boomcast media UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseHörfunkveranstalter und Verbreitung von Audioinhalten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Robert Haberland seit 14.9.2023 | Geschäftsführer |
Tilo Schelsky seit 11.2.2021 | Geschäftsführer |
Ingolf Heimann seit 19.3.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
REGIO Print-Vertrieb GmbHCottbusJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016LageberichtI. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die REGIO Print-Vertrieb GmbH ist der private Briefdienst im südlichen Brandenburg und im nördlichen Sachsen (Lausitz). Die Gesellschaft betreibt ein ausgedehntes Briefkastennetz bzw. holt die Post von Großkunden ab. In den verschiedenen regionalen Briefzentren wird die Post sortiert und frankiert. Die sortierte Post wird an Zusteller der Muttergesellschaft LR Logistik GmbH zur Verteilung im Eigengebiet (Erscheinungsraum der Tageszeitung Lausitzer Rundschau) gegeben. Überregionale Post außerhalb des Eigengebiets wird durch Kooperationspartner (andere private Briefdienste) bzw. die Deutsche Post zugestellt. Zugestellt werden einfache Standardbriefe, personalisierte Post bis hin zu Paketen. Mit der LR Logistik GmbH, den Kooperationspartnern (anderen Verlagen und privaten Briefdiensten) und der Deutschen Post wird über Serviceverträge zusammengearbeitet. 2. Allgemeine Anmerkungen Aufgrund der besonderen Einbindung des Geschäftsmodells der REGIO Print-Vertrieb GmbH in die logistischen Abläufe der Zustellung der Tageszeitung Lausitzer Rundschau, ist das Briefgeschäft stark abhängig vom Tageszeitungsgeschäft. Aus diesem Grunde werden Teile der Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen aus dem Lagebericht der Teilkonzernmutter LR Medienverlag und Druckerei GmbH übernommen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Lage in Deutschland ist stabil auf hohem Niveau. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Dezember 2016 zum dritten Mal in Folge auf nun 111 Punkte gestiegen.[1] Seit Oktober 2016 trüben sich jedoch die Erwartungen merklich ein, so sanken diese per Januar 2017 um 2,8 Indexpunkte auf nun 103,2.[2] Die deutsche Wirtschaft startet damit weniger zuversichtlich ins neue Jahr.[3] Das Konsumklima ist allerdings nach wie vor sehr gut. Laut GfK-Konsumprognose legt die ohnehin schon gute Konsumstimmung noch einmal auf breiter Front zu. Im Sog besserer Einkommensaussichten legt die Anschaffungsneigung im Januar spürbar zu. Die Konsumenten sehen die deutsche Wirtschaft auch weiterhin auf einem soliden Wachstumskurs. Damit trotzen sie nach wie vor dem Gegenwind, den die Verunsicherung über den künftigen Kurs des neuen US-Präsidenten und den Brexit ausgelöst hat.[4] Nach deutlichen Zuwächsen zum Jahresende 2016 legt die Einkommenserwartung zu Jahresbeginn mit einem moderaten Zuwachs nach. Aufgrund einer ausgezeichneten Beschäftigungsentwicklung besteht ein beträchtlicher Spielraum für Einkommenszuwächse bei den Arbeitnehmern. Aufgrund der zuletzt gestiegenen Inflation in Deutschland droht jedoch verstärkt Gegenwind für die realen Einkommen. So ist - durch höhere Energie- und Nahrungsmittelpreise - im Dezember 2016 die Inflation auf 1,7% hochgeschnellt.[5] Dennoch konnten die Zeitungen nicht entsprechend davon profitieren, so attestiert die IVW keine Trendwende, aber auch keine Beschleunigung des Auflagenrückgangs in der aktuellen Auflagenbilanz für das 4. Quartal 2016.[6] Die Tageszeitungen einschließlich der Sonntagsausgaben und Sonntagszeitungen verkauften im 4. Quartal 2016 durchschnittlich pro Erscheinungstag 16,95 Mio. Exemplare und damit 7,27 % weniger als im Vorjahr (4/2015: 18,28 Mio. Stück). Weiter wachsenden Zuspruch erfreuen sich die digitalen Ausgaben der Tageszeitungen. Ihr Anteil am Gesamtergebnis übersteigt im 4. Quartal 2016 mit täglich 1.000.147 verkauften ePaper-Exemplaren erstmals die Millionenmarke und legt dabei um knapp ein Fünftel gegenüber dem Vorjahr zu (4/2015: 0,85 Mio. verkaufte elektronische Ausgaben der Tagespresse).