Gabelfelsen GmbH
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
STANDARD CHARTERED BANK | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
American Express Bank GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum 31. Dezember 2007LageberichtGeschäfts- und RahmenbedingungenDie American Express Bank GmbH (AEB) konzentrierte sich wie bisher auf ausgewählte Geschäftsbereiche: den Euro-Zahlungsverkehr für in- und ausländische Korrespondenzbanken sowie für verbundene Unternehmen, das Außenhandelsgeschäft mit in- und ausländischen Kreditinstituten, das Konsumentenkreditgeschäft sowie die Vermittlung von Investmentfonds an institutionelle Kunden und deren Betreuung. Hierbei handelt es sich um Investmentfonds, bei denen das Portfoliomanagement von beauftragten Unterberatern durchgeführt wird. Die Ausgabe der Travellers Cheque Card wurde am 31. Oktober 2007 eingestellt. Die AEB unterhält eine Zweigniederlassung in Mailand / Italien und ab dem 7. Januar 2008 auch in Stockholm / Schweden. Am 18. September 2007 gab die American Express Company den Abschluß einer Vereinbarung über den Verkauf ihrer im internationalen Bankgeschäft tätigen Tochtergesellschaft American Express Bank Ltd. mit allen Niederlassungen und Tochtergesellschaften an Standard Chartered PLC bekannt. Diese Transaktion schließt die American Express Bank GmbH mit ein. Mit Ablauf des 29. Februar 2008 wurde der Verkauf vollzogen. Die Weltkonjunktur setzte im Jahr 2007 ihre Expansionsphase - wenn auch leicht abgeschwächt - fort. Die Zuwachsrate der aggregierten Weltproduktion betrug 3,7% 1 Der Welthandel nahm um 6,6% 2 und damit etwas schwächer als im Vorjahr zu. Getragen wird die Weltkonjunktur durch die Euroländer, China und die anderen Schwellenländer. Dank ihrer internationalen Ausrichtung konnte die AEB von diesem Wachstum der Weltwirtschaft und der entsprechenden Zahlungs- und Handelsströme profitieren. Im Jahre 2007 präsentierte sich auch die deutsche Volkswirtschaft weiterhin in einer guten Verfassung. Das Bruttoinlandsprodukt nahm trotz der dämpfenden Effekte der Umsatzsteuererhöhung und der Verunsicherung infolge der Krise auf den Finanzmärkten um 2,6% 3 zu. Dieser Konjunkturaufschwung in der Bundesrepublik Deutschland wirkte sich positiv auf das nationale Geschäftsumfeld der AEB aus. Speziell bei der Nachfrage von privaten Haushalten nach Konsumentenkrediten konnte die AEB ihre sehr guten Vorjahreszahlen nochmals leicht steigern. Geschäftsentwicklung der American Express Bank GmbHÜberblick:Im Mai 2007 konnte die American Express Bank GmbH auf eine 100- jährige Tradition im Bankgeschäft zurückblicken. Am 14. Mai 1907 eröffnete die American Express Company, New York, mit der American Express Company GmbH in Hamburg ihre erste Unternehmung in Deutschland. Das Angebot von Dienstleistungen umfasste Transporte, Vertretung von Eisenbahn-, Express- und Dampfschifffahrtsgesellschaften, An- und Verkauf von Wechseln, Billets für See- und Landreisen - und generell europäisch-amerikanische Geschäftsverbindungen. Aus den Erfolgen im Transport entwickelte sich ein zunehmender Bargeld- und Überweisungsverkehr, der auch durch Kredite auf die rund um die Welt verschifften Waren flankiert wurde, womit der Grundstein für einen separaten Bankbetrieb gelegt wurde. Ende der Achtziger wurde das