Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 15752
Eingetragen
24.3.2021
Branche
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBauträger für Wohngebäude
Gegenstand
Die Finanzierung von Immobilienprojekten sowie die finanzielle und gesellschaftsrechtliche Beteiligung an Immobilienprojektzweckgesellschaften; im Fokus steht die Renovierung und Sanierung von Wohn- und Geschäftsgebäuden sowie der Erwerb und Verkauf von Immobilien und die damit verbundene Entwicklung von Immobilienprojekten; die Gründung, Verwaltung und Beteiligung an zukünftigen Tochtergesellschaften und Dritt-Unternehmungen des Handels und der Industrie sowie die Übernahme von Beratungs-, Vertretungs- und Organisationsaufgaben im eigenen Interesse und der Erwerb und die Verwahrung von Edelmetallen. In diesem Rahmen sind alle Finanz- und Handelsgeschäfte, die Veräußerung oder Belastung des Gesellschaftsvermögens einschließlich des Ertrages sowie die nicht gewerbliche Gewährung von Darlehen und Krediten zulässig.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Waldemar Hartung
seit 24.3.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Waldemar Hartung
Kempten (Allgäu)
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VIVAT Investment GmbH

Kempten (Allgäu)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Grundlagen des Unternehmens
Die Gesellschaft ist Emittentin.

Die Emittentin wurde mit Eintragung im Handelsregister vom 24. März 2021 gegründet. Das Geschäftsjahr 2023 umfasst den Zeitraum, vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023. Das Geschäftsjahr ist gleich dem Kalenderjahr.

Mit EU-Wachstumsprospekt vom 16.11.2021 bot die VIVAT Investment GmbH öffentlich Teilschuldverschreibungen unter die Verordnung (EU) 2017/1129 des Europäischen Parlaments an.

Nach Ablauf der Gültigkeit des EU-Wachstumsprospektes wurde das öffentliche Angebot im Jahr 2022 beendet.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die deutsche Immobilien-Wirtschaft im Jahr 2023 war von verschiedenen Entwicklungen geprägt. Der Immobilienmarkt verzeichnete eine hohe Nachfrage, insbesondere in den urbanen Ballungszentren. Materialenengpässe und steigende Finanzierungskosten führten zu einer Stagnation des Neubaus von Wohnungen und somit zu einer Verschärfung des bereits bestehenden Wohnungsmangels.

Der Trend zur Digitalisierung machte sich auch in der Immobilienbranche bemerkbar. Neue Technologien wie virtuelle Besichtigungen und digitale Vertragsabwicklung wurden vermehrt genutzt, um den Verkaufsprozess effizienter zu gestalten.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gewannen ebenfalls an Bedeutung. Immer mehr Immobilienunternehmen legten Wert auf ökologische Standards und energetische Sanierungen, um den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden.

Die Mietpreisbremse, die in einigen deutschen Städten eingeführt wurde, sollte die steigenden Mieten eindämmen. Allerdings zeigten sich nur begrenzte Effekte, da die Nachfrage das Angebot weiterhin überstieg.

Der Trend zum Homeoffice und zur flexiblen Arbeitsgestaltung infolge der COVID-19-Pandemie führte zu veränderten Anforderungen an die Immobilien. Die Nachfrage nach Wohnungen mit Homeoffice-Möglichkeiten und Außenbereichen wie Balkonen und Gärten stieg deutlich an.

Der demografische Wandel und die steigende Zahl älterer Menschen führten zu einer verstärkten Nachfrage nach barrierefreiem Wohnraum und Seniorenresidenzen.

Trotz der insgesamt positiven Entwicklung gab es auch Risiken für die Immobilien-Wirtschaft. Erneute Zinssteigerung sowie politische und wirtschaftliche Unsicherheiten könnten sich weiterhin negativ auf den Markt auswirken.

Insgesamt war die deutsche Immobilien-Wirtschaft im Jahr 2023 von einer hohen Nachfrage, steigenden Preisen und einer verstärkten Fokussierung auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung geprägt. Die Herausforderung, ausreichenden Wohnraum zu schaffen und die Mietpreisentwicklung zu kontrollieren, blieb jedoch bestehen.

Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum 01.01.2023 bis 31.12.2023.

Das EU-Wachstumsprospekt der VIVAT Investment GmbH wurde am 16.11.2021 gebilligt und anschließend veröffentlicht. Insgesamt wurden 20.000.000,00 Euro in Teilschuldverschreibungen über 5 Produkte angeboten. Es handelte sich hierbei um die Produkte:

·  Invest 27 mit einer ratierlichen Einzahlungsphase über 60 Monate
·  Invest 32 mit einer ratierlichen Einzahlungsphase über 120 Monate
·  Invest 37 mit einer ratierlichen Einzahlungsphase über 180 Monate
·  Invest 42 mit einer ratierlichen Einzahlungsphase über 240 Monate
·  Invest 47 mit einer ratierlichen Einzahlungsphase über 300 Monate

Die Einzahlungen auf die Teilschuldverschreibungen erfolgen ratierlich.

Bis zum 31. Dezember 2023 wurden auf die eingeworbenen Teilschuldverschreibungen 668.341,75 Euro durch Anleger eingezahlt.

Investitionen
400.000 Euro der Gesellschaft sind in Nachrangdarlehen investiert. Nachfolgend die Übersicht der Nachrangdarlehen:

·  Ausleihungen in Gestalt von Nachrangdarlehen an die VIVAT Verwaltungs GmbH im Nennwert von 300.000,00 Euro (Projekt ,,Ferienanlage Strandruh, Ringstraße 22, Ostseebad Binz");
·  Ausleihungen in Gestalt von Nachrangdarlehen an die Ostseebad Ückeritz GmbH & Co.KG im Nennwert von 100.000,00 Euro (Projekt "Amselweg 23, Ostseebad Binz");

Ertragslage
Die Gesellschaft hat, bedingt durch die Aufnahme ihrer Geschäftstätigkeit, nur geringe Erlöse entsprechend ihrem Unternehmenszweck erzielt. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 134.570,48 Euro resultiert im Wesentlichen aus Verkaufsprovisionen und provisionsähnlichen Vergütungen in Höhe von 110.826,86 Euro und Abschluss-, Prüfungs- und Rechtsberatungskosten in Höhe von 21.501,67 Euro.

Finanzlage
Der Mittelzufluss des Geschäftsjahres wurde planmäßig durch die Einzahlung der Teilschuldverschreibungen dominiert. Somit ergibt sich eine stichtagsbezogene Liquidität zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 306.701,19 Euro.

Vermögenslage
Dem Umlaufvermögen in Höhe von 784.165,56 Euro standen am Abschlussstichtag Rückstellungen und Verbindlichkeiten in Höhe von 843.690,25 Euro gegenüber.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag der Gesellschaft betrug zum 31.12.2023 59.524,69 Euro.

Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Dennoch liegt keine lnsolvenzrechtlich relevante Überschuldung vor, da aufgrund der wirtschaftlichen und rechtlichen Verhältnisse die Fortführung der VIVAT Investment GmbH für den Prognosezeitraum überwiegend wahrscheinlich ist. Diese Annahmen beruhen auf den Erwartungen, dass sich die Ertrags- und Finanzlage entsprechend den Prognoserechnungen entwickeln wird. 130.370,41 Euro der Verbindlichkeiten sind nachrangige Verbindlichkeiten. Diese Verbindlichkeiten sind mit einem qualifizierten Nachrang (Rangrücktritt) versehen.

Vergütungsbericht

In seiner Funktion als Mitglied der Geschäftsführung erhält Herr Waldemar Hartung keine Geschäftsführervergütung.

Nachfolgende Übersicht zeigt die Vergütungen und die Gesamtsumme der im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 gezahlten Vergütungen, aufgeteilt in feste und variable gezahlte Vergütungen und die Zahl der Begünstigten. Gewinnbeteiligungen wurden nicht gezahlt.

