NRG Senhall GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans-Jörg Sauerwein seit 7.7.2025 | Prokura |
Matthias Schultalbers seit 25.1.2024 | Prokura |
Florian Eheim seit 12.5.2023 | Prokura |
Georg Färber seit 25.2.2022 | Prokura |
Pierre Hübler seit 30.7.2021 | Prokura |
Wilfried Thies seit 12.10.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
FAIST Air Intake Systems GmbHAufgelöst | 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FAIST Anlagenbau GmbHKrumbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. Geschäftsverlauf Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Die Weltwirtschaft stabilisiert sich auf niedrigem Niveau - Risiken dominieren weiterhin und Divergenzen nehmen zu. Der Welthandel wächst sehr langsam. Der IWF erwartet, dass das Wachstum des Welthandels von 5,1 % im Jahr 2022 auf 0,9 % im Jahr 2023 zurückgeht, bevor es 2024 auf 3,5 % ansteigt. Trotz einiger geopolitischer Unsicherheiten und Handelskonflikte konnten viele Länder eine positive Entwicklung verzeichnen, unterstützt durch eine verbesserte globale Nachfrage und Investitionen in Schlüsselbereichen wie Technologie und erneuerbare Energien. Die Zusammenarbeit zwischen den Nationen wurde verstärkt, um gemeinsame wirtschaftliche Ziele zu erreichen und die Resilienz gegenüber zukünftigen Krisen zu stärken. Die FAIST Anlagenbau GmbH ist ein Unternehmen der FAIST Anlagenbau Gruppe, die mit ihren zwei Geschäftsbereichen, Power Systems und Acoustic Systems, als international tätiger Spezialanbieter im weltweiten Projektgeschäft mit umfassenden ingenieurtechnischen Lösungen und höchsten Kundenanforderungen agiert und eine marktführende Rolle einnimmt. Insgesamt konnte die FAIST Anlagenbau GmbH im abgelaufenen Geschäftsjahr die Betreuung und den Ausbau von OEM-Kundenbeziehungen weiter vorantreiben. Technischer Schallschutz für Maschinen und Anlagen, Akustische Messkabinen sowie Aeroakustische Windkanäle werden im Geschäftsbereich Acoustic Systems am Standort in Krumbach projektiert und teilweise gefertigt und an Kunden verschiedenster Industriebranchen weltweit verkauft und installiert. Der Geschäftsbereich Power ist mit seinen Produkten - Schalleinhausungen für die energieerzeugende Industrie sowie Air Intake Systeme für Gasturbinen - ebenfalls weltweit im Projektgeschäft tätig. Dieser Geschäftsbereich wird im Wesentlichen vom Standort Bremen gesteuert. Hohe Anerkennung findet bei den Kunden die besonders tiefgreifende eigene Wertschöpfung, beginnend mit der Entwicklung, Planung, Projektmanagement, Konstruktion, Fertigung, Lieferung und Montage vor Ort bis hin zum Service. Die FAIST Anlagenbau GmbH bewegt sich mit zwei Geschäftsbereichen im nationalen und internationalen Projektgeschäft in unterschiedlichen Märkten. International tätige Projektentwicklungsgesellschaften, Generalunternehmen, Institute und Universitäten, weltweit tätige Anlagenbauer sowie die produzierende Industrie gehören zu unseren Hauptkunden. Der weltweite Bedarf an stabiler Energieversorgung, die weiter voranschreitende Energiewende, der Wandel zur Elektrifizierung im Automotive Umfeld und die zunehmenden Bedeutung von Lärmschutz (Personen- und Umweltschutz) lassen auf ein weiterhin stabiles Marktumfeld für die Produktbereiche der FAIST Anlagenbau Gruppe schließen. Der Geschäftsbereich Acoustic Systems profitiert durch die aktive Bearbeitung bestehender und dem Aufbau neuer Marktsegmente sowie Margenoptimierung durch Premium-Positionierung. Die local content Anforderungen (China, USA) weiten sich weiter aus, und die politische Situation und Entwicklung in Osteuropa verunsichert die Investoren. Das Segment für Messräume und Windkanäle bewegt sich weiterhin auf niedrigem Niveau und ist stark umkämpft. Mit der in 2022 definierten Strategie Acoustic-Go sollen kurzfristig neue Kunden und Märkte erschlossen werden. Der weltweite Bedarf an Gasturbinen ist nach wie vor hoch, u.a. beflügelt durch die Möglichkeit, Wasserstoff anstatt herkömmliches Gas zu verwenden. Dadurch hat sich der Geschäftsbereich Power Systems an beiden deutschen Standorten sehr gut weiterentwickelt. Die Produktbereiche Air Intake Systeme und