Stammdaten

Register
Amtsgericht Fürth HRB 1700
Eingetragen
2.7.1979
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Industriebedarfsartikeln, insbesondere Verpackungsmaterialien, Spezialpapieren, Klebebändern und Arbeitsschutzartikeln. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, vertreten und sich an solchen Unternehmen beteiligen. Sie darf auch Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martin Ströbel
seit 7.11.2025
Geschäftsführer
Matthias Mandel
seit 17.5.2022
Prokura
Christian Jeschke
seit 17.5.2022
Prokura
Rainer Ströbel
seit 4.8.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Rainer Ströbel
Langenzenn
150.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ströbel GmbH

Langenzenn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Beschreibung der Geschäftstätigkeit

Die Ströbel GmbH mit Sitz und Produktionsstandort in Langenzenn hat eine mehr als 45-jährige Firmengeschichte.

Der Großhandel mit Verpackungsmitteln für verschiedenste Branchen und Größen, sowie die Fertigung von Hauben am fränkischen Standort ist Geschäftszweck der Gesellschaft.

Kleinverpackungen zum Beispiel für Kaffee, Nahrungsmittel, Elektronikteile wie auch Großverpackungen für vielfältige Zwecke wie Maschinen, große Bauteile etc. werden individuell produziert. Vom Kunden bereit gestellte Folien durchlaufen ebenfalls die Produktionsmaschinen. In enger Zusammenarbeit mit den Kunden werden optimale Lösungen z.B. für diverse Abnehmer für die Bereiche Transport, ESD-Schutz oder Korrosionsschutz entwickelt.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Lohnkonfektion. Hauben und Einsätze werden aus verschiedensten Materialien und in verschiedensten Formen hergestellt.

Hohe Qualitätsstandards, regionale Lieferketten und der Einsatz von recyclebaren Materialien (insbes. für Lebensmittel) und die ständige Weiterentwicklung der Produkte zeichnen die Fertigung aus.

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2023 herrschte ein schwieriges Geschäftsumfeld, gekennzeichnet durch hohe Energiekosten, bei leichtem Rückgang der hohen Inflationsrate. Der kräftige Anstieg der Lohnkosten, aufgrund der hohen Beschäftigung, ließen die Preise deutlich ansteigen.

Die Energiekrise und die weltweiten Krisenregionen dämpften den Welthandel. Die Industrie verzeichnete auch durch die gestiegenen Finanzierungskosten eine schwache Auslandsnachfrage. Die Auftragspolster sanken in vielen Unternehmen. Die Investitionsneigung nahm in Deutschland deutlich ab. China, in den früheren Jahren mit hohen Wachstumsraten und hoher Konsumnachfrage, verzeichnete starke Einbußen.

Für Deutschland als Exportnation eine schwierige Situation, was sich auch an dem Rückgang des Bruttoinlands- Produkts auf ca. 0,3% zeigte.

Weltweite Nachfrage und sehr starke Preissteigerungen aufgrund der Lieferkettenprobleme führten zur Aufstockung vieler Unternehmenslager im In- und Ausland.

Wesentliche Entwicklungen im abgelaufenen Jahr

Die Gesellschaft verzeichnete erstmals seit vielen Jahren ein negatives Jahresergebnis. Dies ist jedoch im Kontext mit den sehr guten Gewinnen in den Vorjahren 2021 und 2022 (2021: T€ 1.210; 2022:T€ 866) zu sehen.

In unseren Planungen waren vor von einem ausgeglichenem Ergebnis ausgegangen.

Die Umsätze sind gegenüber dem Vorjahr um TEuR 963 zurück gegangen.

Während die EU Umsätze leicht anstiegen (+T€85), sanken die Drittlandsumsätze (-T€ 264) und die deutschen Umsätze brachen um T€ 784 ein.

Die starken Preiserhöhungen am Rohstoffmarkt zeigen sich an dem Rückgang des Rohertrags im Vergleich zu den Jahren 2021 und 2022. Während der Rohertrag im Jahr 2021 (T€ 7.209; 48,2%; Jahr 2022 T€ 6.921; 45,7%) außer- gewöhnlich hoch war, konnte im Geschäftsjahr 2023 nur ein Rohergebnis von T€ 6.152 (43,7 %) erzielt werden.

