Döhler SE
Selbe AdresseHerstellung von Frucht- und Gemüsesäften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kai-Uwe Küstner seit 11.10.2024 | Prokura |
Jörg Thomas Bacherer seit 11.10.2024 | Prokura |
Michael Manfred Dr. Merget seit 26.4.2022 | Geschäftsführer |
Jochen Fritz Bitzel seit 16.2.2022 | Geschäftsführer |
Marco Schmidt seit 5.11.2021 | Geschäftsführer |
Michael Gerber seit 5.11.2021 | Prokura |
Daniel Dr. Eickhorst seit 14.10.2015 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
DÖHLER Financial Services GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 27.12% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DÖHLER GmbHDarmstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des UnternehmensGegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von natürlichen Fruchtsaftkonzentraten, Grundstoffen, Essenzen, ätherischen Ölen, Aromen, sonstigen Produktionsmitteln und Zutaten für die Getränke- und Spirituosen-Industrie und Halb- und Fertigprodukten aller Art für die Nahrungsmittelindustrie, insbesondere unter dem eingetragenen Warenzeichen "DÖHLER". Im Wesentlichen wurde der Geschäftsverlauf der DÖHLER GmbH durch die Entwicklungen auf den globalen Absatzmärkten getrieben. 2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Global Food and Beverages Market Report 2023 der Firma Research and Markets wird der gesamte Weltmarkt der Getränke und Lebensmittelindustrie für 2023 auf USD 7.222 Mrd. geschätzt. Zum Vergleich waren es im Jahr 2022 noch USD 6.729 Mrd. Bis 2027 wird ein Wachstum auf USD 9.225 Mrd. mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate in Höhe von 6,3% erwartet. Durch den Russland-Ukraine Konflikt wird allerdings auch weiterhin die Erholung der Weltwirtschaft von der COVID 19-Pandemie beeinträchtigt, da aufgrund von Wirtschaftssanktionen gegen einige Länder die Rohstoffpreise angestiegen sind und Versorgungsketten unterbrochen wurden. Die daraus resultierenden Folgen waren eine erhöhte Inflation und Unsicherheit. Die Entwicklungen haben insbesondere für die exportorientierte deutsche Ernährungsindustrie zentrale Bedeutung. Laut einer Studie der AFC Management Consulting, welche im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie durchgeführt wurde, wurde die Geschäftslage im Jahr 2023 grundsätzlich schlechter als in den Vor-Pandemischen-Zeiten bewertet. Im Vergleich zu 2019 war der Wert des Indexes der Geschäftslage (Saldo aus positiver und negativer Bewertung der Geschäftslage) im Jahr 2023 um 22 %-Punkte niedriger, somit sogar ca. 2 %-Punkte unter dem Vorjahreswert und betrug 23 %-Punkte. Die Entwicklung in den einzelnen Teilbereichen war dabei sehr heterogen. Am positivsten war die Geschäftslage im Bereich Fertiggerichte und Feinkost mit einem Saldo von +50 %-Punkten bewertet. Auch in den Bereichen Süßwaren (+45 %-Punkte), Fleisch- und Wurstwaren (+43 %-Punkte) sowie Bier (+38 %-Punkte) wurde die Geschäftslage positiv bewertet. Zurückhaltend eingeschätzt wurde hingegen die Entwicklung in den Bereichen Fleisch (-33 %-Punkte) und Alkoholfreie Getränke (-14 %-Punkte). Der Index der Geschäftserwartung (Saldo aus positiver und negativer Bewertung der Geschäftserwartung) ist um 22 %-Punkte auf +13 %-Punkte angestiegen. Bis auf den Bereich Backwaren hat sich die Geschäftserwartung in allen untersuchten Teilbereichen verbessert. Der Index vom Exportklima, welcher sich aus der Beurteilung von Geschäftslage und Geschäftserwartung ermittelt, hat sich im Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 11 %-Punkte auf nun 18 %-Punkte erhöht und befindet sich nach einem pandemiebedingten Rückgang, trotz aktueller Herausforderungen, bereits das dritte Jahr in Folge in einem positiven Bereich. Den positiven Trend lässt sich auch bei der Getränkeherstellung beobachten. Laut den neuesten verfügbaren Erhebungen vom Statistischen Bundesamt ist der Umsatz der Getränkehersteller in Deutschland von Januar bis November 2023 im Vergleich zu der analogen Zeitspanne 2023 um 7,1 % angestiegen und betrug € 20.587 Mio. Im Jahr 2023 war die gesunde Ernährung sowie das Klima- und Umweltbewusstsein weiterhin im Trend. Im Zuge der wachsenden Bedeutung eines gesunden Lebensstils haben natürliche und nachhaltige Produkte, welche z.B. weniger Zucker enthalten und funktionelle Inhaltsstoffe oder eine Clean Label-Deklaration mitbringen, an Beliebtheit gewonnen. Bekannte Geschmacksprofile wie die traditionellen Zitrusfrüchte erfreuten sich weiter großer Beliebtheit. Zitrusaromen werden von Konsumentinnen und Konsumenten mit einem höheren Gesundheitswert assoziiert und waren so weiterhin die führende Geschmacksrichtung auf dem Markt. Jenseits der klassischen Früchte lagen vermehrt auch exotische Zitrusvarianten wie Pomelo, Yuzu oder Kumquat im Trend. Das Zusammenspiel aller sensorischen Eigenschaften, die ein Produkt von anderen differenzieren können, gewinnen immer weiter an Bedeutung. Diese nachfrageseitigen Faktoren beeinflussten die Entstehung neuer Produkte und die weitere Entwicklungsrichtung der Ernährungsindustrie. 2.2 Steuerungssysteme und finanzielle Leistungsindikatoren Die DÖHLER GmbH wird im Konzernverbund im Grundsatz hauptsächlich durch die erzielten Umsatzerlöse auf den vorhandenen Absatzmärkten gesteuert. Darüber hinaus sind die Rohstoffbeschaffung und der damit verbundene Materialeinsatz in der Wertschöpfungskette Schlüsselkomponenten des Steuerungssystems der Gesellschaft. Der in der Wertschöpfungskette entstehende Personalaufwand stellt eine weitere Komponente der finanziellen Leistungsindikatoren dar. Schlussendlich ist das Jahresergebnis für die Führung des Unternehmens entscheidend. 