Stammdaten

Register
Amtsgericht Friedberg HRB 7835
Eingetragen
13.3.2014
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenGroßhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 tGroßhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
der Handel, An- und Verkauf von Kraftfahrzeugen aller Art nebst Zubehörteilen sowie Erbringung aller Serviceleistungen im Zusammenhang mit An- und Verkauf von Kraftfahrzeugen und deren Import und Export.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frank Hruby
seit 13.3.2014
Geschäftsführer
Jürgen Gottschalk
seit 13.3.2014
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

66.40% identifiziert33.60% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
33.20%
33.20%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MTS Automobile GmbHEigenbeteiligung
33.60%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
MTS Automobile GmbH
Germany
8.400 €
33.60%
Frank Hruby
Friedrichsdorf
8.300 €
33.20%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MTS Automobile GmbH

Friedberg (Hessen)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.08.2022 bis zum 31.07.2023

BILANZ zum 31.Juli 2023

AKTIVA

31.07.2023 31.07.2022
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 252,00 1.582,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 33.670,00 37.836,00
33.922,00 39.418,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 63.952,20 63.952,20
2. technische Anlagen und Maschinen 494.712,35 441.959,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.370.678,00 4.585.405,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 212.246,00 0,00
6.141.588,55 5.091.316,20
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.167.848,16 1.167.848,16
7.343.358,71 6.298.582,36
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
fertige Erzeugnisse und Waren 12.704.113,91 9.200.826,29
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.386.408,34 2.355.894,20
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.585.355,30 1.756.784,81
4.971.763,64 4.112.679,01
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Euro 1.098.948,82 (Euro 1.082.708,20)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.281.664,32 1.129.517,38
18.957.541,87 14.443.022,68
C. Rechnungsabgrenzungsposten 130.070,12 53.744,19
26.430.970,70 20.795.349,23

PASSIVA

31.07.2023 31.07.2022
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
eigene Anteile 8.400,00- 8.400,00-
ausgegebenes Kapital 16.600,00 16.600,00
II. Gewinnrücklagen
Rücklage für eigene Anteile 8.400,00 8.400,00
III. Gewinnvortrag 4.043.846,88 2.494.889,05
IV. Jahresüberschuss 1.864.855,74 1.548.957,83
5.933.702,62 4.068.846,88
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.595.884,81 969.130,43
2. sonstige Rückstellungen 756.925,00 564.360,00
2.352.809,81 1.533.490,43
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.777.960,58 13.581.792,85
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 15.189.216,12 (Euro 10.222.740,55)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 360.319,64 322.497,66
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 360.319,64 (Euro 322.497,66)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 673.072,53 1.059.880,86
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 673.072,53 (Euro 1.059.880,86)
4. sonstige Verbindlichkeiten 333.105,52 228.840,55
18.144.458,27 15.193.011,92
- davon aus Steuern Euro 159.589,00 (Euro 71.221,09)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 0,00 (Euro 741,67)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 241.136,06 (Euro 121.951,21)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Euro 91.969,46 (Euro 106.889,34)
26.430.970,70 20.795.349,23

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 68.627.521,64 55.744.331,72
2. sonstige betriebliche Erträge 197.877,65 290.672,06
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 51.578.357,70 42.192.614,69
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 666.589,77 632.574,16
52.244.947,47 42.825.188,85
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.112.121,39 4.805.464,67
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.046.376,53 868.280,50
7.158.497,92 5.673.745,17
- davon für Altersversorgung Euro 14.764,36 (Euro 11.904,05)
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.191.945,97 983.944,53
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.050.415,36 4.032.514,66
Betriebsergebnis 3.179.592,57 2.519.610,57
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19.936,86 16.058,96
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 426.085,53 209.110,22
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 855.808,89 732.397,50
10. Ergebnis nach Steuern 1.917.635,01 1.594.161,81
11. sonstige Steuern 52.779,27 45.203,98
12. Jahresüberschuss 1.864.855,74 1.548.957,83

ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die MTS Automobile GmbH hat ihren Sitz in Friedberg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Friedberg unter HRB 7835 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) zum 31. Juli 2023 ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsvorschriften nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des GmbH Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft hat zum zweiten Mal die Größenklasse zur großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB überschritten.

Die Gliederung des Jahresabschlusses erfolgt nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses werden die für die einzelnen Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung geforderten zusätzlichen Angaben in den Anhang übernommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Das Geschäftsjahr 2022/2023 umfasst den Zeitraum 1. August 2022 bis 31. Juli 2023.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, bei abnutzbaren Gegenständen abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet; soweit notwendig erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen. Es wird die lineare Methode angewandt. Bei den planmäßigen Abschreibungen wird von der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ausgegangen.

Bei beweglichen Anlagegegenständen sind die Jahresabschreibungen auf Zugänge monatsgenau verrechnet worden. Der ausgewiesene Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von zehn bzw. fünfzehn Jahren abgeschrieben.

Bis zum Geschäftsjahr 2017/2018 wurde für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von jeweils über € 150,00 bis zu höchstens EUR 1.000,00 ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit je 20 % linear abgeschrieben wurde (§ 6 Abs. 2a EStG). Es werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 im laufenden Geschäftsjahr als Aufwand erfasst.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen Fahrzeuge und Teile werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungskostenminderungen (Boni, Skonti) und unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert, niedrig verzinsliche Darlehensforderungen mit ihrem Barwert angesetzt. Erforderliche Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wegen des allgemeinen Ausfallrisikos wurden in ausreichender Höhe gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und decken alle zum Abschlussstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ab. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB).

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bis zum Abschlussstichtag eingetretene Kursverluste werden berücksichtigt.

