Tradewind Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mario Voss seit 26.2.2024 | Geschäftsführer |
Johann Geduhn seit 26.2.2024 | Geschäftsführer |
Christian Klüser seit 18.11.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 26.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
| 74.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Tradewind GmbHMönchengladbachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Tradewind GmbH, Mönchengladbach Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Tradewind GmbH, Mönchengladbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Tradewind GmbH, Mönchengladbach, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 31.05.2024 Grant
Thornton AG
Florian Hayer, Wirtschaftsprüfer Dirk Holzheimer, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31.12.2023Tradewind GmbH, Mönchengladbach
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023Tradewind GmbH, Mönchengladbach
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der Tradewind GmbHMönchengladbachTeil lAllgemeine AngabenDie Tradewind GmbH mit Sitz in Mönchengladbach ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mönchengladbach unter HRB 6341 eingetragen. Der Jahresabschluss der Tradewind GmbH wurde auf der Grundlage der für große Kapitalgesellschaften geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches, sowie nach der für Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Verordnung über die Rechnungslegungen der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Die bisherige Form der Darstellung sowie die bisher angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt. Teil IIBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeIm Einzelnen werden folgende Grundsätze und Methoden angewendet: Die Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand werden zum Nominalwert angesetzt. Die Forderungen an Kunden werden zum Nennwert angesetzt. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich nutzungsbedingter planmäßiger und gegebenenfalls außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bei den Sachanlagen 2 - 20 Jahre. Für Zugänge im Geschäftsjahr 2023 an beweglichen Vermögensgegenständen mit Anschaffungskosten von mehr als 250,00 € und weniger als 1.000,00 € wird ein Sammelposten gebildet. Der Wert des Zugangs eines Jahres wird auf das Zugangsjahr und die folgenden vier Geschäftsjahre verteilt. Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Der Ansatz der Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt gem. § 250 Abs. 1 und Abs. 2 HGB. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Steuerrückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Abschlusszahlungen für noch nicht oder noch nicht endgültig durchgeführte Veranlagungen gebildet. Sonstige Rückstellungen werden aufgrund von Erfahrungswerten der Vergangenheit und in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Die Währungsumrechnung erfolgt gemäß § 256 a i.V.m. § 340 h HGB. Sofern die Forderungen und Verbindlichkeiten, die Guthaben bei Kreditinstituten und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Fremdwährung bestehen, werden diese zum Devisenkassamittelkurs auf den Abschlussstichtag umgerechnet. Eine besondere Deckung sieht die Gesellschaft als gegeben an, soweit eine Identität von Währung und Betrag der gegenläufigen Geschäfte vorliegt. Von eventuell darüber hinaus bestehenden Kursrisiken wird die Gesellschaft von einer Schwestergesellschaft freigestellt. Die Umrechnungsergebnisse aus Geschäften, die in die besondere Deckung einbezogen sind, werden saldiert je Währung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Teil IIIEinzelne Angaben zur BilanzForderungen an KundenIm Berichtsjahr erfolgte der Ausweis getrennt unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. Die Forderungen an Kunden beinhalten Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 13.297 T€ (Vorjahr 12.006 T€) Fristengliederungen der Forderungen an Kunden
Anteile an verbundenen Unternehmen:
Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der Gesellschaft unter Ziffer 1) lag zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung noch nicht testiert vor. Die Gesellschaft ist grundsätzlich verpflichtet, unter Einbeziehung der Tochtergesellschaften in Deutschland, Ungarn, USA, Bulgarien und den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Volksrepublik China einen Konzernabschluss aufzustellen. Da diese Beteiligungen und diese Gesellschaften von untergeordneter Bedeutung sind, hat das Institut unter Hinweis auf § 296 Abs. 2 HGB auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses verzichtet. Sonstige Vermögensgegenstände
Verbindlichkeiten gegenüber KreditinstitutenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 71.895 T€ (i.V. 71.817 T€) sind durch Abtretungen von Versicherungsansprüchen und Abtretung der jeweils finanzierten Forderung an den Kunden gesichert. Fristengliederung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten gegenüber KundenFristengliederung der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 727 T€ (Im Vorjahr: 19.447 T€) enthalten. Sonstige Verbindlichkeiten
Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen noch nicht abgerechnete Prüfungs- und Veröffentlichungskosten (76 T€), ausstehende Abrechnungen für Zinsen (38 T€), Urlaubsverpflichtungen (36 T€), ausstehende Rechnungen (18 T€) sowie Berufsgenossenschaftsbeiträge (8 T€). Teil IVEinzelne Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungAufgliederung nach geographischen Märkten
In den Zinserträgen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sind Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.458 T€ (Im Vorjahr: 80 T€) enthalten. Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von 5.607 T€ (Im Vorjahr: 394 T€) sind in den Zinsaufwendungen enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten an verbundene Unternehmen weiterbelastete Aufwendungen in Höhe von 462 T€ (Im Vorjahr: 395 T€). Die anderen Verwaltungsaufwendungen beinhalten von verbundenen Unternehmen weiterbelastete Aufwendungen in Höhe von 1.325 T€ (Im Vorjahr: 1.275 T€). Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist das Risikovorsorgeergebnis wie in den Vorjahren Null. Dies ergibt sich aus Risikovorsorgeaufwendungen in Höhe von 3.164 T€ (Vorjahr 1.686 T€), denen Risikovorsorgeerträge in gleicher Höhe aus der Übernahme des Delkredere-Risikos durch die Schwestergesellschaft Tradewind International Servicing FZE, Sharjah/VAE gegenüberstehen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit 92 T€ das laufende Jahr. Teil VZusatzangabenGeschäftsleitung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch die Geschäftsleiter Herrn Rechtsanwalt Ansgar HüttenHerrn Mario VoßHerrn Johan Geduhngeführt. Die Geschäftsleiter sind für alle Unternehmensbereiche zuständig. Herr Johan Geduhn und Herr Mario Voß wurden als weitere Geschäftsleiter der TW GmbH am 06.12.2023 bestellt. Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans verzichtet. Im Jahre 2023 wurden durchschnittlich 41 (Im Vorjahr: 40) ausschließlich kaufmännisch tätige Arbeitnehmer, davon 15 (Im Vorjahr: 16) Teilzeitkräfte, beschäftigt. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr beträgt 81 T€; es entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen sowie ABS-Sonderprüfungen für das Geschäftsjahr. Haftungsverhältnisse und sonstige finanziellen VerpflichtungenAm Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von 139 T€ (Im Vorjahr: 103 T€). Der künftige Mietaufwand aus abgeschlossenen Mietverträgen beträgt bis zum Zeitpunkt der ersten möglichen Kündigung 27 T€ (Im Vorjahr: 24 T€). Der künftige Aufwand langfristiger Dienstleitungsverträge beläuft sich bis zum Zeitpunkt der erstmalig möglichen Kündigung auf 72 T€ (Im Vorjahr: 29 T€). Laut Gesellschaftsvertrag der Tochtergesellschaft, der Tradewind International Factoring Co.Ltd., ist das Institut verpflichtet die noch ausstehende Einlage in Höhe von 3.586 TUSD (rund 3.245 T€.) innerhalb von 4 Jahren in Raten einzuzahlen. Es besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung in Höhe von 9.270 T€ (im Vorjahr: 6.139 T€). Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 55.242 T€ (im Vorjahr 48.282 T€). Des Weiteren wurden Garantien für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von 5.937 T€ (i.V. 4.955 T€) gestellt. Diese sind durch Avale/Akkreditive eines Kreditinstitutes unterlegt. Gründe der Einschätzung der Nichtinanspruchnahme aus EventualverbindlichkeitenEine Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Haftung, aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bei den Eventualverbindlichkeiten, hält die Gesellschaft für ausgeschlossen, weil sich sämtliche Primärschuldner im finanziellen Gleichgewicht befinden und keine Störungen im Geschäftsbetrieb zu erkennen sind. Gesamtbetrag der Fremdwährungsposten
NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. KonzernDer Jahresabschluss der Tradewind GmbH wird in den Konzernabschluss der Tradewind Holding GmbH, Mönchengladbach, einbezogen, welche den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis an Unternehmen aufstellt. Die Tradewind Holding GmbH stellt als Muttergesellschaft einen freiwilligen Konzernabschluss auf. Teil VIErgebnisverwendungsvorschlagDer Bilanzgewinn in Höhe von 3.536.086,40 €, bestehend aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 176.542,23 € zuzüglich des Gewinnvortrages in Höhe von 3.359.544,17 €, soll auf Vorschlag der Geschäftsleitung auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Mönchengladbach, den 31. Mai 2024 Ansgar Hütten, Geschäftsleiter Mario Voß, Geschäftsleiter Johan Geduhn, Geschäftsleiter Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Lagebericht 20231. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Geschäftstätigkeit Die Tradewind GmbH betreibt den Ankauf und die Betreibung von Forderungen mit Übernahme des Debitorenrisikos für Dritte (echtes Factoring) und der Debitorenüberwachung. Hauptgeschäftstätigkeit der Tradewind GmbH ist nach wie vor das Exportfactoring. Hierunter wird der regresslose Erwerb von Forderungen aus Exporten unter Übernahme des Delkredererisikos der Drittschuldner (Importeure) inklusive deren Überwachung und dem Mahnwesen verstanden. Die Tradewind GmbH bietet Ihre Dienstleistungen für Lieferanten in Europa, dem nahen, mittleren und fernen Osten sowie in Nord- und Südamerika an, die Ihre Lieferungen und Leistungen in die EU und die USA ausführen möchten. Haupttreiber der Geschäftsentwicklung ist sowohl organisches Wachstum bereits bestehender Kundenbeziehungen als auch die Anbindung von Neukunden. Geschäftsleiter des Instituts ist Herr Ansgar Hütten. Mit Wirkung zum 06. Dezember 2023 wurden die Herren Johan Geduhn und Mario Voß als weitere Geschäftsleiter des Instituts bestellt. Die Zuständigkeitsbereiche der Geschäftsführung stellen sich wie folgt dar. Herr Hütten verantwortet die Bereiche "Credit, Legal, Finanzen und Rechnungswesen, Personal sowie die Interne Revision". Herr Geduhn leitet die Bereiche "Risikocontrolling, Compliance und Geldwäsche". Der Zuständigkeitsbereich von Herrn Voss umfasst die Bereiche "Commercial, Operations, Treasury und IT". Die Geschäftsaktivitäten der Tradewind GmbH sind weiterhin strikt international ausgerichtet und durch die weltweiten Handelsaktivitäten geprägt. Die wirtschaftliche Entwicklung unserer Gesellschaft ist dementsprechend durch die internationalen Märkte und deren konjunkturelle Entwicklung beeinflusst. Weltwirtschaft Die Weltwirtschaft, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist gegenüber dem Vorjahr von +3,5% auf +3,1% im Jahr 2023 zurückgegangen. Die Weltkonjunktur verlor gegen Ende des Jahres 2023 wieder etwas an Fahrt, nachdem Sie zum Jahresanfang deutlich angezogen hatte, expandierte sie im Sommerhalbjahr in recht moderatem Tempo weiter. Maßgeblich für die Dämpfung im Jahresverlauf war ein geringerer Anstieg der Produktion in den Schwellenländern, nicht zuletzt in China, während sie in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften insgesamt mit wenig veränderter, wenngleich sehr mäßiger Rate zunahm. Die Stimmung bei den Unternehmen, die sich gegen Ende des Jahres merklich eingetrübt hatte, hat sich zuletzt indes wieder verbessert. Der vom IfW Kiel auf der Basis von Stimmungsindikatoren aus 42 Ländern berechnete Indikator für das globale Wirtschaftsklima lässt für das erste Quartal 2024 eine wieder etwas größere Dynamik der Weltwirtschaft erwarten. Die OECD rechnet für 2024 mit einem globalen BIP-Wachstum von 2,9 Prozent und für 2025 mit einer leichten Verbesserung auf 3,0 Prozent. Dies entspricht im Großen und Ganzen den letzten Projektionen der OECD von November 2023. Wie bereits 2023 dürfte Asien auch im Zeitraum 2024- 2025 maßgeblich zum Wachstum der Weltwirtschaft beitragen. Angesichts des nachlassenden Kostendrucks dürfte sich der allmähliche Rückgang der Inflation fortsetzen. Die geopolitischen Spannungen bleiben ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor und haben mit