GC Orthodontics Europe GmbH

Harkortstraße 2, 58339 Breckerfeld, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hagen HRB 9197
Eingetragen
1.10.2012
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfHerstellung von orthopädischen ErzeugnissenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
die Produktion und Entwicklung sowie der Handel mit kieferorthopädischen und dentalen Produkten sowie zugehörigen Verbrauchsmaterialien und Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Yoshihiro Ishiguro
seit 14.1.2026
Geschäftsführer
Dries Julia Baets
seit 25.3.2024
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GC Europe AGCHE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

GC Europe AG
Switzerland
150.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GC Orthodontics Europe GmbH

Breckerfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Mit Gründung der GC Orthodontics Europe GmbH (im Folgenden auch GCOE) im Jahr 2012, hat sich die GC-Unternehmensgruppe zum Eintritt und zur konsequenten Erschließung des kieferorthopädischen Marktsegments entschlossen. Bei bereits bestehenden etablierten Marktteilnehmern in einem verteilten Markt, basierte dieser Schritt auf der Überzeugung im Konzernverbund, unter Einsatz von neu generierten Produkt- und Serviceangeboten in Verbindung mit der hoch-fokussierten Kompetenz der GC-Unternehmensgruppe auf dentale Anwendungen und der qualitätsorientierten Ausrichtung, bessere kundenorientierte Lösungen anbieten zu können.

Die GCOE bietet seit Gründung kieferorthopädische Produkte, ergänzt um individuelle Beratung und auf Wunsch auch kundenbasierte Fertigung (build to order), an. Vertrieben werden die Produkte in Abhängigkeit des Marktes durch einen eigenen Direktvertrieb oder durch Handelspartner, die für die GCOE tätig werden. Die GCOE ist mit einem eigenen Direktvertrieb in insgesamt zwei europäischen Schlüsselmärkten, Frankreich und Deutschland, aktiv.

Das Produktportfolio wird durch zugehörige Systemkomponenten, wie z.B. im Befestigungsbereich mit "Ortho-Connect", und der zugehörigen Beratungskompetenz des gesamten Workflows in der kieferorthopädischen Praxis ergänzt.

Von großer Bedeutung für die GCOE ist die am Sitz der Gesellschaft bestehende Partnerschaft mit einem verbundenen Unternehmen, das auf mikromechanische Fertigung und kleinteilige Auftragsabwicklung spezialisiert ist. Hierdurch werden sowohl alle qualitätsrelevanten Prozesse und die sehr schnelle Auslieferung von Kundenaufträgen garantiert.

2. Allgemeine wirtschaftliche Lage

Im Berichtsjahr ist die gesamtwirtschaftliche Lage in den EU-Staaten von den Folgen des Krieges in der Ukraine, sowie den extremen Energiepreiserhöhungen geprägt. Material- und Lieferengpässe, stark steigende Verbraucherpreise sowie der bestehende Fachkräftemangel vereinfachen die wirtschaftliche Situation nicht. Ebenso wenig wie die deutlich höheren Aufwendungen, die im Zusammenhang mit den regulatorischen Anforderungen der Einführung der "Medical Device Regulation" (MDR) durch die Dentalindustrie sichergestellt werden müssen.

Daher wurde für das Jahr 2023 die Wachstumsprognose in Europa von einem Prozent auf 0,8 % korrigiert. Für das Jahr 2024 wird mit einem Wachstum in Europa in Höhe von 1,4 % gerechnet.

Das Geschäftsjahr 2023/2024 ist von diesen Rahmenbedingungen der gesamtwirtschlichen Lage geprägt. Das BIP in Deutschland ist im Kalenderjahr 2023 preisbereinigt im Vergleich zum Vorjahr um -0,3% gesunken. Diese geringe Zuwachsrate ist eine Folge aus den weltweiten Krisen etwa in der Ukraine oder in Israel und den damit entstandenen Unsicherheiten. Die hohe Inflation des Jahres 2022 von 6,9% ist im Jahr 2023 im Schnitt auf einem hohen Niveau von 6,0% verblieben. Allerdings sinkt sie seit August 2023 kontinuierlich und liegt im März 2024 nur noch bei 2,2%.

