Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 100426
Vorher
Vierte BV GmbHBayer Animal Health GmbH
Eingetragen
13.1.2004
Branche
Herstellung von Futtermitteln für NutztiereGroßhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenErbringung von landwirtschaftlichen Dienstleistungen für die Tierhaltung
Gegenstand
Vertrieb, sonstige industrielle Betätigung oder Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet Tiergesundheit und Tierpflege.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Klaus Dr. Wening
seit 5.12.2023
Prokura
Prokura
Stefan Puschmann
seit 4.4.2023
Prokura
Prokura
Matthias Dr. Storch
seit 4.4.2023
Prokura
Liska Vehling
seit 4.4.2023
Geschäftsführer
Prokura
Cindy Wichmann
seit 4.4.2023
Prokura
Andrea Kettner
seit 4.4.2023
Prokura
Julia Felten
seit 4.4.2023
Prokura
Jörn Stölting
seit 4.4.2023
Prokura
Prokura
Marc Dr. Hehmann
seit 4.4.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Elanco Holdings LLC, eine nach den Gesetzen des Bundesstaates Indiana, Vereinigte Staaten von Amerika ordnungsgemäß gegründete und bestehende Gesellschaft (Kapitalgesellschaft nach US-amerikanischem Recht)USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Elanco Animal Health GmbH (vormals: Bayer Animal Health GmbH)

Monheim am Rhein (vormals: Leverkusen)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Elanco Animal Health GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Elanco Animal Health GmbH, Monheim am Rhein - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Elanco Animal Health GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 4. November 2025

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Schier, Wirtschaftsprüfer

Karoleev, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.639.075 5.455.257
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 359.925 406.399
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.351.386 2.474.039
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.770.634 1.402.722
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.097.781 906.718
5.579.726 5.189.878
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 32.150.767 32.150.767
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 165.344.117 222.994.804
3. Sonstige Ausleihungen 36.750 70.583
197.531.634 255.216.154
205.750.435 265.861.289
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 13.222.941 6.105.746
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 4.211.454 19.619.876
17.434.395 25.725.622
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.397.762 8.364.333
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 544.489.044 440.901.477
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.433.178 5.641.455
549.319.984 454.907.265
III. Guthaben bei Kreditinstituten 11.527.393 33.045.437
578.281.772 513.678.324
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.510.851 1.856.185
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 3.081.974 4.145.071
789.625.032 785.540.869

Passiva

31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000 25.000
II. Kapitalrücklage 32.105.050 32.105.050
III. Gewinnvortrag 136.515.466 136.515.466
IV. Jahresüberschuss 0 0
168.645.516 168.645.516
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 124.700.959 132.267.574
2. Steuerrückstellungen 24.534.499 24.559.499
3. Sonstige Rückstellungen 24.507.460 37.609.476
173.742.918 194.436.549
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.952.323 13.119.699
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 433.706.665 407.098.925
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.577.610 2.240.180
davon aus Steuern EUR 1.577.609 (Vj. EUR 2.220.295)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0 (Vj. EUR 0)
447.236.598 422.458.804
789.625.032 785.540.869

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1.1.- 31.12.2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 723.421.561 883.334.031
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 294.057.202 278.822.973
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 429.364.359 604.511.058
4. Vertriebskosten 9.004.295 17.556.204
5. Forschungs- und Entwicklungskosten 62.568.548 95.375.162
6. Allgemeine Verwaltungskosten 164.480.984 126.146.098
7. Sonstige betriebliche Erträge 29.402.118 45.501.119
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 27.191.785 61.488.790
-233.843.494 -255.065.135
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.811.184 4.810.642
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 3.811.184 (Vj. EUR 4.810.642)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.788.675 1.258.505
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 3.209.963 (Vj. EUR 1.258.505)
davon Erträge aus der Abzinsung EUR 1.284.084 (Vj. EUR 0)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.346 14.503.242
davon an verbundene Unternehmen EUR 0 (Vj. EUR 284.905)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 0 (Vj. EUR 14.170.843)
10.587.513 -8.434.095
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0 230.103
13. Ergebnis nach Steuern 206.108.378 340.781.725
14. Aufwendungen aus Ergebnisabführung -206.108.378 -340.781.725
15. Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Elanco Animal Health GmbH (im Folgenden auch „EAH“ oder „Gesellschaft“) hat ihren Sitz in Monheim am Rhein und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (HRB 100426).

Mit Datum vom 10. Januar 2023 hat die Gesellschafterversammlung die Änderung der Firmierung von Bayer Animal Health GmbH zu Elanco Animal Health GmbH beschlossen. Darüber hinaus erfolgte zeitgleich die Sitzverlegung von Leverkusen nach Monheim am Rhein. Beide Änderungen wurden am 4. April 2023 in das Handelsregister eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. und unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Gliederung und Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Die Elanco Animal Health GmbH ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, werden weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Im Zuge der weiteren Harmonisierung der Zuordnung von Kostenblöcken innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung an Konzernvorgaben ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich. In diesem Zusammenhang ergaben sich Verschiebungen, welche im Wesentlichen die Herstellungskosten, die allgemeinen Verwaltungskosten sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen. Zudem wurden in diesem Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten zum Teil den Herstellungskosten allokiert, da in diesem Zusammenhang entsprechende Umsätze erzielt wurden. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf die Ausführungen zur Gewinn- und Verlustrechnung in diesem Anhang sowie auf die Ausführungen zur Ertragslage im Lagebericht.

Mit Eintragung im Handelsregister am 2. September 2020 besteht für alle Geschäftsjahre, welche ab 1. September 2020 beginnen, zwischen der Elanco GmbH, Cuxhaven, und der Gesellschaft ein Ergebnisabführungsvertrag, wonach sich die Gesellschaft verpflichtet hat, ihren gesamten Gewinn an die Elanco GmbH abzuführen. Ebenso ist die Elanco GmbH ab dem 1. September 2020 dazu verpflichtet, etwaig entstehende Verluste der Gesellschaft auszugleichen. Hiermit wurde ebenfalls eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Elanco GmbH als Organträgerin und der Elanco Animal Health GmbH als Organgesellschaft ab dem am 1. September 2020 beginnenden Geschäftsjahr begründet.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Gesellschaft ausgegangen. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen unverändert maßgebend.

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert.

Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert.

Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig und unter der Zugrundelegung folgender voraussichtlicher Nutzungsdauer:

Anlageklasse Nutzungsdauer
Bauten 12 bis 20 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 12 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 12 Jahre

Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die Herstellungskosten der Sachanlagen werden in Höhe der handelsrechtlichen Untergrenze bemessen (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst). Einbeziehungswahlrechte werden nicht ausgeübt. Auch Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der fertigungsbedingten Abschreibungen.

Vermögensgegenstände mit einem Wert von EUR 250 bis EUR 1.000 werden in einem steuerlichen Sammelposten aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz erfasst, der linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben wird.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten von geringwertigen abnutzbaren beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, die selbständig nutzbar sind, werden im Geschäftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Aufwand erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut den Wert von EUR 800 nicht übersteigen.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden mit ihren, bis zum Bilanzstichtag, geleisteten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert.

In den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren und fertige Erzeugnisse werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Niedrigere Marktpreise bzw. niedrigere beizulegende Werte werden durch Abschreibungen berücksichtigt (verlustfreie Bewertung).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen saldiert. Ein daraus verbleibender aktiver Saldo wird in der Bilanz gesondert als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ ausgewiesen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Heubeck Richttafeln 2018 G ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der dazu von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) genutzt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,00 % (Vorjahr 3,00 %) und Rentensteigerungen von jährlich 2,14 % (Vorjahr 2,50 %) zugrunde gelegt. Für Zwecke der Fluktuation werden, nur alters- und dienstzeitabhängige Veränderungen berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (1,82 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,74 %) beläuft sich auf TEUR 2.248 (Vorjahr TEUR 10.726).

Der beizulegende Zeitwert der saldierten Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung wurde anhand von Marktpreisen auf einem aktiven Markt bestimmt.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind mit den Beträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe ihres voraussichtlichen Erfüllungsbetrages. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Ungewisse Verbindlichkeiten werden in Höhe der voraus-sichtlichen Inanspruchnahme zurückgestellt (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungs-betrages angesetzt. Preis- und Kostensteigerungen sind angemessen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die im Anhang angegebenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch unrealisierte Währungskursdifferenzen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist im Anlagenspiegel, welcher dem Anhang als Anlage beigefügt ist, unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres dargestellt.