der Verschärfung des Konflikts im Nahen Osten weiter zugenommen. Die Bedrohungen für die Schifffahrt im Roten Meer erhöhen die Frachtkosten und verlängern die Lieferzeiten. Im Fall einer Eskalation könnten diese Faktoren einen erneuten Anstieg der Güterpreise bewirken und den erwarteten, moderaten Konjunkturaufschwung gefährden. Europa Das Wachstum gemessen am BIP im Euroraum lag in 2023 bei einer niedrigen Rate von +0,5% Prozent. Die Stagnation der Wirtschaft des Euroraums Ende 2023 war unter anderem auf restriktive Finanzierungsbedingungen, ein geringes Vertrauen und frühere Verluste an Wettbewerbsfähigkeit zurückzuführen. Die Erholung des Wirtschaftswachstums soll den Prognosen zufolge im laufenden Jahr allmählich erfolgen, da das real verfügbare Einkommen infolge des Inflationsrückgangs und des kräftigen Lohnwachstums steigt und sich die Terms of Trade verbessern. Daneben dürfte das Exportwachstum mit steigender Auslandsnachfrage aufholen. Es wird davon ausgegangen, dass die Erholung mittelfristig auch durch das allmähliche Abklingen der Auswirkungen der geldpolitischen Straffung der EZB gestützt wird. Insgesamt dürfte gemäß Prognose der EZB das durchschnittliche jährliche Wachstum des realen BIP im Jahr 2024 bei +0,6 % liegen. In den Jahren 2025 und 2026 dürfte es dann auf +1,5 % bzw. +1,6 % steigen. Deutschland Unsere Handelsaktivitäten sind länderübergreifend, dennoch spielt Deutschland eine Rolle als Debitorensitz und Hauptsitz unserer Gruppe. Die BIP- Wachstumsrate in Deutschland lag im Jahr 2023 bei -0,30%. Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein. Im Vergleich zu anderen großen europäischen Ländern fällt Deutschland spürbar ab. Dies zeigen auch die entsprechenden Frühindikatoren, die auf eine allmähliche Erholung in den anderen großen europäischen Ländern hindeuten. Besonders kräftig schrumpfte die Wertschöpfung in der Industrie und der Bauwirtschaft. Gründe waren u. a. der Mangel an Aufträgen, der schneereiche Dezember und ein außergewöhnlich hoher Krankenstand. Stützend für die Konjunktur war lediglich der private Konsum. Die Inflation sinkt seit nunmehr einem Jahr zügig und erreichte im Februar 24 mit 2,5% den niedrigsten Wert seit Juni 2021. Gleichzeitig steigen die Lohneinkommen mit kräftigen Raten. Nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts im November 2023 hat die Finanzpolitik zu Jahresbeginn einen Bundeshaushalt für das laufende Jahr verabschiedet und dabei ihren restriktiven Kurs verschärft. Die aktuell vorliegenden Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin: Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, geringer Auftragsbestand, hoher Krankenstand, andauernde Streiks. Die Konjunkturprognose Frühjahr 2024 des Ifo Institut geht daher von einem BIP- Wachstum von nur+ 0,2% im Jahr 2024 und für 2025 von +1,5% aus. USA Die US-amerikanische Wirtschaft hat sich trotz der bekannten, schwierigen Rahmenbedingungen weiterhin behauptet. Das Wirtschaftswachstum lag im Jahr 2023 bei +2,5% (Vj.2,1%) Haupttriebkraft blieb bis zuletzt der private Konsum. Zum einen stiegen die Realeinkommen spürbar, zum anderen griffen die privaten Haushalte weiterhin auf die in der Pandemie gebildeten Ersparnisse zurück. Daneben wurde die Entwicklung auch unterstütz durch den staatlichen Konsum, der um 1% ausgeweitet wurde und aufwärtsgerichtete Anlageinvestitionen und hier insbesondere Bauinvestitionen der Unternehmen. Die treibenden Effekte aus 2023 werden im laufenden Geschäftsjahr voraussichtlich abebben und somit zu einem schwächeren Wachstum der US-Wirtschaft führen. Das Ausmaß ist aber ungewiss, da der Arbeitsmarkt und die Einkommen der Konjunktur Rückhalt geben. Somit wird das Wachstum gemäß Schätzung der OECD voraussichtlich von +2,5 Prozent im Jahr 2023 auf +2,1 Prozent im Jahr 2024 und 1,7 Prozent im Jahr 2025 sinken, wobei die verzögerten Auswirkungen der Straffung der Geldpolitik, der schrittweisen fiskalischen Straffung und einer Abschwächung an den Arbeitsmärkten die Gesamtnachfrage verlangsamen. Schwellen- und Entwicklungsländer In den Schwellen- und Entwicklungsländern dürfte gemäß Schätzungen des IMF vom Jahresanfang das Wachstum im Jahr 2024 bei 4,1 Prozent bleiben und im Jahr 2025 auf 4,2 Prozent steigen. Eine Aufwärtskorrektur von 0,1 Prozentpunkten für 2024 seit Oktober 2023 spiegelt Verbesserungen für mehrere Regionen wider. Es wird erwartet, dass das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern Asiens von geschätzten 5,4 Prozent im Jahr 2023 zurückgehen wird auf 5,2 Prozent im Jahr 2024 und 4,8 Prozent im Jahr 2025, mit einer Erhöhung um 0,4 Prozentpunkte für 2024 gegenüber den Prognosen vom Oktober 2023, was auf die chinesische Wirtschaft zurückzuführen ist. Die chinesische Wirtschaft ist ein weiterhin wichtiger Markt unserer derzeitigen und potenziellen Handelsaktivitäten. China kämpft weiterhin mit Immobilienproblemen. Mehrere Wellen politischer Konjunkturmaßnahmen zielen darauf ab, den anhaltenden Rückgang des Immobiliensektors auszugleichen, während das geringe Verbrauchervertrauen und unzureichende soziale Sicherheitsnetze das Wachstum des privaten Konsums behindern. Das BIP-Wachstum in China dürfte sich von 5,2 % im Jahr 2023 auf 4,7 % im Jahr 2024 und 4,2 % im Jahr 2025 abschwächen. Das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern Europas wird gemäß Prognose des IWF aus Januar 2024 voraussichtlich von geschätzten 2,7 Prozent im Jahr 2023 auf 2,8 Prozent im Jahr 2024 anziehen, bevor es im Jahr 2025 auf 2,5 Prozent sinkt. Das BIP-Wachstum in der Türkei lag 2023 bei 4,5%. Probleme wie hohe Inflation, eine schwache Währung und geringe Fremdwährungsliquidität belasten hier weiterhin das Wachstum. Die Türkei vollzog nach der Mai-Wahl 2023 einen Kurswechsel hin zu einer restriktiveren Geldpolitik. Der Leitzins wurde bis März 2024 schrittweise von 8,5 Prozent auf 50 Prozent erhöht. Das Wirtschaftswachstum könnte sich im Jahr 2024 infolge der strafferen Geldpolitik laut Internationalem Währungsfonds auf 3,1 Prozent abschwächen. Weitere Herausforderungen sind eine hohe Arbeitslosigkeit und zunehmende geo- und innenpolitische Spannungen. 2. Geschäftsverlauf Die Tradewind GmbH bleibt unter den ca. 171 Factoring-Unternehmen, die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigt werden, nach wie vor ein Spezialanbieter von Factoring-Dienstleistungen für Lieferanten in Ost- und Südosteuropa, dem Nahen, Mittleren und Fernen Osten, sowie Nord- und Südamerika, die ihre Lieferungen und Leistungen in die EU und die USA ausführen.