3. Forschung und Entwicklung

Die GCOE unterhält keine eigene Forschung- und Entwicklungsabteilung. Allerdings nutzt die GCOE Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten des Konzernverbundes. Damit hat die GCOE Zugriff auf alle Forschungs- und Entwicklungsbereiche der GC Unternehmensgruppe, die mit einer über 100-jährigen Unternehmensgeschichte zu den führenden Entwicklern von Materialien im Dentalbereich weltweit gehört. Durch diese Kombination mit dem fokussierten Wissen der GCOE im Bereich der Kieferorthopädie besteht ein starker Verbund zur nachhaltigen und kontinuierlichen Weiterentwicklung des Produktportfolios.

Neben den Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten des Konzernverbundes setzt die GCOE als junges Unternehmen auch auf eine Vernetzung und Partnerschaft mit externen Kompetenzpartnern. Dies erfolgt sowohl im wissenschaftlichen Bereich mit direkten Kontakten zu internationalen Universitäten als auch im industriellen Verbund mit hochspezialisierten Partnerlieferanten. Ergänzt wird dies durch einen systematischen Einbezug von Kunden in verschiedenen Segmenten in zukunftsorientierte Bedarfsanalysen und Beta-Tests von vor der Markteinführung befindlichen Lösungen.

Eine weitere Säule der GCOE bildet der direkte Kontakt zu Patentinhabern zur gemeinsamen Bewertung von Vermarktungsmöglichkeiten genehmigter Patente. Hierdurch sichert sich GCOE den mittel- und langfristigen Zugang zu neuen Anwendungssegmenten, unter konsequenter Risiko-/Chancen-Abwägung.

4. Personal

Um unseren Innovationsgrad zu halten, wird anhand einer Schulungsmatrix der individuelle Schulungsbedarf pro Mitarbeiter festgelegt. Die Investitionen zahlen sich durch hochqualifiziertes Personal und einer wachsenden Auftragslage aus. Durch jährliche interne und externe Auditierung ist gewährleistet, dass wir unsere hohen Qualitätsansprüche halten.

II. Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsverlauf und Ertragslage

Auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr, wie das Geschäftsjahr 2023/24, blicken wir gerne zurück.

Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 44.337 sind um T€ 1.908 oder um 4,5 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Sie liegen um T€ 3.583 unter unserer Jahresplanung von T€ 47.920. Allerdings beinhalten sie die ersten Umsätze des neuen Aligner Segments, in welches wir später als geplant eingestiegen sind. Wir freuen uns sehr, dass wir ein Umsatzwachstum von 3,3 % im Direktvertrieb erzielen konnten. Konzerninterne Umsätze entwickelten sich ebenfalls erfreulich von T€ 357 auf T€ 813.

Unsere Umsatzerlöse erzielen wir im Wesentlichen aus dem Direkt- und Handelsvertrieb mit Dritten. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr liegt im Direktgeschäft bei 3,3 %, während das Händlergeschäft um 5,9 % stieg.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind von € 1.196 um T€ 258 auf T€ 938 gesunken. Grund hierfür sind im Wesentlichen geringere Währungskursgewinne (T€ -268) sowie Auflösungen aus Wertberichtigungen (T€ -95). Demgegenüber stehen im Wesentlichen Einmaleffekte aus der Weiterberechnung von Marketingaufwendungen (T€ +52).

Der Materialaufwand ist um T€ 253 oder 1,1 % leicht gesunken und ergibt sich hauptsächlich aus Währungskursschwankungen sowie aus "Scaling-Effekten".

Trotz volatiler Währungskurse und dem Einfluss der Inflation konnten wir die Marge (Umsatzerlöse minus Materialaufwand in Relation zu den Umsatzerlösen) im Geschäftsjahr 2023/24 von 46,0 % auf 48,9 % erhöhen. Sie erfüllt damit unsere Erwartungen.

Die Personalaufwendungen sind um T€ 905 gegenüber dem Vorjahr angestiegen und belaufen sich im Geschäftsjahr 2023/24 auf T€ 5.954. Die Personalaufwendungen enthalten weitsichtige Verstärkungen unseres Verkaufsteams und unterstützenden Funktionen. Darüber hinaus wurden im Vorjahr Mitarbeiter aus der Personalführungsgesellschaft übernommen. Ihre Aufwendungen betreffen erstmalig im Berichtsjahr das gesamte Wirtschaftsjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 9.543) sind gegenüber dem Vorjahr um 1,2 % gestiegen und damit nahezu unverändert.

Auf Grund der Darlehenstilgungen sind die Zinsaufwendungen von T€ 70 auf T€ 37 gesunken.

Daraus ergibt sich ein um T€ 909 höheres Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von T€ 7.091 (Vorjahr T€ 6.182).

