Projektgesellschaft B 28 Ammersee GmbH
Selbe AdresseBauträger für Wohngebäude
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jens Michael Jäger seit 4.9.2025 | Geschäftsführer |
Roman Bartels seit 2.12.2024 | Geschäftsführer |
Jan Kleinwechter seit 7.2.2019 | Geschäftsführer |
Heiko Tröger seit 16.12.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Transdev Group Société Anonyme | 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Transdev Regio Ost GmbH (vormals: Veolia Verkehr Regio Ost GmbH)LeipzigJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014BestätigungsvermerkVeolia Verkehr Regio Ost GmbH, (seit 16. März 2015: Transdev Regio Ost GmbH), LeipzigWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Veolia Verkehr Regio Ost GmbH (seit 16. März 2015: Transdev Regio Ost GmbH), Leipzig, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 20. Juli 2015 Ernst
& Young GmbH
Wehner, Wirtschaftsprüfer Schmidt, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2014Veolia Verkehr Regio Ost GmbH (seit 16. März 2015: Transdev Regio Ost GmbH) LeipzigAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2014
Anhang für das Geschäftsjahr 2014I. Bilanzierung und Bewertungsgrundsätze1. AllgemeinesDem Jahresabschluss der Transdev Regio Ost GmbH, Leipzig (TDRO), zum 31. Dezember 2014 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie die ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) und der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen zu Grunde. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Der Jahresabschluss der Transdev Regio Ost GmbH, Leipzig, zum 31. Dezember 2014 wurde nach den Vorschriften des 3. Buches des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängige Erleichterung gemäß § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch. 2. AnlagevermögenDie Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um Abschreibungen. Die Bemessung der Nutzungsdauern beruht auf betrieblichen Erfahrungen. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen bei beweglichem Anlagevermögen linear über die betriebsbedingte Nutzungsdauer. Zugänge von abnutzbaren Anlagegegenständen werden planmäßig zeitanteilig abgeschrieben. Planmäßig werden andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung über Nutzungsdauern von drei bis 15 Jahren, EDV-Anlagen und Kommunikationsanlagen über drei bis acht Jahre linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen waren im Geschäftsjahr 2014 nicht erforderlich. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Höhe von höchstens EUR 150,00, die selbständig nutzbar sind, werden sofort abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Höhe von mehr als EUR 150,00, aber nicht mehr als EUR 1.000,00, werden in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt. Der Sammelposten wird im Jahr seiner Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren linear jeweils mit 20 % aufwandswirksam aufgelöst. 3. VorräteDie Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. 4. Verbundene UnternehmenAls verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, die unter der Kontrolle der Transdev Group S.A., Paris, Frankreich, stehen. 5. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen. 6. Liquide MittelKassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt. 7. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag bewertet. 8. Sonstige RückstellungenDie Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. 9. VerbindlichkeitenDer Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt mit ihrem Erfüllungsbetrag. 