Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 24926 HB
Vorher
CTL Car Transport Logistics GmbH
Eingetragen
7.3.2007
Branche
Vermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungVermietung von SchienenfahrzeugenBetrieb von Verkehrswegen für Schienenfahrzeuge
Gegenstand
Die Planung, die Vermittlung und die Durchführung von Transport- und Speditionsleistungen für Güter aller Art, insbesondere auf dem Gebiet der schienengebundenen Automobilbeförderung innerhalb Europas sowie alle damit zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sven Wellbrock
seit 23.12.2025
Geschäftsführer
Oliver Fabian
seit 2.5.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

50.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
50.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Gerald Binz
Mainz
500.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BLG AutoRail GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

der BLG AutoRail GmbH, Bremen

Geschäft und Rahmenbedingungen

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Entwicklung der Automobilkonjunktur und der Gesamtwirtschaft

Die Pkw-Absatzzahlen für Neufahrzeuge in Deutschland haben im Jahr 2023 (Betrachtungszeitraum von Januar bis Dezember 2023) ein Volumen von 2,84 Mio. Einheiten (Vorjahr: 2,65 Mio.) erreicht. Im Jahresvergleich hat sich das Volumen um 7,3 Prozent erhöht.

(Quelle:https://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Fahrzeugzulassungen/2024/pm01_2024_n_12_23_pm_komplett.
html, Stand vom 04.01.2024, abgerufen am 22.01.2024;

https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeuge/Neuzulassungen/neuzulassungen_ node.html, Stand vom 07.02.2023, abgerufen am 22.01.2024).

Der Anteil von benzin- und dieselbetriebenen Pkw an den Neuzulassungen in Deutschland ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Zuwächse wurden vor allem bei den benzinbetriebenen Pkw (978.660 Pkw/+13,3%) verzeichnet. Dieselbetriebene Pkw erreichten ein Wachstum von 3 % auf 486.581 Pkw gegenüber dem Vorjahr. Neuzulassungen von Pkw mit Mild-Hybrid-System wurden in den Kennzahlen nicht berücksichtigt. Eine Erweiterung der Kennzahl "Neuzulassung von benzin- und dieselbetriebenen Pkw, um benzin- und dieselbetriebene Pkw mit Mild-Hybrid-Antrieben", durch die ein rein elektrisches fahren nicht möglich ist, zeigt ein noch deutlicheres Wachstum gegenüber dem Vorjahr (2.129.816 Pkw/+18,3 %).

Das Absatzwachstum bei Elektroautos hat sich in Deutschland im Jahr 2023 verlangsamt. Es wurden insgesamt 524.219 Elektroautos im abgelaufenen Jahr neu in Deutschland zugelassen, was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung um 11,4 % entspricht.

Neuzulassungen von Pkw mit Plug-in-Hybrid-Antrieben im Jahr 2023 sind im Vergleich zum Vorjahr stark eingebrochen (-186.369 Pkw/-51,5%). Das Auslaufen der Förderung wird als maßgeblicher Grund angeführt. Das Wachstum der Neuzulassungen von Elektro-Pkw im Vergleich zum Vorjahr (53.660/+11,4 %) konnte den Rückgang der Neuzulassungen bei Pkw mit Plug-in-Hybrid-Antrieben nicht kompensieren.

https://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Fahrzeugzulassungen/2024/pm01_2024_n_12_23_pm_komplett.html,
Stand vom 04.01.2024, abgerufen am 22.01.2024)

https://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Fahrzeugzulassungen/2023/pm01 2023 n 12 22 pm komplett.html,
Stand vom 04.01.2023, abgerufen am 22.01.2024).

https://www.kba.de/DE/Statistik/Produktkatalog/produkte/Fahrzeuge/fz28/fz28_gentab.html;
jsessionid=29A372561F04EF075922B80323D47209.live11314?nn=3547466, Stand vom 04.01.2023, abgerufen am 22.01.2024).

https://view.officeapps.live.com/op/view.aspx?src=https%3A%2F%2Fwww.kba.de
%2FSharedDocs%2FDownloads%2FDE%2F Statistik%
2FFahrzeuge%2FFZ28%2Ffz28_2023_12.xlsx%3F __ blob%3DpublicationFile%26v%3D4&wdOrigin=
BROWSELINK, Stand vom 04.01.2023, abgerufen am 22.01.2024).

Der europäische Automarkt verzeichnete vergangenes Jahr ein deutliches Wachstum verglichen mit dem Vorjahr. Im Jahr 2023 wurden in der Europäischen Union insgesamt rund 10,5 Mio. Pkw neu zugelassen. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es rund 9,3 Mio. Pkw. Das entspricht einer Absatzsteigerung von 12,9 Prozent.

(Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/260825/umfrage/monatliche-pkw-neuzulassungen-in-den-laendern-europas /,Stand vom 18.01.2024, abgerufen am 22.01.2024).

Die Aussicht für das Jahr 2024 ist im Hinblick auf die Elektromobilität getrübt. Der Hochlauf der Elektromobilität stockt. Der Anteil der reinen Elektroautos am gesamten deutschen Fahrzeugbestand ist weiterhin niedrig - dieser liegt aktuell bei zwei Prozent.

Neben der Zurückhaltung der Kunden angesichts hoher Autopreise und mangelnder Lademöglichkeiten erschwert das plötzliche Aus der E-Auto-Subvention zusätzlich die Lage. Es wird erwartet, dass der Wegfall der Förderung zu einem deutlich sinkenden Kaufinteresse und zu insgesamt sinkenden Absatzzahlen bei Elektroautos im Jahr 2024 führen wird.

(Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/autos-zulassungszahlen-100.html "Constantin Gall, Autoexperte der Unternehmensberatung EY, Stand vom 16.01.2024, abgerufen am 22.01.2024).

