Lapmaster Wolters GmbH
Büsumer Straße 96, 24768 Rendsburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Niels Thorsten Herrmann seit 13.6.2024 | Prokura |
Ralf Uwe Meinardus seit 21.5.2024 | Geschäftsführer |
Marco Artus seit 16.9.2022 | Prokura |
Nicole Osterballe Morich seit 16.9.2022 | Prokura |
Kevin Rachor seit 16.9.2022 | Prokura |
Ulrich Ising seit 13.11.2018 | Prokura |
Gesche Kristine Felske seit 9.3.2015 | Prokura |
Michael Jahnke seit 11.10.2007 | Geschäftsführer |
Guido Hüring seit 11.10.2007 | Prokura |
Rolf Sebastian Jessen seit 11.10.2007 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Precision Surfacing Solution GmbH & Co. KG | 94.80% |
Lapmaster Group Holdings, LLC | 5.20% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lapmaster Wolters GmbHRendsburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise Die Lapmaster Wolters GmbH, Rendsburg, ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden hinsichtlich der Bilanzierung und Bewertung die Vorschriften des HGB und des GmbHG beachtet. Die Lapmaster Wolters GmbH, Rendsburg, ist beim Registergericht Kiel unter der Handelsregisternummer HRB 9325 KI geführt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr mit folgenden Ausnahmen unverändert angewandt worden. Zum Bilanzstichtag wurden Maschinen aus den Vorräten ins Anlagevermögen umgegliedert, da diese dauerhaft für Demonstrationszwecke genutzt werden. Diese Maschinen sind mit einem Wertansatz von brutto TEUR 3.930 in der Position "andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" ausgewiesen. Im Vorjahr waren diese in den fertigen (TEUR 1.282) bzw. unfertigen Erzeugnissen (TEUR 2.648) enthalten. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 - 6 Jahre) um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung um außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen auf bewegliche Sachanlagen erfolgen grundsätzlich linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (5 - 15 Jahre). Selbsterstellte Maschinen, die von der Gesellschaft zu Entwicklungs- und Testzwecken verwendet werden, werden linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter werden bis zu einem Wert von EUR 800,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Abschreibungen auf bewegliche Vermögensgegenstände erfolgen pro Rata temporis. Anteile an verbundenen Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten am Bilanzstichtag aktiviert. Abwertungen erfolgen auf veraltete, schwer verwertbare und überhöhte Lagerbestände. Als veraltet gekennzeichnete Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden vollständig wertberichtigt. Die Ermittlung der schwer verwertbaren bzw. der überhöhten Lagerbestände erfolgt systemseitig unter Berücksichtigung der Nutzung dieser Materialien in definierten Zeiträumen sowie zukünftiger Bedarfe, die aus dem aktuellen Auftragsbestand ermittelt wurden. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Material- und Fertigungsgemeinkosten werden in die Herstellungskosten einbezogen. Bei den unfertigen Erzeugnissen erfolgt die Berücksichtigung des jeweiligen Fertigungsgrads in der Weise, dass anhand des Fertigungsplans bis zu dem laut Inventur festgestellten Bearbeitungsstand bewertet wird. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt auf Grundlage von Ist-Kosten anhand der jeweils letzten Nachkalkulation, die Bewertung der fertigen Erzeugnisse auf Grundlage von Standardkosten anhand der Standardkalkulation. Bei der Berücksichtigung von Wertminderungen infolge des technischen Fortschritts für fertige Erzeugnisse wird die "Lower of cost or market"-Methode angewendet. Die Fertigerzeugnisse werden dabei einem regelmäßigen Review unterzogen. Die Schätzung der Wertminderung erfolgt dabei mit quartalsweise 5% der Herstellungskosten ab dem zweiten Jahr auf Lager. Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Das Wahlrecht zur offenen Absetzung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen vom ausgewiesenen Vorratsvermögen gem. § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB wurde ausgeübt (TEUR 143.867; Vj. TEUR 99.137). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Unverzinsliche Vermögensgegenstände mit einer Laufzeit von über einem Jahr wurden zum Barwert angesetzt. Den im Forderungsbestand liegenden Risiken wurde durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode analog den Vorschriften des IAS 19) unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" der HEUBECK AG ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 25. November 2009 verwendet. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,0 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde altersgruppenabhängig mit einer Rate von 0 - 8 % berücksichtigt. Mit Inkrafttreten des "Gesetztes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften" am 17. März 2016 wurde u.a. § 253 Abs. 2 HGB geändert. Demnach sind Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen nunmehr mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 10 Jahren abzuzinsen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des vor Inkrafttreten der Gesetzesänderung vorgegeben Durchschnitts von sieben Geschäftsjahren und des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB regelmäßig zu ermitteln und im Anhang oder unter der Bilanz darzustellen. Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, soweit die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens diesem (positiven) Unterschiedsbetrag entsprechen. Per 31. Dezember 2023 beträgt der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB EUR 63.866. Da zwischen der Lapmaster Wolters GmbH und der Gesellschafterin Precision Surfacing Solutions GmbH & Co. KG, Rendsburg, jedoch ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, greift die Regelung hier nicht. Mit BMF- Schreiben vom 23. Dezember 2016 wurde klargestellt, dass die Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 HGB nicht zu einer Abführungssperre führt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem fristenkongruenten Marktzinssatz, welcher dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre entspricht, abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich bei ihrer Entstehung mit dem Transaktionskurs und mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz
Mittelbar gehaltene Anteile
* Umrechnung zum Stichtagskurs 31. Dezember 2023
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände teilen sich nach ihrer Restlaufzeit wie folgt auf:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.180 (Vj. TEUR 9.564) und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 64.480 (Vj. TEUR 78.141). Des Weiteren enthält dieser Posten Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 40.823 (Vj. TEUR 54.584). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind ihres Charakters nach kurzfristiger Art, werden aber als faktisch langfristig ausgewiesen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert TEUR 8.000. Am gezeichneten Kapital ist die Precision Surfacing Solutions GmbH & Co. KG, Rendsburg, zu 94,8 % und die Lapmaster Group Holdings LLC, Mount Prospect, Illinois/USA zu 5,2 % beteiligt. Die Kapitalrücklage enthält andere Zuzahlungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB i. H. v. TEUR 14.757. Der Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 807 betrifft in voller Höhe den Gewinnvortrag aus vororganschaftlicher Zeit. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Drohverluste aus langfristigen Abnahmeverträgen, Gewährleistungsansprüche, ausstehende Lieferantenrechnungen, Inbetriebnahme-Verpflichtungen, Urlaubs- und Gleitzeitansprüche, Boni und Tantiemen sowie Provisionsverpflichtungen gebildet. Verbindlichkeiten
