HTB Hanseatische Fondshaus GmbH

An der Reeperbahn 4A, 28217 Bremen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 27623 HB
Eingetragen
9.2.2012
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenFondsmanagement
Gegenstand
Die Verwaltung von inländischen Investmentvermögen (kollektive Vermögensverwaltung). Folgende inländische Investmentvermögen sind Gegenstand der kollektiven Vermögensverwaltung: Geschlossene inländische Publikums-AIF gem. §§ 261 ff. KAGB sowie Geschlossene inländische Spezial-AIF gemäß §§ 285 ff. KAGB, die jeweils gemäß ihren Anlagebedingungen in die folgenden Vermögensgegenstände investieren dürfen: a) Immobilien, einschließlich Wald, Forst- und Agrarland gemäß § 261 Abs. 2 Nr. 1 KAGB, b) Anteile oder Aktien an Gesellschaften, die nach dem Gesellschaftsvertrag oder der Satzung nur Vermögensgegenstände im Sinne von a) sowie die zur Bewirtschaftung dieser Vermögensgegenstände erforderlichen Vermögensgegenstände oder Beteiligungen an solchen Gesellschaften erwerben dürfen gemäß § 261 Abs. 1 Nr. 3 KAGB, c) Beteiligungen an Unternehmen, die nicht zum Handel an einer Börse zugelassen oder in einen organisierten Markt einbezogen sind gemäß § 261 Abs. 1 Nr. 4 KAGB, d) Wertpapiere gemäß § 193 KAGB, e) Bankguthaben gemäß § 195 KAGB, f) Anteile oder Aktien an geschlossenen inländischen Publikums-AIF nach Maßgabe des § 261 Abs. 1 Nr. 5 KAGB oder an europäischen oder ausländischen geschlossenen Publikums-AIF, deren Anlagepolitik vergleichbaren Anforderungen unterliegt, die ausschließlich Vermögensgegenstände gemäß a) bis g) erwerben dürfen, g) Anteile oder Aktien an geschlossenen inländischen Spezial-AIF nach Maßgabe des § 261 Abs. 1 Nr. 6 KAGB oder an geschlossenen EU-Spezial-AIF oder ausländischen geschlossenen Spezial-AIF, deren Anlagepolitik vergleichbaren Anforderungen unterliegt, die ausschließlich Vermögensgegenstände gemäß a) bis g) und nach Maßgabe des folgenden Absatzes erwerben dürfen. Für geschlossene inländische Spezial-AIF gemäß §§ 285 ff. KAGB darf die KVG zusätzlich in folgende Vermögensgegenstände investieren: - a) Altfonds, die direkt/indirekt in Vermögensgegenstände gemäß § 261 Abs. 2 Nr. 1 KAGB investieren, - b) Immobilien-Sondervermögen gemäß §§ 230 ff. KAGB, - c) offene inländische Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen gemäß § 284 KAGB, welche ausschließlich in folgende Vermögensgegenstände investieren: 1) Geldmarktinstrumente gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 2b) KAGB, 2) Bankguthaben gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 2d) KAGB, 3) Immobilien gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 2e) KAGB, 4) Beteiligungen an Immobilien-Gesellschaften gemäß § 284 Abs, 2 Nr. 2f) KAGB, 5) Anteile oder Aktien an inländischen offenen Investmentvermögen sowie an entsprechenden offenen EU- oder ausländischen Investmentvermögen gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 2g) KAGB, die jeweils ausschließlich Vermögensgegenstände gemäß 1) bis 5) erwerben dürfen, 6) Vermögensgegenstände i.S. des § 253 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3, Nr. 4 lit. a) und Nr. 6 KAGB, 7) Vermögensgegenstände i.S. des § 253 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 lit. b) und Nr. 5 KAGB innerhalb der dort jeweils genannten Anlagegrenzen, - d) Allgemeine offene inländische Spezial-AIF gemäß § 282 KAGB -unter Ausschluss von Hedgefonds gemäß § 283 KAGB-, die nach ihren Anlagebedingungen das bei ihnen angelegte Geld in Vermögensgegenstände investieren, in die auch offene inländische Spezial-AIF gemäß § 284 KAGB gemäß vorstehendem lit. c) dass bei ihnen angelegte Geld investieren dürfen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg-Karsten Hagen
seit 13.6.2025
Geschäftsführer
Claus Burghardt
seit 11.4.2025
Geschäftsführer
Boris Nicoley
seit 2.7.2024
Geschäftsführer
Oliver Alexander Lang
seit 29.4.2022
Geschäftsführer
Simon Wiesmann
seit 10.2.2022
Prokura
Imke Jaenicke
seit 11.7.2017
Prokura
Jörg Busboom
seit 6.3.2014
Geschäftsführer
Jana Marschner
seit 6.3.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
HTB Swiss AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

HTB Swiss AG
Switzerland
150.000 €
100.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HTB Hanseatische Fondshaus GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Barreserve
Kassenbestand 108,44 210,74
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 518.530,54 1.680.386,11
b) andere Forderungen 740.000,00 0,00
1.258.530,54 1.680.386,11
3. Forderungen an Kunden 795.832,07 1.126.511,06
4. Beteiligunge 1.510.000,00 10.000,00
5. Anteile an verbundenen Unternehmen 146.500,00 51.500,00
6. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 9.213,00 27.643,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 74.512,00 4.805,00
83.725,00 32.448,00
7. Sachanlagen 244.658,00 244.205,00
8. Sonstige Vermögensgegenstände 206.288,13 296.015,15
9. Rechnungsabgrenzungsposten 47.100,00 36.595,00
4.292.742,18 3.477.871,06

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
andere Verbindlichkeiten
täglich fällig 2.975,00 0,00
2. Sonstige Verbindlichkeiten 2.140.203,88 270.554,36
3. Passive latente Steuern 25.570,97 8.921,78
4. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 0,00 262.384,24
b) andere Rückstellungen 205.967,71 262.131,00
205.967,71 524.515,24
5. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
b) andere Gewinnrücklagen 100.000,00 100.000,00
c) Bilanzgewinn/Bilanzverlust 1.668.024,62 2.423.879,68
1.918.024,62 2.673.879,68
4.292.742,18 3.477.871,06
1. Für Anteilinhaber verwaltete Investmentvermögen in EUR: 29 (Vj.: 24) 176.544.496,80 140.035.869,06

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 19.740,07 166,67
2. Zinsaufwendungen -42,34 -2.215,14
3. Laufende Erträge aus Beteiligungen 20.637,47 1.000,00
4. Provisionserträge 4.682.284,97 4.569.337,17
5. Provisionsaufwendungen -2.091.677,64 -1.639.270,26
6. Sonstige betriebliche Erträge 177.951,81 303.779,50
7. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -1.326.252,50 -1.406.879,86
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorgung und für Unterstützung -227.672,22 -1.553.924,72 -229.578,77
darunter: für Altersversorgung EUR 3.866 (Vj.: EUR 4.406)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -1.386.579,86 -900.484,08
-2.940.504,58 -2.536.942,71
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -81.649,41 -82.444,07
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -78.517,68 -67.300,65
10. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -291.777,33 546.110,51
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 36.752,27 -131.934,45
12. Sonstige Steuern -830,00 -448,00
13. Jahresfehlbetrag/-überschuss -255.855,06 413.728,06
14. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 1.923.879,68 2.010.151,62
15. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 1.668.024,62 2.423.879,68

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der HTB Hanseatische Fondshaus GmbH mit Sitz in Bremen, eingetragen im Handelsregister unter HRB 27623 HB beim Amtsgericht Bremen, wurde entsprechend dem für Kapitalverwaltungsgesellschaften geltenden Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Rechnungslegungsverordnung für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) sowie den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gliederung erfolgte entsprechend der Formblätter 1 (Bilanz) und 3 (Gewinn- und Verlustrechnung; Staffelform) der RechKredV.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Forderungen an Kunden beinhalten laufende Verwaltungsvergütungen (Provisionserträge) für das Geschäftsjahr 2023, deren Bemessungsgrundlage das Nettoinventarvermögen des verwalteten Investmentvermögens ist. Die übrigen Forderungen, die Barreserve sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertberichtigungen bilanziert.

Das Wahlrecht zur Aktivierung von selbst geschaffenen immateriellen Anlagewerten (EDV-Software) wird in Anspruch genommen. Die Herstellungskosten umfassen die von Dritten für ihre erbrachten Dienstleistungen in Rechnung gestellten Aufwendungen inkl. der darauf entfallenden nicht abzugsfähigen Vorsteuerbeträge. Die selbst geschaffene EDV-Software wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte und die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Sachanlagen werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 13 Jahren abgeschrieben. Entgeltlich erworbene EDV-Software wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bzw. 5 Jahren abgeschrieben.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Die Rückstellungen umfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages passiviert worden, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.

Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ggf. ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Die anderen Forderungen an Kreditinstitute haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Die Forderungen an Kunden entfallen mit TEUR 477 auf eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten sowie mit TEUR 313 auf eine Restlaufzeit von mehr als drei Monaten bis ein Jahr. Von den Forderungen an Kunden entfällt ein Betrag in Höhe von TEUR 433 (Vorjahr: TEUR 284) auf Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

An den nachfolgenden Gesellschaften besteht ein Anteilsbesitz von 20,00 % oder mehr:

Kapitalanteil
%
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
HTB Immobilienfonds GmbH, Bremen 1) 48,00 96 482
HTB Private Equity Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremen 2) 100,00 1 -15
HTB MH Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremen 3) 100,00 - -
HTB MH Geschäftsführungsgesellschaft mbH, Bremen 3) 100,00 - -
HTB ProReal Geschäftsführungsgesellschaft mbH, Bremen 3) 100,00 - -
HTB ProReal Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremen 3) 100,00 - -
HTB BVF Verwaltungsgesellschaft mbH, Bremen 3) 100,00 - -

1) Die Angaben zum Eigenkapital und zum Jahresergebnis wurden dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 entnommen.

2) Die Angaben zum Eigenkapital und zum Jahresergebnis wurden dem letzten für die Gesellschaft vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 entnommen.

3) Gesellschaft in 2023 mit einem Stammkapital von TEUR 25 gegründet; es liegt kein Jahresabschluss vor.

