SGI Management GmbH
Selbe AdresseUnternehmensberatung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Henri Ritschel seit 11.6.2026 | Geschäftsführer |
Stefan Wollschläger seit 11.6.2026 | Prokura |
Ronny Lutz seit 29.12.2025 | Geschäftsführer |
Magdalena Dr. Tchikov seit 11.9.2024 | Prokura |
Marc Adi Prof. Dr. Baenkler seit 10.11.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KGBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20221. Grundlagen des Konzerns 1.1. Geschäftsmodell des Konzerns 1.2. Ziele und Strategien 1.3. Steuerungssystem 1.4. Interne Organisationsstruktur 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2. Geschäftsverlauf und Kommentierung des letztjährigen Prognoseberichts 2.3. Ertragslage 2.4. Vermögenslage 2.5. Finanzlage 3. Forschung und Entwicklung 4. Chancen- und Risikobericht 4.1. Chancen 4.2. Risiken 4.3. Gesamtbetrachtung Risiko- und Chancensituation 4.4. Chancen und Risiken im Zusammenhang mit COVID-19 Pandemie 5. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem 6. Prognosebericht 1. Grundlagen des Konzerns1.1. Geschäftsmodell des Konzerns Die MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG (hiernach als "MEDIAN Unternehmensgruppe" bezeichnet) agiert als Holding für eine Gruppe von Gesellschaften, die insbesondere Rehabilitationsleistungen anbieten und Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken betreiben. Die MEDIAN Unternehmensgruppe und die Tochtergesellschaften (zusammen der "Konzern" oder die "Gruppe") sind der größte private Anbieter medizinischer Rehabilitationsleistungen in Deutschland. Im Dezember 2022 betrieb der Konzern 123 (Vorjahr: 122) Rehabilitationskliniken, Akutkrankenhäuser, Therapiezentren, Ambulanzen und Wiedereingliederungseinrichtungen mit 18.492 vollstationären Betten (Vorjahr: 17.915 vollstationären Betten) und durchschnittlich 14.708 Mitarbeitern (Vorjahr: 15.501 Mitarbeiter). Der Fokus liegt auf der neurologischen, kardiologischen, psychosomatischen und orthopädischen Rehabilitation. In allen Bereichen liegt der Schwerpunkt des Konzerns auf der medizinischen und therapeutischen Qualität und Qualifizierung. Als integrierter medizinischer Dienstleister bietet der Konzern den Patienten und Kostenträgern die höchsten messbaren Standards für Behandlung, Service und Unterbringung. Das Angebot bewegt sich durchweg auf einem gehobenen Hotelstandard für alle Patienten mit zusätzlichen Wahlleistungen für Privatpatienten und Selbstzahler. Die Ausstattung der Häuser bietet allen Patienten einen gehobenen Komfort. Innerhalb des wachsenden deutschen Gesundheitswesens ist der Konzern in den Bereichen Rehabilitation und Heilverfahren als Marktführer exzellent aufgestellt. Akute und postakute Rehabilitation ist ein integraler Bestandteil des deutschen Gesundheitssystems und wird durch die Rentenversicherungen und Kassen übernommen. Der Ausblick für den Gesamtmarkt wird durch weitere demografische Änderungen, eine günstige behördliche Ausgangslage und die weitere Marktkonsolidierung positiv beeinflusst. 1.2. Ziele und Strategien Das Ziel ist weiterhin, die Stellung von MEDIAN als marktführenden Anbieter medizinischer Rehabilitationsleistungen auf dem deutschen Markt langfristig zu sichern und auszubauen. Darum plant der Konzern nicht nur organisch zu wachsen, sondern auch weitere Kliniken zu erwerben, welche das bestehende Portfolio ergänzen. MEDIAN verfolgt das Ziel, die Kompetenz und Qualität in der Behandlung von Patienten weiter auszubauen. Dabei steht die bestmögliche medizinische, therapeutische und pflegerische Versorgung unserer Patienten, Klienten und Bewohner im Vordergrund. Der Konzern will wie in der Vergangenheit die eigenen medizinisch-therapeutischen Ansätze weiterentwickeln, die es den Patienten ermöglichen, ihre Selbstständigkeit und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wiederzuerlangen und die zu den individuellen Bedürfnissen der Patienten passen. Der enge Austausch der Ärzte in den Medical Boards fördert den unternehmensinternen, ständigen Erfahrungsaustausch zu medizinischen Innovationen und deren Verbreitung in der Unternehmensgruppe. Innovationen werden vorangetrieben, da diese zu einer Verbesserung der Patientenversorgung führen. Hierbei legt MEDIAN seit dem Jahr 2016 einen besonderen Fokus auf die Chancen, die eine Digitalisierung bietet. Aufbauend auf einer Analyse des Potentials der Digitalisierung für die qualitative Verbesserung der Versorgung der Patienten (Big Data), für die Optimierung der Workflows innerhalb der Kliniken, für die Interaktion mit Kostenträgern und Akuthäusern und für die Optimierung der Patientenversorgung nach dem Aufenthalt in unseren Kliniken wurde eine umfangreiche Digitalisierungsstrategie entwickelt und in Maßnahmenpakete heruntergebrochen. Zudem sollen eine hohe Qualität und eine damit verbundene Patientenzufriedenheit einerseits durch ein integriertes Qualitätsmanagement und andererseits durch das Engagement und die hohe fachliche Qualifikation aller Mitarbeiter gewährleistet werden. Nicht zuletzt will MEDIAN die Ertragskraft des Konzerns erhöhen. Auf der Kostenseite wird stetig die Effizienz der Einrichtungen gesteigert und Größeneffekte intensiver genutzt sowie grundsätzlich Kostendisziplin geübt. Zudem steht die Fokussierung auf den operativen Cashflow mit einem effizienten Working-Capital-Management im Vordergrund. 1.3. Steuerungssystem Der Konzern setzt für die Steuerung und Überwachung der Patientenversorgung sowie für die Abwicklung von Verwaltungsprozessen Softwareprogramme der führenden Branchenhersteller ein. Mitarbeiter werden kontinuierlich in der Anwendung geschult und das Management erhält Auswertungen über die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Häuser und der Gruppe, aber auch differenzierte Analysen über das Erfüllen der medizinischen Vorgaben seitens der Kostenträger. Tägliche, wöchentliche und monatliche Berichte sowie häufige Gesprächs- und Feedbackrunden mit den Verantwortlichen der Häuser sorgen für einen transparenten Überblick. Bei Abweichungen vom Konzernstandard kann auf diese Weise jederzeit zeitnah gegengesteuert werden. Zusätzlich betreibt der Konzern ein SAP BI (Business Warehouse) und sammelt Daten aus dem Geschäftsprozess und erstellt Tagesberichte (z.B. durchschnittliche Verweildauer, Belegungsentwicklung in bestimmten Segmenten, ausstehende Forderungen etc. und eine Reihe weiterer KPIs zur Prozessoptimierung). Zur Verbesserung der Therapie wurden Standard- und Erfolgsanalysen auf Basis von Patientenwerten und Patientenzufriedenheit durchgeführt. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns, die auch für interne Steuerungszwecke genutzt werden, sind die Umsatzerlöse, das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) und das um Sondereffekte bereinigte Konzernjahresergebnis. Diese Leistungsindikatoren werden fortlaufend auf monatlicher Basis überwacht und gesteuert. Zur Entwicklung dieser finanziellen Leistungsindikatoren sowie einer Übersicht der Sondereffekte verweisen wir auf unsere Analyse zur Ertragslage. Als einzig nicht-finanzieller Leistungsindikator wird für die interne Steuerung die Auslastungsquote verwendet. Die Kennzahl setzt sich wie folgt zusammen: Auslastung = tatsächliche Belegungstage / (Bettenkapazität * 365 Tage). Diese Leistungsindikatoren ermöglichten es MEDIAN auch während der COVID-19-Pandemie, die Ressourcen an die jeweilige Belegung anzupassen, was die Bedeutung dieser Indikatoren als Steuerungsinstrument unterstreicht. 1.4. Interne Organisationsstruktur Die Unternehmensorganisation folgt einer Matrixstruktur, die geeignet ist, alle wesentlichen Kompetenzen des Krankenhausmanagements auf einer zentralen Ebene zu konzentrieren und gleichzeitig das gesamte Unternehmens-Know-how für jede einzelne Einrichtung zur Verfügung zu stellen. Die Gruppe wird von einer zweistufigen Managementstruktur geleitet, an deren Spitze zunächst die Geschäftsführer der Gruppe stehen, gefolgt von den Geschäftsbereichsleitern. Die Geschäftsbereiche sind nach Regionen organisiert. Unterstützt wird die Leitung durch die zentralen Abteilungen der Konzernzentrale, die alle administrativen Unternehmensfunktionen umfassen. Zudem unterstützen Medical Boards die Geschäftsleitung. Die Arbeit der Medical Boards konzentriert sich auf die effektive und nachhaltige Verbesserung der von unserer Gruppe angebotenen Dienstleistungen in allen medizinischen Fachbereichen, um eine optimale Behandlung unserer Patienten zu gewährleisten. Der Wissensaustausch zwischen unseren Experten ermöglicht es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an allen Standorten, Behandlungskonzepte, die auf einem reichen Erfahrungsschatz beruhen, auf gleich hohem Niveau umzusetzen. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % höher als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 2,0 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher. 1 Neue Belastungen haben sich für die deutsche Wirtschaft durch die Entwicklungen an den Energiemärkten ergeben. Die Entlastung des Bundeshaushalts durch die auslaufenden Corona-Maßnahmen wurde durch neue Belastungen aus der Energiekrise infolge des Krieges in der Ukraine überlagert. Die Bundesregierung hat unter anderem drei Entlastungspakete aufgelegt, um den extrem steigenden Energiekosten entgegenzuwirken und Verbraucher und Wirtschaft zu unterstützen. Die Entlastungspakete führten zu höheren Staatsausgaben, die größtenteils von der Bundesregierung finanziert wurden. Deutschland hat ein starkes, staatlich finanziertes Gesundheitssystem, in dem etwa 90 % der Bevölkerung gesetzlich krankversichert sind. Die alternde Bevölkerung des Landes und die steigende Zahl chronischer Krankheiten treiben die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen weiter an. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland für das Jahr 2022 stabil sind und die Gesundheitswirtschaft weiterhin ein wichtiger Wirtschaftszweig in Deutschland ist. Die Ausrichtung der MEDIAN Klinikgruppe auf neurologische, kardiologische, psychosomatische und orthopädische Rehabilitation steht somit im Einklang mit der wachsenden Nachfrage nach diesen Leistungen, aber die Branche steht auch vor Herausforderungen, die kontinuierliche Aufmerksamkeit und Investitionen erfordern. Die strategische Ausrichtung der Gruppe auf Rehabilitationsleistungen steht auch im Einklang mit dem Schwerpunkt der Bundesregierung auf präventiver Pflege und der Reduzierung von Krankenhauseinweisungen. Die Gesundheitsausgaben der deutschen gesetzlichen Krankenkassen betrugen im Jahr 2021 EUR 263,4 Mrd., davon EUR 3,5 Mrd. für Rehabilitationsleistungen. 2 Für das Jahr 2022 wird ein Anstieg der Gesundheitsausgaben um 5,4 % auf EUR 286,7 Mrd. und für das Jahr 2023 um 4,6 % auf EUR 300,0 Mrd. erwartet. 3 In Deutschland waren im Jahr 2021 1.092 Rehabilitationseinrichtungen in Betrieb (2020: 1.103). Die Anzahl der Betten sank leicht auf 162.014 (2020: 162.384). Die durchschnittliche Verweildauer der Patienten in einer Rehabilitationseinrichtung stieg 2021 leicht auf 26,1 Tage (2020: 25,7 Tage). Die Zahl der Fälle stieg 2021 auf 1.624.140 (2020: 1.570.800). Die Anzahl der Patiententage in allen Rehabilitationseinrichtungen stieg auf ca. 42 Mio. im Jahr 2021 (2020: ca. 40 Mio.). Die zuletzt genannten Zahlen sind insbesondere durch COVID-19 beeinflusst. Infolgedessen stieg 2021 die Auslastung der Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland auf 72 % (2020: 67,8 %). 4 2.2. Geschäftsverlauf und Kommentierung des letztjährigen Prognoseberichts Die folgenden Leistungsindikatoren geben einen Überblick über den Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres, wobei Umsatz, bereinigtes operatives Ergebnis (EBITDA) und bereinigtes Konzernjahresergebnis die für die interne Steuerung verwendeten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren darstellen. Als nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden für die interne Steuerung vor allem die Belegungstage und die Bettenzahl (Auslastung) verwendet. Für das Geschäftsjahr 2022 wurde auf Basis einer Auslastungsquote von 87,6 % ein Umsatz in Höhe von EUR 1.079 Mio., sowie ein bereinigtes EBITDA in Höhe von EUR 101,4 Mio. erwartet. Der erwartete Umsatz wurde mit einem Wert von EUR 1.013 Mio. infolge der anhaltenden COVID-19 Pandemie und einer Auslastungsquote 78,9 % deutlich unterschritten. Entsprechend des geplanten Umsatzanstieges wurde mit einem Anstieg der Personal- und Sachkosten geplant. Demzufolge konnte das geplante bereinigte EBITDA im Geschäftsjahr mit einem erzielten Wert von EUR 54,4 Mio. nicht erreicht werden. Ein wesentlicher Grund für die Planabweichungen bei den Umsatzerlösen und dem bereinigten EBITDA ist, dass die COVID-getriebene Belegungsreduzierung durch Kosten-Management nicht auszugleichen war. Das bereinigte Konzernjahresergebnis lag mit TEUR -10.105 unter der Prognose in Höhe von TEUR 8.987. a) Umsatzentwicklung und operatives Ergebnis (EBITDA) und Konzernjahresergebnis Die Umsätze in Höhe von EUR 1.013 Mio. (Vorjahr: TEUR 996.590) sind im Vergleich zum schwierigen Vorjahr leicht gestiegen. Dies ist neben der etwas höheren Belegung und den jährlichen Preisverhandlungen mit den Kostenträgern, auch auf die Akquisition der neuen Häuser Elbe-Saale, Kühlungsborn und Brandis zurückzuführen, welche im Oktober (Elbe-Saale und Kühlungsborn) bzw. Dezember (Brandis) zur Gruppe gestoßen sind. Aufgrund des Auslaufens der Maßnahmen sanken die Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 14.936 (Vorjahr: TEUR 30.891), die der Konzern für COVID-19-bedingte Umsatzausfälle erhalten hat, sehr deutlich. Diese Zuschüsse beinhalten Ausgleichszahlungen für verschobene Operationen, für Erweiterungen von Intensivbetten, für die Anspruchsberechtigung für Präventions- und Rehabilitationseinrichtungen und für Früherkennung und Frühinterventionen. Außerdem enthalten die Umsatzerlöse auch die Erstattung für zusätzliche Hygieneaufwendungen TEUR 23.857 (Vorjahr: TEUR 37.135), auch hier liegen die Werte deutlich unterhalb des Vorjahres. Insgesamt konnte aufgrund der pandemiebedingten deutlich niedrigeren Belegung auch unter Einbeziehung der vorgenannten Schutzschirmzahlungen der geplante Umsatz nicht erreicht werden. Dies deckt sich mit den Entwicklungen in der gesamten Gesundheits-Branche in Deutschland. Die Anzahl der Patientenbetten in den Rehabilitationskliniken und Pflegeheimen lag zum Bilanzstichtag mit 18.492 vollstationären Patientenbetten leicht über dem Niveau des Vorjahres mit 17.915 vollstationären Betten, was im Wesentlichen auf den Erwerb der AKG Reha-Zentrum GmbH & Co. KG zurückgeführt werden kann. Die Belegung der Einrichtungen des Konzerns ist um 0,6 % auf 78,9 % im Geschäftsjahr gestiegen und entsprach einer indikationsabhängigen Auslastung zwischen 45 % bis 100 % der Planauslastung. Außerdem konnte im Geschäftsjahr erwartungsgemäß eine durchschnittliche Preissteigerung von rund 1,9 % realisiert werden. Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA lag nicht wie erwartet über dem Vorjahresniveau, sondern sank von EUR 81,6 Mio. auf EUR 54,4 Mio. In der ursprünglichen Prognose wurde ein negatives bereinigtes Konzernjahresergebnis erwartet. Das bereinigte Konzernjahresergebnis des Geschäftsjahres war gegenüber der ursprünglichen Erwartung negativ und sank gegenüber dem Vorjahr von EUR 1,7 Mio. auf EUR -10,1 Mio. b) Finanzierungstätigkeit Zum 31. Dezember 2022 finanziert sich der Konzern über Eigenkapital und Fremdkapital in Form von Bankdarlehen wie nachfolgend dargestellt:
Der Anstieg im mittelfristigen Fremdkapital ist im Wesentlichen auf die Aufnahme von Bankdarlehen im Rahmen der SFA2 Finanzierung der MEDIAN B.V.-Gruppe zurückzuführen. Der Eigenkapitalanteil an der Gesamtfinanzierung betrug zum Stichtag 28,30 % (Vorjahr: 100,0 %). c) Investitionen Der Konzern investierte TEUR 24.449 (Vorjahr: TEUR 18.313), davon in Sachanlagen in Höhe von TEUR 19.563 (Vorjahr: TEUR 15.451) mit dem Schwerpunkt auf dem Umbau und der Sanierung von Gebäuden sowie medizinischer Einrichtungen und der dortigen Ausstattung. Weitere Investitionen wurden in immaterielle Wirtschaftsgüter in Höhe von TEUR 4.818 (Vorjahr: TEUR 2.902) getätigt. Im Rahmen eines Sale-And-Lease-Back-Vertrages (SALB) wurden eine Klinikimmobilie veräußert und zurückgemietet. d) Personalentwicklung und Soziales Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter (im Folgenden "Vollkräfte") stieg im Vergleich zum Vorjahr um 116 Vollkräfte auf 11.034 Vollkräfte an. Die Anzahl der Vollkräfte im medizinischen Bereich stieg um insgesamt 34 auf 7.485 Vollkräfte und die Anzahl der Vollkräfte im nicht-medizinischen Bereich um insgesamt 82 auf 3.549 Vollkräfte. Die Gruppe hat sich entsprechend der Unternehmensgröße zu einem bedeutenden Arbeitgeber und Ausbildungsbetrieb entwickelt. Die Mitarbeiter werden in Anlehnung an interne und externe Tarifverträge entlohnt. Die MEDIAN Gruppe bietet ihren Mitarbeitern mittels der MEDIAN Akademie die Möglichkeit, sich kontinuierlich fort- und weiterzubilden. Bei der MEDIAN Akademie handelt es sich um eine Plattform, die sicherstellen soll, dass allen Mitarbeitergruppen der Zugang zu den notwendigen Fort- und Weiterbildungen ermöglicht wird. Die Akademie beinhaltet ein umfangreiches Präsenz- und Webinar-Angebot und soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden, um für alle bei MEDIAN vertretenen Berufsgruppen spezielle Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen anbieten zu können. 2.3. Ertragslage In der nachfolgenden Darstellung wurde von der handelsrechtlichen Gliederung insoweit abgewichen, dass die einzelnen Ertrags- und Aufwandspositionen um Sondereffekte bereinigt wurden. Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten.
