rückgang um real 8 % aus. Der Rückgang wird mit einem insgesamt schwachen Welthandel und damit zusammenhängenden Unsicherheiten begründet, die sich in einem weiterhin zurückgehenden Auftragseingang niederschlagen. (Quelle: Prognose 2024 für den Maschinen- und Anlagenbau, Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau).

In laufenden Jahr 2024 bestehen weiterhin Risiken, die fortlaufende Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung entfalten können: Inflation, die Auseinandersetzung zwischen China und den USA sind neben dem Ukraine- und Gaza-Krieg Faktoren, die diese Entwicklung beeinflussen werden. Die wirtschaftliche Erholung kann durch Handelsunterbrechungen und den Anstieg der Energiepreise gebremst werden.

Derzeit sind die Auswirkungen auf die Indu-Sol GmbH erheblich, aber nicht als existenzbedrohend anzusehen. Das Unternehmen ist in der Lage, auf die Umstände mit dynamischen Anpassungen reagieren zu können. Anpassungsmaßnahmen können eine Senkung der laufenden Kosten, Investitionseinsparungen, Personalanpassungen an die Marktgegebenheiten in den jeweiligen Zielbranchen, die Erschließung neuer Kundengruppen sowie die Entwicklung neuer Produkte beinhalten. Auch wird das Unternehmen die Preise für Produkte und Services unter Berücksichtigung der Entwicklung des Geschäftsverlaufs und der Rahmenbedingungen anpassen.

Grundsätzlich wird eingeschätzt, dass der positive Geschäftsverlauf trotz der bezeichneten Risiken auch im Jahr 2024 fortgeführt werden kann. Die Indu-Sol GmbH rechnet für 2024 zwar mit einem Umsatzrückgang in Höhe von ca. 10 %, der aber voraussichtlich über die genannten Maßnahmen ausgeglichen werden kann.

Darüber hinaus bestehen keine vordergründigen Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden. Die Liquiditätssituation ist aufgrund der hohen Eigenkapitaldecke nicht belastet.

Das Ergebnis ist bis September 2024 positiv, liegt aber unter dem Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand zum Stichtag 31.12.2023 hatte in etwa das Niveau der Vorjahre und ist Basis für die verhalten positive Einschätzung zum laufenden Jahr.

Wesentlich erscheinen jedoch Unwägbarkeiten hinsichtlich des weiteren Verlaufs der oben erläuterten Problemfelder. Diesem Risiko begegnet die Geschäftsführung durch engmaschige Überwachung der wirtschaftlichen Entwicklung. Daneben wirken mögliche staatliche Entlastungen (Kurzarbeit, Gaspreisbremse usw.) risikominimierend.

Zusammenfassend rechnet die Geschäftsleitung mit einem wirtschaftlich branchenüberdurchschnittlichen Jahrabschluss 2024. Die Indu-Sol GmbH plant auch für die Folgejahre der Historie entsprechend positive Geschäftsergebnisse und geht für das Jahr 2024 von einem Umsatz in Höhe von 16 bis 18 Mio. EUR aus.

Trotz und gerade aufgrund der eingetrübten Branchenaussichten wird die Indu-Sol GmbH auch zukünftig einen starken Fokus auf Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten legen. Die Geschäftsleitung sieht in den Themen "Digitalisierung der Produktion", "Vernetzung" und "Industrie 4.0" einen relevanten Wachstumsmotor und grundlegenden Erfolgsfaktor im hochagilen Technologiemarktumfeld.

Hohes Potential liegt nach wie vor in den Jungprodukten des Infrastrukturkomponentenportfolios rund um das OT-Netzwerk. Das genannte Geschäftsfeld ist aus Sicht der Unternehmensleitung langfristig in der Lage, eventuelle Rückgänge anderer Produktlinien (technologiebedingt) auszugleichen.

Darüber hinaus forciert die Indu-Sol GmbH mittels des Infrastrukturkomponentengeschäfts nun Produkte, deren Existenz, anders als mobile Diagnose- und Messtools, unmittelbar funktionsrelevant sind und sich damit bedeutend krisensicherer verhalten.