Insoweit haben die oben dargestellte Entwicklung der Weltwirtschaft und die internationalen Rahmenbedingungen für die Tradewind GmbH eine wesentliche Bedeutung. Aufgrund unserer internationalen Ausrichtung legen wir großes Augenmerk auf die internationalen Wechselkurse, insbesondere EUR/USD und die damit verbundene Zentralbankenpolitik. Eine währungskongruente Refinanzierung unserer internationalen Kunden und Debitoren ist ein wichtiges Instrument, die Risiken aus der Wechselkurs-Volatilität zu minimieren beziehungsweise im Ansatz zu vermeiden. Die Refinanzierung erfolgt über Bankdarlehen und über den regresslosen Verkauf von eigenen Forderungsbeständen im Rahmen von Asset-Backed-Security-Geschäften (ABS-Programme) an Zweckgesellschaften von ausgewählten Banken. Die wesentlichen Erträge der Gesellschaft resultieren aus dem Factoringgeschäft. Aufwandsseitig sind insbesondere Provisionsaufwendungen maßgeblich, die aus der Übernahme der Kundenbetreuung und Kundenakquise in bestimmten Zielländern des Nahen und Mittleren Ostens sowie durch die Übernahme des Risikos der Zahlungsunfähigkeit von Schuldnern (Delkredererisiko) durch eine Gesellschaft der Tradewind-Gruppe resultieren. Aufgrund der entsprechenden langjährigen Übernahme des Forderungsausfallrisikos und die nahezu ausnahmslos bestehende Absicherung der Forderungen durch entsprechende Kreditversicherungen weist die Tradewind GmbH unverändert zum Vorjahr kein Risikovorsorgeergebnis aus. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren bilden für die Tradewind GmbH das Factoringvolumen und die Factoringerträge. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Factoringvolumen von Mio. EUR 1.730 (i. Vj. TEUR 1.744) angekauft. Die daraus resultierenden Factoringerträge (Zinserträge) beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 38.541 (i. Vj. TEUR 25.706) und konnten damit im Vorjahresvergleich deutlich um TEUR 12.835 gesteigert werden. Der Anstieg erfolgte bei gleichbleibendem Factoringvolumen über die Weitergabe höherer Gebühren und Zinsen gegenüber den Anschlusskunden. Ein weiterer Aspekt sind umgesetzte Sales-Aktivitäten des Vertriebs in Form von Neuakquise und Bestandssicherung. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 269 (Vorjahr TEUR 334). Insgesamt ergab sich im laufenden Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss von TEUR 177 (i. Vj. TEUR 197), der trotz gestiegener Factoringerträge niedriger ausfällt als im Vorjahr, weil die Zins- und Provisionsaufwendungen insgesamt stärker gestiegen sind als die Erträge. Eine weiter expansive Geschäftspolitik ist unser strategisches Ziel, um unseren Marktanteil besonders in den aufstrebenden Volkswirtschaften mit hohem Exportvolumen auszubauen. Insbesondere in Asien und Südamerika sehen wir hier weiterhin Potential. Die Rahmenbedingungen und die Bereitschaft zur Bereitstellung von Fremdkapital sind unverändert gut. Unser Geschäftsmodell mit starker internationaler Diversifikation ist weiterhin eine gute Basis für erfolgreiche und langfristige Expansion. Rezessionsängste, getrieben durch Inflation, Lieferkettenproblematik und internationalen Spannungen, führten bei den Refinanzierungspartnern der Tradewind zu keinem Zeitpunkt zu einer Zurückhaltung bei der Bereitstellung von Refinanzierungsfazilitäten. 3. Vermögens-, Finanz und Ertragslage sowie sonstige Entwicklungen 3.1 Vermögenslage Die Forderungen gegenüber Kunden sanken gegenüber dem Vorjahr um 9,5%. Mit einem Anteil von 91,5% an der Bilanzsumme prägen die Forderungen an Kunden nach wie vor das Bilanzbild. Demgegenüber stehen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit 68,71% (Vorjahr 71,42%) der Bilanzsumme, was nahezu dem Vorjahreswert entspricht. Hierbei handelt es sich überwiegend um die Sicherheitseinbehalte auf angekaufte Forderungen von Kunden, deren Auszahlung vertragsgemäß bis zur Zahlung durch den Debitor einbehalten werden. Durch den Einbehalt von Forderungskaufpreisanteilen bildet die Tradewind GmbH im laufenden Geschäftsbetrieb eine Sicherheitsreserve für potenzielle Forderungsausfälle und Verwässerungen. Zudem werden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen, sofern sie der Finanzierung des Ankaufs von Forderungen dienen. Weitere 71,9 Mio. € werden als Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen, was 27,1% der Bilanzsumme und nahezu dem Vorjahreswert entspricht. Die liquiden Mittel der Gesellschaft betrugen zum 31. Dezember 2023 9,4 Mio. €. Die Reduzierung um rund 4,6 Mio. € war stichtagsbedingt, da zum Bilanzstichtag vermehrt Auszahlungen erfolgt sind. Haupttreiber der Geschäftsentwicklung ist sowohl organisches Wachstum bereits langfristig bestehender Kundenbeziehungen als auch die Anbindung von Neukunden. Auf Industrien bezogen waren die Hauptwachstumstreiber Lieferanten in der Textil-, Lebensmittel- und Stahlindustrie. Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg von 9,6 Mio. € auf 9,7 Mio. €. Die Bilanzsumme reduzierte sich um 10,0% auf 265,3 Mio. €. Hieraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag in Höhe von 3,7%. 3.2 Finanzlage Die vorhandenen liquiden Mittel der Gesellschaft beliefen sich am Stichtag zum 31.12. 