Hanse Haus Komplementär GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nils Klose seit 13.2.2025 | Geschäftsführer |
David Hahn seit 13.2.2025 | Prokura |
Markus Dorn seit 28.6.2024 | Prokura |
Stephan Voll seit 6.4.2023 | Prokura |
Sven Dieter Suberg seit 9.3.2023 | Prokura |
Christian Garke seit 25.8.2022 | Geschäftsführer |
Marcus Frank D'Agostino seit 25.8.2022 | Geschäftsführer |
Axel Felix Bosold seit 25.8.2022 | Prokura |
Marco Hammer seit 25.8.2022 | Geschäftsführer |
Oliver Schaub seit 25.8.2022 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
WSCP VIII Investments S.à r.l. | 58.41% |
WSCP VIII Emp Investments S.à r.l. | 10.51% |
ELQ INVESTORS IV LTD | 8.12% |
WSCP VIII Investments S.à r.l. | 6.58% |
| 5.02% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hanse Haus GmbHOberleichtersbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023der Hanse Haus GmbH, Oberleichtersbach1. Grundlage des Unternehmens 1.1. Vorbemerkung Mit Urkunde vom 19.07.2022 wurde die HANSE HAUS GmbH & Co. KG nach den Vorschriften der §§190ff. i.V.m. §214ff. UmwG in die Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Hanse Haus GmbH, umgewandelt. Über die Hanse Haus Holding II GmbH ist die Gesellschaft indirekt im Besitz der Oikos Intermediate Holding GmbH, Schlüchtern. Die Oikos Intermediate Holding GmbH wird wiederum in den Konzernabschluss der Oikos Holding International GmbH, Schlüchtern, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis der einzubeziehenden Unternehmen aufstellt. Die Hanse Haus Holding II GmbH fungiert als Holdinggesellschaft. 1.2. Geschäftsmodell Hanse Haus zählt zu den führenden Fertighausherstellern in Deutschland. Das Kerngeschäft liegt im Fertighausbau von Ein- und Zweifamilienhäusern für private Bauherren, in dem im Wesentlichen alle Umsätze erzielt werden. Hanse Haus plant, baut und vertreibt Fertighäuser, insbesondere für private Bauherren im Inland und im europäischen Ausland. Hanse Haus unterhält in 2023 vier Produktionsstätten in Oberleichtersbach und Bad Brückenau sowie zahlreiche Vertriebsstützpunkte (hauptsächlich auf Musterhausausstellungen) in Deutschland, Schweiz, Großbritannien, Luxemburg. Wesentliche Einsatzfaktoren sind für die Tätigkeit der Gesellschaft neben Rohstoffen sowie Humankapital auch bezogene Subunternehmerleistungen. 1.3. Forschung und Entwicklung Für die Unternehmensstrategie der Hanse Haus GmbH ist die Entwicklung neuer Produkte, die Weiterentwicklung der bestehenden Grundrissvorschläge, die Integration von Smart-Home Anwendungen und neuen Heizungstechniken von großer Bedeutung. In diesem Zusammenhang kooperieren wir regelmäßig mit der Fachhochschule Rosenheim, vergeben und betreuen Forschungsarbeiten und engagieren uns in überregionalen Arbeitskreisen, um unseren Qualitätsanspruch auch in der Zukunft zu gewährleisten. In 2020 sind wir zusätzlich eine Kooperation mit dem Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern) eingegangen zur "Entwicklung und Monitoring eines Gesamtsystems zur kombinierten regenerativen Versorgung von Gebäuden mit Wärme, Kälte, Strom und Frischluft (RENBuild)". Im Geschäftsjahr 2023 sind TEUR 494 (Vorjahr: TEUR 488) an Entwicklungskosten angefallen, die aufwandswirksam gebucht wurden. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Allgemeine Rahmenbedingungen 1 Weltwirtschaft Die Weltwirtschaft hat im Laufe des Jahres 2023 an Dynamik verloren. Nach einem trotz hoher Inflationsraten und weltweiter geldpolitischer Straffung stabilen Wachstum im ersten Quartal 2023, hat sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2023 wieder leicht abgeschwächt. Die weltweite Industrieproduktion stagnierte insgesamt im ersten Halbjahr 2023. Die Entwicklung des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) verlief dabei im Vergleich zwischen fortgeschrittenen Volkswirtschaften und Schwellenländern unterschiedlich. So konnten die wachsenden Wirtschaftsleistungen in den USA und Japan im ersten Halbjahr 2023 positiv zum globalen BIP beitragen. In den USA haben die privaten Haushalte ihre Ersparnisse aus der Corona-Pandemie sehr viel stärker abgebaut als in vielen fortgeschrittenen Volkswirtschaften. In Japan trugen gestiegene Exporte und geringere Importe zum globalen Wachstum bei, die u.a. durch die lockere Geldpolitik der japanischen Zentralbank begünstigt wurden. Das Wachstum im Euro-Raum und im Vereinigten Königreich ist deutlich schwächer ausgefallen. Im Vergleich zu den USA ist die Verbraucherpreisinflation in Europa noch höher und belastet die Nachfrage des privaten Konsums. Darüber hinaus zeigen sich sowohl in Europa als auch in den USA die zeitlich verzögerten Effekte der Geldpolitik auf die Investitionen, insbesondere auf Bauinvestitionen. In China ist das BIP- Wachstum in den ersten drei Quartalen 2023 trotz Abkehr von der Null-Covid-Politik unter den Erwartungen geblieben. Der Sachverständigenrat rechnet für das Jahr 2023 mit einem Wachstum des globalen BIP von 2,7 % nach einem Wachstum von 2,9% im Vorjahr. Für den Euroraum wird ein geringes Wachstum von 0,6 % nach einem Wachstum von 3,5% im Vorjahr prognostiziert. Deutschland In 2023 konnte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft der Jahre 2021 und 2022 nach dem Corona-Einbruch nicht weiter fortsetzen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in 2023 preisbereinigt um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Die gesamtwirtschaftliche Lage war geprägt von nach wie vor hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen sowie von ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie einer geringeren Nachfrage aus dem In- und Ausland. Hierbei nahmen zum einen die privaten Konsumausgaben im Vergleich zum Vorjahr ab, zum anderen hat auch der Staat erstmals seit fast 20 Jahren seine Konsumausgaben reduziert und einen negativen Wachstumsbeitrag zum BIP geleistet. 2 Die schwache Wirtschaftsleistung hat sich auch auf den Arbeitsmarkt ausgewirkt, wodurch es für Arbeitslose schwieriger war, eine neue Arbeitsstelle zu finden. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Die Zahl der Personen in Kurzarbeit hat sich jedoch im Jahresdurchschnitt 2023 im Vergleich zum Vorjahr weiter reduziert. 3 Branchenentwicklung Das Baugewerbe war in 2023 weiterhin durch die hohen Baukosten und den Fachkräftemangel sowie die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen geprägt. Hiervon war insbesondere der Hochbau betroffen. Die Produktion im Tief- und Ausbau konnte dagegen gesteigert werden. Insgesamt ist die Wirtschaftsleistung im Baugewerbe in 2023 preisbereinigt leicht um 0,2 % gestiegen. 4 Die Umsätze für das Bauhauptgewerbe (Betriebe mit 20 und mehr tätigen Personen) sind in Deutschland in den ersten elf Monaten 2023 real um 3,1 % im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Auch die Auftragseingänge für das Bauhauptgewerbe (Betriebe mit 20 und mehr tätigen Personen) entwickelten sich in 2023 weiterhin rückläufig. In den ersten elf Monaten 2023 sind die realen Auftragseingänge im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum kalenderbereinigt um 4,7 % zurückgegangen. Die erteilten Baugenehmigungen für Wohnungen in neu errichteten Wohngebäuden betrugen in den ersten elf Monaten des Berichtsjahres 197.033 Einheiten (-28,7 % im Vergleich zum Vorjahr). Die Baugenehmigungen für die Ein- und Zweifamilienhäuser sind um 41,2 % auf 58.041 Einheiten und damit stärker als der Gesamtmarkt gesunken. Baugenehmigungen für Wohnungen in neu errichteten Wohngebäuden
Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
2 Quelle: Pressemitteilung des Statistischen
Bundesamtes vom 15. Januar 2024
Der Markt für Fertighäuser verzeichnete in 2023 ebenfalls einen deutlichen Rückgang, jedoch etwas geringer als der Gesamtmarkt für Ein- und Zweifamilienhäuser. Die erteilten Baugenehmigungen für Fertighäuser sind in den ersten elf Monaten im Vergleich zum Vorjahr um 37,5 % gesunken und betrugen insgesamt 12.536 (Vorjahr.: 20.060) Einheiten. Der Marktanteil der Fertighäuser ist jedoch in 2023 weiterhin gestiegen und belief sich Ende November 2023 auf 24,4 % (Vorjahr.: 23,4 %). Der Marktanteil von Hanse Haus am Fertighausbau in Deutschland beträgt rund 4,8 % (Vorjahr: 4,2 %). Zu den Wettbewerbern von Hanse Haus im Ein- und Zweifamilienhausbau gehören die im BDF (Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V.) organisierten Unternehmen, regional tätige größere Zimmereibetriebe sowie die Baufirmen, die in konventioneller Bauweise Einfamilienhäuser errichten. Die Wettbewerbssituation hat sich in 2023 nicht nennenswert verändert und ist weiterhin sehr intensiv. 2.2. Geschäftsverlauf Allgemeine Beurteilung der Geschäftsentwicklung Die grundsätzlich positive Geschäftsentwicklung setzte sich in 2023 für Hanse Haus weiter fort. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr von EUR 293,8 Mio. auf EUR 326,4 Mio. um 11,1 % gestiegen, haben jedoch den geplanten Anstieg von 16,0 % aufgrund einer unterjährigen Anpassung des Liefervolumens auf die niedrigeren Verkaufseingänge nicht ganz erreicht. Das EBITDA hat sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,1 Mio. verringert und lag damit unter dem geplanten EBITDA von EUR 30,7 Mio. Dennoch konnte die gute Marktposition im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter gefestigt werden. In 2023 haben wir mit EUR 235,0 Mio. die Auftragseingänge des Vorjahres (EUR 395,7 Mio.) nicht erreicht. Während 2023 im Inland ein Produktionsvolumen von 638 Häusern verkauft wurde, waren es in 2022 1.129 Stück. Das Produktionsvolumen im Inland betrug 2023 EUR 227,1 Mio., in 2022 EUR 386,0 Mio. Den Rückgang im Inland führen wir trotz einer erfolgreichen Positionierung als qualitativ hochwertiger Anbieter von individuellen Fertighäusern, was uns auch Branchenvergleiche durch externe Fachzeitschriften (bspw. Focus-Money Ausgabe 38/2023) bestätigen, auf die gesamtwirtschaftlichen Einflüsse in 2023 zurück. Im Ausland wurden in 2023 17 Häuser (EUR 8,0 Mio.) verkauft, in 2022 22 Häuser (EUR 9,8 Mio.). Unsere Kernmärkte im Ausland sind die Schweiz (EUR 5,8 Mio. Auftragseingang, Vorjahr: EUR 3,0 Mio.) und Luxemburg (EUR 2,2 Mio. Auftragseingang, Vorjahr: EUR 6,1 Mio.). Im Geschäftsjahr 2023 entwickelte sich der Auftragseingang insgesamt wie folgt:
Die Geschäftsführung bewertet den Verlauf des Geschäftsjahres insgesamt als zufriedenstellend. 2.3. Lage Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 lagen die Umsatzerlöse mit EUR 326,4 Mio., insbesondere aufgrund der Ausweitung der Produktionskapazitäten sowie der guten Witterungsverhältnisse und der damit ausbleibenden Produktionsausfälle im Winter, EUR 32,6 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (EUR 293,8 Mio.). Im Inland lagen die Umsatzerlöse im Fertighausbau mit EUR 268,7 Mio. 8,3 % über dem Vorjahr (EUR 248,2 Mio.). Der auf ausländischen Märkten erzielte Fertighausumsatz betrug EUR 10,5 Mio. (Vorjahr: EUR 7,5 Mio.) und hat damit einen Anteil von 3,8 % (Vorjahr: 2,9 %) an den Fertighausumsätzen. Die Vertriebskosten in Höhe von EUR 37,9 Mio. liegen mit EUR 5,0 Mio. über dem Vorjahreswert von EUR 32,9 Mio. Der Anstieg entfällt im Wesentlichen auf um EUR 3,0 Mio. höhere Provisionsaufwendungen bedingt durch die höheren Umsatzerlöse. Weitere EUR 1,3 Mio. sind auf erhöhte Marketingaktivitäten zur Kundenaktivierung zurückzuführen. Die Verwaltungskosten liegen, bedingt durch das Umsatzwachstum, mit EUR 12,0 Mio. EUR 1,7 Mio. über dem Vorjahreswert von EUR 10,3 Mio. Aufgrund des überproportionalen Anstiegs der Materialeinkaufspreise sowie der gesteigerten Marketingaktivitäten stagnierte das operative EBITDA trotz des hohen Umsatzwachstums auf EUR 25,9 Mio. (Vorjahr: EUR 26,0 Mio., Budget: EUR 30,7 Mio.) und das EBIT auf EUR 19,7 Mio. (Vorjahr: EUR 20,7 Mio., Budget: EUR 24,8 Mio.). Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 haben wir ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 17,6 Mio. (Vorjahr: EUR 19,5 Mio.) erzielt. Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagevermögen und in das Finanzanlagevermögen in Höhe von EUR 20,8 Mio. (Vorjahr: EUR 27,8 Mio.) getätigt. Davon betreffen den Vertriebsbereich EUR 0,7 Mio. (Vorjahr: EUR 2,0 Mio.) - im Wesentlichen ein Musterhaus - und den Fertigungs- und Verwaltungsbereich EUR 20,1 Mio. (Vorjahr: EUR 25,8 Mio.). Die Hauptinvestitionen im Produktionsbereich betreffen den Bau einer neuen Produktionsstätte. Den Investitionen stehen planmäßige Abschreibungen und Anlagenabgänge in Höhe von EUR 6,3 Mio. gegenüber, so dass sich das Anlagevermögen insgesamt um EUR 14,5 Mio. erhöht hat. Das Umlaufvermögen hat von EUR 91,2 Mio. auf EUR 97,3 Mio. zugenommen. Hierbei haben sich die Vorratsbestände stichtagsbedingt um EUR 0,7 Mio. verringert, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Sonstigen Vermögensgegenstände aufgrund des Liquiditätsmanagements um EUR 1,3 Mio. verringert und die liquiden Mittel stichtagsbedingt um EUR 8,0 Mio. zugenommen. Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 111,8 Mio. auf EUR 131,2 Mio. erhöht, was im Wesentlichen auf die Verbindlichkeiten aus dem Ergebnisabführungsvertrag, der Aufnahme eines konzerninternen Darlehens zur Finanzierung von Investitionen sowie durch die Zunahme der erhaltenen Anzahlungen bedingt ist. Finanzlage Die Guthaben bei Kreditinstituten beliefen sich am Bilanzstichtag auf EUR 9,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.). Die Hanse Haus GmbH hatte zum Bilanzstichtag keine Kontokorrentlinie bei Banken (Vorjahr: EUR 0 Mio.) in Anspruch genommen. Die, wie im Vorjahr, nicht in Anspruch genommene Linie bei Banken betrug am Bilanzstichtag EUR 25,0 Mio. (Vorjahr: EUR 25,0 Mio.). Mit der Bien-Zenker GmbH besteht ein Vertrag über die Gewährung eines Darlehens in laufender Rechnung mit einem Höchstbetrag von bis zu EUR 12,0 Mio. Dieses Darlehen wurde mit EUR 12,0 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) in Anspruch genommen. Mit der Oikos Group GmbH bestehen Verträge über die Gewährung von Darlehen zur Finanzierung von Investitionen mit einem Gesamtbetrag von EUR 20,0 Mio. Die Darlehen waren zum Bilanzstichtag mit EUR 20,0 Mio. (Vorjahr: EUR 20,0 Mio.) in Anspruch genommen. Die wesentlichen Zahlungsströme sind in der unten abgebildeten verkürzten Kapitalflussrechnung wiedergegeben:
Der Finanzmittelfond setzt sich wie folgt zusammen:
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2022 auf EUR 35,3 Mio. (Vorjahr: EUR 16,4 Mio.). Dieser Mittelzufluss ist vorwiegend ergebnisgetrieben, sowie durch den Abbau von Steuerforderungen und den Aufbau von erhaltenen Anzahlungen verursacht. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug EUR -20,1 Mio. (Vorjahr: EUR - 26,9 Mio.). Der größte Anteil betrifft den Neubau einer weiteren Produktionsstätte mit EUR 13,8 Mio. sowie die Erweiterungen der Produktions-, Lager- und Logistikflächen mit EUR 4,6 Mio., der Rest entfällt auf den Neubau von einem Musterhaus, Fuhrpark, IT, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich im Berichtszeitraum ein Mittelabfluss von EUR -7,2 Mio. (Vorjahr Mittelzufluss: EUR 8,8 Mio.). Der Mittelabfluss resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme eines Inter-Company-Darlehens sowie Mittelabflüssen aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages. Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt, da die Gesellschaft aus der operativen Geschäftstätigkeit ausreichende Zahlungsmittelzuflüsse erzielt, mit denen die notwendigen Investitionen und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden können. Die Gesellschaft war zu jedem Zeitpunkt in der Lage Ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beläuft sich zum Stichtag auf 8,9 % gegenüber 10,1 % zum Vorjahresstichtag. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem konstanten Eigenkapital im Zusammenhang mit den oben beschriebenen Ursachen zur Erhöhung der Bilanzsumme. 2.4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Die Hanse Haus GmbH ist in den Konzernkreis der Oikos Intermediate Holding GmbH, Schlüchtern, eingebunden. Finanzielle Leistungsindikatoren werden konzernweit nur nach IFRS Kennzahlen festgelegt. Als finanzielle Leistungsindikatoren zählen der Umsatz und das EBITDA (nach IFRS). Das EBITDA bedeutet: "Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte". Die wesentlichen Unterschiede zum handelsrechtlichen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft liegen in der unterbleibenden Einbeziehung von Abschreibungen sowie des Zins- und Beteiligungsergebnisses in das EBITDA. Sowohl Umsatz und EBITDA sind wichtige Größen für die Steuerung der Gesellschaft. Nicht-Finanzielle Leistungsindikatoren Innovationen Im Geschäftsjahr 2023 haben wir kein Musterhaus errichtet. Als einer der ersten Anbieter in unserem Segment sind wir in der Lage, alle unsere Häuser mit einem Nachhaltigkeitszertifikat der deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen zu versehen. Mit dieser Maßnahme haben wir einen weiteren wichtigen Schritt zur Etablierung von Hanse Haus als den Anbieter von qualitativ hochwertigen Niedrigenergiehäusern geschafft. In 2020 sind wir zusätzlich eine Kooperation mit dem Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern) eingegangen zur "Entwicklung und Monitoring eines Gesamtsystems zur kombinierten regenerativen Versorgung von Gebäuden mit Wärme, Kälte, Strom und Frischluft (RENBuild)". In 2022 wurde Hanse Haus, als erstes Fertighaus-Unternehmen, auf der EXPO REAL, der internationalen Fachmesse für Immobilien und Investitionen das Qualitätssiegel "Nachhaltiges Gebäude" (QNG) von Klara Geywitz (Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauen) überreicht. Zusätzlich wurden ein Musterhaus mit dem Nachhaltigkeitszertifikat und ein weiteres Musterhaus, als erstes Einfamilienhaus überhaupt, mit dem Qualitätssiegel "Nachhaltiges Gebäude" (QNG- Plus) zertifiziert. Durch die Auszeichnung können für zukünftige Bauvorhaben eine QNG-Zertifizierung erreicht und besondere Förderungen in Anspruch genommen werden. Auszeichnungen In 2023 wurde Hanse Haus in der Ausgabe 38/2023 erneut durch die Zeitschrift Focus-Money zum elften Mal in Folge als einer der fairsten Fertighausanbieter ausgezeichnet. Hanse Haus ist der einzige Fertighausanbieter, der in allen bisherigen Tests seit 2012 