Stammdaten

Register
Amtsgericht Göttingen HRB 102099
Eingetragen
3.9.1984
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungGas-, Wasser-, Heizungs- sowie Lüftungs- und KlimainstallationWärme- und Kältehandel
Gegenstand
Planung, Montage, Lieferung, Herstellung und Reparatur von Sanitär-, Lüftungs-, Heizungs- und elektroanlagen, von Maschinen, industriellen Anlagen und Rohrleitungssystemen aller Druckstufen, Nennnweiten und Medien sowie entsprechenden Ausrüstungsgegenständen, technischen Bedarfartikeln und des Stahlbaus für o. g. Gewerke. Ebenso der Handel mit Waren und die Erbringung von Dienstleistungen aus den zuvor genannten Bereichen, das Engineering und Bauüberwachung aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Renè Dörre
seit 10.6.2025
Prokura
Hans Oliver Kohl
seit 6.12.2024
Prokura
Franz Hofmann
seit 6.12.2024
Prokura
Klaus Sold
seit 15.8.2024
Prokura
Prokura
Marco Mittermüller
seit 15.5.2023
Prokura
Patrick Ganz
seit 3.4.2023
Prokura
Geschäftsführer
Christoph Sachse
seit 14.10.2022
Prokura
Detlef Jessl
seit 14.10.2022
Geschäftsführer
Burkhard Kaufhold
seit 9.3.2022
Prokura
Kim Nils Lichtenberg
seit 27.6.2019
Prokura
Daniel Fröhlich
seit 27.6.2019
Prokura
Stefan Nowack
seit 12.2.2014
Prokura
Heiko Günther
seit 12.2.2014
Prokura
Torsten Hälbig
seit 12.2.2014
Prokura
Christian Schadenberg
seit 12.11.2009
Prokura
Holger Henry Hockauf
seit 18.4.2008
Prokura
Beatrix Anna Dodt
seit 6.10.2006
Prokura
Nikolaus-Hubert Daume
seit 20.4.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
Laura Clarissa Daume
32.00%
Linda Marlen Daume
32.00%
Luca Maurice Daume
32.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Klaus Daume Holding GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Daume GmbH

Duderstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVSEITE

31.12.2022 31.12.2021
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 332,00 1.653
2. Geschäfts- oder Firmenwert 38.043,00 44.917
38.375,00 46.570
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 477.460,00 567.988
2. Technische Anlagen und Maschinen 410.606,02 452.702
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 997.487,06 682.499
1.885.553,08 1.703.189
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 300,00 300
2. Sonstige Ausleihungen 3.511,29 3.511
3.811,29 1.927.739,37 3.811 1.753.570
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 112.601,99 95.740
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 75.225.197,62 67.956.418
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - 72.264.402,61 - 65.396.089
3.073.397,00 2.656.069
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.397.538,70 10.492.785
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.488.918,19 314.434
3. Forderungen gegen Gesellschafter 2.751.956,13 2.068.902
4. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 0,00 13.718.292
5. Sonstige Vermögensgegenstände 4.460.785,32 4.486.548
39.099.198,34 31.080.961
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 10.802.852,08 52.975.447,42 12.867.152 46.604.182
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 99.440,15 71.284
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 350.684,70 252.267
E. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 44.645,72 267.941
55.397.957,36 48.949.244

PASSIVSEITE

A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 1.500.000,00 1.500.000
II. Kapitalrücklage 26.000,00 26.000
III. Bilanzgewinn 33.975.796,98 27.471.068
IV. Atypisch stille Beteiligung 403.387,56 35.905.184,54 403.388 29.400.456
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 748.481,61 5.220
2. Sonstige Rückstellungen 6.239.326,10 6.987.807,71 6.405.958 6.411.178
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.900,45 51.297
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.246.525,59 6.166.968
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.258.349,78 0
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 34.408,28 723.721
5. Verbindlichkeiten gegenüber stillen Gesellschaftern 0,00 1.466.483
6. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 768.718,55 445.518
7. Sonstige Verbindlichkeiten 4.159.668,90 12.504.571,55 4.283.247 13.137.234
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 393,56 376
55.397.957,36 48.949.244

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
1. Umsatzerlöse 117.177.173,28 76.240.958
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 7.268.779,41 35.272.925
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 4.095
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.816.244,88 2.019.619
5. Gesamtleistung 126.262.197,57 113.537.597
6. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren 35.105.224,80 30.130.613
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 36.454.224,18 71.559.448,98 37.327.409 67.458.022
7. Rohergebnis 54.702.748,59 46.079.575
8. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 23.715.887,90 21.214.098
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.024.084,72 4.871.325
9. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 809.636,96 694.400
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.091.724,60 41.641.334,18 11.188.394 37.968.217
11. Betriebsergebnis 13.061.414,41 8.111.358
12. Erträge aus Beteiligungen 3,69 10
13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 348.109,89 482.139
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 488.626,92 153.856
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.735.412,83 2.428.151
16. Ergebnis nach Steuern 9.185.488,24 6.011.500
17. Sonstige Steuern 80.759,18 74.320
18. Vergütung stiller Gesellschafter 600.000,00 600.000
19. Jahresüberschuss 8.504.729,06 5.337.180
20. Gewinnvortrag 25.471.067,92 22.133.887
21. Bilanzgewinn 33.975.796,98 27.471.067

Anhang

I. Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Daume GmbH mit Sitz in Duderstadt im Handelsregister des Amtsgerichts Göttingen unter der Nummer HRB 102099 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Gesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung in diesem Anhang gesondert vorgenommen.

Die Bilanz ist gemäß § 265 Abs. 5 HGB auf der Aktivseite um die Posten "Forderungen gegen Gesellschafter" und "Forderungen gegen nahestehende Unternehmen" sowie auf der Passivseite um den Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern", "Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen" sowie "Verbindlichkeiten gegenüber stillen Gesellschaftern" ergänzt worden.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen Erzeugnisse und fertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Das Wahlrecht zur Einbeziehung von Fremdkapitalzinsen in die Herstellungskosten wurde gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB nicht in Anspruch genommen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen werden sofern erforderlich in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet.

Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag bilanziert, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem modifizierten Teilwertverfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde ein Zinssatz von 1,79 % (Vorjahr: 1,87 %) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0,0 % (Vorjahr: 0,0 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 0,0 % (Vorjahr: 0,0 %) berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst,

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

IV. Erläuterungen zu den Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung bezüglich Ausweis, Bilanzierung und Bewertung

1. Angaben zu den Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Entgeltlich erworbene Firmenwerte, welche bis zum Geschäftsjahr 2010 und damit vor Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) zugegangen sind, werden weiterhin unter Berücksichtigung einer fünfzehnjährigen Nutzungsdauer analog den Klarstellungen des IDW RS HFA 28 abgeschrieben. Später erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte sollen individuell nach ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Fristigkeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist dem folgenden Forderungsspiegel zu entnehmen:

Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr Euro (VJ) mehr als 1 Jahr Euro (VJ) Gesamt Euro (VJ)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.397.538,70 0,00 13.397.538,70
(10.492.785,42) (0,00) (10.492.785,42)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.488.918,19 0,00 18.488.918,19
(629,49) (313.804,80) (314.434,29)
3. Forderungen gegen Gesellschafter 2.751.956,13 0,00 2.751.956,13
(668.902,08) (1.400.000,00) (2.068.902,08)
4. Forderungen gegen nahestehenden Unternehmen 0,00 0,00 0,00
(142.089,24) (13.576.202,54) (13.718.291,78)
5. Sonstige Vermögensgegenstände 2.269.052,15 2.191.734,34 4.460.786,49
(2.450.561,01) (2.035.986,74) (4.486.547,75)
36.907.465,17 2.191.734,34 39.099.199,51
(13.754.967,24) (17.325.994,08) (31.080.961,32)

Die Forderungen gegen verbundenen Unternehmen enthalten EUR 502.744,86 (Vorjahr: EUR 629,49) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Von den Forderungen gegen Gesellschafter entfallen EUR 1.562,47 (Vorjahr: EUR 1.081,71) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen nahestehende Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 128.161,24) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die aktiven latenten Steuern resultieren aus folgenden Sachverhalten:

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
Latente Steuerschulden auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für Deckungsvermögen Pensionsrückstellung 31.413,22 114.573,76
Latente Steueransprüche auf Differenzen bilanzieller Wertansätze für
- Bauten auf fremden Grund und Boden 31.386,94 26.930,41
- Pensionsrückstellungen 314.410,42 317.498,46
- Sonstige Rückstellungen 36.300,56 22.412,07
382.097,92 366.840,94
Bilanzausweis (netto) 350.684,70 252.267,18

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28 % zugrunde gelegt. Es bestehen keine körperschaftsteuerlichen oder gewerbesteuerlichen Verlustvorträge.

