Karstadt Sports GmbHLiquidiert

82008 Unterhaching, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 22705
Vorher
KWH Sports Group GmbH
Eingetragen
21.12.2010
Branche
Großhandel mit Sportartikeln und -zubehörEinzelhandel mit Waren verschiedener Art, Hauptrichtung Nicht-NahrungsmittelErbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.
Gegenstand
Handelsgeschäfte und Dienstleistungen aller Art, die mit dem Betrieb von Einzelhandelsunternehmen, insbesondere dem Betrieb von Sport-Warenhäusern, zusammenhängen, sowie die Erbringung von Dienstleistungen an verbundene Unternehmen sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Wanke
seit 10.11.2017
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Karstadt Sports GmbH

Essen

Jahresabschluss zum 30.09.2013

Lagebericht

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Bruttoinlandsprodukt

Reale Veränderung in % gegenüber Vorjahr per

01.10.2011 - 30.09.2012 + 1,1
01.10.2012 - 30.09.2013 + 0,1

Quelle: Destatis (Statistisches Bundesamt)

Die deutsche Wirtschaft ist nach einem schwierigen ersten Halbjahr wieder auf Wachstumskurs

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg im Zeitraum vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013 lediglich um + 0,1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Diese niedrige jahresdurchschnittliche Steigerungsrate geht vor allem auf die deutlichen Produktionsrückgänge im Winterhalbjahr 2012/2013 zurück.

Vom Außenhandel kamen im Vergleich mit dem Geschäftsjahr 2011/2012 keine Wachstumsimpulse. Es wurden preisbereinigt - 0,2% weniger Waren und Dienstleistungen exportiert als ein Jahr zuvor. Die Importe stagnierten im selben Zeitraum.

Auch mit Investitionen hielten sich die Unternehmen zurück. So gingen die Bruttoanlageinvestitionen im Geschäftsjahr 2012/2013 um - 2,2% gegenüber dem Vorjahresquartal zurück. Diese Investitionsschwäche konnte vom robusten inländischen Konsum nicht aufgefangen werden; die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um + 0,7%, die des Staates um + 0,5%.

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich um + 2,0%, die privaten Konsumausgaben in jeweiligen Preisen um + 2,3%. Daraus errechnet sich eine Sparquote der privaten Haushalte im Geschäftsjahr 2012/2013 in Höhe von 10,0%; - 0,4% weniger als im Vorjahresgeschäftsjahr.

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresdurchschnitt 2013 insgesamt als stabil erwiesen: Um + 0,4% war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft wurde durch die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und eine gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung belastet. Die starke Binnennachfrage konnte dies nur bedingt kompensieren.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Entwicklung des Einzelhandelsumsatzes im engeren Sinn

(Reale) Veränderung in % gegenüber Vorjahr per

01.10.2011 - 30.09.2012 + 0,4
01.10.2012 - 30.09.2013 - 0,4

Quelle: Destatis (Statistisches Bundesamt)

Leichter Rückgang des warenhausrelevanten Einzelhandelsumsatzes

Der Einzelhandelsumsatz im engeren Sinn (ohne Kfz, Tankstellen, Apotheken und Brennstoffhandel) verzeichnete von Oktober 2012 bis September 2013 laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes einen Rückgang von real - 0,4% gegenüber dem Vorjahr.

Bei den wesentlichen Betriebsformen des Einzelhandels ergibt sich bis September 2013 ein unterschiedliches Bild: Am besten schnitt der Versand- und Internethandelsmarkt in Deutschland ab; hier errechnete das Statistische Bundesamt von Oktober 2012 bis September 2013 einen Umsatzanstieg von real + 6,7% im Vergleich zum Vorjahr.

Die Supermärkte und Lebensmitteldiscounter erreichten im Betrachtungszeitraum ein Plus von 1,6%, während die Umsätze der SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte um - 1,8% rückläufig waren.

Für den Bereich der Warenhäuser wies die Umsatzentwicklung von Oktober 2012 bis September 2013 real ein deutliches Minus von 4,4% zum Vorjahreszeitraum aus.

Im Kalenderjahr 2013 konnte lt. Angabe des HDE eine Erhöhung des nominalen warenhausrelevanten Einzelhandelsumsatzes um + 1,1% erzielt werden. Preisbereinigt wurde damit das Vorjahresergebnis jedoch nicht ganz erreicht (- 0,4%).

Geschäftsentwicklung

Die Gesellschaft betreibt in angemieteten Räumen im Berichtsjahr 27 Sporthäuser (Vorjahr 27) mit einer Verkaufsfläche von 1.941 m² bis 7.203 m² (eigen- und fremdgenutzt) in Deutschland.

Zum Sortiment gehören Sportartikel in den Kernbereichen Outdoor, Sportbekleidung, Wintersport, Fußball, Running, Radsport, Sportschuhe, Sportgeräte, Bade/Beach, Golf und Racket.

Die Zahl der durchschnittlichen Mitarbeiter/innen ist zum Bilanzstichtag von 1.323 auf 1.275 gesunken. Am 30. September 2013 wurden 59 Auszubildende beschäftigt.

Gemäß Rahmendienstleistungsvertrag mit der Karstadt Warenhaus GmbH übernimmt diese den Einkauf der wesentlichen Dienstleistungen sowie die Bereitstellung diverser Verwaltungsfunktionen. Die Abwicklung des Warengeschäfts erfolgt im Rahmen eines Depotgeschäfts. Demnach geht die Ware erst in der logischen Sekunde vor dem Verkauf an den Kunden von Karstadt Warenhaus GmbH auf Karstadt Sports GmbH über. Aus diesem Grund verfügt die Karstadt Sports über keinen eigenen Warenbestand. Die Warenbestände in den Sporthäusern stehen bis zum Verkauf im Eigentum der Karstadt Warenhaus GmbH.

Strategie 2015

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Veränderungsprozess von Karstadt Sports durch die Modernisierung unserer Sporthäuser eingeleitet. Schwerpunkt war im Wesentlichen die Schärfung des Geschäftsmodells. Das Alleinstellungsmerkmal von Karstadt Sports als authentischer, ganzheitlicher Anbieter von Sportartikeln am deutschen Markt wurde weiterhin verfolgt. Die Filialen Köln und Kiel haben innerhalb der Städte einen neuen Standort bezogen. Das Filialnetz setzt sich weiterhin aus 27 Filialen zusammen.

Marketing

Karstadt Sports konzentriert sich weiterhin auf das sogenannte "Sport- und Tech-Segment" der Karstadt Zielgruppendefinition. Der Fokus liegt hierbei auf dem aktiven Sportler und erst in zweiter Linie auf dem Sport Fashion Kunden. Diese Zielgruppe wird mit speziellen Sport Flyern und Sport Broschüren auf das Sortiment aufmerksam gemacht. Daneben finden zahlreiche Events in Begleitung von Sportveranstaltungen statt (z.B. Tennis, Fußball, Boxen, etc.).

