Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Karstadt Sports GmbHLiquidiert
82008 Unterhaching, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Wanke seit 10.11.2017 | Geschäftsführer |
Christian Martin Dr. Marzinzik seit 22.8.2017 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Karstadt Sports GmbHEssenJahresabschluss zum 30.09.2013LageberichtWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Bruttoinlandsprodukt Reale Veränderung in % gegenüber Vorjahr per
Quelle: Destatis (Statistisches Bundesamt) Die deutsche Wirtschaft ist nach einem schwierigen ersten Halbjahr wieder auf Wachstumskurs Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg im Zeitraum vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. September 2013 lediglich um + 0,1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Diese niedrige jahresdurchschnittliche Steigerungsrate geht vor allem auf die deutlichen Produktionsrückgänge im Winterhalbjahr 2012/2013 zurück. Vom Außenhandel kamen im Vergleich mit dem Geschäftsjahr 2011/2012 keine Wachstumsimpulse. Es wurden preisbereinigt - 0,2% weniger Waren und Dienstleistungen exportiert als ein Jahr zuvor. Die Importe stagnierten im selben Zeitraum. Auch mit Investitionen hielten sich die Unternehmen zurück. So gingen die Bruttoanlageinvestitionen im Geschäftsjahr 2012/2013 um - 2,2% gegenüber dem Vorjahresquartal zurück. Diese Investitionsschwäche konnte vom robusten inländischen Konsum nicht aufgefangen werden; die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um + 0,7%, die des Staates um + 0,5%. Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich um + 2,0%, die privaten Konsumausgaben in jeweiligen Preisen um + 2,3%. Daraus errechnet sich eine Sparquote der privaten Haushalte im Geschäftsjahr 2012/2013 in Höhe von 10,0%; - 0,4% weniger als im Vorjahresgeschäftsjahr. Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahresdurchschnitt 2013 insgesamt als stabil erwiesen: Um + 0,4% war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft wurde durch die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und eine gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung belastet. Die starke Binnennachfrage konnte dies nur bedingt kompensieren. Branchenspezifische Rahmenbedingungen Entwicklung des Einzelhandelsumsatzes im engeren Sinn (Reale) Veränderung in % gegenüber Vorjahr per
Quelle: Destatis (Statistisches Bundesamt) Leichter Rückgang des warenhausrelevanten Einzelhandelsumsatzes Der Einzelhandelsumsatz im engeren Sinn (ohne Kfz, Tankstellen, Apotheken und Brennstoffhandel) verzeichnete von Oktober 2012 bis September 2013 laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes einen Rückgang von real - 0,4% gegenüber dem Vorjahr. Bei den wesentlichen Betriebsformen des Einzelhandels ergibt sich bis September 2013 ein unterschiedliches Bild: Am besten schnitt der Versand- und Internethandelsmarkt in Deutschland ab; hier errechnete das Statistische Bundesamt von Oktober 2012 bis September 2013 einen Umsatzanstieg von real + 6,7% im Vergleich zum Vorjahr. Die Supermärkte und Lebensmitteldiscounter erreichten im Betrachtungszeitraum ein Plus von 1,6%, während die Umsätze der SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte um - 1,8% rückläufig waren. Für den Bereich der Warenhäuser wies die Umsatzentwicklung von Oktober 2012 bis September 2013 real ein deutliches Minus von 4,4% zum Vorjahreszeitraum aus. Im Kalenderjahr 2013 konnte lt. Angabe des HDE eine Erhöhung des nominalen warenhausrelevanten Einzelhandelsumsatzes um + 1,1% erzielt werden. Preisbereinigt wurde damit das Vorjahresergebnis jedoch nicht ganz erreicht (- 0,4%). Geschäftsentwicklung Die Gesellschaft betreibt in angemieteten Räumen im Berichtsjahr 27 Sporthäuser (Vorjahr 27) mit einer Verkaufsfläche von 1.941 m² bis 7.203 m² (eigen- und fremdgenutzt) in Deutschland. Zum Sortiment gehören Sportartikel in den Kernbereichen Outdoor, Sportbekleidung, Wintersport, Fußball, Running, Radsport, Sportschuhe, Sportgeräte, Bade/Beach, Golf und Racket. Die Zahl der durchschnittlichen Mitarbeiter/innen ist zum Bilanzstichtag von 1.323 auf 1.275 gesunken. Am 30. September 2013 wurden 59 Auszubildende beschäftigt. Gemäß Rahmendienstleistungsvertrag mit der Karstadt Warenhaus GmbH übernimmt diese den Einkauf der wesentlichen Dienstleistungen sowie die Bereitstellung diverser Verwaltungsfunktionen. Die Abwicklung des Warengeschäfts erfolgt im Rahmen eines Depotgeschäfts. Demnach geht die Ware erst in der logischen Sekunde vor dem Verkauf an den Kunden von Karstadt Warenhaus GmbH auf Karstadt Sports GmbH über. Aus diesem Grund verfügt die Karstadt Sports über keinen eigenen Warenbestand. Die Warenbestände in den Sporthäusern stehen bis zum Verkauf im Eigentum der Karstadt Warenhaus GmbH. Strategie 2015 Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Veränderungsprozess von Karstadt Sports durch die Modernisierung unserer