IV. Angaben zur Bilanz

Die horizontale Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens zeigt der folgende Anlagenspiegel:

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023

(Anlagenspiegel)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.08.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.07.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.890,20 0,00 0,00 44.890,20
2. Geschäfts- oder Firmenwert 65.610,46 0,00 0,00 65.610,46
110.500,66 0,00 0,00 110.500,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 63.952,20 0,00 0,00 63.952,20
2. technische Anlagen und Maschinen 986.428,52 149.771,41 0,00 1.136.199,93
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.613.153,79 112.016,75 46.790,81 *) 1.678.379,73
4. Vorführwagen 4.792.379,08 3.708.561,33 2.534.964,30 5.965.976,11
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 227.406,83 0,00 227.406,83
7.455.913,59 4.197.756,32 2.581.755,11 9.071.914,80
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.167.848,16 0,00 0,00 1.167.848,16
1.167.848,16 0,00 0,00 1.167.848,16
8.734.262,41 4.197.756,32 2.581.755,11 10.350.263,62
Abschreibungen
Stand 01.08.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.07.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.308,20 1.330,00 0,00 44.638,20
2. Geschäfts- oder Firmenwert 27.774,46 4.166,00 0,00 31.940,46
71.082,66 5.496,00 0,00 76.578,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 544.469,52 97.018,06 0,00 641.487,58
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.170.470,79 153.867,75 46.785,81 *) 1.277.552,73
4. Vorführwagen 649.657,08 920.403,33 573.935,30 996.125,11
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 15.160,83 0,00 15.160,83
2.364.597,39 1.186.449,97 620.721,11 2.930.326,25
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
2.435.680,05 1.191.945,97 620.721,11 3.006.904,91
Buchwerte
Stand 31.07.2023 Stand 01.08.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 252,00 1.582,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 33.670,00 37.836,00
33.922,00 39.418,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 63.952,20 63.952,20
2. technische Anlagen und Maschinen 494.712,35 441.959,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 400.827,00 442.683,00
4. Vorführwagen 4.969.851,00 4.142.722,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 212.246,00 0,00
6.141.588,55 5.091.316,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.167.848,16 1.167.848,16
1.167.848,16 1.167.848,16
7.343.358,71 6.298.582,36

*) in den anderen Anlagen, BGA sind GWG sowohl in den AHK als auch in den Abschreibungen sowohl in den Zu- und Abgängen in Höhe von 43.786,81 € enthalten

Der im Jahr 2017 zugegangene Firmenwert aus dem Erwerb eines Autohauses wird über 10 Jahre, die in den Jahren 2008 und 2022 zugegangenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben.

Die Zugänge bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhalten im Geschäftsjahr 2022/2023 hauptsächlich Einrichtungsgegenstände und Computerhardware. Bei den unter dem Anlagevermögen ausgewiesenen Vorführwagen stehen den Zugängen von TEUR 3.708 Abgänge zu Restbuchwerten von TEUR 1.961 und Abschreibungen von TEUR 920 gegenüber. Die Vorführwagen werden über eine Nutzungsdauer von 6 Jahren abgeschrieben.

Der Buchwert der Anteile an verbundenen Unternehmen setzt sich zum 31.07.2023 wie folgt zusammen:

Jahresergebnis 2021/2022 Eigenkapital 31.07.2022 Buchwert Beteiligung 31.07.2023
%
MTS Premium Cars GmbH, Friedberg 160.393,02 468.846,49 1.167.848,16 100,00
1.167.848,16

Das Jahresergebnis 2023 und das Eigenkapital zum 31.07.2023 des verbundenen Unternehmens war zum Zeitpunkt der Aufstellung des Anhangs noch nicht bekannt.

Die im Umlaufvermögen ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Erforderliche Einzelwertberichtigungen wurden in Höhe von TEUR 186 gebildet. Pauschalwertberichtigungen wurden in Höhe von 0,75 % berücksichtigt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit TEUR 1.098 Forderungen gegen Gesellschafter und mit TEUR 261 Steuerforderungen. Darin enthalten sind antizipative Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 21. Diese betrafen im Folgejahr abziehbare Vorsteuer. Die Forderungen gegen über Gesellschaftern haben eine Restlaufzeit von größer einem Jahr in Höhe von TEUR 1.098. Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Versicherungsbeiträge, Mietvorauszahlungen, Werbeleistungen, etc.

Die Gesellschaft hat von ihrem Saldierungs- und Aktivierungswahlrecht eines Postens für latente Steuern Gebrauch gemacht. Die aus temporären Differenzen bei den Rückstellungen für Urlaub (T€ 5) resultierende Steuerentlastung wurde demgemäß nicht aktiviert. Der zur Ermittlung der latenten Steuern heranzuziehende Steuersatz beträgt 15,825 % für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie 14,15 % für die Gewerbesteuer bei einem durchschnittlichen Hebesatz von 401,45 %. Weitere Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden haben sich nicht ergeben.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25 und ist in vollem Umfang eingezahlt. Die Gesellschaft hält eigene Anteile in Höhe von TEUR 8.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten Rückstellungen für Berufsgenossenschaftsbeträge in Höhe von TEUR 30, für Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 48, für die Anschlussbetriebsprüfung seitens des Finanzamtes in Höhe von TEUR 15, für die Verpflichtung zur Zahlung des 13. Monatsgehalts in Höhe von TEUR 92, für Überstunden in Höhe von TEUR 26 und für Urlaubsansprüche in Höhe von TEUR 155. Desweiteren wurde eine Rückstellung für ausstehende Umlagenabrechnungen in Höhe von TEUR 28, eine Rückstellung für Aufbewahrungskosten in Höhe von TEUR 35 sowie für die Schwerbehindertenausgleichsabgabe in Höhe von TEUR 2 passiviert. Ferner wurde für ausstehende Rechnungen eine Rückstellung von TEUR 8 gebildet. Darüber hinaus wurde eine Tantiemerückstellung in Höhe von TEUR 280 gebildet. Letztlich wurden übrige Rückstellungen in Höhe von TEUR 38 gebildet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 16.778 sind durch selbstschuldnerische Bürgschaften der Gesellschafter sowie Sicherungsübereignung von Anlagegegenständen und Fahrzeugen besichert.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuern (TEUR 159) sowie übrige sonstige Verbindlichkeiten (TEUR 174) ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 15.189 (i. Vj. TEUR 11.726) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr, mit TEUR 1.478 von über einem Jahr (bis fünf Jahren) (i. Vj. TEUR 2.232) und mit TEUR 111 (i. Vj. TEUR 466) eine Restlaufzeit von über 5 Jahren.

V. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsatzerlöse werden nahezu vollständig im Inland realisiert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Versicherungsentschädigungen, geldwerter Vorteil, Auflösungen von Rückstellungen sowie übrige sonstige betriebliche Erträge.

Die Zusammensetzung der Abschreibungen ist dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Mieten und Pachten (TEUR 1.328), Werbekosten (TEUR 650), IT-Aufwendungen (TEUR 501), Fahrzeugaufbereitungskosten (TEUR 283), etc.

VI. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft beträgt per 31.07.2023 T€ 16. Für andere Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen und sonstige Leistungen wurden keine Honorare an den Abschlussprüfer gezahlt.

VII. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3 HGB / Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB

Die Gesellschaft hat diverse Gebäude (Verkaufsräume, Werkstatt, etc.) angemietet. Der jährliche Aufwand beläuft sich hierfür auf TEUR 1.328. Diese Mietverhältnisse sind unbefristet oder bei nicht fristgerechter Kündigung um ein Jahr zu verlängern. Die beiderseitige Kündigungsfrist der unbefristeten Mietverträge beträgt bis zu 6 Monaten.

Daneben hat die Gesellschaft diverse Anlagegegenstände, insbesondere Kopierer, geleast. Die jährliche Verpflichtung beträgt TEUR 26, die Restverpflichtung hat zum 31. Juli 2023 TEUR 42 betragen.

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestanden zum 31. Juli 2023 nicht.

2. Organe der Gesellschaft

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr 2022/2023

 

Herr Jürgen Gottschalk, Kfz-Kaufmann und

 

Herr Frank Hruby, Kfz-Meister an.

3. Mitarbeiter

Die Gesellschaft hat im Jahr 2022/2023 durchschnittlich 142 (i. V. 122) Mitarbeiter beschäftigt. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
Gewerbliche Angestellte 130 113
Kaufmännische Angestellte 12 9
142 122

4. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2022/2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Friedberg, den 01. Februar 2024

Jürgen Gottschalk, Leiter Finanzen, Marketing und Vertrieb, Geschäftsführung

Frank Hruby, Leiter Aftersales (Service), Geschäftsführung

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023

I. Wirtschaftliche Lage und Geschäftsverlauf

1. Entwicklung der Automobilbranche in Deutschland

a) Gesamtmarkt

241.883 Personenkraftwagen (Pkw) wurden im letzten Monat des alten Jahres neu zugelassen, 23,3 Prozent weniger als im Dezember 2022. In der Jahresbilanz stehen somit insgesamt 2.844.609 Neuwagenzulassungen, das sind 7,3 Prozent mehr als 2022.

Im Jahr 2023 wurden 67,1 Prozent der Neuwagen gewerblich und 32,9 Prozent privat zugelassen. Die bevorzugten Farben beim Neuwagenkauf waren weiterhin Grau/Silber (31,6 %) und Schwarz (26,5 %). Der Anteil der weißen Pkw lag ebenfalls auf Vorjahresniveau (20,7 %).

Die deutschen Marken verzeichneten im Jahr 2023 überwiegend gestiegene Neuzulassungszahlen. Smart verzeichnete mit +42,9 Prozent das stärkste Plus und einen Anteil von 0,6 Prozent. Ebenfalls zweistellig waren die Zugewinne bei MAN (+26,1 %/ Marktanteil: 0,1 %), Audi (+15,7 %/ Marktanteil: 8,7 %), Mini (+14,4 %/ Marktanteil: 1,6 %), Mercedes (+13,7 %/ Marktanteil: 9,8 %), Porsche (+12,0 %/ Marktanteil: 1,2 %) und BMW (+11,2 %/ Marktanteil: 8,2 %). VW (+7,9 %/ Marktanteil: 18,2 %) und Opel (+0,2 %/ Marktanteil: 5,1 %) erreichten einstellige Zulassungssteigerungen. Bei Ford (-11,2 %/4,1 %) zeigte sich das Jahr 2023 hingegen rückläufig. Mit einem Anteil von 18,2 Prozent war VW in 2023 weiterhin die anteilsstärkste deutsche Marke.

Bei den Importmarken fielen die Jahresergebnisse verschieden aus. Während GWM (+19.316,7 %/0,2 %), Lotus (+161,0/0,0 %) und Nio (+153,6 %/0,0 %) deutliche Zuwächse aufwiesen, zeigten sich bei LEVC (-94,2 %/0,0 %), Lada (-80,3 %/0,0 %), Lynk & Co (-65,4 %/0,1 %), Mitsubishi (-44,8 %/0,7 %) und DS (-39,6 %/0,1 %) Rückgänge von mehr als 30 Prozent. Die Importmarken wurden in der Jahresbilanz von Skoda (+17,1 %) mit einem Anteil von 5,9 Prozent angeführt, gefolgt von Seat (+18,8 %) mit 4,7 Prozent.

Mit einem Neuzulassungsanteil von 30,1 Prozent bildeten die SUVs (+10,0 %) das stärkste Segment in der Jahresbilanz, gefolgt von der Kompaktklasse (+16,3 % /+10,0 %), den Kleinwagen (+11,9 %/+2,6 %), den Geländewagen (+11,4 %/+8,3 %) und der Mittelklasse (+10,5 %/+11,1 %). Die Oberklasse verzeichnete mit einem Zuwachs von +12,9 Prozent den größten Zulassungsanstieg, ihr Anteil betrug in der Jahresbilanz 1,0 Prozent, dicht gefolgt von den Sportwagen mit +12,7 Prozent und einem Anteil von 1,0 Prozent. Rückläufig waren die Segmente Mini-Vans (-18,1 %/0,7 %) und Minis (- 2,5 %/5,0 %).

Der Anteil benzinbetriebener Pkw (978.660/+13,3 %) lag mit 34,4 Prozent über dem Vorjahresniveau (32,6 %); der Anteil dieselbetriebener Pkw (486.581/+3,0 %) wies in der Jahresbilanz 17,1 Prozent (Vorjahr: 17,8 %) aus.

