SYSTEAM Gesellschaft für Computersysteme mbH

Industriestraße 8, 96250 Ebensfeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Coburg HRB 1151
Eingetragen
16.7.1985
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
gewerbsmäßig Computersoft- und Hardware zu entwickeln und zu vertreiben sowie die Beratung, Systemanalyse und Projektierung auf dem Gebiet informationsverarbeitender Systeme in technischen und wirtschaftlichen Anwendungen durchzuführen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Miriam Andrea Hirschi
seit 17.1.2025
Geschäftsführer
Volker Mitlacher
seit 22.3.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert40.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
SYSTEMA AG
40.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

SYSTEAM AG
Germany
1.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SYSTEAM AG

Ebensfeld

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht zum 31. Dezmber 2022

A) Darstellung der Konzernunternehmen

In den Konzernabschluss der SYSTEAM AG sind fünf inländische und sechs ausländische Einzelgesellschaften mittels Vollkonsolidierung einbezogen.

Innerhalb des Konzerns nimmt die SYSTEAM AG als Muttergesellschaft die Leitungs- und Steuerungsfunktion wahr.

Die SYSTEAM Gesellschaft für Computersysteme mbH - im nachfolgenden kurz SYSTEAM GmbH genannt - als älteste Konzerngesellschaft wurde 1985 gegründet und hat den gewerbsmäßigen Vertrieb verschiedenster Markenartikel aus dem IT-Bereich mit dem Fokus auf dem Druckergeschäft sowie den Service und Support auf dem Gebiet informationsverarbeitender Systeme zum Geschäftszweck.

Der Geschäftszweck der SYSTEAM Schweiz GmbH, der Printec Distribution AG (Printec AG) und der SYSTEAM GmbH (SYSTEAM GmbH AT) ist der gewerbsmäßige Vertrieb verschiedenster Markenartikel aus dem Bereich der EDV ebenfalls mit dem Fokus auf dem Druckergeschäft.

Der Geschäftszweck der DOB-TEC Datentechnik Vertriebs-GmbH (Dobtec GmbH) war die Durchführung von Service- und Reparaturarbeiten im Druckerbereich. Die Gesellschaft ist jedoch nicht mehr operativ tätig.

Die RM Immobilienverwaltung GmbH (RM GmbH) hat die Verwaltung, den Erwerb und die Veräußerung, auch Bebauung von Grundbesitz sowie die Durchführung aller damit zusammenhängenden Geschäfte oder Handlungen zum Geschäftszweck.

Mit dem Erwerb der Anteile an der Despec Nordic Holding A/S ist die SYSTEAM-Gruppe seit 2019 auch in den Ländern Dänemark und Island (Despec Denmark A/S, kurz Despec Denmark), Schweden (Despec Sweden AB, kurz Despec Sweden, Thure Bünger AB), Norwegen (Despec Norway A/S, kurz Despec Norway) und Finnland (Despec Finland OY, kurz Despec Finland) vertreten. Die einzelnen Ländergesellschaften sind ebenfalls im IT-Distributionsbereich tätig. Innerhalb der Despec-Gruppe übernahm die Despec Nordic Holding A/S bis zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres die Leitungsfunktion. Zur Optimierung der gesellschaftsrechtlichen Konzernstrukturen wurde die Despec Nordic Holding A/S zum 01.01.2022 auf die SYSTEAM AG verschmolzen. Die Gesellschaften werden ab dem Geschäftsjahr 2022 nicht mehr auf Basis des Teilkonzernabschlusses der Despec Nordic Holding AS in den Konzernabschluss einbezogen, sondern auf Einzelgesellschaftsbasis. Zur weiteren Verschlankung und Optimierung der Konzernstrukturen wurde die Thure Bünger AB im Geschäftsjahr 2022 veräußert und ist demzufolge zum Stichtag nicht mehr im Konsolidierungskreis des Konzerns SYSTEAM AG.

B) Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Lage

Nach dem Auftreten der Pandemie Anfang des Jahres 2020 musste sich die Weltwirtschaft mit dem Aufflammen des Ukrainekonfliktes im Februar 2022 mit der zweiten sehr ernsthaften Krise innerhalb kürzester Zeit beschäftigen. Der Krieg in der Ukraine und die damit zusammenhängenden Sanktionen gegen Russland sowie russische Gegenmaßnahmen haben neben den schon bestehenden Lieferengpässen auch eine deutliche Erhöhung der Energiepreise mit sich gebracht, was zu einem enormen Anstieg der Inflation führte.

Trotz der seit längerem angespannten politischen und gesellschaftlichen Lage stieg das Bruttoinlandsprodukt der EU27 im Jahr 2022 um 3,5%[1] (2021: 5,3%). Im gleichen Zug sank die Arbeitslosenquote auf 6,0%[2] (2021: 6,4%). In den Vorjahren lag die Inflationsrate immer auf einem sehr moderaten Niveau, dies änderte sich jedoch mit Beginn des Ukrainekonfliktes drastisch: die jährliche Inflationsrate lag in der EU27 bei 9,2%[3]. Die EZB sah sich aufgrund der hohen Inflation gezwungen, die jahrelange Niedrigzinspolitik aufzugeben und die Zinsen im Euro-Raum deutlich anzuheben. Es erfolgten in 2022 in relativ kurzen zeitlichen Abständen insgesamt vier Zinsschritte, so dass der Leitzins zum Jahresende 2022 bei 2,5% p.a. lag.

Das preisbereinigte BIP in Deutschland ist im Jahr 2022 um 1,9%[4] (2021: 2,9%) gestiegen. Die deutsche Wirtschaft konnte damit trotz hoher Inflationsraten wachsen. Die Inflation wurde v.a. durch enorm gestiegene Energiepreise getrieben und stieg von 3,1% in 2021 auf 7,9%[5] im Jahresdurchschnitt 2022. Auch die Steigerung des Mindestlohns hat die Inflation begünstigt, da die Lohnkosten fast vollständig auf die Preise durchschlagen. Die Erwerbslosenquote (ILO-Definition) sank auf 2,8%[6], im Jahr 2021 belief sich diese noch auf 3,3%.

Das reale BIP der Schweiz stieg nach dem Rückgang im Jahr 2020 das zweite Jahr in Folge, in 2022 mit 2,1%[7] allerdings langsamer als noch 2021 (4,2%). Die Schweiz konnte sich von den Inflationsraten der europäischen Staaten abkoppeln und weist im Jahresdurchschnitt nur eine Teuerungsrate von 2,8%[8] auf. Dies lag zum einen an der Stärke des Schweizer Franken, der im Vergleich zum Euro deutlich zulegen konnte, so dass Importe aus EU-Ländern günstiger wurden. Zum anderen ist die Schweiz weniger vom Import fossiler Brennstoffe abhängig, da ein Großteil der Energieversorgung durch Atom- bzw. Wasserkraft erfolgt. Auch am Arbeitsmarkt war in 2022 eine positive Entwicklung zu verzeichnen: die Arbeitslosenquote sank von 3,0% im Jahr 2021 auf 2,2%[9].

Auch in Österreich befindet sich die Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs: Das österreichische BIP verzeichnete dabei einen Anstieg um 5,0%[10] (2021: 4,5 %). Auch der Arbeitsmarkt konnte deutlich zulegen und die Erwerbslosenquote nach ILO-Definition sank von 6,2% in 2021 auf 4,8%[11] in 2022. Doch auch Österreich hatte im Jahr 2022 stark mit Preissteigerungen zu kämpfen, die Inflationsrate lag mit durchschnittlich 8,6%[12] sogar noch höher als in Deutschland.

Die dänische Wirtschaft befand sich nach 2021 (+4,0%) auch 2022 weiter im Aufwind und konnte das BIP um 3,6%[13] steigern. Die Wachstumsrate liegt damit in etwa im Durchschnitt der EU27. Analog zur Wirtschaftsleistung ist die Arbeitslosenquote auf 4,5%[14] gesunken. Auch Dänemark hatte in 2022 mit einer deutlichen Inflation zu kämpfen, diese lag im Jahresschnitt bei 8,5%[15].

Schweden konnte die Wirtschaftsleistung nach einem deutlichen Anstieg in 2021 auch in 2022 steigern und erzielte ein BIP-Wachstum von 2,6%[16]. Die Arbeitslosenquote sank um 1,3 Prozentpunkte auf 7,5%[17] (2021: 8,8%) und liegt aber noch immer deutlich über dem EU-Schnitt. Bei der Inflationsrate musste Schweden eine Teuerungsrate von 8,1%[18] im Jahresdurchschnitt verzeichnen.