Bezeichnung
feste Vergütung
variable Vergütung
Begünstigte
Provisionen und ähnliche Vergütungen (Grundlage Prospekt)
0
110.826,86 Euro
2
Rechts-, Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung
24.580,16 Euro
0,00 Euro
3
Verwaltungskosten
10.710,00 Euro
0,00 Euro
2



Prognosebericht

Das Werben von Teilschuldverschreibungen ist beendet. Die Einzahlungen auf die geworbenen Teilschuldverschreibungen Invest 27 mit einer ratierlichen Einzahlungsphase über 60 Monate, Invest 32 mit einer ratierlichen Einzahlungsphase über 120 Monate, Invest 37 mit einer ratierlichen Einzahlungsphase  über 180 Monate, Invest 42 mit einer ratierlichen Einzahlungsphase über 240 Monate und Invest 47 mit einer ratierlichen Einzahlungsphase über 300 Monate erfolgen planmäßig bis zum Jahre 2047.

Das zur Verfügung stehende Kapital wurde ausschließlich in Immobilienprojekte laut Geschäftszweck des Unternehmens investiert. Es ist geplant, dass aus diesen Investitionen in Zukunft ausreichend finanzielle Mittel erwirtschaftet werden, um bei Fälligkeit Zinsen auf die Teilschuldverschreibungen auszahlen zu können, sowie am Ende der Laufzeit die Teilschuldverschreibungen zurückzuzahlen. Nach Beendigung der Investitionen der bisherigen Teilschuldverschreibungen ist geplant, in weitere Beteiligungen oder Immobilienprojekte zu investieren. Für zukünftige Investitionen stehen die Vertragspartner, insbesondere die Verkäufer, noch nicht fest. Damit können der dahinterstehende zeitliche und finanzielle Aufwand, sowie die wirtschaftliche Entwicklung der zukünftigen Anlageobjekte, auf der Basis der Planzahlen prognostiziert werden, sind aber nicht abschließend bestimmbar.

Chancen-und Risikobericht
Risikobericht
Branchenspezifische Risiken:
Sollten sich die weltweiten Turbulenzen an den Finanzmärkten wieder verstärken, und sollte sich dadurch die Konjunktur abschwächen, kann dies die wirtschaftliche Situation unserer Kunden und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Mögliche weitere regulatorische Maßnahmen können zu erschwerten Bedingungen führen und eine zusätzliche finanzielle Belastung bedeuten. Daraus können für uns dann erhebliche Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Weiterhin gehen die Prognosen von möglichen Investitionen aus. Bedingung ist das entsprechende Investitionsmöglichkeiten vorhanden sind. In einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld sind auch sinnvolle Investitionen schwierig.

Ertragsorientierte Risiken
Die bisherigen Investitionen erfolgten in Teilschuldverschreibungen. Der Erfolg der Teilschuldverschreibungen hängt nicht allein von der VIVAT Investment GmbH ab, sondern von den Unternehmen, in welche investiert wurde. Der Erfolg der VIVAT Investment GmbH hängt also unmittelbar vom Erfolg dieser Gesellschaften ab.

Da zukünftige Investitionen nicht benennbar sind, können Risiken hierzu nicht benannt werden. Das ertragsorientierte Risiko besteht insofern, keine oder nur wenige Investitionen in der Zukunft vorgenommen werden können.

Jede kommende Investition wird von uns ausführlich geprüft. Dabei wird unter anderem eine rechtliche, wirtschaftliche und technische Due Diligence durchgeführt und es werden im Bedarfsfall externe Spezialisten hinzugezogen, um Risiken hinsichtlich der Akquisitionen zu erkennen und einzuschätzen. Dennoch können wir die Möglichkeit nicht ausschließen, dass diese Ziele nicht vollständig oder nur teilweise oder erst zu einem späteren Zeitpunkt erreicht werden können. Die Entwicklung ist zudem von verschiedenen Faktoren abhängig: den zu erwartenden Darlehen, der möglichen den Ausgaben für Marketingmaßnahmen, den angestrebten Kosten des Integrationsprozesses. Die Integration neuer Bestände erfordert eine Reorganisation von Verwaltung, Management sowie internen Strukturen und Prozessen. Diese Faktoren können von unseren Einschätzungen abweichen und zu einem Nichterreichen der prognostizierten Ergebnisse oder zu erhöhten Risiken führen.