Die übrigen Beteiligungen betreffen sowohl vor Inkrafttreten des KAGB initiierte Alternative Investmentvermögen als auch nach dem KAGB initiierte Alternative Investmentvermögen; zu diesen Beteiligungen bestehen Dienstleistungsverhältnisse.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen nicht durch Wertpapiere verbriefte Anteile an Kapitalgesellschaften.

Die Angaben gem. § 34 Abs. 3 RechKredV sind dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen, der Bestandteil des Anhangs ist.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten mit TEUR 94 Steuererstattungsansprüche gegenüber dem Finanzamt sowie mit TEUR 85 Forderungen aus der Weiterbelastung von Aufwendungen, davon TEUR 5 an verbundene Unternehmen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEUR 1.500 den Erwerb von Anteilen an einer Beteiligung; von diesem Betrag haben TEUR 500 eine Restlaufzeit von mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr sowie der Restbetrag eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis fünf Jahre. Ein weiterer Teilbetrag in Höhe von TEUR 79 entfällt auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Am Bilanzstichtag beinhaltet der Bilanzgewinn einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 1.924.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge und Provisionsaufwendungen stehen in Zusammenhang mit den von der Gesellschaft als KVG verwalteten Investmentvermögen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten u.a. mit TEUR 132 Kostenweiterbelastungen sowie mit TEUR 7 Vergütungen für Dienstleistungen an nicht unter das KAGB fallende geschlossene Fonds.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit TEUR 60 Vergütungen in Zusammenhang mit der Verwaltung elektronischer Daten.

Die für Dritte erbrachten Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung bestehen insbesondere aus dem Portfolio- und Risikomanagement sowie der Vermittlung von Anteilen an den verwalteten Investmentvermögen.

Die unter den Provisionserträgen aus dem Ankauf von Beteiligungen resultierenden Transaktionsvergütungen werden zum Zeitpunkt des Beteiligungszugangs realisiert; die Voraussetzungen für die Realisation liegen zu diesem Zeitpunkt vor. Im Vorjahr erfolgte die Realisation zum Zeitpunkt der Kaufpreiszahlung. Hierdurch hat sich das Jahresergebnis vor Steuern um TEUR 192 verbessert.

Sonstige Angaben

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen (ohne Umsatzsteuer) in Höhe von TEUR 175 p.a. Hiervon entfallen TEUR 155 auf eine Restlaufzeit bis zum 30.04.2028 sowie TEUR 13 bzw. TEUR 7 auf eine Restlaufzeit bis zum 31.12.2024 bzw. 01.09.2024.

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers (ohne Umsatzsteuer) beläuft sich auf TEUR 83. Davon entfallen TEUR 23 auf Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 60 auf sonstige Leistungen.

Die Beträge i. S. d. § 268 Abs. 8 HGB (Ausschüttungssperre) betragen TEUR 6 und entfallen in voller Höhe auf selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte.

Am Bilanzstichtag bestehen folgende zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen:

Handelsbilanz
TEUR
Steuerbilanz
TEUR
Differenz
TEUR
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 9 0 9
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 71 0 71
80
Steuersatz 31,93%
Passive latente Steuern 26

Für das Vorjahr haben sich passive latente Steuern in Höhe von TEUR 9 ergeben, so dass sich die passiven latenten Steuern um TEUR 17 erhöht haben.

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 16 Arbeitnehmer beschäftigt.

Die Geschäftsführung der Gesellschaft setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Dr. Peter Lesniczak, Leiter Portfoliomanagement,

Herr Andreas Gollan, Leiter Risikomanagement,

Herr Alexander Lang, Leiter Portfoliomanagement Private Equity,

Herr Jochen Gedwien (bis 30.04.2024), Leiter Portfoliomanagement,

Herr Stefan Litterscheidt (bis 15.08.2023), Leiter Vertrieb und Marketing.

Die im Jahresabschluss für die Tätigkeit der Mitglieder der Geschäftsführung enthaltenen Gesamtbezüge betragen TEUR 554.

Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:

Herr Dr. Wolfgang Wiesmann (Vorsitzender), Präsident der HTB Swiss AG,

Herr Wolfgang Küster (stellvertretender Vorsitzender), Delegierter der HTB Swiss AG,

Herr Michael Rentmeister, Unternehmensberater.

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angaben zu den Gesamtbezügen der Mitglieder des Aufsichtsrats (§ 285 Nr. 9 Buchstabea und b HGB) verzichtet, da im Geschäftsjahr nur ein Mitglied Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat.

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 256 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 1.668 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bremen, den 15. Mai 2024

HTB Hanseatische Fondshaus GmbH

gez. Dr. Peter Lesniczak

gez. Andreas Gollan

gez. Alexander Lang

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 26.06.2024 genehmigt und festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
1. Beteiligungen 10.000,00 1.500.000,00 0,00 0,00 1.510.000,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 51.500,00 125.000,00 30.000,00 0,00 146.500,00
3. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 92.148,96 0,00 0,00 0,00 92.148,96
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 177.349,34 72.910,72 0,00 0,00 250.260,06
269.498,30 72.910,72 0,00 0,00 342.409,02
4. Sachanlagen
a) Geringwertige Vermögensgegenstände (Sammelposten) 52.753,05 0,00 0,00 0,00 52.753,05
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 496.319,25 60.468,69 0,00 0,00 556.787,94
549.072,30 60.468,69 0,00 0,00 609.540,99
Insgesamt 880.070,60 1.758.379,41 30.000,00 0,00 2.608.450,01
Aufgelaufene Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 64.505,96 18.430,00 0,00 82.935,96
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 172.544,34 3.203,72 0,00 175.748,06
237.050,30 21.633,72 0,00 258.684,02
4. Sachanlagen
a) Geringwertige Vermögensgegenstände (Sammelposten) 49.227,05 955,00 0,00 50.182,05
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 255.640,25 59.060,69 0,00 314.700,94
304.867,30 60.015,69 0,00 364.882,99
Insgesamt 541.917,60 81.649,41 0,00 623.567,01
Nettobuchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
1. Beteiligungen 1.510.000,00 10.000,00
2. Anteile an verbundenen Unternehmen 146.500,00 51.500,00
3. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 9.213,00 27.643,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 74.512,00 4.805,00
83.725,00 32.448,00
4. Sachanlagen
a) Geringwertige Vermögensgegenstände (Sammelposten) 2.571,00 3.526,00
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 242.087,00 240.679,00
244.658,00 244.205,00
Insgesamt 1.984.883,00 338.153,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell

Die HTB Hanseatische Fondshaus GmbH (nachfolgend kurz "HTB") ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) im Sinne des Kapitalanlageanlagegesetzbuches (KAGB). Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung von inländischen Investmentvermögen (kollektive Vermögensverwaltung). Seit dem 05.11.2014 verfügt die HTB über die Erlaubnis für eine Tätigkeit als Kapitalverwaltungsgesellschaft gem. §§ 20, 22 Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB). Als solche unterliegt die Gesellschaft der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nach den Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuches. Die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erteilte erweiterte Erlaubnis erstreckt sich seit dem 08.12.2023 auf geschlossene inländische Publikums-AIF gemäß §§ 261 ff. KAGB sowie geschlossene inländische Spezial-AIF gemäß §§ 285 ff. KAGB, die jeweils gem. ihren Anlagebedingungen investieren dürfen in Immobilien, einschließlich Wald, Forst- und Agrarland gem. § 261 Abs. 2 Nr. 1 KAGB, Anteile oder Aktien an Gesellschaften, die vorgenannte Vermögensgegenstände erwerben dürfen gem. § 261 Abs. 1 Nr. 3, Beteiligungen an Unternehmen, die nicht zum Handel an einer Börse zugelassen oder in einen organisierten Markt einbezogen sind gem. § 261 Abs. 1 Nr. 4 KAGB, Wertpapiere gemäß § 193 KAGB, Bankguthaben gemäß § 195 KAGB, Anteile oder Aktien an geschlossenen inländischen Publikums-AIF nach Maßgabe des § 261 Abs. 1 Nr. 5 oder an europäischen oder ausländischen geschlossenen Publikums-AIF, deren Anlagepolitik vergleichbaren Anforderungen unterliegt, die ausschließlich die vorgenannten Vermögensgegenstände erwerben dürfen, Anteile oder Aktien an geschlossenen inländischen Spezial-AIF nach Maßgabe des § 261 Abs. 1 Nr. 6 oder an europäischen oder ausländischen geschlossenen Spezial-AIF, deren Anlagepolitik vergleichbaren Anforderungen unterliegt, die ausschließlich die vorgenannten Vermögensgegenstände erwerben dürfen. Für geschlossene inländische Spezial-AIF gemäß §§ 285 ff. KAGB darf die KVG zusätzlich in Altfonds, die direkt/indirekt in Vermögensgegenstände gem. § 261 Abs. 2 Nr. 1 KAGB beinhalten, investieren.

Ziele und Strategien

Die HTB Hanseatische Fondshaus GmbH hat das Ziel, ihr Profil als nachhaltiger Anbieter von KAGB-konformen Investmentvermögen stetig auszubauen. Neben einer qualitativen und den regulatorischen Anforderungen entsprechenden Verwaltung der bestehenden und zukünftigen AIF durch ein aktives Risiko- und Portfoliomanagement, soll die langjährige Expertise für die kontinuierliche Angebotserweiterung von soliden und vermögensmehrenden Kapitalanlagen für Anleger und Investoren genutzt werden. Die HTB strebt in jedweder Hinsicht langfristige Beziehungen zu Kunden, Partnern und Mitarbeitern an. Diese Faktoren werden als Basis für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung gesehen. Ein Ziel für zukünftige Finanzprodukte ergibt sich in der Erfüllung bestimmter ESG-Kriterien, die von den Unternehmen hinsichtlich ihres Umgangs mit Umwelt (Environment), Gesellschaft (Social) und ihrer Unternehmensführung (Governance) beachtet werden. Hierin wird eine Chance gesehen, weitere Kunden mit einem entsprechenden Anlagehorizont zu gewinnen. Die HTB Hanseatische Fondshaus GmbH hat erste Nachhaltigkeitsüberlegungen bereits in ihr Tagesgeschäft übernommen. Die vollständige Umsetzung ist aufgrund der deutlich komplexeren Ausführungsbestimmungen erst für 2026 geplant.