Eine bereits begonnene Streuung der relevanten Key-Account-Branchen wird bestehende Marktrisiken zusätzlich abschwächen und neue Absatzpotentiale aufdecken. Die bestehenden Potentiale in der Automobilindustrie werden gesichert aber neue Schlüsselbranchen hinzugewonnen (z.B. Logistik, Pharmaka).

Die Indu-Sol GmbH erweitert auch zukünftig ihr weltweites Partnernetzwerk. Dadurch steigern wir sowohl unsere nationale als auch internationale Betreuung. Schwerpunkte bilden hierbei Amerika und Asien.

Die Indu-Sol GmbH ist unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Das entwickelte Risikomanagement der Gesellschaft ist in die Aufbau- und Ablauforganisation integriert. Auftretende Risiken können durch gezielte Überwachungsmechanismen frühzeitig erkannt und entsprechende Abwehrmaßnahmen eingeleitet werden.

Im Einzelnen lassen sich folgende für die Indu-Sol GmbH relevante Risiken benennen:

Marktrisiken: Die aktuellen Risiken konzentrieren sich vordergründig auf den Markt für Mess- und Diagnosetools. Dieser steht in engem Verhältnis zur Investitionsfreude unserer Kunden im Bereich der Betreiber und damit in direktem Zusammenhang zur wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und auf internationalem Boden. Die zurückliegende Entwicklung hat dazu geführt, dass die Indu-Sol GmbH nunmehr weitgehend ohne gleichwertige Konkurrenzunternehmen am Markt agiert und daher trotz des schwierigen Marktumfelds mit gleichbleibenden Umsätzen rechnet.Wie bereits erläutert, bietet der Infrastrukturkomponentenmarkt demgegenüber ein weitestgehend krisensicheres Standbein. Inwieweit selbiges in den kommenden Jahren an Bedeutung hinzugewinnen wird, ist schwer abzuschätzen und letztlich abhängig von Kundenentscheidungen, die insoweit unmittelbar die wirtschaftliche Entwicklung der Indu-Sol GmbH beeinflussen. Dennoch erkennen wir auch in diesem Zusammenhang Chancen für das Unternehmen. Hersteller von Maschinen und Anlagen benötigen unter erschwerten Marktbedingungen alternative Lieferantenlösungen. Die Indu-Sol GmbH bietet hierbei attraktive technische und finanzielle Angebote, mit denen das Potenzial besteht, Marktanteile hinzugewinnen zu können.

Produkt-/Entwicklungsrisiken: Der Markt, in dem sich die Indu-Sol GmbH bewegt, ist von einer hohen Innovationsgeschwindigkeit geprägt. Dem Risiko, dass unsere Produkte und Lösungen nicht mehr marktfähig sind, begegnen wir dadurch, dass wir permanent die Bedürfnisse unserer Kunden abfragen und eigenständig ein erhebliches Budget in unsere Tätigkeiten im Bereich Forschung und Entwicklung investieren. Im Bereich Forschung und Entwicklung erhält die Gesellschaft zudem regelmäßig nennenswerte Beträge über Zuschüsse von öffentlichen Stellen. Bei Reduzierung oder Wegfall dieser Zuschüsse könnte es zu einer verringerten Aktivität in diesem Bereich kommen, soweit es uns nicht gelingt, die entsprechenden Budgets durch Eigenmittel zu decken. Die Indu-Sol GmbH setzt daher zunehmend auf Entwicklungskooperationen mit anderen Unternehmen und kann bei gleichzeitigem Abbau eigener Entwicklungskapazitäten eine kontinuierliche Entwicklungstätigkeit gewährleisten.

Risiken im Personalbereich: Die Indu-Sol GmbH unterliegt dem Fachkräftemangel wie grundsätzlich alle Unternehmen, mit denen wir im Wettbewerb stehen. Diesem Risiko wird durch die Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen und der permanenten Aus-, Weiter- und Fortbildung unserer Mitarbeiter Rechnung getragen. Die Indu-Sol GmbH ist im Rahmen der Nachwuchsgewinnung ebenfalls als Praxispartner der Dualen Hochschule Gera-Eisenach engagiert.

