Stammdaten

Register
Amtsgericht Cottbus HRB 2339
Eingetragen
18.7.2005
Branche
Energetische Verwertung von AbfällenBeseitigung von anderen Umweltverschmutzungen und sonstige Tätigkeiten in der AbfallbewirtschaftungTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Brennstoffen, Erzen, Metallen und technischen Chemikalien
Gegenstand
Sammlung, Sortierung, Transport, Verarbeitung, Handel, Verwertung und Entsorgung von Abfällen und Wertstoffen; Handel mit Brennstoffen (einschließlich Ersatzbrennstoffen) sowie Herstellung und Vertrieb solcher Brennstoffe; Rückbau und Sanierung; Logistik

Historie

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Management

NameRolle
Markus Dr. Imgrund
seit 20.4.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

59.26% identifiziert40.74% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
59.26%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Cleantech Europe II S.a r.l.LUX
40.32%
Dr. Stuthoff GmbH
0.42%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Frank Kochan
03185 Peitz, Frankfurter Str. 10
888.889 €
59.26%
Cleantech Europe II S.a r.l.
Luxembourg
604.746 €
40.32%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Konzern- und Jahresabschlüsse

FFK Environment GmbH

Peitz

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Während die weltwirtschaftliche Entwicklung im ersten Halbjahr 2011 noch von hoher Dynamik geprägt war, trübte sich das Marktumfeld in der zweiten Jahreshälfte deutlich ein. Getragen wurde der anfänglich starke konjunkturelle Aufschwung von der guten Tendenz in den Schwellenländern sowie von exportstarken Ländern wie Deutschland und Frankreich, in denen nachhaltig investiert wurde. Die deutsche Wirtschaft legte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2011 um 3,0 % zu. Damit war das Wachstum 2011 trotz der Schuldenkrise einiger Euro-Staaten sowie nachlassender Weltkonjunktur fast so stark wie im Vorjahr. Verantwortlich für die positive inländische Wirtschaftsentwicklung waren steigende Konsumausgaben, höhere Investitionen und die starke Exporttätigkeit.

Für die kommenden Jahre gehen die Volkswirte allerdings davon aus, dass sich die Exportnation Deutschland aufgrund der weltweiten Konjunkturabkühlung und der anhaltenden Schuldenkrise im Euroraum auf ein verlangsamtes Wachstum einstellen muss. Laut Vorhersage des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird sich das Wachstum im Jahr 2012 auf 0,3% reduzieren. Für die Weltwirtschaft prognostiziert der IWF eine Steigerung der Wirtschaftsleistung von 3,9 %. Haupttreiber sind nach wie vor die Schwellen- und Entwicklungsländer, für die mit einem Plus von 5,4 % im Jahr 2012 gerechnet wird.

Die Absatzmärkte der FFK environment sind vor allem die mitteleuropäischen Staaten wie Deutschland, Österreich, Tschechien und Polen. Hier zeigt nach wie vor eine hohe Dynamik im Bereich des Aufbaus abfalltechnischer Infrastrukturen. Darüber hinaus nimmt der Einsatz von alternativen Sekundärrohstoffen in Kraftwerken und bei industriellen Partnern kontinuierlich zu.

2. Rahmenbedingungen in der Abfallwirtschaft

Die Entwicklung der Abfallwirtschaft hin zur Ressourcenwirtschaft setzt sich auch im Jahr 2011 weiter fort. So werden mit der am 30. März 2011 beschlossenen Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) die EU-Abfallrahmenrichtlinien in deutsches Recht umgesetzt und das bestehende deutsche Abfallrecht umfassend modernisiert. Nach der Entscheidung des Bundesrates im Februar 2012 wird das KrWG zum 1. Juni dieses Jahres in Kraft treten. Letzter Hauptstreitpunkt im Gesetzgebungsverfahren war die Definition der Schnittstellen zwischen den Zuständigkeiten der öffentlichen und privaten Entsorgungswirtschaft. Ziel des neuen Gesetzes ist eine nachhaltige Verbesserung des Umwelt- und Klimaschutzes sowie der Ressourceneffizienz in der Abfallwirtschaft durch Stärkung der Abfallvermeidung und des Recyclings von Abfällen.

Die Sekundärrohstoffindustrie ist bereits heute die wachstumsstärkste Branche der deutschen Wirtschaft mit einem kumulierten Wachstum in den letzten 15 Jahren von 520 %. Im Jahr 2009 wurden in Deutschland Sekundärrohstoffe im Wert von 8,4 Mrd. Euro umgesetzt, im Jahr 2015 sollen es bei anhaltender Dynamik mehr als 16 Mrd. Euro sein. Deutschland ist weltweit Vorreiter in der Abfallverwertung. Nach Angaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat Deutschland weltweit die höchsten Verwertungsquoten für Siedlungsabfälle in Höhe von 75%, für Gewerbeabfälle von 82% und für Bau- und Abbruchabfälle von rund 90%. Dadurch werden wertvolle Rohstoffe und Primärenergie eingespart, was einen wichtigen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen darstellt. Hierzu trägt auch die Optimierung bisheriger Nutzungskonzepte für Bioabfälle und Biomasse bei.