Steuerungssystem

Die kollektive Vermögensverwaltung umfasst - unabhängig von der grundsätzlichen Gesamtverantwortung der Geschäftsführung - das Portfoliomanagement und das Risikomanagement. Das Portfoliomanagement ist für die Werterhaltung und idealerweise die Wertsteigerung des von Anlegern in AIF angelegten Vermögens sowie die Fruchtziehung aus dem Vermögen, jeweils unter Beachtung der regulatorischen Vorgaben zum Schutze und im Interesse der Anleger zuständig. Das Risikomanagement ist von den operativen Bereichen hierarchisch und funktionell unabhängig. Das Risikomanagementsystem gewährleistet, dass die für die jeweiligen Anlagestrategien wesentlichen Risiken der Investmentvermögen sowie der wesentlichen Risiken für die HTB selbst jederzeit erfasst, gemessen, gesteuert und überwacht werden können. Daneben umfasst die Organisation die Kompetenzen im Hinblick auf Compliance, Geldwäsche, Meldewesen und Datenschutz.

Im Juli 2015 wurden die Bereiche Interne Revision, Compliance, Betrugsprävention, Datenschutz (bis 31.12.2021) und Geldwäschebekämpfung auf die VIVACIS Consulting GmbH, Bad Homburg, ausgelagert. Die VIVACIS Consulting GmbH verfügt über eine besondere Fachexpertise und langjährige Erfahrung in den genannten Funktionen. Der Bereich Informationssicherheit (seit 01.01.2021) und Datenschutz (seit 01.01.2022) wurde auf die Security Assist GmbH, Dortmund ausgelagert. Das Unternehmen verfügt über eine besondere Fachexpertise und langjährige Erfahrung in den genannten Funktionen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands war im Jahr 2023 im Wesentlichen von einer Stagnation und großen Herausforderungen geprägt. Dabei wurden Unternehmen und private Haushalte insbesondere mit den Auswirkungen der hohen Inflation und der starken Zinswende konfrontiert. Analysten sehen in den dauerhaft hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen, der Energiekrise, den geopolitischen Spannungen, der geringen Dynamik des Welthandels und den hohen Finanzierungskosten die Gründe dafür, dass sich die Erholung der deutschen Wirtschaft von der Corona-Pandemie nicht weiter fortgesetzt hat. [1] Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist zum Jahresende 2023 nach vorläufigen Erhebungen des Statistischen Bundesamtes preis-, saison- und kalenderbereinigt um rund 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal gesunken. Auf das Gesamtjahr 2023 bezogen ließ sich damit ein Rückgang des BIP um ebenfalls 0,3 Prozent festhalten. [2] In den vorangegangenen Jahren 2021 und 2022 war die BIP-Veränderung mit 2,6 bzw. 1,8 Prozent noch positiv gewesen. Insgesamt war das Wirtschaftswachstum in 2023 erst zum neunten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland rückläufig. [3] Mit einem preisbereinigten Rückgang von 0,8 Prozent hat insbesondere der private Konsum im vergangenen Jahr aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung nachgelassen und lag damit immer noch etwas unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Gleichzeitig waren die staatlichen Konsumausgaben mit einem Minus von 1,7 Prozent im Vergleich zu 2022 rückläufig. Während die Bruttoanlageinvestitionen aufgrund gesunkener Bauinvestitionen um 0,3 Prozent zurückgingen, konnten die Investitionen in Maschinen und Anlagen mit einem Plus von 3,0 Prozent deutlich zulegen. Hohe Auftragsbestände, gute Eigenkapitalausstattung der Unternehmen und steigende, teilweise durch staatliche Maßnahmen gestützte Investitionen in die Transformation waren dafür ursächlich. Aufgrund er schwachen Nachfrage aus dem Ausland nahmen die Exporte um 1,8 Prozent ab, während die schwache Binnennachfrage für ein Rückgang der Importe um sogar 3,0 Prozent sorgte. [4] Nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes haben sich die Verbraucherpreise in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 Prozent gegenüber 2022 erhöht. [5] Im Vorjahr lag sie noch pandemie- und kriegsbedingt bei einem Plus von 6,9 Prozent. Im Laufe des Jahres 2023 sank die Inflationsrate von anfänglich 8,7 Prozent auf zwischenzeitlich 3,2 Prozent im November und zum Jahresausklang auf 3,7 Prozent. Entlastungsmaßnahmen dämpften die Teuerung von Energie im Jahresverlauf 2023 wie bereits im Vorjahr 2022 teilweise ab. Die Energieprodukte verteuerten sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Prozent. Die monatlichen Teuerungsraten für die Energie fielen von März bis Dezember deutlich geringer aus als zu Jahresbeginn, wenngleich das 2023er Ergebnis Analysen zufolge größtenteils aus dem Vergleich mit dem hohen Preisniveau des Vorjahres resultiert. [6] Trotz der schwachen Konjunktur, den damit einhergehenden Belastungen und Unsicherheiten zeigte sich der Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr vergleichsweise robust. Nach Auskunft der Bundesagentur für Arbeit waren Erwerbstätigkeit und Beschäftigung im Jahr 2023 so hoch wie nie zuvor, weshalb 2023 zu den Jahren mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der deutschen Wiedervereinigung gezählt werden kann. [7] Die Erwerbstätigkeit nahm im Jahresverlauf weiter zu (+0,7 Prozent) und erreichte im Jahresdurchschnitt 2023 einen historischen Höchststand von knapp 46 Millionen Personen. Im Jahr 2023 waren durchschnittlich rund 2,61 Millionen Personen arbeitslos gemeldet. [8] Dies entspricht einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote in Höhe von 5,7 Prozent. [9]

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahreswechsel 2023/2024 weiter verschlechtert. Das ifo-Geschäftsklima fiel im Januar 2024 auf 85,2 Punkte nach 86,3 Punkten im Dezember 2023. Während sich der Geschäftsklimaindex im verarbeitenden Gewerbe leicht verbesserte, sind die anderen Wirtschaftsbereiche (Dienstleistungssektor, Handel und Bauhauptgewerbe) weitaus pessimistischer, was die aktuelle Lage und die Aussichten angeht. [10]

Büroimmobilien

Die schwache konjunkturelle Entwicklung in Deutschland hat im Jahr 2023 für eine Zäsur auf dem Büromarkt gesorgt. Vermietungsaktivitäten wurden unternehmensseitig aufgrund von Unsicherheiten hinsichtlich des zukünftigen Geschäftsumfeldes und des Personal- sowie Büroflächenbedarfes ausgebremst. Dementsprechend präferieren viele Mieter von Büros weiterhin eine Verlängerung in ihrer Bestandsfläche gegenüber einem möglichen Umzug. Gleichwohl bietet Experten zufolge das verfügbare Angebot an Untermietflächen, Leerstand in Bestandsimmobilien und neuen Fertigstellungen bei gleichzeitig schwacher Nachfrage mieterseitig Chancen. [11] Der Geschäftserfolg von Unternehmen wird u.a. von dem derzeit stattfindenden strukturellen Wandel der Büroarbeitswelt bestimmt. Nutzeransprüche an Büroflächen haben sich in den letzten Jahren nachhaltig verändert (Return-to-Office, hybride Arbeitsplatzkonzepte, Ausstattungskriterien, ESG-Profil usw.). Der Flächenumsatz an den TOP-8-Standorten Berlin, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig und München lag im Jahr 2023 mit 2,6 Millionen m 2 rund ein Viertel unterhalb des Vorjahresergebnisses und des zehnjährigen Durchschnittswertes. [12] Trotz ausbleibender Jahresendrallye war das Schlussquartal 2023 das umsatzstärkste des Jahres. Analog zum Vorjahr blieb Berlin der Markt mit den größten Flächenumsätzen, gefolgt von München. In beiden Metropolen blieb der Umsatz rund 30 bzw. 36 Prozent unterhalb der jeweiligen Vorjahreswerten, was Analysten insbesondere auf das Fehlen von Großabschlüssen mit mehr als 10.000 m 2 zurückführen. Allgemein wurden an den TOP-8-Standorten insbesondere in den Größenklassen zwischen 500 m 2 bis 5.000 m 2 steigende Umsätze registriert. [13] Zum Jahresende 2023 hat sich der Leerstandsanstieg an den besagten Standorten weiter fortgesetzt, wenngleich auch mit verlangsamten Tempo. Erhebungen zufolge belief sich das Leerstandsvolumen mit 6 Millionen m 2 rund 13 Prozent oberhalb des Vorjahreswertes. [14] Erwartungsgemäß konnte für sämtliche Top-Büromärkte auch ein Anstieg der Spitzenmieten, insbesondere in München und Frankfurt in Richtung 50 EUR/m 2 , registriert werden.

Das Investmentvolumen für deutsche Büroimmobilien erreichte im Jahr 2023 das schwächste Ergebnis seit der Finanzkrise. Ein Kapital von lediglich 6 Milliarden EUR wurde umgesetzt und dadurch das Vorjahresergebnis um rund 73 Prozent verfehlt. [15] Experten führen dies neben dem gestiegenen Zinsniveau auch auf die im Vergleich zu anderen Marktsegmenten sehr ausgeprägte und zeitintensive Preisanpassungsphase zurück. Zudem reagiert der Büroflächenumsatz sehr schnell und deutlich auf negative Konjunkturentwicklungen. Nach 78 Prozent im Vorjahr wurden in 2023 knapp 71 Prozent aller Investments in den deutschen A-Standorten getätigt. Die 4,2 Milliarden EUR entsprechen einem Rückgang von 75 Prozent gegenüber 2022. Allein 1,5 Milliarden EUR wurden Erhebungen zufolge in Berlin umgesetzt. [16] Abseits der großen Standorte steuerten Städte bis 100.000 Einwohnern mit einem Anteil von 8 Prozent aller Büroinvestments erstaunlich viel bei. Experten sehen dies in dem schnelleren Voranschreiten des Konsolidierungszyklus bei der Preisfindung in kleineren Büromärkten begründet. [17] Netto-Spitzenrenditen legten in 2023 infolge der Zinsentwicklung erwartungsgemäß nochmals zu. Unter den A-Standorten bleibt München mit 4,20 Prozent teuerster Standort vor Berlin und Hamburg mit jeweils 4,25 Prozent. [18] Die steigende Renditen gingen im Jahr 2023 mit sinkenden Immobilienpreisen einher. Erhebungen zufolge gaben die Preise für Büroimmobilien im Schlussquartal 2023 um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal und auf Jahressicht um durchschnittlich 13,3 Prozent nach. [19]

