Gasversorgung Bad Rodach GmbH
Selbe AdresseSpeichern von Gas zu Versorgungszwecken
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Tobias Ehrlicher seit 25.4.2013 | Eigentümer |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stadtwerke Bad RodachBad RodachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Bilanz zum 31.12.2019Aktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung 2019
Nachrichtlich: Verwendung des Bilanzgewinns
Anhang für das Geschäftsjahr 2019I. Angaben zur Form und Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Stadtwerke Bad Rodach, Amtsgericht Coburg HRA 3812, sind ein Eigenbetrieb der Stadt Bad Rodach im Sinne des Art. 88 GO. Sie umfassen die im steuerlichen Querverbund (§ 4 EBV) zusammengefassten Betriebszweige Stromversorgung und Wasserversorgung sowie die Erzeugung, Verteilung und Vermarktung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien. Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) vom 23.07.2015 und der Eigenbetriebsverordnung (EBV) aufgestellt. Die Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Anlagennachweis wurden nach den Formblättern der Verwaltungsvorschrift zur Eigenbetriebsverordnung (VwvEBV) erstellt. In 2019 wurde der DATEV-Kontenrahmen vom SKR 04 auf das Branchenpaket für kommunale Unternehmen umgestellt, die Kontenlänge hat sich um eine Stelle erhöht. Die Vergleichszahlen für das Wirtschaftsjahr 2018 sind auf Tausend EUR gerundet. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze AKTIVA Das Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, entsprechend der branchenüblichen Nutzungsdauer angesetzt. Die ab dem Wirtschaftsjahr 2003 erhaltenen Baukostenzuschüsse werden ab 2010 wieder passivisch abgesetzt. In den Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen wurden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten in angemessenem Umfang einbezogen. Geringwertige Vermögensgegenstände werden sofort bzw. gleichmäßig über fünf Jahre abgeschrieben. Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten, die Wertpapiere des Anlagevermögens sind mit dem Nominalwert bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips. Auf alle Vorrätegruppen werden Bewertungsabschläge vorgenommen, die das Lagerrisiko und andere wertmindernde Umstände berücksichtigen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen bilanziert. Allen erkennbaren Ausfallrisiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. PASSIVA Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle zum Abschlussstichtag erkennbaren Risiken und sind gemäß § 253 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Alle gebildeten langfristigen Rückstellungen (> 1 Jahr) sind gemäß § 253 Abs. 2 HGB diskontiert. Die Abzinsung erfolgt entsprechend der Laufzeiten mit den durch die Deutsche Bundesbank im Internet veröffentlichten Zinssätzen. Mit der Bildung von Rückstellungen sind allen erkennbaren Verpflichtungen Rechnung getragen. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. III. Angaben zu Positionen der Bilanz ANLAGEVERMÖGEN Die immateriellen Vermögensgegenstände umfassen gezahlte Baukostenzuschüsse an die FWO, Kronach, sowie Software für die Buchhaltung, für das geographische Informationssystem und für die Sparten Netz und Vertrieb Die in der Bilanz zusammengestellten Positionen des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Berichtsjahr sind in einer gesonderten Aufstellung (vgl. Anlage zum Anhang) dargestellt. Finanzanlagen umfassen Namensaktien der Wirtschaftlichen Vereinigung deutscher Versorgungsunternehmen mit dem Nominalwert von 104,00 EUR und den 50 % - Geschäftsanteil für die GVR, Gasversorgung Bad Rodach GmbH, mit Sitz in Bad Rodach im Nennbetrag von 257.031,35 EUR. Die Höhe des Eigenkapitals der Gasversorgung Bad Rodach GmbH beläuft sich auf 819.854,45 EUR einschließlich des Jahresüberschusses 2019 mit 87 TEUR. UMLAUFVERMÖGEN Das Umlaufvermögen gliedert sich in die Posten Vorräte (Lagerbestände), Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände sowie Barbestände. Der Wertansatz wurde zum Stichtag 31. Dezember 2019 ermittelt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 580 TEUR. Nach Kürzung um die Wertberichtigung über 23 TEUR ergibt sich ein Bilanzansatz von 557 TEUR (Vorjahr: 674 TEUR)
Sämtliche Forderungen besitzen eine Restlaufzeit unter einem Jahr. Die Forderungen an die GVR betreffen in erster Linie die in Rechnung gestellten Leistungen aus der kaufmännischen Betriebsführung sowie für die Zertifizierung nach DIN 27001:
Sämtliche Forderungen besitzen eine Restlaufzeit unter einem Jahr. Die Forderungen an die Gemeinde und andere Eigenbetriebe setzen sich wie folgt zusammen:
Sämtliche Forderungen besitzen eine Restlaufzeit unter einem Jahr. Die Sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich in die Einzelposten:
Das Barvermögen (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) ist auf nachstehenden Konten angelegt:
AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNG Die aktive Rechnungsabgrenzung betrifft hauptsächlich Rechnungen für Softwareunterhaltung und -wartung.
LATENTE STEUERN Es bestehen temporäre Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise. Die Steuerlatenzen ergeben sich aus unterschiedlichen Ansätzen in der Handelsbilanz und der Steuerbilanz bei dem Ansatz von Rückstellungen. Soweit sich nach Verrechnung mit passiven latenten Steuern insgesamt ein aktiver latenter Steuerüberhang ergibt, erfolgt in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keine Bilanzierung. Die Bewertung der Wertdifferenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer, von insgesamt 27,03 Prozent. STAMMKAPITAL Das Stammkapital ist unverändert und die Gewinnrücklagen wurden um 20 TEUR erhöht. Die allgemeinen Rücklagen sind die erlassenen Gewerbesteuern 2001 - 2006. EMPFANGENE ERTRAGSZUSCHÜSSE Anfangsbestand
RÜCKSTELLUNGEN Die Rückstellungen wurden auf der Grundlage der neuen Fassung des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Berechnung der Rückstellungen, soweit notwendig und erwartet, berücksichtigt.
VERBINDLICHKEITEN
Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert.
Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen beinhalten Vorauszahlungen für Strom und Wasser von Kunden (Verbrauchern). Der jeweilige Betrag wurde aus Sicherheitsgründen erhoben.
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Erlöse aus Vermietung und Verpachtung in Höhe von 7.167,64 EUR wurden wie im Vorjahr von den Sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse umgegliedert. Bei gemeinsamen Erlös- oder Aufwandsposten wurde der Schlüssel 70/30 (E/W) angesetzt. Zu Ziff. 1 GuV-R. Die Umsatzerlöse umfassen den Verkauf von Strom und Wasser für Tarifkunden und Sonderabnehmer sowie die Umsätze für Installationen. Der Eigenverbrauch für Pumpstrom zur Wasserförderung ist in Anlage 3, Blatt 1 "Erfolgsübersicht" unter Ziffer 1b dargestellt. Dieser Posten hat für die Erfolgsrechnung des Gesamtbetriebes durchlaufenden Charakter. Die Einzelposten gliedern sich wie folgt:
Zu Ziff. 2 GuV-R. Andere aktivierte Eigenleistungen sind Beträge für Lohnanteile und Lagermaterial bei der Erstellung von Neuanlagen.
Zu Ziff. 3 GuV-R.