Bei den alternativen Antriebsarten vielen die Jahresergebnisse unterschiedlich aus. 840.304 hybridangetriebene Fahrzeuge (+1,6 %) erreichten einen Anteil von 29,5 Prozent, darunter befanden sich 175.724 Plug-in-Hybride (-51,5 %) mit einem Anteil von 6,2 Prozent. 524.219 Elektro-Pkw (BEV) wiesen mit einem Anteil von 18,4 Prozent eine Steigerung von +11,4 Prozent auf. Flüssiggasbetriebene Pkw (13.147/-12,4 %) waren mit einem Anteil von 0,5 Prozent und erdgasangetriebene Pkw (1.327/-28,1 %) mit 0,0 Prozent im Jahr 2023 vertreten.

Die CO 2 -Emission der Pkw stieg 2023 um +4,9 Prozent, im Durchschnitt auf 114,9 g/km (Vorjahr: 109,6 g/km).

Die Nutzfahrzeuge schlossen das Jahr 2023 ausschließlich mit positiven Vorzeichen ab. Die Neuzulassungsstatistik wies für die Zugmaschinen insgesamt einen Zuwachs von +8,4 Prozent, darunter Sattelzugmaschinen mit +30,1 Prozent, gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Die Lastkraftwagen (Lkw) stiegen um +14,5 Prozent, die Kraftomnibusse um +12,5 Prozent und die Sonstigen Kraftfahrzeuge (Kfz) legten um +0,3 Prozent zu.

(Quelle KBA Report PR 01/2024)

b) SKODA, SEAT, CUPRA, FIAT, JEEP, ALFA ROMEO, FIAT PROFESSIONAL, ABARTH, VOLVO und CITROEN

Die von der MTS Automobile GmbH im Rahmen von Händlerverträgen gehandelten Marken haben sich in Deutschland in 2023 wie folgt entwickelt:

ŠKODA absolut +17,1 % auf 168.561 Einheiten - Marktanteil 5,9 % (VJ 5,4 %); SEAT (inkl. CUPRA) absolut +18,8 % auf 132.624 Einheiten - Marktanteil 4,7% (VJ 4,2 %); Fiat PKW (inkl. Abarth) absolut -1,6 % auf 76.535 Einheiten - Marktanteil 2,7 % (VJ 2,9 %); Jeep absolut -11,1 % auf 15.276 Einheiten - Marktanteil 0,5 % (VJ 0,6 %); Alfa Romeo absolut +69,5 % auf 6.198 Einheiten - Marktanteil 0,2 % (VJ 0,1 %); VOLVO absolut + 22,2 % auf 44.739 Einheiten - Marktanteil 1,6 % (VJ 1,4 %); CITROEN absolut +8,7 % auf 39.894 - Marktanteil 1,4 % (VJ 1,4 %) (Quelle KBA Report PR 01/2024)

c) Gebrauchtwagenmarkt

Die Jahresbilanz des Gebrauchtfahrzeugmarktes schloss mit 7.024.629 (+5,7 %) umgeschriebenen Kfz und 414.785 Kfz-Anhängern (-1,2 %). Mehr als 6,03 Millionen Pkw (+6,9 %) wechselten im Laufe des Jahres den Halter beziehungsweise die Halterin. (Quelle KBA Report 1/2024)

d) Aftersales-Geschäft / Wartung und Reparatur

In 2022 verzeichnete das deutsche KFZ-Handwerk 36.420 Betriebe, davon 14.290 Markenwerkstätten (- 1 %) und 22.130 (+ 0,0 %) freie Werkstätten. Eine weitere wichtige Kennzahl ist der Pkw-Bestand in Deutschland. Für das Jahr 2022 hat das KBA einen vorläufig geschätzten Fahrzeugbestand von 48,7 Mio. Einheiten ermittelt. Jedes Fahrzeug kam durchschnittlich 0,98 Mal für eine Wartungsarbeit in die Werkstatt. (Quelle DAT Report 2023)

2. Geschäftsentwicklung der MTS Automobile GmbH

a) Absatz

Die Vertriebsleistung der MTS Automobile GmbH im Fahrzeuggeschäft für das GJ 2022/2023 belief sich auf insgesamt 2.557 Neu- und Gebraucht-Fahrzeuge. Hiermit lieferte MTS Automobile über alle Marken 10,5 % mehr Fahrzeuge aus, als im Geschäftsjahr 2021/2022 mit 2.314 Einheiten.

Die MTS Automobile GmbH lieferte bis zum Ende des Jahres 2022/2023 insgesamt 1.218 Neuwagen (gegenüber Vorjahr 1.168 EH) aus, was einem Plus von 4,2 % entspricht. Der Neuwagenmarkt war in dieser Periode immer noch stark von Problemen mit Lieferengpässen der Hersteller belastet. Damit lag die Entwicklung der Verkaufsleistung der MTS Automobile GmbH unter der des Gesamtmarkt für Neuzulassungen in Deutschland.

Die Gesamtzahlen und die Entwicklung ergeben sich dabei wie folgt:

• Neufahrzeuge aus dem VW Konzern SKODA + SEAT + 23,4 %
• Neufahrzeuge aus dem Stellantis Konzern FIAT - ALFA ROMEO - JEEP-ABARTH-CITROEN + 14,2 %
• Neufahrzeuge VOLVO - 0,8 %
• Gebrauchtfahrzeuge alle Marken + 33,3 %

b) Umsatz und Ergebnis

Der Gesamtumsatz steigerte sich deutlich von TEUR 55.744 auf TEUR 68.627 (+ TEUR 12.883 bzw. 23,1 %).

Der Fahrzeugumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr korrespondierend, was auf das Neuwagengeschäft zurückzuführen ist.

Das Betriebsergebnis beläuft sich auf TEUR 3.180, gegenüber dem Vorjahr ist eine Steigerung von TEUR 661 bzw. 26,2 % zu verzeichnen.

