Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 25634 KI
Vorher
Hanse Orga GmbH
Eingetragen
16.11.2016
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Softwareentwicklung und Beratung in betriebswirtschaftlichen Anwendungsbereichen, insbesondere im Umfeld des Treasury, Finanz- und Rechnungswesens sowie dem Handel mit Software und Hardware wie auch das Halten von Beteiligungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Schröder
seit 16.12.2024
Geschäftsführer
Rami Chahine
seit 16.12.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Oliver Jon Gallienne
seit 17.5.2023
Geschäftsführer
Axel Dr. Rebien
seit 17.5.2023
Geschäftsführer
Markus Schröder
seit 17.5.2023
Prokura
Bernd Zanzig
seit 17.5.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
51.500 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

North Star BidCo GmbH

Norderstedt

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 20.08.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernbilanz für das Rumpfgeschäftsjahr vom 20. August bis zum 31. Dezember 2021

Aktiva

EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 138.810,42
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 178.155.258,62
3. Geschäfts- oder Firmenwert 587.045.245,99
765.339.315,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.705,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.198,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.492.501,96
1.499.405,47
III. Finanzanlagevermögen
Beteiligungen 253.303,60 253.303,60
767.092.024,10
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.181.212,36
2. Forderungen gegen Gesellschafter 4.697.572,95
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.653.180,89
31.531.966,20
II. Guthaben bei Kreditinstituten 11.535.011,55
43.066.977,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 8.262.437,96
818.421.439,81

Passiva

EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00
II. Kapitalrücklage 517.425.000,00
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -2.668,70
IV. Konzernbilanzverlust -12.793.810,90
504.653.520,40
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.399.252,86
2. Steuerrückstellungen 2.461.969,58
3. Sonstige Rückstellungen 9.689.616,41
13.550.838,85
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.962.639,05
2. Sonstige Verbindlichkeiten 209.156.568,13
davon aus Steuern EUR 4.400.219,01
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 412.165,53
213.119.207,18
D. Rechnungsabgrenzungsposten 34.485.739,91
E. Passive latente Steuern 52.612.133,47
818.421.439,81

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr 2021

20.08.2021 - 31.12.2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 18.616.361,61
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 138.807,42
3. Sonstige betriebliche Erträge 678.149,71
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 179.314,67
19.433.318,74
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.916.898,96
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.038.596,42
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung davon für Altersversorgung EUR 68.609,68 1.212.834,80
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 12.158.497,56
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die im Konzern üblichen Abschreibungen überschreiten
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.792.293,45
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
davon Aufwendungen aus der Anwendung der Art. 66 und 67 Abs. 1 bis 5 EGHGB EUR 304.236,04
32.119.121,19
8. Erträge aus Verlustübernahme des Mutterunternehmens 4.603.751,64
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 92.001,53
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.664.962,75
davon an verbundene Unternehmen EUR 34.463,99
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 135.182,19
2.030.790,42
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.138.798,87
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 652.453,87
12. Ergebnis nach Steuern/Konzernjahresergebnis/Konzernbilanzverlust -12.793.810,90

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr 2021

2021
EUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis -12.793.810,90
Abschreibungen (+) auf Gegenstände des Anlagevermögens 12.158.497,56
Zunahme (+) der Rückstellungen 1.852.702,69
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) 42.763,02
Abnahme (+)/Zunahme (-) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -4.576.339,96
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 7.335.424,11
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) 2.572.961,22
Ertragsteuerertrag (-) -aufwand (+) 2.306.412,61
Ertragsteuerzahlungen (-) / -erstattungen (+) -518.056,14
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 8.380.554,21
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Abgänge von Gegenständen des Sachanlagenvermögens 0,00
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -101.153,00
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -2.032.272,00
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0,00
Auszahlungen (-) aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten -437.809.499,00
Erhaltene Zinsen (+) 0,00
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -439.942.924,00
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen 342.425.000,00
Auszahlungen an Gesellschafter/Dividenden -83.533.444,64
Einzahlungen (+) aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 193.812.500,00
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -13.149.540,89
Gezahlte Zinsen (-) -95.570,84
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 439.458.943,63
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) 7.896.573,84
konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 3.613.438,11
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 25.000,00
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 11.535.011,55
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 11.535.011,55
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 11.535.011,55

Konzerneigenkapitalspiegel für das Rumpfgeschäftsjahr 2021

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung Konzerneigenkapital
EUR EUR EUR EUR EUR
20.08.2021 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00
Erwerb des Konzerns durch die North Star BidCo GmbH einschl. Kapitalerhöhung 0,00 517.425.000,00 0,00 0,00 517.425.000,00
Konzern-Jahresfehlbetrag 0,00 0,00 -12.793.810,90 0,00 -12.793.810,90
Währungsumrechnung 0,00 0,00 0,00 -2.668,70 -2.668,70
31.12.2021 25.000,00 517.425.000,00 -12.793.810,90 -2.668,70 504.653.520,40

Konzernanhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 20. August 2021 bis zum 31. Dezember 2021

I. Allgemeines

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss wird von der North Star BidCo GmbH, München, als Mutterunternehmen aufgestellt.

Der Konzern ist durch die Übernahme von 100 % der Anteile an der Financial Automation Holding GmbH, Hamburg, durch die North Star BidCo GmbH, München, entstanden. Die Erstkonsolidierung wurde auf den 1. November 2021 durchgeführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das laufende Rumpfgeschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 20. August (Gründungsdatum der Muttergesellschaft) bis zum 31. Dezember 2021. Aufgrund des unterjährigen Erwerbszeitpunktes entfallen Vorjahresvergleichsangaben.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Das Mutterunternehmen ist unter der Firma North Star BidCo GmbH mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 268966 eingetragen.

Die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke werden teilweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung und teilweise im Anhang gemacht.

II. Konsolidierungskreis

Der vorliegende Konzernabschluss umfasst als Muttergesellschaft die North Star BidCo GmbH, München sowie ihre 100% Tochter die Financial Automation Holding GmbH, Hamburg, welche wiederum Konzernmutter des darunter liegenden Teilkonzerns ist. Zu diesem Teilkonzern gehören acht inländische Tochterunternehmen sowie vierzehn ausländische Tochterunternehmen.

Aus der nachfolgenden Tabelle ergeben sich die Angaben gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB für Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen wurden:

Firma Sitz Anteil
Financial Automation Holding GmbH Hamburg 100%
Serrala Group GmbH Hamburg 100% *
Serrala Payment Solutions GmbH Hamburg 100%
Serrala Services EM EA GmbH Hamburg 100%
Serrala Cloud Solutions GmbH Berlin 100%
Serrala 02C Solutions GmbH Berlin 100%
Serrala Cloud Operations GmbH Hamburg 100%
Serrala Solutions GmbH Ettlingen 100%
Serrala EM EA B. V. Breda/Niederlande 100%
Serrala US Corp. Chicago/USA 100%
Serrala Switzerland AG Zürich/ Schweiz 100%
Serrala Hong Kong Limited Hongkong/China 100%
Serrala France S.a.r.l. Issy-les-Moulineaux/ Frankreich 100%
Serrala Finance & Data Solutions, S.L Madrid/Spanien 100%
Serrala Services S.R.L Bukarest/ Rumänien 100%
Serrala UK Limited Windsor/Großbritannien 100%
Serrala Services US LLC Blue Bell/USA 100%
Serrala Solutions US Corp Morgan Hill/USA 100%
Serrala Solutions Canada Corp Toronto, Ontario/ Canada 100%
Serrala Middle East FZ-LL Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 100%
Serrala Centre of Excellence LLP Prune/ Indien 100%
Serrala Solutions B.V. Amstelveen/ Niederlande 100%

* Die Gesellschaft nimmt die Befreiungsvorschriften nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

Alle Tochterunternehmen sind im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen.

III. Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB) zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Erstellung des Konzernabschlusses vorgenommen.

Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Ein nach der Verrechnung verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts oder Firmenwert ausgewiesen und entsprechend § 309 Abs. 1 HGB über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften deckt sich der Stichtag des Einzelabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses (31. Dezember 2021).

2. Währungsumrechnung

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt bei Forderungen mit dem Geldkurs und bei Verbindlichkeiten zum Briefkurs am Entstehungstag. Am Geschäftsjahresende erfolgt eine Umrechnung der jeweils kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

Die funktionale Währung der North Star BidCo GmbH und der inländischen Tochterunternehmen sowie die Berichtswährung des Konzerns ist Euro. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen werden teilweise nicht in Euro erstellt. Am Bilanzstichtag werden diese Abschlüsse nach dem Konzept der funktionalen Währung von der Landeswährung in die Konzernwährung Euro umgerechnet.

Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen) zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften (§§ 265 ff. HGB).

Der vorliegende Konzernabschluss auf den 31. Dezember 2021 ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Im Konzern werden durch die Inanspruchnahme des Wahlrechts nach § 248 Abs. 2 S. 1 HGB auf Ebene der Tochtergesellschaften Forschungs- und Entwicklungskosten unter den selbstgeschaffenen Immateriellen Wirtschaftsgütern als Akivposten in der Bilanz ausgewiesen. Hinsichtlich der Aktivierungen handelt es sich um Software. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über 3 Jahre.

Entgeltlich erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis fünfzehn Jahren), bewertet. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Unternehmensmarken werden linear über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird linear über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Das bewegliche Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 10 Jahren, bewertet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis € 800,00 Anschaffungskosten wurden sofort abgeschrieben.

Verpfändetes und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogenes Deckungsvermögen zur Deckung von Altersversorgungsverpflichtungen wird gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den entsprechenden Pensionsrückstellungen verrechnet und dort ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wurde durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Im Konzern wurde das Wahlrecht nach § 250 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen, wonach der Unterschiedsbetrag zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem Ausgabebetrag einer Verbindlichkeit im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen werden darf. Zum Bilanzstichtag beträgt das Disagio T€ 6.188. Der Unterschiedsbetrag wird über die Laufzeit der zu Grunde liegenden Verbindlichkeit aufgelöst. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet zudem vorausgezahlte Aufwendungen für das Folgejahr.

Das Gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag ausgewiesen.

Die Kapitalrücklage enthält die Zuzahlungen der Gesellschafter gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB, welche mit dem Nennbetrag in Höhe von T€ 517.425 ausgewiesen werden.

Der Posten Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung beinhaltet Differenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen.

Die Pensionsrückstellungen werden gem. § 246 Abs. 2 S. 2 HGB als Unterschiedsbetrag zwischen den Pensionsverpflichtungen und dem der finanziellen Absicherung dieser Verpflichtungen dienenden Deckungsvermögen ausgewiesen. Das Deckungsvermögen wurde gemäß § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwert (T€ 1.157) bewertet. Es setzt sich zusammen aus den Rückdeckungsansprüchen aus Lebensversicherungen (T€ 704) und verpfändetem Bankguthaben (T€ 452).

Die Pensionsverpflichtungen wurden nach der Methode der laufenden Einmalprämien (PUC-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G des Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde eine zukünftige Gehaltssteigerung von 0 % zu Grunde gelegt. Rententrend und Fluktuation wurden ebenfalls mit 0 % berücksichtigt. Der Abzinsungssatz beträgt 1,87 % p. a.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vereinnahmte und fällige Wartungsvergütungen und Software Subscriptions, die Ertrag des Folgejahres darstellen.

Es besteht eine gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft mit der North Star MidCo GmbH, München. Organträgerin ist die North Star MidCo GmbH, München. Die Besteuerung erfolgt bei der Organträgerin und es wurden keine Steuerumlagen belastet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung.

IV. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlageposten sind im Anlagenspiegel (am Ende des Anhangs) dargestellt. Die Abschreibungen des Rumpfgeschäftsjahres - nach Bilanzposten gegliedert - ergeben sich ebenfalls aus dem Anlagenspiegel.

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beläuft sich auf T€ 139. Es gibt keine Forschungskosten, sodass der Betrag in Höhe von T€ 139 komplett auf Entwicklungskosten entfällt, die als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens auf Ebene der Tochtergesellschaften aktiviert wurden.

In der Konzernbilanz sind aktivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung mit einem Buchwert von T€ 587.045 enthalten.

Aus der Erstkonsolidierung der Financial Automation Holding GmbH, Hamburg, und deren Tochtergesellschaften zum 4. November 2021 (aus Vereinfachungsgründen durchgeführt zum 1. November 2021) resultierte ein Unterschiedsbetrag von T€ 596.935. Dieser Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert) wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Der Buchwert des Unterschiedsbetrages zum 31. Dezember 2021 beträgt T€ 586.986.

Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt im Rumpfgeschäftsjahr 2021 T€ 9.956.

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

31.12.2021 bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr
T€ T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.181 22.074 107
Forderungen gegen Gesellschafter 4.698 4.698 0
Sonstige Vermögensgegenstände 4.653 4.653 0
Gesamt 31.532 31.425 107

Als Deckungsvermögen verpfändete Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 452 wurden mit den Pensionsrückstellungen verrechnet und dort ausgewiesen.

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt.

Das gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2021 T€ 25. Die Kapitalrücklage beläuft sich auf T€ 517.425 und beinhaltet geleistete Zuzahlungen des Gesellschafters gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden:

31.12.2021
T€
Erfüllungsbetrag der Schulden 2.556
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögenswerte 1.172
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte 1.157
Verrechnete Aufwendungen (Abzinsung Pensionsverpflichtung, Zeitwertanpassung Deckungsvermögen, Erträge aus Anpassung Zinssatzwechsel BilRUG) 116

Daraus ergibt sich eine Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von T€ 1.399. Der Personalanteil (sog. Dienstzeitaufwand) aus der Zuführung zur Pensionsverpflichtung (T€ 9) ist als Aufwand für Altersversorgung in den Personalaufwendungen ausgewiesen; die Erträge aus der Anpassung an den Zinssatzwechsel durch das BilRUG, die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtung und die Aufwendungen aus Zeitwertanpassungen des Deckungsvermögens werden in dem Finanzergebnis unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen verrechnet ausgewiesen.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 219 und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Die sonstigen Rückstellungen entfallen auf:

31.12.2021
T€
Personalrückstellungen (Tantiemen, Urlaubsresttage von Mitarbeitern, Provisionen, Gratifikationen) 6.803
Ausstehende Rechnungen 1.770
Jahresabschlusserstellung, -prüfung, Anfertigung Steuererklärungen 279
Provisionen an Dritte 345
Übrige 493
Gesamt: 9.690

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben zu Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

Stand 31.12.2021 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.963 3.963 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 209.157 9.157 200.000 200.000
Gesamt 213.119 13.119 200.000 200.000

Von den Sonstigen Verbindlichkeiten entfallen T€ 200.000 auf ein Darlehen. Dieses ist durch die Verpfändung der Anteile an den Tochtergesellschaften Serrala Group GmbH, Hamburg, Serrala Payment Solutions GmbH, Hamburg, Serrala EMEA B.V., Breda/Niederlande, Serrala Solutions B.V., Amstelveen/Niederlande, Serrala Solutions US Corporation, Chicago/USA, sowie an der Serrala Services US, LLC, Blue Bell/USA, besichert.