Zum 31. Dezember 2023 hält die Elanco Animal Health GmbH 100 % der Anteile an der KVP Pharma+Veterinär Produkte GmbH, Kiel, sowie 100 % der Anteile an der Elanco Deutschland GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe. Das Eigenkapital der KVP Pharma+Veterinär Produkte GmbH, Kiel, zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 84.977, das Jahresergebnis beträgt TEUR 10.550. Das Eigenkapital der Elanco Deutschland GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe, zum 31. Dezember 2023 beträgt TEUR 14.900, das Jahresergebnis TEUR 4.405. Mit den Tochterunternehmen besteht jeweils ein Beherrschungsvertrag, wonach die Gesellschaft verpflichtet ist, etwaige Verluste des jeweiligen Tochterunternehmens auszugleichen.

Im Geschäftsjahr bestanden Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 165.344 (Vorjahr TEUR 222.995). Diese resultieren aus langfristigen Darlehen an das Tochterunternehmen KVP Pharma+Veterinär GmbH, Kiel, in Höhe von TEUR 165.344 (Vorjahr TEUR 117.344) sowie an die Gesellschafterin Elanco GmbH, Cuxhaven, in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 105.651).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 544.489 (Vorjahr TEUR 440.902) resultieren in Höhe von TEUR 160.126 (Vorjahr TEUR 151.094) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Des Weiteren sind sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 384.363 (Vorjahr TEUR 289.808) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 49.899 (Vorjahr TEUR 84.073), welche, wie im Vorjahr, in voller Höhe auf sonstige Forderungen entfallen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf TEUR 2.433 (Vorjahr TEUR 5.641) und setzen sich im Wesentlichen aus Umsatzsteuerforderungen zusammen.

3. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Es bestehen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Langzeitkonten) zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 6.182 (Vorjahr TEUR 4.822). Diese wurden mit Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert TEUR 9.264, Vorjahr TEUR 8.967; Anschaffungskosten TEUR 9.175, Vorjahr TEUR 9.665) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Unter dem aktiven Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung ist der gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldierte Betrag in Höhe von TEUR 3.082 (Vorjahr TEUR 4.145) ausgewiesen. In Höhe des die Anschaffungskosten übersteigenden Betrags besteht eine Ausschüttungssperre von TEUR 89 (Vorjahr TEUR 0).

4. Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25.

5. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Es bestehen Pensionsverpflichtungen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 162.410 (Vorjahr TEUR 167.150). Diese wurden mit Deckungsvermögen (TEUR 37.709; Vorjahr TEUR 34.882) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. In Höhe des die Anschaffungskosten übersteigenden Betrags des Deckungsvermögens besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 466 (Vorjahr TEUR 0).

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

TEUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 162.410
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 37.243
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 37.709
Verrechnete Erträge 2.827
Verrechnete Aufwendungen 1.543

Saldiert werden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 124.701 (Vorjahr TEUR 132.268) ausgewiesen.

6. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Verpflichtungen gegenüber Personal (z. B. Rückstellungen bezüglich Bonuszahlungen, Überstundenvergütung, Jubiläums- und Frühruhestandsverpflichtungen sowie Rückstellungen für Abfindungszahlungen) in Höhe von TEUR 15.097 enthalten.

7. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 433.707 (Vorjahr TEUR 407.099) resultieren in Höhe von TEUR 184.945 (Vorjahr TEUR 63.330) aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 248.762 (Vorjahr TEUR 343.769) aus sonstigen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 246.890 (Vorjahr TEUR 340.782), welche, wie im Vorjahr, in voller Höhe auf sonstige Verbindlichkeiten entfallen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.578 (Vorjahr TEUR 2.220).

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse aus
Umsatz mit Konzernunternehmen 708.248 98% 859.572 97%
Nettoumsatz mit externen Kunden 15.174 2% 23.762 3%
Summe 723.422 100% 883.334 100%
2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse aus
Tätigkeitsbereich Pet 528.118 73% 718.955 81%
Tätigkeitsbereich Farm 157.331 22% 164.379 19%
Tätigkeitsbereich Sonstiges 37.973 5% 0 0%
Summe 723.422 100% 883.334 100%

Die Umsatzerlöse wurden mit einem Anteil von 2 % (Vorjahr 3 %) im Inland und mit einem Anteil von 98 % (Vorjahr 97 %) im Ausland erzielt.

2. Herstellungskosten

Die Herstellungskosten enthalten im Berichtsjahr Intercompany Weiterbelastungen sowie Service Fees in Höhe von TEUR 45.593 (Vorjahr TEUR 0). Zudem wurden im Berichtsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 25.586 den Herstellungskosten allokiert, da in diesem Zusammenhang entsprechende Umsätze erzielt wurden. Ohne Berücksichtigung dieser Änderungen hätten sich Herstellungskosten in Höhe von EUR 222,9 Mio. ergeben.

3. Forschungs- und Entwicklungskosten

Der Gesamtbetrag der im Geschäftsjahr 2023 getätigten Forschungs- und Entwicklungskosten beläuft sich auf TEUR 62.569 (Vorjahr TEUR 95.375). Ohne Berücksichtigung der unter „2. Herstellungskosten“ beschriebenen Änderung hätten sich Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von EUR 88,2 Mio. ergeben.

4. Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten enthalten Intercompany Weiterbelastungen sowie Service Fees in Höhe von TEUR 146.975 (Vorjahr TEUR 82.268). Ohne Berücksichtigung der Harmonisierung von Kostenblöcken innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung hätten sich allgemeine Verwaltungskosten in Höhe von EUR 144,7 Mio. ergeben.

5. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Wechselkursgewinne in Höhe von TEUR 13.251 (Vorjahr TEUR 40.889). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 7,4 Mio. enthalten, welche im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Wechselkursverluste in Höhe von TEUR 20.965 (Vorjahr TEUR 28.197). Im Vorjahr wurden den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Intercompany Weiterbelastungen sowie Service Fees in Höhe von TEUR 34.072 allokiert. Diese Intercompany Weiterbelastungen sowie Service Fees werden im Berichtsjahr im Wesentlichen den allgemeinen Verwaltungskosten sowie den Herstellungskosten allokiert. Ohne Berücksichtigung der Harmonisierung von Kostenblöcken innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung hätten sich sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von EUR 89,9 Mio. ergeben.

V. Sonstige Angaben

1. Materialaufwand

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren betragen im Geschäftsjahr TEUR 254.189 (Vorjahr TEUR 278.730). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen belaufen sich auf TEUR 3.906 (Vorjahr TEUR 23.592).

2. Personalaufwand

Der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2023 setzt sich aus Gehältern in Höhe von TEUR 41.757 (Vorjahr TEUR 39.910) sowie sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 11.265 (Vorjahr TEUR 18.983), davon für Altersversorgung in Höhe von TEUR 9.247 (Vorjahr TEUR 15.740) zusammen.

3. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen 2023
Tarifmitarbeiter 131
Leitende Mitarbeiter/Angestellte 221
Summe 352

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Wesentliche finanzielle Verpflichtungen resultieren aus Mietverträgen für betriebsnotwendige Gebäude und damit zusammenhängender Serviceleistungen. Die Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- oder Leasingverträgen betreffen ausschließlich Verträge, bei denen die Gesellschaft nach HGB-Vorschriften nicht der wirtschaftliche Eigentümer der gemieteten Vermögensgegenstände ist (Operating Leasing) und enden in zwischen zwei und zehn Jahren. In diesem Zusammenhang beläuft sich der Gesamtbetrag auf ca. EUR 53,5 Mio. Vorteile des Abschlusses solcher Verträge gegenüber dem Kauf der betreffenden Vermögensgegenstände sind die Bilanzneutralität und vor allem die gewonnene Flexibilität. Nachteile bestehen in der Laufzeitbindung.

5. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft:

Dr. Sabine Bongaerts, Chief Operations Officer R&D (ausgeschieden am 15. August 2023)

Liska Vehling, VP Pet Health Growth and Int. CMO

Alle Mitglieder der Geschäftsführung sind einzelvertretungsberechtigt und sind jeweils von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Bzgl. der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da die Bezüge nicht wesentlich von dem durch Rechenvorgang feststellbaren Durchschnittsbetrag abweichen. Ebenso wird auf die Angabe gem. § 285 Nr. 9 b) HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da im Berichtsjahr nur für einen ehemaligen Geschäftsführer Abfindungszahlungen geleistet wurden.

6. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr entfällt mit TEUR 293 vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

7. Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 2.248 (Vorjahr TEUR 10.726) und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Zeitwert der Vermögensgegenstände und den Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt TEUR 555 (Vorjahr TEUR 0) unterliegt nach § 268 Abs. 8 S. 3 HGB einer Ausschüttungs- und Abführungssperre. Die ausschüttungsgesperrten Beträge können bis zu einer Höhe von TEUR 32.105 entsperrt werden.