traditionelle Bankgeschäft neu strukturiert und das private Direktbankgeschäft und das Investmentfondsgeschäft ausgebaut. Nachdem in 2005 das Einlagen- und Fondsgeschäftes verkauft wurde, konzentriert sich die Bank auf Privatkredite, Institutionellen und Retail-Fondsvertrieb sowie das Korrespondenzbankengeschäft - als Euro Booking Centre der American Express Bank Ltd. wickelt die AEB den Eurozahlungsverkehrs und Handelstransaktionen ab. Die Provisionserträge zeigten erneut ein erfreuliches Wachstum. Dennoch verminderte sich das Ergebnis der AEB vor Steuern im Jahr 2007 um 14,5% (nach 37,4% Wachstum in 2006). Dies ist auf eine Verminderung der Zinsmarge sowie auf Abschreibungen der wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere auf den Niederstwert und auf die Abschreibung des Investments in die American Express Finanzmanagement GmbH, Heidelberg, zurück zu führen. Financial Institutions Group (FIG):Trotz der aus dem Verkauf resultierenden Herausforderungen konnte die Financial Institutions Group ein starkes Wachstum der Provisionserträge von 12,9% zu verzeichnen. Produktinnovation und -Entwicklung bildeten weiterhin die Schwerpunkte unserer Strategie einer kontinuierlichen Steigerung der Kundenzufriedenheit um damit dem wettbewerbsbedingten Druck auf die Margen zu begegnen und um den zunehmend komplexeren rechtlichen Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen. Dadurch gelang es in den meisten Produktsegmenten die Marktentwicklung zu übertreffen. FIG diversifizierte seinen Kundenstamm weiter und führt derzeit Bankkonten von Kreditinstituten aus mehr als 100 Ländern. Die Subprime Krise wirkte sich nicht nennenswert auf unser Geschäft aus. Trotz des signifikanten Volumenwachstums konnten die Betriebskosten gesenkt werden. Das zentrale Element unserer Strategie blieb die Teamarbeit. Ein hochkarätiges Verkaufsteam, das in der Lage war innovative Produkte in über 47 Ländern weltweit anzubieten, verbunden mit einer hervorragenden Qualität des anschließenden Kundenservice. Personal and Small Business Lending (PSBL):Die positive Entwicklung im Konsumentenkreditgeschäft konnte auch im Geschäftsjahr 2007 fortgesetzt werden. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Kundenvolumina um 11%. Dieses Wachstum wurde von dem Dispositionskreditprodukt DispoEasy getragen, welches aufgrund seiner Produktmerkmale einen starken Zuspruch unserer Kunden erhielt. Die Nachfrage nach Ratenkrediten blieb gegenüber dem Vorjahr stabil.
Global Investment Distribution (GID):Der Bereich Global Investment Distribution (GID) hat sich den geänderten Marktbedingungen frühzeitig anpassen können. So konnten wir mit innovativen Anlageklassen wie Währungen und Anleihen von Entwicklungsländern, aber auch mit "Absolut Return" Konzepten unsere Marktstellung weiter ausbauen. Die Entwicklung neuer Produktideen ist und bleibt in diesem Zusammenhang der Motor unseres Wachstums. Im Jahr 2007 bezog sich das Wachstum auf rund 30 Prozent der im American Express Publikumsfonds verwalteten Vermögenswerte. American Express Finanzmanagement GmbH (AEFM):Die in 2007 noch im Aufbau befindliche American Express Finanzmanagement GmbH (AEFM) erzielte Fortschritte. Eine erhöhte Produktivität der Berater, sowie der Aufbau weiterer Standorte resultierten in einem Anstieg der