Eigenkapital - ausschüttungsgesperrte Beträge

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von EUR 25.471.067,92 (Vorjahr: EUR 22.133.887,55) enthalten. Im Übrigen verweisen wir auf den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns.

Unter dem Eigenkapital werden die Anteilsrechte eines atypisch still beteiligten Gesellschafters ausgewiesen, da das ausgegebene Kapital die Haftungsqualität von Eigenkapital erreicht und eine Kündigung des Beteiligungsverhältnisses nicht vor Ablauf des auf den Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres möglich ist und die weiteren Kriterien der Nachrangigkeit, der Verlustteilnahme bis zur vollen Höhe des überlassenen Kapitals sowie der Erfolgsabhängigkeit der Vergütung erfüllt sind. Ausgewiesen wird ein Festkapital von EUR 403.387,56 (Vorjahr: EUR 403.387,56). Der variable Kapitalanteil des Geschäftsjahres von EUR 768.718,55 (Vorjahr: EUR 445.518,55) wird unter den Verbindlichkeiten gegenüber stillen Gesellschaftern ausgewiesen, da die thesaurierten Gewinnanteile nicht mehr unter einer gesonderten vertraglichen Nachrangigkeitsabrede stehen. In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Gewinnausschüttungssperre:

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
aus der Aktivierung
- Latente Steuern 350.684,70 252.267,18
- Von Vermögenswerten zum beizulegenden Zeitwert 127.229,01 420.955,42
477.913,71 673.222,60
aus der Passivierung
Pensionsrückstellung § 253 Abs. 2 i. V.m. Abs. 6 HGB 146.385,00 233.188,00
624.298,71 906.410,60

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind (teilweise) durch eine Rückdeckungsversicherungen sowie ein Aktiendepot gesichert, welche ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen dienen und dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen sind. Sie wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Der Zeitwert wurde für die Rückdeckungsversicherung aus dem Aktivwert am Abschlussstichtag abgeleitet und entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Die fortgeführten Anschaffungskosten des Wertpapierdepots betragen EUR 2.432.721,71

EUR
Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 2.515.388,00
Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherung 83,00
Wertpapierdepot (Depotwert) 2.559.950,72
Nettowert der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (Rückstellung) - 44.645,72
Zinsaufwand aus Vermögen zur Verrechnung - 305.659,76
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung - 45.420,00
Aufwendungen aus Vermögensverrechnung 0,00
Zinsaufwand (saldiert) - 351.079,76

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt EUR 146.385,00 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Darüber hinaus besteht für mittelbare Pensionsverpflichtungen über die Daume Versorgungswerk e. V. in Höhe der Unterdeckung der Pensionskasse eine Subsidiärhaftung der Daume GmbH als Trägerunternehmen in Höhe von EUR 100.185,00 Unter Inanspruchnahme von Art. 28 EGHGB wurde hierfür eine Rückstellung gebildet.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Tantiemen, Urlaubsansprüche und Sondervergütungen, Gewährleistungsansprüche, ausstehende Lieferantenrechnungen sowie Kosten der Jahresabschlusserstellung und -prüfung gebildet.

Von den Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 12.504.571,55 haben EUR 12.501.315,20 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und EUR 3.256,35 eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren.

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern entfallen wie im Vorjahr auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 1.010.201,17 (Vorjahr: EUR 0,00) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der verbleibende Betrag betrifft wie im Vorjahr sonstige Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen betreffen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.466.483,08) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Umsatzsteuer beträgt EUR 2.650.270,75 (Vorjahr: EUR 2.434.575,66). Da allerdings eine umsatzsteuerliche Organschaft mit der Muttergesellschaft besteht und diese als Organträgerin Umsatzsteuerschuldnerin ist, sind diese als Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern zu werten. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten darüber hinaus Verbindlichkeiten aus Steuern EUR 353.422,24 (Vorjahr: EUR 739.636,59) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von EUR 720,49 (Vorjahr: EUR 796,61).

2. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
Umsatzerlöse nach Sparten
- Technische Gebäudeausstattung 103.999.025,84 62.157.157,66
- Fernwärme 8.452.904,75 13.013.030,31
- Industrieller Rohrleitungsbau 4.665.242,69 1.070.770,28
117.117.173,28 76.240.958,25

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Anlageabgängen (EUR 4.322,73, Vorjahr: EUR 10.472,21), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (EUR 210.702,58, Vorjahr: EUR 607.481,27), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen (EUR 255.971,33; Vorjahr: EUR 272.726,71), Erträge aus Versicherungsentschädigungen (EUR 153.262,35; Vorjahr: EUR 117.849,70), sowie sonstige periodenfremde Erträge (EUR 307.975,51; Vorjahr: EUR 118.023,02).

Personalaufwand

Die Personalaufwendungen enthalten EUR 230.904,95 (Vorjahr: EUR 368.694,20) für Altersversorgung.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 37.164,36 (Vorjahr: EUR 5.785,77) enthalten.

Finanzergebnis

Die Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten Erträge gegenüber verbunden Unternehmen in Höhe von EUR 292.126,24 (Vorjahr: EUR 156.435,24) sowie aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 4.832,16 (Vorjahr: EUR 5.039,56).

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen gegenüber verbunden und nahestehenden Unternehmen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00), sowie aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 45.420,00 (Vorjahr: EUR 50.605,00) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Erträge aus der Entwicklung der latenten Steuern in Höhe von EUR 98.417,52 (Vorjahr: Aufwand EUR 55.667,70).

V. Sonstige Angaben

1. Angaben nach § 327 Satz 1 Nr. 1 HGB

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
B. II. 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.488.918,19 314.434,29
Verbindlichkeiten
C. 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.900,45 51.296,88
C. 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen 1.258.349,78 0,00

2. Haftungsverhältnisse

Es bestehen folgende Haftungsverhältnisse:

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
a) Bürgschaften 0,00 0,00
b) Gewährleitungsverträge 27.592.392,68 26.425.851,76
27.592.392,68 26.425.851,76

VI. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von TEUR 2.260 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Davon bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 222.

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen 1.253
Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen 1.007

VII. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es bestehen keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt werden.

VIII. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

IX. Weitere Angaben

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 33 und entfällt vollumfänglich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Angaben zu den Organen der Gesellschaft

Geschäftsführer im Berichtsjahr waren:

- Herr Nikolaus Daume, Duderstadt

- Herr Martin Ferdinand Albert, Duderstadt (bis 09.05.2022)

- Herr Michael Gonzalez Salcedo, Garbsen (ab 10.10.2022)

- Herr Detlef Jessl, Berlingerode (ab 10.10.2022)

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird von den Angaben nach § 285 Nr. 9a HGB abgesehen.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr 2021 beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 459 (Vorjahr: 452).

Die Mitarbeiterzahl teilt sich wie folgt auf:

Angestellte: 169 (Vorjahr: 178)

Gewerbliche Mitarbeiter: 290 (Vorjahr: 334)

Daneben haben wir durchschnittlich 52 (Vorjahr: 55) Mitarbeiter ausgebildet.

 

Duderstadt, den 5. Februar 2024

Nikolaus Daume

Michael Gonzalez Salcedo

Detlef Jessl

Angaben zur Feststellung des Jahresabschlusses gem. § 328 Abs. 1a 2 HGB

Der Jahresabschluss wurde am 8. Februar 2024 durch Beschluss der Gesellschafterversammlung festgestellt. Es wurde beschlossen, den Bilanzgewinn von EUR 33.975.796,98 auf neue Rechnung vorzutragen.

Anlagenspiegel Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 488.694,28 0,00 0,00 488.694,28
2. Geschäfts- und Firmenwert 165.336,27 0,00 0,00 165.336,27
654.030,55 0,00 0,00 654.030,55
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.302.787,70 7.005,06 0,00 1.309.792,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.715.944,09 121.695,52 1.508,94 1.836.130,67
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.972.483,55 868.838,38 226.200,50 3.615.121,43
5.991.215,34 997.538,96 227.709,44 6.761.044,86
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 511,29 0,00 0,00 511,29
2. Genossenschaftsanteile 300,00 0,00 0,00 300,00
3. Sonstige Ausleihungen 3.000,00 0,00 0,00 3.000,00
3.811,29 0,00 0,00 3.811,29
Summe Anlagevermögen 6.649.057,18 997.538,96 227.709,44 7.418.886,70
Abschreibungen Restbuchwerte
01.01.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022 31.12.2022 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 487.041,28 1.321,00 0,00 488.362,28 332,00 1.653,00
2. Geschäfts- und Firmenwert 120.419,27 6.874,00 0,00 127.293,27 38.043,00 44.917,00
607.460,55 8.195,00 0,00 615.655,55 38.375,00 46.570,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 734.799,70 97.533,06 0,00 832.332,76 477.460,00 567.988,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.263.242,07 163.790,52 1.507,94 1.425.524,65 410.606,02 452.702,02
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.289.984,49 540.118,38 212.468,50 2.617.634,37 997.487,06 682.499,06
4.288.026,26 801.441,96 213.976,44 4.875.491,78 1.885.553,08 1.703.189,08
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 511,29 511,29
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 300,00 300,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 3.000,00 3.000,00
0,00 0,00 0,00 0,00 3.811,29 3.811,29
Summe Anlagevermögen 4.895.486,81 809.636,96 213.976,44 5.491.147,33 1.927.739,37 1.753.570,37