8. Gesellschafts- und Konzernverhältnisse

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen wird von der Elanco Animal Health Inc., Greenfield, Indiana, USA, aufgestellt und ist auf der Homepage dieser Gesellschaft erhältlich.

9. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen vorgenommen.

10. Gewinnverwendung

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags mit der Elanco GmbH, Cuxhaven, wird der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 206.108 an die Elanco GmbH abgeführt.

11. Haftungsverhältnisse

Zwischen der Gesellschaft und der Elanco Deutschland GmbH, Bad Homburg, sowie der KVP Pharma+Veterinär Produkte GmbH, Kiel, besteht jeweils ein Beherrschungsvertrag mit der Gesellschaft als herrschendem Unternehmen. Im Zuge dessen tritt die Gesellschaft für die Verluste der Elanco Deutschland GmbH, Bad Homburg, sowie der KVP Pharma+Veterinär Produkte GmbH, Kiel, ein. Die Wahrscheinlichkeit für eine konkrete Inanspruchnahme in den nächsten Jahren wird jedoch aufgrund der Bonität der Unternehmensgruppe sowie der Planungsrechnungen als gering eingestuft.

Die Gesellschaft hat Sicherheiten für Kreditverbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gestellt. Diese stellen sich wie folgt dar:

Verpfändung aller Bankkonten,

Verpfändung von IP-Rechten,

Globalzession der Forderungen,

Verpfändung des beweglichen Anlagevermögens

Verpfändung des gesamten Umlaufvermögens

Verpfändung aller Anteile an der Elanco Deutschland GmbH sowie

Verpfändung aller Anteile an der KVP Pharma+Veterinär Produkte GmbH.

Diese Verbindlichkeiten valutieren zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 3.478 Mio. (USD 3.838 Mio.) bei dem verbundenen Unternehmen. Zum aktuellen Zeitpunkt wird die Wahrscheinlichkeit der konkreten Inanspruchnahme, aufgrund der Bonität der Unternehmensgruppe sowie der Planungsrechnungen, als gering eingestuft.

12. Nachtragsbericht

Nach dem 31. Dezember 2023 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft hatten. Des Weiteren wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

 

Monheim am Rhein, den 4. November 2025

Elanco Animal Health GmbH

Liska Vehling, Geschäftsführerin

Der Jahresabschluss wurde am 11.11.2025 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.380.877 0 1.251.642 0 9.129.235
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.453.982 0 0 0 2.453.982
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.941.247 349.319 8.153 261.188 15.543.601
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.898.286 863.410 0 2.790 4.764.486
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 906.718 461.541 6.500 -263.978 1.097.781
22.200.233 1.674.270 14.653 0 23.859.850
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 32.150.767 0 0 0 32.150.767
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 222.994.804 48.000.000 105.650.687 0 165.344.117
3. Sonstige Ausleihungen 70.583 0 33.833 0 36.750
255.216.154 48.000.000 105.684.520 0 197.531.634
287.797.264 49.674.270 106.950.815 0 230.520.719
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.925.620 1.564.540 0 0 6.490.160
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.047.583 46.474 0 0 2.094.057
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.467.208 733.160 8.153 0 13.192.215
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.495.564 498.288 0 0 2.993.852
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
17.010.355 1.277.922 8.153 0 18.280.124
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
21.935.975 2.842.462 8.153 0 24.770.284
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.639.075 5.455.257
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 359.925 406.399
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.351.386 2.474.039
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.770.634 1.402.722
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.097.781 906.718
5.579.726 5.189.878
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 32.150.767 32.150.767
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 165.344.117 222.994.804
3. Sonstige Ausleihungen 36.750 70.583
197.531.634 255.216.154
205.750.435 265.861.289

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell und Geschäftstätigkeit

Die Elanco Animal Health GmbH (im Folgenden „EAH“ oder „Gesellschaft“), hat ihren Sitz in Monheim am Rhein, Nordrhein-Westfalen, und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 100426 eingetragen. Die Gesellschaft ist ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Elanco GmbH, Cuxhaven (im Folgenden auch „Mutterunternehmen“). Zwischen dem Mutterunternehmen und der Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag, wonach sich die Gesellschaft verpflichtet hat, ihren gesamten Gewinn an das Mutterunternehmen abzuführen. Ebenso ist das Mutterunternehmen dazu verpflichtet, etwaig entstehende Verluste der Gesellschaft auszugleichen.

Die oberste Konzernmutter ist die amerikanische Elanco Animal Health Inc. mit Sitz in Greenfield, Indiana, USA. Elanco Animal Health ist eines der weltweit führenden Tiergesundheitsunternehmen. Die Gesellschaft sowie ihr Mutterunternehmen werden in den Konzernabschluss der Elanco Animal Health Inc. einbezogen.

Die Gesellschaft ist im Bereich der Tiergesundheit und Tierpflege tätig. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt in der Entwicklung und Vermarktung von Produkten für Haus- und Nutztiere. Das Geschäft wird in zwei Segmenten betrieben:

Haustiere (Pet Health):

Elanco Animal Health GmbH verfügt über ein breites Tierarznei-Portfolio im Bereich Haustiergesundheit, das nach Indikationen, Tierarten und Formulierungen die Haustiere vor Würmern, Flöhen und Zecken schützt. Des Weiteren befinden sich Schmerz- und Arthrose Präparate für verschiedene Indikationen, Tierarten, Wirkmechanismen und Krankheitsstadien im Portfolio.

Nutztiere (Farm Animal):

Das Portfolio des Nutztier-Segments umfasst u.a. Nahrungsenzyme sowie Tierantibiotika und bedient die wachsende Nachfrage nach Proteinen.

Die Produktion erfolgt im Wesentlichen über die 100 %-ige Tochtergesellschaft KVP Pharma+Veterinär Produkte GmbH, Kiel (im Folgenden auch „KVP“ oder „Tochterunternehmen“). Geschäftszweck der KVP ist die Herstellung, Verpackung und Vertrieb von Produkten für das Tier, insbesondere von Tierarzneimitteln, Produkten für die Tierernährung, technischen Produkten für die tierärztliche Praxis und Tierpflegemitteln; Fertigung biologischer, chemischer und pharmazeutischer Produkte. Weiter hält die Gesellschaft 100 % der Anteile an der Elanco Deutschland GmbH, Bad Homburg (im Folgenden auch „Elanco Deutschland“). Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb von pharmazeutischen und anderen medizinischen Produkten im Bereich Tiergesundheit und auf damit verwandten Gebieten sowie die Erbringung damit im Zusammenhang stehender Dienstleistungen. Mit der KVP sowie der Elanco Deutschland besteht jeweils ein Beherrschungsvertrag mit der Gesellschaft als herrschendem Unternehmen. Demnach ist die Gesellschaft zur Übernahme etwaiger entstehender Verluste der KVP sowie der Elanco Deutschland verpflichtet.

Elanco wird von der Vision angetrieben, dass Nahrung und Gesellschaft das Leben bereichern („food and companionship enriching life“), um die Gesundheit von Tieren, Menschen und dem Planeten zu fördern. In diesem Rahmen bietet Elanco denjenigen, die Tiere aufziehen und pflegen, ein umfassendes Angebot an Tiergesundheitsprodukten und Wissensdiensten, die sie in die Lage versetzen, die globalen Herausforderungen einer vielfältigen und sich verändernden Welt zu bewältigen. EAH sowie die globale Organisation setzen dabei auf die „IPP Strategy“, in der Innovation, Portfolio und Produktivität zu den führenden Prinzipien zählen.

1.2 Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung ist ein zentraler Baustein der Unternehmensphilosophie des Elanco-Konzerns, um Produktideen zur Marktreife zu bringen. Die Gesellschaft betreibt in Monheim einen für den Konzern wichtigen Forschungs- und Entwicklungsstandort. Die Weiterentwicklung mittels Innovationen wird durch das Animal Center unterstützt, mit dem Zweck zur Verbesserung der Gesundheit von Haus- und Nutztieren. Die Entwicklung innovativer Produkte sowie die Anpassung bestehender Produkte im Hinblick auf Qualität und Innovationen, um sich an stetig ändernde Marktbedingungen anzupassen, ist ein wichtiger Faktor für den Konzern sowie die Gesellschaft.

Im Berichtsjahr konnten verschiedene Produktgruppen weiter- sowie neue Produkte entwickelt werden. Insgesamt leistet der Standort Monheim am Rhein mit seinen 208 Forschungs- und Entwicklungs-Mitarbeitern sowie einem großen Animal Center einen signifikanten Beitrag zur Weiterentwicklung der Produkte innerhalb des Elanco-Konzerns. Die gesamten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Geschäftsjahr auf ca. EUR 62,6 Mio. (Vorjahr ca. EUR 95 Mio.).