Enclosures konnten im Auftragseingang die Planwerte des Jahres 2023 jeweils deutlich übertreffen. Die Umsatzerlöse der FAIST Anlagenbau GmbH haben in 2023 den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte erreicht. Geschäftsentwicklung Operativ wurden in 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 101,9 Mio. € erzielt, die um 5,1 Mio. € über Plan und 24,0 Mio. € über dem Vorjahreswert lagen. Der Rohertrag stieg auf 27,0 Mio. €, was einer Verbesserung gegenüber Plan von 2,9 Mio. € und 6,9 Mio. € gegenüber 2022 entspricht. Die Rohertragsmarge lag mit 26,4% über dem Niveau des Vorjahres mit 25,7%. Auf Grund von Neueinstellungen erhöhte sich die Zahl der Beschäftigen von 185 zum 31.12.2022 auf 193 zum 31.12.2023. Damit einhergehend erhöhte sich der Personalaufwand gegenüber dem Vorjahr um knapp 1,6 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Mio. € gestiegen. Insgesamt wurde in Summe ein positives EBITDA von 5,9 Mio. € erzielt, das um 2,3 Mio. € über Plan liegt. Gegenüber dem Vorjahr verbesserte sich das EBITDA um 3,8 Mio. €. Nach dem sehr hohen Auftragseingang in 2022 verzeichneten wir in 2023 eine gegenüber dem Vorjahr etwas ruhigere Auftragseingangslage. Diese wurde bereits in der Budgeterstellung für 2024 reflektiert. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 lag der Auftragsbestand der FAIST Anlagenbau GmbH bei 76,8 Mio. € und damit um 15,7 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 92,5 Mio. €. Zum Stichtag 29.02.2024 beträgt der Auftragsbestand 90,5 Mio. € und damit 0,3 Mio. € mehr als im Vorjahr zur gleichen Zeit. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2024 erneut ein positives EBITDA in Höhe von 6,7 Mio. €. Produktion An der Optimierung der Produktionsanlagen wird unverändert gearbeitet und in Verbesserungsmaßnahmen zur Produktivitätssteigerung investiert. Zur Sicherung der Aufrechterhaltung der Produktion wurde in einen Zweistoffbrenner investiert, welcher in 2023 fertiggestellt wurde und uns bei eventuellen Gasmangellagen nun zur Verfügung steht. Die Lohnfertigung und Serviceaufträge konnten in 2023 auf Vorjahresniveau gehalten werden. Insgesamt war die Produktionsleistung u.a. durch Einsatz von Fremdpersonal und Zusatzschichten erneut höher als geplant. Die Produktion war daher im Jahr 2023 durchweg voll ausgelastet. Beschaffung Die eingeschlagene Strategie, Rohmaterial für die Produktion, Stahlbauten und Lüfter weltweit einzukaufen, wurde weiter intensiviert. Insbesondere der osteuropäische und asiatische Markt spielte beim Aufbau weiterer Lieferanten eine wichtige Rolle. Die Materialbeschaffung kann man gegenüber dem Vorjahr 2022 als entspannt bezeichnen. Der Materialeinsatz im Verhältnis zur Gesamtleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr auf 73,3% leicht reduziert (Vorjahr: 76,8%). Investitionen Zusammen mit unserer Muttergesellschaft FAIST Anlagenbau Holding GmbH & Co. KG haben wir in diesem Jahr Investitionen in einer Gesamthöhe von T€ 355 getätigt. Im Wesentlichen wurden Investitionen in den Zweitstoffbrenner für die Pulverbeschichtungsanlage und Hardware durchgeführt. Die Restverpflichtung aus Leasingverträgen betrug zum Ende des Geschäftsjahres T€ 840. Finanzierungsmaßnahmen Die Finanzierung der Investitionen in 2023 erfolgte durch den erwirtschafteten Cashflow. Für die Folgejahre sind weitreichende Investitionen in Maschinen, Anlagen und Gebäude geplant. Personal- und Sozialbereich Die Berufsausbildung im eigenen Haus ist nach wie vor ein wesentlicher Bestandteil unserer Firmenphilosophie und FAIST bietet des Weiteren duale Studiengänge in Kooperation mit Hochschulen an. Diese dualen Ausbildungsgänge führen in 6 Semestern zu Bachelorabschlüssen in verschiedenen Fachbereichen. Qualifizierte Facharbeiter können wir somit zum großen Teil aus dem eigenen Nachwuchs rekrutieren. Alle Mitarbeiter werden zudem fortlaufend in internen und externen Maßnahmen weitergebildet. FAIST Anlagenbau setzt zudem auf die betriebseigene Rente "FAIST Best Future". Diese besteht aus den Komponenten Direktversicherung und Lebensarbeitszeitkonto und trägt zur zusätzlichen Mitarbeiterbindung