Zu Ziff. 4 GuV-R. Materialaufwand
Zu Ziff. 5 GuV-R. Personalaufwand
Sämtliche Mitarbeiter haben über die Bayerische Versicherungskammer, Zusatzversorgung der bayerischen Gemeinden, Anspruch auf die betriebliche Altersversorgung. Der Umlagesatz beträgt derzeit 3,75% zuzüglich 4% Sonderbeitrag des Arbeitgebers. Die übrigen personellen Erläuterungen sowie die Angaben zu den Aufsichtsorganen werden am Ende des Anhangs in Anlage 1.3 Blatt 17 beschrieben. Zu Ziff. 6 GuV-R. Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den Rechts- und Beratungskosten sind Leistungen an den Abschlussprüfer (BKPV) in folgender Höhe enthalten:
Zu Ziff. 8 GuV-R. Erträge aus Beteiligungen
Zu Ziff. 9 GuV-R. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Folgende Erträge sind aus der Abzinsung von Rückstellungen enthalten:
Zu Ziff. 10 GuV-R. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Folgende Aufwendungen sind aus der Abzinsung von Rückstellungen enthalten:
Zu Ziff. 11 GuV-R. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Zu Ziff. 13 GuV-R. Sonstige Steuern
Es bestehen zeitlich begrenzte Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz ausschließlich den Bereich Strom betreffend bei den Rückstellungen Regulierungskonto. Die Abweichungen bei den Rückstellungen führen zu aktiven latenten Steuern. Verlustvorträge bestehen keine. Für die Bewertung der latenten Steuern wird ein durchschnittlicher Steuersatz in Höhe von 27,025 % herangezogen. Das Wahlrecht, aktive latente Steuern in der Bilanz anzusetzen, wird nicht in Anspruch genommen. Angabepflichten zu wesentlichen Ereignissen nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Wirtschaftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben. Personalstand und Aufsichtsorgane Die Stadtwerke werden von einem kaufmännischen Werkleiter, Herrn Clemens Koropecki, geleitet. Daneben sind beschäftigt:
Im Jahr 2019 waren durchschnittlich 19 Beschäftigte angestellt. Ab 01.01.2013 werden drei Mitarbeiter, ab 01.08.2019 noch zwei Mitarbeiter lohnmäßig direkt bei der Stadt Bad Rodach geführt. Dem Werkausschuss gehörten 2019 folgende Stadträte an:
Im Jahr 2019 wurden an Sitzungsgeldern 3.542,08 EUR gezahlt. Auf die Angabe der Bezüge des Werkleiters wird unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Verwendung des Jahresergebnisses Die Werkleitung schlägt dem Stadtrat vor, vom Bilanzgewinn von 597.644,78 EUR, der sich aus dem Gewinnvortrag von 893,25 EUR und dem Jahresgewinn von 596.751,53 EUR ergibt, 595.000,00 in die Rücklagen einzustellen und 2.644,78 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. Anlagennachweis zum 31.12.2019Entwicklung des Anlagevermögens
Anlagenzugänge 2019 Die Anlagen der Stadtwerke Bad Rodach wurden im Wirtschaftsjahr 2019 um folgende Einrichtungen erweitert:
Bad Rodach, 12.11.2020 STADTWERKE BAD RODACH Clemens Koropecki, Werkleiter Lagebericht für das Geschäftsjahr 20191. Geschäftsmodell Die Stadtwerke Bad Rodach, Amtsgericht Coburg HRA 3812, sind ein Eigenbetrieb der Stadt Bad Rodach im Sinne des Art. 88 GO. Sie umfassen die im steuerlichen Querverbund (§ 4 EBV) zusammengefassten Betriebszweige Stromversorgung und Wasserversorgung sowie die Erzeugung, Verteilung und Vermarktung von Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien. Die Verfassung und Organisation der Stadtwerke Bad Rodach ist in der Betriebssatzung vom 20. Juni 2008 i.d.F. vom 15. Dezember 2016 festgelegt. 2. Wirtschaftsbericht GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2019 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,6 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit im zehnten Jahr in Folge gewachsen. Dies ist die längste Wachstumsphase im vereinten Deutschland. Das Wachstum hat 2019 aber an Schwung verloren. In den beiden vorangegangenen Jahren war das preisbereinigte BIP deutlich stärker gestiegen, 2017 um 2,5 % und 2018 um 1,5 %. Verglichen mit dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von +1,3 % ist die deutsche Wirtschaft 2019 schwächer gewachsen. Gestützt wurde das Wachstum im Jahr 2019 vor allem vom Konsum: Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 1,6 % höher als im Vorjahr, die Konsumausgaben des Staates stiegen um 2,5 %. Die privaten und staatlichen Konsumausgaben wuchsen damit stärker als in den beiden Jahren zuvor (Private Konsumausgaben 2017 und 2018 jeweils +1,3 % zum Vorjahr; Konsumausgaben des Staates 2017 +2,4 % und 2018 + 1,4 % zum Vorjahr). Die deutschen Exporte nahmen im Jahresdurchschnitt 2019 weiter zu, aber nicht mehr so stark wie in den Vorjahren: Preisbereinigt exportierte die deutsche Wirtschaft 0,9 % mehr Waren und Dienstleistungen als 2018. Die preisbereinigten Importe stiegen mit +1,9 % stärker (Quelle: Pressemitteilung www.destatis.de vom 15.01.2020). Das Wirtschaftswachstum wurde zuletzt vor allem von den binnenwirtschaftlich orientierten Branchen getragen, während die exportorientierte Industrie schwächelte. Das anhaltend schwache Exportwachstum dürfte sich im Verlauf des Jahres 2020 allmählich erholen. Für 2020 erwarten die Bundesbank-Volkswirte ein Wachstum von 0,6 Prozent. Für das Wirtschaftswachstum überwiegen weiterhin Abwärtsrisiken durch außenwirtschaftliche Gefahrenherde, die den Abschwung der Industrie verschärfen und verlängern können. Das Mitte November 2019 vom Bundestag verabschiedete Klimapaket enthält Maßnahmen, die sich auf Verbraucherpreise und Wirtschaftswachstum auswirken. Der Gesetzgeber verpflichtet sich ab dem Jahr 2021 Unternehmen, die Heiz- und Kraftstoffe in den Handel bringen, Zertifikate für CO 2-Emmissionen zu erwerben. Da die Unternehmen die Aufschläge vollständig an die Verbraucher weitergeben, wirkt sich die Einführung der Zertifikate direkt auf die Verbraucherpreise aus. Dies dämpft die Kaufkraft der privaten Haushalte und schwächt damit den privaten Konsum (Quelle: Deutsche Bundesbank, Monatsbericht Dezember 2019). BRANCHENWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN 1. Stromversorgung Eine der dezentralen Herausforderungen unserer Zeit ist die sichere, preiswerte und umweltschonende Energieversorgung. In ihrem Tagesgeschäft stellen sich die Energieversorgungsunternehmen diesen Aufgaben, die von der Stromerzeugung über das Betreiben von Stromnetzen bis zum Vertrieb von und dem Handel mit Strom reichen. In einem differenzierten liberalisierten Markt gehören auch alle Dienstleistungen dazu, die einen Beitrag zur allgemeinen Elektrizitätsversorgung leisten. Ambitionierte Zielsetzungen werden ebenso wie energiepolitische Visionen an den Realitäten gemessen, um eine wirtschaftliche, zukunftsorientierte, nachhaltige und verbraucherfreundliche Energieversorgung zu garantieren. Für eine erfolgreiche Energiewende sind stabile Rahmenbedingungen notwendig, um auf viele Jahrzehnte angelegte