Bruttoprovisionen um 40%. Das Nettoergebnis blieb jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Travellers Cheque Card (TCC):Die Umsatzentwicklung blieb auch im dritten Jahr nach der Einführung unter den Erwartungen. Aus diesem Grund hat sich die AEB entschieden, die Travelers Cheque Card nicht länger anzubieten und den Verkauf sowie den Service für dieses Produkt einzustellen. Alle ausgestellten Karten wurden zum 31. Oktober 2007 gekündigt und verbliebene Restguthaben erstattet. Personal- und Sozialbereich:Die Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Berichtsjahr lag im Jahrdurchschnitt bei 172 (Vorjahr: 159). Die Fluktuationsrate belief sich auf knapp 14%. Dies war im Wesentlichen auf Umsetzungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der anstehenden Trennung von American Express zurückzuführen. Die Aktionsfelder im Bereich Personal lagen im Berichtsjahr auf der konsequenten Umsetzung des vor einem Jahr eingeführten leistungsorientierten Vergütungssystems auch für alle Tarifangestellten, das zu einer Erhöhung der Transparenz als auch der Attraktivität als Arbeitgeber bei talentierten und engagierten Mitarbeitern beitragen soll. Im Februar 2007 wurde die AEB gemeinsam mit den weiteren American Express Gesellschaften in Deutschland als einer der besten Arbeitgeber Deutschlands ausgezeichnet. Veranstalter des Wettbewerbs war das international renommierte "Great Place to Work Institute" und das Wirtschaftsmagazin Capital. Betriebliche Altersvorsorge ist traditionell ein wichtiger Bestandteil unserer Sozialleistungen. Neben einem arbeitgeberfinanzierten Versorgungsplan haben wir auch weiterhin die Möglichkeit der Entgeltumwandlung durch den BVV angeboten. Über die Muttergesellschaft stand allen Mitarbeitern ein breit gefächertes Fortbildungsangebot zur Verfügung, welches durch lokale Qualifizierungs- und Trainingmaßnahmen ergänzt wurde. Risikomanagement und Risikolage:Die Überwachung und Steuerung der Risiken wurde durch drei Gremien, denen die Geschäftsleitung, die Geschäftsbereichsleiter sowie Risk Management, Treasury und Market Financial Controllership angehören, vorgenommen. Die zu steuernden Risikoarten waren Marktrisiken, Adressenausfallrisiken, Liquiditätsrisiken und operationelle Risiken, sowie Rechts und Personalrisiken. Grundsätzlich wurde eine konservative Risikostrategie verfolgt. Die im Privatkundengeschäft eingesetzten Scoringmodelle erlaubten eine stabile Steuerung der Portfolioqualität. Im institutionellen Geschäft wurden Kredite nur an bonitätsmäßig einwandfreie Adressen vergeben und auch nur soweit dies zum Ausbau des Kerngeschäftes (Zahlungsverkehr) diente. Im Mai 2006 hat die Risk Management Abteilung ihre
Arbeit aufgenommen und im Laufe des Jahres 2007 sukzessive
die bisher auf verschiedene Bereiche aufgeteilte Kontrolle
der Geschäftsrisiken der AEB gebündelt. Ein
Risikohandbuch wurde erstellt und eine Datenbank zur
Erfassung operationeller Risiken eingerichtet. Eine
Berechnung der Risikotragfähigkeit ist noch in
Bearbeitung. Die Integrität des Finanz- und
Rechnungswesens wurde im Rahmen eines konzernweit
gesteuerten Prüfmechanismus überwacht. Daneben
prüft die interne Revision ex post alle
Geschäftsbereiche innerhalb eines bestimmten Zeitraums
anhand eines nach Risikogesichtspunkten strukturierten
Prüfplans.