Zum Bilanzstichtag ergeben sich im Rahmen der Konsolidierungsmaßnahmen passive latente Steuern in Höhe von insgesamt T€ 52.612. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein Konzernsteuersatz von 30,0 % zugrunde. Passive latente Steuern resultieren aus der Aufdeckung von stillen Reserven und der Identifikation von zusätzlichen immateriellen Vermögensgegenständen im Zusammenhang mit der Verteilung des Kaufpreises für den Erwerb der Anteile zum Erstkonsolidierungszeitpunkt.

Zum Erstkonsolidierungszeitpunkt entfielen auf die Serrala-Gruppe passive latente Steuern in Höhe von T€ 53.173, auf die Financial Automation Holding GmbH, Hamburg und deren Tochtergesellschaften. Im Rumpfgeschäftsjahr 2021 wurden hieraus passive latente Steuern in Höhe von insgesamt T€ 652 aufgelöst.

In der Handelsbilanz I der Tochterunternehmen wurde konzerneinheitlich der Aktivüberhang der latenten Steuern, der sich aus Verrechnung der passiven latenten Steuern auf die temporären Differenzen bei der Bewertung des Deckungsvermögens zu Zeitwerten und der aktiven latenten Steuern aus den Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen ergibt, nicht aktiviert. Steuerliche Verlustvorträge wurden bei der Berechnung der aktiven latenten Steuern ebenso wenig berücksichtigt.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

Der Konzern erwirtschaftet die Umsatzerlöse in folgenden Regionen:

2021 T€ %
Europa 12.340 66
USA 6.276 34
18.616 100

Der Konzern erwirtschaftet die Umsatzerlöse in folgenden Bereichen:

2021
T€ %
Subscription 10.787 58
Beratung 4.121 22
Wartung 3.135 17
Lizenz 409 2
Programmierung 14 0
Reisekostenerlöse 13 0
sonstige Erlöse 137 1
18.616 100

Die Sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u. a. periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 278. Darüber hinaus beinhaltet der Posten Erträge aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von T€ 179.

Die Personalkosten beinhalten im Rumpfgeschäftsjahr 2021 Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von T€ 292.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Rumpfgeschäftsjahr 2021 Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung in Höhe von T€ 304 angefallen.

Im Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen ist Nettoaufwand in Höhe von T€ 135 enthalten, der aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 55 nach der Verrechnung mit den Erträgen und Aufwendungen aus der Zeitwertanpassung des Deckungsvermögens in Höhe von T€ -58 und mit den Aufwendungen aus Anpassung an den Zinssatzwechsel durch das BilRUG in Höhe von T€ 138 resultiert.

Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag der North Star BidCo GmbH in Höhe von T€ 4.604 wurde aufgrund des Gewinnabführungsvertrages mit der North Star MidCo GmbH, München, durch diese übernommen.

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung von Geldströmen. Der Finanzmittelfonds setzt sich ausschließlich aus Bankguthaben zusammen.

VI. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz erscheinende sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen (Nettobeträge) wie folgt:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr Restlaufzeit ein bis fünf Jahre Restlaufzeit über fünf Jahre Gesamt
T€ T€ T€ T€
Miet- und Pacht-/Leasingverträge unbewegliches Anlagevermögen 2.094 9.204 22.193 33.491
Miet- und Pacht-/Leasingverträge bewegliches Anlagevermögen 614 926 0 1.540
Summe: 2.708 10.130 22.193 35.031

Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen für Geschäftsräume und Parkplätze in Höhe von netto T€ 33.491 zuzüglich Umsatzsteuer. Die Mietverträge für Geschäftsräume haben eine fest vereinbarte Laufzeit bis zum 30. November 2037.

Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Angaben zu Arbeitnehmern

Im Rumpfgeschäftsjahr beschäftigte der Konzern durchschnittlich 665 angestellte Arbeitnehmer.

FTE 2021
EMEA 455
Nordamerika 131
Indien 79
665

Angaben über Geschäftsführer

Die Geschäftsführung setzt sich aus folgenden, jeweils alleinvertretungsberechtigten Mitgliedern zusammen:

Sven Lindemann, Kaufmann, Kitzbühel, Österreich

Dirk Schilling, Kaufmann, Duisburg

Christoph Dubies, Kaufmann, Hamburg

Constantin Hübner, Kaufmann, Tangstedt

Dr. Axel Rebien, Kaufmann, Quickborn (seit dem 16. März 2022)

Stefan Freyer, Kaufmann, Rosengarten (bis zum 23. Mai 2022)

Die Bezüge der Geschäftsführung für das Rumpfgeschäftsjahr 2021 betrugen T€ 725.

Angaben über das Abschlussprüferhonorar

Im Rumpfgeschäftsjahr 2021 sind von dem Abschlussprüfer des Konzernabschlusses i.S.d. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB folgende Honorare berechnet worden:

2021
T€
Abschlussprüfungsleistungen 137
Steuerberaterleistungen 38
Sonstige Leistungen 744
953

Offenlegung

Für die im Abschnitt "Konsolidierungskreis" des Anhangs mit * gekennzeichneten Tochtergesellschaften wurden die Aufstellungs-, Prüfungs- und Offenlegungserleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.

Konzernzugehörigkeit

Die North Star BidCo GmbH, München ist das Mutterunternehmen des kleinsten Konsolidierungkreises. Die North Star LuxCo S.à.r.l., Luxemburg/Luxemburg, stellt den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis auf. Dieser Konzernabschluss wirkt befreiend, wenn er in deutscher Sprache im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Nachtragsbericht

Nach dem Ende des Rumpfgeschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns haben. Der Ukraine Konflikt wird von der Geschäftsführung beobachtet und mögliche Auswirkungen auf das Geschäft fortlaufend bewertet. Nennenswerte Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Serrala Gruppe werden zum Zeitpunkt des Abschlusses für das kommende Geschäftsjahr, nicht erwartet.

 

München, 24. Mai 2022

North Star BidCo GmbH

Sven Lindemann, Geschäftsführer

Dr. Axel Rebien, Geschäftsführer

Dirk Schilling, Geschäftsführer

Christoph Dubies, Geschäftsführer

Constantin Hübner, Geschäftsführer

Entwicklung des Konzernanlagevermögens des Rumpfgeschäftsjahres 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.11.2021 Währungsänderung Veränderung des Konsolidierungskreises
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00 415.874,05
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2.032,39 184.433.523,61
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.394,25 597.174.411,44
0,00 3.426,64 782.023.809,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 4.047,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 27,07 22.608,82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 12.347,31 4.063.890,66
0,00 12.374,38 4.090.546,48
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 3.301,60 250.002,00
0,00 3.301,60 250.002,00
0,00 19.102,62 786.364.357,58
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Zugänge Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 138.807,42 0,00 554.681,47
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.630,70 0,00 184.465.186,70
3. Geschäfts- oder Firmenwert 597.175.805,69
168.438,12 0,00 782.195.673,86
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 4.047,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 22.635,89
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 101.153,45 0,00 4.177.391,42
101.153,45 0,00 4.204.074,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 253.303,60
0,00 0,00 253.303,60
269.591,57 0,00 786.653.051,77
Kumulierte Abschreibungen
1.11.2021 Währungsänderung Veränderung des Konsolidierungskreises Zugänge Abgänge
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 0,00 415.871,05 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 507,13 4.217.814,69 2.091.606,26 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 759,16 173.939,62 9.955.860,92 0,00
0,00 1.266,29 4.807.625,36 12.047.467,18 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 2.250,49 91,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 27,07 17.007,82 403,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 -1.568,93 2.575.922,01 110.536,38 0,00
0,00 -1.541,86 2.595.180,32 111.030,38 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 -275,57 7.402.805,68 12.158.497,56 0,00
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
31.12.2021 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 415.871,05 138.810,42
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.309.928,08 178.155.258,62
3. Geschäfts- oder Firmenwert 10.130.559,70 587.045.245,99
16.856.358,83 765.339.315,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.341,49 1.705,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.437,89 5.198,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.684.889,46 1.492.501,96
2.704.668,84 1.499.405,47
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 253.303,60
0,00 253.303,60
19.561.027,67 767.092.024,10

Konzernlagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 2021

I. Grundlagen des Konzerns

1. Geschäftsmodell des Konzerns

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Der Konzernabschluss wird von der North Star BidCo GmbH, München, als Mutterunternehmen aufgestellt.