10. Schätzungen von Aufwendungen und ErträgenIm Rahmen der zeitnahen Erstellung des Jahresabschlusses werden auf dem Stand der Buchhaltung im Dezember 2014 Aufwands- und Ertragsschätzungen für den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2014 vorgenommen. Für Teile dieser Aufwands- und Ertragskomponenten liegen Abrechnungen zum Teil erst nach dem Aufstellungszeitpunkt des Jahresabschlusses vor. 11. Schätzungen von Ansprüchen aus der LeistungserbringungBei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden wie im Vorjahr insbesondere die Ansprüche auf Erstattungen für Fahrgeldausfälle aus der Beförderung Schwerbehinderter sowie die Ansprüche gegen Verkehrsverbünde und sonstige Leistungsempfänger zum 31. Dezember 2014 auf Basis der gesetzlichen und vertraglichen Grundlagen geschätzt, da die Endabrechnungen durch die Leistungsempfänger regelmäßig nach Erstellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft erfolgen. II. Erläuterungen zur Bilanz1. AnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2014 ergibt sich aus dem in der Anlage zum Anhang dargestellten Anlagenspiegel. 2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeSämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 1.462) betreffen im Wesentlichen Zuschussabschläge und Abgrenzungen für Zuschüsse für Verkehrsdurchführung im Jahr 2014. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 3.883) resultieren in Höhe von TEUR 3.750 aus dem Liquiditätssaldo des bei der Transdev GmbH geführten Kontos im Rahmen des Cash-Management-Systems (CMS) und in Höhe von TEUR 133 aus dem laufenden Liefer- und Leistungsverkehr. 3. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 25. Gesellschafterin der TDRO ist die Transdev Regio GmbH, Berlin (TDR). Mit der TDR besteht seit dem 15. Oktober 2002 (mit Änderung vom 22. Dezember 2004) ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. 4. Sonstige RückstellungenSonstige Rückstellungen (TEUR 902) bestehen insbesondere für ausstehende Rechnungen (TEUR 706), für Umlageverpflichtungen im Rahmen der Mitgliedschaft beim VVDE - Versicherungsverband Deutscher Eisenbahnen VVaG (TEUR 27) und für Personal, unter anderem Überstunden, Überstundenzuschläge, Resturlaub, variable Zahlungen, Abfindungen, Restrukturierung und Sonderzahlungen (TEUR 120). 5. VerbindlichkeitenSämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind unbesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.414) betreffen im Wesentlichen Abrechnungsmeldungen der MDV Mitteldeutscher Verkehrsverbund GmbH (TEUR 1.919), der DB Vertrieb GmbH (TEUR 86), vereinnahmte Fahrgelder (TEUR 139) sowie Zuschusskürzungen aufgrund Schlechtleistung (TEUR 191) gegenüber dem Aufgabenträger Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von insgesamt TEUR 2.225 bestehen in Höhe von TEUR 1.986 gegenüber der Gesellschafterin Transdev Regio GmbH und betreffen mit TEUR 1.255 die Verpflichtungen aus der Gewinnabführung. Darüber hinaus beinhaltet die Position die Verpflichtungen aus den laufenden Liefer- und Leistungsverkehr gegenüber der Transdev GmbH (TEUR 160). III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 11.222 beinhalten im Wesentlichen Zuschüsse für Verkehrsdurchführungen (TEUR 10.837) sowie Verbundzuscheidungen (TEUR 215). In den Erlösen aus Zuschüssen für Verkehrsdurchführung sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 191 enthalten, die im Wesentlichen aus der Verkehrsvertragsabrechnung gegenüber dem Aufgabenträger (ZVNL) des Jahres 2011 resultieren. 2. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge von insgesamt TEUR 362 enthalten im Wesentlichen Erträge aus Schadenerstattungen. Periodenfremde Erträge (TEUR 240) betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. 3. MaterialaufwandDie Materialaufwendungen (TEUR 7.918) enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 451. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen - ohne Berücksichtigung der Erstattungen für Mineralölsteuer und Heizdiesel von TEUR 43 - insbesondere Aufwendungen für Treibstoffe sowie Ersatzteile für Schienenfahrzeuge. Die bezogenen Leistungen resultieren hauptsächlich aus Trassenkosten, Miet- und Leasingkosten, Stationsentgelten sowie Fremdreparaturen. 4. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 946) enthalten im Wesentlichen Aufwand aus Management Fee (TEUR 207), aus dem Aufwand Geschäftsbesorgungen (TEUR 226) und aus dem Aufwand für Unfälle (TEUR 98) sowie aus sonstige Dienst- u. Fremdleistung Verwaltung (TEUR 87). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 61 und periodenfremde Aufwandsminderungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 232, welche im Wesentlichen aus einer Rückrechnung von DB Fahrscheinabrechnungen der Vorjahre besteht, enthalten. 5. Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeIn den sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge (TEUR 136) sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 121 aus Erstattungen von ausländischer Umsatzsteuer und darauf entfallenen Zinszahlungen enthalten. IV. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenHaftungsverhältnisse gemäß §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB liegen nicht vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB ergeben sich aus:
Von den Miet- und Leasingverpflichtungen entfallen TEUR 942 auf Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen, welche eine Laufzeit bis Dezember 2015 besitzen. Weiterhin bestehen alle weiteren finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen und haben eine Mindestlaufzeit von bis zu einem Jahr. MitarbeiterIm Geschäftsjahr 2014 waren in der Gesellschaft im Durchschnitt 46 (i. Vj. 118) Arbeitnehmer beschäftigt , davon 3 (i. Vj. 3) Angestellte im Verwaltungsbereich und 43 (i. Vj. 115) Angestellte im operativen Bereich. GeschäftsführungMitglieder der Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr 2014:
Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. KonsolidierungskreisDie Gesellschaft wird über die Transdev Regio GmbH, Berlin, deren Mutterunternehmen die Transdev GmbH, Berlin, und deren Mutterunternehmen Transdev Ile de France S. A., Nanterre, Frankreich, in den Konzernabschluss der Transdev Group S.A., Paris, Frankreich, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen, die wiederum quotal in den Konzernabschluss der Veolia Environnement S.A., Paris, Frankreich, und der Caisse des Depots et Consignations, Paris, Frankreich, einbezogen wird. Der nach den von Europäischen Union übernommenen IFRS aufgestellten Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Transdev Group S.A., Paris, Frankreich, wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht werden.
Leipzig, den 21. Mai 2015 Transdev Regio Ost GmbH Dipl.- Ing. Matthias Löser, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2014
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014A. Grundlagen des KonzernsDie Transdev Regio Ost GmbH (TDRO) mit Sitz in Leipzig ist ein Eisenbahnverkehrsunternehmen. Die Züge der TDRO fahren im Auftrag des Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) und der Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) und befördern Fahrgäste zwischen Halle (Saale) und Eilenburg sowie zwischen Leipzig und Geithain. Die TDRO ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Transdev Regio GmbH, Berlin und gehört damit zum Teilkonzern der Transdev GmbH, Berlin. Die Transdev GmbH ist ein Tochterunternehmen der Transdev Group S.A., Paris, Frankreich, welches zu den international aufgestellten Unternehmensgruppen im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zählt. Anteilseigner der französischen Transdev sind die Caisse des Dépôts et Consignations, Paris, Frankreich, sowie Veolia Environnement S.A., Paris, Frankreich. Seit April 2013 firmiert die Veolia Transdev (VTD) weltweit als Transdev. Die Gesellschaft unterliegt den Regelungen des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG). B. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie deutsche Wirtschaft hat sich in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld als stabil erwiesen und bleibt auf Wachstumskurs, wenn auch nur leicht. Der deutsche Arbeitsmarkt stellt sich nach wie vor positiv dar. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal 2014 um 0,1 % höher als im zweiten Quartal und höher als im Vorjahr (+1,2 %). Im zweiten Quartal 2014 war das BIP geringfügig zurückgegangen (-0,1 %), nachdem die deutsche Wirtschaft mit viel Schwung ins Jahr gestartet war (erstes Quartal 2014: +0,8 %). Im Jahr 2015 dürfte sich die verhaltene wirtschaftliche Entwicklung fortsetzen und der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts bei 1,0 % liegen. Bei einer erwarteten Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts von 1,0 % und einer Inflationsrate von 0,7 % (bedingt durch den Ölpreisrückgang) ist ein Abgleiten in die Deflation nicht wahrscheinlich. 1 2. Branchenbezogene RahmenbedingungenIm ersten Halbjahr 2014 waren in Deutschland fast 5,6 Milliarden Passagiere im Linienverkehr mit Bussen und Bahnen zu verzeichnen. Dies sind somit 0,5 % mehr als im ersten Halbjahr 2013. 2 Im Nahverkehr stieg das Fahrgastaufkommen laut Statistischem Bundesamt im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 um 0,5%. Im Fernverkehr war ein Rückgang um 0,3 % zu verbuchen. Im Schnitt wurden fast 31 Millionen Fahrten am Tag zurückgelegt. Eisenbahnen und S-Bahnen beförderten 1,2 Milliarden Passagiere (+ 2,1 %), mit Straßen-, Stadt- und U-Bahnen fuhren 1,9 Milliarden Fahrgäste (+ 1,8 %), dagegen wurden im Busverkehr weniger Fahrgäste registriert (-1,2 %, auf 2,7 Milliarden Passagiere). Im Fernverkehr (ausgenommen Fernbus) wurden 62 Millionen Personen befördert und damit 0,5 % weniger als im ersten Halbjahr 2013. Aufgrund der Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes und der Öffnung des Marktes für Fernbusse ab Januar 2013 stieg die Zahl der Passagiere in diesem Sektor stark um 8,1 % auf fast 1,4 Millionen an. Zahlreiche Unternehmen wie MeinFernbus oder FlixBus sowie der Postbus stiegen in den Markt ein und betreiben derzeit eine Vielzahl von Fernbus-Strecken, deren Rentabilität sich erst zeigen muss. Ein großes Problem sind dabei auch die kaum oder nicht vorhandenen Zentralen Omnibusbahnhöfe (ZOBs) und deren Finanzierung. 3 Im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) herrschte auch im Jahr 2014 weiterhin enormer Wettbewerbsdruck um Ausschreibungen von Neu- oder Bestandsverkehren. Zu den größten Wettbewerbern der Transdev GmbH gehören weiterhin die Deutsche Bahn AG, Tochtergesellschaften ausländischer Staatsbahnen wie Netinera (italienische Staatsbahn FS) und Abellio (niederländische Staatsbahn NS) sowie große Landesbahnen (wie die Hessische Landesbahn). Der Eintritt weiterer Wettbewerber in den Markt hat sich auch in 2014 fortgesetzt, neben National Express nunmehr auch Go Ahead als zweitem großen britischen in Deutschland präsenten Verkehrskonzern. Im SPNV-Markt steigern die Wettbewerber der DB AG weiterhin ihre Marktanteile. Im Jahr 2014 lag die Anzahl der Vergabeverfahren höher als in den Vorjahren. Dieser Trend wird sich in den folgenden 2-3 Jahren fortsetzen, insbesondere wegen des Auslaufens großer Verkehrsverträge der DB in Baden-Württemberg und bei verschiedenen S-Bahn- und Expressnetzen in Ballungsräumen. Darüber hinaus werden derzeit viele frühe wettbewerbliche Verkehrsverträge zum zweiten Mal ausgeschrieben, nachdem ihre oft rund zehnjährige Vertragslaufzeit ausläuft. Bis 2016 sollen insgesamt mindestens weitere 150 Millionen Zugkilometer (Zkm) ausgeschrieben werden. Im eigenwirtschaftlichen Schienenfernverkehr sind die Rahmenbedingungen in 2014 durch die erfolgreiche Aufnahme vieler neuer Fernbusangebote anspruchsvoller geworden. Preissensible Fahrgäste sind von der Schiene auf den Bus umgestiegen. Der Marktanteil der Wettbewerber im Fernverkehr lag bei unter einem Prozent gemessen an der Verkehrsleistung und wird durch die Einstellung des Fernzuges InterConnex (Leipzig-Warnemünde) im Dezember 2014 im kommenden Jahr sinken.
2 Destatis, 1. Halbjahr 2013: 5,6 Milliarden
Fahrgäste fuhren mit Bussen und Bahnen,
Pressemitteilung vom 18. September 2014.