Finanzwirtschaftliche Risiken
Aufgrund der Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken kurzfristig nicht erkennbar.

Zinsrisiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen aufgrund feststehender Konditionen nicht. Die Liquiditätslage ist gut.

Kosten-und Liquiditätsrisiken
Es besteht das Risiko, dass etwaige Liquiditätsreserven nicht ausreichen, um die laufenden Kosten zu decken. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, sollte es der Gesellschaft nicht wie vorgesehen gelingen, die für die Deckung ihrer jeweiligen Kosten und Verpflichtungen erforderliche Liquidität zu generieren. In diesen Fällen bestünde eine Deckungslücke, die zu zusätzlichen Kosten führen würde. Gelingt es nicht, eine etwaige Deckungslücke zu schließen, kann dies zu Zwangsvollstreckungsmaßnahmen gegen die Gesellschaft, zu einer vorzeitigen Verwertung der Anteile und letztlich zur Insolvenz der Emittenten führen. All dies würde sich entsprechend nachteilig auf das Ergebnis des Investments auswirken und kann zu einem Totalverlust der Schuldverschreibungen führen.

Risiko der Investition der Gesellschaft in andere Gesellschaften
Die von der Gesellschaft getätigten Investitionen in andere Gesellschaften sind mit erheblichen Investitionen und Risiken verbunden. Hierzu gehört die Gefahr, dass sich die Schlüsselpersonen dieser Zielgesellschaften ändern oder notwendige Geschäftsbeziehungen dieser Zielgesellschaften nicht aufrechterhalten werden. Die angestrebten Ziele, Synergieeffekte oder Kosteneinsparungen können sich eventuell nicht verwirklichen und es kann zu Unstimmigkeiten mit Partnern oder zu strategischen Fehlentwicklungen kommen. Fehleinschätzungen von Risiken und/oder Marktvoraussetzungen bzw. nicht absehbare Entwicklungen können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage dieser Zielgesellschaften negativ beeinflussen. Weitere solcher Faktoren können u.a. darin bestehen, dass sich die wirtschaftliche Konzeption einer Zielgesellschaft nicht wie von dieser geplant realisieren lässt, etwa aufgrund hoher Kostenapparate, oder darin, dass falsche Anlageentscheidungen getroffen werden oder Rechtsstreitigkeiten geführt werden. Zudem können insbesondere Zahlungsstockungen, Zahlungsunfähigkeiten oder zu knappe Liquiditätsreserven, um unvorhergesehene Kosten des Geschäftsbetriebes oder weitere Zahlungsverbindlichkeiten zu bedienen, das Insolvenzrisiko der Zielgesellschaften erhöhen.

Führt die Verschlechterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einer Zielgesellschaft der Emittentin dazu, dass diese ihren vertraglichen Pflichten gegenüber der Emittentin nicht nachkommen kann, wirkt sich dies ebenfalls negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin aus. Dies kann für die Anleger zum Ausbleiben von Zinszahlungen am Ende der Laufzeit der Schuldverschreibungen sowie zu einem teilweisen oder vollständigen Verlust des von ihnen eingesetzten Kapitals führen.

Chancenbericht
Dem Wettbewerb am Markt werden wir durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Die am Markt durch unsere Geschäftsführer erworbene langjährige Kompetenz bietet sehr gute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Bestehen im Wettbewerb.

Risiken über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Die Gesellschaft ist in ihrer Entscheidung, in welche Immobiliengesellschaften sie investiert und in welcher rechtlichen Ausgestaltung dies geschieht, welche Immobilien angekauft werden, ebenso frei wie die Zielgesellschaften in deren Investitionsentscheidungen. Die Anleger haben hierauf keinen Einfluss. Fehlinvestitionen der Nettoeinnahmen durch die Gesellschaft sind möglich. Diese können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin negativ beeinflussen. Dies kann für die Anleger zum Ausbleiben von Zinszahlungen am Ende der Laufzeit der Schuldverschreibungen sowie zu einem teilweisen oder vollständigen Verlust des von ihnen eingesetzten Kapitals führen. Zusätzlich verweisen wir auf unsere Ausführungen zu den wesentlichen Risiken in unserem EU-Wachstumsprospekt.