MarktrisikenDie AEB stufte sich selbst als Nichthandelsbuchinstitut ein. Handelsgeschäfte wurden nur zur Abdeckung von Fremdwährungspositionen oder zur Absicherung von Zinspositionen durchgeführt. Zum Einsatz kamen nur Spottransaktionen. Finanzderivate wurden nicht eingesetzt. Zur Risikokontrolle der Fremdwährungspositionen wurde ein Value-at-Risk (VaR) Modell eingesetzt. Die Ermittlung erfolgte auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99% und einer Haltedauer von einem Tag. Die Volatilitäten und Korrelationen wurden mit einer Datenbank berechnet, die für 260 Tage die historischen Marktpreise für die gehandelten Währungen vorhält. Zinsänderungsrisiken aus dem Anlagebuch wurden gemäß den gleichen Richtlinien, die für die Muttergesellschaft der AEB vorgegeben sind, anhand eines Earnings-at-Risk Modells überwacht und kontrolliert. Das lokale Risk Management steuerte und überwachte die Einhaltung der festgelegten Limite. Die EaR Berechnungen wurden wöchentlich der Geschäftsleitung gemeldet. Das verwendete EaR Verfahren bildet den Eindeckungsaufwand ab, basierend auf der Annahme von historischen Änderungen in der Zinskurve unter Einbeziehung der Messung der Sensitivität. EaR wird berechnet durch die Anwendung von parallel shifts der Zinskurve im Verhältnis zum Netto Zins Gap in jeder Währung. Das Ergebnis wird pro Währung in USD umgerechnet und dann zusammengefasst. Basis point shifts, die für die Berechnung verwendet wurden, waren abgeleitet von historischen Daten der Zinssatz-Volatilitäten in jeder Währung. LiquiditätsrisikenHierunter versteht die AEB die Fähigkeit jederzeit eine ausreichende Zahlungsbereitschaft zu gewährleisten. Die AEB verfügte über die Möglichkeit sich aus dem American Express Bank Konzern zu refinanzieren. Daher bestand jederzeit Zugang zu ausreichender Liquidität. Zur professionellen Liquiditätsplanung und -steuerung erarbeitete Treasury Liquiditätsablaufbilanzen und Cashflow-Prognosen, deren Annahmen vom ALCO Gremium monatlich überprüft wurden. Die Steuerung der Liquidität erfolgte entsprechend internen Anforderungen als auch dem Liquiditätsgrundsatz nach §11 KWG. Die durchschnittliche Kennziffer in 2007 betrug 1,42 zum Stichtag 31. Dezember 2007 war die Kennziffer 1,20. AdressenausfallrisikenDas Asset Approval Gremium der AEB trat vierteljährlich und bei Bedarf zusammen, um die Kreditrichtlinien festzulegen und entsprechende Ausfallrisiken zu überprüfen. Grundsätzlich war unsere Kreditvergabepolitik im Bereich FIG sehr eng mit unserer Muttergesellschaft abgestimmt. Die Länderrisikoeinschätzung spielte eine übergeordnete Rolle im für uns strategisch besonders wichtigen Auslandskorrespondenzbankengeschäft. In Märkten mit höherem Länderrisiko kamen in aller Regel nur erste Adressen als Kreditnehmer in Frage. Generell richteten wir uns in der Vorsorge für Länderrisiken nach dem hausinternen Country Risk Rating, welches vergleichbar dem Rating der großen Ratingagenturen ist. Jedoch setzen wir teilweise konservativere Maßstäbe an, sofern dies aufgrund unserer vor Ort gewonnenen Erkenntnisse der lokalen Marktgegebenheiten sinnvoll erschien. Im Konsumentenkreditgeschäft sind seit einigen Jahren Scoring Modelle im Einsatz, deren Annahmen laufend überprüft wurden. Unsere Maxime "Qualität vor Quantität" ließ sich an einer im Marktvergleich unterdurchschnittlichen Abschreibungsquote ablesen. Aufsichtsrechtlich wurden sowohl das Adressenausfallrisiko als auch die Marktrisiken durch den Grundsatz I begrenzt. In 2007 standen durchschnittlich Eigenmittel in Höhe von EUR 80,4 Millionen (Jahresende 2007 EUR 84,3 Millionen) zur Verfügung. Die durchschnittliche Eigenkapitalquote betrug 14,8 (Jahresende 2007: 14,0) und die durchschnittliche Gesamtkennziffer 14,6 (Jahresende 2007: 13,9). Operationelle Risiken, Rechts- und PersonalrisikenDurch regelmäßige Self-Assessments wurde die Effektivität der wesentlichen Kontrollen der operationalen Prozesse überprüft. Als konsequente Ergänzung der bereits vorhandenen Überwachungsinstrumente für operationelle Risiken, hat die Bank eine Risk Evaluation