Das Gebrauchtwagengeschäft hat sich aufgrund der sehr stabilen Preise sehr positiv entwickelt. Der Absatz steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um 33,3 %. Das wichtige Geschäft mit Leasingrückläufern verlief sehr positiv. Der Umsatz entwickelte sich mit + 43,7 %, der Bruttoertrag blieb auf gutem Niveau. Ein Verzicht auf die vom Hersteller angebotenen Restwertabsicherungsmodelle ist mit den von MTS Automobile gehandelten Marken weiterhin vorteilhaft.

Die Umsätze im After-Sales-Geschäft konnten im GJ 2022/2023 um gut 22,5 % gesteigert werden. Der Bruttoertrag lag bei +23 %.

Die Gesellschaft unterhält Standorte in Friedberg, Oberursel und Neu-Anspach.

II. Ertrags-, Finanz und Vermögenslage

1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse stiegen im GJ 2022/2023 um 23,1 % an. Die Gesamtleistung lag somit bei TEUR 68.825.

Der Materialaufwand ist nahezu proportional um TEUR 9.420 bzw. 22,0 % gestiegen, so dass sich der Rohertrag absolut um TEUR 3.370 auf TEUR 16.580 erhöht und die Rohertragsquote um 0,5 %-Punkte auf 24,1 % gestiegen ist.

Die Personalaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr überproportional um 26,2 % auf TEUR 7.158 gestiegen. Die Steigerung erfolgte aufgrund der allgemeinen Gehalts- und Personalentwicklung.

Die Abschreibungen haben gegenüber dem Vorjahr (TEUR 984) um TEUR 208 auf TEUR 1.192 zugenommen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.017 zugenommen, was u.a. auf die Einstellung einer Einzelwertberichtigung (TEUR 103), höhere Mietaufwendungen (TEUR 312), erhöhte Aufwendungen für die Absatzfinanzierung (TEUR 48), erhöhte Aufwendungen für die Datenverarbeitung (TEUR 62) und gestiegene Werbekosten (TEUR 242) zurückzuführen ist.

Unter Berücksichtigung vorstehender Veränderungen verbleibt ein Betriebsergebnis von TEUR 3.180, das mit TEUR 661 deutlich über dem des Vorjahres liegt.

Das nach wie vor negative Finanzergebnis ist im Geschäftsjahr von leicht gestiegenen Zinserträgen als auch von deutlich gestiegenen Zinsaufwendungen geprägt. Per Saldo verbleibt ein um TEUR 213 auf -TEUR 406 verschlechtertes Finanzergebnis.

Betriebs- und Finanzergebnis ergeben zusammen das um TEUR 448 höhere Ergebnis vor Steuern von TEUR 2.774.

Nach Abzug der gegenüber dem Vorjahr ergebnisbedingt um TEUR 132 auf TEUR 909 gestiegenen Steueraufwendungen verbleibt ein Jahresüberschuss von TEUR 1.865, gegenüber TEUR 1.549 im Geschäftsjahr 2021/2022.

2. Finanzlage

Der Gesellschaft steht am Abschlussstichtag 2023 Eigenkapital von TEUR 5.934 (i. V. TEUR 4.068) zur Verfügung. In Relation zum Anlagevermögen (ohne Vorführwagen) in Höhe von TEUR 4.970 beträgt die Anlagendeckungsquote rd. das 1,2-fache.

Im gesamten Geschäftsjahr 2022/2023 war die Liquidität der Gesellschaft sichergestellt, es standen ausreichende Kreditlinien und Kreditmittel zur Verfügung. Anfallende Verpflichtungen wurden stets, in der Regel unter Erwirtschaftung von Skontoerträgen, erfüllt. Planmäßig zurückgeführt wurden auch die bestehenden Bankdarlehen sowie die übrigen Kreditmittel.

Auf Grundlage der erstellten Kapitalflussrechnung stellen sich die Mittelzu- und -abflüsse im Geschäftsjahr 2022/2023 wie folgt dar:

2022/ 2023
TEUR
Abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -2.148
Abfluss aus Investitionstätigkeit -489
Zufluss aus Finanzierungstätigkeit 2.790
Veränderung der liquiden Mittel und kurzfristigen Bankverbindlichkeiten 153

3. Vermögenslage

Gesamtvermögen und Gesamtkapital sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 5.636 bzw. 27,1 % auf TEUR 26.431 gestiegen.

Auf der Vermögensseite haben sich die langfristig gebundenen Vermögensteile um TEUR 1.046 auf TEUR 7.344 erhöht. Den Anlagenzugängen bei den Sachanlagen, immateriellen Vermögensgegenständen und Finanzanlagen von TEUR 4.198 stehen Abgänge von TEUR 1.960 und Abschreibungen von TEUR 1.192 gegenüber.

Der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens hat sich trotz vorstehender Änderungen um 2,6 %-Punkte auf 27,7 % vermindert.

Die mittel- und kurzfristig gebundenen Vermögensgegenstände sind insgesamt um TEUR 4.590 auf TEUR 19.087 gestiegen. Wesentliche Erhöhungen waren gegenüber dem Vorjahr bei den Vorräten (TEUR 3.503), den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.030) und den liquiden Mitteln (TEUR 152) zu verzeichnen. Im geringen Umfang kompensierte der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände sowie der aktive Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 95) den Anstieg.

Auf der Kapitalseite entfällt der Anstieg von TEUR 5.636 mit TEUR 3.196 auf die Bankverbindlichkeiten, mit TEUR 1.865 auf das Eigenkapital, mit TEUR 820 auf die Steuer- bzw. sonstigen Rückstellungen, mit TEUR 104 auf die sonstigen Verbindlichkeiten und mit TEUR 38 auf die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen. Im geringen Umfang kompensierte der Rückgang der Lieferantenschulden in Höhe von TEUR 387 den Anstieg.

Dadurch hat sich die Eigenkapitalquote um 3,0 %-Punkte auf 22,5 % erhöht. Der Eigenkapitalanstieg entspricht dem Jahresüberschuss 2022/2023.

III. Finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren dienen die Umsatzerlöse der Neu- und Gebrauchtfahrzeuge sowie die Umsätze im After-Sales-Geschäft.