2023 2022 2021
PKW-Neuzulassungen nach Antriebsarten
Benzin 34,6% 32,6% 20,0%
Diesel 17,1% 17,8% 37,1%
Hybrid 29,5% 31,2% 28,8%
Elektro 18,4% 17,7% 13,6%
Andere 0,5% 0,7% 0,5%

(Quelle: 2021:

https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeuge/Neuzulassungen/MonatlicheNeuzulassungen/2021/202112_Glmonatlich/
202112_nz barometer/202112_n_barometer.
htmlnn=3504038&monthFilter=12_Dezember&fromStatistic=3504038&yearFilter=2021&fromStatistic=3536106&
yearFilter=2021&monthFilter=12_Dezember

2022:

Kraftfahrtbundesamt

https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeuge/Neuzulassungen/MonatlicheNeuzulassungen/2022/202212 Glmonatlich/202212 nz barometer/202212 n barometer.html?
nn=3504038&monthFilter=12_Dezember&fromStatistic=3504038&yearFilter=2022&
from Statistic=3889316&yearFilter=2022&monthFilter=12 Dezember

2023:

https://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Fahrzeugzulassungen/2024/pm01_2024_n_12_23_pm_komplett.
html, Stand vom 04.01.2024, abgerufen am 22.01.2024).

Gesellschaft

Unternehmen

Die BLG AutoRail ist ein Logistikanbieter im schienengebundenen europäischen Fahrzeugtransport. Das Kerngeschäft bilden dabei Fahrzeugtransporte von - in Osteuropa ansässigen - Automobilherstellern in die westdeutschen Seehäfen. Mit dem Leitsatz "Zug um Zug Qualität" manifestiert die BLG AutoRail ihren Anspruch, die hohen Erwartungen der Kunden nach wegweisenden logistischen Transportabläufen zu erfüllen und rückt dabei die Nachhaltigkeit der Schienentransporte in den Mittelpunkt. Dieser Leitsatz wurde für die Kunden in einer Erweiterung der Transportrelationen verfolgbar, die es der BLG AutoRail auch im Jahr 2023 mit einer Waggonflotte von 1.463 Autotransportwagen (Vorjahr: 1.463) zum Jahresende ermöglichte, die Position auf dem Markt der schienengebundenen Fahrzeugtransporte zu festigen.

Transportierte Pkw nach Abgangsland

2023 2022 2021 2020 2019
Transportierte Pkw nach Abgangsland
Slowakische Republik 252.318 270.207 287.976 291.180 374.448
Tschechische Republik 182.418 183.084 157.304 174.456 211.240
Deutschland 44.445 17.704 16.652 26.170 38.665
Polen 49.462 29.459 25.884 30.897 33.944
Ungarn 228 0 0 456 2.178
Slowenien 14.992 8.220 12.552 vorher übrige Länder
Belgien 78.928 71.940 79.092 vorher übrige Länder
übrige Länder 8.904 261 297 77.340 67.689
Summe 631.695 580.875 579.757 600.499 728.164

Unternehmensstruktur

Der Sitz der BLG AutoRail befindet sich in Bremen, die Betriebsstätte in Mainz-Kastel. Dort ist der Vertrieb, die Produktion/Disposition, die Leitung Technik und die komplette Administration ansässig. Die unternehmensinterne Struktur zeigt folgendes Bild auf:

Unternehmensstrategie

Das Management der BLG AutoRail hat es sich zum Ziel gesetzt, das Unternehmen unter den europaweit erfolgreichsten Logistikanbietern für schienengebundenen Fahrzeugtransport zu etablieren. Auch im Geschäftsjahr 2023 wurde der Maßnahmenkatalog überprüft. Alle Aktivitäten im Rahmen dieser jährlichen Planung richten sich entlang vier strategischer Zieldimensionen:

Volumen 2024

Für das Jahr 2024 plant die BLG AutoRail 665.867 Fahrzeuge zu transportieren. Zur Umsetzung dieses (unter den aktuellen Rahmenbedingungen) ehrgeizigen Zieles hat das Unternehmen im Jahr 2023 seine langfristig angelegte Transportstrategie fortgesetzt und 631.695 (Plan 2023: 735.450) Fahrzeuge transportiert.

Unterstützung erfährt die BLG AutoRail durch die 2011 gegründete 100%ige Tochtergesellschaft, der BLG RailTec GmbH, Uebigau-Wahrenbrück. Als Waggonservice- & Logistikzentrum führt die BLG RailTec erfolgreich Instandhaltungsmaßnahmen und große Revisionen an den Autotransportwagen der BLG AutoRail sowie an denen von Drittkunden durch. Durch die Leistungsübernahme der Zugkonsolidierung, Pufferung, Zugbildung und Traktion agiert die BLG RailTec darüber hinaus als Logistiker, Eisenbahnverkehrsunternehmen und Infrastrukturbetreiber gleichermaßen.

Kundenzufriedenheit und Imageführer in Zuverlässigkeit und Qualität

Im Mittelpunkt aller Aktivitäten steht bei der BLG AutoRail, die hohen Erwartungen der Kunden nach innovativen und nachhaltigen Transportlösungen umfassend zu erfüllen und diese durch Zuverlässigkeit und Qualität längerfristig an die BLG AutoRail zu binden.

Ertragskraft

Das Management der BLG AutoRail ist auch in diesen schwierigen Zeiten (Krieg in der Ukraine, Fehlteile in der Produktion, hohe Kostensteigerungen für Energie / Bahn Strom und Gas, 5,9 % Inflation im Jahr 2023) bestrebt, die Ertragskraft des Unternehmens zu halten bzw. zu steigern, um so die notwendigen finanziellen Mittel für neue, zukunftsweisende Investitionen in Autotransportwagen und Logistikkonzepte zu generieren. Neben der Aufgabe, das Geschäftsvolumen durch die Akquise von Neugeschäften zu entwickeln, kommt hierbei der kontinuierlichen Analyse und Verbesserung aller Unternehmensprozesse, insbesondere derjenigen in Frachteinkauf, Disposition und Flottenmanagement, besondere Bedeutung zu.