[7] Dennoch bewegen sich die Reichweiten der deutschen Tageszeitungen auf nach wie vor sehr hohem Niveau. So liegt die Reichweite der Tageszeitungen 2016 (gedruckt, digital) bei 86,3%, was bedeutet, dass gut 60,1 Mio. Deutsche über 14 Jahre täglich das Angebot der Zeitungen nutzen.[8] Allein über die gedruckte Ausgabe erreichen die Zeitungen 43,4 Millionen Menschen (Leser pro Ausgabe). Die digitalen Zeitungsangebote werden von 39,8 Millionen Lesern genutzt (Nutzer pro Monat). Mit der Nettoreichweite aus Print und Digital gewinnen die Zeitungen gegenüber der reinen Printreichweite 24 Prozentpunkte. Das sind monatlich 16,7 Millionen zusätzliche Zeitungsnutzer.[9] Mit einem Plus von 130% gegenüber der reinen Printreichweite ist der Zugewinn bei den jungen Lesern unter 30 Jahren am größten. 90% der 14- bis 29-Jährigen nutzen regelmäßig die gedruckten und digitalen Zeitungsangebote. Bei den 30- bis 49-Jährigen liegt die Zeitungsnutzung auf ähnlich hohem Niveau (88,9%). Unterschiede gibt es nur im bevorzugten Kanal: Während die Jüngeren am liebsten über Rechner oder Smartphone auf die Zeitungsangebote zugreifen, ist die gedruckte Ausgabe nach wie vor der Favorit der über 50-Jährigen.[10] Der prozentuale Verlust der verkauften Auflage (Print) der LAUSITZER RUNDSCHAU betrug im Gesamtjahr 2016 -4,9% zum Vorjahr. Der Auflagenverlust folgte somit dem Trend der Gesamtbranche. Die LAUSITZER RUNDSCHAU liegt mit diesen Auflagenrückgängen im Mittelfeld, sowohl in Ostdeutschland als auch im gesamten Bundesgebiet. Die Vertriebserlöse 2016 konnten trotz einer Preiserhöhung im Abonnement (+3,8% in den Brandenburger Ausgaben, +6,6% Ausgabe Hoyerswerda) und stabilen EV-Preisen gegenüber dem Vorjahr nicht ganz stabil gehalten werden (-0,8%). Von der positiven Entwicklung der e-Paper-Vermarktung konnte die LAUSITZER RUNDSCHAU - wenn auch nur auf einem absolut niedrigem Niveau - ebenfalls profitieren. So konnten die Vertriebserlöse hier um 26% ggü. dem Vorjahreszeitraum gesteigert werden. Wie in den Vorjahren folgte auch der Werbeumsatz der LAUSITZER RUNDSCHAU 2016 den negativen Branchentrends in diesem Bereich. So verlor die Tageszeitung hier insgesamt 7,5% zum Vorjahr. So sind Großformen des Handels und überregionale Marken- und Imagewerbung in der LR rückläufig, aber auch regionale Key-Accounts (z.B. Sparkassen, Vattenfall) haben ihr Werbebudget in der Zeitung reduziert bzw. vollständig zurückgefahren. Ein weiterer wesentlicher Aspekt war die Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes 2015. Aufgrund der enormen Kostensteigerungen für die Zustellung in der Fläche wurde die reine Resthaushaltsabdeckung für Werbeprospekte in der Tageszeitung eingestellt und auf andere Angebotsformen innerhalb des Medienhauses LAUSITZER RUNDSCHAU umgestellt. So wurde beispielsweise das neue Anzeigenblattprodukt "LR TIPPS" am Mittwoch lanciert. Durch diese Erweiterung des Produktangebots in Kombination mit dem bereits bestehenden Wochenendprodukt LAUSITZER WOCHE konnten bisherige RHH-Umsätze in die Anzeigenblattaktivitäten des Medienhauses übergeleitet und wettbewerbsfähige Strukturen geschaffen werden. Der regionale Arbeitsmarkt in Südbrandenburg entwickelte sich auch in 2016 positiv. Die Arbeitslosenzahlen in Brandenburg sind seit Jahren rückläufig. Per Dezember 2016 liegt die durchschnittliche Arbeitslosenquote bei 7,5% (-0,8 Prozentpunkte ggü. VJ).[11] Im Verbreitungsgebiet der Lausitzer Rundschau liegen die durchschnittlichen Erwerbslosenquoten 2016 lt. Statistik der Bundesagentur für Arbeit zwischen 5,1% (Dahme-Spreewald) und 10,3% (Oberspreewald-Lausitz).