Bäzner Immobilien Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Hummel seit 6.3.2013 | Vorstandsmitglied |
Susanna Elfriede Zerr seit 25.7.2006 | Vorstandsmitglied |
Ralf Anthonj seit 25.7.2006 | Vorstandsmitglied |
Petra Manuela Bäzner seit 25.7.2006 | Vorstandsmitglied |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TRI AG AutomobileBirkenfeldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. GRUNDLAGE DES UNTERNEHMENS Die TRI AG Automobile ist Vertragshändler für Renault, Dacia, Opel (Stellantis) und Hyundai. Sie betreibt ihre Geschäfte an den Standorten in Birkenfeld, Baden-Baden, Bühl und Kippenheim mit den Fabrikaten Renault und Dacia sowie mit Hyundai an den Standorten Sinzheim und Kippenheim und Opel an den Standorten Bühl und Kippenheim. Zusätzlich vertreibt das Unternehmen seit Ende 2022 Fahrzeuge der chinesischen Marken BAIC, DFSK und Seres. Die TRI AG Automobile bedient alle klassischen Geschäftsbereiche eines Autohandelsunternehmens. Sie betreibt den Handel mit Neu- und Gebrauchtfahrzeugen und rundet ihre Dienstleistungen mit dem Verkauf von Ersatzteilen und Zubehör, Mietwagen, Werkstattleistungen wie Fahrzeugwartungen für alle Fabrikate und Unfallinstandsetzung ab. B. WIRTSCHAFTSBERICHT I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine, den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regenerierung im Jahr 2022 jedoch geringer aus, 2023 kam es sogar zu einer Rezession. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022. II. Entwicklung der Kraftfahrzeug-Branche 1. Allgemein Der KFZ Handel in Deutschland zeigte 2023 eine stabile Umsatzentwicklung, jedoch bleiben erhebliche wirtschaftliche Unsicherheiten und strukturelle Herausforderungen bestehen, die die Branche beeinflussen. Eine hohe Anpassungsfähigkeit und Innovationsbereitschaft sind entscheidend, um in diesem dynamischen Umfeld erfolgreich zu bestehen. 2. Umsatzentwicklung Der Umsatz im Kraftfahrzeuggewerbe über alle drei Geschäftsbereiche (Neuwagen, Gebrauchtwagen und Service) ist im vergangenen Jahr um 11,9 % auf 207,3 Mrd. Euro gewachsen. Das lag laut Verband des Kfz-Gewerbes beim Fahrzeugverkauf an höheren Stückzahlen, verbunden mit höheren Preisen. Die Verfügbarkeit von Neufahrzeugen hatte sich verbessert. Die gestiegenen Zulassungszahlen sind jedoch zu einem großen Teil dem Abbau des Lieferrückstands aus 2022 geschuldet. Was man jedoch im vergangenen Jahr fast durchgehend beobachten musste, war ein deutlicher Rückgang der Fahrzeug-Neubestellungen insbesondere bei den Privatkunden. Völlig unerwartet konnten mit Ablauf des 17. Dezember 2023 keine neuen Anträge für den Umweltbonus beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden. Vom plötzlichen Stopp waren rund 60.000 E-Fahrzeuge betroffen. Die dadurch ausgelösten Schockwellen sind in diesem Jahr bei der Elektromobilität ebenso deutlich zu spüren wie die große Auftragslücke aus dem Vorjahr. 3. Neuwagenmarkt Laut dem ZDK stieg der Umsatz der markengebundenen Autohäuser am Neuwagenvertrieb im Jahr 2023 um 2,6 % auf 66,6 Mrd. Euro im Vergleich zu 2022. Das entspricht 1,57 Mio. Pkw und damit etwas mehr als der Hälfte (55,3%) der 2,84 Mio. Pkw-Neuzulassungen. Die Gründe: um durchschnittlich 4,3% höhere Neuwagenpreise, hohe Lieferfähigkeit und die Umweltprämie für E-Fahrzeuge. 4. Gebrauchtwagen Von den rund 6,03 Mio. Pkw-Besitzerwechseln wurden 37 % (rund 2,23 Mio. Pkw) über den Markenhandel verkauft. Der Umsatz stieg hier um 15,2 % auf 58,4 Mrd. Euro. Hauptgrund: Der bisherige Höchststand des durchschnittlichen Fahrzeugpreises, der laut DAT bei 26.170 Euro lag. Der Preisanstieg wurde getrieben von der Mangelsituation bei jungen Gebrauchten. 5. After Sales Im Geschäftsfeld Service und Reparatur war im Jahr 2023 ein Umsatzsprung von 17,7 % auf rund 33,8 Mrd. Euro im Vergleich zu 2022 zu verzeichnen. Die Gründe waren der weiter gewachsene Fahrzeugbestand, die höhere Zahl der Wartungen mit gestiegenen Kosten (plus 8,5 % pro Wartung) sowie die um 15,3 % höheren Kosten pro Unfallreparatur. Quellen: - Jahreskennzahlen 2023 Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe, - Statistisches Bundesamt, Deutsche Bundesbank, - DAT Report 2023, VDA (https://www.vda.de/de/themen/automobilindustrie/marktentwicklungen/umsatzdaten). II. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Das Jahr 2023 war geprägt durch den Abbau der Rückstände aus dem Vorjahr. Insbesondere im Februar fanden hohe Auslieferungen von Rückständen statt. Zum Jahresende (bis zum Auslaufen der Förderung der Elektroautos) waren wieder steigende Absatzzahlen zu beobachten, was insbesondere auf die ausgelaufenen bzw. herabgesetzten Förderungen für Elektrofahrzeuge zurückzuführen ist. Insgesamt waren im Geschäftsjahr 2023 erhebliche Einbrüche der Verkaufszahlen zu verzeichnen. So wurden 2188 (im Vorjahr 3500) Neuwagen (Dacia: 578, Renault: 1045, Hyundai: 565) zugelassen. Die Gebrauchtwagenverkäufe waren mit über 1000 Stück konstant. Trotz des schwierigen Jahres 2023 erzielte die TRI AG Automobile ein positives Ergebnis nach Steuern von TEUR 25 gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 508. Wir beurteilen den Geschäftsverlauf und die Lage der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr als nicht zufriedenstellend, unter den gegebenen Umständen aber als in Ordnung. 1. Ertragslage Die Umsatzerlöse sanken in 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 25.146 bzw. 24,9 % auf TEUR 75.905. Das Neufahrzeuggeschäft der TRI AG Automobile lag mit TEUR 55.185 deutlich niedriger als die Erlöse der beiden Vorjahre (TEUR 77.771 2022 und TEUR 66.596 2021). Der Gesamtumsatz an Gebrauchtfahrzeugen stieg mit TEUR 11.485 um 5,5 % gegenüber 2022 mit TEUR 10.886 an. Die Erlöse im Werkstatt- und Ersatzteilebereich konnten in 2023 mit TEUR 11.731 bzw. 8,6 % deutlich gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden (TEUR 10.803). Somit entwickelte sich der Umsatz pro Mitarbeiter im Geschäftsjahr von TEUR 749 auf TEUR 602. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Ausbuchung verjährter Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 177 enthalten. Der Materialaufwand sank überproportional zu den Umsatzerlösen um 28,2 % auf TEUR 62.206. Die Abnahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um T€ 395 ist hauptsächlich auf wegfallende Sondereffekte aus dem Vorjahr (Rückstellungen für Prozesskosten und Rechtstreitigkeiten) zurückzuführen. Zunahmen gab es bei den Reparaturen und Instandhaltungsaufwendungen sowie den Fahrzeugaufbereitungskosten. Kosten für Vermittlungsprovisionen für Onlineportale sind dagegen deutlich zurückgegangen, ebenso sind die Energiekosten gesunken. Die Personalkosten sanken gegenüber dem Vorjahr (TEUR 8.142) leicht auf TEUR 7.964. Die Gesamtmitarbeiterzahl einschließlich vier Vorständen belief sich auf durchschnittlich 126 Personen. Der Jahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 505) verschlechtert und liegt bei TEUR 23. 2. Finanzlage Die TRI AG Automobile verfügt über eine gute Finanzlage und konnte ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachkommen. Deshalb nimmt sie bei der Begleichung aller kurzfristigen Lieferantenverbindlichkeiten Skonti in Anspruch. Die Liquidität einschließlich der freien Linien wird laufend mit Hilfe eines Liquiditätsspiegels überwacht. Die Neuwagenbestände lagen zum 31.12.2023 bei rund EUR 11,9 Mio. Darüber hinaus bestanden zum Stichtag freie, fahrzeugfinanzierungsunabhängige Linien von TEUR 844. Der Cashflow (Jahresüberschuss + Abschreibungen +/- Veränderung der langfristigen Rückstellungen) betrug zum Stichtag TEUR 1.580. Das Eigenkapital beträgt TEUR 4.308 und konnte um den erzielten Jahresüberschuss vermehrt werden. Die Eigenkapitalquote liegt gegenüber dem Vorjahr (17,5 %) bei 14,3 %. Der ganz überwiegende Teil an Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird durch Verbindlichkeiten gegenüber Herstellerbanken der Lieferanten Renault und Hyundai repräsentiert. Im Geschäftsjahr 2023 kam außerdem die Herstellerbank von Opel hinzu. Genauso entfallen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen auf solche aus Fahrzeug- und Ersatzteillieferungen der Hersteller an die TRI AG. Investitionen beschränken sich im Wesentlichen auf den Bestand von Vorführfahrzeugen. Darüberhinausgehende, größere Investitionen in 2023 wurden für die Renovierung der Mitarbeitersozialräume und Sanitäranlagen in Birkenfeld sowie in die Betriebs- und Geschäftsausstattung in Bühl und Kippenheim getätigt. 3. Vermögenslage Das Gesamtvermögen des Unternehmens beläuft sich auf Mio. EUR 30,1 (Vorjahr Mio. EUR 24,5). Der Bestand an Vorführfahrzeugen (Anlagevermögen) wurde deutlich erhöht (+23,7 %), ebenso wie die Gebrauchtfahrzeuge in den Vorräten (+82,7 %). Die Neufahrzeuge (Vorräte) haben ebenfalls deutlich zugenommen (+65,6 %). Die Vorräte betragen nun 53 % (Vorjahr: 40 %) der Bilanzsumme, die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände betragen 22 % (Vorjahr: 32 %) der Bilanzsumme. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter und Umsatzrendite heran. Bei den Mitarbeitern sind vier Vorstände mitgezählt. Der Umsatz pro Mitarbeiter (Umsatzerlöse/Mitarbeiter) fiel, übereinstimmend mit der Vorjahresprognose, deutlich auf TEUR 602 (2022: TEUR 749; 2021: TEUR 678). Dies betrifft ebenso die Umsatzrentabilität (Jahresergebnis * 100/ Umsatz), die in 2023 bei 0,03 % lag, gegenüber 0,50 % im Vorjahr. Die Geschäftsleitung erachtet die Kennzahlen als nicht zufriedenstellend. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Ein Unternehmen kann im Wettbewerb nur dann bestehen, wenn es eine sehr gute Dienstleistungs- und Servicequalität aufweisen kann. Dementsprechend stellt die Zufriedenheit unserer Kunden einen wichtigen nichtfinanziellen Leistungsindikator für uns dar, der mit dem vom Hersteller Renault durchgeführten Mystery Shopping gemessen wird. Durch geschulte Testkäufer werden nach festgelegtem Kriterienkatalog verschiedene Aspekte eines Testkaufs bewertet und in Form eines Scores die Service- und Beratungsqualität gemessen sowie Schwachstellen und somit Verbesserungspotenziale aufgedeckt. Die generierten Daten bilden außerdem die Grundlage für Bonussysteme und Schulungsmaßnahmen. Die Kundenzufriedenheit beläuft sich nach diesen Daten im Bereich Verkauf auf 87,3 % (Vorjahr 83,7 %) im Durchschnitt über alle Testbereiche, im Bereich Telefonberatung auf 97 % (Vorjahr 97,5 %) und ist damit wie prognostiziert konstant. C. CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG Onlinegeschäft & Digitalisierung Experten sind sich sicher, dass sowohl die alte analoge Welt des Autokaufs vor Ort beim Autohändler als auch der Onlinehandel noch viele Jahre nebeneinander bestehen werden. Zwar ist der Handel von der Transformation der Automobilindustrie direkt betroffen, doch auf der anderen Seite auch enorm anpassungsfähig. Branchenkenner schätzen, dass 2030 erst etwa 50% der Autos digital gekauft werden. Heute liegt die Quote bei lediglich 5 %. Käufer stehen dem Online-Verkauf noch recht zurückhaltend gegenüber. Zwar startet der Autokauf so gut wie immer in der digitalen Welt, man sucht nach dem gewünschten Modell im Internet, informiert sich, konfiguriert, vergleicht Preise- macht sich dann aber im nächsten Schritt auf den Weg ins Autohaus. Das haptische Produkterlebnis spielt weiterhin beim Produkt Fahrzeug eine sehr wichtige Rolle. Das gleiche gilt für die fachkundige Beratung des Verkäufers. Insbesondere der Wartungs-, Reparatur- und Instandsetzungsbedarf der Bestandsfahrzeuge werden auch in Zukunft stationäre Vertriebs- und Serviceformate erfordern. Insofern kann der Onlinevertrieb das klassische Autohausgeschäft zwar ergänzen, aber nicht ersetzen. Unser Ziel ist es, beide Welten, die digitale und die analoge, intelligent und effektiv zu verknüpfen. Das Onlinegeschäft bietet grundsätzlich zahlreiche Chancen. So kann die TRI AG Automobile durch die Nutzung von online Vermittlungsplattformen ihre Reichweite und so die Umsatz- und Absatzzahlen spürbar erhöhen. Es ermöglicht außerdem die Vermittlung von Fahrzeugen aller Marken. Diese Chancen werden bereits aktiv genutzt, was sich beispielsweise durch das Onlinevertriebsteam an einen eigenen Standort in Lahr oder unseren Internetauftritt mit Fahrzeugbörse zeigt. Unser Onlinevertriebsteam wickelt den gesamten digitalen Verkaufsprozess bis hin zum Kaufabschluss und der bundesweiten Auslieferung mit dem Kunden telefonisch und digital ab. Der Onlinehandel birgt aber auch das Risiko in sich, dass die TRI AG Automobile zum einen weniger Kontrolle über den Verkaufsprozess als solchen hat, zum anderen aber auch, dass geringere Margen aufgrund der gestiegenen Preistransparenz sowie der Vermittlungsprovisionen dieser Plattformen erzielt werden können. Außerdem steigen die Kundenansprüche hinsichtlich der Verfügbarkeit von Angeboten und der jederzeitigen Konfiguration von Fahrzeugen. Außerdem ist die Profitabilität des Onlinehandels maßgeblich von Volumenprämien der Hersteller abhängig. Derzeit fehlen derartige Anreize, weshalb der Onlinehandel auf das nötige Maß zurückgeführt wird, was entsprechende Einsparungen mit sich bringt. Alternative Antriebe / E-Mobilität Die Ziele der Bundesregierung bis 2035 nur noch Neuzulassungen mit CO 2 -neutralem Antrieb zuzulassen sowie einen Bestand von 7 bis 10 Millionen E-Fahrzeugen bis 2030 zu erreichen, sind ambitioniert. Die TRI AG Automobile stellt sich diesen Anforderungen der Marktteilnehmer nach alternativen Antriebsarten. Aktuell wird den Kunden natürlich auch die gesamte Palette an modernen Verbrennungsmotoren der Importeure Renault, Dacia, Hyundai und Opel mit geringstmöglichen CO 2 Ausstoß angeboten. Ein Risiko der zunehmenden Anzahl an Elektrofahrzeugen ist allerdings, dass mit weniger Geschäft im Service zu rechnen