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Entwicklung Weltwirtschaft

Zum Jahresbeginn 2023 war die Weltwirtschaft im Vergleich zum vierten Quartal 2022 solider aufgestellt und hatte deutlich angezogen, verlangsamte sich jedoch im Jahresverlauf. Insgesamt hat sich die Weltwirtschaft im Jahr 2023 zwar weiter erholt und erneut positiv entwickelt, allerdings befindet sich diese noch nicht wieder auf dem Niveau vor der COVID-19-Pandemie. Ebenso belastet der Ukraine-Krieg und die weiter vorherrschende Inflation die wirtschaftliche Erholung. Der Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) wird für das Jahr 2023 auf ca. 3,2 % geschätzt. Damit ist der Anstieg des BIPs im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 %-Punkte geringer.1 Diese Abschwächung des globalen Wachstums ist insbesondere auf eine nachlassende Erholung nach der COVID-19-Pandemie im Zuge eines bspw. geringeren Anstiegs der Produktion, den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine sowie straffere geldpolitische und finanzielle Rahmenbedingungen zurückzuführen.2

1 EZB (2024): Jahresbericht 2023.
2 IMF (2024): World Economic Outlook April 2024 sowie Kieler Konjunkturberichte: Weltwirtschaft im Winter 2023 Nr. 109 (2023, Q4).

Entwicklung Europa

Im Jahr 2023 wuchs das reale BIP im Euroraum um ca. 0,4 %, wofür vor allem die Binnennachfrage sowie der Außenhandel positive Wachstumsbeträge geleistet haben. Dennoch fällt das Wachstum deutlich geringer als im Vorjahr aus. Diese Wachstumsverlangsamung in 2023 war insbesondere auf die wirtschaftlichen Folgen des Krieges zurückzuführen. Wurde die Industrie insbesondere durch die geldpolitische Straffung, hohe Energiepreise und einer sich abschwächenden weltweiten Nachfrage getroffen, so konnte sich der Dienstleistungssektor relativ gut behaupten, da er noch von den Effekten des Wiederhochfahrens der Wirtschaft nach der Pandemie profitierte.3

Die Gesamtinflation im Euroraum lag im Dezember 2023 bei 2,9 % nach 9,2 % im Dezember 2022 und ist somit im Berichtsjahr stark gesunken. Insbesondere die Teuerungsrate der Energiepreise trug zu dem Rückgang bei, da sich diese ins Negative umkehrte, indem sich die in 2022 verzeichneten starken Energiepreissprünge zurückbildeten. Das Absinken der Inflationsrate war zu mehr als der Hälfte der Energiepreisentwicklung zuzuschreiben.4

Das preisbereinigte BIP für Deutschland ist in 2023 um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken, nachdem es im Jahr 2022 noch um rund 1,8 % gestiegen ist. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 in einem nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken und stagnierte. Nach wie vor hohe Preise auf allen Stufen haben die Konjunktur eingedämpft. Ebenso haben die steigenden Zinsen, im Rahmen einer mehrmaligen Anhebung des Leitzinses, sowie eine geringere In- und Auslandsnachfrage dazu beigetragen. Eine weitere Erholung der deutschen Wirtschaft von den Folgen der Corona-Pandemie ist damit ausgeblieben. Hat sich die Inflation mit -1,0 % im Vergleich zum Vorjahr zwar rückläufig entwickelt, war sie jedoch mit 5,9 % im Gesamtjahr 2023 immer noch auf einem sehr hohen Niveau.5

3 EZB (2024): Jahresbericht 2023.
4 EZB (2024): Jahresbericht 2023.
5 Jahreswirtschaftsbericht 2024 der Bundesregierung, Destatis Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024, Kieler Konjunkturberichte: Deutsche Wirtschaft 2024 Nr. 112 (2024, Q1) sowie EZB Wirtschaftsbericht Ausgabe 06/2024.

Das produzierende Gewerbe (ohne Bau) schrumpfte deutlich um 2 %, hauptsächlich getrieben durch die stark rückläufige Energieversorgung. Innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes (-0,4 %) gab es positive Impulse aus der Automobil- und Fahrzeugindustrie, während energieintensive Branchen wie Chemie- und Metallindustrie unter den hohen Energiepreisen litten. Der Bausektor verzeichnete ein minimales Wachstum von 0,2 %, gebremst durch hohe Kosten, Fachkräftemangel und schwierige Finanzierungsbedingungen. Der Dienstleistungssektor stützte die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel jedoch insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren.6

Sowohl der private Konsum (-0,8 %) als auch der Staatskonsum (-1,7 %) haben sich preisbereinigt rückläufig entwickelt. Die hohen Verbraucherpreise dämpften die privaten Konsumausgaben, insbesondere bei langlebigen Gütern (-6,2 %). Der Rückgang des Staatskonsums ist auf den Wegfall von Corona-Maßnahmen zurückzuführen. Der Außenhandel entwickelte sich trotz sinkender Preise negativ, wobei die Importe (-3 %) stärker zurückgingen als die Exporte (-1,8 %), was zu einem positiven Außenbeitrag führte.7

2.2 Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Europa und Nordamerika sind weiterhin die dominanten Märkte für Veterinärprodukte. Allein diese beiden Märkte bilden zusammen ca. 70 % des weltweiten Veterinärmarktes. Asien- Pazifik ist einer der signifikantesten Märkte hinsichtlich der Produktion von Tierfutter. Es wird erwartet, dass dieser Markt einer der am schnellsten wachsenden Märkte weltweit sein wird.8

Der Umsatz von veterinärmedizinischen Unternehmen resultiert zu erheblichen Teilen aus der Nachfrage in Nordamerika und Europa.9 Der weltweite Markt für Tiergesundheit wurde im Jahre 2023 auf ca. USD 63 Mrd. geschätzt und soll von 2024 bis 2030 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von ca. 8,0 % wachsen. Zu den Faktoren, die das Marktwachstum vorantreiben, gehören bspw. steigende Ausgaben für die Tiergesundheit oder die Prävalenz von Tierkrankheiten.10

6 Destatis Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024.
7 Destatis Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024.
8 Healthforanimals (2023): Global trends in the Animal Health Sector 2022 Outlook.
9 Healthforanimals (2020): Global Benchmarking Survey 2020.
10 SKYQUEST (2024): Global Animal Health Market sowie Grand View Research (2024): Animal Health Market Size, Share & Growth Report 2030.

Der europäische Markt für Tiergesundheit wurde im Jahr 2023 auf USD 16,5 Mrd. geschätzt und soll ebenfalls mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von ca. 8,0 % bis 2030 wachsen. Auch in 2023 war der europäische Markt für Tiergesundheit der zweitgrößte Markt weltweit.11

Der Tierarzneimittelmarkt in Deutschland konnte im Jahr 2023 um 6,1 % im Vergleich zum Vorjahr auf ca. EUR 965 Mio. wachsen. Dabei entfallen, wie im Vorjahr, ca. 62 % auf Produkte für Kleintiere und Pferde sowie ca. 38 % auf das Nutztiersegment. Die nach wie vor hohe Nachfrage nach veterinärmedizinischen Produkten ergibt sich unmittelbar aus einem Anstieg von Nutz- und Haustieren, wobei letztere einen deutlich höheren Anteil an der Entwicklung haben.12 Als langfristige Treiber, auch für das zukünftige Wachstum, sind dabei im Wesentlichen das Bevölkerungswachstum sowie die erhöhte Lebenserwartung der Tiere zu nennen.13

Das deutliche Wachstum im deutschen Markt von 6,1 % ist vor dem Hintergrund einer herausfordernden wirtschaftlichen Lage, hohen Inflationsraten, verhaltener Investitionsbereitschaft, Fachkräftemangel und einer hohen Bürokratielast jedoch kein Anlass für Optimismus in der Branche. Durch das Wachstum werden Kostensteigerungen aufgefangen, so dass die Unternehmen der Tiergesundheitsbranche trotz schwieriger Rahmenbedingungen auf einem soliden Fundament Aktivitäten für eine umfassende und regelmäßige Gesundheitsvorsorge und das Tierwohl vorantreiben können.