bei. Sonstige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von der sehr guten Auslastung des Unternehmens über das ganze Jahr hinweg. Das Unternehmen konnte das Jahr 2023 erneut mit einem positivem EBITDA und EAT abschließen. Negative Effekte, insbesondere in Folge des Ukrainekrieges, vermehrte geopolitischen Spannungen, wurden in der Verschiebungen von Kundenaufträgen erkennbar. Materialpreissteigerungen (Bleche und Profile, Elektrokomponenten) konnten nicht immer an den Kunden weiter belastet werden. Beide Geschäftsbereiche - Acoustic und Power - waren anders als im Vorjahr, im Jahr 2023 nicht mehr von weitreichenden Umsatzverschiebungen betroffen und konnten den geplanten Umsatz erreichen. Im Gesamtmarkt ergaben sich keine großen Veränderungen - der Wettbewerbsdruck bleibt weiterhin hoch. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 9.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 101.931 liegen um T€ 23.937 über dem Vorjahr von T€ 77.993. Der Umsatzanstieg ist vor allem auf das Wachstum im Bereich der Air Intake Systeme und Enclosures zurückzuführen. Der Bereich DIMUS hat dabei ebenfalls zu einem Umsatzanstieg beigetragen. Die Materialaufwandsquote lag entsprechend der definierten Strategie, den externen Zukauf zu forcieren, im Verhältnis zur Gesamtleistung mit 73,3% auf dem geplanten Niveau, jedoch unter dem Vorjahreswert von 76,8%. Der Personalaufwand ist im Vergleich zu 2022 um T€ 1.574 auf T€ 14.197 gestiegen. Ein Grund hierfür ist ein leichter Anstieg bei den Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr. Die Personalaufwandsquote ist jedoch von 15,1 % auf 14,7 % gesunken. In nahezu allen Unternehmensbereichen hat ein Aufbau zur Bewältigung des Umsatzanstieges stattgefunden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr von T€ 5.269 deutlich auf T€ 6.819. Mit dem Abklingen der Pandemie sind die Aufwendungen für Reisen und Bewirtungen angestiegen, auch in den Bereichen IT und Versicherungen waren gestiegene Aufwendungen zu verzeichnen. Gegenläufige Effekte gab es bei den Beratungsaufwendungen, Provisionen und dem Leasing. Das operative Betriebsergebnis, vor Zinsen und Steuern, war mit T€ 5.541 im Geschäftsjahr 2023 deutlich positiv, nach einem ebenfalls positiven Ergebnis von T€ 1.570 im Vorjahr. Das Finanzergebnis war mit T€ -1.805 um T€ 498 schlechter als in 2022 (Vorjahr: T€ -1.307). Die Aufwendungen für Factoring haben sich in 2023 durch gestiegene EURIBOR-Zinsen deutlich erhöht. Insgesamt ergibt sich für 2023 ein Jahresüberschuss von T€ 3.274 (Vorjahr: T€ 211). 9.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme reduziert sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 4.270 auf T€ 33.643 (Vorjahr T€ 37.913). Das Anlagevermögen verringert sich durch die über den Investitionen liegenden planmäßigen Abschreibungen von T€ 1.521 in 2022 auf T€ 1.375 in 2023. Zum Bilanzstichtag beträgt das Vorratsvermögen T€ 13.064 nach T€ 17.141 im Vorjahr. Der Abbau der Vorräte korrespondiert mit der guten Umsatzlegung zum Ende des Geschäftsjahres. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich trotz der gestiegenen Umsatzerlöse auf T€ 9.754 (Vorjahr: T€ 14.086) reduziert. Die flüssigen Mittel betragen zum Bilanzstichtag T€ 2.209 (Vorjahr: T€ 148). Die Passivseite der Bilanz zeigt eine Eigenkapitalquote von 19,4% (Vorjahr 8,6%). Die Erhöhung der Eigenkapitalquote ergab sich durch die deutliche Reduzierung der Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr sowie dem Jahresergebnis. Das positive Jahresergebnis in 2023 führte zu einer Erhöhung des Eigenkapitals auf T€ 6.526 (Vorjahr T€ 3.252). Die Sonstigen Rückstellungen liegen mit T€ 8.073 in 2023 leicht über dem Vorjahr mit T€ 7.231. Die Rückstellung für fehlenden Aufwand in unseren Projekten von T€ 5.596 in 2022 erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf T€ 5.936. Die Rückstellungen für ausstehende Personalangelegenheiten (Urlaub, Gleitzeit, Tantiemen) liegen zum Bilanzstichtag bei T€ 1.109 (Vorjahr T€ 1.054). An übrigen sonstigen Rückstellungen wurden insgesamt T€ 990 (Vorjahr T€ 581) gebildet, womit ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen ist. Dieser ist im Wesentlichen bedingt durch zurückgestellte Sonderzahlungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag T€ 148 (Vorjahr T€ 2.680). Der Stand an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 4.844 liegt deutlich unter dem Vorjahr, T€ 13.887. 9.3. Finanzlage Die Kapitalflussrechnung zeigt folgende Entwicklung zum 31.12.2023