ist. E-Mobilität: Auswirkungen auf Servicegeschäft Die Hersteller brauchen den stationären Handel, diese Sorgen für Umsatz, verkaufen Originalersatzteile und bieten Service an. Ein Fahrzeug kann nicht komplett online gewartet werden, es geht einfach nicht ohne stationäre Showrooms und Werkstätten. Geld wird oft erst dann verdient, wenn der Kunde in die Werkstatt kommt. Vor allem beim Ölwechsel wird profitiert, dieser fällt aber bei E-Fahrzeugen weg. Es muss lediglich alle 2 Jahre die Bremsflüssigkeit gewechselt werden, der Rest ist eine reine Sichtkontrolle. Da beim E-Fahrzeug hauptsächlich über den Motor gebremst wird, halten diese entsprechend länger gegenüber dem klassischen Verbrenner. Digitale Zukunft im Servicegeschäft Die Digitalisierung hat auch bereits im Servicegeschäft Fuß gefasst. Der Kunde erwartet nicht nur ein Lächeln am Empfang und einem Händedruck von seinem Serviceberater, sondern auch eine digitale Serviceplattform, um Wartungstermine zu planen oder über für ihn maßgeschneiderte Empfehlungen, Erinnerungen bzgl. HU und Serviceterminen zu erhalten. Dies bietet die Chance, digitale Marketingstrategien zu erstellen und sicherzustellen, dass sich jeder Kunde individuell angesprochen fühlt. Agenturgeschäft Hersteller und Importeure liebäugeln mit dem Modell des Agenturgeschäftes wobei hier noch vollkommen offen ist, ob es sich tatsächlich um ein echtes Agenturgeschäft oder um ein Mischsystem handeln wird. Auch über der Händlervergütung steht bei fast allen Marken ein großes Fragezeichen und ist wesentlicher Bestandteil neuer Händlervertragsverhandlungen. Chancen, wie einer geringeren Kapitalbindung, stehen Risiken, insbesondere hinsichtlich der Vergütung, gegenüber. Konsolidierung im KFZ-Handel Laut der ZDK-Bilanz ist die Zahl der Kfz-Betriebe im vergangenen Jahr um 250 und damit um 0,7 % auf 36.170 Autohäuser und Werkstätten zurückgegangen. Dabei nahm die Zahl der fabrikatsgebundenen Betriebe (minus 1,2 bzw. 170 Firmen auf 14.120) stärker ab, als die der freien Werkstätten und Händler (minus 0,4 % bzw. 80 Betriebe auf 22.050). Durch die Branchentransformation wird sich auch die Konsolidierung beschleunigen. Bis 2030 dürfte sich die Zahl der Händler nahezu halbieren. Der zunehmende Direkt-Onlinevertrieb sowie die Straffung der Händler-Servicenetze schieben den Konsolidierungsprozess weiter voran. Dennoch ist die TRI AG Automobile mit Ihren 7 Standorten und eigenem Onlinevertrieb hier gut aufgestellt, denn am Händler vor Ort führt kein Weg vorbei. Steigende Kosten und Fachkräftemangel Eine besondere Herausforderung stellen die allgemein höheren Gemeinkosten, z.B. Energiekosten oder höhere Löhne (um Mitarbeiter wegen des Fachkräftemangels an das Unternehmen zu binden) oder steigende Zinsen dar. Parallel muss an der Kostenschraube gedreht werden, um weiterhin die Rendite zu stärken. Im Bereich des Fachkräftemangels setzt die TRI AG Automobile auf eigenen Nachwuchs und profitiert von einer geringen Personalfluktuation aufgrund von vielen zusätzlichen Benefits für die Mitarbeiter, wie stetige vom Unternehmen bezahlte Fortbildungsmaßnahmen für alle Unternehmensbereiche, aber auch sonstige freiwillige Sozialleistungen wie Kindergartenbeiträge, Fahrradleasing oder Fitness Abos im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung. Herausforderung Preisniveau & Premiumstrategien Die Lieferengpässe sowie die Premiumstrategien einiger Hersteller, darunter auch Renault, verbunden mit der Reduzierung günstiger Modelle, haben die Autopreise in 2023 zu neuen Höhen aufschwingen lassen. Es ist zu erwarten, dass sich mittlerweile viele PKW-Halter sorgen, sich das Fahrzeug bald nicht mehr leisten zu können. Dies, zusätzlich zu einer hohen Inflation, und hoher Fahrzeug- und Kraftstoffpreise, führt laut dem neuen DAT Report 2023 (Konsumentenbefragung) zu Zurückhaltung bei den PKW-Haltern. Gleichzeitig sagen 90% der befragten PKW-Halter, dass das eigene Auto unverzichtbar für sie sei, weil es für sie Unabhängigkeit und Freiheit garantiert. Die Beziehung der PKW-Halter zum Auto ist jedoch auch von Ängsten, Unsicherheiten und umwelt- sowie verkehrspolitischen Gedanken geprägt. Aufgrund aktueller Entwicklungen wie hoher Kosten (Kraftstoffpreise, PKW-Unterhaltskosten, hohe Zinsen etc.) gaben knapp die Hälfte (46%) aller PKW-Halter an, Angst zu haben, sich bald kein Auto mehr leisten zu können. Kündigungswelle der Händlerverträge durch die Hersteller Bereits 2021 begannen einige Hersteller, ihre bestehenden Verträge mit dem Händlernetz flächendeckend zu kündigen, darunter Stellantis, Toyota, Ford, Volvo Jaguar Land Rover, Kia. Im