Datenbank entwickelt und implementiert. Diese Datenbank wird sowohl die Erstellung der jährlichen Risiko Szenarien, als auch die laufende Erfassung von operationellen Verlusten ermöglichen. Daneben dient diese zukünftig als Grundlage für die regelmäßige Berichtserstattung. Zur Abfederung der Betriebsrisiken sind Notfallpläne entwickelt, sowie Warm- und Hot-Sites eingerichtet worden. Diese werden regelmäßig getestet und durchgehend aktualisiert. "Six Sigma" basierte Analysen gaben Aufschluß über die Effektivität und Zuverlässigkeit der operativen Prozesse. Das AEB Risk Gremium überwachte überdies aufgetretene Vorkommnisse sowie potentielle Risiken aus den Kategorien Finanzen, Aufsichtsrecht, Rechtsstreitigkeiten sowie mögliche Beeinträchtigungen der American Express Marke und entschied über erforderliche Maßnahmen. Dieses Gremium trat regelmäßig alle zwei Monate zusammen. Finanz-,Vermögens- und ErtragslageFinanz- und VermögenslageDie Bilanzsumme verminderte sich in 2007 um EUR 94 Millionen auf EUR 1,6 Milliarden. Die Forderungen an Kreditinstitute verminderten sich um EUR 55 Millionen auf EUR 901 Millionen, Forderungen an Kunden erhöhten sich um EUR 4 Millionen auf EUR 305 Millionen. Die Anleihen und Schuldverschreibungen sanken auf Grund von Endfälligkeiten und Verkäufen um EUR 26 Millionen auf EUR 355 Millionen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verminderten sich um EUR 127 Millionen auf EUR 1,4 Milliarden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhten sich um EUR 39 Millionen auf EUR 149 Millionen. Die Eigenmittel setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 20 Millionen der Kapitalrücklage in Höhe von EUR 48,4 Millionen sowie einer Rückstellung für allgemeine Bankrisiken in Höhe von EUR 15,4 Millionen. Der Bilanzgewinn beträgt EUR 25,0 Millionen (Vorjahr: EUR 30,2 Mio.).
ErtragslageDas Betriebsergebnis verminderte sich um 4,6% auf EUR 51,3 Millionen (Vorjahr: EUR 53,8 Millionen). Gegenüber dem um Sonderfaktoren bereinigten Betriebsergebnis von EUR 42,9 Millionen in 2007 ist hingegen eine Steigerung des ordentlichen Betriebsergebnisses um 19,6 % zu verzeichnen. Der Provisionsüberschuss hat in diesem Jahr wiederum um 16,9% (Vorjahr: 13,0 %) zulegen können. Dies resultiert aus den gestiegenen Volumina im Zahlungsverkehr. Der Zinsüberschuss verminderte sich um 5% auf EUR 38,3 Millionen (nach 40,2 Millionen). Die Löhne und Gehälter stiegen um 9,2% auf EUR 13,3 Millionen (Vorjahr: EUR 12,2 Millionen), entsprechend erhöhten sich die Sozialabgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung auf EUR 3,8 Millionen (Vorjahr: EUR 2,9 Millionen). Die Personalaufwendungen beinhalten tarifliche und freiwillige Gehaltsbestandteile. Die anderen Verwaltungsaufwendungen verminderten sich um 9% auf EUR 19,3 Millionen (Vorjahr: EUR 21,2 Millionen). Insgesamt verringerte sich der Jahresüberschuss auf EUR 25,0 Millionen (Vorjahr: EUR 30,2 Millionen). Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes entwickelt sich die wirtschaftliche Lage der AEB positiv. Vorgänge nach dem 31.12.2007Vorgänge, die für die Beurteilung der Ertrags- und Finanzlage oder Vermögenslage der AEB von besonderer Bedeutung wären, sind nicht eingetreten. Vorschlag zur GewinnverwendungDie Geschäftsleitung wird der Gesellschafterin vorschlagen, den Bilanzgewinn von EUR 24.969.012,57 auszuschütten. Risiken, Chancen und AussichtenDie zu 100% zur Standard Chartered PLC gehörende Standard Chartered Bank (SCB) hat am 29. Februar 2008 sämtliche Anteile der Muttergesellschaft der AEB übernommen. Die nächsten zwei Jahre werden durch den Integrationsprozess in den Standard Chartered Konzern geprägt sein. Die Integration wird uns in die Lage versetzen, unsere Produktpalette merklich zu erweitern und somit verbesserte Chancen eröffnen, unsere Beziehungen mit institutionellen Kunden zu verbreitern und zu vertiefen. Der spezielle Focus der SCB auf Asien, Afrika und den Mittleren Osten, welches die am schnellsten wachsenden Regionen der Welt sind, sollte zusätzliche Impulse liefern um unser Wachstum nochmals zu steigern.