Sortimentsstrategie

Um ein klar differenziertes Profil zu erhalten, hat sich Karstadt Sports im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Kern-Sortimentsbereiche Outdoor, Running, Fußball und Fitness konzentriert. Diese Sortimentsbereiche sind profitabel und sollen weiter ausgebaut werden. Karstadt Sports hat die Entscheidung getroffen, sich standortabhängig von verlustbringenden Sortimenten wie z.B. Golf, Bike und Fitness-Großgeräten zu trennen. Derzeit noch unprofitable Produktgruppen von denen sich das Unternehmen nicht trennen möchte, da diese aus Sicht des Kunden zu einem ganzheitlichen und authentischen Sportangebot gehören, wurden im Geschäftsjahr besonders auf den Prüfstand gestellt. Marken wurden ausgetauscht und die Sortimentsbreite sowie Sortimentstiefe wurde angepasst. Der Anteil Eigenmarken von derzeit 19% (Vorjahr 17%) soll in den Folgejahren weiter ausgebaut werden. Des Weiteren wird angestrebt, die Anteiligkeit von Exklusivmarken bei Karstadt Sports zu erhöhen. Die Akquisition von differenzierenden Herstellermarken wurde forciert, so dass im Geschäftsjahr zahlreiche neue Marken für das Karstadt Portfolio gewonnen werden konnten. Ein neues Konzept "Teamsport" wurde bereits im letzten Geschäftsjahr eingeführt mit dem Ziel, Sportequipment direkt an Vereine zu verkaufen und diese als zukünftige Geschäftspartner zu gewinnen. Das Konzept Teamsport hat sich seit Einführung als erfolgreich erwiesen und wird weiter ausgebaut.

Verkauf

Die Umsätze im Sportgeschäft sind im Geschäftsjahr im Vergleich zu den im Vorjahr erzielten Umsätzen gesunken. Dennoch wurde im Verkauf die Anstrengung unternommen, die Personalkosten in Prozent vom Umsatz zu stabilisieren. Der Ausbau von Markenshops in den Sportfilialen war ein weiterer Fokus im Verkauf. So wurden insbesondere in Berlin und München große Markenshops (Nike, adidas, Asics, etc.) installiert, die Marktanteile in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld generieren und durch die neue Ausstattung den Anspruch von Karstadt Sports auf eine professionelle Beratung und marktdominierendes Sortiment auch visuell unterstreichen.

Personal

Insbesondere die bereits im Geschäftsjahr 2011/2012 eingeleiteten Maßnahmen zum filialspezifisch erforderlichen Stellenabbau konnten erfolgreich fortgesetzt werden. Diese in zwei Wellen, erste Welle im Geschäftsjahr 2012/2013 und zweite Welle Geschäftsjahr 2013/2014, geplante Personalkostenoptimierung konnte bereits fast vollständig mit Maßnahmen im Berichtszeitraum 2012/2013 umgesetzt werden. Diese Stellen wurden möglichst auf freiwilliger Basis und in enger Abstimmung mit dem Sozialpartner abgebaut.

Trotz der oben geschilderten maßgeblichen Beiträge zur Kostenoptimierung, war zur Vermeidung weiterer zukünftiger Kostensteigerungen im Bereich der Löhne und Gehälter der Ausstieg aus der Tarifbindung der Flächentarifverträge erforderlich. Diese Veränderung wurde als "Karstadt Tarifweg" vollzogen. Mit den Sozialpartnern und der Gewerkschaft ver.di wurden konstruktive Gespräche und Verhandlungen zur Gestaltung dieses Tarifweges aufgenommen.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 wurde ein Einzelhandelsumsatz in Höhe von 238,6 Mio. € (Vorjahr: 247,6 Mio. €) erzielt. Diese Entwicklung ist zum Einen durch die ausgebliebenen Effekte eines Turnierjahres im Bereich Fußball und zum Anderen durch die Effekte eines milden Winters auf den Bereich Wintersport zurückzuführen. Die Sortimente Outdoor und Sportbekleidung konnten die Anteile am Einzelhandelsumsatz von 19,0% auf 20,1% bzw. von 18,3% auf 19'0% steigern, während die Anteile bei Wintersport und Fußball, aufgrund der genannten Effekte, von 10,3% auf 9,2% bzw. 9,1% auf 8,5% gesunken sind. Der Anteil bei Running beträgt 9,5%, während der Anteil der Sortimente Sportschuhe, Bade/Beach jeweils 6,4% beträgt. Diese Sortimente konnten den Anteil leicht steigern. Der restliche Anteil verteilt sich auf die Sortimente Radsport, Golf, Racket und Sportgeräte. Hier verminderte sich der Anteil planungsgemäß leicht auf 7,4%, 4%, 3,7% und 5,8%.

Die Marge entwickelte sich wie folgt:

T€ 01.10.2012-30.09.2013 01.10.2011-30.09.2012
Einzelhandelsumsätze 238.640 247.590
Aufwendungen für bezogene Waren -140.908 -152.154
Rohertrag 97.732 95.436
Marge in % 40,95 38,55

Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr 37,6 Mio. € und ist gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. € gestiegen.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für das Geschäftsjahr beträgt - 4.290 T€ (Vorjahr - 5.381 T€) und hat sich damit um + 1.091 T€ gegenüber dem Vorjahr verbessert.

Das außerordentliche Ergebnis in Höhe von 124 T€ resultiert fast ausschließlich aus Beratungsaufwendungen für die Neugestaltung der Mietverträge im Rahmen der Transaktion mit der SIGNA Unternehmensgruppe. Im Vorjahr betrug das außerordentliche Ergebnis - 4.692 T€ und betraf ausschließlich Abfindungen bzw. Aufwendungen auf Grundlage des Sozialplans und der Vorruhestandsregelungen im Rahmen des geplanten Stellenabbaus.

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 4.418 T€ (Vorjahr 10.077 T€) ab.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen durch die Tilgung des Kaufpreisdarlehns und durch die Einlage in die freie Kapitalrücklage und des damit verbundenen Ausgleichs des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags um 17,7 Mio. € auf 32,7 Mio. € gesunken.

Der Anteil der Immateriellen Vermögensgegenstände beträgt 27,4 % (Vorjahr 20,4%) der Bilanzsumme. Bei den Sachanlagen erhöhte sich der Anteil an der Bilanzsumme bedingt durch die Neueröffnungen zu Beginn des Geschäftsjahres um 12,3% auf 41,4% (Vorjahr 29,1%).