3. GeschäftsverlaufSeit dem 14. Dezember 2008 realisiert die TDRO im Auftrag des Aufgabenträgers, dem Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL), gemeinsam mit der DB Regio AG Verkehrsleistungen auf der Strecke Halle -Eilenburg (RB118), mit einem Leistungsumfang von ca. 0,303 Mio. Zugkilometern in 2014. Nach Beendigung des Vertrags zum 14. Dezember 2013 erhielt die TDRO den Zuschlag für zwei weitere Jahre bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 als eine Notmaßnahme in Form einer Direktvergabe. Seit dem 11. Dezember 2011 erbringt die TDRO im Auftrag des ZVNL Schienenpersonennahverkehrsleistungen auf der Strecke Leipzig - Bad Lausick - Geithain. Der Verkehrsvertrag endete zum 14. Dezember 2013. Vor dem Hintergrund der unmittelbaren Gefahr einer Unterbrechung der Verkehrsleistung, erhielt die TDRO erneut im Zuge einer Direktvergabe einen Verkehrsvertrag bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015. Im Jahr 2014 betrug der Leistungsumfang für diese Leistung 0,476 Mio. Zugkilometer. Durch den Wegfall des City-Tunnel-Leipzig Vertrages (1,4 Mio. Zugkilometer), der zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 auslief, ist die im SPNV erbrachte Leistung von 2,2 Mio. Zugkilometer im Vorjahr auf 0,8 Mio. Zugkilometer im Jahr 2014 gesunken. Die TDRO tritt unter dem Markennamen "Mitteldeutsche Regiobahn" (MRB) auf. Auch in 2014 wurden die hohen Qualitätsziele weiter fortgeführt. Im Jahr 2014 waren durchschnittlich 46 [i. Vj 118] Angestellte beschäftigt. Davon waren 43 [i. Vj 115] im operativen Bereich 3 [i. Vj 3] in der Verwaltung tätig. Zur Erbringung der Leistungen im Schienenpersonennahverkehr wurden durchschnittlich 5 Triebfahrzeuge vom Typ RS1 eingesetzt. Im Jahr 2014 wurden mit 5 Triebwagen 0,983 Mio. Fahrzeugkilometer zurückgelegt. Die planmäßige Instandhaltung der Triebfahrzeuge wird entsprechend der Vorgaben des Herstellers und des Fahrzeugeigentümers durchgeführt. Seit 1. November 2013 ist Matthias Löser alleiniger Geschäftsführer des Unternehmens. Das im Jahr 2012 eingeführte Sicherheitsmanagementsystem ersetzt erfolgreich das bisherige Qualitätsmanagementsystem. Mit Bescheid vom 31. Juli 2012 wurde der TDRO die Sicherheitsbescheinigung gemäß § 7a AEG erteilt. Ein Nachweis über die besonderen Anforderungen für den sicheren Verkehrsbetrieb für Personal und Fahrzeuge wurde erbracht. 4. Lage4.1 VermögenslageDie Vermögens- und Kapitalstruktur der TDRO ist durch die Einbindung der TDRO in das Cash-Management-System des Transdev-Konzerns und die Gewinnabführung an die Transdev Regio GmbH gekennzeichnet. Die Aktiva betragen zum Bilanzstichtag TEUR 5.676 (i. Vj. TEUR 11.744). Das Umlaufvermögen ist mit TEUR 5.651 (i. Vj. TEUR 11.699) niedriger als im Vorjahr. Die Forderungen aus dem Cash Pool betragen TEUR 3.750 (i. Vj. TEUR 9.341). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sanken in 2014 auf TEUR 3.883 (i. Vj. TEUR 9.809). Die Anlagenintensität (Anlagevermögen / Bilanzsumme) beträgt 0,3 % (i. Vj. 0,3 %), die Umlaufintensität (Umlaufvermögen / Bilanzsumme) 99,5 % (i. Vj. 99,6 %). Die Passiva betragen zum Bilanzstichtag TEUR 5.676 (i. Vj. TEUR 11.744). Die Rückstellungen betragen TEUR 902 (i. Vj. TEUR 3.936). Der Rückgang ist mit der Beendigung des Verkehrsvertrags für den CTL im Dezember 2013 zu begründen und den damit verminderten Aufwendungen. Die Verbindlichkeiten sind mit TEUR 4.749 (i. Vj. TEUR 7.784) niedriger als im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 2.414 (i. Vj. TEUR 3.999). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen TEUR 2.225 (i. Vj. TEUR 3.627). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 47 auf TEUR 110 (i. Vj. TEUR 157) reduziert. Die sinkenden Forderungen und Verbindlichkeiten ergeben sich im Wesentlichen aus den beglichenen ZVNL Abrechnungen für den Verkehrsvertrag CTL und den dazugehörigen Fahrgeldeinnahmen aus dem DB-Tarif. Die damit verbundenen geleisteten Rückzahlungen senkten im Jahr 2014 den Cash-Pool Saldo. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten (ohne Rückstellungen) sind vollständig durch das Umlaufvermögen gedeckt. Die Liquidität war zu jedem Zeitpunkt gesichert, die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2014 zu jedem Zeitpunkt ihren Verbindlichkeiten nachkommen. Das Eigenkapital der TDRO beträgt unverändert TEUR 25. Auf Basis des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages mit der Transdev Regio GmbH, Berlin, erfolgte eine Gewinnabführung in Höhe von TEUR 1.255 (i. Vj. TEUR 3.050). 4.2 FinanzlageDie Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über ein Cash-Management-System mit der Transdev GmbH, Berlin, welches unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten zum Monatsende gekündigt werden kann. Eine Kündigung ist bisher nicht erfolgt. Die Gesellschaft verfügt über einen Kreditrahmen von TEUR 3.500.