Finanzierungsrisiken: Die Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit der Indu-Sol GmbH sowie die Umsetzung der Geschäftsstrategie erfolgt sowohl aus den operativen Cashflows als auch über die durch die Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute bereitgestellten Mittel. Im Falle größerer Investitionen führt die Geschäftsleitung Verhandlungen mit den Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten, um auch weiterhin eine ausreichende Liquiditätslage sicher zu stellen. Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung werden ebenso wie größere Investitionen zum Teil durch öffentliche Fördermittel finanziert. Im Rahmen der kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanung und -disposition kann die Indu-Sol GmbH Risiken schnell erkennen und kurzfristig angemessene Maßnahmen zur Risikokompensation umsetzen.

IT-Risiken: Die Indu-Sol GmbH setzt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit in vielen Bereichen IT-gestützte Systeme und Prozesse ein. Probleme mit diesen Systemen könnten insbesondere zu Verzögerungen und Ineffizienzen in den operativen Geschäftsabläufen führen. Um die entsprechenden Risiken zu minimieren, werden alle relevanten IT-Systeme durch die Indu-Sol GmbH fortlaufend überwacht und kontinuierlich weiterentwickelt.

Beschaffungsrisiken: Aufgrund der technologisch hoch anspruchsvollen Produkte und Lösungen ist die Indu-Sol GmbH auf die zeit- und qualitätsgerechte Zulieferung entsprechender Hard- und Softwarekomponenten angewiesen. Diesbezüglich könnten aufgrund mangelnder Verfügbarkeit oder infolge von Preissteigerungen Risiken entstehen. Diesen Risiken wird dadurch entgegengewirkt, dass für kritische Zulieferteile eine entsprechende Lagerhaltung erfolgt und dass in den meisten Fällen mehrere qualifizierte Lieferanten zur Verfügung stehen.

Besondere Risiken aus dem Umfeld des Unternehmens, der Branche, der Unternehmensstrategie, dem Personalbereich sowie finanzielle Risiken sind ebenso wie leistungswirtschaftliche oder informationstechnische Risiken darüber hinaus nicht absehbar.

Die Untersuchung der Gesamtrisikolage hat ergeben, dass für den mittelfristigen Prognosezeitraum keine bestandsgefährdenden Risiken bestehen.

 

Schmölln, den 20.09.2024

gez. Karl-Heinz Richter, Geschäftsführer

gez. René Heidl, Geschäftsführer

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.348,00 38.214,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.475.810,00 3.630.285,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 37.208,29 38.796,29
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 786.466,21 675.105,87
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 111.602,85 0,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 764.296,21 659.597,55
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.630.388,93 2.414.723,45
3. Geleistete Anzahlungen 164.761,52 21.878,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.682.316,78 2.367.084,18
2. Sonstige Vermögensgegenstände 552.513,02 759.807,33
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.015.066,62 2.479.931,95
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 107.409,16 94.587,28
SUMME Aktiva 13.357.187,59 13.180.011,75

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinn- und Verlustvortrag 6.589.130,65 5.176.225,88
III. Jahresüberschuss 1.552.756,46 2.412.904,77
IV. buchmäßiges Eigenkapital 8.166.887,11 7.614.130,65
B. SONDERPOSTEN FÜR ZUSCHÜSSE UND ZULAGEN 598.500,00 619.500,00
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 461.519,51 380.715,74
2. Sonstige Rückstellungen 791.572,00 930.900,80
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.555.621,99 1.791.264,67
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 352.342,90 722.017,04
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.430.744,08 1.121.482,85
SUMME Passiva 13.357.187,59 13.180.011,75