Die erhaltenen Anzahlungen bestehen teilweise aus Anzahlungen verbundener Unternehmen von TEUR 5.348 (Vj. TEUR 19.650). Im Berichtsjahr wurden TEUR 143.869 (Vj. TEUR 99.137) offen vom Vorratsbestand abgesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 31.184 (Vj. TEUR 21.386) sowie sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR1.544 (Vj. TEUR 447). Weiterhin enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von TEUR 13.669 (Vj. TEUR 9.730). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 313 (Vj. TEUR 250) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 9). Haftungsverhältnisse Die Lapmaster Wolters GmbH ist ertragsteuerlich Organgesellschaft im Verhältnis zur Precision Surfacing Solutions GmbH & Co. KG (PSS). Aufgrund der Organschaft haftet die Organgesellschaft auch für eventuelle Steuerschulden der Organträgerin. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt, da keine Anzeichen vorliegen, dass die PSS ihren Verpflichtungen nicht nachkommen wird. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Stichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen, Miet- bzw. Pachtverträgen sowie dem Bestellobligo von TEUR 46.737 (Vj. TEUR 130.702), davon TEUR 41.215 aus Bestellobligo (Vj. TEUR 127.732). Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen, Miet- bzw. Pachtverträgen belaufen sich auf TEUR 5.522 (Vj. TEUR 2.970). Davon sind TEUR 2.112 innerhalb eines Jahres fällig und TEUR 3.410 zwischen 1 und 5 Jahren. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2023 setzen sich wie folgt zusammen:
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung in Höhe von TEUR 314 (i.V. TEUR 0) vorgenommen. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 7.357 (Vj. TEUR 3.821). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 7.057 (Vj. TEUR 3.757) sowie mit TEUR 288 (Vj. TEUR 60) aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen. Zinsen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen mit TEUR 108 (Vj. TEUR 103) die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen. Die Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit TEUR 4 (Vj. TEUR 2) die Abzinsung der sonstigen langfristigen Rückstellungen. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind TEUR 44 (Vj. TEUR 0) an verbundene Unternehmen enthalten. Sachverhalte von außergewöhnlicher Bedeutung In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Sachverhalte von außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von TEUR 7.992 enthalten. Es handelt sich hierbei um Aufwendungen für Vertragsstrafen im Zusammenhang mit Abnahmeverpflichtungen und betrifft mit TEUR 7.500 drohende Verluste aus dieser Abnahmevereinbarung Sonstige Angaben Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Bezüge ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung belaufen sich wie im Vorjahr auf TEUR 0. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet und betragen zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.832 (Vj. TEUR 2.876). Mitglieder der Geschäftsführung sind: Matthias Mantel, Diplom-Ingenieur, Geschäftsführer Vertrieb und Operations, Aschaffenburg (bis 17. Juli 2024) Michael Jahnke, Diplom-Kaufmann, Geschäftsführer Finanzen und Administration, Osterrönfeld (bis 15. April 2024) Ralf Meinardus, Chief Financial Officer, Münsing (seit 15. April 2024) Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter beträgt 420 (Vj. 337):
Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Lapmaster Wolters GmbH wird in den Konzernabschluss der Precision Surfacing Solutions GmbH & Co. KG, Rendsburg, einbezogen. Zur Erstellung eines Konzernabschlusses war die Lapmaster Wolters GmbH zum 31. Dezember 2023 nicht verpflichtet, da die Precision Surfacing Solutions GmbH & Co. KG, Rendsburg, in ihrer Eigenschaft als deutsche Konzernleitung zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht mit befreiender Wirkung erstellt. Dieser Konzernabschluss (kleinster Konsolidierungskreis) wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss des größten Konsolidierungskreises, in den die Gesellschaft einbezogen wird, stellt die Lapmaster Group Holdings LLC mit Sitz in Mount Prospect, Illinois/USA auf. Die Offenlegung dieses Konzernabschlusses erfolgt am Sitz der Lapmaster Group Holdings LLC. Honorar des Abschlussprüfers Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 93.