Die Veränderung des Finanzmittelfonds zum 31. Dezember 2014 beruht im Wesentlichen auf den erfolgten Verkehrsvertragsabrechnungen mit dem ZVNL, aus denen Rückzahlungen an den ZVNL resultierten, sowie die beglichene Endabrechnung mit der DB Vertrieb AG im Tarif DB für den im Dezember 2013 auslaufenden Verkehrsvertrag CTL. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2014 jederzeit in der Lage, ihre fälligen Verbindlichkeiten zu bedienen. Durch die Einbindung in das Cash-Management-System verfügt die Gesellschaft über einen finanziellen Rahmen für das operative Geschäft und die Finanzierung neuer zukunftssichernder Investitionen. 4.3 ErtragslageDas Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist im Jahr 2014 um TEUR 1.796 auf TEUR 1.255 (i. Vj. TEUR 3.051) gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Umsatzrentabilität (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit / Umsatzerlöse) ist gegenüber dem Vorjahr von 8,6 % auf 11,1 % gestiegen. Die Ergebnisentwicklung wird nachfolgend erläutert. Die Umsatzerlöse sind um insgesamt TEUR 24.098 auf TEUR 11.222 (i. Vj. TEUR 35.320) gesunken. Dies resultiert vor allem aus dem Wegfall des Verkehrsvertrags für das Netz CTL im Dezember 2013 und den damit einhergehenden fehlenden Fahrgelderlösen und Zuschüssen. In den Umsatzerlösen sind im Wesentlichen Zuschüsse, Fahrscheinerlöse und Verbundzuscheidungen enthalten. Die Umsatzerlöse liegen über den prognostizierten 10,7 Mio Euro. Ursächlich hierfür sind zum einen positive Effekte aus den Endabrechnungen mit dem ZVNL für Vorjahre, zum anderen eine nachträgliche Mehrbestellung von Traktionsleistungen durch den ZVNL mit entsprechender Vergütung. Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken vorrangig in den Erträgen aus Auflösung von Rückstellungen für Restrukturierung um TEUR 6 auf TEUR 313. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren betrugen TEUR 933 (i. Vj. TEUR 3.044), die Aufwendungen für bezogene Leistungen TEUR 6.985 (i. Vj. TEUR 22.529). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Umsatzerlöse) betrug im Jahr 2014 70,6 % (i. Vj. 72,4 %). Der Personalaufwand ist um TEUR 3.002 auf TEUR 1.532 (i. Vj. TEUR 4.534) gesunken. Ausschlaggebend hierfür ist das Auslaufen des Verkehrsvertrags für den CTL im Dezember 2013 und dem damit niedrigeren Bedarf an Personalen. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand / Umsatzerlöse) lag im Jahr 2014 bei 13,6 % gegenüber dem Vorjahr mit 12,8 %. Im Geschäftsjahr 2014 betrugen die Abschreibungen TEUR 23 (i. Vj. TEUR 73). Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 1.788 auf TEUR 946 (i. Vj. TEUR 2.734) resultiert im Wesentlichen aus den gesunkenen Verkehrsleistungen im laufenden Jahr auf Grund des Verlusts des Netz CTL. Das Operating Income nach Management Fee (Betriebsergebnis) nach HGB wird zur internen Ergebnissteuerung herangezogen, es ermittelt sich aus dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abzüglich des Finanz- und des Beteiligungsergebnisses. In monatlichen Business Review Meetings wird das Operating Income vor Management Fee nach IFRS analysiert. Unterschiede zwischen Handelsrecht und internationaler Rechnungslegung ergeben sich im Wesentlichen aus unterschiedlichen Abschreibungsdauern und Bewertungsunterschieden bei Rückstellungen (z.B. für schwere Instandhaltung, Drohverluste oder Pensionen). Das Betriebsergebnis nach HGB ist im Jahr 2014 um TEUR 1.870 auf TEUR 1.164 (i. Vj. TEUR 3.034) gesunken und liegt damit deutlich über den prognostizierten TEUR 980. Ursächlich hierfür sind Erträge aus Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen sowie der gesunkene Dieselpreis im Geschäftsjahr 2014. 