In Norwegen stieg das BIP nach einem Anstieg von 3,9%[19] im Jahr 2021 im Geschäftsjahr 2022 mit 3,3% an. Hintergrund des Wachstums waren die Erholung nach der Pandemie sowie starke Preissteigerungen, insbesondere bei Energieprodukten. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt war ebenfalls positiv: die Arbeitslosenquote sank von 4,4% (2021) auf 3,3%[20]. Norwegen konnte sich ähnlich wie die Schweiz (beide Länder nicht zur EU gehörig) von den Inflationsraten in der EU absetzen und verzeichnete in 2022 eine Teuerungsrate von 5,8%[21].

Das BIP-Wachstum in Finnland lag mit einem Anstieg um 2,1%[22] unterhalb des EU-Durchschnitts. Gleichzeitig war jedoch auch die Inflation mit 7,2%[23] etwas niedriger als in der EU. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich in Finnland von 7,6% im Jahr 2021 auf 6,8%[24] im Jahr 2022, was jedoch im Vergleich ein höherer Wert ist als der EU-Durchschnitt.

Island verzeichnete im Berichtsjahr einen deutlichen Anstieg des BIP: +6,4%[25]. Dies schlug sich in einer Reduzierung der Arbeitslosenquote auf 3,8%[26] nieder. Auch Island verzeichnete in 2022 eine hohe Inflationsrate, diese belief sich auf 8,3%[27].

Entwicklung der Branche

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) vermeldet in seinem Jahresrückblick für den deutschen Markt einen Umsatzanstieg bei den Unternehmen der Branche "Informations- und Telekommunikationstechnologie" (ITK) auf 187,8 Mrd. EUR. Das bedeutet einen Anstieg um 4,5% gegenüber dem Vorjahr. Das Marktvolumen im Bereich IT-Hardware ist in Deutschland um 5,4% auf 37,7 Mrd. EUR gestiegen[28].

Für den Schweizer ICT-Markt wird regelmäßig der ICT-Index herausgegeben. Dieser belief sich im letzten Quartal 2022 auf 110,6 Punkte, was eine leichte Eintrübung aufgrund der geopolitischen Lage bedeutet. Die Branche Imaging/Printing/Finishing ist etwas weniger optimistisch und erreicht lediglich einen Wert von 103,8, was aber nach wie vor ein Wachstum bedeutet. Die Auftragslage war in 2022 gut, allerdings haben sich die Bruttomargen hin zu einem unrentablen Wachstum entwickelt[29].

Der österreichische Markt für Information und Kommunikation verzeichnete im Jahr 2022 ein deutliches Plus von 5,2% im Vergleich zu 2021. Dies bedeutet eine Erhöhung der Bruttowertschöpfung zu Herstellungspreisen von 13,85 Mrd. EUR auf 14,68 Mrd. EUR[30].

Die Pro-Kopf-Ausgaben für Produkte aus dem ITK-Bereich sind seit mehreren Jahren in den skandinavischen Ländern auf einem sehr hohen Niveau.

Das Geschäftsjahr 2022 des Konzerns SYSTEAM AG

Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Ausgangslage entwickelte sich das Geschäftsfeld der SYSTEAM-Gruppe sehr positiv; es konnte im Geschäftsjahr 2022 erneut ein Umsatzwachstum erzielt werden. Es wurden TEUR 643.323 (Vorjahr: TEUR 609.268) an Umsatzerlösen erzielt. Dies entspricht einer Steigerung von 5,6% gegenüber dem Vorjahr. Vor allem im Bereich Netzwerkprodukte konnte der Umsatz um mehr als 45% gesteigert werden.

Der größte Absatzmarkt war - wie in den Jahren zuvor - das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Hier konnten wir unsere Marktstellung weiter festigen. Der Anteil des Auslandsumsatzes beträgt 37,1%.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 1.340.

Umsatzbedingt erhöhte sich der Betriebsaufwand von TEUR 595.918 auf TEUR 627.952. Das operative Ergebnis beträgt folglich TEUR 16.711 (Vorjahr: TEUR 14.907). Nach Berücksichtigung der Erträge aus Beteiligungen von TEUR 241 (Vorjahr: TEUR 543) und des negativen Finanzergebnisses in Höhe von -TEUR 478 (Vorjahr: -TEUR 368) konnte ein Konzernergebnis nach Steuern von TEUR 11.923 (Vorjahr: TEUR 11.018) erzielt werden. Die sonstigen Steuern belaufen sich auf TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 25), die Anteile anderer Gesellschafter am Konzernergebnis auf TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 29). Es resultiert ein Konzerngewinn in Höhe von TEUR 11.860 (Vorjahr: TEUR 10.964). Die Gewinnrücklagen sind in voller Höhe erbracht.

Beschaffung

Auf der Beschaffungsseite existieren Lieferverträge mit zahlreichen namhaften Herstellern. Das Portfolio wird sowohl im Drucker- als auch in den sonstigen Bereichen ständig erweitert, um unseren Kunden "alles aus einer Hand" bieten zu können. Im Geschäftsjahr 2022 beliefen sich die Materialaufwendungen auf TEUR 584.855 (Vorjahr: TEUR 555.560).

Vertrieb

Der Verkauf unserer Produkte erfolgt über verschiedene Vertriebskanäle, wobei unsere Kunden nach wie vor großen Wert auf die persönliche Betreuung durch ein kompetentes und hilfsbereites Vertriebsteam legen. Die angebotenen Produktschulungen werden von unseren Vertriebsmitarbeitern auch gerne wahrgenommen, um unsere Kunden bestmöglich beraten zu können und ihnen bei produktspezifischen Problemen weiterhelfen zu können.

Des Weiteren bieten wir unseren Kunden die Möglichkeit, sich in unseren Onlineshops über Produkte und Preise zu informieren bzw. direkt darüber Bestellungen zu tätigen. Auch Systemanbindungen (EDI) werden verstärkt von unseren Kunden genutzt.

Aufgrund einer breiten Kundenbasis ergeben sich für uns keine Abhängigkeiten.

Logistik

Ein dritter wesentlicher Bestandteil unseres Geschäftsmodells und eng verknüpft mit den Bereichen Beschaffung und Vertrieb ist die Logistik: als Distributor übernehmen die am Markt tätigen Unternehmen der Firmengruppe die Lager- und Logistikfunktionen für die Hersteller und fungieren damit als Bindeglied zwischen Lieferanten und Fachhandelskunden.

Im Laufe der Jahre haben wir unsere logistischen Prozesse stetig verbessert. So wurde im Jahr 2015 ein automatisches Kleinteilelager am Standort Ebensfeld in Betrieb genommen, was die effizientere, kostengünstigere und schnellere Abwicklung von Kleinteile-Bestellungen ermöglicht. Im Logistikzentrum am Standort Ebensfeld sind unsere logistischen Kapazitäten für die SYSTEAM GmbH, die Printec AG sowie die SYSTEAM GmbH (Österreich) an einem Standort zentralisiert. Die Logistikfunktionen der SYSTEAM Schweiz GmbH werden in der Schweiz in einem eigenen Lager wahrgenommen; hier wurde der Bau eines eigenen Logistikzentrums am Standort in Näfels im Juni 2020 abgeschlossen. Die logistischen Funktionen für die skandinavischen Länder übernehmen die Lager in Dänemark (für Dänemark und Norwegen), in Schweden (für Schweden und Finnland) sowie in Island.

Investitionen

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2022 insgesamt TEUR 1.120 (Vorjahr: TEUR 529). In erster Linie betrifft dies geleistete Anzahlungen für die Erweiterung der Logistikkapazitäten in Dänemark. Der Abschluss der Baumaßnahmen ist für das vierte Quartal 2023 geplant.

Personal

Die Mitarbeiter der Unternehmensgruppe waren trotz der Krisen der vergangenen Jahre in keiner Weise von Kurzarbeit betroffen; auch Entlassungen waren zu keinem Zeitpunkt Gegenstand von Überlegungen. Insgesamt belief sich die Beschäftigtenzahl im Jahresdurchschnitt auf 326. Beschäftigt sind die Arbeitnehmer sowohl im gewerblichen als auch im kaufmännischen Bereich. Die Zahl der Auszubildenden betrug zum Bilanzstichtag 13. Die Vergütungen erfolgen im SYSTEAM-Konzern auf einzelvertraglicher Basis.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme erhöhte sich von TEUR 167.823 auf TEUR 191.627.

Im Berichtsjahr gab es Zugänge im Anlagevermögen in Höhe von TEUR 1.374. Diese ergeben sich vorwiegend aus Zugängen im Sachanlagevermögen, hier wurden Anzahlungen für die Erweiterung der Logistikkapazitäten am dänischen Standort in Lynge getätigt (Zugänge in Höhe von TEUR 819 gem. Baufortschritt). Dem stehen Nettoabgänge in Höhe von TEUR 3 gegenüber. Abschreibungen sind in Höhe von TEUR 1.812 angefallen. Es ergaben sich Währungsdifferenzen aus der Umrechnung des Schweizer Franken in Euro) in Höhe von TEUR 477. In Summe bedeutet dies eine Reduzierung des Anlagevermögens um TEUR 36.