Rendsburg, 7. August 2024 Lapmaster Wolters GmbH Ralf Meinardus, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 31. Dezember 2023
Lagebericht für 20231. Geschäft und Rahmenbedingungen Das Unternehmen beschäftigt sich im Wesentlichen mit der Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service von Erzeugnissen für die Präzisionsoberflächenbearbeitung verschiedenster Werkstoffe. Seit Juli 2014 gehört das Unternehmen zur Lapmaster Gruppe, deren Muttergesellschaft die Lapmaster Group Holdings, LLC, Mount Prospect / USA ist, welche ebenfalls im Bereich Präzisionsoberflächenbearbeitung tätig ist. Innerhalb der Lapmaster Gruppe bestehen enge Beziehungen zu Vertriebs- und Servicegesellschaften, die die Produkte der Lapmaster Wolters GmbH verkaufen und betreuen. Im Geschäftsjahr 2018 veräußerte die NHL Sub GmbH, die bis dahin 100% der Anteile an der Lapmaster Wolters GmbH hielt, 94,8% der Anteile an die Precision Surfacing Solutions GmbH & Co. KG und die verbleibenden 5,2% an die Konzernholding Lapmaster Group Holdings LLC in den USA. Sowohl die NHL Sub GmbH als auch die Precision Surfacing Solutions GmbH & Co. KG sind zu 100% im Besitz der Konzernholding Lapmaster Group Holdings LLC. Im Geschäftsjahr 2021 wurde im Zuge der Übernahme der Produktlinie Drahtsägen vom Schwesterunternehmen Precision Surfacing Solutions GmbH (Thun, Schweiz) die PW WaferTec GmbH in Thun (Schweiz) als 100% Tochterunternehmen der Lapmaster Wolters GmbH gegründet. Das Unternehmen liefert Dienstleistungen in den Bereichen Konstruktion und Entwicklung für den neuen Geschäftsbereich Drahtsägen an die Lapmaster Wolters GmbH. Nach dem bereits sehr guten Geschäftsjahr 2022 hat sich der Maschinenumsatz im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich um EUR 34 Mio. auf EUR 198 Mio. erhöht. Auch der Umsatz im Service- und Ersatzteilgeschäft entwickelte sich sehr positiv und stieg gegenüber dem Vorjahr erneut um 18% auf EUR 41 Mio. Der Auftragseingang ist im Jahr 2023 für Maschinen gegenüber den beiden Jahren 2021 und 2022 zurückgegangen. Im Bereich Aftermarket entwickelte sich das Geschäft positiv. Im ersten Quartal des Jahres wurde der höchste Auftragsbestand in der Firmengeschichte erreicht. Das Unternehmen beschäftigt am Stichtag 430 Mitarbeiter ohne Auszubildende. Die Mitarbeiter sind zum Stichtag an den Standorten Rendsburg und Kiel in Deutschland beschäftigt. Geschäftsverlauf Trotz der weltweit geopolitisch unsicheren Lage haben große asiatische Kunden und erstmals auch ein großer Kunde aus den USA im Jahr 2023 sehr hohe Bestellungen vorgenommen, die zwar unterhalb des Niveaus der beiden besten Jahre 2021 und 2022 lagen, aber noch den dritthöchsten Wert der Firmengeschichte markierten. Im Aftermarket Bereich entwickelte sich das Geschäft insbesondere wegen höherer Nachfrage im Läuferscheibengeschäft im Jahresverlauf 2023 weiterhin sehr gut. Da der Auftragseingang im Berichtsjahr erstmals seit 2017 niedriger war als der Umsatz, sank der Auftragsbestand zum Jahresende 2023, blieb aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Trotz des gegenüber dem Vorjahr nochmals deutlich gestiegenen Umsatzes ging das Ergebnis nach Steuern auf EUR 8,9 Mio. (Vj. EUR 34,8 Mio.) zurück. Elektronikindustrie Nach einer längeren Periode stetig steigender Nachfrage nach Maschinen zur Waferherstellung und -bearbeitung sank die Nachfrage und damit auch der Auftragseingang ab der zweiten Jahreshälfte 2023. Hauptgründe hierfür waren ein deutlicher Preisrückgang für Halbleiter und eine temporäre Konsolidierung der Nachfrage nach einer Periode sehr hoher Investitionen in den