Der Konzern ist durch die Übernahme von 100 % der Anteile an der Financial Automation Holding GmbH, Hamburg, durch die North Star BidCo GmbH, München, im November 2021 entstanden. Die Gewinn- und Verlustrechnung für das laufende Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. November bis zum 31. Dezember 2021. Aufgrund des unter- jährigen Erwerbszeitpunktes entfallen Vorjahresvergleichsangaben.

Da der Konzern (nachfolgend Serrala Gruppe) die Größenkriterien nach § 293 Abs. 1 Nr. 2 HGB erfüllt, handelt es sich um einen pflichtgemäßen Konzernabschluss gemäß § 290 HGB.

Der Konzernjahresabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die betragsmäßigen Angaben im Konzernanhang und im Konzernlagebericht erfolgen grundsätzlich in Tausend Euro (T€), sofern nichts Abweichendes vermerkt ist.

Die Serrala Gruppe entwickelt und vertreibt eine Vielzahl von Softwarelösungen im Umfeld der Finanzautomatisierung sowie B2B Payments, sowohl in der Cloud (cloud native / ERP-agnostisch) als auch ERP-embedded (speziell in die SAP-Plattform). Sie werden im Einzelnen in Gliederungspunkt II.2.c. beschrieben.

Diese Gesellschaften gehörten 2021 zur Serrala Gruppe:

Financial Automation Holding GmbH

Serrala Group GmbH

Serrala Centre of Excellence LLP, Indien

Serrala Cloud Operations GmbH

Serrala Cloud Solutions GmbH

Serrala EMEA B.V., Niederlande

Serrala Finance & Data Solutions, S.L., Spanien

Serrala France S.a.r.l., Frankreich

Serrala Hong Kong Limited, Hong Kong

Serrala Middle East FZ LLC, VAE

Serrala O2C Solutions GmbH

Serrala Payment Solutions GmbH

Serrala Services EMEA GmbH

Serrala Services S.R.L., Rumänien

Serrala Services US, LLC, USA

Serrala Solutions B.V., Niederlande *

Serrala Solutions Canada Corporation, Kanada

Serrala Solutions GmbH

Serrala Solutions US Corporation, USA

Serrala Switzerland AG, Schweiz

Serrala UK Limited, UK

Serrala US Corporation, USA

FollowFlow B.V., Niederlande *

*) 10 % Finanzbeteiligung der Serrala Solutions B.V.

Sofern nicht anders ausgewiesen, ist die North Star BidCo GmbH an allen Gesellschaften direkt oder indirekt zu 100 % beteiligt.

Operativ arbeitet die Serrala Group global integriert und positioniert das gesamte Produktportfolio rund um Finanzautomatisierung und B2B Payments, wobei die einzelnen Gesellschaften vertrieblich nicht individuell in Erscheinung treten.

2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die innovative Entwicklung von Softwarelösungen im Umfeld der Finanzautomatisierung sowie B2B Payments, sowohl in der Cloud (cloud native / ERP-agnostisch) als auch ERP-embedded (speziell in die SAP-Plattform). Zielgruppe der Lösungen sind Firmen im kleinen und gehobenen Mittelstand sowie Großunternehmen und global agierende Konzerne. Die Fähigkeit, die Anforderungen sowohl des Mittelstandes als auch globaler Großkonzerne abzudecken, wird vom Management als Differenzierungsfaktor im Markt gesehen. Dabei bedient Serrala heute vornehmlich Kunden in Europa und in Nordamerika.

Vom Management wird das Team hochqualifizierter Mitarbeiter als einer der wichtigsten Pfeiler der Innovationskraft angesehen.

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beläuft sich auf T€ 139. Der Betrag entfällt komplett auf Entwicklungskosten, die als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens auf Ebene der Tochtergesellschaften aktiviert wurden. Hinsichtlich der Aktivierungen handelt es sich um Software, die planmäßig über 3 Jahre linear abgeschrieben wird.

II. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung Branche und Gesamtwirtschaft

Die globale gesamtwirtschaftliche Entwicklung zeigte sich im Jahr 2021 höchst unterschiedlich. In der Europäischen Union entwickelte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) aufgrund der Covid-19 Krise weiterhin rückläufig. Für das gesamte Jahr betrug das EU- Wirtschaftswachstum -5,3 %. Der Vergleichswert für Deutschland lag bei 2,9 %. 1

1 Quelle: https://www.destatis.de/Europa/DE/Thema/Basistabelle/Wirtschaft-Finanzen.html

Die US-Wirtschaft hingegen wuchs mit einem kräftigen Plus von +5,5 % und konnte somit einen Teil der in den Vorjahren erlittenen Verluste wettmachen. 2 Der Umsatz in der IT- Branche in Deutschland entwickelte sich im Jahr 2021 nach letzten Prognosen und entgegen dem allgemeinen Trend positiv. Für 2021 wurde zuletzt ein Wachstum in Höhe von 6,3 % erwartet; im Teilbereich Software beträgt die Erwartung sogar +8,0 %. 3

Nach Ansicht der Geschäftsführung ist der Trend hin zur Finanzautomatisierung ungebrochen. Da es sich hierbei um einen noch jungen Wachstumsmarkt handelt, liegen keine verlässlichen Marktdaten vor - es wird aber davon ausgegangen, dass sich der Markt für Finanzautomatisierungssoftware im Vergleich zum gesamten Softwaremarkt positiver entwickelt hat. Treiber waren hierbei die kurzfristige Notwendigkeit zur Digitalisierung der Prozesse (speziell um remote working sicherzustellen) sowie der Bedarf zur Transparenz und Optimierung der Liquiditätssituation von Unternehmen.

2. Geschäftsverlauf

a. Überblick

Insgesamt verzeichnete die Unternehmensgruppe in der Berichtsperiode einen positiven Geschäftsverlauf. Die beiden Monate November und Dezember des Rumpfgeschäftsjahres waren im Wesentlichen durch hohe Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der Unternehmensgruppe durch die North Star BidCo GmbH und dem Einstieg des neuen Gesellschafters Hg Capital Funds, London/Großbritannien, belastet.

Der Gesamtumsatz der Gruppe beträgt im Zeitraum von November bis Dezember 2021 T€ 18.616.

Das EBITDA der Gruppe ist im Wesentlichen bedingt durch Einmalaufwendungen in Höhe von T€ 3.553, die im Zusammenhang mit dem Erwerb der Unternehmensgruppe stehen, mit T€ - 527 negativ. Das um außerordentliche Sachverhalte bereinigte, normalisierte EBITDA ist deutlich positiv und beträgt für die zwei Monate T€ 4.108. Der Konzernjahresfehlbetrag beläuft sich auf T€ -12.794 und ist vor allem auf die hohen Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert und die aufgedeckten stille Reserven, die im Rahmen des Erwerbs der Unternehmensgruppe unter den immateriellen Vermögenswerten im Anlagevermögen aktiviert wurden, zurückzuführen.

Die Entwicklung der Finanzlage der Unternehmensgruppe ist maßgeblich geprägt durch den erfolgten Erwerb und die Akquisitionsfinanzierung der Financial Automation Holding GmbH und deren Tochtergesellschaften. Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf T€ 8.381.