Sporthäuser eingeleitet. Schwerpunkt war im Wesentlichen die Schärfung des Geschäftsmodells. Das Alleinstellungsmerkmal von Karstadt Sports als authentischer, ganzheitlicher Anbieter von Sportartikeln am deutschen Markt wurde weiterhin verfolgt. Die Filialen Köln und Kiel haben innerhalb der Städte einen neuen Standort bezogen. Das Filialnetz setzt sich weiterhin aus 27 Filialen zusammen. Marketing Karstadt Sports konzentriert sich weiterhin auf das sogenannte "Sport- und Tech-Segment" der Karstadt Zielgruppendefinition. Der Fokus liegt hierbei auf dem aktiven Sportler und erst in zweiter Linie auf dem Sport Fashion Kunden. Diese Zielgruppe wird mit speziellen Sport Flyern und Sport Broschüren auf das Sortiment aufmerksam gemacht. Daneben finden zahlreiche Events in Begleitung von Sportveranstaltungen statt (z.B. Tennis, Fußball, Boxen, etc.). Sortimentsstrategie Um ein klar differenziertes Profil zu erhalten, hat sich Karstadt Sports im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Kern-Sortimentsbereiche Outdoor, Running, Fußball und Fitness konzentriert. Diese Sortimentsbereiche sind profitabel und sollen weiter ausgebaut werden. Karstadt Sports hat die Entscheidung getroffen, sich standortabhängig von verlustbringenden Sortimenten wie z.B. Golf, Bike und Fitness-Großgeräten zu trennen. Derzeit noch unprofitable Produktgruppen von denen sich das Unternehmen nicht trennen möchte, da diese aus Sicht des Kunden zu einem ganzheitlichen und authentischen Sportangebot gehören, wurden im Geschäftsjahr besonders auf den Prüfstand gestellt. Marken wurden ausgetauscht und die Sortimentsbreite sowie Sortimentstiefe wurde angepasst. Der Anteil Eigenmarken von derzeit 19% (Vorjahr 17%) soll in den Folgejahren weiter ausgebaut werden. Des Weiteren wird angestrebt, die Anteiligkeit von Exklusivmarken bei Karstadt Sports zu erhöhen. Die Akquisition von differenzierenden Herstellermarken wurde forciert, so dass im Geschäftsjahr zahlreiche neue Marken für das Karstadt Portfolio gewonnen werden konnten. Ein neues Konzept "Teamsport" wurde bereits im letzten Geschäftsjahr eingeführt mit dem Ziel, Sportequipment direkt an Vereine zu verkaufen und diese als zukünftige Geschäftspartner zu gewinnen. Das Konzept Teamsport hat sich seit Einführung als erfolgreich erwiesen und wird weiter ausgebaut. Verkauf Die Umsätze im Sportgeschäft sind im Geschäftsjahr im Vergleich zu den im Vorjahr erzielten Umsätzen gesunken. Dennoch wurde im Verkauf die Anstrengung unternommen, die Personalkosten in Prozent vom Umsatz zu stabilisieren. Der Ausbau von Markenshops in den Sportfilialen war ein weiterer Fokus im Verkauf. So wurden insbesondere in Berlin und München große Markenshops (Nike, adidas, Asics, etc.) installiert, die Marktanteile in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld generieren und durch die neue Ausstattung den Anspruch von Karstadt Sports auf eine professionelle Beratung und marktdominierendes Sortiment auch visuell unterstreichen. Personal Insbesondere die bereits im Geschäftsjahr 2011/2012 eingeleiteten Maßnahmen zum filialspezifisch erforderlichen Stellenabbau konnten erfolgreich fortgesetzt werden. Diese in zwei Wellen, erste Welle im Geschäftsjahr 2012/2013 und zweite Welle Geschäftsjahr 2013/2014, geplante Personalkostenoptimierung konnte bereits fast vollständig mit Maßnahmen im Berichtszeitraum 2012/2013 umgesetzt werden. Diese Stellen wurden möglichst auf freiwilliger Basis und in enger Abstimmung mit dem Sozialpartner abgebaut. Trotz der oben geschilderten maßgeblichen Beiträge zur Kostenoptimierung, war zur Vermeidung weiterer zukünftiger Kostensteigerungen im Bereich der Löhne und Gehälter der Ausstieg aus der Tarifbindung der Flächentarifverträge erforderlich. Diese Veränderung wurde als "Karstadt Tarifweg" vollzogen. Mit den Sozialpartnern und der Gewerkschaft ver.di wurden konstruktive Gespräche und Verhandlungen zur Gestaltung dieses Tarifweges aufgenommen. Ertragslage Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 wurde ein Einzelhandelsumsatz in Höhe von 238,6 Mio. € (Vorjahr: 247,6 Mio. €) erzielt. Diese Entwicklung ist zum Einen durch die ausgebliebenen Effekte eines Turnierjahres im Bereich Fußball und zum Anderen durch die Effekte eines milden Winters auf den Bereich Wintersport zurückzuführen. Die Sortimente Outdoor und Sportbekleidung konnten die Anteile am Einzelhandelsumsatz von 19,0% auf 20,1% bzw. von 18,3% auf 19'0% steigern, während die Anteile bei Wintersport und Fußball, aufgrund der genannten Effekte, von 10,3% auf 9,2% bzw. 9,1% auf 8,5% gesunken sind. Der Anteil bei Running beträgt 9,5%, während der Anteil der Sortimente Sportschuhe, Bade/Beach jeweils 6,4% beträgt. Diese Sortimente konnten den Anteil leicht steigern. Der restliche Anteil verteilt sich auf die Sortimente Radsport, Golf, Racket und Sportgeräte. Hier verminderte sich der Anteil planungsgemäß leicht auf 7,4%, 4%, 3,7% und 5,8%. Die Marge entwickelte sich wie folgt:
Der Personalaufwand beträgt im Geschäftsjahr 37,6 Mio. € und ist gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. € gestiegen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für das Geschäftsjahr beträgt - 4.290 T€ (Vorjahr - 5.381 T€) und hat sich damit um + 1.091 T€ gegenüber dem Vorjahr verbessert. Das außerordentliche Ergebnis in Höhe von 124 T€ resultiert fast ausschließlich aus Beratungsaufwendungen für die Neugestaltung der Mietverträge im Rahmen der Transaktion mit der SIGNA Unternehmensgruppe. Im Vorjahr betrug das außerordentliche Ergebnis - 4.692 T€ und betraf ausschließlich Abfindungen bzw. Aufwendungen auf Grundlage des Sozialplans und der Vorruhestandsregelungen im Rahmen des geplanten Stellenabbaus. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresfehlbetrag von 4.418 T€ (Vorjahr 10.077 T€) ab. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen durch die Tilgung des Kaufpreisdarlehns und durch die Einlage in die freie Kapitalrücklage und des damit verbundenen Ausgleichs des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags um 17,7 Mio. € auf 32,7 Mio. € gesunken. Der Anteil der Immateriellen Vermögensgegenstände beträgt 27,4 % (Vorjahr 20,4%) der Bilanzsumme. Bei den Sachanlagen erhöhte sich der Anteil an der Bilanzsumme bedingt durch die Neueröffnungen zu Beginn des Geschäftsjahres um 12,3% auf 41,4% (Vorjahr 29,1%). Der Anteil der Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände umfasst 7,4% (Vorjahr 4,5%). Der Anteil der Flüssigen Mittel verminderte sich bedingt durch die Tilgung des Kaufpreisdarlehns bei gleichzeitiger Einlage des Gesellschafters in die freie Kapitalrücklage und beträgt nun 23,4% (Vorjahr 25,9%) der Bilanzsumme. Durch die vorgenannte Einlage konnte der Anteil des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags vollständig ausgeglichen werden. Im Vorjahr betrug der Anteil 20,0% der Bilanzsumme. Auf die Rückstellungen und auf die kurzfristigen Verbindlichkeiten entfällt ein Anteil von 27,6% (Vorjahr 19,7%) bzw. 52,5% (Vorjahr 77,9%) der Bilanzsumme. Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt grundsätzlich aus dem laufenden operativen Cash Flow. Die nachstehende Kapitalflussrechnung zeigt die Entwicklung vom 1. Oktober 2012 zum 30. September 2013. Kapitalflussrechnung
Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit setzt sich vor allem zusammen aus der Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von 20,0 Mio. € sowie der Auszahlung für die Tilgung des Kaufpreisdarlehens in Höhe von 16,7 Mio. €. Insgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft durch die vorgenannten Maßnahmen sowie die Margenverbesserung und dem geringeren Zinsaufwand durch die vorzeitige Tilgung des Kaufpreisdarlehens besser als geplant entwickelt. Geschäftsrisiken und Risikomanagement Risikomanagement Das Risikomanagementsystem wird eigenständig geführt und ist eng mit der internen "Integrierten Controlling-Plattform" verzahnt. Zusätzlich finden in regelmäßigen Abständen Risikomanagement-Audits bzw. bilaterale Gespräche mit den jeweiligen Führungskräften, die zu der Risikosituation ihrer Geschäftsbereiche Stellung nehmen, statt. Das Risikomanagement bei Karstadt Sports durchläuft vier Phasen: - Risikoidentifikation: die strukturierte Erfassung der wesentlichen, d. h. bestandsgefährdenden Risiken; - Risikobewertung: die systematische Bewertung aller Risiken nach Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Der Bewertungszeitraum beträgt 12 Monate - Risikoreporting: die quartalsweise Berichterstattung an den Risk- und Compliance Management Ausschuss. Das als technische Unterstützung hierzu genutzte IT-System erfüllt alle Anforderungen an Revisionssicherheit, Datenschutz und Nachvollziehbarkeit. - Risikonavigation: die Steuerung der Risiken mit Hilfe von Maßnahmen, die eine Risikoakzeptanz, Risikoreduzierung, Risikoverlagerung oder Risikovermeidung als Folge haben. Aus dem Risikomanagement leitet Karstadt Sports folgende wesentliche Risiken ab: Marktrisiken Der Einzelhandel und damit auch Karstadt Sports ist stark abhängig vom Konsumklima in Deutschland. Es ist mit einem Umsatzrückgang im stationären Einzelhandel insbesondere durch Zuwächse im Online-Handel zu rechnen. Konsumanreize durch verstärkte Werbung und Rabattaktionen sowie Couponaktionen und Events werden diesem Risiko entgegen gestellt und mindern den negativen Effekt. Darüber hinaus wird eine Differenzierung zu anderen Marktteilnehmern z. B. durch eine adäquate Eigenmarkenstrategie gesucht. In Deutschland ist weiterhin mit starkem Zuwachs der Einzelhandelsfläche auch in den Innenstädten, insbesondere durch Centerentwicklungen, zu rechnen. Darüber hinaus bestehen Risiken durch die zunehmende Vertikalisierung von Händlern und Herstellern sowie der Eintritt von internationalen branchenfremden Handelsunternehmen in den deutschen Sportmarkt. Diesen Risiken versucht