Kapazitätsaufbau der Halbleiterherstellung, insbesondere in Asien. Abgemildert wurde der Trend teilweise durch beginnende Investitionstätigkeiten außerhalb von Asien. An diesem Trend konnte die Lapmaster Wolters GmbH durch die Akquisition eines Großauftrages aus den USA partizipieren. Durch konstante, kundenspezifische Weiterentwicklungen konnten die Umsätze mit Verbrauchsmaterialien, insbesondere mit Läuferscheiben, auch im Geschäftsjahr 2023 in diesem Produktsegment auf einem hohen, weiter deutlich steigenden Niveau gehalten werden. Allgemeine Industrie Trotz der sich seit 2020 allgemein weltweit abschwächenden Konjunkturentwicklung haben sich im Jahr 2023 die Auftragseingänge bei Maschinen für die Allgemeinindustrie wiederum stabil entwickelt. Forschung und Entwicklung Bei der Lapmaster Wolters GmbH wurde 2023 die konsequente Weiterentwicklung und Pflege des Maschinen-Portfolios vorangetrieben. Schwerpunkte der weiter intensivierten Forschung und Entwicklung waren:
Die Aufwendungen lagen bedingt durch den Aufbau von Kapazitäten leicht über Vorjahresniveau. 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage Die Umsatzerlöse bewegten sich im Geschäftsjahr 2023 mit EUR 239,1 Mio. signifikant über Vorjahresniveau (EUR 198,8 Mio.), was der letztjährigen Prognose für das Geschäftsjahr 2023 entspricht. Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung) erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 auf EUR 261,6 Mio. (Vj. EUR 218,3 Mio.). Die gegenüber dem Vorjahr um EUR 43,3 Mio. gestiegene Gesamtleistung resultierte im Wesentlichen aus dem steigenden Umsatz in den Segmenten Halbleiterindustrie, After Sales sowie den fortdauernden Anlauf der neuen Produktgruppe Drahtsägen und den hohen Anarbeitungsgrad vieler Maschinen zum Jahresende. Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung stieg dabei an, was zu einem deutlich niedrigeren Rohertrag führte (-EUR 6,9 Mio. z. Vj). Der kumulierte Ergebniseffekt aus sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen beträgt EUR -12,9 Mio. z. Vj. Gestiegene Aufwendungen (EUR -17,3 Mio. z. Vj.) waren u. A. durch höhere Lizenzentgelte für den Verkauf aus der Produktgruppe Drahtsägen, höhere Vertriebsnebenkosten für China Verkäufe, Rückstellungen für Einmaleffekte und gestiegene Aufwendungen für den temporären Aufbau flexibler Kapazitäten geprägt. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Sachverhalte von außergewöhnlicher Bedeutung in Höhe von EUR 7,9 Mio. enthalten. Es handelt sich hierbei um Aufwendungen für Vertragsstrafen im Zusammenhang mit Abnahmeverpflichtungen und betrifft mit EUR 7,5 Mio. drohende Verluste aus dieser Abnahmevereinbarung. Der kompensierende Effekt aus höheren Erträgen (EUR +4,4 Mio. z. Vj.) resultierte im Wesentlichen aus Währungskurseffekten und der Auflösung von Rückstellungen. Aufgrund der deutlichen Umsatzsteigerung und des damit verbundenen weiteren Aufbaus von Kapazitäten stiegen die Personalaufwendungen (EUR +5,0 Mio. z. Vj.). Das Zinsergebnis betrug wie im Vorjahr EUR -0,1 Mio. und die Abschreibungen stiegen bedingt durch die Investitionstätigkeit und außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR -0,3 Mio. auf EUR -2,0 Mio. (Vj. EUR -0,8 Mio.). Das Ergebnis nach Steuern sank deutlich auf EUR 8,9 Mio. (Vj. EUR 34,8 Mio.). Das ist eine Ergebnisreduzierung um 75% gegenüber dem Vorjahr. Es wurde ein positives Betriebsergebnis von EUR 1,7 Mio. erzielt. Das Betriebsergebnis resultiert aus dem Ergebnis nach Steuern in Höhe von EUR 8,9 Mio. (-EUR 26,0 Mio. z. Vj.) abzüglich der positiven periodenfremden Effekte von EUR 7,3 Mio. und des negativen