Forum Online GmbH
Naabstraße 12, 83026 Rosenheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Artur Marienfeld seit 26.5.2026 | Prokura |
Grzegorz Piotr Lis seit 28.4.2026 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hamberger Holding GmbH & Co. KGStephanskirchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hamberger Holding GmbH & Co. KGPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Hamberger Holding GmbH & Co. KG, Stephanskirchen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und der Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hamberger Holding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 10. Mai 2022 Ernst
& Young GmbH
Gallowsky, Wirtschaftsprüfer Bäker, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2021
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine HinweiseDer vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit haben wir die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Konzernbilanz oder der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in Konzernbilanz bzw. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung oder Konzernanhang anzubringen sind, insgesamt im Konzernanhang aufgeführt. Der Konzernabschluss wurde aus den in Euro bzw. Fremdwährung aufgestellten Einzelabschlüssen des Mutterunternehmens sowie der einbezogenen Tochterunternehmen abgeleitet. II. RegisterinformationenDas Mutterunternehmen ist unter der Firma Hamberger Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Stephanskirchen im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein unter der Nummer HRA 6573 eingetragen. III. Konsolidierungskreis und KonzernabschlussstichtagDer Hamberger Holding GmbH und Co. KG, Stephanskirchen, stehen bei 29 (Vorjahr: 24) Unternehmen unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschafter zu (§ 290 Abs. 2 Nr. 1 und Abs. 3 Satz 1 HGB). In den Konzernabschluss wurden 17 (Vorjahr: 13) inländische und 12 (Vorjahr: 11) ausländische Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Im April 2021 wurden die Gesellschaften akustik Plus Behringen GmbH & Co. KG, akustik plus GmbH & Co. KG, Akustik Plus Verwaltungs GmbH und Akustik Plus Behringen Verwaltungs GmbH jeweils mit Sitz in Hörselberg-Hainich erworben. Eine Übersicht über den Konsolidierungskreis ergibt sich aus Abschnitt VI Bilanzerläuterungen (Anteilsbesitz und Konsolidierungskreis). Stichtag des Konzernabschlusses ist der 31. Dezember 2021, der zugleich Bilanzstichtag des Mutterunternehmens und aller einbezogenen Tochterunternehmen ist. IV. KonsolidierungsgrundsätzeDie Kapitalkonsolidierung, d.h. die Verrechnung des Beteiligungswertansatzes beim Mutterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Eigenkapital beim Tochterunternehmen, erfolgte für alle erstmals bis 31. Dezember 2009 einbezogenen Unternehmen nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Nr. 1 a.F. HGB). Erstkonsolidierungszeitpunkt ist bei allen Tochterunternehmen der Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Die Anschaffungswerte der Beteiligungen an den Tochterunternehmen wurden somit mit deren anteiligem Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses (1. Januar 1998) bzw. zum Zeitpunkt des Zugangs der Beteiligung durch Erwerb oder Errichtung des Tochterunternehmens verrechnet. Die nach dem 1. Januar 2010 erfolgten Erstkonsolidierungen wurden nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 und 2 HGB) zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge wurden dabei soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet; der Restbetrag wurde als Firmenwert ausgewiesen. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden als gesonderten Passivposten ("Passivischer Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung") erfasst. Ausleihungen, Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden gegenseitig aufgerechnet (§ 303 HGB). Zwischenergebnisse wurden eliminiert. Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen wurden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen beim empfangenden Unternehmen verrechnet bzw. als Bestandserhöhung der Erzeugnisse ausgewiesen. Andere betriebliche Erträge aus dem Leistungsverkehr zwischen den einbezogenen Unternehmen sind mit den entsprechenden Aufwendungen beim Leistungsempfänger verrechnet worden. Die Steuerauswirkungen aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen sowie der Anpassung an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden mit dem durchschnittlichen Steuersatz des Landes des empfangenden Unternehmens bzw. des Unternehmens, welches eine Anpassung an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze vornimmt, berücksichtigt. Die in Fremdwährung aufgestellten Einzelabschlüsse wurden gemäß § 308a HGB wie folgt umgerechnet: Aktiv- und Passivposten wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebnisneutral in einem separaten Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Das Bilanzergebnis der Hamberger Holding GmbH & Co. KG, die Auswirkungen aus den erfolgswirksamen Konsolidierungsvorgängen und die Bilanzergebnisse der Tochterunternehmen sind in den Gewinnrücklagen enthalten. V. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Soweit Änderungen erfolgt sind, wird dies bei den Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung vermerkt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden sind einheitlich unter Beachtung der geltenden handelsrechtlichen Vorschriften bilanziert und bewertet. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Wesentlichen nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die Bilanzierung und Bewertung bei der Muttergesellschaft wurde gemäß § 298 HGB nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 246 bis 256a HGB sowie unter Berücksichtigung der für Kommanditgesellschaften im Sinne des § 264a HGB maßgeblichen Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 265 bis 277 HGB) vorgenommen. AktivaDie entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten abzüglich linearer Abschreibung bewertet; sie betreffen mit Ausnahme des nicht abnutzbaren Wassernutzungsrechts, EDV-Programme, eine Lizenz für ein Fertigungsverfahren (Know-how) sowie den bei einem Tochterunternehmen aktivierten entgeltlich erworbenen Geschäftswert. Als Nutzungsdauer wurde bei den EDV-Programmen ein Zeitraum von drei Jahren, bei der Lizenz von sechs Jahren und bei dem entgeltlich erworbenen Geschäftswert von 15 Jahren zugrunde gelegt. Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen auf Gebäude liegen Nutzungsdauern zwischen 10 und 33 Jahren zugrunde. Den Abschreibungen auf technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung liegen Nutzungsdauern zugrunde, die in Anlehnung an die in den amtlichen Abschreibungstabellen aufgeführten Nutzungsdauern festgelegt wurden. Die Abschreibungen erfolgten - soweit zulässig - nach der Staffelmethode entsprechend § 7 Abs. 5 EStG bzw. nach der linearen Methode. Seit dem Geschäftsjahr 2010 wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, die geringwertigen Wirtschaftsgüter sofort aufwandswirksam zu verrechnen. Bei im Rahmen der Kapitalkonsolidierung unterstellten Anschaffungsvorgängen wurden bei den Grundstücken anteilige stille Reserven von ursprünglich Mio. EUR 37,963 aufgedeckt. Zum 31. Dezember 2021 betragen die aufgedeckten und bereits bilanzierten stillen Reserven Mio. EUR 33,174. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken, zu erwartende Zahlungsabzüge und Zinsverluste sowie das latente Ausfallrisiko wurden durch aktivisch abgesetzte Wertberichtigungen berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Kassenbestände und Bankguthaben sind zu Nennwerten angesetzt; ausländische Zahlungsmittel wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt. Die Abgrenzungsposten entsprechen den zeitanteiligen Vorleistungen. PassivaDie Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,94 % (Vorjahr: 2,34 %). Für die Ermittlung des Unterschiedsbetrages gem. § 253 Abs. 6 HGB wurde ein Rechnungszinssatz von 1,37 % (Vorjahr: 1,64 %) verwendet. Erwartete Gehalts- bzw. Rentensteigerungen wurden mit 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) bzw. 1,5 % (Vorjahr: 1,5 %) berücksichtigt. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde bis einschließlich Geschäftsjahr 2020 der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung nach §§ 249 Abs. 1 Satz 1, 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 i.V.m. § 298 HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) ergebende Zuführungsbetrag über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Zum 1. Januar 2010 hat sich eine Unterdotierung in Höhe von TEUR 1.607 ergeben. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte eine vollständige Zuführung der noch bestehenden Unterdotierung in Höhe von TEUR 430, die als außergewöhnlicher Aufwand im sonstigen betrieblichen Aufwand enthalten ist. Zum 31. Dezember 2021 besteht keine Unterdeckung der nicht in der Bilanz enthaltenen Pensionsverpflichtungen (Vorjahr: TEUR 430). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 754. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend ihrer Restlaufzeit abgezinst. Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen werden entsprechend § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Der verwendete Zinssatz zum 31. Dezember 2021 betrug 1,35 %. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Abgrenzungsposten enthalten Leistungen kommender Perioden. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Passive latente Steuern werden gemäß § 306 Satz 1 HGB auf im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstandene stille Reserven bei Grundstücken angesetzt. Bestehende aktive latente Steuern auf aufrechnungsfähige steuerliche Verlustvorträge wurden diesen passiven latenten Steuern gegenübergestellt. Änderungen in den passiven latenten Steuern aufgrund von Veränderungen der zugrundeliegenden Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen werden erfolgswirksam fortgeschrieben. Eine darüber hinaus gehende Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet ausgewiesen. VI. BilanzerläuterungenAnlagevermögenDie Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Anteilsbesitz und KonsolidierungskreisDer Anteilsbesitz gliedert sich wie folgt:
UmlaufvermögenDie Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ergeben sich aus nachstehender Übersicht:
EigenkapitalDie Entwicklung des Konzerneigenkapitals ergibt sich aus dem Konzern-Eigenkapitalspiegel. Das Festkapital von Mio. EUR 100,000 und die Gesamthandsrücklage von Mio. EUR 26,875 entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Die Gewinnrücklagen umfassen neben dem Ergebnis der Muttergesellschaft die Gewinnrücklagen und Bilanzergebnisse der in den Konzern einbezogenen verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus enthält diese Position Beträge aus der Verrechnung sonstiger Konsolidierungsmaßnahmen. Das Konzernergebnis wird unter Berücksichtigung der Ergebnisverwendung direkt in die Gewinnrücklagen eingestellt. Unterschiedsbetrag aus der KapitalkonsolidierungDie Kapitalkonsolidierung der im April 2021 neu erworbenen Anteile an der akustik plus Behringen GmbH & Co. KG, akustik plus GmbH & Co. KG, Akustik Plus Verwaltungs GmbH und Akustik Plus Behringen Verwaltungs GmbH führte zu einem passivischen Unterschiedsbetrag in Höhe von Mio. EUR 1,862. Der passivische Unterschiedsbetrag ist als Unterschiedsbetrag mit Fremdkapitalcharakter zu klassifizieren, da der Unterschiedsbetrag aufgrund absehbarer negativer Ertragsentwicklungen entstanden ist. Der Unterschiedsbetrag wurde im Berichtsjahr vollständig als sonstiger betrieblicher Ertrag aufgelöst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenAus der Auf- und Abzinsung ergibt sich in der Gewinn- und Verlustrechnung ein Zinsaufwand (Saldo) von Mio. EUR 0,185 (Vorjahr: Mio. EUR 0,210). SteuerrückstellungenDie Steuerrückstellungen enthalten nach Berücksichtigung von Vorauszahlungen im Wesentlichen die ermittelten Verpflichtungen für Ertragsteuern für das abgelaufene Geschäftsjahr. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
VerbindlichkeitenAngaben über Restlaufzeiten sowie Umfang und Art der Besicherung zeigt folgender Verbindlichkeitenspiegel:
Bei den Verbindlichkeiten bestehen außer den üblichen Eigentumsvorbehalten keine Besicherungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Latente SteuernAktive latente Steuern auf Ebene der konsolidierten Tochterunternehmen resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen beim Anlagevermögen, sonstigen Vermögensgegenständen, sonstigen Rückstellungen sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Diese wurden mit passiven latenten Steuern aus Bilanzdifferenzen bei Anlagevermögen, Forderungen und liquiden Mitteln saldiert. Eine Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Die passiven latenten Steuern auf Konzernebene resultieren im Wesentlichen aus erstmalig zum 31. Dezember 2015 gemäß § 306 Satz 1 HGB erfassten passiven latenten Steuern auf stille Reserven bei Grundstücken aus im Rahmen der Kapitalkonsolidierung unterstellten Anschaffungsvorgängen. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 27 % zugrunde gelegt. In diesem Zusammenhang bestehende aktive latente Steuern aus aufrechnungsfähigen steuerlichen Verlustvorträgen wurden diesen passiven latenten Steuern gegenübergestellt. Darüber hinaus bestehen wie in den Vorjahren aktive latente Steuern aus der Eliminierung der Zwischenergebnisse aus Sachanlagen und Vorräten sowie aus der Anpassung an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze. Diese wurden mit dem durchschnittlichen Steuersatz des Landes des empfangenden Unternehmens bzw. des Unternehmens, welches eine Anpassung an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze vornimmt, berücksichtigt. Die hierbei verwendeten durchschnittlichen Steuersätze beliefen sich auf 27 % für Deutschland und Mexiko, 10 % für Bulgarien, 20 % für Türkei und Russland, 25 % für USA, Österreich und China und 34 % für Brasilien. Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Konzernebene wurden miteinander saldiert. Entwicklung der latenten SteuernDie latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
VII. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse- nach Geschäftsbereichen
- nach Regionen (geographisch)
Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgende periodenfremde Erträge:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Mio. EUR 0,044 (Vorjahr: Mio. EUR 0,000) aus der Währungsumrechnung enthalten. Desweiteren ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen im Berichtsjahr ein Ertrag von Mio. EUR 1,9 aus der ergebniswirksamen Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung enthalten. PersonalaufwandDie Aufwendungen für Altersversorgung betragen Mio. EUR 0,661 (Vorjahr Mio. EUR 0,804). Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von Mio. EUR 0,153 (Vorjahr: Mio. EUR 0,353) aus der Währungsumrechnung enthalten. FinanzergebnisIm Zinsergebnis sind die folgenden Beträge aus der Auf- bzw. Abzinsung enthalten:
Steuern vom Einkommen und vom ErtragIn den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ist ein Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern in Höhe von Mio. EUR 1,589 enthalten. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
VIII. Erläuterungen zur KonzernkapitalflussrechnungDer Finanzmittelfonds setzt sich wie im Vorjahr aus den liquiden Mitteln zusammen und unterliegt keinen Verfügungsbeschränkungen. Die ergebniswirksame Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung von Mio. EUR 1,9 wurde als zahlungsunwirksamer Ertrag bei der Berechnung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit korrigiert. Der Zugang des Nettoanlagevermögens aus der Akquisition der Akustik-Plus-Gruppe wurde als zahlungsunwirksame Investition innerhalb des Cashflows aus Investitionstätigkeit korrigiert. IX. Erläuterungen zum KonzerneigenkapitalspiegelGrundsätzlich sind die Entnahmen aus dem Eigenkapital über den Gesellschaftsvertrag geregelt. Wie im Vorjahr wurde für das Geschäftsjahr 2021 der Jahresüberschuss der Konzernmutter in Höhe von Mio. EUR 3,595 (Vorjahr: Mio. EUR 3,601) gemäß Gesellschaftsvertrag den Verrechnungskonten der Kommanditisten gutgeschrieben. Die passiven latenten Steuern auf stille Reserven bei Grundstücken wurden mit den aktiven latenten Steuern aus in diesem Zusammenhang aufrechnungsfähigen steuerlichen Verlustvorträgen verrechnet und dieser Saldo gemäß Art. 67 Abs. 6 Satz 1 EGHGB (BilMoG) im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 mit den Gewinnrücklagen verrechnet. X. Sonstige PflichtangabenMitarbeiter gemäß § 267 Abs. 5 HGB
AbschlussprüferhonorarDas Gesamthonorar des Abschlussprüfers setzt sich entsprechend § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB wie folgt zusammen:
NachtragsberichtSeit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Auch in Deutschland führt dies zunehmend zu Folgen und deutlichen Einschnitten im Wirtschaftsleben und in der Gesellschaft. Von einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage, Beeinträchtigungen der Wirtschaftsstruktur und einer Kaufzurückhaltung ist daher auszugehen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts waren die potenziellen Folgen auf die Geschäftsentwicklung aus dem Russland-Ukraine-Krieg nicht hinreichend abzuschätzen. Der Importstopp für Holz und Sperrholz aus Russland und Belarus sowie die aufgrund des Krieges sehr eingeschränkten Beschaffungsmöglichkeiten in der Ukraine stellen ein massives Beschaffungsproblem dar. Der russische und ukrainische Absatzmarkt war in der Vergangenheit für den Konzern von untergeordneter Bedeutung. Es sind unternehmensinterne Krisenstäbe implementiert, die die aktuellen Entwicklungen analysieren und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen. XI. Sonstige AngabenOrgane
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Peter Hamberger, Geschäftsführer a.D., Stephanskirchen - Vorsitzender - (ab 25. Juni 2021) |
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Prof. h.c. Manfred Maus, Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzender a.D., Köln - bis 24. Juni 2021 Vorsitzender, ab 25. Juni 2021 Mitglied des Beirats |
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Prof. Dr. Sir Ralf Speth FRS FREng KBE, Aufsichtsrat/Beirat in verschiedenen Gesellschaften, Raubling - stellv. Vorsitzender - (ab 25. Juni 2021) |
| ― |
Rudolf Hamberger, Geschäftsführer a.D., Stephanskirchen - stellv. Vorsitzender - (bis 24. Juni 2021) |
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Dominik Corsten, Kaufmann, Berg |
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Frank Lutz, Vorstandsvorsitzender CRX Markets AG, München |
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Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Wildemann, Universitätsprofessor, München - (bis 24. Juni 2021) |
Die Gesamtbezüge des Beirats betrugen im Geschäftsjahr Mio. EUR 0,101 (Vorjahr: Mio. EUR 0,100).
Geschäftsführung
Die Vertretung und Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgt durch die Komplementärin Hamberger Holding Geschäftsführungs GmbH, Stephanskirchen; zu deren Geschäftsführer waren im abgelaufenen Geschäftsjahr Herr Dipl.-Ing., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Peter Hamberger (bis 1. Juli 2021), Herr Dipl.-Kfm. Dr. Peter M. Hamberger und Herr Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Michael Huck (ab 1. Juli 2021) bestellt.
Die Komplementärin erhält für ihre Geschäftstätigkeit eine Haftungsprämie und den Ersatz ihrer Auslagen.
Stephanskirchen, den 25. April 2022
Der
Komplementär
Hamberger Holding Geschäftsführungs
GmbH
Die Geschäftsführung
Dipl.-Kfm. Dr. Peter M. Hamberger
Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Michael Huck
Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
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01.01.2021
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Währungsänderung
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Veränderung des Konsolidierungskreises
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Zugänge
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| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 7.217.737,40 | 1,01 | 348.552,64 | 698.063,57 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 13.215,67 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 7.230.953,07 | 1,01 | 348.552,64 | 698.063,57 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 170.899.440,40 | 0,00 | 0,00 | 2.160.516,90 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 256.800.045,53 | 361.702,23 | 6.345.173,69 | 6.741.524,11 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 24.216.555,23 | 13.498,98 | 494.913,61 | 1.178.311,89 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 7.109.440,14 | 0,00 | 0,00 | 8.611.834,71 |
| 459.025.481,30 | 375.201,21 | 6.840.087,30 | 18.692.187,61 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Beteiligungen | 8.669,38 | 0,00 | 2.535,66 | 0,00 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,00 | 0,00 | 500,00 | 0,00 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 1.533,88 | 0,00 | 97.617,48 | 0,00 |
| 10.203,26 | 0,00 | 100.653,14 | 0,00 | |
| 466.266.637,63 | 375.202,22 | 7.289.293,08 | 19.390.251,18 | |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||
|
Abgänge
EUR |
Umbuchungen
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 431.421,04 | 0,00 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0,00 |
| 431.421,04 | 0,00 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 8.468.107,86 | 84.904,74 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 14.932.822,23 | 5.205.700,25 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 870.656,27 | -14.487,45 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | -5.276.117,54 |
