fairgourmet GmbH
Seehausener Allee 2, 04356 Leipzig, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Detlef Knaack seit 15.7.2011 | Prokura |
Martin Buhl-Wagner seit 8.2.2010 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Freistaat Sachsen | 50.00% |
Stadt Leipzig | 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
fairgourmet GmbHLeipzigJahresabschluss zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Über die fairgourmet GmbHDie fairgourmet GmbH, Leipzig, ist eine kleine
Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB. Sie
ist ein Tochterunternehmen der Leipziger Messe Gesellschaft
mbH, Leipzig. Die Aufgabe der fairgourmet GmbH, Leipzig,
besteht in der Betriebsführung der gastronomischen
Einrichtungen der Leipziger Messe Gesellschaft mbH im CCL -
Congress Center Leipzig und auf dem Leipziger
Messegelände, der Bewirtschaftung des
Mitarbeitercasinos im Verwaltungsgebäude der Leipziger
Messe Gesellschaft mbH sowie in der Vornahme
gastronomischer Geschäfte außerhalb des
Leipziger Messegeländes. In der KONGRESSHALLE am Zoo
Leipzig ist die Gesellschaft als exklusiver
Gastronomiepartner zu den unter der Regie der Leipziger
Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, dort stattfindenden
Veranstaltungen sowie zu den in eigenem Namen
ausgerichteten Events tätig.
Der Geschäftsumfang der fairgourmet GmbH, Leipzig,
wird stark vom Messe- und Kongressgeschäft der
Muttergesellschaft Leipziger Messe Gesellschaft mbH,
Leipzig, sowie dem Veranstaltungsportfolio der
Verbundgesellschaft Leipziger Messe Gastveranstaltungen
GmbH, Leipzig, beeinflusst.
2. Wirtschaftsbericht2.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Situation in der MessewirtschaftDas ifo Institut - Leibniz-Institut für
Wirtschaftsforschung an der Universität München
e.V. rechnete in seiner im Dezember 2023
veröffentlichten Konjunkturprognose Winter 2023
für das Jahr 2023 mit einem realen Wachstum der
Weltwirtschaft um +2,7 %, was dem Niveau des Vorjahres
entspräche.
In Deutschland hat sich die Konjunktur im Jahr 2023
abgeschwächt. Die erwartete Erholung für die
zweite Jahreshälfte blieb laut ifo Institut trotz
rückläufiger Inflation und steigenden
Lohneinkommen aus. Insbesondere der private Konsum wurde
dadurch gebremst, dass ein Teil des Kaufkraftzuwachses
gespart wurde. Zudem fehlten Impulse aus dem Warenhandel
und der Industrieproduktion. Notenbanken dämpften die
Konjunktur zur Inflationsbekämpfung und Zinsanhebungen
der Europäischen Zentralbank führten zu einer
Abkühlung des deutschen Immobilienmarkts.
Kräftige Impulse gingen lediglich von den staatlichen
Investitionen aus, insbesondere resultierend aus der
Beschaffung von Rüstungsgütern. Die Finanzpolitik
zeigte im Jahr 2023 eine leichte expansive Ausrichtung,
besonders durch Maßnahmen zur Bewältigung der
Energiekrise. Für das Jahr 2023 schätzte das ifo
Institut in seiner Konjunkturprognose Winter 2023 insgesamt
einen Rückgang des preisbereinigten
Bruttoinlandsproduktes um -0,3 % gegenüber dem Vorjahr
ein.
Die vorgenannte Konjunkturprognose des ifo Institutes
wurde im Januar 2024 in einer ersten Berechnung des
Statistischen Bundesamtes, Wiesbaden, bestätigt.
Nach Angaben des AUMA - Ausstellungs- und Messeausschuss
der Deutschen Wirtschaft e.V. vom Dezember 2023/Januar 2024
wurden im Jahr 2023, dem ersten Jahr mit einem kompletten
Messeprogramm seit dem Beginn der Corona-Pandemie, 340
Messeveranstaltungen mit rund 180.000 ausstellenden
Unternehmen und einer Besucherzahl von 11,5 Mio. in
Deutschland durchgeführt. Damit stelle das Jahr 2023
für die Messewirtschaft in Deutschland ein Jahr der
Erholung dar, jedoch werden die Vor-Corona-Zahlen laut AUMA
noch nicht erreicht. Der internationale
Geschäftsreiseverkehr habe sich wieder normalisiert,
sodass nationale sowie internationale Messeteilnehmer
wieder auf den Messeplatz Deutschland, der weltweit als
Nummer eins gelte, kommen. Neben Unwägbarkeiten
-resultierend aus gesamtwirtschaftlichen Verunsicherungen
und weltpolitischen Umbrüchen -gäbe es in der
Wirtschaft und Gesellschaft fortlaufend neue Themen,
für die es Plattformen zum Austausch braucht. Messen -
als Schaufenster der Innovationen -sind und bleiben nach
Ansicht des AUMA einer dieser wichtigen Treffpunkte, um den
Wandel voranzubringen. So wurden im Jahr 2023 fast 20 neue
Messeformate umgesetzt. Darüber hinaus erfordern
veränderte Kundenbedürfnisse -bedingt durch die
Corona-Pandemie -zielgruppengerechte Konzepte. Zwar
würden Teilnehmerzahlen und Standflächen noch
immer wichtige Messdaten für Messeveranstalter
darstellen, jedoch würden Zufriedenheit und
Weiterempfehlung in den Vordergrund rücken.
2.2 GeschäftsverlaufFinanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenTrotz schwieriger geopolitischer und
gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen blickt die
fairgourmet GmbH, Leipzig, auf einen erfolgreichen
Geschäftsverlauf im Jahr 2023 zurück.
Die fairgourmet GmbH, Leipzig, erwirtschaftete im
Geschäftsjahr 2023 insgesamt Umsatzerlöse in
Höhe von EUR 8,4 Mio. (Vorjahr: EUR 8,5 Mio.) und
schloss das Geschäftsjahr mit einem Ergebnis vor
Abführung an die Muttergesellschaft in Höhe von
EUR +1,2 Mio. (Vorjahr: EUR +1,4 Mio.) ab. Damit
übertraf die Gesellschaft die Werte ihres
Wirtschaftsplanes (Umsatz EUR 7,3 Mio. / Ergebnis vor
Gewinnabführung EUR +0,7 Mio.) umsatzseitig um EUR 1,1
Mio. und ergebnisseitig um EUR 0,5 Mio., womit auch die im
Lagebericht zur Vorperiode enthaltene und im Februar 2023
erstellte Umsatz- und Ergebnisprognose durch die
tatsächliche Geschäftsentwicklung in gleichem
Maße übertroffen wurde.
Erläuterung wesentlicher GeschäftsfelderIm Geschäftsfeld der gastronomischen Versorgung von
eigenen Messeveranstaltungen der Muttergesellschaft liegen
die Umsatz- und Ergebnisbeiträge um 32 % bzw. 42 %
über dem geplanten Niveau. Der Vorjahresumsatz wurde
um 51 % und der Ergebnisbeitrag des Vorjahres um 64 %
überschritten, was in besonderer Weise dadurch
beeinflusst wurde, dass für das erste Quartal des
Vorjahres geplante publikumsstarke Veranstaltungen, wie die
HAUS-GARTEN-FREIZEIT und die Leipziger Buchmesse,
pandemiebedingt nicht stattfinden konnten. Wesentliche
Umsatz- und Ergebnisbeiträge im Geschäftsfeld der
gastronomischen Versorgung von Messeveranstaltungen der
Muttergesellschaft erwirtschaftete die Gesellschaft im
Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der PARTNER PFERD, des
Veranstaltungsverbundes HAUSGARTEN-FREIZEIT /
mitteldeutsche handwerksmesse, der Z - Internationale
Zuliefermesse für Teile, Komponenten, Module und
Technologien im Verbund mit der Intec - Internationale
Fachmesse für Werkzeugmaschinen, Fertigungs- und
Automatisierungstechnik und der GrindTec - Internationale
Fachmesse für Werkzeugbearbeitung und
Werkzeugschleifen, der Leipziger Buchmesse in Verbindung
mit der Manga-Comic-Con und dem Lesefest Leipzig liest und
der modell-hobby-spiel.
Im Geschäftsfeld der gastronomischen Betreuung des
Gastveranstaltungsgeschäftes ist es gelungen, den
Planumsatz und den geplanten Deckungsbeitrag um jeweils
mehr als das Doppelte zu übertreffen. Der
Umsatzbeitrag des gastveranstaltungsstärkeren
Vorjahres hingegen wurde um 7 % unterschritten, wobei der
Ergebnisbeitrag nahezu gehalten werden konnte. Mit hohem
gastronomischen Dienstleistungsvolumen verbunden waren u.
a. die EMMK Ordermesse Möbel & Küche, eine
Hausmesse der Firma Stahlgruber, das Mary Kay Seminar mit
Gala Show, die Touristik & Caravaning, die World of
Fireplaces -internationale Fachmesse für
Feuerstätten und Wohnfühlambiente, der VDE FNN
Fachkongress, das Impericon Festival sowie die
Tanz-Weltmeisterschaft.
Im CCL - Congress Center Leipzig wurden im
Geschäftsjahr 2023 eine Vielzahl von
Firmenveranstaltungen, Branchentreffen und
hochkarätigen, teils internationalen Kongressen,
gastronomisch durch die fairgourmet GmbH begleitet.
Zusätzlich fanden in der KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig
verschiedenste externe Kongresse, Tagungen, Firmen- und
Jubiläumsveranstaltungen, kulturelle Events sowie
messebegleitende Veranstaltungen und Kongresse statt, die
von der fairgourmet GmbH als Gastronomiepartner
entsprechend versorgt wurden. Insgesamt übertrafen die
im Kongressgeschäft generierten Umsätze den
Planwert um 32 %. Der geplante Ergebnisbeitrag wurde um
nahezu das Vierfache übertroffen. Der Umsatz- und
Ergebnisbeitrag des veranstaltungsstärkeren
Kongressjahres 2022 hingegen wurde um 15 % bzw. um 12 %
unterschritten. Ein besonders starkes
Gastronomiegeschäft wurde im Jahr 2023 beispielsweise
im Rahmen des LINC - Leipzig Interventional Course 2023,
des 75. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für
Urologie e.V., des International Transport Forum 2023, des
Deutschen Rheumatologiekongresses 2023, der
VDV-Jahrestagung 2023, des Messekongresses
"Schadenmanagement & Assistance", des
GDCh-Wissenschaftsforums Chemie 2023, der 61. Jahrestagung
der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin, der
Diabetes-Herbsttagung 2023 oder der 106. Jahrestagung der
Deutschen Gesellschaft für Pathologie erbracht.
