GROUP Business Software Europa GmbHLiquidiert
76227 Karlsruhe, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kerstin Wahl seit 11.7.2016 | Prokura |
Constanze Helene Adelheid Edith Irmgard Zarth seit 11.7.2016 | Geschäftsführer |
Marion, geb. Betz Pöttgen seit 11.7.2016 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
GROUP Business Software Europa GmbHKarlsruhe (vormals: Eisenach)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015GESCHÄFTSBERICHT 2015GROUP BUSINESS SOFTWARE EUROPA GMBHINHALT »
LAGEBERICHT »
Lagebericht»GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER GESELLSCHAFTGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2015 blieb die deutsche Wirtschaft auf Expansionskurs, auch wenn sich die weltwirtschaftliche Entwicklung als nicht so stark zeigte. Die Experten des RWI, Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung, prognostizieren derzeit für 2015 ein Wirtschaftswachstum um 1,7 Prozent. Wesentlich für die binnenwirtschaftliche Entwicklung war dabei nach wie vor die anhaltend positive Lage des Arbeitsmarktes mit einer hohen und weiter steigenden Beschäftigung und einer guten Einkommensentwicklung. Weitere Stützen der Konjunktur blieben der niedrige Ölpreis und der für die Exportwirtschaft günstige Wechselkurs des Euro. Zusätzliche wirtschaftliche Impulse, wenn auch in begrenztem Umfang, gingen von der zusätzlichen Nachfrage durch die Flüchtlingsmigration aus. Die stärker binnenwirtschaftlich ausgerichteten Dienstleistungsbereiche waren weiter im Aufwärtstrend. Die Entwicklung der Weltwirtschaft verlief in 2015 schwächer als erwartet. Insbesondere die Nachfrage aus den Schwellen- bzw. den ölexportierenden Ländern zeigte sich weniger dynamisch. Im Eurogebiet setzte sich die moderate konjunkturelle Erholung fort. Nach wie vor war der private Konsum die tragende Wachstumssäule. Weiter steigende Erwerbstätigenzahlen und reale Einkommenszuwächse führten zu einer merklichen Zunahme der privaten Konsumausgaben. Die Konsumlaune und das Geschäftsklima bewegten sich weiter auf einem hohen Niveau. Die Aussichten für den privaten Konsum sind angesichts einer moderaten Preisniveausteigerung, eines hohen Beschäftigungsstands und einer guten Einkommensentwicklung auch für 2016 durchweg positiv. Der Aufschwung in Deutschland wird dem Forschungsinstitut RWI zufolge auf Jahre hinaus anhalten. Nach 2015 mit 1,7 Prozent erwartetem Wirtschaftswachstum rechnen Experten im laufenden Jahr 2016 mit 1,8 Prozent Wachstum, 2017 erneut mit 1,7 Prozent. Bei der Inflationsrate erwarten die Forscher im laufenden Jahr einen Anstieg von 0,3 auf 1,1 Prozent. Grund sei, dass der dämpfende Effekt der stark gefallenen Energiepreise nachlasse.
Branchenspezifische Rahmenbedingungen Nach zwei Jahren mit Umsatzrückgang und minimalem Wachstum legte in Europa das Geschäft mit Produkten und Diensten der Informationstechnologie und Telekommunikation in 2015 wieder zu. Die ITK-Umsätze in den EU-Staaten stiegen voraussichtlich um 0,9 Prozent auf 651 Milliarden Euro (Quelle: Digitalverband Bitkom auf Grundlage einer aktuellen Studie des EITO European Information Technology Observatory). Während das Geschäft mit IT-Hardware und -Dienstleistungen sowie Software um 2,1 Prozent auf 364 Milliarden Euro stieg, sanken die TK-Umsätze um 0,6 Prozent auf 287 Milliarden Euro. Das leichte Wachstum wurde vor allem getragen durch zunehmende Investitionen in Software rund um die Mobilisierung der Mitarbeiter und die Digitalisierung der Prozesse vieler Unternehmen. Die weltweiten ITK-Umsätze stiegen gemäß der EITO-Prognose um 3,1 Prozent auf 2,8 Billionen Euro. Wachstumstreiber war dabei der Telekommunikationsbereich mit 3,4 Prozent auf 1,6 Billionen Euro. Das Plus bei der Informationstechnologie fiel dagegen mit 2,8 Prozent auf 1,2 Billionen Euro etwas ab. Wenn auch die steigenden IT-Ausgaben der deutschen Firmen und Organisationen 2015 im Lichte der digitalen Transformationen standen, befindet sich die Mehrzahl der deutschen Unternehmen noch am Anfang dieser Reise und muss aufpassen, den Anschluss nicht zu verpassen. So sind sich die meisten Unternehmen noch nicht sicher, wie sie Informationstechnologie am besten einsetzen und nutzen sollen, um ihre Geschäftsprozesse tatsächlich umfassend zu verändern. Sie zögern oftmals aufgrund der Annahme, mit noch einer weiteren nicht integrierten IT-Lösung arbeiten zu müssen, ohne dass ein fühlbarer Effekt im Sinne von Veränderung zum Tragen kommt. Im Ergebnis heißt das vor allem, dass die Zusammenarbeit von Fachbereichen und IT im Zuge der digitalen Transformation deutlich zunehmen muss. Unternehmen, die sich dieser Tatsache nicht bewusst sind, könnten in naher Zukunft sogar den Anschluss an den Transformationsprozess verpassen. Markttreiber in Deutschland ist neben der Mobilisierung und Digitalisierung die mit diesen beiden Themen einhergehende Anforderung, die IT-Sicherheit deutlich zu stärken. Die zunehmende Anzahl prominenter Cyberattacken - so wurde 2015 über Wochen der Deutsche Bundestag lahmgelegt - führt zu einer intensiveren Auseinandersetzung der Unternehmen mit Fragen der IT-Sicherheit, auch wenn viele angedachte Investitionen hierzu erst in den Jahren 2016 bis 2018 erfolgen werden. Die Sicherheit von Unternehmen und den Schutz der Bürger im Internet zu verbessern war Kernziel des im Juni 2015 verabschiedeten IT-Sicherheitsgesetze. Dieses verpflichtet die Betreiber kritischer Infrastrukturen zur Einführung technischer und organisatorischer Mindestmaßnahmen zur IT-Sicherheit und zur Meldung von Angriffen auf ihre IT-Systeme an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik. Auch wenn die Standards und deren Kontrolle noch nicht definiert sind, so führt dies bei den ca. 2.000 betroffenen Unternehmen aus den Bereichen Energie, Informationstechnik, Transport und Verkehr, Gesundheit, Wasser, Ernährung sowie Finanz- und Versicherungswesen zur Neukonzeption ihrer IT-Sicherheit - und einer erhöhten Investitionsbereitschaft bei den betroffenen Unternehmen und deren Lieferanten. Daraus entwickelt sich zusätzlicher Bedarf an Beratung und Unterstützung bei der Einführung eines Systems zum Informationsmanagement. Verschlüsselung, Data Leakage Prevention, Schutz vor Verschlüsselungstrojanern und E-Mail/Messaging/ Collaboration-Lösungen - Kernmodule der IQ.Suite - gewinnen für die betroffenen Unternehmen und ihre Lieferanten an Bedeutung. Absatzentwicklung Mit der Ausgliederung des operativen Geschäftsbetriebs der GBS Software AG auf die GROUP Business Software Europa GmbH mit Wirkung zum 01.01.2015 nahm unsere im Dezember 2013 gegründete Gesellschaft ihren operativen Geschäftsbetrieb erstmalig auf. Die Darstellung der Umsatzentwicklung der GROUP Business Software Europa GmbH in 2015 im Abgleich mit dem Vorjahr 2014 ist daher nur eingeschränkt möglich. Zur Schaffung eines Jahresvergleiches haben wir hier die Umsätze des ausgegliederten Geschäftsbereichs der GBS Software AG 2014 den Umsätzen der GROUP Business Software Europa GmbH gegenübergestellt.