| 24.271.586,36 | 0,00 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,00 | 0,00 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | |
| 24.703.007,40 | 0,00 | |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|
31.12.2021
EUR |
01.01.2021
EUR |
Währungsänderung
EUR |
Veränderung des Konsolidierungskreises
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 7.832.933,58 | 6.958.913,88 | 1,01 | 139.169,74 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 13.215,67 | 10.429,01 | 0,00 | 0,00 |
| 7.846.149,25 | 6.969.342,89 | 1,01 | 139.169,74 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 164.676.754,18 | 84.682.865,36 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 260.521.323,58 | 239.334.908,53 | 331.208,75 | 5.151.574,13 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 25.018.135,99 | 20.092.389,11 | 10.746,71 | 377.630,73 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 10.445.157,31 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 460.661.371,06 | 344.110.163,00 | 341.955,46 | 5.529.204,86 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Beteiligungen | 11.205,04 | 1.000,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 500,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 99.151,36 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 110.856,40 | 1.000,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 468.618.376,71 | 351.080.505,89 | 341.956,47 | 5.668.374,60 | |
| Kumulierte Abschreibungen | ||
|
Zugänge
EUR |
Abgänge
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 148.900,97 | 431.421,03 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 214,35 | 0,00 |
| 149.115,32 | 431.421,03 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 2.533.882,16 | 3.684.057,03 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 9.422.640,13 | 14.928.012,05 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.349.955,35 | 844.579,97 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 |
| 13.306.477,64 | 19.456.649,05 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,00 | 0,00 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | |
| 13.455.592,96 | 19.888.070,08 | |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Buchwerte | |||
|
Umbuchungen
EUR |
31.12.2021
EUR |
31.12.2021
EUR |
31.12.2020
EUR |
|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 0,00 | 6.815.564,57 | 1.017.369,01 | 258.823,52 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 10.643,36 | 2.572,31 | 2.786,66 |
| 0,00 | 6.826.207,93 | 1.019.941,32 | 261.610,18 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | 83.532.690,49 | 81.144.063,69 | 86.216.575,04 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | -14.487,45 | 239.326.806,94 | 21.194.516,64 | 17.465.137,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 14.487,45 | 20.971.654,48 | 4.046.481,51 | 4.124.166,12 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 10.445.157,31 | 7.109.440,14 |
| 0,00 | 343.831.151,91 | 116.830.219,15 | 114.915.318,30 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Beteiligungen | 0,00 | 1.000,00 | 10.205,04 | 7.669,38 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,00 | 500,00 | 0,00 | |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | 99.151,36 | 1.533,88 |
| 0,00 | 1.000,00 | 109.856,40 | 9.203,26 | |
| 0,00 | 350.658.359,84 | 117.960.016,87 | 115.186.131,74 | |
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021
I Grundlagen des Konzerns
I.1 Die Unternehmensgruppe
Der Konzern der Hamberger Holding GmbH & Co. KG hat seinen Hauptsitz in Stephanskirchen bei Rosenheim (im Folgenden auch "Hamberger"). Das im Jahre 1866 gegründete Unternehmen wird heute in der vierten und fünften Generation von Peter Hamberger und Dr. Peter M. Hamberger geführt und beraten. Die Unternehmensgruppe Hamberger gehört laut aktuellen Studien zu den 150 beliebtesten Familienunternehmen Deutschlands. 1
Im Jahr 1912 startete die Produktion von WC-Sitzen. Im Jahr 1950 wurde mit der Herstellung von hochwertigem Parkett begonnen. Damit verfügt Hamberger über eine 70-jährige Erfahrung in der Parkettherstellung. Hamberger ist heute mit der Bodenbelagsmarke HARO im Bereich Parkett der Marktführer in Deutschland und einer der bedeutendsten Parkettproduzenten Europas. Darüber hinaus ist Hamberger der größte WC-Sitzhersteller Europas. Als Franchisenehmer betreibt Hamberger drei Baumärkte in der Region Rosenheim. Das firmeneigene Blockheizkraftwerk produziert mit den Holzabfällen aus der Produktion umweltfreundlich Wärme und Strom, welcher nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in das öffentliche Netz eingespeist wird. Des Weiteren wird eine Land- und Forstwirtschaft betrieben.
Bereits 1995 wurde Hamberger nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert. 1998 folgte die Zertifizierung des Umwelt-Management-Systems nach DIN EN ISO 14001. Seit 2002 ist Hamberger gemäß PEFC zertifiziert. Das Siegel ist ein Nachweis dafür, dass die verarbeiteten Rohstoffe aus zertifiziertem, nachhaltig bewirtschaftetem Wald stammen. Seit dem Jahr 2005 ist Hamberger gemäß FSC zertifiziert; das FSC-Warenzeichen zeichnet Produkte aus, die Holz aus vorbildlich bewirtschafteten Wäldern enthalten. Im Jahr 2012 wurde das Energiemanagementsystem nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert.
Die Unternehmensgruppe umfasst neben dem Mutterunternehmen operativ tätige Gesellschaften, Handelsgesellschaften, Vertriebsgesellschaften sowie vermögensverwaltende und dienstleistende Unternehmen. Schwerpunkte sind dabei die Produktion und der Vertrieb von Erzeugnissen aus der Holz- und Kunststoffverarbeitung. Der Vertrieb erfolgt vornehmlich an Groß- und Einzelhändler sowie Industriekunden.
Im April 2021 wurde der Raumakustikspezialist akustik plus Behringen GmbH & Co. KG, Hörselberg-Hainich, ("akustik plus Behringen") erworben. akustik plus Behringen fertigt schallabsorbierende Produkte aus Holzwerkstoffen sowie Verbundmaterialien und stellt mit seinen technisch anspruchsvollen Akustiklösungen und seinem spezifischen Know-how in diesem Bereich eine gute Erweiterung zu dem bestehenden Produktportfolio dar.
I.2 Forschung und Entwicklung
Konzernweit arbeiteten im Jahr 2021 durchschnittlich 16 Mitarbeiter (Vorjahr: 16 Mitarbeiter) in der Forschung und Entwicklung für eine ständige Verbesserung und Weiterentwicklung der Produkte. Die Aktivitäten sind derzeit im Wesentlichen auf die Entwicklung neuer Produkte, die Weiterentwicklung bestehender Produkte und des Sortiments, die Optimierung des Rohstoffeinsatzes, die Entwicklung und Erprobung neuer Fertigungs- und Verfahrenstechniken und auf die Reduzierung der Herstellkosten gerichtet. Darüber hinaus werden die Produktionsabläufe, mit dem Ziel der Verbesserung der Produktivität, in allen Bereichen analysiert.
Die Schwerpunkte bei der Herstellung von Bodenbelägen liegen im Bereich der Weiterentwicklung von Produktvarianten von PVC-freien Designböden. Vor allem Themen wie Nachhaltigkeit, Wohngesundheit und Feuchtraumeignung stehen im Vordergrund. Bei der Produktion von WC-Sitzen liegt der Fokus auf der Konstruktion neuer Modelle und Funktionalitäten, in der Optimierung von Scharnieren in Verbindung mit einer Absenkautomatik sowie in der Verwendung von neuen Rohstoffen für WC-Sitze.