alleine den ersten oder gemeinsam mit einem Mitbewerber punktgleich den ersten Platz belegt. Ebenso wurde Hanse Haus von Focus Money in der Ausgabe 9/2023 zum dritten Mal in Folge die Auszeichnung als Unternehmen mit der Höchsten Kundenzufriedenheit verliehen und belegt unter allen Fertighausanbietern den ersten Rang. Hanse Haus hat in 2023 erneut das Bonitätszertifikat "CrefoZert" der Creditreform erhalten und gehört damit zu ca. 1.500 deutschen Unternehmen, die exklusiv für eine außergewöhnlich gute Bonität ausgezeichnet werden. Im April 2023 wurde Hanse Haus durch ServiceValue und DIE WELT erneut zum Preis-Champion gekürt. Damit belegt Hanse Haus in der Branche der Fertighausanbieter bereits zum vierten Mal in Folge den ersten Platz. Zusätzlich haben ServiceValue und DIE WELT in im Mai 2023 zum zweiten Mal ein Ranking zur Nachhaltigkeit von Unternehmen erstellt. Hanse Haus darf sich zum zweiten Mal in Folge über eine Auszeichnung als "Nachhaltigkeits-Champion" mit der Bewertung "besonders nachhaltig" freuen. Jährlich erfolgt eine Ausschreibung der Oskar-Patzelt-Stiftung an Kommunen, Verbände, Institutionen und Firmen, herausragende mittelständische Unternehmen für den "Großen Preis des Mittelstandes" zu nominieren. Die Hanse Haus GmbH wurde vom Landkreis Bad Kissingen und der Startify GmbH vorgeschlagen. Da Hanse Haus als Unternehmen durch langjährige Leistungen überzeugen konnte, wurde Hanse Haus in diesem Jahr erneut, nach der Verleihung 2021, die Premier- Ehrenplakette verliehen. Die Premier-Ehrenplakette erhalten Unternehmen, die bereits Preisträger des "Großen Preis des Mittelstandes" und des "Premier" waren, für eine besonders überzeugende Entwicklung. Personalbereich Am 31. Dezember 2023 waren 1.010 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.009 Mitarbeiter) beschäftigt. Zusätzlich wurden 59 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 63 Auszubildende). Hier wurde dem Produktionsvolumen in 2023 sowie der konstanten Kapazität in 2024 Rechnung getragen. Im Bereich der Weiterbildung wurden insbesondere Maßnahmen über die Industrie- und Handelskammer bzw. Handwerkskammer (z.B. Fachwirt, Betriebswirt, Meisterausbildung) absolviert. Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen Aufgrund des am 1. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetzes für die "gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" sind bei der Hanse Haus GmbH für die Besetzung der drei obersten Führungsebenen Ziele festzulegen. Aktuell liegt die Frauenquote bei Hanse Haus auf diesen drei Führungsebenen bei 11 %. Die Gesellschaft beabsichtigt diesen Anteil in den folgenden fünf Jahren sukzessive zu erhöhen, der angestrebte Zielwert liegt bei 20%. Der geringe Frauenanteil in den Berufen der Baubranche und die daraus auch für Hanse Haus GmbH resultierenden Schwierigkeiten, Frauen als Mitarbeiterinnen und insbesondere für Führungspositionen für die Gesellschaft zu gewinnen, sind den Gesellschaftern hierbei bewusst. Die Gesellschafter werden sich jedoch nach besten Kräften bemühen, den Anteil weiblicher Mitglieder in Führungspositionen zu fördern. Über die ESG-Ziele (Environment, Social, Governance) und deren Entwicklung berichtet die Oikos Gruppe im Laufe des Jahres 2024 im Rahmen eines Nachhaltigkeitsberichts. 3. Nachtragsbericht Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten. 4. Prognosebericht Weltwirtschaft Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Kalenderjahr 2024 mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 2,9 %. Die Inflation wird dabei noch auf einem hohen Niveau sein, jedoch leicht sinken. Die wirtschaftliche Entwicklung sieht in den einzelnen Regionen der Welt unterschiedlich aus. So könnte von den USA durch ein robustes Konsumwachstum ein positiver Beitrag zur Weltwirtschaft geleistet werden. Für China wird für das Jahr 2024 eine Abschwächung der Wachstumsdynamik im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Hier ist vor allem die Verschlechterung der Lage am Immobilienmarkt das größte Risiko für die Konjunktur. Die Prognosen des IWF sind darüber hinaus mit noch weiteren Unsicherheiten behaftet. Darunter fällt u.a. die Gefahr einer Verschärfung des Kriegs in der Ukraine und des Nahost-Konflikts, die zum einen die Preise für Lebensmittel und Brennstoffe weiter in die Höhe treiben oder zu weiteren Verschärfungen der globalen Finanzbedingungen führen könnten. Für den Euro-Raum prognostiziert der IWF im Jahr 2024 ein BIP-Wachstum von 1,2 %. 5 Ausblick Hanse Haus Für 2024 erwartet Hanse Haus eine stabile gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Das Bruttoinlandsprodukt wird nach Einschätzungen des IWF in 2024 in Deutschland leicht um 0,9 % wachsen. 6 Dabei wird für das Jahr 2024 von einer zurückgehenden Inflation ausgegangen. Darüber hinaus sind der Konsum des Staates und der privaten Haushalte infolge von steigenden Arbeitseinkommen wichtige Stützen des prognostizierten Wachstums. Der Export wird nur ein schwaches Wachstum zeigen. Die gesamten Bauinvestitionen werden dagegen nach Einschätzung des Sachverständigenrats in 2024 deutlich zurückgehen. 7 Der Markt für Ein- und Zweifamilienhäuser wird sich in 2024 stabilisieren. Der Entwicklung des Fertigbaus sieht Hanse Haus auf Grund der stabilen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und dem ungebrochenen Trend zu Fertighäusern verhalten optimistisch entgegen. Die Gesellschaft geht davon aus, weitere Marktanteile zu gewinnen. Hilfreich sollten sich auch wieder neu aufgelegte Förderprogramme der Regierung auswirken. Hanse Haus plant für das Jahr 2024 ein etwas niedrigeres Umsatzvolumen im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des niedrigeren Auftragsbestandes. Bei den Personalkosten ist in 2024 eine überwiegend tarifliche bedingte leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr zu erwarten. Bedingt durch die durchgeführten Preiserhöhungen im Verkauf und den erwarteten maßvollen Erhöhungen bei den Beschaffungspreisen rechnet Hanse Haus in 2024 mit einer angemessenen Erhöhung des EBITDA im Vergleich zum Ist-Wert des Berichtsjahres.