Das Gesamtabfallaufkommen wird europaweit in den nächsten Jahren weiter ansteigen. Die Industrie beklagt bereits heute Engpässe bei der Rohstoffversorgung und bei der Sekundärrohstoffnutzung. Bei steigenden Rohstoffpreisen und einer weltweiten Verknappung der Primärressourcen wird eine innovative Abfallwirtschaft durch die Bereitstellung von Sekundärrohstoffen zugleich zu einem wichtigen Bindeglied in den Produktionsketten.

Die gestiegene Nachfrage spiegelt sich auch in den Preisen wider, die sich im Jahr 2011 regional unterschiedlich entwickelten. So konnten Anlagenbetreiber im Westen und Süden Deutschlands bei den Annahmepreisen von gewerblichen Abfällen leichte Preissteigerungen durchsetzen, wohingegen im Norden und Osten Deutschlands das Preisniveau zurückging. Gründe für die unterschiedliche Preisentwicklung liegen in Faktoren wie der Wirtschaftskraft, demografischen Wanderungsbewegungen von wirtschaftlichen schwachen zu stärkeren Regionen sowie in der Gesamtkapazität an Müllverbrennungs- und Verarbeitungsanlagen innerhalb einer Region begründet.

In Ostdeutschland, wo traditionell die niedrigsten Annahmepreise für Abfälle erzielt werden, ist das Niveau im Vorjahresvergleich um weitere 15% gesunken. Ein maßgeblicher Einflussfaktor für den Rückgang ist der verschärfte Wettbewerb um die Abfälle. So sind seit Herbst 2010 durch die Inbetriebnahme der EBS-Kraftwerke Eisenhüttenstadt, Schwedt und Bernburg zusätzliche Entsorgungskapazitäten von knapp einer Million Jahrestonnen in der Region Ost an den Markt gekommen.

Vor diesem Hintergrund hat die FFK environment im vergangenen Jahr kontinuierlich die Konditionen auf der Abnehmerseite verbessert, und damit auf den Preisverfall auf der Inputseite reagiert. Bedingt durch die starke Nachfrage nach Sekundärrohstoffen lassen sich Preiserhöhungen kurzfristiger umsetzen als noch in der Vergangenheit. Darüber hinaus verfügt FFK über erhebliche Vorteile bei der Stoffstromsicherung aufgrund des bereits etablierten Abfall- und Wertstoffhandels in Deutschland und im europäischen Ausland.

3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Die FFK environment ist in den Bereichen Rohstoffproduktion, Rohstoffhandel sowie Logistik & Entsorgung tätig.

Kerngeschäft des Unternehmens ist die Herstellung alternativer Brennstoffe aus Abfallströmen und Wertstoffen (Geschäftsbereich Rohstoffproduktion). Über die Tochtergesellschaft Rohstofftiger Gesellschaft für Wertstoffaufbereitung und Rückgewinnung mbH (im Folgenden auch "Rohstofftiger GmbH") betreibt FFK vier Produktionslinien zur Herstellung von Ersatzbrennstoffen. Gemischt angelieferte Materialien, wie Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle, werden dabei von der Rohstofftiger GmbH aufbereitet und in mehreren Verfahrensschritten durch ein mechanisch-physikalisches Verfahren von mineralischen und biogenen Bestandteilen befreit. Hierdurch wird die Trennung mineralischer und biogener Stoffe von der heizwertreichen Fraktion gesichert. Parallel dazu werden stofflich verwertbare Bestandteile abgeschieden und der Industrie als Rohstoff zugeführt. Die heizwertreiche Fraktion besteht überwiegend aus Resten von Papier, Holz, Folien oder Plastik. Diese Wertstoffe werden zerkleinert und als Ersatzbrennstoffe in europäischen Zementwerken und Kraftwerken verwertet.

Parallel dazu werden stofflich verwertbare Bestandteile (Papier, Metalle und Kunststoff) abgeschieden und der Industrie als Rohstoff zugeführt (Geschäftsbereich Rohstoffhandel).

Im Geschäftsbereich Logistik & Entsorgung beschäftigt sich die FFK environment mit der Verwertung und Beseitigung von Abfällen der Bauwirtschaft, Industrie sowie des kommunalen Bereichs. Die Gesellschaft verfügt über einen Fuhrpark von über 50 Fahrzeugen. Dabei nutzt die FFK environment sowohl Schienen- als auch Schiffstransport und LKW, um die Organisation von innereuropäischen Abfalltransporten sowie von Beschaffungstransporten von Grundstoffen für die Ersatzbrennstoffgewinnung abzuwickeln. Auch unterstützt sie die Durchführung von Notifizierungsverfahren im Rahmen der erforderlichen Behördennotifizierung für grenzüberschreitende Abfallverbringung.