Im Lizenzgeschäft beobachten wir seit 2014 eine Verschiebung der Umsätze vom Lizenzkauf zur Lizenzmiete. Der von Seiten der Kunden forcierte Wandel in der Nutzung von Lizenzen - weg vom Kauf, hin zum Mietmodell (Software-as-a-Service) - wirkte sich auch 2015 auf die Lizenzumsätze aus, wobei durch die anteilige Verlagerung von 2014 in die Folgejahre die Lizenzumsätze in 2015 leicht anstiegen (2015 2,558 Mio. EUR ; 2014 2,488 Mio. EUR). Der Fachkräftemangel und die damit verbundenen Verzögerungen in der Rekrutierung neuer IT-Spezialisten führten in Verbindung mit zusätzlichen Trainingsaufwänden und Langzeiterkrankungen zweier Leistungsträger zu verringerten Kapazitäten im Servicebereich, die wir nur teilweise durch die Einbindung externer Partner ausgleichen konnten. Unsere Serviceumsätze entwickelten sich daher in einem leicht wachsenden Markt rückläufig (2015 0,896 Mio. EUR; 2014 0,947 Mio. EUR). Die Entwicklung des 3rd-Party-Geschäfts mit IBM-Lizenzen (IBM Passportgeschäft) zeigte sich im Verhältnis zum Vorjahr als deutlich rückläufig, da die Zahl der Notes-nutzenden Unternehmen deutlich sank und gleichzeitig IBM das verbleibende Geschäft stärker auf große Partner, wozu die GROUP nicht zählt, bündelt (Umsatz 2015 1,011 Mio. EUR, Umsatz 2014 GBS Software AG 1,298 Mio. EUR, Gross Profit 2015 42.626 EUR, Gross Profit 2014 GBS Software AG 109.687 EUR). Unser Umsatz mit 3rd-Party-Produkten der OEMPartner lag leicht über Vorjahresniveau (Umsatz 2015 2,578 Mio. EUR, Umsatz 2014 GBS Software AG 2,532 Mio. EUR). Insgesamt lagen die fakturierten Umsätze 2015 knapp unter dem Vorjahresniveau der relevanten Umsätze des von der GBS Software AG ausgegliederten operativen Geschäftsbetriebs (Umsatz 2015 12,725 Mio. EUR, Umsatz 2014 GBS Software AG 13,629 Mio. EUR). Ergebnis Der Vergleich der Ergebnisse 2015 mit den Ergebnissen 2014 stellt die Werte der GROUP Business Software Europa GmbH 2015 denen des operativen Geschäftsbetriebs der GBS Software AG 2014 gegenüber, wobei die Vergleichbarkeit eingeschränkt ist, da nicht alle Umsätze und Aufwendungen in der GBS Software AG ausschließlich dem operativen Geschäftsbetrieb zugeordnet werden können. Die Umsätze der GROUP Business Software Europa GmbH, wie unter 1.3 bereits dargestellt, lagen 2015 bei 12,584 Mio. EUR. Unsere aktivierten Eigenleistungen für selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände beliefen sich auf 0,85 Mio. EUR (2014 in der GBS Software AG 0,7 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit ca. 1,04 Mio. EUR über Vorjahresniveau (2014 in der GBS Software AG 0,87 Mio. EUR); hier schlugen sich insbesondere die um 0,13 Mio. EUR gestiegenen Umlagen von verbundenen Unternehmen nieder. Die Materialaufwendungen lagen mit ca. 4,2 Mio. EUR (2014 in der GBS Software AG 4,8 Mio. EUR) deutlich unter Vorjahresniveau. Die Veränderung bei den Materialaufwendungen resultierte aus deren Aufsplittung zwischen der GBS Software AG und der GROUP Business Software Europa GmbH im Rahmen der Ausgliederung. Für 2015 ergaben sich leicht erhöhte Personalaufwendungen i. H .v. 4,74 Mio. EUR (2014 in der GBS Software AG 4,7 Mio. EUR). Die GROUP Business Software Europa GmbH verfügte am 31.12.2015 ohne Auszubildende über 64 Mitarbeiter (2014 waren in den operativen Geschäftsbereichen der GBS Software AG 62 Mitarbeiter tätig). Die Abschreibungen der GROUP Business Software Europa GmbH lagen bei 1,4 Mio. EUR (2014 in der GBS Software AG 1,8 Mio. EUR). Die Veränderung basierte im Wesentlichen darauf, dass sich der Wert der Softwareprodukte über den Zeitverlauf reduzierte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen der GROUP Business Software Europa GmbH lagen mit 2,22 Mio. EUR leicht unter dem Wert des Vorjahres (2014 in der GBS Software AG 2,23 Mio. EUR). Sie beinhalteten insbesondere Beratungskosten für die GROUP Business Software Europa GmbH in Höhe von 0,6 Mio. EUR (2014 in der GBS Software AG 0,4 Mio. EUR), Marketingaufwendungen von 0,3 Mio. EUR (2014 in der GBS Software AG 0,3 Mio. EUR), die Raumkosten lagen mit 0,16 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Die Reisekosten mit 0,1 Mio. EUR lagen unter Vorjahresniveau (2014 in der GBS Software AG 0,2 Mio. EUR), die Versicherungsbeiträge mit 0,1 Mio. EUR lagen auf Vorjahresniveau. Das Finanzergebnis unserer Gesellschaft lag 2015 bei 82.000 EUR und damit weitgehend auf Vorjahresniveau (2014 GBS Software AG: 93.000 EUR). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der GROUP Business Software Europa GmbH lag im Geschäftsjahr 2015 bei 1,99 Mio. EUR (2014 GBS Software AG: 1,24 Mio. EUR) und damit deutlich über Vorjahr. Finanzwesen Zum 31. Dezember 2015 finanzierte sich unsere Gesellschaft in Höhe von 5,6 Mio. EUR aus Eigenkapital. Das Stammkapital von 1.000.000 EUR basierte - neben der Gründungseinlage von 25.000 EUR zur Gründung am 16.12.2013 - auf der mit Wirksamkeit derAusgliederung von der GBS Software AG auf die GROUP Business Software Europa GmbH durchgeführten Kapitalerhöhung um 975.000 EUR am 29.09.2015. Daneben werden als Eigenkapital Rücklagen von 4.105.277 EUR und ein Gewinnvortrag von 540.077 EUR ausgewiesen. Bankverbindlichkeiten bestanden zum 31. Dezember 2015 keine. Der Zahlungsmittelbestand der