Besonderer Höhepunkt war der Weltradgipfel Velocity
Leipzig 2023 der European Cyclists' Federation (ECF),
welcher im Mai im CCL stattfand, von der Stadt Leipzig
gemeinsam mit der ECF und der Leipziger Messe veranstaltet
und von der fairgourmet GmbH gastronomisch betreut wurde.
Neben der Geschäftstätigkeit auf dem Leipziger
Messegelände und in der KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig
stellte die Gesellschaft auch im Geschäftsjahr 2023
ihr vielseitiges gastronomisches Know-how im Rahmen
weiterer externer Caterings in Leipzig und der Region
sowohl für Firmen als auch für verschiedene
gesellschaftliche und kulturelle Anlässe unter Beweis.
So war die fairgourmet GmbH mit kulinarischen Angeboten bei
Leipziger Veranstaltungen, wie beispielsweise Bach on air
im Rahmen des Leipziger Bachfestes, Klassik airleben im
Rosental, LEIPZIGER MARKT MUSIK sowie die Renntage im
Scheibenholz, vertreten. Erneut präsentierte sich die
fairgourmet GmbH im Dezember zudem auf dem Leipziger
Weihnachtsmarkt. Insgesamt lagen die kumulierten
Umsatzbeiträge im Außer-Haus-Geschäftes um
11 % über, die Ergebnisbeiträge um 16 % unter dem
Planniveau. Der Umsatzbeitrag des Vorjahres wurde um 16 %
übertroffen.
2.3 Vermögens-, Finanz- und ErtragslageErtragslageDie fairgourmet GmbH, Leipzig, erwirtschaftete im
Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von
TEUR 8.372, die den Vorjahresumsatz in Höhe von TEUR
8.458 um TEUR 86 unterschreiten.
Die Gesamtleistung der Gesellschaft inklusive der
sonstigen betrieblichen Erträge sowie der
Bestandsveränderungen an unfertigen Leistungen
beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 8.407
(Vorjahr: TEUR 8.576).
Der Materialaufwand des Geschäftsjahres 2023
beträgt TEUR 2.655 und unterschreitet den
Vorjahresaufwand (TEUR 2.863) um TEUR 208. Der
Materialaufwand setzt sich zusammen aus rund 70 % Aufwand
aus Betriebskosten und Wareneinsatz (Vorjahr: 61 %), rund
17 % Aufwendungen für bezogene Leistungen aus der
Inanspruchnahme von Leihpersonal (Vorjahr: 25 %) sowie rund
13 % Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen
(Vorjahr: 14 %).
Der unter Einbeziehung der Bestandsveränderungen an
unfertigen Leistungen ermittelte Rohertrag der Gesellschaft
erhöht sich im Vorjahresvergleich um TEUR 110 auf TEUR
5.718. Es ermittelt sich für das Geschäftsjahr
2023 eine Rohertragsquote von 68 % (Vorjahr: 66 %).
Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Erträge
von TEUR 105 im Vorjahr auf TEUR 35 im aktuellen
Geschäftsjahr beruht insbesondere auf geringeren
Erträgen aus Zulagen und Zuschüssen sowie auf
reduzierten Erträgen aus der Auflösung von
Rückstellungen.
Die Personalaufwendungen des Geschäftsjahres 2023
liegen mit TEUR 3.266 um TEUR 335 über dem Niveau des
Vorjahres (TEUR 2.931). Die Zahl der im Jahresdurchschnitt
beschäftigten Arbeitnehmer (ohne
Geschäftsführer und Auszubildende) belief sich im
Geschäftsjahr 2023 auf 43 Angestellte (Vorjahr: 42
Angestellte). Im Vorjahr befand sich zusätzlich
durchschnittlich ein Arbeitnehmer in Elternzeit. Allerdings
beschäftigte die Gesellschaft im Geschäftsjahr
2023 durchschnittlich 73 eigene Aushilfskräfte und
somit deutlich mehr als im Vorjahr (57
Aushilfskräfte). Ein im Vorjahresvergleich
aufwandserhöhender Effekt ergibt sich zusätzlich
daraus, dass im Vorjahr über einen Zeitraum von zwei
Monaten Kurzarbeit bestand, während dies im
Geschäftsjahr 2023 nicht mehr der Fall war. Zudem
wirkte sich der seit 1. April 2022 gültige
Tarifvertrag im Jahr 2022 lediglich neun Monate
aufwandssteigernd aus, während das Jahr 2023 hiervon
vollständig betroffen war.
Die Abschreibungen liegen mit TEUR 75 leicht unter dem
Vorjahresniveau (TEUR 93).
Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen
im Jahr 2023 um TEUR 60 auf TEUR 1.242 geht einerseits auf
die im Vorjahresvergleich geringeren Aufwendungen der
Gesellschaft für die umsatz- und
ergebnisabhängigen Pachtzahlungen an die
Muttergesellschaft zurück. Andererseits reduzierten
sich im Bereich der übrigen Aufwendungen diverse
Kosten, u.a. für gastronomisches Kleininventar.
Per Saldo schließt die fairgourmet GmbH, Leipzig,
das Geschäftsjahr 2023 mit einem Jahresergebnis vor
Gewinnabführung in Höhe von TEUR 1.169 (Vorjahr:
TEUR 1.385) ab. Das rund 69 % über dem Planwert
liegende Ergebnis wird an die Muttergesellschaft, die
Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, abgeführt.
VermögenslageHinsichtlich der Vermögenslage haben sich
gegenüber dem Vorjahr die nachfolgenden
Änderungen in der Vermögens- und Kapitalstruktur
ergeben.