Wachstum verzeichneten dabei die Bereiche Schmerztherapie (+13,2 %) und Hautpflegeprodukte (+15,6 %) durch neue Behandlungsoptionen sowie Herz-Kreislauf-Behandlungen (+7 %) aufgrund zunehmender regelmäßiger Gesundheitsvorsorge, die Tiere bis ins hohe Alter begleitet. Auch im Jahr 2023 machte das Segment der Spezialitäten mit 44,1 % den größten Anteil des Portfolios aus. Das Nutztiersegment profitierte im Jahr 2023 von einer Erholung der Tierbestände in der Landwirtschaft, die weniger stark durch die Seuchensituation beeinflusst wurden sowie von verstärkten Präventivmaßnahmen, insbesondere der Immunprophylaxe. Neue Impfstoffe stärkten den Geflügelsektor. Im Kleintierbereich war kein Wachstum bei der Immunprophylaxe zu beobachten. Der Marktanteil der Antiparasitika ist mit 18,2 % geringfügig gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Der Anteil des Segments Antiinfektiva entspricht mit 14,8 % dem Anteil des Vorjahres. Im Jahr 2023 wurden neue Meldewege für den Antibiotikaeinsatz implementiert und die Erfassung wurde auf weitere Tierarten ausgedehnt.

11 Grand View Research (2024): Europe Animal Health Market Size & Trends.
12 BfT (2024): Tierarzneimittelmarkt Deutschland 2023 sowie BPI: Pharma-Daten 2023.
13 Statistisches Bundesamt (2021): Tierhaltung, Fleischproduktion, Fleischkonsum.

Damit wurde das Maßnahmenpaket zur Überwachung der Anwendung von Antibiotika erweitert, um Antibiotikaresistenzen zu vermeiden.14

2.3 Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die Leistung des Unternehmens wird gemeinsam mit der Leistung der sonstigen Konzernunternehmen bemessen. Die wesentlichen, für die Steuerung der Gesellschaft, maßgeblichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie die Vertriebskosten. Elanco weltweit sowie die Gesellschaft sind kontinuierlich engagiert, die Leistungsfähigkeit des Konzerns sowie der einzelnen Unternehmen, auch durch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren zu fördern. Dies sind insbesondere Leistungsindikatoren, welche die Zufriedenheit der Mitarbeiter und damit letztendlich die Zufriedenheit der Kunden unterstützen. Denn, Voraussetzung für zufriedene Kunden, sind engagierte, motivierte, eigenverantwortlich handelnde und leistungsfähige Mitarbeiter. Weiterer nicht-finanzieller Leistungsindikator ist die Nachhaltigkeit.

2.3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Im Zusammenhang mit den finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf die Ausführungen unter 2.4. Geschäftsverlauf.

2.3.2 Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter-/Kundenzufriedenheit

Der Elanco-Konzern und auch die Gesellschaft wird von der Vision angetrieben, dass Nahrung und Gesellschaft das Leben bereichern („food and companionship enriching life“), um die Gesundheit von Tieren, Menschen und dem Planeten zu fördern. In diesem Rahmen bietet der Konzern und auch die Gesellschaft denjenigen, die Tiere aufziehen und pflegen, ein umfassendes Angebot an Tiergesundheitsprodukten und Wissensdiensten, die sie in die Lage versetzen, die globalen Herausforderungen einer vielfältigen und sich verändernden Welt zu bewältigen. Die Gesellschaft sowie der Konzern setzen dabei auf die „IPP Strategy“, in der Innovation, Portfolio und Produktivität zu den führenden Prinzipien zählen.

14 BfT (2024): Tierarzneimittelmarkt Deutschland 2023.

Der Erfolg der Gesellschaft beruht zu einem bedeutenden Teil auf den Fähigkeiten sowie der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (im Folgenden als „Mitarbeiter“ bezeichnet). Die Personalstrategie hat zum einen das Ziel, die internen Prozesse zu optimieren und effizienter zu gestalten. Zum anderen wird die individuelle und fachliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter durch interne und externe Schulungsangebote gefördert. Verpflichtende sowie freiwillige Schulungen werden in die individuellen Trainingspläne aufgenommen. Weiter versucht die Gesellschaft ihren Mitarbeitern attraktive Arbeitsbedingungen und Perspektiven in einem internationalen Konzern zu bieten. Über das Werkzeug „MyPM“ (Performance- Management-System), wird es dem Mitarbeiter ermöglicht, sich auf wenige prioritäre Ziele zu fokussieren, die eng an den Unternehmenszielen und -werten ausgerichtet sind. Das zugrundeliegende Konzept, fördert den Austausch zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten und unterstützt kontinuierliches Lernen durch integriertes Coaching. Darüber hinaus wurde auch im Berichtsjahr die Anerkennungsplattform „Inspire“ sehr intensiv von allen Mitarbeitern genutzt.

Zum Bilanzstichtag beschäftigte die Gesellschaft insgesamt ca. 350 Mitarbeiter. Wir verweisen auf die weiteren Ausführungen in diesem Lagebericht.

Nachhaltigkeit

Das Thema „Nachhaltigkeit“ nimmt auch bei umweltpolitischen Fragen einen zentralen Stellenwert ein. „Respekt und Schutz der Umwelt und der Gemeinschaften, in denen wir uns befinden“ sind integraler Bestandteil der weltweiten Unternehmenswerte von Elanco. Eine Kernmaßnahme in diesem Kontext ist die Auswahl von modernen, umweltfreundlichen und kraftstoffsparenden Fahrzeugen im Rahmen der Firmenwagenregelung.

2.4 Geschäftsverlauf

Bereits im Jahr 2020 schloss Elanco Animal Health Inc. die Übernahme der Elanco Animal Health GmbH, Monheim am Rhein (vormals Bayer Animal Health GmbH, Leverkusen), in Form einer Bar- und Aktientransaktion ab. Der vollständige Integrationsprozess in die bestehenden Konzern-Strukturen dauert nach wie vor an. Durch die zunehmende Integration der Gesellschaft in den Elanco-Konzern konnten jedoch bereits vermehrte Synergiepotenziale geschaffen werden, welche sich positiv auf das Geschäftsjahr ausgewirkt haben und auch in Zukunft auswirken werden. Ebenso konnte die Ausrichtung auf das Intercompany-Geschäft weiter vorangetrieben werden. Außerdem wurden im Berichtsjahr weitere Anpassungen im Hinblick auf die Zuordnung von Aufwendungen bzw. Kostenblöcken innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung zur weiteren Harmonisierung an die neuen Konzernvorgaben vorgenommen, was zu einer eingeschränkten Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr führt.

Im Berichtsjahr haben sich die Absatzzahlen im Vergleich zum Vorjahr planmäßig rückläufig entwickelt, woraus resultierend ein Rückgang der Umsatzerlöse verzeichnet wurde. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf das im Vorjahr gestartete Projekt Mustang sowie das im Berichtsjahr gestartete Projekt „Cash-Tiger“ zurückzuführen. Das Projekt Mustang umfasst die Integration von COF-SAP in S/4-SAP. Das Projekt „Cash Tiger“ wurde mit dem Ziel verkündet, den Status quo herauszufordern und Verbesserungsmaßnahmen in allen Bereichen zu entwickeln, die sich positiv auf den Cashflow auswirken. In der aktuellen makroökonomischen Umgebung, mit hohen Zinssätzen, wird das Betriebskapital deutlich teurer als in der Vergangenheit, insbesondere für ein Unternehmen wie Elanco, das eine gewisse Menge an Fremdkapital hat und in naher Zukunft Innovationen finanzieren möchte. Diese Maßnahmen ergänzen unsere CORRS-Prozesse (Core Operational Requirements For Reliable Supply) und betonen nochmals deren Bedeutung. Weiter konnte im Berichtsjahr eine weitere Aufwandsreduzierung verzeichnet werden. Dies ist im Wesentlichen auf geringere Aufwendungen für Abfindungszahlungen an Arbeitnehmer im Zusammenhang mit dem Restrukturierungsprogramm zur Bündelung von Kompetenzen, auf geringere Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, geringere Wechselkursverluste sowie ein im Vergleich zum Vorjahr positives Finanzergebnis zurückzuführen. Die im Vorjahres-Prognosebericht erwarteten Umsatzerlöse von ca. EUR 685 Mio. wurden im Berichtsjahr um ca. EUR 38 Mio. übertroffen. Ausschlaggebend hierfür waren im Wesentlichen im Berichtsjahr erzielte Umsätze aus Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit Unternehmen aus der Elanco-Gruppe. Ebenso haben sich die Vertriebskosten deutlich stärker verringert als prognostiziert. Dieser Effekt kann insbesondere darauf zurückgeführt werden, dass die Ausrichtung auf das Intercompany-Geschäft weiter vorangetrieben werden konnte.

Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr mit einem Jahresüberschuss, vor Ergebnisabführung an das Mutterunternehmen, in Höhe von EUR 206,1 Mio. ab. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die nachfolgenden Ausführungen.