Handelsimmobilien

Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes hat der Einzelhandel in Deutschland im Jahr 2023 preisbereinigt 3,1 Prozent weniger Umsatz und nicht preisbereinigt 2,4 Prozent mehr Umsatz im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaftet. Dies entspricht einem Rückgang des realen Jahresumsatzes um 3,8 Prozent gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2021. Während der Corona-Pandemie im Jahr 2020 hatte der deutsche Einzelhandel, infolge des Booms des Internet- und Versandhandels, einen hohen realen Umsatzzuwachs von 4,8 Prozent erreicht und in 2021 nochmals um 0,6 Prozent zugelegt. Hohe Preissteigerungen in den Jahren 2022 und 2023 führten zu einem realen Umsatzrückgang, wobei die Umsätze im Jahr 2023 noch 1,6 Prozent über dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019 lagen. [20] Die Auswirkungen des höheren Preisniveaus machten sich besonders im Einzelhandel mit Lebensmitteln bemerkbar. Den Erhebungen zufolge sind die realen Umsätze in diesem Bereich im Dezember 2022 auf einen Tiefstand gesunken, bevor sie sich im Jahresverlauf 2023 in etwa auf dem niedrigen Niveau des Jahres 2015 eingependelt haben. Auch wenn sich die hohen Inflationsraten im Laufe des Jahres 2023 verringert haben, spüren Verbraucher nach wie vor den Preisanstieg - insbesondere im Lebensmittelbereich. Dementsprechend ist die Konsumlaune der Verbraucher weiterhin getrübt, zeigt aber eine leichte Erholung, wie der Konsumklimaindex zeigt. Im Jahresverlauf 2023 verharrte der Index im negativen Bereich von -37,6 Punkten im Januar bis -27,6 Punkten im Schlussmonat 2023. [21] Auch wenn sich ein Teil der Rahmenbedingungen (u.a. sinkende Inflation, nominale Umsatzsteigerung, steigendes Konsumklima, verbesserte Passantenfrequenzen beim stationären Einzelhandel) im Verlauf des Jahres normalisiert hat, spiegelt sich diese Entwicklung Experten zufolge bisher kaum auf dem Einzelhandelsmarkt wider. Spitzenmieten haben im Jahr 2023 leicht zugelegt. [22]

Auch der Einzelhandelsinvestmentmarkt leidet unter der allgemeinen Zurückhaltung der Investoren infolge des herausfordernden Finanzierungsumfeldes. Ein Kapital in Höhe von 5,7 Milliarden EUR wurde 2023 in Handelsimmobilientransaktionen investiert. Dies entspricht einem Rückgang von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr und gar 51 Prozent in Relation zum langjährigen Durchschnitt. [23] Insbesondere Großtransaktionen jenseits von 50 Millionen EUR haben sich nahezu halbiert, was das Marktgeschehen insgesamt kleinteiliger gemacht hat. Discounter, Fach- und Supermärkte dominierten mit einem Anteil von über 44 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens. Hierfür war u.a. die milliardenschwere Übernahme von 188 Nahversorgungsimmobilien der X+bricks Gruppe durch Slate Asset Management verantwortlich. Warenhäuser und Shoppingcenter erzielten Anteile von rund 21 bzw. 10 Prozent. Ein Teil der Investitionszurückhaltung ist Experten zufolge auch auf die unklare Situation in den meisten Innenstädten zurückzuführen. Mehrwertsteuererhöhungen in der Gastronomie, jüngste Entwicklungen bei Galeria Karstadt Kaufhof, Umnutzungsszenarien und die Anpassung von Einkaufsstraßen an das aktuelle Konsumverhalten beinhalten Chancen, aber auch Risiken. Die Preise in diesem Immobiliensegment waren in 2023 gemäß vdp-Immobilienpreisindex auf Jahressicht um durchschnittlich 3,9 Prozent niedriger als im Vorjahr. [24]

Logistikimmobilien

Mit einem Flächenumsatz von 6,3 Millionen m 2 hatte der deutsche Logistikmarkt mit einem Minus von 26 Prozent erwartungsgemäß das Nachsehen gegenüber dem Vorjahr. Im Vergleich zum Zehnjahresschnitt (-9 Prozent) beurteilen Analysten die Nachfragesituation trotz aller konjunkturellen und geopolitischen Unsicherheiten weiterhin als gut. [25] Neben den schwierigen Rahmenbedingungen für Projektentwicklungen haben die Verknappung des Flächenangebots sowie Vertragsverlängerungen in Bestandsimmobilien einen höheren Flächenumsatz verhindert. Die drei wichtigsten Säulen des Logistiksektors bezogen auf den Flächenumsatz bleiben Industrie/Produktion, Logistikdienstleister und Handelsunternehmen. Letztgenannte mussten jedoch die infolge der gestiegenen Bedeutung des E-Commerce-Sektors eingenommene Spitzenposition der Vorjahre an den Bereich Industrie/Produktion abgeben, der insbesondere durch die Automobilindustrie hinzugewinnen konnte. Die großen Logistikregionen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig und München waren mit einem Anteil von rund 32 Prozent bzw. einem Flächenumsatz von ca. 2 Millionen m 2 verantwortlich (Vorjahr: 36 Prozent). Frankfurt, Düsseldorf und München konnten dabei ihre Vorjahresergebnisse steigern, während Berlin (-66 Prozent), Hamburg (-49 Prozent) und Köln (-38 Prozent) deutliche Verluste gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen hatten. [26]

Mit einem Transaktionsvolumen von rund 6,1 Milliarden EUR wurde im Jahr 2023 das Rekordergebnis des Vorjahres um ca. 40 Prozent verfehlt. Analysten zufolge wurde damit auch der zehnjährige Durchschnitt um rund 15 Prozent unterschritten. [27] Erst die Belebung des Transaktionsgeschehens in der zweiten Jahreshälfte sorgte nach einem bedingt durch das veränderte Finanzierungsumfeld sehr verhaltenen ersten Halbjahr dafür, dass diese Assetklasse in 2023 erstmals an der Spitze der Gewerbeimmobilien stand. Rund zwei Drittel des Investitionsvolumens entfielen auf Einzeldeals, ein Drittel auf Portfolioverkäufe. Analog zum Vorjahr bestimmten Großtransaktionen das Bild. 41 Prozent der Logistik-Investments betrafen eine Größenklasse von jeweils über 100 Millionen EUR. Nationale Investoren waren für ca. 52 Prozent des investierten Kapitals verantwortlich. [28] Einer Studie von bulwiengesa zufolge sind die Kaufpreisfaktoren für Logistikimmobilien bis zum Herbst 2023 im Durchschnitt um rund ein Drittel zurückgegangen. [29]

Hotelimmobilien

Das Gastgewerbe in Deutschland hat nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 rund 2,6 Prozent (real/preisbereinigt) bzw. 9,6 Prozent (nominal/nicht preisbereinigt) mehr Umsatz als im Vorjahr erwirtschaftet. [30] Die positive Veränderung im Vorjahresvergleich hat ihre Ursache in den besonders hohen realen Zuwächsen zu Jahresbeginn. Demnach waren die realen Umsätze im 1. Quartal 2023 um 15,9 Prozent höher als im noch stark von der Corona-Pandemie geprägten 1. Quartal 2022. Im weiteren Jahresverlauf schwächte sich die reale Entwicklung deutlich ab. [31] Die Übernachtungszahlen unterstreichen zudem, dass der deutsche Hotelmarkt als wesentlicher Teil der Beherbergungsbetriebe wieder den Weg auf dem Wachstumspfad gefunden und die Corona-Krise weitestgehend überwunden hat. Nach vorläufigen Ergebnissen verzeichneten Beherbergungsbetriebe im Jahr 2023 rund 487 Millionen Gästeübernachtungen, was einem Plus von 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Minus von 1,7 Prozent gegenüber 2019 entspricht. [32] Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg um 6,2 Prozent auf 406,3 Millionen und erreichte damit wieder das Vorkrisenniveau von 2019 (+0,1 Prozent). Der Anteil ausländischer Gäste nahm mit 80,9 Millionen Übernachtungen um 18,9 Prozent gegenüber 2022 zu.

Der Hoteltransaktionsmarkt verzeichnete Analysten zufolge mit dem Schlussquartal das stärkste Vierteljahr seit knapp vier Jahren, was das zunehmende Interesse an Hotelimmobilien unterstreicht. Ein Kapital in Höhe von ca. 1,5 Milliarden EUR wurde in 2023 in Hoteltransaktionen investiert. Zwar ist dies der niedrigste Wert seit 2012, hat mit einem Rückgang von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr allerdings den kleinsten Rückgang im Vergleich zu anderen Assetklassen zu verzeichnen. [33] Die Spitzenrendite für langfristig verpachtete Hotelimmobilien erhöhte sich im Verlauf des Jahres 2023 von 4,65 Prozent auf 5,25 Prozent. Insbesondere Bestandsobjekte mit langfristigen und gut abgesicherten Pachtverträgen oder betreiberfreie Objekte mit Value-Add-Potenzial wurden stark nachgefragt. [34] Experten verzeichneten für 2023 ein deutlich gesunkenes Kaufpreisniveau, das in Kombination mit hohen Auslastungsquoten neben anderen Faktoren den Hotelmarkt für Investoren interessant macht. [35]