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Inhaltsverzeichnis

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

2. Forschung und Entwicklung

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf in den einzelnen Geschäftsbereichen

3. Ertragslage

4. Finanzlage

5. Vermögenslage

6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

7. Fazit

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

2. Risikomanagement

3. Risikobericht

4. Chancenbericht

Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell

Die Daume GmbH ist ein mittelständisches, inhabergeführtes Unternehmen aus dem Bereich der Gebäudetechnik. Die Schwerpunkte der bundesweiten Leistungserbringung liegen dabei in den Geschäftsbereichen der "Technischen Gebäudeausrüstung" (TGA) - mit den Gewerken Heizungs-, Kälte-, Lüftungs-, Sanitär-, Elektro- und MSR-Technik - sowie im "industriellen Rohrleitungsbau/Anlagenbau" (IRB), dem "Fernwärme-Leitungsbau" (FWL) und dem Geschäftsfeld der "Gas- und Wasser-Hausanschlüsse". Zu unseren permanenten Standorten zählen unselbständige Niederlassungen in Berlin, Duderstadt, Dresden, Göttingen, Hannover, Hamburg, Halle/Leipzig, Magdeburg, München - Unterschleißheim und Potsdam. 2022 wurde, mit dem Büro Rosenheim, eine Außenstelle der Niederlassung München gegründet. In Kassel besteht außerdem ein Büro für den Rohrleitungsbau - unter der technischen Führung der Niederlassung Hannover. Somit bieten unsere Mitarbeiter unseren Kunden eine intensive, lokale Betreuung als "Komplettanbieter" mit allen Leistungen "Rund um das Rohr".

Die Daume GmbH mit Ihren rund 520 Mitarbeitern (inklusive Auszubildenden) selbst hält keine Beteiligungen. Über unsere Mutterunternehmen, die Klaus Daume Holding GmbH, die NHD Beteiligungs GmbH, die NHD Holding GmbH & Co. KG sowie deren Gesellschafter werden eine Vielzahl an Beteiligungen unter anderem an den Standorten Berlin, Bovenden, Braunschweig, Bremen, Eschwege, Gütersloh, Hannover, Hildesheim, Leinefelde-Worbis, Paderborn, Rheda-Wiedenbrück, Sarstedt, Seesen, Bad Vilbel sowie Vechelde gehalten. Diese bilden als nahestehende Unternehmen zusammen mit der Daume GmbH und insgesamt rund 1.100 Mitarbeitern die Daume-Gruppe.

Gemeinsam agieren wir bundesweit als kompetenter Partner für private, öffentliche, gewerbliche und industrielle Kunden.

Zur Verbesserung der Verwaltungsvorgänge und zur Hebung von kaufmännisch-administrativen Synergien wurde im Jahr 2012 die kaufmännische Verwaltung ausgegliedert und die NHD Beteiligungs GmbH am Standort Duderstadt gegründet, welche seitdem zentral die Aufgaben aus den Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, Personalwesen & Personalentwicklung, Controlling, IT/EDV, Recht, Vertragsmanagement, Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit, Umweltschutz, betriebliches Versicherungswesen, strategisches Fuhrparkmanagement, Marketing sowie dem strategischen Einkauf für die gesamte Daume-Gruppe übernimmt.

Der Schlüssel für unseren nachhaltigen Erfolg ist die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit unseren Auftraggebern, Nachunternehmern, Lieferanten und Mitarbeitern *.

2. Forschung und Entwicklung

Als Unternehmen aus dem Bereich des Bau- bzw. Baunebengewerbes, welches im Wesentlichen noch handwerkliche Strukturen aufweist, war unser Fokus in der Vergangenheit überwiegend auf die organisatorische und kostenoptimierte Verbesserung unserer Baustellenabläufe ausgerichtet. Innovationen reduzierten sich in der Regel auf die Behebung individueller Probleme innerhalb der jeweiligen Bauprojekte. Aktuell stehen Building Information Modeling (BIM), Lean Construction und Vorfertigung in unserem Fokus für einen effizienteren Ablauf unserer Baustellen.

Bedingt durch die Erkenntnisse über den Einfluss unseres Handelns auf die Umwelt und in Anbetracht schwindender Ressourcen sowie des fortschreitenden Klimawandels, haben wir aber schon in den letzten Jahren den Bedarf an umweltschonenden, innovativen Lösungen bei der Realisierung von Bauprojekten erkannt, unser technisches Knowhow in diesem Segment vertieft und lassen es bereits in der Planungsphase mit einfließen. Darüber hinaus entwickeln wir innovative Lösungen zum Aufzeigen von Energieeinsparpotentialen im Lüftungsbereich. Da die Bau- und Immobilienbranche als einer der größten Energieverbraucher gilt (ca. 42 % der Treibhausgasimmissionen und ca. 35 % des Primärenergieverbrauchs), sehen wir es als unsere Aufgabe an, uns in Bezug auf Umweltthemen besonders und noch intensiver einzusetzen. Dieses auch vor dem Hintergrund, dass die EU-Komission sich das Ziel gesetzt hat, seine Emissionen bis 2030 um 55 % zu mindern, derzeit aber nur eine Reduzierung von 32 % erreichbar scheint, da, bedingt durch die Covid-19-Pandemie, mehr Menschen als sonst im Jahr 2020 und 2021 zuhause geblieben sind (Homeoffice) und dadurch der Energieverbrauch im Wohnungsbereich gegenüber den Vorjahren gestiegen ist.

Um unseren Kunden hierbei jederzeit als kompetenter Ansprechpartner im Bereich der Haus- und Versorgungstechnik zur Seite zu stehen und die Möglichkeiten des technischen Fortschritts auf Seiten unserer Lieferanten entsprechend einzubringen, investieren wir intensiv in die Qualifikation und laufende Fortbildung unseres Personals, beginnend bei unseren Auszubildenden und dualen Studenten (Bachelor of Engineering), über unsere Monteure, bis hin zum erfahrenen Projektleiter.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds ist das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020 um 6,2% gestiegen. Auch für das Jahr 2022 prognostiziert der Internationale Währungsfonds ein leichtes Wachstum des globalen Bruttoinlandsproduktes um 3,4%. Trotz Inflation, Krieg in der Ukraine, diversen Corona-Ausbrüchen und Lieferschwierigkeiten konnte sich die globale Wirtschaft resilient entwickeln.

Das Bruttoinlandsprodukt der deutschen Wirtschaft ist im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr weiterhin leicht gestiegen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt im Jahr 2022 um 1,8% gewachsen. Hier zeigt sich, dass die Wirtschaftsleistung, trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen (weiterhin Corona-Pandemie, Material- und Lieferengpässe, Ukraine Krieg, steigende Preise und Fachkräftemangel, sich weiterhin positiv entwickelt. Mit Blick auf die einzelnen Wirtschaftsbereiche wird deutlich, dass durch den Wegfall von Corona-Schutzmaßnahmen bestimmte Dienstleistungsbereiche profitieren konnten. Vor allem im Bereich der Kreativ- und Unterhaltungsbranche konnten Nachholeffekte verzeichnet werden (+6,3%), aber auch im Verkehr und Gastgewerbe. Rückläufig war jedoch das Wirtschaftswachstum im Handel.

Die deutsche Wirtschaft ist maßgeblich durch den privaten Konsum, sowie Bau- und Unternehmensinvestitionen geprägt. Der baugewerbliche Umsatz ging im Geschäftsjahr 2022 real um 5,8% zurück. Der preisbereinigte Rückgang lässt sich hauptsächlich auf die inflationäre Entwicklung (vor allem Preissteigerungen für Baumaterialien), die Zinsentwicklung, sowie Lieferschwierigkeiten. Der Auftragseingang der gesamten deutschen Baubranche entwickelte sich im ersten Quartal noch positiv, ab April kam es aber zu einer deutlichen Trendwende. Preisbereinigt ging der Auftragseingang im Jahr 2022 um 9,7% zurück.

Im Jahr 2021 und in den Vorjahren war der Wohnungsbau noch die stärkste Stütze der deutschen Baukonjunktur und Wachstumsmotor. Im Jahr 2022 verzeichnete sich hier eine Trendwende. Bis zur Jahresmitte entwickelte sich der Wohnungsbau noch positiv, so ging die Zahl der genehmigten Neubauwohnungen ab Juni 2022 gegenüber dem Vorjahr deutlich zurück. Hintergrund für diese Trendumkehr sind die stark gestiegenen Preise für Baumaterialien und Energie. Der Preisindex im Wohnungsneubau lag Ende 2022 um 16,9% über dem Wert des Vorjahres. Das von der Bundesregierung ausgerufene Ziel jährlich 400.000 Wohnungen zu bauen dürfte sowohl 2022 und 2023 nicht erreicht werden.