IV. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Um den Belangen unserer Kunden gerecht zu werden, arbeiten wir täglich an der Verbesserung der Kundenzufriedenheit. Diese wird über eine Vielzahl herstellergestützter Verfahren eingeholt und bewertet. Hierzu zählen Verfahren wie NPS (Net Promoter Score) oder CSS (Costumer Satisfaction Score). Ziel von MTS Automobile ist es, bei diesen Messverfahren mindestens 90 % zu erzielen. Dies gilt für jede Marke an jedem unserer Standorte, sowohl für den Bereich Verkauf, wie auch im Service. Hierbei erreichen wir Werte bis zu 100 % bei verschiedenen Marken. Bei anderen Marken und Standorten gibt es noch Nachholbedarf. Wir benchmarken die Kundenzufriedenheit und versuchen mit Best Practice einen einheitlich hohen Standard zu erreichen. Auch externe Coaches werden hinzugezogen. Neben den von Herstellern gestützten Verfahren, haben wir einen Blick auf Google-Bewertungen, sowie die Herstellerbörsen mobile.de und autoscout.de. Bei Mobile haben wir es geschafft, dass 4 von 5 Standorten mit 4,6* bis 4,9* bewertet sind und ein Standort mit 4.3*.

Mobilität ist einer der CO 2 -Treiber in unserer Gesellschaft. Darum ist es wichtig, bei dem Thema "CO 2 -Reduktion" voranzugehen. Die bewusste Unternehmensführung nach den Prinzipien von CSR (Corporate Social Responsibility) ist ein wichtiger Bestandteil von MTS Automobile. Zum einen beraten wir unsere Kunden aktiv zum Kauf von BEV und PHEV Fahrzeugen und rund um das Thema Ladeinfrastruktur. Unser Portfolio umfasst mittlerweile über 25 verschiedene Modelle mit rein elektrischem Antrieb. Zum anderen versuchen wir an wichtigen Stellen im Unternehmen CO 2 einzusparen. Unsere größten Standorte in Oberursel und Friedberg werden mit Fernwärme, bzw. neu errichteten Wärmepumpen beheizt. Sie erfüllen beide modernste Standards der Wärmedämmung. Im Jahr 2023 hat MTS Automobile darüber hinaus 175kWp Photovoltaik auf einen Teil der Eigentumsimmobilen gebracht. Damit sparen wir bis zu 87 Tonnen CO 2 pro Jahr ein. Im Jahr 2024 sind weitere 300kWp geplant.

Zufriedene Mitarbeiter*innen steigern auch die Kundezufriedenheit. Es ist uns wichtig, für unser gesamtes Team bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Hierzu zählen neben modernsten Büros und modernsten Arbeitsplätzen auch eine nachsichtige Arbeitszeitregelung, sowie 30 Tage Urlaub. Möglichkeiten zur Weiterbildung und Weiterentwicklung stehen allen Mitarbeiter*innen zur Verfügung. MTS Automobile legt großen Wert auf Ausbildung. Unsere AZUBIs schließen regelmäßig als Innungsbeste oder auf den vorderen Plätzen ab. Aufgrund unseres guten Rufs in der Branche, haben wir stets Bewerbungen von guten potentiellen neuen Mitarbeiter*innen, um unseren Bedarf für unser stetiges Wachstum zu decken.

MTS Automobile engagiert sich regelmäßig bei sozialen Projekten in der Region, ist Unterstützer der Wetterauer Lebenshilfe. Wir sponsern langjährig Sportprojekte zum Erhalt von lokaler Infrastruktur, wie den Triathlon in Ockstadt zu Gunsten des örtlichen Schwimmbads. Auch kulturelle Projekte, wie Konzerte, werden von MTS Automobile bezuschusst.

V. Chancen- und Risikolage

1. Gesamtwirtschaft

Die Jahre 2022 und 2023 gehen aus gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Sicht als ganz besondere in die Geschichte ein. Neben dem Ukraine-Krieg, der seit Ende Februar 2022 das Weltgeschehen bestimmt, kommt seit Herbst 2023 der Nahost-Konflikt rund um Israel dazu. Neben dem Leid, was er über die Menschen in der Ukraine und im Nahen Osten gebracht hat, sind die mit der militärischen Aggression verbundenen Verwerfungen für Wirtschaft und Gesellschaft weltweit zu spüren. Energiepreise und zusätzliche Lieferkettenprobleme sind Treiber der aktuellen Inflation. Damit verbunden gehen nachgelagerte Zinserhöhungen einher. Es wird weiterhin zu erwarten sein, dass es zu wirtschaftlichen Verwerfungen rund um den Globus kommt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 Prozent. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen hätten die Konjunktur gedämpft. Darüber hinaus sind ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland hinzugekommen. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona- Jahr 2020 habe sich somit nicht fortgesetzt. (Quelle: Statistisches Bundesamt / Bundesbank, 15.01.2024)

Vom Ifo-Institut (14. Dezember 2023) wird erwartet, dass das BIP in 2024 um 0,9 % steigen wird, und in den Jahren 2025 und folgende jeweils um ca. 1,3 % steigt.

2. Zukünftige Herausforderungen des Autohandels

a)

Die Liefersituation für die Automobilbranche hat sich seit Sommer 2023 zunehmend verbessert und kann für das Jahr 2024 wieder als normal bezeichnet werden. Die Auftragsbänke der Hersteller bauen sich monatlich ab. Aufgrund der konjunkturellen Aussichten, die Preisanstiege und das erhöhte Zinsniveau hat sich die Nachfrage an Neufahrzeugen stark verringert. Aktuell dreht der Markt hin zum Käufermarkt. Es ist damit zu rechnen, dass die Hersteller in den nächsten Monaten mit einer Erhöhung an Verkaufsförderungen agieren werden, um die Auftragseingangssituation zu stabilisieren, bzw. zu steigern. Der Wegfall der BAFA-Prämie für den Kauf eine BEV (elektrisches Fahrzeug) wird sich zusätzlich negativ auf den Absatz auswirken. Hier werden die Hersteller gefordert sein, einen Ausgleich für die Kund:innen zu leisten. Mit dem Nachfrageeinbruch normalisiert sich auch der Gebrauchtwagenverkauf und bringt Monat für Monat eine Korrektur der Preise nach unten mit sich. Diese Marktsituation wird sich voraussichtlich durch das komplette Jahr 2024 ziehen, da aufgrund der Inflationszahlen aktuell nicht mit Zinssenkungen zu rechnen ist.