Pflegeimmobilien

Gesundheits- und Seniorenimmobilien rücken seit einigen Jahren vermehrt in den Fokus professioneller Anleger. Aus Investorensicht sind Objekte in diesem Segment aufgrund von langfristigen Mietverträgen, hohen Auslastungsquoten und einer in weiten Teilen konjunkturunabhängigen Planbarkeit innerhalb einer alternden Gesellschaft prinzipiell sehr gefragt. Analysten zufolge haben die in 2023 gestiegenen Zinsen den Investmentmarkt im Healthcare-Segment jedoch in eine Konsolidierungs- und Preisfindungsphase versetzt. Nach rund 3,3 Milliarden EUR im Vorjahr betrug das Transaktionsvolumen lediglich 1,1 Milliarden EUR, womit auch der langjährige Durchschnitt von 2,4 Milliarden EUR deutlich verfehlt wurde. Die stark gestiegenen Finanzierungskosten und die eingeschränkte Bereitschaft von Kreditinstituten, großvolumige Deals zu begleiten, sorgten u.a. dafür, dass Paketverkäufe in der Größenordnung von mehr als 100 Millionen EUR in 2023 gänzlich ausblieben, während der Anteil im Vorjahr noch bei rund 30 Prozent lag. [36] Pflegeimmobilien wurden mit einem Anteil von rund 60 Prozent des Transaktionsvolumens wie in den Vorjahren am meisten gehandelt. Betreutes Wohnen holte mit ca. 21 Prozent den höchsten Umsatzanteil innerhalb der letzten zehn Jahre. Marktbeobachter erkennen daraus u.a. aufgrund der geringeren regulatorischen Vorgaben eine stärkere Zuwendung von Investoren hin zu betreuten Wohnformen und dem Servicewohnen für Senioren. [37] Erhebungen aus dem Herbst 2023 ergaben, dass die Preisunterschiede bei Pflegeheimen aufgrund diverser Faktoren groß sind. Demnach lagen die Kaufpreisfaktoren beim 19- bis 20fachen der Jahresmiete für Top-Objekte, beim 15fachen für Objekte mit durchschnittlicher Qualität und beim 13fachen für Objekte mit hohem Renovierungsbedarf oder sonstigen Schwächen (z. B. ESG-Konformität oder Brandschutz). [38]

Hohe Kosten, ein Mangel an Fachpersonal und teilweise fehlende Refinanzierungsmöglichkeiten durch die Pflegekassen sorgten im Jahr 2023 für eine Vielzahl von Betreiberinsolvenzen. Für einen großen Teil der von Insolvenzen betroffenen Pflegeheime konnte jedoch ein Nachfolgebetrieb gefunden werden. [39] Erhebungen zufolge gab es Anfang 2023 in Deutschland knapp 12.000 vollstationäre Pflegeheime mit insgesamt rund 920.000 Plätzen für die Altenpflege. [40] Der Bedarf wird weiterhin steigen. Laut den Ergebnissen der Pflegevorausberechnung des Statistischen Bundesamtes wird die Zahl pflegebedürftiger Menschen in Deutschland durch die zunehmende Alterung bis zum Jahr 2055 um rund 37 Prozent auf ca. 6,8 Millionen zunehmen. [41]

Wohnimmobilien

Mit einem Investmentvolumen von 5,2 Milliarden EUR in größere Wohnungsbestände ab 30 Wohneinheiten wurde in 2023 der Vorjahreswert um 60 Prozent, der langjährige Durchschnitt gar um 72 Prozent unterschritten und somit die geringste Investmenttätigkeit seit 2010 erzielt. [42] Als ursächlich für diesen drastischen Rückgang werden neben den deutlich gestiegenen Fremdkapitalkosten und den zu geringen Risikoprämien im Vergleich zu anderen Assetklassen auch die wachsenden Unsicherheiten über weitere Regulierungen angesehen. Die Kaufzurückhaltung vieler Marktakteure wurde zudem durch makroökonomische Unsicherheiten und die Annahme eines weiteren Preisrückgangs verstärkt. Institutionelle Investoren hielten sich besonders zurück. Große Bestandsportfolios machten lediglich einen Anteil von 16 Prozent des Transaktionsvolumens aus. Der Zehnjahresdurchschnitt liegt bei 54 Prozent. Ältere und moderne Bestandsobjekte wurden hingegen besonders nachgefragt. [43] Analysten zufolge gab es in 2023 lediglich sieben registrierte Großtransaktionen, darunter der Verkauf eines Projektentwicklungs- und eines Bestandsportfolios der Vonovia im Großraum Berlin und in Dresden. [44] Auf Käuferseite war im Jahr 2023 zu beobachten, dass Family Offices die zweitstärkste Käufergruppe mit einem Umsatzanteil von 19 Prozent darstellte, was Experten auf die starke Eigenkapitalausstattung für die Realisierung von Opportunitäten zurückführen, während Immobilien AGs/REITs häufig notwendigerweise auf eine Fremdfinanzierung angewiesen sind. [45] Die Preise für Wohnimmobilien gingen im vierten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,1 Prozent und verglichen mit dem dritten Quartal 2023 um 1,6 Prozent zurück. Laut vdp-Immobilienpreisindex fielen damit die Preise seit ihrem Höchststand im zweiten Quartal 2022 um insgesamt 8,4 Prozent. Zuvor hatten sie sich binnen zwölf Jahren mehr als verdoppelt. [46] In den Top 7-Städten präsentierten sich die Wohnimmobilienpreise etwas resilienter als im gesamten Bundesgebiet: Die Preise fielen im Vergleich zum vierten Quartal 2022 um durchschnittlich 5,1 Prozent. Am stärksten gaben die Preise in München und in Frankfurt am Main mit -6,3 Prozent bzw. -6,1 Prozent nach. Die geringsten Preisrückgänge verzeichneten Köln und Düsseldorf mit -4,4 Prozent und -4,8 Prozent. Berlin lag in puncto Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern (+ 6,7 Prozent) und bei den Renditen (+12,5 Prozent) an der Spitze. Im Durchschnitt erhöhten sich die Mieten in den sieben Metropolen um 5,4 Prozent, die Renditen um 11,1 Prozent. [47] Die Gesamtsituation am Mietwohnungsmarkt hat sich im Jahr 2023 infolge kräftiger Mietsteigerungen, sinkenden Leerstandsraten, rückläufiger Baugenehmigungen und einer hohen Stornierungsquote bei Wohnbauprojekten aus Nutzersicht verschärft.[48] Diese Faktoren treffen auf einen jährlichen Wohnungsbaubedarf von mindestens 400.000 Wohnungen.

Geschäftsverlauf

Die HTB Hanseatische Fondshaus GmbH hat im Geschäftsjahr 2023 die Vermögensverwaltung für 29 Alternative Investmentvermögen (AIF) erbracht. Die Assets under Management - ohne Spezial-AIF in doppelstöckigen Konstruktionen - haben sich zum 31.12.2023 auf rund 201 Millionen EUR erhöht, die Nettoinventarwerte der verwalteten Investmentvermögen - ohne Spezial-AIF - haben sich zum 31.12.2023 auf rund 176 Millionen EUR erhöht. Dieses ist im Wesentlichen durch den Vertrieb und die damit verbundene Kapitaleinwerbung des Zweitmarktfonds HTB 12. Geschlossene Immobilieninvestment Portfolio GmbH & Co. KG mit rund 17.400 TEUR und die Übernahme der Publikums-AIF BRR Bayerische Regional Re-Invest GmbH & Co. 1 geschlossene InvKG und des Publikums-AIF Fonds & Vermögen Immobilienbeteiligungs GmbH & Co. 2 KG zurückzuführen.

Mit der HTB 12. Geschlossene Immobilieninvestment Portfolio GmbH & Co. KG wurde die bewährte Zweitmarktfonds-Produktlinie der HTB wiederholt in Folge erfolgreich fortgesetzt. Aktuell wird die Produktlinie mit dem im Dezember 2023 gestatteten neuen Publikums-AIF HTB 14. Geschlossene Immobilieninvestment Portfolio GmbH & Co. KG fortgesetzt. Dies beinhaltet nunmehr zwei Spezial-AIF in der Form eines geschlossenen Sondervermögens. Die Vertriebsleistung des Jahres 2023 blieb im Service Bereich aufgrund externer Faktoren, wie der Ukraine-Krise, der Energiekrise und der veränderten Zinslandschaft, hinter den geplanten Erwartungen zurück.

Im Servicebereich wurden zwei weitere Produkte für neue Mandanten erfolgreich realisiert:

Der Publikums-AIF MHREF Wohnen 1 geschlossene Investment GmbH & Co. KG im Bereich Immobilien wurde am 15.12.2023 durch die BaFin gestattet. Der Publikums-AIF ProReal Europa 11 GmbH & Co. geschlossene Investment KG im Bereich Immobilien wurde am 15.12.2023 durch die BaFin gestattet. Der Publikums-AIF BVF Early Invest GmbH & Co. 4 geschlossene InvKG im Bereich Private Equity befand sich Ende 2023 in der Konzeptionsphase.

Ebenso wurden bzw. werden drei weitere Fonds in die Verwaltung übernommen:

Der Publikums-AIF BRR Bayerische Regional Re-Invest GmbH & Co. 1 geschlossene InvKG im Bereich Immobilien. Der Publikums-AIF Fonds & Vermögen Immobilienbeteiligungs GmbH & Co. 2 KG im Bereich Immobilien. Der Publikums-AIF BVF Early Invest GmbH & Co. 3 geschlossene InvKG im Bereich Private Equity (Gesellschafterbeschluss vom 27.12.2023 liegt vor - Übernahme in Vorbereitung).

Durch die Übernahme bzw. anstehende Übernahme von insgesamt sechs bestehenden und neuen Fonds in die Verwaltung wurden Voraussetzungen für ein künftiges Wachstum des Bereichs Service-KVG geschaffen.

Der Vertrieb des bereits verwalteten Publikums-AIF FineVest Active Ownership geschlossene Investment GmbH & Co. KG im Bereich Private Equity Fonds blieb u. a. auch aufgrund der oben genannten externen Faktoren vertrieblich deutlich hinter den geplanten Erwartungen zurück.

Die neuen Mandate tragen zum weiteren Ausbau der bisherigen Geschäftsfelder im Bereich Immobilien (Erstmarkt, Zweitmarkt) bzw. zum Aufbau des Geschäftsfelds Private Equity bei.

Mit Ankauf am 24.11.2023 hat die KVG 48 % der Gesellschaftsanteile an der HTB Immobilienfonds GmbH mit Sitz in Bremen zum Kaufpreis von 1.500 TEUR erworben. Verkäufer sind je mit 7.200 EUR Gesellschaftsanteilen (24%) Herr Dr. Wolfgang Wiesmann und Herr Wolfgang Küster. Der Kaufpreis ist in 6 gleichen Raten von 250.000 EUR, zahlbar am 30. Juni und 31. Dezember eines Jahres zu tilgen. Die erste Rate ist fällig am 30. Juni 2024. Die ausstehenden Kaufpreisverbindlichkeiten sind mit 4% p.a. zu verzinsen, beginnend am 01.01.2024. Zinsen sind jeweils zum 31. Dezember eines Jahres bzw. mit der letzten Tilgungsleistung zu zahlen. Die Beteiligung wurde zum Zwecke der strategischen Ausrichtung der HTB-Gruppe und Fokussierung auf die HTB als KVG, sowie der Vereinheitlichung der Gesellschaftsstruktur erworben.