Bei diesem Vergleich ist zu berücksichtigen, das in den Jahre 2021 und 2022 durch die Corona-Pandemie und dem Ukrainekrieg außergewöhnlichen Ereignisse das konjunkturelle Umfeld maßgeblich beeinflusst haben.

Die Ströbel GmbH hat erstmals Im Jahr 2023 keine prozentuale Anpassung der Löhne/Gehälter vorgenommen, sondern gezielt Prämien an die Mitarbeiter ausgezahlt.

Lage der Gesellschaft

Darstellung der Vermögenslage

In der nachfolgenden Übersicht sind die Bilanzposten zum 31.12.2023 den Vorjahresposten gegenübergestellt.

Vermögens- und Kapitalstruktur 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Vermögen
Immaterielles und Sachanlagevermögen 2.339 25,9 2.078 20,6 261 12,6
Finanzanlagevermögen 2.441 27,1 2.668 26,4 -227 -8,5
Langfristig gebundenes Vermögen 4.780 53,0 4.746 46,9 34 0,7
Vorräte 2.275 25,2 2.595 25,7 -320 -12,3
Forderungen Lieferungen und Leistungen 767 8,5 855 8,5 -88 -10,3
Übrige Aktiva Laufzeit < 1 Jahr 351 3,9 409 4,0 -58 -14,2
Übrige Aktiva Laufzeit > 1 Jahr 378 4,2 463 4,6 -85 -18,4
Flüssige Mittel 448 5,0 1.010 10,0 -562 -55,6
Summe Umlaufvermögen 4.219 46,8 5.332 52,7 -1.113 -20,9
Aktive Rechnungsabgrenzungen 17 0,2 31 0,3 -14 -45,2
Gesamtvermögen 9.016 100,0 10.109 100,0 -1.093 -10,8
Bilanzposten 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Stammkapital 77 0,9 77 0,8 0 0,0
Gewinnrücklage 51 0,6 51 0,5 0 0,0
Gewinnvortrag 6.787 75,3 8.010 79,2 -1.223 -15,3
Eigenkapital 6.915 77 8.138 81 -1.223 -15
Pensionsverpflichtung 1.130 12,5 962 9,5 168 17,5
Langfristig verfügbares Kapital 8.045 89,2 9.100 90,0 -1.055 -11,6
sonstige Rückstellungen 305 3,4 457 4,5 -152 -33,3
Verbindlichkeiten aus Lief. und Leistungen 272 3,0 152 1,5 120 78,9
Übrige Verbindlichkeiten 394 4,4 400 4,0 -6 -1,5
Kurzfristiges Kapital 971 10,8 1.009 10,0 -38 -3,8
Gesamtkapital 9.016 100,0 10.109 100,0 -1.093 -10,8

Die wesentlichen Veränderungen der Bilanzposten sind:

Im Jahr 2023 wurde die Cimec - Beutelmaschine mit einer Investition von T€ 96 generalüberholt. Weitere Zugänge des Sachanlagevermögens entfallen auf den Umbau im Gebäude Wasenmühlweg sowie auf die EDV-Ausstattung.

Die Minderung des Finanzanlagevermögens um T€ 227 sowie der flüssigen Mittel um T€ 562 wurde für die im Jahr 2023 vorgenommene Gewinnausschüttung von T€ 1.100 verwendet.

Das Vorratsvermögen wurde um T€ 320 abgebaut. Die erhebliche Bestandserhöhung in den Corona-Jahren, zur Sicherung der Lieferfähigkeit, wurde zurück geführt.

Die Gewinnausschüttungen in 2023 sowie der Jahresfehlbetrag 2023 führten zum Rückgang des Gewinnvortrags von TE 1.223.

Auflösungen der kurzfristigen Rückstellungen (Gewerbesteuer für Vorjahre und für Gewährleistungen) erfolgten mit T€ 152.

Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen wirkten sich mit einer Gewinnminderung von T€ 168 aus.

Zum 31.12.2023 stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen/Leistungen um T€ 120. Diese wurden zeitnah getilgt.

