Stammdaten

Register
Amtsgericht Ingolstadt HRB 183
Eingetragen
29.11.1977
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Brennstoffen, Erzen, Metallen und technischen ChemikalienTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und Reinigungsmitteln
Gegenstand
Vermittlung und Besorgung der Versendung von Gütern aller Art für Rechnung Dritter, Handel mit Mineralölprodukten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Georg Lukas
seit 13.3.2025
Prokura
Karl Pritschet
seit 5.5.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Karl Pritschet
Ingolstadt
50.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Pritschet GmbH

Ingolstadt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT zum 31. Dezember 2023

Pritschet GmbH Heizöl-Treibstoffe-Schmierstoffe, Kälberschüttstraße 4 a, 85053 Ingolstadt Anlage 5

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

3. Zweigniederlassungen

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

4. Gesamtaussage

III. Prognosebericht

IV. Chancen und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Pritschet GmbH zählt zu den führenden Mineralölhändlern und Logistikunternehmen in Süddeutschland. Das Kerngeschäft der Gesellschaft ist der Vertrieb von Heizöl und Treibstoffen bis hin zu Schmierstoffen hauptsächlich an Gewerbekunden und in geringem Maß an private Endverbraucher.

Die Gesellschaft ist Inhabergeführt und besitzt jahrzehntelange Erfahrung und Kompetenz in ihrem Geschäftsfeld. Diese betrifft insbesondere die Erfüllung von gesetzlichen Auflagen im Sicherheits- und Umweltbereich beim Umgang mit Gefahrgut. Um die höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstufen erfüllen zu können, wird das interne Qualitätsmanagementsystem in allen Unternehmensbereichen im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses permanent weiterentwickelt.

1. Forschung und Entwicklung

Als reines Handelsunternehmen werden keine Forschungs- und Entwicklungsarbeiten an Kraftstoffen vorgenommen.

2. Zweigniederlassungen

Außer dem Sitz der Gesellschaft in Ingolstadt, werden keine weiteren Zweigniederlassungen unterhalten.

I. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft ist nach wie vor von den geopolitischen Spannungen insbesondere der Ukrainekrise negativ betroffen, so dass die Schwächephase weiter anhält. Die OECD rechnet für das Jahr 2024 mit einem verhaltenen Anstieg des realen Welthandels um 1,1 %.

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen (November 2023: 3,2 %), wenn auch rückläufigen Inflationsraten und einer steigenden Arbeitslosenquote geprägt. Ursächlich für diese Entwicklung waren anhaltend hohe Preise für Energie, gestiegene Zahl von Unternehmensinsolvenzen und einem gestiegenen Zinsniveau. Das Wirtschaftswachstum in der Europäischen Union wird sich nicht zuletzt wegen der EU-Sanktionen gegen Russland abschwächen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr obwohl es nach absoluten Zahlen von 4.185,5 Mrd € auf 4.305,3 Mrd. € gestiegen ist. Führende Wirtschaftsinstitute erwarten für das kommende Jahr eine leichte Erholung der deutschen Wirtschaft und ein Wachstum von rd. 1,3 %.

Die deutsche Mineralölwirtschaft war im Jahr 2023 mit enormen logistischen Herausforderungen konfrontiert, da infolge des Wirksamwerdens von EU-Sanktionen gegen russische Energieeinfuhren als Reaktion auf den Ukrainekrieg, diese voll wirksam wurden. Der Wegfall der Rohöllieferungen aus Russland konnte durch eine Diversifizierung der Lieferquellen ausgeglichen werden. Dennoch kam es infolge dieser Marktturbulenzen und der schwachen deutschen Wirtschaftsleistung zu einem Rückgang der Rohöleinfuhren gegenüber dem Vorjahr um 13 %.