Im Gegensatz zum Wohnungsbau nahmen im öffentlichen Bau sowohl Auftragseingang (+ 12,2%) als auch nominaler Umsatz (+8,5%) im Vergleich zum Vorjahr zu. Jedoch kam es auf Grund von gestiegenen Baupreisen und Materialknappheit zu zeitlichen Verschiebungen von öffentlichen Ausschreibungen.

Im Wirtschaftsbau zeigte sich 2022 ein differenziertes Bild. So nahmen die Baugenehmigungen für Handels- und Lagergebäude um 13,3%, sowie die Baugenehmigungen für Fabrik- und Werkstattgebäude um 12,6% zu. Die Baugenehmigungen von Büro- und Verwaltungsgebäude gingen jedoch um 21,7% zurück.

Für das Jahr 2022 erwarten wir, trotz eventueller Unsicherheiten, für unser Geschäftsfeld die Fortsetzung der erfolgreichen Entwicklung im laufenden Jahr. Unser hoher Auftragsbestand und die weiterhin positive Marktentwicklung in unseren Geschäftsbereichen erlauben es uns - unter Risikoaspekten - bei der Akquisition von neuen Aufträgen sehr selektiv vorzugehen. Darüber hinaus ist ein Großteil unseres Geschäftes von dauerhaften, vertrauensvollen Kundenbeziehungen mit einem hohen Qualitätsanspruch geprägt, was uns ebenfalls positiv in die Zukunft blicken lässt. Als systemrelevanter Wirtschaftsbereich (Versorgungstechnik) rechnen wir aber weiterhin mit einem erheblich stabileren Verlauf als in anderen Branchen. Abzuwarten bleien die Auswirkungen auf die Preisentwicklung von Baumaterial, sowie deren Lieferbarkeit.

2. Geschäftsverlauf in den einzelnen Geschäftsbereichen

Technische Gebäudeausrüstung (TGA)

Mit einer Betriebsleistung (Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen sowie anderen aktivierten Eigenleistungen) von rd. EUR 100,8 Mio. (Vorjahr: EUR 91,4 Mio.) stellt die TGA den mit Abstand größten Geschäftsbereich innerhalb der Daume GmbH mit einer gesamten Betriebsleistung von rd. EUR 124,7 Mio. (Vorjahr: rd. EUR 111,5 Mio.) dar. Wie in den Vorjahren, hat sich auch das Geschäftsjahr 2022 hinsichtlich Leistung und Ertrag erneut sehr positiv entwickelt. Bedingt durch die aktuelle und zukünftige Umwelt- und Energiepolitik, die moderate Konkurrenzsituation bei TGA-Komplettanbietern für Großprojekte, unsere große Kundennähe durch diverse Niederlassungen, unsere Leistungstiefe und die hohe Qualität unserer Leistungen sowie die Qualifikation unserer Mitarbeiter, sehen wir auch der Entwicklung der nächsten Geschäftsjahre weiterhin positiv entgegen.

Fernwärmeleitungsbau (FWL)

Ebenso erfolgreich wie der Geschäftsbereich TGA agiert auch der Geschäftsbereich Fernwärmeleitungsbau seit seiner Gründung und wird bundesweit im Wesentlichen in den Niederlassungen Hannover (seit 2019 mit einem zusätzlichen Büro in Kassel), Berlin, Dresden und Potsdam für unsere Kunden realisiert. Trotz unserer begrenzten personellen Ressourcen konnten wir hier eine Betriebsleistung von rd. EUR 23,0 Mio. (Vorjahr: EUR 20,4 Mio.) mit ebenfalls positiven Ergebnissen erreichen.

Für die Zukunft sehen wir auch hier gute Entwicklungsmöglichkeiten, da das Energiekonzept der Bundesregierung neben dem Atomausstieg die Energieeinsparung, Energieeffizienz und die Förderung erneuerbaren Energie vorsieht. Die hier gemachten Vorgaben (Klimafreundlichkeit, CO 2 -Reduzierung, leichter Brennstoffwechsel) werden seitens des Fernwärmekonzepts vollumfänglich erfüllt, sodass der Ausbau des deutschen Fernwärmenetzes vorangetrieben wird. In bereits mehr als 1.000 Gemeinden Deutschlands (Tendenz steigend) werden bei der Erschließung von Neubaugebieten Nah- und Fernwärmenetze präferiert. Zusätzlich wirkt sich für uns die hohe Zugangsbeschränkung dieses Marktes durch die notwendigen Qualitätsnachweise bzw. Zulassungen aus.

Zukünftig werden wir versuchen weitere Marktanteile durch organisches Wachstum (verstärkte eigene Ausbildung von Mitarbeitern) zu generieren.

Industrieller Rohrleitungsbau (IRB)

Den dritten Geschäftsbereich innerhalb unserer Gesellschaft bildet der "Industrielle Rohrleitungsbau", welcher mit einem Leistungsanteil von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 0,2 Mio.) ebenfalls zu dem positiven Jahresergebnis beiträgt. Hier waren in der Vergangenheit und sind auch zukünftig die - neben den zuvor für den TGA-Bereich benannten - folgenden Faktoren der Garant für unseren Erfolg: Breit gefächerter Kundenstamm über diverse Industriezweige (Automobil- und Zulieferindustrie, Chemie-, Nahrungsmittel- und Genussmittelindustrie, Versorger und kommunale Träger), hoher Anteil an Rahmen- und Jahresverträgen, durch Zulassungen teilweise eingeschränkter Wettbewerb und die über Jahre gefestigten, vertrauensvollen Kundenbeziehungen.

Auch hier gilt wie für den Fernwärmeleitungsbau: Weiterhin Ausbau unserer Marktanteile mit moderatem, organischem Wachstum.

3. Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 haben wir eine Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen, anderen aktivierten Eigenleistungen sowie sonstigen betrieblichen Erträgen) von EUR 126,3 Mio. (Vorjahr: EUR 113,5 Mio.) erreicht. Die Betriebsleistung liegt somit auf einem ähnlich hohen Niveau als im Vorjahr. Aufgrund des starken Geschäftes mit längerfristigen Großprojekten spiegelt die Entwicklung der Gesamtleistung besser die betriebliche Leistungsfähigkeit des Geschäftsjahres wider, als die alleinige Entwicklung der Umsatzerlöse, da die Erlösrealisation periodenübergreifender Großprojekte erst mit Stellung der Schlussrechnung erfolgt. Der im Vorjahr prognostizierte Umsatzanstieg ist eingetreten und der Bestand an teilfertigen Arbeiten ist, in Folge der Vielzahl an Projekten, die in 2022 fertiggestellt worden sind, nur unwesentlich angestiegen. So konnte im Geschäftsjahr 2022 ein Anstieg der teilfertigen Arbeiten in Höhe von EUR 7,3 Mio. auf ca. EUR 75,2 Mio. verzeichnet werden. Analog zum moderaten Anstieg der Gesamtleistung, sind die Aufwendungen für Wareneinsatz ebenfalls leicht gestiegen (EUR 5,0 Mio.). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (EUR -0,9 Mio.) sind leicht gesunken. Auf Grund dieser Konstellation konnte ein deutlich gestiegener Rohertrag in Höhe von EUR 54,7 Mio. erreicht werden. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr nur leicht angestiegen. Der Anstieg in Höhe von EUR 2,7 Mio., verbunden mit einem nur unterdurchschnittlichen Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnte insgesamt ein Betriebsergebnis von EUR 13,1 Mio. erzielt werden. Der Anstieg des Betriebsergebnisses gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf zum Teil sehr gute Projektergebnisse zurückzuführen.

Zusammenfassend ergibt sich nach Einschätzung der Geschäftsführung eine sehr zufriedenstellende Geschäftsentwicklung mit einem Ergebnis nach Steuern von EUR 9,2. Mio. (Vorjahr: EUR 6,0 Mio.). Nach Berücksichtigung der sonstigen Steuern und der Vergütung an stille Gesellschafter verbleibt ein Jahresüberschuss von EUR 8,5 Mio. (Vorjahr: EUR 5,3 Mio.).

4. Finanzlage

a. Kapitalstruktur

Die Eigenkapitalquote liegt unter anderem aufgrund der weitgehenden Ergebnisthesaurierung bei 64,81 % (Vorjahr: 60,06 %) und befindet sich damit weiterhin auf einem sehr soliden Niveau.