Der Anteil der Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände umfasst 7,4% (Vorjahr 4,5%).

Der Anteil der Flüssigen Mittel verminderte sich bedingt durch die Tilgung des Kaufpreisdarlehns bei gleichzeitiger Einlage des Gesellschafters in die freie Kapitalrücklage und beträgt nun 23,4% (Vorjahr 25,9%) der Bilanzsumme.

Durch die vorgenannte Einlage konnte der Anteil des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags vollständig ausgeglichen werden. Im Vorjahr betrug der Anteil 20,0% der Bilanzsumme.

Auf die Rückstellungen und auf die kurzfristigen Verbindlichkeiten entfällt ein Anteil von 27,6% (Vorjahr 19,7%) bzw. 52,5% (Vorjahr 77,9%) der Bilanzsumme.

Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt grundsätzlich aus dem laufenden operativen Cash Flow.

Die nachstehende Kapitalflussrechnung zeigt die Entwicklung vom 1. Oktober 2012 zum 30. September 2013.

Kapitalflussrechnung

Angaben
in T€
01.10.2012-30.09.2013 01.10.2011-30.09.2012
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -6.032 21.815
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -2.163 -7.173
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 2.794 -1.753
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -5.401 12.889
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 13.046 157
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7.645 13.046

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit setzt sich vor allem zusammen aus der Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 20,0 Mio. € sowie der Auszahlung für die Tilgung des Kaufpreisdarlehens in Höhe von 16,7 Mio. €.

Insgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft durch die vorgenannten Maßnahmen sowie die Margenverbesserung und dem geringeren Zinsaufwand durch die vorzeitige Tilgung des Kaufpreisdarlehens besser als geplant entwickelt.

Geschäftsrisiken und Risikomanagement

Risikomanagement

Das Risikomanagementsystem wird eigenständig geführt und ist eng mit der internen "Integrierten Controlling-Plattform" verzahnt.

Zusätzlich finden in regelmäßigen Abständen Risikomanagement-Audits bzw. bilaterale Gespräche mit den jeweiligen Führungskräften, die zu der Risikosituation ihrer Geschäftsbereiche Stellung nehmen, statt.

Das Risikomanagement bei Karstadt Sports durchläuft vier Phasen:

- Risikoidentifikation: die strukturierte Erfassung der wesentlichen, d. h. bestandsgefährdenden Risiken;

- Risikobewertung: die systematische Bewertung aller Risiken nach Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit.

Der Bewertungszeitraum beträgt 12 Monate

- Risikoreporting: die quartalsweise Berichterstattung an den Risk- und Compliance Management Ausschuss.

Das als technische Unterstützung hierzu genutzte IT-System erfüllt alle Anforderungen

an Revisionssicherheit, Datenschutz und Nachvollziehbarkeit.

- Risikonavigation: die Steuerung der Risiken mit Hilfe von Maßnahmen, die eine Risikoakzeptanz, Risikoreduzierung,

Risikoverlagerung oder Risikovermeidung als Folge haben.

Aus dem Risikomanagement leitet Karstadt Sports folgende wesentliche Risiken ab:

Marktrisiken

Der Einzelhandel und damit auch Karstadt Sports ist stark abhängig vom Konsumklima in Deutschland. Es ist mit einem Umsatzrückgang im stationären Einzelhandel insbesondere durch Zuwächse im Online-Handel zu rechnen. Konsumanreize durch verstärkte Werbung und Rabattaktionen sowie Couponaktionen und Events werden diesem Risiko entgegen gestellt und mindern den negativen Effekt. Darüber hinaus wird eine Differenzierung zu anderen Marktteilnehmern z. B. durch eine adäquate Eigenmarkenstrategie gesucht.

In Deutschland ist weiterhin mit starkem Zuwachs der Einzelhandelsfläche auch in den Innenstädten, insbesondere durch Centerentwicklungen, zu rechnen. Darüber hinaus bestehen Risiken durch die zunehmende Vertikalisierung von Händlern und Herstellern sowie der Eintritt von internationalen branchenfremden Handelsunternehmen in den deutschen Sportmarkt. Diesen Risiken versucht Karstadt Sports durch die Aufnahme von neuen exklusiven Marken und einer Differenzierung gegenüber den Vertikalisten durch eine ausreichende Sortimentsbreite und -tiefe gegenüber zu treten.

Risiken aus der Finanzierung

Risiken bestehen in den saisonalen Schwankungen der Liquiditätszuflüsse. Die Gesellschaft finanziert sich komplett aus der eigenen Liquidität. Der aktuelle Liquiditätsstatus der Gesellschaft wird täglich erstellt. Zur Steuerung werden die Einnahmen und Ausgaben durch ein gesondertes Team tageweise geplant und kontrolliert sowie laufend mit der Geschäftsführung erörtert. Langfristig hängt die Entwicklung der Liquidität von der gesamten Marktentwicklung und der erfolgreichen Positionierung des Unternehmens im Markt ab. Auf Grund derzeitiger Planungen ergeben sich keine absehbaren Liquiditätsrisiken. Maßnahmen für den Fall, dass es einen Liquiditätsengpass geben sollte sind die Anforderung eines Gesellschafterdarlehens, eine Reduzierung des Working Capitals oder eine Verpfändung von Warenbeständen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Karstadt Sports GmbH - ein Unternehmen im Wandel auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Im Rahmen der Strategie "2015" mit den vier wichtigen Säulen - Modernisierung, Differenzierung, Schärfung sowie Vereinfachung der Prozesse und Strukturen - konnten bereits im Berichtszeitraum vielfältige personalwirtschaftliche Themen in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung und dem Sozialpartner eingeleitet bzw. umgesetzt werden.

Insbesondere die bereits im Geschäftsjahr 2011/2012 eingeleiteten Maßnahmen zum filialspezifisch erforderlichen Stellenabbau konnten erfolgreich fortgesetzt werden. Diese in zwei Wellen, erste Welle im Geschäftsjahr 2012/2013 und zweite Welle Geschäftsjahr 2013/2014, geplante Personalkostenoptimierung konnte bereits fast vollständig mit Maßnahmen im letzten Berichtszeitraum umgesetzt werden. Diese Stellen wurden möglichst auf freiwilliger Basis und in enger Abstimmung mit dem Sozialpartner abgebaut.