Zudem bietet die FFK environment die Entwicklung und Realisierung von Sanierungs- und Entsorgungskonzepten für Deponien, Kasernen, industrielle Anlagen und Großobjekte, wie etwa komplette ausgediente Fabriken, an. Im Bereich Sanierung bietet die Gesellschaft die Altlastsanierung oder den selektiven Rückbau von Gebäuden an.

Das Stammkapital der Gesellschaft erhöhte sich zum Jahresende 2011 um 500 TEUR. Hintergrund war die Beteiligung von Zouk Capital LLP, einer der führenden europäische Cleantech-Investoren, welche Anteile über ihren 230 Mio. EUR schweren Cleantech Europe II Fonds an der FFK environment erworben haben. Durch die Erhöhung des Stammkapitals und die Zuführung von Mitteln zur Kapitalrücklage im Zuge der Transaktion erhöhte sich das Eigenkapital der FFK environment von 5,4 Mio. Euro auf 15,2 Mio. Euro. Die FFK environment stärkte somit ihre Kapitalbasis und rüstet sich für weitere Wachstumsinvestitionen. Der Gründer und bisherige Alleineigentümer, Frank Kochan, bleibt Mehrheitsgesellschafter der FFK environment.

Neben der Stärkung der Eigenkapitalseite, hat die FFK environment über die erfolgreiche Begebung einer Unternehmensanleihe auch ihre Fremdkapitalbasis erweitert. Mit der Emission im Juni 2011 machte die FFK environment den ersten Schritt an den Kapitalmarkt und warb Fremdmittel in Höhe von 16 Mio. EUR ein. Die Verzinsung beträgt 7,25 % mit vierteljährlicher Zinszahlung, einer Stückelung von 1.000 EUR und einer 5-jährigen Laufzeit.

Mit dem zukunftweisenden Unternehmenskonzept der Ressourcenschonung durch Recycling und Herstellung alternativer Brennstoffe hat die bis dato am Kapitalmarkt relativ unbekannte FFK environment den Zeitgeist der Anleger getroffen. Die Anleihe stärkt die finanzielle Basis des Unternehmens, um die bereits begonnenen Projekte zur Umsetzung des nachhaltigen Wachstumskurses zu realisieren.

Die laufende Geschäftstätigkeit der FFK wurde im Jahr 2011 durch den langen und strengen Winter belastet. So wirkten sich Projektverzögerungen durch die witterungsbedingte Pause im Bausektor im ersten Quartal 2011 auf die operative Ertragskraft aus.

Ebenfalls negativ beeinflusst wurde die Geschäftsentwicklung durch den längeren Ausfall einer Anlage eines wichtigen Geschäftspartners. Hier mussten alternative Absatzwege für die Entsorgungsmengen gefunden werden, wodurch der Transport- und Entsorgungsaufwand stieg.

Im Verlaufe des Jahres 2011 gab es mehrere Preissenkungen auf dem Input-Markt. Die FFK environment hat den Preiseffekt durch Mengenzuwächse überkompensieren können. Die Outputpreise im Bereich der Sekundärrohstoffe folgten dem prognostizierten Trend einer steigenden Nachfrage bei den Abnehmern, was sich in Preiszuwächsen widerspiegelte. Die Wertstoffpreise im Geschäftsbereich Rohstoffhandel haben sich auch im Jahr 2011 weiter positiv auf hohem Niveau entwickelt, nachdem sie in den Jahren 2008 und 2009 stark eingebrochen waren.

Das Containergeschäft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenfalls positiv entwickelt. Insbesondere das Geschäft im Berliner Raum wurde stärker ausgebaut.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Umsatzerlöse der FFK environment stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 10 % auf 26,7 Mio. EUR. Der Rohertrag belief sich auf 10,7 Mio. EUR, ein Plus von 2 % im Vorjahresvergleich. Die Ergebnisentwicklung der FFK stand im Jahr 2011 ganz im Zeichen der Investitionen in zukünftiges Wachstum. So stieg die Anzahl der Mitarbeiter von 78 zum Jahresende 2010 auf 105 per 31. Dezember 2011. Die Erhöhung der Beschäftigtenzahl resultierte aus dem Wachstum der Logistikflotte und dem starken Ausbau in den Bereichen Projektmanagement sowie Vertrieb. Das operative Ergebnis (EBIT) reduzierte sich dementsprechend auf 0,03 Mio. EUR gegenüber 3,3 Mio. EUR im Jahr 2010. Insgesamt war die Ertragslage durch die gestiegenen Personalkosten und vor allem durch höhere sonstige betriebliche Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Fuhrpark und Beratungsleistungen gekennzeichnet.

Dementsprechend verzeichnete die FFK environment einen Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 809. Darüber hinaus fielen außerordentliche Aufwendungen, darunter Kosten für die Anleiheemission im Juni 2011, in Höhe von gut 1,5 Mio. Euro an.