Wie im Vorjahr konnten alle Investitionen aus der laufenden Liquidität bedient werden und wir waren nicht auf eine externe Bankenfinanzierung angewiesen.

b. Investitionen

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr im Rahmen der Ersatzinvestitionen sowie im Zuge von Erneuerungen und Erweiterungen in das Anlagevermögen investiert. Weitere Investitionen betrafen insbesondere die IT-Technik bzw. eine Ersatzbeschaffung von Montagewerkzeugen. Ebenso wurde verstärkt in unseren Messeauftritt im Bereich Recruiting investiert, um unseren zukünftigen Bedarf an Fachkräften abzusichern.

c. Liquidität

Der Brutto-Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (TEUR 9.439 ; Vorjahr: TEUR 5.688), bestehend aus dem Jahresüberschuss sowie den Abschreibungen, hat sich aufgrund des gestiegenen Periodenergebnisses um TEUR 3.751 erhöht. Nach Berücksichtigung von weiteren Effekten, die weder der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, verbleibt im Ergebnis ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 1.076 (Vorjahr: TEUR - 1.445).

Der Cashflows aus der Investitionstätigkeit beträgt im Wesentlichen aufgrund von Investitionen in das Sachanlagevermögen TEUR - 637 (Vorjahr: TEUR - 469). Nach Berücksichtigung des negativen Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR - 2.503, Vorjahr: TEUR - 1.079) ergibt sich ein Rückgang des Finanzmittelfonds von TEUR 2.064 und somit ein Liquiditätsbestand von TEUR 10.803 (Vorjahr: TEUR 12.867).

5. Vermögenslage

Die Vermögensstruktur unterlag im Geschäftsjahr keinen wesentlichen strukturellen Veränderungen.

Das Anlagevermögen ist insgesamt auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Anlagevermögen um TEUR 174 zurückgegangen. Das Vorratsvermögen ist insgesamt um TEUR 417 angestiegen. Dies resultiert in erster Linie aus dem Anstieg der unfertigen Leistungen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.269 und dem Rückgang der erhaltenen Anzahlungen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.868.

6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a. Qualität

Unsere Tätigkeiten unterliegen ständigen Qualitätskontrollen, sowohl durch interne Maßnahmen als auch durch externe Überwachungsaudits und die permanenten Anforderungen des Marktes und der Regelwerke. Seit Jahren ist die Daume GmbH ununterbrochen nach dem Qualitätsstandard DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Zur Untermauerung unseres hohen Qualitätsanspruchs und zur Vereinfachung in öffentlichen Vergabeverfahren sind wir ein durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Qualitätssicherungssystemen GmbH (DQS) präqualifiziertes Bauunternehmen und werden als solches im amtlichen Verzeichnis präqualifizierter Unternehmen geführt. Das amtliche Verzeichnis präqualifizierter Unternehmen ist eine allgemein zugängliche Internetliste, in der alle präqualifizierten Bauunternehmen aufgeführt werden. Eine Präqualifikation nach VOB bedeutet eine vorgelagerte auftragsunabhängige Prüfung der Eignungsnachweise nach festgelegten Kriterien, insbesondere auf Basis der in § 6a VOB/A, § 6a EU VOB/A definierten Anforderungen. Diese entspricht einer Zertifizierung mit dem Unterschied, dass die Gültigkeit nicht durch ein Zertifikat, sondern durch den aktuell gültigen Eintrag in das amtliche Verzeichnis präqualifizierter Unternehmen bestätigt ist.

Um die durch uns festgelegten Qualitätsansprüche zu erreichen, finden sowohl für unsere operativ tätigen Mitarbeiter als auch für diejenigen, die im administrativen Bereich im Kundenkontakt und in der Auftragsabwicklung tätig sind, regelmäßige Schulungen und Audits statt.

Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen werden auch für alle anderen Unternehmensbereiche angeboten, so z. B. für die Betriebssicherheit und Ergonomie. Die Daume GmbH gibt sich nicht mit dem erreichten Standard zufrieden. Denn gut zu sein, ist der Ansporn noch besser zu werden. Im Rahmen des Qualitätsmanagements werden sämtliche Dienstleistungen, die Kundenorientierung und die eigene Fach-, Sozial- und Selbstkompetenz laufend überprüft und verbessert, um die Qualität der gesamten Arbeit zu optimieren.

b. Umwelt und Soziales Engagement

Insofern unsere Branche etwas dazu beitragen kann, werden von uns alle Maßnahmen für einen entsprechenden Umweltschutz ergriffen. Wir beraten unsere Kunden im Hinblick auf umweltbewusstes Bauen und die damit verbundenen Möglichkeiten zur Reduzierung der Energiekosten und des Energieverbrauches. Die Anzahl an Einbauten von regenerativen Energien ist in unserem Kundenkreis leider zurückgegangen, wie auch die entsprechenden Nachfragen für diese Marktsegmente.

Zur Verbesserung der eigenen CO 2 -Bilanz und Reduzierung unseres Energieverbrauches haben wir unsere Büroräume auf LED-Technik umgestellt, sowie ähnliche Möglichkeiten (z.B. Installation von Bewegungsmeldern in Lagerräumen) ergriffen. Unseren Hauptsitz in Duderstadt haben wir mit einer PV-Anlage ausgerüstet. Außerdem führen wir regelmäßig Energieaudits an unseren Standorten durch.

Die Entsorgung unserer Restmaterialien und Verpackungen erfolgt vorbildlich durch ein Trennsystem auf unserem Betriebsgelände oder in Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten.

c. Arbeitnehmerbelange

Der Schlüssel zum Erfolg unseres Unternehmens und zur Steigerung unserer Wettbewerbsfähigkeit liegt in unseren hochqualifizierten und leistungsstarken Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In diesem Zusammenhang spielen Themen wie die Rekrutierung von Mitarbeitern, ihre Aus- und Weiterbildung sowie die Förderung ihrer Qualifikationen eine entscheidende Rolle in unserer strategischen Ausrichtung. Dies ist besonders wichtig vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des damit verbundenen Fachkräftemangels.

Neben den rein fachlichen und gewerkspezifischen Qualifikationen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter legen wir zunehmend einen erhöhten Wert auf die persönliche Entwicklung wie z. B. Kommunikations- und Führungsverhalten sowie Sozialkompetenzen. Die Maßnahmen Licence to Lead und Daume Talent-Campus konnten wir weiter ausbauen und unsere neu gewonnenen Führungskräfte optimal integrieren.

Über die vorgenannten Weiterbildungsmöglichkeiten hinaus bieten wir unseren Mitarbeitern durch diverse betriebliche Regelungen und Maßnahmen im Rahmen des Arbeitsschutzes, des betrieblichen Eingliederungs- und Gesundheitsmanagements, der betrieblichen Altersversorgung und der Mitarbeiterunfallversicherung einen persönlichen Mehrwert und ein positives Arbeitsumfeld. Die Maßnahmen und Reglungen konnten wir, durch die Einführung eines Gesundheitsbudgets erweitern.

Um unseren zukünftigen Fachkräftebedarf sicherzustellen, haben wir in den letzten Jahren unsere Maßnahmen zur Nachwuchsgewinnung und -förderung intensiviert, sodass wir bundesweit zum Stichtag 60 Auszubildende und duale Studenten im gewerblichen, technischen und kaufmännischen Bereich zu unserer Belegschaft von rund 520 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zählen dürfen.

Gerade im Bereich der Personalgewinnung konnten wir gegen Ende des Jahres einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gehen. Mit der Entscheidung für ein Bewerbermanagement-System ist der Grundstein gelegt und den Bewerbungsprozess immer weiter zu analysieren und optimieren. Mit der einhergehenden steigenden Präsenz in allen Medien hoffen wir so unseren Bewerberbedarf decken und vor allem gut managen zu können. Mit der Integration des Bewerbermanagements in die neue Karriereseite sind wir für das nächste Jahr sehr gut aufgestellt.

Im Social-Media Bereich treten wir weiterhin auf Facebook, Instagram, TikTok, Xing und LinkedIn auf, um über aktuelle Themen des Unternehmens und die Arbeitswelt zu berichten. Hier verzeichnen wir durchweg positive Resonanzen. Um unsere Auftritte weiter zu professionalisieren haben wir an der Umsetzung der Kommunikationsstrategie gearbeitet und die wichtigsten Kanäle und Zielgruppen für uns herausgearbeitet. Um die Werbekampagnen im Bereich Recruitment besser steuern zu können, haben wir viel mit Unternehmen aus den Bereichen des "Programmatic-Advertisements" zusammengearbeitet und konnten dabei weitere Erfolge (Einstellungen) verzeichnen. Des Weiteren konnten wir eine starke Partnerschaft mit einem Personalvermittler eingehen, um unseren immer steigenden Personalbedarf zu denken.