Investitionen mit vertretbaren Kosten für die Energieverbraucher tätigen zu können. Entscheidungen für die Energieversorgung sind einschneidend und von langfristiger Bedeutung, betreffen Generationen und haben Auswirkungen auf Natur und Umwelt. Getroffene Entscheidungen für die Energieversorgung im Jahresrhytmus infrage zu stellen, verunsichert die Akteure der Energiewende, verteuert alles und setzt die Versorgungssicherheit sowie eine erfolgreiche Energiewende aufs Spiel. Die Energiewende wird nur in einem das Gesamtsystem betrachtenden Ansatz gelingen und die langfristigen CO 2 - Reduktionsziele werden nur bei einer intelligenten Verknüpfung (Sektorenkopplung) von Strom, Wärme, Mobilität und industriellen energieverbrauchenden Prozessen erreicht. Vor allem sind die unteren Netzebenen der Verteilnetzbetreiber ein wichtiger Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende, da hier ein Großteil der dezentralen Energiegewinnungsanlagen angeschlossen werden. Die Betreiber dieser Netze nehmen eine maßgebliche Rolle bei der Bewältigung der damit verbundenen technischen und administrativen Aufgaben ein. Der mit weit über 800 Paragraphen versehene energiewirtschaftliche Ordnungsrahmen steigt kontinuierlich an und ist für Kunden nicht nachvollziehbar und intransparent. Auch gefährdet die überbordend gewordene Bürokratie bei der Umsetzung der komplexen und verworrenen Gesetzesvorgaben die Existenz der vielen kleinen und mittleren Versorgungsunternehmen. Fundiert und zugleich zukunftsorientiert ausgebildete Fachkräfte mit zusätzlichen Kompetenzen sind Voraussetzung für die Transformation der Energiesysteme und auch der Digitalisierung. Ein zukünftiges intelligentes Energieversorgungssystem umfasst die Umsetzung und Steuerung von intelligenten Erzeugern, Verbrauchern und Netzbetriebsmitteln mithilfe von Informations- und Kommunikationstechnik. Die Rahmenbedingungen der Energiepolitik haben sich fortentwickelt. Zur Erreichung der Energie- und Klimaschutzziele 2030 wurde unter anderem ein Bundes-Klimaschutzgesetz und eine CO 2-Bepreisung für Verkehr und Wärme ab 2021 beschlossen. Weiterhin hat die Bundesregierung das Kohleausstiegsgesetz zur Reduzierung und Beendigung der Kohleverstromung bis 2038 beschlossen. Durch die Abschaffung des Deckels von 52 GW für die Förderungen von PV-Anlagen soll der Ausbau der erneuerbaren Energien verstärkt werden. Die Bruttostromerzeugung in Deutschland verminderte sich 2019 um etwa 4,8 % auf rund 612 Mrd. kWh. Spürbar geändert hat sich der Energiemix der Stromerzeugung nach Energieträgern: Während sich die Stromerzeugung aus dem Einsatz von Steinkohle (-30,6 %), Braunkohle (-21,8 %), Mineralöl (-1,9 %) und Kernenergie (-1,2 %) verringerte, kam es bei den erneuerbaren Energieträgern zu einem deutlichen Plus von 8,7 %. Zugleich nahm die Stromerzeugung aus Erdgas 2019 um 10,3 % zu. Im Ergebnis konnten die erneuerbaren Energien ihre Spitzenposition bei der Erzeugung mit insgesamt rund 244 Mrd. kWh und einem Stromerzeugungsanteil von 39,9 % vor der Braunkohle (18,6 %, 114 Mrd. kWh) dem Erdgas (14,9 %, 91 Mrd. kWh) und Kernenergie mit 12,3 %, 75 Mrd. kWh und der Steinkohle mit 9,4 %, 57 Mrd. kWh sowie den übrigen Energieträgern mit 4,9 %, 26 Mrd. kWh ausweiten. Der Bruttostromverbrauch nahm um 2,5 % auf 579,7 Mrd. kWh ab (Quelle: AG Energiebilanzen). Die Energieversorgung gehört in Deutschland zur Daseinsvorsorge. Die European Energy Exchange (EEX) in Leipzig ist ein Marktplatz an dem u. a. Strom gehandelt wird. Zur Erfüllung ihrer Versorgungspflicht beschaffen hier die Mehrzahl der Lieferanten, so auch die Stadtwerke Bad Rodach, ihren Strom in mehreren Tranchen bis zu drei Jahre im Voraus. Hierdurch ist auch ein zeitlicher Verzug der Börsenstrompreise am Letztverbrauchermarkt möglich. Dieser vertriebliche Teil des gesamten Strompreises für den Endkunden beträgt rund 25 %. Den gleichen Anteil haben auch die regulierten Netznutzungsentgelte. Mit 50 % machen die Steuern und Umlagen die Hälfte des Strompreises aus. 2. Wasserversorgung Die Bundesrepublik Deutschland ist ein wasserreiches Land. Insgesamt verfügt Deutschland über eine sich jährlich erneuernde Wassermenge von 188 Mrd. Kubikmeter. Davon werden nur 13,5 Prozent tatsächlich von unterschiedlichen Nutzern entnommen. Die öffentliche Wasserversorgung nutzt rund 5,2 Mrd. Kubikmeter pro Jahr, das sind nur 2,8 Prozent der verfügbaren Ressourcen. Angesichts dieser komfortablen Situation und dem sorgsamen Umgang mit den verfügbaren Wasserressourcen ist eine langfristige Sicherstellung der Wasserversorgung in Deutschland gegeben. Mit rund 61,3 Prozent stellt das Grundwasser (inkl. Quellwasser 69,2 Prozent) weiterhin die wichtigste Ressource für die Trinkwassergewinnung dar. Oberflächenwasservorkommen (Talsperren, Uferfiltrat, angereichertes Grundwasser, direkte Entnahmen aus Flüssen und Seen) werden zu 30,8 Prozent genutzt. (Quelle: Statistisches Bundesamt) In Deutschland wird mit Trinkwasser sparsam, sorgfältig und umweltbewusst umgegangen. Der sorgsame Gebrauch des Wassers ist in der deutschen Gesetzgebung verankert und wird seit Jahrzehnten gelebt. Probleme der Verschwendung oder - wie in einigen anderen europäischen Staaten - der Wasserknappheit gibt es in Deutschland nicht. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Gebrauch in Deutschland ist seit 1990 um 13,6% gesunken und liegt aktuell bei 127 Liter pro Einwohner und Tag. Ein Vergleich von sechs europäischen Ländern (Quelle: BDEW-Wasserstatistik) zeigt, dass der deutsche Pro-Kopf-Gebrauch niedriger als in anderen langjährigen EU-Mitgliedstaaten ist. Ursachen für den sinkenden Wassergebrauch in Deutschland sind unter anderem ein verändertes Nutzungsverhalten in der Bevölkerung sowie die Entwicklung und der Einsatz wassersparender Armaturen und Haushaltsgeräte. Im Laufe des 21. Jahrhunderts wird es im Jahresmittel wärmer. Im Sommer heißer und trockener, im Winter milder und feuchter. Die regionalen Unterschiede sind groß und teilweise gegenläufig zu den generellen Trends. Grundsätzlich steigt die Wahrscheinlichkeit von Extremereignissen. Für die Wasserwirtschaft bedeutet dies eine Verschärfung und Häufung bereits existierender und bekannter Phänomene und Probleme: mehr Starkregen, längere Hitze- und Trockenperioden, vermehrte Hochwasserereignisse, neue Niederschlagsmuster, veränderte Grundwasserneubildung. So kann die für die Wasserversorgung nutzbare Wassermenge in Seen und Talsperren abnehmen. Saisonal kann die Wasserverfügbarkeit zurückgehen, was auch eine Erhöhung der Nähr- und Schadstoffkonzentrationen in Gewässern zur Folge haben kann. Häufigere und länger andauernde Trockenperioden und Hitzewellen können zu einem höheren Spitzenbedarf führen. Auf diese und weitere Herausforderungen erarbeitet die Wasserwirtschaft