Insgesamt verbesserte sich die Vermögenslage der FFK environment deutlich. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Stichtag 31. Dezember 2011 um 117 % auf 44,7 Mio. Euro. Das Eigenkapital erhöhte sich um 9,8 Mio. Euro auf 15,2 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote beträgt per 31. Dezember 2011 34% (Vorjahresende: 26%).

Die planmäßigen Investitionen im Jahr 2011 betreffen überwiegend langfristig finanzierte Mobilien. Die Vermögenslage weist weiterhin einen Großteil langfristig gebundenes Anlagevermögen sowie langfristig zur Verfügung stehendes Eigenkapital und Fremdkapital von Kreditinstituten, darunter auch Mezzaninekapital, aus.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden planmäßig bestehende Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungsgesellschaften getilgt. Des Weiteren wurde Mitte 2011 auf Skontozahlung umgestellt, um einen zusätzlichen Ertrag aus den zur Verfügung stehenden liquiden Mittel zu generieren. Dadurch vermindert sich der jeweilige Stand an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Vorjahresvergleich.

Da der Großteil der geplanten Investitionen erst im Jahr 2012 erfolgt, weist die FFK environment zum Bilanzstichtag einen signifikanten Bestand an liquiden Mitteln und Wertpapieren in Höhe von 20,6 Mio. Euro aus. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Finanzlage der Gesellschaft deutlich positiv dar.

5. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die FFK environment hat durch die Erweiterung ihrer Verarbeitungskapazitäten bei Abfällen ihre Marktposition im letzten Jahr deutlich gestärkt und die Voraussetzung geschaffen, die langfristigen Output-Verträge zu bedienen.

Anfang September hat die FFK environment eine Produktionshalle, mit einer Fläche von 12.000 m², in Forst (Lausitz), erworben. An diesem Standort plant die FFK environment ihr erstes Werk für Kompositpellets zu bauen. Das geplante Investitionsvolumen beträgt rund 10 Mio. Euro mit ca. 20 neuen Arbeitsplätzen. Ab Frühjahr 2013 soll die Herstellung von klimafreundlichen Pellets mit einem mittelfristigen Produktionsvolumen von 200.000 Tonnen pro Jahr beginnen. Basis dieses Vorhabens war das Ende letzten Jahres abgeschlossene F&E-Projekt zur Entwicklung von Kompositpellets. Dabei wurde ein Verfahren und verschiedene Rezepturen entwickelt, mit deren Hilfe Brennstoffe mit möglichst hohem biogenen Anteil (> 50%) nach definierten Qualitätsparametern produziert werden können. Diese Kompositbrennstoffe gewährleisten einen gleichbleibenden, reproduzierbaren Heizwert. Diese Produkte sind mit "standardisierten" Rezepturen in Rostfeuerungsanlagen einsetzbar und in ihren Eigenschaften der Steinkohle ähnlich. Durch den hohen Anteil klimaneutraler Bestandteile am Brennstoff wird ein geringer CO2-Emissionsfaktor erreicht und die CO2-Bilanz der Unternehmen entlastet. Generell wird sich zukünftig, und insbesondere mit der Umsetzung der nächsten Harmonisierungsstufe zum Emissionshandel in 2013, eine noch stärkere Korrelation zwischen steigenden CO2-Zertifikate-Preisen und dadurch wachsender Bedeutung von klimafreundlichen Energieträgern abzeichnen. Die FFK environment erwartet deshalb einen guten Absatzmarkt mit einer steigenden Nachfrage nach Kompositpellets.

Langfristig wird sich die Nachfrage nach Kohlesubstituten nicht allein durch die herkömmlichen Sekundärbrennstoffe befriedigen lassen. Die FFK environment plant deshalb an weiteren Rezepturen zu arbeiten um die Produktvielfalt zu erweitern.

Als ein Risiko sind die zum Teil langen Genehmigungsverfahren zu sehen, die den Start von Einzelprojekten verzögern können. Dieses Risiko kann verringert werden, indem beispielsweise industrielle Abnehmer als Partner von FFK environment vertraglich für diese Aufgaben verpflichtet werden.

Weitere Risiken können wirtschaftliche Schieflagen oder Insolvenzen von wichtigen industriellen Abnehmern sein. Dadurch würden sich die Logistikkosten durch Lieferung der Brennstoffe in weiter entfernte Kraftwerke oder industrielle Anlagen erhöhen.

Auch die zeitlich verzögerte Implementierung der EU-Abfallrichtlinien in einzelnen Ländern stellt ein Risiko für FFK environment dar.

Bestandsgefährdende Risiken werden derzeit nicht gesehen.

6. Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Das Abfallentsorgungsgeschäft auf dem deutschen Markt ist stark regional geprägt. Durch die Regulierung des Marktes in der Vergangenheit reduzierte sich die Anzahl der Marktteilnehmer erheblich. In den vergangenen vier Jahren konnte ein Preisverfall "an der Tonne" verzeichnet werden, was wiederum eine Preissteigerung der daraus generierten Brennstoffe nach sich zog. Mit jedem Preissprung wurde der Markt für Unternehmen, die nicht auf das Konzept der Ersatzbrennstoffherstellung und -verwertung gesetzt haben, schwieriger. Die Marktbereinigung führte zu einer Steigerung des Output-Volumens der verbleibenden Marktteilnehmer.

Die FFK environment verfügt über enge Beziehungen zu ihren Geschäftspartnern, langjährige Branchenerfahrungen sowie über günstige Standortfaktoren, welche sehr hohe Hürden in Bezug auf eine Marktverdrängung darstellten. So ist z.B. die unmittelbare Nähe zu End-of-Pipe-Anlagen und die dadurch geringen Logistikkosten eine bedeutende Markteintrittsbarriere.

Die FFK environment hat sich in der Vergangenheit große Inputströme gesichert und ist, gemessen am Produktionsvolumen, einer der größten Anbieter in Brandenburg.

Auf dem deutschen Markt haben sich das Angebot von Abfällen und die Nachfrage nach Stoffen für die thermische Verbrennung oder Mitverbrennung ausgeglichen. Im regionalen Markt Brandenburg hingegen wurde in den vergangenen Jahren deutlich mehr Kapazität zur thermischen Verwertung installiert als Abfallmengen zur Verfügung gestellt werden konnten. Die Verhandlungsposition der FFK environment gegenüber ihren Kunden, den energetischen Verwertern, hat sich dadurch signifikant verbessert.

Diese starke Verhandlungsposition ermöglicht der FFK environment eine Upstream-Integration in Richtung der Abfallsammler. Konkret bedeutet dies, dass neben der Etablierung von strategischen Partnerschaften mit führenden regionalen Entsorgern auch die Betreiber von Umschlagplätzen in den Fokus rücken.

Die Input-Preise sind weiter unter Druck. Die Konsolidierung des Marktes, zeitweise durch die Weltwirtschaftskrise noch zusätzlich beschleunigt, wird weitergehen. Der regionale Markt der energetischen Verwerter wird unter nicht ausreichenden Mengen leiden und eine zunehmend geringere Profitabilität erzielen. Die Marktteilnehmer erwarten auf dem Spotmarkt in den kommenden Jahren jedoch kaum Bewegung. Die größten Veränderungen werden im Zusammenhang mit den auslaufenden kommunalen Entsorgungsverträgen erwartet, die meist für 10 Jahre abgeschlossen wurden und ab dem Jahr 2013 neu ausgeschrieben werden. Die Branche stellt sich bereits heute auf massive Preisnachlässe ein.

FFK environment wird durch ihre lokale Machtposition, ihre Input-Strukturen und ihre Position gegenüber den Abnehmern ihre Margen halten und zusätzliches Volumen generieren können. Diese Entwicklung war für das Management schon in 2008 abzusehen und hat sich in den vergangenen 24 Monaten entsprechend bestätigt.

Bedingt durch die geschilderte Marksituation ist die Akquisition von integrationsfähigen mittelständischen Entsorgungsunternehmen ein Weg, um in Deutschland signifikant zu wachsen. Erste Unternehmen wurden bereits identifiziert.

Für die Geschäftsjahre 2012 und 2013 werden weitere Steigerungen bei Umsatz und EBIT und Gewinn erwartet. Dieses Ziel wird zum einen durch die Produktdiversifizierung erreicht, die ein breites Einsatzgebiet der Endprodukte ermöglicht. Zum anderen steigt die Nachfrage nach Kohlesubstituten durch die Energiewirtschaft und Zementindustrie bei gleichzeitiger, weiterer Verbesserung der Preissituation. Die Verbesserung der Ertragslage führt nach der Unternehmensplanung in 2012 zunächst dennoch zu einem geringen Jahresfehlbetrag, ab 2013 ist mit einem Jahresüberschuss zu rechnen.

Weiterhin wird am stetigen Ausbau der regionalen und bundesweiten Geschäftstätigkeit als auch an stärkeren Aktivitäten im europäischen Ausland gearbeitet.

So soll 2012 ein erstes, mit dem Rohstofftiger vergleichbares Werk, in Kooperation mit einem Abnehmer errichtet werden.

Auch in den Folgejahren werden planmäßige Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen durchgeführt, um die Gesellschaft technisch auf dem neusten Stand zu halten und die damit erzielten Produktivitätsvorteile zum weiteren Ausbau der Marktanteile zu nutzen. Der Mitarbeiterstamm wird sowohl im gewerblichen Bereich als auch im angestellten Bereich unterproportional zu Umsatz bzw. Unternehmenswachstum aufgrund von Effizienzsteigerungen und Skaleneffekten erhöht.