2.3 Ertragslage Der Geschäftsverlauf war im Geschäftsjahr unter Berücksichtigung der angespannten Inflationsentwicklung aufgrund des Russland-Ukraine Konfliktes insgesamt nicht zufriedenstellend und konnte aufgrund von ausbleibenden Absatzmengen die Vorjahresprognose hinsichtlich Umsatz und Jahresergebnis vor Ergebnisabführung nicht erreichen. Auf die Ausführungen zum Russland-Ukraine Konflikt und die Auswirkungen auf die Gesellschaft verweisen wir auf Abschnitt 3.4. Die DÖHLER GmbH erzielte in 2023 Umsätze in Höhe von € 596,4 Mio. (Vj. € 595,9 Mio.). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Preissteigerungen. Die regionale Verteilung zeigt Umsatzerlöse von € 165,7 Mio. (Vj. € 158,2 Mio.) im Inland und € 430,7 Mio. (Vj. € 437,7 Mio.) im Ausland. Damit wurden 72,2 % der Umsatzerlöse im Ausland erzielt. Die Materialaufwandsquote (bezogen auf die Gesamtleistung aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderung) hat sich im Wesentlichen aufgrund der gesunkenen Energie- und Rohstoffpreise sowie Preisanpassungen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 50,8 % verringert (Vj. 53,0 %) und übertrifft somit die Vorjahresprognose im Hinblick auf die Materialaufwendungen. Die Personalaufwandsquote hat sich aufgrund von Gehaltsanpassungen im Rahmen der Inflation auf 22,8 % im Vergleich zu 21,9 % im Vorjahr erhöht. Die Personalaufwendungen haben sich entsprechend unserer Erwartungen des Vorjahres entwickelt und erfüllten somit unsere Vorjahresprognose. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich inflationsbedingt um € 1,6 Mio. auf € 134,8 Mio. erhöht. Das Finanzergebnis beläuft sich im Wesentlichen aufgrund von höheren Zinsaufwendungen auf € 2,9 Mio. (Vj. € 4,8 Mio.). Der aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinn des Geschäftsjahres beläuft sich auf € 14,0 Mio. (Vj. € 28,3 Mio.). 2.4 Finanzlage 2.4.1 Liquidität Die Nettofinanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Bilanzstichtag € 538,5 Mio. (Vj. € 488,5 Mio.). Die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens ist aufgrund der Einhaltung der Kreditbestimmungen und des positiven operativen Ergebnisses weiterhin gesichert. Zum Bilanzstichtag existieren nicht ausgenutzte Kreditlinien von € 120,6 Mio. (Vj. € 149,6 Mio.). 2.4.2 Kapitalstruktur Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr auf 4,5 % erhöht (Vj. 4,0 %). Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Verbindlichkeiten und die dadurch deutlich gesunkene Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. 2.5 Vermögenslage und Investitionen Bei den Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von € 21,4 Mio. handelt es sich im Wesentlichen um Entwicklungskosten für Produktrezepturen und Customizing von Software. Die Zugänge bei den Sachanlagen in Höhe von € 16,7 Mio. stehen hauptsächlich mit dem weiteren Ausbau unseres Standortes in Darmstadt in Zusammenhang. In Finanzanlagen wurden insgesamt € 233,8 Mio. investiert und betreffen im Wesentlichen Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Die Bilanzsumme ist um € 116,4 Mio. gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen infolge des konzerninternen Verrechnungsverkehrs (€ -285,7 Mio.), des Vorratsbestandes (€ -19,2 Mio.) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (€ -7,9 Mio.) zurückzuführen. Einen gegenläufigen Effekt zeigt der Anstieg des Anlagevermögens um € 195,1 Mio. Auf der Passivseite haben insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt (€ -53,1 Mio.), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (€ 129,8 Mio.) aufgrund des konzerninternen Verrechnungsverkehrs sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter (€ -14,3 Mio.) aus der Gewinnabführung im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Dagegen haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um € 46,4 Mio. erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen steuerliche und finanzielle Verbindlichkeiten. Das Eigenkapital hat sich aufgrund des Gewinnabführungsvertrages nicht verändert. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von € 222,5 Mio. (Vj. € 155,1 Mio.) (davon gegenüber verbundenen Unternehmen € 10,6 Mio. (Vj. € 14,8 Mio.)). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Rohstofflieferungen im Folgejahr zurückzuführen. 2.6 Forschung- und Entwicklungskosten Die DÖHLER GmbH betreibt eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in der Rezepturentwicklung. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen orientieren sich an der Wachstumsstrategie und werden je nach Unternehmensbedürfnis sowie Auftragslage flexibel festgelegt. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen entsprechen im aktuellen Geschäftsjahr einem niedrigen Prozentbereich gemessen an den operativen Kosten. Wesentliche Veränderungen im Bereich Forschung und Entwicklung zum Vorjahr bestehen nicht. Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Anteil der aktivierten Entwicklungskosten an den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten der Periode (Aktivierungsquote) 21,3 %. Die Abschreibungen auf die Entwicklungskosten betragen im Berichtszeitraum € 5,8 Mio. (davon 0,7 Mio. außerplanmäßig). 2.7 Personal- und Sozialbereich Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr € 135,8 Mio. (Vj. € 130,5 Mio.) Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter hat sich um 4,4 % auf 1.648 Mitarbeiter verringert. Insbesondere in den markt- und produktorientierten Bereichen, wie der Produktion und den für die differenzierten Produktgruppen verantwortlichen Business Units wurden aus unserer Sicht qualifizierte Spezialisten und ausgebildete Nachwuchskräfte eingestellt. In den Querschnittsfunktionen wurde ebenfalls der Fokus auf Ausbau und Spezialisierung gelegt. Die Lohn- und Gehaltsanpassungen im Jahr 2023 betrugen 4,1%. Im Tarifbereich wurde der Tarifabschluss der Obst- und Gemüse-verarbeitenden Industrie als Grundlage der Anpassungen in Höhe von 7,5 % übernommen und bedarfsspezifisch leistungs-entsprechend angepasst. In aus unserer Sicht konsequenter und kontinuierlicher Anwendung der Vergütungspolitik des Hauses wurden die Anpassungen im übertariflichen Bereich leistungsbedingt differenziert. 3. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung3.1 Klimarisiken Die Döhler GmbH ist als globales und produzierendes Unternehmen Klimarisiken ausgesetzt. Um diesen Risiken bestmöglich zu begegnen, wurden im Geschäftsjahr 2023 die Nachhaltigkeitsstrategie "Good for people - Good for planet"® sowie die Nachhaltigkeitsrichtlinien (Sustainability Policy) aktualisiert. In der Döhler GmbH werden Klimarisiken in physische Risiken und Marktrisiken eingeteilt. Unter physischen Risiken werden insbesondere Extremwetterereignisse, wie Dürren, Überflutungen und Stürme verstanden. Es werden übliche Maßnahmen getroffen, um die unmittelbaren Risiken zu begrenzen (Investitionsplanung/Genehmigung, Abschluss von Sachversicherungen). Zudem minimieren Audits sowie Schulungen zu Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz diese Risiken für Mensch und Umwelt in unseren eigenen Produktionsstätten sowie in der vorgelagerten Wertschöpfungskette. Mittelbare Risiken werden dadurch reduziert, dass sowohl Produktion als auch Absatz weltweit verteilt sind. Ferner bestehen für die Döhler GmbH Klimarisiken in Form von Marktrisiken. Insbesondere durch witterungsbedingte Verfügbarkeit der Rohstoffe können Beschaffungspreise stark beeinflusst werden. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen in den nachfolgenden Abschnitten. Zudem sind Risiken im Zusammenhang mit der Bepreisung von CO 2 durch Emissionshandelssysteme sowie steigenden Energiekosten vorhanden, denen durch kontinuierliche Investitionen in moderne und energieeffiziente Produktionsanlagen sowie weitere Maßnahmen im Rahmen unseres Energie- und Nachhaltigkeitsmanagements entgegengewirkt wird. In diesem Zusammenhang ist die Döhler Gruppe bestrebt, den Transformationsprozess zur Dekarbonisierung der eigenen Produktionsprozesse aktiv voranzutreiben und darüber hinaus negative Umwelteinflüsse zu minimieren. Insbesondere die Substitution von fossilen Energieträgern durch die Nutzung erneuerbarer Energiequellen nimmt hierbei eine zentrale Rolle ein. Um Klimarisiken im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit langfristig zu minimieren, verfügen wir zudem über vielfältige Initiativen und Projekte hinsichtlich der Förderung einer nachhaltigen Entwicklung. Unter anderem sind wir bestrebt, negative Umweltauswirkungen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette zu reduzieren, beispielsweise durch die Minimierung bzw. Substitution von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln und den effizienten sowie verantwortungsbewussten Einsatz von natürlichen Ressourcen. Des Weiteren werden die in unserem Code of Conduct festgeschriebenen Verhaltensregeln und alle weiteren normativen Anforderungen im Bereich Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz durch regelmäßige Schulungen kommuniziert, um auf diese Weise die hohe Qualität unserer Produkte zu sichern. Unser Code of Conduct wird sowohl intern an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie an externe Interessensgruppen wie Lieferanten kommuniziert. Die im Code of Conduct definierten Verhaltensgrundsätze sind Gegenstand der Verträge mit unseren Lieferanten. Regulatorische Anforderungen hinsichtlich Klima- und Umweltrisiken werden kontinuierlich von uns überwacht. Wir schätzen das Risiko aus dem Klimawandel als moderat, jedoch als nicht bestandsgefährdend für den Konzern ein. Ausblick CSRD Im Rahmen des European Green Deal hat die EU die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) verabschiedet. Diese regelt die Nachhaltigkeitsberichterstattung von mittleren und großen Unternehmen. Die Döhler Gruppe fällt ab dem Geschäftsjahr 2025 in den Geltungsbereich der CSRD. Im Detail muss die Döhler Gruppe eine Nachhaltigkeitserklärung gemäß den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) in den Lagebericht einbinden, die EU-Taxonomie-VO umsetzen sowie den Jahresabschluss im einheitlichen elektronischen Berichtsformat gemäß der ESEF-VO erstellen. Mit der Umsetzung der CSRD geht ein nicht unerheblicher Aufwand einher, weshalb die Vorbereitungen bereits begonnen haben. 3.2 Rohstoffpreisänderungen Die Preise an den Rohstoffmärkten sind in den letzten Jahren zunehmend von Volatilität, u.a. durch extreme Wetterbedingungen, geprägt. Anhaltend ungelöste geopolitische Konflikte sowie die zum Teil weiterhin problematische Finanzlage einiger Länder haben auch zukünftig einen zusätzlichen Einfluss auf die Preisfindung und Wechselkurse. Aufgrund einer deutlich geringeren Ernte als erwartet, sind die Preise für Äpfel mit einem niedrigen Säuregehalt im Jahr 2023 weiterhin auf einem hohen Niveau. Demgegenüber steht allerdings ein starker Rückgang der Seefracht für den Rohstoff. Bei Holunderbeeren setzte sich der im Jahr 2022 angefangene Preisrückgang fort. Der Grund dafür war der gute Erntebeginn im Jahr 2023. Bei schwarzen Johannisbeeren fiel die Ernte in 2023 geringer aus als erwartet. Bei gleichbleibender Nachfrage blieben