2023 auf 9,3 Mio. (i. Vj. 13,9 Mio. €). Die Tradewind GmbH refinanziert den Forderungsankauf durch Eigenkapital, Bankkreditlinien, Darlehen von verbundenen Unternehmen sowie über Forderungs- Ankaufsprogramme (z.B. ABCP-Programme). Die Gesellschaft verfügt nach wie vor über eine Eigenmittel-Basis, die jährlich durch Ergebnisthesaurierung gestützt und verbessert wird. Es standen der Gesellschaft in Summe Bankkreditlinien in Höhe von rund 198 Mio. € sowie Forderungsankaufslinien in Höhe von rund 374 Mio. € zur Verfügung; in Summe ca. 572 Mio. €. Die Forderungen an Debitoren sind zinsvariabel und innerhalb von maximal 180 Tagen fällig. Die durchschnittlichen Zahlungsziele sind deutlich geringer. Zahlungsziele von 180 Tagen werden nur in Ausnahmefällen akzeptiert. Der Gesellschaft stehen zur Refinanzierung Kreditlinien sowie Forderungsankaufslinien bei Banken, ABS-Partnern und Rückfactorgesellschaften zur Verfügung. Die Bereitstellung der Linien ist an Auflagen geknüpft. Im Berichtsjahr konnten alle im Vorjahr abgeschlossenen Finanzierungslinien verlängert und zum Teil erhöht werden. Die Gesellschaft war zu keiner Zeit an der Akquisition von Neugeschäft aufgrund fehlender Liquidität gehindert. Die der Tradewind GmbH zum Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Refinanzierungslinien waren zu 65,4% (2022: 64,9 %) ausgenutzt. Die Zahl der angekauften Rechnungen betrug 59.689 (2022: 63.627). Auf das Geschäft mit Forderungen an internationale Debitoren entfielen 76% (2022: 73%). Forderungen an deutsche Debitoren machten einen Anteil von 24% (2022: 27%) des Geschäftsvolumens aus. Die durchschnittliche Forderungslaufzeit betrug 85 Tage (2022: 83 Tage), die durchschnittliche Forderungshöhe der einzelnen Rechnungen betrug 29 T€ (2022: 33 T€). Das finanzielle Gleichgewicht der Tradewind GmbH war im Berichtsjahr jederzeit gesichert. 3.3 Ertragslage Im Verhältnis zum Vorjahr sind die Zinserträge um 12,8 Mio € bzw. 49,9% angestiegen (Zinserträge 2023: 38,5 Mio €, im Vorjahr: 25,7 Mio €). Der Anstieg erfolgte bei gleichbleibendem Factoringvolumen über die Weitergabe höherer Gebühren und Zinsen gegenüber den Anschlusskunden. Aufgliederung nach geographischen Märkten
Im Gegenzug stiegen die Zins- und Provisionsaufwendungen um 12,5 Mio. € (60,4% gegenüber dem Vorjahr). Hiervon entfallen 7,2 Mio. € auf die Zinsaufwendungen, was einer Steigerung von 231,3% gegenüber Vorjahr entspricht, so dass die Marge aus dem Factoringgeschäft gegenüber dem Vorjahr weiter gesunken ist. Das Verhältnis des Zins- und Provisionsergebnisses zu den Zinserträgen beträgt 13,6% (im Vorjahr: 17,5%). Dies ist dem rasant steigendem Zinsniveau im Jahr 2023 geschuldet. Für das Jahr 2024 wird mit einer Beruhigung der Lage gerechnet. Zudem werden durch verstärkte Maßnahmen eines neuen Cost-Controllings ein besonderes Augenmerk auf die Ausnutzung der verschiedenen Fazilitäten gelegt, so dass die Gesellschaft in Form einer optimierten Überwachung und Kontrolle von einer Reduzierung der Zinssaufwendungen ausgeht. Insgesamt ist die Geschäftsleitung mit dem erreichten Ergebnis zufrieden, das erwartete Ergebnis wurde erreicht. Im Geschäftsjahr 2023 stiegen die Personalkosten weiter um 21,1% (Vorjahr 9,6%) und erhöhten sich auf 2,8 Mio. €. Maßgeblicher Treiber für den Anstieg waren inflationsbedingte Gehaltsanpassungen sowie die Veränderungen in der Personal- und Geschäftsführungsstruktur der Gesellschaft. Die Gesellschaft geht davon aus, dass in den Folgejahren die Steigerungsraten in diesem Bereich anhalten werden, was dem zunehmenden Fachkräftemangel geschuldet ist. Demgegenüber konnten die anderen Verwaltungsaufwendungen auf dem Vorjahresniveau gehalten werden und sogar um TEUR 44 reduziert werden. Der Steueraufwand liegt ebenfalls um TEUR 45 unter dem Vorjahresniveau. Insgesamt reduzierte sich der Jahresüberschuss geringfügig um TEUR 20 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 176. 4. Risikodarstellung Die von der Gesellschaft nachstehend identifizierten Risiken werden nach Maßgabe einer schriftlich festgelegten und ständig weiterentwickelten Risikostrategie verwaltet und beherrscht. Seit vielen Jahren verfügt die Gesellschaft über ein Risikoreporting, mit dem die Geschäftsführung quartalsweise über die Risikoauslastung und die Risikotragfähigkeit informiert wird. Die Streuung der Branchen- und Kreditrisiken wurde im Berichtsjahr weiterhin sorgfältig gepflegt. Hierzu unterhält die Gesellschaft das Kollegialorgan "Credit & Commercial Comitee", bestehend aus dem Head of Credit, Head of Operation, Head of Factoring Accounting, Head of Commercial und die Geschäftsleiter. Es tagt vier Mal wöchentlich zur Genehmigung von Neukundenanbindungen und der Genehmigung von Linienerhöhungen sowie der Genehmigung und der Erhöhung von Debitorenlimiten. Bei den Besprechungen werden die Kunden unter Bezug auf die verfügbaren Hintergründe (aktuelle Finanzdaten, Backgroundcheck, E&S Informationen, Compliance relevante Informationen, aktuelle Risiken der jeweiligen Industrie, Portfoliograding und Einzelgrading der Debitoren sowie öffentlich verfügbare Informationen) besprochen. Einmal wöchentlich werden allgemeine Fragen zur Verbesserung und Anpassung risikorelevanter Prozesse behandelt und entschieden. 