2.4.1 Ertragslage

Ertragslage 2023 2022 Veränderung
MEUR MEUR MEUR
Umsatzerlöse 723,4 883,3 -159,9
Herstellungskosten -294,1 -278,8 -15,3
Bruttoergebnis vom Umsatz 429,3 604,5 -175,2
Vertriebskosten -9,0 -17,6 8,6
Forschungs- und Entwicklungskosten -62,6 -95,4 32,8
Allgemeine Verwaltungskosten -164,5 -126,1 -38,4
sonstige betriebliche Erträge 29,4 45,5 -16,1
sonstige betriebliche Aufwendungen -27,2 -61,5 34,3
Finanzergebnis 10,6 -8,4 19,0
Ertragsteuern 0,0 -0,2 0,2
Ergebnis nach Steuern 206,1 340,8 -134,7

Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von EUR 723,4 Mio. (Vorjahr EUR 883,3 Mio.) erzielt. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich somit ein Rückgang der Umsatzerlöse von ca. 18 % bzw. EUR 159,9 Mio. Dieser planmäßige Rückgang der Umsatzerlöse ist im Wesentlichen auf geringere Absatzmengen in Folge der Projekte Mustang sowie Cash-Tiger im Berichtsjahr zurückzuführen. Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr rund 98 % (Vorjahr 97 %) ihrer Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen. Die Herstellungskosten des Geschäftsjahres erhöhten sich von EUR 278,8 Mio. im Vorjahr, um EUR 15,3 Mio., auf insgesamt EUR 294,1 Mio. Wesentliche Treiber für die Erhöhung der Herstellungskosten im Vergleich zum Vorjahr bei gleichzeitigem Umsatzrückgang, sind im Berichtsjahr enthaltene Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von EUR 25,6 Mio., welche den Herstellungskosten allokiert wurden, da in diesem Zusammenhang entsprechende Umsätze erzielt wurden sowie im Berichtsjahr vorgenommene weitere Harmonisierungen im Hinblick auf die Zuordnung von Kostenblöcken innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung an die Vorgaben des Mutterunternehmens. In diesem Zusammenhang werden Intercompany Service Fees und Weiterbelastungen in Höhe von EUR 45,6 Mio. in den Herstellungskosten ausgewiesen (Vorjahr EUR 0). Ohne Berücksichtigung dieser Sachverhalte hätten sich im Berichtsjahr Herstellungskosten in Höhe von EUR 222,9 Mio. ergeben.

Insgesamt hat sich die Bruttomarge, d. h. das Bruttoergebnis vom Umsatz, von rund 68,4 % im Vorjahr auf rund 59,4 % im Berichtsjahr rückläufig entwickelt. Ohne die Berücksichtigung der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, Aufwendungen aus Intercompany Service Fees und Weiterbelastungen sowie damit zusammenstehender Erlöse im Berichtsjahr innerhalb der Herstellungskosten bzw. der Umsatzerlöse, beläuft sich die Bruttomarge des Berichtsjahres auf ca. 67,5 %.

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im Berichtsjahr auf EUR 29,4 Mio., was einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um ca. EUR 16,1 Mio. entspricht. Wesentlicher Treiber für den Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge im Berichtsjahr waren dabei rückläufige Wechselkursgewinne im Vergleich zum Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 34,3 Mio. auf EUR 27,2 Mio. rückläufig entwickelt. Dies ist im Wesentlichen auf geringere Wechselkursverluste zurückzuführen sowie auf geringere Aufwendungen im Zusammenhang mit Intercompany Service Fees und Weiterbelastungen, welche im Berichtsjahr bedingt durch weitere Harmonisierungen im Hinblick auf die Zuordnung von Kostenblöcken innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung an die Vorgaben des Mutterunternehmens im Wesentlichen den allgemeinen Verwaltungskosten sowie den Herstellungskosten allokiert wurden. Die im Vorjahr enthaltenen Intercompany Service Fees und Weiterbelastungen beliefen sich auf EUR 34,1 Mio. Ohne Berücksichtigung dieser Harmonisierungen hätten sich sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von EUR 89,9 Mio. ergeben.

Die Kosten der allgemeinen Verwaltung, die Vertriebskosten sowie die Forschungs- und Entwicklungskosten sind im Berichtsjahr um insgesamt EUR 3,0 Mio. im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Dieser Rückgang ist insbesondere auf den Rückgang der Forschungs- und Entwicklungskosten im Berichtsjahr zurückzuführen. Im Berichtsjahr wurden angefallene Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von EUR 25,6 Mio. den Herstellungskosten allokiert, da in diesem Zusammenhang entsprechende Umsätze realisiert wurden. Gegenläufig haben sich in diesem Zusammenhang die allgemeinen Verwaltungskosten entwickelt. Als Folge der weiteren Harmonisierungen im Hinblick auf die Zuordnung von Kostenblöcken innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung an die Vorgaben des Mutterunternehmens wurden Intercompany Service Fees und Weiterbelastungen im Wesentlichen den allgemeinen Verwaltungskosten allokiert. Im Vorjahr wurden diese teilweise innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen berücksichtigt. Im Berichtsjahr belaufen sich die in den allgemeinen Verwaltungskosten enthaltenen Intercompany Service Fees und Weiterbelastungen auf EUR 147,0 Mio. (Vorjahr EUR 82,3 Mio.). Die Vertriebskosten haben sich im Berichtsjahr um EUR 8,6 Mio. von EUR 17,6 Mio. auf EUR 9,0 Mio. verringert. Dieser Rückgang kann insbesondere darauf zurückgeführt werden, dass die Ausrichtung auf das Intercompany-Geschäft weiter vorangetrieben werden konnte. Ohne Berücksichtigung der oben beschriebenen Ausweisänderungen hätten sich im Berichtsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von EUR 88,2 Mio. sowie allgemeine Verwaltungskosten in Höhe von EUR 144,7 Mio. ergeben.

Die angefallenen Personalaufwendungen liegen im Berichtsjahr bei insgesamt EUR 53,0 Mio. (Vorjahr EUR 58,9 Mio.). Die Personalaufwandsquote liegt im Berichtsjahr bei ca. 7 % und damit auf dem Niveau des Vorjahres (ca. 7 %). Der absolute Rückgang der Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr kann im Wesentlichen auf geringere Aufwendungen für Altersversorgung zurückgeführt werden.

Das Finanzergebnis beläuft sich im Berichtsjahr auf EUR 10,6 Mio. (Vorjahr EUR -8,4 Mio.), was einer Veränderung in Höhe von EUR 19,0 Mio. entspricht. Wesentlicher Treiber für diese Veränderung sind die im Berichtsjahr erzielten Erträge im Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen sowie dem Deckungsvermögen, welchen im Vorjahr wesentliche Aufwendungen entgegenstehen.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung an das Mutterunternehmen in Höhe von EUR 206,1 Mio. erzielt. Aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags mit dem Mutterunternehmen, ist die Gesellschaft dazu verpflichtet, den Gewinn des Berichtsjahres an das Mutterunternehmen abzuführen.

2.4.2 Finanzlage

Zum Bilanzstichtag beträgt das Guthaben bei Kreditinstituten ca. EUR 11,5 Mio. (Vorjahr EUR 33,0 Mio.). Die Verfügbarkeit finanzieller Mittel wird durch den Elanco-Konzern sichergestellt, in dessen Kreditrahmen die Gesellschaft eingebunden ist.

Fällige Lieferverbindlichkeiten werden in der Regel innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele gezahlt. Liquiditätsengpässe sind nicht aufgetreten. Investitionen in das Anlagevermögen werden im Wesentlichen durch den operativen Cashflow sowie vorhandene liquide Mittel finanziert. Im Berichtsjahr wurden ca. EUR 1,7 Mio. in das Sachanlagevermögen investiert. Das Finanzanlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 57,7 Mio. verringert und ist im Wesentlichen auf den Posten Ausleihungen an verbundene Unternehmen zurückzuführen.

Forderungen werden in der Regel innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele vereinnahmt. Durch nicht ausgeschöpfte Kreditlinien bestand jederzeit die Möglichkeit auf zusätzliche liquide Mittel zuzugreifen.

Die Gesellschaft hat Sicherheiten für Kreditverbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gestellt. Diese Verbindlichkeiten valutieren zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 3.478 Mio. (USD 3.838 Mio.). Zum aktuellen Zeitpunkt wird die Wahrscheinlichkeit der konkreten Inanspruchnahme als gering eingestuft. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf die Ausführungen im Anhang der Gesellschaft.

2.4.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug am Geschäftsjahresende EUR 789,6 Mio. und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr um EUR 4,1 Mio. erhöht. Dies ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf den Anstieg der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände zurückzuführen. Auf der Passivseite war der wesentliche Treiber der Anstieg der Verbindlichkeiten.