4.4 Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie Gesellschaft entwickelte sich entsprechend der Erwartungen. Die Abwicklung des verlorenen Netzes CTL lief reibungslos und hatte keine negativen Auswirkungen auf das Geschäftsjahr. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. PrognoseberichtDie TDRO erwartet ein konstantes Geschäftsjahr 2015. Der bestehende Verkehrsvertrag für die Strecken Halle (Saale) - Eilenburg und Leipzig - Bad Lausick - Geithain läuft zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 aus. Die Zahl der Mitarbeiter wird konstant bei 46 bleiben. Die bestellten Zugleistungen dezimieren sich um 0,014 Mio. Zugkilometer von 0,779 auf 0,765 Mio. Zugkilometer. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 11,2 Mio. Euro. Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2015 mit einem Betriebsergebnis zwischen 1,2 Mio. und 1,3 Mio. Euro. Transdev hat sich mit der MRB an der Ausschreibung des Regionalverkehrs auf der Strecke Leipzig Hbf - Geithain - Chemnitz ab Dezember 2015 beworben und den Zuschlag erteilt bekommen. Zum Einsatz werden lokbespannte Züge kommen, die jährlich rund eine Million Zugkilometer für zehn Jahre erbringen. Damit schließt der neue Verkehrsvertrag nahtlos an den Auslaufenden an. In 2015 werden Vorlaufkosten und Investitionen für die Inbetriebnahme anfallen, die bei den prognostizierten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zu Abweichungen führen, die heute noch nicht beziffert werden können. 2. Chancen- und RisikoberichtDurch die monatliche Analyse der Plan/Ist-Abweichungen, die durch das regionale Controlling in Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer erstellt und an die Transdev GmbH, Berlin, gemeldet werden, ist die Einbettung in das Risikomanagement der Transdev-Gruppe gegeben. In diesem Rahmen werden besonders die Auswirkungen folgender Indikatoren berücksichtigt:
Im Rahmen des Finanzmanagements werden mögliche Risiken u. a. durch folgende Maßnahmen fortlaufend überwacht, quantifiziert und nach den Unternehmenszielen entsprechend aktiv gesteuert:
Konkret unterliegt die Gesellschaft den Chancen und Risiken im Wettbewerb um Verkehrsverträge. Der Verkehrsvertrag endet im Dezember 2015. Die Leistungen auf der Strecke Halle (Saale) - Eilenburg wird künftig von einem anderen Betreiber bedient. Für die Strecke Leipzig - Geithain ist die Leistungserbringung ab Fahrplanwechsel im Dezember 2015 noch ungewiss. Eine Ausschreibung der Strecke ist bisher nicht erfolgt. Möglicherweise profitiert die TDRO erneut von einer Notvergabe. Es besteht grundsätzlich das Risiko, dass nach Auslaufen des bestehenden Verkehrsvertrages oder bei der Vergabe neuer Verkehrsleistungen andere Wettbewerber den Zuschlag erhalten. Die Neuausschreibung für das