Hierzu wurde sehr stark die mit dem Gesamtbetriebsrat abgeschlossene und von den lokalen Betriebsräten Sports anerkannte Gesamtbetriebsvereinbarung zur Vorruhestandsregelung (Altersteilzeit, Ausgleich der Rentenminderung bei vorgezogenem Rentenzugang, Austritt mit Abfindung und Reduzierung der Arbeitszeit bei Inanspruchnahme einer Teilrente) in Anspruch genommen. Ferner konnte ein Rahmensozialplan vereinbart werden. Neben dem üblichen Regelungsgegenstand für Abfindungszahlungen ist es gelungen weitere differenzierte Möglichkeiten zur Kostenreduzierung zu schaffen, wie z.B. Arbeitszeitreduzierungen, Sabbaticals, Abgruppierungen in andere Tätigkeiten/Tarifgruppen und begleitende Maßnahmen bei Versetzungen in andere Standorte zur Vermeidung von Kündigungen. Darüber hinaus wurden Anreize für freiwillige Austrittsmaßnahmen integriert.

Trotz der oben geschilderten maßgeblichen Beiträge zur Kostenoptimierung war zur Vermeidung weiterer zukünftiger Kostensteigerungen im Bereich der Löhne und Gehälter der Ausstieg aus der Tarifbindung der Flächentarifverträge erforderlich. Diese Veränderung wurde als "Karstadt Tarifweg" vollzogen. Mit den Sozialpartnern und der Gewerkschaft ver.di wurden konstruktive Gespräche und Verhandlungen zur Gestaltung dieses Tarifweges aufgenommen.

Ergänzend zu dem operativen Veränderungsprozess konnte mit dem Gesamtbetriebsrat im Berichtszeitraum eine Vereinbarung zur Einführung eines Personalkosten-Forecast-Instruments abgeschlossen werden. Dieses System konnte entsprechend konfiguriert werden und steht nunmehr den Personalleiter zur Unterstützung ihrer Analyse und Planungstätigkeiten im Bereich der Personalkosten zur Verfügung.

Auf Filialebene konnte weiterhin der Prozess einer ständigen Optimierung des kundenorientierten flexiblen Mitarbeitereinsatzes in Abstimmung mit den örtlichen Arbeitnehmervertretungen fortgeführt werden, um dem sich weiter ändernden Einkaufsverhalten der Kunden Rechnung zu tragen.

Ausbildung und Förderung als Investition in die Zukunft

Die berufliche Erstausbildung und die interne Förderung und Entwicklung junger Menschen haben traditionell einen sehr hohen Stellenwert in unserem Unternehmen.

Hervorzuheben ist, dass 100% der leistungsstarken auslernenden Auszubildenden übernommen wurden.

Die hohe Qualität unserer Ausbildungen in den Berufsbildern

- Kaufmann/-frau im Einzelhandel

- Verkäufer/-in

- Handelsfachwirt/-in

sichert für unser Unternehmen kompetente Nachwuchskräfte und gewährt unseren Auszubildenden eine gute Beschäftigungsfähigkeit.

Insgesamt beschäftigte die Karstadt Sports GmbH am 30. September 2013 59 Auszubildende.

Nachtragsbericht

Am 19. Dezember 2013 wurden die Closingbedingungen bezüglich der Veräußerung der Karstadt Sports GmbH durch die alleinige Gesellschafterin Karstadt Holding GmbH erfüllt. Die Karstadt Sports GmbH wird ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in den Konzernabschluss der Karstadt Holding GmbH einbezogen. Gesellschafter der Karstadt Sports GmbH ist seit diesem Zeitpunkt die KS Sports Holding GmbH, München. Die bestehenden Dienstleistungsverträge mit der Karstadt Warenhaus GmbH laufen auf unbestimmte Zeit weiter, können aber mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende gekündigt werden.

Im Januar 2014 hat die Gesellschaft für einen Standort im Rahmen der Transaktion mit der SIGNA Unternehmensgruppe einen neuen Mietvertrag mit Mietverlängerung und Flächenreduzierung abgeschlossen. In diesem Zusammenhang erfolgte eine Kompensationszahlung in Höhe von 25 Mio. €.

Mit Ablauf des 31. Dezember 2013 endete die Amtszeit des Vorsitzenden der Geschäftsführung Andrew R. Jennings. Mit Wirkung zum 29. Januar 2014 wurde Herr Simon Rider als Nachfolger zum Vorsitzenden der Geschäftsführung bestellt.

Frau Gillian Berkmen, Herr André Maeder und Herr Kai-Uwe Weitz wurden als Geschäftsführer der Gesellschaft zum 29. Januar 2014 abberufen.

Herr Miguel Müllenbach wurde zum 14. April 2014 von seinem Amt als Geschäftsführer der Gesellschaft abberufen. Mit Wirkung zum selben Tage wurde Herr Michael Krauledat zum Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt.

Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.

Ausblick

Das Karstadt Sports Management hat im abgelaufenen Geschäftsjahr und wird auch in den kommenden Geschäftsjahren seine Mehrjahresstrategie weiter umsetzen. Wesentliches Ziel der Strategie ist es, Karstadt Sports zu dem größten und kompetentesten Sporteinzelhändler in den deutschen Innenstädten zu entwickeln. Den Kunden sollen zukünftig attraktive, dynamische Einkaufserlebnisse in einem interessanten emotionalen Umfeld geboten werden. Die wesentlichen Kernbausteine sind die Elemente Modernisierung, Differenzierung, Profilschärfung durch Konzentration und Vereinfachung / Standardisierung.

Modernisierung

Im Geschäftsjahr wurden mit Berlin Steglitz und Köln Sporthaus zwei neue Standorte eröffnet. Im Oktober 2012 wurde das Sporthaus in Kiel neu in den Markt gestellt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Aufbau und der Nutzung des Omni-Channel Vertriebs. Im gesamten Bundesgebiet sieht Karstadt Sports noch ein Potenzial von bis zu 15 weiteren Standorten für ein Sporthaus. Da eine Erweiterung des Standortportfolios nur unter betriebswirtschaftlich sinnvollen Parametern erfolgen wird, gehen wir davon aus, dass die Expansion ein mehrjähriger Prozess sein wird. Die für Oktober 2014 geplante Neueröffnung der Filiale Norderstedt wird das bestehende Filialportfolio von Karstadt Sports im Großraum Hamburg ideal ergänzen. Das gesamte Investitionsprogramm von Karstadt Sports wird komplett aus den eigenen Finanzmitteln finanziert.

Differenzierung

Die Strategie basiert darauf, den Kunden in den Mittelpunkt des wirtschaftlichen Handels zu stellen. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden die Kundensegmente mengen- und wertmäßig für jede einzelne Sortimentskategorie ermittelt. Basierend auf dieser neuen, für den deutschen Einzelhandel einmaligen Kundensegmentierung in Verbindung mit einem unternehmensindividuellen Markenfilter werden zukünftig haus-/abteilungsweise die Sortimente entwickelt und auf die Verkaufsfläche gebracht. Karstadt Sports fokussiert hierbei sowohl auf den aktiven, performance-orientierten Sportler als auch auf den lifestyle-orientierten Sportfashion-Kunden.