So tragen Konzepte wie das "Waggonservice- und Logistikzentrum Falkenberg (Elster)" zur Kostenreduktion und gleichzeitiger Erhöhung der Autotransportwagen-Verfügbarkeit bei. Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf ein konsequentes Investitionsmanagement, um die vorhandenen Finanzmittel optimal einzusetzen.

Attraktiver Arbeitgeber

In Bezug auf ihre ambitionierten Ziele ist die BLG AutoRail auch zukünftig auf engagierte und hochqualifizierte Arbeitskräfte angewiesen. Daher ist es ein strategisches Ziel des Unternehmens, die Attraktivität als Arbeitgeber weiter auszubauen. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht hierbei die Schaffung eines Arbeitsumfeldes, in dem sich eine hochmotivierte Mannschaft zielgerichtet weiterentwickeln kann. Zudem bietet das Unternehmen neben der individuellen Gestaltung der Arbeitszeit auch eine leistungsgerechte Entlohnung und gewährt einzelvertraglich eine ergebnisabhängige Erfolgsbeteiligung.

Der Personalbestand in der Betriebsstätte Mainz-Kastel zum Jahresende 2023 betrug 14 Mitarbeitende (Vorjahr: 13) ohne Geschäftsführung.

Unternehmensinterne Steuerungssysteme

Alle Aktivitäten der BLG AutoRail sind im Rahmen eines finanziellen Kennzahlensystems auf die nachhaltige Steigerung des Unternehmenserfolges ausgerichtet. Die interne Steuerung erfolgt hierbei anhand des Ergebnisses vor Steuern (EBT). Daneben werden weitere Steuerungssysteme in Form monatlicher Budget- und Forecast-Rechnungen, Liquiditätsplanungen und ergänzender Transport- und Finanzstatistiken eingesetzt und ausgebaut. Die Leitungsebene des Berichtsunternehmens analysiert regelmäßig monatlich gemeinsam die Unternehmensentwicklung und stimmt notwendige Entscheidungen ab.

Ertragslage

Die BLG AutoRail erreichte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 128.126 (Vorjahr: TEUR 93.258) und verzeichnete damit eine Steigerung von 37,4 % gegenüber dem Vorjahr. Die Steigerung ist im Wesentlichen auf Preisanpassungen infolge stark gestiegener Traktionskosten und des gestiegenen Transportaufkommens (+8,7%) zurückzuführen.

Mit steigenden Energie-, Personal- und Transaktionskosten, sowie darauffolgender Inflation, waren die Kriegs-Auswirkungen in Europa erheblich. Besonders die Energie-Teuerung für Bahnstrom belasteten die BLG AutoRail. In Europa wurden in Folge zusätzlich Instandhaltungsmaterialien aus der Ukraine für die Waggonflotte knapp, die bisherigen Auswirkungen der Corona-Pandemie durch hohe Krankenstände in Europa und Ausgangssperren/Fabrikschließungen/Hafensperren in China, wirkten sich massiv aus. Daraus resultierend wurde die maritime Logistik erheblich unterbrochen. Auswirkungen waren Produktionsausfälle wegen Fehlteilen bei den Fahrzeug-Herstellern und darauffolgend vorübergehende Werkschließungen.

Behinderungen in den Verkehren der BLG AutoRail bestanden auch 2023 durch Baustellen im europäischen Eisenbahnnetz. Kostenintensive Umgehungsverkehre über längere alternative Eisenbahnstrecken (Trassen) liefen weitestgehend stabil.

Insgesamt konnte somit der für das Jahr 2023 prognostizierte Umsatz nicht erreicht werden. Baustellen werden die BLG AutoRail-Verkehre auch in den nächsten Jahren immer wieder beeinflussen.

Die Transportgeschäfte für Automobilhersteller in der Slowakischen und Tschechischen Republik zu unterschiedlichen Zielorten (davon fünf Seehäfen) trugen zur Ertragslage bei.

Die Produktion in Wrzesnia sorgte auch 2023 für eine wesentliche Beschäftigung der 200 flachen Autotransportwagen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen bei TEUR 856 (Vorjahr: TEUR 380). Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen im Wesentlichen Positionen aus abgerechneten Schadensfällen, Zugbewachungen und kurzfristigen Stornierungen von gebuchten Traktionsleistungen in Höhe von TEUR 739 (Vorjahr: TEUR 203), sowie die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 177).

Die Materialaufwendungen erhöhten sich im Berichtszeitraum um TEUR 34.814 und betragen insgesamt TEUR 115.911 (Vorjahr TEUR 81.097). Die Erhöhung ist auf ein gestiegenes Transportaufkommen und erheblicher Kostensteigerungen für eingekaufte Traktionsleistungen zurückzuführen. Die Kostensteigerungen liegen vor allem in den Bereichen Energie, Trassenpreis, Personal und Waggon-Instandhaltung begründet.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um TEUR 2.512 auf TEUR 3.315 (Vorjahr: TEUR 5.827) im Vergleich zum Vorjahr. Ursächlich sind deutlich reduzierte Mietaufwendungen durch den Kauf von 351 Autotransportwagen aus bestehenden Leasingverträgen.

Die genannten Effekte haben das EBT 2023 sehr stark beeinflusst. Das EBT 2023 konnte trotz deutlich gestiegenem Materialaufwand gegenüber dem Vorjahr um 85,1 Prozent auf TEUR 2.563 (Vorjahr: TEUR 1.385) gesteigert werden. Enthalten ist hier die Gewinnabführung der Tochtergesellschaft BLG RailTec in Höhe von TEUR 1.354 (Vorjahr: TEUR 1.187).