GROUP Business Software Europa GmbH zum 31. Dezember 2015 betrug 0,7 Mio. EUR (i. Vj. nach Ausgliederung 0,6 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein Kapitalzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 3,0 Mio. EUR erzielt, der einem Kapitalabfluss aus der Investitionstätigkeit von -0,044 Mio. EUR gegenüber stand. Da die Gesellschaft bis zum 01.01.2015 noch nicht operativ tätig war, wurde auf den Vorjahresvergleich zum Kapitalzu- bzw. -abfluss verzichtet. Das Unternehmen verfügte zum 31. Dezember 2015 über freie Liquidität in Höhe von ca. 0,7 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr 2015 war die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Das Umlaufvermögen betrug 4,4 Mio. EUR, der aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 Mio. EUR. Die Rückstellungen von 1,0 Mio. Euro betrafen im Wesentlichen variable Gehaltsbestandteile (0,4 Mio. EUR), ausstehende Lieferantenrechnungen (0,3 Mio. EUR) sowie Urlaubsrückstellungen und Abgaben (0,3 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 0,7 Mio. EUR zusammen mit den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,5 Mio. EUR summierten sich auf Verbindlichkeiten von insgesamt 1,2 Mio. EUR. Wesentliche Investitionen Die Investitionen unseres Hauses konzentrieren sich auf die Weiterentwicklung der bestehenden Produkte, im Wesentlichen auf die Modernisierung der IQ.Suite ("IQ.Suite Next Generation") als Cash Cow und die Weiterentwicklung des AppDesigners als Zukunftsprodukt des Unternehmens. iQ.Suite - Weiterentwicklung der Cash Cow 2015 war das Jahr zunehmender Cyberattacken. Vor diesem Hintergrund wurden die Sicherheitsfunktionalitäten der IQ.Suite weiter ausgebaut. Ein Schwerpunkt war dabei das Thema E-Mail-Verschlüsselung. Das neu entwickelte IQ.Suite PDFCrypt überzeugt hier durch eine einfache und zugleich wirtschaftliche Vorgehensweise, indem es auf den PDF-Standard setzt. Parallel wurden der Schutz vor Viren und Trojanern, insbesondere vor Verschlüsselungstrojanern, sowie die Vermeidung von Datendiebstahl weiter vorangetrieben. Diese gesamte Entwicklung wurde auch durch die Analysten der Experton Group honoriert, welche die GROUP Business Software Europa GmbH als Rising Star im Security Vendor Benchmark 2015 positionierten und damit das Zukunftspotential und die strategische Ausrichtung unseres Unternehmens im Bereich E-Mail, Messaging und Collaboration anerkennt. In 2016 werden wir unsere technologischen Anstrengungen in diesen Bereichen fortsetzen. Ein Schwerpunkt wird dabei auf dem Ausbau der F & E-Aktivitäten im Bereich Data Leakage Prevention liegen. Hier laufen aktuell erhebliche technologische Vorhaben, welche die Lösung IQ.Suite DLP um fortschrittliche Technologien zur Vermeidung von Datendiebstahl erweitern werden. AppDesigner- das Zukunftsprodukt der GROUP Business Software Europa GmbH Unter Sicherung der Rechte auf das Produkt stellte die Gesellschaft der GBS PAVONE Groupware GmbH eine Finanzierung in 2015 in Höhe von 0,8 Mio. EUR zur Weiterentwicklung des AppDesigners bereit. Nachdem der GBS AppDesigner zu Beginn seiner Entwicklung auf die Plattform IBM Domino fokussiert war, wurde in 2015 die Produktbasis erweitert. Basis dafür war die Java EE-Technologie, welche dem AppDesigner eine umfassende Plattformunabhängigkeit und die Möglichkeit sichert, Workflows an premise oder aus der Cloud anbieten zu können. Im Fokus stand dabei Microsoft Azure, welches eine breite Marktakzeptanz besitzt. Kunden steht nun seit 2015 die Möglichkeit offen, eigene Web-Anwendungen einfach in der Cloud zu entwickeln, zu nutzen und diese mit Inhouse-Applikationen zu verbinden. Mit dem parallelen Ausbau der mobilen Technologien können unsere Kunden die erstellten Anwendungen nun auch sofort mobil nutzen. Ein weiterer wichtiger Aspekt in der Produktentwicklung war die Integration von Collaboration Technologien. An erster Stelle ist hier Microsoft SharePoint zu nennen. In 2015 wurde eine erste Integration des GBS App-Designers mit Microsoft SharePoint realisiert. Die Analysten der Experton Group haben diese strategische Entscheidung honoriert und den GBS AppDesigner in 2015 bereits zum zweiten Mal im Leader Quadranten des Social Business Vendor Benchmark positioniert. Die GROUP Business Software Europa GmbH sieht diese Auszeichnung als Bestätigung der eingeschlagenen Strategie und wird daher in 2016 die Integration von Microsoft SharePoint weiter vorantreiben. Ein Schwerpunkt wird dabei auf dem Ausbau der Workflow-Funktionalität liegen. Forschung und Entwicklung im Allgemeinen Insgesamt beschäftigte die GROUP Business Software Europa GmbH am 31.12.2015 20 Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung der IQ.Suite und des App-Designers. Dabei beliefen sich unsere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auf 1,9 Mio. EUR, die sich aus 0,8 Mio. EUR an Personalaufwendungen für die Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung und 1,1 Mio. EUR an extern eingekauften Entwicklungsleistungen zusammensetzen. Niederlassungen, Tochtergesellschaften und Beteiligungen Die GROUP Business Software Europa GmbH hat keine Tochtergesellschaft und hält keine Beteiligungen an anderen Unternehmen im In- oder Ausland.