2 Quelle: https://www.federalreserve.gov/monetarypolicy/files/fomcprojtabl20211215.pdf
3 Quelle: https://www.bitkom.org/sites/main/files/2022-01/bitkom_itk_marktzahlen_januar_2022_kurzfassung.pdf

b. Produktinnovationen *4

Unter dem Motto "Bringing Clarity to Complexity" versteht Serrala sich als Anbieter umfassender Lösungen für alle Aufgaben im "Universe of Payments":

Serrala automatisiert und optimiert Finanzprozesse sowie B2B Payments entlang von fünf strategischen Lösungsbereichen:

AR Automation: Automatisierung & Optimierung von ausgehenden Rechnungen, Forderungen und eingehenden Zahlungen

AP Automation: Automatisierung & Optimierung bei der Erkennung, Verarbeitung und Freigabe von eingehenden Rechnungen

Payments: Automatisierung & Optimierung von eingehenden Kontoauszügen sowie ausgehenden Zahlungen

Treasury & Cash Management: Automatisierung & Optimierung des Cash Management sowie der Liquiditätsplanung

Data and Document Management: Automatisierung & Optimierung bei der Verarbeitung und Archivierung von Unternehmensdaten/-dokumenten

Die Serrala Softwarefamilie versetzt Unternehmen in die Lage, kostenseitig von maximaler Prozesseffizienz zu profitieren, während gleichzeitig eine hohe Transparenz auf Finanzprozesse sowie Liquidität geschaffen und dabei Sicherheit ("Fraud Protection") und Compliance (z.B. hinsichtlich AML/ KYC Regulatorik) optimiert werden.

Die Lösungen bieten unterschiedliche Bereitstellungsoptionen, um den individuellen Kundenanforderungen gerecht zu werden. Dies kann ERP-embedded, native in der Cloud oder als hybrider Ansatz aus beiden Optionen erfolgen. Bei Bedarf kann die Lösung um Managed Automation erweitert werden, was zusätzliche Automatisierungsvorteile für Unternehmen bringt.

Unsere Lösungen sind und wurden bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem TMI Award for Innovation and Excellence. In mehr als 30 Jahren Markterfahrung haben wir das umfassende Wissen und Verständnis für unternehmensindividuelle Situationen entwickelt, das uns zum Partner des Vertrauens von bereits mehr als 2.800 Kunden weltweit macht.

Grundlage für diese auf hohem Niveau kontinuierliche Entwicklung ist die Innovationskraft der Serrala Group GmbH. Diese stellt sicher, dass dem Kunden sowohl die Weiterentwicklungen von bestehenden Funktionalitäten als auch die aktuellen Neuentwicklungen zur Verfügung gestellt werden.

Um künftigen Marktanforderungen gerecht zu werden, Kundenzufriedenheit über Innovationen hochzuhalten sowie weiteres Wachstum zu ermöglichen, investiert Serrala kontinuierlich und proaktiv in die Weiterentwicklung der bestehenden Lösungen, sowohl im Bereich SAP-integrierter Lösungen (FS2) als auch in die cloud nativen / ERP-agnostischen Lösungen (Alevate).

4 * nicht prüfungspflichtiger Bestandteil des Lageberichts

Neben der Weiterentwicklung von bestehenden Lösungen, hat Serrala in den letzten Jahren signifikant in die Entwicklung zusätzlicher Lösungen, speziell im cloud-nativen Umfeld, investiert. Inzwischen sind mehr als 30 % der bestehenden Entwicklungsressourcen in die Entwicklung neuer Lösungen involviert.

c. Personal-/Sozialwesen

Anzahl FTE per Bilanzstichtag:

FTE 31.12.2021
EMEA 459
Nordamerika 131
Indien 80
670

Im Rumpfgeschäftsjahr 2021 befanden sich sechs Auszubildende im kaufmännischen Bereich sowie sechs weitere Auszubildende im technischen Bereich.

Im Laufe des Jahres wurden den Mitarbeitern in unterschiedlichsten Bereichen Weiterbildungsmaßnahmen und Informationsveranstaltungen zur Verfügung gestellt. Dieses Angebot wurde von der Belegschaft sehr positiv angenommen. Weiterhin ist die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat aus Sicht der Geschäftsführung als konstruktiv und kooperativ zu bezeichnen. Ebenso konstruktiv ist die Zusammenarbeit im Arbeitsschutzausschuss sowie mit dem Wirtschaftsausschuss.

Um das Wachstum der vergangenen Jahre zu stabilisieren und die weiteren Wachstumsziele zu erreichen, investieren wir weiterhin in unsere Unternehmenskultur, Recruiting und Personalmarketing. Damit wollen wir einerseits bei der Gewinnung von neuem Personal stärkere Unabhängigkeit von externen Beratern erlangen und andererseits die Bindung an Serrala sowie die Erhöhung der Identifizierung mit dem Unternehmen steigern.

3. Lage des Konzerns

a. Ertragslage

Die um außerordentliche Sachverhalte bereinigte, normalisierte Ertragslage zeigt für die Serrala Gruppe folgende Struktur:

2021
T€ %
Umsatzerlöse 18.616 95,8
Andere aktivierte Eigenleistungen 139 0,7
Sonstige betriebliche Erträge 678 3,5
Betriebsleistung 19.433 100,0
Aufwendungen für Fremdleistungen -1.917 -9,9
Personalaufwand -10.251 -52,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.157 -16,2
Normalisiertes EBITDA 4.108 21,1
Normalisierung -4.635 -23,9
EBITDA -527 -2,7
Planm. Abschrbg. des Anlagevemg. -12.158 -62,6
Betriebsergebnis (EBIT) -12.685 -65,3
Zinsergebnis -2.573 -13,2
Gesamtergebnis vor Steuern -15.258 -78,5
Ertragsteuern -2.139 -11,0
Ertrag aus der Verlustübernahme 4.604 23,7
Konzernjahresfehlbetrag -12.794 -65,8

Die Umsatzerlöse der Serrala Gruppe betragen T€ 18.616. Die Umsatzerlöse werden zu 58 % (T€ 10.787) innerhalb des Bereichs Software Subscription erzielt, der damit den umsatzstärksten Bereich des Konzerns darstellt. Die wiederkehrenden Umsatzerlöse aus Software Wartung und Subscription mit zusammen T€ 13.921 haben im Rumpfgeschäftsjahr 2021 einen Anteil am Gesamtumsatz in Höhe von 75 %.

Nach den Abschreibungen von T€ 12.158 stellen die größte Aufwandsposition mit T€ 10.251 bzw. 52,8 % stellen die Personalaufwendungen dar. Im Berichtsjahr waren in der Unternehmensgruppe durchschnittlich 665 Mitarbeiter beschäftigt.

Nach Berücksichtigung von Abschreibungen, des Zinsergebnisses und der Steuern ergibt sich ein Konzernjahresfehlbetrag von T€ -12.794. Der Konzernjahresfehlbetrag ist im Wesentlichen geprägt durch die Abschreibungen auf die im Rahmen der Kaufpreisverteilung identifizierten immateriellen Vermögenswerte (T€ 2.015) und die planmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes (T€ 9.956). Das Zinsergebnis enthält mit T€ 2.342 hauptsächlich die Zinsen für die im Rahmen der Akquisitionsfinanzierung aufgenommenen Darlehen.

Um jene EBITDA Sonder-Effekte zu isolieren, die nicht auf den operativen Geschäftsprozess zurückzuführen sind, wird zusätzlich das normalisierte EBITDA ermittelt.