Der Brutto-Inlandsabsatz an Mineralölprodukten in Deutschland ist gegenüber dem Vorjahr um 5,1 % von 100,2 auf 95,1 Mio. Tonnen gesunken (Quelle Wirtschaftsverband Fuels und Energie e. V.). 2019 (vor Corona) lag der Brutto-Inlandsabsatz bei 109 Mio. Tonnen, somit noch rd. 13 % über dem derzeitigen Niveau. Der Primärenergieverbrauch lag im Kalenderjahr 2023 bei 10,8 Exajoule oder 368,2 Mio. t Steinkohleeinheiten (SKE). und somit um rd. 8 % unter dem Niveau des Vorjahres (AGEB e. V.). Dennoch ist der Anteil von Mineralöl am Primärenergieverbrauch mit 35,6 % der wichtigste Energieträger in Deutschland. Ursächlich für den Rückgang des Energieverbrauchs sind die schrumpfende Wirtschaftsleistung sowie Einsparungen der Verbraucher aufgrund hoher Energiepreise, die zu verhaltensbedingten Einsparungen führten. Im Hinblick auf den Witterungsverlauf war das Kalenderjahr 2023 nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes mit einer Durchschnittstemperatur von 10,6 Grad rd. 2,4 Grad (Vorjahr 2,3 Grad) über dem Wert der Referenzperiode (1961-1990) im langjährigen Mittel. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes beträgt die Abweichung für die Vergleichsperiode 1991 - 2020, 1,3 Grad (Vorjahr 1,2 Grad) und ist somit geringfügig wärmer.

Der Verbrauch von Mineralöl reduzierte sich 2023 insgesamt um 5,5 Prozent auf 3.879 PJ oder 132,4 Mio. t SKE (Vorjahr: 4.160 PJ oder 141,9 Mio. t SKE). Der Anteil des Mineralöls am gesamten Primärenergieverbrauch stieg dennoch von 35,2 % auf 35,6 %. Der Verbrauch von Ottokraftstoff erhöhte sich um rund 2,5 Prozent, beim Dieselkraftstoff gab es dagegen einen Rückgang um 3,6 Prozent. Der Absatz von leichtem Heizöl ging aufgrund der milden Witterung und Einsparungen der Haushalte um rund 5,3 Prozent zurück. Der Absatz von Flugkraftstoff stieg um 4,3 Prozent. Die Lieferungen von Rohbenzin an die chemische Industrie verringerten sich dagegen überproportional um 16,9 Prozent (Quelle AGEB e.V.).

Die Verbraucherpreise von Ottokraftstoff (OK), Dieselkraftstoff (DK) und Heizöl (HEL) sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken (OK: - 4 %, DK: - 11 % und HEL: - 22 %), jedoch liegen die Preise immer noch rd. 30 % über dem Vor-Corona-Niveau (Quelle: en2x).

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Für unser Unternehmen verlief das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 unter den vorgegebenen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen entsprechend unseren Planungen zufriedenstellend.

Schwerpunkt unserer Tätigkeit lag im Handel mit Mineralölprodukten sowie der Vermittlung und Besorgung der Versendung von Gütern aller Art für Rechnung Dritter.

a) Ertragslage

Nach Steuern können wir einen Jahresüberschuss von TEUR 605 ausweisen. Im Vorjahr betrug der Jahresüberschuss TEUR 1.801.

Unsere Umsatzerlöse reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um rund 41 % auf 49,4 Mio. EUR. Es handelt sich hierbei ausschließlich um inländische Erlöse.

Aufgrund geringerer Einkaufspreise ging der Wareneinsatz von 65,0 Mio. EUR auf 46,6 Mio. EUR, d. s. 28 %. Der Rohertrag sank von 4,6 Mio. € im Vorjahr auf 2,8 Mio. EUR. In der Folge ging die Rohertragsquote von 6,6 % auf 5,6 % zurück.

Die Personalaufwendungen in Höhe sind von TEUR 709,3 auf 884,3 TEUR angestiegen. Die Abschreibungen sind mit TEUR 135 etwas unter Vorjahresniveau (TEUR 146). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um rd. TEUR 300 ist weitgehend auf die höheren Fuhrparkaufwendungen zurückzuführen.

Das Vorsteuerergebnis stieg von TEUR 179 auf TEUR 2.567 und führte zu einem Steueraufwand von TEUR 762.

b) Finanzlage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir einen Cash-Flow I in Höhe von TEUR 699 (Vorjahr TEUR 1.936) erzielen. Die Finanzlage wird derzeit als gut eingeschätzt. Die Gesellschaft verfügte stets über ausreichend Liquidität und war somit stehts zahlungsfähig.

Im Bereich der Rückstellungen werden alle der Höhe nach noch nicht bekannten Zahlungsverpflichtungen der Zukunft mit der notwendigen kaufmännischen Vorsicht zurückgestellt. Diese betrugen 5,0 % (Vorjahr 8 %) der Bilanzsumme.