Das Anlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 60,1 Mio. verringert. Wesentlicher Treiber waren die Ausleihungen an verbundene Unternehmen mit einem Rückgang in Höhe von EUR 57,7 Mio. Im Berichtsjahr wurden darüber hinaus Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von ca. EUR 1,7 Mio. vorgenommen.

Das Vorratsvermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 8,3 Mio. verringert. Dies resultiert insbesondere aus dem Bestandsabbau an fertigen Erzeugnissen bzw. Waren.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 94,4 Mio. gestiegen. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, insbesondere durch gewährte kurzfristige Darlehen, zurückzuführen. Darüber hinaus haben sich die sonstigen Vermögensgegenstände, durch den Ausgleich von Steuerforderungen aus den Vorjahren, weiter verringert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr wesentlich reduziert, was insbesondere darauf zurückzuführen ist, dass das Drittkundengeschäft, im Rahmen der festgelegten Strategie im Wesentlichen Konzernunternehmen zu beliefern, weiter zurückgefahren wurde sowie auf den Aspekt, dass im Zusammenhang mit dem Projekt Mustang zum Ende des Vorjahres erhöhte Umsatzerlöse im Vergleich zum Berichtsjahr erzielt wurden.

Das Eigenkapital beträgt EUR 168,6 Mio. (Vorjahr EUR 168,6 Mio.). Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf ca. 21 % (Vorjahr ca. 21 %) und liegt somit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.

Die Rückstellungen belaufen sich zum Abschlussstichtag auf insgesamt EUR 173,7 Mio. (Vorjahr EUR 194,4 Mio.) und haben sich somit um EUR 20,7 Mio. verringert. Wesentlicher Treiber für den Rückgang der Rückstellungen waren geringere sonstige Rückstellungen sowie geringere Pensionsrückstellungen im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um EUR 13,1 Mio. verringert, was im Wesentlichen auf den Verbrauch von gebildeten Personalrückstellungen in Vorjahren, insbesondere im Hinblick auf zu leistende Abfindungszahlungen, zurückzuführen ist. Ferner haben sich die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen rückläufig entwickelt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind durch entsprechende Gutachten belegt. Im Berichtsjahr haben sich die Pensionsrückstellungen um EUR 7,6 Mio. verringert.

Die Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 24,8 Mio. gestiegen, was im Wesentlichen auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,6 Mio. gesunken, was im Wesentlichen auf eine Reduzierung der Steuerverbindlichkeiten zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,2 Mio. reduziert, was im Wesentlichen auf den Bestandsaufbau zum Ende des Vorjahres im Zusammenhang mit dem Projekt Mustang zurückzuführen ist.

2.4.4 Gesamtaussage

Der Gesellschaft standen im Berichtsjahr ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung. Die Gesellschaft ist in den Kreditrahmen des Elanco-Konzerns eingebunden. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Absatzmengen im Zusammenhang mit den Projekten Mustang und Cash-Tiger planmäßig wesentlich verringert, was sich in den geringeren Umsatzerlösen widerspiegelt. Ebenso konnten die Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr weiter reduziert werden, was insbesondere auf geringere aufwandswirksame Abfindungszahlungen im Rahmen der Restrukturierung sowie geringere Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Berichtsjahr zurückzuführen ist. Im Berichtsjahr konnte die Gesellschaft ein Jahresergebnis von EUR 206,1 Mio. erzielen, welches durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag an die Muttergesellschaft abzuführen ist. Insgesamt kann festgestellt werden, dass die Entwicklung im Geschäftsjahr weiterhin günstig war und sich die Gesellschaft im Zusammenhang mit der Eingliederung in den Elanco-Konzern für die Zukunft weitere Synergiepotenziale verspricht.

3. Risiko- und Chancen- und Prognosebericht

3.1 Risikobericht

Das Ziel des Chancen- und Risikomanagements wird von der Konzernmutter, Elanco Animal Health Inc., adressiert und liegt in der Übernahme angemessener und beherrschbarer Risiken sowie dem verantwortungsvollen Umgang mit ihnen. Dazu zählt, bestehende Risiken frühzeitig zu identifizieren und Maßnahmen zur Mitigation zu entwickeln. Identifizierte Risiken sollen nachhaltig begrenzt werden, um eine Bestandsgefährdung des Unternehmens zu verhindern und rechtzeitig eine geeignete Risikostrategie anzuwenden.

Marktrisiko

Die erwartete Entwicklung im Bereich der Tiergesundheit ist weiterhin positiv. Die durch den Ukraine-Konflikt entstandenen Verwerfungen der Wirtschaft hatten im Geschäftsjahr 2023 und 2024 bisher keinen signifikanten Einfluss auf die Unternehmensentwicklung. In diesem Zusammenhang beurteilt die Geschäftsleitung das Risiko als moderat.

Der Wettbewerb im deutschen Markt stellt den Elanco Konzern und somit auch die Gesellschaft im Bereich der Preisgestaltung weiter vor Herausforderungen. Sowohl im Kleintier- als auch im Nutztierbereich wirken sich verschiedene Faktoren negativ aus. Wettbewerber mit starken Ressourcen beeinflussen die Preise, insbesondere bei Ausschreibungen und Rabattverträgen. Generika verstärken den Preisdruck zusätzlich. Zunehmend üben auch ausländische Investoren und Klinikgruppen, die in zunehmendem Maße Praxen übernehmen, Druck auf die Einkaufspreise aus. Da dieser Trend sich voraussichtlich noch verstärken wird, ist mit weiterem Preisdruck zu rechnen. Die Geschäftsleitung beurteilt das Risiko zum aktuellen Zeitpunkt jedoch als kontrolliert.

Im Nutztierbereich erschweren unsichere und restriktivere Rahmenbedingungen die erfolgreiche Markteinführung und Verfügbarkeit von Produkten. Faktoren wie der Milchpreis, Absatzpreise für Nutztiere sowie Futtermittelkosten beeinflussen die Profitabilität der Landwirte. Dies kann einen negativen Einfluss auf Tierbestände, das Gesundheitsmanagement und Behandlungsverhalten haben. Extreme Wetterbedingungen können die Situation durch Missernten und dadurch steigende Futterkosten zusätzlich verschärfen. In diesem Zusammenhang beurteilt die Geschäftsleitung das Risiko zum aktuellen Zeitpunkt jedoch als moderat.

Finanzwirtschaftliche und steuerliche Risiken

Das Liquiditätsrisiko impliziert die Gefahr der Verknappung finanzieller Mittel und Schwierigkeiten bei der Tilgung von Verbindlichkeiten. Die Verfügbarkeit finanzieller Mittel wird durch den Elanco-Konzern sichergestellt, in dessen Kreditrahmen die Gesellschaft eingebunden ist.

Währungsrisiken, insbesondere aus Warenbezugsverpflichtungen, bestehen grundsätzlich nur in geringem Umfang, da der überwiegende Teil des Wareneinkaufs durch die KVP Pharma+Veterinär Produkte GmbH, Kiel (100 %-iges Tochterunternehmen), stattfindet und trotz eines Fremdwährungsanteils des Rechnungsvolumens von 77 % durch den Elanco-Konzern mittels Hedging Geschäften abgesichert wird. Darüber hinaus werden Währungsrisiken durch die Verrechnung mit konzerninternen ausländischen Devisenbeständen minimiert.

Das Kreditrisiko bezieht sich im Wesentlichen auf die Ausfälle von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die hier zu erwartenden Zahlungsstromschwankungen sind durch die Vielzahl der Einzelgeschäfte und deren Volumen eher als gering anzusehen. Die Auswirkungen gesamtwirtschaftlicher Entwicklungen auf die Gesellschaft werden als kontrolliert angesehen, zumal zukünftig der überwiegende Teil der Umsätze konzernintern erzielt werden wird. Auszuschließen sind bisher unbekannte Risiken, die zum heutigen Zeitpunkt mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit zu bewerten sind, zukünftig jedoch Gefährdungen darstellen könnten.

Auch andere Risiken, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Technische und personelle Risiken

Ein funktionierendes IT-System sowie qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind die Grundlage eines nachhaltig erfolgreichen Unternehmens. Das Risiko eines Systemausfalls oder Bedien- und Programmierfehler können die Leistungserbringung und daraus resultierend den Unternehmenserfolg erheblich beeinträchtigen.

Die Gefahr einer nicht beabsichtigten hohen Fluktuation und einer geringen Mitarbeitermotivation wird als gering eingeschätzt, wie jährlich global durchgeführte Umfragen zur Mitarbeiterzufriedenheit zeigen, und durch regelmäßige Schulungen der Führungskräfte adressiert. Insgesamt schätzt die Geschäftsleitung dieses Risiko als gering ein.