Neben dem Hauptsitz in Eisenach unterhalten wir folgende Niederlassungen: Karlsruhe Hier werden die iQ.Suite-Produkte entwickelt und supportet und hier sitzt der Vertrieb für Süddeutschland sowie ein Teil der Verwaltung und das interne IT-Management. Fulda und Frankfurt In Fulda und Frankfurt sitzen das Finanzressort, die Leitung des operativen Geschäftsbereichs, das Controlling und die Business Organisation. Personalwesen Wir verstehen unsere Mitarbeiter als wesentlichen Faktor für den Erfolg der GROUP Business Software Europa GmbH. Leistungsstarke, kompetente und motivierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden ist daher eine Kernanforderung an das Management, die insbesondere unter Berücksichtigung des Fachkräftemangels nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Da wir als mittelständisches Unternehmen unseren Mitarbeitern nicht das Spektrum an Möglichkeiten und Vergünstigungen eines internationalen Großkonzerns bieten können, müssen wir unseren Mitarbeitern mehr Flexibilität, mehr inhaltliche Breite, mehr fachliche Entwicklungsmöglichkeiten und eine persönlichere Arbeitsatmosphäre anbieten. So können unsere Mitarbeiter in vielen Bereichen auch teilweise vom Home Office aus arbeiten, um Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Flexible Arbeitszeiten und Teilzeitarbeit zählen zu unseren Standards. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, setzen wir heute bereits verstärkt auf Mitarbeiter mit Migrationshintergrund und bilden zudem Fachkräfte aus und weiter. Die meisten Bereiche der GROUP Business Software Europa GmbH arbeiten heute schon zweisprachig, so dass die Integration englischsprechender Kolleginnen und Kollegen kein Problem darstellt. Zum 31. Dezember 2015 beschäftigte die GROUP Business Software Europa GmbH 71 Mitarbeiter. Rund 28% der Mitarbeiter waren im Bereich Forschung und Entwicklung, ca. 41% waren im Bereich Vertrieb und Service tätig und ca. 10% der Mitarbeiter befanden sich noch in der Ausbildung. Die Administration unserer Gesellschaft, darin enthalten Management, Finanzbuchhaltung sowie Marketing, beschäftigte ca. 21% der Mitarbeiter. Sowohl Management, Finance wie auch Marketing nehmen administrative Tätigkeiten für die Muttergesellschaft auf Basis entsprechender Geschäftsbesorgungsverträge wahr.
Besondere Ereignisse Mit dem Beschluss der Hauptversammlung der GBS Software AG am 18.12.2014 zur Ausgliederung des operativen Geschäftsbereichs auf deren 100%-ige Tochtergesellschaft, die GROUP Business Software Europa GmbH und dem Gesellschafterbeschluss der Gesellschafter der GROUP Business Software Europa GmbH am gleichen Tag zur Aufnahme des ausgegliederten Geschäftsbereichs zum 01.01.2015 nahm unsere Gesellschaft den operativen Geschäftsbetrieb auf. Gleichzeitig wurde beschlossen, zwischen den beiden Gesellschaften einen Gewinnabführungsvertrag abzuschließen, der am 02.01.2015 ins Handelsregister eingetragen wurde. Durch Eintragung im Handelsregister am 29.09.2015 wurde die Ausgliederung rückwirkend zum 01.01.2015 wirksam. Mit Wirksamkeit der Ausgliederung am 29.09.2015 erhöhte sich das Grundkapital unserer Gesellschaft um EUR 975.000 durch Ausgabe von weiteren 39 Geschäftsanteilen an die GBS Software AG als übertragende Gesellschaft als Gegenleistung für den übertragenen Geschäftsbetrieb.
Zusammenfassende Beurteilung der Geschäftslage Die Jahre 2013 bis 2015 waren für den Kernmarkt der GROUP Business Software Europa GmbH (bzw. 2013 und 2014 für den operativen Geschäftsbetrieb der GBS Software AG) von großen und doch schleichenden Veränderungen geprägt. Neben dem massiv sich verändernden Kommunikationsverhalten und dem technologischen Umbruch dieser Zeit sowie den Strategieänderungen der IBM verlor die Plattform Lotus Notes zunehmend an Bedeutung. Investitionen der Unternehmensgruppe zu Beginn der 2010er Jahre führten nicht zum angestrebten Erfolg und die Entwicklung der angestammten Produkte wurde zeitweise vernachlässigt, so dass sich bei den Cash Cows, insbesondere bei der iQ.Suite-Produktgruppe, Umsatzrückgänge bei der Neukundengewinnung zeigten. Die Wartungsumsätze blieben in diesen Jahren stabil, da der Wechsel der E-Mailmanagementsoftware aufwendig ist und wir den Kunden beim Wechsel des E-Mailclients durch die Verfügbarkeit der iQ.Suite auch für Outlook eine Alternative bieten konnten. Die Umsätze in diesen Jahren stabil zu halten war bei schrumpfendem Markt eine gute Leistung, die den besonderen Einsatz der Mitarbeiter aufzeigt. Auch 2015 zeigten sich die Wartungsumsätze weitgehend stabil. Seit 2013 ergänzte die Gesellschaft ihre reine Notes Ausrichtung und erweiterte diese durch eine neue plattformunabhängige Strategie. Die heutige GROUP Business Software Europa GmbH investiert wieder in die iQ.Suite-Produkte bzw. deren Modernisierung. Schwerpunkte dabei sind die Plattformunabhängigkeit und die Koexistenz, um Unternehmen bei der Modernisierung zu unterstützen und die Investitionsaufwände schonend über mehrere Jahre verteilen zu können. Im Herbst 2015 starteten wir mit der Kampagne "Ich bin ein Cyber Defender eine fokussiertere Vermarktung für die iQ.Suite und stellten dabei einige Produktverbesserungen wie z.B. den Schutz vor Verschlüsselungstrojanern in den Vordergrund. Eine wesentliche Anforderung für die Modernisierung der Kommunikationsplattform in Unternehmen ist aber auch die Notwendigkeit, Anwendungen zu mobilisieren und/oder in Stufen neu zu entwickeln. Nur so können Unternehmen den Investitionsstau der letzten Jahre auflösen. Die GROUP Business Software Europa GmbH investiert hier seit 2013 in die Entwicklung des AppDesigners und seiner Connectoren. Diese Produktfamilie unterstützt Firmen in der einfachen Entwicklung neuer Anwendungen und in deren Betrieb mobil, in der Cloud und über verschiedene Plattformen hinweg. Die iQ.Suite als Cash Cow und die AppDesigner-Produktfamilie als Zukunftsprodukte begründen heute zusammen mit leistungsstarken Teams in allen Unternehmensbereichen eine positive Aussicht auf eine stetige Stabilisierung der Umsätze und des Ergebnisses mit einem leichten Wachstumstrend. Dies unterstützt die Positionierung der GROUP Business Software Europa GmbH als führenden Anbieter von Lösungen und Services in den Bereichen Messaging Security und Workflow für die IBM und Microsoft Collaboration Plattformen. In 2016 erwarten wir einen um 3% steigenden Umsatz. Gleichzeitig weist unsere Planung für das kommende Jahr etwas stärker steigende Kosten aus, die auf zusätzlichen Personal- und Sachaufwendungen in die Vertriebs- und Serviceteams basieren, die zur Vorbereitung auf das zu erwartende Geschäftsvolumen aus den AppDesigner-Aktivitäten verstärkt werden müssen, wobei die Umsatzeffekte hieraus aufgrund des besonderen Geschäftsmodells in größerem Umfang erst im Geschäftsjahr 2017 zu erwarten sind. FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENDie finanziellen Leistungsindikatoren der GROUP Business Software Europa GmbH in 2015 ergeben sich im Überblick wie folgt:
Das im Verhältnis zum Vorjahr unter Vergleich mit dem Ergebnis der GBS Software AG 2014 in Höhe von 1,15 Mio. EUR deutlich verbesserte Betriebsergebnis zeigt die Leistungsstärke des in die GROUP Business Software Europa GmbH ausgegliederten operativen Geschäftsbereichs. PROGNOSEBERICHTDas Geschäftsjahr 2016 der ITK-Branche wird laut Bitkom von den folgenden Themen geprägt:
An erster Stelle steht hier die IT-Sicherheit, eine Entwicklung, die durch die zunehmende Cyberkriminalität als auch die IT-Sicherheitsgesetze vorangetrieben wird. Die GROUP Business Software Europa GmbH zählt mit ihren iQ.Suite-Modulen für das Sicherheitsmanagement der E-Mailkommunikation zu einem der zentralen Anbieter von Sicherheit rund um die immer noch wachsende E-Mailkommunikation. In 2016 setzen wir unsere technologischen Anstrengungen in diesen Bereichen fort. Ein Schwerpunkt wird dabei auf dem Ausbau im Bereich Data Leakage Prevention (DLP) liegen. Hier laufen aktuell verschiedene Entwicklungsprojekte, welche die Lösung IC/Suite DLP um fortschrittliche Technologien zur Vermeidung von Datendiebstahl erweitern oder Schadsoftware wie Verschlüsselungstrojaner noch besser abwehren. Mit der Vermarkung im Rahmen der Kampagne "Cyber Defense" treffen wir zudem einen Nerv und erzeugen deutlich wachsendes Interesse am Markt. Im zweitstärksten Investitionsbereich des Marktes sind wir ebenfalls gut aufgestellt, bieten wir doch iQ.Suite- Module und andereAnwendungen des Produktportfolios als Cloud-basierte Lösungen an. Da der AppDesigner in der Cloud zudem die Entwicklung und den Betrieb moderner Anwendungen ermöglicht, unterstützen wir damit Unternehmen in der vereinfachten Verlagerung neuer und geeigneter Anwendungen in die Cloud, was auch die Umsetzung neuer Mobilitätskonzepte wesentlich vereinfacht. Die GROUP Business Software Europa GmbH wird in 2016 die Integration von Microsoft Share-Point in den AppDesigner über Connectoren weiter verbessern. Ein Schwerpunkt wird dabei auf dem Ausbau der Workflow-Funktionalität liegen. Die weiteren Investitionsfelder Industrie 4.0, Mobile Computing und Social Media und insbesondere BPM basieren auf Workflowsystemen und erfordern heute Plattformunabhängigkeit und die Einbindung der E-Mail und ermöglichen uns hiermit eine Teilhabe an der Entwicklung dieser Marktsegmente. Die GROUP Business Software Europa GmbH ist somit gut aufgestellt, um am Marktwachstum 2016 leicht überdurchschnittlich zu partizipieren. NACHTRAGSBERICHTZu Beginn des Jahres 2016 hat die GROUP Business Software Europa GmbH den Vertriebsbereich und die Kundenservices einschließlich 10 Mitarbeitern von der GBS PAVONE Groupware GmbH, Paderborn, übernommen und integriert diese Bereiche in das eigene Unternehmen. Dies vereinfacht die gemeinsame Marktbearbeitung und schafft durch größere Teams zusätzliche Synergieeffekte. In diesem Zusammenhang eröffnen wir zum Jahresbeginn eine Niederlassung in Paderborn, an der dann der Vertrieb und das Consulting für Norddeutschland konzentriert werden. Im Gegenzug wird die Niederlassung in Frankfurt nach Fulda verlagert und der dortige Standort vergrößert. Aus Kostengründen wird zudem der Hauptsitz der GROUP Business Software Europa GmbH von Eisenach nach Karlsruhe verlegt werden. Die Gesellschafterversammlung vom 11. März 2016 hat die Gründung einer US-Amerikanischen-Gesellschaft unter dem Namen "GBS Solutions North America LLC" mit einer Niederlassung in Kanada beschlossen. In diese Gesellschaft sollen nach erfolgter Gründung die Permessa-Rechte (Produktrechte und Kundenstamm) eingelegt werden, da diese Gesellschaft der Know-how-Träger in diesem Bereich sein wird.
CHANCEN UND RISIKENRisikomanagementsystem Das Risikomanagement unseres Unternehmens schafft Transparenz zu den Risiken und damit eine verbesserte Entscheidungsgrundlage im Tagesgeschäft, aber auch für Investitionsentscheidungen, die sich wiederum in einer erhöhten Sicherheit bei der Erreichung der Unternehmensziele auswirkt. Ziel des Risikomanagements ist es, den aktuellen und zukünftigen Unternehmenserfolg zu sichern und mögliche Risikokosten zu minimieren. Letztere setzen sich aus den Versicherungsprämien, den Kosten für die Schadenverhütung und Verwaltung von Risiken zusammen. Die Aufgaben unseres Risikomanagements sind als Zyklus zu interpretieren. Risiken werden unter Einbeziehung aller operativen Unternehmensbereiche und des Managements identifiziert und danach bewertet. Mit der Bewertung sind Maßnahmen zur Kontrolle, zur Reduktion oder Verlagerung des Risikos zu definieren. Darüber hinaus beobachten wir systematisch die Risiken aus dem laufenden Geschäft. Dazu zählen beispielsweise die unter Einbindung der Führungskräfte erfolgende Kosten- und Umsatzplanung, die ständige Beobachtung der Umsatz- und Kostenentwicklung, die Abfrage der Kundenanforderungen, aber auch das Management von Währungsrisiken. Die organisatorische Eingliederung des Risikomanagements als Frühwarnsystem realisieren wir in einer mehrstufigen Vorgehensweise. Auf operativer Ebene werden monatlich Chancen und Risiken abgefragt und gemeldet. Deren ebenfalls monatlich erfolgende Bewertung und die Festlegung von Maßnahmen zur Eingrenzung der Risiken, ihrer Kontrolle bzw. der breiteren Nutzung von Chancen erfolgt durch das Riskteam auf Basis und unter Einbindung der operativ verantwortlichen Bereiche. Unser Risikomanagementsystem identifiziert Risiken und Chancen frühzeitig, begrenzt und bewertet diese und beobachtet diese kontinuierlich. Dabei werden operative, finanzwirtschaftliche, konjunkturelle, rechtliche und marktbedingte Risiken und Chancen gleichermaßen einbezogen. Die Risiken und die entsprechenden Maßnahmen zu deren Eingrenzung werden in einer zentralen Datenbank erfasst. Im Rahmen des operativen Geschäftes sind die Prozesse, deren Verantwortlichkeiten und deren Regelwerke als auch die daraus resultierenden Kontrollen und Genehmigungsverfahren (4-Augen-Prinzip) umfassend definiert. Zusätzliche Kontrollen der Einhaltung dieser Regelwerke wurden installiert. Der Finanzbereich überwacht zusätzlich den Rechnungslegungsprozess und trifft alle abschlussrelevanten Bilanzierungsentscheidungen. Dadurch wird auch die Einhaltung aller Rechnungslegungsvorschriften sichergestellt. Auf der Ebene der Fachbereiche wird in einer vollständigen Form das Budget des jeweiligen Geschäftsjahres geführt und monatlich durch einen "Ist- vs. Plan-Vergleich" überprüft und abgeglichen. Die GROUP Business Software Europa GmbH ist in ihrem unternehmerischen Handeln unterschiedlichen Chancen und Risiken ausgesetzt. Diese ergeben sich durch externe Ereignisse, wie Markt- oder Gesetzesänderungen, aber auch interne Ereignisse bzw. Veränderungen. Jeder Geschäftsvorfall birgt Chancen und Risiken. Mithilfe des unternehmensinternen Risikomanagementsystems sollen Gefahren frühzeitig identifiziert und abgewehrt werden. Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit Wesentliche Risiken für unser Unternehmen ergeben sich aus dem Markt- und Wettbewerbsumfeld. Um diesen Risiken zu begegnen, gilt es, eine marktorientierte Strategie zu entwickeln und diese regelmäßig zu überprüfen und auf deren Basis stetig in die Weiterentwicklung der Produkte und Leistungen zu investieren. Die Strategie der GROUP Business Software Europa GmbH zum Aufbau eines plattformunabhängigen Leistungs-portfolios unter Einbindung externer Partner und deren Produkte mit Know-how zu anderen Plattformtechnologien birgt neue Risiken aus der Zusammenarbeit heraus, die wir durch die Vertragsgestaltung minimieren. So sind feste Leistungsparameter in den Verträgen definiert und Vertragsstrafen festgelegt, wenn Partner die entsprechende Leistung nicht erbringen. Produktrisiken begegnen wir durch die Beobachtung der Umsatzentwicklung der Produkte, des Kunden-/ Partnerfeedbacks und der Supportanfragen zu den Produkten. In Vermarktung befindliche Produkte werden ständig hinsichtlich ihrer Vermarktungsfähigkeit überprüft und optimiert und das Produkt- und Leistungsportfolio so auf die Marktentwicklung hin angepasst. Vor Auslieferung neuer Produkte oder neuer Produktversionen erfolgen intensive Qualitätstests und im Vorfeld der Vermarktung werden zudem zusammen mit Kunden Pilotprojekte zur Absicherung der Produktqualität und der Produktvermarktung aufgesetzt. Wir vermarkten branchenunabhängig. Damit besteht ein geringeres Risiko, durch negative Entwicklungen einzelner Branchen in größerem Umfang betroffen zu sein. Insbesondere Security-Themen der iQ.Suite sind konjunkturellen Einflüssen eher weniger unterworfen. Damit ist insbesondere der Umsatzstrom aus Maintenance als Cash Cow des Unternehmens stabil. Den Risiken, die sich aus der sich abschwächenden Verbreitung der IBM Lotus Notes-Plattform ergeben, wird bereits durch den zeitnah erfolgten Ausbau der Produkte und Kompetenzen zu anderen Plattformen und der Modernisierungstechnologie erfolgreich gegengesteuert. Bedingt durch die Restrukturierungsmaßnahmen bei der Schwestergesellschaft GBS Corp. sowie Marktveränderungen in Nordamerika, waren die immateriellen Vermögenswerte rund um Permessa vorübergehenden Belastungen ausgesetzt, die durch entsprechende Gegenmaßnahmen jedoch stabilisiert werden konnten. Wie im Nachtragsbericht erwähnt, soll die Überführung dieser Vermögenswerte in eine direkte Tochter unserer Gesellschaft erfolgen. Damit gehen wir davon aus, dass durch die Fokussierung und enge Anbindung an das Know-how der Kernprodukte und der damit verbundenen Erweiterung des Produktportfolios die langfristige Stabilität dieses Geschäftsbereiches sichergestellt ist. Aufgrund der Geschäftstätigkeit auch außerhalb des Euroraumes und insbesondere in Nordamerika und teilweise auch in Großbritannien ist die GROUP Business Software Europa GmbH Währungsrisiken ausgesetzt. Den Umsätzen in Fremdwährung stehen jedoch auch Aufwendungen in gleicher Währung gegenüber, die diese Risiken absichern. Wir gehen davon aus, dass die von uns abgegebenen Steuer- und Sozialversicherungserklärungen vollständig und korrekt sind. Gleichwohl kann es im Rahmen von Betriebsprüfungen aufgrund unterschiedlicher Beurteilung von Sachverhalten zu Nachforderungen kommen. Finanzielle Risiken ergeben sich auch aus Forderungsausfällen. Aufgrund der diversifizierten Markt- und Kundenstruktur ergeben sich hier keine Klumpenrisiken. Insbesondere die Kundenschwerpunkte Volksbanken, Sparkassen, die öffentliche Hand und diverse Großkonzerne reduzieren dieses Risiko erheblich. Die Bonität neuer Kunden und bestehender Kunden, die erfahrungsgemäß verzögert zahlen, wird über unsere Mitgliedschaft bei "Creditreform" geprüft und je nach Ergebnis werden Kreditlimits gesetzt oder die Lieferung erfolgt nur nach Vorkasse. Des Weiteren haben wir die Prozesse und Verantwortlichkeiten im Forderungsmanagement deutlich optimiert, um das Risiko von Forderungsausfällen noch weiter zu begrenzen und den Zeitraum zwischen Rechnungsstellung und Zahlungseingang zu verkürzen. Unser wichtigstes Kapital als Hersteller von Software und Dienstleister sind unsere Mitarbeiter. Die Verfügbarkeit qualifizierter und motivierter Mitarbeiter insbesondere in den strategisch relevanten Positionen kann das Unternehmensergebnis beeinflussen. Verstärkt wird dieses Risiko durch gezielte Abwerbungsversuche ganzer Teams durch Mitbewerber. Wir investieren daher in die Ausbildung und Weiterqualifizierung unserer Mitarbeiter. Zusätzlich bieten wir allen Mitarbeitern eine marktgerechte und leistungsorientierte Vergütung. Ergänzend kombinieren wir Standorte mit hohen und mit niedrigen Kosten, um die Verfügbarkeit von Fachkräften und die daraus resultierende Kostenentwicklung besser steuern zu können und Kumulrisiken durch die Abwerbung ganzer Teams durch Mitbewerber zu reduzieren. Sowohl der Verkauf von Software-Lizenzen und deren Maintenance als auch die erbrachten Beratungs- und Installationsservices bergen Haftungs- und Schutzrechte-Risiken, auch wenn sich hier bisher keine Rechtsstreitigkeiten oder kaum Rückabwicklungen realisierten. Um diese zu reduzieren, verfügen wir über die entsprechenden AGB`s, Lizenz- und Nutzungsrechtevereinbarungen und Bedingungen für Maintenance und Support. Das Risiko ist zudem durch eine entsprechende Vermögensschadenshaftpflichtversicherung abgedeckt. Zusammenfassende Risikobeurteilung Die Risiken der GROUP Business Software Europa GmbH sind begrenzt und überschaubar und mit dem vorhandenen Instrumentarium eines mittelständischen Unternehmens angemessen gesteuert. Wir haben vielfältige Maßnahmen zu deren Begrenzung, Vermeidung oder Verlagerung umgesetzt. Sollten sich genannte oder neu auftretende Risiken realisieren, so kann sich dies nachteilig auf die Geschäftstätigkeit der GROUP Business Software Europa GmbH auswirken. Derzeit sind aber keine Risiken bekannt oder