Nach dem Launch der Marke im letzten Jahr, haben wir in diesem Jahr alles daran gesetzt die Marke weiter auszubauen und weiter im Unternehmen und auch in der Außenwahrnehmung zu verbreiten. Fokussiert haben wir uns dabei auf die Gestaltung von unseren Webseiten sowie auf das Umrüsten aller alten Werbemittel, Gestaltungen, Gebäude auf das neue Design. Im Rahmen unserer neuen Marke ist es uns auch gelungen einige Prozess umzustellen, sodass diese jetzt einfacher und günstiger sind. Besonders die Neugestaltung des Ideenmanagements konnte durch die Vereinfachung einige Ideen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hervorbringen. Gerade dieses Thema wollen wir auch im nächsten Jahr weiter vorantreiben.

Als verantwortungsbewusster Arbeitgeber ist es unser zentrales und strategisches Ziel, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter optimal zu qualifizieren, ein positives Arbeitsumfeld zu schaffen, eine berufliche Zukunft mit Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen, um somit eine langfristige Bindung zu erreichen.

d. Marketing

Im Marketing konnten wir unsere Aktivitäten weiter ausbauen. Unter anderem konnten wir alle Social-Media-Kanäle erfolgreich mit Content bespielen. Besonders lag unser Fokus dabei auf der professionellen Weiterentwicklung unseres Instagram-Kanals. Wir konnten im ersten Jahr über 500 Follower gewinnen und haben insgesamt 99 Videos und Fotos produziert.

Auch an anderer Stelle haben wir weiter an unserer Außenwahrnehmung gearbeitet. Für die Ausbildungsberufe Anlagenmechaniker SHK, technischer Systemplaner sowie für das duale Studium im Bereich der Betriebswirtschaftslehre konnten wir drei gelungene Testimonial-Videos drehen, um diese gezielt zum Ausbildungsmarketing einzusetzen. Des Weiteren haben wir ein großes Fotoshooting an unserem Standort in München umgesetzt. Dabei konnten wir genug Foto- und Videomaterial für unsere Karriereseite und alle folgenden Kampagnen sammeln. Besonders positiv ist dabei, dass wir jetzt ausschließlich mit eigenem Personal werben und so noch authentischer auftreten können.

Gerade die Erstellung der Daume Gruppe Webseite ist ein großer Pluspunkt bei der Gestaltung der Außendarstellung und der Marke. Hierfür konnten wir einige prestigeträchtige Referenz-Projekte zusammentragen und diese entsprechend Präsentiren. Weiterführend konnten wir eine neue Unternehmensbroschüre für die Daume GmbH sowie für alle Standorte auflegen. Die soll bei der Kundenakquise helfen das Unternehmen besser darzustellen.

7. Fazit

Wir können auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2022 zurückblicken. Unsere Gesellschaft weist unverändert eine sehr solide Vermögens- und absolut sichere Finanzlage auf.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Unsere Kapitalstruktur ist sehr gut. Die Eigenkapitalquote liegt bei rd. 64,81 % und ist mit diesem sehr konservativen Wert im Branchenvergleich weit vorn.

Ersatzinvestitionen aus Eigenmitteln erfolgten kontinuierlich nach Plan, wie in allen Geschäftsjahren zuvor.

Die Entwicklung der Ertragslage ist mit einem Jahresüberschuss von TEUR 8.505 (Vorjahr: TEUR 5.337) sehr gut.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Unsere Erwartungen an den zugrundeliegenden Prognose-Zeitraum (12 Monate) für das Geschäftsjahr 2023 sind, bedingt durch die guten und die erfolgreichen vergangenen Geschäftsjahre, positiv geprägt. Aufgrund der weiterhin hohen Auftragsauslastung sehen wir eine Gesamtleistung auf Höhe des Vorjahresniveau. Nach Berücksichtigung der Kostenentwicklungen erwarten wir ein Betriebsergebnis/Jahresüberschuss auf Höhe des Vorjahresniveaus. Die Auswirkungen diverser, weltwirtschaftlicher Zusammenhänge, wie der Russland-Ukraine Konflikt oder Inflation und damit verbundene Preissteigerungen, bleiben abzuwarten. Durch den hohen Auftragsbestand sind unmittelbare Folgen wie Kurzarbeit ausgeblieben. Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen des Russland-Ukraine Konflikts können sich - mit zeitlicher Verzögerung - auch auf unsere Geschäftsbereiche auswirken. Die stark angestiegenen Materialpreise und gestörte Lieferketten für Baumaterial - und die damit verbundenen Lieferschwierigkeiten - fordern Reaktionen, die gestiegenen Materialpreise in laufenden Vertragsverhältnissen an Auftraggeber weiterzugeben und zeitlichen Ausgleich für Lieferschwierigkeiten zu erlangen.

Jedoch gilt - wie bereits in den Vorjahren - dabei auch für das Jahr 2023, dass unsere positiven Effekte und Chancen sowohl aus unserer breit gefächerten Marktposition - also aus unserer Entwicklung zum "technischen Generalunternehmer" - als auch aus den Marktsegmenten "Fernwärmeleitungsbau" und "Energie- und Wasserwirtschaft" resultieren.

Um den Markt- bzw. Qualitätsanforderungen weiterhin gerecht zu werden, werden wir unser Personal kontinuierlich um entsprechende Fachkräfte ergänzen, bestehendes Personal zielgerichtet fortbilden sowie uns verstärkt für den Arbeits- und Gesundheitsschutz unserer Mitarbeiter einsetzen. Des Weiteren werden wir weiter und verstärkt an unseren Standorten in unsere Recruiting-Maßnahmen investieren. Dies geschieht unter anderem durch die Verstärkung unseres Personalbereichs im Schwerpunkt Recruiting und Personalentwicklung in der NHD Beteiligungs GmbH. Diese wird auch zukünftig unsere Leitlinien und Konzepte weiterentwickeln und den Standorten der Daume GmbH sowie den Tochterunternehmen zur Verfügung stellen und bei der Realisierung unterstützen.

2. Risikomanagement

Ziel des zentralen Risikomanagements ist es, den wirtschaftlichen Erfolg der Daume GmbH und der Daume Gruppe sicherzustellen und mögliche entwicklungsbeeinträchtigende oder bestandsgefährdenden Tatsachen frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Besondere, über das normale Unternehmerrisiko hinausgehende Risiken sind aktuell nicht erkennbar. Die Daume GmbH ist durch die Anzahl, Komplexität und Laufzeit der zu realisierenden Bauprojekte einer Vielzahl von theoretischen Risiken ausgesetzt. Zur frühzeitigen Erkennung und rechtzeitigen Vermeidung bzw. Abwehr möglicher Risiken haben wir ein aktives, Intranet-basierendes Risikomanagementsystem installiert, welches durch das monatliche Berichtswesen und Controlling-Gespräche in den Standorten der Daume GmbH unterstützt wird.

Das gesellschaftsinterne Berichtswesen sowie der periodische Planungs- und Abweichungsanalyseprozess, werden durch die zentralen Fachbereiche "Finanz- und Rechnungswesen", "Controlling" sowie "Personalwesen" mittels unserer IT-gestützten Analysemöglichkeiten gesteuert.

Das Controlling wird, durch die NHD Beteiligungs GmbH, für alle Niederlassungen zentral in Duderstadt bzw. in Gesprächen mit den verantwortlichen Personen vor Ort durchgeführt und mündet in einem monatlichen Reporting an die jeweiligen Geschäftsführer und Niederlassungsleitungen. Für die Daume GmbH und alle anderen Gesellschaften der Daume-Gruppe wird zudem auch der Zahlungsverkehr liquiditäts- und zinsoptimiert über die NHD Beteiligungs GmbH in Duderstadt abgewickelt.

Die zeitnahe, d. h. monatliche Überwachung in der eingeführten und bewährten betriebswirtschaftlichen Plan-/Ist-Auswertung weist sowohl die aktuelle als auch die voraussichtliche Rentabilitätsentwicklung in Anlehnung an die aufgestellte Jahresplanung 2022 aus.

Zur Reduzierung der allgemeinen wirtschaftlichen Risiken trägt dabei sicherlich, neben dem umfangreichen Leistungsspektrum, auch unsere dezentrale Gesellschafts- und Niederlassungsstruktur und die Diversifizierung in Bezug auf unsere Kunden (Branchen, Größe, etc.) bei.

3. Risikobericht

a) Projektrisiken

Zur Früherkennung von Projektrisiken wird bereits im Stadium der Anfrage eine umfangreiche, technische und kaufmännische Machbarkeits- und Risikoanalyse gem. QM-Handbuch durchgeführt. Je nach Art und Umfang und somit der internen Zustimmungspflicht für die anzubietende Bauleistung wird dann von den jeweiligen Gremien über die Abgabe eines Angebotes entschieden.