Zur Sicherstellung der Liquidität für die Projekttätigkeit nutzte die Gesellschaft bis Jahresende Rahmenkreditvereinbarungen und Avallinien mit mehreren Kreditinstituten. Am 20.12.2023 wurde ein neuer Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit von 3 Jahren und einer Verlängerungsoption um weitere 2 Jahre unterzeichnet. Dieser Konsortialkreditvertrag bildet nun die Grundlage, das geplante Wachstum in den kommenden Jahren umzusetzen. Der neue Finanzierungsvertrag bietet darüber hinaus die Möglichkeit, Factoring-Maßnahmen zu nutzen um die im Projektgeschäft langen Zahlungsziele entsprechend auszugleichen. Die Kreditmittelsteuerung für die gesamte Gruppe wird weiterhin zentral über die FAIST Anlagenbau GmbH vorgenommen, um bedarfsgerechte Finanzierungsmöglichkeiten jederzeit für das operative Projektgeschäft zur Verfügung stellen zu können. Die FAIST Anlagenbau GmbH konnte jederzeit allen Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Die Gesellschaft verfügt per 31.12.2023 über eine Kontokorrentlinie in Höhe von T€ 6.250. Die gewährten Kontokorrentlinien haben grundsätzlich eine Laufzeit bis zum 19.12.2026. B. Voraussichtliche Entwicklung mit den wesentlichen Risiken und Chancen 1. Risikobericht Als global tätige, mittelständische Unternehmensgruppe ist der FAIST Anlagenbau Konzern im Rahmen der Geschäftstätigkeit mit möglichen Risiken konfrontiert. Grundsätzlich werden unternehmerische Risiken nur dann bewusst eingegangen, wenn gute Chancen zur Weiterentwicklung und Wertsteigerung der Unternehmensgruppe bestehen und das damit verbundene Risiko in seinen Auswirkungen beherrschbar bleibt. Die aus unserer Sicht wichtigsten Risikofelder, die im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit berührt werden, stellen sich wie folgt dar: Unternehmensrisiko Risiken, die den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährden könnten oder geeignet wären, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich und nachhaltig zu beeinträchtigen, sind nach dem erfolgreichen Abschluss der Restrukturierungsmaßnahmen in 2023 sowie der Unterzeichnung des neuen Konsortialkreditvertrages unter Ausweitung des bestehenden Finanzierungsrahmens derzeit nicht erkennbar. Risiken aus der Betriebstätigkeit Mögliche Betriebs- und Produktionsausfälle sind durch entsprechende Versicherungsverträge wirtschaftlich sinnvoll abgedeckt. Mögliche Forderungsausfälle sind ebenfalls in sinnvoller Höhe durch Warenkreditversicherungen abgesichert. Risiken aus dem Projektgeschäft Durch die weltweite Tätigkeit des FAIST Anlagenbau Konzerns und die Umsetzung von Großprojekten besteht ein grundsätzliches Risiko bezüglich der politischen Entwicklung einzelner Absatzländer. Instabile politische Lagen können die Bearbeitung einzelner Großprojekte verzögern oder aufhalten. Hierbei sind insbesondere Nordafrika, der Nahe Osten und China zu nennen. Die jeweiligen Sanktionen zwischen der EU, den USA, Russland und China müssen beobachtet werden. Der andauernde Krieg in der Ukraine hat aktuell auf die Lieferketten keinerlei Auswirkungen. Grundsätzlich besteht das Risiko, dass unerwartete Mehrkosten im Rahmen der Beschaffung oder Projektabwicklung nicht im gleichen Umfang an die Kunden weitergegeben werden können. Materialgleitklauseln konnten in unseren Verträgen teilweise erfolgreich etabliert werden. Durch standardisierte Produkte und Prozesse können insbesondere die Risiken aus der Abwicklung vorgebeugt werden. Technischen oder logistischen Problemen bei Großprojekten beugen wir durch ein engmaschiges Lieferanten-Monitoring und regelmäßige Projekt-Reviews vor. Es bestehen zudem Risiken bei der Abwicklung von Großprojekten hinsichtlich Vertragsstrafen der OEM-Kunden, steuerliche Risiken, allgemeine Abwicklungsrisiken im Projektmanagement und dem Einsatz