Der Jahresüberschuss ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um 81,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Mit TEUR 1.762 (Vorjahr: TEUR 972) erreichte das Unternehmen unter Berücksichtigung der Gewinnabführung der BLG RailTec, trotz aller negativen wirtschaftlichen Entwicklungen, ein positives Ergebnis.

Insgesamt wird die wirtschaftliche Lage des Unternehmens als angemessen, den wirtschaftlichen Umfeldbedingungen entsprechend, bezeichnet.

Vermögens- und Finanzlage

In der BLG AutoRail befindet sich eine freiwillig gebildete Gewinnrücklage über TEUR , die im Vergleich zum Vorjahr unverändert ist.

Die Finanzanlagen (Anteile an verbundenen Unternehmen) betragen ebenfalls unverändert TEUR 5.550.

Das Anlagevermögen stieg im Bereich der Sachanlagen um TEUR 13.271 auf TEUR 68.206 (Vorjahr TEUR 54.935) aufgrund des Rückkaufs von 351 Autotransportwagen aus dem Sale and Lease-back-Verfahren. Die Autotransportwagen befinden sich im Eigentum der BLG AutoRail und werden entsprechend bilanziert.

Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte hat sich um TEUR 3.301 auf TEUR 15.122 (Vorjahr: TEUR 18.423) zum Bilanzstichtag reduziert. Verbesserungen im Zahlungsverhalten wurden durch gemeinsame Analysen kundenseitiger Rechnungsprüfungs- und Freigabeverfahren mit den betroffenen Kunden im Berichtsjahr erreicht. Zudem unterstützte das Finanzierungsinstrument Factoring bei der Reduzierung des Forderungsbestands.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 1.646 (Vorjahr TEUR 1.101) und bestehen hauptsächlich aus Steuerforderungen.

Die Eigenkapitalquote sank um 0,8 Prozentpunkte auf 14,4 % (Vorjahr: 15,2 %). Die Fremdkapitalquote ist um 0,8 Prozentpunkte auf nunmehr 85,6 % (Vorjahr 84,8 %) angestiegen. Vor allem der Aufbau von Verbindlichkeiten gegenüber Leasingunternehmen aus Waggonkäufen (Mietkaufverträge) fällt hier ins Gewicht. Weiterhin wurden in 2023 zwei weitere externe Bankdarlehn zur Waggonfinanzierung aufgenommen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich um TEUR 2.496 auf TEUR 5.415 (Vorjahr: TEUR 7.911) reduziert, dies resultiert aus der Inanspruchnahme des BLG-Cash-Management und im Wesentlichen damit aus kurzfristig überfälligen Forderungen gegenüber Kunden.

Risikobericht

Die BLG AutoRail verfolgt mit ihrer Risikomanagementstrategie das Ziel, die aus geschäftlichen Aktivitäten verbundenen Risiken zu minimieren bzw. nach Möglichkeit zu vermeiden, um potenzielle Schäden vom Unternehmen abzuwenden und eine Bestandsgefährdung auszuschließen.

System des Risikomanagements

Zur aktiven Überwachung und Steuerung der Risiken ist in der BLG AutoRail ein Risikomanagementsystem installiert.

Die Verfahren des Risikomanagements werden in den organisatorischen Bereichen abgebildet. Durch die Integration in die bestehenden Geschäftsprozesse wird einer frühzeitigen Erkennung risikorelevanter Entwicklungen Rechnung getragen. Hierbei sind alle Aufgabengebiete sowie Berichts- und Dokumentationspflichten des Risikomanagements eindeutig definiert und werden fortlaufend auf ihre Aktualität kontrolliert.

Für alle Einzelrisiken werden Eintrittswahrscheinlichkeiten geschätzt. Zudem werden diese hinsichtlich der zu erwartenden Schadenshöhe quantitativ bewertet. Die Geschäftsführung wird regelmäßig über alle wesentlichen Risiken informiert.

Umfeld und Branchenrisiken

Als Spezialanbieter von schienengebundenen Fahrzeugtransporten ist die BLG AutoRail in hohem Maße von der Automobilkonjunktur abhängig. Dies gilt vor allem für die wichtigen Pkw Exporte. Einerseits gestaltet sich die allgemeine konjunkturelle Entwicklung momentan schwierig (Krieg in der Ukraine, Nachwirkungen der Corona-Pandemie, Produktionsausfälle wegen Fehlteilen bei den Fahrzeug-Herstellern, starke Inflation), was sich auch in den Automobilmärkten widerspiegelt. Zudem kann sich eine mögliche Abschwächung der globalen Konjunktur nachteilig auf das Käuferverhalten im automobilen Sektor und somit auf den Fahrzeugtransport auswirken.

Anhaltend hohe Verunsicherungen an den globalen Finanzmärkten stellen neben dem Krieg in Europa, der Entwicklung der Energiekosten, Diskussionen zur Verminderung von Schademissionen, Spannungen im Handelsumfeld mit China sowie Devisenunsicherheiten ein weiteres Risiko dar. Hieraus könnten mögliche Kaufzurückhaltungen resultieren.

Durch den Krieg in der Ukraine, dem Nahostkonflikt und mögliche weitere weltpolitische Unruhen wird es Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und unser Geschäft geben, die aktuell noch nicht beziffert werden können. Insbesondere gestörte Lieferketten hinsichtlich Vorleistungsgütern für die Produktionen unserer Kunden, steigende Energiepreise und ein noch stärker werdender Mangel an Fachkräften können sich negativ auswirken und stellen ein signifikantes Risiko dar.

Zukünftige Änderungen der politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen sowie mögliche weitere Regulierungen im Automobilsektor oder dem Schienenverkehr in Europa sowie ein Fortschreiten von Pandemien und unkalkulierbare Mehrkosten durch Energiekostensteigerungen (Bahnstrom z.B.) stellen Risikofaktoren dar.