Das Gesamtvermögen reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.093, dies entspricht 10,8%.

Darstellung der Ertragslage und des Geschäftsergebnisses

In der folgenden Übersicht sind die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres den Vorjahreswerten gegenübergestellt.

2023
TEUR
% 2022
TEUR
% Veränderung
TEUR
%
Umsatzerlöse 13.971 99,3 14.934 98,7 -963 -6,4
Erhöhung/Verminderung des Bestands an Handelswaren 98 0,7 194 1,3 -96 -49,5
Gesamtleistung 14.069 100,0 15.128 100,0 -1.059 -7,0
Materialaufwand 7.917 56,3 8.207 54,3 -290 -3,5
Rohergebnis 6.152 43,7 6.921 45,7 -769 -11,1
Personalaufwand 3.984 28,3 3.512 23,2 472 13,4
Abschreibungen 314 2,2 261 1,7 53 20,3
Sonstiger Betriebsaufwand
./. übrige betriebliche Erträge 2.056 14,6 1.937 12,8 119 6,1
Betrieblicher Aufwand 6.354 45,2 5.710 37,7 644 11,3
Betriebsergebnis -202 -1,4 1.211 8,0 -1.413 -116,7
Finanzergebnis 84 0,6 60 0,4 24 40,0
Ergebnis vor Ertragsteuern -118 -0,8 1.271 8,4 -1389 -109,3
Ertragsteuern 5 0,0 405 2,7 -400 -98,8
Jahresergebnis -123 -2,0 866 12,5 -989 -114,2

Der Umsatzeinbruch des Geschäftsjahres mit T€ 963 ist neben dem schwierigen geschäftlichen Umfeld insbesondere in den hohen Lagerbeständen der deutschen Kunden begründet. Wegen der Lieferkettenproblematik in den Jahren 2020 und 2021 haben viele Firmen ihre Warenbestände deutlich aufgestockt. In Zeiten der wirtschaftlichen Unsicherheit wurden in 2023 geplante Aufträge zurückgestellt und die vorhandenen Lagerkapazitäten bei den Kunden abgebaut.

Der inländische Handel mit Verpackungsmaterialien ging im Vergleich zum Jahr 2022 um T€ 784 zurück. Während der europäische Umsatz mit T€ 85 leicht anstieg, reduzierten sich die Lieferungen in Drittländer um T€ 264. Für das Geschäfts- Jahr 2024 wurde nach den aktuellen Zahlen eine Umsatzverbesserung von ca. T€ 491 erreicht.

Die stark schwankende Nachfrage führt dazu, das zeitweise die Maschinen stark ausgelastet sind, aber dann auch wieder Zeiten mit zu geringer Auslastung vorliegen.

Mit einem Rückgang von T€ 769 (11,1%) ist das Rohergebnis deutlich gesunken. Gestiegene Kosten beim Wareneinkauf sowie der Preisdruck am Absatzmarkt, aufgrund des Nachfragerückgangs, tragen mit dazu bei.

Neben dem gesunkenen Rohertrag haben insbesondere die deutlich gestiegenen Personalkosten (+€ 472) zum negativen Jahresergebnis beigetragen. Der Anteil an der unternehmerischen Gesamtleistung mit 28,3% hat sich um 5% erhöht.

Der Anstieg des Betriebsaufwands um T€ 126 (6,5%) entfällt insbesondere auf die Werbekosten. Hier wurde das Google- Kontigent deutlich aufgestockt Aufwendungen in EDV-Dienstleistungen stiegen um T€ 48. Für das Firmenjubiläum entstanden Kosten von T€ 42.

Das Ergebnis blieb auch unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hinter unseren Erwartungen zurück.