Das Vorratsvermögen ist auf TEUR 93.647 (Vorjahr: 74.405) gestiegen. Der Anteil des Vorratsvermögens an der Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 48,9% (Vorjahr: 44,3%). Die Erhöhung des Warenbestands im Vergleich zum Vorjahr ist auf die speziell zum Jahresende hin etwas bessere Liefersituation bei den Herstellern zurückzuführen. Durch die Pandemie und den Ukrainekonflikt kam es zu Lieferengpässen, die sich zum Ende des Jahres 2022 etwas entspannt haben. Generell sind die Reichweiten bei den Warenbeständen der marktaktiven Unternehmen des Konzerns im Vergleich zum Wettbewerb immer etwas höher, so dass in der Regel aber auch eine sehr gute Verfügbarkeit vorliegt. Dies sehen wir als großen Wettbewerbsvorteil an, da unsere Kunden in der Regel sofort beliefert werden können.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich auf TEUR 37.967 erhöht. Mit der besseren Verfügbarkeit von Waren ging v.a. im vierten Quartal auch eine Abarbeitung von Auftragsrückständen einher, die aufgrund von bestehenden Zahlungszielen ggf. nicht mehr bis zum Stichtag beglichen wurden, so dass sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 4.954 erhöht haben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 19.512. Der größte Anteil davon sind Forderungen gegenüber Lieferanten, welche im ersten Quartal 2023 mit Lieferantenverbindlichkeiten verrechnet wurden.

Im Rahmen der Kapitalflussrechnung weist der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit einen Mittelabfluss von TEUR 5.871 aus; dieser ist - ausgehend vom Periodenergebnis in Höhe von TEUR 11.900 und der Bereinigung der nicht zahlungswirksamen Erträge - vorwiegend von Veränderungen im Working Capital und im Besonderen von der Erhöhung des Warenbestandes geprägt. Aus der Investitionstätigkeit weist der Cash Flow einen Mittelabfluss von -TEUR 907 aus; dieser resultiert im Wesentlichen aus den Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (geleistete Anzahlungen für die Erweiterung der Logistikkapazitäten in Dänemark). Aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich ein Cash Flow von -TEUR 4.844, was in erster Linie durch die Tilgung von mittel- und langfristigen Krediten bedingt ist. Die Kapitalflussrechnung weist am Ende des Geschäftsjahres 2022 einen Finanzmittelfonds in Höhe von -TEUR 5.241 aus. Der Finanzmittelfonds setzt sich zusammen aus dem Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Konzern SYSTEAM AG weist aus unserer Sicht eine gesunde Kapitalstruktur auf. Neben dem bestehenden ABS-Programm (maximales Verkaufsvolumen TEUR 35.000) bestehen bestätigte Kreditlinien durch unsere Hausbanken, so dass die Zahlungsfähigkeit sichergestellt ist.

Auf der Passivseite setzt sich das bilanzielle Eigenkapital in Höhe von TEUR 110.752 aus dem gezeichneten Kapital (TEUR 7.908), der gesetzlichen Gewinnrücklage (TEUR 791), dem Konzernbilanzgewinn (TEUR 99.759), der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung (TEUR 1.815) sowie den nicht beherrschenden Anteilen (TEUR 478) zusammen. Das Konzerneigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 13.089.

Dies entspricht einem prozentualen Anstieg von 13,4%. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote[31] beträgt zum Konzernbilanzstichtag 57,0% (Vorjahr: 57,2%). Das Eigenkapital (TEUR 110.752) sowie die wirtschaftliche Eigenkapitalquote sind seit mehreren Jahren auf einem hohen Niveau und schaffen eine gute Ausgangsposition für die weitere Entwicklung des Konzerns.

Die Rückstellungen des Konzerns erhöhten sich um TEUR 421 auf TEUR 9.490. Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich die Pensionsrückstellungen um TEUR 1.494 auf TEUR 6.578. Die Steuerrückstellungen belaufen sich aufgrund der im Geschäftsjahr bereits geleisteten Vorauszahlungen auf TEUR 619 (Vorjahr: TEUR 2.250). Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 2.292, hiervon entfallen TEUR 1.329 auf Rückstellungen für Personalkosten sowie TEUR 715 auf Rückstellungen für Gewährleistungen.

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 7.765) reduzierten sich durch planmäßige Tilgungen. Bedeutsame Änderungen von Kreditkonditionen oder Finanzierungsformen haben sich nicht ergeben. Zum Stichtag bestanden Verbindlichkeiten im Rahmen unserer Kontokorrentlinien in Höhe von TEUR 6.279. Die zugesagten Kontokorrentlinien waren somit zu 32,8% ausgelastet. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 35.777) veränderten sich ebenfalls stichtagsbedingt. Allen Zahlungsverpflichtungen ist die SYSTEAM-Gruppe jederzeit innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen und unter Skontonutzung nachgekommen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten lagen zum Stichtag bei TEUR 18.770. Passive latente Steuern sind zum Bilanzstichtag unverändert in Höhe von TEUR 20 ausgewiesen.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022 steigerten die Konzernunternehmen die Konzern-Gesamtleistung (Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge) um TEUR 33.838 auf TEUR 644.663. Eine Umsatzaufteilung auf Produktgruppen sowie Märkte ist im Anhang dargestellt. Auch in der IT-Branche waren Preissteigerungen zu verzeichnen, diese sind jedoch schwer quantifizierbar, da sich aufgrund von Tagespreisen und im Besonderen von Projektpreisen keine eindeutigen Trends feststellen lassen. Die marktaktiven Unternehmen sind in der IT-Distribution tätig, so dass sich der Umsatz aus dem Großhandel mit IT-Markenartikeln ergibt.

Im Aufwandsbereich war der Materialaufwand die größte Einzelposition; die Materialaufwandsquote (Materialaufwand bezogen auf die Gesamtleistung) lag im Geschäftsjahr 2022 bei 90,7%.

Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 22.742. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand bezogen auf die Gesamtleistung) betrug 3,5%. Diese liegt damit auf Vorjahresniveau.

Abschreibungen vom Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 1.813.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen TEUR 18.543 (Vorjahr: TEUR 16.374). Ein Anteil von TEUR 8.945 (Vorjahr: TEUR 8.267) entfiel hierbei auf die Kosten der Warenabgabe.

Erträge aus Beteiligungen ergaben sich im Geschäftsjahr 2022 in Höhe von TEUR 241 (Vorjahr: TEUR 543). Das Finanzergebnis belief sich auf -TEUR 478 (Vorjahr:-TEUR 368).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind in Höhe von TEUR 4.550 (Vorjahr: TEUR 4.065) angefallen, damit ergab sich ein Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR 11.923 (Vorjahr: TEUR 11.018).

Abzüglich der Anteile anderer Gesellschafter am Konzernergebnis (TEUR 40) sowie der sonstigen Steuern (TEUR 24) resultierte ein Konzernjahresüberschuss von TEUR 11.860 (Vorjahr: TEUR 10.964).

Der Konzernbilanzgewinn, der sich aus der Addition von Konzerngewinn (TEUR 11.860) und Gewinnvortrag (TEUR 87.900) ergibt, belief sich zum Stichtag auf TEUR 99.759 (Vorjahr: TEUR 87.979). Dies entspricht einer Steigerung um 13,4%.

Anhand der nachfolgenden Kennzahlen wird die Entwicklung des Konzerns SYSTEAM AG näher dargestellt:

Gesamtkapitalrentabilität[32] 8,9% (Vorjahr: 9,3%),
Eigenkapitalrentabilität[33] 10,7% (Vorjahr: 11,3%),
Return on Investment[34] 8,6% (Vorjahr: 9,0%).

Summarische Betrachtung der wirtschaftlichen Lage

Als finanzielle Leistungsindikatoren gelten in der Firmengruppe der Umsatz sowie das Jahresergebnis. Insgesamt hat die Firmengruppe trotz des Ukrainekonfliktes sowie der ausklingenden Pandemie ein Umsatz- sowie Ergebniswachstum erreicht. Im Vorjahr waren wir von einer Stagnation des Umsatzes sowie einer Reduzierung des Jahresergebnisses ausgegangen. Diese unter hoher Unsicherheit abgegebene Prognose konnte erfreulicherweise deutlich übertroffen werden. Dies ist aus Sicht der Konzernleitung als sehr positiv zu bewerten.