Der Schwerpunkt der Unternehmensstrategie ist auf Wachstum ausgerichtet. Dabei achtet die FFK environment auf hohe Qualität, Kosteneffizienz und innovative Prozesse. Deshalb wird weiter permanent an der Qualitätsverbesserung, insbesondere an der Prozessoptimierung und -innovation im Unternehmen gearbeitet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet.

 

Peitz, 29.03.2012

Die Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2011

AKTIVA

  Stand am 31.12.2011
EUR
Stand am 31.12.2010
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.100,00 44.728,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.050.324,87 2.021.023,77
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.978.607,00 4.356.728,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 610.155,56 26.391,51
  8.639.087,43 6.404.143,28
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 565.384,38 512.659,57
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.506.770,33 5.000.000,00
3. Beteiligungen 500,00 500,00
  6.072.654,71 5.513.159,57
  14.751.842,14 11.962.030,85
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte 1.150.180,42 1.869.469,03
II. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.658.477,18 2.407.269,11
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 26.043,96 (Vorjahr: EUR 27.764,10) 4.343.464,36 3.599.157,81
  7.001.941,54 6.006.426,92
III. Wertpapiere 162.730,00 0,00
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 20.468.296,38 144.779,26
  28.783.148,34 8.020.675,21
C. Rechnungsabgrenzungsposten 594.257,51 551.275,51
D. Aktive latente Steuern 521.000,00 0,00
  44.650.247,99 20.533.981,57

Passiva

   
  Stand am 31.12.2011
EUR
Stand am 31.12.2010
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 1.500.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 11.230.483,55 0,00
III. Gewinnrücklagen 2.183.418,35 2.183.418,35
IV. Gewinnvortrag 2.044.987,60 306.753,87
V. Jahresfehlbetrag/-überschuss -1.781.373,80 1.938.233,73
  15.177.515,70 5.428.405,95
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 7.348,30 7.618,14
C. Nachrangdarlehen 6.000.000,00 6.000.000,00
D. Rückstellungen 475.357,54 820.744,87
E. Verbindlichkeiten    
1. Anleihen    
- davon konvertibel: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00) 16.000.000,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.364.530,53 1.875.493,72
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 0,00 137.149,15
4. Übrige Verbindlichkeiten    
- davon aus Steuern: EUR 328.612,28 (Vorjahr: EUR 85.013,52)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 8.570,28 (Vorjahr: EUR 6.377,65) 3.625.495,92 6.264.569,74
  22.990.026,45 8.277.212,61
  44.650.247,99 20.533.981,57

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011

  2011
EUR
2010
EUR
1. Rohertrag 11.107.922,09 11.232.170,83
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 2.910.749,88 2.234.540,29
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung    
- davon für Altersversorgung: EUR 104.063,93 (Vorjahr: EUR 105.703,43) 618.812,29 3.529.562,17 521.565,54 2.756.105,83
3. Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände    
des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.003.389,96 811.486,78
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.548.838,95 4.368.069,18
  26.131,01 3.296.509,04
5. Erträge aus Beteiligungen 12.109,20 16.955,73
6. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens    
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 144.637,00 (Vorjahr: EUR 0,00) 144.637,00 0,00
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge    
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 50.268,50 (Vorjahr: EUR 48.000,00) 451.605,01 61.253,52
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.443.067,74 733.955,97
  -834.716,53 -655.746,72
9. Fehlbetrag / Überschuss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -808.585,52 2.640.762,32
10. Außerordentliche Aufwendungen / Außerordentliches Ergebnis 1.525.660,96 0,00
11. Erstattete/Belastete Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -605.093,51 659.899,34
12. Sonstige Steuern 52.220,83 42.629,25
13. Jahresfehlbetrag / -überschuss -1.781.373,80 1.938.233,73

Anhang für 2011

I. Allgemeines

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 der FFK Environment GmbH, Peitz, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist gesondert dargestellt.

Bei der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gewählt worden.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und nutzungsbedingte Abschreibungen, bilanziert.

Die Abschreibungen auf Zugänge des beweglichen Sachanlagevermögens erfolgen nach der pro-rata-temporis-Regelung sowohl degressiv als auch linear. Geringwertige Wirtschaftsgüter unter EUR 150,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Die geringwertigen Wirtschaftgüter über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 werden über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die sonstigen Ausleihungen werden zu Nominalwerten bewertet.

Die Vorräte sind zu Herstellungskosten bzw. niedrigeren Marktpreisen zum Bewertungsstichtag bewertet.

Die Forderungen werden zu Nennwerten bilanziert und erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung angemessen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sowie das Eigenkapital werden zu Nominalwerten bilanziert.

Die aktivierten latenten Steuern beinhalten Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich ergeben.

Die Steuerrückstellungen und Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei der Rückstellungsbewertung werden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen des laufenden Geschäftsjahres in Höhe von insgesamt TEUR 1.003 beinhalten ausschließlich planmäßige Abschreibungen.