Die Steueraufwendungen sind von T€ 2.088 um T€ 238 auf T€ 1.850 gesunken. Sie beinhalten Steuererstattungen in Höhe von T€ 450 aus einer Betriebsprüfung unserer Betriebsstätte in Frankreich.

Daraus resultiert ein um T€ 1.183 gestiegener Jahresüberschuss von T€ 5.205.

Die Lage des Unternehmens hat sich gegenüber Vorjahren weiter deutlich verbessert. Die Zukunftsaussichten sind positiv. Auf Basis unserer rollierenden Finanzplanung werden in den kommenden Geschäftsjahren positive Zahlungsströme und Jahresergebnisse erwirtschaftet werden, welche wir durch die Erschließung neuer Märkte in der Region EMEA (Europe, Middle-East, Asia) sowie durch ein stringentes Kostenmanagement erreichen werden. Im Berichtsjahr konnten wir Umsätze in Höhe von T€ 48 aus der angestrebten Produktportfolioerweiterung in das Aligner-Segment realisieren. Dies lag auf Grund des verspäteten Markteintritts weit unter unseren Erwartungen. Gemäß unseren Prognosen für das Geschäftsjahr 2024/25 erwarten wir, dass dieses Produktportfolio einen wesentlichen Anteil an den Umsätzen haben wird.

2. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich von T€ 22.572 um T€ 3.171 auf T€ 25.743 erhöht.

Die in den letzten Geschäftsjahren etablierten Working Capital Maßnahmen zeigen ihre Effizienz auf der Aktivseite in dem Anstieg der flüssigen Mittel mit einer Erhöhung von T€ 4.609. Dies wird unter anderen auch in dem Rückgang der Forderungen (T€ -673) trotz steigender Umsätze sichtbar und den verminderten sonstigen Vermögensgegenständen (T€ -683).

Wie im Vorjahr besteht das Vorratsvermögen nur aus fremdbezogenen Waren (Handelswaren), weiterverarbeiteten Handelswaren sowie Verpackungs- und Werbematerialien. Es freut uns sehr, dass die getroffenen Working Capital Maßnahmen der Vorjahre sichtbar werden und das Vorratsvermögen mit einem nahezu gleichen Wert in Höhe von T€ 12.770 gegenüber dem Vorjahr (T€ 12.778) die gestiegenen Umsätze unterstützt.

Die Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der verbundenen Unternehmen von T€ 5.927 um T€ 673 auf T€ 5.254 ist auf unser permanentes Forderungsmanagement zurückzuführen. Risiken etwa auf Grund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen oder durch Umsätze in Krisengebieten, sind durch entsprechende Abschläge berücksichtigt.

Die durchschnittliche Dauer der Außenstände von Kundenforderungen hat sich im Geschäftsjahr leicht von 48 auf 42 Tage vermindert.

Die Rückstellungen sind um T€ 152 auf T€ 4.766 gesunken. Verminderten Steuerrückstellungen (T€ -488) stehen im Wesentlichen Rückstellungen für offene Eingangsrechnungen (T€ +123) sowie höhere Personalrückstellungen (T€ +208) gegenüber.

Die Finanzierung der GCOE erfolgt nahezu vollständig durch Innenfinanzierung im Konzernverbund. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden bestehende Darlehen in Höhe von T€ 2.765 getilgt. Daneben stiegen die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von T€ 577 um T€ 604 auf T€ 1.181.

Die Lieferantenverbindlichkeiten sind um T€ 398 auf T€ 2.817 gestiegen und liegen im Einklang mit der Lead Time unserer Lieferanten.

Die Verbindlichkeiten von T€ 4.160 machen einen Anteil von 16,2 % (Vorjahr 26,7 %) der Bilanzsumme aus und unterstreicht wiederum die positive Entwicklung der letzten Geschäftsjahre.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden verschiedene Kennzahlen verwendet. Basis hierfür sind monatliche Auswertungen (BWA). Die verwendeten Kennzahlen sind vor allem das EBIT (Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern), die Umsatzrendite und der Cashflow.

Das EBIT ist im Wesentlichen auf Grund der positiven Umsatzentwicklung auf T€ 7.091 (Vorjahr T€ 6.182) gestiegen. Da der Markteinstieg in das Aligner Segment verspätet stattfand, konnte die Vorjahresprognose von T€ 7.996 nicht erreicht werden.

Die Umsatzrendite berechnen wir aus dem EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Die Umsatzrendite beträgt im Geschäftsjahr 2023/24 nunmehr 16,0% und liegt damit oberhalb des Vorjahres (14,6 %) und unterhalb unserer Vorjahressprognose.