neuer IT- und CAD-Systeme. Produktions- und Beschaffungsrisiken Im Produktionsbereich haben wir die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ausfalls unserer Anlagen durch kontinuierliche, auch präventive, Instandhaltung, Brandschutz- und andere Vorsorgemaßnahmen weitestgehend reduziert. Für Großschäden und Betriebsunterbrechungen sind entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die Unternehmensgruppe bedient sich bei der Beschaffung der benötigten Materialien einer Vielzahl von Lieferanten. Bei der Lieferantenauswahl wird im Hinblick auf Beschaffungsrisiken neben der Lieferqualität und Liefertreue auch die Marktstellung und wirtschaftliche Position des Lieferanten mit bewertet. Bei den Materialien, die das überwiegende Gros des Einkaufsvolumens stellen, ist die Anzahl der Lieferanten am Markt begrenzt, da unterschiedliche Verfahrenstechniken bei der Herstellung der benötigten Ausgangsprodukte zur Anwendung kommen. Daraus folgt, dass einige Lieferanten eine sehr große Bedeutung in Bezug auf Beschaffungssicherheit und Produktion haben. Es besteht zwar keine vollständige Abhängigkeit von einem Hauptlieferanten und im Eskalationsfall kann auf andere Lieferanten ausgewichen werden, dennoch können bei wichtigen Rohmaterialien und Komponenten Lieferverzögerungen, Lieferausfälle, Qualitätsmängel oder andere nicht beeinflussbare Ereignisse vorübergehend zu Produktionsstörungen führen und die Ertragslage negativ beeinflussen. Hinzu kommen Auswirkungen infolge der diversen Sanktionsvorgehen und des Krieges in der Ukraine. Informationstechnische Risiken Durch verschiedene Maßnahmen in Bezug auf Anwendungen, Organisation, Systeme, Netzwerke und Mitarbeiter schützt sich der Konzern gegen einen unberechtigten Datenzugriff oder Datenmissbrauch durch Dritte. Zum Schutz der Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität kommen technische Schutzmaßnahmen zum Einsatz, z. B. Firewall-Systeme, Virenscanner sowie Zugangs- und Zugriffskontrollen auf Anwendungs- und Betriebssystem-Ebene. Finanztechnische Risiken Die Unterzeichnung des neuen Konsortialkreditvertrages am 20.12.2023 sichert nun das geplante Wachstum der nächsten Jahre ab. Durch die vereinbarten Betriebsmittellinien im Rahmen des Konsortialkreditvertrages wird die Liquidität sichergestellt. Liquide Mittel werden auf Basis einer 13 Wochen- und 6 Monats-Cash-Flow-Planung disponiert und die Kreditlinien gesteuert. Mit Lieferanten werden, soweit möglich, Rahmenverträge mit langfristigen Preisbindungen vereinbart. Währungsrisiken werden durch derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften gesichert. Rechtliche und steuerrechtliche Risiken Es sind keine wesentlichen rechtlichen oder steuerlichen Risiken erkennbar, die nicht im Rahmen von bilanzieller Vorsorge abgedeckt sind. Das Risiko des Untergangs des gewerbesteuerlichen und körperschaftsteuerlichen Verlustvortrags durch den Gesellschafterwechsel wurde durch zwei unabhängige Steuerexperten geprüft. Nach deren Einschätzung bestehen die steuerlichen Verlustvorträge trotz Gesellschafterwechsel Ende 2020 weiterhin und können mit dem zukünftigen zu versteuernden Einkommen verrechnet werden. Aus der im Geschäftsjahr 2023 durch die Finanzverwaltung begonnene Betriebsprüfung ergeben sich ebenfalls keine Hinweise, dass die bestehenden Verlustvorträge gefährdet wären. Drohende Steuernachzahlungen auf Grund möglicher Feststellungen wurden unter den Steuerrückstellungen berücksichtigt. Arbeitsmarktrisiken Risiken bestehen im Verlust von Schlüsselpersonal, das momentan am Arbeitsmarkt nur schwer zu gewinnen ist, sowie in Qualifikationsdefiziten von Mitarbeitern. Diesen Faktoren begegnen wir mit kontinuierlichen Schulungen, Weiterqualifizierungen von Mitarbeitern zu Führungskräften, einem attraktiven und flexiblen Arbeitsumfeld und der Stärkung der eigenen Ausbildung. Risiken China Politik China führt verstärkt eine Abschottungspolitik samt Protektionismus fort. Unsere Großkunden schränken vermehrt die Beschaffung aus China für internationale Projekte ein, u.a. aus politischen oder Sanktionsgründen. FAIST hat schon frühzeitig eine Lieferantenentwicklung außerhalb Chinas verstärkt und umgesetzt. Risiken Russland-Ukraine Konflikt Die Auswirkungen des seit Ende Februar 2022 anhaltenden Russland-Ukraine Konflikts lassen sich weiterhin sehr schwer einschätzen. Im Auftragsbestand befindet sich ein Auftrag für die Wirtschaftsregion Russland. Wir gehen davon aus, dass der Auftrag durch unsere Kunden Siemens in 2024 in andere Projekte überführt wird. Über die oben genannten Risiken hinaus sind gegenwärtig keine sonstigen Risiken bekannt oder erkennbar. 