Karstadt Sports durch die Aufnahme von neuen exklusiven Marken und einer Differenzierung gegenüber den Vertikalisten durch eine ausreichende Sortimentsbreite und -tiefe gegenüber zu treten. Risiken aus der Finanzierung Risiken bestehen in den saisonalen Schwankungen der Liquiditätszuflüsse. Die Gesellschaft finanziert sich komplett aus der eigenen Liquidität. Der aktuelle Liquiditätsstatus der Gesellschaft wird täglich erstellt. Zur Steuerung werden die Einnahmen und Ausgaben durch ein gesondertes Team tageweise geplant und kontrolliert sowie laufend mit der Geschäftsführung erörtert. Langfristig hängt die Entwicklung der Liquidität von der gesamten Marktentwicklung und der erfolgreichen Positionierung des Unternehmens im Markt ab. Auf Grund derzeitiger Planungen ergeben sich keine absehbaren Liquiditätsrisiken. Maßnahmen für den Fall, dass es einen Liquiditätsengpass geben sollte sind die Anforderung eines Gesellschafterdarlehens, eine Reduzierung des Working Capitals oder eine Verpfändung von Warenbeständen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Die Karstadt Sports GmbH - ein Unternehmen im Wandel auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Im Rahmen der Strategie "2015" mit den vier wichtigen Säulen - Modernisierung, Differenzierung, Schärfung sowie Vereinfachung der Prozesse und Strukturen - konnten bereits im Berichtszeitraum vielfältige personalwirtschaftliche Themen in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung und dem Sozialpartner eingeleitet bzw. umgesetzt werden. Insbesondere die bereits im Geschäftsjahr 2011/2012 eingeleiteten Maßnahmen zum filialspezifisch erforderlichen Stellenabbau konnten erfolgreich fortgesetzt werden. Diese in zwei Wellen, erste Welle im Geschäftsjahr 2012/2013 und zweite Welle Geschäftsjahr 2013/2014, geplante Personalkostenoptimierung konnte bereits fast vollständig mit Maßnahmen im letzten Berichtszeitraum umgesetzt werden. Diese Stellen wurden möglichst auf freiwilliger Basis und in enger Abstimmung mit dem Sozialpartner abgebaut. Hierzu wurde sehr stark die mit dem Gesamtbetriebsrat abgeschlossene und von den lokalen Betriebsräten Sports anerkannte Gesamtbetriebsvereinbarung zur Vorruhestandsregelung (Altersteilzeit, Ausgleich der Rentenminderung bei vorgezogenem Rentenzugang, Austritt mit Abfindung und Reduzierung der Arbeitszeit bei Inanspruchnahme einer Teilrente) in Anspruch genommen. Ferner konnte ein Rahmensozialplan vereinbart werden. Neben dem üblichen Regelungsgegenstand für Abfindungszahlungen ist es gelungen weitere differenzierte Möglichkeiten zur Kostenreduzierung zu schaffen, wie z.B. Arbeitszeitreduzierungen, Sabbaticals, Abgruppierungen in andere Tätigkeiten/Tarifgruppen und begleitende Maßnahmen bei Versetzungen in andere Standorte zur Vermeidung von Kündigungen. Darüber hinaus wurden Anreize für freiwillige Austrittsmaßnahmen integriert. Trotz der oben geschilderten maßgeblichen Beiträge zur Kostenoptimierung war zur Vermeidung weiterer zukünftiger Kostensteigerungen im Bereich der Löhne und Gehälter der Ausstieg aus der Tarifbindung der Flächentarifverträge erforderlich. Diese Veränderung wurde als "Karstadt Tarifweg" vollzogen. Mit den Sozialpartnern und der Gewerkschaft ver.di wurden konstruktive Gespräche und Verhandlungen zur Gestaltung dieses Tarifweges aufgenommen. Ergänzend zu dem operativen Veränderungsprozess konnte mit dem Gesamtbetriebsrat im Berichtszeitraum eine Vereinbarung zur Einführung eines Personalkosten-Forecast-Instruments abgeschlossen werden. Dieses System konnte entsprechend konfiguriert werden und steht nunmehr den Personalleiter zur Unterstützung ihrer Analyse und Planungstätigkeiten im Bereich der Personalkosten zur Verfügung. Auf Filialebene konnte weiterhin der Prozess einer ständigen Optimierung des kundenorientierten flexiblen Mitarbeitereinsatzes in Abstimmung mit den örtlichen Arbeitnehmervertretungen fortgeführt werden, um dem sich weiter ändernden Einkaufsverhalten der Kunden Rechnung zu tragen. Ausbildung und Förderung als Investition in die Zukunft Die berufliche Erstausbildung und die interne Förderung und Entwicklung junger Menschen haben traditionell einen sehr hohen Stellenwert in unserem Unternehmen. Hervorzuheben ist, dass 100% der leistungsstarken auslernenden Auszubildenden übernommen wurden. Die hohe Qualität unserer Ausbildungen in den Berufsbildern - Kaufmann/-frau im Einzelhandel - Verkäufer/-in - Handelsfachwirt/-in sichert für unser Unternehmen kompetente Nachwuchskräfte und gewährt unseren Auszubildenden eine gute Beschäftigungsfähigkeit. Insgesamt beschäftigte die Karstadt Sports GmbH am 30. September 2013 59 Auszubildende. Nachtragsbericht Am 19. Dezember 2013 wurden die Closingbedingungen bezüglich der Veräußerung der Karstadt Sports GmbH durch die alleinige Gesellschafterin Karstadt Holding GmbH erfüllt. Die Karstadt Sports GmbH wird ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in den