Die Normalisierungen in Höhe von T€ 4.635 setzen sich im Einzelnen zusammen aus:

2021
T€ %
Normalisierungen
Unternehmenserwerb / Finanzierung
Rechts-/Steuer-/Unternehmensberatung 3.553
3.553 76,6
Restrukturierung
Recruiting, Abfindungen 630
630 13,6
Sonstige
Rückbau 368
Sonstige 84
452 9,8
NORMALISIERUNGEN GESAMT 4.635 100,0

b. Finanzlage

In der Berichtsperiode konnte die Unternehmensgruppe im Wesentlichen bedingt durch nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen und Zinsen trotz eines Jahresfehlbetrages einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ 8.381 erwirtschaften.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von T€ -439.943 resultiert vor allem aus der Übernahme der Financial Automation Holding GmbH und deren Tochtergesellschaften durch die North Star BidCo GmbH.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit enthält mit T€ 342.425 Einzahlungen der Gesellschafterin in die Kapitalrücklage sowie mit T€ 193.813 Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten, die im Rahmen der Akquisition von einem Finanzkonsortium gewährt wurden. Dem stehen im Wesentlichen Auszahlungen für die Rückführung von Gesellschafterdarlehen der Altgesellschafter (T€ 68.510) als auch von Darlehen bei Kreditinstituten (T€ 13.150) gegenüber.

Die Ausstattung mit T€ 11.535 liquiden Mitteln ist ausreichend.

c. Vermögenslage

Die zusammengefasste Bilanz des Geschäftsjahres 2021 zeigt folgende Struktur der Vermögenslage:

31.12.2021
T€ %
Aktiva
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 178.294 21,8
Sachanlagen 1.499 0,2
Goodwill 587.045 71,7
Finanzanlagen 253 0,0
767.091 93,7
Umlaufvermögen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.181 2,7
Forderungen gegen Gesellschafter 4.698 0,6
Sonstige Vermögensgegenstände 4.654 0,6
Flüssige Mittel 11.535 1,4
43.068 5,3
Rechnungsabgrenzungsposten 8.262 1,0
818.421 100,0

Von der Konzernbilanzsumme in Höhe von T€ 818.421 entfallen 71,7 % bzw. T€ 587.045 auf den im Berichtsjahr aus der Erstkonsolidierung entstandenen Geschäfts- und Firmenwert sowie 21,4 % bzw. T€ 175.229 auf aufgedeckte Stille Reserven (Marke, Kundenverträge, Software). Die immateriellen Vermögenswerte werden planmäßig linear über eine Laufzeit von 10 bis 15 Jahren abgeschrieben.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2021 auf T€ 22.181 und umfassen bereits an die Kunden erbrachte und abgerechnete Leistungen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren in voller Höhe aus der Verlustübernahme des Jahresfehlbetrages der North Star BidCo GmbH durch die North Star MidCo GmbH.

Im Berichtsjahr vorausgezahlte Aufwendungen in Höhe von T€ 8.262 die Folgejahre betreffend werden unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Die Bilanzposition enthält mit T€ 6.188 im Wesentlichen den Unterschiedsbetrag aus dem Erfüllungsbetrag und dem Auszahlungsbetrag der gewährten Bankdarlehen. Das Disagio wird ratierlich über die Laufzeit der Darlehen aufwandswirksam aufgelöst.

31.12.2021
T€ %
Passiva
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 25 0,0
Kapitalrücklagen 517.425 63,2
Währungsrücklage -3 0,0
Bilanzverlust -12.794 -1,6
Eigenkapital 504.653 61,6
Fremdkapital
Rückstellungen
- Pensionen 1.399 0,2
- Steuern 2.462 0,3
- Sonstige 9.690 1,2
13.551 1,7
Verbindlichkeiten
- Lieferungen und Leistungen 3.963 0,5
- Sonstige 209.156 25,6
213.119 26,1
Rechnungsabgrenzungsposten 34.486 4,2
Passive latente Steuern 52.612 6,4
818.421 100,0

Die Eigenkapitalquote der Unternehmensgruppe beträgt im Berichtsjahr 61,6 %. Das Eigenkapital, das die größte Bilanzposition der Passivseite darstellt, enthält im Wesentlichen die Zuzahlungen der Gesellschafterin, die in die Kapitalrücklage eingestellt wurden.

Der Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von T€ 12.794 resultiert in erster Linie aus planmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert sowie den erworbenen Immateriellen Wirtschaftsgütern.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen mit T€ 6.803 im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten, wie z.B. Tantiemen, Boni, ausstehende Urlaubsansprüche sowie mit T€ 1.770 Rückstellungen für noch ausstehende Rechnungen.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten enthalten zur Finanzierung des Erwerbs der Unternehmensgruppe gewährten langfristigen Darlehen in Höhe von T€ 200.000. Die Darlehen sind endfällig und haben eine Laufzeit von 7 Jahren. Die Verzinsung ist variabel und richtet sich nach dem Drei- bzw. Sechs-Monats-EURIBOR/LIBOR zuzüglich einer Marge, deren Höhe jedoch final vom Verhältnis zwischen Nettoverschuldung und dem um Einmaleffekte bereinigten EBITDA abhängt.

Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 34.486 resultiert aus dem Auftragseingang 2021 und vereinnahmten Vorauszahlungen auf vorab berechnete Leistungen des Jahres 2022.

Im Zusammenhang mit dem Ansatz immaterieller Vermögenswerte wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung der Financial Automation Holding GmbH, Hamburg, und deren Tochtergesellschaften passive latente Steuern auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens in Höhe von T€ 53.173 angesetzt, die zum Stichtag 2021 einen Restbuchwert von T€ 52.612 aufwiesen.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen EBITDA, normalisiertes EBITDA und Cashflow herangezogen:

EBITDA 2021: T€ -527
Normalisiertes EBITDA 2021: T€ 4.108
Der operative Cashflow beträgt T€ 8.381.

Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden. Die bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren sind die Arbeitnehmerbelange und die Kundenzufriedenheit. Nach Ansicht der Geschäftsführung wird sowohl die Zufriedenheit der Arbeitnehmer als auch die der Kunden als sehr gut beurteilt.

5. Gesamtaussage zur Lage des Konzerns

Die Geschäftsführung der Unternehmensgruppe ist mit Blick auf die wirtschaftliche Situation in den für Serrala relevanten Märkten in der DACH-Region und Nordamerika im Kalenderjahr 2021 und unter Berücksichtigung der Auswirkungen durch die COVID-19-Krise mit dem Geschäftsverlauf und der wirtschaftlichen Entwicklung der Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden.

Insgesamt weist die Serrala Gruppe - unter Berücksichtigung der hohen Abschreibungen aufgrund der Kaufpreisallokation und der Investitionen in das Personal - aufgrund des hohen Anteils an wiederkehrenden Erträgen aus Softwaremiete und Wartung - eine stabile und positive Ergebnissituation auf. Die Vermögens- und Liquiditätslage ist ebenfalls als sehr stabil und solide zu bezeichnen.

Für 2021 weist die Serrala Gruppe trotz Covid-19-Krise einen sehr positiven Auftragsbestand auf. Der Auftragseingang im Dezember 2021 war wie am Jahresende üblich hoch. Das Akquise-Potenzial ist vor dem Hintergrund des für die Zeit nach der Krise zu erwartenden zusätzlichen Digitalisierungsbedarfs als gut bis erhöht zu bewerten. Die Anzahl und Höhe von Verkaufsopportunitäten in der Sales-Pipeline sind nach vor wie hoch. Gleiches gilt für die europäischen Tochtergesellschaften sowie in Nordamerika.

Den zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung eskalierten Konflikt zwischen Russland und der Ukraine stuft die Geschäftsführung derzeit als lokalen Konflikt mit erheblichen sozialen, finanziellen und wirtschaftlichen Konsequenzen für die direkt betroffenen Länder ein. Keines der Konzernunternehmen unterhält Aktivitäten in der Region. Mittelbar wird sich der Konflikt - nicht zuletzt wegen der gegen Russland verhängten Wirtschaftssanktionen - auf die globale Wirtschaftsentwicklung auswirken.