Am 31.12.2023 verwaltete die HTB die nachfolgenden Investmentvermögen:

Publikums-AIF:

- HTB 6. Geschlossene Immobilieninvestment Portfolio GmbH & Co. KG

- HTB 7. Geschlossene Immobilieninvestment Portfolio GmbH & Co. KG

- HTB 8. Geschlossene Immobilieninvestment Portfolio GmbH & Co. KG

- HTB 10. Geschlossene Immobilieninvestment Portfolio GmbH & Co. KG

- HTB 11. Geschlossene Immobilieninvestment Portfolio GmbH & Co. KG

- HTB 12. Geschlossene Immobilieninvestment Portfolio GmbH & Co. KG

- HTB 14. Geschlossene Immobilieninvestment Portfolio GmbH & Co. KG

- DNL Prime Invest I. GmbH & Co. geschlossene Investment KG

- FineVest Active Ownership geschlossene Investment GmbH & Co. KG

- MHREF Wohnen 1 geschlossene Investment GmbH & Co. KG im Bereich Immobilien

- ProReal Europa 11 GmbH & Co. geschlossene Investment KG

- BRR Bayerische Regional Re-Invest GmbH & Co. 1 geschlossene InvKG

- Fonds & Vermögen Immobilienbeteiligungs GmbH & Co. 2 KG

Spezial-AIF:

- HTB Erste Immobilienportfolio geschlossene Investment UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG

- HTB Zweite Immobilienportfolio geschlossene Investment UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG

- HTB Dritte Immobilienportfolio geschlossene Investment UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG

- HTB Vierte Immobilienportfolio geschlossene Investment UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG

- HTB Fünfte Immobilienportfolio geschlossene Investment UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG

- HTB Sechste Immobilienportfolio geschlossene Investment UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG

- HTB Achte Immobilienportfolio geschlossene Investment UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG

- HTB Neunte Immobilienportfolio geschlossene Investment UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG

- HTB Zehnte Immobilienportfolio geschlossene Investment UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG

- HTB Elfte Immobilienportfolio geschlossene Investment UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG

- HTB Zwölfte Immobilienportfolio geschlossene Investment UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG

- HTB Dreizehnte Immobilienportfolio geschlossene Investment UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG

- HTB Vierzehnte Immobilienportfolio geschlossene Investment UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG

- HTB Zweitmarkt Spezial Geschlossene Immobilieninvestment GmbH & Co. KG

- HTB Immobilieninvestment Nr. 5 geschlossene GmbH & Co. KG

Die Geschäftsleitung beurteilt den Geschäftsverlauf - trotz der erwarteten Übernahme verschiedener neuer Service-KVG-Mandate in die Verwaltung - aufgrund der externen Faktoren als finanziell unter den Erwartungen liegend. Die Übernahme der neuen Mandate war mit in der Höhe teils nicht erwarteten Aufwendungen verbunden, während aufgrund von prozessualen Verzögerungen in 2023 noch keine wesentlichen Erträge aus diesen Mandaten erwirtschaftet werden konnten. Ebenso hatten die externen Faktoren wie die Zinskrise, Ukraine Krieg und die damit verbundene Zurückhaltung am Immobilienmarkt entsprechende Auswirkungen. Ebenso wirkten sich Themen bei einzelnen Service-Mandaten aus, wodurch insbesondere in diesem Bereich die Ertragserwartungen nicht erfüllt werden konnten.

Ertragslage

Die Provisionserträge liegen mit 4.682 TEUR leicht über dem Vorjahr 2022 (4.569 TEUR) und insgesamt wieder auf einem normalen Niveau. Davon entfielen 1.852 TEUR (Vorjahr: 1.527 TEUR) auf Vergütungen für Kapitaleinwerbung, 908 TEUR (Vorjahr: 801 TEUR) auf Transaktionsvergütungen, 1.892 (Vorjahr: 2.106) auf laufende Verwaltungsvergütungen und 30 TEUR (Vorjahr: 135 TEUR) auf Konzeptionsvergütungen für Service-KVG-Mandate. Bei den laufenden Verwaltungsvergütungen wirkte sich die Abhängigkeit der Vergütungen vom Nettoinventarwert der verwalteten Investmentvermögen in Verbindung mit einer insgesamt rückläufigen Preisentwicklung an den Immobilienmärkten negativ aus sowie das Auslaufen der Mindestvergütung eines Service-KVG-Mandats in 2022 in Verbindung mit einer bisher insgesamt sehr geringen Kapitaleinwerbung dieses Fonds.

Die Provisionsaufwendungen beliefen sich auf 2.092 TEUR (Vorjahr: 1.639 TEUR). Der Anstieg der Provisionsaufwendungen um 453 TEUR war maßgeblich durch den Anstieg der Vergütungen für Kapitaleinwerbung um 386 TEUR beeinflusst, korrespondierend zum Anstieg der Erträge aus Kapitaleinwerbung.

Der Nettoprovisionsertrag (als Saldo der Provisionserträge und -aufwendungen) beträgt für das Geschäftsjahr 2023 2.591 TEUR und ist im Vergleich zum Vorjahr (2.930 TEUR) gesunken. Der deutlich gestiegene Anteil der Erträge aus Kapitaleinwerbung an den insgesamt nur leicht erhöhten Provisionserträgen ging mit einem deutlichen Anstieg der Aufwendungen für Kapitaleinwerbung und damit auch der Provisionsaufwendungen insgesamt einher, so dass sich der Nettoprovisionsertrag im Vergleich zum Vorjahr merklich verringerte. Ferner konnte aufgrund prozessualer Verzögerungen die Erbringung verschiedener Konzeptionsleistungen nicht so zügig abgeschlossen werden wie ursprünglich geplant, so dass für das Geschäftsjahr zunächst erwartete Erträge teils noch nicht erwirtschaftet werden konnten, wodurch der Nettoprovisionsertrag ebenfalls negativ beeinflusst wurde.

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen entfallen in Höhe von 1.554 TEUR (Vorjahr: 1.636 TEUR) auf die Personalaufwendungen und in Höhe von 1.387 TEUR (Vorjahr: 900 TEUR) auf andere Verwaltungsaufwendungen. Der Personalaufwand in Höhe von 1.554 TEUR lag leicht unter dem Vorjahr (1.637 TEUR), auch aufgrund des Ausscheidens eines Geschäftsführers. Der Anstieg der anderen Verwaltungsaufwendungen um 486 TEUR gegenüber dem Vorjahr beruht im Wesentlichen auf den gestiegenen Rechts- und Beratungskosten. Der Anstieg der Rechts- und Beratungsaufwendungen ist beeinflusst durch die bisherige und geplante weitere Zunahme des Umfangs der Geschäftstätigkeit im Servicebereich. Hierdurch wurden geplante Mehraufwendungen verursacht.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge sind aufgrund rückläufiger Erträge aus der Umlage von Personalkosten um 126 TEUR auf 178 TEUR (Vorjahr 304 TEUR) gesunken.

Das Geschäftsjahr schließt mit einem Ergebnis in Höhe von -256 TEUR (Vorjahr: 546 TEUR).

Finanzlage

In der nachfolgenden Darstellung werden die zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelmittelbestandes aufgezeigt.

Kapitalflussrechnung 2023
TEUR
2022
TEUR
Cash flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 244 -86
Cash flow aus der Investitionstätigkeit -166 -93
Cash flow aus der Finanzierungstätigkeit -500 0
Zahlungswirksame Veränderungen -422 -179
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 1.680 1.860
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 1.259 1.680

Der Finanzmittelbestand betrug am Bilanzstichtag 1.259 TEUR und beinhaltet u. a. die Kapitalanforderungen des § 25 KAGB, welche auf einem separaten Konto bei der Norddeutsche Landesbank - Girozentrale -, Hannover (Nord/LB) hinterlegt sind. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gesichert.

Finanzmittelbestand und Forderungen gegenüber Kunden zusammen reduzierten sich insbesondere infolge der Ausschüttung in Höhe von 500 TEUR und des Jahresfehlbetrags in Höhe von 256 TEUR um 753 TEUR. Die Kaufpreisverbindlichkeiten aus dem Erwerb der Beteiligung an der HTB Immobilienfonds GmbH werden teilweise mit den Erträgen aus der Beteiligung selbst gedeckt.

Vermögenslage

Aktiva

2023 2022
TEUR % TEUR %
Barreserve 0 0,0 0 0,0
Forderungen an Kreditinstitute 1.259 29,3 1.680 48,3
Forderungen an Kunden 796 18,5 1.127 32,4
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 0,0 0 0,0
Beteiligungen 1.510 35,2 10 0,3
Anteile an verbundenen Unternehmen 147 3,4 52 1,5
Immaterielle Vermögensgegenstände 84 2,0 32 0,9
Sachanlagen 245 5,7 244 7,0
Sonstige Vermögensgegenstände 206 4,8 296 8,5
Rechnungsabgrenzungsposten 47 1,1 37 1,1
Bilanzsumme 4.293 100,0 3.478 100,0

Passiva

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 3 0,1 0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 2.140 49,8 271 7,8
Passive latente Steuern 26 0,6 9 0,3
Rückstellungen 206 4,8 524 15,1
Eigenkapital 1.918 44,7 2.674 76,9
Bilanzsumme 4.293 100,0 3.478 100,0

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahresstichtag um 815 TEUR erhöht. Auf der Aktivseite erhöhten sich die Beteiligungen aufgrund des Erwerbs von Anteilen an der HTB Immobilienfonds GmbH um 1.500 TEUR, während sich die Forderungen an Kreditinstitute um TEUR 421 und die Forderungen an Kunden um TEUR 331 reduzierten.

Auf der Passivseite erhöhten sich die sonstigen Verbindlichkeiten um 1.869, maßgeblich beeinflusst durch die Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 1.500 TEUR betreffend den Erwerb der Anteile an der HTB Immobilienfonds GmbH. Die Rückstellungen sind insbesondere aufgrund verringerter Steuerrückstellungen um 318 TEUR gesunken.