absehbar, die den Fortbestand des Unternehmens heute oder zukünftig gefährden. Chancen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit Gesamtwirtschaftliche Chancen Ein positives und von Wachstum geprägtes Geschäftsklima unterstützt die Investitionsbereitschaft der Unternehmen und damit vieler Kunden, auch wenn die technologischen Entwicklungen und die Veränderungen der kommunikativen Arbeitsstrukturen zu Verunsicherungen der Entscheider führen. Verstärkt werden die Chancen aus der Wirtschaftsentwicklung durch das wachsende IT-Sicherheitsbedürfnis von Unternehmen. Die zunehmende Cyberkriminalität und das auf den Weg gebrachte IT-Sicherheitsgesetz werden auch in 2016 die Investitionsbereitschaft in IT-Sicherheit fördern. Die Plattformunabhängigkeit des Cash Cow-Produktes iQ.Suite ermöglicht Begleitung der Kunden bei der Modernisierung ihres Collaboration-Umfeldes auch im Sinne einer ressourcenschonenden Koexistenz verschiedener Plattformen. Gleichzeitig bieten wir dem Kunden mit dem AppDesigner, dessen Connectoren und dem AppDesigner- Service-in-the-Cloud alle Flexibilität und Mobilität zur Modernisierung der bestehenden Anwendungen unter Einbindung verschiedener Plattformen. So sichern wir Maintenanceumsätze und erschließen uns gleichzeitig neue Services. Die zunehmende, marktbedingte Verlagerung von Umsätzen aus dem Verkauf von Lizenzen hin zu Miet- und Software-as-a-Servicemodellen verschiebt Lizenzumsatzströme zeitweise in die Zukunft, da der Lizenzpreis eben nicht mit dem Geschäftsabschluss in voller Höhe in Rechnung gestellt wird, aber der Kunde jährlich eine entsprechend über der bisherigen Maintenance liegende Lizenzmiete oder Lizenznutzungsgebühr entrichten muss. Dies führt seit 2014 zu einem leichten Rückgang der Lizenzumsätze, sichert aber wachsende Lizenzmietumsätze für 2016 und die Folgejahre. Zusammenfassende Chancenbeurteilung Die GROUP Business Software Europa GmbH erwartet für das Jahr 2016 einen Umsatz leicht über Vorjahresniveau und ein weiterhin deutlich positives operatives Ergebnis mit einem Betriebsergebnis in Höhe von nachhaltig ca. 1,6 Mio. EUR - und das bei gleichzeitig steigenden Aufwendungen für neue Produkte und deren Markteinführung. Aufgrund der positiven Marktentwicklung auf Basis des Geschäftsklimas und der IT-Sicherheitsgesetze realisieren wir neue Chancen aus der Marktplatzierung der AppDesigner-Produktfamilie.
Eisenach, 9. Mai 2016 GROUP Business Software Europa GmbH, Eisenach gez. Marion Betz, Geschäftsführer gez. Constanze Zarth, Geschäftsführer ABSCHLUSS »
Gewinn- und Verlustrechnung
BilanzBILANZ AKTIVA
ANHANG»
Anhang»ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENAllgemeines Der Jahresabschluss der GROUP Business Software Europa GmbH, Eisenach ("Gesellschaft" oder "GBS Europa GmbH") wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) in EUR erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Von den Erleichterungsvorschriften des § 286 Abs. 4 HGB wurde hinsichtlich der Geschäftsführerbezüge sowie § 288 Abs. 2 HGB hinsichtlich des Abschlussprüferhonorars entsprechend Gebrauch gemacht. Mit Ausgliederungsvertrag vom 28.08.2015 hat die GBS Software AG ihren operativen Geschäftsbereich in Form von Entwicklung, Erwerb und Vermarktung von Softwareprodukten und Dienstleistungen im Geschäftssegment Informations- und Datenverarbeitung auf ihre 100%-ige Tochtergesellschaft GROUP Business Software Europa GmbH übertragen (Ausgliederung zur Aufnahme nach § 123 Abs. 3 Nr. 1 Umwandlungsgesetz). Die Einbringung der Aktiva und Passiva erfolgte zu Buchwerten. Als Gegenleistung erhielt GBS Software AG 39 weitere Geschäftsanteile. Die Ausgliederung wurde mit der Eintragung im Handelsregister der GBS Software AG am 29.09.2015 rückwirkend zum 01.01.2015 umgesetzt. Die GROUP Business Software Europa GmbH konnte ihren operativen Geschäftsbetrieb somit zum Ausgliederungsstichtag 01.01.2015 erstmals aufnehmen. Ein Vergleich mit dem Vorjahr ist deshalb nur eingeschränkt möglich. Um den Anforderungen von § 265 Abs. 2 HGB gerecht zu werden, ist in der Anlage zum Anhang eine Bilanz beigefügt, in der zusätzlich zum 31.12.2014 vor Ausgliederung auch die Zahlen zum 01.01.2015 nach Ausgliederung ausgewiesen werden. In der als Anlage zum Anhang dargestellten Gewinn- und Verlustrechnung sowie in den jeweiligen Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang dienen die operativen Werte der GBS Software AG 2014 als Vorjahresvergleichswerte. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden weitgehend von GBS Software AG übernommen. Bilanzierungs- & Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrundegelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum z. B. aufgrund der Laufzeit einer Lizenz ergibt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten, d. h. mit den bei ihrer Entwicklung angefallenen Aufwendungen, als Aktivposten in die Bilanz aufgenommen und nach Fertigstellung planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer beträgt bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10 Jahre. Für geringwertige Anlagegüter wendet die Gesellschaft analog die Regelungen des § 6 Abs. 2a EStG an. Dementsprechend werden geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 150 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten über EUR 150 und bis zu EUR 1.000 wird pro Jahr ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit einem Fünftel abgeschrieben wird, wobei der Abgang nach Ablauf der fünf Jahre unterstellt wird. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit die Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen, soweit es sich nicht um einen entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,0 % Rechnung getragen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die übrigen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Nennwert bzw. Erfüllungsbetrag bewertet. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. ANGABEN ZUR BILANZ UND GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1. BILANZAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Zum 01.01.2015 sind die im Rahmen der Ausgliederung übernommenen Anlagen ausgewiesen. Die Gesellschaft verfügte zum 31.12.2014 über kein Anlagevermögen. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um gewerbliche Schutzrechte und Software, bei den Sachanlagen um Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Die Sonstigen Ausleihungen bestehen aus Darlehen an GBS PAVONE Groupware GmbH. Die wesentlichen Änderungen sind im Folgenden kurz dargestellt: Konzessionen und gewerbliche Schutzrechte: Erwerb des Kundenstamms der GBS PAVONE Groupware GmbH TEUR 1.195 Sonstige Ausleihungen: Verrechnung des Kaufs der Unternehmensteile Vertrieb und Service inkl. Kundenstamm von GBS PAVONE Groupware GmbH (TEUR 1.200) mit den Ausleihungen an die Gesellschaft Vorräte Die Vorräte i. H. v. TEUR 309 (i. Vj. nach Ausgliederung TEUR 309) setzen sich aus von GBS Software AG übertragenen Lizenzen zum Einsatz in Projekten zusammen. Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 1.631 (i. Vj. nach Ausgliederung TEUR 0) beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 228 und Forderungen gegenüber der GBS Software AG aus gegenseitiger Verrechnung, insbesondere aus einer überzogenenen Inanspruchnahme im Vorgriff auf eine zu erwartende Gewinnabführung, was zu einem verbleibenden Forderungssaldo i. H.v. TEUR 1.338 führte. Insgesamt betragen die hier ausgewiesenen Forderungen gegen die Muttergesellschaft TEUR 1.425. Die Restlaufzeit der Forderungen beträgt bis zu einem Jahr. Eigenkapital Zur Durchführung der Ausgliederung erhöhte die Gesellschaft am 29.09.2015 ihr Stammkapital i. H.v. 25 TEUR um TEUR 975 auf insgesamt TEUR 1.000. Es entstanden 39 weitere Geschäftsanteile im Nennbetrag von je TEUR 25, welche der GBS Software AG als Gegenleistung für die Übertragung des operativen Geschäftsbetriebs gewährt wurden. Der den gewährten Nennbetrag von TEUR 975 übersteigende Buchwert des eingebrachten Nettovermögens aus übergegangen Vermögenswerten der Aktivseite und Verpflichtungen der Passivseite wurde als Agio in die Kapitalrücklage eingestellt. Die Veränderung des Eigenkapitals während der Geschäftsjahre 2015 und 2014 ergibt sich im Überblick wie folgt:
Der Ausschüttungssperre unterliegende Beträge Der Gesamtbetrag der der Ausschüttungssperre unterliegenden Beträge setzt sich wie folgt zusammen:
Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich zum 31.12.2015 wie i. Vj. nach Ausgliederung auf TEUR 0. Zum 31.12.2014 vor Ausgliederung bestanden keine Verbindlichkeiten. Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Tabelle:
ANGABEN ZUR BILANZ UND GEWINN- & VERLUSTRECHNUNG2. GEWINN- & VERLUSTRECHNUNGAbschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen enthalten im Geschäftsjahr 2015 wie im Vorjahresvergleichszeitraum keine außerplanmäßigen Abschreibungen. Periodenfremde Erträge / Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 70 (i. Vj. TEUR 298) Erträge, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind; sie resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 66 (i. Vj. TEUR 193), sowie aus periodenfremden Erträgen TEUR 4 (i. Vj. TEUR 105). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen i. H. v. TEUR 32 (i. Vj. TEUR 13); sie betreffen diverse Aufwendungen für Vorjahre. Außerordentliches Ergebnis Außerordentliche Aufwendungen und Erträge sind in diesem Jahr wie im Vorjahresvergleichszeitraum nicht angefallen. Forschungs- und Entwicklungskosten Im Geschäftsjahr 2015 betrug der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten TEUR 1.895 (i. Vj. TEUR 1.714); davon entfielen auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 849 (i. Vj. TEUR 743). SONSTIGE ANGABENSonstige finanzielle Verpflichtungen Finanzielle Verpflichtungen aus befristeten Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen bestehen, soweit diese nicht bilanziert sind, i. H. v. TEUR 310 (i. Vj. TEUR 342). Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Für die Beurteilung der Finanzlage wesentliche, nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen lagen im Geschäftsjahr 2015 nicht vor. Mitglieder der Geschäftsführung
Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2015 wurden im Durchschnitt 64 (i. Vj. nach Ausgliederung 62) Angestellte beschäftigt (ohne Auszubildende) Konzernzugehörigkeit Die GROUP Business Software Europa GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der GBS Software AG, Eisenach. Gemäß § 293 HGB besteht für GBS Software AG keine Verpflichtung zur Erstellung eines Konzernabschlusses. GewinnverwendungZwischen der GBS Software AG als beherrschende Gesellschaft und GROUP Business Software Europa GmbH als beherrschte Gesellschaft besteht ein Gewinnabführungsvertrag nach § 291 Abs. 1 AktG. Der Gewinnabführungsvertrag wurde mit Eintragung ins Handelsregister der GROUP Business Software Europa GmbH am 02.01.2015 für das Geschäftsjahr 2015 wirksam. Aufgrund der bestehenden Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 HGB wurde der Jahresüberschuss nicht vollständig, sondern nur ein Betrag in Höhe von TEUR 1.445 an die GBS Software AG abgeführt. Die Ermittlung des abgeführten Betrages wurde unter Berücksichtigung der entstehenden passiven latenten Steuern (Nettomethode) vorgenommen. Der verbleibende Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 540 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Eisenach, 9. Mai 2016 GROUP Business Software Europa GmbH, Eisenach ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS VOM 01.01.15 - 31.12.15
BESTÄTIGUNG »
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersIch habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GROUP Business Software Europa GmbH, Eisenach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet. Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der GROUP Business Software Europa GmbH, Eisenach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss und vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Dresden, 9. Mai 2016 Dr. Winfried Heide, Wirtschaftsprüfer IMPRESSUM»ZUKUNFTSORIENTIERTE AUSSAGEN Dieser Geschäftsbericht enthält bestimmte, in die Zukunft gerichtete Aussagen, einschließlich Angaben unter der Verwendung der Worte "glaubt", "geht davon aus", "erwartet" oder Formulierungen ähnlicher Bedeutung. Solche in die Zukunft gerichteten Aussagen enthalten bekannte und unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlichen zukünftigen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Leistung der Gesellschaft, des Konzerns oder der relevanten Branchen wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Vor dem Hintergrund dieser Ungewissheiten können unter Umständen derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen nicht zutreffen. Die Gesellschaft übernimmt nur nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen die Verpflichtung, derartige in die Zukunft gerichtete Aussagen in Zukunft nachzuhalten und an zukünftige Ergebnisse oder Entwicklungen anzupassen. Für Druckfehler und sonstige offensichtliche Unrichtigkeiten wird nicht Gewähr geleistet. BILDNACHWEISE
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