Die nachfolgende Projektabwicklung wird von den zuständigen Projektleitern und Baustellenteams direkt vor Ort gesteuert, bewertet und ggf. neu, den Erfordernissen angepasst, geregelt. Durch die Möglichkeiten einer Ad-hoc-Meldung (bei Erkennung plötzlich auftretender relevanter Risiken) und im Rahmen der gemeinsamen monatlichen Projektbesprechungen und Bewertungen (technisch und kaufmännisch) werden sich anbahnende Risiken erkannt und entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung beschlossen. Ebenso wie im Rahmen dieser "Monatsabgrenzungen" des Controllings wird über die sich bietenden Chancen und deren Realisierung gesprochen und beschlossen.

Darüber hinaus dient die "Monatsabgrenzung" der Bewertung unserer Lieferanten und Nachunternehmer. Die hier gesammelten Informationen (Qualitätsmängel, Schlechtleistung) werden unseren Geschäftsführern und Niederlassungsleitern per Intranet zur Verfügung gestellt. Für bestimmte Risikoparameter unserer Bauprojekte gibt es dort zusätzlich ein Tool mit einer Ampelfunktion zur schnelleren Problemerkennung.

In Folge der steigenden Lieferschwierigkeiten von Baumaterial aufgrund diverser, weltwirtschaftlicher Zusammenhänge (z.B. die Covid-19-Pandemie), drohen Behinderungen des Bauablaufes z.B. durch Bauzeitenverlängerungen. Den Einfluss gestiegener Einkaufspreise von Baumaterial auf das Unternehmen wird im Abschnitt "Beschaffungsrisiken" beschrieben.

b) Rechtliche Risiken

Bauaufträge können umfangreiche - auftraggeberseitig gestellte - vertragliche Regelungen über die werkunternehmerseitig übernommenen Risiken, jedoch auch über Pönalen bei Leistungsverzug und sonstigen Ansprüchen bei mangelnder Erfüllung beinhalten. Um diese Risiken überschauen und ggfs. minimieren zu können, werden - vor allem bei größeren Auftragsvolumina - Verträge vor Vertragsabschluss durch die Rechtsabteilung geprüft und bewertet. Gegebenenfalls können dann mit den entsprechenden Maßgaben die Vertragsverhandlungen mit dem Ziel von Vertragsänderungen fortgeführt oder jedoch ggfs. - in Rücksprache mit der Niederlassungsleitung bzw. Geschäftsleitung - abgebrochen bzw. ein Auftrag nicht angenommen werden. Insgesamt halten sich die bautypischen Risiken aus der Auslegung von Bauverträgen in einem üblichen Rahmen. Etwaig bestehende Risiken werden durch Abschläge in der Leistungsbewertung oder durch Rückstellungen entsprechend berücksichtigt.

Auch Forderungen gegenüber Auftraggebern / Vertragspartnern unterliegen einer intensiven Kontrolle unserer zentralen Forderungs- bzw. Inkassostelle, um zeitnah auf etwaig verzögertes Zahlungsverhalten zu reagieren. Bei Neuaufträgen wird darauf geachtet, leistungsfortschrittsentsprechende Zahlungspläne zu vereinbaren und ggfs. eine Besicherung (z.B. Bauhandwerkersicherungshypothek gem. § 650 e BGB, Bauhandwerkersicherung z.B. durch Bürgschaft gem. § 650f BGB) zu erlangen.

Bei Nachunternehmerbeauftragung wird zur Vermeidung von Compliancerisiken (z.B. Auftraggeberhaftung für Mindestlohn, Beiträge zu tariflichen Sozialkassen bzw. Nachhaftungsrisiken bei nicht gezahlten Sozialbeiträgen durch Nachunternehmer, Normen des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes) eine umfangreiche Dokumentation der Nachunternehmer eingefordert und geprüft. Gleiches gilt für die Inanspruchnahme von Arbeitnehmerüberlassung. Auch hier wird die Dokumentation im Vorfeld durch unser zentrales Vertragsmanagement geprüft und es wird intensiv auf die Einhaltung der Vorgaben des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes geachtet.

c) Arbeitssicherheit

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unsere größten Erfolgsgaranten und somit steht ihre Gesunderhaltung und Unversehrtheit für uns an oberster Stelle. Aus diesem Grunde haben wir Rahmenbedingungen geschaffen, welche uns bei dieser Aufgabe unterstützen.

Die Daume GmbH verfügt über das Zertifikat zur Arbeitssicherheit DIN 45001:2018 (DQS), welche in ihrer Funktion permanent überwacht und weiterentwickelt werden. Für dieses wichtige und umfangreiche Aufgabengebiet ist unser Sicherheitsingenieur in allen Niederlassungen regelmäßig präsent und kontrolliert die Einhaltung und Umsetzung der Qualitätsmanagement-Richtlinien. Die arbeitsschutzrelevanten Grundsätze und Regularien sind im Intranet der Daume GmbH für unsere Mitarbeiter frei zugänglich.

d) Branchenrisiko

Das Branchenrisiko für das Bau- und Baunebengewerbe ist ständigen zyklischen Schwankungen unterworfen, welche nach Regionen, Auftraggeber-Branchen und den unterschiedlichen Leistungsbereichen variieren. Durch das breite Leistungsspektrum und die bundesweiten Aktivitäten unserer diversen lokalen Standorte ist es uns bisher immer gelungen, die oben beschriebenen Schwankungen zu kompensieren. Risiko verringernd wirkt sich zudem die Entwicklung im Immobilienbereich in Bezug auf Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Lebenszykluskosten aus. Die Anzahl der Bauanfragen mit dem Hintergrund der Gebäudezertifizierung gem. DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen) oder nach den Richtlinien von "Green Building" sind verstärkt wahrzunehmen und stellen kleinere Marktbegleiter unserer TGA-Branche sicherlich zukünftig vor größere Probleme.

Es bleibt weiter abzuwarten, wie sich globale Krisensituationen wie kriegerische Auseinandersetzungen sich weiter auf die wirtschaftlichen Zusammenhänge auswirken. Die Auswirkungen wie z.B. Anhebungen des Leitzinses zur Inflationsbekämpfung und dadurch nachlassende Investitionstätigkeit sind bereits in unserer Branche spürbar.

Unverändert leidet unsere Branche, wie auch viele andere Branchen, unter dem Mangel an jungen Ingenieuren und Meistern, welchem wir durch die im Abschnitt "Arbeitnehmerbelange" beschriebenen Maßnahmen begegnen.

e) Finanzrisiken

Die Grundsätze unserer internen Rechnungslegung beruhen auf unserem QM-Handbuch aus dem Jahr 2011, das permanent ergänzt und ggf. überarbeitet wird. Hier sind sämtliche Prozesse des Belegflusses, der Kontrollen sowie auch u. a. der Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung festgehalten. Auf Basis dieses Systems wurden Checklisten und Handlungsanweisungen entwickelt und herausgegeben, anhand derer zentral in Duderstadt durch die NHD Beteiligungs GmbH entsprechende Monats-, Quartals-, Halbjahres- und Jahresabschlüsse vorbereitet und erstellt werden.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses orientiert sich die Leitung Finanz- und Rechnungswesen am internen Handbuch zur Rechnungslegung. Hier sind sämtliche benötigten Abstimmroutinen, Aufstellungen, Bilanzrichtlinien etc. zusammengefasst worden und werden für die Aufstellung des Jahresabschlusses entsprechend abgearbeitet.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken in den monatlichen "Abgrenzungsgesprächen" durch das Controlling erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

aa) Forderungsmanagement

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Durch ein konsequentes Forderungsmanagement, in enger Zusammenarbeit mit der internen Rechtsabteilung, werden Zahlungsausfälle bzw. Zahlungsverzögerungen minimiert.

Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Bei der Hereinnahme von Neuaufträgen wird verstärkt auf eine Bonitätsprüfung geachtet. Private Bauträgeraufträge oder Generalunternehmeraufträge sind auf ein geringes Maß zu begrenzen. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Im Falle eines Forderungsausfalls, durch erfolglose Mahnungen oder Insolvenz des Auftraggebers, wird der Sachverhalt an unsere Rechtsabteilung - als interne Inkassostelle - abgegeben, die die Forderung auf Einbringbarkeit prüft und den Inkassovorgang bis hin zur Zwangsvollstreckung im eigenen Haus abwickelt.

Die Einbringung von Bauforderungen wird zentral, in enger Abstimmung mit den einzelnen operativen Einheiten professionell verfolgt und wird, soweit erkennbar, frühzeitig rechtlich begleitet. Im Ausnahmefalle notwendige Abwertungen fließen zeitnah in unsere monatlichen Bewertungen ein.

bb) Liquiditätsrisiken

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen Liquiditätsrisiken wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Die Gesellschaft finanziert sich aus Eigenmitteln.

Ein Risiko aus zweifelhafter Finanzlage oder ähnlichem ist aktuell nicht gegeben, da wir unsere Finanzmittel ausschließlich für unseren Unternehmenszweck verwenden. Ebenso ist, bedingt durch unser 100 %-iges Inlandgeschäft, keinerlei Währungsrisiko vorhanden.