Die BLG AutoRail begegnet dem dargestellten Umfeld und Branchenrisiken durch antizipative Maßnahmen sowie kundenindividuelle Logistikkonzepte und berücksichtigt bereits in der Planung potenziell eintretende negative wie auch positive Entwicklungen.

Durch die Investition in 200 flache Autotransportwagen im Geschäftsjahr 2017 wurden der BLG AutoRail zusätzliche neue Geschäfte eröffnet.

Chancen und Risiken aus betrieblicher Tätigkeit

Aus der betrieblichen Tätigkeit ergeben sich Risiken, die eine wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens- und Ertragslage der BLG AutoRail haben könnten. Hier sind beispielhaft anzuführen die Eisenbahn-Baustellen im Elbtal, stark ansteigende Herstellungskosten bei den beauftragten Eisenbahnverkehrsunternehmen (Personal, Trassen, Energie) und die Bevorzugung von Energie-Eisenbahntransporten vor anderen Gütern.

Um die Energieversorgung zu sichern, sollen Energietransporte vorübergehend Vorrang auf der Schiene haben. Dies wurde in einer Rechtsverordnung der Bundesregierung festgelegt, die das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) zusammen mit dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) erarbeitet hat. Ziel ist es, den Betrieb von Kraftwerken, Raffinerien und Stromnetzen sicherzustellen. Die DB Netz AG wird zusätzlich kurzfristig die Nutzungsbedingungen des Schienennetzes anpassen, um Mineralöl- und Kohletransporte auf der Ebene der Disposition, also bei der betrieblichen Abwicklung der Züge, zu priorisieren. Hintergrund für die Verordnung ist die durch den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine verursachte Energiekrise. Dadurch haben sich grundlegende Veränderungen im deutschen Energiesystem ergeben. So arbeitet Deutschland daran, unabhängig von russischen Energieträgern (Kohle, Gas und Öl) zu werden und die Lieferungen zu diversifizieren. Entsprechend wurden und werden Lieferketten und -wege umgestellt.

Die enge Verzahnung zwischen der BLG AutoRail und vergleichsweise wenigen Kunden in der Automobilindustrie birgt neben wirtschaftlichen Chancen auch eine zunehmend gegenseitige Abhängigkeit. Den hieraus erwachsenden Risiken wirkt die BLG AutoRail mit entsprechenden Maßnahmen in der Angebots- und Kapazitätsplanung entgegen. Mögliche betriebliche bzw. wirtschaftliche Risiken können sich aus pandemischen Gründen, steigenden Trassenkosten, Streckeneinschränkungen aufgrund Baustellen oder Kapazitätsengpässen sowie Lokführerstreiks ergeben. Derartige Risiken werden erwartet. Von besonderer Bedeutung werden zukünftige Preisverhandlungen sowie Auftragsvergaben der Automobilhersteller sein.

Der homogene Autotransportwagen-Bestand sichert der BLG AutoRail eine hohe Kundenzufriedenheit. Der technische Zustand der Autotransportwagen ermöglicht neben der Verfügbarkeit auch kurzfristige Akquisitionen mittels durchgängiger Dispositionsmöglichkeiten.

Das Ausfallrisiko von Forderungen wird aufgrund der Kundenstruktur als gering eingeschätzt. Überfällige Posten werden wöchentlich beim Kunden angemahnt. Zudem wird die Geschäftsführung wöchentlich über den genauen Stand der Forderungen und deren Fälligkeit informiert.

Gesamteinschätzung der Risikosituation

Die Gesellschaft ist auch im Jahr 2023 durch deutlich über dem Vorkriegsniveau liegenden Energiepreisen und der anhaltenden Baustellensituation im europäischen Schienennetz Einflüssen auf ihre Prozesse ausgesetzt. Der anhaltende Lokführermangel und das dadurch eingeschränkte Angebot an Traktionsleistungen können weiterhin zu Anspannungen führen. Materialengpässe, bedingt durch den Nahostkonflikt und seine Ausdehnung auf den Suez-Kanal (Angriffe auf die Schifffahrt durch den Jemen, Huthi-Rebellen), verlangsamen die PKW-Produktion in Europa und erschweren die Umsetzung der geplanten Transportlogistik.

Durch die zuvor beschriebenen Risiken kann eine Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für die BLG AutoRail entstehen. Unter Berücksichtigung sämtlicher bekannter Tatsachen und Umstände liegen derzeit keine Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens in einem überschaubaren Zeitrahmen gefährden können.

Erwartete Entwicklung

Nicht nur durch den Krieg in der Ukraine kann es dazu kommen, dass die Produktionen unserer Kunden weiterhin gestört werden. Wahrscheinlich werden die Energiepreise in Folge des Krieges noch über das ohnehin schon hohe Niveau ansteigen können. Aufgrund der verschiedenen Geschäfte und Dienstleistungen, die wir mit unseren Kunden vereinbart haben, können diese Erhöhungen nicht immer vollumfänglich weiterbelastet werden, was in der Folge zu einer weiteren Ergebnisbelastung führt. Es ist nicht auszuschließen, dass sich PKW-Volumina insgesamt reduzieren. Eine Bezifferung dieser Auswirkung ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich. In den nächsten Jahren wird erwartet, dass die PKW-Exporte aus Europa zurückgehen und die PKW-Importe aus dem asiatischen Raum zunehmen. Dies wird Auswirkungen auf das Betriebsbild der BLG AutoRail haben.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die BLG AutoRail, bei Erreichung der geplanten Vertriebspotenziale und unter Berücksichtigung der Unsicherheit durch den Krieg, dennoch steigende Umsatzerlöse (Plan 2024: 140,5 Mio Euro). Wegen weiterwachsender Kostenbestandteile, insbesondere im Bereich des Einkaufs von Traktionsleistungen, Energie (Bahnstrom) und branchenweiten Ertragseinbußen, wird ein moderates EBT (Plan 2024: 2,9 Mio. EUR) erwartet.