Dieselnetz NordWest Sachsen hat Ende 2014 begonnen. Transdev wird sich mit der MRB an dieser Ausschreibung beteiligen. Durch die am 1. Januar 2013 in Kraft getretene Novelle des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) werden bisher nur in Ausnahmefällen zulässige Fernbuslinien weitestgehend für den Wettbewerb freigegeben. Das Risiko für den Schienenpersonennahverkehr ist jedoch im Gegensatz zum Schienenpersonenfernverkehr begrenzt, da Fernbuslinien einen Haltestellenabstand von 50 km einhalten müssen und zwei Haltestellen nicht so gelegt werden dürfen, dass die Schienen-Nahverkehrsverbindung zwischen ihnen weniger als eine Stunde beträgt. In etwa 50 (zumeist von Aufgabenträgern veranlassten) Gerichtsverfahren wurde das Stationspreissystem 05, das bis 2010 den Entgelten für die Nutzung von Personenbahnhöfen der DB Station&Service AG, Berlin, zugrunde lag, auf seine Rechtmäßigkeit hin überprüft. In den meisten Fällen ergingen Urteile gegen DB Station&Service. Der Bundesgerichtshof wies deren Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision zurück, so dass DB Station&Service in vielen Fällen Rückzahlungen leisten muss. Weitere Rückforderungen werden geltend gemacht. Hierzu muss trotz der höchstrichterlichen Entscheidung in vielen Fällen der Rechtsweg beschritten werden. Inzwischen gibt es auch Gerichtsverfahren zu Stationspreissystem 11. Die Mineralölprodukte unterliegen in den Endkundenpreisen deutlichen Schwankungen. Während der Durchschnittspreis in 2010 noch bei 1,01 €/Liter lag, betrug der Durchschnittspreis bei der TDRO im Geschäftsjahr 2013 1,17 €/Liter. Im Jahr 2014 ist der Durchschnittspreis auf 1,11 €/Liter gesunken. Der Dieselpreis birgt auch zukünftig Risiken aber auch Chancen. Die Fahrzeugflotte besteht seit dem Jahr 2014 aus 5 Regio Shuttle. 4 Fahrzeuge werden zur Erbringung der Verkehrsleistungen gemäß Verkehrsvertrag benötigt und ein Fahrzeug dient als Reserve. Hier besteht die Gefahr, bei mehr als einem Fahrzeugausfall, Qualitätseinbußen durch geringere Sitzplatzkapazitäten für die Fahrgäste hinzunehmen. Ebenso kann eine niedrige Gesundheitsquote zu Qualitätseinbußen oder zum Aufbau von Überstunden und damit zu erhöhten Personalkosten beitragen. Mit speziellen Maßnahmen wie die Durchführung einer Gesundheitswoche, wird versucht, einem negativem Trend in der Gesundheitsquote entgegenzuwirken. D. NachtragsberichtDie in 2013 begonnenen und in 2014 fortgeführten Verkaufsvorbereitungen der gesamten Veolia Verkehr Gruppe in Deutschland wurden in 2014 zunächst ausgesetzt und aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung der Veolia Verkehr Deutschland Gruppe gestoppt. Veolia Verkehr Deutschland ist wieder fester Bestandteil von Transdev und steht nicht mehr zum Verkauf. Am 16. März 2015 übernimmt die Veolia Verkehr GmbH den Namen der Muttergesellschaft und firmiert seit dem als Transdev GmbH. Am selben Tag wurde aus der Veolia Verkehr Regio Ost GmbH die Transdev Regio Ost GmbH.
Leipzig, den 21. Mai 2015 Transdev Regio Ost GmbH Dipl.-Ing. Matthias Löser, Geschäftsführer Auftragsbedingungen, Haftung und VerwendungsvorbehaltWir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. |
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