länderübergreifende und gemeinschaftliche wasserwirtschaftliche und wasserrechtliche Lösungen. Immer wichtiger wird der ganzheitliche Ansatz mit dem Ziel einer nachhaltigen integrierten Wasserwirtschaft. Neben der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung gehören unter anderem auch die Gewässerunterhaltung, die Regenwasserbewirtschaftung, der Landschaftswasserhaushalt, Maßnahmen zur Reduzierung der Gefahren des Klimawandels und der Küsten- und Hochwasserschutz zu den Aufgaben einer funktionierenden Wasserwirtschaft. (Quelle: Branchenbild der deutschen Wasserwirtschaft 2020). Die bayernweite Umfrage des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz im Februar 2019 über die Versorgungssicherheit der öffentlichen Trinkwasserversorgung im Trockenjahr 2018 bei den Wasserversorgungsunternehmen ergab, dass bei 97,5 % der Wasserversorgungsanlagen die Versorgungssicherheit sichergestellt war. Hingegen lag bei 2,5 % der Anlagen eine zeitlich gefährdete bzw. nicht mehr gegebene Versorgungssicherheit vor (Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt). Gerade diese langanhaltenden Hitzeperioden zeigen, mit welchen Herausforderungen die Bereitstellung von Trinkwasser zu jeder Sekunde in bester Qualität verbunden ist. Die dauerhafte Sicherstellung der Daseinsvorsorge durch den Erhalt und die Erneuerung der bestehenden Infrastruktur steht für die deutsche Wasserwirtschaft an erster Stelle (Quelle: Branchenbild der neuesten Wasserwirtschaft 2020). GEWINNUNG UND BEZUG 1. Stromversorgung Der vertriebliche Strombezug ist durch Verträge mit der Uniper Engery Sales GmbH gesichert und erfolgt seit dem Jahr 2006 über ein Tranchenmodell mit börsennotierten Preisen an der EEX in Leipzig. Mit 29,6 GWh wurden vom vorgelagerten Netzbetreiber im Kalenderjahr 2019 an der Übergabestelle im Schalthaus Schweighof 0,1 GWh oder 0,34 % mehr als im Vorjahr in das Verteilnetz der Stadtwerke Bad Rodach übergeben. Die Leistungsspitze erhöhte sich geringfügig um 0,1 GW auf 6,79 GW. Die rückgespeisten Mengen in das Verteilnetz des vorgelagerten Netzbetreibers blieben mit 0,4 GWh unverändert. Im Geschäftsjahr 2019 sind die Einspeisungen in unser Verteilnetz aus netzgekoppelten Eigenerzeugungsanlagen um 0,24 GWh auf insgesamt 8,65 GWh angestiegen. Die Mengen der einzelnen Energieträger gliedern sich wie folgt:
Insgesamt standen im Netz 37,8 GWh (Vorjahr 37,6 GWh) zur Verfügung. 2. Wasserversorgung Für die Stadtteile Grattstadt und Oettingshausen beziehen wir von der Gemeinde Meeder Trinkwasser der Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO). In den Stadtteilen Breitenau, Carlshan, Gauerstadt, Niederndorf, Mährenhausen und Sülzfeld verteilen wir Trinkwasser von der FWO. Die übrigen Stadtteile sowie die Stadt Bad Rodach selbst werden wechselseitig aus drei Tiefbrunnen im Wiesenweg versorgt. Hier wird seit dem 05. Februar 2010 den eigengeförderten Mengen 50 % Trinkwasser von der FWO beigemischt.
Zur Wasserspeicherung sind zwei Hochbehälter vorhanden:
Eine Aufbereitung des eigengeförderten Trinkwassers ist nicht erforderlich. Lediglich zur Sicherheit sind zwei UV-Entkeimungsanlagen zugeschaltet. Im Jahr 2019 wurden 423.501 m 3 Trinkwasser gefördert bzw. bezogen, 5.334 m 3 oder 1,24 % weniger als im Vorjahr. Von der FWO wurden dabei 36.365 m 3 (Vorjahr: 38.190 m 3) für die südlichen Stadtteile und 186.240 m 3 (Vorjahr: 191.263 m 3) über das Pumphaus Wiesenweg bezogen, von der Gemeinde Meeder wurden 12.227 m 3 (Vorjahr: 13.009 m 3) FWO-Wasser eingekauft. 3. Strom/Wärme aus erneuerbaren Energien Über unsere neue Sparte Strom/Wärme aus erneuerbaren Energien nehmen wir aktiv am Umwelt- und Klimaschutz teil und fördern dies in unserem Versorgungsgebiet. Wir verfolgen die Ziele der Energiewende zur nachhaltigen Energieversorgung durch den Übergang von einer fossil-nuklearen hin zu einer regenerativen Energieerzeugung und Erhöhung der Energieeffizienz. Mit der Errichtung und Inbetriebnahme der ersten öffentlichen Ladestation für Elektrofahrzeuge am 24. Mai 2019 in der Thermalbadstraße können zwei zur Verfügung stehende 22 kW Ladepunkte genutzt werden. Der angebotene Strom ist zu 100 % regenerativ erzeugt und ist über den Strombezugsvertrag mit der Uniper Energy Sales GmbH gesichert. Der vorgesehene weitere Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur soll auch auf eine nachhaltige Stadtentwicklung abzielen und ist ein nachhaltiger Beitrag zum Klimaschutz. Unser Wärmecontracting für die Wohnanlage Max-Roesler-Str. 11 schreitet voran und liegt im Zeitplan. Für die Wärmeversorgung während der Bauphase konnte zunächst der Erdgas-Spitzenbrennwertkessel am 05. Dezember 2019 in Betrieb genommen werden. Der Einbau und Betrieb des BHKW's schließt sich an und wird zeitnah zum geplanten Vermietungstermin der Wohnung im Sommer 2020 erfolgen. Unsere weiteren Angebote über private Ladeinfrastrukturen und insbesondere der Verkauf bzw. die Verpachtung von Photovoltaikanlagen inklusive Planung, Beratung sowie Installation werden zunehmend nachgefragt. Zum Zeitpunkt der Berichterstellung wurden bereits 3 durch uns errichtete PV-Anlagen in Betrieb genommen. VERTEILUNG 1. Strom Im Jahr 2019 ist der gesamte Letztverbraucherabsatz im Netzgebiet der Stadtwerke Bad Rodach gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 36,8 GWh geblieben. Während die Mengen der RLM-Kunden sich um 0,4 GWh auf 24,3 GWh erhöhten, haben sich die Mengen der SLP-Kunden im gleichen Umfang auf 12,5 GWh reduziert. Neben den Stadtwerken Bad Rodach beliefern weitere 71 (Vorjahr 69) Lieferanten 376 (Vorjahr 371) der insgesamt 4.108 Letztverbraucher mit 23,7 GWh (Vorjahr 23,00 GWh) elektrischer Energie. Die Umspann- und Leitungsverluste erhöhten sich um 0,18 GWh auf 0,95 GWh und haben eine normale Quote von 2,5 %. Über unseren Vertrieb haben wir insgesamt 14,4 GWh (Vorj.: 14,9 GWh) Strom an Letztverbraucher geliefert. Im Verteilnetz der Stadtwerke Bad Rodach wurden mit 13,1 GWh 0,7 GWh weniger abgesetzt. Gleichzeitig erhöhte sich der Absatz in fremden Verteilnetzen um 0,2 GWh auf 1,3 GWh. Die Erlöse im Bereich Netz belaufen sich auf 5,3 Mio. EUR (Vorj.: 4,8 Mio. EUR) und im Bereich Vertrieb 2,0 Mio. EUR (Vorj.: 1,9 Mio. EUR). Infolge höherer Bezugskosten und massiv gestiegener Entgelte für die Nutzung der Verteilnetze wurden die Strompreise der RLM- und SLP-Sonderkunden individuell zum 01.01.2019 angepasst. Ebenfalls zum gleichen Zeitpunkt erfolgte die Strompreiserhöhung bei den SLP-Kunden in der Grundversorgung sowie für alle weiteren Stromprodukte. Die Belastungen aus den staatlichen Strompreisbestandteilen der EEG-Umlage, KWKG-Umlage, NEV-Umlage, Offshore-Umlage, AblaV-Umlage, Konzessionsabgabe sowie Stromsteuer wurden einheitlich und in der jeweils gesetzlich gültigen Höhe an alle Kunden weitergegeben.