Finanzergebnisses von EUR-0,1 Mio. Das Unternehmen schließt das Geschäftsjahr 2023 aufgrund der steuerlichen Organschaft und eines bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit dem Mutterunternehmen Precision Surfacing Solutions GmbH & Co. KG nach Abführung eines Gewinns von EUR 8,9 Mio. (Vj. EUR 34,3 Mio.) mit einem Jahresüberschuss von EUR 0,0 Mio. ab. Finanzlage Investitionen Die Gesamtinvestitionen betrugen im Jahr 2023 EUR 12,2 Mio. (Vj. EUR 4,7 Mio.). Es wurden erhebliche Investitionen für hochpräzise Messmittel für die Wafer- und Läuferscheibenfertigung getätigt. Zudem wurden Maschinen (EUR 3,9 Mio.), die zu Demonstrationszwecken genutzt werden im Berichtsjahr aus den Vorräten in das Anlagevermögen umgegliedert. Finanzierung Die Investitionsfinanzierung konnte im Jahr 2023 durch den erwirtschafteten Cashflow und bestehende liquide Mittel ohne Fremdfinanzierung vorgenommen werden. Die liquiden Mittel reduzierten sich auf EUR 5,5 Mio. (Vj. EUR 24,5 Mio.). Das Unternehmen finanziert sich durch vereinbarte Kundenanzahlungen und aus dem eigenen erwirtschafteten Cash Flow. Die Reduzierung der liquiden Mittel resultiert aus den gegenüber dem Jahr 2022 verringerten Auftragseingängen mit entsprechend niedrigeren Liquiditätszuflüssen aus erhaltenen Anzahlungen, die durch die höheren Umsätze nicht vollständig kompensiert werden konnten. Der Ausgleich von kurzfristigen Schwankungen bei den liquiden Mitteln wird konzernintern sichergestellt. Eine entsprechende Patronatserklärung seitens der amerikanischen Konzern- Muttergesellschaft liegt vor. Über die Konzernfinanzierung hinaus bestanden Kreditrahmen bei mehreren Kreditversicherungsunternehmen und Banken zur Besicherung von Avalen. Im Jahr 2023 wurde wie in den Vorjahren keine Garantie in Anspruch genommen. Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vorjahresvergleich trotz des gestiegenen Geschäftsvolumens um EUR -24,2 Mio. auf EUR 123,5 Mio. verringert, wobei der Vorratsbestand zum 31.12.2023 in Höhe von EUR 143,9 (Vj. EUR 99,1 Mio.) mit den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen verrechnet wurde und somit einen Betrag von EUR 0,0 Mio. (Vj. EUR 0,0 Mio.) ausweist. Dieses wirkt sich entsprechend mindernd auf die Bilanzsumme aus. Das Anlagevermögen stieg durch eine anhaltend intensivierte Investitionstätigkeit und die Umgliederung von Maschinen aus dem Vorratsvermögen (EUR 3,9 Mio.), die nunmehr dauerhaft für Entwicklungs- und Testzwecke eingesetzt werden sollen, auf EUR 18,8 Mio. (+EUR 10,1 Mio. z. Vj.). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR +1,1 Mio. z. Vj.), und die sonstigen Vermögensgegenstände (EUR +1,3 Mio. z. Vj.) erhöhten sich, während die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR -18,0 Mio. z. Vj.) deutlich zurückgingen. Die liquiden Mittel reduzierten sich auf EUR 5,5 Mio. (EUR -19,0 Mio. z. Vj.). Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist wesentlich durch den Umsatzanstieg bedingt. Die Reduzierung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus der Finanzierung innerhalb der Gruppe. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich vor allem aufgrund deutlich gestiegener Umsatzsteuererstattungsansprüche erhöht. Bei einem unveränderten Eigenkapital von EUR 23,6 Mio. sind die Rückstellungen (+EUR 11,2 Mio. z. Vj.), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+EUR 7,1 Mio. z. Vj.) und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+EUR 10,9 Mio. z. Vj.) deutlich gestiegen. Die Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung resultiert aus dem im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Geschäftsvolumen. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus dem Dienstleistungsvertrag mit der Precision Surfacing Solutions GmbH & Co. KG und aus erhöhten Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung aufgrund des wachsenden Geschäfts. Das Net Working Capital (kurzfristiges Umlaufvermögen inklusive flüssige Mittel und kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen) betrug EUR -12,7 Mio. (Vj. EUR -2,3 Mio.). Die Anlagendeckung (Eigenkapital zu Anlagevermögen einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert) beträgt 126%, die Anlagendeckung bezogen auf das Sachanlagevermögen 132%. Die statische Verschuldung (Fremdkapital zu Gesamtkapital) ist von 84,0% auf 80,9% gesunken. Bei einem unveränderten Eigenkapital von EUR 23,6 Mio. ergibt sich eine auf 19,1% (Vj. 16,0%) gestiegene Eigenkapitalquote. Personalbereich Das Unternehmen beschäftigte am Ende des Berichtsjahres 430 Mitarbeiter. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren 420 Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr im Durchschnitt um 83 Mitarbeiter. 3. Chancen- und Risikobericht Als Chancen im Markt für Halbleitermaschinen, der sich nach Abschwächung seit dem 4. Quartal 2023 ab 2025 wieder erholen und nachhaltig weiterwachsenden wird, kann weiterhin wie in den Vorjahren unsere neue Maschinengeneration der Poliermaschinen gesehen werden, die durch ständige Weiterentwicklung produktivere Lösungen zur Doppelseitenpolitur ermöglicht und deren Technologie weltweit führend ist. Stärker als im Markt für Silizium (Si) Chips wächst weltweit die Nachfrage nach Siliziumkarbid (SIC) Chips. Alle in diesem Markt tätigen Hersteller schaffen derzeit sehr große Produktionskapazitäten bzw. planen dies für die nahe Zukunft. Der Schwerpunkt der Investitionen wird sich auf die hochproduktive Herstellung von 200-mm (8") -SiC-Wafern konzentrieren. Lapmaster Wolters partizipiert bereits seit einigen Jahren erfolgreich mit der AC 1200 DMP/CMP im SiC-Markt für 6" - SiC Wafer. Mit der Markteinführung der neuen AC 1500 DMP/CMP unterstreicht das Unternehmen seine Ambitionen, auch für größere Substrate (8") als Markt- und Technologieführer aufzutreten Der Anteil von Lapmaster Wolters sowohl im Halbleitermarkt als auch im Markt der Allgemeinindustrie hängt wesentlich von den weiteren Investitionen in die Bereiche Prozessentwicklung und Mechatronik ab. Hier werden Chancen durch intensiven Einsatz von Kapazitäten im Bereich Forschung und Entwicklung genutzt. Im Bereich des doppelseitigen, planparallelen Schleifens und Polierens gehört der Konzern weiterhin weltweit zu den Marktführern. Risiken auf der Beschaffungsseite nahmen seit Anfang 2021 bis in das Jahr 2023 durch die weltweit allgemein verschlechterte Situation bei der Beschaffung von Teilen und Baugruppen zu. Die Lieferketten waren insbesondere durch die anhaltende Covid-19 Krise und den Krieg in der Ukraine zum Teil massiv gestört. Das Unternehmen begegnet diesen Risiken insbesondere durch eine weiter intensivierte Zusammenarbeit mit bestehenden Lieferanten. Zu diesem Zweck wurden im Berichtsjahr in Rendsburg ein Supplier Day sowie eine Delivery Conference mit strategisch relevanten Lieferanten ausgerichtet. Zu Kernthemen wie der strategischen Entwicklung der Zusammenarbeit aber auch konkreten Volumenrabatten oder direkten Preisreduzierungen wurden hierbei signifikante Erfolge erzielt. Über die weitere Intensivierung der bestehenden Lieferantenbeziehungen hinaus werden eine verstärkte internationale Beschaffung sowie intensivierte interne Prozesse im Bereich der Qualitätssicherung zur