4.1 Adressenausfallrisiko Hierunter ist die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Forderungsausfalles zu verstehen, der entweder auf die fehlende Werthaltigkeit oder Rechtsbeständigkeit der Forderung (Veritätsrisiko) oder auf die Zahlungsunfähigkeit des Debitors (Bonitätsrisiko) zurückzuführen ist. Veritätsrisikos: Beim echten Factoring ist entscheidend, dass die angekaufte Forderung tatsächlich entstanden ist, nicht durch Anfechtung oder Aufrechnung wieder zum Erlöschen gebracht werden kann und Einwendungs- bzw. Einredefreiheit besteht. Würde die bestehende Forderung nicht oder nicht im angenommenen Umfang bestehen, besteht das Risiko für Tradewind darin, dass der Kaufpreis bereits an den Factoringkunden gezahlt wurde, Tradewind ihre Forderung mangels Rechtsinhaberschaft jedoch nicht bei dem jeweiligen Debitor geltend machen kann. Veritätsrisiken können auch entstehen, wenn Debitoren direkt an den Kunden zahlen (Weiterleitungsrisiko oder commingling risk). Meldet der Factorkunde diese Direktzahlungen nicht und leitet die Zahlungen nicht an uns weiter, können ebenfalls Betrugsabsichten angenommen werden. Ein weiteres derartiges Risiko besteht, wenn der Factorkunde die Direktzahlungen zwar vertragsgemäß meldet, der Factorkunde aber aufgrund seiner eigenen Liquiditätslage die vertragsgemäße Weiterleitung an uns nicht durchführen kann. Ein weiterer Aspekt des Veritätsrisiken kann die Tatsache beinhalten, dass der Factorkunde unmittelbar mit dem Debitoren Nebenabreden trifft, ohne darüber Tradewind in Kenntnis zu setzen. Tradewind begegnet dem Veritätsrisiko mit einer im Rahmen der Risikovermeidungsstrategie zu erläuternden Verifikation der Forderungen sowie durch die Vereinbarung einer Bevorschussungsquote der Forderung in Höhe von in der Regel 80 - 90 % des Forderungswertes. Die verbleibenden 10 bis 20 % stellen den so genannten Sicherheitseinbehalt dar, der erst bei Eingangszahlung durch den Debitor an den Kunden auszuzahlen ist. Diesen Sicherheitseinbehalt bzw. der sich daraus ergebende Auszahlungsanspruch des Kunden kann Tradewind beliebig mit jedem Regressanspruch gegen den Kunden verrechnen (Netting). Zum anderen besteht ein Bonitätsrisiko, also das Risiko, dass der Debitor trotz einwandfreier Forderungsqualität nicht zahlen kann. Die Besicherung des Bonitätsrisikos erfolgt entweder durch die Deckungszusage einer Kreditversicherung, durch Dokumentenakkreditiv (im Folgenden: L/C) oder eine werthaltige Garantie. Erfolgt die Besicherung des Bonitätsrisikos durch eine Kreditversicherung, so hat der Selbstbehalt von Tradewind nicht größer als 10% (Deckungsquote mindestens bis zu 90 %) zu sein. Ungeachtet dieser Besicherung verbleibt für Tradewind ein faktisches Risiko aus folgenden Gründen: Die Versicherung beschränkt das Bonitätsrisiko auf das 75-fache der jährlichen Versicherungsprämie. Das bedeutet, dass bei einem Überschreiten dieser Grenze sämtliche Forderungen (außerhalb des Kaufpreiseinbehalts) unbesichert wären. Bei einer hohen Schadensquote (etwa ab 80% der jährlichen Prämie) besteht das Risiko einer Prämienerhöhung durch den Versicherer. Um diesem Risiko gerecht zu werden, gibt sich Tradewind bzgl. möglicher Konzentrationen Regeln, die die Zusammensetzung des Portfolios betreffen und in Form von Limitierungen zum Ausdruck kommen, die Bestandteil des turnusmäßigen Reportings sind. Darüber hinaus hat Tradewind die Quantifizierung des Adressenausfallrisikos im Sinne der Risikotragfähigkeit umgesetzt und überprüft diese im Zuge eines vierteljährliche Reportings. Erfolgt die Besicherung durch L/C, kann dieses nur dann als Sicherheit anerkannt werden, wenn es von einer Bank in einem Land der Länderrisikoklasse gem. Allianz- Trade-Länder-Ratings nicht schlechter als BB eröffnet wurde. Bei L/C's von Banken aus Ländern mit einer schlechteren Risikoklasse ist die Bestätigung durch eine Bank aus einem Land mit einer Risikoklasse nicht schlechter als AA einzuholen. 4.2 Liquiditätsrisiko Unter dem Liquiditätsrisiko ist die Gefahr der Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft zu verstehen. Zahlungsunfähigkeitsrisiko (primär) = die Gefahr, dass Tradewind seinen gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr vollständig oder nicht fristgerecht nachkommen kann. Refinanzierungsrisiko (sekundär) = die Gefahr, zukünftige Refinanzierungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Zinsen beschaffen zu können. Eine Materialisierung des Liquiditätsrisikos ist primär als Folge der sich möglicherweise abrupt ändernden Strategiewechsel der Marktteilnehmer am (internationalen) Kreditmarkt möglich. Daher steht die Geschäftsführung der Tradewind GmbH sowie die zuständige Abteilung Treasury in einem laufenden Kontakt mit aktuellen und potenziellen Liquiditätsgebern, um hier möglichst schnell auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können. Darüber hinaus wird angestrebt durch die Nutzung einer Vielzahl unterschiedlicher Refinanzierungsquelle das Refinanzierungsportfolio zu diversifizieren, um so das originäre Liquiditätsrisiko zu minimieren. Mit derzeit 13 Partnern, die durch ABCP-Programme und bilaterale Kreditlinien zur Verfügung stehen, sehen wir eine angemessene Granularität in unserem Refinanzierungsportfolio gegeben. Ein Verkauf von Forderungen durch Tradewind direkt auf dem Kapitalmarkt erfolgt nicht, so dass die Marktliquidität für Tradewind GmbH keine direkte Rolle spielt. Das Marktliquiditätsrisiko ist daher nicht relevant, da Tradewind mit seinen Refinanzierungspartnern vertragliche Vereinbarungen zur Refinanzierung der Forderungen hat. Im Rahmen der täglichen Disposition wird sichergestellt, dass zu jedem Zeitpunkt ein ausreichendes Maß an freien Limiten gegeben ist. Im Rahmen des laufenden Reportings wird ein Status-Quo zur jeweiligen Situation gegeben. Neben der täglichen Disposition wird die Geschäftsführung quartalsweise im Rahmen des Risikoinformationssystems über den Auslastungsgrad bestehender Finanzierungsfazilitäten in Kenntnis gesetzt. 