Profilschärfung durch Konzentration

Um ein klar differenziertes Profil zu erhalten, wird Karstadt Sports sich weiterhin auf die vier Kernsortimentsbereiche Outdoor, Running, Fitness & Sportswear und Fußball konzentrieren. In diesen Sortimentsbereichen wird das Angebot an relevanten international bekannten Herstellermarken ausgebaut und mit klar strukturierten, vertikal organisierten Exklusivmarken und -lizenzen kombiniert. Karstadt Sports wird ihre Marketingstrategie verstärkt auf den oben angeführten Zielkundenkreis ausrichten und um neue Medien (z.B. Facebook, Twitter, Eventmanagement etc.) ergänzen.

Vereinfachung / Standardisierung

Im Rahmen der Neuausrichtung der Sortimente werden diese weiterhin dahingehend vereinfacht, dass die gelistete Artikelanzahl, die derzeit noch weit über internationalen Vergleichswerten der Einzelhandelsbranche liegt und ein Komplexitätstreiber ist, signifikant reduziert wird.

Wirtschaftliche Entwicklung

Die Bundesregierung erwartet in ihrer Frühjahrsprojektion vom 15.04.2014 für das Jahr 2014 eine Steigerung des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von + 1,8%. Begründung: Die deutschen Unternehmen investieren wieder vermehrt. Angesichts nach wie vor günstiger Finanzierungsbedingungen und verbesserter Absatzperspektiven werden die Bruttoanlageinvestitionen im Jahr 2014 um 4,1% anziehen. Der anhaltende Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt lässt Beschäftigung und Einkommen deutlich steigen. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte legen in diesem Jahr um 2,9% zu. Die deutlichen Einkommenssteigerungen führen in Verbindung mit einer moderaten Preisniveauentwicklung zu einer steigenden Kaufkraft. Die Nettolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer steigen preisbereinigt im Jahr 2014 um 1,2%. Die privaten Konsumausgaben werden im Jahresdurchschnitt 2014 preisbereinigt um 1,5% zunehmen. Niedrige Zinsen und eine hohe Anschaffungsneigung lassen die Sparquote der privaten Haushalte leicht sinken. Die Beschäftigung befindet sich weiterhin auf dem Expansionspfad. Die Erwerbstätigkeit wird in diesem Jahr um 240 Tsd. Personen zunehmen. Die registrierte Arbeitslosigkeit geht um 60 Tsd. Personen in diesem Jahr zurück. Die Arbeitslosenquote reduziert sich auf 6,7%. Im laufenden Jahr festigt sich die Erholung der Weltwirtschaft. Insbesondere im Euroraum hellt sich die Perspektive auf. Daher nehmen die deutschen Exporte in diesem Jahr um 4,1% zu. Aufgrund des breit angelegten Aufschwungs werden die Importe mit 4,7% in diesem Jahr stärker zunehmen als die Exporte. Basierend auf diesen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwartet der HDE für den Einzelhandelsumsatz ohne Kfz, Tankstellen und Apotheken einen nominalen Anstieg von + 1,5% in 2014. Preisbereinigt wird der Einzelhandel das Vorjahresniveau damit immerhin halten können.

Karstadt Sports selbst wird in 2014 von diesen steigenden positiven Indikatoren in der zweiten Jahreshälfte profitieren und plant daher im Geschäftsjahr 2013/14 auf Grund der im Jahr 2012 neu eröffneten Standorte und der eingeleiteten Neuausrichtung seines gesamten Geschäftsmodells einen Anstieg des Einzelhandelsumsatzes im vergleichbaren Filialportfolio. Ein erheblicher Anteil der Steigerung ist dabei den Standorten Dortmund, Berlin-Kranzler Eck, Stuttgart und Karlsruhe zuzuschreiben. Für 2013/14 erwarten wir auf Grund der getätigten Investitionen und der konsequenten Umsetzung der Strategie Marktanteilsgewinne und ein damit über der Marktentwicklung liegendes Umsatz- und Rohertragswachstum. Im Geschäftsjahr 2014/15 wird dieser positive Trend durch eine weitere Neueröffnung (Sporthaus Norderstedt) und die im Geschäftsjahr 2013/14 getätigten Investitionen weiter anhalten.

Im Geschäftsjahr 2011/12 endete der mit den Mitarbeitern geschlossene Fortführungstarifvertrag. Die dadurch wieder auf Marktniveau steigenden Personalkosten werden durch weitere hochlaufende Effekte des Strategieprogramms "Karstadt 2015" kompensiert. Dies geschieht zum einen durch eine deutliche Rohertragssteigerung, welche durch die Konzentration auf margenstarke Sortimentsbereiche getrieben wird und zum anderen durch eine weitere Effizienzsteigerung in den administrativen Unterstützungsbereichen wie z.B. Logistik und Informationstechnologie, die durch die Schwestergesellschaft Karstadt Warenhaus GmbH bereitgestellt werden. Durch die Loslösung von der Karstadt Warenhaus GmbH wird Karstadt Sports im Wesentlichen ab der zweiten Geschäftsjahreshälfte durch hohe neutrale Aufwendungen belastet. Insgesamt erwartet Karstadt Sports unter Berücksichtigung des Geschäftsverlaufs in den ersten elf Monaten für das Geschäftsjahr 2013/14 erneut ein negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in einstelliger Millionenhöhe und kann damit das Vorjahresergebnis nicht erreichen. Im darauf folgenden Geschäftsjahr 2014/15 wird sich die Entflechtung von der Karstadt Warenhaus GmbH positiv auf die Ertragslage auswirken und zu einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit führen. Das Management ist daher zuversichtlich, auf Grund der beschriebenen allgemeinen Marktentwicklung, die Loslösung von der Karstadt Warenhaus GmbH, weitere Filialumbauten und den Fokus auf ein straffes Kostenmanagement die Ertragslage von Karstadt Sports weiter verbessern zu können und somit in den Folgejahren positive Ergebnisse zu erzielen.

Die Gesellschaft plant aufgrund der aktuellen Ergebnis- und Vermögensplanung zum 30. September 2014 ein Eigenkapital, welches noch über dem gezeichneten Kapital sein wird. Aufgrund der aktuellen Cash-Flow-Planung geht die Gesellschaft davon aus, dass Sie auch weiterhin jederzeit in der Lage ist, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Zusätzliche liquiditätsgenerierende und kostensenkende Maßnahmen, die zur Fortbestandssicherung der Gesellschaft auch entsprechend greifen müssen, sind dann erforderlich, wenn wider Erwarten des Managements zusätzliche, derzeit noch nicht bekannte, Ereignisse eintreten, die die Gesellschaft über die in der Planung einkalkulierten Liquiditätsreserven hinaus belasten. Zu diesen Maßnahmen gehören die Anforderung eines Gesellschafterdarlehens, eine Reduzierung des Working Capitals oder eine Verpfändung von Warenbeständen.