2. Wasser Im Versorgungsgebiet der Stadt Bad Rodach wurden 365.020 m 3 Mischwasser (Vorjahr: 358.062 m 3) und 49.038 m 3 (Vorjahr: 50.701 m 3) FWO-Wasser verkauft. Insgesamt wurden in den einzelnen Stadtteilen bzw. von den Großverbrauchern nachstehende Mengen abgenommen:
Insgesamt erhöhte sich der Trinkwasserverbrauch um 5.295 m 3 bzw. 1,30 % auf 414.058 m 3. Wie bereits im Jahr 2018 kam es auch 2019 zu extremen Hitze- und Trockenperioden. Während der Verbrauch über alle Abnehmer gesehen geringfügig zurückging, erhöhte er sich merklich bei den beiden Großkunden ThermeNatur und Medical Park. Zum 01. Januar 2019 wurden die Gebühren für die Benutzung der Trinkwasserversorgungseinrichtung angepasst. Neben der Erhöhung aller Grundgebühren für die unterschiedlichen Wasserzählergrößen erfolgte auch die Anhebung der Verbrauchsgebühr für die entnommene Trinkwassermenge um 0,41 EUR/m 3 auf 2,10 EUR/m 3. Die Qualität des Trinkwassers entspricht in jeder Hinsicht den strengen Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Dies wird fortlaufend durch ein akkreditiertes Prüflabor untersucht und dokumentiert. Der Nitratwert liegt bei rund 7 mg/l, der Grenzwert beträgt 50 mg/l. Der Härtegrad des Mischwassers beträgt durchschnittlich 16° dH, das Trinkwasser von der FWO ist auf 6° dH aufgehärtet. Durch die Trinkwasserspeicherung der Talsperre Mauthaus kann die FWO selbst bei vier trockenen aufeinanderfolgenden Halbjahren ausreichend Trinkwasser liefern. In der Vergangenheit folgte bisher nie ein trockenes Winterhalbjahr auf ein trockenes Sommerhalbjahr. Auch bei den Pegelständen der drei Tiefbrunnen gab es während der extremen Hitze- und Trockenperiode in 2019 keine bedeutsamen Absenkungen. 3. Strom/Wärme aus erneuerbaren Energien Im Geschäftsjahr 2019 konnten über unsere öffentliche Ladestation für Elektrofahrzeuge 966 kWh verkauft werden. Insgesamt wurden 52 Ladevorgänge ausgeführt. Eine Wärmemengenabnahme über das Wärmecontracting für die Wohnanlage Max-Roesler-Str. 11 ist noch nicht erfolgt. INVESTITIONEN / FINANZIERUNG Im Geschäftsjahr 2019 wurden insgesamt 859 TEUR (Vorjahr: 1.372 TEUR) neu investiert. Hierin sind die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von insgesamt 116 TEUR enthalten. Die Investitionen im Bereich Strom belaufen sich auf 457 TEUR. Für die Baugebiete Am Wieglebsteig, Pfarrsteig, Lönsstraße sowie im Kurpark wurden 1 kV-Niederspannungskabel und Leerrohre für 93 TEUR verlegt. Eine neue Trafostation in der Thermalbadstraße wurde mit 100 TEUR errichtet und mit 18 TEUR in das 20-kV-Mittelspannungsnetz eingebunden. Die Vorgaben zur Marktkommunikation wurden mit 15 TEUR umgesetzt und für Messeinrichtung wurden 163 TEUR eingesetzt. Für LWL-Kabel und Inventar wurden zusammen 3 TEUR verauslagt. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau mit 65 TEUR betreffen im Bereich Strom die 20 kV-Trasse Heldburger Str./Meininger Str. Im Bereich Wasser wurden Investitionen in Höhe von 328 TEUR getätigt. Hauptleitungen und Hausanschlüsse wurden mit insgesamt 236 TEUR in der Marienstr., Am Mönchszehnt, Riedweg, Pfarrsteig, Schloßberg und Am Wieglebsteig neu verlegt bzw. erneuert. Für den Hochbehälter Reith wurden 45 TEUR eingesetzt. Für Messeinrichtungen wurden 6 TEUR und für Inventar ebenfalls 6 TEUR verausgabt. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau für die Sanierung der Hauptrohrleitung Zur Wart betragen 35 TEUR. Die Investitionen im Bereich Strom/Wärme aus Erneuerbaren Energien belaufen sich auf 23 TEUR. Hierin enthalten ist die Ladesäule für Elektroautos in der Thermalbadstr. mit 7 TEUR und die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau für das BHKW, Max-Roesler-Str. mit 16 TEUR. Neu investiert wurden im gemeinsamen Bereich 51 TEUR. Neue Lizenzen für diverse Softwareanwendungen und MS-Office Produkte wurden mit insgesamt 13 TEUR benötigt. Für die gemeinsame Leitstelle wurden 21 TEUR eingesetzt. Ein neues GPS-Gerät für die Dokumentation/Vermessung sowie Inventar wurden für zusammen 17 TEUR angeschafft. SONSTIGE ANGABEN Änderungen im Grundstücksbestand waren im Geschäftsjahr 2019 nicht zu verzeichnen. ANGABEN NACH § 6B ABS. 7 S. 4 ENWG Die Stadtwerke Bad Rodach erstellen in Anwendung des § 6 Abs. 3 EnWG einen Unbundling- Tätigkeitsabschluss. Hierbei werden das Stromverteilnetz und der Stromvertrieb getrennt dargestellt. Die Zuordnung erfolgt soweit möglich direkt oder über sachgerechte für Dritte nachvollziehbare Schlüsselung. ERTRAGSLAGE Das Geschäftsjahr 2019 schließt um 226 TEUR über dem geplanten Ergebnis von 371 TEUR ab. Der Jahresüberschuss beträgt 597 TEUR und ist um 576 TEUR höher als im Vorjahr. Neben der Erhöhung der Verbrauchsgebühren für die Wasserversorgung, ist auch die deutliche Anpassung der Erlösobergrenze im regulierten Stromnetz für die ab 2019 beginnende dritte Regulierungsperiode als wesentlicher Grund für das gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Ergebnis zu sehen. Zudem entfaltet der steuerliche Querverbund ab dem 01.02.2019 seine Wirkung. 1. Strom Das Betriebsergebnis im Bereich Strom erhöht sich vom Vorjahresverlust von 14 TEUR um 475 TEUR auf 461 TEUR. Die Umsatzerlöse, in denen auch die aktivierten Eigenleistungen und sonstigen Erträge enthalten sind, steigen deutlich um 606 TEUR auf 7.605 TEUR an. Hier ist vor allem die Erhöhung der Erlösobergrenze für den regulierten Netzbereich der beginnenden 3. Regulierungsperiode zu nennen, die auch mit in die beträchtliche Strompreiserhöhung für 2019 eingeflossen ist. Der Materialaufwand steigt um 122 TEUR auf 5.797 TEUR, vorwiegend auf Grund von 78 TEUR höherer Bezugskosten und 55 TEUR höherer vorgelagerter Netzkosten. In den um 22 TEUR gestiegenen Personalkosten ist auch unser Auszubildender enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gehen auch durch um 5 TEUR geringerer Fremdleistungen, 12 TEUR geringerer Hard- und Softwarekosten sowie 12 TEUR geringerer Kfz-Kosten um insgesamt 46 TEUR zurück. 