4.3 Marktpreisrisiken Marktpreisrisiken hinsichtlich Fremdwährungs-, Zinsänderungs- (Einzel- und Portfolioebene) und Kurswertänderungsrisiken stellen für unser Unternehmen ein nicht wesentliches Risiko dar. Die Refinanzierungen finden grundsätzlich währungs- und laufzeitkongruent in der Fakturierungswährung statt; die Abrechnungskonten mit dem Kunden werden in der Fakturierungswährung geführt. 4.4 Operationelle Risiken Bei den Operationellen Risiken orientiert sich die Tradewind GmbH an den Definitionen des Baseler Ausschusses für Bankenaufsicht und versteht hierunter die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen, Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Für die Tradewind GmbH stehen die folgenden drei Risiken im Vordergrund:
Hinsichtlich des Betruges durch eigene Mitarbeiter hat die Tradewind GmbH eine Vertrauensschadensfallversicherung abgeschlossen. Bzgl. möglicher Betrugsfälle aus Richtung von Factorkunden und/oder Debitoren, die sich in erster Linie in "Luftrechnungen" niederschlagen würden, wird mit "Frühwarnfaktoren" gearbeitet, die im Rahmen der täglichen Arbeitsprozesse zum Einsatz kommen. Hierunter fällt z.B.:
Insbesondere Abweichungen von vorgegebenen Mechanismen zur Vermeidung operationeller Risiken, wie die Einhaltung von Kreditlimiten, werden durch das Informationsystem sichtbar gemacht. Dies gilt auch für das Aufzeigen konzentrierter Forderungsportfolien. 4.5 Geschäftsrisiko Die Tradewind GmbH beschreibt das Geschäftsrisiko als die Gefahr von unerwarteten, negativen Abweichungen von der Ergebnisplanung, die mit dem Betreiben des spezifischen Geschäftsfeldes einhergehen und die bei gegebener Geschäftsstrategie aus Veränderungen von externen Rahmenbedingungen resultieren. Diese Faktoren lassen sich insbesondere in Branchencharakteristika und Wettbewerbsposition untergliedern. In der Konsequenz schlägt sich das Geschäftsrisiko somit in der GuV der Tradewind GmbH wieder, da bei einem plötzlichen Rückgang der Umsatzerlöse eine unmittelbare Anpassung der Aufwendungen im selben Maße nicht möglich wäre. Die Steuerung des Geschäftsrisikos ist originäre Aufgabe der Geschäftsleitung und erfolgt in enger Abstimmung mit den Geschäftsleitern der wesentlichen Tochtergesellschaften. Bei den Personalrisiken sieht Tradewind insbesondere ein mögliches Engpassrisiko sowie ein Austrittsrisiko. Das Engpassrisiko ist die Gefahr einer nicht ausreichenden Personalausstattung. Das Austrittsrisiko ist die Gefahr ungewollter Austritte von Mitarbeitern. Dieses kann auch wiederrum zu einem Engpass führen. Tradewind begegnet beiden Risiken durch eine vorausschauende Planung und eine angemessene Personaldecke. Die Mitarbeiter werden gut und oft auch abteilungsübergreifend ausgebildet. Hierdurch können etwaige Engpässe oder Austritte durch andere Mitarbeiter ausgeglichen werden. Zur Steuerung des allgemeinen Geschäftsrisikos wird die strategische Ausrichtung der Gesellschaft, das Kosten und Ertragsmanagement wie auch die Kundenkalkulation laufend überprüft. Um einen möglichst genauen Überblick über die Vermögenslage der Gesellschaft zu haben, werden zum Quartalsende Zwischenbilanzen erstellt. 5. Chancen- und Prognosebericht Der Krieg in der Ukraine hat die Weltwirtschaft auch im Jahr 2023 mit verschiedenen Auswirkungen gedämpft. Die wirtschaftlichen Schäden des Konflikts durch steigende Inflation, Zinsanstieg und Rohstoff- und Energiemangel haben in 2023 zu einer deutlichen Verlangsamung des globalen Wachstums beitragen. Weltweite Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte, den Handel und die Finanzkanäle waren deutlich ersichtlich. Die Rohöl- und Lebensmittelpreise sind rapide gestiegen, wovon - insbesondere Länder mit niedrigem Einkommen - am stärksten betroffen waren. Das globale Wachstum gemessen am BIP ist vor dem geschilderten Hintergrund gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen von 3,5 % im Jahr 2022 auf +3,1% in 2023. Die OECD rechnet für 2024 mit einem globalen BIP-Wachstum von 2,9 Prozent und für 2025 mit einer leichten Verbesserung auf 3,0 Prozent. Dies entspricht im Großen und Ganzen den letzten Projektionen der OECD von November 2023. Wie bereits 2023 dürfte Asien auch im Zeitraum 2024-2025 maßgeblich zum Wachstum der Weltwirtschaft beitragen. Angesichts des nachlassenden Kostendrucks dürfte sich der allmähliche Rückgang der Inflation fortsetzen. Die geopolitischen Spannungen bleiben ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor und haben mit der Verschärfung des Konflikts