Der zur Steuerung verwendete Cashflow wird bei der GCOE vereinfachend aus der Summe von Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen ermittelt. In Folge des gestiegenen Jahresergebnisses ist der Cashflow im Vergleich zum Vorjahr um T€ 1.162 auf nunmehr T€ 5.217 gestiegen. Der aus der Veränderung der Flüssigen Mittel abgeleitete Cashflow beträgt insgesamt T€ +4.609. Dieser fällt niedriger aus als der vereinfacht ermittelte Cashflow, da bspw. die Zahlungen von Verbindlichkeiten sowie die Begleichung der Forderungen berücksichtigt sind.

Sonstige wichtige Kennzahlen

Ganz im Sinne unseres No Kokoro Verhaltenskodex stehen Innovation und unsere Mitarbeiter im Zentrum unserer Bemühungen. SEMUI ist für uns eine Voraussetzung auf dem Weg mit unseren Produkten und Innovationen gesunde und lang lebende Gesellschaften zu realisieren. Unseren langjährigen Erfolg und unsere Stellung im Markt verdanken wir dem Handeln unserer Mitarbeiter. Im Bewusstsein dieser Verantwortung fördern und fordern wir unsere Talente. Im Berichtsjahr haben wir im Durchschnitt 68 Mitarbeiter beschäftigt.

Unsere Weiterbildungsanstrengungen sind um Umwelt und Qualität gebündelt. Vielfältige Initiativen in diesem Bereich haben dazu beigetragen, vielfältige Verbesserungen zu erreichen. Wir sind ISO 13485:2016 zertifiziert. Wiederkehrende Prüfungen bestätigen unseren Anspruch an das integrierte Qualitätsmanagementsystem. Die Teilnahme an E-Learning Modellen und der "GC Academy" leistet einen wichtigen Beitrag die Effizienz unseres Unternehmens zu steigern.

Chancen- und Risikobericht

1. Erläuterungen zum Risikomanagementsystem

Unsere Zielsetzung ist es, die Risiken der betrieblichen Geschäftstätigkeit systematisch zu identifizieren und bestehende Risiken sowie mögliche Konsequenzen aus der Übernahme von Risiken zu kennen, um dadurch die Geschäfte risikobewusst steuern zu können. Das heißt, kalkulierte Risiken einzugehen und existenzgefährdende Risiken auszuschließen.

Die an unseren Risikoprozessen beteiligten Ebenen sind die Geschäftsleitung, die Entwicklungsleitung, das Controlling und der Vertrieb.

Das interne Risikomanagement für die Prozesse, Wachstum und Verwaltung wird über Controlling, Auswertungswesen, finanzbuchhalterische Prozesse und dem Qualitätsmanagement gesteuert.

Wir sind ein nach ISO 13485:2016 zertifiziertes Unternehmen. Unsere Kennzahlen und Planungen ermitteln wir aus monatlichen betriebswirtschaftlichen Auswertungen, aus Qualitätsberichten, Managementberichten, Reklamationsberichten und Projektstandkontrollen, die in unserer Datenbank erfasst werden. Unsere Teams tagen regelmäßig und tragen die Ergebnisse zusammen.

Zu Beginn eines Wirtschaftsjahres werden Schlüsselergebnisse definiert. Um diese zu erreichen, werden Maßnahmen des Controllings und der Mitarbeiterentwicklung getroffen.

Die Geschäftsführung zeichnet sich durch ein konservatives Ausgabeverhalten und durch transparente Kommunikation aus.

Nachfolgend wird Bezug auf die wesentlichen Chancen und Risiken der Gesellschaft genommen, jeweils in absteigender Reihenfolge nach Wichtigkeit geordnet. Es haben sich keine wesentlichen Änderungen zum Vorjahr ergeben.

2. Chancen der künftigen Entwicklung

Chancen ergeben sich insbesondere durch den Einbezug der Gesellschaft in die GC-Unternehmensgruppe. Die GCOE sieht vor allem Chancen in der Erschließung weiterer Märkte in der EMEA-Region sowie in der Neu- und Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen, wobei die Entwicklung von Produkten in Zusammenarbeit mit anderen Konzerngesellschaften erfolgt.

Neben ständig aktualisierter Vertriebsprognosen und einer weiteren Verbesserung des Marketings, das bei der Durchdringung und Erschließung bestehender und neuer Märkte dienen soll, werden auch Chancen auch in einem stringenten Kostenmanagement gesehen.