III. Prognosebericht

Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine wird sich nach unserer Einschätzung - nicht zuletzt auch wegen der gegen Russland verhängten Sanktionen - auf die globale Wirtschaftsentwicklung auswirken. Gelingt es, den Konflikt regional zu halten, erwarten wir nur geringfügige Einschränkungen für unsere zukünftige wirtschaftliche Entwicklung.

Die durch die COVID19-Pandemie zum Teil weiterhin bestehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens sehen wir als geringfügig relevant für unsere wirtschaftliche Entwicklung an. Sollte die Pandemie nicht wieder zu weiteren, härteren Lockdown Maßnahmen führen, erwarten wir ebenfalls nur geringfügige Einschränkungen für unsere zukünftige wirtschaftliche Entwicklung.

Seit Mitte März 2020 arbeiten unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen größtenteils im Home-Office. Einschränkungen in der Produktivität hat es durch diese Umstellung nicht gegeben.

Der Vertrieb und die Remote-Implementierung unserer Produkte, zum Beispiel in Webkonferenzen, hat sich mittlerweile etabliert und auch bei den Kunden durchgesetzt.

Dass wir auch während der Pandemie in der Lage waren, neue Aufträge auch unter erheblich veränderten Rahmenbedingungen zu gewinnen, stimmt uns positiv für die Zukunft. Insofern blicken wir optimistisch in das kommende Geschäftsjahr.

Weiterhin sehen wir uns für die Zukunft und etwaige Herausforderungen gut gerüstet, da inzwischen mehr als 75 % -Tendenz steigend - unseres Umsatzes aus festen, wiederkehrenden Subscriptions- und Wartungserlösen resultieren.

Unternehmen, die bereits vor der Krise unsere Produkte nutzten, werden durch den verstärkten Trend zur Digitalisierung bestärkt, auch in Zukunft auf unsere Produkte zu setzen und weitere Produkte von uns zu erwerben. Neue Kunden, die sich dieser Entwicklung nun ebenfalls ausgesetzt sehen, sind ebenfalls Potenzial für weiteres Wachstum.

Auf Basis seiner heutigen Kenntnisse geht die Geschäftsführung davon aus, dass sich bezogen auf ein vollständiges Geschäftsjahr, der Umsatz im Jahr 2022 deutlich, im niedrigen zweistelligen Prozentbereich, wachsen wird. Dieser Umsatzanstieg wird nach Ansicht des Unternehmens vor allem durch die geplante Ausweitung des Subscriptionsmodells erzielt. Außerdem schließt die Prognose, die sich bereits in den vergangenen Jahren andeutende zunehmende Digitalisierung im Finanzbereich mit ein, was sich auch positiv auf die Erlöse aus Consultingleistungen auswirkt und damit auch zu höheren Umsatzerlösen insgesamt führt. Mit dem Wachstum der Unternehmensgruppe wird ein korrelierender Anstieg der Personalaufwendungen und der Aufwendungen für bezogene Leistungen erwartet. Die Geschäftsführung geht unter Berücksichtigung dieser Faktoren insgesamt davon aus, dass die bereinigte EBITDA-Marge für das Geschäftsjahr 2022 auf Vorjahresniveau liegt. Aufgrund des geplanten Umsatzanstiegs und einer bereinigten EBITDA-Marge auf Vorjahresniveau erwartet die Serrala eine positive Auswirkung auf den operativen Cashflow. Die Geschäftsführung hat sich das Ziel gesetzt, die Bilanzstruktur und die Finanzausstattung der Unternehmensgruppe langfristig stabil zu halten.

Die gegenwärtige Lage der Gesellschaft wird durch die Geschäftsführung auf Basis des Umsatzes und des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Wertminderungen (EBITDA) als positiv bewertet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 konnte das Unternehmen trotz der weiteren negativen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld weiterwachsen. Folglich geht die Geschäftsführung davon aus, den Wachstumskurs mit Fokus auf den Umsatz und das EBITDA forcieren zu können.

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2022 berücksichtigt alle zum heutigen Zeitpunkt bekannten Ereignisse und Vorfälle, die einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der Serrala Gruppe haben könnten. Allerdings kann die tatsächliche Entwicklung des Unternehmens von der Prognose abweichen, falls wirtschaftliche oder politische Entwicklungen sowie andere Einflüsse eintreten, die das Unternehmen weder in irgendeiner Form beeinflussen oder vorhersehen bzw. planen kann.

IV. Risiko- und Chancenbericht

1. Risiken

a. Gesamtsystem

Der international agierende Konzern ist aufgrund seiner breit gefächerten Geschäftstätigkeiten verschiedenen Risiken ausgesetzt. Die Serrala-Gruppe definiert Risiken im weitesten Sinne als Gefahr, ihre finanziellen, operativen oder strategischen Ziele nicht wie geplant zu erreichen. Um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern, ist es daher unerlässlich, die Risiken effektiv zu identifizieren, zu analysieren und durch geeignete Steuerungsmaßnahmen zu beseitigen oder zu begrenzen.

Überwacht werden unter anderem die Erfassung, Kontrolle und Steuerung der internen Unternehmensprozesse und Geschäftsrisiken, diverse Management- und Kontrollsysteme, ein gruppenweit einheitlicher Planungsprozess sowie eine umfassende und regelmäßige Risikoberichterstattung an die Geschäftsführung.

b. Marktrisiko

Die Serrala-Gruppe entwickelt und vertreibt Softwarelösungen im Umfeld der Finanzautomatisierung und B2B Payments, die sowohl "embedded" in die SAP-Plattform als auch "cloud native" sowie hybrid angeboten werden. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der Markt für Softwarelösungen zur Finanzautomatisierung weiter expandiert. Die Geschäftsführung sieht in der Breite ihres Angebots einen Schlüsselfaktor zur Risikoreduzierung.

Die Gruppe generiert einen erheblichen Anteil der Umsatzerlöse aus ihrer großen Bestandskundenbasis. Nur für den Fall, dass eine große Anzahl an Bestandskunden sich entscheiden würde, ihre Wartungs- und Subscription-Verträge nicht zu verlängern, würde dies die Umsätze und Ergebnisse der Gruppe signifikant beeinträchtigen.

Dies erscheint aufgrund der bisher sehr stabilen Entwicklung im Bestandskundengeschäft unwahrscheinlich, da die jährliche Abwanderungsrate in den vergangenen Jahren selbst für Standards in der Softwarebranche sehr gering ausfällt. Zudem bieten weitere Verkäufe an Bestandskunden sowie Neukundengeschäft zu jeder Zeit Substitutionsmöglichkeiten.

Serrala bietet Kundenverträge für Serrala Softwarelösungen generell nur noch als Miet- Lizenz ("subscription") an. Die vertragliche Mindestlaufzeit beträgt in der Regel drei Jahre. Die tatsächliche Haltedauer ist aufgrund des Lebenszyklus unserer Anwendungen deutlich länger. Die Miete, ist in Krisen ein wichtiger Garant für die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Da Miet-Lizenzen inzwischen auf dem Markt die Regel sind, ist nicht zu erwarten, dass die Mitbewerber zum Modell der Kauf-Lizenzen zurückkehren.

c. Personalrisiken

Die hoch qualifizierten Mitarbeiter bilden die Basis für die Entwicklung und Vermarktung von Dienstleistungen und Produkten. Sollte bis dato die geringe Fluktuation deutlich ansteigen und die Angestellten in erheblichem Maße das Unternehmen verlassen, besteht am derzeitigen Kandidatenmarkt durchaus das Risiko, qualifiziertes Personal in angemessener Zeit nicht nach besetzen zu können.