Ein Risiko aus ausgegebenen Avalen besteht zurzeit ebenfalls nicht.

f) Risiken am Beschaffungsmarkt

Die für unsere Geschäftsfelder relevanten Beschaffungsbedingungen haben sich stabil entwickelt. Im Jahr 2022 ist ein starker Anstieg vieler Baumaterialpreise zu erkennen, der sich 2022 durch diverse, weltwirtschaftliche Zusammenhänge (Covid-19-Pandemie, Russland-Ukraine-Konflikt) noch weiter verstärkt hat. Produkte aus Holz, Metall oder auf Erdölbasis haben sich seit Jahresbeginn deutlich verteuert. Außerdem steht teilweise nicht genügend Baumaterial, auf Grund von gestörten Lieferketten, zur Verfügung.

Durch die frühzeitige Einbindung unserer Lieferanten und Nachunternehmer in die Projektkalkulation werden Leistungs- oder Beschaffungsrisiken sowie Preisveränderungen rechtzeitig erkannt und können in unseren Angeboten bzw. Aufträgen Berücksichtigung finden.

Als Folge der Covid-19-Pandemie und den damit verbundenen Beschränkungen in den Reisemöglichkeiten, besteht das Risiko des zeitweisen Ausfalls von ausländischen Nachunternehmern. Dieses Risiko ist - auf Grund des geringen Anteils an ausländischen Nachunternehmern - für uns allerdings gering.

g) Personalrisiken

Unser qualifiziertes Personal ist unser größter Erfolgsfaktor. Wir tragen dieser Tatsache durch diverse, im Abschnitt "Arbeitnehmerbelange" beschriebene Maßnahmen Rechnung und verstärken seit Jahren unsere eigene Berufsausbildung.

Aus unserer derzeitigen Sicht sind aktuell die branchenüblichen Personalrisiken (Fachkräftemangel und demographischer Wandel) gegeben. Dies ist besonders an unseren Standorten in strukturschwachen Regionen bemerkbar. Unser Fokus liegt auch weiterhin darauf diesen Risiken verstärkt entgegen zu wirken.

h) IT-Risiken

Aktuell werden durch Kriminelle vermehrt Cyberangriffe auf deutsche mittelständische Unternehmen ausgeführt. Angriffe durch Ransomware, bei denen Daten verschlüsselt und gegen ein Lösegeld wieder freigegeben werden, können einen enormen wirtschaftlichen Schaden ausrichten. Daher gehören Datenverlust und Datendiebstahl, neben der klassischen Schadsoftware, aktuell zu den größten Sicherheitsrisiken.

Um möglichen Angriffe vorzubeugen wurden Maßnahmen, wie IT-Sicherheits-Assessments durchgeführt und ein umfangreiches IT-Sicherheitskonzept, mit dem Ziel die IT-Sicherheit immer auf dem aktuellen Stand zu halten, erarbeitet. Zusätzlich erarbeiten wir derzeit am Ausbau unserer IT-Sicherheitsmechanismen, durch beispielsweise erweiterte Zugriffskontrollen (2-Faktor-Authentifizierung). Mögliche Schäden durch Angriffe sind zudem entsprechend abgesichert worden.

4. Chancenbericht

Die Entwicklung des Marktes hat die Wettbewerbssituation bei Großaufträgen weitestgehend entschärft. Durch die sehr positive Auftragslage in unseren Geschäftsbereichen und die dauerhaften und vertrauensvollen Kundenbeziehungen, ist es uns möglich bei der Auftrags-Akquisition selektiv vorzugehen. Auf diese Weise können wir Projektrisiken von vorn herein minimieren.

Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch interne Ablauf- und Qualitätskontrollen durch. Der Zertifizierungsstandard nach ISO 9001 bescheinigt uns ein umfassendes Qualitätsmanagement auf konstant hohem Niveau. Auch in diesem Jahr werden wir weiter daran arbeiten, unsere internen Prozesse zu optimieren und die Synergien in der Gruppe zu heben. Durch die Maßnahmen des "strategischen Einkaufs" erwarten wir, dass wir unsere Einkaufserfolge der Vorjahre halten können. Erste Maßnahmen sind hierzu bereits im Jahr 2018 erfolgt und werden kontinuierlich ausgebaut. Zukünftig sollen die gemeinsamen Ziele mit unseren strategischen Partnern neu definiert werden. Ebenso sollen zielgesteuerte Bedarfsabfragen und die Bündelung von Einkaufsvolumina erfolgen, um die Gefahr von Lieferausfällen, aufgrund von Materialknappheit, zu minimieren und Skaleneffekte, entgegen den inflationär bedingten Materialpreissteigerungen, zu erreichen.

Wir legen großen Wert auf eine permanente Fort- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter. So gewährleisten wir den gewohnt hohen Standard in allen Bereichen der Gebäudetechnik, des Anlagenbaus sowie im Service. Aus diesem Grund wurde der Daume Campus initiiert und kontinuierlich weiterentwickelt und ausgebaut. Unser Fokus liegt auch verstärkt in der Ausbildung von Nachwuchskräften. Dabei wird im Jahr 2023 wieder besonderer Wert auf ein professionelles Recruiting auf Ausbildungsmessen gelegt. Außerdem wird weiterhin unser Recruiting-Auftritt im digitalen Bereich ausgebaut. Um den künftigen Fachkräftebedarf abzusichern, wird die Anzahl und Qualität der Ausbildungsplätze auf einem konstant hohen Niveau gehalten. Um der Qualität unserer Ausbildung auch weiterhin gerecht zu werden und zu steigern, haben wir ein Ausbildungszentrum in den Standort Duderstadt integriert und im Laufe des Jahres 2023 eröffnet.

Im Sommer 2018 haben wir einen Strategiekreis gegründet, dessen Ziel es ist, die nachhaltige Zukunft der Daume GmbH sicherzustellen. Die Führungskräfte der Daume GmbH erarbeiten gemeinsam mit Nachwuchs-Führungskräften in Strategiekreisen einzelne Projekte für die Zukunft des Unternehmens. Als erste Projekte sind hier die Verbesserung der internen und externen Unternehmenskommunikation, die Digitalisierung des "Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses" (KVP), die Optimierung und Digitalisierung von Recruiting, Onboarding und Personalentwicklung sowie die neue Markenkonzeption der Daume-Gruppe zu nennen, welche im Laufe des Jahres 2020 konkret ausgearbeitet, sowie Ende 2021 vorgestellt und eingeführt wurde und im weiteren Verlauf seit 2022 im gesamten Unternehmen etabliert wird.

Um auch in Zukunft mit den technologischen Standards der Branche Schritt zu halten, haben wir - neben den Projekten des Strategiekreises - einen Beauftragten für Building Information Modeling (BIM) im Unternehmen benannt. Dieser analysiert den Markt der Softwareanbieter und bereitet die Fachabteilungen für den Einsatz dieser Technologie vor. Hier sind bereits erste Bauprojekte realisiert worden und derzeit auch noch in der Realisierung.

Nachdem wir im Jahr 2021 unsere Software im Bereich Finanz- und Rechnungswesen, Controlling und Personalwesen umgestellt haben und diese eine deutliche Verbesserung gegenüber den vorherigen Systemen darstellt und es uns ermöglicht in vielen Bereichen Automatisierungen und Optimierungen der Prozesse durchzuführen, werden im Jahr 2023 weitere Maßnahmen und Erweiterungen der Software eingeführt. Hier ist beispielsweise die Anlagenbuchhaltung oder die Digitalisierung des Urlaubsantrages zu nennen. Außerdem werden wir mit dieser Softwarebasis den Ausbau unserer Reportings und Analysen weiter forcieren.

Um unsere interne IT-Kompetenz weiter zu steigern, haben wir die Daume Gruppe durch den weiteren Ausbau unserer internen IT gestärkt. Hier sind insbesondere interne Programmierkapazitäten für die Entwicklung unserer Controlling-Instrumente, sowie die forcierte Cloud-Strategie zu nennen. Außerdem wird in 2023 mit der Ausrollung einer weiteren Software für die Digitalisierung der Baustelle gestartet. Hierzu gehören Planungs- und Projektmanagementtools, sowie Applikation für den "digitalen Monteur".

Darüber hinaus werden wir unsere technische Kompetenz nutzen und eigene Lösungen zur energetischen Optimierung gebäudetechnischer Anforderungen entwickeln, um uns auch so zukünftig positiv vom Markt abzuheben.

 

Duderstadt, den 5. Februar 2024

gez. Nikolaus Daume

Bestätigungsvermerkdes unabhängigen Abschlussprüfers

Bei dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 276 Satz 1 HGB und § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Daume GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Daume GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Daume GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt'Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Göttingen, den 6. Februar 2024

EURATIO GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dipl.-Kfm. Fritz Güntzler, Wirtschaftsprüfer

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