Das Eigenkapital reduzierte sich um 756 TEUR infolge der in 2023 vorgenommenen Ausschüttung in Höhe von 500 TEUR und des Jahresfehlbetrags 2023 in Höhe von 256 TEUR. Die Eigenkapitalquote ist von 76,9 Prozent im Vorjahr auf 44,7 Prozent im Wesentlichen durch den Erwerb der Beteiligung an der HTB Immobilienfonds GmbH bzw. die korrespondierende Kaufpreisverbindlichkeit, der erfolgten Entnahme von 500 TEUR und das Jahresergebnis gesunken. Die Eigenkapitalrendite lag im Geschäftsjahr 2023 bei -9,6 Prozent.

Gesamtaussage

Die Übernahme neuer Mandate war mit in der Höhe teils nicht erwarteten Aufwendungen verbunden, während aufgrund von prozessualen Verzögerungen in 2023 noch keine wesentlichen Erträge aus diesen Mandaten erwirtschaftet werden konnten. Infolgedessen lag das Jahresergebnis deutlich unter den Erwartungen der Geschäftsleitung. Die Vermögens- und Finanzlage wird von der Geschäftsleitung als zufriedenstellend beurteilt.

Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Die Geschäftsleitung der HTB legt jährlich eine zur Geschäftsstrategie konsistente Risikostrategie fest. Aus ihr werden die Risikoprofile und Risikolimits abgeleitet, die im Zuge des Risikomanagementprozesses fortwährend zu überwachen sind. Die Risikostrategie der HTB ist darauf ausgerichtet, Risiken zu operationalisieren und aktiv zu steuern. Mit Hilfe von für alle Mitarbeiter transparenten Prozessen und Systemen sind die frühzeitige Identifikation von Risiken und die zeitnahe Einleitung von Gegenmaßnahmen gewährleistet. Im Rahmen der Risikosteuerung werden alle im Verlauf des Risikomanagementprozesses identifizierten und als wesentlich bewertete Risiken durch geeignete Maßnahmen gesteuert. Die eingesetzten Maßnahmen tragen dabei gleichermaßen zu einer Optimierung des Chancen-Risiko-Verhältnisses und zur Einhaltung gesetzlicher bzw. interner Risikovorgaben bei.

Der Risikomanagementprozess der HTB ist unterteilt in die Teilprozesse Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken sowie deren Kommunikation. Es wird zwischen den Risikoarten Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko und operationelles Risiko unterschieden. Ad-hoc-Risikomeldungen bei plötzlich auftretenden Risikoveränderungen ergänzen den Prozess. Sie sind in unmittelbarem zeitlichem Zusammenhang mit außergewöhnlichen Vorfällen zu erstellen. Darunter können vor allem Überschreitungen von definierten Schwellenwerten verstanden werden. Ad-hoc-Risikomeldungen stellen sicher, dass wesentliche zwischen zwei Turnusmeldungen identifizierte Risiken oder erhebliche Veränderungen der Risikosituation zeitnah an das Risikomanagement und die Geschäftsführung gemeldet werden.

Die Identifikation von Risiken stellt den Ausgangspunkt für einen funktionsfähigen Risikomanagementprozess dar, da nur wahrgenommene Risiken bewertet werden können. Die Risikoidentifizierung erfolgt jährlich im Rahmen einer Risikoinventur durch die Risiko-Verantwortlichen und mündet in einen Risikokatalog für die KVG und jeden einzelnen AIF. Für alle Risiken wird von den Verantwortlichen anhand festgelegter Methoden und Verfahren eingeschätzt, mit welcher Eintrittswahrscheinlichkeit die identifizierten Risiken eintreten können und welche potenziellen Schäden mit ihnen für die KVG und der von ihr verwalteten Fonds einhergehen. Daraus ergibt sich eine Einschätzung bezüglich der Quantifizierung und Gewichtung eines Risikos. Im Zuge der Risikosteuerung und Überwachung wird geprüft, ob die vorhandenen Maßnahmen ausreichend sind, um das bestehende Gefährdungspotential wirksam zurückzuführen. Die regelmäßige Berichterstattung und Dokumentation der Risiken an die Unternehmensleitung ist ein wesentlicher Eckpunkt für einen funktionierenden Überwachungskreislauf. Zur Unterstützung werden Frühwarnindikatoren festgelegt und überwacht.

Es wird auf ein Risikomanagementsystem zurückgegriffen, das die aktuellen gesetzlichen Anforderungen erfüllt. In ihm werden alle relevanten Risikoarten und alle Phasen des o. a. Risikomanagementprozesses erfasst. Der Geschäftsführung ist es so möglich, sich jederzeit einen Überblick über die wesentlichen Risiken zu verschaffen, diese zu beurteilen und die erforderlichen Maßnahmen zu ihrer Begrenzung zu ergreifen.

Als prozessunabhängige Kontrollinstanz gewährleistet die Interne Revision der HTB die Einhaltung der internen Kontrollverfahren und überprüft die Wirksamkeit des gesamten Risikomanagementprozesses.

Risikolage

Marktrisiken

Das Geschäftsmodell der HTB ist auf die Konzeption KAGB-konformer AIF, deren Portfolioverwaltung und Risikomanagement sowie die Erbringung von Service-KVG-Leistungen ausgerichtet. Eine mangelnde Zugriffsmöglichkeit auf Sachwerte und Beteiligungen sowie eine fehlende Investitionsbereitschaft auf Seiten der Anleger hätte erhebliche Auswirkungen auf den zukünftigen Cash flow sowie die Ertragslage der Gesellschaft. Darüber hinaus sind die laufenden Verwaltungsvergütungen von der NAV-Entwicklung der Investmentvermögen abhängig. Veränderungen der NAV-Entwicklung aufgrund von Markteinflüssen haben damit auch Auswirkungen auf die laufenden Erträge der Gesellschaft. Zudem steht die HTB mit anderen Kapitalverwaltungsgesellschaften im Wettbewerb.

Es besteht das Risiko, dass die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und der Krieg zwischen Russland und der Ukraine erhebliche wirtschaftliche Belastungen mit sich bringen. Aktuell reagiert das Investmentumfeld mit erhöhter Volatilität. Beispielsweise können Miet- oder Pachtzahlungen bei den Immobilien verschoben werden oder entfallen, Anschlussmieter schwieriger zu finden sein, Leerstandsraten steigen, Wertminderungen eintreten und generell Immobilienverkäufe erschwert sein. Nach Ende der Corona-Pandemie sind die strukturellen Folgen der Corona-Pandemie, insbesondere auf die Immobilienwirtschaft und die Wertentwicklung bei Immobilien, derzeit noch nicht vollends absehbar. Trotz der im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr wieder stark gesunkenen Inflationsrate hatte diese weiterhin merklichen Einfluss auf das Wirtschaftsgeschehen. Zudem haben sich die im Jahr 2022 sprunghaft gestiegenen Fremdfinanzierungszinsen im Jahr 2023 etwa auf dem höheren Niveau stabilisiert. Aufgrund der damit einhergehenden erhöhten Renditeerwartung von Immobilieninvestitionen sowie der Verteuerung von Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen sind die Immobilienpreise im Jahr 2023 weiter gesunken. Inwieweit sich daraus nachhaltige negative Auswirkungen auf die Immobilienpreisentwicklung und die Geschäftstätigkeit der KVG ergeben, ist derzeit noch nicht absehbar.

Liquiditätsrisiken

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich - trotz des Jahresfehlbetrags - keine Liquiditätsrisiken ergeben. Im Regelfall ist die Geschäftstätigkeit der KVG kostendeckend und führt zu finanziellen Überschüssen.

Operationelle Risiken

Der Erfolg der KVG ist durch die geringe Unternehmensgröße von einer begrenzten Anzahl von Schlüsselpositionen abhängig. Zur Erreichung der Unternehmensziele ist die HTB darauf angewiesen diese langfristig zu binden und in notwendigem Umfang weitere qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen. Die HTB hat bestimmte Prozesse und Tätigkeiten wie Compliance und Datenschutz, Geldwäsche, Interne Revision und Rechnungswesen an verschiedene Unternehmen ausgelagert. Es könnte daher hinsichtlich der ausgelagerten Tätigkeiten zu fehlerhafter oder nicht fristgerechter Leistungserbringung kommen, aus der Schäden am verwalteten Vermögen oder an der Reputation der HTB entstehen. Mit einer sorgfältigen Prüfung im Auswahlprozess und einem laufenden Auslagerungscontrolling wirkt die KVG diesem Risiko entgegen. Im Berichtszeitraum haben die Auslagerungsunternehmen ihre Tätigkeiten vertragsgemäß und ohne Beanstandung erbracht.

Nicht zuletzt aufgrund der Nachwirkungen der Covid-19-Pandemie und der hohen Inflation und der starken Zinswende sind die Vertriebsmöglichkeiten im Geschäftsjahr zurückgegangen. Hier besteht das Risiko, dass die geplanten Vertriebszahlen und damit der geplante Einwerbungsverlauf nicht erreicht werden kann. Dies hätte insoweit indirekte Folgen, da das nötige Ankaufsvolumen für die Portfoliofonds möglicherweise nicht in der geplanten Höhe zur Verfügung steht. Mögliche Risiken für den Einwerbungsverlauf der HTB-Fonds ergeben sich auch durch die am 02.08.2022 in Kraft getretenen strengeren Nachhaltigkeitsanforderungen in der Anlageberatung. Danach dürfen an Anleger mit Nachhaltigkeitspräferenzen nur noch Finanzprodukte vertrieben werden, die bestimmte Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen. Die sich derzeit im Vertrieb befindenden Produkte der HTB erfüllen diese Anforderungen nicht.

Finanzielle Risiken

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der HTB ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Bei dem Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Die HTB hat ausschließlich originäre Finanzinstrumente im Einsatz. Hierzu zählen am Bilanzstichtag täglich fällige Forderungen gegen Kreditinstitute, Forderungen gegen Kunden, sonstige Vermögensgegenstände und sonstige Verbindlichkeiten. Diese Finanzinstrumente entstehen im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit, so dass eine Vermeidung von Risiken möglich ist. Guthaben bei Kreditinstituten werden nur bei bonitätsstarken Banken mit einer guten Reputation hinterlegt. Die Gesellschaft nimmt zum Bilanzstichtag weiterhin keine Kreditlinien von Kreditinstituten in Anspruch.