II Wirtschaftsbericht und Geschäftsverlauf
II.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die deutsche Wirtschaft ist nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Im Folgejahr 2021 konnte sich die deutsche Wirtschaft trotz des anhaltenden Corona-Infektionsgeschehens und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen leicht erholen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 % gestiegen. 2
Der Umsatz der deutschen Bauwirtschaft ist im Jahr 2021 um 0,5 % gewachsen. 3
Der Parkettabsatz war in Summe in den europäischen Märkten in den Jahren 2015 bis 2017 durch ein geringfügiges Marktwachstum bzw. Stagnation gekennzeichnet. In den Jahren 2018 bis 2019 war der Parkettabsatz rückläufig. Nach der Stagnierung in 2020 konnte nunmehr auf dem europäische Parkettabsatzmarkt für 2021 ein Wachstum von 5,8 % verzeichnet werden. 4
In der Sanitärbranche war ebenso eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Das Umsatzwachstum der Sanitärbranche in Deutschland betrug im Jahr 2021 5,4 %. 5
Die Entwicklung in der Baumarktbranche und damit im Bereich Retail ist eng verbunden mit der konjunkturellen Situation in Deutschland. Der Einzelhandel erzielte in 2021 einen Zuwachs von 2,7 % im Vergleich zum Vorjahr. 6 Der deutsche Do-It-Yourself-Gesamtmarkt verzeichnete einen Umsatzrückgang von 8,2 % gegenüber 2020. Der Trend zum E-Commerce ist auch bei den Heimwerkern und Hobbygärtnern ungebrochen. Mittels E-Commerce wurden im Jahr 2021 in Deutschland Mrd. EUR 5,9 (Vorjahr Mrd. EUR 5,1) mit Do-it-yourself-Sortimenten umgesetzt. 7
2 Quelle: Statistisches Bundesamt, Januar 2022
3 Quelle: Zentralverband des Deutschen
Baugewerbes e.V., Dezember 2021 (nominales Wachstum)
4 Quelle: Europäischer Parkettverband FEP,
Januar 2022
5 Quelle: Zentralverband Sanitär Heizung
Klima, Februar 2022
6 Quelle: Das Statistik-Portal, Februar 2022
7 Quelle: BHB - Handelsverband Heimwerken, Bauen
und Garten e.V., Februar 2022
II.2 Leistungsindikatoren
Unsere wesentlichen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse/Umsatzwachstumsrate und Konzernergebnis werden im Folgenden erläutert und bewegen sich in Ihrer Ausprägung im Rahmen unserer Prognose, soweit untenstehend nicht anderweitig erläutert.
II.3 Ertragslage
Umsatzerlöse
Im Berichtsjahr stiegen die Umsatzerlöse - in Übereinstimmung mit der Vorjahresprognose -von Mio. EUR 332,1 auf Mio. EUR 353,6.
- nach Geschäftsbereichen
| 2021 | 2020 | Abweichung | ||
| Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | % | |
| Erzeugnisse aus Holz- und Kunststoffverarbeitung | 292,7 | 270,1 | 22,6 | 8,4 |
| Retail (Einzelhandel) | 37,1 | 37,4 | -0,3 | -0,8 |
| Handelswaren | 14,9 | 15,2 | -0,3 | -2,0 |
| Stromverkauf | 7,3 | 7,5 | -0,2 | -2,7 |
| Immobilien einschl. Land- und Forstwirtschaft | 1,6 | 1,9 | -0,3 | -15,8 |
| 353,6 | 332,1 | 21,5 | 6,5 | |
- nach Regionen (geographisch)
| 2021 | 2020 | Abweichung | ||
| Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | % | |
| Inland | 194,4 | 189,2 | 5,2 | 2,7 |
| Ausland | 159,2 | 142,9 | 16,3 | 11,4 |
| 353,6 | 332,1 | 21,5 | 6,5 | |
Trotz gestiegener Inlandsumsätze verringerte sich der Anteil der inländischen Umsätze am Gesamtumsatz auf 55,0 % (Vorjahr 57,0 %), da die Auslandsumsätze überproportional stark gewachsen sind. Der Exportanteil betrug 45,0 %.
Insgesamt stiegen die Umsätze aus Holz- und Kunststoffverarbeitung um 8,4 % gegenüber dem Vorjahr.
Bei Parkett konnten die Umsätze für Landhausdielen und 2 Schicht-Parkett zur vollflächigen Verklebung - wie in den Vorjahren - gesteigert werden. Der generelle Nachfragetrend zu Eichenböden hat sich - wie in den Vorjahren - fortgesetzt. Andere Holzarten wie beispielsweise Buche, Ahorn oder Esche sind nur von sehr untergeordneter Bedeutung. Die Aktivitäten im Export entwickelten sich regional unterschiedlich. Umsatzsteigerungen wurden insbesondere in Westeuropa erzielt.
Im Bereich Retail haben sich die Umsatzerlöse um 0,8 % verringert. Der Umsatz konnte am Standort in Raubling geringfügig gesteigert werden.
Sonstige betriebliche Erträge
Im Berichtsjahr stiegen die sonstigen betrieblichen Erträge von Mio. EUR 5,9 um Mio. EUR 22,3 auf Mio. EUR 28,2. Dieser Anstieg ist vor allem auf den positiven Sondereffekt aus Verkäufen von nicht betriebsnotwendigem Anlagevermögen in Höhe von Mio. EUR 22,9 zurückzuführen. Desweiteren ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen im Berichtsjahr ein Ertrag von Mio. EUR 1,9 aus der ergebniswirksamen Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung enthalten.
Entwicklung des Materialeinsatzes
| 2021 | 2020 | Abweichung | ||
| Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | % | |
| Gesamtleistung | 339,5 | 325,1 | 14,4 | 4,4 |
| Materialeinsatz | 172,5 | 165,6 | 6,9 | 4,2 |
| Relation Material/Gesamtleistung | 50,8 % | 50,9 % | ||
Die Materialeinsatzquote hat sich mit 50,8 % im Vergleich zum Vorjahr (50,9 %) leicht verbessert.
Personalaufwand
| 2021 | 2020 | Abweichung | ||
| Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | % | |
| Löhne / Gehälter | 68,7 | 66,6 | 2,1 | 3,2 |
| Sonstiger Personalaufwand | 14,1 | 13,5 | 0,6 | 4,4 |
| 82,8 | 80,1 | 2,7 | 3,4 | |
Bei der Beurteilung des Personalaufwands muss unverändert beachtet werden, dass die Aufwendungen für Leiharbeitskräfte von Mio. EUR 1,0 (Vorjahr: Mio. EUR 1,2) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten sind.
In Folge des im Jahr 2021 abgeschlossenen Werkstarifvertrags erfolgte ab Mai 2021 eine tarifliche Lohn- und Gehaltserhöhung in Höhe von 2,5 %. Der Werkstarifvertrag gilt für alle Mitarbeiter der Hamberger Service GmbH, der Hamberger Flooring GmbH & Co. KG sowie der Hamberger Sanitary GmbH. Bei der Forum Baumärkte Betriebs GmbH erfolgte zum Januar 2021 eine Tariferhöhung.