C) Risikobericht

Große Unsicherheiten gibt es hinsichtlich der weltwirtschaftlichen und geopolitischen Aussichten, da diese sich aufgrund verschiedener Faktoren deutlich verschlechtert haben und sich alle weiter verstärken könnten. Vor allem die russische Invasion in die Ukraine und ihre politischen und wirtschaftlichen Folgen, wie Sanktionen und Gegenmaßnahmen, bergen weitreichende Risiken. Der Krieg in der Ukraine kann sich für den SYSTEAM Konzern negativ auf die Absatzentwicklung sowie die Logistikprozesse auswirken. Dies betrifft beispielsweise Transportrisiken in Bezug auf eventuell höhere Transportkosten oder sogar Engpässe bei Transportkapazitäten, mögliche personelle Engpässe bei Logistikdienstleistern durch den Wegfall ukrainischer Mitarbeiter oder Verzug bei der Warenbeschaffung, wenn unsere Lieferanten auf Zulieferungen aus den betroffenen Gebieten angewiesen sind.

Die Einkaufsabteilung ist im ständigen Austausch mit den wichtigsten Lieferanten, um unseren Bestand sicherzustellen. Aus heutiger Sicht sind die Partner des SYSTEAM Konzerns nicht direkt von den osteuropäischen Spannungen betroffen. Insgesamt hat sich auch speziell im vierten Quartal 2022 die Liefersituation etwas entspannt. Am Absatzmarkt sehen wir durch unser breites Kundenportfolio keine Probleme, sollte es vereinzelt zu Insolvenzen bei Kunden kommen.

Der Krieg könnte auch weiter eskalieren und sich auf andere Staaten, einschließlich NATO-Staaten, ausweiten und nichtkonventionelle Waffen könnten zum Einsatz kommen. Eine Ausweitung könnte erhebliche Auswirkungen auf das gesamte SYSTEAM-Marktumfeld haben. Aber auch der aktuelle Kriegszustand könnte die wirtschaftliche Entwicklung weiter negativ beeinflussen, wenn potentielle Energieversorgungsengpässe die bereits hohe Inflation weiter anheizen, was wiederum die Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale birgt. Eines der Kernrisiken ist, dass die Zentralbanken die Inflation nicht unter Kontrolle bringen und dann mit noch weiteren Zinsschritten reagieren müssen.

Wie bisher auch beobachten wir den Markt sehr intensiv und sind bestrebt, die Kooperationen mit unseren bestehenden Markenherstellern zu stärken und somit das Risiko des Wegfalls eines Herstellers zu minimieren.

Alle wesentlichen operativen Risiken, sowohl das Vorratsvermögen als auch die Kundenseite betreffend, sind umfassend und nachvollziehbar vertraglich abgesichert. Im Forderungsbereich wird neben der Existenz einer Warenkreditversicherung die Kreditwürdigkeit unserer Kunden regelmäßig durch Einholung von Informationen bezüglich der Bonität überprüft. Des Weiteren betreiben wir schon seit vielen Jahren sehr aktives Forderungsmanagement, um die Ausfallrisiken zu begrenzen. Alle diese Maßnahmen halten die Forderungsausfallquote relativ gering.

Aufgrund des notwendigen Einsatzes unserer EDV-Systeme und Netzwerke sowie durch potentielle Zugriffe auf unsere IT-Systeme bestehen IT-Risiken. Wir begegnen diesen Risiken durch regelmäßige Wartung unserer Hard- und Software sowie durch das getrennte Vorhalten eines internen und eines externen Netzwerkes (Air-Gap-System).

Um möglichen Risiken zu begegnen, die aus Verträgen sowie den vielfältigen steuerlichen Regelungen und Gesetzen entstehen können, stützen wir unsere Entscheidungen und die Gestaltung der Geschäftsprozesse auf eine umfassende Beratung durch externe Fachleute.

Der Konzern SYSTEAM AG ist im Rahmen seiner operativen Tätigkeiten finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Die Überwachung und Begrenzung dieser Risiken erfolgt durch die Controllingabteilung. Ziel der eingesetzten Maßnahmen ist die Sicherung der Ertragsstärke und des Bestands. Die Auswirkungen von Änderungen des Zinsniveaus werden kontinuierlich beobachtet. Die Effizienz des internen Berichtswesens konnte in den letzten Jahren stetig gesteigert werden.

Möglichen Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen begegnet die Gesellschaft mit bestätigten, freien Kreditlinien, laufzeitadäquaten Krediten, dem Einsatz eines ABS-Programms sowie einer regelmäßigen Finanzplanung. Dies befähigt uns, die Liquidität und die verfügbaren Bankenlinien jederzeit angemessen zu bewerten und aktiv zu steuern. Darlehen in Fremdwährungen werden durch laufzeitadäquate Swaps abgesichert.

Trotz der weltweiten Pandemie und des Ukraine-Krieges bestanden im Geschäftsjahr 2022 zu keinem Zeitpunkt außerordentliche Risiken oder gar die Gefährdung des Unternehmensbestands. Unsere Risikopolitik liegt in der sorgfältigen Analyse, Bewertung und Vermeidung von Risiken. Das Risikomanagement ist somit fester Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen.

D) Chancenbericht

In den letzten Jahren haben wir stets an der Verbesserung all unserer Prozesse gearbeitet und diese weiterentwickelt. Auch für die Zukunft sehen wir es als wesentliche Aufgabe an, stets offen für Neuerungen zu sein und diese in unsere Prozesse einfließen zu lassen. Dies macht uns aus unserer Sicht fit für die künftigen Herausforderungen.

Unsere breite Aufstellung in mittlerweile acht Ländern Europas ermöglicht es uns, die Kooperationen mit Herstellern zu intensivieren bzw. neue Hersteller für uns zu gewinnen.

Für den dänischen Hauptsitz der Despec-Gruppe soll die Erweiterung der logistischen Kapazitäten im Jahr 2023 abgeschlossen werden. Dies eröffnet uns die Möglichkeit der Sortimentserweiterung für die Unternehmen der Despec-Gruppe und eine damit einhergehende Erweiterung des Kundenkreises und Absatzpotentials.

Ebenso wird uns unserer Meinung nach die Angleichung der eingesetzten EDV-Systeme im Gesamtkonzern deutliche Vorteile bringen. Unter anderem können somit die Sortimente der einzelnen Gesellschaften um die Produkte der jeweils anderen leichter erweitert werden. Somit eröffnet sich die Möglichkeit, uns im europäischen Markt breiter aufzustellen und dadurch Kunden noch stärker an uns zu binden.

Nach dem Abflachen von Covid-19 kam im Jahr 2022 der Ukraine-Konflikt auf, der die Weltwirtschaft belastet. Nachdem das globale, reale Bruttoinlandsprodukt 2022 um etwa 3,4% im Vorjahresvergleich gestiegen war, ist aktuell von einem geringeren Wachstum im Jahr 2023 von 2,9% auszugehen.

Die Maßnahmen der russischen Regierung in der Ukraine sowie die Folgen für das Land und die Welt sind schwer abschätzbar, so dass auch die Folgen für die Weltwirtschaft bzw. spezieller den IT-Sektor nicht bewertet werden können.

Aus unserer Sicht sind wir finanziell gut aufgestellt und sehen daher gute Grundvoraussetzungen, diese Krise gut zu überstehen.

E) Prognosebericht

Seit Februar 2022 bestimmt der Konflikt in der Ukraine die Weltwirtschaft: der Angriffskrieg wirkt weltweit nachfragedämpfend und inflationstreibend. Die europäischen Länder gehören als unmittelbare Nachbarn der Ukraine und Russlands zu den am stärksten betroffenen Volkwirtschaften. Dies dürfte das wirtschaftliche Wachstum im Jahr 2023 deutlich beeinflussen. Die Unsicherheiten, der hohe Energiepreisdruck, die Kaufkrafterosion bei den privaten Haushalten durch hohe Inflationsraten und die gestiegenen Finanzierungskosten werden aller Voraussicht nach weiter Einfluss auf die Konjunktur haben. In ihrer Herbstprognose rechnet die EU daher für 2023 mit einem kleinen Wachstum von 0,3%, im Jahr 2024 sollen dann 1,5-1,6% Wachstum erreicht werden.

Aufgrund der derzeit nicht abschätzbaren Folgen des Ukraine-Krieges sind Prognosen zum aktuellen Zeitpunkt nur sehr bedingt möglich. Nachdem wir jedoch als SYSTEAM-Gruppe unsere Marktposition weiter stärken konnten, sehen wir positiv in die Zukunft und rechnen mit einem Umsatzwachstum von ca. 8,6% für das Jahr 2023. Die Zuliefersituation hat sich ein wenig entspannt, so dass die Belieferung unserer Kunden künftig wieder geregelter laufen sollte. Wegen der gestiegenen Inflation erwarten wir für 2023 jedoch, dass sich die Margen wieder verringern werden. Insgesamt gehen wir von einem leicht niedrigeren, aber weiterhin positiven Jahresergebnis 2023 aus.