Aufgrund des engen Kontaktes zu Patentinhabern werden Chancen in der Vermarktung von genehmigten Patenten gesehen.

3. Risiken der künftigen Entwicklung

Die wesentlichen ertragsorientierten Risiken der GCOE ergeben sich überwiegend aus dem EUR/Yen Wechselkurs im Beschaffungsbereich. Risiken bestehen weiter in der Abhängigkeit von Hauptlieferanten sowie in der Entwicklung von Rohstoff- und Energiepreisen, insbesondere in Folge des Ukraine Konflikts. In Bezug auf die Wechselkursrisiken ist im Rahmen des Liefervertrags durch Festlegung von Wechselkursbandbreiten grundsätzlich eine Risikobegrenzung vorgesehen.

Ein zusätzliches Risiko ergibt sich aus der Preisgestaltung von Mitbewerbern in vergleichbaren Produktsegmenten.

Hinsichtlich Forderungsausfälle unterliegt die GCOE einem branchenüblichen Ausfallrisiko. Wir verfügen über einen solventen Kundenstamm, bei dem Forderungsausfälle eher die Ausnahme sind. Darüber hinaus besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Im Rahmen des Liquiditätsmanagements werden Zahlungseingänge engmaschig kontrolliert.

Die Gesellschaft benötigt auch künftig qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, legt GCOE großen Wert auf eine fachliche Weiterbildung. Dazu werden regelmäßig interne und externe Weiterbildungsmaßnahmen angeboten, die individuell im Vorfeld bestimmt werden.

Die wachsende Vernetzung der Informationssysteme und die Forderung nach deren permanenter Verfügbarkeit stellen immer höhere Ansprüche an die eingesetzte Informationstechnologie und die IT-Infrastruktur. Mit dem Einsatz moderner Hard- und Software sowie der stetigen technologischen Erneuerung unserer IT-Infrastruktur begegnen wir möglichen Risiken und gewährleisten die Verfügbarkeit und Sicherheit der IT-Systeme. Im Rahmen eines mehrjährigen Programms verfolgen wir die Harmonisierung historisch gewachsener IT-Strukturen, um diese durch eine weitgehend einheitliche IT-Struktur zu ersetzten. Die Sicherheit der Systeme und des Datenbestandes sind gewährleistet.

Erkennbare Risiken der Gesellschaft werden im Rahmen der operativen Budgetplanung berücksichtigt. Darüber hinaus ist die Gesellschaft in die regelmäßige Berichterstattung des Konzerns eingebunden. Aufgrund des Planungs- und Berichtwesens sind wir zuversichtlich, abzeichnende Risiken frühzeitig erkennen zu können.

Bestandsgefährdende Risiken oder Risiken, die geeignet wären, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig und wesentlich zu beeinträchtigen, bestehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht.

III. Prognosebericht

Die Prognose der GCOE sieht weiterhin steigende Umsatzerlöse und eine Stärkung der Eigenkapitalbasis vor. Für das Geschäftsjahr 2024/25, welches gut gestartet ist, wird mit einem Umsatz von rund € 49,8 Mio. gerechnet, was einer Steigerung der Umsatzerlöse von etwa 12,4 % entspricht. Das EBIT wird durch diese Entwicklung ebenfalls um 3,9% auf T€ 8.647 ansteigen. Dadurch wird der Cashflow der GCOE deutlich gestärkt. Wir rechnen mit einer Umsatzrendite von 17,4 %.

Die GCOE beabsichtigt weiter ihren konsequenten Weg des Geschäftsausbaus zu betreiben, um weitere Marktanteile und Kunden zu gewinnen. Für das laufende Geschäftsjahr sind ambitionierte Umsätze für das Aligner Segment in Höhe von T€ 1.000 vorgesehen.

Das geplante Wachstum soll ohne erhebliche Investitionen oder Einmalaufwendungen erreicht werden, weshalb auch die Ertragsprognose positiv ausfällt.

Aufgrund der erwarteten Zahlungsströme wird die GCOE somit auch zukünftig in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Diese Planungen sind von Unsicherheiten behaftet, welche uns etwa die die Krisengebiete innerhalb Europas und weltweit immer wieder vor Augen führen. Wir begegnen diesen Unsicherheiten mit einem rollierenden Forecast.