die Preise stabil. Bei Himbeeren treffen hohe Bestände auf eine geringere Nachfrage und führen mit einer normalen Ernteergebnis zu einem Preisrückgang. Für die bedeutendste Citrus Commodity Orange war das Jahr 2023 erneut durch einen Preisdruck gekennzeichnet. Die Preise befinden sich auf einem historisch hohen Niveau (6.000 USD/t) bei einer begrenzten Verfügbarkeit aus der aktuellen Ernte. Die Verfügbarkeit von Zitronen ist stabil und somit sehen wir auch wenig Bewegung bei den Preisen. Bei Ananas steigen die Preise in 2023 kontinuierlich an, während das Angebot zurückbleibt. Da in allen Herkunftsländern ein Rückgang der Ananasernte zu verzeichnen ist, wirkt sich das in einem höheren Preis aus. Weiterhin bestehen auch Ernterisiken aufgrund des Wetterphänomens El-Niño. Aufgrund der hohen Energie- und Anbaukosten ist im letzten Jahr der Preis für Zucker deutlich angestiegen. Das hohe Preisniveau hat sich bis Mitte des Jahres 2023 gehalten und verzeichnet dann einen Rückgang, was auf günstige Wetterbedingungen in Europa zurückzuführen ist. Wir rechnen deshalb für die kommenden Monate mit stabilen Preisen. Kurzfristig erwarten wir keine erheblichen Geschäftsrisiken, die aus Preisschwankungen unserer wesentlichen Rohstoffe entstehen könnten. Mittel- bis langfristig wird die Nachfrage nach Nahrungsmitteln aufgrund einer wachsenden Weltbevölkerung und zunehmendem Wohlstand steigen. Die Angebotsseite ist jedoch durch limitierte Anbaufläche, Konkurrenz durch Bio-Kraftstoffe, Wasserknappheit und klimatische Bedingungen beschränkt. Um dauerhafte Preissteigerungen einzudämmen, müssen Regierungen und Unternehmen weltweit innovative und nachhaltige Konzepte zur Erhöhung der landwirtschaftlichen Produktionsleistung entwickeln und umsetzen. Die Chancen und Risiken aus Rohstoffpreisänderungen sind von großer Bedeutung für die zukünftige Entwicklung der Döhler GmbH. 3.3 Wechselkursänderungen Der EUR/USD-Wechselkurs war im Vergleich zum Vorjahr stabiler und lag in der Bandbreite von 1,05 bis ca. 1,13 (Vj. 0,96 bis 1,15). Im Durchschnitt war der Euro gegenüber dem US-Dollar allerdings stärker als im Vorjahr (Durchschnittskurs 2023: 1,08 EUR/USD vs. 1,05 EUR/USD im Jahr 2022). Das Jahr 2024 kann weitere Schwankungen des Wechselkurses mit sich bringen, die weiterhin aus den wirtschaftlichen Nachwirkungen des Russland-Ukraine Konflikts sowie des Kriegs in dem Gaza-Streifen einerseits, sowie der geldpolitischen Entscheidungen der FED und EZB andererseits, resultieren. Auch die Entwicklung der Inflation im Euroraum sowie einzelnen Schwellenländern kann auch 2024 zu Schwankungen führen. Durch die weltweite Vernetzung der Döhler Gruppe ergeben sich hieraus sowohl Chancen als auch Risiken. 3.4 Russland-Ukraine Krieg Die Döhler GmbH sieht sich infolge des Russland-Ukraine Konflikts und der damit verhängten globalen Wirtschaftssanktionen gegen Russland mit gestiegenen Energiepreisen konfrontiert, was sich auf die zukünftige Ergebnisentwicklung negativ auswirken kann. Zwar hat sich die Situation auf dem Energiemarkt entspannt, jedoch liegen die Energiepreise über dem Vorkriegsniveau. Wir werden alle aktuell verhängten und zukünftigen Sanktionen und die damit einhergehenden indirekten Auswirkungen auf unsere Gesellschaft weiter beobachten und notwendige Maßnahmen ergreifen, um den volatilen Energiepreisen entgegenzuwirken. Im Geschäftsjahr wurden geringe Rohstoffmengen aus der Ukraine bezogen. Aufgrund der Zugehörigkeit zur Döhler Gruppe kann die Döhler GmbH jederzeit auf alternative Beschaffungsmärkte innerhalb der Döhler Gruppe zurückgreifen und das Einkaufsrisiko auf ein sehr geringes Maß reduzieren. Im Geschäftsjahr wurden Umsätze im unteren einstelligen Prozentbereich, gemessen an den Gesamtumsätzen des Geschäftsjahres, in Russland und der Ukraine getätigt. Forderungsausfälle, die über das übliche Maß hinausgehen, sind zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung nicht erkennbar. Aus diesem Grund halten wir die Risiken aus dem Russland-Ukraine Konflikt und deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für überschaubar und stufen sie als nicht bestandsgefährdend für die Gesellschaft ein. 3.5 Risiko- und Chancenmanagement Sowohl die monetären als auch die nicht monetären Chancen bzw. Risiken unterliegen einem permanenten Monitoring im Rahmen der der Unternehmenssteuerung. Auf Gruppenebene erfolgt eine entsprechende monatliche Qualitätsprüfung sowie Tracking diverser Kennzahlen. Das Chancen- und Risikomanagement wird auch durch entsprechende Kommunikationsstrukturen gelebt. Die oben dargestellten Chancen sind positiv zu bewerten. Insgesamt halten wir die oben aufgeführten Risiken für nicht bestandsgefährdend. Zur Absicherung von Fremdwährungsverbindlichkeiten und Forderungen (Wechselkursrisiken) sowie Zinsrisiken wurden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalbetrag von € 49,9 Mio. (Vj. € 29,6 Mio.) sowie Zinsswaps mit einem Nominalbetrag von € 130,0 Mio. (Vj. € 130,0 Mio.) abgeschlossen. Aufgrund der Übereinstimmung der wesentlichen Bedingungen (Basissatz von variablen Zinszahlungen, Nominalbetrag, Währung, Zinstermine) der Zinsswaps und Zinszahlungen aus den erwarteten Inanspruchnahmen der Kreditlinien in der Zukunft, wurden die Zinsswaps und die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten monatlichen Zinszahlungen aus Inanspruchnahmen der kurzfristigen Kreditlinien in Bewertungseinheiten (sog. micro hedges) im Sinne des § 254 HGB einbezogen. Die Bewertungen der Zinssicherungsgeschäfte wurden unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren (Black-Scholes, Heath-Jarrow-Merton, Barwertmethode) und auf der Basis der zum Berechnungszeitpunkt vorliegenden Marktdaten erstellt. Wir verweisen hierzu auf die umfassenden Ausführungen im Anhang. 