Herbst 2022 zogen die Hersteller Renault und Dacia nach und kündigten die Händlerverträge bundesweit zum 31.10.2024. Aktuell befindet sich die TRI AG Automobile in sehr konstruktiven Verhandlungen mit Renault und Dacia über eine Aufhebungsvereinbarung. Die TRI AG Automobile hat sich an den Standorten Kippenheim und Bühl mit der Marke Opel neu ausgerichtet. Außerdem wurden an den Standorten Birkenfeld, Baden-Baden, Bühl und Kippenheim Primärnetzwerkstattverträge für beide Marken Renault und Dacia abgeschlossen. Damit konnte der personal- und investitionsintensive, aber auch profitabelste Geschäftsbereich vertraglich gesichert werden. Bezüglich des Standortes Birkenfeld befindet sich die TRI AG Automobile aktuell noch in Verhandlungen über einen neuen Renault- und Dacia Vertriebsvertrag sowie in Baden-Baden über einen Dacia-Vertriebsvertrag. Die restlichen Standorte scheiden als Renault- und Dacia-Vertragshändler aus. Es werden jedoch auch Gespräche mit anderen Automobilherstellern geführt. Ohne Vertriebsverträge besteht insbesondere kein direkter Zugriff mehr auf Neufahrzeuge und damit verbundene Marketingleistungen, Boni etc.. Kurzfristig kann das zu einem deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse aus Neufahrzeugverkäufen führen, was mittelfristig zu weniger Gebrauchtwagenverkäufen sowie Serviceumsätzen führen kann. Darüber hinaus erfordert der Umstieg auf Opel an den Standorten Bühl und Kippenheim sowie die Konzentration auf z.B. Dacia oder andere Marken am Standort Baden-Baden Investitionen in die Corporate Identity sowie die notwendige technische Ausstattung. Neben den Chancen, die die Investition in neue Marken bieten kann, stellt das Vorgenannte insofern ein Risiko dar, das die Entwicklung der Gesellschaft wesentlich beeinträchtigen kann. An den Standorten Kippenheim und Sinzheim wird die TRI AG Automobile weiterhin Vertragshändler der Marke Hyundai sein. D. PROGNOSEBERICHT Der Autohandel steht auch 2024 vor großen Herausforderungen. Lieferengpässe im Teile- und Zubehörbereich, Fachkräftemangel und schlechte Konjunkturaussichten einerseits, neue Wettbewerber, Transformation des Geschäftsmodelles und Konsolidierungsdruck andererseits. Weitere Herausforderungen stellen sich durch höhere Kosten: Personal- und Sachaufwendungen, aber auch die gestiegenen Zinsaufwendungen. Branche im Krisenmodus: Neuzulassungen, Elektrofahrzeuge und Konkurrenz aus China Der Automobilmarkt zeigt eine leichte Erholung: In den ersten vier Monaten des Jahres 2024 wurden 2,2 Millionen Besitzumschreibungen registriert, ein Anstieg um 12 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch die Neuzulassungen stiegen um 8 % auf rund 938.000 Einheiten. Gewerbliche Zulassungen dominieren weiterhin den Neuwagenmarkt mit einem Anteil von zwei Dritteln. Die Branchenzahlen Januar 2024 gaben ein trügerisches Bild ab. Plus 19,1 % mehr neue Pkw im Vergleich zu 2023 relativieren sich sehr schnell, weil der Januar vor einem Jahr ein besonders niedriges Niveau hatte. Das gilt explizit auch für die batterieelektrischen Fahrzeuge (plus 23,9 %). Der Vergleichswert vor einem Jahr war beeinflusst vom ab 1. Januar 2023 reduzierten Umweltbonus. Viele Zulassungen waren daher auf November und Dezember 2022 vorgezogen worden. Der durchschnittliche Neupreis eines batterieelektrischen PKW lag laut DAT im vergangenen Jahr bei 50.060 Euro. Kunden fragen jedoch vermehrt E-Fahrzeuge in der Kompaktklasse bis 30.000 Euro an. Wir brauchen aber so schnell wie möglich bezahlbare Elektrofahrzeuge in allen Segmenten. Gründe für die Kaufzurückhaltung der Kundinnen und Kunden sind laut dem aktuellen DAT-Report begrenzte Reichweite, hohe Anschaffungskosten, unausgereifte Infrastruktur, lange Ladezeiten und der Unsicherheitsfaktor Batterie, bezogen auf Haltbarkeit und Gesundheitszustand. Die wirtschaftliche Lage, gestiegene Kosten für Finanzierung und Leasing und die allgemeine Verteuerung bei Neuwagen lassen die Kauflaune sinken. Die alleinige Fokussierung der Politik auf Elektromobilität gepaart mit dem noch fehlenden Vertrauen in die Technologie sorgt für Unsicherheit. 