b)

Aus Sicht der Geschäftsführung der MTS gelten die mit der Digitalisierung verbundenen Neuerungen als größte Herausforderung im Automobilhandel. Zum einen ist es die Aufgabe des Handels, sich gegen drohende Direktvertriebsmaßnahmen der Hersteller zu positionieren und dabei die Rolle des Local-Heroes so zu spielen, sodass die Kunden am festen Partner vor Ort festhalten. Der Handel ist zurzeit die Schnittstelle zwischen digitaler Präsentation, analoger Beratung und Vertragsabschluss. Erste Versuche der Hersteller, dem Kunden direkt entgegenzutreten, schlugen bislang fehl oder waren nur in Zusammenarbeit mit dem Handel möglich. Inwieweit die Hersteller den stationären Handel in Zukunft aushebeln wollen und können, bleibt abzuwarten und wird noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Die Pandemie hat mit Ihrem Lockdown gezeigt, dass ohne den stationären Handel im Autogeschäft in Deutschland nicht viel möglich ist. Erst nach Öffnung der Showrooms strömten die Kunden wieder in die Autohäuser, um sich beraten zu lassen und einen Kaufabschluss zu generieren.

c)

Eine weitere Herausforderung bleibt das Thema Elektrifizierung der Fahrzeuge, bei der vordergründig betrachtet, mittel- bis langfristig mit einer Verminderung der Aftersales-Umsätze zu rechnen ist. Ölgeschäft und Verschleißreparaturen werden wegfallen oder sich stark vermindern. Inwieweit neue Reparaturfelder im Rahmen der E-Mobilität hinzukommen, bleibt abzuwarten. Aufgrund aktueller Informationen rechnen wir mit einem Anstieg der Werkstattumsätze aufgrund der Bestandsentwicklung bis 2030.

d)

Ähnliche Einflüsse auf das Werkstattgeschäft werden die Themen autonomes Fahren und leistungsstarke Assistenzsysteme haben, die in Zukunft das Unfallgeschäft minimieren werden.

e)

Die Akquise von qualifiziertem Personal stellt sich im Rahmen der gesamtwirtschaftlichen Situation als immer schwieriger heraus. Hier wird die Pandemie sicherlich eine leichte Entlastung am Arbeitsmarkt aus Sicht der Arbeitgeber bringen. Trotzdem müssen sich die Arbeitgeber als attraktiv und zukunftsweisend profilieren, wenn sie gutes Personal bekommen möchten. Zu erwartende Dellen in Teilen des industriellen Geschäfts könnten zu einer Entlastung auf dem Arbeitsmarkt im Bereich Personalverfügbarkeit führen.

Die langfristige Strategie der MTS Automobile GmbH wirkt diesen Entwicklungen entgegen, indem das Unternehmen auf nachhaltiges Wachstum und Diversifizierung des Produktportfolios setzt. Die Diversifizierung wird sowohl im Vertrieb als auch im Aftersales-Geschäft vorangetrieben. Sämtliche Produkte und Dienstleistungen zur Mobilität sind dabei im Fokus. Die Online-Strategie ist dabei ein wichtiger Bestandteil. Auch neue Vertriebs- und Servicekonzepte sind angedacht, um zusätzliche Kundengruppen zu erreichen. Als modernes und investitionsbereites Unternehmen wird MTS bei dem Thema Personalakquise weiter erfolgreich bleiben. Hier gilt es, die Trends nicht zu verschlafen.

3. Soll-Ist-Vergleich bezüglich der Vorjahresprognose

Über alle Marken hinweg wurde der für das GJ 2022/23 prognostizierte Absatz von 1.205 Neufahrzeugen um 13FZG (+ 1,1 %) leicht überschritten.

Im Gebrauchtwagengeschäft wurde der geplante Absatz von 1.230FZG um 109 FZG (8,9 %) überschritten. Der hoch prognostizierte Bruttoertrag wurde bestätigt.

Das Aftersales-Geschäft stieg im Geschäftsjahr 2022/2023 mit + 22,5 % und somit deutlich stärker als der ursprünglich prognostizierte Wert von 12 %.

Der Umsatz übertrifft mit 68,6 Mio. € die Prognose von 65,4 Mio. € um 4,9 %. Der Jahresüberschuss vor Steuern liegt bei 2,7 Mio. € um 10,9 % höher als die prognostizierten 2,5 Mio. €.

Folglich ist die tatsächliche Umsatzrendite vor Steuern mit 4 % um + 0,2 % höher als die geplante mit 3,8 %.

4. Planung für das laufende Geschäftsjahr

Am Standort in Oberursel ist die MTS Automobile GmbH im Vertrieb mit 9 Marken in 2 Autohäusern und einem Gebrauchtwagenzentrum vertreten. Alle Autohäuser sind auf dem aktuellen Stand der Cl-Vorgaben der Hersteller. Gleiches gilt für die Werkstätten, die den modernen Vorgaben entsprechen.

Die Standorte in Friedberg werden im laufenden Geschäftsjahr komplett neu strukturiert und an den wachsenden Bedarf angepasst.

Hierzu wird die Bestandsimmobilie in der Ottostrasse 6, 61169 Friedberg, in ein Mehrmarken-Autohaus mit großem Aftersales-Bereich umgebaut. Zukünftig sind hier die Marken SKODA, SEAT und CUPRA beheimatet. Die Fertigstellung der Immobilie und der finale Umzug wird bis zum 28. Februar 2024 vollzogen. Es entsteht ein energetisch modernisiertes Autohaus nach neuesten Standards. Konzeptionell dient das in 2019 fertiggestellte Mehrmarken-Autohaus in Oberursel als Vorlage für dieses Projekt.