Gewinn- und Verlustrechnung

31.12.2023 31.12.2022
1. Umsatzerlöse 19.806.837,85 18.913.617,17
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 384.544,06 -201.281,14
3. Sonstige betriebliche Erträge
a. Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus Zuschreibungen zu Gegenständen des Anlagevermögens 6.630,51 0,00
b. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 31.000,02 3.734,60
c. Erträge aus der Auflösung von 21.000,00 21.000,00
Sonderposten mit Rücklageanteil
d. übrige sonstige betriebliche 485.068,19 518.445,71
Erträge
4. Summe Erlöse 20.735.080,63 19.255.516,34
5. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -5.594.766,41 -4.729.904,32
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen -585.408,93 -586.768,06
6. Rohergebnis 14.554.905,29 13.938.843,96
7. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter -7.626.133,38 -6.547.772,34
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -1.371.576,59 -1.261.503,78
8. Abschreibungen
a. Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -451.422,30 -474.873,00
b. Auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -36.848,12 -97.093,35
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a. Miete und Raumkosten -220.842,90 -188.246,05
b. Versicherungen, Beiträge, Abgaben -207.171,61 -140.407,07
c. Fahrzeugkosten (außer Steuer) -499.643,08 -363.053,34
d. Werbung und Reisekosten -1.235.276,42 -745.205,50
e. Kosten der Warenabgabe -124.322,63 -142.805,32
f. Reparatur und Instandhaltung -650.457,40 -531.693,97
g. Verschiedene betriebliche Kosten -415.211,43 -305.769,39
h. Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0,00 -1.337,16
i. Verluste aus Wertminderungen oder aus dem Abgang von Gegenständen des Umlaufvermögens und Einstellungen in die Wertberichtigung zu Forderungen -23.152,71 -22.332,21
j. übrige sonstige betriebliche Aufwendungen -800,00 -980,00
10. Zwischensumme 1.692.046,72 3.115.771,48
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.975,30 771,98
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -30.139,82 -34.330,29
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -99.315,33 -655.217,24
14. Ergebnis nach Steuern 1.569.566,87 2.426.995,93
15. Sonstige Steuern -16.810,41 -14.091,16
16. Jahresüberschuss 1.552.756,46 2.412.904,77

Anhang

I. Allgemeine Hinweise

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist das Unternehmen eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss der Indu-Sol GmbH, Schmölln wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

II. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht:

Firmenname laut Registergericht: Indu-Sol GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Schmölln
Registereintrag: 11.02.2002
Registergericht: Jena
Register-Nr.: HRB 209134

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind vorzugsweise im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den Bestimmungen des HGB gemäß §§ 266, 275 HGB gegliedert. In Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas wurde die Position "Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen" hinzugefügt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Der sofortige Abgang wurde unterstellt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren wurden mit den Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Werten angesetzt.

Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten setzen sich aus den Materialkosten und den Fertigungslöhnen zuzüglich der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten zusammen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Bewertung einbezogen. Das Niederstwertprinzip ist beachtet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind ggf. Einzelwertberichtigungen abgesetzt worden. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen beinhaltet Investitionszuschüsse der Thüringer Aufbaubank, Anstalt öffentlichen Rechts. Es erfolgt eine Auflösung pro rata temporis analog der Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

IV. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen sowie Rückstellungen für (pauschale) Gewährleistungsverpflichtungen.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 634.100 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Die finanziellen Verpflichtung ergeben sich aus folgendem Sachverhalt:

Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen (Indu-Sol Industrial Communication Technology (Beijing) Co. Ltd./Peking) aus möglicher Kapitaleinlagepflicht bis zum Jahr 2074.

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

davon mit einer Restlaufzeit

Gesamt
TEUR
< 1 Jahr
TEUR
> 1 Jahr
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.555,6 160,6 642,6 752,4
(Vorjahr) (1.791,3) (235,6) (642,6) (913,1)
Erhaltene Anzahlungen 0,0 0,0 0,0 0,0
(Vorjahr) (0,0) (0,0) (0,0) (0,0)
Verbindlichkeiten Lieferungen u. Leistungen 352,3 352,3 0,0 0,0
(Vorjahr) (722,0) (722,0) (0,0) (0,0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.430,7 983,5 447,3 0,0
(Vorjahr) (1.121,5) (804,8) (316,7) (0,0)
Summe 3.338,7 1.496,5 1.089,8 752,4

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.555,6 sind durch Grundschulden und Bürgschaften Dritter besichert.

Es besteht bei einem Kreditinstitut ein Gesamtverfügungsrahmen für Kreditkarten in Höhe von TEUR 195,0 sowie ein Aval in Höhe von TEUR 20,0.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 447,3 (Vorjahr TEUR 312,6) enthalten. Diese weisen in Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr TEUR 13,2) eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 447,3 (Vorjahr TEUR 300,1) von mehr als einem Jahr auf. Es sind keine Verbindlichkeiten gegenüber dem Geschäftsführer enthalten.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Fördermitteln in Höhe von TEUR 222,8 (Vorjahr TEUR 296,5) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 31,0 (Vorjahr TEUR 3,7) enthalten.

Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung sind nicht zu verzeichnen.

VI. Sonstige Pflichtangaben

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.552,8 und der Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 6.589,1 werden auf neue Rechnung vorgetragen.

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname/Sitz Anteilshöhe
EUR
Jahresergebnis
EUR
Eigenkapital
EUR
Indu-Sol Industrial Communication Technology (Beijing) Co. Ltd./Peking 744.019,00 N/A * 1.282.791,38

* Das Jahresergebnis lag zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses noch nicht vor.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden die gegenüber den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft ausgesprochenen Versorgungszusagen auf einen Pensionsfonds ausgelagert. Sofern bei Eintritt des Leistungsfalles die zu diesem Zeitpunkt die bei dem Pensionsfonds vorhandene Kapitalanlage nicht ausreicht, um die dem Grunde und der Höhe nach übertragene Leistungsverpflichtung sicherzustellen, ist die Gesellschaft verpflichtet, den fehlenden Beitrag nachzuentrichten. Mit einer Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis ist nicht zu rechnen, da zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses seitens des Pensionsfonds eine Überdeckung des für die Erfüllung der Vorsorgezusagen notwendigen versicherungsmathematischen Kapitals vorhanden war.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestanden darüber hinaus zum Stichtag keine Haftungsverhältnisse.

Zum 31.12.2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Wartungs- und Versicherungsverträgen mit kurzfristigem Charakter in geschäftsüblichem Umfang.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende alleinvertretungsberechtigte Geschäftsführer geführt:

René Heidl: Geschäftsführer Technik & Entwicklung

Dipl.-Inh. FH (Fachrichtung Elektroenergieanlagen)

Karl-Heinz Richter: Geschäftsführer Marketing & Vertrieb

Dipl.-Ing. FH (Fachrichtung Automatisierung der Verfahrenstechnik)

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird von der vorgesehenen Schutzklausel Gebrauch gemacht.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Angestellte 129
Auszubildende bzw. Werkstudenten 14
Gesamt 143

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.

 

Schmölln, den 28.06.2024

gez. Karl-Heinz Richter

gez. René Heidl

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Umbuchungen Abgänge
31.12.2023
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 386.851,39 15.460,72 0,00 0,00 402.312,11
386.851,39 15.460,72 0,00 0,00 402.312,11
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.424.858,77 0,00 0,00 0,00 4.424.858,77
Technische Anlagen und Maschinen 48.435,70 0,00 0,00 0,00 48.435,70
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.932.099,72 382.393,92 0,00 33.891,61 3.280.602,03
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
7.405.394,19 382.393,92 0,00 33.891,61 7.753.896,50
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 111.602,85 0,00 0,00 111.602,85
0,00 111.602,85 0,00 0,00 111.602,85
7.792.245,58 509.457,49 0,00 33.891,61 8.267.811,46
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
31.12.2023
31.12.2022
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 348.637,39 24.326,72 0,00 372.964,11 29.348,00 38.214,00
348.637,39 24.326,72 0,00 372.964,11 29.348,00 38.214,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 794.573,77 154.475,00 0,00 949.048,77 3.475.810,00 3.630.285,00
Technische Anlagen und Maschinen 9.639,41 1.588,00 0,00 11.227,41 37.208,29 38.796,29
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.256.993,85 271.032,58 33.890,61 2.494.135,82 786.466,21 675.105,87
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.061.207,03 427.095,58 33.890,61 3.454.412,00 4.299.484,50 4.344.187,16
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 111.602,85 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 111.602,85 0,00
3.409.844,42 451.422,30 33.890,61 3.827.376,11 4.440.435,35 4.382.401,16

Feststellung des Jahresabschlusses

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 01.10.2024.

Bestätigung- bzw. Versagungsvermerk

An die Indu-Sol GmbH, Schmölln

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Indu-Sol GmbH, Schmölln - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Indu-Sol GmbH, Schmölln für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Bayreuth, den 24.10.2024

Dipl.-Kfm. Claus Dreher, Wirtschaftsprüfer

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