Die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten im Konzern erhöhte sich von 2.495 auf 2.552 Mitarbeiter.
Der Anteil des Personalaufwands an der Gesamtleistung reduzierte sich unter Einbeziehung der Aufwendungen für Leiharbeitskräfte auf 24,7 % gegenüber 25,0 % im Vorjahr.
Abschreibungen
Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände verringerten sich im Jahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr von Mio. EUR 14,9 auf Mio. EUR 13,5.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich von Mio. EUR 58,4 im Vorjahr auf Mio. EUR 57,6.
| 2021 | 2020 | Abweichung | ||
| Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | % | |
| Vertrieb | 22,0 | 21,8 | 0,2 | 0,9 |
| Reparaturen | 12,1 | 10,6 | 1,5 | 14,2 |
| Betrieb | 8,2 | 6,9 | 1,3 | 18,8 |
| Sonstige | 15,3 | 19,1 | -3,8 | -19,9 |
| 57,6 | 58,4 | -0,8 | -1,4 | |
Bei den Vertriebsaufwendungen erhöhten sich die Aufwendungen für Frachten und Provisionen bei gegenläufig reduzierten Marketingaufwendungen. Im Bereich der sonstigen Aufwendungen ist die Veränderung im Vergleich zum Vorjahr dadurch bedingt, dass das Vorjahr durch Aufwendungen aus Anlagenverkäufen beeinflusst war, die im Berichtsjahr nicht in vergleichbarer Höhe stattfanden.
Ergebnis
Das Ergebnis 2021 wurde maßgeblich durch den positiven Sondereffekt bei den sonstigen betrieblichen Erträgen beeinflusst. Zusammen mit diesem Sondereffekt konnte auf Grund der zuvor beschriebenen Effekte, insbesondere der gestiegenen Umsatzerlöse bei relativ niedrigerem Materialeinsatz und stabilen Aufwendungen für Personal und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie niedrigeren Abschreibungen, das Ergebnis in Übereinstimmung mit der Vorjahresprognose von Mio. EUR 8,9 auf Mio. EUR 32,8 verbessert werden. Bereinigt um diesen Sondereffekt in Höhe von Mio. EUR 22,9 ergibt sich für das Geschäftsjahr 2021 ein Konzernergebnis in Höhe von Mio. EUR 9,9.
II.4 Finanzlage
Im Jahr 2021 wurden Investitionen in einem Volumen von Mio. EUR 19,4 getätigt. Im Vorjahr wurden Investitionen in Höhe von Mio. EUR 13,5 durchgeführt.
Die Investitionen 2021 gliedern sich wie folgt:
| Immaterielle Vermögensgegenstände | Mio. EUR | 0,7 |
| Grundstücke/Gebäude | Mio. EUR | 2,2 |
| Maschinen | Mio. EUR | 6,7 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | Mio. EUR | 1,2 |
| Anzahlungen, Anlagen im Bau | Mio. EUR | 8,6 |
Bei den laufenden Investitionen handelt es sich im Wesentlichen um Rationalisierungs- und Ersatzinvestitionen sowie Kapazitätserweiterungen. Die Finanzierung dieser Investitionen erfolgte über den operativen Cashflow.
Das verzinsliche Fremdkapital hat sich von Mio. EUR 17,8 auf Mio. EUR 2,2 reduziert. Die Reduzierung von Mio. EUR 15,6 wurde durch den hohen, positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und aus Investitionstätigkeit möglich.
Auf Grund der allgemeinen Beurteilung der Geldmarktsituation bei den europäischen Kreditinstituten beinhaltet die derzeitige Finanzierungspolitik keine außergewöhnlichen Risiken. Die Prognosen der maßgeblichen Marktteilnehmer gehen von keiner wesentlichen Veränderung der Geldmarktzinsen im Euroraum in den nächsten 12 Monaten aus.
Die Finanzierung der Betriebsmittel und Sachanlagen erfolgte überwiegend durch hohen, positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und aus Investitionstätigkeit sowie eines Förderdarlehens, das bereits seit mehreren Jahren besteht. Es handelt sich dabei um ein langfristiges Darlehen bei der Landesanstalt für Aufbaufinanzierung (LfA), das im Zuge einer Umschuldung aufgenommen wurde.
Bezüglich der Liquiditätslage des Konzerns wird auf die Konzern-Kapitalflussrechnung verwiesen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich von Mio. EUR 35,4 um Mio. EUR 4,6 bzw. 13,0 % auf Mio. EUR 30,8 verringert.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit hat sich, insbesondere auf Grund des positiven Sondereffekts (Verkauf von Anlagevermögen), von Mio. EUR -9,0 auf Mio. EUR 8,7 erhöht. Darüber hinaus bestehen nicht ausgenutzte Kreditlinien bei Kreditinstituten.
II.5 Vermögenslage
Entwicklung wesentlicher Bilanzkennzahlen
| 2021 | 2020 | |||
| Mio. EUR | % | Mio. EUR | % | |
| Anlagevermögen | 118,0 | 43,8 | 115,2 | 46,3 |
| Umlaufvermögen * | 151,3 | 56,2 | 133,6 | 53,7 |
| Bilanzsumme | 269,3 | 100,0 | 248,8 | 100,0 |
| Eigenkapital | 208,5 | 77,4 | 179,0 | 71,9 |
| Fremdkapital * | 60,8 | 22,6 | 69,8 | 28,1 |
| Bilanzsumme | 269,3 | 100,0 | 248,8 | 100,0 |
Das Anlagevermögen erhöhte sich im Jahr 2021 auf Mio. EUR 118,0 (Vorjahr: Mio. EUR 115,2). Investitionen in Höhe von Mio. EUR 19,4 stehen Abschreibungen von Mio. EUR 13,5 sowie Abgängen, insbesondere im Bereich der Grundstücke und Gebäude, in Höhe von Mio. EUR 4,8 gegenüber. Durch den im April 2021 erfolgten Kauf des Raumakustikspezialists Akustik Plus Behringen GmbH & Co. KG erhöhte sich das Anlagevermögen, insbesondere im Bereich Sachanlagevermögen, um Mio. EUR 1,6. Diese Erhöhung aus der Veränderung des Konsolidierungskreises entspricht 1,4 % bezogen auf das Anlagevermögen zum Vorjahresbilanzstichtag 31. Dezember 2020.
Der Vorratsbestand reduzierte sich im Jahr 2021 auf Mio. EUR 86,8 (Vorjahr: Mio. EUR 89,4). Der Rückgang betrifft insbesondere den Bestand an fertigen Erzeugnissen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit Mio. EUR 35,8 im Vergleich zum Vorjahr geringfügig gesunken (Vorjahr: Mio. EUR 38,2). Der Rückgang betrifft vor allem Auslandsforderungen.