 

Ebensfeld, 31.05.2023

Dipl.-Ing. Michael Mitlacher, Vorstand

Volker Mitlacher, Vorstand

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVSEITE

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.752,00 69.323,24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.561.364,00 3.776.175,00
3.591.116,00 3.845.498,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.634.722,61 21.852.263,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.165.914,55 4.519.973,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 970.708,91 1.174.839,70
4. Anlagen im Bau 827.647,91 0,00
27.598.993,98 27.547.076,32
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.476.131,25 2.235.223,73
2. Beteiligungen 90,70 90,70
3. Sonstige Ausleihungen 6.219,80 8.633,30
2.482.441,75 2.243.947,73
33.672.551,73 33.636.522,29
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 175.437,54 121.968,80
2 Waren 93.471.566,25 74.282.992,83
93.647.003,79 74.404.961,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 37.966.951,41 33.013.337,31
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 23,70 953,56
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.836.079,11 2.867.435,67
4. Sonstige Vermögensgegenstände 21.029.175,74 16.864.542,76
62.832.229,96 52.746.269,30
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.038.415,09 6.381.777,33
157.517.648,84 133.533.008,26
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 436.308,12 653.096,73
191.626.508,69 167.822.627,28

PASSIVSEITE

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 7.907.800,00 7.907.800,00
II. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklagen 790.780,00 790.780,00
III. Konzernbilanzgewinn 99.759.433,43 87.978.990,89
IV. Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung 1.815.378,47 547.183,93
V. Nicht beherrschende Anteile 478.350,74 438.085,35
110.751.742,64 97.662.840,17
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.578.361,18 5.084.636,92
2. Steuerrückstellungen 619.280,61 2.249.570,86
3. Sonstige Rückstellungen 2.292.366,11 1.734.567,94
9.490.007,90 9.068.775,72
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.352.424,94 14.360.366,68
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 287.674,97 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 35.777.346,22 26.062.234,14
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 92.343,23 198.961,19
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 85.162,80 16.025,02
6. Sonstige Verbindlichkeiten 18.769.905,99 20.433.524,36
- davon aus Steuern: EUR 5.338.233,43 (Vj.: EUR 5.614.343,41)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 4.220,93 (Vj.: EUR 30.476,49)
71.364.858,15 61.071.111,39
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 19.900,00 19.900,00
191.626.508,69 167.822.627,28

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
EUR
2021
EUR
1. Umsatzerlöse 643.323.307,82 609.267.990,60
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.339.716,63 1.556.912,35
3. Materialaufwand
Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -584.854.768,70 -555.560.007,32
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -19.286.027,36 -17.723.898,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.455.765,47 -3.903.345,45
- davon für Altersversorgung: EUR 1.039.424,00 (Vj.: EUR 776.956,47)
-22.741.792,83 -21.627.243,47
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen -1.812.532,72 -2.356.143,50
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -18.543.316,38 -16.374.380,03
7. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 240.907,52 543.262,03
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 187.125,96 96.899,22
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -665.340,40 -464.635,09
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.549.897,49 -4.064.641,50
11. Konzernergebnis nach Steuern 11.923.409,41 11.018.013,29
12. Sonstige Steuern -23.623,48 -24.850,11
13. Konzernjahresüberschuss 11.899.785,93 10.993.163,18
14. Auf andere Gesellschafter entfallender Gewinnanteil -40.265,39 -29.361,86
15. Konzerngewinn 11.859.520,54 10.963.801,32
16. Konzerngewinnvortrag aus dem Vorjahr 87.899.912,89 77.015.189,57
17. Konzernbilanzgewinn 99.759.433,43 87.978.990,89

Anhang zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

A Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

1 Grundsätzliche Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma SYSTEAM AG mit Sitz in Ebensfeld im Handelsregister des Amtsgerichts Coburg unter HRB 3438 eingetragen.

Der Konzernabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (§§ 290 ff. HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns entspricht den §§ 298 Abs. 1, 266 und 275 Abs. 2 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet.

Die Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie sonstige Bilanzvermerke werden im Interesse einer besseren Darstellung der Finanzlage im Konzernanhang angegeben.

2 Konsolidierungskreis, Konsolidierungsstichtag, Anteilsbesitz

In den Konzernabschluss der SYSTEAM AG zum 31.12.2022 sind folgende Gesellschaften gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 1 HGB einbezogen:

Name der Gesellschaft [ im Folgenden] Sitz der Gesellschaft Konsolidierungsstatus (Die mit "V" gekennzeichneten Gesellschaften werden vollkonsolidiert) Anteil der Muttergesellschaft am Kapital Abschlussstichtag
SYSTEAM AG (Muttergesellschaft) [SYSTEAM AG] Ebensfeld, Deutschland 31.12.2022
SYSTEAM Gesellschaft für Computersysteme mbH [SYSTEAM GmbH] Ebensfeld, Deutschland V 100,00% 31.12.2022
Printec Distribution AG [Printec AG] Ebensfeld, Deutschland V 100,00% 31.12.2022
SYSTEAM Schweiz GmbH [SYSTEAM Schweiz GmbH] Näfels, Schweiz V 100,00% 31.12.2022
DOB-TEC Datentechnik Vertriebs-GmbH [Dobtec GmbH] Ebensfeld, Deutschland V 100,00% 31.12.2022
SYSTEAM GmbH [SYSTEAM GmbH AT] Wien, Österreich V 100,00% 31.12.2022
RM Immobilienverwaltung GmbH [RM GmbH] Ebensfeld, Deutschland V 94,00% 31.12.2022
Despec Denmark A/S [Despec Denmark] Lynge, Dänemark V 100,00% 31.12.2022
Despec Sweden AB [Despec Sweden] Huddinge, Schweden V 100,00% 31.12.2022
Despec Norway A/S [Despec Norway] Sem, Norwegen V 100,00% 31.12.2022
Despec Finland OY [Despec Finland] Helsingfors, Finnland V 100,00% 31.12.2022

Am assoziierten Unternehmen "computation Systemhaus GmbH" (Bad Mergentheim) hält die SYSTEAM-Firmengruppe einen Anteil von 49,0% des Kapitals. Diese Gesellschaft wird nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses der SYSTEAM AG aufgestellt. Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens sowie der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist einheitlich der 31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres.

In den Konzernabschlüssen zum 31.12.2019, 31.12.2020 und 31.12.2021 war die Despec Nordic Holding A/S als Teilkonzernabschluss in den Konzernabschluss der SYSTEAM AG einbezogen. Zum 01.01.2022 wurde die Holdinggesellschaft Despec Nordic Holding A/S auf die SYSTEAM AG verschmolzen. Ab dem Geschäftsjahr 2022 werden daher die Tochtergesellschaften Despec Denmark, Despec Sweden, Despec Norway und Despec Finland als Einzelgesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen.

Ebenso wurde die Thure Bünger AB im Geschäftsjahr 2022 veräußert und ist demzufolge zum Stichtag nicht mehr im Konsolidierungskreis des Konzerns SYSTEAM AG.

3 Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode jeweils zum Stichtag des Unternehmenserwerbs. Die in den Konzernabschluss einzubeziehenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten der Tochterunternehmen werden dabei zu Zeitwerten bewertet.

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Erstkonsolidierung wird gemäß § 301 Abs. 3 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes erfolgt erfolgswirksam über die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und ist unter den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesen.

Für die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital wird in der Konzernbilanz gemäß § 307 HGB ein Ausgleichsposten ausgewiesen. Der bilanzierte Ausgleichsposten beinhaltet sowohl die aus der Anwendung der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB resultierenden Anteile der anderen Gesellschafter am Eigenkapital als auch die nach dem Posten "Konzernjahresüberschuss" in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesenen, anderen Gesellschaftern zuzurechnenden Gewinne und Verluste.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gegeneinander aufgerechnet. Umsätze, sonstige betriebliche Erträge und Zinserträge werden mit den korrespondierenden konzerninternen Aufwendungen bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung verrechnet. Soweit bei konzerninternen Vorgängen Zwischengewinne bzw. -verluste entstanden sind, wurden diese nicht eliminiert. Es wird vom Wahlrecht des § 304 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht, da die Eliminierung nur einen unwesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns hat. Währungsdifferenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen werden ergebniswirksam über die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung verrechnet.

Aktive latente Steuern auf zeitliche Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzwerten auf Jahresabschlussebene der einbezogenen Konzernunternehmen sowie auf Verlustvorträge werden nicht gebildet.

Weicht das im Konzernabschluss ausgewiesene Jahresergebnis aufgrund der durchgeführten Konsolidierungsmaßnahmen von der Summe der Einzelergebnisse der einbezogenen Unternehmen ab, wird der sich im Konzern ergebende Steueraufwand gemäß § 306 HGB abgegrenzt, soweit sich der zu hohe oder zu niedrige Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. Bei der Berechnung der passiven latenten Steuern werden unternehmensindividuelle Steuersätze angewendet.

B ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEN

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse sind nach den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen im Sinne des § 308 HGB aufgestellt.

Die nachfolgend dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet.