(*) ohne Gebäudemieten und inklusive sonstige Steuern Die Umsatzerlöse wurden mit zum Stichtag 18.492 vollstationären Betten (Vorjahr: 17.915) und einer durchschnittlichen Belegung von 78,9 % (Vorjahr: 78,3 %) erzielt. Im Geschäftsjahr konnte eine durchschnittliche Preissteigerung von rund 1,9 % realisiert werden. In den Umsatzerlösen wurden Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 14.936 (Vorjahr: TEUR 30.891) erfasst, um COVID-19-bedingte Umsatzausfälle zu kompensieren. Diese Zuschüsse beinhalten Ausgleichszahlungen für verschobene Operationen, für Erweiterungen von Intensivbetten, für die Anspruchsberechtigung für Präventions- und Rehabilitationseinrichtungen und für Früherkennung und Frühinterventionen. Der Zuschuss wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung in der gleichen Periode erfasst, in der die entsprechenden Aufwendungen anfallen. Außerdem enthalten die Umsatzerlöse Hygienezuschlagsgebühren TEUR 23.857 (Vorjahr: TEUR 37.135). Für die Darstellung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen verweisen wir auf den Konzernanhang. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und übrige periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 16.216 (Vorjahr: TEUR 12.492). Die Materialaufwandsquote ist mit 14 % unwesentlich gestiegen (Vorjahr 13 %). Die bereinigte Personalkostenquote stieg um 2 %-Punkte im Geschäftsjahr auf 58 %, wobei sich die durchschnittlichen Kosten pro Vollkraft im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 % erhöhten, unter anderem aufgrund von Tarifsteigerungen. Die bereinigte Aufwandsquote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sank im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig. Der Aufwand sank absolut um TEUR 4.630. Die Sondereffekte setzen sich wie folgt zusammen:
Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA sank von TEUR 81.600 im Vorjahr auf TEUR 54.364 im Geschäftsjahr. Die Abschreibungen im Geschäftsjahr stiegen an, von diesen entfallen TEUR 36.098 auf Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert. Im Geschäftsjahr erhöhten sich die Anschaffungskosten des Geschäfts- und Firmenwertes um TEUR 33.696 aufgrund des Erwerbs der MEDIAN Klinik Elbe-Saale GmbH, Berlin, MEDIAN Klinik Kühlungsborn GmbH & Co. KG, Berlin sowie MEDIAN Klinik Brandis GmbH & Co. KG, Berlin. Das Finanzergebnis enthält im Geschäftsjahr Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 14.757 (Vorjahr: TEUR 20.796), darin sind Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 64) enthalten. 2.4. Vermögenslage In der folgenden Bilanzübersicht sind die einzelnen Posten nach wirtschaftlichen und finanziellen Gesichtspunkten zusammengefasst:
Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten insbesondere den Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der Median Kliniken S. à r.l., deren Mehrheit der Anteile im Dezember 2014 erworben wurde sowie den Geschäfts- oder Firmenwert aufgrund des Erwerbs der Anteile an der Theracareco GmbH im Jahr 2018. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Gesamtnutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Im Geschäftsjahr erhöhten sich die Anschaffungskosten des Geschäfts- oder Firmenwertes um TEUR 33.696 aufgrund des Erwerbs von Vermögensgegenständen der MEDIAN Klinik Elbe-Saale GmbH, Berlin, MEDIAN Klinik Kühlungsborn GmbH & Co. KG, Berlin sowie MEDIAN Klinik Brandis GmbH & Co. KG, Berlin. Die Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert betrugen im Geschäftsjahr TEUR 36.098 (Vorjahr: TEUR 43.877). Weiterhin wurden in die immateriellen Vermögenswerte TEUR 4.818 (Vorjahr: TEUR 2.934) investiert. Im Sachanlagevermögen standen sich Investitionen in Höhe von TEUR 19.563 (Vorjahr: TEUR 15.451) und Abschreibungen in Höhe von TEUR 14.525 (Vorjahr: TEUR 16.073) gegenüber. Im Rahmen der Sale-And-Lease-Back-Transaktionen gingen Buchwerte in Höhe von TEUR 388 ab. Das Finanzanlagevermögen reduzierte sich infolge der Rückführung von ausgereichten Darlehen. Zur Entwicklung des Kassenbestandes und Guthaben bei Kreditinstituten verweisen wir auf die Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung. Die Eigenkapitalquote verringerte sich gegenüber dem Vorjahr von 24 % auf 20 % im Wesentlichen aufgrund des negativen Jahresergebnisses in Höhe von TEUR 15.583. Der Rückgang der Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus einer Umgliederung von Rückzahlungsverpflichtungen in Zusammenhang mit COVID-19-Ausgleichzahlungen des Bundes in Höhe von TEUR 18.265 in die Verbindlichkeiten. 2.5. Finanzlage Die Cash-Flows des Konzerns haben sich wie folgt entwickelt:
Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 83.868. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem um Sondereffekte bereinigten niedrigeren EBITDA von TEUR 24.236, den im Vorjahr zugeführten Rückstellungen für Rückzahlungsrisiken von Schutzschirmzahlungen von TEUR 42.335 und gestiegenen Ertragsteuerzahlungen im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 9.628. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 19.563 (Vorjahr: TEUR 15.451) und Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 4.818 (Vorjahr: TEUR 2.934). Daneben sind Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen in Höhe von TEUR 24.868 (Vorjahr: TEUR 710) enthalten, die im Wesentlichen auf die Veräußerungen von Immobilien im Zusammenhang mit der Sale-And-Lease-Back-Transaktion entfallen. Auszahlungen im Rahmen von Unternehmenserwerben wurden in Höhe von TEUR 56.485 (Vorjahr: TEUR 23.477) geleistet. Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet im Geschäftsjahr Zahlungsmittelabflüsse aus der vertraglichen Tilgung in Höhe von TEUR 356.521 für die bestehende Gesellschafterfinanzierung sowie die Mittelaufnahme aus der Schuldübernahme der anteiligen Fazilität B1 aus der Refinanzierung der Gruppe im Vorjahr in Höhe von TEUR 313.232 sowie der kurzfristigen Ziehung der revolvierenden Fazilität in Höhe von EUR 65 Mio. zur Zwischenfinanzierung der Unternehmenserwerbe und den damit verbundenen Tilgungen von Bankverbindlichkeiten der erworbenen Gesellschaften. Die außerordentlichen Posten aus der Finanzierungstätigkeit sowie die gezahlten Transaktionskosten beziehen sich auf ein gezahltes Disagio und der im Rahmen der Schuldübernahme anteilig übernommen Transaktionskosten der Refinanzierung. Innerhalb des Konzerns wird die Liquidität mittels eines täglichen Liquiditätsstatus und einer rollierenden Liquiditätsprognose überwacht, um mögliche Finanzierungsengpässe möglichst frühzeitig zu erkennen. Zusätzlich zu der internen Finanzierung, die durch ein zentrales Cashpool-Management gestützt wird, verfügt der Konzern über kurzfristige Kreditlinien mit Banken. Eine Reihe von Konzernunternehmen partizipiert am Cashpool, um dieses Instrument zu stärken und die Wirksamkeit des Cash Managements zu erhöhen. Im Rahmen der Refinanzierung des Konzerns am 8. Oktober 2021 (neue Fassung des Kreditvertrages vom 16. November 2021) erfolgte eine vollständige Rückführung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten seitens der MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG und eine Neuaufnahme von Bankverbindlichkeiten ('SFA2') mit einer Laufzeit von sechs Jahren durch MEDIAN B.V. und Remedco GER B.V. Der Kreditrahmen beträgt EUR 920,0 Mio. und umfasst eine Fazilität B1 in Höhe von EUR 505,4 Mio. für MEDIAN Deutschland, eine Fazilität B2 in Höhe von EUR 294,6 Mio. (GBP 250,0 Mio.) für Priory UK, sowie eine revolvierende Fazilität in Höhe von EUR 120,0 Mio. Bis zum Abschluss der Refinanzierung durch entsprechende Schuldübernahmeverträge im Januar 2022 wurden die liquiden Mittel als Intercompany-Darlehen an die MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG bzw. Priory UK ausgereicht. Die MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG, Berlin garantiert gesamtschuldnerisch zusammen mit weiteren Gesellschaften der MEDIAN Gruppe Deutschland und der PRIORY Gruppe Großbritannien sowie der oben genannten niederländischen Holding die Rückzahlung der Finanzierung. Zusätzlich haben die Gesellschaften zur Besicherung der Finanzierung verschiedene Forderungen zur Sicherheit abgetreten und Konten verpfändet. Die folgenden zusätzlichen KPIs werden als zusätzliche Anforderung der SFA2 mit Wirkung ab dem Geschäftsjahr 2022 erfasst: KPI1: Qualitätsindikator Priory Prozentualer Anteil der einzelnen Standorte der Priory-Gruppe, die im jeweiligen Jahr von der Care Quality Commission inspiziert wurden und von dieser mit "gut" oder "hervorragend" bewertet wurden. KPI2: Qualitätsindikator MEDIAN Deutschland Durchschnittliche Bewertung der Pflegequalität in den deutschen Standorten der Median Gruppe, ermittelt auf der Grundlage der Qualitätsbewertung der Deutschen Rentenversicherung ("DRV"). KPI3: Indikator CO 2 -Emissionen In Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent (t CO 2 e), die Summe aus (a) direkten Netto-Treibhausgasemissionen gemäß der Definition des GHG Protocol Standard und (b) indirekten Netto-Treibhausgasemissionen aus Strom, Dampf, Wärme und Kälte, die von der Gruppe gekauft oder erworben wurden, gemäß der Definition des GHG Protocol Standard. Der Konzern war und ist jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus dem Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Es bestehen keine wesentlichen nicht frei verfügbaren flüssigen Mittel. Insgesamt bewertet die Geschäftsführung das abgelaufene Geschäftsjahr vor dem Hintergrund umfangreicher staatlicher Ausgleichszahlungen im Zusammenhang mit COVID-19 als zufriedenstellend. 3. Forschung und EntwicklungZum Selbstverständnis von MEDIAN gehört es, sich intensiv an der permanenten Weiterentwicklung der medizinisch-therapeutischen Ansätze in den Einrichtungen wie auch an der grundsätzlichen Weiterentwicklung der Rehabilitation als Ganzes zu beteiligen. Damit wird sichergestellt, dass die Patienten immer nach dem aktuellen wissenschaftlichen Stand und auf der Basis entsprechender Leitlinien behandelt werden und somit die bestmögliche Form der Rehabilitation erhalten. Hierzu gehören insbesondere die schrittweise Verbesserung von Versorgungsprozessen in den Kliniken auf Basis der Erfassung evaluierter und validierter Outcome-Parameter, deren Ergebnisse in regelmäßig tagenden Fachgremien diskutiert werden. Zusätzlich wurde ein Business Intelligence Tool eingeführt, welches tagesaktuelle Berichte zu den medizinisch-therapeutischen Kennzahlen aufzeigt. Das Berichtswesen wird kontinuierlich weiterentwickelt und den Anforderungen der Kostenträger stetig angepasst. Darüber hinaus stehen wissenschaftlich begleitete innovative Therapieansätze im Fokus der Aktivitäten. Zu diesem Zweck initiieren oder beteiligen sich die Einrichtungen der MEDIAN Unternehmensgruppe auch an zahlreichen medizinischen Studien und Forschungsprojekten. 