3.6 Zusammenfassung der Chancen- und Risikolage Die Chancen- und Risikolandschaft ist unverändert geblieben. Die oben dargestellten Chancen sind positiv zu bewerten. Insgesamt halten wir die oben aufgeführten Risiken für nicht bestandsgefährdend. 4. Voraussichtliche EntwicklungDie Weltbank geht in ihrem Jahresausblick von einem globalen Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,6 % im Jahr 2023 aus. Die weltweite Wirtschaftstätigkeit erholte sich langsam und wird weiterhin deutlich durch den Russland-Ukraine-Konflikt beeinflusst. Das Wachstum wird sich voraussichtlich im Jahr 2024 noch verlangsamen (2,4 %). Grund für die Verlangsamung ist eine straffe Geldpolitik, um die hohe Inflation einzudämmen. Angespannte globale Finanzbedingungen und steigende Finanzierungskosten belasten zusätzlich das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Dazu kommen Risiken, wie die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten und des Krieges in der Ukraine oder die Naturkatastrophen, welche die Energie und Rohstoffpreise nach oben treiben können. Für die USA und die Eurozone rechnet die Weltbank mit einem Wachstum für 2024 von 1,6 % bzw. 0,7 %. Für 2023 ergeben sich: 2,5 % bzw. 0,4 %, was über den Vorjahreserwartungen lag. Die Organisation sieht für Russland ein Wachstum von 1,3 % in 2024 (2023: 2,6 %). Für Brasilien erwartet die Weltbank im Jahr 2024 einen Rückgang des Wirtschaftswachstums auf 1,5 % (2023: 3,1 %). Die Erwartung für China im Jahr 2024 liegt bei 4,5 % (2023: 5,2 %). Laut statistischem Bundesamt ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % zurückgegangen. Hierfür war insbesondere der Rückgang der inländischen Nachfrage verantwortlich, zum großen Teil bedingt durch die starke Senkung der staatlichen Konsumausgaben zum Jahresbeginn 2023. Die Energiekrise, die COVID19-Pandemie und der Russland-Ukraine Konflikt haben ihre Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt aktuell ungefähr auf demselben Niveau wie zum Anfang der Pandemie vor vier Jahren. Auch die Aussichten für die Zukunft sind trüb. Für das Jahr 2024 ist davon auszugehen, dass sich das BIP-Wachstum leicht erholt und 0,7 % beträgt. Langfristig wird die Entwicklung Deutschlands allerdings durch die demografische Alterung, das niedrige Produktivitätswachstum und im europäischen Vergleich rückläufige Modernitätsgrad des Kapitalstocks beeinträchtigt. Die Inflation in Deutschland ist gemessen am nationalen Verbraucherpreisindex im Verlauf des Jahres 2023 deutlich zurückgegangen. Dies ist größtenteils auf geringere Preissteigerungen bei den schwankungsanfälligen Gütergruppen Energie und Nahrungsmittel zurückzuführen. Für das Jahr 2023 lag die Inflationsrate bei 5,9 % und für das Jahr 2024 wird eine Inflationsrate von 2,6 % prognostiziert. Unserer Auffassung nach wird die wirtschaftliche Entwicklung in dem kommenden Jahr stark durch die politischen Spannungen und Entscheidungen geprägt sein. Hierzu zählen insbesondere das Vorantreiben der Transformation hin zu einer digitalen und klimaneutralen Wirtschaft. Weiterhin wird sich die Entwicklung globaler Prozesse im Bereich der Digitalisierung verstärkt fortsetzen. Das Thema Nachhaltigkeit wird deutlich an Bedeutung gewinnen als bisher. Wie in den Vorjahren gehen wir weiterhin davon aus, dass sich grundsätzlich Trends wie Gesundheit, Natürlichkeit und Nachhaltigkeit trotz der globalen Herausforderungen weiterhin fortsetzen. Diesen Trends tragen auch die Innovationen in der Industrie Rechnung. Die bevorstehenden Ernten für unsere Fruchtrohstoffe sind nicht vorhersehbar und können die Rohstoffpreise stark beeinflussen. Durch gezielte Steuerung werden diese Einflüsse bestmöglich minimiert. Die Versorgungssicherheit der Kunden zu garantieren, bleibt oberstes Gebot. Infolge der Abschwächung der COVID-19-Pandemie und der damit einhergehenden Lockerung sowie vollständigen Abschaffung diverser Eindämmungsmaßnahmen rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit keinen Beeinträchtigungen auf den Produktions- sowie Verwaltungsbetrieb der Gesellschaft. Die zukünftigen Auswirkungen des Ukraine-Russland Konflikts infolge weiterer Sanktionen gegen Russland werden die Volatilität der Energiepreise höchstwahrscheinlich beeinträchtigen und sich auf die Energie- und Preispolitik der Döhler Gruppe auswirken. Zum Zeitpunkt der Jahresabschlusserstellung sehen wir jedoch hierfür keinen weiteren Handlungsbedarf und halten daher an der unten dargestellten Prognose fest. Der Umsatz und das Jahresergebnis 2024 vor Ergebnisabführung werden im Wesentlichen von der allgemeinen Marktentwicklung, der Rohstoffpreisentwicklung sowie der Energiepreise und der Möglichkeit der Volumensteigerung sowie Kostensteigerungen in den Verkaufspreisen abzubilden, abhängen. Wir streben im nächsten Geschäftsjahr ein starkes Umsatzwachstum in unseren Kernbereichen an. Bei den Materialaufwendungen erwarten wir aufgrund einer besseren Materialeffizienz eine Entwicklung leicht unterhalb des Umsatzwachstums. Die Personalaufwendungen werden sich aufgrund des Unternehmenswachstums leicht erhöhen. Aufgrund von höheren Zinserträgen erwarten wir einen deutlichen Anstieg des Zinsergebnisses. Folglich prognostizieren wir einen deutlichen Anstieg des Ergebnisses vor Ergebnisabführung. Wir erwarten im kommenden Geschäftsjahr aufgrund der Tilgung von Finanzkrediten einen leichten Rückgang der Nettofinanzverbindlichkeiten. 