2. Wasser Im Bereich Wasserversorgung erreichen wir mit 93 TEUR (Vorjahr: -10 TEUR) ein positives Ergebnis. Die Umsatzerlöse betragen einschließlich aktivierter Eigenleistungen und sonstiger Erträge 1.099 TEUR und liegen somit um 180 TEUR über dem Wert des Vorjahres. Wesentlich sind hier die ab 2019 gestiegenen Verbrauchsgebühren zu sehen. Der Materialaufwand steigt nur um 1 TEUR auf 273 TEUR an. Beim Anstieg der Personalkosten um 21 TEUR, sind die Rückstellungen für Urlaubsreste zu nennen. Die Abschreibungen erhöhen sich um 22 TEUR. Die Steigerung bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 13 TEUR begründet sich vorrangig mit der höheren Konzessionsabgabe. 3. Gemeinsam Im Anstieg der Personalkosten um 44 TEUR sind die Lohnkosten für die neue Fachkraft der Technischen Leitung enthalten. Die Abschreibungen nehmen um 21 TEUR zu. Ein Rückgang ist bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 13 TEUR zu verzeichnen. Während hier die Rechts- und Beratungskosten um 17 TEUR und die Aufwendungen für das Betriebsgebäude um 10 TEUR zurückgehen, erhöhen sich unter anderem die Kosten für Hard- und Software um 6 TEUR und für den Internetauftritt um 4 TEUR. Die gemeinsamen Aufwendungen fließen mit dem Schlüssel 70/30 in die Betriebsergebnisse für Strom und Wasser ein. FINANZLAGE Der Finanzsaldo stellt sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt dar:
Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. VERMÖGENSLAGE Die Bilanzsumme beträgt im Geschäftsjahr 2019 10.840 TEUR (Vorjahr: 10.811). Das Anlagevermögen vermehrt sich dabei um 321 TEUR auf 9.109 TEUR und hat einen Anteil von 84,0 % (Vorjahr: 81,3 %) an der Bilanzsumme. Das Eigenkapital erhöhte sich wie folgt:
Rückstellungen:
PERSONAL
RISIKO-, CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT RISIKOBERICHT Im liberalisierten Strommarkt besteht weiterhin ein Mengen-, Margen- und Preisrisiko. Die Marktpreisentwicklungen auf den Beschaffungsmärkten haben wesentlichen Einfluss auf die Ertragslage der Stadtwerke Bad Rodach. Durch eine langfristige Eindeckung von Vertriebsmengen können Preisrisiken minimiert werden. Der intensive, teils aggressive Wettbewerb im Strommarkt wird sich durch neue Marktteilnehmer weiter verschärfen. Um entgegenzuwirken sind teils digitale Kundenbindungs- und Kundenbildungsmaßnahmen im Rahmen einer angepassten Vertriebs-, Marketing- und Produktstrategie notwendig. Die geplanten Ergebnisse, die auf normierten Verkaufsmengen beruhen, worauf wiederum die Absatzplanung aufbaut, können bei erheblichen Abweichungen der Basisdaten differenzieren. Hierzu zählen Witterungseinflüsse, konjunkturabhängige Verluste sowie sparsames Verbrauchs- und Wechselverhalten. Liquiditätsrisiken können sich durch wirtschaftliche Schwierigkeiten oder Insolvenzen von Unternehmen und Kunden ergeben. Der Bereich der Netze ist stark reguliert, sodass regulatorische Effekte und die Anreizregulierung Einfluss auf die Ertragslage haben können. Die fortlaufenden Veränderungen im regulierten Netzbereich sowie deren Umsetzungen stellen weiterhin eine hohe Herausforderung dar. Zudem können in Zeiten hoher Investitionen mit einhergehenden zusätzlichen Kosten Ergebnislücken verbleiben. Der energiewirtschaftliche Ordnungsrahmen mit zunehmenden komplexen und unübersichtlichen Gesetzesvorgaben verursacht einen übertrieben hohen administrativen Aufwand und kann nur durch fundiert ausgebildete Fachkräfte mit zusätzlichen Kompetenzen und der Inanspruchnahme von fremden Dienstleistern bewältigt werden. Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien wird die Fluktuation der Stromerzeugung und die damit verbundene Dezentralisierung zunehmen und die Anforderungen an den Netzbetrieb erhöhen. Der Bedarf an netzdienlichen Flexibilitäten für das Engpassmanagement im Verteilnetz wird ansteigen. Zur Früherkennung von Risiken dient neben dem Berichtswesen der ordnungsgemäß erstellte Wirtschaftsplan mit Vermögensplan, Erfolgsübersicht und fünfjährigem Finanzplan. Jeweils einmal im Jahr berichtet die Werkleitung über den Verlauf des vorangegangenen bzw. der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres. Chancenbericht Den Begriff "Chance" definieren wir als Möglichkeit im Eintreffen eines zukünftigen, gegebenenfalls auch absehbaren, aber nicht planbaren Ereignisses verbunden mit positiven Auswirkungen insbesondere auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Marktchancen Um sinkende Absätze und Margen im Kerngeschäft auszugleichen, suchen die Stadtwerke Bad Rodach Geschäftsfelder, die Berührungspunkte mit dem Bereich Energie haben und mit denen sich ein Geschäft entwickeln lässt. Allerdings erfordert die Entwicklung neuer Produkte zunächst hohe Investitionen. Ein einzelnes Stadtwerk ist mit dieser Aufgabe oft schnell überfordert. Durch den kleinteiligen Vertrieb lassen sich die für ein wirtschaftlich sinnvolles Angebot erforderlichen Skaleneffekte nur sehr schwer nutzen. Durch ein entsprechendes Kunden- und Produktmanagement begegnen wir den Risiken, um gleichzeitig die im Wettbewerb und im Markt liegenden Chancen möglichst nachhaltig zu unserem Vorteil zu nutzen. Auch durch angemessene Lösungen können zukünftige Potenziale der fluktuierenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gehoben werden. Investitionschancen Infolge der seit 2009 geltenden Anreizregulierungsverordnung treffen wir Investitionsentscheidungen zunehmend unter Effizienzgesichtspunkten. Gleichwohl bieten anreizregulierungskonforme Investitionen die Chance, Regulierungsgewinne zu generieren, die wiederum der Unternehmensfinanzierung zugeführt werden können. Beginnend bei der Planung über die Genehmigung bis hin zur Ausführung einer Investition durchlaufen Investitionsentscheidungen einen klaren Genehmigungsprozess, um das Investitionsrisiko zu begrenzen und anreizregulierungskonforme Chancen zu erkennen. IT-Chancen Zur Steuerung unseres Unternehmens und der weitreichend automatisierten Geschäftsprozesse ist der Einsatz eines komplexen Kommunikations- und Informationssystems notwendig. Durch den Einsatz qualifizierter interner und externer Spezialisten ist es uns möglich, die Systeme aufrecht zu halten, die Durchführung der Prozesse bestmöglich zu unterstützen und weiter zu optimieren sowie einen größtmöglichen Datenschutz und eine umfassende Datensicherheit zu gewährleisten. Dies dokumentiert auch