4. Chancen- und RisikoberichtIm Zuge seiner geschäftlichen Aktivitäten ist der Konzern Risiken ausgesetzt. Jedes unternehmerische Handeln vollzieht sich im Spannungsfeld zwischen Chancen und Risiken. Die im Einklang mit den Unternehmenszielen und Geschäftsstrategien stehende Risikopolitik des Konzerns setzt für jede unternehmerische Entscheidung ein vorheriges sorgfältiges Abwägen von Chancen und Risiken voraus, die im Verlauf der vergangenen Jahre keine wesentlichen Veränderungen aufweisen. Aufgabe des Risikomanagementsystems ist es, interne und externe Risiken, soweit sie den Fortbestand des Konzerns gefährden oder beeinträchtigen könnten, frühzeitig zu erfassen, zu dokumentieren und zu managen. Das Risikomanagementsystem setzt sich im Wesentlichen aus einem standardisierten Planungs- und Controllingprozess sowie gruppenweit einheitlichen Richtlinien und Berichtssystemen zusammen. Der hierbei zugrunde gelegte Planungshorizont umfasst mindestens ein Jahr. Die nachstehenden Risiken können Einfluss auf die allgemeine Geschäftsentwicklung sowie die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, wobei Schwankungen in den Belegungszahlen ein Kernrisiko für die Gruppe darstellen, von der die weitere Entwicklung des Unternehmens maßgeblich abhängt. 4.1. Chancen Chancen werden anhand ihrer möglichen positiven Auswirkungen auf den Konzern sowie anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit in eine von vier Chancenklassen mit "geringer Chancenerwartung", "mittlerer Chancenerwartung", "hoher Chancenerwartung" sowie "sehr hoher Chancenerwartung" eingeteilt. Die Chancenfelder sind nachfolgend erläutert. Chancen aus dem Umfeld und der Branche Aufgrund der demographischen Entwicklung und der u. a. damit im Zusammenhang stehenden Entwicklung der in Zukunft auftretenden Krankheitsbilder, ist auch weiterhin mit einer großen Nachfrage nach den durch MEDIAN angebotenen Leistungen zu rechnen. Bereits heute fehlen ausreichend Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt, eine effiziente Rehabilitationsmaßnahme hilft, Fachkräfte länger im Berufsleben zu halten. Dies deckt sich auch mit den aktuellen Entwicklungen der Bundesregierung, das Rentenalter (auch hinsichtlich der Frührente) zu erhöhen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung werden wie im Vorjahr als mittel angesehen. Strategische Chancen Die langjährige Erfahrung bei der Akquisition und Integration von Kliniken in den Konzern ermöglicht es MEDIAN, Investitionschancen und strategische Akquisitionspotenziale frühzeitig zu identifizieren und zu ergreifen. Ein weiteres Wachstum durch die Akquisition neuer Kliniken wird die Stellung der Gruppe als führender Anbieter von hochwertiger Rehabilitationsmedizin in Deutschland weiter unterstützen und eine noch höhere Konkurrenzfähigkeit bieten. Außerdem werden durch den Ausbau bereits bestehender Kliniken und Therapiezentren sowie durch die Erweiterung des vorhandenen Leistungsspektrums die Marke MEDIAN bei Patienten und Mitarbeitern gestärkt. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung werden wie im Vorjahr als mittel angesehen. Wie in jedem Jahr arbeitet MEDIAN aktuell an mehreren Akquisitions-Projekten. Chancen aus der operativen Tätigkeit Chancen aus der operativen Tätigkeit beinhalten insbesondere die Möglichkeiten zur permanenten Verbesserung von medizinischen Standards durch den Einsatz neuer Prozesse und Technologien sowie die konsequente Weiterbildung der Mitarbeiter. Damit kann MEDIAN Patienten und Partnern auch künftig qualitativ hochwertige Leistungen anbieten und die Marktposition weiter ausbauen. Der permanente Ausbau und die Integrierung von Kostensenkungsaktivitäten und die damit verbundene Generierung von konzernweiten Synergien ermöglicht es MEDIAN, die Kostensituation gegenüber dem Wettbewerb fortlaufend zu verbessern und dabei die medizinische Leistung auf kontinuierlich hohem Niveau zu erhalten. Zudem können die Weiterentwicklung der Abrechnungsprozesse und die Erlössteigerung als Chance gesehen werden. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung werden als mittel angesehen. Infrastrukturelle Chancen Hierunter sind sämtliche Themen, welche eine positive Auswirkung auf unsere Leistungsfähigkeit haben, jedoch nur indirekt in der operativen Tätigkeit zu finden sind, zu zählen. Hierzu zählen einerseits die Qualifikation und Motivation unserer Mitarbeiter und andererseits der umfangreiche Einsatz von IT-Systemen und die technische Ausstattung unserer Häuser. Der Qualifizierungsgrad kann wesentlich dazu beitragen, ein hohes Innovationspotenzial und richtungsweisende Prozesse nicht nur auf dem Gebiet der Spitzenmedizin zu erreichen. Aufgrund der Bekanntheit der Marke "MEDIAN" können wir hoch qualifiziertes und motiviertes Fachpersonal gewinnen und so den hohen Qualitätsstandard bewahren. Die Homogenisierung unserer IT-Systeme und die Nutzung neuer Technologien reduziert Kosten und steigert die Effektivität und Effizienz unserer IT-Systemlandschaft. Wir investieren kontinuierlich in Hard- und Software und können somit auch unkompliziert und zeitnah auf Veränderungen der Patienten reagieren. Unsere Kliniken sind modern ausgestattet und unterstützen eine Versorgung auf erstklassig und technisch hohem Niveau, woraus sich auch Chancen für zukünftige Leistungsverbesserungen ergeben. Ebenso seien hier die Chancen unserer App MyMEDIAN@Home erwähnt, mit der wir erwarten, das Therapie-Konzept von MEDIAN weiter auszubauen und den Patienten auch nach ihrer stationären Behandlung zu helfen, vollständig zu genesen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung werden wie im Vorjahr als mittel angesehen. 4.2. Risiken Risiken werden anhand ihrer möglichen negativen Auswirkungen auf den Konzern in die Klassen "geringer Risikoerwartung", "mittlerer Risikoerwartung", "hoher Risikoerwartung" sowie "sehr hoher Risikoerwartung" eingeteilt. Hohe und sehr hohe Risiken lagen im Berichtszeitraum nicht vor. Die Risikofelder mit einer geringen bzw. mittleren Risikobewertung sind nachfolgend erläutert. Umfeld- und Branchenrisiken Die Gruppe ist von den Entwicklungen der Binnenkonjunktur mittelbar betroffen, da die Gesundheitsausgaben vom Beitragsaufkommen der Versicherten und damit von der Lage am Arbeitsmarkt abhängen. Die Gruppe begegnet diesem Risiko insbesondere durch ausgereifte Angebote mit hohen Qualitätsstandards, die sich sowohl durch ein breitgefächertes Angebot als auch durch eine breite Kostenträgerstruktur auszeichnen. Grundlegend für die Gruppe sind Risiken infolge von Änderungen im Gesundheitswesen. Dies sind insbesondere die Entwicklung neuer Produkte und Therapien sowie die größere Verfügbarkeit von Produkten durch Wettbewerber, die Finanzierung der Gesundheitssysteme und die Rückerstattung. Einen wesentlichen Teil der Erlöse erzielt die Gruppe aus erbrachten Leistungen an Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherungen. Die Preise für diese Leistungen werden gesetzlich geregelt und hängen somit in hohem Maße von der Finanzlage der Kostenträger ab. In unserer zum größten Teil regulierten Geschäftsumgebung können Änderungen der Gesetzgebung zur Kostenerstattung unseren Geschäftserfolg massiv beeinflussen. MEDIAN versucht, möglichen regulatorischen Risiken über Leistungssteigerungen und Kostenreduktionen entgegenzuwirken. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung werden wie im Vorjahr als mittel angesehen. Nachfragerisiken Die Nachfragerisiken umfassen im Wesentlichen die Auslastung bzw. die Kostensituation der Gruppe. Unser geschäftlicher Erfolg hängt maßgeblich von unserer Belegung durch Zuweisung der Kostenträger ab. Durch den Einsatz eines zentralen Reservierungsservice versucht die MEDIAN Gruppe die Auslastung der einzelnen Kliniken zu steuern und zu erhöhen. Zudem wirkt das Management der Gruppe diesen Risiken durch kontinuierliche Abstimmungen mit den Kostenträgern entgegen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung werden wie im Vorjahr als mittel angesehen. Risiken aus der operativen Tätigkeit Operative Risiken können niemals vollständig eliminiert werden. Diese Risiken werden insbesondere durch angemessene Steuerungsmechanismen minimiert sowie durch den Einsatz qualifizierter, erfahrener und geschulter Mitarbeiter. Die Abläufe werden in den Qualitäts-Handbüchern der Kliniken dokumentiert. Diese werden fortlaufend aktualisiert. Um Mängel und Fehler zu minimieren, werden die Mitarbeiter regelmäßig geschult und weiter ausgebildet. Das intensive Zusammenspiel zwischen zentral und dezentral organisierten Aufgaben und Prozessen entlastet die Standorte und stellt sicher, dass der Fokus der Arbeit in den Kliniken auf der qualitativ hochwertigen Patientenversorgung liegt. Dem allgemeinen Engpass an qualifiziertem Personal wird mit zielgruppenspezifischen Maßnahmen im Bereich Personalwerbung sowie internen Maßnahmen durch umfassende Personalentwicklungsprogramme begegnet. Dies ermöglicht qualifizierte und motivierte Mitarbeiter anzuwerben und den hohen Qualitätsstandard der Behandlung zu halten. Gleichzeitig werden Mitarbeiter geschult und an die MEDIAN Gruppe gebunden. Kliniken weisen generell eine hohe Personalkostenquote aus. Daraus ergibt sich eine beträchtliche Abhängigkeit von der tariflichen Entwicklung. Der Anstieg der tariflichen Gehälter kann zu weiteren finanziellen Belastungen führen, da diese Kostensteigerungen nicht vollständig durch die höheren Patientenumsätze kompensiert werden können. Aufgrund der Preisgestaltung mittels Pflegesatzverhandlungen mit den Kosten- und Leistungsträgern besteht das Risiko, dass steigende Beschaffungs- und Personalkosten nicht über die Preise weitergegeben werden können. In der Vergangenheit gelang es den Kliniken nicht immer, befriedigende Vergütungsvereinbarungen abzuschließen. Dieses Risiko besteht auch für die Zukunft und verstärkt sich tendenziell bei einer negativen konjunkturellen Entwicklung. Eine Verbesserung der Beschaffungskosten wird weiterhin durch zentrale Einkaufsverhandlungen erreicht. Des Weiteren wird steigenden Energiekosten durch ein aktives Energiemanagement entgegengewirkt. Zukünftig wird sich der bereits bestehende Druck auf Rehabilitationseinrichtungen hinsichtlich einer geeigneten Personalakquisition von Fachkräften weiter zuspitzen. Den Wettstreit um qualifiziertes Personal gewinnen die Einrichtungen, die eine wettbewerbsfähige Organisation und Vergütung bieten können. Daher folgen die jährlichen Steigerungen der Personalkosten in der Kalkulation mindestens den Steigerungen im Rahmen der Tarifabschlüsse. Die Qualität der medizinisch-therapeutischen Leistung und damit auch der Erfolg der Gruppe ist vom Know-how und von der Einsatzbereitschaft ihrer Beschäftigten abhängig, da der Faktor Mensch besonders im Gesundheitswesen eine zentrale Rolle einnimmt. Das Bündeln unterschiedlicher Maßnahmen, wie z.B. der gezielte Einsatz vorhandener Personalentwicklungsinstrumente für Fachpersonal und Führungskräfte sowie eine gute Arbeitsatmosphäre, spiegelt sich u.a. in einer niedrigen Fluktuation wider. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung werden wie im Vorjahr als gering bis mittel angesehen. Finanzwirtschaftliche Risiken Das Kreditrisiko ist definiert als das Risiko des Ausfalls einer Vertragspartei hinsichtlich der vertraglichen Verpflichtungen, was zu einem finanziellen Verlust für die Gruppe führen könnte. Da der Großteil der Schuldner der Gruppe (mehr als 90 %) gesetzliche Krankenkassen oder öffentliche Rentenversicherungen sind, wird dieses Risiko als minimal erachtet. Sonstige Schuldner, was insbesondere privatversicherte Patienten sind, müssen für ihre Behandlung eine Anzahlung im Voraus leisten. Das konzerneinheitliche Liquiditätsmanagement wird auf Basis eines konzerninternen Cash-Pooling durchgeführt. Zudem verwaltet der Konzern das Liquiditätsrisiko mittels Kreditlinien bei Banken und einer zusätzlichen revolvierenden Kreditlinie. Daneben besteht ein Finanzierungsrisiko bei Kreditvereinbarungen durch die Nichteinhaltung von festvereinbarten Finanzkennzahlen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung werden wie im Vorjahr als mittel angesehen. Energiepreisrisiken Im Jahr 2022 herrschte große Unklarheit, welche Konsequenzen vor allem der Krieg in der Ukraine vor allem auf die Energiepreise in Deutschland haben würde. Für 2023 hat die Bundesregierung nun verschiedene Hilfsprogramme verabschiedet, die dieses Risiko deutlich reduzieren. Darüber hinaus erholen sich die Gas- und Strompreise and den Märkten. Darüber hinaus haben wir unsere Energiepreise für 2023 und 2024 teilweise durch Terminkontrakte abgesichert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung dieses Risikos werden daher als mittel angesehen. Infrastrukturelle Risiken Sonstige Risiken wie etwa Risiken hinsichtlich der Management- und Kontrollsysteme oder unserer IT-Systeme werden wie im Vorjahr als nicht wesentlich erachtet. So sieht sich die Gruppe Risiken im Bereich der IT-Sicherheitsmaßnahmen, Kontrollen und Inspektionen ausgesetzt. Daher wird fortlaufend in Hard- und Software investiert. Den Risiken im Bereich Datenschutz begegnet die Gesellschaft mit ihrem aktiven Datenschutz-Managementsystem, unterstützt durch den extern bestellten Datenschutzbeauftragten. Das Datenschutzhandbuch der Gesellschaft, Richtlinien zum Datenschutz und interne Verfahrensanweisungen werden durch regelmäßige Datenschutzschulungen und technische Vorkehrungen, wie z. B. die 2-Faktor-Authentifizierung und automatisierte Löschungsroutinen, ergänzt. Jegliche Fragen zum Datenschutz beantwortet der Datenschutzbeauftragte angemessen zeitnah und gibt die erforderlichen Handlungsempfehlungen. 4.3. Gesamtbetrachtung Risiko- und Chancensituation Für die Einschätzung des Gesamtrisikos ist das von der MEDIAN Gruppe eingesetzte Risikomanagement grundlegend. Aufgrund der Vielzahl der im MEDIAN Konzern etablierten Maßnahmen zur Überwachung der Unternehmensrisiken ist eine rechtzeitige Reaktion möglich und somit eine Vermeidung bzw. Verminderung der Ausprägung möglicher Risiken gegeben. 4.4. Chancen und Risiken im Zusammenhang mit COVID- 19 Pandemie Der aktuelle COVID 19-Ausbruch birgt Chancen und Risiken für den Konzern, welches als systemrelevantes Unternehmen im Gesundheitssektor unter besonderem Schutz der Bundesregierung steht. Aus der derzeit unsicheren Situation in Bezug auf COVID 19 ergeben sich die folgenden operativen Risiken: -Rückgang der Umsatzerlöse und im Umkehrschluss der Rückgang der Rentabilität aufgrund von Belegungsrückgang -Verschärfung der Personalengpässe durch temporären Verlust von medizinischem und pflegerischem Personal aufgrund von COVID-19-Infektionen -Zeitweise Schließung von Kliniken aufgrund von COVID-19-Infektionen -Anstieg von pandemiebedingten Aufwendungen (z.B. Beschaffung von Schutzausrüstung) sowie Engpässe. Für 2023 wird aber von einem erheblich geringeren Risiko ausgegangen, dass COVID-19 wesentliche negative Auswirkungen auf das Geschäft haben wird. In Q1 2023 wurden zwar noch einige Schutzmaßnahmen umgesetzt und daraus resultierend auch seitens der Deutschen Rentenversicherung Zuschläge bezahlt, diese wurden allerdings in Q2 2023 beendet. Für den MEDIAN-Konzern können sich aus der aktuellen Pandemie-Situation auch Chancen aus neuen Erlösquellen sowie Akquisitionsmöglichkeiten ergeben. Das medizinische Leistungsportfolio der Gruppe, insbesondere im Bereich der Neurologie, bietet Corona-Patienten ein hohes Maß an medizinischer Versorgung und sichert die Nachsorge, auch bei Long-COVID-Diagnosen. Darüber hinaus hat die Digitalisierung eine große Rolle gespielt. Während der COVID-19-Pandemie wurden bereits digitale Therapien angeboten, so dass das MEDIAN Therapieangebot erweitert wurde. Derzeit sind für die zukünftige Entwicklung keine Risiken erkennbar, die zu einer dauerhaften und wesentlichen negativen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen könnten. Die oben genannten Risiken in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie nach Umsetzung aller Maßnahmen und Inanspruchnahme der jeweiligen Schutzschirme schätzen wir als gering ein. 5. Internes Kontrollsystem und RisikomanagementsystemDer Konzern verfügt über ein umfassendes Risikomanagement- und Überwachungssystem. Die für die frühzeitige Risikoerkennung genutzten Instrumente sind in erster Linie monatliche Berichte in Form der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, Berichte über die personelle Situation des Konzerns und die Belegung, die Liquiditätsberichte und die Berichterstattung der Finanzkennzahlen an die Geschäftsführung. Die fortlaufende Überwachung der Geschäftsrisiken ist ein integraler Bestandteil der Tagesordnung der Führungsebene des Konzerns. Das Hauptziel des Risikomanagementsystems besteht in der Fähigkeit zur Analyse der gesamten Risikosituation und der Identifizierung der einzelnen Risiken (branchenspezifische Risiken, leistungswirtschaftliche Risiken, finanzwirtschaftliche Risiken) zu einem möglichst frühen Zeitpunkt, um angemessen auf potenzielle Risiken reagieren zu können. 6. PrognoseberichtEinige der im Lagebericht erwähnten Angaben enthalten zukunftsbezogene Aussagen. Diese wurden auf der Grundlage von Erwartungen und Einschätzungen der Geschäftsleitung über künftige, den Konzern möglicherweise betreffenden Ereignisse und auf Basis der Mittelfristplanung formuliert. Solche in die Zukunft gerichtete Aussagen unterliegen naturgemäß Risiken, Ungewissheiten, Annahmen und anderen Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von denjenigen abweichen - in positiver wie in negativer Hinsicht -, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen oder beschrieben werden. Aufgrund der demographischen Entwicklung ist der deutsche Markt für Rehabilitationsleistungen weitestgehend unabhängig von den allgemeinen konjunkturellen Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund führen der demografisch bedingte Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter und die gleichzeitige schrittweise Heraufsetzung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre zu einer langfristig steigenden Nachfrage an Rehabilitationsleistungen. Der MEDIAN Konzern sieht langfristig sehr gute Chancen, vom steigenden Bedarf an Rehabilitationsleistungen in den stationären und ambulanten Versorgungsbereichen zu profitieren. Im Zuge der Coronavirus-Pandemie konnte bis 2022 ein deutlicher Belegungseinbruch in den Einrichtungen der MEDIAN Unternehmensgruppe beobachten werden. Die ursprünglich geplante Belegungsquote von 87,6 % konnte mit 78,9 % im Geschäftsjahr 2022 nicht erreicht werden. Ausblickend gehen wir aber davon aus, dass die Pandemie 2023 überwunden wird und wir auf unsere Pre-COVID-Belegungsniveaus zurückkehren. Für das Geschäftsjahr 2023 wird ein Umsatz in Höhe von rund EUR 1.139 Mio. erwartet, der im Wesentlichen auf einer Bettenkapazität von rund 18.424 vollstationären Betten und einer Steigerung der Auslastung auf rund 86,8 % basiert. Bei diesen Belegungen wird davon ausgegangen, dass es ab Q2 2023 keine Belegungs-Effekte durch COVID-19 mehr geben wird. Es werden mit durchschnittlichen Preissteigerungen von insgesamt 5,1 % geplant, wobei 6,1 % von den Rentenversicherungen und 6,1 % von den gesetzlichen Krankenkassen im Bereich der Rehabilitation, sowie 2,9 % im Akutbereich erwartet werden. Für das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) erwarten wir eine moderate Steigerung auf EUR 87,4 Mio. sowie für das bereinigte Konzernjahresergebnis eine Steigerung gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 9.084. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass unsere branchenspezifischen aktuellen Prognosen durch weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklungen, insbesondere bedingt durch den Ukraine-Krieg, Inflation oder erneute Pandemien, verwässert wird. 7. NachtragIm Konzernlagebericht haben sich im Vergleich zur Fassung des Konzernlageberichts vom 18. April 2023 die unterzeichnenden Geschäftsführer geändert, außerdem wurde der Sitz der Gesellschaft MEDIAN Klinik Brandis GmbH & Co. KG von Bonn auf Berlin, für MEDIAN Klinik Elbe-Saale GmbH von Barby auf Berlin und MEDIAN Klinik Kühlungsborn GmbH & Co. KG von Kühlungsborn auf Berlin korrigiert. Daneben wurden die Bezeichnungen der Gesellschaften Rehabilitationsklinik Elbe-Saale GmbH auf MEDIAN Klinik Elbe-Saale GmbH, Ostseeklinik Kühlungsborn GmbH & Co. KG auf MEDIAN Klinik Kühlungsborn GmbH & Co. KG sowie Fachklinikum Brandis GmbH & Co. KG auf MEDIAN Klinik Brandis GmbH & Co. KG geändert. Weitere Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.