5. Erklärung zur UnternehmensführungDerzeit beträgt der Frauenanteil auf der obersten Führungsebene 0 % (Anzahl: 0). Die Zielgröße bis Ende 2027 beträgt 20 %. Auf der zweiten Führungsebene beträgt die Zielgröße für den Frauenanteil 20 %. Auf der dritten Führungseben beträgt die Zielgröße für den Frauenanteil 40 %. Derzeit beträgt der Frauenanteil auf der zweiten Führungsebene 12,9 % (Anzahl: 11). Auf der dritten Führungsebene beträgt der Frauenanteil 35,2 % (Anzahl: 37). Da wir uns unabhängig von Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, ethnische und soziale Herkunft, Religion oder Weltanschauung oder der Festlegung einer Quote auf die fachlichen als auch persönlichen Eigenschaften unserer Führungskräfte fokussieren, kann der Frauenanteil auf allen Führungsebenen deutlichen Schwankungen unterliegen. Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederungen sind unverändert zum Vorjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten sowie die gesetzlich vorgesehenen davon-Vermerke in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung teilweise im Anhang angegeben. Die Gesellschaft ist unter der Firma DÖHLER GmbH mit Sitz in Darmstadt im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter der Nummer HRB 94413 eingetragen. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses sind bis auf die Änderungen bei den rückgedeckten Altersversorgungszusagen im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 2.1 Anlagevermögen Das Wahlrecht zum Ansatz der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wurde ausgeübt. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Herstellungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen linear über einen Zeitraum von 5 Jahren vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten im wesentlichen Produktrezepturen, die im Rahmen von Briefing-to-Order-Projekten entstanden sind. Gemäß den gesetzlichen Anforderungen wird die Unterscheidung zwischen Forschung und Entwicklung durch eine prozessuale Trennung beider Aktivitäten sichergestellt. Bei den Produktrezepturen wird ausschließlich der Aufwand für die bereits akzeptierten Rezeptur-Projekte aktiviert und planmäßig abgeschrieben sowie der Aufwand für die bereits durchgeführten wesentlichen und fortgeschrittenen Entwicklungsarbeiten abgegrenzt, bei denen bereits Muster der entwickelten Produkte an Kunden gesendet wurden und noch keine Entscheidung des Kunden vorliegt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen linear über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vermindert. Folgende Nutzungsdauern sind dem Sachanlagevermögen zugrunde gelegt:
In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Für geringwertige Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als € 250 bis € 1.000, die nach dem 31. Dezember 2017 angeschafft worden sind, wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wurde pauschalierend jeweils mit 20 Prozent p.a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die geringwertigen Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von bis zu € 250 werden im Anschaffungsjahr vollständig abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen sowie Anlagen im Bau sind zum Nennbetrag bewertet. Bei den Finanzanlagen werden die Beteiligungen zu Anschaffungskosten, ggf. vermindert um notwendige Abschreibungen, bewertet und die Ausleihungen zum Nennwert angesetzt. Abschreibungen werden nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen. 2.2 Umlaufvermögen Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag abzüglich Abwertungen für Lagerrisiken. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte sind zum Nennbetrag bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden, soweit erforderlich, Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Unter den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögens- und Finanzlage auch solche Unternehmen enthalten, die nur aus Sicht der Konzernobergesellschaft Döhler Group SE als Beteiligung zu qualifizieren sind. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 2.3 Rückstellungen Die nicht leistungskongruent rückgedeckten Teile der Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Anwendung der Pauschalregelung gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit einem Rechnungszinsfuß (durchschnittlicher Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren) von 1,83 % (Vj. 1,79 %) (Sieben-Jahres-Durchschnittszins von 1,75 %) nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Für die Berechnung wurden folgende weitere Parameter bestandsspezifisch angesetzt:
Die Bewertung von kongruent rückgedeckten Altersversorgungszusagen erfolgt gem. IDW RH FAB 1.021, das heißt soweit rückgedeckt - mit dem Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs (Primat der Aktivseite). Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtung dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit der jeweiligen individuellen Verpflichtung verrechnet. Der beizulegende Zeitwert wurde anhand des Marktpreises ermittelt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Rückstellungen für Altersfreizeit berücksichtigen die tarifvertraglichen Verpflichtungen zur Gewährung von bezahlter Altersfreizeit für Mitarbeiter nach dem vollendeten 60. Lebensjahr. Die Verpflichtung besteht nur bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Altersruhegeld aus der gesetzlichen Rentenversicherung frühestmöglich in Anspruch genommen werden kann. Als Grundlage für die nur in der Handelsbilanz gebildete Rückstellung dienten die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Ermittlung erfolgte nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Anwendung der Pauschalregelung gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit einem Rechnungszinssatz von 1,75 % (Vj. 1,45 %). Unter Berücksichtigung der wahrscheinlichen Entwicklung der maßgeblichen Bemessungsgrößen wurden folgende weitere Parameter angesetzt:
Die Rückstellungen für Jubiläumsgeldverpflichtungen wurden auf der Grundlage der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Anwendung der Pauschalregelung gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit einem Rechnungszinsfuß von 1,75 % (Vj. 1,45 %) nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Für die Berechnung wurden folgende weitere Parameter angesetzt:
Der Zinssatzänderungseffekt wird bei den Rückstellungen für Pensionen, Altersfreizeit und Jubiläumsrückstellung im Finanzergebnis erfasst. 2.4 Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Erhaltene Anzahlungen sind zum Nennbetrag bewertet. 2.5 Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden im Zugangszeitpunkt zum tagesaktuellen Fremdwährungskurs und grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. 3. Erläuterungen zur Bilanz3.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Die Effekte aus der Fremdwährungsbewertung der im Finanzanlagevermögen enthaltenen Ausleihungen wurden in einer separaten Spalte ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2023 sind Forschungs- und Entwicklungskosten in einem niedrigen Prozentbereich gemessen an den operativen Kosten angefallen. Davon wurden T€ 6.907 (Vj. T€ 6.830) Entwicklungskosten als immaterielle Vermögensgegenstände angesetzt. Die Abschreibungen auf die Entwicklungskosten betragen im Berichtszeitraum € 5,8 Mio (davon 0,7 Mio außerplanmäßig). 3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Das gleiche trifft auf die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie die Forderungen gegen Gesellschafter zu. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (T€ 44.950, Vj. T€ 69.290), aus Darlehen (T€ 201.074, Vj. T€ 44.654) sowie dem Verrechnungsverkehr (T€ 254.618, Vj. T€ 672.404) enthalten. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (T€ 184, Vj. T€ 104). Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen gegen die Gesellschafterin Döhler Deutschland GmbH aus dem Verrechnungsverkehr (T€ 3.917, Vj. T€ 11.843). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Werte mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 45 (Vj. T€ 61). 3.3 Latente Steuern Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft ab dem 1. Januar 2021 sind die latenten Steuern auf Ebene der Organträgerin Döhler Deutschland GmbH auszuweisen. 3.4 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um Wertpapiere. Der beizulegende Zeitwert wurde anhand des Marktpreises ermittelt. Rückdeckungsansprüche sind mit dem von der Versicherung mitgeteilten Deckungskapital bilanziert, das den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht. Bei verpfändeten Rückdeckungsversicherungen entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten dem Zeitwert. Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
3.5 Eigenkapital Gewinnrücklagen bestehen zum 31. Dezember 2023 wie im Vorjahr ausschließlich aus den anderen Gewinnrücklagen. Aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ergibt sich der Betrag in Höhe von T€ 17.242, welcher der Ausschüttungssperre i.S.v. § 285 Abs. 8 HGB unterliegt. 3.6 Rückstellungen
Gemäß Art. 75 Abs. 6 EGHGB ergeben sich zum 31. Dezember 2023 Rückstellungen für Pensionen in Höhe von T€ 12.182. Diese liegen um T€ 231 (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Der Unterschiedsbetrag unterliegt einer theoretischen Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F. Durch die frei verfügbaren, für Ausschüttungen auflösbaren Rücklagen (Kapitalrücklage) kann der Betrag entsperrt werden. Zudem besteht keine Abführungssperre im Rahmen des mit der Döhler Deutschland GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrags. Durch die sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Zielboni und Prämien (T€ 10.645, Vj. T€ 8.563), noch zu gewährende Kundenrabatte und Boni (T€ 3.744, Vj. T€ 2.421), Vertreterprovisionen (T€ 3.730, Vj. T€ 3.733), Resturlaubsansprüche (T€ 2.554, Vj. T€ 2.387), Jubiläumszahlungen (T€ 1.592, Vj. T€ 1.520) sowie Gewährleistungsrisiken (T€ 1.341, Vj. T€ 1.395) abgedeckt. 3.7 Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Verbindlichkeitenspiegel (in T€)
Die Verbindlichkeiten sind - wie im Vorjahr - unbesichert. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (T€ 23.045, Vj. T€ 38.842) und aus dem Verrechnungsverkehr (T€ 133.865, Vj. T€ 385.500) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter von T€ 13.965 (Vj. T€ 28.306) resultieren aus der Ergebnisabführung. Des Weiteren enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr (T€ 3.694, Vj. T€ 6.008). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen finanzielle Verbindlichkeiten von T€ 26.374 (Vj. T€ 21.991) sowie Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von T€ 3 (Vj. T€ 49) enthalten. 3.8 Haftungsverhältnisse Die Haftungsverhältnisse von insgesamt T€ 332.987 (Vj. T€ 240.338) bestehen hauptsächlich aus der Bestellung von Sicherheiten für Verpflichtungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 325.425 (Vj. T€ 232.425) und betreffen im Wesentlichen Bürgschaften gegenüber Banken. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird aufgrund der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Unternehmen als gering eingeschätzt. 