 

Breckerfeld, 4. Juni 2024

GC Orthodontics Europe GmbH

Die Geschäftsführung

Josef Richter

Dries Baets

Katrin Langer

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

31.03.2024
31.03.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.618,00 53.696,00
2. Geleistete Anzahlungen 23.241,94 10.961,38
72.859,94 64.657,38
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 72.238,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.443,00 4.025,00
5.443,00 76.263,00
78.302,94 140.920,38
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 129.737,25
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 12.697.524,04 12.630.931,91
3. Geleistete Anzahlungen 72.005,37 16.954,24
12.769.529,41 12.777.623,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.102.381,93 5.603.032,02
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 151.700,90 324.087,15
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.199.366,39 1.881.989,24
6.453.449,22 7.809.108,41
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 6.439.924,58 1.830.484,68
25.662.903,21 22.417.216,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 13.761,87
D. Aktive latente Steuern 1.915,37 0,00
25.743.121,52 22.571.898,74

Passiva

31.03.2024
31.03.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
II. Gewinnvortrag 11.462.227,97 7.440.159,86
III. Jahresüberschuss 5.204.980,62 4.022.068,11
16.817.208,59 11.612.227,97
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 3.527.202,78 4.015.568,91
2. Sonstige Rückstellungen 1.238.715,75 901.897,04
4.765.918,53 4.917.465,95
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.817.441,72 2.419.875,74
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.180.883,89 3.341.770,81
3. Sonstige Verbindlichkeiten 161.668,79 269.383,62
4.159.994,40 6.031.030,17
D. Passive latente Steuern 0,00 11.174,65
25.743.121,52 22.571.898,74

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

2023/24
2022/23
1. Umsatzerlöse 44.337.388,73 42.429.724,66
2. Sonstige betriebliche Erträge 938.291,49 1.195.598,69
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren -22.675.937,87 -22.928.917,24
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.585.764,13 -3.907.050,72
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.368.018,78 -1.141.620,69
5. Abschreibungen -11.554,85 -32.907,85
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -9.542.957,45 -9.432.862,81
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -36.928,07 -70.273,41
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.849.560,45 -2.087.768,59
9. Ergebnis nach Steuern 5.204.958,62 4.023.922,04
10. Sonstige Steuern 22,00 -1.853,93
11. Jahresüberschuss 5.204.980,62 4.022.068,11

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

1. Allgemeines

Die GC Orthodontics Europe GmbH (im Folgenden auch GCOE) hat ihren Sitz in Breckerfeld und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hagen eingetragen (HRB 9197). Sie ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. des § 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft hat ein abweichendes Geschäftsjahr vom 1. April bis zum 31. März eines Folgejahres. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

2. Angaben zu angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Es wird unverändert von der Unternehmensfortführung ausgegangen (Going Concern), da die Finanzierung der Gesellschaft konzernintern gesichert ist.. Die derzeitige Cash Flow-Planung weist zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses keine Deckungslücken auf. Die Gesellschaft geht daher davon aus, alle Verpflichtungen zeitgerecht zu erfüllen.

Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie am Abschlusssichttag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt worden.

Im Einzelnen werden wie folgt bewertet:

ANLAGEVERMÖGEN

Entgeltich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer der Wirtschaftsgüter beträgt 1 bis 3 Jahre.

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen wurde die voraussichtliche Nutzungsdauer (3 bis 13 Jahre) des jeweiligen Vermögensgegenstandes zugrunde gelegt.

Die Abschreibungen beim beweglichen Anlagevermögen erfolgten linear.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 250,00 wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von € 250,01 bis € 1.000,00 werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben.

UMLAUFVERMÖGEN

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie an Handelswaren sind mit den durchschnittlichen Einstandspreisen aktiviert. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten) bewertet. Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden vorgenommen. Ebenso wurde die verlustfreie Bewertung beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird zusätzlich durch eine ausreichend bemessene Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

EIGENKAPITAL

Das gezeichnete Kapital, wie die übrigen Eigenkapitalpositionen, wird zum Nennwert bilanziert.

RÜCKSTELLUNGEN

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank ermittelten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

VERBINDLICHKEITEN

Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

LATENTE STEUERN

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Diese Differenzen führen zu passiven latenten Steuern.

Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Geschäftsvorfälle in Fremdwährungen werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände und -verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

3. Angaben zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen im Geschäftsjahr 2023/24 ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich, der Bestandteil des Anhangs ist.