2. Prognose und Chancenbericht Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Zukunft der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2024 in seinem aktuellen Word Economic Outlook (WEO) vom Januar 2024 negativer als noch im letzten Gutachten aus dem Oktober 2023. Demnach könnte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr um 0,5 Prozent wachsen. Im Oktober hatte der IWF für 2024 ein Wachsen der Wirtschaftsleistung um 0,9 Prozent vorausgesagt und die aktuelle Prognose damit um 0,4 Prozentpunkte nach unten revidiert. Deutschland bleibt auch mit dieser neuen Prognose weiterhin das Schlusslicht in der Reihe der stärksten Volkswirtschaften der Welt. Deutschland leide als Exportnation laut IWF stärker unter dem insgesamt schwachen Welthandel als andere Länder. Zudem habe die Industrie mit den hohen Energiepreisen zu kämpfen. Beide Faktoren sorgen dem IWF zufolge für ein schwaches Wachstum der Wirtschaftsleistung gegenüber dem vorangegangenen Jahr. Die weltweite Wirtschaftsleistung sieht der IWF leicht im Aufwind - die aktuelle Prognose liegt um 0,2 Prozentpunkte höher als im World Economic Outlook (WEO) vom Oktober 2023. Laut IWF liegt die Widerstandsfähigkeit der Vereinigten Staaten und mehrerer großer Schwellen- und Entwicklungsländer über den Erwartungen der Experten. Auch die öffentlichen Finanzen vieler Länder hätten sich stabiler als angenommen erwiesen. Im Geschäftsbereich Power Systems sind die Kundenanfragen wiederum sehr hoch und der aktuelle Auftragsbestand in diesem Bereich ist deutlich über der Planung. Einschränkung bei der internen und externen Kapazität bremsen derzeit ein weiteres Wachstum in diesem Geschäftsfeld. Wegen des hohen Auftragsbestands und der guten Nachfrage im Vertrieb sieht die FAIST Anlagenbau GmbH weiterhin gute Chancen für die Auftragsentwicklung insgesamt. Wir verfügen über wesentliche Kompetenzen in allen Produktbereichen und betätigen uns in den unterschiedlichsten Industriezweigen. Trotz des guten Auftragsbestands der FAIST Anlagenbau GmbH Anfang 2024 lassen die im Risikobericht dargestellten Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Lage zum heutigen Zeitpunkt keine abschließende Beurteilung der Geschäftsentwicklung der FAIST Anlagenbau GmbH für 2024 zu. Der weitere Ausbau des Servicegeschäfts sowie die bereits erfolgreich eingeleitete Zunahme an Lohnfertigung lassen hier ebenfalls einen positiven Ausblick zu. Zur weiteren Entwicklung des Unternehmens wird die Acoustic Strategie weiter vorangetrieben. Darüber hinaus werden die definierten Maßnahmen im Rahmen des Programmes Faist Fit For Future in 2024 umgesetzt und das ermittelte Wachstumspotential mit bestehenden Produkten und neuen Märkten weiter ausgearbeitet. Entsprechend unserer Planung erwarten wir trotz einer labilen gesamtwirtschaftlichen Lage ein deutlich positives EBITDA in Höhe von 6,6 Mio. € für 2024. C. Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB 1. Forschung und Entwicklung Hinsichtlich der Weiterentwicklung unserer akustisch wirksamen Produktpalette kooperieren wir weiterhin erfolgreich mit einem wissenschaftlichen Institut für Bauphysik. Der bestehende Know-how-Vertrag wird dabei regelmäßig um neue, für unser Geschäftsfeld interessante Gebiete erweitert. Zur Forcierung der Entwicklung von alternativen Filtersystemen führen wir in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten entsprechende Entwicklungsmaßnahmen und Testreihen durch. 2. Organisation Vertrieb Die Bearbeitung des Weltmarktes haben wir branchenbezogen über verschiedene Vertriebskooperationen organisiert.