5 Quelle: "Die Weltwirtschaft stabilisiert sich
auf niedrigem Niveau", Bundesministerium für
Wirtschaft und Klimaschutz, Stand: 28.11.2023
Der Schwerpunkt der Investitionen in 2024 entfällt auf die Fertigstellung der Werksumbauten, auf den Bau von Musterhäusern sowie sonstigen Ersatzinvestitionen. 5. Chancen- und Risikobericht Hanse Haus ist durch sein unternehmerisches Handeln bei seinen geschäftlichen Aktivitäten neben der Wahrnehmung von Chancen auch Risiken unterschiedlicher Art ausgesetzt. Dabei ist die Zielsetzung stets ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken zu erreichen. Unangemessene Risiken werden nicht eingegangen. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt hierzu die erforderlichen Instrumente und Maßnahmen bereit und unterstützt die Sicherung des Fortbestands des Unternehmens. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Chancen und Risiken Die Zahl der Baugenehmigungen für den Ein- und Zweifamilienhausbau reduzierte sich in den ersten elf Monaten 2023 um 41,2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Trotz der rückläufigen Bautätigkeit konnte sich der Marktanteil der Fertighäuser von Ein- und Zweifamilienhäusern stabilisieren und lag mit 24,4 % leicht über dem Vorjahreswert. Hanse Haus sieht durch die in den letzten Jahren steigenden Marktanteile der Fertigbauweise und der schnelleren Durchlauf- und Bauzeiten weitere Vorteile gegenüber dem konventionellen Bau und damit ein weiteres Marktpotential. Hilfreich sollten sich auch wieder neu aufgelegte Förderprogramme der Regierung auswirken. Für 2024 wird mit einem leichten Rückgang der Hypothekenzinsen gerechnet. Unternehmensspezifische Chancen Das Management von Chancen ist eine fortwährende Aufgabe, um den langfristigen Erfolg des Unternehmens zu sichern. Durch die bundesweite Marktpräsenz werden frühzeitig Trends und Chancen erkannt. Darüber hinaus ermöglicht eine intensive Markt- sowie Wettbewerbsbeobachtung das Identifizieren von Chancen hinsichtlich von Geschäftspotentialen. Unternehmensspezifische Chancen für Hanse Haus leiten sich aus der starken Marke und den aktuellen Produktportfolios ab. Hanse Haus wird Kunden weiterhin innovative, zeitgemäße und bedarfsgerechte Häuser anbieten, die dem aktuellen Konsumverhalten und den aktuellen Trends Rechnung tragen. Dabei wird dem Internet und insbesondere den sozialen Netzwerken im Hinblick auf die Kundengewinnung eine immer größere Bedeutung zukommen. Im Fertighausbau vermarktet die Gesellschaft Häuser über zwei eigene Vertriebslinien. Der Markenpolitik und der Produktentwicklung hinsichtlich der Zielgruppen und der regionalen Marktanforderungen wird besondere Bedeutung beigemessen. Die Nachfrage nach energieeffizienten und nachhaltig gebauten Häusern wird weiter zunehmen. Mit den äußerst energieeffizienten Hanse Haus- Häusern bis hin zum PlusEnergie-Haus ist das Unternehmen durch eine starke Marktposition gut für die Zukunft aufgestellt. Unternehmensspezifische Risiken Neben den vorbeschriebenen Chancen könnte sich das Risiko ergeben, dass das Produktportfolio dem Konsumverhalten der Kunden und den aktuellen Trends nicht entspricht. Diesem Risiko begegnet Hanse Haus mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Produktportfolios und permanenter Marktbeobachtung. Zunehmende Fertighausquote, Verschärfung der ENEV, Nachhaltigkeit In den letzten Jahren nehmen Bauinteressenten zunehmend die Vorteile von Fertighäusern gegenüber konventionell gebauten Häusern wahr. Hanse Haus geht davon aus, dass die Fertighausquote weiter zunehmen wird und sieht Chancen für eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit. Auch die zunehmende Verschärfung der Energieeinsparverordnung (ENEV) bietet Chancen für eine energieeffiziente Bauweise. Die Hanse Haus-Häuser sind seit 2019 im Standard mit einer Nachhaltigkeitszertifizierung in Gold ausgestattet. Hier sieht Hanse Haus erhebliche Chancen zu einer weiteren positiven Geschäftsentwicklung. Abhängigkeit von Wettereinflüssen Der hohe Vorfertigungsgrad der Fertighäuser ermöglicht es, wetterunabhängig bei gleichbleibend hohem Qualitätsstandard zu produzieren. Die Errichtung der Keller und Bodenplatten im Außenbereich unterliegen jedoch den natürlichen Witterungseinflüssen. So kann ein strenger und langer Winter zu Umsatzeinbußen führen, die in der Folgezeit nur mit größeren Anstrengungen und Mehraufwand aufgeholt werden können. Solche witterungsbedingten Einflüsse können zu deutlichen Ergebniseinbußen führen. Beschaffungsrisiken Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten werden soweit wie möglich vermieden. Es besteht grundsätzlich die Möglichkeit, den Materialbedarf auch kurzfristig bei anderen Zulieferern zu decken. Für alle wichtigen Lieferanten und Dienstleister werden Rahmenverträge abgeschlossen, die in der Regel eine Laufzeit von 12 Monaten haben. Bedingt durch die Volatilität auf den Beschaffungsmärkten für Rohstoffe, Energie und Subunternehmerleistungen kann es zukünftig zu steigenden Preisen kommen, welche sich negativ auf die Herstellungskosten auswirken können. Durch regelmäßige Lieferantenbewertungen reduzieren wir die Risiken bei Qualität, Verfügbarkeit und Beschaffungspreisen. Mit der Einführung des "Nachunternehmer-Poolings" wird der gesamte Planungsprozess und der Ablauf auf den Baustellen durch die bessere Verfügbarkeit qualifizierter Nachunternehmer verbunden mit Zeitersparnis und Kostenreduktion optimiert. Finanzierungs-, Kredit- und Währungsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen Die Liquiditätssteuerung bei Hanse Haus erfolgt durch permanente Überwachung der Finanzströme. Die Liquiditätsplanung berücksichtigt die saisonalen Schwankungen und zeigt rechtzeitig den Liquiditäts- und Finanzierungsbedarf auf. Im Fertighausbau müssen neben der langfristigen Finanzierung des Anlagevermögens ausreichende Betriebsmittelkreditlinien bzw. Bankguthaben zur Verfügung stehen, um saisonale Schwankungen ausgleichen zu können. Das Kreditrisiko aus dem operativen Geschäft im Fertighausbau gegenüber unseren Kunden ist sehr gering, da vor Produktionsbeginn eine Finanzierungsbestätigung bzw. Bankbürgschaft vorgelegt werden muss. In den übrigen Bereichen ist durch interne Kreditlinien das Ausfallrisiko reduziert. Die Fakturierung der Lieferungen und Leistungen erfolgt ausschließlich in der Euro-Währung. Aufgrund der Saisonalität der Produktionsauslastung ist der Bedarf an Liquidität zur Finanzierung des laufenden Geschäftes in Abhängigkeit von der Jahreszeit sehr unterschiedlich. Einem ersten Halbjahr mit unterdurchschnittlichen Bauleistungen steht ein zweites Halbjahr mit überdurchschnittlich hohen Hausumsätzen und entsprechenden Mittelzuflüssen gegenüber. Um die Risiken aus diesen Saisonalitäten zu minimieren, betreiben wir ein aktives Finanzmanagement, wobei der Liquiditätsüberwachung und der Liquiditätssteuerung eine besondere Bedeutung zukommt. Gewährleistungs- und rechtliche Risiken Die permanente Weiterentwicklung unserer Produkte ist von strategischer Bedeutung für Hanse Haus. Neben den sich eröffnenden Chancen bestehen aber auch Risiken. So kann selbst nach sorgfältigsten Tests und Prüfungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass gegebenenfalls - mit zeitlicher Verzögerung - Gewährleistungsansprüche gegen Hanse Haus erhoben werden. Diesem Risiko begegnen wir mit einem internen Qualitätsmanagement und einer Fremdüberwachung, welche die hohe Qualität unserer Produkte sichert. Erfahrungsgemäß muss sich Hanse Haus im Zuge des Geschäftsbetriebes mit gerichtlichen und außergerichtlichen Ansprüchen Dritter auseinandersetzen. Nach derzeitiger Einschätzung liegen keine laufenden oder absehbaren Gerichts- oder Schiedsverfahren vor, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft haben könnten. IT-Risiken Der Großteil unserer Geschäftsprozesse wird mit Hilfe leistungsfähiger und moderner IT-Lösungen unterstützt. Bei der ERP-Software setzen wir bekannte Standardlösungen ein, um unsere Prozesse mit großer Zuverlässigkeit abzubilden. Auf Datensicherheit und Verfügbarkeit unserer Systeme legen wir größten Wert. Die ständige Aufrechterhaltung und Optimierung der IT-Systeme erfolgt durch qualifizierte interne und externe Experten. Unberechtigtem Datenzugriff, Datenmissbrauch und Datenverlust wird durch Einsatz aktueller Virensoftware, Firewalls, adäquater Zugangs- und Zugriffskonzepte und vorhandener Back-up- Systeme vorgebeugt. Für unerwartete IT-Systemausfälle existieren entsprechende Notfallpläne und Notfallszenarien. Bei Hanse Haus ergaben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Änderungen der Chancen und Risiken. Gesamtrisiko Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der zusammengefassten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die allein oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. 6. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Das interne Kontrollsystem der Hanse Haus beinhaltet auch die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung von maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Unser Risikofrüherkennungssystem überwacht im Wesentlichen folgende Risikofelder im Finanz- und Rechnungswesen: Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken, Unterschlagungsrisiken, Risiken von Fehlbuchungen, Debitoren- und Steuerrisiken. Diesen Risiken begegnen wir mit einer Vielfalt an Maßnahmen. Von Seiten der IT setzen wir Standardsoftware in Verbindung mit individuellen Zugriffsrechten ein. Die Verantwortlichkeiten und Unterschriftsberechtigungen der Funktionsträger sind geregelt. Mit Hilfe des Vier-Augen-Prinzips werden Risiken von Fehlverhalten minimiert. Regelmäßige interne Kontrollen gewährleisten die vollständige und richtige Erfassung und Bewertung der Geschäftsvorfälle. Das Bilanzierungshandbuch dient zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Monats- und Jahresabschlüsse. Darüber hinaus wird die Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems durch externe Prüfungen überwacht. 7. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Hanse Haus verfügt zum Bilanzstichtag nicht über derivative Finanzinstrumente. Zu den übrigen Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten verweisen wir auf die Erläuterungen im Risikobericht. 8. Zukunftsbezogene Aussagen Wir weisen darauf hin, dass bei zukunftsbezogenen Aussagen die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die in den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen.