Auf dem Grundbesitz sind Grundschulden zu Gunsten eines Kreditinstituts von TEUR 2.815 eingetragen. Ein Grundstück ist zugunsten eines verbundenen Unternehmens mit einem Erbbaurecht belastet. Auf diesem Erbbaugrundstück sind weitere Grundschulden in Höhe von TEUR 850 eingetragen. Darüber hinaus stehen verschiedene finanzierte Baugeräte und Fahrzeuge unter Eigentumsvorbehalt bzw. sind sicherungsübereignet.

Finanzanlagen

Die Gesellschaft hält an folgenden Unternehmen mindestens 20 % der Anteile:

Name / Sitz Anteils- höhe Eigenkapital zum 31.12.2011   Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
Rohstofftiger Gesellschaft für Wertstoff- aufbereitung und Rückgewinnung mbH, Peitz 100% EUR -652.359,78   EUR -1.876.815,32
Rohstofftiger Eisenhüttenstadt Gesellschaft für Wertstoffaufbereitung und Rückgewinnung mbH, Eisenhüttenstadt 100% EUR 20.197,77   EUR -3.049,34
Rohstofftiger Berlin Gesellschaft für Wertstoffaufbereitung und Rückge- winnung mbH, Berlin 100% EUR 21.494,66   EUR -3.505,34
EKO-SUR Spòlka z.o.o., Warschau, Polen 100% PLN 120.418,89 *) PLN -44.560,87

*) Es handelt sich um vorläufige Zahlen, der endgültige Jahresabschluss 2011 ist noch nicht erstellt.

Die Entwicklung des Anlagevermögens insgesamt ist im Anlagespiegel in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 28) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und betreffen Kautionen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Unter diesem Posten wird ein Disagio in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 78) ausgewiesen.

Aktive latente Steuer

Die Position betrifft Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer, die sich durch Nutzung der Verlustvorträge bei Erzielung der geplanten Ergebnisse der nächsten fünf Jahre realisieren lassen. Sie sind mit den zum Bilanzstichtag geltenden Steuersätzen berechnet.

Eigenkapital

In Höhe der aktivierten latenten Steuer von TEUR 521 besteht eine Ausschüttungs-sprerre.

Sonderposten Investitionszuschüsse

Der Sonderposten betrifft einen nicht rückzahlbaren Investitionszuschuss für die Anschaffung der Heizungsanlage in dem Verwaltungsgebäude. Die Auflösung erfolgt entsprechend der anteiligen Abschreibung auf den Gebäudebestandteil.

Nachrangdarlehen

Die Position betrifft Mezzaninekapital, das der Gesellschaft zunächst als Genussrechtskapital zur Verfügung gestellt wurde. Es wurde im Dezember 2006 in ein Nachrangdarlehen umgewandelt. Es weist Merkmale eigenkapitalersetzender Darlehen aus, so dass das Darlehen zwischen Eigen- und Fremdkapital gesondert ausgewiesen wird.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen mit TEUR 200 eine strittige ausstehende Eingangsrechnung.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten sind dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:

  davon mit einer Restlaufzeit  
  bis zu 1 Jahr
TEUR
von 1-5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
Verbindlichkeiten        
- aus Anleihen 0 16.000 0 16.000
- gegenüber Kreditinstituten 1.001 2.364 0 3.365
- Erhaltene Anzahlungen 534 0 0 534
- aus Lieferungen und Leistungen 1.563 0 0 1.563
- sonstige 846 682 0 1.528
  3.944 19.046 0 22.990

Anleihen

Unter diesem Posten wird ein festverzinsliches Wertpapier zur Unternehmensfinanzierung in verbriefter Form ausgewiesen. Es handelt sich um eine Anleihe in Form einer Inhaber-Teilschuldverschreibung. Die Anleihe wird mit 7,25 % p. a. verzinst und hat eine Laufzeit bis 31. Mai 2016.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Unter dieser Position werden ausschließlich Finanzierungsdarlehen ausgewiesen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 122 sind durch Grundschulden, die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch Verpfändungen von Wertpapieren, Bankguthaben und Sicherungsübereignungen besichert.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungsgesellschaften (TEUR 1.067), aus Steuern in Höhe von TEUR 329 (Vorjahr: TEUR 85) sowie aus Löhnen und Gehältern (TEUR 56). Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungsgesellschaften sind durch Sicherungsübereignungen besichert.

Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten

Die FFK hat für das verbundene Unternehmen Rohstofftiger Gesellschaft für Wertstoffaufbereitung und Rückgewinnung mbH, Peitz, zwei Bürgschaften in Höhe von TEUR 2.215 und TEUR 363 für Verbindlichkeiten des Tochterunternehmens gegenüber der Landesbank Berlin übernommen. Die Bürgschaften dienen zur Besicherung von Krediten der Tochtergesellschaft aus Investitionen. Die Darlehensvaluten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 167.