Geschäftsbeziehungen werden grundsätzlich nur mit Geschäftspartnern eingegangen, die über eine gute Reputation verfügen. Die entstandenen Ansprüche werden in Bezug auf ihre Fälligkeit laufend überwacht. Bei Zahlungsverzug sorgt ein effizientes und zeitnahes Mahnwesen für die Geltendmachung der Ansprüche.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind ebenfalls als Finanzinstrumente zu klassifizieren. Hierzu zählen insbesondere die Steuerverbindlichkeiten sowie Dienstleistungsverbindlichkeiten aus der operativen Geschäftstätigkeit. Die Zielsetzung besteht in einer fristgerechten Begleichung der Verbindlichkeiten.

Die Finanzinstrumente der Gesellschaft unterliegen derzeit keinem erkennbaren bzw. wesentlichen Marktrisiko.

Gesamtbewertung der Risikosituation

Die wesentlichen Risiken resultieren aus dem Beschaffungsrisiko von Assets, Risiken aus Auslagerungssachverhalten sowie einem Personenrisiko. Es ist ein Risikomanagementsystem etabliert, das die Geschäftsführung in die Lage versetzt, Risiken rechtzeitig zu erkennen, zu bewerten und Steuerungsmaßnahmen zu ergreifen. Bestandsgefährdende Risiken sind zum Berichtsstichtag und für das folgende Geschäftsjahr derzeit nicht erkennbar.

Chancenbericht

Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war in 2023 weiterhin stark geprägt durch die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und dem Ukraine Konflikt. Durch diese Faktoren und die Energiekrise steigerte sich das Inflations- und Zinsniveau deutlich. Gleichwohl wird im Jahr 2024 von der HTB weiterhin ein stabiler Markt für sachwertorientierte, unternehmerische Beteiligungen erwartet. Für den Vertrieb der HTB 14. Geschlossene Immobilieninvestment GmbH & Co. KG und den Vertrieb eines neuen Erstmarktproduktes werden daher im Jahr 2024 weiterhin gute Chancen gesehen.

Weiterhin sind Erstmarktimmobilienfonds als Publikums- und/oder Spezial-AIF in Vorbereitung. Der Immobilienbeschaffungsmarkt ist diesbezüglich nicht einfacher als in den Vorjahren, gleichwohl werden mittlere bis gute Chancen in der Beschaffung von Erstmarktimmobilien gesehen. Insbesondere sollen weitere Produkte als sog. § 6b EstG-AIF in 2024 folgen.

Darüber hinaus werden durch die Realisierung bzw. Übernahme von insgesamt sechs neuen Fonds in die Verwaltung der Bereich Service-KVG weitere strategische Chancen erwartet. Als mittelständisch geprägter Anbieter von Kapitalanlagen ist die HTB darauf angewiesen, Produktnischen zu besetzen. Zusätzlich wurde das Unternehmensfeld Service-KVG erschlossen, welches ebenfalls weitere Chancen auf entsprechende Erträge bietet. Hiermit wendet sich die HTB gezielt an neue Kunden, für die neue Produkte und Lösungen, die sich unter Beachtung von Rendite und Risiko gezielt an speziellen Kundenwünschen orientieren, entwickelt werden. Service-KVG-Leistungen sollen auch weiterhin ausgewählten Partnern angeboten werden. Diesbezüglich werden von den Bereichen Erstmarktimmobilien und Private Equity entsprechende Chancen für das Geschäftsjahr 2024 gesehen.

Prognosebericht

Das Geschäftsjahr 2024 ist nach Auffassung der Geschäftsführung und der Gesellschafter als stabile Geschäftsbasis im Bereich Zweitmarkt- und Erstmarktimmobilien zu verstehen. Für das Geschäftsjahr 2024 ist die Fortsetzung und Erweiterung der bisherigen Produkte geplant. Mit dem Vertrieb der HTB 14. Geschlossene Immobilieninvestment GmbH & Co. KG wurde wieder in Folge an das bewährte Zweitmarktfondskonzept angeknüpft. Es ist geplant, diesen in 2024 und 2025 zu vertreiben. Die erfolgreiche Realisierung der HTB Immobilieninvestment Nr. 5 geschlossene GmbH & Co. KG setzte die Reihe der Erstmarktimmobilien fort. Hieran soll in 2024 angeknüpft werden. Damit wird die wieder zunehmende Anzahl von Investmentvermögen in der Verwaltung zu einer Steigerung der kontinuierlichen Einnahmen führen.

Deshalb wird in wirtschaftlicher Hinsicht für das Geschäftsjahr 2024 ein positives Ergebnis in Höhe von rund 500 TEUR erwartet. Zu berücksichtigen ist aber, dass die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, die Ukraine-Krise, die Energiekrise und die veränderte Zinslandschaft weiterhin erhebliche wirtschaftliche Belastungen mit sich bringen, deren Ausmaß und Folgen derzeit noch nicht absehbar sind. Dies kann das wirtschaftliche Ergebnis in erheblicher Hinsicht beeinflussen. Beispielsweise werden Immobilien aktuell zu - gemessen am gestiegenen Zinsniveau - noch immer hohen Kaufpreisen angeboten. Aktuell reagiert das Investmentumfeld mit erhöhter Zurückhaltung.

Des Weiteren ist der Ausbau und Stabilisierung des Geschäftsbereiches im Bereich Private Equity geplant. Die Gesellschaft wird die personellen Kapazitäten dem Geschäftsumfang anpassen und weiter in die Optimierung von Geschäftsprozessen investieren. Es ist geplant die Kapazitäten mit steigendem Geschäftsumfang insbesondere im Sachbearbeitungsbereich auszubauen.

 

Bremen, den 15. Mai 2024

HTB Hanseatische Fondshaus GmbH

gez. Andreas Gollan

gez. Dr. Peter Lesniczak

gez. Alexander Lang

[1] CBRE Market Outlook Deutschland 2024

[2] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240115-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-januar-2024.html

[3] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/06/PD23_N032_81.html

[4] https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/Wirtschaftliche-Lage/2024/20240115-die-wirtschaftliche-lage-in-deutschland-im-januar-2024.html

[5] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html

[6] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html

[7] https://www.arbeitsagentur.de/presse/2024-02-jahresrueckblick-2023

[8] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1223/umfrage/arbeitslosenzahl-in-deutschland-jahresdurchschnittswerte/

[9] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1224/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-seit-1995/

[10] https://www.ifo.de/fakten/2024-01-25/ifo-geschaeftsklimaindex-gefallen-januar-2024

[11] CBRE Market Outlook Deutschland 2024

[12] BNP Paribas Real Estate Büromarkt Deutschland Q4 2023

[13] BNP Paribas Real Estate Büromarkt Deutschland Q4 2023

[14] BNP Paribas Real Estate Büromarkt Deutschland Q4 2023

[15] BNP Paribas Real Estate Büro-Investmentmarkt Deutschland Q4 2023

[16] BNP Paribas Real Estate Büro-Investmentmarkt Deutschland Q4 2023

[17] BNP Paribas Real Estate Büro-Investmentmarkt Deutschland Q4 2023

[18] BNP Paribas Real Estate Büro-Investmentmarkt Deutschland Q4 2023

[19] https://www.pfandbrief.de/site/de/vdp/Presse/News/pressemitteilungen/20240212_Index_q4_2023.html

[20] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_004_45212.html

[21] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2425/umfrage/gfk-konsumklima-index/

[22] CBRE Market Outlook Deutschland 2024

[23] BNP Paribas Real Estate Retail-Investmentmarkt Deutschland Q4 2023

[24] https://www.pfandbrief.de/site/de/vdp/Presse/News/pressemitteilungen/20240212_Index_q4_2023.html

[25] BNP Paribas Real Estate Logistikmarkt Deutschland Q4 2023

[26] BNP Paribas Real Estate Logistikmarkt Deutschland Q4 2023

[27] BNP Paribas Real Estate Logistik-Investmentmarkt Deutschland Q4 2023

[28] BNP Paribas Real Estate Logistik-Investmentmarkt Deutschland Q4 2023

[29] https://bulwiengesa.de/sites/default/files/2023-09/pm_logistik_und_immobilien_2023.pdf

[30] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_029_45213.html

[31] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_029_45213.html

[32] https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_053_45.html

[33] CBRE Market Outlook Deutschland 2024

[34] CBRE Market Outlook Deutschland 2024

[35] BNP Paribas Real Estate Hotel-Investmentmarkt Deutschland Q4 2023

[36] BNP Paribas Real Estate Healthcare-Investmentmarkt Deutschland Q4 2023

[37] CBRE Market Outlook Deutschland 2024

[38] https://www.haufe.de/immobilien/investment/wachstum-am-pflegeimmobilienmarkt-nicht-aufzuhalten_256_475056.html

[39] Savills Gesundheitsimmobilienmarkt Januar 2024

[40] https://www.pflegemarkt.com/fachartikel/pflegestatistik-2023/

[41] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1376522/umfrage/prognose-zur-anzahl-von-pflegebeduerftigen-in-deutschland/

[42] BNP Paribas Real Estate Wohn-Investmentmarkt Deutschland Q4 2023

[43] BNP Paribas Real Estate Wohn-Investmentmarkt Deutschland Q4 2023

[44] CBRE Market Outlook Deutschland 2024

[45] BNP Paribas Real Estate Wohn-Investmentmarkt Deutschland Q4 2023

[46] https://www.pfandbrief.de/site/de/vdp/Presse/News/pressemitteilungen/20240212_Index_q4_2023.html

[47] https://www.pfandbrief.de/site/de/vdp/Presse/News/pressemitteilungen/20240212_Index_q4_2023.html

[48] Savills Wohnimmobilienmarkt Deutschland Januar 2024

Bestätigungsvermerk

Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss zum 31.12.2023.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HTB Hanseatische Fondshaus GmbH, Bremen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HTB Hanseatische Fondshaus GmbH, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HTB Hanseatische Fondshaus GmbH, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 31. Mai 2024

Baker Tilly GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dr. Christian Reibis, Wirtschaftsprüfer

gez. Christian Mader, Wirtschaftsprüfer

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