Durch den Eigentümerwechsel wird eine Neuausrichtung der Geschäftsstrategie für das PSBL-Kreditgeschäft erforderlich. Da die Überlegungen hierzu noch nicht abgeschlossen sind, können zu Details noch keine Aussagen gemacht werden. Bis dahin werden nur eingeschränkte Marketingmaßnahmen im Kundenbestand der AEB durchgeführt werden. AEB erwartet daher kein nennenswertes Wachstum in dieser Sparte. Für die Qualität des Kreditportfolios sehen wir keine erhöhten Risiken. Für GID werden die kommenden Jahre vom Sicherheitsstreben der Anleger dominiert sein. Analysten prognostizieren für die Aktienmärkte ein moderates Jahr 2008, da die Folgen der Hypothekenkrise noch nicht voll einschätzbar sind und Ökonomen eine Rezession in den USA für möglich halten. Die Fondsindustrie stellt sich in diesem Marktszenario darauf ein, dass klassische Aktien und Rentenfonds weiterhin wenig gefragt sein werden. Längerfristig sehen wir hier jedoch weiterhin sehr gute Wachstumsmöglichkeiten. Nach der Trennung von American Express und dem damit fehlenden Markenauftritt, bietet das Geschäftsmodell der AEFM nur geringes Entwicklungspotential. Daher wird die Geschäftstätigkeit in 2008 eingestellt. Der weiteren Geschäftsentwicklung am Standort Frankfurt sehen wir mit Zuversicht entgegen. Wir danken allen unseren Mitarbeitern herzlich für das im abgelaufenen Geschäftsjahr gezeigte hohe persönliche Engagement, das ein erneut sehr gutes Ergebnis ermöglichte.
Frankfurt am Main, den 26.
Mai 2008
Gertrud Wolfrum Arnim Kraemer Michael Spitaliotis
1 Vgl. Jahresgutachten 2007/2008 des
Sachverständigenrat, zur Begutachtung der
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2007Aktivseite
Passivseite
Gewinn und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007
Anlagenspiegel 1.1. bis 31.12.2007
*) Restbuchwert inkl. Zinsen. Im Restbuchwert per 31.12.2007 sind Euro 8.254.833,56
aufgelaufene Zinsen enthalten.
AnhangA. Allgemeine Angaben zur Gliederung des Jahresabschlusses sowie zu den Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer Jahresabschluss der American Express Bank GmbH zum 31. Dezember 2007 wurde unter Beachtung des Handelsgesetzbuches (HGB), des Kreditwesengesetzes (KWG), der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) und dem GmbHG aufgestellt. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung wurden, soweit ein Wahlrecht besteht, generell im Anhang gemacht. Die Barreserven wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Forderungen wurden mit dem Nennwert, vermindert um Einzel- und Pauschalwertberichtigungen für Länderrisikovorsorge, angesetzt. Die als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen und vorausgezahlten Beträge wurden über die entsprechenden Laufzeiten aufgelöst. Akuten Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Anleihen und Schuldverschreibungen sind dem Anlagevermögen zugeordnet und werden nach dem am Bilanzstichtag niedrigsten beizulegenden Wert bewertet. Die beim Kauf angefallenen Agien und Disagien werden über die Laufzeit der Wertpapiere verteilt und zeitanteilig ertrags-/aufwandswirksam erfasst. Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden entsprechend den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften zu Anschaffungskosten bilanziert. Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmässige Abschreibungen angesetzt. Dabei wurden die steuerlich zulässigen Abschreibungen zugrunde gelegt. Geringwertige Anlagegüter werden nach § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Verbindlichkeiten wurden mit dem Rückzahlungsbetrag passiviert. Die Disagien werden als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und zeitanteilig aufgelöst. Den gebildeten Pensionsrückstellungen der Bank liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde. Dabei werden die Richttafeln des Jahres 2005 mit einem Zinssatz von 6% zugrunde gelegt. Die Währungsumrechnung erfolgte mit den Devisenmittelkursen unter Beachtung des § 340h HGB. B. Erläuterungen zur BilanzFristengliederung von Forderungen nach Restlaufzeiten
Der Gesamtbestand der Anleihen und Schuldverschreibungen ist dem Anlagevermögen zugeordnet. Abgegrenzte Zinsen sind im Bilanzausweis berücksichtigt. Im Jahr 2008 sind keine Wertpapiere fällig.