Konzernabschluss der Karstadt Holding GmbH einbezogen. Gesellschafter der Karstadt Sports GmbH ist seit diesem Zeitpunkt die KS Sports Holding GmbH, München. Die bestehenden Dienstleistungsverträge mit der Karstadt Warenhaus GmbH laufen auf unbestimmte Zeit weiter, können aber mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende gekündigt werden. Im Januar 2014 hat die Gesellschaft für einen Standort im Rahmen der Transaktion mit der SIGNA Unternehmensgruppe einen neuen Mietvertrag mit Mietverlängerung und Flächenreduzierung abgeschlossen. In diesem Zusammenhang erfolgte eine Kompensationszahlung in Höhe von 25 Mio. €. Mit Ablauf des 31. Dezember 2013 endete die Amtszeit des Vorsitzenden der Geschäftsführung Andrew R. Jennings. Mit Wirkung zum 29. Januar 2014 wurde Herr Simon Rider als Nachfolger zum Vorsitzenden der Geschäftsführung bestellt. Frau Gillian Berkmen, Herr André Maeder und Herr Kai-Uwe Weitz wurden als Geschäftsführer der Gesellschaft zum 29. Januar 2014 abberufen. Herr Miguel Müllenbach wurde zum 14. April 2014 von seinem Amt als Geschäftsführer der Gesellschaft abberufen. Mit Wirkung zum selben Tage wurde Herr Michael Krauledat zum Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt. Darüber hinaus sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten. Ausblick Das Karstadt Sports Management hat im abgelaufenen Geschäftsjahr und wird auch in den kommenden Geschäftsjahren seine Mehrjahresstrategie weiter umsetzen. Wesentliches Ziel der Strategie ist es, Karstadt Sports zu dem größten und kompetentesten Sporteinzelhändler in den deutschen Innenstädten zu entwickeln. Den Kunden sollen zukünftig attraktive, dynamische Einkaufserlebnisse in einem interessanten emotionalen Umfeld geboten werden. Die wesentlichen Kernbausteine sind die Elemente Modernisierung, Differenzierung, Profilschärfung durch Konzentration und Vereinfachung / Standardisierung. Modernisierung Im Geschäftsjahr wurden mit Berlin Steglitz und Köln Sporthaus zwei neue Standorte eröffnet. Im Oktober 2012 wurde das Sporthaus in Kiel neu in den Markt gestellt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Aufbau und der Nutzung des Omni-Channel Vertriebs. Im gesamten Bundesgebiet sieht Karstadt Sports noch ein Potenzial von bis zu 15 weiteren Standorten für ein Sporthaus. Da eine Erweiterung des Standortportfolios nur unter betriebswirtschaftlich sinnvollen Parametern erfolgen wird, gehen wir davon aus, dass die Expansion ein mehrjähriger Prozess sein wird. Die für Oktober 2014 geplante Neueröffnung der Filiale Norderstedt wird das bestehende Filialportfolio von Karstadt Sports im Großraum Hamburg ideal ergänzen. Das gesamte Investitionsprogramm von Karstadt Sports wird komplett aus den eigenen Finanzmitteln finanziert. Differenzierung Die Strategie basiert darauf, den Kunden in den Mittelpunkt des wirtschaftlichen Handels zu stellen. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden die Kundensegmente mengen- und wertmäßig für jede einzelne Sortimentskategorie ermittelt. Basierend auf dieser neuen, für den deutschen Einzelhandel einmaligen Kundensegmentierung in Verbindung mit einem unternehmensindividuellen Markenfilter werden zukünftig haus-/abteilungsweise die Sortimente entwickelt und auf die Verkaufsfläche gebracht. Karstadt Sports fokussiert hierbei sowohl auf den aktiven, performance-orientierten Sportler als auch auf den lifestyle-orientierten Sportfashion-Kunden. Profilschärfung durch Konzentration Um ein klar differenziertes Profil zu erhalten, wird Karstadt Sports sich weiterhin auf die vier Kernsortimentsbereiche Outdoor, Running, Fitness & Sportswear und Fußball konzentrieren. In diesen Sortimentsbereichen wird das Angebot an relevanten international bekannten Herstellermarken ausgebaut und mit klar strukturierten, vertikal organisierten Exklusivmarken und -lizenzen kombiniert. Karstadt Sports wird ihre Marketingstrategie verstärkt auf den oben angeführten Zielkundenkreis ausrichten und um neue Medien (z.B. Facebook, Twitter, Eventmanagement etc.) ergänzen. Vereinfachung / Standardisierung Im Rahmen der Neuausrichtung der Sortimente werden diese weiterhin dahingehend vereinfacht, dass die gelistete Artikelanzahl, die derzeit noch weit über internationalen Vergleichswerten der Einzelhandelsbranche liegt und ein Komplexitätstreiber ist, signifikant reduziert wird. Wirtschaftliche Entwicklung Die Bundesregierung erwartet in ihrer Frühjahrsprojektion vom 15.04.2014 für das Jahr 2014 eine Steigerung des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von + 1,8%. Begründung: Die deutschen Unternehmen investieren wieder vermehrt. Angesichts nach wie vor günstiger Finanzierungsbedingungen und verbesserter Absatzperspektiven werden die Bruttoanlageinvestitionen im Jahr 2014 um 4,1% anziehen. Der anhaltende Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt lässt Beschäftigung und Einkommen deutlich steigen. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte legen in diesem Jahr um 2,9% zu. Die deutlichen Einkommenssteigerungen führen in Verbindung mit einer moderaten Preisniveauentwicklung zu einer steigenden Kaufkraft. Die Nettolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer steigen preisbereinigt im Jahr 2014 um 1,2%. Die privaten Konsumausgaben werden im Jahresdurchschnitt 2014 preisbereinigt um 1,5% zunehmen. Niedrige Zinsen und eine hohe Anschaffungsneigung lassen die Sparquote der privaten Haushalte leicht sinken. Die Beschäftigung befindet sich weiterhin auf dem Expansionspfad. Die Erwerbstätigkeit wird in diesem Jahr um 240 Tsd. Personen zunehmen. Die registrierte Arbeitslosigkeit geht um 60 Tsd. Personen in diesem Jahr zurück. Die Arbeitslosenquote reduziert sich auf 6,7%. Im laufenden Jahr festigt sich die Erholung der Weltwirtschaft. Insbesondere im Euroraum hellt sich die Perspektive auf. Daher nehmen die deutschen Exporte in diesem Jahr um 4,1% zu. Aufgrund des breit angelegten Aufschwungs werden die Importe mit 4,7% in diesem Jahr stärker zunehmen als die Exporte. Basierend auf diesen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwartet der HDE für den Einzelhandelsumsatz ohne Kfz, Tankstellen und Apotheken einen nominalen Anstieg von + 1,5% in 2014. Preisbereinigt wird der Einzelhandel das Vorjahresniveau damit immerhin halten können. Karstadt Sports selbst wird in 2014 von diesen steigenden positiven Indikatoren in der zweiten Jahreshälfte profitieren und plant daher im Geschäftsjahr 2013/14 auf Grund der im Jahr 2012 neu eröffneten Standorte und der eingeleiteten Neuausrichtung seines gesamten Geschäftsmodells einen Anstieg des Einzelhandelsumsatzes im vergleichbaren Filialportfolio. Ein erheblicher Anteil der Steigerung ist dabei den Standorten Dortmund, Berlin-Kranzler Eck, Stuttgart und Karlsruhe zuzuschreiben. Für 2013/14 erwarten wir auf Grund der getätigten Investitionen und der konsequenten Umsetzung der Strategie Marktanteilsgewinne und ein damit über der Marktentwicklung liegendes Umsatz- und Rohertragswachstum. Im Geschäftsjahr 2014/15 wird dieser positive Trend durch eine weitere Neueröffnung (Sporthaus Norderstedt) und die im Geschäftsjahr 2013/14 getätigten Investitionen weiter anhalten. Im Geschäftsjahr 2011/12 endete der mit den Mitarbeitern geschlossene Fortführungstarifvertrag. Die dadurch wieder auf Marktniveau steigenden Personalkosten werden durch weitere hochlaufende Effekte des Strategieprogramms "Karstadt 2015" kompensiert. Dies geschieht zum einen durch eine deutliche Rohertragssteigerung, welche durch die Konzentration auf margenstarke Sortimentsbereiche getrieben wird und zum anderen durch eine weitere Effizienzsteigerung in den administrativen Unterstützungsbereichen wie z.B. Logistik und Informationstechnologie, die durch die Schwestergesellschaft Karstadt Warenhaus GmbH bereitgestellt werden. Durch die Loslösung von der Karstadt Warenhaus GmbH wird Karstadt Sports im Wesentlichen ab der zweiten Geschäftsjahreshälfte durch hohe neutrale Aufwendungen belastet. Insgesamt erwartet Karstadt Sports unter Berücksichtigung des Geschäftsverlaufs in den ersten elf Monaten für das Geschäftsjahr 2013/14 erneut ein negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in einstelliger Millionenhöhe und kann damit das Vorjahresergebnis nicht erreichen. Im darauf folgenden Geschäftsjahr 2014/15 wird sich die Entflechtung von der Karstadt Warenhaus GmbH positiv auf die Ertragslage auswirken und zu einem nahezu ausgeglichenen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit führen. Das Management ist daher zuversichtlich, auf Grund der beschriebenen allgemeinen Marktentwicklung, die Loslösung von der Karstadt Warenhaus GmbH, weitere Filialumbauten und den Fokus auf ein straffes Kostenmanagement die Ertragslage von Karstadt Sports weiter verbessern zu können und somit in den Folgejahren positive Ergebnisse zu erzielen. Die Gesellschaft plant aufgrund der aktuellen Ergebnis- und Vermögensplanung zum 30. September 2014 ein Eigenkapital, welches noch über dem gezeichneten Kapital sein wird. Aufgrund der aktuellen Cash-Flow-Planung geht die Gesellschaft davon aus, dass Sie auch weiterhin jederzeit in der Lage ist, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Zusätzliche liquiditätsgenerierende und kostensenkende Maßnahmen, die zur Fortbestandssicherung der Gesellschaft auch entsprechend greifen müssen, sind dann erforderlich, wenn wider Erwarten des Managements zusätzliche, derzeit noch nicht bekannte, Ereignisse eintreten, die die Gesellschaft über die in der Planung einkalkulierten Liquiditätsreserven hinaus belasten. Zu diesen Maßnahmen gehören die Anforderung eines Gesellschafterdarlehens, eine Reduzierung des Working Capitals oder eine Verpfändung von Warenbeständen. Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft wird sich durch den geplanten Erwerb des Vorratsvermögens, das die Gesellschaft bisher über die Karstadt Warenhaus GmbH in der logischen Sekunde vor dem Verkauf erworben worden hat, entsprechend gegenüber dem Vorjahr verändern. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Veränderungen der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zu erwarten. Einfluss auf das wirtschaftliche Ergebnis von Karstadt Sports wird neben der inländischen Marktentwicklung und Konsumnachfrage auch die Entwicklung des Tourismusgeschäfts und der Rohstoffpreise haben. Hier bleibt die wirtschaftliche Entwicklung im asiatischen Raum und in den Schwellenländern abzuwarten. Es ist nicht auszuschließen, dass es durch eine wieder anziehende Weltwirtschaft zu einem Anstieg des Rohstoffpreisklimas und ggf. auch zu Lieferengpässen auf den Beschaffungsmärkten kommen kann. Bilanz zum 30. September 2013Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013/ Geschäftsjahr 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012
AnhangGrundlagen des Jahresabschlusses Allgemeine GrundlagenDie Karstadt Sports GmbH ist unter der Firma Karstadt Sports GmbH beim Amtsgericht Essen, Deutschland, (HRB 22705) eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Essen. Die Anschrift lautet: Karstadt Sports GmbH, Theodor-Althoff-Straße 2, 45133 Essen. Der Abschluss für das Geschäftsjahr 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 der Karstadt Sports GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff.) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Alle Posten der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung sind zudem in T€ dargestellt. Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können. Konsolidierungskreis Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Karstadt Holding GmbH, Essen, einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei den unter den Immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen ähnlichen Rechten handelt es sich vor allem um erworbene Software. Diese sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen wurden folgende Nutzungsdauern unterstellt:
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend der durchschnittlichen Nutzungsdauer der im Wesentlichen hier enthaltenen Komponenten Image, Know How, Kundenstamm und Humankapital über zehn Jahre linear abgeschrieben. Bei der Ermittlung der Nutzungsdauer wurden auch die durchschnittliche Mietlaufzeit der Sporthäuser sowie der durchschnittliche Innovationszyklus berücksichtigt. Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen wurden folgende Nutzungsdauern unterstellt:
Außerplanmäßige Abschreibungen werden in den Fällen vorgenommen, in denen der beizulegende Wert den Buchwert unterschreitet. Bei den Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen sind erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt worden. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand der Folgejahre darstellen. Auf der Passivseite werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag der Folgejahre darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen wurden versicherungs-mathematisch mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck und nach RV-AGAnpG 2007 auf der Basis eines Zinsfußes von 4,91% ermittelt. Rentensteigerungen wurden mit 1,75% berücksichtigt. Es wurde eine Fluktuationsrate von durchschnittlich 5% angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Bei der Ermittlung der Rückstellungen werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, wenn ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank herausgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre zum 30. September abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Aus Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten wird ein Überhang an Passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in den künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, keine Aktiven latenten Steuern anzusetzen. Die Passiven latenten Steuern betreffen im Wesentlichen die Sonstigen Vermögensgegenstände, die mit den sich aus den Rückstellungen ergebenden Aktiven latenten Steuern verrechnet wurden. Nach Verrechnung verbleibt ein Aktivüberhang, der wie oben beschrieben nicht angesetzt wird. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden Körperschaftsteuersatzes sowie entsprechend den gewerbesteuerlichen Hebesätzen der Städte und Gemeinden mit Karstadt-Standorten. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer ergab sich im Geschäftsjahr ein Steuersatz von rd. 31%. Erläuterungen zur Bilanz 1 ANLAGEVERMÖGENEntwicklung des Anlagevermögens
5 EIGENKAPITAL Die Karstadt Holding GmbH hält am Bilanzstichtag sämtliche Anteile an der Karstadt Sports GmbH. Wir schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. 6 FREIE KAPITALRÜCKLAGE Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 14. Januar 2013 hat die Karstadt Holding GmbH am 15. Januar 2013 20,0 Mio. € durch Zahlung in die freie Kapitalrücklage eingelegt.