Die Vermögenslage der fairgourmet GmbH, Leipzig,
ist im Wesentlichen geprägt durch flüssige Mittel
(TEUR 690; Vorjahr: TEUR 1.482), Forderungen gegen die
Gesellschafterin (TEUR 529; Vorjahr: TEUR 0), Vorräte
(TEUR 169; Vorjahr: TEUR 192) sowie durch Sachanlagen (TEUR
165; Vorjahr: TEUR 166). Zusammen umfassen diese
Vermögenswerte 94 % (Vorjahr: 68 %) der Bilanzsumme.
Die Eigenkapitalquote der fairgourmet GmbH, Leipzig,
befindet sich mit 83 % zum Bilanzstichtag deutlich
über dem Niveau des Vorjahresstichtages (50 %).
Ursächlich sind insbesondere die Verbindlichkeiten
gegenüber der Gesellschafterin (TEUR 0; Vorjahr: TEUR
948) sowie die im Vorjahresvergleich geringeren
Stichtagssalden der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen (TEUR 76; Vorjahr: TEUR 189).
FinanzlageDie Liquidität der fairgourmet GmbH, Leipzig, wird
in einem konzerninternen Cash-Management durch die
Muttergesellschaft, die Leipziger Messe Gesellschaft mbH,
Leipzig, verwaltet. Diese verfügt über ein
effektives Finanzmanagement, dessen Ziel die permanente
Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit ist.
Liquiditätskontrollen erfolgen im Rahmen eines
wöchentlich ermittelten Liquiditätsstatus,
welcher die im Cash-Pool der Unternehmensgruppe vorhandenen
flüssigen Mittel berücksichtigt. Die Anlage der
Zahlungsmittel erfolgt unter dem primären Aspekt
größtmöglicher Vermögenssicherung,
wobei die Anlagedauer u. a. unter Berücksichtigung der
voraussichtlichen Mittelverwendungszeitpunkte gewählt
wird.
Die Liquidität der fairgourmet GmbH, Leipzig, war
auch im Geschäftsjahr 2023 uneingeschränkt
sichergestellt. Mit TEUR 690 befindet sich der
Stichtagsbestand der flüssigen Mittel um TEUR 792
unter dem Betrag zum vorangegangenen Bilanzstichtag in
Höhe von TEUR 1.482. Der Cashflow (Jahresergebnis vor
Ergebnisabführung zzgl. Abschreibungen) belief sich im
Geschäftsjahr 2023 auf TEUR +1.244 (Vorjahr: TEUR
+1.478).
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageAufgrund der unter den Gliederungspunkten 2.1 bis 2.3
vorgenommenen Ausführungen ist für die
fairgourmet GmbH, Leipzig, bei einem im Vorjahresvergleich
leicht reduzierten Umsatzvolumen sowie einem leicht
geringeren Jahresergebnis eine insgesamt positive
wirtschaftliche Gesamtsituation und stabile
Unternehmensentwicklung zu konstatieren.
3. PrognoseberichtNach einem Wachstum der globalen Konjunktur im Jahr 2023
von insgesamt voraussichtlich +2,7 % (Vorjahr: +2,7 %)
prognostizierte das ifo Institut - Leibniz-Institut
für Wirtschaftsforschung an der Universität
München e.V. in seiner im Dezember 2023
veröffentlichten Konjunkturprognose Winter 2023
für das Jahr 2024 ein Wachstum des realen weltweiten
Bruttoinlandsproduktes von +2,0 %, wobei die Konsumausgaben
der privaten Haushalte zur tragenden Säule dieses
Wachstums werden dürften. Die Abschwächung der
Konjunkturdynamik im Vorjahresvergleich beträfe
hierbei sowohl die fortgeschrittenen Volkswirtschaften als
auch die Schwellenländer. Bei der Wachstumsprognose
wurde seitens des ifo Institutes unter anderem davon
ausgegangen, dass sowohl in den USA als auch in Europa
Leitzinssenkungen eintreten werden und der weltweite
Warenhandel sowie die Industrieproduktion vor dem
Hintergrund des fortschreitenden Abbaus erhöhter
Lagerbestände wieder an Dynamik gewinnen dürften.
Dämpfend werde sich hingegen eine
verhältnismäßig schwache
Wirtschaftsentwicklung in China auswirken.
Ein Risiko für die weltwirtschaftliche
Entwicklungsprognose wird seitens des ifo Institutes darin
gesehen, dass erwartete Reallohnsteigerungen zu einem
Beschäftigungsrückgang führen könnten,
der einer Konjunkturerholung entgegenwirken würde.
Darüber hinaus könnte eine mögliche
Ausweitung des Gaza-Krieges sowie eine weitere Eskalation
des Ukraine-Krieges unmittelbare negative Folgen für
die Weltwirtschaft nach sich ziehen. Ein weiteres
weltwirtschaftliches Risiko gehe von der
Wirtschaftsentwicklung Chinas aus, wo hohe Schulden der
Unternehmen und privaten Haushalte die Bauwirtschaft
belasten.
Für die deutsche Wirtschaft prognostizierte das ifo
Institut in seiner im Dezember 2023 veröffentlichten
Konjunkturprognose für das Jahr 2024 eine Zunahme des
realen Bruttoinlandsproduktes um +0,9 % im Vergleich zum
Vorjahr. Das ifo Institut geht davon aus, dass ab 2024
gesamtwirtschaftlich eine Erholung einsetzt.