Berlin, den 22. Dezember 2023 MEDIAN
Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG
Dr. André M. Schmidt, Group CEO Dr. Marc Baenkler, CEO Deutschland Raimund Hackenberger, Group CFO Philipp Schulte-Noelle, Group COO
1 Statistisches Bundesamt DESTATIS,
Pressemitteilung Nr. 20 vom 13.01.2023
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022Konzernanhang A. Allgemeine Informationen zum Konzernabschluss B. Konsolidierungskreis C. Grundlage der Konsolidierung D. Rechnungslegungs- und Bewertungsmethoden E. Erläuterungen zur Konzernbilanz F. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung G. Sonstige Angaben Anlagen: Anlage 1: Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2022 Anlage 2: Anteilsbesitzliste A. Allgemeine Informationen zum KonzernabschlussDie MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG, Berlin (im Folgenden als MEDIAN Unternehmensgruppe bezeichnet) wurde am 26. September 2014 gegründet. Das Unternehmen ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin Charlottenburg unter der Registrierungsnummer HRA Nr. 51518 B eingetragen. Der Konzernabschluss der MEDIAN Unternehmensgruppe wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In Anwendung von § 265 Abs. 5 und 6 HGB erfolgt eine Erweiterung des handelsrechtlichen Gliederungsschemas um spezifische Posten der Verordnung über die Rechnungs- und Buchführungspflichten von Krankenhäusern (Krankenhaus-Buchführungsverordnung - KHBV). Diese Erweiterung des handelsrechtlichen Gliederungsschemas betrifft Verbindlichkeiten (Passiva C. 6.) nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht, einschließlich Davon-Vermerke. Alle Unternehmen des Konsolidierungskreises werden mit Ausnahme der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen mittels Vollkonsolidierung einbezogen. Die assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, da der Konzern sie auf Grundlage der folgenden Kriterien als nicht wesentlich erachtet: Der Anteil eines einzelnen assoziierten Unternehmens oder Gemeinschaftsunternehmens sowie der Summe aller assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen darf nicht mehr als 1 % vom Konzernergebnis und der Bilanzsumme des Konzerns betragen. Zum Ende des Berichtszeitraums treffen die oben genannten Kriterien für alle assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen zu. Der Abschluss ist unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens aufgestellt worden. Die erwarteten Auswirkungen der COVID-19-Pandemie wurden von der Geschäftsleitung des Konzerns eingeschätzt und werden voraussichtlich nicht wesentlich sein. Daher ist die Geschäftsleitung der Ansicht, dass die Auswirkungen des COVID-19-Virus keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf die Finanzlage und Liquidität des Unternehmens haben werden. Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses wurden die zukünftigen Auswirkungen des globalen Pandemieausbruchs COVID-19 als Teil der Einschätzung des Konzerns zur Annahme der Unternehmensfortführung berücksichtigt. B. KonsolidierungskreisNeben der MEDIAN Unternehmensgruppe umfasst der Konzernabschluss 155 (Vorjahr: 139) per Vollkonsolidierung einbezogene Tochtergesellschaften, an denen die MEDIAN Unternehmensgruppe direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Im Berichtsjahr hat sich der Kreis der einbezogenen Gesellschaften wie folgt verändert: Zum 1. Januar 2022 hat die MEDIAN Unternehmensgruppe die verbleibenden 49 % Minderheitsanteile an der MEDIAN Service IV GmbH, Klinik Schweriner See Service GmbH und der Klinik Berus Service GmbH erworben. Zum 1. Juli 2022 wurden 6 weitere Service Gesellschaften für Catering und Energie implementiert. Darüber hinaus wurden 100 % Anteile an der MEDIAN Klinik Elbe-Saale GmbH, Berlin, der MEDIAN Klinik Kühlungsborn GmbH & Co. KG, Berlin und der MEDIAN Klinik Brandis GmbH & Co. KG, Berlin zusammen mit den entsprechenden Holding- und Komplementärgesellschaften erworben.
Die vollständige Anteilsbesitzliste ist in der Anlage 2 zum Konzernanhang wiedergegeben. C. Grundlage der KonsolidierungDer Konsolidierungszeitraum entspricht dem Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022. Stichtag für die Abschlüsse aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember. Die Konsolidierungsgrundsätze wurden unverändert zum Vorjahr beibehalten. I. Kapitalkonsolidierung Für die Kapitalkonsolidierung werden gemäß der Neubewertungsmethode des § 301 HGB die Beteiligungsbuchwerte der Muttergesellschaft MEDIAN Unternehmensgruppe mit dem neu bewerteten Eigenkapitalanteil der Tochtergesellschaften verrechnet. Die erstmalig konsolidierten Unternehmen werden zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, zu dem sie Tochterunternehmen geworden sind. Der positive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung wird nach Aufdeckung aller stillen Reserven und Lasten als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Der Geschäfts- oder Firmenwert bezieht sich im Wesentlichen auf die Vorteile erwarteter Synergien, zukünftigen Gewinnwachstums und des übernommenen Mitarbeiterstamms der MEDIAN Unternehmensgruppe. Es wird davon ausgegangen, dass diese Vorteile im Wesentlichen im Laufe der nächsten zehn Jahre realisiert werden. Daher wird der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben. Ein negativer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung stellt dem Charakter nach eine Rückstellung für drohende Verluste ("Badwill") oder einen "Gewinn" aus Beteiligungserwerb ("Lucky Buy") dar. Im Falle eines Badwill darf der passive Unterschiedsbetrag gem. § 309 Abs. 2 Nr. 1 HGB erst dann ergebniswirksam aufgelöst werden, wenn die zum Zeitpunkt des Erwerbs erwartete ungünstige Entwicklung der künftigen Ertragslage des Unternehmens tatsächlich eingetreten ist oder zu diesem Zeitpunkt erwartete Aufwendungen zu berücksichtigen sind (DRS 23.143). Im Fall eines Lucky Buy ist die erfolgserhöhende Auflösung des passiven Unterschiedsbetrages im Ergebnis gem. § 309 Abs. 2 Nr. 2 HGB erst dann erlaubt, wenn am Abschlussstichtag feststeht, dass er einem realisierten Gewinn entspricht. Nach DRS 23.145 wird die Gewinnrealisierung dann als gegeben angesehen, wenn auch die erworbenen Vermögenswerte realisiert werden. Daher ist ein Lucky Buy planmäßig über die gewichtete durchschnittliche Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände zu vereinnahmen. Eine vorzeitige Vereinnahmung darf bei wesentlichen Abgängen der zugrundeliegenden erworbenen abnutzbaren Vermögenswerte erfolgen. II. Schuldenkonsolidierung Die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden miteinander verrechnet. III. Ertrags- und Aufwandskonsolidierung Die Erträge und Aufwendungen zwischen den konsolidierten Unternehmen (innerbetriebliche Leistungserbringung) wurden eliminiert. IV. Zwischenergebniseliminierung Es kam innerhalb des Konzerns zu keinen Geschäften, die eine Zwischenergebniseliminierung notwendig machen würden. V. Währungsumrechnung Die funktionale Währung des Konzerns ist der Euro. Die Jahresabschlüsse aller Konzernunternehmen wurden in Euro aufgestellt; daher ist keine Währungsumrechnung erforderlich. VI. Latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen Steuerabgrenzungen werden bei der Durchführung von Konsolidierungsmaßnahmen vorgenommen. D. Rechnungslegungs- und BewertungsmethodenDie Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen werden gemäß einheitlicher Rechnungslegungsgrundsätze im Einklang mit den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Die Rechnungslegungs- und Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme notwendiger Anpassungen infolge Gesetzesänderungen unverändert zum Vorjahr beibehalten. I. Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Sie werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer von 3-15 Jahren abgeschrieben. Unterschiedsbeträge werden bei Verwendung der Anschaffungskostenmethode zu Zeitwerten ermittelt und brutto als Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwertes ausgewiesen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über 10 Jahre abgeschrieben, da erwartet wird, die Ergebnisse und Synergieeffekte in diesem Zeitraum zu realisieren. Im Fall dauerhafter Wertminderungen werden entsprechende außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wurden nicht aktiviert. Geleistete Anzahlungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder, wenn diese im Rahmen eines Unternehmenserwerbes erworben wurden, zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbsstichtag jeweils abzüglich Abschreibungen bilanziert. Herstellungskosten beinhalten Material- und Fertigungskosten sowie der Abschreibungen inklusive angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über die geschätzten Nutzungsdauern der Vermögenswerte. Geleistete Anzahlungen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Nutzungsdauern ergeben sich wie folgt:
Grundstücke oder Anlagen im Bau werden nicht planmäßig abgeschrieben. Im Fall dauerhafter Wertminderungen werden entsprechende außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Wegfall der dauernden Wertminderung erfolgt eine Wertaufholung. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Anschaffungskosten beinhalten die im Zusammenhang mit der Anschaffung anfallenden Kosten und Aufwendungen. Im Falle dauerhafter Wertminderungen werden entsprechende außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. II. Umlaufvermögen Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden unter Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren mit ihren Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Marktwert bewertet. Ist kein Marktwert verfügbar, erfolgt der Ausweis zum beizulegenden Wert des Vermögenswertes am Bilanzstichtag, wenn dieser niedriger als die Anschaffungskosten ist. Die Bewertung der unfertigen Leistungen (noch nicht abgerechnete Fallpauschalen für Patienten, deren Behandlung noch nicht abgeschlossen war) erfolgt retrograd aus den Ist-Erlösen. Waren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zum Nominalwert bilanziert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag, wenn dieser unter dem Nominalwert liegt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. In den Forderungen sind Behandlungsleistungen aus der Rehabilitation abgegrenzt, die zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen waren. Die Vergütung dieser Leistungen erfolgt nach tagesgleichen Sätzen. Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt. III. Aktiver Rechnungsabgrenzung Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten bezieht sich auf Ausgaben vor dem Stichtag, soweit sie Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag betreffen. In Fällen, in denen der Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit über dem Auszahlungsbetrag liegt, wird der Unterschiedsbetrag direkt als Aufwand erfasst. IV. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (Überschuss Deckungsvermögen über Pensions- und andere vergleichbare langfristige Verpflichtungen) Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 und Satz 3 HGB wird ein positiver Unterschiedsbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens und den vorhandenen Pensionsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen zum Stichtag als Aktivposten ausgewiesen. Die Saldierung wird entsprechend mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen vorgenommen. V. Eigenkapital Die Kapitalanteile sind zum Nennbetrag angesetzt. VI. Rückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche langfristige Verpflichtungen werden auf Grundlage der von Prof. Dr. Klaus Heubeck herausgegebenen "Richttafeln 2018 G" gebildet. Die Bewertung erfolgt unter Anwendung der Projected-Unit-Credit Methode (PuC-Methode). Dabei wird von dem Wahlrecht zur pauschalen Abzinsung aller pensionsbezogenen Verpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren Gebrauch gemacht. Hierbei wurden ein Rechnungszinssatz von 1,78 % bei einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre (Vorjahr: 1,87 %) sowie ein Gehalts- und Pensionstrend von 0,00 % (Vorjahr: 0,00 %) verwendet. Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden unter Anwendung der von Prof. Dr. Klaus Heubeck herausgegebenen Standardtafeln berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 51) und ist nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB ausschüttungsgesperrt. Die Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,44 % (im Vorjahr: 1,35 %) zum 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) berücksichtigt. Die Fluktuationsrate beträgt 20,50 % (Vorjahr 19,70 %). Rückstellungen werden für dem Grunde und/oder der Höhe nach ungewisse Verbindlichkeiten sowie drohende Verluste gebildet. Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten werden gebildet, wenn eine rechtliche oder wirtschaftliche Verpflichtung gegenüber Dritten besteht und die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist. Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Für die Abzinsung der Rückstellungen, außer Rückstellungen für Pensionen, wird der entsprechende durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet, der monatlich berechnet und durch die Deutsche Bundesbank gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlicht wird. Effekte aus der Änderung der Abzinsungssätze werden im Finanzergebnis ausgewiesen. VII. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben (Erstkonsolidierung und Umwandlungen unter Zugrundelegung der Anschaffungskosten-Methode) übernommene Darlehen werden bei der Ersterfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. In den Folgezeiträumen wird der Unterschiedsbetrag zwischen dem Zeitwert und dem Erfüllungsbetrag unter Anwendung der Effektivzinsmethode fortgeschrieben. Erhaltene Anzahlungen werden zum Nennbetrag angesetzt. VIII. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten nach § 250 Abs. 2 HGB umfassen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. IX. Latente Steuern Latente Steuern werden aufgrund temporärer Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Buchwerten der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Abgrenzungsposten bzw. aufgrund steuerlicher Verlustvorträge gebildet. Die sich daraus ergebenden Steuerbe- und -entlastungen werden unter Nutzung unternehmensspezifischer Steuersätze berechnet, die zu dem Zeitpunkt in Kraft sind, an dem sich die Unterschiedsbeträge voraussichtlich umkehren werden. Diese Beträge werden nicht abgezinst. Latente Steuerentlastungen und Steuerbelastungen werden auf Ebene des Ertragsteuersubjekts miteinander verrechnet. Alle der latenten Besteuerung unterliegenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden und werden für Tätigkeiten genutzt, die nicht gewerbesteuerpflichtig sind, da der Hauptgeschäftszweck des Konzerns der Betrieb von Krankenhäusern ist. Daher wurden bei der Bestimmung des Steuersatzes von 15,825 % nur die Körperschaftsteuer und der Solidaritätszuschlag berücksichtigt. Ggf. wird ein zusätzlicher Gewerbesteuersatz zwischen 14 % und 15 % genutzt, soweit dies im Einzelfall zutreffend ist. Hinsichtlich des aus der Konsolidierung stammenden Geschäfts- oder Firmenwerts werden keine latenten Steuern berücksichtigt. Soweit temporäre Unterschiede auf Ebene von Personenhandelsgesellschaften bestehen, werden diese auf Ebene der übergeordneten Kapitalgesellschaft bzw. des Gesellschafters berücksichtigt. Aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft werden die ertragsteuerlichen Ergebnisse, die unter dem Organträger MEDIAN Unternehmensgruppe zusammengeführt werden von der übergeordneten Muttergesellschaft Remedco Holding B.V. im Rahmen der beschränkten Steuerpflicht in Deutschland versteuert. Insofern werden künftige Steuerforderungen und -verbindlichkeiten auf Ebene der Remedco Holding B.V. realisiert. Daher erfolgt die Bildung von aktiven und passiven latenten Steuern nur bei den Gesellschaften, die nicht Organgesellschaft der vorgenannten ertragsteuerlichen Organschaft sind. E. Erläuterungen zur KonzernbilanzI. Aktiva 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens wird im Anlagespiegel (siehe Anlage 1 zum Konzernanhang) dargestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten insbesondere den Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der Median Kliniken S. à r.l., deren Mehrheit der Anteile im Dezember 2014 erworben wurde. Im Geschäftsjahr erhöhte sich der Geschäfts- oder Firmenwert aufgrund des Erwerbs der AKG Reha-Zentrum GmbH & Co. KG. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Gesamtnutzungsdauer von zehn Jahre abgeschrieben. Im Sachanlagevermögen standen sich Investitionen in Höhe von TEUR 19.631 (Vorjahr: TEUR 15.451) und Abschreibungen in Höhe von TEUR 14.525 (Vorjahr: TEUR 16.073) gegenüber. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 78.782. 3. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten beinhalten nicht frei verfügbare Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 7.470 (Vorjahr: TEUR 1.263). Daneben sind Barmittel aus noch nicht verwendeten Fördermitteln in Höhe von TEUR 7.470 (Vorjahr: TEUR 10.274) in der Position enthalten. 4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet den Restbuchwert eines Disagios aus der Refinanzierung in Höhe von TEUR 5.030 (Vorjahr: TEUR 0) im Zusammenhang mit der Refinanzierung sowie abgegrenzte Auszahlungen für Miete, Wartung sowie Gebühren. 5. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.771 saldiert (Vorjahr: TEUR 1.823) basieren in erster Linie auf Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Buchwerten der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die im Konzern der Besteuerung unterliegen:
Mit dem vollzogenen Wechsel der Anteilseigner durch den Verkauf der Geschäftsanteile der Remedco Holding B.V. an die Remedco GER B.V. zum 14. Oktober 2021 und Verschmelzung der Remedco Holding B.V. auf die Remedco GER B.V. sind grundsätzlich sämtliche bis zum Erwerbszeitpunkt entstandenen Verlustvorträge nach § 8c Abs. 1 KStG untergegangen. Die Prüfung möglicher Ausnahmeregelungen wurde bisher noch nicht abschließend geprüft. 6. Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung (Überschuss Deckungsvermögen über Pensions- und andere vergleichbare langfristige Verpflichtungen) Die Verrechnung der Rückstellung mit dem Rückkaufswert (der den fortgeführten Anschaffungskosten der entsprechenden Vermögenswerte und dem beizulegenden Zeitwert nach § 255 Abs. 4 S. 3 HGB entspricht) der Rückdeckungsversicherung (Deckungsvermögen) führt zu einem aktiven Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 2 zum Stichtag (Vorjahr: TEUR 18). Der Posten resultiert aus der Verrechnung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 122 (Vorjahr: TEUR 143) mit dem entsprechenden Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 124 (Vorjahr: TEUR 157). Entsprechende Aufwendungen in Höhe von TEUR 16 wurden nicht verrechnet, da das entsprechende Gutachten nicht rechtzeitig vorlag II. Passiva 1. Eigenkapital Die Bestandteile und Änderungen im Konzerneigenkapital werden im Konzern-Eigenkapitalspiegel dargestellt. Der Konzern-Eigenkapitalspiegel wurde nach DRS 22 aufgestellt. Gewinnanteile der Kommanditisten werden entsprechend den Regelungen im Gesellschaftsvertrag grundsätzlich den variablen Kapitalkonten II gutgeschrieben. Variable Kapitalkonten und Rücklagen des Mutterunternehmens sind nach den Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages nicht entnahmefähig. Sie können durch Gesellschafterbeschluss mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen den entnahmefähigen Darlehenskonten gutgeschrieben werden. Auf dem Verlustsonderkonto werden die jeweiligen Verlustanteile gebucht, soweit sie nicht durch Gewinnanteile ausgeglichen sind. Der Differenzbetrag für gegenüber dem Mutterunternehmen niedrigere Konzernergebnisse bildet die Differenz zwischen dem Eigenkapital des Mutterunternehmens und dem Eigenkapital des Konzerns ab. Er entsteht aus den Ergebnisbeiträgen der Konzerngesellschaften nach Konsolidierungsbuchungen. Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderung im Vorjahr: Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2021 wurden weitere 10,56 % der Anteile an der MEDIAN Klinik Berus GmbH & Co. KG erworben. Der Minderheitenanteil am Eigenkapital verringerte sich dadurch um TEUR 655. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2021, 1. Februar 2021, 1. Juli 2021 sowie 1. August 2021 wurden weitere 1,04 % der Anteile an der Quellenhof KG Salze-Klinik GmbH & Co. erworben. Der Minderheitenanteil am Eigenkapital verringerte sich dadurch um TEUR 109. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Februar 2021 sowie 1. Juli 2021 wurden weitere 0,25 % der Anteile an der Rehabilitations-Klinik Mittel-Mosel GmbH & Co. KG. Bernkastel-Kues erworben. Der Minderheitenanteil am Eigenkapital verringerte sich dadurch um TEUR 16. Zudem wurden Dividenden für Vorjahre an die Minderheitsgesellschafter der Fachklinik Waren GmbH und der MEDIAN Klinik Berus GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 868 ausgeschüttet. Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderung im Geschäftsjahr: Im Zuge der weiteren Zentralisierung von Dienstleistungen innerhalb der MEDIAN Gruppe wurden mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2022 die bisherigen 49 % Minderheitenanteile an der MEDIAN Service IV GmbH, an der Klinik Berus Service GmbH und an der Klinik Schweriner See Service GmbH erworben. Die Minderheitenanteile am Eigenkapital verringerten sich dadurch um TEUR 1.023. Zudem wurden Dividenden für Vorjahre an die Minderheitsgesellschafter der Fachklinik Waren GmbH und der MEDIAN Klinik Berus GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 1.219 ausgeschüttet. 2. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für erwartete Rückzahlungsansprüche im Zusammenhang mit COVID-19-bezogenen Ausgleichszahlungen des Bundes in Höhe von TEUR 53.763 (Vorjahr: TEUR 69.835). Bei Erhalt von Schutzprogrammzahlungen auf Basis einer ersten Schätzung notwendiger Ausgleichszahlungen erfolgt die Ermittlung möglicher Überzahlungen auf Basis täglicher Berechnungen der Belegungsstatistiken in allen Kliniken. Alle anderen Schutzprogrammzahlungen werden tagesgenau nach der tatsächlichen Belegung abgerechnet. Wir verweisen auch auf die Angaben zu den Umsatzerlösen. Weiterhin sind Rückstellungen in Verbindung mit möglichen Sozialversicherungsrisiken in Höhe von TEUR 6.652 (Vorjahr: TEUR 5.714) sowie Anwalts- und Gerichtskosten in Höhe von TEUR 801 (Vorjahr: TEUR 1.783) in den sonstigen Rückstellungen enthalten. Die sonstigen Personalkostenrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Jubiläen in Höhe von TEUR 1.858 (Vorjahr: TEUR 1.330) sowie für Bereitschaftsdienste in Höhe von TEUR 2.249 (Vorjahr: TEUR 2.014). 3. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten weisen die folgenden Restlaufzeiten auf:
Die Verbindlichkeiten erhöhten sich stichtagsbedingt gegenüber dem Vorjahr um TEUR 82.977. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind auf die Refinanzierung der Gruppe zurückzuführen. Im Vorjahr erfolgte bis zum Abschluss der Schuldübernahmeverträge im Januar 2022 eine Zwischenfinanzierung durch Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 316.582. 4. Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 4.265 saldiert (Vorjahr: TEUR 1.673) basieren in erster Linie auf Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Buchwerten der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die im Konzern der Besteuerung unterliegen:
F. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und VerlustrechnungAufgrund der Konsolidierungskreisänderungen sind die Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nur bedingt mit dem Vorjahr vergleichbar. 1. Umsätze
Die Netto-Umsatzerlöse umfassen in erster Linie Umsatzerlöse aus Krankenhausdienstleistungen, die im Bereich Anschlussheilverfahren und Heilverfahren, teilstationären Behandlungen und sonstigen Bereichen wie der Intensivierten Rehabilitationsnachsorge (IRENA) der Deutschen Rentenversicherung erbracht werden. Diese Umsätze werden nur in Deutschland erwirtschaftet. Zudem hat der Konzern im Jahr 2022 Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 14.936 (Vorjahr: TEUR 30.891) erfasst, um COVID-19-bedingte Umsatzausfälle zu kompensieren. Diese Zuschüsse beinhalten Ausgleichszahlungen für verschobene Operationen, für Erweiterungen von Intensivbetten, für die Anspruchsberechtigung für Präventions- und Rehabilitationseinrichtungen und für Früherkennung und Frühinterventionen. Der Zuschuss wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung in der gleichen Periode erfasst, in der die entsprechenden Aufwendungen anfallen. Außerdem enthalten die Umsatzerlöse auch die Erstattung von zusätzlichen Hygieneaufwendungen in Höhe von TEUR 23.857 (Vorjahr: TEUR 37.135). 2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Die periodenfremden Erträge betreffen im Wesentlichen die Ausbuchungen von Verpflichtungen, für die eine Inanspruchnahme nicht mehr zu erwarten ist. 3. Personalaufwand Die sozialen Abgaben entfallen mit TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 21) auf Altersversorgung. 4. Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beinhalten insbesondere planmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert TEUR 36.098 (Vorjahr: TEUR 43.877) und planmäßige Abschreibungen auf Gebäude TEUR 4.107 (Vorjahr: TEUR 3.742) sowie sonstige Sachanlagen in Höhe von TEUR 10.418 (Vorjahr: TEUR 12.305). 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Der Anstieg der Aufwendungen für Mieten und Pachten resultiert aus den im Geschäftsjahr 2022 abgeschlossenen neuen Sale-and-lease-back-Transaktionen und den jährlichen Mietanpassungen. Die Position Akquisitions- und Reorganisationsaufwand enthält die im Rahmen der Schuldübernahmeverträge an die Median Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG weiterbelasteten Refinanzierungskosten in Höhe von TEUR 11.916. 6. Zinsen und ähnliche Erträge und Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Erträge enthalten im Wesentlichen Zinserträge aus Ausleihungen gegenüber der Muttergesellschaft Remedco Holding B.V. in Höhe von TEUR 11.803 (Vorjahr: TEUR 7.985). In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 3.350) sowie Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 34 (Vorjahr: TEUR 64) enthalten. 7. Sondereffekte Das Konzernjahresergebnis beinhaltet die folgenden Sondereffekte:
G. Sonstige Angaben1. Mitarbeiter Der Konzern beschäftigte im Schnitt 11.034 (Vorjahr: 10.918) Vollzeitkräfte.
Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 14.708 (Vorjahr: 15.501), davon im medizinischen Dienst 9.868 und im nicht-medizinischen Dienst 4.840. 2. Geschäftsführung Die Geschäftsführung der MEDIAN Unternehmensgruppe obliegt der Remedco Mgmt B.V., Berlin, die wiederum von den Herren Dr. André M. Schmidt, Group CEO (Diplom-Chemiker); Dr. Marc Baenkler, CEO Deutschland (Arzt), seit dem 1. September 2022 und bis zum 31. März 2023 Dr. Matthias Koch, CFO (Diplom-Kaufmann); vom 1. April 2023 bis 31. Dezember 2023 Raimund Hackenberger, Group CFO (Diplom-Kaufmann) und bis zum 31. August 2023 Dr. Florian Frensch als Group COO (Diplom-Wirtschaftsingenieur) und vom 15. September Herr Philipp Schulte-Noelle als neuer Group COO vertreten wird. Das gezeichnete Kapital des Unternehmens beläuft sich auf TEUR 28. Die Bezüge der Geschäftsführung der Muttergesellschaft für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und den Tochterunternehmen betrugen TEUR 1.576 (Vorjahr: TEUR 3.335). Dem Advisory Committee (vormals "Beirat") der MEDIAN Unternehmensgruppe gehörten im Geschäftsjahr Herr Dr. Carsten Rahlfs, Herr Robert Schoebel und Herr Jan-Patrick Dörries (alle Waterland Private Equity GmbH) an. Das Advisory Committee erhält für seine Tätigkeit keine Bezüge. 3. Honorar des Abschlussprüfers Für Honorare der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, sind im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.370 (Vorjahr: TEUR 1.355) enthalten. Davon betreffen TEUR 1.370 (Vorjahr: TEUR 1.326) Prüfungsleistungen sowie TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 29) sonstige Beratungsleistungen. 4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, außerbilanzielle Geschäfte, Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse Es bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten (TEUR 3.345.400; Vorjahr: TEUR 2.871.335):
Zum 31. Dezember 2022 hat der Konzern keine Eventualverbindlichkeiten sowie außerbilanzielle Geschäfte. Die Median Gruppe hat im Oktober 2021 eine neue Gruppenfinanzierung mit einem Bankenkonsortium in Höhe von TEUR 920.000 abgeschlossen. Das Darlehen valutierte zum 31. Dezember 2022 mit TEUR 875.644 inklusive abgegrenzter Zinsen (Vorjahr: TEUR 835.940). Die Inanspruchnahme der Kredite erfolgt durch die Remedco GER B.V. und die MEDIAN B.V. Die MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG, Berlin, garantiert gesamtschuldnerisch zusammen mit weiteren Gesellschaften der MEDIAN Gruppe Deutschland und der PRIORY Gruppe Großbritannien sowie der oben genannten niederländischen Holding die Rückzahlung der Finanzierung. Zusätzlich haben die Gesellschaften zur Besicherung der Finanzierung verschiedene Forderungen zur Sicherheit abgetreten und Konten verpfändet. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wird aufgrund der soliden finanziellen Situation des MEDIAN B.V. Konzerns als gering eingeschätzt. 5. Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen Es bestehen Darlehensverträge mit nahestehenden Unternehmen. Diese wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen. 6. Nachtragsbericht Im Rahmen eines Sale-And-Lease-Back-Vertrages (SALB) wurden die erworbenen Klinikimmobilien der MEDIAN Klinik Elbe-Saale GmbH, Berlin, der MEDIAN Klinik Kühlungsborn GmbH & Co. KG, Berlin und der MEDIAN Klinik Brandis GmbH & Co. KG, Berlin veräußert und zurückgemietet. Zum 31. August 2023 legte Herr Dr. Frensch sein Amt als Group COO nieder. Mit 15. September 2023 begann Herr Philipp Schulte-Noelle als neuer Group COO. Die Angaben im 2. Unterabschnitt Geschäftsführung wurden dementsprechend geändert. Im Vergleich zur Fassung des Konzernanhangs vom 18. April 2023 haben sich zudem Änderungen in der Angabe zur Anlage 2 des Konzernanhangs der Anteilsbesitzliste sowie der oben genannten Änderung bei den unterzeichnenden Geschäftsführern ergeben. Konkret wurden in der Anlage 2 des Konzernanhangs die Befreiungsmöglichkeiten der Nummer 57, 58, 59, 71, 82, 83, 84, 85, 86 und 153 ebenso in Anspruch genommen und die Inanspruchnahme entsprechend angegeben. Daneben wurden bei Nr. 57 der Sitz von Barby auf Berlin, Nr. 58 sowie 149 der Sitz von Kühlungsborn auf Berlin, Nr. 150 und 153 der Sitz von Bonn auf Berlin geändert. Zusätzlich wurden die bisherigen Bezeichnungen der Gesellschaften Ostseeklinik Kühlungsborn GmbH & Co. KG auf MEDIAN Klinik Kühlungsborn GmbH & Co. KG sowie Rehabilitationsklinik Elbe-Saale GmbH auf MEDIAN Klinik Elbe-Saale GmbH, Fachklinikum Brandis GmbH & Co. KG auf MEDIAN Klinik Brandis GmbH & Co. KG, Ostseeklinik Kühlungsborn Verwaltungsgesellschaft mbH auf MEDIAN Klinik Kühlungsborn Verwaltungsgesellschaft mbh, Fachklinikum Brandis Verwaltungs- und Beteiligungsges. mbH auf MEDIAN Klinik Brandis Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Besitzgesellschaft Fachklinikum Brandis GmbH & Co. KG auf Besitzgesellschaft MEDIAN Klinik Brandis GmbH & Co. KG und die Besitzgesellschaft Fachklinikum Brandis Verw.- u. Beteiligungsges. mbH auf Besitzgesellschaft MEDIAN Klinik Brandis Verwaltungs-u. Beteiligungsgesellschaft mbh geändert. Nicht zuletzt gab es eine Änderung des Sitzes der Gesellschaft MEDIAN B.V. von Amsterdam auf Bussum. 7. Sonstige Pflichtangaben Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird separat dargestellt. Mutterunternehmen im Sinne des § 285 Abs. 14 HGB ist die MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG, Berlin, die somit den Konzernabschluss erstellt (kleinster Kreis). Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht. Dabei nutzt das Unternehmen für Personengesellschaften die anwendbaren Ausnahmeregelungen gemäß § 264b HGB sowie für Kapitalgesellschaften die anwendbaren Ausnahmeregelungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB. Gesellschaften, welche von den anwendbaren Ausnahmeregelungen Gebrauch machen, können der Anlage 2 zum Konzernanhang ("Anteilsbesitzliste") entnommen werden. Den Konzernabschluss für den größten Kreis stellt die MEDIAN B.V., Bussum (Niederlande), auf. Dieser ist im niederländischen Register Bussum 81012799 einsehbar.
Berlin, den 22. Dezember 2023 MEDIAN
Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG
Dr. André M. Schmidt, Group CEO Dr. Marc Baenkler, CEO Deutschland Raimund Hackenberger, Group CFO Philipp Schulte-Noelle, Group COO Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2022
Entwicklung des Konzerneigenkapitals zum 31. Dezember 2021 und zum 31. Dezember 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MEDIAN Unternehmensgruppe B.V. & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Hinweis zur Nachtragsprüfung Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Konzernabschluss und geänderten Konzernlagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 25. April 2023 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 29. Dezember 2023 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf Änderungen in der Anteilsbesitzliste (Anlage II zum Konzernanhang) sowie die Änderung der Zusammensetzung der Geschäftsführung und die Anpassung von Firmenbezeichnungen und -sitzen im Konzernanhang und Konzernlagebericht bezog. Auf die Darstellung der Änderungen durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Konzernanhang, Abschnitt "G. Sonstige Angaben", Unterabschnitt "6 Nachtragsbericht", sowie im geänderten Konzernlagebericht, Abschnitt "7. Nachtrag", wird verwiesen.
Berlin, den 25. April 2023 /
PricewaterhouseCoopers
GmbH
Michael Ey, Wirtschaftsprüfer ppa. Dr. Veronika Hefen, Wirtschaftsprüferin Partners' Resolution(Gesellschafterbeschluss)
Register of the Local Court of Charlottenburg under HRB 162698 B, with the business address Franklinstraße 28-29, 10587 Berlin, is the sole general partner (the "General Partner" and, together with the Limited Partner, collectively, the "Partners") of
a limited partnership incorporated under the laws of Germany with its registered business address at Franklinstraße 28-29, 10587 Berlin, Germany and registered with the commercial register of the Local Court (Amtsgericht) of Charlottenburg under HRA 51518 (hereinafter also referred to as the "Company"). Waiving any and all statutory and contractual requirements as to the form and notice of convening and holding as well as adopting a partners' resolution outside a partners' meeting, the Partners hereby unanimously resolve as follows:
No further resolutions were passed.
Berlin, 02. January 2024 Remedco Mgmt B.V. represented by: Dr. André M. Schmidt, Geschäftsführer Dr. Marc Baenkler, Geschäftsführer Phillipp Schulte-Noelle, Geschäftsführer
Remedco
GER B.V.
which is in turn represented by: Sabrina Ramdhani, Title: Proxy holder Kevin Santegoeds, Title: Proxy holder Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 02.01.2024 gebilligt. |
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