Im Einzelnen kommen folgende Grundsätze und Methoden der Bilanzierung und Bewertung zur Anwendung:

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Diese Vermögensgegenstände unterliegen einer begrenzten Nutzungsdauer und werden daher planmäßig über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren linear abgeschrieben.

Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis.

Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung wird gemäß § 309 Abs. 1 HGB planmäßig abgeschrieben. Aufgrund der Stellung im Marktsegment, der bestehenden Kunden- und Lieferantenkontakte und unter Berücksichtigung der vorhandenen Organisationsstrukturen erfolgt die Abschreibung linear über eine Nutzungsdauer von zehn bis 20 Jahren. Die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes wird jährlich überprüft.

Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet und - soweit abnutzbar - planmäßig linear abgeschrieben. Bei der Bemessung der Abschreibungen wird auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgestellt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende - aus den amtlichen AfA-Tabellen abgeleitete - Nutzungsdauern zugrunde:

Gebäude und Gebäudebestandteile 8 - 33 Jahre,
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 20 Jahre,
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 20 Jahre,
PKW und Fuhrpark 2 - 11 Jahre,
EDV-Ausstattung 3 - 5 Jahre.

Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis.

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- und Herstellungskosten zwischen EUR 251 und EUR 800 im Anlagevermögen erfasst und im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden mit den Anschaffungskosten im Erwerbszeitpunkt vermindert bzw. erhöht um die anteiligen Eigenkapitalveränderungen beim assoziierten Unternehmen der Folgejahre angesetzt.

Beteiligungen und sonstige Ausleihungen werden mit den Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden mit den durchschnittlichen Anschaffungs- oder zu niedrigeren Wiederbeschaffungskosten bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind grundsätzlich mit ihrem Nennwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die bestehenden Netto-Forderungen Rechnung getragen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind mit ihrem Nennwert angesetzt.

Sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert bzw. Zahlungsbetrag angesetzt. Ansprüche mit Fälligkeiten von mehr als einem Jahr werden unter Anwendung eines laufzeitadäquaten Zinssatzes mit dem Barwert zum Bilanzstichtag angesetzt.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungsguthaben werden entsprechend den Angaben zur Fremdwährungsumrechnung in EUR umgerechnet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck) mit dem anhand des Teilwertverfahrens ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen sowie Fluktuation sind aufgrund der Struktur der Pensionszusagen bei der Ermittlung des Barwerts der erdienten Anwartschaften nicht zu berücksichtigen. Für die Direktzusagen ist eine jährliche Steigerung der Rentenzahlungen von 1,0% zu berücksichtigen. Für die Abzinsung wird der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren verwendet (Stand 31.12.2022: 1,78% p.a.).

In den übrigen Rückstellungen sind in angemessenem und ausreichendem Umfang individuelle Vorsorgen für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verpflichtungen gebildet. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Dabei werden erwartete künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Wesentliche Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen zum Bilanzstichtag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit den jeweiligen Tageskursen bewertet. Drohende Kursverluste am Bilanzstichtag werden bei der Bewertung berücksichtigt. Die Konzernwährung ist der Euro. Im Konzernabschluss ist der Abschluss der SYSTEAM Schweiz GmbH nach der modifizierten Stichtagskursmethode einbezogen. Die Umrechnung der Posten der Bilanz - mit Ausnahme des Eigenkapitals - erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Eigenkapital (Gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag) wird mit historischen Kursen umgerechnet. Die entstehende bilanzielle Differenz aus der Umrechnung des Eigenkapitals wird erfolgsneutral im Ausgleichsposten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Währungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung eliminiert.

C Erläuterungen zur konsolidierten Bilanz

1 Anlagevermögen

Die Aufgliederung, Entwicklung und Abschreibung der Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind im Einzelnen dem folgenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022
EUR
Währungsdifferenzen
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.433.838,57 0,00 12.936,00 1.652.887,68 793.886,89
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.788.261,16 0,00 0,00 0,00 8.788.261,16
11.944.284,86 0,00 12.936,00 1.652.887,68 9.582.148,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.622.764,64 479.791,97 0,00 0,00 28.102.556,61
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.223.477,03 30.335,01 189.889,58 118.660,63 10.325.040,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.209.792,82 3.780,43 102.545,19 124.764,20 3.191.354,24
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 827.647,91 0,00 827.647,91
41.056.034,49 513.907,41 1.120.082,68 243.424,83 42.446.599,75
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.235.223,73 0,00 240.907,52 0,00 2.476.131,25
2. Beteiligungen 92.329,74 0,00 0,00 0,00 92.329,74
3. Sonstige Ausleihungen 8.633,30 0,00 282,54 2.696,04 6.219,80
2.336.186,77 0,00 241.190,06 2.696,04 2.574.680,79
55.336.506,12 513.907,41 1.374.208,74 1.899.008,55 54.603.428,59
kumulierte Abschreibungen
01.01.2022
EUR
Währungsdifferenzen
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.364.515,33 -5,19 52.508,43 1.652.883,68 764.134,89
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.012.086,16 0,00 214.811,00 0,00 5.226.897,16
8.098.786,62 -5,19 267.319,43 1.652.883,68 5.991.032,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.770.501,61 15.217,38 682.115,01 0,00 6.467.834,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.703.503,44 19.541,47 554.737,65 118.656,12 6.159.126,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.034.953,12 2.078,78 308.360,63 124.747,20 2.220.645,33
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
13.508.958,17 36.837,63 1.545.213,29 243.403,32 14.847.605,77
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 92.239,04 0,00 0,00 0,00 92.239,04
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
92.239,04 0,00 0,00 0,00 92.239,04
21.699.983,83 36.832,44 1.812.532,72 1.896.287,00 20.930.876,86
Buchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.752,00 69.323,24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.561.364,00 3.776.175,00
3.591.116,00 3.845.498,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.634.722,61 21.852.263,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.165.914,55 4.519.973,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 970.708,91 1.174.839,70
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 827.647,91 0,00
27.598.993,98 27.547.076,32
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.476.131,25 2.235.223,73
2. Beteiligungen 90,70 90,70
3. Sonstige Ausleihungen 6.219,80 8.633,30
2.482.441,75 2.243.947,73
33.672.551,73 33.636.522,29

2 Geschäfts- oder Firmenwert

Aus der Erstkonsolidierung der Despec-Gruppe hat sich ein Geschäfts- oder Firmenwert von TEUR 4.443 ergeben, der planmäßig über eine Laufzeit von 20 Jahren abgeschrieben wird. Zum 31.12.2022 betrug der Restwert des Geschäfts- oder Firmenwertes TEUR 3.561.

3 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Die unter Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital
(in TEUR)
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
(in TEUR)
computation Systemhaus GmbH (Bad Mergentheim) 49,00% 5.067 492

Die Informationen basieren auf dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022.

4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Zum Bilanzstichtag sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 26.635 (Vorjahr TEUR 23.100) im Rahmen eines Asset-Backed-Securities-Programms bilanzwirksam an die Ankaufgesellschaft veräußert. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden in Höhe von insgesamt TEUR 364 (Vorjahr: TEUR 300) gebildet. Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich zum Bilanzstichtag daher auf TEUR 37.967 (Vorjahr: TEUR 33.013) und haben wie im Vorjahr in voller Höhe eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

5 Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Bei den gegenüber der famix GmbH & Co.KG bestehenden Forderungen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

6 Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Im Konzernabschluss 2022 sind Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 3.836 (Vorjahr: TEUR 2.867) ausgewiesen. Diese Forderungen bestehen gegenüber dem assoziierten Unternehmen computation Systemhaus GmbH.

7 Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt TEUR 21.029 (Vorjahr: TEUR 16.865) haben in Höhe von TEUR 1.517 (Vorjahr: TEUR 1.523) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

8 Eigenkapital

8.1 Grundkapital

Das Grundkapital beträgt zum 31. Dezember 2022 unverändert EUR 7.907.800,00. Dieses ist in 7.907.800 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je einem Euro am Grundkapital eingeteilt.

8.2 Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage in Höhe von 10% des Stammkapitals ist seit dem Geschäftsjahr 2011 in voller Höhe erbracht.

8.3 Konzernbilanzgewinn

Der Bilanzgewinn des Konzerns hat sich folgendermaßen entwickelt:

Stand am 01.01.2022 87.978.990,89 EUR
Dividende für 2021 -79.078,00 EUR
Konzerngewinnvortrag 87.899.912,89 EUR 87.899.912,89 EUR
Konzernjahresüberschuss 11.899.785,93 EUR
Auf andere Gesellschafter entfallender Gewinnanteil -40.265,39 EUR
Stand am 31.12.2022 99.759.433,43 EUR

9 Rückstellungen

9.1 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsrückstellungen entfallen auf Pensions- und Direktzusagen in der SYSTEAM AG sowie der SYSTEAM GmbH. Diese werden - soweit handelsrechtlich zulässig - mit Aktivwerten aus den bestehenden, verpfändeten Rückdeckungsversicherungen saldiert.