Nachtragsbericht
Nach Beendigung des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich auf die Berichtspflicht, insbesondere Wirtschaftsprognose-, Chancen- und Risikoberichte auswirken.

Bericht über Zweigniederlassungen
Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Kempten, 5. Februar 2024

gez. Waldemar Hartung, Geschäftsführer



Lagebericht VIVAT Investment GmbH zum Jahresabschluss 2022Seite 2 / 2

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Umlaufvermögen 784.165,56 424.876,14
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 477.464,37 341.879,16
1. sonstige Vermögensgegenstände 477.464,37 341.879,16
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 446.767,12 313.150,68
davon gegen Gesellschafter 25.750,00 25.205,48
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 306.701,19 82.996,98
B. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 59.524,69  
Aktiva 843.690,25 424.876,14

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 75.045,79
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 300.000,00 300.000,00
III. Verlustvortrag 249.954,21 5.860,54
IV. Jahresfehlbetrag 134.570,48 244.093,67
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 59.524,69  
B. Rückstellungen 14.000,00 13.900,00
1. sonstige Rückstellungen 14.000,00 13.900,00
C. Verbindlichkeiten 829.690,25 335.930,35
1. Anleihen 668.341,75 320.438,19
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 668.341,75 320.438,19
2. sonstige Verbindlichkeiten 161.348,50 15.492,16
davon aus Steuern 570,00 570,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 161.348,50 15.492,16
Passiva 843.690,25 424.876,14

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. sonstige betriebliche Aufwendungen 144.662,18 252.554,50
2. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 34.366,44 13.356,16
3. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.274,74 4.895,33
4. Ergebnis nach Steuern -134.570,48 -244.093,67
5. Jahresfehlbetrag 134.570,48 244.093,67

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Firma:
VIVAT Investment GmbH
Rechtsform
Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
Sitz:
Kempten
Anschrift:
Rosenau 54 87437 Kempten
Eintragung ins Handelsregister:
Kempten, HRB 15752
Geschäftsjahr:
1. Januar bis 31. Dezember
Gegenstand des Unternehmen:
die Finanzierung von Immobilienprodukten sowie die finanzielle und gesellschaftliche Beteiligung an Immobilienprojektzweckgesellschaften; im Fokus steht die Renovierung und Sanierung von Wohn- und Geschäftsgebäuden sowie der Erwerb und Verkauf von Immobilien und die damit verbundenen Entwicklung von Immobilienprojekten; die Gründung, Verwaltung und Beteiligung an zukünftigen Tochtergesellschaften und Drittunternehmungen des Handels und der Industrie sowie die Übernahme von Beratungs-, Vertretungs- und Organisationsaufgaben im eigenen Interesse und der Erwerb und die Verwaltung von Edelmetallen. In diesem Rahmen sind alle Finanz- und Handelsgeschäfte, die Veräußerung oder Belastung des Gesellschaftsvermögen einschließlich des Ertrages sowie die nicht gewerbliche Gewährung von Darlehen und Krediten zulässig.
Gesellschafter:
Herr Waldemar Hartung
Geschäftsführung/ Vertretung:
Herr Waldemar Hartung, einzelvertretungsberechtigt mit der Befugnis, im Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen



Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den Vorschriften des Ersten Unterabschnitt des Zweiten Abschnitts des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches unter Beachtung des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft wurde mit Eintragung im Handelsregister vom 24. März 2021 gegründet.

Der Jahresabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-Finanz- und Ertragslage. Die Bilanz wurde gemäß § 266 Abs. 1 und 2 HGB i. V. m. § 268 Abs. 1, die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Die Gesellschaft erfüllt die Voraussetzungen für die Einordnung in die Größenklasse der Kleinstkapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Dem stehen tatsächliche und rechtliche Gegebenheiten nicht entgegen. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Abschlussstichtag einzeln bewertet worden.

Einzelne Positionen sind wie folgt bewertet worden:

·  Die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken, die zu einem niedrigeren Wert führen würden, lagen nicht vor. Wertberichtigungen wurden daher nicht vorgenommen.