Oberleichtersbach, 15. März 2024 Hanse Haus GmbH Marco Hammer Christian Garke Marcus D'Agostino Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Amtsgericht Schweinfurt, HRB 8899 1 Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Hanse Haus GmbH ist entstanden durch formwechselnde Umwandlung der HANSE HAUS GmbH & Co. KG mit dem Sitz in Oberleichtersbach (Amtsgericht Schweinfurt HRA 9639) durch Umwandlungsbeschluss vom 19.07.2022. Gesellschafter: Oikos Development Holding GmbH, Schlüchtern (Amtsgericht Hanau HRB 96713) Einlage: EUR 5.100,00 (5,1 %) und Hanse Haus Holding II GmbH, Schlüchtern (Amtsgericht Hanau HRB 96727) Einlage: EUR 94.900,00 (94,9 %). Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr das Umsatzkostenverfahren gewählt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben wir ansonsten unverändert beibehalten. Das gesetzlich vorgeschriebene Gliederungsschema (§ 275 Abs. 1 HGB) für die Gewinn- und Verlustrechnung ist um die Zwischensummen "Betriebsergebnis", "Finanzergebnis" und "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" ergänzt worden. Die Bezeichnung der Bilanzposten werden gemäß § 265 Abs. 6 HGB um die Bezeichnungen "Musterhäuser auf eigenem Grund und Boden", "Musterhäuser auf fremden Grund und Boden", "Einrichtung von Musterhäusern", "Grundstücke ohne Bauten" und "Grundstücke mit nicht fertigen Bauten" ergänzt. 2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bewertung der Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger bzw. außerplanmäßiger Abschreibungen. Die planmäßigen linearen Abschreibungen richten sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Vermögensgegenstände. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Zuschreibungen erfolgen gemäß § 253 Abs. 5 HGB, sofern der Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis EUR 250,00 werden im Zugangsjahr grundsätzlich als Aufwand erfasst. Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 netto im Zugangsjahr voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Das Finanzanlagevermögen erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die Bewertung der zum Kauf bestimmten Grundstücke und anderer Vorräte erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Material-, Fertigungs- und Sondereinzelkosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, eingerechnet. Fremdkapitalzinsen werden nicht berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungs-verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand sind zum Nennwert angesetzt. Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Stichtagskurs bewertet. Das Eigenkapital wird unter Berücksichtigung der gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages wurden Kostensteigerungen berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen gemäß RückAbzinsV abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze je nach Restlaufzeit zwischen 0,01 % und 1,78 % (Vorjahr: 0,00 % und 1,53 %). 3 Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagengitter (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Die Restlaufzeiten der Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände betragen weniger als ein Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 140 (Vorjahr: TEUR 12) betreffen am 31. Dezember 2023 ein Darlehen an die Hanse Haus Bespoke Ltd. über TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 12). Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten eine Leistungsbeziehung aus Lieferung und Leistung und sind innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen zum 31.12.2023 nicht (Vorjahr: TEUR 0). Liquide Mittel in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 224) sind als Sicherheit für Bürgschaften und Kreditkarten verpfändet. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes erfolgt in Anlage 2 zum Anhang. Das Stammkapital beträgt zum 31.12.2023 TEUR 100 (Vorjahr: TEUR 100). Dies ist bedingt durch die Beschlussfassung vom 19.07.2022, aus welcher die Vergabe von 100.000 Anteilen zu je einem Euro hervorgeht. Die Verteilung der Anteile ist im Kapitel 1 entsprechend dargestellt. Die Rückstellungen für Steuern betragen TEUR 496 (Vorjahr: TEUR 512), davon Rückstellung für Steuern vom Einkommen und Ertrag TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 16). Hierbei handelt es sich um Rückstellungen aus den Vorjahren. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, sind mit diesen Schulden zu verrechnen. Die der Insolvenzsicherung für Wertguthaben dienenden Wertpapiere TEUR 3.521 (Vorjahr: TEUR 2.753) und die entsprechende Wertguthabenverpflichtung TEUR 3.514 (Vorjahr: TEUR 2.790) wurden nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 95) und TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 7) größer als ein Jahr enthalten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.743 (Vorjahr: TEUR 7.848) beinhalten Verbindlichkeiten aus Reverse Factoring in Höhe von TEUR 2.253 (Vorjahr: TEUR 2.250). Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 33.048 (Vorjahr: TEUR 20.669) beinhalten Darlehensverbindlichkeiten ggü. Oikos Group GmbH in Höhe von TEUR 20.000 (Vorjahr: TEUR 20.000) und ggü Bien Zenker GmbH, welches im Jahr 2023 aufgenommen wurde, in Höhe von TEUR 12.000 (Vorjahr: EUR 0), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 391 (Vorjahr: TEUR 317) und Zinsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 657 (Vorjahr: TEUR 352). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 13.494 (Vorjahr: TEUR 12.977) beinhalten Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführungsvertrag gegenüber der Hanse Haus Holding II GmbH in Höhe von TEUR 13.494 (Vorjahr: TEUR 12.977). Im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages wurden zusätzlich TEUR 4.000 (Vorjahr: TEUR 6.200) bereits unterjährig bezahlt. Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten nach Fristigkeiten ergibt sich aus der nachstehenden Übersicht (die Zahlen des Vorjahres sind in Klammern angegeben).