Der beizulegende Zeitwert (= Aktivwert) des verrechneten Deckungsvermögens beläuft sich zum 31.12.2022 auf TEUR 436 (Vorjahr: TEUR 703), der Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsrückstellungen auf TEUR 7.014 (Vorjahr: TEUR 5.787). Es wurden Zinserträge und -aufwendungen aus der Pensionszusage in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 24) bzw. TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 38) saldiert. Der sich ergebende Saldo ist unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen.

Der gemäß § 253 Absatz 6 HGB anzugebende Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 634, insoweit besteht eine gesetzliche Ausschüttungssperre.

9.2 Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 619 berücksichtigen die noch nicht veranlagten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das Berichtsjahr 2022 und Vorjahre.

9.3 Sonstige Rückstellungen

Insgesamt werden sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.292 (Vorjahr: TEUR 1.735) ausgewiesen. Diese setzen sich u.a. aus Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub (TEUR 1.329; Vorjahr TEUR 817) sowie für Gewährleistungen (TEUR 715; Vorjahr TEUR 713) zusammen.

10 Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
EUR
davon Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren
EUR
Gesamtbetrag
EUR
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten * 31.12.2022 8.587.697,34 7.764.727,60 57.017,48 16.352.424,94
31.12.2021 4.286.537,04 10.073.829,64 57.017,48 14.360.366,68
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 31.12.2022 287.674,97 0 0 287.674,97
31.12.2021 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2022 35.777.346,22 0 0 35.777.346,22
31.12.2021 26.062.234,14 0 0 26.062.234,14
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern 31.12.2022 92.343,23 0 0 92.343,23
31.12.2021 198.961,19 0 0 198.961,19
Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 31.12.2022 85.162,80 0 0 85.162,80
31.12.2021 16.025,02 0 0 16.025,02
Sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2022 18.769.905,99 0 0 18.769.905,99
31.12.2021 20.433.524,36 0 0 20.433.524,36
davon aus Steuern 31.12.2022 5.338.233,43 0 0 5.338.233,43
31.12.2021 5.614.343,41 0 0 5.614.343,41
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 31.12.2022 4.220,96 0 0 4.220,96
31.12.2021 30.476,49 0 0 30.476,49
Summe 31.12.2022 63.600.130,55 7.764.727,60 57.017,48 71.364.858,15
31.12.2021 50.997.281,75 10.073.829,64 57.017,48 61.071.111,39

* durch Pfandrechte und Abtretung künftiger Erträge gesichert: TEUR 969

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen aus Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter famix GmbH & Co.KG und betreffen in Höhe von TEUR 22 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 70 Verbindlichkeiten im Rahmen des Cash Pooling.

11 Latente Steuern

Die auf Ebene des Konzerns nicht bilanzierten aktivischen Steuerüberhänge resultieren aus Bewertungsunterschieden bei Sachanlagen und Pensionsrückstellungen.

Die passive latente Steuer resultiert aus Bewertungsunterschieden bei Sachanlagen (Grundstücke) aufgrund der Anwendung der Neubewertungsmethode bei der Erstkonsolidierung einer Tochtergesellschaft. Der Ermittlung liegt ein unternehmensindividueller Steuersatz in Höhe von 15,82% zu Grunde.

(Werte
in EUR)
Stand 01.01.2022 Veränderung Stand 31.12.2022
Passive latente Steuern 19.900,00 0,00 19.900,00

D ERLÄUTERUNGEN ZUR KONSOLIDIERTEN GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB wie folgt aufgegliedert:

(Werte
in TEUR)
2022 2021
Verbrauchsmaterial 285.431 280.206
Drucker und Zubehör 151.370 136.207
PC, Notebook, Tablet, Server, IT-Zubehör 64.494 68.621
Display 25.770 24.074
Scanner 24.997 23.733
Netzwerkprodukte 18.648 12.824
Büromaterial 11.751 11.120
Ergonomieprodukte 7.113 6.824
Software 2.951 2.370
Sonstiges 50.798 43.289
Umsatzerlöse gesamt 643.323 609.268
(Werte in TEUR) 2022 2021
Deutschland 404.636 382.538
Europäisches Ausland 238.687 226.730
Umsatzerlöse gesamt 643.323 609.268

2 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 128 (Vorjahr: TEUR 71) enthalten. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 540 (Vorjahr: TEUR 261), in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 963 (Vorjahr: TEUR 385) erfasst.

3 Zinsergebnis

Im Rahmen der Bilanzierung von Pensionszusagen werden Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 38) sowie Zinserträge in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 24) saldiert. Der Saldo aus Zinsertrag und -aufwand ist im Zinsaufwand erfasst. Insgesamt bestehen Zinsaufwendungen aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 110).

E ANGABEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Konzern-Kapitalflussrechnung entspricht dem Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 21 des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Committee und dient der Darstellung der Entwicklung der Liquidität und der Finanzkraft des Konzerns.

Entsprechend den Vorgaben ist der Cashflow unterteilt in den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit. Im Rahmen der Konzern-Kapitalflussrechnung entspricht der Finanzmittelfonds dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" und den Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

F ANGABEN ZUR ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

Zum erwirtschafteten Konzerneigenkapital des Mutterunternehmens ist nach dem Deutschen Rechnungslegungs-Standard Nr. 22 des Deutschen Rechnungslegungs-Standard Committee ergänzend anzugeben, dass die gesetzliche Rücklage in Höhe von TEUR 791 einer Ausschüttungssperre unterliegt. Der gemäß § 253 Absatz 6 HGB anzugebende Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 634, insoweit besteht eine gesetzliche Ausschüttungssperre.

Weitere Ausschüttungssperren liegen nicht vor.

G ANGABEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN

1 Vorstand

1.1 Mitglieder

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres haben dem Vorstand der Muttergesellschaft SYSTEAM AG angehört:

Michael Mitlacher (Dipl.-Ing.)

Volker Mitlacher (Kaufmann)

1.2 Gesamtbezüge des Vorstandes

Auf die Angabe der Bezüge nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a und 6b HGB wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

2 Aufsichtsrat

2.1 Mitglieder

Der Aufsichtsrat der Muttergesellschaft SYSTEAM AG setzt sich folgendermaßen zusammen:

Aufsichtsratsvorsitzender

Hans-Josef Schneider (Dipl.-Hdl./Dipl.-Betrw.)

Steuerberater, Ebensfeld

Jutta Schmidbauer

Bankkauffrau, Bamberg

Michael Tischner

Factoring- und Kreditversicherungsmakler, Nürnberg

2.2 Bezüge des Aufsichtsrates

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 27.

H ERGÄNZENDE ANGABEN

1 Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Im Rahmen eines langfristigen Asset-Backed-Securities-Programms werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen revolvierend veräußert. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen in Höhe von TEUR 26.635 (Vorjahr TEUR 23.100) bilanzwirksam veräußert. Der Mittelzufluss wurde zur Reduzierung der Verbindlichkeiten verwendet. Ziel der ABS-Transaktionen ist die Optimierung des Liquiditätszuflusses sowie der Bilanzstruktur. Sollte es zu einem Ausfall eines Vertragspartners und damit zur vorzeitigen Beendigung des Vertrages kommen, müssten alternative Finanzierungsformen in Höhe der zum Zeitpunkt der Vertragsbeendigung verkauften Forderungen abgeschlossen werden. Aufgrund unserer Kapitalkraft und einer gut strukturierten Bankenlandschaft wären wir im Bedarfsfall imstande, auf Alternativfinanzierungen zurückzugreifen.

2 Angaben gem. § 314 Nr. 15 HGB

Die SYSTEAM AG nutzt zur Absicherung von Währungsrisiken aus Fremdwährungsdarlehen Zinssatz- und Währungsswaps (Sicherungsinstrumente). Das Risiko, aufgrund der Gewährung von langfristigen Intercompany-Fremdwährungsdarlehen in Höhe von insgesamt TCHF 8.595 (Grundgeschäfte) bei Ausgleich am Ende der Laufzeit einen Währungsverlust zu erleiden, wurde hiermit in vollem Umfang und über die gesamte Laufzeit der Darlehensverträge abgesichert. Zur Beurteilung der prospektiven Wirksamkeit wurde die critical-terms-match-Methode verwendet.

3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Mietverpflichtungen TEUR 3.185

- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 905

4 Arbeitnehmer

Die Anzahl der Arbeitnehmer im Konzern betrug im Jahresdurchschnitt:

2022 2021
Angestellte 174 171
Gewerbliche Mitarbeiter 152 155
Arbeitnehmer gesamt 326 326

5 Honorare des Konzernabschlussprüfers

Mit dem Konzernabschlussprüfer wurden Honorare in Höhe von TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 62) vereinbart.