[12] Auch hier zeigt sich im Vorjahresvergleich eine spürbare Verbesserung. Im Gebiet der auflagenstärksten Ausgabe Cottbus wurde eine Erwerbslosenquote von 8,7% für 2016 (-1,0 Prozentpunkte ggü. VJ) durch die Arbeitsagentur gemeldet. Im Kammerbezirk Südbrandenburg wird sich bis zum Jahr 2040 die Bevölkerungszahl um 103.000 auf insgesamt 496.000 verringern. Diese künftige Bevölkerungsentwicklung hat starke Auswirkungen auf das perspektivische Erwerbspotential in der Region, so wird sich die Zahl der erwerbstätigen Personen um 119.000 reduzieren.[13] Für 54% der in der Konjunkturumfrage Herbst 2016 befragten Unternehmen ist der zunehmende Fachkräftemangel das konjunkturelle Hauptrisiko. Seit Herbst 2012 hat sich dieser Anteil um 22% erhöht.[14] Die Südbrandenburger Wirtschaft ist in sehr guter Verfassung. So hat sich der Industrieumsatz im Zeitraum Januar bis Juni 2016 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,2% auf insgesamt 2,5 Mrd. € erhöht. Der Ausfuhrumsatz hat sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,5 % auf 467 Mio. € erhöht.[15] Auch das Südbrandenburgische Bauhauptgewerbe konnte im ersten Halbjahr 2016 ein Wachstum erzielen (+3,2 % auf 295 Mio. €).[16] Nach wie vor sehr positiv verläuft auch die Entwicklung im Tourismus. So stieg die Zahl der Übernachtungen im Kammerbezirk Südbrandenburg um 9,4% zum Vorjahr.[17] 2. Geschäftsverlauf und Lage a) Umsatz- und Auftragsentwicklung Die Erlöse aus dem Postgeschäft erreichten im Geschäftsjahr 2016 13,6 Mio. €. Sie liegen damit bei leicht angestiegenen Sendungsmengen (+0,6 Mio. Sendungen) um rd. +0,4 Mio. € preisbedingt über dem Vorjahr. Verantwortlich für diese Entwicklung sind eine Preisanpassung angelehnt an die Preisentwicklung der DPAG sowie intensive Bearbeitung von Ausschreibungen, insbesondere der öffentlich-rechtlichen Bedarfsträger. Hier ist die REGIO Print-Vertrieb GmbH als preiswerte regionale Zustellalternative und verlässlicher Geschäftspartner gut etabliert. Die Briefprodukte der REGIO Print-Vertrieb GmbH sind weitgehend mit denen der Deutschen Post vergleichbar, jedoch insbesondere nach den jüngsten Preisanpassungen der DPAG, nach wie vor preiswerter. Der Wettbewerb im Postmarkt ist nach wie vor bei vergleichbaren Leistungsmerkmalen sehr preisintensiv. Hauptwettbewerber ist nach wie vor die DPAG. b) Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Dem realisierten Gesamtumsatz des Geschäftsjahres 2016 von insgesamt 13,6 Mio. € standen mit 12,9 Mio. € etwas gestiegene Aufwendungen vor Abschreibungen gegenüber. Die höheren Kosten resultieren im Wesentlichen aus mengenbedingt gestiegenen Frachtkosten und Zustellerlöhnen sowie mengenbedingt höheren Abrechnungen von Partnerbriefdiensten aus der nationalen Zustellung. Die Gesellschaft erreichte in 2016 ein Ergebnis vor Steuern von 0,5 Mio. €, welches somit stabil auf Vorjahresniveau lag. Die Bilanzsumme beträgt 3,5 Mio. € und damit nahezu analog zum Vorjahr. Eine leichte Reduzierung der Aktivseite der Bilanz resultiert im Wesentlichen aus einer Verringerung der Forderungen aus Lieferung und Leistung gegen verbundene Unternehmen und einem verringerten Anlagevermögen, welches aus einer Verschiebung einer Investition in neue Sortiertechnik begründet ist. Passivseitig sind die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung, vorrangig gegenüber Dritten reduziert. Der Eigenkapitalbestand ist aufgrund der leicht besseren Ergebnisentwicklung etwas gestiegen. So wird in 2016 ein Eigenkapital von 1,9 Mio. € ausgewiesen. Das benötigte Kapital wurde aus dem Cashflow realisiert. Verbindlichkeiten gegenüber Banken bestehen nicht. Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling ihrer Muttergesellschaft einbezogen. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der geringeren Bilanzsumme und des leicht gestiegenen Eigenkapitals von 52,8% auf 53,9% etwas verbessert. Bei einem Umsatz von 13,6 Mio. € wurde bei einem Betriebsergebnis von knapp 0,5 Mio. € eine Umsatzrendite von 3,6% erreicht. Somit war auch im Geschäftsjahr 2016 die Finanzierung der Gesellschaft aus eigener Kraft gesichert. Die in der Vorperiode berichteten Prognosen sind etwas übertroffen worden. Die Umsätze überschritten die Planungen um +4%, das geplante Betriebsergebnis wurde trotz der erwähnten Kostensteigerungen, vorrangig aus dem Bereich Zustellung, leicht überschritten. Die wirtschaftliche Gesamtsituation der Gesellschaft ist somit auch 2016 stabil. c) Investitionen Die operativen Investitionen betrugen per 31.12.2016 lediglich 24 T€. Diese Investitionen flossen im Wesentlichen in Lizenzen für die Softwarelösung "ProMail", einen neuen Produktionsleitstand und diverse kleinere Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie geringwertige Wirtschaftsgüter. Die geplante Großinvestition in einen neuen Sorter wurde in das Folgejahr verschoben. In 2017 ist zudem eine Erweiterung des Briefzentrum Cottbus vorgesehen. Die Produktionsanlagen zum Sortieren und Frankieren der Briefsendungen, sowie der Fuhrpark (geleast) befinden sich in technisch gutem Zustand. Aufgrund der Anforderungen des Marktes werden 2017 Softwareaktualisierungen und Verbesserungen an der Kamera- bzw. Lesetechnik der Bestandsanlagen vorgenommen. 3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren a) Innovationstätigkeit Größere Innovationen sind nicht zu verzeichnen. Durch die Beteiligung an öffentlichen Ausschreibungen wird u.a. durch leichte Preissteigerungen eine leichte Verbesserung des Geschäftes weiter angestrebt. Ausweitungen des Geschäfts sind aufgrund der geographischen Abgrenzung zu benachbarten kooperierenden Briefdiensten nur bedingt zu erwarten. Ein Schwerpunkt in den Folgejahren bildet die Optimierung der Prozesse in allen Bereichen, um dem Preisdruck im Markt und weiteren Herausforderungen aus dem gesetzlichen Mindestlohn begegnen zu können. b) Personal- und Sozialbereich Im Geschäftsjahr 2016 beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 125 Gehalts- und Lohnempfänger sowie 3 Auszubildende, Trainees und Studenten (statistischer Durchschnitt der Monate). Damit blieb die Zahl der Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die REGIO Print-Vertrieb GmbH ist nicht tarifgebunden. Es existiert keine Arbeitnehmervertretung. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Der weitere Verlauf der geschäftlichen Entwicklung wird nach wie vor stark durch intensiven, vorrangig über den Preis geführten Wettbewerb mit der Deutschen Post, aber auch kleineren privaten Briefdiensten geprägt. Dieser Wettbewerb konzentriert sich zunehmend auf Ausschreibungen (i.S. der §§ 97 ff. GWB i.V.m. § 1 VgV), insbesondere der öffentlichen Hand. Der Ausblick für die Geschäftsjahre 2017/18 geht bei steigenden Briefmengen (+1,1 Mio. Sendungen bzw. 1,3 Mio. Sendungen im Vergleich zu 2016) von leicht steigenden Umsätzen (jeweils +0,5 Mio. € ggü. 2016) aus. Die Sendungsmengensteigerung soll u.a. aus verstärkten Einspeisungen der PostCon aber auch aus Kooperationen mit Partnerunternehmen der MailAlliance realisiert werden. Auch die in beiden Jahren anstehenden Wahlen (Bundestag und Landtag) werden zu einem Anstieg adressierter Wahlwerbung führen. Weiterer Umsatzanstieg wird durch Preisanpassungen in verschiedenen Kundensegmenten (z.B. teiladressierte Sendungen oder Hybridmail) realisiert. Wesentliche Risiken, die zu einer deutlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage der REGIO Print-Vertrieb GmbH führen können, bestehen derzeit nicht. Zu erwartende Änderungen auf den Energie- und Rohstoffmärkten wurden in den Geschäftsjahresplanungen 2017/18 weitgehend