Zwischen der Karstadt Warenhaus GmbH und dem PENSIONS-SICHERUNGSVEREIN Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (PSV) wurde vereinbart, dass der PSV die bis zum 1. September 2009 erdienten Anwartschaften noch so lange trägt, bis ein Betrag von 44,1 Mio. € (Barwert zum 30. September 2010) über den PSV ausgezahlt wird. Die Karstadt Warenhaus GmbH stellt die Karstadt Sports GmbH mit ihrem entsprechenden Anteil frei. Somit bilanziert die Karstadt Sports GmbH die, auf sie entfallende, über die 44,1 Mio. € hinausgehende Verpflichtung. Die übrigen Pensionsrückstellungen (Verpflichtungen für Rentner und unverfallbar Ausgeschiedene), für die der PSV ebenfalls zum 1. September 2009 nach den Bestimmungen des BetrAVG einstandspflichtig geworden ist, verbleiben beim PSV. Die Vereinbarung wurde gemäß den vorgesehenen Regelungen im Insolvenzplan am 24. März 2010 unterschrieben und ist durch die Bestätigung des Insolvenzgerichts wirksam geworden. Außerdem wurden von der Karstadt Warenhaus GmbH gemäß Vereinbarung die Verpflichtungen aus den wertpapiergebundenen Pensionszusagen für leitende Angestellte mit den dazugehörenden Vermögenswerten übernommen. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (2.271 T€/Vorjahr 2.083 T€) wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem zweckgebundenen Treuhandvermögen (36 T€/Vorjahr 26 T€) verrechnet. Das zweckgebundene Treuhandvermögen wurde in Höhe des Zeitwerts (entspricht den Anschaffungskosten) verrechnet. Im Weiteren verweisen wir auf unsere Ausführungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen. Die Steuerrückstellungen beinhalten überwiegend die Risiken aus der Lohnsteuer. Die Sonstigen Rückstellungen enthalten vor allem die Vorsorge für Sozialplan und Abfindungen (1,7 Mio. €/Vorjahr 4,5 Mio. €), Kundenbonus (0,3 Mio. €/Vorjahr 0,5 Mio. €), ausstehende Rechnungen aus Lieferungen und Leistungen (1,2 Mio. €/Vorjahr 0,4 Mio. €), passivierte Urlaubs-, Mehrarbeits-, Sterbegeld- und Gratifikationsansprüche der Mitarbeiter für das Kalenderjahr 2013 (0,8 Mio. €/Vorjahr 0,7 Mio. €), Beiträge zur Berufsgenossenschaft (0,2 Mio. €/Vorjahr 0,2 Mio. €) sowie die Risiken aus Mietverpflichtungen (0,9 Mio. €/Vorjahr 0,2 Mio. €) und Rückbauverpflichtungen (0,8 Mio. €/Vorjahr 0,6 Mio. €). Die Rückstellung für Ansprüche aus Altersteilzeit (0,7 Mio. €/Vorjahr 0,3 Mio. €) wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem zweckgebundenen Treuhandvermögen (0,1 Mio. €/Vorjahr 0,1 Mio. €) verrechnet. Das zweckgebundene Treuhandvermögen wurde in Höhe des Zeitwerts (entspricht den Anschaffungskosten) verrechnet.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen zum Bilanzstichtag im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus der Verrechnung aus dem Rahmendienstleistungsvertrag mit der Karstadt Warenhaus GmbH. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen unbefristete Mietbürgschaften in Höhe von 0,6 Mio. €.
Die Miet- und Leasingverpflichtung berücksichtigen bereits die Erhöhung aus der Transaktion mit der SIGNA Unternehmensgruppe. Darüber hinaus ergeben sich Instandhaltungsverpflichtungen von jährlich 0,5 Mio. € mit einer Laufzeit bis 2026. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die wesentliche Veränderung in der Position "Periodenfremde Erträge" resultiert aus der Auflösung von Rückstellungen.
Zu den Abschreibungen verweisen wir auf Ausführungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.
Die grössten Veränderungen finden sich in der Position "Vertriebskosten", (hier im Wesentlichen die Werbekosten) und in der Position "Verschiedene Aufwendungen" (hier im Wesentlichen der Aufwand für Mitarbeiterverpflegung).
Im Zinsergebnis wurden im Geschäftsjahr Aufzinsungen in Höhe von 43 T€ (Vorjahr 17 T€) vorgenommen.
Wir verweisen auf unsere Ausführungen zum außerordentlichen Ergebnis auf die Ertragslage im Lagebericht. Sonstige Angaben
Gemäß § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB wurde die Befreiungsvorschrift des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars in Anspruch genommen. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Geschäftsführung erhält keine separaten Bezüge von der Gesellschaft, sondern diese wird gemäß Rahmendienstleistungsvertrag entsprechend belastet. Diese Aufwendungen sind in den Verwaltungskosten unter der Position sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten. Geschäftsführung Andrew R. Jennings, Essen Vorsitzender der Geschäftsführung - bis 31. Dezember 2013 - Kaufmann Simon Rider, Whitchurch, Großbritannien Vorsitzender der Geschäftsführung - ab 29. Januar 2014 - Kaufmann Gillian Berkmen, Gerrads Cross, Großbritannien Geschäftsführerin Einkauf - bis 29. Januar 2014 - Bachelor of History Harald Fraszczak, Düsseldorf ehem. Geschäftsführer Finanzen - bis 9. November 2012 - Dipl. Betriebswirt Michael Krauledat, Sulzbach Geschäftsführer Finanzen - ab 14. April 2014 - Dipl. Kaufmann André Maeder, Wilen bei Wollerau, Schweiz Geschäftsführer Vertrieb - bis 29. Januar 2014 - Dipl. Detailhandelskaufmann Miguel Müllenbach, Wermelskirchen Geschäftsführer Finanzen - ab 6. Dezember 2012 - - bis 14. April 2014 - Dipl. Kaufmann Kai-Uwe Weitz, Herne Geschäftsführer Personal - bis 29. Januar 2014 - Dipl. Ökonom Die Geschäftsführung
Essen, den 15. August 2014 Rider Krauledat Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Karstadt Sports GmbH, Essen, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Karstadt Sports GmbH, Essen. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort wird im Abschnitt Ausblick ausgeführt, dass zusätzliche liquiditätsgenerierende bzw. kostensenkende Maßnahmen, die zur Fortbestandssicherung der Gesellschaft auch entsprechend greifen müssen, dann erforderlich sind, wenn entgegen der Erwartungen des Managements zusätzliche derzeit noch nicht bekannte Ereignisse eintreten, die die Gesellschaft über die in der Planung einkalkulierten Liquiditätsreserven hinaus belasten.
Essen, den 8. September 2014 KPMG
AG
gez. Schnöckel, Wirtschaftsprüfer gez. Mund, Wirtschaftsprüferin |
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