Absicherung gegen Risiken beitragen. Weiterhin wird nach wie vor durch längerfristige Vorplanungen und die Sicherung von Kapazitäten bei Zulieferern Schwankungen in den Lieferketten Rechnung getragen. Das Unternehmen stellt sich weiterhin der Gefahr zukünftig wieder langsamer wachsender bzw. schwankender Märkte durch die Weiterentwicklung bestehender und Entwicklung neuer Produkte zur Diversifizierung sowie durch den Einsatz flexibler Kapazitäten, insbesondere in der Produktion, die im Fall drohender Auslastungsrückgänge kurzfristig angepasst werden. Durch den signifikanten Anteil flexibler Kapazitäten werden Auslastungsschwankungen weiterhin nur als mittleres Risiko eingestuft. Da das Unternehmen teilweise in Nischenmärkten mit oligopolistischen Marktstrukturen tätig ist, besteht immer das allgemeine mittlere Risiko von Kundenabhängigkeiten. Die durch die inzwischen über mehrere Jahre andauernde Erholung in der Elektronikindustrie, die von einigen, wenigen Großkunden getragen wird, tendenziell höhere Abhängigkeit von Großkunden wird weiterhin durch den Eintritt neuer Kunden, insbesondere aus dem chinesischen Markt, relativiert. Weiterhin wird erwartet, dass zukünftig stärker in Kapazitäten für die Chipherstellung in Europa und den USA investiert wird, um der Abhängigkeit von Produkten aus Asien entgegenzuwirken. Den nach wie vor geringen Risiken im Bereich des Ausfalls von Kundenforderungen wird weiterhin durch ein intensives Cash-Management Rechnung getragen werden. 4. Prognosebericht Für die kommenden Jahre werden besonders im Bereich der Erweiterung der Produktionskapazitäten für SiC Chips aber auch durch die stark zunehmende Tendenz, Produktionskapazitäten für Halbleiter auch außerhalb von Asien zu schaffen, weiterhin weltweit signifikante Nachfragesteigerungen nach Maschinen für die Halbleiterindustrie erwartet. Aufgrund der temporär gegenüber den Vorjahren schwächeren Nachfrage nach Maschinen für den Halbleitermarkt und dem für 2024 prognostizierten Umsatzanstieg wird der Auftragsbestand Ende des Jahres 2024 unter dem Wert am Ende des Berichtsjahres liegen. Lapmaster Wolters erwartet eine nachhaltige Erholung der Nachfrage im Jahr 2025. Im Bereich Allgemeine Industrie ist die Nachfrage im Jahr 2023 auf dem Niveau der Vorjahre stabil und wird für das Jahr 2024 und die Folgejahre weiterhin so eingeschätzt. Der Absatz von Verbrauchsgütern für die Halbleiterindustrie wird durch die ständig wachsende Basis von installierten Maschinen in den Folgejahren weiter deutlich steigen. Aufgrund des weiterhin hohen Auftragsbestandes am Jahresende 2023 zeigt die Prognose für das Jahr 2024 wiederum ein hohes Umsatzvolumen auf etwa gleichbleibendem Niveau wie 2023, welches ohne Sondereffekte (insbesondere der Drohverlustrückstellung in 2023) zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung im Jahr 2024 führen wird. Neben der Auswirkung aus dem gleichbleibend hohen Umsatz wird trotz zum Teil deutlich gestiegener Beschaffungspreise eine Margenverbesserung durch Effizienzsteigerungen erzielt werden.
Rendsburg, den 7. August 2024 Ralf Meinardus, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Lapmaster Wolters GmbH, Rendsburg: Wir haben den Jahresabschluss der Lapmaster Wolters GmbH, Rendsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lapmaster Wolters GmbH, Rendsburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 9. August 2024 MÖHRLE
HAPP LUTHER GmbH
Wrede, Wirtschaftsprüfer Kulwatz, Wirtschaftsprüferin Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 11. Dezember 2024 festgestellt. |
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