Diese Erwartungen knüpfen sich an stabile Transportaufträge von Automobilherstellern, stabilen Autotransportwagenverkehren sowie einer moderaten Anschlussfinanzierung für Waggonequipment. Für die Folgejahre wird die Nachfrage nach Schienentransporten auf einem stabilen Niveau eingeschätzt.

Factoring:

Im Jahr 2023 führte die BLG AutoRail die Finanzierungsform Factoring ein, die durch den Verkauf offener Forderungen an die BNP Paribas Factor GmbH (BNP) die Liquidität der BLG AutoRail unmittelbar steigern soll.

Durch die Nutzung dieser Finanzierungsform kann die BLG AutoRail Liquiditätsengpässe vermeiden, die entstehen, wenn ihre Kunden bei der Begleichung von Forderungen in Verzug geraten oder Zahlungen bewusst hinauszögern. Hierbei generiert die BLG AutoRail Finanzierungsspielraum, der dem eigentlichen Umsatz entspricht und sofort zur Verfügung steht. Factoring bietet einen direkten Liquiditätszuwachs. In der Konsequenz ermöglicht Factoring, in Wachstumsphasen zu investieren und sich kontinuierlich zu entwickeln.

Die BLG AutoRail wird auch zukünftig in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

 

Bremen, den 28. März 2024

gez. Thomas Bamberg, Geschäftsführer

gez. Oliver Fabian, Prokurist

Amtsgericht Bremen HRB 24926

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.150,00 2.005,00
II. Sachanlagen
1. Umschlaggeräte 68.172.697,00 54.911.403,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.458,00 23.343,00
68.206.155,00 54.934.746,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.550.000,00 5.550.000,00
73.757.305,00 60.486.751,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.121.852,90 18.423.450,39
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.592.486,39 1.744.424,92
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.646.493,73 1.100.755,01
18.360.833,02 21.268.630,32
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 206,73 522,63
18.361.039,75 21.269.152,95
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 21.026,30 58.492,74
92.139.371,05 81.814.396,69

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Andere Gewinnrücklagen 11.000.000,00 11.000.000,00
III. Jahresüberschuss 1.761.812,00 971.929,34
13.261.812,00 12.471.929,34
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 18.421,23 17.465,36
2. Steuerrückstellungen 288.726,39 422.600,55
3. Sonstige Rückstellungen 4.287.981,84 1.296.996,80
4.595.129,46 1.737.062,71
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.778.549,86 8.221.850,06
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 52.850.285,19 51.301.333,88
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.414.634,85 7.911.379,11
4. Sonstige Verbindlichkeiten 238.959,69 170.841,59
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 330,92 (Vorjahr: EUR 330,92)
74.282.429,59 67.605.404,64
92.139.371,05 81.814.396,69

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 128.125.841,87 93.257.941,30
2. Sonstige betriebliche Erträge 856.027,08 380.037,27
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.839,44 -3.056,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -115.907.116,49 -81.094.160,86
-115.910.955,93 -81.097.217,38
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.221.594,49 -1.203.500,58
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -219.113,13 -200.727,01
-1.440.707,62 -1.404.227,59
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -4.787.010,16 -3.715.153,44
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.315.311,25 -5.827.318,15
7. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 1.353.793,52 1.187.124,32
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.871,14 391,88
davon an verbundene Unternehmen: EUR 472,28 (Vorjahr: EUR 391,88)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.332.899,59 -1.396.218,76
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -799.712,06 -411.778,33
11. Ergebnis nach Steuern 1.762.937,00 973.581,12
12. Sonstige Steuern -1.125,00 -1.651,78
13. Jahresüberschuss 1.761.812,00 971.929,34

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der BLG AutoRail GmbH, Bremen, ist gemäß §§ 264 ff. HGB und nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie unter Beachtung der für große Kapitalgesellschaften geltenden Regelungen aufgestellt worden. Das gesetzliche Gliederungsschema der Bilanz wurde um den Posten "Umschlaggeräte" ergänzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke an dieser Stelle gemacht.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt.

Die Nutzungsdauern betragen:

Bilanzposten Nutzungsdauer
Entgeltlich erworbene Software 5 Jahre
Umschlaggeräte 8-25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4-20 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Betrag von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bilanziert. Ausfallrisiken werden, soweit erforderlich, durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Folgebewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei Zahlungsverzug erfolgt konzerneinheitlich nach den folgenden Regelungen:

Die Pauschalwertberichtigungen werden auf Basis der historischen Ausfallquoten der letzten fünf Jahre ermittelt. Die Ermittlung erfolgt dabei nach Zeitbändern der Überfälligkeiten, angepasst um Schätzungen des Managements in Bezug auf die zukünftige Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds.

Der Kassenbestand ist zum Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben, die Aufwendungen der Folgeperioden darstellen.

In den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind die Rückstellungen für das soziale Zukunftskonzept enthalten. Die Bewertung für die Rückstellung des sozialen Zukunftskonzepts erfolgt nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Verwendung der Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Für die Abzinsung wird der pauschale durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre herangezogen, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Der Ansatz der Rückdeckungsversicherungen zu den Rückstellungen des sozialen Zukunftskonzepts erfolgt mit den von den Versicherungsunternehmen mitgeteilten Aktivwerten der Gesamtansprüche. Der Aktivwert entspricht insoweit sowohl den fortgeführten Anschaffungskosten (Einzahlungen zzgl. angesparte Zinsen und Überschussbeteiligungen) als auch dem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag.