* davon aus Steuern TEUR 4.724 (Vorjahr: TEUR
4.148)
4 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 326.359 (Vorjahr: TEUR 293.788) wurden im Wesentlichen mit TEUR 279.096 (Vorjahr: TEUR 255.615) im Fertighausbau erzielt. Die Umsatzerlöse im Fertighausbau wurden mit TEUR 268.620 (Vorjahr: TEUR 248.171) im Inland und mit TEUR 10.476 (Vorjahr: TEUR 7.444) im Ausland erzielt. Materialaufwand Die Aufwendungen betrugen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren TEUR 71.513 (Vorjahr: TEUR 72.345) und für Aufwendungen für bezogene Leistungen TEUR 126.950 (Vorjahr: TEUR 106.079). Die Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke und Bauträgerobjekte betrugen TEUR 1.539 (Vorjahr: TEUR 713). Personalaufwand
Der sonstige Personalaufwand betrifft im Wesentlichen Weihnachtsgeld und vermögenswirksame Leistungen. Sonstige betriebliche Erträge
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von TEUR 178 (Vorjahr: TEUR 36) beinhalten Zinsen aus laufenden Bankkonten in Höhe von TEUR 178 (Vorjahr: TEUR 33) und ähnliche Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Im Geschäftsjahr 2023 waren keine Erträge aus der Abzinsung von langfristigen Bilanzpositionen zu bilanzieren. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Steuern Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind bedingt durch einen abgeschlossenen Ergebnisabführungsbetrag in diesem Geschäftsjahr TEUR 0. Im Vorjahr betrafen die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 328 im Wesentlichen die latenten Steuern. 5 Haftungsverhältnisse Aus der Veräußerung des Geschäftsbetriebes an die Schwabenhaus GmbH durch die damalige Hanse-Fertighaus GmbH & Co. Verwaltung KG, Ölbronn, besteht für die Hanse Haus GmbH als Rechtsnachfolgerin das Haftungsrisiko, für die mitveräußerten Pensionsverpflichtungen der damaligen Mitarbeiter in Anspruch genommen zu werden. Die Pensionsverpflichtungen der betreffenden Mitarbeiter betrugen zum 31. Dezember 2023 TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 41). Aus der Bestellung von Sicherheiten für Darlehensverbindlichkeiten aus dem Konsortial-Darlehensvertrag ausgezahlt am 27. Mai 2021 an die Oikos Group GmbH (vormals: Oikos Management GmbH) im Rahmen der Kaufpreisfinanzierung des Erwerbs des Oikos-Konzerns durch Goldman Sachs, besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung der der Oikos Group GmbH, Oikos Development Holding GmbH, Bien-Zenker Holding GmbH, Bien-Zenker GmbH, Hanse Haus Holding GmbH, Hanse Haus Holding II GmbH sowie der Hanse Haus GmbH sowie der Hanse Haus Komplementär GmbH in Höhe von EUR 325,0 Mio. Die Hanse Haus GmbH hat zugunsten der Finanzierungsparteien die Bankkonten, konzerninterne Forderungen sowie die gewerblichen Schutzrechte und Marken verpfändet. Das Konsortialdarlehen setzt sich zusammen aus einem endfälligen Bankdarlehen in Höhe von EUR 230,0 Mio., einer Akquisitionsfazilität in Höhe von EUR 70,0 Mio. sowie einer Betriebsmittellinie in Höhe von EUR 25,0 Mio. Das Tilgungsdarlehen valutierte zum Bilanzstichtag mit insgesamt EUR 230,0 Mio. (Vorjahr: EUR 230 Mio.) und die Akquisitionsfazilität mit EUR 20,0 Mio. (Vorjahr: EUR 20,0 Mio.). Die Betriebsmittellinien waren, wie im Vorjahr, zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Die im Zusammenhang mit dem Konsortialkredit resultierenden Zahlungsverpflichtungen wurden vereinbarungsgemäß bedient. Mit einer Inanspruchnahme ist daher nicht zu rechnen. Mit der Bien-Zenker GmbH besteht ein Vertrag über die Gewährung eines Darlehens in laufender Rechnung mit einem Höchstbetrag bis zu EUR 12,0 Mio. Diese Kontokorrentlinie war zum Bilanzstichtag mit EUR 12,0 Mio. in Anspruch genommen. Mit der Oikos Group GmbH bestehen Verträge über die Gewährung von Darlehen zur Finanzierung von Investitionen mit einem Gesamtbetrag von EUR 20,0 Mio. Die Darlehen waren zum Bilanzstichtag mit EUR 20,0 Mio. (Vorjahr: EUR 20,0 Mio.) in Anspruch genommen. Zum 31. Dezember 2023 bestehen Avale und Bürgschaften in Höhe von TEUR 812 (Vorjahr: TEUR 769). 6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Zum Bilanzstichtag Bestand aus der Beschaffung von Anlagevermögen für die Produktion ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 1.267 (Vorjahr: TEUR 10.790). 7 Sonstige Angaben Mitarbeiter Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 439 (Vorjahr: 412) Personen im Gehaltsbereich und 553 (Vorjahr: 559) Personen im Lohnbereich tätig. Davon waren durchschnittlich 30 Auszubildende (Vorjahr: 32) im Gehaltsbereich und 27 (Vorjahr: 28) Auszubildende im Lohnbereich tätig. Zusätzlich waren durchschnittlich 30 (Vorjahr: 26) Aushilfen beschäftigt. Geschäftsführung Marco Hammer, Ebersburg Vorsitzender der Geschäftsführung Christian Garke, Marquartstein Geschäftsführer Finanzen, Personal, Recht Marcus D'Agostino, Schlüchtern Geschäftsführer Produktion und Technik Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. Honorar des Abschlussprüfers Das Abschlussprüferhonorar für die Abschlussprüfung zum 31.12.2023 beträgt TEUR 59,6 dabei entfallen TEUR 41 auf Abschlussprüferleistungen und TEUR 6 auf sonstige Leistungen sowie TEUR 12,6 auf Steuerberaterleistungen. (Vorjahr: TEUR 57,5). Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Es sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten. Konzernzugehörigkeit Die Hanse Haus GmbH, Oberleichtersbach, ist eine direkte Tochtergesellschaft der Hanse Haus Holding II GmbH, Schlüchtern, und wird in den Konzernabschluss der Oikos Intermediate Holding GmbH, Schlüchtern, einbezogen, die den kleinsten Konsolidierungskreis der einzubeziehenden Unternehmen darstellt. Die Oikos Intermediate Holding GmbH wird wiederum in den Konzernabschluss der Oikos Holding International GmbH, Schlüchtern, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis der einzubeziehenden Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Oikos Holding International GmbH wirkt befreiend für die Berichtsgesellschaft, selbst einen Konzernabschluss aufstellen zu müssen. Der Konzernabschluss der Oikos Holding International GmbH, wird beim Amtsgericht Hanau HRB 98283 hinterlegt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Ergebnisabführungsverträge Am 8. September 2022 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2022 ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Hanse Haus GmbH und der Muttergesellschaft Hanse Haus Holding II GmbH GmbH abgeschlossen.
Oberleichtersbach, 15. März 2024 Hanse Haus GmbH Marco Hammer Christian Garke Marcus D'Agostino Sonstige Berichtsbestandteile: Angaben zur Feststellung: Die Gesellschafterversammlung hat am 21. Mai 2024 den Jahresabschluss festgestellt. Der Jahresüberschuss der Gesellschaft zum 31.12.2023 weist eine Bilanzsumme von EUR 166.697.761,77 und einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von EUR 17.493.557,18 aus. Handelsrechtlicher Anlagenspiegel per 31.12.2023
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2023 der HANSE HAUS GmbH, Oberleichtersbach
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hanse Haus GmbH (vormals Hanse Haus GmbH & Co. KG), Oberleichtersbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hanse Haus GmbH, Oberleichtersbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hanse Haus GmbH, Oberleichtersbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. •
Frankfurt am Main, den 15. März 2024 Grant
Thornton AG
Fabian Kuhn, Wirtschaftsprüfer Maximilian Meyer zu Schwabedissen, Wirtschaftsprüfer |
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