80% aller PKW-Halter warten daher die Entwicklung der E-Mobilität ab und fahren ihr Auto länger. Viele Interessenten zögern derzeit eine Kaufentscheidung wegen gestiegener oder neuer finanzieller Belastungen hinaus und stellen größere Investitionen zurück. Viele Hersteller haben bezahlbare Kleinst- und Kleinwagen teilweise aus ihrem Portfolio gestrichen, so dass diese Kunden eher noch abwarten und ihr altes Fahrzeug weiterfahren. Chinesische Anbieter wie BAIC, BYD, GAC, Li Auto oder DMSK drängen auf den deutschen Markt. Sie bieten mittlerweile gute Qualität und sind verhältnismäßig günstig zu haben. Da viele der etablierten Hersteller- und Importmarken aus den günstigen Preissegmenten aussteigen, erleichtert dies den Marktzutritt für die chinesische Konkurrenz. Lage bei den Herstellern Renault und Dacia Im ersten Quartal 2024 kommen die Franzosen in Deutschland laut KBA nur noch auf 1,4 % Marktanteil im Vergleich zum bereits schwachen Jahr 2023 mit 2,6 %. Im Gesamtjahr 2023 ging der PKW Absatz um 14,5 Prozent zurück, die Schwesternmarke Dacia verkauft mittlerweile mehr Fahrzeuge. 2024 soll der Fokus bei Renault wieder auf Volumen gehen. Gelingen soll das mit zahlreichen Modellneuheiten. Dazu gehören der Elektro-SUV Scenic, der SUV-Coupe Rafale, ein neuer Master, der Facelift des Captur und der Retrostromer R5, der im Herbst 2024 auf die Straßen rollt. Er soll als Nachfolger des Zoe dienen, dessen Produktion bereits ausgelaufen ist. Im vergangenen Jahr hat der Handel aufgrund von in 2022 bestellter Fahrzeuge und hoher Fahrzeugpreise noch gutes Geld verdient. Doch nun ist die Nachfrage noch schwächer geworden und die Preise am Markt fallen. Dacia setzte 2023 neue Maßstäbe: Absatzzahlen und Marktanteil waren auf Rekordniveau und Dacia konnte in Deutschland beeindruckende Erfolge verbuchen. Mit insgesamt 68.585 Neuzulassungen steigerte die rumänische Renault-Tochter ihre Verkäufe um beeindruckende 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dacia erreichte einen historischen Marktanteil von 2,4 Prozent in Deutschland. Da bei Dacia das Preis-Leistungsverhältnis im Vordergrund steht, wird Dacia so lange wie möglich Modelle mit Verbrennungsmotoren anbieten. Im B-Segment wird 2024 die neue Generation des Erfolgsmodells Dacia Duster vorgestellt, 2025 kommt mit dem Bigster der erste SUV der Marke im C-Segment auf den Markt. Hyundai Die Hyundai Motor Deutschland GmbH hat das Jahr 2023 auf dem deutschen Markt mit 106.381 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 3,7 % abgeschlossen. Gegenüber dem Vorjahr verzeichnete das Unternehmen ein leichtes Umsatzplus von 1,2 Prozent und festigte seinen Rang als stärkste Importmarke aus Asien. Zudem ist Hyundai die drittstärkste Importmarke hinter zwei Wettbewerbern aus dem VW-Konzern. Auswirkung auf die TRI AG Automobile Der Geschäftsverlauf 2024 der TRI AG Automobile ist von den vorgenannten Entwicklungen maßgeblich abhängig. Die Vertragsverhandlungen mit Dacia und Renault für die Standorte Baden-Baden und Birkenfeld sind fast abgeschlossen. Die Neustrukturierung der Händlernetze bietet sowohl Herstellern als auch den Händlern Chancen sich neu auszurichten. Die TRI AG Automobile hat die Möglichkeit bereits genutzt und vertreibt an den Standorten Bühl und Kippenheim seit Juni 2023 die Marke Opel. Zudem ergibt sich für den Händler nach einer Vertragskündigung durch den Hersteller ein Anspruch auf finanziellen Ausgleich auf Basis des §89b HGB. Das Jahr 2024 ist bezüglich der Generierung von neuen Kaufverträgen im Privatkundenbereich sehr zurückhaltend gestartet. Die Auslieferungen in den ersten drei Monaten bestanden hauptsächlich aus Bestellungen des Vorjahres. Dennoch rechnen wir ab Herbst aufgrund der neu abgeschlossenen Vertriebsverträge mit Renault bzw. Dacia, den angekündigten neuen Modellen sowie zunehmenden Vertriebsprogrammen der Hersteller mit wieder steigenden Umsatz- und Absatzzahlen. Vor diesem Hintergrund rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit einem gleichbleibenden Umsatz pro Mitarbeiter und einer leicht höheren Umsatzrendite als im Vorjahr. Für die Kundenzufriedenheit erwarten wir eine konstante Entwicklung.
Birkenfeld, den 26. Juni 2024 Ralf Anthonj, Vorstand Petra Bäzner, Vorstand Michael Hummel, Vorstand Susanna Voncina, Vorstand BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist nach den in § 267 Abs. 3 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als große Kapitalgesellschaft einzustufen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde aufgestellt gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des AktG und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung. 1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 1. Auf die einzelnen Posten angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Immaterielle Vermögensgegenstände Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern betragen zwischen 3 und 5 Jahren. Sachanlagen Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Vorführwagen werden linear mit einer geschätzten Nutzungsdauer von sechs Jahren abgeschrieben. Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungspreis bis zu € 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Finanzanlagen Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten Vorräte Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Zur verlustfreien Bewertung wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Bei den Neu- und Gebrauchtwagen erfolgte die Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Wertes retrograd ausgehend vom Verkaufspreis in 2024 bzw. anhand der Indicata-Bewertung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert bzw. unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Rückstellungen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Marktzinssatz gemäß § 253 Abs. 2 S.1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 2. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. III. Angaben zur Bilanz Brutto-Anlagenspiegel Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Angabe zu den Restlaufzeitvermerken
Aktive latente Steuern Von dem Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern nach § 274 Abs. 1 HGB wird Gebrauch gemacht. Die latenten Steuern ergeben sich aus abweichenden Bilanzansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Anlagevermögen, in den Vorräten, Pensionsrückstellungen sowie Sonstigen Rückstellungen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz in Höhe von 28,3 %. Eigenkapital Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag € 1.675.670,00 eingeteilt in 335.134 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von € 5,00 je Aktie. Die gesetzliche Rücklage erreicht zusammen mit der Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB die geforderte gesetzliche Rücklage nach § 150 AktG in Höhe von 10 % von € 1.675.670,00. Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde in den Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von € 2.146.009,68 einbezogen. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt insgesamt € 47.400,00 und ergibt sich aus der Aktivierung von latenten Steuern. Zusätzlich ist der Unterschiedsbetrag aus den unterschiedlichen Abzinsungsätzen der Pensionsrückstellung (€ 458) gemäß §253 Abs. 6 S. 2 HGB für die Ausschüttung gesperrt. Insgesamt sind somit € 47.858 für die Ausschüttung gesperrt. Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit Methode) sowie, sofern leistungskongruentes Deckungsvermögen besteht, das Aktivprimat nach IDW RH FAB 1.021 angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,83%) ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,74%) Unterschiedsbeträge in Höhe von € 458 (Vorjahr: € 4.210). Diese Unterschiedsbeträge sind für die Ausschüttung gesperrt. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Entsprechend § 246 Abs. 3 HGB wurden die Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit den verrechnungsfähigen Vermögenswerten sowie die dazugehörigen Aufwendungen mit den Erträge saldiert:
Erläuterungen zu den sonstigen Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Rückstellungen für Rechtsrisiken und Prozesskosten, für Urlaub, für Garantieverpflichtungen, sowie für Aufbewahrungspflichten. Angabe zu den Restlaufzeiten/Verbindlichkeitenspiegel
Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre bestehen nicht. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind T€ 21.400,4 durch Sicherungsübereignungen der finanzierten Fahrzeuge und Einrichtungsgegenstände sowie durch Globalzession von Kundenforderungen besichert. Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind T€ 420,5 nachrangig i.S.d. § 39 Abs. 1 bis 5 InsO. Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte
Der Nutzung der Grundstücke, Außenanlagen und Gebäude für den Betrieb der Autohäuser und Werkstätten an den einzelnen Standorten liegen Pachtverträge zu Grunde. Die Pachtverträge haben Restlaufzeiten zwischen 1 und 6 Jahren. Diese Gestaltung verringert die Kapitalbindung im Unternehmen. Es besteht das grundsätzliche Risiko, die Pachtgegenstände aufgrund ausbleibender Aufträge nicht mehr im ursprünglichen Umfang nutzen zu können. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Daneben bestehen in Höhe von T€ 10.743 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Rücknahmeverpflichtungen aus Leasingverträgen. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse
Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Im Geschäftsjahr sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung aus der Ausbuchung verjährter Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 177 enthalten. Erläuterung der periodenfremden Erträge und Aufwendungen Im Geschäftsjahr sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 211 enthalten, wovon T€ 177 auf die Ausbuchung verjährter Verbindlichkeiten entfallen. Weiterhin enthalten die Materialaufwendungen periodenfremden Aufwand aus der Stornierung eines Herstellerbonus in Höhe von T€ 120. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind periodenfremde Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 53 enthalten, die aus der Schlussabrechnung von Leasingfahrzeugen resultieren. V. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
Daneben wurden 12 Auszubildende beschäftigt. Namen der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:
Die für das Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge des Geschäftsführungsorgans betragen T€ 491,9. Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
Die Aufsichtsratstätigkeiten wurden mit € 11.100 vergütet. Für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und deren Hinterbliebene wurden Ruhegeldbezüge von € 27.257,88 ausbezahlt. Die entsprechenden Pensionsverpflichtungen betragen zum 31. Dezember 2023 T€ 174,4. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt T€ 37,9 und gliedert sich wie folgt:
Vorschlag zur ErgebnisverwendungDer Vorstand und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt € 22.605,0. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von € 2.146.009,68 sowie abzüglich der Einstellung in die satzungsmäßigen Gewinnrücklagen i. H. v. 1/5 des Jahresüberschusses (€ 4.521,00) ergibt sich ein Bilanzgewinn von € 2.164.093,68. Auf neue Rechnung sollen € 2.164.093,68 vorgetragen werden.
Birkenfeld, 26. Juni 2024 Ralf Anthonj, Vorstand Petra Bäzner, Vorstand Michael Hummel, Vorstand Susanna Voncina, Vorstand
Bericht des AufsichtsratsTRI AG AutomobileHauptversammlung 2024 - Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2023Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung des Vorstands überwacht und sich ausführlich über die Entwicklungen des Unternehmens und alle wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Im Berichtszeitraum haben am 21.03.2023, am 13.06.2023 und am 14.11.2023, jeweils in Präsenz, insgesamt 3 Aufsichtsratssitzungen zusammen mit dem Vorstand stattgefunden, in deren Verlauf der Aufsichtsrat an Hand der Berichte und Vorlagen des Vorstands über den Geschäftsverlauf, die Planungen und Zielsetzungen der Gesellschaft umfassend unterrichtet wurde und sich mit dem Vorstand beraten hat. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss mit Gewinn- und Verlustrechnung und der Lagebericht für das Jahr Geschäftsjahr 2023 wurde gemäß den Beschlüssen der Hauptversammlungen vom 13.06.2023 und 12.03.2024 durch die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft dhmp Next GmbH & Co. KG geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Auf Grund einer Umfirmierung der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft dhmp GmbH & Co. KG in Wirtschaftsprfungs- und Steuerberatungsgesellschaft dhmp Next GmbH & Co. KG war ein ergänzender Beschluss der Hauptversammlung, die am 12.03.2024 durchgeführt wurde, notwendig. Der Aufsichtsrat erhebt keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und billigt nach eigener Prüfung das Ergebnis der Abschlussprüfung, sowie den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss mit Gewinn- und Verlustrechnung, wie auch den Lagebericht. Der Jahresabschluss 2023 ist damit nach § 172 Aktiengesetz festgestellt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der TRI AG Automobile für ihren tatkräftigen Einsatz und die erfolgreiche Arbeit.
Bühl, den 26.06.2024 Dirk Becher, Aufsichtsratsvorsitzender sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 26.06.2024 festgestellt. ErgebnisverwendungsbeschlussDer Jahresüberschuss beträgt EUR 22.605,00. Einschließlich des zu berücksichtigen Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 2.146.009,68 sowie abzüglich der Einstellung in die satzungsgemäßen Gewinnrücklagen in Höhe von 1/5 des Jahresüberschusses (EUR 4.521,00) ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.164.093,68. Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.164.093,68 wird auf neue Rechnung vorgetragen. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TRI AG Automobile Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TRI AG Automobile - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TRI AG Automobile für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Pforzheim, 26. Juni 2024 dhmp
NEXT GmbH & Co. KG
Roland Sprinz, Wirtschaftsprüfer René Asprion, Wirtschaftsprüfer |
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