unser zertifiziertes Informationssicherheitsmanagement (ISMS) entsprechend dem Geltungsbereich des IT-Sicherheitskatalogs gem. § 11 Abs. 1a EnWG. Umfeld-/Regulierungschancen Folglich liegt gerade in einer angemessen schnellen Reaktion auf Veränderungen des Umfeldes die Chance, einen Wettbewerbsvorteil mit entsprechend positiven Effekten für die Ertragslage des Unternehmens zu erlangen. Insbesondere sehen wir in den Veränderungen des energiepolitischen Ordnungsrahmens, beispielsweise durch eine weitere Novellierung des EEG, die Einhaltung der nationalen Klimaschutzziele und neuerliche regulatorische Festlegungen zur Anreizregulierung, eine Vielzahl von Risiken auf unser Unternehmen zukommen, aber auch entsprechende Chancen, die es gilt, nachhaltig zu nutzen. PROGNOSEBERICHT Im Geschäftsjahr 2020 sind Investitionen in Höhe von insgesamt 1,21 Mio. EUR geplant. Diese entfallen überwiegend mit 0,75 Mio. EUR auf die Erneuerung und Sanierung der Wasserverteilungsanlagen sowie mit 0,24 Mio. EUR auf die Erweiterung der Stromverteilungsnetze und mit 0,16 Mio. EUR auf Investitionen in unser neues Geschäftsfeld Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien. Es wird ein Jahresergebnis von 385 TEUR erwartet, welches aber auch vom tatsächlichen Verlauf des von Konjunktur und Witterung abhängigen Energieabsatzes bestimmt werden wird. Die fortlaufenden Veränderungen im regulierten Bereich der Verteilnetze sowie deren Umsetzungen stellen weiterhin eine hohe Herausforderung dar, sind außerordentlich personalintensiv, fristgebunden und bieten keinen Anreiz für mehr Geschäft. Dies bildet die durch die BNetzA vorgegebene elektronische Marktkommunikation, über die die Marktteilnehmer ihre Wechsel-, Stromdaten-, Abrechnungsprozesse gesetzlich ausführen, mit der Anpassung an das Messstellenbetriebsgesetz (MSbG) zum 01.12.2019, deutlich ab. Seit Dezember 2019 sind nach dem MSBG intelligente Messsysteme verpflichtend innerhalb von vorgegebenen Zeitplänen einzubauen. Das intelligente Messsystem ist nach Ansicht des BMWi die Schlüsseltechnologie für die Digitalisierung der Energiewende. Jedoch muss der Kundennutzen im Mittelpunkt stehen. Sollte der Mehrwert für diesen nicht erkennbar sein, wird er auch nicht bereit sein, die Mehrkosten dafür zu tragen. Die Transformation der Energieversorgung schreitet weiter voran und der Großteil der dezentralen Energiegewinnungsanlagen wird an die unteren Stromverteilnetze angeschlossen. Diese ermöglichen durch die Vernetzung von Energiegewinnungsanlagen, Speichern und Verbrauchern die zumeist volatil anfallenden erneuerbaren Energien in den Netzbetrieb einzubinden und die Flexibilisierungspotentiale möglichst ohne Versorgungseinschränkungen zu heben. Damit sind administrative und technische Herausforderungen, wobei die Versorgungssicherheit stets gewährleistet wird, für einen nachhaltigen Netzbetrieb verbunden. Auch können hieraus neue Geschäftsfelder sowie Dienstleistungen ergründet, bewertet und erschlossen werden. Dazu gehören z. B. neben dem weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur für die öffentliche E-Mobilität auch die Errichtung von Solaranlagen und das BHKW-Wärmecontracting. Als Energielieferant in einem von teils aggressiven Wettbewerb geprägten Umfeld wollen wir vorrangig ein attraktiver und zuverlässiger Partner für unsere Kunden sein. Neben einer permanenten Marktbeobachtung erfolgt die konsequente Anpassung der Endkundenpreise an die Marktentwicklung, wobei durch günstige Beschaffungsstrategien, innerbetriebliche Effizienzsteigerungen, Maßnahmen zur Kundensicherung sowie der Weiterentwicklung von Produkten attraktive Konditionen ermöglicht werden. In diesem Jahr werden wir erstmals ein Stromprodukt zum KWK-Mieterstrommodell anbieten. Der sehr hohe Standard von Sicherheit und Qualität bei der Trinkwasserversorgung ist weiterhin von immenser Bedeutung für die Stadtwerke Bad Rodach, da die Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser zu jeder Zeit die Lebensgrundlage unserer Gesellschaft ist. Auch in 2020 sind Maßnahmen für den Erhalt und die Erneuerung des bestehenden Wasserleitungsnetzes vorgesehen. Zudem wird die Sanierung von Tiefbrunnen I angegangen, die als Voraussetzung für die Bewilligung für das weitere Wasserrecht für Tiefbrunnen III und die Neufestsetzung des Wasserschutzgebietes gilt. Die Umsetzungen erfolgen auch mittels Zuwendungsbescheid vom 16.12.2019 nach RZWas 2018. Im Jahr 2019 haben wir erstmals mit der Ausbildung junger Menschen begonnen. Mit einer hohen Ausbildungsqualität ermöglichen wir den Grundstein für ein erfolgreiches Arbeitsleben zu legen und schaffen uns selbst die dringend benötigten Fachkräfte für die entsprechende Fachrichtung. Seit dem 01.02.2019 entfaltet der steuerliche Querverbund seine Wirkung. Dieser begründet sich durch eine enge wechselseitig technisch-wirtschaftliche Verflechtung mit der ThermeNatur aufgrund der dortigen BHKW's. Die sich seit Januar 2020 weltweit ausbreitende Corona-Pandemie stellt ein neues Risiko für die Geschäftsentwicklung dar. Aufgrund der dynamischen Entwicklung, den massiven Maßnahmen zur Eindämmung des Virus und dem damit verbundenen hohen Grad an Unsicherheit können die finanziellen Auswirkungen nicht verlässlich abgeschätzt werden. Die Stadtwerke Bad Rodach rechnen mit Ergebniseinbußen, deren Höhe vom Umfang und von der Dauer der Pandemie abhängig ist. Insbesondere potenzielle Mitarbeiterausfälle, allgemeine negative konjunkturelle Auswirkungen, Zahlungsausfälle der Kunden, Mengenrückgänge im Abnahmeverhalten der Kunden, Eingriffe des Staates und Störungen im Bereich der Versorgungssicherheit, könnten negative Folgen haben. Die Bedeutung kritischer Infrastrukturen wurde während der Corona-Pandemie mehr als deutlich. Ein stabiles Energie- und Wasserversorgungsnetz ist und bleibt auch im Krisenfall Grundvoraussetzung für die Gewährleistung der Versorgung unentbehrlicher Einrichtungen. Während der Corona-Pandemie haben wir zu jedem Zeitpunkt auch unter teilweise widriger Umstände die Energieversorgung auf hohem Niveau aufrechterhalten und gezeigt, dass wir auch in schwierigen Zeiten ein verlässlicher Partner sind.