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft wird sich durch den geplanten Erwerb des Vorratsvermögens, das die Gesellschaft bisher über die Karstadt Warenhaus GmbH in der logischen Sekunde vor dem Verkauf erworben worden hat, entsprechend gegenüber dem Vorjahr verändern. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Veränderungen der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zu erwarten.

Einfluss auf das wirtschaftliche Ergebnis von Karstadt Sports wird neben der inländischen Marktentwicklung und Konsumnachfrage auch die Entwicklung des Tourismusgeschäfts und der Rohstoffpreise haben. Hier bleibt die wirtschaftliche Entwicklung im asiatischen Raum und in den Schwellenländern abzuwarten. Es ist nicht auszuschließen, dass es durch eine wieder anziehende Weltwirtschaft zu einem Anstieg des Rohstoffpreisklimas und ggf. auch zu Lieferengpässen auf den Beschaffungsmärkten kommen kann.

Bilanz zum 30. September 2013

Aktiva

Angaben
in T€
Anhang Textziffer 30.09.2013 30.09.2012
Anlagevermögen      
Immaterielle Vermögensgegenstände 1 8.956 10.296
Sachanlagen 1 13.531 14.705
    22.487 25.001
Umlaufvermögen      
Hilfs- und Betriebsstoffe 2 36 36
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände 3 2.421 2.252
Flüssige Mittel 4 7.645 13.046
    10.102 15.334
Rechnungsabgrenzungsposten   133 23
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   0 10.102
Bilanzsumme   32.722 50.460

Passiva

     
Angaben
in T€
Anhang Textziffer 30.09.2013 30.09.2012
Eigenkapital 5    
Gezeichnetes Kapital   25 25
Freie Kapitalrücklage 6 20.000 0
Verlustvortrag   -10.127 -50
Jahresfehlbetrag   -4.418 -10.077
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag   0 10.102
    5.480 0
Rückstellungen 7 9.042 9.956
Verbindlichkeiten 8 17.187 39.319
Rechnungsabgrenzungsposten   1.013 1.185
Bilanzsumme   32.722 50.460

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013/ Geschäftsjahr 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012

Angaben
in T€
Anhang Textziffer 01.10.2012-30.09.2013 01.10.2011-30.09.2012
Umsatzerlöse 9 238.640 247.590
Sonstige betriebliche Erträge 10 4.907 3.653
Materialaufwand 11 -140.908 -152.154
Personalaufwand 12 -37.622 -36.423
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 13 -4.651 -3.884
Sonstige betriebliche Aufwendungen 14 -63.978 -62.332
Zinsergebnis 15 -678 -1.831
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -4.290 -5.381
Außerordentliches Ergebnis 16 -124 -4.692
Sonstige Steuern   -4 -4
Jahresfehlbetrag   -4.418 -10.077

Anhang

Grundlagen des Jahresabschlusses

Allgemeine Grundlagen

Die Karstadt Sports GmbH ist unter der Firma Karstadt Sports GmbH beim Amtsgericht Essen, Deutschland, (HRB 22705) eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Essen. Die Anschrift lautet: Karstadt Sports GmbH, Theodor-Althoff-Straße 2, 45133 Essen.

Der Abschluss für das Geschäftsjahr 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 der Karstadt Sports GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff.) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Alle Posten der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung sind zudem in T€ dargestellt. Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.

Konsolidierungskreis

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Karstadt Holding GmbH, Essen, einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei den unter den Immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen ähnlichen Rechten handelt es sich vor allem um erworbene Software. Diese sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Den planmäßigen Abschreibungen wurden folgende Nutzungsdauern unterstellt:

Vermögensgegenstände Nutzungsdauer
Software 3 - 10 Jahre
Firmenwert 10 Jahre
Übrige Immaterielle Vermögensgegenstände 5 - 10 Jahre

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der im Wesentlichen hier enthaltenen Komponenten Image, Know How, Kundenstamm und Humankapital über zehn Jahre linear abgeschrieben. Bei der Ermittlung der Nutzungsdauer wurden auch die durchschnittliche Mietlaufzeit der Sporthäuser sowie der durchschnittliche Innovationszyklus berücksichtigt.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen wurden folgende Nutzungsdauern unterstellt:

Vermögensgegenstände Nutzungsdauer
Mietereinbauten Vertragsdauer oder kürzere wirtschaftliche Nutzungsdauer
Hardware 3 Jahre
Gondolen, Kühlmöbel, Regale, Schränke, Theken und ähnliche Geschäftsausstattung in den Sporthäusern 10 Jahre
Warensicherungsanlagen 11 Jahre
Übrige Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 - 23 Jahre

Außerplanmäßige Abschreibungen werden in den Fällen vorgenommen, in denen der beizulegende Wert den Buchwert unterschreitet.

Bei den Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen sind erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt worden.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand der Folgejahre darstellen. Auf der Passivseite werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag der Folgejahre darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden versicherungs-mathematisch mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck und nach RV-AGAnpG 2007 auf der Basis eines Zinsfußes von 4,91% ermittelt. Rentensteigerungen wurden mit 1,75% berücksichtigt. Es wurde eine Fluktuationsrate von durchschnittlich 5% angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, wenn ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank herausgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre zum 30. September abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Aus Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten wird ein Überhang an Passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in den künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, keine Aktiven latenten Steuern anzusetzen.

Die Passiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen die Sonstigen Vermögensgegenstände, die mit den sich aus den Rückstellungen ergebenden Aktiven latenten Steuern verrechnet wurden. Nach Verrechnung verbleibt ein Aktivüberhang, der wie oben beschrieben nicht angesetzt wird.

Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend den gewerbesteuerlichen Hebesätzen der Städte und Gemeinden mit Karstadt-Standorten. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer ergab sich im Geschäftsjahr ein Steuersatz von rd. 31%.