Die der Gesellschaft durch Banken bereitgestellten Aval- und Kreditlinien sind nur zu einem Teil in Anspruch genommen. Dadurch stehen dem Unternehmen zusätzlich ausreichend liquide Mittel zur kurzfristigen Finanzierung zur Verfügung.

c) Vermögenslage

Unsere Vermögensstruktur zum 31.12.2023 ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 2,7 % gekennzeichnet. 2,0 % der Bilanzsumme entfallen auf die Vorräte. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben zum 31.12.2023 einen Anteil von 21 %.

Die Bilanzsumme ist von TEUR 11.555 auf TEUR 11.254 angestiegen.

Unsere Kapitalstruktur zum 31.12.2023 ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 46,7 % (Vj: 40,2 %) gekennzeichnet.

Das Anlagevermögen ist zu 1.712 % durch Eigenkapital gedeckt. Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von 179,5 TEUR getätigt, die aus Eigenmittel finanziert werden konnten. Die Abschreibungen im Berichtsjahr betrugen TEUR 94,2 (Vj: 134,6 T€).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 2.204 (Vorjahr TEUR 2.731). Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten betrugen TEUR 8.392 (Vorjahr TEUR 8.429).

Demgegenüber standen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.234 (Vorjahr TEUR 5.261).

3. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Unternehmenssteuerung betrachten wir die Kennzahlen Umsatzentwicklung, die Rohertragsquote und den Cash-Flow.

Neben den vorstehend dargestellten finanziellen Leistungsindikatoren betrachtet die Gesellschaft die langfristige Kundenentwicklung und Kundenzufriedenheit als wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren. Durch eine schlanke, effiziente Organisationsstruktur mit höchsten Qualitätszielen sowie einem professionellen Einkauf wird die Gesellschaft auch zukünftig in der Lage sein, mit wettbewerbsfähigen Preisen neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kunden zu halten.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir insgesamt als gut ein. Die Umsatz- und Ertragsentwicklung ist zufriedenstellend. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

II. Prognosebericht

Aufgrund der seit Jahrzehnten gefestigten Marktstellung im süddeutschen Raum sehen wir auch künftig gute Entwicklungschancen der Gesellschaft. Der Umsatz ist jedoch in hohem Maße sowohl von der Entwicklung der Rohölpreise und des US-Dollar/EURO-Kurses als auch von der Witterung abhängig. Dieser Umstand erschwert die Prognose künftiger Umsätze.

Das abgelaufene Geschäftsjahr war durch die schrumpfende Wirtschaftsleistung, der vollen Wirksamkeit der EU-Sanktionen gegen Russland als Reaktion auf den Ukrainekonflikt verbunden mit einer notwendigen Diversifizierung der Lieferquellen und einhergehend durch einen Rückgang des Primärenergieverbrauchs um 8 % auf ein historisches Tief gekennzeichnet. Zusätzlich haben erhebliche Kaufkraftverluste als Nachwirkung der hohen Inflationsraten und Energiepreise den privaten Konsum erheblich geschwächt. Dennoch konnten wir unsere Vorjahresprognose, wonach ein Erlösrückgang sowie ein niedrigeres positives Ergebnis prognostiziert worden war, erreicht werden. Aufgrund der nach wie vor schwelenden geopolitischen Spannungen (Nahost-Konflikt) ist es nicht auszuschließen, dass kurzfristige auftretende Versorgungsengpässe entstehen und zu spontanen Preissprüngen führen können. Für das Geschäftsjahr 2024 sind wir verhalten optimistisch, da sich der Rückgang des Energieverbrauchs in Deutschland verlangsamt hat und sich die Wirtschaft, wenn auch auf einem niedrigen Niveau, zu stabilisieren scheint.

Für das Jahr 2024 rechnet die Geschäftsführung dennoch mit einer Umsatzentwicklung in Vorjahreshöhe, jedoch aufgrund einer rückläufigen Marge und höherer Personalkosten, mit einem geringeren Jahresüberschuss. Entsprechend der bisherigen befriedigenden Auftragslage ist die weitere Entwicklung des Unternehmens positiv zu beurteilen, wobei ein Ausbleiben von Lieferunterbrechungen vorausgesetzt wird. Die Gesellschaft erzielt ausschließlich Inlandserlöse.

Unsere Zahlungsverpflichtungen konnten wir auch im bisherigen Geschäftsjahr 2024 jederzeit erfüllen.

III. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Gesellschaft ist aufgrund des dynamischen Marktumfeldes in ihrem täglichen Geschäft einer Reihe von Unsicherheiten ausgesetzt. Diese umfassen im Wesentlichen die Preisvolatilität auf den Energiepreismärkten, sowie das Nachfrageverhalten nach Heizöl und weiteren Mineralölprodukten. Die Entwicklung ist zum Teil konjunkturabhängig als auch witterungsabhängig. Weiterhin hinzugekommen sind die Unsicherheit im Zusammenhang mit ausreichender Verfügbarkeit der Waren bei Vorlieferanten und der staatlichen Eingriffe im Rahmen der Gesetzgebung.

Als fossile Brennstoffe stehen Heizöl und Kraftstoffe in Deutschland nach wie vor im Mittelpunkt klimapolitischer Diskussionen. Demnach soll Deutschland bis zum Jahr 2045 Klimaneutralität erreichen. In der Bepreisung des CO 2 - Ausstoßes wird sich der Heizölkonsum langfristig reduzieren. Diese nachhaltige Verteuerung des Heizölverbrauchs wird das Betreiben von ölbetriebenen Heizungen unattraktiver machen.

Auch der Kraftstoffverbrauch wird aufgrund der Zunahme der E-Mobilität und der damit erwarteten abnehmenden Zahl von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren als rückläufig eingeschätzt.

Auf der Versorgungseite wird infolge der Überkapazität von Raffinerien in Deutschland und Europa nicht mit einem Markteintritt neuer Vorlieferanten gerechnet.

Die Geschäftsführung hat ein auf die Unternehmensgröße und den Geschäftsbetrieb ausgerichtetes Planungs- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um mögliche Beschaffungs-, Finanz- und operative Risiken frühzeitig zu erkennen. Ein Schwerpunkt ist hierbei die Überwachung der täglichen/zeitnahen Eindeckung der verkauften Mengen, um offene Positionen nur innerhalb eines definierten Rahmens zuzulassen damit Preisänderungsrisiken weitestgehend auszuschließen.

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 2,2 Mio. EUR, Dies entspricht 20 % des gesamten Vermögens. Dem Risiko des Forderungsausfalls wird durch ein striktes Debitorenmanagement Rechnung getragen, wobei die Geschäftsbeziehung zu den Großkunden seit vielen Jahren besteht. Die Anlage von Liquiditätsüberschüssen erfolgt ausschließlich bei deutschen Großbanken, die dem Einlagensicherungsfonds angehören in Form von kurzfristig verfügbaren Anlageformen.

Dem Risiko einer Beeinträchtigung der internen und externen IT-Systeme wird durch die regelmäßige Wartung der "IT-Security" Rechnung getragen.

2. Chancenbericht

Die Gesellschaft will langfristig das Wachstum im Gewerbe- und Industriekundenbereich fortsetzen und bestehende Kunden- und Lieferantenbeziehungen festigen. Die hohe Servicequalität und Kundennähe wird auf Kundenportalen durchweg mit der Beurteilung "sehr gut" gewürdigt und liegt daher über dem Branchendurchschnitt. Die ständige Weiterentwicklung der internen Qualitäts- und Sicherheitsstandards bilden hierfür die Grundlage.

Ein wichtiger Teil des bisherigen und künftigen Unternehmenserfolges liegt in der kontinuierlichen Optimierung der Geschäftsprozesse, um die Effizienz der Gesellschaft weiter zu erhöhen. Gerade im IT-Bereich investiert die Gesellschaft kontinuierlich, um Prozesse effizienter zu gestalten und weiter zu automatisieren.

Insgesamt wird im aktuellen Geschäftsjahr trotz aller bestehenden politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten weiterhin eine zufriedenstellende Entwicklung erwartet. Im Geschäftsjahr 2024 erfolgen weiterhin Investitionen, die im Rahmen einer Innenfinanzierung dargestellt werden können. Im Unternehmen werden 16 Mitarbeiter beschäftigt, davon 10 im gewerblichen und 6 im kaufmännischen Bereich.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird trotz der bisher konstanten Umsatzzahlen mit einem ebenfalls positiven Ergebnis, jedoch unter Vorjahreshöhe gerechnet.