Krumbach, den 20. März 2024 gez. Wilfried Thies BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023FAIST ANLAGENBAU GMBH, KRUMBACHAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Bilanzierungsgrundsätze Die Gesellschaft ist als große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB einzustufen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurden grundsätzlich im Anhang vorgenommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind mit den, um planmäßige Abschreibungen verminderten, Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei immateriellen Vermögensgegenständen werden die Abschreibungen linear und zeitanteilig ermittelt. Bei den Sachanlagen erfolgen die Abschreibungen ebenfalls nach der linearen Methode und zeitanteilig. Selbständig nutzbare Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwar 250 Euro, aber nicht 1.000 Euro übersteigen, werden je Wirtschaftsjahr in einen Sammelposten aufgenommen, der ab dem Jahr der Anschaffung oder Herstellung gleichmäßig mit jeweils 1/5 der Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgeschrieben wird. Vermögensgegenstände werden sofort abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- und Herstellungskosten höchstens 250 Euro betragen. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. In den Herstellungskosten für fertige und unfertige Erzeugnisse wurden angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, der allgemeinen Verwaltung sowie des Wertverzehrs des Anlagevermögens, sofern er durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Zur Sicherstellung der Einhaltung des Niederstwertprinzips wurden Reichweitenabschläge auf die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe vorgenommen. Die erhaltenen Abschlagszahlungen auf Bestellungen in Höhe von T€ 4.243 (Vorjahr T€ 7.707) wurden von den Vorräten gem. § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Die übrigen Kundenforderungen werden wegen des Ausfallwagnisses, des Zinsverlustes, des Skontoabzugs und der Kosten der Beitreibung der Außenstände um 1,5 v.H. für inländische Forderungen und 2,5 v.H. für ausländische Forderungen ihres Nettobetrages wertberichtigt. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert. Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach der projected unit credit Methode (PUC) auf der Grundlage eines Rechnungszinssatzes im 10-Jahres-Durchschnitt von 1,82 v.H. und der Sterbetafeln von Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018 G). Als Rententrend wurden 1,75 v.H. angesetzt. Zum Rechnungszinssatz des 7-Jahres-Durchschnitts von 1,74 v.H. ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von € 7.112,00. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. In Fremdwährung eingegangene Verbindlichkeiten werden mit dem Geldkurs im Zeitpunkt der Entstehung umgerechnet. Auf Fremdwährung lautende Forderungen werden mit dem Briefkurs im Zeitpunkt der Entstehung umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden die Fremdwährungsposten mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei der Bewertung am Bilanzstichtag wird das Niederstwertprinzip beachtet, sofern die Restlaufzeit der Forderungen bzw. Verbindlichkeiten mehr als ein Jahr beträgt. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst. III. Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2023 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist ausgehend von den historischen Anschaffungskosten dargestellt. 2. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche in der Bilanz ausgewiesene Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. 3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen In der Position "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" sind Forderungen in Höhe von € 1.164.514,44 (Vorjahr € 1.229.949,44) gegen die Gesellschafterin, die FAIST Anlagenbau Holding GmbH & Co. KG, Forderungen in Höhe von € 2.821.093,05 (Vorjahr € 2.319.434,41) gegen die FAIST Trading (Beijing) Company Ltd., China sowie gegen die NRG FAIST Corporation Inc., USA € 738.755,38 (Vorjahr € 0,00) enthalten. 4. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt € 31.82300. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