Eine 100%ige Beteiligung an der AEB-International Portfolio Management Company S.A. in Luxemburg wurde aufgrund der am 28.11.2007 erfolgten Liquidation des Unternehmens aufgelöst. Dabei wurde ein Erlös von EUR 78.889,53 erzielt. Es besteht weiterhin eine 100% Beteiligung an der American Express Finanzmanagement GmbH, Heidelberg mit einem Eigenkapital von Euro 150.000,--. Die Gesellschaft erwirtschaftete einen Verlust in Höhe von Euro 4.506.595,61, der von der Bank zu 100% übernommen wurde. Die American Express Finanzmanagement GmbH lässt aufgrund der Trennung von American Express und dem damit verlorenen Marktauftritt keine positiven Erfolgsaussichten zu. Der Beteiligungsbuchwert in Höhe von EUR 3.740.000,00 wurde daher voll abgeschrieben.
Die Immateriellen Anlagewerte betreffen den für die Zweigniederlassung Mailand gezahlten und aktivierten Goodwill in Höhe von EUR 468.834,11.
Fristengliederung von Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden:
C. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungAufgliederung nach geographischen Märkten:
Für die übrigen Länder ist eine geographische Trennung nicht sachgerecht, da sich die Organisation der Bank hier nicht unterscheidet. Sonstige betriebliche Erträge:Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge der Kostenverrechnung mit Verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.192 sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.143. Sonstige betriebliche Aufwendungen:Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen sonstige Personalkosten in Höhe von TEUR 216. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird mit Ertragssteuern in Höhe von Euro 17.635.461,96 (Vj.: Euro 19.570.972,63) belastet. D. Sonstige AngabenAm Bilanzstichtag noch nicht abgewickelte Termingeschäfte:- 6 Devisenkassageschäfte mit einem Marktwert von TEuro 2.188
Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr 2007 wie folgt zusammen:
Für Mitglieder der Geschäftsleitung wurden im Berichtsjahr 1.125 TEuro aufgewendet und es wurden keine Kredite gewährt. Für frühere Mitglieder der Geschäftsleitung wurden Rückstellungen für Pensionsanwartschaften in Höhe von insgesamt 1.504 TEuro gebildet. Ein weiterer Rückstellungsbedarf besteht nicht. An Pensionen wurden 69 TEuro gezahlt. Die durchschnittlich beschäftigte Arbeitnehmerzahl in 2007 - getrennt nach Gruppen - stellt sich wie folgt dar:
Hierin enthalten sind 20 Mitarbeiter der Zweigniederlassung Mailand. GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsleitung wird der Gesellschafterin vorschlagen, den Bilanzgewinn von Euro 24.969.012,57 auszuschütten. Konzernbeziehungen:Der Konzernabschluss für den grösstmöglichen Kreis von Unternehmen wird von der American Express Company, New York, USA, und der Konzernabschluss für den kleinstmöglichen Kreis von Unternehmen wird von der American Express Bank Ltd., New York, USA, erstellt. Beide Abschlüsse werden in New York veröffentlicht.
Frankfurt am Main, 26. Mai
2008
Gertrud Wolfrum Arnim Kraemer Michael Spitaliotis Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der American Express Bank GmbH, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, den 30.
Mai 2008
PricewaterhouseCoopers
Christian F. Rabeling Wirtschaftsprüfer ppa. Muriel Atton Wirtschaftsprüfer |
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