·   Die liquiden Mittel wurden ebenfalls zu Nennwerten angesetzt.

·  Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt; sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

·  Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Angaben zu Posten der Bilanz

1. sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 5.697,25 Euro besitzen eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, in Höhe von 471.767,12 Euro beträgt die Restlaufzeit über einem Jahr.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen entfielen 25.750,00 Euro auf Forderungen gegen den Gesellschafter-Geschäftsführer, davon 25.000,00 Euro mit einer Laufzeit über einem Jahr.

2. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt 25.000,00 Euro und ist voll eingezahlt. Zuzüglich wurde eine Kapitalrücklage von 300.000,00 Euro gebildet.

Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag beträgt 59.524,69 Euro.

Das Aktivvermögen bietet keine ausreichenden stillen Reserven, um die Überschuldung zu beseitigen. Die unter sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Darlehen sind mit einem qualifizierten Nachrang versehen, somit sind diese bei der Erstellung eines Überschuldungsstatus nicht zu berücksichtigen. Aus diesem Grund wurde der Jahresabschluss gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Cancern) aufgestellt.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Kosten für die Prüfung und Veröffentlichung des Jahresabschlusses und die Erstellung der Steuererklärungen in Höhe von 14.000,00 Euro.

4. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich wie folgt:

Verbindlichkeit
Gesamtbetrag in Euro
Restlaufzeit bis ein Jahr in Euro
Restlaufzeit über ein Jahr in Euro
aus Lieferung und Leistung
0,00
0,00
0,00
Sonstige Verbindlichkeiten
131.982,84
131.982,84
0,00
davon Verbindlichkeiten an Steuern
570,00
570,00
0,00
Zinsverbindlichkeiten
28.795,66
0,00
28.795,66
Anleihen
668.341,75
0,00
668.341,75
Gesamtsumme
829.690,25
132.552,84
697.137,41



Sicherungsrechte an den ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen nicht.

Angaben zu Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind - unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen - im Jahresabschluss berücksichtigt worden.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 144.662,18 Euro sind 110.826,86 Euro Provisionen und Konzeptionsgebühren enthalten.

Bei den Zinsaufwendungen werden die das Geschäftsjahr betreffenden Zinsen für die Teilschuldverschreibungen in Höhe von 23.904,33 Euro ausgewiesen.

Nachtragsberichtsangaben gem. § 285 Nr. 33 HGB

Nach Beendigung des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse nach§ 251 HGB

Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht.

Unternehmensführung

Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch Herrn Waldemar Hartung geführt.

Die Geschäftsführervergütung betrug in Summe 0,00 Euro.

 

Kempten, 5. Februar 2024

gez. Waldemar Hartung, Geschäftsführer



Anhang VIVAT Investment GmbH zum Jahresabschluss 2022Seite 3 / 2

sonstige Berichtsbestandteile

Bilanzeid

Nach bestem Wissen ver­si­chern wir, dass gemäß den anzu­wen­denden Rech­nungs­le­gungs­re­geln der Jah­res­ab­schluss der VIVAT Investment GmbH ein den tat­säch­li­chen Ver­hält­nissen ent­spre­chendes Bild der Ver­mö­gens-, Finanz- und Ertrags­lage der VIVAT Investment GmbH ver­mit­telt und im Lage­be­richt der VIVAT Investment GmbH der Geschäfts­ver­lauf ein­schlie­ß­lich des Geschäfts­er­geb­nisses und die Lage der VIVAT Investment GmbH so dar­ge­stellt sind, dass ein den tat­säch­li­chen Ver­hält­nissen ent­spre­chendes Bild ver­mit­telt wird sowie die wesent­li­chen Chancen und Risiken der vor­aus­sicht­li­chen Ent­wick­lung der VIVAT Investment GmbH beschrieben sind.

 

Kempten, 5. Februar 2024

gez. Waldemar Hartung, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 05.02.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers


An die VIVAT Investment GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VIVAT Investment GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VIVAT Investment GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 so wie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Geselschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigung) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, das aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesells­c­haft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 22. März 2024


USTB
GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Uwe P. Kerner, Wirtschaftsprüfer

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