Der Ausweis erfolgt gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert mit dem Barwert der Pensionsverpflichtungen unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

In den sonstigen Rückstellungen sind die Verpflichtungen aus Jubiläumszusagen enthalten. Die Verpflichtungen aus Jubiläumszusagen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf der Basis des Anwartschaftsbarwertverfahrens unter Zugrundelegung der Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Die Abzinsung erfolgt pauschal mit dem durchschnittlichen Marktsatz der vergangen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgte auf Basis der folgenden Parameter:

Versicherungsmathematische Parameter Zukunftskonzept Jubiläum
Diskontsatz 1,83% 1,76%
Erwartete Lohn- und Gehaltsentwicklung 0,00% 2,25%
Erwartete Rentenerhöhung 0,00% 0,00%
Erwartete Fluktuationsrate 0,00% 3,00%

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Soweit zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, bestehen, werden die sich daraus ergebenden Steuerbe- bzw. -entlastungen als latente Steuern angesetzt. Dabei werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 28,19% zugrunde gelegt. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über keine körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge.

Ausschlaggebend für die Bewertung der aktiven latenten Steuern ist die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit der Umkehrung der Bewertungsunterschiede und der Nutzbarkeit der Verlustvorträge, die zu aktiven latenten Steuern geführt haben. Dies ist abhängig von der Entstehung künftiger steuerpflichtiger Gewinne während der Perioden, in denen sich steuerliche Bewertungsunterschiede umkehren und steuerliche Verlustvorträge geltend gemacht werden könnten. Für die Bewertung wurde von der Gesellschaft ein 5-Jahres- Zeitraum betrachtet, dessen Grundlage die extrapolierte 3-Jahres-Mittelfristplanung der Gesellschaft ist.

Latente Steuern werden verrechnet angesetzt und nicht abgezinst. Das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, aktive latente Steuern nicht anzusetzen, wurde in Anspruch genommen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 ist im Anlagenspiegel des Anhangs dargestellt.

Anteilsbesitz gemäß § 285 Satz 1 Nr. 11 HGB besteht an folgenden Gesellschaften:

Name, Sitz Beteiligungsqoute in % M* Währungen2* Eigenkapital TWE3* Jahresergebnis T WE 3*
BLG RailTec GmbH, Uebigau-Wahrenbrück 100,0 5.550 0
M* = Mittelbare Beteiligung / Leer = Unmittelbare Beteiligung
Währung2* = soweit nicht anders angegeben EUR
TWE3* = Tausend Währungseinheiten

Entwicklung des Anlagevermögens (in EUR)

Anschaffungskosten
31.12.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 437.121,22 0,00 43.036,98 0,00 394.084,24
437.121,22 0,00 43.036,98 0,00 394.084,24
II. Sachanlagen
1. Umschlaggeräte 63.785.613,51 18.036.142,87 7.860,00 0,00 81.813.896,38
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 192.839,61 21.421,29 4.931,64 0,00 209.329,26
63.978.453,12 18.057.564,16 12.791,64 0,00 82.023.225,64
III. Finanzanlage
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.550.000,00 0,00 0,00 0,00 5.550.000,00
5.550.000,00 0,00 0,00 0,00 5.550.000,00
69.965.574,34 18.057.564,16 55.828,62 0,00 87.967.309,88
Abschreibungen
31.12.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 435.116,22 855,00 43.036,98 0,00 392.934,24
435.116,22 855,00 43.036,98 0,00 392.934,24
II. Sachanlagen
1. Umschlaggeräte 8.874.210,51 4.774.848,87 7.860,00 0,00 13.641.199,38
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 169.496,61 11.306,29 4.931,64 0,00 175.871,26
9.043.707,12 4.786.155,16 12.791,64 0,00 13.817.070,64
III. Finanzanlage
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.478.823,34 4.787.010,16 55.828,62 0,00 14.210.004,88
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.150,00 2.005,00
1.150,00 2.005,00
II. Sachanlagen
1. Umschlaggeräte 68.172.697,00 54.911.403,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.458,00 23.343,00
68.206.155,00 54.934.746,00
III. Finanzanlage
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.550.000,00 5.550.000,00
5.550.000,00 5.550.000,00
73.757.305,00 60.486.751,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.592 resultieren wie im Vorjahr (Vorjahr: TEUR 1.744) aus Lieferungen und Leistungen an Gesellschaften des BLG-Konzerns.

Von den sonstigen Forderungen entfallen TEUR 1.619 (Vorjahr: TEUR 1.017) auf Steuern.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Vom Jahresüberschuss des Vorjahres wurden gemäß Beschluss der Gesellschaftsversammlung ein Betrag in Höhe von TEUR 972 an die Gesellschafter ausgeschüttet.

Gewinnrücklagen

Die freiwillige Rücklage ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert und ist mit einem Betrag von TEUR 11.000 bilanziert.

Die bestehende Gewinnrücklage deckt die nach § 253 Abs. 6 HGB (Unterschiedsbetrag betreffend Ansatz von den Rückstellungen des sozialen Zukunftskonzepts) zur Ausschüttung gesperrten Beträge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die ausgewiesene Netto-Pensionsverpflichtung aus der Vermögensverrechnung setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 31.12.2023
Erfüllungsbetrag (Barwert) der Pensionsverpflichtungen 138
- Marktwert der Rückdeckungsversicherungen 120
= Netto-Pensionsverpflichtung 18

Die fortgeführten Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherung entsprechen deren beizulegendem Zeitwert.

Zinsaufwendungen und Zinserträge wurden in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) verrechnet und sind im Finanzergebnis ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen TEUR 4.051 (Vorjahr: TEUR 1.129) sowie personalbezogene Kosten TEUR 225 (Vorjahr: TEUR 157).