Bad Rodach, den 12.11.2020 Clemens Koropecki, Werkleiter Erfolgsübersicht 2019
Tätigkeiten - Bilanz zum 31. Dezember 2019 Gesamtunternehmen nach TätigkeitenAktiva
Passiva
Tätigkeiten - Bilanz zum 31. Dezember 2018 Gesamtunternehmen nach TätigkeitenAktiva
Passiva
Tätigkeiten - Bilanz zum 31. Dezember 2019 / 2018 Delta Gesamtunternehmen nach Tätigkeiten Aktiva
Passiva
Tätigkeiten Gewinn- und Verlustrechnung 2019
Tätigkeiten Gewinn- und Verlustrechnung 2018
Tätigkeiten Gewinn- und Verlustrechnung Delta 2019 / 2018
Tätigkeitsabschluss zum 31.12.2019Erstellungsbericht gem. § 6b Abs. 3 Satz 7 EnWG für den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die für den Tätigkeitsabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des handelsrechtlichen Jahresabschlusses in Analogie zur EBV. Folgende Grundsätze sind zu berichten: Ansatz und Bewertung wurden gegenüber dem Vorjahresabschluss nicht geändert. Jahresabschluss und Tätigkeitsabschluss sind in Euro aufgestellt. Das Anlagevermögen des Tätigkeitsbereichs setzt sich aus dem den direkt zugeordneten Vermögensgegenständen des Netzes und anteilig den Vermögengsgegenständen des allgemeinen Bereichs zusammen. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind ebenfalls beigefügt. Die Abschreibungen wurden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die weitgehend den amtlichen Abschreibungstabellen des Bundesministeriums der Finanzen entspricht, linear vorgenommen. Die empfangenen Ertragszuschüsse wurden bis 2002 passivisch über 20 Jahre und von 2003 bis einschließlich 2009 vom Anlagevermögen abgesetzt. Ab 2010 erfolgt die Passivierung und die Auflösung mit dem durchschnittlichen Abschreibungssatz der bezuschussten Anlagen. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte zu den Erfüllungsbeträgen. Auf eine Aktivierung latenter Steuern wurde unter Inanspruchnahme des Wahlrechtes verzichtet. 2. Verfahren der Kontentrennung Soweit möglich, wurden die Aufwendungen und Erträge direkt zugeordnet. Die Bilanzposten wurden ebenfalls soweit möglich direkt zugeordnet. Ansonsten wurden die Posten mit dem Umsatzschlüssel bzw. dem allg. Schlüssel entsprechend der letzten Kalkulation der Netznutzungsentgelte aufgeteilt. Innerhalb der internen Trennung wurden die gleichen Wertansätze, Bewertungs- und Abschreibungsmethoden wie in der Handelsbilanz des Gesamtbetriebes (Jahresabschluss) verwendet Die angewandten Schlüssel blieben gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. 3. Bilanz Das Anlagevermögen im Bezug, der Verteilung sowie die Maschinen sind zu 100 % dem Stromnetz zugeordnet, das restliche Anlagevermögen wird entweder direkt oder über den allgemeinen bzw. Umlageschlüssel verteilt. Die Beteiligung an der Gasversorgung Bad Rodach wird seit dem Jahr 2018 dem Stromvertrieb zugeordnet. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden soweit wie möglich direkt zugeordnet. Nicht direkt zuordenbare Vermögensgegenstände wurden mit dem allgemeinen und Umlageschlüssel verteilt. Die Aufteilung des Stammkapitals und der Rücklagen erfolgte nach dem allgemeinen und dem Umlageschlüssel. Empfangene Ertragszuschüsse betreffen ausschließlich das Netz und Wasser. Die Zuordnung der sonstigen Rückstellungen erfolgte soweit möglich direkt, der Rest wurde wie auch die Steuerrückstellungen nach dem Umlageschlüssel verteilt. Die Verbindlichkeiten wurden soweit wie möglich direkt zugeordnet, ansonsten erfolgte die Verteilung nach dem Umlagen- und dem allgemeinen Schlüssel. Zum Bilanzstichtag bestanden bei der Aktivität Strom keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Verbindlichkeiten Netz
Der Bilanzausgleich wurde bis zum Jahr 2017 über den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten vorgenommen. Zur Erhöhung der Transparenz und Nachvollziehbarkeit des Tätigkeitsabschlusses und um die Fiktion des rechtlichen selbständigen Unternehmens zutreffender abzubilden, wird der Bilanzausgleich zum Bilanzstichtag über interne Forderungen und interne Verbindlichkeiten abgebildet. 4. Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse werden direkt verbucht. Die Installationserlöse werden direkt und über den Umlage- sowie den allgemeinen Schlüssel zugeordnet. Der Bezug und die Verteilung wurde ebenfalls auf der Grundlage der eingerichteten getrennten Konten direkt den Aktivitäten zugeordnet. Die Zuordnung des Installationsaufwands erfolgte direkt und über den Umlageschlüssel. Der Personalaufwand wurde ebenfalls direkt sowie über den allgemeinen und den Umlagenschlüssel zugeordnet. Die Abschreibungen wurden ebenfalls direkt sowie über den allgemeinen und den Umlageschlüssel zugeordnet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden ebenfalls direkt sowie über den allgemeinen und den Umlageschlüssel zugeordnet. Die aktivierten Eigenleistungen Lager wurden direkt den Aktivitäten zugeordnet. Die Erträge aus Beteiligungen werden seit dem Tätigkeitsabschluss 2018 direkt der Aktivität Strom Vertrieb zugeordnet. Die Zinsaufwendungen und -erträge wurden soweit möglich direkt und der Rest über den allgemeinen und den Umlagenschlüssel zugeordnet. Die Ertragssteuern werden der Aktivität Strom über den Umlagenschlüssel zugeordnet. 5. Haftungsverhältnisse Zum 31.12.2019 bestanden keine anzugebenden Haftungsverhältnisse. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Mitarbeiter der Stadtwerke sind bei der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden angemeldet. Neben laufenden Umlagen für aktive Mitarbeiter könnten in Zukunft weitere Umlageverpflichtungen entstehen. 7. Erläuterung der angewandten Schlüssel Entsprechend der Kalkulation der Netznutzungsentgelte wurden der allgemeine Schlüssel mit 70 % Strom/30 % Wasser sowie der Umlageschlüssel mit 78 % Strom Netz/22 % Strom Vertrieb angewendet.
Bad Rodach, 24.11.2020 Clemens Koropecki, Werkleiter |
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