antizipiert. Auf das Risiko von Verlusten einzelner Großkunden ist angemessen und zeitnah mit weiteren Kosten- und Personalmaßnahmen zu reagieren. Für 2017ff. wurden die Effekte aus der Erhöhung der gesetzlichen Lohnuntergrenze mit 9,00 €/h und damit etwas über dem bundesweit einheitlichen gesetzlichen Niveau eingeplant. Zusätzlich kommt hinzu, dass der Vergabelohn nach dem BrbgVergG derzeit bereits bei 9,00 €/h liegt. Eine weitere Aufwärtsbewegung im Lohnniveau ist hier, gerade durch die Ausrichtung der aktuellen Landesregierung in Brandenburg zu erwarten. Risiken könnten in einer bundesweiten Anhebung der gesetzlichen Lohnuntergrenze ab 2018 bestehen, jedoch sind politische Diskussionen in dieser Frage aktuell zu vage, um eine valide Bewertung dieser Thematik vornehmen zu können. Für die Jahre 2017ff. wurden zudem steigende Logistikkosten unterstellt. Das Betriebsergebnis wird stabil bei ca. 0,5 Mio. € in 2017. bzw. 0,4 Mio. € in 2018 geplant. Die REGIO Print-Vertrieb GmbH verfügt im Rahmen ihres Risikomanagements über Planungs-, Controlling- und Berichterstattungssysteme. Ziel dieser Systeme ist es, mögliche Risiken aus operativen Geschäften sowie aus Beteiligungen und Finanzanlagen frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Aus der künftigen Entwicklung sind keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten, ersichtlich. Cottbus, 17. März 2017
Die Geschäftsführung Grit Praus geb. Karsunke Clemens Braun [1] Ifo Geschäftsklima Deutschland, Dezember 2016 [2] Ifo Geschäftsklima Deutschland, Januar 2017 [3] ebenda [4] Pressemitteilung GFK-Konsumklima vom 26.01.2017, S.1 [5] Pressemitteilung GFK-Konsumklima vom 26.01.2017, S.2 [6] IVW-Pressemitteilung vom 23.01.2017 [7] ebenda [8] ZMG Reichweiten der Zeitungen 2016 [9] ZMG Reichweiten der Zeitungen 2016 [10] ebenda [11] Bundesagentur für Arbeit: Arbeitslosenquoten im Jahresdurchschnitt 2016 - Länder und Kreise, abrufbar unter: https://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Statistik-nach-Regionen/Politische-Gebietsstruktur/Brandenburg-Nav.html [12] ebenda [13] IHK Cottbus - Wirtschaftsentwicklung im Zahlenspiegel 2016 - 2017, S. 6 [14] IHK Cottbus - Konjunkturumfrage Herbst 2016, S. 2 [15] IHK Cottbus - Wirtschaftsentwicklung im Zahlenspiegel 2016 - 2017, S. 25 [16] IHK Cottbus - Wirtschaftsentwicklung im Zahlenspiegel 2016 - 2017, S. 30 [17] IHK Cottbus - Wirtschaftsentwicklung im Zahlenspiegel 2016 - 2017, S. 32 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Mit dem Bilanzrichtlinie‑Umsetzungsgesetz (BilRUG) vom 17. Juli 2015 hat Deutschland die EU‑Bilanzrichtlinie 2013/34/EU in nationales Recht umgesetzt. Dies hat punktuelle Auswirkungen auf das HGB, wie z.B. eine Neudefinition der Umsatzerlöse sowie Anpassungen im Anhang. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Die Gesellschaft ist unter der Firma REGIO Print-Vertrieb Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz Cottbus im Handelsregister des Amtsgerichts Cottbus unter der Nummer HRB 3582 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren mit Ausnahme der bei den allgemeinen Hinweisen aufgeführten Änderungen aufgrund des BilRUG unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungsdauer entspricht der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. In Anwendung des in Art. 67 Abs. 4 EGHGB eingeräumten Wahlrechts wurden für Vermögensgegenstände, die bis zum 31. Dezember 2009 zugegangen sind, die bisherigen Wertansätze fortgeführt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert EUR 410,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Die Bewertung des Rollenpapiers und der übrigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte im Geschäftsjahr nach dem gewogenen Durchschnittspreis bzw. nach dem niedrigeren beizulegenden Wert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind kurzfristiger Natur. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen entfallen TEUR 50 (Vj. TEUR 81) auf Lieferungen und Leistungen und TEUR 1.325 (Vj. TEUR 1.390) auf sonstige Forderungen. Die sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten fast nur Forderungen gegen die LR Medienverlag und Druckerei GmbH von TEUR 1.325 (Vj. TEUR 1.389) aus dem Cash-Pooling. Es bestehen Forderungen aus Lieferung und Leistungen gegen den Gesellschafter LR Logistik GmbH in Höhe von TEUR 17 (Vj. TEUR 28). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Prämien/Tantiemen (TEUR 42), ausstehende Rechnungen (TEUR 136), Resturlaub (TEUR 7), sowie Berufsgenossenschaft (TEUR 46). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.050 (davon gegenüber Gesellschafter TEUR 1.045) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 1 aus sonstigen Verbindlichkeiten. Erläuterungen zur Gewinn und Verlustrechnung Umsatzerlöse Gemäß BilRUG werden die Umsatzerlöse nach § 277 Abs. 1 HGB neu definiert: Als Umsatzerlöse sind die Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen der Kapitalgesellschaft nach Abzug von Erlösschmälerungen und der Umsatzsteuer sowie sonstiger direkt mit dem Umsatz verbundener Steuern auszuweisen. Hierdurch werden ab diesem Geschäftsjahr bestimmte sonstige betriebliche Erträge im Umsatz ausgewiesen. Sonstige betriebliche Erträge In diesem Posten sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 23 (Vj. TEUR 63) enthalten:
Sonstige betriebliche Aufwendungen Dieser Posten enthält periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 45 (Vj. TEUR 13). Diese betreffen Aufwendungen aus der Ausbuchung von Forderungen (TEUR 23; Vj. TEUR 5) sowie sonstige periodenfremde Aufwendungen (TEUR 22; Vj. TEUR 8). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige Finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 504. Davon bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 165. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 1 und 5 Jahren. Gewinnverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn von EUR 1.633.243,13 einen Betrag von EUR 342.252,29 anteilig an die Gesellschafter auszuschütten und den Restbetrag von EUR 1.290.990,84 auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige Angaben Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführung Frau Grit Praus, geb. Karsunke, Cottbus Herr Clemens Braun, Berlin (ab 1. April 2016) Beide Geschäftsführer sind laut Handelsregisterauszug von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Der Jahresdurchschnitt der Mitarbeiter ermittelt sich im Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2016 aus dem Durchschnitt der Quartale (ohne Geschäftsführer, Mitarbeiter in Elternzeit und ATZ'ler in der Freistellungsphase). Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres wird in den Konzernabschluss der Rheinisch-Bergische Verlagsgesellschaft mbH zum 31. Dezember 2016 einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird von der Rheinisch-Bergische Verlagsgesellschaft mbH, Düsseldorf, aufgestellt und im elektronischen Bundeszeiger veröffentlicht. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für
Anlagenspiegel
BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der REGIO Print-Vertrieb GmbH, Cottbus, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.″″
Saarbrücken, 17. März 2017 Ernst
& Young GmbH
Witsch, Wirtschaftsprüfer Wöhe, Wirtschaftsprüfer ErgebnisverwendungsbeschlussDer Jahresüberschuss 2016 der Regio Print-Vertrieb GmbG in Höhe von 342.252,29 EUR wird anteilig zum 01.10.2017 ausgeschüttet. Damit entfallen auf die Postcon Deutschland B.V.& Co.LG anteilig 25,1% und somit 85.905,32 EUR und auf die LR Logistik GmbH 256.346,97 EUR. |
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