Der VOLVO Standort Friedberg wird in einer Bestandsimmobilie komplett renoviert und auf neueste Cl-Vorgabe des Herstellers gebracht. Fertigstellung Mai 2024.

Nach wie vor setzt die MTS-Gruppe auf Diversifizierung im Angebotsportfolio. Das im April 2019 eröffnete Kunden-Räder-Hotel läuft mittlerweile auf Hochtouren. Hier werden die Kundenräder saisonal einlagern. Die Kapazität beträgt aktuell 2.500 Radsätze. Das Räder-Hotel wird von der Autowerk West GmbH (Schwesterunternehmen) betrieben, die die komplette Dienstleistung von Logistik, Reinigung und Lagerung übernimmt. Zum Einsatz kommt ein professionelles Einlagerungs-Hochregal-System mit liegender Lagerung sowie modernste Fördermittel. Dieses Geschäft sieht MTS Automobile als zukunftssicher an, unabhängig von Entwicklungen bei der Individualmobilität. Das Geschäft mit Rädern und Reifen wird signifikant ausgebaut und weiterentwickelt.

Bei der Neuwagenplanung prognostiziert das Unternehmen im Geschäftsjahr 2022/2023 wieder Absatz - und Umsatzsteigerung, da die Verfügbarkeit von Neufahrzeugen wieder gegeben ist und die Auftragsbank abgebaut wird. Die Bruttoerträge werden etwas fallen aber insgesamt stabil erwartet. Das Geschäfts- und Großkundengeschäft birgt weiterhin große Chancen. Die Aufnahme der Marke VOLVO in das MTS-Portfolio kann schon jetzt als Erfolg eingestuft werden. Die Geschäftsleitung rechnet mit einem Absatzplus bei allen gehandelten Marken: ŠKODA, SEAT, CUPRA, JEEP, Alfa Romeo, Abarth, Fiat, VOLVO und CITROEN. Über alle Marken wird im GJ 2023/24 mit einem Neuwagenabsatz von 1.274 EH (Vj. 1.218 EH/+4,6 %) und 1.233 EH (Vj. 1.339 EH / -8,5 %) bei den Gebrauchtfahrzeugen geplant. Der Auftragseingang für Neufahrzeuge ist als stabil zu bezeichnen, trotzdem wird die Auftragsbank sinken, da die Produktion der Hersteller hochgefahren wurde.

Der Bruttoertrag wird sich aufgrund des umkämpften Marktes im Neuwagengeschäft verschlechtern. Gleiches gilt für das Gebrauchtwagengeschäft aufgrund des höheren Angebots.

Das Servicegeschäft wird die Erträge nochmals steigern können. Der Umsatz im Aftersales-Geschäft wird 8,1 % über Vorjahresniveau geplant. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit einer vollen Auslastung. Gestützt wird diese Annahme durch das stetig steigende Gewerbe- und Großkundengeschäft im Neuwagenbereich, welches sich zeitversetzt und nachhaltig im Aftersales-Geschäft auswirkt. Außerdem wird weiterhin ein signifikantes Wachstum bei den Marken SEAT, Alfa Romeo und JEEP sowie CITROEN erwartet.

Der Umsatz im Teiledienst wird leicht mit dem Aftersales-Geschäft wachsen.

Die MTS Automobile GmbH plant für das GJ 2023/2024 mit einem Gesamtumsatz von 72,6 Mio. €. Das entspricht einem Plus von ca. 5,8 %.

Die Gesellschaft plant für das GJ 2023/2024 mit einem Jahresüberschuss von 2,47 Mio. € vor Steuern und einer Umsatzrendite von 3,41 % vor Steuern.

Kundenzufriedenheit:

In 2024 wollen wir durch zusätzliches Personal in unserem Kunden Kontakt Center und einer dafür speziell gebauten neuen Telefonzentrale die Erreichbarkeit unseres Unternehmens signifikant verbessern. Dieser Punkt ist aus den Kundenkommentaren als verbesserbar herauszulesen gewesen. Hierzu wird auch über den Einsatz von Kl im First-Level-Support nachgedacht, um Entlastung zu schaffen und die Belange der Kunden zu kanalisieren. Gleiches gilt für die Steigerung der Outbounce-Kontakte mit proaktiver Umsetzung.

Mitarbeiterzufriedenheit:

MTS Automobile plant die Integration eines MTS-Campus, in dem sämtliche Prozesse rund um Mitarbeiterausbildung und -weiterbildung zusammengefasst sind.

Sowohl externe wie auch interne Schulungen werden hier organisiert. Auch Coaching ist in dem Bereich angesiedelt. Organisiert wird dies in einer speziell dafür ausgelegten Software mit Share-Point-Anbindung. MTS setzt auf eine optimale Entwicklung seiner Mitarbeiter*innen.

Für 2024 hat MTS Automobile folgende Projekte geplant:

MTS Automobile setzt parallel zum stationären Handel auf eine progressive Online- Strategie. Hierfür werden jährlich sechsstellige Beträge investiert. Die Kombination aus professionellem stationärem Handel und einer intelligenten Onlinestrategie sieht die Geschäftsleitung der MTS Automobile GmbH als unverzichtbar und zukunftsweisend an.

Für 2024 sind weitere Investitionen am Standort Friedberg geplant.

Weitere Service- und Vertriebskonzepte sind in Planung. Die zukünftige Expansion findet in der Region statt und steigert nachhaltig den Marktanteil von MTS Automobile.

 

Friedberg, den 01. Februar 2024

Jürgen Gottschalk, Leiter Finanzen, Marketing und Vertrieb, Geschäftsführung

Frank Hruby, Leiter Aftersales (Service), Geschäftsführung

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die

MTS Automobile GmbH,

Friedberg (Hessen)

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MTS Automobile GmbH, Friedberg (Hessen) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Juli 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MTS Automobile GmbH, Friedberg (Hessen), für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Juli 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. August 2022 bis zum 31. Juli 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben Sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind Sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, derunsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gießen, den 08. Februar 2024

ANDAMOS
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Uwe Hohn, Wirtschaftsprüfer

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