Im Rahmen der Geschäftsentwicklung konnte an die Kreditinstitute Fremdkapital zurückbezahlt werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich von Mio. EUR 17,8 auf Mio. EUR 2,2 reduziert.
Infolge der Ergebnissituation und -verwendung stieg das Eigenkapital auf Mio. EUR 208,5 (Vorjahr: Mio. EUR 179,0) und deckt zu 77,4 % (Vorjahr: 71,9 %) die Bilanzsumme.
Gesamtaussage
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, insbesondere unter Berücksichtigung der sehr hohen Eigenkapitalquote, betrachten wir als sehr gut.
II.6 Mitarbeiter/Sozialleistungen
Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 2.552 (Vorjahr: 2.495) Mitarbeiter beschäftigt.
Die Neuerungen und stetig steigenden Qualitätsanforderungen bei den Produkten führen zu immer komplexeren Aufgabenstellungen für die Mitarbeiter. Insofern ist eine zielgerichtete Weiterbildung der Beschäftigten ein wichtiger Baustein für den langfristigen Unternehmenserfolg mit dem Ziel, das hohe Qualifikationsniveau dauerhaft zu sichern und kontinuierlich zu verbessern. Durch Qualifizierung und persönliche Weiterentwicklung werden Führungskräfte und Mitarbeiter auf die aktuellen und künftigen Herausforderungen ihrer Tätigkeiten vorbereitet.
Für die 25-jährige Betriebszugehörigkeit sind im abgelaufenen Jahr 20 Mitarbeiter geehrt worden, für die 40-jährige Betriebszugehörigkeit 1 Mitarbeiter.
Die Geschäftsleitung bedankt sich bei den Mitarbeitern für die vorbildlich geleistete Arbeit. Dem Betriebsrat wird der Dank für eine verantwortungsbewusste Zusammenarbeit ausgesprochen.
III Chancen- und Risikobericht
Russland-Ukraine-Krieg und Corona Pandemie
Zum Aufstellungszeitpunkt waren die möglichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit durch den Kriegsausbruch in der Ukraine am 24. Februar 2022 nur schwer abschätzbar.
Ebenfalls nur schwer abschätzbar waren darüber hinaus die möglichen Auswirkungen durch die andauernde Corona Pandemie.
Es sind unternehmensinterne Krisenstäbe implementiert, die die aktuellen Entwicklungen analysieren und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen.
Der Importstopp für Holz und Sperrholz aus Russland und Belarus sowie die aufgrund des Krieges sehr eingeschränkten Beschaffungsmöglichkeiten in der Ukraine stellen ein massives Beschaffungsproblem dar. Der russische und ukrainische Absatzmarkt ist für den Konzern von untergeordneter Bedeutung. Weitere Informationen dazu in den nachfolgenden Ausführungen sowie im Ausblick.
Marktentwicklung in 2022
Im Januar 2022 wurde vom Internationalen Währungsfonds für das Jahr 2022 ein globales Wachstum von 4,4 % erwartet. Bezogen auf den europäischen Raum wird für 2022 mit einem Wirtschaftswachstum von ca. 3,9 % gerechnet. 8
Die OECD erwartet durch den Russland-Ukraine-Krieg nunmehr einen Rückgang des weltweiten Wachstums des Bruttoinlandsprodukts um mindestens 1,0 %. 9
Für die deutsche Bauwirtschaft wird für das Jahr 2022 ein Wachstum von 1,5 % prognostiziert. 10
In der Sanitärbranche werden die Konjunkturaussichten weiter positiv eingeschätzt. 11
8 Quelle: Internationaler Währungsfonds
(www.imf.org, Pressemitteilung vom Januar 2022)
9 Quelle: OECD
(https://www.oecd.org/economic-outlook; März 2022)
10 Quelle: Zentralverband des Deutschen
Baugewerbes e.V., Dezember 2021 (reales Wachstum)
11 Quelle: Zentralverband Sanitär Heizung
Klima, Februar 2022
Für den Do-It-Yourself Gesamtmarkt im Jahr 2022 werden keine weiteren wesentlichen Zuwächse erwartet, sondern je nach Szenario wird für den Gesamtmarkt ein Zuwachs von +3,0 % bis zu einem Rückgang von -5,1 % prognostiziert. 12 Alle großen Baumarktketten intensivieren die Aktivitäten in Richtung Internethandel. Diese Entwicklung prägt die Situation in der Branche nachhaltig und führt zu einer strategischen Neuausrichtung der Branche. Die Vernetzung von stationärer und digitaler Einkaufswelt hat spürbar zugenommen. Baumärkte optimieren ihr Filialnetz und investieren gleichzeitig verstärkt in die Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle. Um in diesem Wettbewerb weiter bestehen zu können, ist es für die lokalen Standorte wichtig die Kundenbindung auszubauen und dem Endverbraucher zusätzliche Vorteile in Form von Dienstleistungen anzubieten.
Die nachfolgend aufgeführten Chancen und Risiken sind, mit Ausnahme der Risiken aus dem Russland-Ukraine Krieg, gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert.
Chancen der zukünftigen Entwicklung
Die oben genannten Marktentwicklungen ergeben für unsere Geschäftsbereiche eher Chancen als Risiken, vorbehaltlich von Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges.
Die wesentlichen Chancen im Bereich Bodenbeläge liegen in der Ausweitung der Vertriebsaktivitäten bei Landhausdielen. Ebenso wird im Bereich der Designböden, als wohngesunde Alternative zu PVC-haltigen Vinylbelägen, eine positive Entwicklung erwartet. Im Rahmen von zahlreichen Optimierungsprojekten wird an der Verbesserung der Produktivität gearbeitet.
Die Übernahme des Raumakustikspezialisten akustik plus Behringen mit der Fertigung von schallabsorbierenden Produkten aus Holzwerkstoffen sowie Verbundmaterialien stellt eine gute Erweiterung zu dem bestehenden Produktportfolio der Hamberger Unternehmensgruppe dar.
12 Quelle: BaumarktManager, Dezember 2021
Die wesentlichen Chancen der Hamberger Unternehmensgruppe bei der Herstellung von Kunststofferzeugnissen liegen in verstärkter Internationalisierung der Vertriebsaktivitäten und im weltweiten Ausbau der Produktionskapazitäten. Durch den verstärkten Ausbau der Abteilung für Produktentwicklung wird das notwendige Potenzial für Produktinnovationen und somit für ein wirtschaftlich nachhaltiges Wachstum generiert.
Im Bereich Retail wird insbesondere durch gezielte Verkaufsförderungen und stetige Aktualisierungen des Marktsortiments mit Umsatzzuwächsen gerechnet. Auch wird weiterhin Potenzial für Steigerungen im privaten Renovierungs- und Wohnungsbau gesehen.