Erläuterungen zur Bilanz

1 ANLAGEVERMÖGEN

Entwicklung des Anlagevermögens

  Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Angaben
in T€
Stand zum 01.10.2012 Zugang lfd. Jahr Umbuchungen Abgang lfd. Jahr Stand zum 30.09.2013
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Software 1.756 10 0 0 1.766
Geschäfts- oder Firmenwert 9.592 0 0 0 9.592
  11.348 10 0 0 11.358
Sachanlagen          
Mietereinbauten 5.168 543 1.194 0 6.905
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.175 1.604 0 -1.127 11.652
Anlagen im Bau 1.194 5 -1.194 0 5
  17.537 2.152 0 -1.127 18.562
  28.885 2.162 0 -1.127 29.920
  Kumulierte Abschreibungen
Angaben
in T€
Stand zum 01.10.2012 Zugang lfd. Jahr Abgang lfd. Jahr Stand zum 30.09.2013
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Software 93 391 0 484
Geschäfts- oder Firmenwert 959 959 0 1.918
  1.052 1.350 0 2.402
Sachanlagen        
Mietereinbauten 950 1.261 0 2.211
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.882 2.040 -1.102 2.820
Anlagen im Bau 0 0 0 0
  2.832 3.301 -1.102 5.031
  3.884 4.651 -1.102 7.433
  Buchwerte
Angaben
in T€
Stand zum 30.09.2013 Stand zum 30.09.2012
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Software 1.282 1.663
Geschäfts- oder Firmenwert 7.674 8.633
  8.956 10.296
Sachanlagen    
Mietereinbauten 4.694 4.218
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.832 9.293
Anlagen im Bau 5 1.194
  13.531 14.705
  22.487 25.001
2 VORRÄTE
T€
30.09.2013 30.09.2012
Hilfs- und Betriebsstoffe 36 36
  36 36
3 FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
T€
30.09.2013 30.09.2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 51 33
Sonstige Vermögensgegenstände 2.369 2.219
davon Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr 0 0
  2.420 2.252
4 FLÜSSIGE MITTEL
T€
30.09.2013 30.09.2012
Kassenbestand 1.098 1.250
Guthaben bei Kreditinstituten 6.547 11.796
  7.645 13.046

5 EIGENKAPITAL

Die Karstadt Holding GmbH hält am Bilanzstichtag sämtliche Anteile an der Karstadt Sports GmbH. Wir schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

6 FREIE KAPITALRÜCKLAGE

Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 14. Januar 2013 hat die Karstadt Holding GmbH am 15. Januar 2013 20,0 Mio. € durch Zahlung in die freie Kapitalrücklage eingelegt.

7 RÜCKSTELLUNGEN
T€
30.09.2013 30.09.2012
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.235 2.056
Steuerrückstellungen 90 46
Sonstige Rückstellungen 6.717 7.854
  9.042 9.956

Zwischen der Karstadt Warenhaus GmbH und dem PENSIONS-SICHERUNGSVEREIN Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (PSV) wurde vereinbart, dass der PSV die bis zum 1. September 2009 erdienten Anwartschaften noch so lange trägt, bis ein Betrag von 44,1 Mio. € (Barwert zum 30. September 2010) über den PSV ausgezahlt wird. Die Karstadt Warenhaus GmbH stellt die Karstadt Sports GmbH mit ihrem entsprechenden Anteil frei. Somit bilanziert die Karstadt Sports GmbH die, auf sie entfallende, über die 44,1 Mio. € hinausgehende Verpflichtung. Die übrigen Pensionsrückstellungen (Verpflichtungen für Rentner und unverfallbar Ausgeschiedene), für die der PSV ebenfalls zum 1. September 2009 nach den Bestimmungen des BetrAVG einstandspflichtig geworden ist, verbleiben beim PSV. Die Vereinbarung wurde gemäß den vorgesehenen Regelungen im Insolvenzplan am 24. März 2010 unterschrieben und ist durch die Bestätigung des Insolvenzgerichts wirksam geworden. Außerdem wurden von der Karstadt Warenhaus GmbH gemäß Vereinbarung die Verpflichtungen aus den wertpapiergebundenen Pensionszusagen für leitende Angestellte mit den dazugehörenden Vermögenswerten übernommen. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (2.271 T€/Vorjahr 2.083 T€) wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem zweckgebundenen Treuhandvermögen (36 T€/Vorjahr 26 T€) verrechnet. Das zweckgebundene Treuhandvermögen wurde in Höhe des Zeitwerts (entspricht den Anschaffungskosten) verrechnet. Im Weiteren verweisen wir auf unsere Ausführungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten überwiegend die Risiken aus der Lohnsteuer.

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten vor allem die Vorsorge für Sozialplan und Abfindungen (1,7 Mio. €/Vorjahr 4,5 Mio. €), Kundenbonus (0,3 Mio. €/Vorjahr 0,5 Mio. €), ausstehende Rechnungen aus Lieferungen und Leistungen (1,2 Mio. €/Vorjahr 0,4 Mio. €), passivierte Urlaubs-, Mehrarbeits-, Sterbegeld- und Gratifikationsansprüche der Mitarbeiter für das Kalenderjahr 2013 (0,8 Mio. €/Vorjahr 0,7 Mio. €), Beiträge zur Berufsgenossenschaft (0,2 Mio. €/Vorjahr 0,2 Mio. €) sowie die Risiken aus Mietverpflichtungen (0,9 Mio. €/Vorjahr 0,2 Mio. €) und Rückbauverpflichtungen (0,8 Mio. €/Vorjahr 0,6 Mio. €). Die Rückstellung für Ansprüche aus Altersteilzeit (0,7 Mio. €/Vorjahr 0,3 Mio. €) wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem zweckgebundenen Treuhandvermögen (0,1 Mio. €/Vorjahr 0,1 Mio. €) verrechnet. Das zweckgebundene Treuhandvermögen wurde in Höhe des Zeitwerts (entspricht den Anschaffungskosten) verrechnet.

8 VERBINDLICHKEITEN   davon mit einer Restlaufzeit von
T€ 30.09.2013 bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2 2 0 0
Vorjahr 30.09.2012 1 1 0 0
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 91 91 0 0
Vorjahr 30.09.2012 61 61 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 838 838 0 0
Vorjahr 30.09.2012 2.116 2.116 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.021 14.021 0 0
Vorjahr 30.09.2012 34.974 34.974 0 0
davon gegenüber der Gesellschafterin 3 3 0 0
Vorjahr 30.09.2012 15 15 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.235 2.235 0 0
Vorjahr 30.09.2012 2.167 2.167 0 0
davon aus Steuern 912 912 0 0
Vorjahr 30.09.2012 323 323 0 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 305 305 0 0
Vorjahr 30.09.2012 483 483 0 0
Stand: 30.09.2013 17.187 17.187 0 0
Vorjahr 30.09.2012 39.319 39.319 0 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus der Verrechnung aus dem Rahmendienstleistungsvertrag mit der Karstadt Warenhaus GmbH.

Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen unbefristete Mietbürgschaften in Höhe von 0,6 Mio. €.

Finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen
T€
30.09.2013 30.09.2012
Miet- und Leasingverpflichtungen 277.159 226.645
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 5.923 7.394

Die Miet- und Leasingverpflichtung berücksichtigen bereits die Erhöhung aus der Transaktion mit der SIGNA Unternehmensgruppe.

Darüber hinaus ergeben sich Instandhaltungsverpflichtungen von jährlich 0,5 Mio. € mit einer Laufzeit bis 2026.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

9 UMSATZERLÖSE Einzelhandelsumsatz nach Category
T€
01.10.2012-30.09.2013 01.10.2011-30.09.2012 Umsatzanteil 2012/13
in %
Umsatzanteil 2011/12
in %
Outdoor 48.018 47.057 20,1 19,0
Sportbekleidung 45.316 45.301 19,0 18,3
Wintersport 21.931 25.544 9,2 10,3
Fußball 20.316 22.457 8,5 9,1
Running 22.706 22.107 9,5 8,9
Radsport 17.653 18.866 7,4 7,6
Sportschuhe 15.234 15.002 6,4 6,1
Bade/Beach 15.270 14.964 6,4 6,0
Sportgeräte 13.777 14.903 5,8 6,0
Golf 9.588 11.588 4,0 4,7
Racket 8.831 9.801 3,7 4,0
  238.640 247.590 100,0 100,0
10 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
T€
01.10.2012-30.09.2013 01.10.2011-30.09.2012
Mieteinnahmen und Provisionen 1.727 1.921
Periodenfremde Erträge 1.005 75
Erträge aus Werbekostenbeteiligungen 485 768
Übrige Erträge aus sonstigen Nebengeschäften 677 359
Erträge mit verbundenen Unternehmen 224 190
übrige sonstige Erträge 789 340
  4.907 3.653

Die wesentliche Veränderung in der Position "Periodenfremde Erträge" resultiert aus der Auflösung von Rückstellungen.

11 MATERIALAUFWAND
T€
01.10.2012-30.09.2013 01.10.2011-30.09.2012
Aufwendungen für bezogene Waren 140.908 152.154
  140.908 152.154
12 PERSONALAUFWAND
T€
01.10.2012-30.09.2013 01.10.2011-30.09.2012
Gehälter und Löhne 31.077 29.867
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.545 6.556
davon für Altersversorgung 185 389
  37.622 36.423
13 ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE DES ANLAGEVERMÖGENS UND SACHANLAGEN
T€
01.10.2012-30.09.2013 01.10.2011-30.09.2012
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände 1.350 1.052
Abschreibungen auf Sachanlagen 3.301 2.832
  4.651 3.884

Zu den Abschreibungen verweisen wir auf Ausführungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

14 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
T€
01.10.2012-30.09.2013 01.10.2011-30.09.2012
Miet-, Pacht- und Leasingkosten 29.206 27.973
Verwaltungskosten 14.619 14.557
Vertriebskosten 9.190 10.119
Kosten der Hausbewirtschaftung 9.267 8.905
Verschiedene Aufwendungen 1.696 778
  63.978 62.332

Die grössten Veränderungen finden sich in der Position "Vertriebskosten", (hier im Wesentlichen die Werbekosten) und in der Position "Verschiedene Aufwendungen" (hier im Wesentlichen der Aufwand für Mitarbeiterverpflegung).

15 ZINSERGEBNIS
T€
01.10.2012-30.09.2013 01.10.2011-30.09.2012
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 17 53
davon aus verbundenen Unternehmen 0 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -695 -1.884
davon an verbundene Unternehmen 507 1.754
  -678 -1.831

Im Zinsergebnis wurden im Geschäftsjahr Aufzinsungen in Höhe von 43 T€ (Vorjahr 17 T€) vorgenommen.

16 AUSSERORDENTLICHES ERGEBNIS
T€
01.10.2012-30.09.2013 01.10.2011-30.09.2012
Außerordentliche Aufwendungen 124 4.692
  124 4.692

Wir verweisen auf unsere Ausführungen zum außerordentlichen Ergebnis auf die Ertragslage im Lagebericht.

Sonstige Angaben

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Vollbeschäftigte ohne Auszubildende 30.09.2013 30.09.2012
Verkauf 876 898
Verwaltung 52 47
  928 945

Gemäß § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB wurde die Befreiungsvorschrift des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars in Anspruch genommen.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung erhält keine separaten Bezüge von der Gesellschaft, sondern diese wird gemäß Rahmendienstleistungsvertrag entsprechend belastet. Diese Aufwendungen sind in den Verwaltungskosten unter der Position sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten.

Geschäftsführung

Andrew R. Jennings, Essen

Vorsitzender der Geschäftsführung

- bis 31. Dezember 2013 -

Kaufmann

Simon Rider, Whitchurch, Großbritannien

Vorsitzender der Geschäftsführung

- ab 29. Januar 2014 -

Kaufmann

Gillian Berkmen, Gerrads Cross, Großbritannien

Geschäftsführerin Einkauf

- bis 29. Januar 2014 -

Bachelor of History

Harald Fraszczak, Düsseldorf

ehem. Geschäftsführer Finanzen

- bis 9. November 2012 -

Dipl. Betriebswirt

Michael Krauledat, Sulzbach

Geschäftsführer Finanzen

- ab 14. April 2014 -

Dipl. Kaufmann

André Maeder, Wilen bei Wollerau, Schweiz

Geschäftsführer Vertrieb

- bis 29. Januar 2014 -

Dipl. Detailhandelskaufmann

Miguel Müllenbach, Wermelskirchen

Geschäftsführer Finanzen

- ab 6. Dezember 2012 -

- bis 14. April 2014 -

Dipl. Kaufmann

Kai-Uwe Weitz, Herne

Geschäftsführer Personal

- bis 29. Januar 2014 -

Dipl. Ökonom

Die Geschäftsführung

 

Essen, den 15. August 2014

Rider

Krauledat

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Karstadt Sports GmbH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Karstadt Sports GmbH, Essen. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort wird im Abschnitt Ausblick ausgeführt, dass zusätzliche liquiditätsgenerierende bzw. kostensenkende Maßnahmen, die zur Fortbestandssicherung der Gesellschaft auch entsprechend greifen müssen, dann erforderlich sind, wenn entgegen der Erwartungen des Managements zusätzliche derzeit noch nicht bekannte Ereignisse eintreten, die die Gesellschaft über die in der Planung einkalkulierten Liquiditätsreserven hinaus belasten.

 

Essen, den 8. September 2014

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Schnöckel, Wirtschaftsprüfer

gez. Mund, Wirtschaftsprüferin

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