Darüber hinaus hat FFK sechs Bürgschaften für das verbundene Unternehmen gegenüber Finanzierungsgesellschaften in Höhe von TEUR 2.926 gegeben. Die Bürgschaften sind auf die Verbindlichkeiten der Tochtergesellschaft aus den Mietkaufraten für Investitionsgüter begrenzt. Diese Verbindlichkeiten valutieren zum Bilanzstichtag mit TEUR 1.932.

Da FFK einen mittelbaren Einfluss auf das verbundene Unternehmen hat und dieses seinen Zahlungsverpflichtungen aus den Darlehensverträgen bisher nachgekommen ist, rechnet FFK nicht mit einer Inanspruchnahme aus den gewährten Bürgschaften.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Dieser Posten beinhaltet u. a. periodenfremde Erträge aus Anlagenabgängen von TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 26), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 17 (Vorjahr: TEUR 17) sowie Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 36).

Personalaufwand

Aufteilung der Personalaufwendungen:

  TEUR
Löhne und Gehälter 2.911
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung  
- davon für Altersversorgung: TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 106) 619
  TEUR 3.530

Im Geschäftsjahr 2011 (2010) wurden im Durchschnitt 81 (59) gewerbliche Arbeitnehmer sowie 24 (19) Angestellte beschäftigt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter diesem Posten werden periodenfremde Aufwendungen für Verluste aus Anlageabgängen (TEUR 124, Vorjahr: TEUR 22) und der Ausbuchung von in Vorjahren aktivierten Forderungen auf Zuschüsse (TEUR 83) ausgewiesen.

Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

Der Posten betrifft ausschließlich Erträge von einem verbundenen Unternehmen.

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Unter diesem Posten werden im Wesentlichen Zinserträgen aus Wertpapieren, gewährten Darlehen und Bankguthaben sowie Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEZR 48) ausgewiesen.

Außerordentliche Aufwendungen

Die außerordentlichen Aufwendungen beinhalten insbesondere die Kosten im Zusammenhang mit der Emission der Anleihe in Höhe von TEUR 1.207.

V. Ergänzende Angaben

Unternehmensorgane

Geschäftsführer der FFK Environment GmbH, Peitz, waren im Geschäftsjahr 2011 die Herren:

Kaufmann Frank Kochan, Peitz, Ingenieur Friedrich Kochan, Peitz und Herr Roman Toedter, Cottbus (ab 03. Februar 2011)

Die Geschäftsführergehälter belaufen sich auf insgesamt TEUR 406 zzgl. TEUR 93 Beitragszahlungen an eine Unterstützungskasse.

Prokuristen waren im Geschäftsjahr 2011 Frau Susanne Dirlack, Lübbenau (ab 03. Februar 2011) und Herr Jörg Schicke, Tauche (ab 03. Februar 2011) und Herr Roman Toedter, Cottbus (bis 03. Februar .2011).

Neben den nicht wesentlichen jährlichen betriebsgewöhnlichen Miet- und Leasingverpflichtungen für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung besteht eine jähr-liche Verpflichtung aus sieben Dauerschuldverhältnissen in Höhe von TEUR 4.480. Sie betreffen sowohl Mieten für Immobilien als auch Verpflichtungen aus Liefer- und Abnahmeverträgen.

Weiterhin besteht eine Investitionsverpflichtung in Höhe von TEUR 8.000.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzu-tragen.

 

Peitz, den 29. März 2012

gez.: Die Geschäftsführer

Anlage zum Anhang:

  Anschaffungs-/ Herstellungskosten Stand 01.01.2011
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 251.232,71 6.500,00 0,00
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.121.061,61 122.853,10 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.832.322,61 2.694.439,96 173.851,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 26.391,51 583.764,05 0,00
  10.979.775,73 3.401.057,11 173.851,00
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 512.659,57 79.448,95 26.724,14
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.000.000,00 992.133,33 485.363,00
3. Beteiligungen 500,00 0,00 0,00
  5.513.159,57 1.071.582,28 512.087,14
  16.744.168,01 4.479.139,39 685.938,14
  Abschreibungen kumuliert
EUR
Buchwerte Stand 31.12.2011
EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres
EUR
ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 217.632,71 40.100,00 11.128,00
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.193.589,84 2.050.324,87 93.552,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.374.304,57 5.978.607,00 898.709,96
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 610.155,56 0,00
  5.567.894,41 8.639.087,43 992.261,96
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 565.384,38 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 5.506.770,33 0,00
3. Beteiligungen 0,00 500,00 0,00
  0,00 6.072.654,71 0,00
  5.785.527,12 14.751.842,14 1.003.389,96

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang) handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der FFK Environment GmbH, Peitz, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Mülheim an der Ruhr, 30. März 2012

HLV Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Ingo Bothe, Wirtschaftsprüfer

Frank Vieting, Wirtschaftsprüfer

Sonstige offenlegungspflichtige Angaben:

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 26. April 2012 wurde der Jahresabschluss 2011 festgestellt.

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