3.9 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Haftungsverhältnissen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus Bestellobligo für Rohstoffe und Sachanlagen in Höhe von T€ 222.530 (Vj. T€ 155.070) (davon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 10.594 (Vj. T€ 14.825)). Der Vorteil im Bestellobligo ist die Sicherung des zukünftigen Einkaufs. Nachteil ist die verpflichtende zukünftige Abnahme. 3.10 Außerbilanzielle Geschäfte Im Geschäftsjahr wurden Forderungen und das damit verbundene Bonitätsrisiko bis zu einem Betrag von ca. € 33 Mio an einen Dritten übertragen. 3.11 Finanzderivate Zum Bilanzstichtag wurden zur Absicherung von USD-Verbindlichkeiten Devisentermingeschäfte in einem Nominalbetrag von T€ 49.920 abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert (Marktwert) der nicht bilanzierten Devisensicherungsgeschäfte beträgt zum Bilanzstichtag T€ 217 (Vj. T€ 701) bzw. T€ -938 (Vj. T€ -359). Eine entsprechende Drohverlustrückstellung von T€ 938 (Vj. T€ 359) wurde gebildet. Die Bewertungen der Finanzderivate wurden unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren (Barwertmethode) und auf der Basis der zum Berechnungszeitpunkt vorliegenden Marktdaten erstellt. 3.12 Zinssicherungsgeschäfte Zur Absicherung von Zinsrisiken wurden Zinsswaps mit einem Nominalbetrag von T€ 130.000 abgeschlossen. Der Marktwert (beizulegende Zeitwert) dieser nicht bilanzierten Zinssicherungsgeschäfte beträgt zum Bilanzstichtag T€ 9.902. Durch den Abschluss der Zinsswaps in denen sich die DÖHLER GmbH zur Zahlung eines fest vereinbarten Zinssatzes verpflichtet und dafür eine variable Verzinsung von dem Swap-Partner erhält, wird beabsichtigt, eine variable Verzinsung der kurzfristigen variabel verzinslichen Kreditlinien in eine feste Verzinsung synthetisch umzuwandeln, um das Zinsanstiegsrisiko zu reduzieren bzw. zu eliminieren. Aufgrund der Übereinstimmung der wesentlichen Bedingungen (Basissatz von variablen Zinszahlungen, Nominalbetrag, Währung, Zinstermine) der Zinsswaps und Zinszahlungen aus den erwarteten Inanspruchnahmen der Kreditlinien bis zum Jahr 2029, wurden die Zinsswaps und die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten monatlichen Zinszahlungen aus der Inanspruchnahme der kurzfristigen Kreditlinien in eine Bewertungseinheit (sog. micro hedges) im Sinne des § 254 HGB einbezogen. Infolge des Bestehens der vertraglichen Vereinbarungen bezüglich der Kreditlinien und deren geplanten Inanspruchnahme ist es höchstwahrscheinlich, dass sich die Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften während ihrer Laufzeit ausgleichen werden. Für die Bewertungseinheit wird die Einfrierungsmethode angewendet. Die prospektive Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird anhand der sog. critical terms match-Methode beurteilt. Die Bewertungen der Zinssicherungsgeschäfte wurden unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren (Black-Scholes, Heath-Jarrow-Merton, Barwertmethode) und auf der Basis der zum Berechnungszeitpunkt vorliegenden Marktdaten erstellt. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung4.1 Umsatzerlöse
Unter Berücksichtigung der Organisation des Verkaufs erfolgt keine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen. 4.2 Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge in Höhe von T€ 4.663 (Vj. T€ 10.938) anderen Perioden zuzurechnen. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Personalrückstellungen in Höhe von T€ 3.168 (Vj. T€ 1.298). Die restliche Veränderung resultiert aus dem Verkauf von bereits zum größten Teil abgeschriebenem Sachanlagevermögen. 4.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 77 (Vj. T€ 78) enthalten. 4.4 Finanzergebnis
4.5 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 2) enthalten. 5. Sonstige Angaben5.1 Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 waren die folgenden Personen zu Geschäftsführern bestellt:
Die genannten Personen üben ihre Geschäftsführertätigkeit hauptberuflich aus. 5.2 Gesamtbezüge der Geschäftsführung Bis auf einen Geschäftsführer erhalten alle anderen Geschäftsführer ihre Bezüge von anderen Konzerngesellschaften. 5.3 Angaben über Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter.
5.4 Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Döhler Group SE, Darmstadt, einbezogen, welche den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt und im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht. 5.5 GewinnverwendungsvorschlagDer Gewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von T€ 13.965 wurde im Rahmen des unter dem am 13. August 2021 mit der Döhler Deutschland GmbH, Darmstadt, abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages an die Muttergesellschaft in voller Höhe abgeführt. 5.6 Gesamthonorar des Abschlussprüfers Die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers unterbleibt an dieser Stelle, da diese Angabe im Konzernabschluss der Döhler Group SE, Darmstadt, erfolgt. 5.7 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.
Darmstadt, den 12. Februar 2024 Die Geschäftsführung J. Bitzel M. Schmidt M. Merget Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Döhler GmbH, Darmstadt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Döhler GmbH, Darmstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Döhler GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 12. Februar 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Cirsten Schönmeier, Wirtschaftsprüfer ppa. Jan Bauske, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 29.03.2024 festgestellt. |
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