Risiken der zukünftigen Entwicklung
Ein generelles Risiko besteht in einem außergewöhnlichen Anstieg der Rohstoffpreise, beispielsweise ausgelöst durch Kriege oder Epidemien. Aktuell sind, bedingt v.a. durch den Russland-Ukraine-Krieg sowie durch die anhaltende Corona Pandemie, bei wesentlichen Rohstoffsegmenten solche außergewöhnlichen Preisanstiege festzustellen. Entsprechende Sicherungsmaßnahmen sind für die wesentlichen Rohstoffsegmente nicht möglich. Maßnahmen zur Reduzierung dieses Risikos beschränken sich auf den Abschluss mittelfristiger Einkaufsverträge bzw. der Weitergabe der erhöhten Einstandspreise über die Verkaufspreise.
Des Weiteren können Versorgungsrisiken, zum Beispiel durch Brände, Unfälle bei Lieferanten, kriegerische Auseinandersetzungen oder Epidemien, entstehen. Auch diesbezüglich sind aktuell, bedingt v.a. durch den Russland-Ukraine-Krieg und die Corona Pandemie, gravierende Beschaffungsengpässe festzustellen. Entsprechende Gegenmaßnahmen wie beispielsweise ausreichende Bevorratung, neue Beschaffungsquellen und alternative Transportmöglichkeiten und -routen sind nur sehr begrenzt möglich.
Im Geschäft mit den WC-Sitzen stellen die Importe aus China weiterhin ein Risiko dar. Der logistische Vorteil eines Produktionsstandorts in Europa gewinnt jedoch für viele Kunden aufgrund der begrenzten Transportkapazitäten und der Null-Covid-Strategie in China zunehmend an Bedeutung.
Bedeutende makroökonomische Risiken ergeben sich sowohl aus dem Kriegsausbruch in der Ukraine sowie aus der anhaltenden Ausbreitung des Coronavirus und den damit notwendigen Eindämmungsmaßnahmen. Infolgedessen kann sich das globale Wirtschaftswachstum entgegen den oben genannten Prognosen weiter abschwächen und sich somit negativ auf die Absatzsituation in allen wesentlichen Märkten auswirken.
Wie für den gesamten Einzelhandel besteht auch für den Bereich Retail das Risiko, dass sich die Umsätze durch den Internethandel mit gewissen Produkten rückläufig entwickeln werden. Des Weiteren bestehen Risiken im weiter anhaltenden Wettbewerb zwischen den großen Baumarktketten. Absatzrisiken auf Grund des Russland-Ukraine-Kriegs und der anhaltenden Corona Pandemie, beispielsweise durch Schließungen der Verkaufsräume, sind weiterhin möglich.
Im Bereich der Kundenforderungen ist ein Großteil der Außenstände durch Warenkreditversicherungen bzw. Akkreditive abgedeckt. Darüber hinaus wird seit Jahren ein striktes Kundenkreditmanagement betrieben, das für alle unsere Kunden feste Kreditlinien unter Berücksichtigung aller zugänglichen Informationen von Wirtschaftsdateien vorsieht. In der anhaltenden Krise, wie aktuell durch den Russland-Ukraine-Krieg sowie die anhaltende Ausbreitung des Coronavirus, besteht trotz erfolgter Absicherung ein erhöhtes Risiko einer reduzierten Zahlungsfähigkeit von Kunden.
Liquiditätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind derzeit nicht ersichtlich, aber aufgrund von Folgewirkungen aus dem Russland-Ukraine-Krieg sowie die anhaltende Ausbreitung des Coronavirus möglich. Preisänderungs- und Ausfall- bzw. Währungsrisiken sind vorhanden, insbesondere bei der Kursentwicklung des amerikanischen Dollars (USD). Aufgrund der hohen Transaktionskosten und der verhältnismäßig geringen Volumina werden diese Risiken wie in den Vorjahren nicht abgesichert.
Besondere Ereignisse außerhalb unserer Kontrolle wie kriegerische Auseinandersetzungen - derzeit der Russland-Ukraine-Krieg -, Naturkatastrophen, Epidemien - derzeit die Ausbreitung des Coronavirus - oder andere Ereignisse, zum Beispiel Brand, Explosion oder der Austritt von gesundheits-/umweltschädlichen Substanzen, können die Produktion stark beeinträchtigen. Hinsichtlich Feuerschäden und dadurch verursachte Betriebsunterbrechungen sind ausreichende Versicherungsverträge abgeschlossen.
Die beschriebenen Risiken - mit Ausnahme der möglichen Einflüsse durch den Russland-Ukraine-Krieg oder die anhaltende Corona Pandemie - werden als beherrschbar und hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit sowie Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering eingeschätzt. Besondere Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden, sind derzeit nicht erkennbar.
Fazit und Ausblick
Die derzeit bleibende Ungewissheit in Bezug auf den Kriegsausbruch in der Ukraine sowie die weltweite Verbreitung des Coronavirus und der hieraus resultierenden, ökonomischen Folgen lässt zum jetzigen Zeitpunkt noch keine hinreichend konkrete Abschätzung der Auswirkungen auf die Prognose der Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2022 zu. Aufgrund der schwer absehbaren Entwicklungen des Russland-Ukraine-Krieges sowie der Pandemie ist die Prognose mit einer hohen Unsicherheit versehen.
Das geplante Investitionsvolumen in Höhe von Mio. EUR 18,7 in 2021 kann voraussichtlich über den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit gedeckt werden. Bei den geplanten Investitionen handelt es sich vor allem um Kapazitätserweiterungen sowie um Rationalisierungs- und Ersatzinvestitionen.
Es wird im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 im kommenden Geschäftsjahr 2022 ein moderater Umsatzanstieg geplant. Das Geschäftsjahr 2021 war ergebnismäßig maßgeblich durch einen positiven Sondereffekt in Höhe von Mio. EUR 22,9 aus dem Verkauf von Anlagevermögen beeinflusst. Bereinigt um diesen positiven Sondereffekt wurde ein positives Konzernergebnis von Mio. EUR 9,9 erzielt. Im Vergleich zu diesem bereinigten Geschäftsjahresergebnis 2021 wird im kommenden Geschäftsjahr 2022 mit einem leicht verbesserten, positiven Konzernergebnis gerechnet.
Die Geschäftsleitung beobachtet die weitere Entwicklung aufmerksam und ist weiterhin vorbereitet, alle notwendigen Maßnahmen zeitnah zu ergreifen.
Stephanskirchen, den 25. April 2022
Der
Komplementär
Hamberger Holding Geschäftsführungs
GmbH
Die Geschäftsführung
Dipl.-Kfm. Dr. Peter M. Hamberger
Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Michael Huck
Die Feststellung bzw. Billigung des Konzernabschlusses erfolgte am 28. Juni 2022.
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