Darstellung der Finanzlage

In der nachfolgenden Übersicht sind die Zahlungsströme aufbereitet und den entsprechenden Vorjahreswerten gegenüber gestellt: 2023
T€
2022
T€
Veränderung
T€
Kennzahl
Finanzmittelbestand (Bankguthaben, Wertpapiere) 2.419 € 3.267 € - 848 €
kurzfristige Rückstellungen bis 1 Jahr - 305 € - 457 € 152 €
kurzfristige Verbindlichkeiten bis 1 Jahr - 666 € - 552 € - 114 €
Liquidität 1. Grades 1.448 € 2.229 € - 781 €
Kurzfristige Forderungen bis 1 Jahr 1.118 € 1.264 € - 146 €
Liquidität 2. Grades 2.566 € 3.493 € - 927 €
Vorratsbestände 2.275 € 2.595 € - 320 €
Liquidität 3. Grades 4.841 € 6.178 € - 1.337 €

Der Liquiditätsgrad 1 reduzierte sich um T€ 781, davon entfallen auf den Finanzmittelbestand T€ 562. Dies ist auf die vorgenommenen Gewinnausschüttungen zurückzuführen.

Forderungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr nahmen zum Stichtag 31.12.2023 um T€ 88 ab. Dies erklärt sich durch den Rückgang des Jahresumsatzes.

Der Abbau des Vorratsvermögen um T€ 320 trug mit dazu bei, das der Liquiditätsgrad 3 um T€ 1.337 abnahm.

Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Branchenrisiko

Da die Verpackungsindustrie auch stark vom Export abhängig ist, sind auch für 2025 wie schon für 2024 schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu erwarten. Probleme der deutschen Automobil- und Bauindustrie wie auch die fehlende Konsumnachfrage führen zu einer starken Verunsicherung und zurückhaltenden Investitionen.

Absatzrisiko

Der Jahresumsatz 2024 wurde im Vergleich zum Jahr 2023 um ca. T€ 500 auf T€ 14.466 gesteigert. Trotz dieser Entwicklung sind insbesondere durch die aktuellen politischen Rahmenbedingungen (vorgezogene Wahl in Deutschland, Einfuhrzölle der USA z.B auf Warenbezüge aus China, angedroht für Europa) Verunsicherungen bei den in- und ausländischen Unternehmern festzustellen.

Der chinesische Markt mit stark sinkenden Wachstumszahlen führt zu einer weiteren sinkenden Nachfrage nach Ver- packungsmitteln.

Die steigende Zahl von Einzelhaushalten (Convenienceprodukte steigen, kleinere Verpackungsgrößen) läßt auch auch in den kommenden Jahren einen steigenden Nachfrage an Verpackungen der Lebensmittelindustrie erwarten.

Für den europäischen Verpackungsmarkt rechnen Experten mit einem Anstieg von derzeit 153 Mrd. Euro auf 186 Mrd. Euro im Jahr 2029.

Die Aufträge können durch den Einsatz der hochmodernen Produktionsmaschinen zeitnah und mit hohem Qualitätsstandard bearbeitet werden. Die auf die speziellen Kundenwünsche angepassten Produktionsprozesse und die weiter steigende Fertigung von Hauben führen zu einem vielfältigen Kundenkreis. Dies verringert das Absatzrisiko deutlich.

Daher wird das Absatzrisiko als gering, aber laufend zu prüfen, eingestuft.

Wettbewerb

Kunden aus der Lebensmittel-, Maschinenbau-, Automobilindustrie wie auch aus der Medizin- und Pharmabranche werden von der Ströbel GmbH in großen Stückzahlen seit Jahren beliefert. Hierdurch hat sich das inhabergeführte Unternehmen als zuverlässiger und innovativer Partner etabliert.

Insbesondere in Zeiten rezessionsbedingter sinkender Nachfrage, ist es der Geschäftsleitung sehr wichtig, sich im Vergleich zu Mitbewerbern auch für die kommenden Jahre als innovatives Unternehmen aufzustellen.

Herausforderungen stellen hier der Übergang zu nachhaltigeren Verpackungsstoffen dar. In den Nachbarländern wird zunehmend das Angebot an nachhaltigen/recycelbaren Verpackungsstoffen erweitert.

Da die Ströbel GmbH seit Jahren diese Anpassungsprozesse umsetzt, wird das Risiko als gering gesehen.

Finanzrisiko

Das Finanzrisiko ist trotz des gesunkenen Finanzmittelbestands gering. Im Jahr 2024 wurde keine Gewinnausschüttung beschlossen, um auch weiterhin ausreichend Liquidität zur Verfügung zu haben.