3.2 Vorratsvermögen

Unter den fertigen Erzeugnissen und Waren werden fremdbezogene Waren (Handelswaren) und weiterverarbeitete Handelswaren ausgewiesen. Eine Weiterverarbeitung der Handelswaren durch GCOE kann auf Grund von kundenspezifischen Wünschen erfolgen. Aus Sicht der GCOE führen diese Tätigkeiten weder zu einer signifikanten Werterhöhung der Handelswaren noch zu einer signifikanten Veränderung der Beschaffenheit der Vorräte. Unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden Verpackungsmaterialien ausgewiesen.

3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Im Berichtsjahr bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 152 (Vorjahr T€ 324). Die ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Von den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 1.199 (Vorjahr T€ 1.882) haben T€ 27 (Vorjahr T€ 106) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die in der Bilanz gem. § 274 Abs. 1 HGB ausgewiesenen aktiven latenten Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus unrealisierten Fremdwährungseffekten. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden unternehmensindividuellen Steuersatz von 31,93 %.

3.4 Eigenkapital

Das Eigenkapital beträgt T€ 16.817 (Vorjahr T€ 11.612). Davon entfallen T€ 16.667 (Vorjahr T€ 11.462) auf den Gewinnvortrag sowie den Jahresüberschuss des jeweiligen Jahres.

3.5 Sonstige Rückstellungen

Unter der Position "sonstige Rückstellungen" werden im Wesentlichen Kosten für ausstehende Rechnungen, ausstehenden Urlaub bzw. Boni, die Jahresabschlusserstellung und die Jahresabschlussprüfung gezeigt.

3.6 Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, sofern hier nicht anders angegeben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegen die Gesellschafterin in Höhe von T€ 15 (Vorjahr T€ 2.765). Diese entfallen mit T€ 15 (Vorjahr T€ 20) auf den Liefer- und Leistungsverkehr und mit T€ 0 (Vorjahr T€ 2.765) auf Darlehensverbindlichkeiten.

Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.166 (Vorjahr T€ 557) resultieren aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Die Darlehensverbindlichkeiten bestanden im Vorjahr gegenüber der Gesellschafterin, GC Europe AG, Luzern/Schweiz und konnten im Berichtsjahr vollständig getilgt werden.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 51 (Vorjahr T€ 27) und Verbindlichkeiten aus der sozialen Sicherheit von T€ 59 (Vorjahr T€ 1).

4. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr Umsatzerlöse in Höhe von T€ 44.337 (Vorjahr T€ 42.430).

Die regionale Differenzierung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2023/2024
T€
2022/2023
T€
Frankreich und Nordafrika 19.003 18.038
Deutschland, Österreich und Schweiz 12.108 12.358
Osteuropa 4.357 4.113
Benelux 3.542 3.362
Italien 1.165 1.274
Israel 535 528
Großbritannien und Südafrika 515 280
Mittlerer Osten 561 392
Spanien und Portugal 928 927
USA 167 357
Nordeuropa 414 509
Russland 839 55
Vereinigte Arabische Emirate 202 182
Sonstige 1 55
44.337 42.430

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 149 (Vorjahr T€ 193) enthalten, die sich aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen T€ 95 (Vorjahr T€ 171) sowie Auflösungen von Rückstellungen von T€ 55 (Vorjahr T€ 20) ergeben. Darüber hinaus sind Erträge aus der Währungsumrechnung von T€ 552 (Vorjahr T€ 820) enthalten und konzerninterne Verrechnungen von T€ 208 (Vorjahr T€ 182).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von T€ 60 (Vorjahr T€ 0) aus der Veränderung von Wertberichtigungen sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von T€ 2.050 (Vorjahr T€ 961).

Personalaufwendungen

Die Personalaufwendungen enthalten mit T€ 9 (Vorjahr T€ 7) Aufwendungen aus der Altersversorgung.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen bestehen mit T€ 37 (Vorjahr T€ 70) vollständig gegenüber verbundenen Unternehmen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steueraufwendungen betreffen mit T€ 1.850 (Vorjahr T€ 2.088) Aufwendungen für Körperschafts- und Gewerbesteuer. Davon entfallen auf die französische Betriebsstätte T€ 348 (Vorjahr T€ 336) sowie Erträge aus Vorjahren in Höhe von T€ 398. Das deutsche Stammhaus trägt eine Steuerlast von T€ 1.863 (Vorjahr T€ 1.750). Darüber hinaus sind Erträge aus Steuer Latenzen in Höhe von T€ 13 enthalten, denen im Vorjahr ein Aufwand von T€ 11 gegenüberstand.