Verbindlichkeiten

Die Fälligkeiten sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:

Verbindlichkeiten davon mit einer Restlaufzeit von
in TEUR (Vorjahr in Klammern) Gesamtbetrag 31.12.2023 bis 1 Jahr über 1 Jahr über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.778 1.589 14.189 7.736
(8.222) (771) (7.451) (4.154)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 52.850 10.811 42.039 16.363
(51.301) (17.874) (33.427) (16.981)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.415 5.415 0 0
(7.911) (7.911) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 239 239 0 0
(171) (171) (0) (0)
74.282 18.054 56.228 24.099
(67.605) (26.727) (40.878) (21.135)

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 4.779 (Vorjahr: EUR 7.121) aus dem Cash Management enthalten. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 635 (Vorjahr: TEUR 790) betreffen Lieferungen und Leistungen von Gesellschaften des BLG-Konzerns.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen im Wesentlichen auf folgende Sachverhalte:

in TEUR 2023 2022
Transportdienstleistungen 128.125 93.258
Miet- und Lagererlöse 1 0
Gesamt 128.126 93.258

Von den Umsatzerlösen entfallen TEUR 3.372 (Vorjahr: TEUR 1.161) auf verbundene Unternehmen.

Die den Umsätzen zugrundeliegenden Leistungen werden sowohl im Inland als auch im osteuropäischen EU-Ausland erbracht. Die Umsatzerlöse werden überwiegend inländischen Gesellschaften in Rechnung gestellt.

Periodenfremde/neutrale Aufwendungen und Erträge

Die periodenfremden und neutralen Aufwendungen und Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2023 2022
Sonstige betriebliche Erträge
Auflösung von Rückstellungen und Wertberechtigungen auf Forderungen 111 177
Auflösung PWB Forderungen L+L 6 0
117 177
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Zuführung PWB Forderungen L+L 0 -27
0 -27
Periodenfremdes/neutrales Ergebnis 117 150

Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 6) für Altersversorgung enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Ausweis betrifft in Höhe von TEUR 908 (Vorjahr: TEUR 684) Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen, Zinsaufwand aus Mietleasingverträgen von TEUR 1.057 (Vorjahr: TEUR 599), Zinsaufwendungen für Bankdarlehn von TEUR 329 (Vorjahr TEUR 113) und in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 0) sonstige Zinsaufwendungen.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der in der Gesellschaft beschäftigten Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 2023: 14 Angestellte (Vorjahr: 14).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliedern sich nachfolgenden Restlaufzeiten auf:

in TEUR Gesamtbetrag 31.12.2023 davon mit einer Restlaufzeit von
bis zu einem Jahr mehr als einem Jahr
Verpflichtungen gesamt 467 447 20
davon betreffend Altersvorsorge 0 0 0
davon aus Erbbaurechtsverträgen 0 0 0
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0 0
davon gegenüber assoziierten Unternehmen 0 0 0

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen. Durch die im Vergleich zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer häufig kürzeren Laufzeit der Verträge besteht eine höhere Flexibilität als durch einen jeweiligen Erwerb. Risiken bestehen in unkündbaren Grundmietzeiten und in höheren Refinanzierungskosten.

Außerbilanzielle Geschäfte

Die BLG AutoRail GmbH hat in den vergangenen Geschäftsjahren bis einschließlich 2022 insgesamt 1.037 Eisenbahnwaggons im Sale-and-Lease-Back Verfahren erworben. Diese wurden an Leasinggesellschaften veräußert und über einen Zeitraum von 10 Jahren zurückgemietet. Durch die im Vergleich zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer kürzere Laufzeit der Verträge besteht eine höhere Flexibilität gegenüber einem Erwerb der Waggons.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 351 Waggons aus den Leasingverträgen gekauft und im Anlagevermögen aktiviert.

74 Waggons werden aktuell noch in der ursprünglichen Leasingfinanzierung bewirtschaftet.

Die Leasingverpflichtungen betragen insgesamt TEUR 467 bis September 2024. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit und in höheren Refinanzierungskosten.

Das Bestellobligo für 2024 beträgt zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 TEUR 4.783.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Abschlussprüferhonorar beträgt für das Berichtsjahr in Summe TEUR 17 und entfällt vollumfänglich auf Abschlussprüfungsleistungen.

Geschäftsführung

Der Geschäftsführer der BLG AutoRail GmbH, Bremen, ist der Herr:

 

Thomas Bamberg, Breckerfeld,

 

hauptberuflicher Geschäftsführer der BLG AutoRail GmbH, Bremen

Herr Thomas Bamberg ist als Geschäftsführer von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Gesellschaft macht von der Schutzklausel des § 286 Absatz 4 HGB Gebrauch.

Nachtragsbericht

Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres am 31. Dezember 2023 und der Aufstellung des Jahresabschlusses am 28. März 2024 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten.

Konzernabschluss

Die BLG AutoRail GmbH, Bremen, wird in den gemeinsam von der BREMER-LAGERHAUS- GESELLSCHAFT - Aktiengesellschaft von 1877-, Bremen, und der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG, Bremen, aufgestellten Gruppenabschluss, welcher den größten Konsolidierungskreis darstellt, einbezogen, der nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt wird.

Der Gruppenabschluss wird im Unternehmensregister bekannt gemacht und ist am Sitz der Gesellschaften in Bremen erhältlich.

Die BLG AutoRail GmbH, Bremen, ist daher von der Verpflichtung selbst einen Konzernabschluss aufzustellen befreit.

 

Bremen, den 28. März 2024

BLG AutoRail GmbH

gez. Thomas Bamberg

gez. ppa. Oliver Fabian

Weitere Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 17. April 2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BLG AutoRail GmbH, Bremen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BLG AutoRail GmbH, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BLG AutoRail GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 28. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Stefan Geers, Wirtschaftsprüfer

gez. Konstantin Kessler, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Auszug aus dem Gesellschafterbeschluss vom 17. April 2024:

Vom Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 1.761.812,00 € werden 1.000.000,00 € in die Gewinnrücklagen der Gesellschaft zum 1. September 2024 eingestellt. Der verbleibende Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 761.812,00 € wird an die Gesellschafter, entsprechend ihrer Beteiligung am Stammkapital, zum 1. September 2024 ausgeschüttet.

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