IT-Risiko

Um den ständig steigenden IT Risiken zu begegnen, erfolgte Ende 2024 eine umfassende Verbesserung der IT -Sicherheit.

Durch den Wechsel zu einem größeren Softwarehaus, einer umfangreiche Aufnahme des Ist-Zustands und der Umsetzung der erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen erfolgte u.a. auch eine Abwehr gegen zunehmende Hacker- angriffe bei mittelständischen Unternehmen.

Das IT-Risiko wird daher als gering eingeschätzt.

Personalrisiko

Trotz deutlicher Umsatzeinbußen im Jahr 2023 wurde kein Personal abgebaut. Vielmehr setzt das Führungsteam auf die internen Umsetzungen von Mitarbeitern.

Ausscheidende Mitarbeiter (Ruhestand oder andere persönliche Gründe) werden durch erfahrene Mitarbeiter des Unternehmens ersetzt. Hierdurch kann das Wissen der Mitarbeiter aus den bisherigen Abteilungen auch für die neuen Positionen genutzt werden. Für das Jahr 2025 wird der Personalbestand leicht reduziert.

Das Personalrisiko ist auch durch die gemischte Altersstruktur gering.

Umweltrisiko

Das Angebot an nachhaltigen Verpackungslösungen wird von der Ströbel GmbH laufend erweitert. Die wachsende Nachfrage nach recycelbaren Produkten und nach umweltfreundlichen Materialien vom Unternehmen bedient werden.

Das Umweltrisiko ist auch durch die Beschäftigung darauf speziell ausgebildeter Mitarbeiter als niedrig zu bewerten.

Gesamtrisiko

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, ausreichendes Unternehmensvermögen und kurzfristige Liquidität ist vorhanden, so dass das Gesamtrisiko als gering eingestuft werden kann.

Wichtig ist, das die Geschäftsführung auch weiterhin die Kostenkontrolle zeitnah fortführt und erforderliche Einsparungen vornimmt. So wie bereits bei den Werbemaßnahmen (Google-Budget etc.). Insbesondere im Hinblick auf die weltweiten Herausforderungen ist es auch im Jahr 2025 unabdingbar, kurzfristig auf Anpassungen am Beschaffungs- und Absatzmarkt zu reagieren.

Chancenbericht

Für das Geschäftsjahr 2025 plant die Geschäftsführung weiterhin den Umsatz durch die Gewinnung von Kunden im In- und Ausland zu erhöhen. Durch die intensiven Vertriebstätigkeiten und die Erweiterung der Produktpalette stehen die Chancen gut.

Das Führungs- und das Vertriebsteam sind seit längerem mit verschiedenen Neukunden aus unterschiedlichen Branchen im Kontakt, um die Sortimentsbreite zu vergrößern. Verpackungen für die Medizinbranche werden fokussiert, da hier eine geringere Konjunkturabhängigkeit gegeben ist. Aufgrund der Alterspyramide und der zunehmenden Weiterentwicklungen ist hier mit einer steigenden Nachfrage nach hochwertigen Produkten zu rechnen.

Prognosebericht

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Probleme der Bau- und Autoindustrie) wurde der Umsatz 2024 im Vergleich zum Vorjahr 2023 um nahezu T€ 491 erhöht.

Für 2024 wird eine gegenüber 2023 eine Erhöhung des Rohertrags von TEUR 251(4%) erwartet.

Der Vorratsbestand wurde zum 31.12.2023 um T€ 320 und zum 31.12.2024 um weitere T€ 248 abgebaut, um sich der veränderten Marktsituation anzupassen.

Die Personalkosten wurden im Jahr 2024 nur geringfügig angepasst. Investitionen wurden nur im notwendigen Rahmen getätigt, da in den zurück liegenden Jahren alle erforderlichen Erneuerungen erfolgten.

Die Geschäftsentwicklung für 2025 wird vorsichtig positiv erwartet. Die Gesellschaft hat durch ihre jahrelange positive Gewinnentwicklung und der guten Ausstattung des Betriebsvermögens eine gute Basis.