Davon entfielen TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 56) auf die Abschlussprüfung, TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 6) auf andere Bestätigungsleistungen sowie TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 0) auf Steuerberatungsleistungen. Die Honorare für die Abschlussprüfung enthalten die gesamten gezahlten bzw. noch zu zahlenden Honorare.

6 Nachtragsbericht

Es sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine weiteren Vorgänge von wesentlicher Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Bedeutung haben.

7 Angaben zum Mutterunternehmen nach § 313 Abs. 2 Nr. 7 HGB

Der Konzernanschluss der SYSTEAM AG wird im Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der famix GmbH & Co KG, Industriestr. 8, 96250 Ebensfeld, konsolidiert. Der Konzernabschluss der famix GmbH & Co. KG wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

8 Befreiende Wirkung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss der SYSTEAM AG, Ebensfeld, befreit die SYSTEAM Gesellschaft für Computersysteme mbH, Ebensfeld, sowie die DOB-TEC Datentechnik Vertriebs-GmbH, Ebensfeld, nach § 264 Abs. 3 HGB von der Offenlegung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022.

9 Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Das ausschüttungsfähige Kapital der Muttergesellschaft beträgt TEUR 81.357. Der Vorstand der Muttergesellschaft schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn der SYSTEAM AG eine Dividende in Höhe von TEUR 79 auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von TEUR 81.278 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Ebensfeld, 31.05.2023

Dipl.-Ing. Michael Mitlacher, Vorstand

Volker Mitlacher, Vorstand

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
TEUR
2021
TEUR
1. Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteile von Minderheitsgesellschaftern) 11.900 10.993
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.813 2.356
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 2.068 774
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 550 -725
5. +/- Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 6
6. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -29.111 -7.075
7. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 8.302 -1.761
8. +/- Zinsaufwendungen/-erträge 478 368
9. - Beteiligungserträge -241 -543
10. +/- Ertragsteueraufwand 4.550 4.065
11. -/+ Ertragsteueraus-/rückzahlungen -6.180 -3.316
12. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 11) -5.871 5.142
13. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 0
13. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.120 -529
14. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -13 -32
15. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1 -10
16. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 3 50
17. + Beteiligungserträge 241 543
18. - Auszahlungen für den Erwerb von Deckungsvermögen -17 -28
19. Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 13 bis 18) -907 -6
20. - Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter (Dividenden) -79 -79
21. - Auszahlung aus der Tilgung von Anleihen und mittel-/langfristigen Finanzkrediten -4.287 -2.267
22. -/+ Zinsaufwendungen/-erträge -478 -368
23. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 20 bis 22) -4.844 -2.714
24. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Summe aus 12, 19 und 23) -11.622 2.422
25. Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -1 0
26. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.382 3.960
27. Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 24 bis 26) -5.241 6.382

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen
Stammaktien gesetzliche Rücklagen Summe Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung
Stand zum 01.01.2021 7.907.800,00 790.780,00 8.698.580,00 273.241,23
Ausschüttungen 0,00
Währungsumrechnung 0,00 273.942,70
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0,00
Stand zum 31.12.2021 7.907.800,00 790.780,00 8.698.580,00 547.183,93
Stand zum 01.01.2022 7.907.800,00 790.780,00 8.698.580,00 547.183,93
Ausschüttungen 0,00
Währungsumrechnungen 0,00 1.268.194,54
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 0,00
Stand zum 31.12.2022 7.907.800,00 790.780,00 8.698.580,00 1.815.378,47
Konzernbilanzgewinn, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
Stand zum 01.01.2021 77.094.267,57 86.066.088,80
Ausschüttungen -79.078,00 -79.078,00
Währungsumrechnung 273.942,70
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 10.963.801,32 10.963.801,32
Stand zum 31.12.2021 87.978.990,89 97.224.754,82
Stand zum 01.01.2022 87.978.990,89 97.224.754,82
Ausschüttungen -79.078,00 -79.078,00
Währungsumrechnungen 1.268.194,54
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 11.859.520,54 11.859.520,54
Stand zum 31.12.2022 99.759.433,43 110.273.391,90
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe Summe
Stand zum 01.01.2021 408.723,49 408.723,49 86.474.812,29
Ausschüttungen 0,00 -79.078,00
Währungsumrechnung 0,00 273.942,70
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 29.361,86 29.361,86 10.993.163,18
Stand zum 31.12.2021 408.723,49 29.361,86 438.085,35 97.662.840,17
Stand zum 01.01.2022 438.085,35 0,00 438.085,35 97.662.840,17
Ausschüttungen 0,00 -79.078,00
Währungsumrechnungen 0,00 1.268.194,54
Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag 40.265,39 40.265,39 11.899.785,93
Stand zum 31.12.2022 438.085,35 40.265,39 478.350,74 110.751.742,64

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SYSTEAM AG, Ebensfeld

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der SYSTEAM AG, Ebensfeld, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SYSTEAM AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHRATES FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, 29. Juni 2023

BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Rehmer, Wirtschaftsprüfer

Eisner, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats, welches den Zeitraum vom 01.01.-31.12.2022 umfasste.

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre, das Jahr 2022 war nicht nur von Auswirkungen der Corona Pandemie geprägt, auch der Ukraine Krieg führte in Verbindung mit den hohen Inflationsraten zu großen Herausforderungen weltweit. Trotz immenser Lieferverzögerungen und starker Preisvolatilitäten konnte sich die Systeam Group jedoch weiterhin im schwierigen Marktumfeld behaupten, und sowohl den Umsatz als auch den Ertrag erneut steigern. Dies ist in Anbetracht der aktuellen Rahmenbedingungen beachtlich und verdient Anerkennung. Im zurück liegenden Berichtszeitraum hat der Aufsichtsrat der Systeam AG die ihm nach Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben erneut fortlaufend wahrgenommen. Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2022 insgesamt an vier Terminen ordentlich, im Einzelfall wurden außerordentliche Beschlüsse fernmündlich oder durch schriftliches Umlaufverfahren gefasst. Ausschüsse existierten weiterhin keine. Den Gesetzesvorgaben entsprechend hat der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig schriftlich und mündlich über den Gang der Geschäfte, die Umsatzentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die Rentabilität der Systeam AG und des Systeam Konzerns informiert. Über Geschäfte, die für die künftige Rentabilität oder Liquidität der Gesellschaft von erheblicher Bedeutung waren, hat der Vorstand den Aufsichtsrat rechtzeitig und umfassend informiert.

Entscheidungen von grundlegender Bedeutung sind dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vorgelegt worden. Weiterhin berichtete der Vorstand über die weitere Unternehmensstrategie und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung (insbesondere die Finanz-, Investitions- und Personalplanung). Planabweichungen und deren Ursachen wurden regelmäßig analysiert und diskutiert.

In den Berichten und Informationen des Vorstands an den Aufsichtsrat wurde angemessen auf Tochterunternehmen eingegangen. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat stets über wichtige Vorgänge bei verbundenen Unternehmen informiert. Die Informationen des Vorstandes waren zeitnah und umfassend. Die Berichte des Vorstands entsprechen nach Ansicht des Aufsichtsrates den Grundsätzen einer gewissenhaften und getreuen Unternehmensführung. Der Aufsichtsrat ist mit Art und Umfang der Geschäftsführung durch den Vorstand vollumfänglich einverstanden. Der vom Vorstand aufgestellte Konzernabschluss per 31.12.2022 für die Systeam AG sowie der dazugehörige Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 sind von dem in der Hauptversammlung vom 02.August 2022 gewählten Abschlussprüfer BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leipzig geprüft und am 29. Juni 2023 mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Abschlussprüfer berichtete im Rahmen der Bilanzsitzung vom 29. Juni 2023 über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Insbesondere die Verschmelzung der Despec Nordic Holding A/S auf die Systeam AG wurde seitens des Wirtschaftsprüfers intensiver beleuchtet.

Der Vorstand hat gem. § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2022 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Aufsichtsrat hat diesen Bericht geprüft; Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Die Richtigkeit und Vollständigkeit der in den Anlagen aufgeführten Zahlen wurden von BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leipzig bestätigt. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstandes keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Prüfung des Einzelabschlusses der Systeam AG durch den Abschlussprüfer zu und stellte diesen Einzelabschluss - nach eigener einwendungsfreien Prüfung - anschließend fest. Mit Beschluss vom 29. Juni 2023 billigte der Aufsichtsrat den von der Systeam AG aufgestellten und von der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Leipzig geprüften Konzernabschluss der Systeam AG per 31.12.2022. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei allen Mitarbeitern * innen für ihre verantwortungsbewusste und erfolgreiche Arbeit - trotz aller Herausforderungen in der jetzigen Zeit. Der Aufsichtsrat bedankt sich darüber hinaus auch beim Vorstand für die immer vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit.

 

Ebensfeld, den 30.06.2023

Gez.:

Jutta Schmidbauer

Michael Tischner

Joseph Schneider

Billigung des Konzernabschlusses

Datum der Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022: 29.06.2023

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