5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB betragen T€ 210 (Vorjahr T€ 166). Es handelt sich um Verpflichtungen aus bestehenden Leasingverträgen und einem Mietvertrag. Die Verpflichtungen betreffen mit T€ 65 verbundene Unternehmen. Ausgewiesen wird der Nominalwert der Verpflichtungen aufgrund der vertraglichen Laufzeiten.

T€
Laufzeit bis 1 Jahr 142
Laufzeit von mehr als 1 Jahr 68
- davon mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren 0
Gesamtverpflichtung 210

Mit den sonstigen Miet- und Leasingverträgen wird die Kapitalbindung der Gesellschaft reduziert und das Investitionsrisiko verbleibt beim Leasinggeber. Damit wird die Bilanz- und Finanzierungsstruktur verbessert. Risiken können sich aus der Vertragsbindung bei längeren Laufzeiten ergeben, soweit eine künftige Nutzung dieser Gegenstände nicht mehr möglich wäre, wofür derzeit aber keine Anhaltspunkte bestehen.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse.

6. Sonstige Angaben

6.1 Personalbestand

Im Geschäftsjahr hat die Gesellschaft durchschnittlich 46 (Vorjahr 24) Arbeitnehmer in Deutschland und 22 (Vorjahr 20) Arbeitnehmer in Frankreich beschäftigt.

6.2 Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Für den Abschlussprüfer wurden im Geschäftsjahr Honorare in Höhe von T€ 42 für die Abschlussprüfung erfasst. Sonstige Leistungen wurden nicht erbracht.

6.3 Angaben zur Geschäftsführung

Gemeinschaftlich vertretungsberechtigte Geschäftsführer sind Herr Josef Richter, Vaduz/Liechtenstein, COO und Präsident der GC Europe AG, Luzern/Schweiz, Katrin Langer, Hergiswil/Schweiz, Vice President Sales der GC Europe AG, Luzern/Schweiz sowie Herr Dries Baets, Heist op den Berg/Belgien, Vice President Finance der GC Europe AG, Luzern/Schweiz.

Die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurden unter Berücksichtigung von § 286 HGB unterlassen.

6.4 Konsolidierungskreis

Die GC Europe AG, Luzern/Schweiz, ist die Gesellschafterin der GCOE. Die Berichtsgesellschaft wird über die GC Europe AG in den Konzernabschluss der GC International AG, Luzern/Schweiz, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis an Konzernunternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss ist bei der GC International AG erhältlich.

Die GC Holding AG, Luzern/Schweiz, erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis an Konzernunternehmen. Der Konzernabschluss ist bei der GC Holding AG erhältlich.

6.5 Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Alle diese Geschäfte werden grundsätzlich nur zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen, daher entfällt die Angabe gemäß § 285 Nr. 21 HGB.

6.6 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage auswirken könnten, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

6.7 Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Breckerfeld, 4. Juni 2024

Josef Richter, Geschäftsführer

Dries Baets, Geschäftsführer

Katrin Langer, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.04.2023
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.03.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 87.828,75 0,00 0,00 0,00 87.828,75
2. Geleistete Anzahlungen 10.961,38 12.280,56 0,00 0,00 23.241,94
98.790,13 12.280,56 0,00 0,00 111.070,69
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 89.662,25 0,00 0,00 88.330,00 1.332,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.737,11 2.875,00 0,00 0,00 40.612,11
127.399,36 2.875,00 0,00 88.330,00 41.944,36
226.189,49 15.155,56 0,00 88.330,00 153.015,05
Kumulierte Abschreibungen
01.04.2023
Zugänge
Abgänge
31.03.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 34.132,75 4.078,00 0,00 38.210,75
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
34.132,75 4.078,00 0,00 38.210,75
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 17.424,25 6.019,85 22.111,85 1.332,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.712,11 1.457,00 0,00 35.169,11
51.136,36 7.476,85 22.111,85 36.501,36
85.269,11 11.554,85 22.111,85 74.712,11
Restbuchwerte
31.03.2024
31.03.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.618,00 53.696,00
2. Geleistete Anzahlungen 23.241,94 10.961,38
72.859,94 64.657,38
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 72.238,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.443,00 4.025,00
5.443,00 76.263,00
78.302,94 140.920,38

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GC Orthodontics Europe GmbH, Breckerfeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GC Orthodontics Europe GmbH, Breckerfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GC Orthodontics Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 4. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Flür, Wirtschaftsprüfer

ppa. Denis Varosi, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.03.2024 wurde am 19.09.2024 festgestellt.

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