Die für 2025 erhoffte Verbesserung der Konjunktur wird mittlerweile von den Wirtschaftsökonomen für die Jahre 2026 bzw. 2027 prognostiziert.

Die auch für Europa zu erwartenden Importzölle für Lieferungen in die USA werden den Export ab 2025 deutlich erschweren.

Wir gehen davon aus, dass der Umsatz und Rohertrag in 2025 bezogen auf 2023 sich auch in diesem Umfeld deutlich verbessern.

Die Personalkosten wurden im Jahr 2025 nur geringfügig angepasst. Investitionen wurden nur im notwendigen Rahmen getätigt, da in den zurück liegenden Jahren alle erforderlichen Erneuerungen erfolgten.

 

Langenzenn, den 14. April 2025

Rainer Ströbel, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.779.750,62 4.745.433,87
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 124.256,00 205.041,00
II. Sachanlagen 2.214.396,00 1.872.708,50
III. Finanzanlagen 2.441.098,62 2.667.684,37
B. Umlaufvermögen 4.219.317,48 5.332.793,19
I. Vorräte 2.274.516,23 2.595.149,82
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.496.824,13 1.727.989,95
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 447.977,12 1.009.653,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.419,52 31.264,00
Summe Aktiva 9.016.487,62 10.109.491,06

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.914.773,71 8.138.058,11
I. Gezeichnetes Kapital 76.693,78 76.693,78
II. Gewinnrücklagen 51.129,19 51.129,19
III. Gewinnvortrag 6.910.236,55 7.143.669,12
IV. Jahresfehlbetrag 123.285,81 -866.566,02
B. Rückstellungen 1.435.588,00 1.418.651,06
C. Verbindlichkeiten 666.125,91 552.781,89
Summe Passiva 9.016.487,62 10.109.491,06

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.201.660,62 6.986.334,69
2. Personalaufwand 3.983.572,80 3.510.099,63
a) Löhne und Gehälter 3.212.955,55 2.934.748,91
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 770.617,25 575.350,72
davon für Altersversorgung 134.105,01 3.426,29
3. Abschreibungen 313.631,02 263.720,41
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 313.631,02 263.720,41
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.102.293,44 1.998.959,64
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 21.973,20
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 83.223,19 83.704,30
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 921,20 3.602,55
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 921,20 3.602,55
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 20.451,00 19.774,34
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.117,02 405.134,72
10. Ergebnis nach Steuern -119.129,47 868.747,70
11. sonstige Steuern 4.156,34 2.181,68
12. Jahresfehlbetrag 123.285,81 -866.566,02

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

Ströbel GmbH, Langenzenn

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB Anwendung.

B. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Bilanzierungsmethoden

Die Ansatzwahlrechte wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert ausgeübt.

2. Bewertungsmethoden

Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Im Einzelnen erfolgte die Bewertung wie folgt:

Anlagevermögen

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Nebenkosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen angesetzt.

Im Jahr 2023 wurden die Anlagenzugänge linear abgeschrieben. Für die geringwertigen Wirtschaftsgüter des Jahres 2023 erfolgte die Sofortabschreibung.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu den Anschaffungskosten bewertet.

Vorräte

Die Bewertung der Warenvorräte erfolgte mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten, Die Bewertung der Fertigungserzeugnisse mit den Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 2 S.2 HGB.

In den Maschinenstundensätzen werden kalk. Fremdkapitalzinsen, soweit diese auf Fertigungsmaschinen entfallen, einbezogen.

Bei ausländischen Artikeln erfolgte die Umrechnung in Euro zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rechnungsstellung erfolgt ausschließlich in Euro.

Erkennbare Einzelrisiken zum 31.12.2023 sind wertberichtigt.

Das allgemeine Kreditrisiko in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine aktivisch abgesetzte Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Restlaufzeit der sonstigen Vermögensgegenstände über ein Jahr beträgt € T€ 378 (Vj.: T€ 463)

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Pensionsrückstellungen

Die Höhe der Pensionsverpflichtungen wurde durch ein versicherungsmath. Gutachten ermittelt.