Wachstumsimpulse würden vor allem vom privaten Konsum
ausgehen. Das ifo Institut rechnet mit weiter steigenden
Haushaltseinkommen bei weiterhin sinkenden Inflationsraten
sowie Rekordbeschäftigung und einer davon ausgehenden
Belebung der Konsumkonjunktur. Zudem geht das Institut
davon aus, dass der Zinshöhepunkt im Frühsommer
überschritten sein wird. Sowohl das Verarbeitende
Gewerbe als auch der Handel würden davon profitieren.
Eine weiterhin rückläufige Entwicklung
prognostiziert das ifo Institut für die Baukonjunktur
angesichts der deutlich gestiegenen Kreditzinsen sowie
hoher Baupreise. Hohe Unsicherheit bestünde
bezüglich der zukünftigen Finanzpolitik infolge
der im November 2023 für ungültig erklärten
Umschichtung der aus der Corona-Pandemie resultierenden
Kreditermächtigungen in den Klima- und
Transformationsfonds. Infolgedessen könnte sich die
Erholung der deutschen Wirtschaft verzögern, da
wirtschaftspolitische Unsicherheit die
Investitionsbereitschaft von Unternehmen und privaten
Haushalten senkt.
Das Ergebnis der Verbandsumfrage des Instituts der
Deutschen Wirtschaft im Dezember 2023 liefert hinsichtlich
der Erwartungen für das Jahr 2024 insgesamt ein
deutlich eingetrübtes Bild. Von den 47 befragten
Verbänden rechnen 23 Verbände mit einem
Produktions- bzw. Geschäftsrückgang im Vergleich
zum Vorjahr, während 15 Branchen eine Produktion auf
dem Vorjahresniveau und lediglich 9 Branchen einen leichten
Produktionsanstieg prognostizieren. Zurückhaltend
fallen ebenfalls die Investitionsprognosen aus. So rechnen
22 der befragten Wirtschaftsverbände für das Jahr
2024 mit rückläufigen Investitionen, während
16 Verbände gleichbleibende Investitionen und
lediglich 8 Verbände steigende Investitionen
prognostizieren. Gleichermaßen verhalten fallen die
Prognosen für die voraussichtliche
Beschäftigungsentwicklung in den jeweiligen
Wirtschaftszweigen aus: 23 Verbände rechnen mit einer
rückläufigen Beschäftigungsentwicklung,
während 19 Verbände
Beschäftigungsstabilität und nur 5 Verbände
einen Beschäftigungsanstieg erwarten.
Für die deutsche Messewirtschaft zeigt die
Verbandsumfrage ein etwas positiveres Bild, indem für
das Jahr 2024 von einer leicht verbesserten
Geschäftsentwicklung bei im Vorjahresvergleich
höheren Investitionen und einer stabilen
Beschäftigungssituation ausgegangen wird.
Nach Angaben des AUMA - Ausstellungs- und Messeausschuss
der Deutschen Wirtschaft e.V. vom Januar 2024 stehen
für das Jahr 2024 in Deutschland mehr als 330 Messen
im Kalender, davon 180 nationale oder internationale
Leitmessen. Dabei kehren nahezu alle Messen in ihren
vertrauten Takt zurück, die Sommertermine aufgrund des
großen Nachholbedarfs nach der Corona-Pandemie haben
sich nicht durchgesetzt. Der AUMA rechnet ab dem Jahr 2025
mit einer branchenweiten Erholung des deutschen Messewesens
und nicht wie zuletzt angenommen ab dem Jahr 2024. Die
deutsche Messewirtschaft unterliege einem ständigen
Wandel. Dynamik hinsichtlich des Entstehens neuer
Märkte durch Innovationen und Kurzfristigkeit,
insbesondere in Bezug auf das Ausstellen auf Messen und
noch mehr auf den Besuch von Messen, nähmen zu. Neben
mehr Flexibilität erwarten Aussteller sowie Besucher
nach Ansicht des AUMA höchste Servicequalität.
Auch das Thema Nachhaltigkeit in ökologischer,
sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht gewinne zunehmend an
Bedeutung am Messeplatz Deutschland. Zudem steigt laut dem
AUMA die Konkurrenz weltweit, da auch internationale
Messestandorte die Bedeutung von Messen für die eigene
Wirtschaft erkannt haben. Konstant in diesem Wandel seien
jedoch echte Messeauftritte und damit einhergehend die
persönliche Geschäftsanbahnung. Eine
gänzliche Digitalisierung von Messen habe nicht
funktioniert. Stattdessen setze man auf digitale
Erweiterungen und Verlängerungen, die Messeauftritte
in Präsenz optimal flankieren. Darüber hinaus
würden technische Möglichkeiten wie
Künstliche Intelligenz und Virtual Reality physische
Messeveranstaltungen zukünftig beeinflussen.
Die fairgourmet GmbH, Leipzig, blickt grundsätzlich
optimistisch in das neue Geschäftsjahr. In ihrer
Planung ging die Gesellschaft für das Jahr 2024 von
Umsatzerlösen in Höhe von EUR 9,0 Mio. und einem
Jahresergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von
EUR 1,4 Mio. aus. Auf Basis einer im Februar 2024
vorgenommenen Neubewertung des Veranstaltungsportfolios der
Leipziger Messe Unternehmensgruppe und einer daraus
abgeleiteten Prognose für das gastronomische
Geschäftsaufkommen erhöht die Gesellschaft ihre
Umsatzerwartung auf EUR 9,8 Mio. und geht von einem
Ergebnisbeitrag in Höhe von EUR 1,7 Mio. aus.
Wesentliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge werden
hierbei aus dem Gastronomiegeschäft im Rahmen der
publikumsstarken Messeveranstaltungen erwartet, wie
beispielsweise der PARTNER PFERD, dem Veranstaltungsverbund
HAUS-GARTEN-FREIZEIT / mitteldeutsche handwerksmesse, der
CADEAUX Leipzig, der Leipziger Buchmesse in Verbindung mit
der Manga-Comic-Con und dem Lesefest Leipzig liest, der
OTWorld - Internationale Fachmesse mit Weltkongress, der
Hobbymesse Leipzig und der Touristik & Caravaning.
Daneben wird eine Reihe weiterer Gastveranstaltungen und
Events gastronomisch zu betreuen sein.
Zusätzlich wird die fairgourmet GmbH, Leipzig, ihre
gastronomischen Dienstleistungen im Rahmen des
Kongressgeschäftes in den Objekten CCL - Congress
Center Leipzig und KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig erbringen,
deren Veranstaltungskalender mit einer Vielzahl von
Firmenveranstaltungen, Branchentreffen und
hochkarätigen, teils internationalen Kongressen,
Tagungen und messebegleitenden Veranstaltungen gefüllt
ist. Ausgewählte Beispiele sind die 62. Jahrestagung
der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin, der
Messekongress "Schadenmanagement & Assistance", der
141. Deutsche Chirurgie Kongress, das International
Transport Forum 2024, der LINC - Leipzig Interventional
Course 2024, der 27. International Pig Veterinary Society
Congress (IPVS) 2024, die GPEC - Internationale Fachmesse
& Konferenzen für Innere Sicherheit, der Kongress
der DGVS - Kongress für Gastroenterologie und
Viszeralchirurgie sowie der DSAG-Jahreskongress 2024.
Positive Effekte auf das Gastronomiegeschäft der
Gesellschaft werden zudem aus dem Catering für das
International Broadcast Centre (IBC) für die UEFA EURO
2024 auf dem Leipziger Messegelände erwartet.
Weiterhin wird die fairgourmet GmbH, Leipzig, ihre
Geschäftstätigkeit auf dem Leipziger
Messegelände und in der KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig
flankieren durch ihre externen Aktivitäten in Leipzig
und der Region. So wird die fairgourmet GmbH erneut bei
verschiedenen Leipziger Veranstaltungen vertreten sein.
Ebenso ist für Dezember erneut ein Stand auf dem
Leipziger Weihnachtsmarkt in der Leipziger Innenstadt
geplant. Ganzjährig wird auch weiterhin das Sortiment
hausgemachter Feinkost im eigenen Onlineshop angeboten.
4. RisikoberichtDie fairgourmet GmbH, Leipzig, ist in das
Risikomanagementsystem der Muttergesellschaft, Leipziger
Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, eingebunden. Dieses
umfasst neben dem internen Überwachungssystem sowie
dem Controllingsystem auch ein
Risikofrüherkennungssystem mit folgenden wesentlichen
Bestandteilen:
Ziel des Früherkennungssystems ist es, mit einer
möglichst geringen Zeitverzögerung (insbesondere
bestandsgefährdende) interne oder externe
Entwicklungen mit Einfluss auf die Schlüsselfaktoren
des Unternehmens zu erfassen und die möglichst
frühzeitige Meldung dieser Entwicklungen an die
Geschäftsführung sicherzustellen, um angemessene
Steuerungsmaßnahmen einleiten zu können.
Das Risikomanagementsystem wird jährlich an
gegebenenfalls geänderte unternehmensexterne und
-interne Bedingungen sowie an Veränderungen der
Prozesse und Funktionen angepasst beziehungsweise
entsprechend ergänzt.
Für die fairgourmet GmbH, Leipzig, schwerwiegende
Risiken, die mit einer wesentlichen Wahrscheinlichkeit
deren Fortbestand gefährden, bestanden für das
Geschäftsjahr 2023 nicht und sind auch für das
Geschäftsjahr 2024 nicht erkennbar. Andere Risiken
können mit den auf Ebene der fairgourmet GmbH,
Leipzig, sowie der Muttergesellschaft verankerten
Überwachungs-, Controlling- und
Früherkennungssystemen gesteuert werden.
Forderungsausfallrisiken wird durch das in der Buchhaltung
etablierte Forderungsmanagement und Mahnwesen
entgegengewirkt. Weiterführende gerichtliche
Mahnverfahren erfolgen durch die Rechtsabteilung der
Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig.
Da die fairgourmet GmbH, Leipzig, in ein konzerninternes
Cash-Management-System einbezogen ist, bestehen keine
Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus
Zahlungsstromschwankungen.
Zu den allgemeinen geopolitischen und
gesamtwirtschaftlichen Risiken und deren unmittelbaren wie
mittelbaren Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung
der Gesellschaft verweisen wir auf unsere Ausführungen
im Prognosebericht.
5. Chancenbericht und strategische AusrichtungFür die Folgejahre strebt die Gesellschaft an, ihr
Gastronomiegeschäft und die daraus resultierenden
Umsatz- und Ergebnisbeiträge wieder dauerhaft auf dem
Niveau vor der Corona-Krise zu stabilisieren und
möglichst darüber hinaus auszubauen. Die
Erreichung dieser Zielsetzung wird dabei maßgeblich
von der weiteren Entwicklung des Messe- und
Kongressgeschäftes der Muttergesellschaft Leipziger
Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, sowie des
Veranstaltungsportfolios der Verbundgesellschaft Leipziger
Messe Gastveranstaltungen GmbH, Leipzig, abhängen.