Regulatorische Risiken

Der Markt für Tiergesundheit unterliegt in wesentlichen Teilen der Regulierung durch den Gesetzgeber. Diese Regulierung berührt auch die Interessen der Gesellschaft. Für den zukünftigen Erfolg ist in diesem Zusammenhang wichtig, Trends frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Die Novellierung des Tierarzneimittelgesetzes (TAMG) und das Inkrafttreten am 28. Januar 2022 hat für die Gesellschaft bisher keine wesentlichen Änderungen hervorgebracht. In diesem Zusammenhang schätzt die Geschäftsführung das Risiko als moderat ein.

Zusammenfassung der Risiken

Bestandsgefährdende Risiken auf Basis vergangener Ereignisse oder zukünftiger Geschäftsentwicklungen sind nicht erkennbar. In Anbetracht der aufgezählten Risiken ist nicht von bestandsgefährdenden Risiken auszugehen. Auch der Ukraine Konflikt und die damit verbundenen Risiken werden durch die Geschäftsführung als nicht bestandsgefährdend für die Gesellschaft eingestuft.

3.2 Chancenbericht

In Anbetracht der Wachstumschancen der Veterinärmedizin bieten technologische Fortschritte, insbesondere zur Nutzung einer zügigen Identifizierung neu auftretender Viren und Krankheitserreger, erhebliche Wachstumschancen. Die Verdichtung von Informationssystemen erlaubt einen höheren Datentransfer, sodass auch die Aussagekraft der Daten nachhaltig verbessert werden kann.15

Aus Konzernsicht ergeben sich Wachstumspotenziale in Hinblick auf die zunehmende Anzahl der Haustiere bei den privaten Haushalten, sodass die Bekanntheit der Markennamen ausgeweitet werden kann. Die Nachfrage im Bereich Nutztiere wird als stabil angesehen, da notwendige Grundnahrungsmittel für die menschliche Ernährung durch die Prävention von Erkrankungen und Impfschutz bei Nutztieren sichergestellt werden. Zusätzlich kann das Wachstumspotenzial durch eine stärkere Online-Präsenz erweitert werden.

In der Eingliederung der Gesellschaft in den Elanco-Konzern sieht die Geschäftsleitung nach wie vor weitere Wachstumschancen, insbesondere durch die Ausnutzung von Synergien im Hinblick auf die Produktion, den Vertrieb sowie die Vermarktung von Innovationen und die Erschließung neuer Märkte.

3.3 Prognosebericht

Die Prognosen für die Weltwirtschaft im Jahr 2024 deuten auf ein weiteres Jahr mit relativ schwachem Wachstum hin. Das weltweite BIP beläuft sich für 2024 auf ca. 3,2 % und befindet sich somit auf dem Niveau des Jahres 2023. Für das Jahr 2025 wird mit einem leicht höheren BIP von ca. 3,3 % geplant.16

Im Euroraum ist das BIP in 2024 um etwa 0,9 % gewachsen.17 Für das Jahr 2025 wird ein Wachstum von 1,1 % erwartet.18 In Deutschland ist das preisbereinigte BIP in 2024 um 0,2 % gesunken.19 Für 2025 wird in Deutschland von einem Wachstum von ca. 0,3 % ausgegangen.20

15 Grand View Research (2022): Animal Health Market Size, Share & Trends.
16 BMWK (https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2025/03/11- wirtschaftsentwicklung.html).
17 Eurostat Datenabfrage.
18 EZB (2024): Eurosystem staff macroeconomic projections (December 2024).
19 Destatis.de: Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2025.
20 BMWK (https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Schlaglichter-der-Wirtschaftspolitik/2025/03/11- wirtschaftsentwicklung.html).

Die Inflationsrate im Euroraum wird für das Jahr 2024 auf etwa 2,4 % geschätzt. Auch in 2024 bleibt die Binneninflation hoch, da die Löhne nach wie vor in einem erhöhten Tempo ansteigen. Für 2025 soll die Inflationsrate im Euroraum moderat bleiben; Prognosen deuten darauf hin, dass die jährliche Inflationsrate bei etwa 2,3 % liegen wird. Für Deutschland lag die Inflationsrate in 2024 bei ca. 2,2 % und wird für 2025 ebenfalls auf ca. 2,2 % geschätzt.21

Der weltweite Markt für Tiergesundheit wurde im Jahr 2024 auf ca. USD 68 Mrd. geschätzt und soll von 2025 bis 2032 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von ca. 8,0 % wachsen. Zu den Faktoren, die das Marktwachstum vorantreiben, gehören bspw. steigende Ausgaben für die Tiergesundheit oder die Prävalenz von Tierkrankheiten.22 Der europäische Markt für Tiergesundheit soll ebenfalls mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von ca. 8,0 % bis 2030 wachsen und auch in 2024 der zweitgrößte Markt weltweit sein.23

Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, politische Entscheidungen wie auch die Preisentwicklung insbesondere im generischen Bereich und des Tierfutters können Auswirkungen auf die Aufwands- und Ertragssituation der Gesellschaft haben. In den weltweiten Prognosen wird davon ausgegangen, dass der Markt für Tiergesundheit jährlich im Durchschnitt ca. 8,0 % wächst. Weiter nimmt die Zahl an Haustieren stetig zu. An diesem Wachstum will die Gesellschaft sowie der Konzern mit dem vorhandenen umfangreichen Produktportfolio weiter partizipieren.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass sich die positive Entwicklung des Unternehmens auch in den kommenden Geschäftsjahren weiter fortführen wird. Auf Basis der Infrastruktur der Elanco Animal Health werden weitere Synergiepotenziale im Hinblick auf personelle und technische Ressourcen erwartet, was sich in der Zukunft positiv auswirken wird. Das in den Vorjahren bereits begonnene Restrukturierungsprogramm zur Bündelung von Kompetenzen und zur Nutzung weiterer Synergiepotenziale wird auch in den kommenden Geschäftsjahren noch andauern. Dies spiegelt den weiteren Rückgang der Mitarbeiterzahlen der Gesellschaft im Berichtsjahr wider. In diesem Zusammenhang kam es im Berichtsjahr zu erhöhten Finanzmittelabflüssen. In den Folgejahren werden noch weitere ca. EUR 14 Mio. an aufwandswirksamen Abfindungszahlungen erwartet.

21 EZB Wirtschaftsbericht Ausgabe 6/2024, EZB-Pressemitteilung vom 18. Dezember 2024, Eurostat und Destatis Pressemitteilung Nr. 020 vom 16. Januar 2025 sowie Statista.
22 SKYQUEST (2024): Global Animal Health Market sowie Grand View Research (2024): Animal Health Market Size, Share & Growth Report 2030.
23 Grand View Research (2024): Europe Animal Health Market Size & Trends.

In der aktuellen makroökonomischen Umgebung, mit hohen Zinssätzen, wird das Betriebskapital deutlich teurer als in der Vergangenheit, insbesondere für ein Unternehmen wie Elanco, das eine gewisse Menge an Fremdkapital hat und in naher Zukunft Innovationen finanzieren möchte. Mit „Cash Tiger“ wurde ein Projekt gestartet, mit dem Ziel, den Status quo herauszufordern und Verbesserungsmaßnahmen in allen Bereichen zu entwickeln, die sich positiv auf den Cashflow auswirken. Diese Maßnahmen ergänzen unsere CORRS-Prozesse (Core Operational Requirements For Reliable Supply) und betonen nochmals deren Bedeutung.

Die Einführung des Projekts führte bei dem Tochterunternehmen zu einem Produktionsrückgang und zu einem Rückgang der Umsatzerlöse. Dies hatte ebenfalls Auswirkungen auf die Umsatzerlöse der Gesellschaft im Berichtsjahr. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Gesellschaft einen weiteren moderaten Rückgang der Umsatzerlöse im Vergleich zum Berichtsjahr. Ebenso werden leicht rückläufige Vertriebskosten im Vergleich zum Berichtsjahr erwartet. Für das Geschäftsjahr 2025 plant die Gesellschaft im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 mit wieder moderat steigenden Umsatzerlösen. Die Vertriebskosten werden sich dabei in etwa auf dem Niveau des Berichtsjahres befinden. Für die Folgejahre wird mit einem annähernd gleichen Umsatz auf dem Niveau des Jahres 2025 sowie mit etwa gleichbleibenden Vertriebskosten gerechnet.

Die Erwartungen und Einschätzungen der Geschäftsführung basieren auf Annahmen, die von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen können.

 

Monheim am Rhein, den 4. November 2025

Elanco Animal Health GmbH

Liska Vehling, Geschäftsführerin

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

8 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.