Die Bewertung erfolgte gem. § 253 Abs. 1 HGB nach der Projekted Uni Credit Methode (PUC-Methode) mit einem Rechnungszins von 1,82 % (Vj: 1,78) p.a. (10 Jahresdurchschnitt, einem Rententrend von 1% unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck).

Der Zinsanteil im Berichtsjahr beträgt Euro 19.541 €; Vorjahr 16.298,-€

Nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrter Betrag € 10.171.-; Vorjahr € 35.494,-.

Der Anspruch aus einer Rückdeckungsversicherung ist mit dem Aktivwert bilanziert. Die Rückdeckungsversicherung ist nicht verpfändet.

Sonstige Rückstellungen

Unter den sonstigen Rückstellungen sind u.a.Tantiemen (T€ 40; VJ: T€ 53), Gewährleistungsrückstellungen (T€ 0; VJ: TE 30) sowie Prüfungs- und Erstellungskosten von ca. T€ 46, VJ: T€ 46 ausgewiesen. Rückstellungen für Urlaub/Überstunden des Personals wurden mit T€ 196 (Vj. T€ 177) gebildet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt:

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Das gilt auch für die in Fremdwährung berechneten Beträge. Devisentermingeschäfte, die nicht in der Buchführung ihren Niederschlag gefunden haben, waren am Bilanzstichtag nicht anhängig.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestanden am Bilanzstichtag nicht.

D. Sonstige Angaben

1. Finanzielle Verpflichtungen

Verpflichtungsgrund Laufzeit
Gebäudemieten unbefristet p.a. 183.288,00 €
Maschinen 10 Jahre p.a. 129.600,00 €
Leasingverträge 3 Jahre p.a. 111.309,42 €
424.197,42 €

2. Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht.

3. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer

Im Durchschnitt des Jahres 2023 waren 74 Arbeitnehmer incl. geringfügig Beschäftigte beschäftigt.

Davon: Angestellte 30
Davon: gewerbliche Arbeitnehmer 32
Davon: geringfügig Beschäftigte 12

4. Angaben gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG

Gegenüber den Gesellschaftern, Herrn Gerhard Ströbel und Herrn Rainer Ströbel bestanden zum 31. Dezember 2023 Forderungen in Höhe von 28.193,07 € (Vj. 114.827,28€) sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 188.725,51 €.

Forderungen

Darlehen I

Rainer Ströbel Stand 01.01.2023 51.667,98
Anpassung 0,00
Tilgung 2023 -52.732,15
Zins 2023 1.064,17
Stand 31.12.2023 0,00

Die Tilgung erfolgt in monatlichen Beträgen. Der Zinssatz beträgt 1,6%.

Darlehen II
Rainer Ströbel Stand 01.01.2023 34.666,23
Zugang 2023 0,00
Tilgung 2023 -35.158,85
Zins 2023 492,62
Stand 31.12.2023 0,00

Die Tilgung erfolgt in monatlichen Beträgen. Der Zinssatz beträgt 1,6%.

5. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Herr Rainer Ströbel.

Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

6. Rechtliche Verhältnisse

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Langenzenn und ist beim Amtsgericht Fürth unter HR B 1700 im Handelsregister eingetragen.

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Spezialverpackungen und Produkten für den Bereich Export, Langzeitkonservierung und Elektronik sowie für die Pharma- und Lebensmittelindustrie.

7. Gewinnverwendung/Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den handelsrechtlichen Jahresfehlbetrag von EUR 123.285,81 mit dem handelsrechtlichen Gewinnvortrag von EUR 6.910.236,55 zuzuführen.

8. Nachtragsbericht

Seit dem Bilanzstichtag haben sich die geschäftlichen Aktivitäten entsprechend den Planungen entwickelt.

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor. Des Weiteren wird auf den Lagebericht verwiesen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Langenzenn, den 15.05.2025

gez. Rainer Ströbel, Geschäftsführer.

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.05.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Ströbel GmbH, Langenzenn:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ströbel GmbH, Langenzenn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ströbel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen und Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise.

Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 14. Mai 2025

WP Mittelstand AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frank Heerdt, Diplom-Ökonom, Wirtschaftsprüfer

Robert Krumpach, Diplom-Kaufmann, Wirtschaftsprüfer

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