Deshalb setzt die fairgourmet GmbH auf eine positive
Entwicklung des Messe-, Kongress- und Eventgeschäftes
der Leipziger Messe Unternehmensgruppe am Messeplatz
Leipzig. Darüber hinaus gilt es, das externe
Cateringgeschäft der Gesellschaft wieder sukzessive
auf- und weiter auszubauen, wobei bestehende Kooperationen
fortgesetzt werden. Der künftige Geschäftsverlauf
der Gesellschaft wird auch davon beeinflusst werden, wie
sich die geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen (u. a. Russland-Ukraine-Krieg,
Gaza-Krieg, Preisentwicklungen im Allgemeinen und an den
Energiemärkten im Besonderen, Prozess- und
Lieferkettensituation, Verfügbarkeiten von Personal,
Waren und Dienstleistungen) entwickeln.
Die Veränderungen im Geschäftsumfeld der
Leipziger Messe Unternehmensgruppe, ihrer Wettbewerber und
ihrer Kunden insbesondere in Folge der direkten und
indirekten Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie des
Russland-Ukraine-Kriegs erforderten eine Neujustierung der
Strategie der Leipziger Messe Unternehmensgruppe. Gemeinsam
mit der fairgourmet GmbH, Leipzig, und ihren weiteren
Verbundgesellschaften hat die Leipziger Messe Gesellschaft
mbH, Leipzig, deshalb bereits im Vorjahr den
Strategieprozess "Muster-Messe 4.0" mit dem Leitmotiv
"Wachsen in Balance" aufgesetzt. Hierbei wurden die
folgenden fünf strategischen Handlungsfelder
definiert, die jeweils mit entsprechenden Schwerpunktthemen
untersetzt wurden: die nachhaltige Positionierung der
Unternehmensgruppe, eine kundenzentrierte Marktbearbeitung,
ein nachgefragtes Angebotsportfolio, die operative
Exzellenz sowie eine resiliente Unternehmensbasis. Chancen
für die fairgourmet GmbH, Leipzig, ergeben sich
hierbei u. a. aus der Überarbeitung der Vertriebs- und
Vermarktungsstrukturen sowie optimierten Pricing-Strategien
mit dem Ziel, weitere Ertragspotenziale zu
erschließen.
Eine der größten Herausforderungen für
das veranstaltungsbezogene Gastronomiegeschäft der
fairgourmet GmbH, Leipzig, bleibt die Sicherstellung
ausreichender personeller Ressourcen, insbesondere im
Bereich eigener Aushilfskräfte, deren
Verfügbarkeit weiterhin stark eingeschränkt ist.
In diesem Zusammenhang legt die fairgourmet als
"TOP-Ausbildungsbetrieb der DEHOGA Sachsen" -einer
bundesweit einheitlichen Zertifizierung für Betriebe
in der Hotellerie und Gastronomie -weiterhin großen
Wert auf die Ausbildung und wird das Thema
Ausbildungsakademie in den kommenden Jahren fortsetzen.
Leipzig, den 19. März 2024
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023AnhangI. Allgemeine AngabenDie fairgourmet GmbH, Leipzig, ist eine kleine
Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB. Die
Gesellschaft hat den Jahresabschluss nach den Vorschriften
des Dritten Buches des HGB unter Beachtung des GmbHG
für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Von
den Aufstellungserleichterungen des § 288 HGB wurde
demzufolge kein Gebrauch gemacht.
Die fairgourmet GmbH, Leipzig, ist ein
Tochterunternehmen der Leipziger Messe Gesellschaft mbH,
Leipzig. Aufgabe der fairgourmet GmbH, Leipzig, ist der
Betrieb der gastronomischen Einrichtungen auf dem Leipziger
Messegelände, die gastronomische Versorgung aller im
CCL - Congress Center Leipzig -stattfindenden Kongresse und
Veranstaltungen, die Betriebsführung der gesamten
Gastronomie auf dem Leipziger Messegelände sowie die
Vornahme gastronomischer Geschäfte außerhalb des
Leipziger Messegeländes und des CCL. In der
KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig ist die fairgourmet GmbH,
Leipzig, als exklusiver Gastronomiepartner zu den unter der
Regie der Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, dort
stattfindenden Veranstaltungen sowie zu den in eigenem
Namen ausgerichteten Events tätig.
II. Grundsätze der Bilanzierung und BewertungDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im
Vergleich zum Vorjahr beibehalten.
Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten,
vermindert um planmäßige Abschreibungen unter
Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern
bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear.
Nutzungsdauern:
Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder
Herstellungskosten von mehr als EUR 250,00 bis maximal EUR
1.000,00 werden in einen Sammelposten eingestellt und
über einen Zeitraum von fünf Jahren linear
abgeschrieben.
Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter
Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind zu Nominalwerten
angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch
Einzelwertberichtigungen berücksichtigt worden.
Für das allgemeine Ausfallrisiko von Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen wurde ein pauschaler Abschlag
von 1,0 % der Nettoforderungen vorgenommen.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand
für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen,
sind unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten
abgegrenzt.
Das Eigenkapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.
Die Rückstellungen werden in Höhe des
voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei
wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen
Verpflichtungen angemessen und ausreichend Rechnung
getragen.
Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen
erfolgte nach den anerkannten versicherungsmathematischen
Grundsätzen mittels der
"Projected-Unit-Credit-Methode". Als biometrische
Rechnungsgrundlagen wurden wie im Vorjahr die Richttafeln
2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Bei der
Bewertung wurde ein Rechnungszinssatz in Höhe des von
der Deutschen Bundesbank gemäß RückAbzinsV
ermittelten und bekanntgegebenen durchschnittlichen
Marktzinssatzes der letzten 7 Jahre bei einer angenommenen
Restlaufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,74 % (i. Vj.
1,44 %) p. a. zugrunde gelegt. Dabei wurde eine
künftige Fluktuation mit unverändert 5,0 % p. a.
berücksichtigt.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß
§ 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren
aufgestellt.
Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der
Gesellschafterin, der Leipziger Messe Gesellschaft mbH,
Leipzig, werden die latenten Steuern auf deren Ebene
gezeigt.
III. Erläuterungen zur BilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens ist aus der Übersicht
"Entwicklung des Anlagevermögens" in der Anlage zum
Anhang ersichtlich. Die Abschreibungen des
Geschäftsjahres sowie die weiteren Angaben nach §
284 Abs. 3 HGB sind -soweit zutreffend -dort ebenfalls
vermerkt.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in
Höhe von TEUR 532 (i. Vj.: TEUR 4) betreffen mit TEUR
529 (i. Vj.: TEUR 0) die Gesellschafterin und resultieren
im Wesentlichen aus der Festgeldanlage im Rahmen des
konzerninternen Cash-Poolings (sonstige Forderungen). Von
diesen Forderungen wurden Verbindlichkeiten aus Lieferungs-
und Leistungsbeziehungen (TEUR 453; i. Vj.: TEUR 0) in
Abzug gebracht.
Die sonstigen Rückstellungen bestehen im
Wesentlichen für personal- und
geschäftsführungsbezogene Kosten (TEUR 73; i.
Vj.: TEUR 75), für Kosten im Zusammenhang mit der
Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 41;
i. Vj. TEUR 40) sowie für ungewisse Verbindlichkeiten
aus ausstehenden Rechnungen (TEUR 18; i. Vj.: TEUR 16).
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (i. Vj.: TEUR 951)
betrafen die Gesellschafterin, wobei diese neben
Verbindlichkeiten aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen
(TEUR 265) sowie aus der Festgeldanlage im Rahmen des
konzerninternen Cash-Poolings (TEUR 670) resultierten.
Dabei war die Verpflichtung aus der Ergebnisabführung
in Höhe von (TEUR 1.385) berücksichtigt worden.
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich
aus nachfolgender Übersicht:
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse betreffen:
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im
Wesentlichen sonstige periodenfremde Erträge (TEUR 13;
i. Vj.: TEUR 2), Erträge aus abgeschriebenen und
wertberichtigten Forderungen (TEUR 9; i. Vj.: TEUR 0),
periodenfremde Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen (TEUR 5; i. Vj.: TEUR 23), Erträge
aus Sachbezügen (TEUR 4; i. Vj.: TEUR 4) sowie
Erträge aus Zulagen / Zuschüssen (TEUR 3; i. Vj.:
TEUR 47).
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind
Mietaufwendungen enthalten, die branchenüblich
vertragsgemäß auf Basis von Umsatz- und
Ergebnisgrößen ermittelt werden.
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge
resultieren aus der Abzinsung der
Jubiläumsrückstellungen (EUR 441; i. Vj.: EUR 0).
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen im Vorjahr
resultieren aus der Aufzinsung der
Jubiläumsrückstellungen (EUR 0, i. Vj.: EUR 270).
V. Sonstige AngabenGeschäftsführer der Gesellschaft war im
Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 Herr Martin
Buhl-Wagner, Geschäftsführer (Sprecher) der
Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig.
Für die Geschäftsführertätigkeit
erhielt dieser keine Bezüge von der fairgourmet GmbH,
Leipzig.
Die Zahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten
Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und
Auszubildende) belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf
43 Angestellte (i. Vj.: 42 Angestellte). Im Vorjahr befand
sich zusätzlich durchschnittlich eine Person in
Elternzeit. Darüber hinaus beschäftigte die
Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 73
Aushilfskräfte (i. Vj.: 57 Aushilfskräfte).
Die Geschäftsanteile an der fairgourmet GmbH,
Leipzig, werden vollständig von der Leipziger Messe
Gesellschaft mbH, Leipzig, gehalten. Die Gesellschaft wird
in den Konzernabschluss der Leipziger Messe Gesellschaft
mbH, Leipzig, einbezogen, der im elektronischen
Unternehmensregister bekannt gemacht wird. Zwischen der
fairgourmet GmbH und der Leipziger Messe Gesellschaft mbH,
Leipzig, besteht ein Beherrschungs- und
Ergebnisabführungsvertrag. Auf dessen Grundlage ist
das ansonsten auszuweisende Jahresergebnis vollständig
von der Leipziger Messe Gesellschaft mbH, Leipzig, zu
übernehmen.
Angabepflichtige Haftungsverhältnisse bestanden zum
Bilanzstichtag nicht.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen für
das folgende Geschäftsjahr im Wesentlichen aus Pacht
gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von
TEUR 400 sowie aus Miet- und Leasingverträgen in
Höhe von TEUR 63.
Auf die Angabe des Gesamthonorars des
Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wird
verzichtet, da diese Angaben in dem die Gesellschaft
einbeziehenden Konzernabschluss der Leipziger Messe
Gesellschaft mbH, Leipzig, enthalten sein werden.
Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem
Abschlussstichtag eingetreten sind, haben sich nicht
ereignet.
Leipzig, den 19. März 2024
Entwicklung des Anlagevermögens
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