im Nahen Osten weiter zugenommen. Die Tradewind GmbH hat weder Anschlusskunden noch Debitoren in Russland oder der Ukraine und somit nur indirekt von den Auswirkungen des Krieges betroffen. Die negativen, indirekten Treiber, welche auch unser Geschäft beeinflussen (wie z.B. Inflation, Kaufkraftverlust, starker Zinsanstieg) sind jedoch bereits in einer positiven Trendwende. Das resultiert insbesondere auch durch die fallenden Energie- und Rohstoffpreise im Jahr 2023 und die zurückgehende Inflation, die es den Zentralbanken erlauben sollte Zinssenkungsschritte in 2024 durchzuführen. Dies dürfte auch für unser Geschäft ein wieder deutlich positiver Treiber sein. In bereits von Tradewind bearbeiteten Ländern wie Bangladesch, Pakistan und Indien sehen wir nach wie vor große Wachstumschancen. Hier unterstützen wir langjährig und erfolgreich bestehende Anschlusskunden, deren große Debitoren in Europa und USA, die Tradewind ihren weiteren Zulieferern empfehlen. Diesen Bereich des "Empfehlungsmanagements" wollen wir auch zukünftig noch weiter intensivieren. Die aktuellen Krisen und dadurch bedingte Liquiditätsverknappung haben die Nachfrage nach Factoring weiterhin verstärkt. Dies insbesondere auch durch restriktiveres Verhalten der Banken in der Kreditvergabe und oder Erhöhung. Dies bedeutet, dass der Optimierung des Working Capital durch Factoring und die damit mögliche Liquiditätsgenerierung weiterhin wachsende Bedeutung zukommt. Die daraus resultierende Nachfragesteigerung nach unserer Dienstleistung stärkt unsere Position sowie unsere Ertragsaussichten. Die personelle Verstärkung und Erweiterung unserer IT-Abteilung haben wir im Jahr 2023 fortgesetzt und weitere Neuerungen und Verbesserungen umgesetzt. Schwerpunkte liegen hier weiterhin auf den Bereichen Sicherheit, Compliance und Systemverfügbarkeit auf der einen, sowie die Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse und die Entwicklung von innovativen portalbasierten Lösungen auf der anderen Seite. Wir haben ein firmeninternes IT-Service-Desk im Jahr 2023 eingeführt und Ende 2023 ein Projekt zum Neuaufsetzen unseres Informationssicherheitsmanagementsystems nach ISO 27001 initiiert, das 2024 abgeschlossen werden soll. Zudem wurde in die Verbesserung unserer Firewalls und in eine aktive Angriffserkennung investiert. Es wurde an einem neuen Onboarding- Portal für unsere Kunden und der Einführung eines Dokumentenmanagement-Systems gearbeitet, die Einführung erfolgt im Jahr 2024. Unsere interne Plattform wurde im Laufe des Jahres 2023 weiterentwickelt und es entstanden neue Funktionen. Durch die Intensivierung der Zusammenarbeit mit international agierenden Versicherungsbrokern und intensiven Gesprächen mit Allianz Trade (ehemals Euler Hermes) haben wir unsere Position dort auch im Geschäftsjahr 2023 weiter verstärkt. Durch die direkte Kommunikation zwischen unseren Credit Managern mit den lokalen Underwritern konnten wir unsere Servicequalität verbessern, indem wir ein mögliches Debitorenrisiko zeit- und kundennäher beurteilen und final bewerten können. Im Hinblick auf die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit in der Finanzdienstleistungsbranche hat die Tradewind GmbH die bereits bestehende Prüfungen im Bereich ESG weiter ausgebaut. So werden alle Neu- und Bestandskunden auf ihre Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards geprüft und die Ergebnisse dieser Prüfung fließen anschließend in die Bewertung des Geschäfts mit ein. Ferner hat die Tradewind-Gruppe ihren CO 2 -Ausstoß des Vorjahres kompensiert und plant selbiges auch für das Berichtsjahr. Trotz der immer noch zahlreichen, weltwirtschaftlichen Herausforderungen sind die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr 2024 positiv. Die Rezessionsanzeichen in Q4/ 2022 und Q1/ 2023 veranlassten die Gesellschaft zu einer umfangreicheren Due Diligence bei Neukunden und damit zur Zurückhaltung bei der Neuanbahnung von Geschäftsbeziehungen. Dies führte vorübergehend zu einer Unterauslastung der Kreditfazilitäten und folglich zu erhöhten Bereitstellungsentgelten. Hierdurch ist die Nettomarge unter Druck geraten. Auf den steigenden Kostendruck haben wir mit diversen Maßnahmen frühzeitig reagiert. Hier zu nennen ist vor allem die Reduzierung der Bereitstellungsentgelte. Entgegen der Meinung anderer Marktteilnehmer gehen wir für das Jahr 2024 nicht davon aus, dass es zu nennenswerten Referenzzinssenkungen kommen wird. Zu groß erscheinen uns die geopolitischen Spannungen zu sein, die, wenn diese sich materialisieren, u.a. eine stark inflationstreibende Wirkung haben sollten. Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen und Annahmen erwarten wir für das nächste Geschäftsjahr die nachfolgend dargestellten Auswirkungen auf unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren (vgl. 2.Geschäftsverlauf): Die Geschäftsleiter erwarten eine leichte Steigerung des Factoringvolumens im Vergleich zum Vorjahresniveau. Die Factoringerträge werden sich nach jetzigen Prognosen ebenfalls moderat steigend zum Vorjahresniveau entwickeln.
Mönchengladbach, 31. Mai 2024 Ansgar Hütten, Geschäftsleiter Mario Voß, Geschäftsleiter Johan Geduhn, Geschäftsleiter |
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