 

Ingolstadt, den 22.10.2024

gez. Karl Pritschet, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 307.711,05 222.463,05
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
II. Sachanlagen 307.710,05 222.462,05
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.890,55 4.936,55
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 302.819,50 217.525,50
B. Umlaufvermögen 10.944.321,60 11.325.050,52
I. Vorräte 235.400,00 156.600,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.316.490,31 2.739.353,19
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.392.431,29 8.429.097,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 744,22 7.576,82
Summe Aktiva 11.252.776,87 11.555.090,39

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.254.859,21 4.650.214,45
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Gewinnrücklagen 5.229.294,62 4.624.649,86
III. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00
B. Rückstellungen 565.360,00 934.681,91
C. Verbindlichkeiten 5.432.557,66 5.970.194,03
1. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 397.937,51 394.379,05
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 305.070,15 304.253,24
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 92.867,36 90.125,81
2. sonstige Verbindlichkeiten 5.034.620,15 5.575.814,98
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.625.014,25 5.414.761,31
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 409.605,90 161.053,67
Summe Passiva 11.252.776,87 11.555.090,39

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 2.910.030,61 4.585.152,23
2. Personalaufwand 987.992,42 884.252,58
a) Löhne und Gehälter 862.972,10 766.584,32
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 125.020,32 117.668,26
davon für Altersversorgung -33.360,00 -28.061,69
3. Abschreibungen 94.249,91 134.599,68
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 94.249,91 134.599,68
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 958.763,74 957.682,70
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 62,00 62,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 35.997,28 2.596,73
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25.543,84 44.211,14
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 9.257,00 10.068,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 256.804,52 761.851,41
8. Ergebnis nach Steuern 622.673,46 1.805.151,45
9. sonstige Steuern 18.028,70 9.958,50
10. Jahresüberschuss 604.644,76 1.795.192,95
11. Einstellungen in Gewinnrücklagen 604.644,76 1.795.192,95
a) in andere Gewinnrücklagen 604.644,76 1.795.192,95
12. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Firma: Pritschet GmbH
Sitz: Ingolstadt
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Ingolstadt
Register-Nr.: 183

B. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung sowie den Regelungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB Anwendung.

C. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften §§ 265, 268-274a, 276-277 HGB, und unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB erstellt. Auf die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung finden die Vorschriften der § 266 HGB und § 275 HGB sowie § 42 GmbHG Anwendung.

Die Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt, soweit nicht durch die Anwendung des BilRUG eine Änderung zu erfolgen hatte.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen bewertet. Soweit abnutzbar erfolgten die Abschreibungen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibung auf Zugänge des Geschäftsjahres wurden zeitanteilig vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen waren mit Anschaffungskosten bzw. dem niederen beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte sind unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Notwendige Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden vorgenommen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit ihrem Nominalwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nominalwerten angesetzt.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden in Höhe des pagatorischen Anteils angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als Abzinsungssatz wird der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre verwendet.

Die Steuer- und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

D. Angaben zur Bilanz

Es bestehen folgende Ausschüttungssperren (§ 268 Abs. 8 HGB, § 253 Abs. 6 S. 2 HGB):

Pensionsrückstellung, Unterschiedsbetrag aus Abzinsung 3.099,00 Euro

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von Euro 3.099,00.

Für die aufgrund erstmaliger Anwendung der Bewertungsgrundsätze des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes notwendige Zuführung zum 01.01.2010 wurde das Wahlrecht in Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Anspruch genommen. Der Zuführungsbetrag in Höhe von Euro 938,00 wird über 15 Jahre angesammelt. Die gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung beträgt Euro 62,00.

Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsverpflichtung beläuft sich auf Euro 495.969,00 (Wert zum 31.12.2022: Euro 520.072,00). Der Zuführungsbetrag beträgt -24.103,00 EUR.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen betragen pro Jahr Euro 28.236,00.

Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte.

E. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

F. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr beschäftigte die Gesellschaft im Durchschnitt 15 Mitarbeiter.

 

Ingolstadt, den 22. Oktober 2024

gez. Karl Pritschet, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

 

Ingolstadt, den 22.Oktober 2024

gez. Karl Pritschet, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 22.10.2024 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die Pritschet GmbH, Ingolstadt

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Pritschet GmbH, Ingolstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Pritschet GmbH, Ingolstadt, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Ingolstadt, den 16.05.2025

gez. Franz Stark, Wirtschaftsprüfer

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