Rückstellungen für Arbeitszeitkonten mit einem Erfüllungsbetrag von €°573.932,68 wurden mit dem zuzuordnenden Deckungsvermögen verrechnet. Der Zeitwert und die gleichzeitig fortgeführten Anschaffungskosten dieses Deckungsvermögens betrugen für die Rückdeckung € 573.932,68. Die Bewertung zum Zeitwert erfolgte gemäß den Mitteilungen der jeweiligen Versicherungsinstitute nach der Methode market-to-market. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:
7. Latente Steuern Auf passive und aktive latente Steuern wurde das Saldierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB angewandt. Es ergeben sich keine passiven latenten Steuern. Aktive latente Steuern ergeben sich aus den Posten "Pensionsrückstellungen", "Urlaubsrückstellungen" und aus steuerlichen Verlustvorträgen. Der für die Bewertung herangezogene unternehmensindividuelle Steuersatz beträgt 27,55%. Vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 HGB wurde kein Gebrauch gemacht. 8. Haftungsverhältnisse
Die Haftungsverhältnisse resultieren aus der gesamtschuldnerischen Haftung für Kreditverbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen. Das Risiko einer Inanspruchnahme ist aufgrund der bestehenden Finanzierung der verbundenen Unternehmen als gering zu bewerten. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft betreibt ihr Unternehmen in gepachteten Räumen. Die Verpflichtungen aus derzeit laufenden Miet- und Leasingverträgen betragen:
10. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Teile der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden im Rahmen des Factorings veräußert und mit den erhaltenen Kaufpreisverbindlichkeiten getilgt. Die Gesellschaft trägt damit kein Ausfallrisiko aus diesen Forderungen mehr und verfügt schneller über die liquiden Mittel. Zum Bilanzstichtag haben die verkauften Forderungen eine Höhe von € 9.695.354,55. In der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen für Factoring in Höhe von € 1.089.518,27 (Vorjahr € 373.627,85) enthalten. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 1. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 101.931 (Vorjahr T€ 77.993) gliedern sich folgendermaßen nach geographisch bestimmten Märkten:
2. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Der Posten "sonstige betriebliche Erträge" umfasst periodenfremde Erträge, die nicht von untergeordneter Bedeutung sind und sich wie folgt zusammensetzen:
Periodenfremde Aufwendungen, die nicht von untergeordneter Bedeutung sind in 2023 nicht angefallen. 3. Aufzinsung von Rückstellungen In der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von € 8.347,00 (Vorjahr € 7.906,00) enthalten. V. Sonstige Angaben 1. Anzahl der Arbeitnehmer Im Durchschnitt waren während des Wirtschaftsjahres beschäftigt:
2. Honorar des Abschlussprüfers Das gesamte Honorar des Abschlussprüfers beläuft sich für das Geschäftsjahr auf T€ 23 für Abschlussprüfungsleistungen. 3. Angaben zu Geschäftsführungsorganen Im Berichtsjahr waren zu Geschäftsführern bestellt:
Auf die Angabe der Organbezüge wurde unter Bezugnahme auf § 286 HGB verzichtet. 4. Anteilsbesitz Angaben zu Beteiligungen i.S.d. § 285 Nr. 11 HGB:
5. Angaben zu Mutterunternehmen Die NRG Senhall GmbH mit Sitz in Krumbach stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. 6. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ereignet. 7. Vorschlag zur Verwendung des ErgebnissesDer Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von € 3.274.045,38 auf neue Rechnung vorzutragen.
Krumbach, den 20. März 2024 gez. Wilfried Thies, Geschäftsführer
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die FAIST Anlagenbau GmbH, Krumbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der FAIST Anlagenbau GmbH, Krumbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FAIST Anlagenbau GmbH, Krumbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Beirats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 19. April 2024 Schneider
+ Partner GmbH
Christian Seeberg, Wirtschaftsprüfer Metka Jasper, Wirtschaftsprüferin Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 23.05.2024 festgestellt |
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