Durch Intensivierung unserer eigenen Rekrutierungsbemühungen und Ausbau des Employer Brandings wollen wir die bestehenden Risiken minimieren.

Im Zusammenhang mit unseren verstärkten Bemühungen des Employer Brandings und der Krisenfestigkeit des Unternehmens erhoffen wir uns eine noch größere Attraktivität für die vorhandenen und künftigen Fachkräfte.

Zudem bemühen wir uns, durch zusätzliche, wirtschaftlich angemessene Sozialleistungen an Attraktivität als Arbeitgeber zu gewinnen. Bestehende Mitarbeiter zu halten und neue Mitarbeiter für uns zu gewinnen, ist zum festen Bestandteil unseres täglichen Handelns geworden.

d. Finanzrisiken

Die Serrala-Gruppe wickelt einen Teil ihrer Geschäfte in anderen Währungen als dem Euro ab. Daraus können sich die periodischen Schwankungen einzelner Währungen auf die Umsatzerlöse und die Ergebnisse der Gruppe auswirken. Das Risiko hieraus wird jedoch als gering und gut kalkulierbar eingeschätzt.

Die Gruppe verfügt über ein zentrales Finanz- und Liquiditätsmanagement. Ziel ist es, eine Gruppenliquidität sicherzustellen, um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit zu gewährleisten.

Das Ausfallrisiko von Forderungen stellt ebenfalls einen Teil der Finanzrisiken dar. Durch regelmäßige Überprüfungen der Forderungsbestände und durch die vom Management festgelegten Zahlungskonditionen wird das Ziel verfolgt, das Risiko auf ein adäquates Minimum zu begrenzen.

e. Operative Risiken

Prinzipiell besteht das Risiko, dass der Markt die angebotenen Lösungen nur unzureichend annimmt oder technologische wie funktionale Trends die Entscheidungsfindung von Kunden beeinflusst. Aktuell befindet sich die Serrala-Gruppe mit ihren Produkten sehr nah am Markt und reagiert auch auf die Trends der Zukunft (z. B. Investment in weitere Lösungen, speziell im Bereich der Cloud-Technologien).

Sämtliche Serrala-Lösungen wie auch alle neuen Produktversionen unterliegen einer umfassenden Qualitätskontrolle. Dennoch besteht die Gefahr, dass Sachverhalte auftreten, die sich negativ auf das Unternehmensimage auswirken. Identifizierte Fehler können Markteinführungen neuer Produkte verzögern und so zusätzliche Kosten und Umsatzausfälle verursachen.

Im Jahr 2019 hat die Serrala Gruppe in Indien ein eigenes Kompetenzzentrum errichtet, welches Programmierleistungen sowie kundenorientierte Zusatzleistungen (Managed Automation sowie Kunden-Support-Dienstleistungen) erbringt. Wir sichern uns damit den Zugang zu Know-How und Kapazitäten, die in Deutschland teilweise schwieriger zu finden oder nur sehr teuer zu erwerben sind. Außerdem sind wir in der Lage, Support 24/7 über alle Zeitzonen zu erbringen.

Die fachliche Leitung des Kompetenzzentrums aus Deutschland heraus bringt erhöhte Anforderungen und Risiken mit sich. Das Kostenrisiko halten wir dabei für überschaubar. Verzögerungen bei Entwicklungsleistungen könnten die Markteinführung neuer Produkte negativ beeinflussen.

f. Versicherungsrisiken

Gegen mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken hat die Serrala Gruppe weltweit entsprechende Versicherungen abgeschlossen.

2. Chancen

Die Serrala-Gruppe agiert in einem dynamischen Marktumfeld, in dem sich ständig neue Chancen eröffnen. Diese systematisch zu erkennen und zu nutzen und dabei die Risiken zu minimieren, ist ein wesentlicher Faktor für das nachhaltige Wachstum der Gruppe.

Bei Chancen handelt es sich um interne und externe Potentiale, die sich positiv auf die Gruppe auswirken können. Unser Chancenmanagement orientiert sich eng an unserer Strategie für nachhaltiges Wachstum. Alle Lösungsfelder bieten der Gruppe sehr gute Wachstumschancen, da der Trend zur Automatisierung und Digitalisierung ungebrochen ist.

Daher sehen wir attraktive Entwicklungschancen auch in der Globalisierung unseres Geschäftes und wollen an dieser Dynamik international durch lokale Präsenz partizipieren.

Kurz- bis mittelfristig erwarten wir aufgrund der zunehmenden Digitalisierungstendenzen eine wachsende Nachfrage nach unseren Produkten. Treiber dieser Entwicklung auf Kundenseite sind die zu erwartenden Produktivitätssteigerungen, Kostensenkungspotenziale sowie der steigende Compliance- und Sicherheitsanspruch an entsprechende Unternehmensprozesse.

Auf der Basis unserer Vertriebsstruktur sowie unserer Systeme zum Kundenmanagement sind wir in der Lage, die Chancen bei unseren Bestandskunden besser zu nutzen. Zugleich wollen wir Wachstumsmöglichkeiten unserer Märkte auch über eine intensivierte Neukundengewinnung erschließen. Nicht zuletzt setzen wir auf unser globales Partner Management Netzwerk, insbesondere in den Regionen der Welt, in denen wir keinen Direktvertrieb unterhalten.

Grundsätzlich verfolgt die Serrala-Gruppe einen Ansatz, der Chancen und Risiken in einem angemessenen Verhältnis berücksichtigt.

3. Gesamtaussage

Die Geschäftsführung sieht folgende Risiken: Marktrisiko (Wegfall der Bestandskunden), Personalrisiko (Mitarbeiterfluktuation), Finanzrisiko (Wechselkursschwankungen), operative Risiken (rascher Technologiewechsel).

Entwicklungen, die bestandsgefährdend sein könnten oder dazu führen könnten, dass die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe nachhaltig wesentlich beeinträchtigt würde, sind gegenwärtig nicht festzustellen. Die Gesamtbeurteilung der Risiken ergab, dass die vorhandenen Risiken begrenzt und überschaubar sind und dass das Risikomanagementsystem effizient arbeitet.

Durch die eingesetzten Reporting- und Controlling Instrumente sowie durch die gute Wettbewerbsposition, Globalisierung der Geschäfte und die neu entstehenden Marktumfelder gehen wir von einem weiter profitabel wachsenden Geschäftsverlauf im Prognosezeitraum aus.

 

München, 24. Mai 2022

Sven Lindemann

Dr. Axel Rebien

Dirk Schilling

Christoph Dubies

Constantin Hübner

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die North Star BidCo GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der North Star BidCo GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Rumpfgeschäftsjahr vom 20. August bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der North Star BidCo GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 20. August bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Abschnitt "2. Geschäftsverlauf", Unterkapitel b. "Produktinnovationen" des Konzernlageberichts, bei dem es sich um lageberichtsfremde Angaben handelt, haben wir nicht inhaltlich geprüft. Lageberichtsfremde Angaben im Konzernlagebericht sind Angaben, die nicht nach § 289 HGB vorgeschrieben sind.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 20. August bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den oben genannten Abschnitt "2. Geschäftsverlauf", Unterkapitel b. "Produktinnovationen" des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den oben genannten Abschnitt "2. Geschäftsverlauf", Unterkapitel b. "Produktinnovationen" des Konzernlageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Die Konzern-Eröffnungsbilanz zum 20. August 2021, die Grundlage für die Vergleichsangaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2021 ist, wurde nicht geprüft.

 

Hamburg, 27. Mai 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fleischmann, Wirtschaftsprüfer

Barnstedt, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Konzernabschlusses der North Star BidCo GmbH, München

Die Feststellung des Konzernabschlusses 2021 der North Star BidCo GmbH erfolgte am 27. Mai 2023.

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